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Stadler, Maximilian, Komponist und Musikhistoriker (1748-1833).
"Iudica me Deus, quoniam ego in innocentia ingressus sum." Eigenh. Musikmanuskript. O. O. u. D.
5 SS. Tinte auf Papier. Geheftet. Qu.-Folio. Psalm 26, komponiert für Singstimme und Klavierbegleitung: "Richte mich o Ewiger". - Stadler zählte zu den prominentesten Persönlichkeiten des Wiener Musiklebens an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert; er war mit Mozart, Haydn, Beethoven und Schubert befreundet und verfasste zahlreiche Schriften über Mozart, dessen Nachlass er gemeinsam mit Georg Nikolaus Nissen ordnete. - Im Rand eigenh. Echtheitsbestätigung (um 1880) durch den Komponisten Josef Venantius von Wöss (1863-1943): "Comp. von Hrn. Abbé Max. Stadler. / Des unsterblichen Tondichters eigene Handschrift" sowie "Autograph". Sehr selten; seit 1950 kein einziges Autograph des Komponisten im Handel nachweisbar.
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Staegemann, Helene, Sopranistin (1877-1923).
Briefausschnitt mit eigenh. Grußzeile und U. O. O. u. D.
75 x 140 mm. "Glückliches neues Jahr". - Nach einer Gesangsausbildung bei ihrem Vater, dem Kammersänger Max Staegemann war Helene um die Jahrhundertwende eine gefeierte Konzertsopranistin, der Komponisten wie Carl Reinecke und Hans Pfitzner Liedkompositionen widmeten.
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Stanley, Albert, Musiker (1851-1932).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 10. XII. 1923.
¾ S. 8vo. An den Journalisten und Dramaturgen Hans Nüchtern (1896-1962): "Meine Frau und ich lassen uns bestens bedanken für die Billette die Sie uns zugeschickt haben. Wir werden sie mit grosser Freude benutzen [...]".
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Stark, Ludwig, Musiker (1831-1884).
Eigenh. Brief mit U. Stuttgart, 23. XII. 1876.
1½ SS. 8vo. "Nun war Freund Becker hier bei uns, konnte sich aber wieder nicht erinnern, in Wien etwas von der 'Nachtmusik' vernommen zu haben, erklärte sich aber mit Freuden bereit sie in sein Repertoire aufzunehmen, falls ich sie ihm direkt durch seinen bei uns studierenden Sohn Hans zugehen lassen wolle. Leider hatte ich selbst kein Exemplar mehr, [...] so daß ich Sie ersuchen möchte, mir eins zukommen zu lassen [...]". - Stark gehörte 1857 neben Immanuel Faißt und Sigmund Lebert zu den Gründern der Stuttgarter Musikschule, des späteren Konservatoriums, an dem er bis zuletzt als Lehrer für Gesang, Harmonielehre, Partiturspiel und Musikgeschichte tätig war (vgl. DBE).
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Stavenhagen, Bernhard, Dirigent (1862-1914).
Eigenh. Brief mit U. Berlin, 9. I. 1897.
1 S. 8vo. An Ludwig Bösendorfer (1835-1919): "Eine ausgezeichnete Schülerin von mir, Miss Muriel Elliot, möchte im Bösendorfer-Saal gern einen Clavierabend geben und zwar wenn möglich in der Zeit vom 25. Januar bis Anfang Februar. Wäre es möglich, den Saal zu bekommen?" - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Savoy-Hotels Berlin.
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Steinbach, Fritz, Komponist und Dirigent (1855-1916).
Eigenh. Brief mit U. [Köln], 10. X. 1906.
1½ SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. Kondolenzbrief an Max von Holst, Sohn des am 8. Oktober 1906 in Freiburg verstorbenen Dorpater Gynäkologieprofessors Johannes von Holst: "Sehr geehrter Herr Dr. von Holst! Es drängt uns Ihnen & Ihrer verehrten Frau Gemahlin unsere aufrichtige Theilnahme bei dem großen Verluste den Sie durch den Tod Ihres Herrn Vaters erlitten auszusprechen. Das hohe ehrwürdige Alter das Ihr Herr Vater erreicht hat, mußte Sie ja auf den schweren Schicksalsschlag vorbereiten, gleichwohl trifft dieser Schlag, wie ich aus eigener Erfahrung weiß, bei dem Eintritt das Gefühlsleben mit schmerzlicher Schwere. Wir fühlen mit Ihnen! [...]". - 1886 übernahm Fritz Steinbach für 17 Jahre von Richard Strauss die Hofkapelle in Meiningen als Hofkapellmeister. Er arbeitete eng mit Johannes Brahms zusammen und entwickelte sich zum bekanntesten Brahms-Dirigenten. Steinbach baute damit die gute Stellung Brahms in der Konzertwelt weiter aus und begründete eine besondere, bis heute andauernde Brahms-Pflege in der Stadt Meiningen. Nach dem Scheitern seiner Pläne für ein Konservatorium in Meiningen wechselte er 1903 zum Gürzenich-Orchester nach Köln und wurde zum Direktor des Kölner Konservatoriums.
