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Brestel, Rudolf, Publizist und Politiker (1816-1881).
2 eigenh. Briefe m. U. Karlsbad und Ragatz ["in der Schweiz"], 14. V. und 20. VI. 1873.
Zusammen 2½ SS. Gr.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Freund im ersten Brief (14. V.): "[...] und theile Ihnen nun in Kürze mit, daß ich mich ziemlich wohl befinde, und wieder Appetit habe, [...] wenn auch nur zeitweise und in sehr gelindem Maße Schmerzen in der Seite habe. Was jedoch die Diagnose meines Leidens anlangt, so ist mein hiesiger Arzt verschiedener Meinung [...]. Er erklärt erfreulich, daß meine Leber ganz gesund sey, und alle Schmerzen von meinem Blutgelenke herrühren zudem eine Entzündung der Nierenkelche hinzugekommen sey [...]". Brestel verleiht seiner Hoffnung Ausdruck, dass der Kuraufenthalt in Karlsbad wohl seinem Leiden abhelfen werde. Außerdem schreibt Brestel über seine Pläne, den Sommer in der Schweiz zu verbringen. Im zweiten Brief (20. VI.): "[...] Mit der Wirkung Karlsbads bin ich, was mein Allgemeinbefinden betrifft, zufrieden, was jedoch mein [...] Nierenleiden anlangt, so ist wohl nur geringe Besserung eingetreten [...]". Brestel erwähnt weitere Pläne für August und Oktober, die ihn auch nach "Tyrol" führen sollen. Außerdem erkundigt er sich nach dem Gesundheitszustand seines Freundes, der ebenfalls auf Kur war, und bedauert (20. VI.): "Das Zittern meiner Hand hat wie Sie aus der Schrift sehen wieder zugenommen". - Brestel war von 1836 bis 1840 Assistent an der Wiener Sternwarte, danach unterrichtete er in Olmütz und an der Universität Wien als Professor für Elementarmathematik. Sein politscher Werdegang begann 1848. 1849 wurde er jedoch vom Lehramt enthoben, arbeitete als Publizist und lebte in den fogenden Jahren in großer Armut. 1856 bekam Brestel den Posten als Sekretär der neugegründeten k. k. privilegierten Kreditanstalt für Handel und Gewerbe. - Spuren alter Faltung.
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Breuner, Carl Weichard Graf, Politiker (1656-1729).
Eigenh. Brief mit U. Graz, 29. VII. 1709.
2 SS. auf gefalt. Doppelblatt. Kl.-4to. Breuner war Innerösterreichischer Hofkammerpräsident und 1715 Landeshauptmann der Steiermark. - Notiz auf Rückseite. Briefpapier mit Wasserzeichen. Kl. durchgehende Lochung am oberen Rand. Fleckig. Spuren alter Faltung.
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Breunig, Georg von, bayerischer Finanzbeamter und Politiker (1855-1933).
Eigenh. Brief mit U. W. [Würzburg], 3. VII. 1898.
1 S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Freund: "Aus den Conphilisterkursen heraus leiste ich für dich und deine sehr geschätzte Gemahlin zur Prinzessin die besten Glückwünsche [...]". - Breunig studierte Jura in Würzburg, Berlin und Leipzig. 1907 war Breunig mit dem Ritterkreuz des Verdienstordens der Bayrischen Krone beliehen worden und durfte sich in weiterer Folge Ritter von Breunig nennen. - Spur einer alten Faltung.
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Bruck, Karl Ludwig Frh. von, Wirtschaftspolitiker (1798-1860).
Eigenh. Brief mit U. Frankfurt, 24. IX. 1848.
3 SS. auf gefalt. Doppelblatt. Gr.-8vo. Mit eh. Adresse. Bedankt sich bei Herrn Hübner für Zusendungen, spricht über die "Geburtswehen" in Bezug auf das "Kind der deutschen Einheit" und stellt Überlegungen zu seiner eigenen Rolle in der Geschichte an: "Mit Gewalt dringen die ernsten Fragen heran u. ihre Lösung wird eher gewaltige Geburtswehen nicht einiglich seyen. Ich fürchte es gibt dann Hebammen zu viele um das Kind der deutschen Einheit [...] aus dem Mutterschoße zu hohlen". 1848 wurde Bruck Mitglied der Nationalversammlung in Frankfurt am Main, 1848 bis 1851 war er Handelsminister im Kabinett Schwarzenberg. - Eine Ecke ausgerissen mit Papier unterlegt (ohne Textverlust). Spuren alter Faltung, teilweise Einrisse an Knickfalten und kleines Loch. Eigenhändig adressiert an "Herrn Hübner Redacteur der allg. oest. Zeitung". Beiliegend faksimilierte Visitenkarte mit zwei eigenhändigen Zeilen.
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Brück, Christian, sachsen-weimarischer Kanzler (1516-1567).
Eigenh. Brief mit U. Weimar, "Donnerstags am tage Margarethe" [d. i. 20. VII.] 1559.
1S. 4to. Mit eh. Adresse verso (Faltbrief). An "Magister Sebastiano Glaßer hennebergschen Canzler zu Schleussingen" über nicht näher genannte Vorkommnisse, die "Fürst vnd Herrn von Hennebergk" und "Herzog Johann Friderich der Mitler" betreffen, die einen Boten abfertigen werden. - Christian Brück bekleidete von 1543 bis 1567 das Amt eines sächsisch-ernestinischen Rats unter Herzog Johann Friedrich II., ab 1556 das Kanzleramt und wurde 1566 Geheimer Rat. Zuletzt war Brück in die sogenannten Grumbachschen Händel verwickelt, wurde verurteilt und gevierteilt. - Mit Falt- und Siegelspuren sowie einer hs. Notiz verso "Doctor Bruck schreibth mir gesammbth ehrenhalber".
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Brunnow, Philipp Frh. von, Diplomat (1797-1895).
Eigenh. Brief mit U. Ashburnham house, o. D. ["Donnerstags"].
1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Freund: "Ich bedaure daß ich kein zweites Exemplar besitze. Ich hoffe unser College [...] wird von dem ersteren den gehörigen praktischen Gebrauch gemacht haben [...]". - Philipp von Brunnow war Zivilkommissar 1828 und 1829 im Feldzug gegen die Türken, 1839 Gesandter in Stuttgart und 1840 Botschafter in London. - Spuren alter Faltung und kl. Klebesstelle.