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Steiner von Eltenberg, Hugo, Bratschist und Komponist (1862-1942).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 11. X. 1904.
1 S. 8vo. Beiliegend eh. adress. Umschlag. An den Komponisten und Bruckner-Schüler Camillo Horn (1860-1941): "Verehrter Herr! Meinen verbindlichsten und innigsten Dank für Ihre so wohlwollende und fachgemässe Kritik meiner D dur Messe [...]". - Steiner studierte 1880-83 am Wiener Konservatorium bei J. M. Grün, Franz Krenn und R. Fuchs, anschließend trat er als Solobratschist in das Hofopernorchester ein. 1895 wurde er Mitglied der Hofmusikkapelle und des Rosé-Quartetts. 1911 pensioniert, unterrichtete Steiner noch bis 1931 am Konservatorium Violine und Viola.
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Sternfeld, Richard, Musikschriftsteller (1858-1926).
Eigenh. Brief mit U. Berlin, 2. VI. 1901.
4 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. "Sehr geehrter Herr Dr. / Nach langer Zeit begrüsse ich Sie wieder einmal u. theile Ihnen mit, daß Ihre Rüge des unpatriotischen Waldersee-Stückes des Überbrettls hier überall außerordentlich befriedigt hat. Ich will heute Ihre Aufmerksamkeit auf ein unerhörtes Vergehen des Conzertagenten Herm. Wolff lenken. Sie werden in der Allg. Musikztg. vielleicht folgende Inserate gelesen haben oder noch lesen: 1) Der Klaviervirtuose Emil Sauer zeigt an, daß er seine Engagements jetzt selbst besorgen will. 2) Herr Wolff schreibt ungefähr so: Ich zeige an, daß Herr Sauer, Componist des E moll Conzerts, seine Geschäfte allein besorgt, damit er nicht geschädigt werde. 3) Witzige Antwort Sauers. - Für uns kommt nur No. 2 in Betracht. Obwohl Sauer keine Namen genannt hatte, bricht die Wuth Wolffs darüber, daß einer der Conzert-Kulis gegen den Stachel zu löcken wagt, in jener Annonce aus. So weit ist es gekommen, daß der Übermuth der Sklavenhalters keine Scheu mehr zu haben braucht [...]".
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Steuermann, Eduard, Komponist und Pianist (1892-1964).
Eigenh. Visitkarte. O. O. u. D.
1 S. Visitkartenformat. An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit dem Ausdruck "aufrichtigen Beileids". - "Als offizieller Pianist bei Uraufführungen von Werken Schönbergs arbeitete Steuermann auch später mit so bedeutenden Dirigenten wie E. Ansermet, O. Klemperer, D. Mitropoulos, H. Scherchen und L. Stokowski zusammen. Seine eigenen Kompositionen wurden Zeit seines Lebens nicht gedruckt und meistens nicht aufgeführt. Stark von Schönberg beeinflußt, doch mit eigenständiger Aussage und persönlichem Stil, gewinnen sie erst nach seinem Tod Anerkennung" (MGG XVI, 1754).
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Stockhausen, Julius, Sänger und Dirigent (1826-1906).
Eigenh. Musikzitat mit U. Prag, April 1856.
1 S. Qu.-8vo. Auf blauem Vergé-Papier. Hübsches Albumblatt mit den ersten Takten aus Felix Mendelssohn Bartholdys Oratorium "Elias" (op. 70), unterlegt mit dem Text der Arie "Es ist genug!" und mit der Anweisung "Adagio". Ein Albumblatt Stockhausens mit demselben Motiv, ebenfalls im April 1856 (jedoch in Leipzig) an Carl Gurckhaus gewidmet, befindet sich im Brahms-Institut Lübeck.
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Stöhr, Richard, Komponist (1874-1967).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
1 S. Qu.-8vo. An eine namentlich nicht genannte Adressatin: "Wenn Sie mir Samstag ½4 Uhr das Vergnügen machen wollen, wird es mich sehr freuen […]". - Seit 1904 unterrichtete Stöhr Harmonie, Kontrapunkt und Formenlehre an der Staatsakademie für Musik und darstellende Kunst in Wien, wurde 1926 Regierungsrat und erhielt 1930 den Professorentitel. Nach dem "Anschluß" Österreichs 1938 emigrierte er in die USA, lehrte 1939-41 am Curtis Institute of Music in Philadelphia, 1942/43 am Cincinnati Conservatorium in Ohio und war 1942-50 Professor am St. Michael's College in Winooski, Vermont.
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Stör, Karl, Musikdirektor (1814-1868).
Eigenh. Postkarte mit U. [Poststempel: Weimar, unleserlich].
1 S. Qu.-8vo. An den Verleger Robert Seitz (1837-89) in Leipzig: "Schönsten Dank für die Sendung. Die Ausstattung ist allerdings so, dass sie Ihrem Verlage die größte Ehre macht. Ich werde Ihrem Wunsche nach, es an den Mann, vielmehr an die Frau zu bringen trachten. Schade, dass 2 kleine Makel in den Tanzdichtungen verhalten haben […]". - Mit einigen eingesprengten Noten.
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Strakosch, Maurice, Komponist und Konzertunternehmer (1825-1887).
Eigenh. Brief mit U. Bergen, 7. IX. 1884.
6 SS. 8vo. "My dear Louisa. Many thanks for your aimiable [!] letter, have been delighted to hear from you. I shall stopp in Hamburg on my return from Scandinavia [...] We shall be in Hamburg the first days of October [...] I should be so happy to see you and your good mother [...]". - Strakosch, der in Wien bei Sechter Klavier studiert hatte und in Zagreb und Italien als Sänger aufgetreten war, ging 1848 nach New York, wo er bald als Impresario und Organisator großer Musikveranstaltungen reüssierte. Ab 1855 leitete Strakosch eine eigene Opernkompanie, zugleich hatte er einigen Erfolg als Komponist von Klavierstücken. Mit dem norwegischen Geiger Ole Bull reiste er als dessen Klavierbegleiter durch die USA.
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Straus, Ludwig, Violinist (1835-1899).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
1¾ SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ich wollte Ihnen meinen - unseren Dank schon durch Herrn Kruse übersenden, aber meteorartig tauchte er auf u. verschwand u. nun wollte Professor Joachim so gütig sein diese Epistel mitzunehmen - da ich aber weiß, wie viel ihm im Kopfe herumgeht, habe ich das Vorgefühl als wenn ich den Brief dann nächsten Sommer im Marienbad bei ihm entdecken könnte. Wir wollen also die kaiserlich deutsche Post nicht um ihr Einkommen bringen u. hoffentlich benehmen Postillon und Briefträger nichts von der Wärme meines Dankes […]. Nächsten Montag nach dem Pop. Wird Professor Joachim die neue Stradivari präsentiert. Es wird Sie freuen zu vernehmen u. nicht gar sehr verwundern, dass er herrlicher denn je diese Saison gespielt hat […]". - Der Schüler von Joseph Hellmesbergers d. Ä. und Joseph Böhms in Wien, wurde 1859 Konzertmeister am Stadttheater in Frankfurt/Main und ging 1864 nach London. Dort war er Soloviolinist im Hoforchester, Konzertmeister der Philharmonischen Konzerte wirkte bis 1888 in Hallés Konzerten in Manchester mit.
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Strauss, Franz, deutscher Hornist und Komponist (1822-1905).
Eigenh. Postkarte mit U. München, 24. IV. 1896.
1 S. Qu.-8vo. An den Musiker Camillo Horn: "Brief und Zeitung habe ich vor einigen Tagen erhalten. Die Verzögerung meiner Antwort haben die Osterferien verschuldet, welche ich, trotz des schlechten Wetters, auf dem Lande verbrachte um wieder einmal reine Luft zu atmen. Ihrem Wunsche im Betreff des Herrn Gura, bin ich mit Vergnügen nachgekommen. Gestern sprach ich Herrn Gura und bat ihn Ihre Wünsche zu berücksichtigen; er sagte mir auch, dass mein Sohn bereits darüber mit ihm sprach und Gura nächstens gesonnen sei, nach Einsicht der Werke Ihnen zu schreiben. Bisher sei er sehr stark durch nothwendigste Correspondenz in Anspruch genommen gewesen, dass es ihm nicht möglich war Ihnen zu antworten. Ich zweifle nicht daran, dass er unseren Bitten nicht ein freundliches Entgegenkommen gewährt [...]". - Der Vater von Richard Strauss wurde in München Gitarrist bei Herzog Maximilian in Bayern. Später wirkte er bis 1889 als Erster Hornist in der Kgl. Bayerischen Hofkapelle und war anschließend bis 1896 Lehrer an der Akademie der Tonkunst.
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Strauss, Isaac, Komponist, genannt "Strauss de Paris" (1806-1888).
Eigenh. Brief mit U. ("J. Strauss"). Paris, 130 rue Montmartre, 1. XI. 1858.
2 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An einen "geehrten Herrn", nach späterer Bleistiftnotiz am Unterrand der Komponist und Volksliedsammler Jakob Schmölzer (1812-86): "Inliegend habe ich die Ehre, Ihnen im Namen des Hr. Heugel die angebotenen Hundert Franken für Ihren Walzer zu senden. Was das Arrang. für Piano betrifft, werde ich mich selbst damit befassen. Die Pariser Editeurs haben die Sorge, derartige Productionen so vieler Welt als möglich zugänglich zu machen, so daß eine gewisse Routine dazu gehört, das brillante mit dem Leichten zu vereinigen. Eben so das Orchestre. Ich habe öfters Bälle von mehr als 100 Musickern, es werden dieselben Musick-Hefte genommen, als wären ihrer 6, oder 8, ja selbst mit Violine und Piano. Daraus geht hervor, daß im Quartett alle Melodie enthalten sein muß, und das [!] blos die Geschicklichkeit des Arrangeurs, durch Imitationen, Nebenharmonien, Haltungen und alle andern Resourcen eines Mannes der die Instrumente genau kennt, das Interesse der Composition erhöhen kann. Sobald Ihr Walzer für das Piano erschienen sein wird, werde ich Ihnen Ihre verlangten 20 Exempl. zukommen lassen [...]". - Der aus Straßburg gebürtige Strauss wirkte von 1843 bis 1863 als Kapellmeister des Kurorchesters Vichy und dirigierte auch die kaiserlichen Bälle in den Tuilerien. Er wird gelegentlich mit Johann Strauss verwechselt, zumal seine Werke unter dem Namen "J. Strauss" erschienen; bei Offenbachs "Orphee aux enfers" (1858) arrangierten gar beide Komponisten eine Quadrille nach demselben Material. Seine reiche Kunst- und archäologische Sammlung wird heute im "Salle Strauss" des Musée de Cluny, Paris, aufbewahrt. - Gering braunfleckig.