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Bunsen, Georg von, Politiker (1824-1896).
Eigenh. Brief mit U. G. Carlton Terrace, London, 25. II. 1852.
2½ SS. auf gefalt. Doppelblatt. 4to. Über die Planung einer vornehmen Zusammenkunft mit Schauspieldarbietung und Wahl des passenden deutschen Dramas für das englische Publikum an einen namentlich nicht genannten Herrn Doktor: "Indem ich Ihnen für Ihr letztes vielfach interessantes Schreiben meinen besten Dank sagen, ergreife ich die Gelegenheit, um Ihnen meine Meinung über das für diese Saison angekündigte Deutsche Schauspiel mitzutheilen. Das Unternehmen ist auf jeden Fall ein sehr erfreuliches, es bringt die Deutsche Bühne auch im Auslande zu Ehren und legt ein Zeugniß ab, daß unter den Deutsch lesenden Engländern im Gegensatz zu dem Alles beherrschenden Vaudeville ein Geschmack sich zu bilden angefangen hat. Von diesem Gesichtspunkte aus hat sich auch der Prinz Albert sehr über das Unternehmen gefreuet. Er theilt aber auch meine Bedenken, die sich namentlich an einige von Ihnen mitgetheilte Punkte knüpfen. Vor allen Dingen muß die Truppe, welche hier während der Zeit das Zusammenschlusses der hohen und fein gebildeten Welt eine Reihe deutscher Stücke geben soll, aus den besten in ganz Deutschland zu gewinnenden Kräften zusammengesetzt sein. Ferner kommt viel auf eine sorgfältige Auswahl des Repertoirs an. Und da hat es uns keineswegs scheinen wollen, als sei es sehr weise, die Stücke Shakespere's in deutscher Sprache zu London auf die Bühne zu bringen. Prinz Albert rieth entschieden davon ab; und ich empfehle Ihnen auf das dringenste zu veranlaßen, daß dieser Gedanke, von dem ich überzeugt bin, daß er verunglücken muß, aufgegeben werde. Auch Schillers Maria Stuart scheint uns für England eine keineswegs glückliche Wahl: die ganze Auffassung ist anti-englisch [...]". - Georg von Bunsen wurde in Rom geboren und starb in London. Er unternahm mehrere Reisen auch in Frankreich und Italien. Bei Prinz Albert handelt es sich vermutlich um Albert von Sachsen-Coburg und Gotha (1819-1861), den Prinzgemahl der britischen Königin Viktoria. - Notiz: "Vertraulich. Beantwortet am 26. März 1852". - Spuren alter Faltung. Linke untere Ecke leicht umgeknickt.
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Burian von Rajec, Stefan Graf, österreichisch-ungarischer Staatsmann (1851-1922).
2 eigenh. Briefe mit U. Wien, 3. und 10. XII. 1918.
Zusammen 4 SS. 8vo. Erster Brief (3. XII. 1918) aus dem Hotel Meissel: Dankschreiben für die Versorgung mit "Hausbrandkohle" des Schreibers, der zu dem Zeitpunkt noch "ohne Wohnung" in Wien ist. Er bedankt sich auch für den Rat des Adressaten, sich an dem Staatsekretär Zerdik zu wenden. Der zweite Brief enthält ebenfalls Dankesworte für "Heizkohle". - Graf Burian von Rajec war 1903-1912 und 1916-1918 Finanzminister, 1915/1916 und 1918 Außenminister. Bekannt ist er für sein Eintreten für die austropolnische Lösung. - Spuren alter Faltung.
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Camphausen, Ludolf, Bankier und Politiker (1803-1890).
Eigenh. Brief mit U. Rüngsdorf, ["vor dem Aufbruch"], o. D.
½ S. auf doppelt gefalt. Bogen. Gr.-4to. An einen nicht namentlich genannten Freund: "Hiebei das Ocularprisma; ich seh noch einmal hindurch, aber selbst in Lorionis sehr wenig; es ist wohl wenig brauchbar, vielleicht brauchbarer für kleine Instrumente als für größere." - Als gemäßigter Pol unter den führenden Liberalen der preußischen Rheinprovinz im Vormärz wurde Camphausen in der Revolutionszeit von März bis Juli 1848 Ministerpräsident der preußischen Märzregierung. Ab 1868 zog sich Camphausen von geschäftlichen Tätigkeiten zurück und widmete sich in erster Linie seiner Familie und als Privatgelehrter seinen ambitionierten naturwissenschaftlichen Studien. Sein Interesse galt insbesondere der Astronomie. Camphausen besaß in Rüngsdorf (heute Stadt Bonn) einen Landsitz, wo er sich eine eigene Sternwarte einrichten ließ, und entwickelte dort eine neue Methode zur Ortsbestimmung. Aufgrund seiner wissenschaftlichen Arbeiten wurde Camphausen schon 1860 anlässlich des fünfzigjährigen Jubiläums der Universität Berlin die Ehrendoktorwürde verliehen. - Gefalt. Bogen verso etwas angestaubt.
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Catherine the Great, Empress of Russia (1729-1796).
Document signed. A letter patent for the promotion of Sergeant Aleksandr Levashov to Auditor of the Regiment. St. Petersburg, 2 March 1792.
Folio (375 x 242 mm). Vellum leaf with engraved decorative border; remnant of Russian Imperial red wax seal; with Catherine's autograph signature and a counter-signature. Elaborately printed letter patent confirming the promotion of Aleksandr Levashov, a sergeant of the Semenov Regiment, in the position of Regimental Auditor. With Catherine's autograph signature below the printed text.
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Chlumecky, Johann Freiherr von, Jurist und Staatsmann (1834-1924).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 6. V. (o. J.).
4 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Freund: "So lebhaft ich es bedauere, daß sie sich veranlaßt sehen eine Art Passivitätspolitik gegen Ihre polit. Freunde zu inauguriren, & deren Vorgangsweise somit in denkbar schärfster Weise zu verurteilen, so sehr ich für unsere Partei den Verlust schwer empfinde, der uns durch den Wegfall Ihres activen Mitwirkens trifft, so kann ich doch nicht umhin, meiner Seits die Ansicht auszusprechen, daß das Geschehene einen solchen Vorgang kaum begründet, [...] Ihre Anfrage, in Bezug auf den Vorbehalt des Mandates werde ich im Vorstand zur Sprache bringen. Nehmen Sie nun meinen persönl. Dank für diesen neuerlichen Hinweis Ihrer sicher nie angezweifelten Hingebung für die Sache, & Ihrer persönlichen Abnegation. Daß unsere persönl. Beziehungen meinerseits durch diesen bedauerlichen Zwischenfall sicher nicht als alterirt angesehen werden, daß können Sie versichert sein [...]". - Chlumecký war ein Sohn des böhmischen Gubernialraths und k. k. Hofraths Anton Chlumecký und Anna Cozzi. 1865 wurde Clumecký Abgeordneter im Mährischen Landtags, 1869 Reichsratsabgeordneter und 1871 Ackerbauminister. 1872 initiierte Clumecký die Gründung der Universität für Bodenkultur Wien und 1873 die Gründung der Holzfachschule Hallstatt. 1875 war Clumecký Handelsminister und trat für die Schaffung des staatlichen Eisenbahnen ein.
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Chlumecky, Johann Freiherr von, Jurist und Staatsmann (1834-1924).
Eigenh. Brief mit U. Aussee, 5. VIII. 1893.
3 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Freund: "Besten Dank für Brief u. Geldsendung! Zunächst bitte ich Singer wegen seiner Discretionsüberschreitung zu entschuldigen. Es ist alter Usus, daß er die Aufsätze von Reden hervorragender Parteigenossen an mich & Plener vertraulich so einsendet, daß wir Sie einige Stunden vor ihrer Publicationen durch die Zeitungen lesen können. Ein Mißbrauch sonst irgend einer Art ist seiner Seits ganz ausgeschlossen. Was Singer’s Auslagen anlangt, so ist es gleichfalls Usus, daß er zu wichtigen Parteiversammlungen, Reden ec. selbst hinfährt, um correcte Berichte an die Presse zu senden. Er notirt alle diese fälligen Auslagen, welche ich ihm dann halbjährig nebst einer angemessene Renummeration aus dem „Preßfond“ vergüte. Ich danke inzwischen bestens für die f 50 - die sehr willkommen sind, da heuer unser Fond stark zusammengeschmolzen ist. Nochmals meinen Glückwunsch zu Ihrer Rede, die mir ganz aus der Seele gesprochen ist. Sie haben allerdings Gantsch stark „gebeutelt“. Ich weiß, daß er Ihnen stark im Magen liegt. Ich glaube Sie halten ihn für schlechter als er ist - jedenfalls war ein solcher „Schopfbeutler“ zumal in Oberoesterreich ganz am Platze [...]". - Chlumeckýs Eltern waren der böhmische Gubernialrath k. k. Hofraths Anton Chlumecký und Anna Cozzi. 1865 wurde Chlumecký Abgeordneter im Mährischen Landtag, 1869 Reichsratsabgeordneter und 1871 Ackerbauminister. 1872 gab Chlumecký eine Initiative zur Gründung der Universität für Bodenkultur Wien und 1873 zur Gründung der Holzfachschule Hallstatt. 1875 war Chlumecký Handelsminister und initiierte die Schaffung des staatlichen Eisenbahnwesens. 1889 arbeitete Chlumecký an der japanischen Verfassung mit. - Spuren alter Faltung. Vermerk verso.
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Chlumecky, Johann Freiherr von, Jurist und Staatsmann (1834-1924).
Eigenh. Brief mit U. Aussee, 24. VI. 1898.
1 S. 8vo. Dankesnotiz an: "Den verehrten Freunden [...] B.e Lilienau & D. Meissl den herzlichsten, wärmsten Dank für Ihre guten Wünsche zum heutigen Tage [...] Zuhause leider noch immer mit Sorge!". - Chlumecký Eltern waren der böhmische Gubernialrath k. k. Hofraths Anton Chlumecký und Anna Cozzi. 1865 wurde Chlumecký Abgeordneter im Mährischen Landtag, 1869 Reichsratsabgeordneter und 1871 Ackerbauminister. 1872 initiierte Chlumecký die Gründung der Universität für Bodenkultur Wien und 1873 die Gründung der Holzfachschule Hallstatt. 1875 war Chlumecký Handelsminister und gab eine Initiative zur Schaffung des staatlichen Eisenbahnwesens. 1889 wirkte Chlumecký an der japanischen Verfassung mit. - Spuren alter Faltung. Tinte durch alten Wasserfleck etwas verlaufen, sonst in gutem Zustand. Gering fleckig. Verso mit Sammlernotiz in Blei.
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Chotek von Chotkowa und Wognin, Carl Gf., Staatsmann (1783-1868).
Eigenh. Brief mit U. Prag, 7. I. 1833.
1 S. Eh. Adresse verso (Faltbrief). Folio. Papiergedecktes Siegel. An Med. Dr. Bernt: "Die k. Staatsbuchhaltung hat die Liquidation aus Anlaß Ihrer Verwendung bei der Pflege der Cholkranken im Leitmeritzen Kreise geprüft, u. an Diäten sammt dem 50 [...] Zuschuße vom 24. Aug. bis z. 12. 8b. v. J. für 50 Tage à 4/48 [...] mit 240 f- an Reisekosten aber von Libochowitz über Leitmeritz [...] u. von da nach Prag mit [...]. Das k. Kammeralzahlamt erhält somit den Auftrag, Ihnen diesen Betrag von Einhundert fünfzig vier Gulden [...] aus dem Kammeralfonde gegen eine nach dem ganzen Diätenbetrage gestempelte und vom Sanitätsreferenten dieser Ladensstelle [...] Quittung zahlbar zu erfolgen! Wovon Sie mit Beziehung auf Ihr unterm 6. dM eingebrachtes Gesuch zu Ihrem Benehmen in die Kenntniß gesetzt werden [...]". - Von 1826 bis 1843 war Chotek Oberstburggraf in Böhmen. Dort setzte Chotek sich vor allem für die Förderung der Industrie und Infrastruktur ein. Ab 1828 war Chotek für die Organisation des Sozial- und Gesundheitswesen der Stadt Prag zuständig. Er wurde Ritter des Ordens vom Goldenen Vlies und Ehrenbürger von Prag. - Spuren alter Faltung. Ausschnitt durch Siegelöffnung. Etwas fleckig. Mit eh. Nr. "8512 Chol" versehen.
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Chotek, Johann Rudolph Graf von, Staatsmann und Minister (1748-1824).