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Strauß, Johann (Enkel), Dirigent und Komponist (1866-1939).
Eigenh. Portraitpostkarte mit U. O. O., 10. II. 1904.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. Karte mit einem Portrait en face an den Metallgießer- und Sargfabrikanten Alexander Matthias Beschorner (1856-1935): "Deiner Weisung gemäß habe ich M. Tautenhayn für 29. d. verständigt. Ich werde so frei sein, Dich Ende dieser Woche zu besuchen [...]". - Der Sohn von Eduard Strauß studierte Rechtswissenschaften in Wien, trat in den Staatsdienst ein und wurde Rechnungsrevident im k.k. Ministerium für Kultur und Unterricht in Wien. Daneben erhielt er eine umfassende musikalische Ausbildung, wandte sich 1894 ganz der Musik zu und wurde Dirigent. "Während der Wintermonate konzertierte er in Wien, unternahm im Sommer ausgedehnte Deutschlandtourneen und gastierte in ganz Europa. 1901-05 war Strauß als Nachfolger seines Vaters Leiter der österreichischen Hofballmusik. Seit 1907 lebte er in Berlin. Neben Walzern, Polkas und Gavotten komponierte er u. a. die 1898 in Wien uraufgeführte Operette ‚Katze und Maus'" (DBE).
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Strauss, Johann (Enkel), Komponist (1866-1939).
Portraitpostkarte mit eigenh. U. ("JohStrauss"). O. O. u. D.
1 S. 8vo. Portrait en face in S/W. - Der Sohn von Eduard Strauß studierte Rechtswissenschaften in Wien, trat in den Staatsdienst ein und wurde Rechnungsrevident im k. k. Ministerium für Kultur und Unterricht in Wien. Daneben erhielt er eine umfassende musikalische Ausbildung, wandte sich 1894 ganz der Musik zu und wurde Dirigent. "Während der Wintermonate konzertierte er in Wien, unternahm im Sommer ausgedehnte Deutschlandtourneen und gastierte in ganz Europa. 1901-05 war Strauß als Nachfolger seines Vaters Leiter der österreichischen Hofballmusik. Seit 1907 lebte er in Berlin. Neben Walzern, Polkas und Gavotten komponierte er u. a. die 1898 in Wien uraufgeführte Operette 'Katze und Maus'" (DBE).
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Strauß, Johann III. (Eduard), Austrian composer (1866-1939).
Autograph calling card signed ("JStrauß"). N. p. o. d.
Calling card format. 2 pp. To the concert agent Ignaz Kugel, informing him that it is completely impossible to go on tour this week with an orchestre of 32 persons, and asking to visit him at midday. - Somewhat browned due to paper.
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Strauß, Johann (fils), Austrian composer (1825-1899).
Autograph calling card. No place, [c. 1888].
Calling card format. 1 page. To Emma Pollak, his wife's cousin, presenting her with a small item: "Anbei folgt die besagte Kleinigkeit die ich bitte zu Ihren Füssen legen zu dürfen [...]".
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Strauß, Johann (fils), Austrian composer (1825-1899).
Autograph calling card. No place, [c. 1888].
Calling card format. 1¼ pp. To Emma Pollak, his wife's cousin, notifying her of the theatre box in which he and his wife Adele will be pleased to receive Emma that same evening at half past eight: "In freudiger Erwartung Sie und Ihren lieben Gemahl heute Abend zu sehen erlaube ich mir die Logennummer bekannt zu geben. No 9 heisst sie wo wir um ½9 Uhr Sie erwarten [...]".
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Strauß, Johann (fils), Austrian composer (1825-1899).
Autograph calling card. No place, [c. 1888].
Calling card format. 1¼ pp. With envelope ("Madame de Pollak"). To Emma Pollak, the cousin of Strauß's wife Adele, inviting her for dinner at a Vienna hotel: "Wir müssen heute zusammen soupiren! Ich erlaube mir Hotel Meissel (Mehlmarkt) als Rendezvousplatzel vorzuschlagen. Spatenbräu ist zu viel Wirtshaus [...]".
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[Strauß, Johann (Sohn)]. - Strauß, Adele, dritte Gattin von Johann Strauß (1856-1930).
Eigenh. Bildpostkarte mit U. Wien, [24. VI. 1927].