Eigenh. Brief mit U. Neuhof, 26. V. 1798.
3 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 4to. An einen nicht namentlich nicht näher bezeichneten "Freyherrn" als Antwort auf dessen Schreiben "vom 20ten May", das den Privatlehrer Klein betrifft. Chotek benötigt Klein auf seinem Landgut für seine Kinder. Chotek bittet den Adressaten um Verzeihung, da er nichts von Kleins Anstellung als Lehrer beim Adressaten gewusst hatte und er bereits eine Zusage von Klein erhalten habe. Weiter bittet Chotek um einen Kompromiss bezüglich des Termins des Unterrichtsbeginns und erklärt, dass er Kleins Reise von Prag zu seinem Landgut arrangieren würde: "[...| Ich kann Euer Wohlgeboren die Verlegenheit nicht bergen, in welche mich ihr schätzbares Schreiben vom 20ten May, versetzt hat; der Wunsch dieselben zu befriedigen, den ich lebhaft empfinde, stehet in so geradem Wiederspruche mit meinem wirklichen [...] moralischen Bedürfniße, zu welchem mich vätterliche [!] Pflicht auffordert, daß es mir sehr hart fällt dem ersten nicht ganz entsprechen zu können. Durch einen sonderbaren Zusammenfluß höchst ungünstiger Umstände, die ich weder vorsehen konnte, noch dermalen zu haben vermag, finden sich meine Kinder jetzt auch der Gegenwart des ihnen bestimmten geistlichen Hofminsters beraubt, und ich empfinde jeden Tag dringender die Unruehmlichkeit, und Schädlichkeit dieser Ereigniße. Nur der Gedanke daß mit Ende des Junius Herr Klein seinem ausdrücklichen Versprechen gemäß [...] bei mir eintretten [sic!] würde, ließ mir, obschon ich auch diese Frist in dieser Hinsicht sehr lang fand, die gegenwärtige Lage ertragen. Dieselbe noch um 6, 7 Wochen zu verlängern, würde bei diesen Umständen mir mehr als hart fallen. Erwägen Euer Wohlgebohren, daß ich hier auf dem Land in Beziehung auf Unterricht, Aufsicht, und Erziehung dermalen aller Hülfe entblößet, Sie aber, in Rücksicht auf den gymnasial Unterricht, auf welchen dieselben eigentlich drängen, alle mögliche Ressourcen in der Hauptstadt haben, wo es an öffentlichen, und an geschickten privat Lehrern nicht mangelt [...]". - 1776 wurde Chotek Hofrat in der böhmischen Hofkanzlei in Prag und dort unter Kaiser Josef II. Hofkanzler, unter Kaiser Leopold II. wurde Chotek im Jahre 1790 Leiter der neuerrichteten Finanzhofstelle und 1792/93 Hofkammerpräsident. Anna Maria Theresia Gräfin von Kottulinsky (1711–1798), die Gattin Choteks war am 26. III. 1798 in Wien gestorben. Sie hatten acht gemeinsame Kinder. Chotek besaß ein Herrenhaus, Neuhof, im Czaslauer Kreise. - Mit geringfügigem Tintendurchschlag.
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Christine, Prinzessin von Hohenzollern-Hechingen, Äbtissin von Münsterpilsen (1695-1754).
2 eigenh. Briefe mit U. (davon 1 Fragment). O. O., 21. XII. 1730 und 16. VII. 1731.
Zusammen (4+2¼ =) 6¼ SS. auf 4 Bll. 4to. Der erste Brief an einen Adeligen ("Monsieur"), der sich für seine Tochter um eine Stiftsstelle beworben und ihre Ahnentafel angekündigt hatte: "[...] j'ayme de luy faire la chose un peu penible, car [...] la vie qu'elle est accoutumeé est bien différente de chanter l'office dans une retraite [...]". - Der zweite Brief, dessen Anfang fehlt, betrifft den Anspruch des Kaisers Karl VI. auf eine Präbende, für deren Verleihung sie sich für zuständig hält.
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Clam-Martinitz, Heinrich, österreichischer Politiker (1863-1932).
Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 28. III. 1917.
1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "In der Anlage beehre ich mich ein Exemplar des dritten Teiles der Denkschrift der k. k. Regierung über die von ihr aus Anlass des Krieges getroffenen Massnahmen zu übermitteln [...]". - Heinrich Clam-Martinitz war Freund und Vertrauter des Thronfolgers Franz Ferdinand, begleitete diesen auf der Weltreise 1892/93. Dabei entstand eine größere Sammlung ethnographischer Objekte, die dem Völkerkundemuseum in Wien geschenkt wurde. Seit 1894 war Clam-Martinitz Mitglied des böhmischen Landtags, seit 1902, von Franz Joseph I. auf Lebenszeit berufen, Mitglied des Herrenhauses des Reichsrats, welches 1918 für abgeschafft erklärt wurde. Im Weltkrieg kämpfte Clam-Martinitz als Generalmajor an der russischen und der italienischen Front. Kaiser Karl I. berief Clam-Martinitz 1916 in das Amt des Ministerpräsidenten, das er bis Juni 1917 ausübte. - Auf Briefpapier mit Trauerrand und lithographiert. Briefkopf "Der k. k. Ministerpräsident". Mit Sammlernotiz in Blei.
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Daller, Balthasar von, bayerischer katholischer Geistlicher und Abgeordneter (1835-1911).
Eigenh. Brief (Fragment) mit U. O. O. u. D.
3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Fragment eines Briefes an einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Jedenfalls bin ich ein so erfahrener u. praktischer Politiker, daß ich mich auf jugendl. Phantastereien nicht einlasse. Ich könnte Ihnen viele Belege mittheilen aus meiner Vergangenheit, nach welchen ich stets denselben Standpunkt eingenommen habe [...]".
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[Dieppe - Normandy].
Vellum charter. Place illegible, 22. XI. 1405.
Oblong 8vo (100 x 250 mm). Middle French document cursive hand on vellum. A charter concerning Simon de Rambichem, Vicomte d'Eau, who receives the sum of 71 solidi for his "part et porcion" from the hand of "Pierrez Champnin [...] de Dieppe". A part of this sum is passed on to a man called Johan. Probably signed by a notary. - Traces of vertical fold; a small hole in the left margin for binding. Lower edge cut irregularly.