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An die Schriftstellerin Alice Gurschner: "Auch mir, liebste Alice, ist es sehr leid, Diene Gesellschaft nicht geniessen zu können! Allein, ich weiß noch nicht, was mit mir geschehen wird. Alice ist momentan in Kaltenleutgeben, u. kann sich nicht entschließen, was sie dann machen soll [...]".
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Strauss, Richard, German composer (1864-1949).
2 autograph letters signed. Garmisch, 25 Oct. 1936.
8vo. Altogether (4+1=) 5 pp. on double leaves. To the critic Alexander Berrsche. A long and comprehensive letter in which Strauss explains in detail what Berrsche had criticized in his review of an Academy Concert that Strauss had conducted: "You heard quite correctly that it was less 'vivacious', less 'dashing' than usual [...] the brass section remained 'unaffected' and 'subdued'. Beethoven's Scherzo was played (following Bulow's rule) in moderate tempo for the first time, and only the second repetition was played in full Vivace, the finale was played a third slower than is common among the world's most famous conductors and even Richard Wagner himself postulated (erroneously, in my opinion) [...]". - Includes a typed letter to Berrsche by the publisher, and a letter from Strauss to a Munich publishing house.
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Strauss, Richard, composer and conductor (1864-1949).
Autograph quotation signed. Garmisch-Partenkirchen, 5 Oct. 1939.
Oblong small 8vo. 1 p. "Cultivating precious chamber music, especially from our great classics, within the familiy is one of the most important methods to maintain and patronise our culture!" (transl. from the German original). - On stationery with printed letterhead.
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Strauss, Richard, German composer (1864-1949).
Autograph postcard signed. Garmisch, 9 March 1932.
Oblong 8vo. 1 p. With autogr. address. To Edgar Luis's concert office in Innsbruck, discussing travel plans and how they are affected by the immense March snowfall: "Ich wollte Freitag spätestens Samstag früh mit Auto nach Turin fahren. Wir haben hier kolossalen Schneefall. Bitte schicken Sie mir auf meine Kosten morgen Donnerstag Nachmittag eine Depesche, ob der Brenner passierbar [...]". - Some waterstaining; the picture shows Strauss's country house in Garmisch.
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Strauss, Richard, German composer (1864-1949).
Autograph letter signed. Probably Garmisch, 26 Jan. 1935.
8vo. ¾ p. on bifolium. To Edgar Luis at Innsbruck, regarding the impossibility to come to Vienna in April, and with his best wishes for a concert. - On headed paper.
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Strauss, Richard, German composer (1864-1949).
Autogr. note signed. No place, 9 Sept. 1942.
Large 4to. 2 pp. Notes referring to a card game played with his son "Bubi" and "Klarw.", the singer Franz Klarwein (1914-1991). The reverse contains a typed poem in ten verses "Der Schöpfung Sinn" (by Strauss?) and, in the margin, an autograph draft for a letter of condolence to an unidentified recipient: "[...] schmerzlich ergriffen erfahre ich das Hinscheiden Ihres verehrten Vaters, meines gütigen Freundes u. hochherzigen Förderers [...]". - One large tear reinformed professionally; several traces of folds.
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Strauss, Richard, German composer (1864-1949).
Autograph postcard signed. Garmisch, 19 May 1931.
Oblong 8vo. 1 p. With autogr. address. To Edgar Luis's concert office in Innsbruck, requesting front-row tickets for two different concerts: "Besten Dank für das schöne Festprogramm! Bitte reservieren Sie mir für meine Familie zu beiden Konzerten je 3 Plätze in der ersten Reihe [...]". - Slight waterstaining.
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Strauss, Richard, composer and conductor (1864-1949).
Portrait photograph. No place or date.
287 x 211 mm. Matted and glazed. A fine black-and-white portrait in his later years. - Signed by the photographer on the backing cardboard.
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Stravinsky, Igor, Russian, and later French and American, composer, pianist, and conductor (1882-1971).
Inscribed copy of: Cinq Pièces Faciles pour piano a quatre mains (main droite facile) Andante, Española, Balalaïka, Napolitana, Galop. Geneva, Ad. Henn, 1917.
Oblong 4to. 19 pp. Original wrappers. First edition, inscribed "pour Madame René Auberjonois, en grande sympathie, Igor Strawinsky, Morges 17-IX-17". - The present volume constitutes an impressive document of Stravinsky's life during the October Revolution. A composition for his children, this work was penned in 1914/15, shortly after leaving Russia forever and settling down into Swiss exile, all connections to his Russian homeland having been severed by the Great War. The events of the war also meant that Stravinsky was unable to solicit commissions, receive royalties, or even contact his publishers; his collaboration with Djaghilev had more or less ground to a halt, their tour having returned hardly any profit. It was at this time that Stravinsky had to rely upon the generosity of wealthy Swiss patrons such as Madame Auberjonois, who was the first wife of the post-Impressionist Swiss painter René Auberjonois, mother of author Fernand Auberjonois, and later grandmother of the American actor René Murat Auberjonois. Stravinsky had met René Auberjonois in the fall of 1917, during the planning stages of "Histoire du Soldat", and he later became an important acquaintance of Stravinsky's. The present copy must have been presented during the early years of their friendship.