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Elisabeth Ludovika von Bayern, Königin von Preußen (1801-1873).
Eigenh. Brief mit U. Charlottenburg, 18. XI. 1847.
3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An ihre Nichte: "Ich kann dir nicht beschreiben, meine geliebte Wiwi, welch ungeheure Freude mir dein lieber Brief gemacht hat. Ich war so freudig überrascht u. danke Gott, daß du so weit hergestellt bist. Wie lieb von dir, daß du des 13ten gedenkst. Mit Lolo werde ich morgen auch deiner denken, u. du bist es wohl überzeugt, wie sehnl[ich] wir dich herbey wünschen nach der langen Trennung. Lolo habe ich nicht gesehen seit Cousins Geburtstag, also heute einen Monat. Sie ist wohl, u. recht gewachsen. Es ist mir eine wahre Freude, daß dir mein liebes Baden gefällt u. daß dir der Aufenthalt dort behagt. Ja wohl ist es ein reizender Ort, an dem [!] mich tausend liebe Erinnerungen feßeln. Sage deiner liebe Mama, daß ich gestern ihren Brief erhielt u. ihr von Herzen dafür danke. Sobald es mir mögl[ich] seyen wird, werde ich ihr antworten. - Ich kann mir ihre u. deine Freude denken Anna wieder zu sehen. Sie selbst sehnte sich schon nach Euch. Luise Prittwitz ist dir gewiß eine recht liebe, erheiternde Gesellschaft, ich weiß wie sehr du sie liebst. Wir haben gestern das liebe Sans Souci verlaßen, u. es ward uns schwer wie immer, dies Jahr vielleicht noch mehr, weil wir noch gar schöne Herbsttage hatten, ganz mild und sonnig. In Baden wirst du hoffentl[ich] wenig an Kälte zu leiden haben. Die Luft dort ist nicht scharf, das Thal so geschützt durch die Berge. Der Onkel umarmt dich in Gedanken. Wir sind beyde so glückl. über deine Herstellung nach der langen Angst um dich. Du weißt, wie von ganzer Seele wir dich lieben. Nun lebe wohl, mein liebes gutes Kind, laß dir noch einmal herzl[ich] danken für den lieben Brief u. die Wünsche, die er enthält [...]". - Auf Briefpapier mit gepr. und gedr. Monogramm und geripptem blauem Rand. Spuren alter Faltung.
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Elisabeth Petrowna Romanowa, Zarin von Russland (1709-1762).
Eigenh. adressiertes Kuvert an Maria Theresia von Österreich. O. O. u. D.
1 S. (Faltkuvert). Qu.-8vo. Gebrochenes Siegel. Gefaltet. Papierausriss durch Siegelöffnung. Spuren alter Faltung.
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Carmen Sylva, Pseud. für Elisabeth, Königin von Rumänien (1843-1916).
Eigenh. Briefkarte mit U. ("Elisabeth"). O. O. u. D.
1 S. Qu.-8vo. Auf Trägerpapier montiert. "Frau Dr. Pollatzek | der lieben heimlichen Dichterin ein Gruß von unbewußten Dichtern. Tiefste & großartigste Volkspoesie!" - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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Ernst, Herzog zu Braunschweig-Lüneburg-Celle (1564-1611).
Brief mit eigenh. U. Zell, 12. IV. 1604.
1 S. Folio. Wasserzeichen: Reichsapfel. An einen ungenannten Adressaten über ein an "ludolffen von Marnholz zu Schwulber" weitergeleitetes "Clapschreiben, Brandt Verthman belangendt" und darüber, "das von Marnholz gegenbericht mit der erwenten Clape nicht übereinstimmt". - Ernst II. übernahm 1592 nach dem Tod seines Vaters Herzog Wilhelm zu Braunschweig-Lüneburg (1535-92) die Regierung. - Beschnitten, zerschnitten, montiert. Leichte Randläsuren an der rechten Kante und zwei kleine lochförmige Ausrisse. Wasserfleck entlang der Knickfalte. Spuren alter Faltung. Beigefügt ein Papierausschnitt mit Anrede und Name des Verfassers.
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Franz IV., Herzog von Modena, Erzherzog (1779-1846).
Eigenh. Brief mit U. Mailand, 4. X. 1792.
1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 4to. An einen nicht näher genannten Major, datiert 2 Tage vor seinem 13. Geburtstag, sowohl über politische als auch über militärische und private Angelegenheiten: "Der liebe Papa befahl mir ihnen zu schreiben, daß die Post von Frankreich, noch die Schafauser Zeitung nicht angekommen sind: daß einige Briefe aus [...] sagen, daß die Franzosen dem Varr, Fluss [...] bey Nizza, gruppieren wollten; daß die Piemonteser sie geschlagen haben mit Verlußt von 150 Mann; daß aber 1500 Franzosen geblieben sind. Ich werde erst Samstag frühe kommen, [dann] Samstag werde ich meine Andacht verrichten. Dessentwegen wir der Abbate Harasti morgen nicht nach Monza kommen; und ich bitte Sie mir meine Gebetbücher morgen mit dem Karetin zu schicken. Der Papa sagte noch daß sobald was neues wiederfahren wird, wird er es ihnen alsogleich zu wissen machen. Ich kame hier nur eilf Uhr an, zeigte mich an, und ging zu der Mama, wo die Hofdamen waren, aldann speisete ich mit dem Ajo, und gleich nach dem Essen bin ich hinauf gegangen, wo die Miledi die öffentliche Tafel anschaute; dann war ich beim Essen des Papa, und der Mama, welche mit der Miledi speiseten, dann bliebe ich noch mit ihnen bis jetz, wo ich den Brief schreibe. Der Ajo macht die Complimente deinen Brüder, und ihnen, und in Hauptmann. Ich bitte Sie grüßen sie die Brüder, und Schwestern, die Aja, und in Hauptmann, und erhalten Sie mich in ihrer Gemeinschaft [...]". - Franz war der Sohn von Erzherzog Ferdinand von Österreich, der durch seine Heirat mit der Erbtochter des letzten Herzogs von Modena Ercole III. d’Este, Maria Beatrix von Este, 1803 Erbe von Modena wurde. In Folge des Todes Frerdinands 1806, gelangte Franz durch die Bestimmungen des Wiener Kongresses 1815 zur Erbfolge im Herzogtum Modena und folgte seiner Mutter 1829 in den Herzogtümern Massa und Carrara. - Verso Spuren alter Faltung.
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Eugen Friedrich Karl, Herzog von Württemberg, Militär (1788-1857).
Eigenh. Brief mit U. St. Petersburg, 13. I. 1826.
1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse verso (Faltbrief). Schwarzes Siegel. An "Monsieur de Wagner. Major au Service de La Majesté le Roi de Prusse à Berlin": "Euro Hochwohlgebohren geehrtes Schreiben vom 6ten Dezember 1825. ist mir so eben zugekommen und ich beeile mich anzuzeigen wie ich mich gegenwärtig außer Stande befinde über die Stellungen des 2ten Corps genauere Daten anzugeben, da ich mein Tagebuch meinem ehemaligen Chef des Generalstaabes dem General von Hofman zu Coblenz zum Behuf einer eigenen Bearbeitung überlassen habe. Bey demselben werden jedoch Euro Hochwohlgeboren gewiß die nöthigen Notizen erhalten können [...]". - Eugen wurde als erstes Kind des preußischen Generals Eugen Friedrich Heinrich von Württemberg (1758–1822) und dessen Frau Luise zu Stolberg-Gedern (1764–1834) geboren. Die Schwester seines Vaters war die Zarin Maria Feodorowna, die seit 1776 in Russland lebte. Schon als Kind folgte Eugen ihr an den Zarenhof. Nach Kadettenjahren in Sankt Petersburg begann für ihn eine steile Karriere in der russischen Armee. - Briefpapier mit Trauerrand. Spuren alter Faltung. Ausriss durch Siegelöffnung sorgfältig restauriert.
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Faisal II, King of Iraq (1935-1958).
Autograph letter signed. Baghdad, 30 Nov. 1945.
8vo. 1½ pp. Rare, early autograph letter by the ten-year-old Faisal to Roy (i. e. F. Roy Deeley, a collector of autographs): "Thank you so very much for the snow-storms, I was delighted with them, and it is most kind of you to have taken so much trouble to find them. I hope you will have a very happy Xmas now that the war is over. Are you still working in the same factory, and how old are you now? Will you send me a snap-shot of yourself some time [...]". - A couple of very light, minor stains to the left edge, not affecting the text or signature.
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Friedrich Karl I. Joseph, Fürst zu Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst (1814-1884)
3 eigenh. Briefe mit U. Kupferzell, 1868 und 1869.
Zusammen (1+1+1 =) 3 SS. auf 3 Doppelbll. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten in heraldischen Fragen bzw. der Bitte um eine Ausleihe von "A. L. Ritter von Wolfskron: Die Bilder der Hedwigslegende, Wien 1846 (im Kloster der Mechitaristen in nur 100 Ex. gedruckt)". - Friedrich zu Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst gilt als bedeutender deutscher Heraldiker und als Begründer der modernen Siegelkunde. Auf dem Gebiet der Heraldik hat er sich durch den wissenschaftlichen Nachweis des heraldischen Pelzwerkes und seiner Bedeutung verdient gemacht.
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Gordon, Charles G., known as "Chinese Gordon", "Gordon Pasha", and "Gordon of Khartoum", British Army officer and administrator (1833-1885).
Autograph letter signed. Khartoum, Sudan, 12. III. 1879.
Folio. 4 pp. on 4 ff. An important letter on the construction of an overland telegraph line through Africa, to the telegraphic engineer Samuel Canning (1823-1908), a pioneer in submarine telegraphy. Writing while serving as governor-general of the Sudan and engaged in the suppressing of the slave trade and the improvement of communications in the region, Gordon acknowledges the receipt of a letter from Canning on the construction of an overland telegraph line through Africa, and a Royal Geographical Society pamphlet on the same subject: "You ask me if I would recommend to the Egyptian Government, a convention, with a Company, on the basis of the terms alluded to by Mr. Geigler (and Geigler Pasha). I presume you want my outspoken opinion [...] A Company for any such work requires some certain advantages. They do not enter into a scheme like this for love of the Negro or for exploration purposes. Therefore, let me ask you, do you think, even if Egypt made the line up to Uganda, from the north, could the Company make the line up to Uganda, from the south. Even if you did make the line, are you sure of keeping it safe, except with an armed force [...] I doubt entirely, in spite of all the explorers have written, that you could do either one or the other without an armed force. The explorers say this king will do this or that, but they have only the words to go on [...] I am to recommend to the Egyptian Govt. with respect to the extension of the Egyptian line, to Uganda. I would support this extension on the terms which Geigler Pasha has mentioned [...] I should wish to see a lot of penal clauses put in which might bring in the Egyptian Govt. the reproaches of the Counsel General [...] I would prefer the following scheme, which would not compromise Egypt: 1. that the Company should take all receipts for a term of - years, from Khartoum southward, and vice-versa, allowing the Egyptian officials [...] to telegraph free, from stations in Egyptian territory. 2. that the Egyptian Govt. should supply half the cost of labour [...] By this means, Egypt would avoid any chance of interference, by the Company, of by the Counsel General [...] There is no doubt that if the line from the South up to Uganda is not made, then the line from Khartoum to Uganda could be of no use [...]". - Some spotting.
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Granitsch, Susanne, Wiener Malerin (1869-1946).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 30. IV. (o. J.).
2½ SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. Dankt einer Baronin für die "Übersendung des Austellungs-Cataloges" und schreibt über die Gäste, die zur Ausstellung eingeladen werden sollen: "[...] vielleicht wäre der Liste noch Dora Hitz (Berlin) und Lucy Kemp-Welch (Thiermalerin, London) hinzuzufügen, falls Herrn Pisko für den Bildertransport der im Ausland lebenden Damen nicht allzu große Spesen erwachsen. Fol. Kurowski u. Schnürr in München haben Sie ja jedenfalls schon auf die Liste der Einzuladenden gesetzt [...]". - Granitsch studierte an der Wiener Kunstgewerbeschule. - Spur einer alten Faltung.
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Henri I. de Lorraine, duc de Guise, Führer der Heiligen Liga während der Hugenottenkriege (1550-1588).
Brief mit eigenh. Postskriptum und U. ("Le Duc de Guize"). Nanteuil, 15. VI. 1565.