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Succo, Reinhold, Komponist (1837-1897).
Eigenh. Schriftstück mit U. O. O. u. D.
1 S. 8vo. Ausgefülltes Formular für "Perthes' Handlexikon für evangelische Theologen", in dem Succo seinen Geburtstag- und ort und verschiedene andere Daten aus seinem Leben preisgibt.
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Sucher, Josef, Komponist und Dirigent (1843-1908).
Eigenh. Schriftstück mit U. Wien, 20. IX. 1873.
1 S. Folio. Empfangsbestätigung einer Gehaltszulage. Am oberen linken Rand ohne Textverlust beschnitten. - Josef Sucher studierte Musik bei Simon Sechter und war 1871 bis 1874 Korrepetitor an der Hofoper in Wien sowie Dirigent des Akademischen Gesangvereins.
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Sucher, Rosa, Sängerin (1849-1927).
Eigenh. Brief mit U. Hamburg, 14. XI. 1878.
3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Wohl an einen Dirigenten oder Liedbegleiter in Bremen: "Bitte zu entschuldigen, daß ich heute erst Ihren werthen Brief beantworte. Mein Mann, der gerade anwesend ist, räth mir zu der Arie der Katharina aus den Widerspänstigen [!] von H. Götz in Ges Dur [d. i. "Der Widerspenstigen Zähmung"], da dieselbe vergangenen Winter in einem Gewand-Haus-[C]onzerte so viel Erfolg hatte und sogar neben Sarasate! - Soviel ich weiß war diese Oper noch nicht in Bremen, es dürfte daher intereßant sein für die Zuhörer daraus etwas kennen zu lernen. Die Arie ist sehr schön, mit einem großen Recitativ. Da die Begleitung ziemlich schwer ist, so erlaube ich mir die Noten schon früher hinzuschicken. Als zweite Nummer überlasse ich Ihnen zu wählen, ob die zweite oder erste Arie aus Euryanthe. Außerdem möchte ich ein Lied von Beethoven: 'Ich liebe Dich', und vielleicht ein oder zwei Lieder von meinem Manne J. Sucher singen als: 'Liebesglück' und 'Trost' [...]". - Rosa Sucher hatte 1871 ohne eigentliche Ausbildung ein Engagement an der Hofoper in München erhalten, wo sie als Waltraute in der "Walküre" debütierte. Nach Stationen in Trier, Königsberg, Berlin, Danzig und Leipzig wurde sie 1878 an das Stadttheater in Hamburg verpflichtet, "wo sie im selben Jahr in der Uraufführung von Heinrich Hofmanns Oper 'Das Ännchen von Tharau' mitwirkte. Von Hamburg aus gastierte Sucher u. a. 1882 am Londoner Drury Lane Theatre in den englischen Erstaufführungen der Opern 'Die Meistersinger' und 'Tristan und Isolde', 1884-86 an der Hofoper in Wien und 1892 an der Covent Garden Opera in London. Seit 1889 war sie Ensemblemitglied der Hofoper in Berlin, unternahm 1895 mit der Damrosch Opera Company eine Tournee durch Nordamerika, bei der [sie] auch in der Metropolitan Opera in New York auftrat und gab 1903 in Berlin ihren Abschied von der Bühne als Sieglinde in der 'Walküre'. Nach dem Tod ihres Mannes Josef Sucher 1908 ließ sie sich als Gesanglehrerin in Berlin nieder. [Sie] zählte zu den großen dramatischen und Wagner-Sopranistinnen ihrer Zeit. 1914 erschien ihre Autobiographie 'Aus meinem Leben'" (DBE). - Auf Briefpapier mit sehr hübscher geprägter Vignette "RJS" (=Rosa und Josef Sucher).
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Suske, Ida, Pianistin.
Eigenh. Briefkarte mit U. Wien, 12. XII. 1905.
3 SS. 70 x 115 mm. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Es würde mich sehr freuen wenn Sie zu meinem, am 15. im Bösendorfersaal stattfindenden Concerte persönlich kämen oder, falls Sie verhindert sein sollten, einen Stellvertreter schicken würden [...]".
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Svoboda, Adalbert, Journalist und Musikschriftsteller (1828-1902).
Eigenh. Brief mit U. Stuttgart, 21. VIII. 1893.
1½ SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. Auf Briefpapier der "Redaktion der Neuen Musik-Zeitung". "Sehr geehrter Herr! Es war eigentlich indiscret von mir dass ich Ihnen den Brief Heubergers schickte, allein ich wollte Sie mit Eifer erfüllen zum Verfassen einer in 3-4 Fortsetzungen zu haltenden Abhandlung über den Charakter Schuberts u. über dessen Beziehungen zu bedeutenden Zeitgenossen, darunter Grillparzer. Nebenher streifen Sie das von H. Beanstandete; namentlich erweisen Sie durch Hinblicke auf Briefe, dass Schubert als Componist selbständig bleiben wollte. Sie können sich ausführlich gehen lassen, Anekdoten u. Aussprüche Schs. einstreuen, kurz beweisen, dass Sie mehr von der Sache verstehen als H. Diesem schrieb ich scharf, da er in seinem Übermute auch mich treffen wollte. Ihr Aufsatz über die Gothaer Aufführungen war mit eleganter Knappheit geschrieben [...]". - Der aus Prag gebürtige Svoboda, ausgebildeter Historiker und ehemaliger Geschichtslehrer, führte ab 1862 die Grazer "Tagespost" zu herausragender Stellung, bevor er über München nach Stuttgart zog und dort ab 1889 die "Neue Musik-Zeitung" leitete. Der Liberale und Freidenker gilt als Entdecker Peter Roseggers, den er früh förderte, woraus sich eine tiefe Freundschaft und ein reger Briefwechsel ergaben (vgl. ÖBL XIV, 72f.).
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Swert, Jules (Pierre Julian) de, cellist (1843-1891).
Autograph letter signed. Düsseldorf, 20 May 1867.
8vo. 3 pp. on bifolium. To the German composer, conductor and cellist Julius Rietz, asking for some informations about a vacant position at the Dresden Court opera.
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Swoboda, Albin, Schauspieler und Sänger (1836-1901).
Ausschnitt mit eigenh. U. O. O. u. D.
75 x 206 mm.
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Szalit, Paula, composer and pianist (1886-1920).
Autograph letter signed. Vienna, 14. XI., no year.
Small 8vo. 1 p. To an unnamed addressee, inviting him to attend her concert in three days time.
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Szendy, Árpád von, Komponist und Pianist (1863-1922).
Eigenh. Brief mit U. Budapest, 17. XII. 1890.
1 S. 8vo. An Ludwig Bösendorfer: "Euer Hochwohlgeboren! In meinen Verhältnissen ist - leider - eine Veränderung vorgekommen, welche mich verhindert, in Wien zu concertiren. Hiemit empfangen Sie wiederholt meinen innigsten Dank für die nicht gehoffte Gefälligkeit, in welchem Euer Hochwolgeboren mich gnädigst betheiligten. Gestatten Sie mir die Bitte mich fernerhin in Ihren Wohlwollen und mächtigen Protection auch in der Zukunft aus[zu]zeichnen [...]". - Der Ungar Szendy, Schüler Franz Liszts, wirkte ab 1888 als Klavierlehrer an der Musikakademie Budapest und war dort von 1890 bis 1911 als ordentlicher Professor tätig. Nach dem Sturz der Ungarischen Räterepublik wurde er Anfang 1920 zum Direktor des Nationalen Konservatorium ernannt, trat aber bereits ein Jahr später aus gesundheitlichen Gründen von diesem Amt zurück. Er komponierte zwei Orchesterstücke, ein Klavierkonzert, eine Konzertfantasie für Klavier und Orchester, zwei Streichquartette, Klavierstücke und Lieder. - Minimale Randläsuren.
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Talleyrand, Auguste Louis Graf von, composer and diplomat (1770-1832).
Autograph letter signed. Paris, 22 Sept. 1808.
Small 4to. 1½ pp. To an unidentified recipient, requesting permission to accept a medal from the Grand Duke of Baden. - Small traces of mounting. From the collection of Eduard Fischer von Röslerstamm.
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Tappert, Wilhelm, Musikschriftsteller (1830-1907).
Eigenh. Postkarte mit U. [Berlin, 31.8.1878].
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An Ferdinand Gross in Berlin: "Darf ich hoffen, Sie heute Abend bei Knoll zu sehen? Ich bleibe zwar nur bis 8'/4 Uhr dort, wegen anderer Beschäftigungen, die auch erledigt sein wollen. Mich interessiert das Textbuch, von welchem Sie erzählten, da ich meine sehr ansehnliche Collection 'Wagneriana' aus aller Herren Länder besitze […]". - Der Privatschüler Siegfried Dehns war seit 1858 als Musikkritiker in Glogau tätig und ging 1866 als Musiklehrer und -schriftsteller nach Berlin. 1876-80 war Tappert Chefredakteur der "Allgemeinen Deutschen Musikzeitung". Er veröffentlichte u.a. das "Wagner-Lexikon. Wörterbuch der Unhöflichkeit, enthaltend grobe, höhnende, gehässige und verleumderische Ausdrücke, welche gegen den Meister Richard Wagner, seine Werke und seine Anhänger von seinen Feinden und Spöttern gebraucht worden sind" (1887).
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Taubert, Wilhelm, Pianist und Komponist (1811-1891).
Eigenh. Brief mit U. ("W. Taubert"). O. O., 13. X. 1879.
2 SS. auf Doppelblatt. Kl.-8vo. An den Musikalienhändler Franz Ries (1846-1932): "Senden Sie mir umgehend die Orchesterstimmen von Rietz Ouvertüre es dur op 53 in folgender Anzahl: 1 vollständiges Exemplar | Außerdem 5 erste Violinen | 4 zweite Violinen | 3 Bratschen | 4 Celli u. 3 Contrabässe [...]". - Wilhelm Taubert war Musikdirektor an der kgl. Oper Berlin und Begründer der "Symphonie-Soireen", die die Hofkapelle unter seiner Leitung aufführten. Zu seinem Werk zählen Opern und Sinfonien, Kantaten und Schauspielmusiken, Streichquartette und Klaviertrios, Klavier-, Violin- und Cellosonaten und über 300 Lieder, darunter zahlreiche Kinderlieder.