Französische Handschrift auf Papier. 1 S. auf 1 BI. 4to. An den Leutnant von Crenay, "escuyer de service du Rot'', in Antwort auf dessen Verhinderungsnachricht wegen des Todes seiner Gattin. Guise antwortet, daß nur der unabänderliche Wille Gottes geschehen sei und er seine Vorhaben trotzdem entschlossen weiterverfolgen solle. ("la perte quavez faite en la mort de votre femme agnoy. Il est besoing prendre une bonne et saige resolution daultan que est la volonte de dieu et quil n'ya remede"). Eigenhändig fügt Herzog Henri im Postskript hinzu, daß Crenay ihn doch sicher nicht im Stich lassen werde und er ihn in zwei Wochen oder einem Monat nach Regelung seiner Angelegenheiten erwarte: "ie m'asseure que vous m'etes trop amy pour assy me voulloir faillir et un tel voiage que celuy m'asseurant que sy voz affaires vous anguardes pour le prant me rendres trouver dans quinse iours ou un mois la part ou ie seray". - Verso ein Empfängervermerk: "Lettre de monsieur de guyse quand il voulai aller en hongrie". - Der erst vierzehnjährige Henri war damals auf dem Weg nach Ungarn, um dort gegen die Türken zu kämpfen. Von seinem Gefolgsmann Crenay erwartete er, daß dieser ihn trotz des Trauerfalls zum Türkenkrieg begleitete. - Nach der Belagerung von Szigetvár kehrte Henri im Winter 1566 nach Frankreich zurück, wo er sich in den Hugenottenkriegen als ausgezeichneter Feldherr bewährte und zum mächtigsten Mann Frankreichs aufstieg, der nur durch eine heimtückische Ermordung aufgehalten werden konnte. - Mit kleinen Randläsuren und-einrissen sowie Einrissen in den Faltungen; etwas fleckig.
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[Hentschel & Pinkert].
Sammlung von 9 Briefen verschiedener Verfasser. Verschiedene Orte, 1812 bis 1825.
Zusammen 8½ SS. auf 13 Bll. Meist 4to. Meist mit Adresse (Faltbriefe). Geschäftsbriefe an die von Christoph Friedrich Hentschel und Christian Friedrich Pinkert in Leipzig, Grimmaische Gasse, geführte Kolonialwaren- und Tabakhandlung. - Meist mit Randläsuren; beiliegend 2 Bll. Handelsstandsauszug von etwa 1838.
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Hermine, Prinzessin Reuß (ältere Linie) von Greiz, Prinzessin von Schoenaich-Carolath, Exkaiser-Gemahlin (1887-1947).
Brieftelegramm mit eigenh. U. Schloß Doorn, 20. XII. 1935.
1 S. 4to. An den Lehrer, Schriftsteller und Regionalhistoriker Ludwig Walter Grimm (1869-1938): "Von Herzen Dank fuer Ihre guten Wuensche, die interessanten Nachrichten ueber Greiz, Museum, Geipel etc. Wie einsam wird Ihr Weihnachtsfest sein [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; mit kleinen Randläsuren.
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[Konvolut: Rezepthandschriften].
Sammlung von medizinischen und Haushalts-Rezepten des späten 18. und frühen 19. Jhs. Wohl Wien, 1780-ca. 1820.
Zus. 29 SS. Versch. Formate, zumeist 4to und Kl.-8vo. "Gebrauchszettel der Lieberischen Gesundheits-Kräuter", "Kraft und Wirkung des Englischen Wunderbalsams nebst dessen inner- u. äußerlichen Gebrauch", "Famili[en-]Geheimnis", "Fleckt[eufel]", "Beweis zu was des Schwarz Heinrichs Pflaster dienet" etc.
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Lafargue, Paul, French revolutionary Marxist (1842-1911), Marx' son-in-law.
Autograph letter signed. Paris, 26. VI. 1891.
8vo. 2 pages on bifolium. Letter to the delegates of the Austrian Workers' Party in which Lafargue praises the Austrian Socialist Movement: due to the workers' mentality, he writes, the movement managed to withstand the police actions against them that would otherwise have led to anarchy. Lafargue compares the Austrian situation to the German one. There, Bismarck's strategy of fighting the workers' movement through his Anti-Socialist Laws even advanced it and ultimately led to socialism being imported to the USA through his expulsions: "L'énergie, l'intelligence et l'esprit de discipline des ouvriers de votre pays vous ont permis de triompher des manoeuvres policières pour égarer le mouvement socialiste autrichien dans l'anarchie [...] il brûle d'imiter Bismarck, qui par ses lois d'exception, a contribué à constituer le plus puissant parti socialiste qui existe, et par ses expulsions a réussi à importer le socialisme aux Etats-Unis d'Amérique". Lafargue mentions the French situation and the measures taken by the government, namely imprisonment and gunfire. He especially notes, with a hint of irony, the First of May protests in Fourmies, where nine persons were killed and many more prosecuted: "Nous sommes aussi en France l'objet de la sollicitude du gouvernement; il essaie d'entraver notre mouvement par des manoeuvres policières, des emprisonnements et des fusillades. Le gouvernement après avoir massacré les socialistes à Fourmies, et les avoir chargé et sabré dans toutes les villes le 1er mai dernier, continue son oeuvre par des poursuites judiciaires [...]". - On squared, headed paper of the French Workers' Party. Some stains. Traces of old folds.
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Lassalle, Ferdinand, Sozialdemokrat (1825-1864).
Schriftstück mit eigenh. U. Berlin und Leipzig, 21. XI. 1860.
2 SS. auf Doppelblatt. Folio. Mit einer Beilage (s. u.). Verlagsvertrag mit F. A. Brockhaus über sein rechtsphilosophisches Werk "Die Theorie der erworbenen Rechte und die Collision der Gesetze", das den ersten Teil des 1861 bei Brockhaus erschienenen "Systems der erworbenen Rechte. Eine Versöhnung des positiven Rechts mit der Rechtsphilosophie" bildete. - Mit zwei Siegeln "FL" und "AB"; einige Falteinrisse und Randläsuren. - Beiliegend eine zeitgenöss. "Abschrift des Originaltestamentes von Ferdinand Lassalle d. d. 27. August 1864" (3 SS. auf Doppelblatt. Folio).
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[Manuscript ship's journal].
HMS "Agincourt". Manuscript ship's journal. Chusan, Hong Kong, Singapore and other places, 1844-1845.