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Taubert, Wilhelm, Pianist und Komponist (1811-1891).
Eigenh. musikalisches Albumblatt mit U. Berlin oder Breslau, 10. V. 1881.
1 S. Qu.-8vo. Vier Takte aus "Wiegenlied" mit unterlegtem Text. - Wilhelm Taubert war Musikdirektor an der kgl. Oper Berlin und Begründer der "Symphonie-Soireen", die die Hofkapelle unter seiner Leitung aufführten. Zu seinem Werk zählen Opern und Sinfonien, Kantaten und Schauspielmusiken, Streichquartette und Klaviertrios, Klavier-, Violin- und Cellosonaten und über 300 Lieder, darunter zahlreiche Kinderlieder.
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Taund, Eugen von, Komponist und Theaterkapellmeister (geb. 1856).
Eigenh. musikalisches Albumblatt mit U. Wien, 1. I. 1898.
1 S. Qu.-8vo. Acht Takte aus "Der Wunderknabe" mit unterlegtem Text. - Alt auf Trägerpapier montiert.
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Tausig, Serafine, Pianistin (1840-1931).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 20. XII. 1869.
4 SS. 8vo. Beiliegend Umschlag. An Ludwig Bösendorfer (1835-1919): "Zu meiner großen Freude langte heute Ihr stummes Clavier hier an und ich eile Ihnen meinen besten Dank zu sagen, sowie dessen wohlbehaltenes Befinden zu künden […]".
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Tautenhayn, Ernst, Schauspieler (1873-1944).
Kabinettphotographie mit eigenh. U. Prag, 18. IX. 1900.
165 x 110 mm. Schönes Brustbild im Halbprofil aus dem Atelier des K.K. Kammerphotographen A. Kalder, Wien, mit dessen gedr. Signet am unteren Rand des Trägerkartons.
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Tauwitz, Eduard, Komponist (1812-1894).
Eigenh. Brief mit U. Prag, 7. III. 1883.
2 SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. Sehr freundschaftlicher Brief an einen namentlich nicht genannten Adressaten zu dessen 71. Geburtstag: "[...] Du lieber Gott! So sehr Einem auch das Leben sauer gemacht wird, so oft man daran erinnert wird, daß man nicht im Lande Kanaan weilt, daß Ruhe und Frieden in diesem Erdenleben nur fromme Wünsche sind, und Wahrheit und Aufrichtigkeit meist Träume bleiben, so ist doch 'die süße Gewohnheit des Athmens' nach Egmont-Göthe immer ein schön Ding, und Manchen wird wohl bei dem Gedanken, daß innerhalb der vier Bretter und zwei Brettchen alles Sein aufhört und das Nichtsein begonnen hat, ein Gruseln überkommen [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Adresse des Sängervereins "Tauwitz" in Prag.
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Tauwitz, Eduard, Komponist (1812-1894).
Eigenh. Brief mit U. Prag, 21. IX. 1882.
2¾ SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. Sehr freundschaftlicher Brief an einen namentlich nicht genannten Adressaten zu dessen 70. Geburtstag: "[...] Ich freue mich Ihrer Anerkennung, welche Sie meinem Streben zollen. Ich freue mich um so mehr und fühle mich geehrt, weil diese Anerkennung mir ein Mann spendet, dessen Name nicht blos in den Gauen des deutschen Vaterlandes rühmlich bekannt, sondern auch in allen Welttheilen, wo das deutsche Lied eine Heimath gefunden, verehrt wird [...]".
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Tedesco, Ignaz Amadeus, Komponist (1817-1882).
Eigenh. Brief mit U. [Hamburg], 16. VII. 1850.
1 S. auf gefalt. Doppelblatt mit Siegel und Adresse (Faltbrief). 8vo. An den Hamburger Violinisten und Konzertmeister Leopold Lindenau (1806-59): "Ich will glauben, daß Sie es heute vorziehen werden die [Mathilde] Wildauer in ihrer besten Partie zu hören und enthebe Sie, wenn auch nicht gerne, Ihres freundlichen Versprechens heute zu musiciren. - Wenn die heiße Temperatur nachgelassen und Sie Lust bekommen, so lassen Sie mich es wissen, ich bin heute Abend bereit Sie zu belästigen [...]". - Der aus Prag gebürtige Pianist Tedesco, Schüler Triebensees und Tomascheks, absolvierte zahlreiche erfolgreiche Konzertreisen, insbesondere durch Südrussland. Nach Stationen in Hamburg (ab 1848) und später London ließ er sich zuletzt in Odessa nieder. Der für seine vollendete Technik gefeierte Tedesco, Hofpianist des Großherzogs von Oldenburg, wurde auch der "Hannibal der Oktaven" genannt. Zu seinen Werken zählen ein Klavierkonzert sowie Tänze und Salonmusik.
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