Folio. 50 pp. Dated 16 Oct. 1844 to 21 April 1845. Bound in loose covers with a handwritten title "Log of the proceedings of HMS 'Agincourt' - H. W. Bruce Esqr., Captain. Bearing the Flag of Rear Adml. Sir Th. Cochrane RN, From the 16th October 1844 to the 8th March 1845 [sic], Rept. by - Elphinstone D. D. Aplin, Mate". The log contains detailed daily entries tracking the ship's travels to Asia, including Chusan, Hong Kong, and Singapore. Each day's entry provides the ship's bearings, speed, wind direction, and distance travelled, and contains remarks on the ship's maneuvers, signals, and activities. In addition to the necessary constant maintenance plus sail and course correction, ship activities included cutlass drill and mustering of the crew for general review, church services, and leisure time ashore for recreation and amusement. Occasional punishments are listed, with entries on 13 March 1845, "Punished Ed Bhilsly with 48 lashes for insolence", and 20 March, "Punished Jno. Elliott with 36 lashes for Insubordination". - Expected wear to the covers (including tears, toning, and small areas of paper loss); interior pages are in fine condition. The journalist, Elphinstone D'Oyley D'Auvergne D. Aplin, joined the Royal Navy in 1838 and was appointed as acting lieutenant on the HMS Agincourt on 2 April 1845, while making the last entries in this log. He rose to command the HMS Hecla in the mid-to-late 1850s, and in 1861 commanded the HMS Centaur in China during the Taiping Rebellion.
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Moshammer, Rudolf, Modedesigner (1940-2005).
Portraitphotographie mit eigenh. U. O. O., [ca. 1980er Jahre].
182:124 mm.
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Orth, Johann, vormals Erzherzog Johann Salvator, Militär und Schriftsteller (1852-1890).
Schriftstück mit eigenh. U. Wien, 30. IX. 1882.
1 S. 4to. Ein "Auszug aus dem Offiziers-Kranken-Protokolle" des Obristleutnants Wilhelm Edler von Hirsch; der - wie vermerkt - "nicht krank" war. - Aus einer bedeutenden Thüringer Autographensammlung. In einer zeitgenöss. beschrifteten Sammlermappe mit kurzen Angaben zu Inhalt und Erwerbung.
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[Reuß-Schleiz]. - Heinrich XLV. Prinz Reuß jüngerer Linie, Prinz (1895-1945?).
21 eigenh. und 4 ms. Briefe und Karten mit U. Gera, 26. II. 1931.
Zusammen 46¼ SS. auf 31 Bll. Verschiedene Formate. Freundschaftliche Korrespondenz mit dem den Dramaturgen und Regisseur Hans Esdras Mutzenbecher (1897-1983): "Nachträglich noch herzliche Wünsche für das eben angebrochene Jahr. Hoffentlich bringt es Ihnen befriedigende Arbeit. - Gerade um die Wende ist hier ein entscheidender Intendantenwechsel vollzogen: Medenwaldt geht mit Ende der Spielzeit, sein Nachfolger ist Iltz-Dresden. Es ist eine schwere Operation, die aber nötig war. Nachiebigkeit nach allen Seiten, empfindlichste Eitelkeit und leider auch Unaufrichtigkeit zeigten sich immer mehr und untergruben Disziplin und zielklare Arbeit. Nunmehr erwarte ich einen starken Aufschwung aus einer begeisterten Gemeinsamkeit. - Können Sie mir gute Kräfte nennen?! Vom Deutschen Schauspielhaus ist uns die Naive Lilly Hoerle empfohlen, die Eger halten will. Wie ist sie?! Wir brauchen vor allem: vielseitige Sentimentale, 1. Charakterspieler, Heldenvater, jugdl. Held, Heldenbariton, seriösen Bass, jugdl. Dramatische, ev. Lyrischen Tenor und auch Heldentenor […]" (2. I. 1924). - "[...] Mit Ihrem Vorschlag bin ich einverstanden, auch mit dem Honorar. Ich würde gerne wissen, wie lang die genaue Dauer des Vortrages sein darf. Die einzelnen Proben aus 'Ariadne' passen allerdings nicht sehr gut in den Rahmen dieses Vortrags, der weniger musikwissenschaftlich als musikhistorisch sein wird […]" (26. II. 1931). - Heinrich XLV. Prinz Reuß war ein großer Theaterliebhaber und -förderer und war als Regisseur, Autor, Berater und ab 1923 als Leiter der dramaturgischen Abteilung am Reußischen Theater in Gera tätig. Heinrich war von 1928 bis 1945 Oberhaupt des Gesamthauses Reuß und letzter männlicher Vertreter der Linie Reuß-Schleiz, einem Zweig der jüngeren Linie. Er wurde im August 1945 vom sowjetischen Militär verhaftet und verschleppt und gilt seitdem als vermißt, dürfte aber schon kurz nach seiner Verhaftung ums Leben gekommen sein. - Tls. am Rand gelocht (geringf. Textberührung) und mit einigen Randläsuren.
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[Schindler, Emilie, wife of Oskar Schindler (1908-1974), saviours of 1,200 Jewish lives during the Holocaust].
A collection of letters to Emilie Schindler. Various places, 1970s to 1990s.
Various formats. Altogether 47 ff. on 57 pp. Mostly with envelopes. A collection of almost 40 letters (and some cards) to Emilie Schindler, often expressing admiration, well-wishes and birthday congratulations, for example: 1) "Sehr Geehrte Frau Schindler / Sie kennen mich nicht [...] Waehrend des Holocaust verlor ich meine 3 nahen Verwandten [...] Ich las das Buch 'Schindlers Arche' und war mehr als beeindruckt von diesen Dokument [...] Darf ich Ihnen zu Ihrem 80sten Geburtstag meine waermsten Wuensche senden!" ("Dear Mrs Schindler / You do not know me [...] I lost my 3 close relatives in the Holocaust [...] I read the book 'Schindler's Ark' and was much impressed by this document [...] May I send you my warmest wishes for your 80th birthday!", transl.) . - 2) A birthday card sent from Leopold "Poldek" Pfefferberg, the Polish-American survivor who inspired Thomas Keneally to write "Schindler's Ark". - 3) A card reading "I have heard what you did to save Jewish lives during World War II. You are a remarkable woman [...]". - 4) A letter dated December 31st 1994 from a writer who lost her entire family but asks Emilie Schindler if she can visit her to thank her personally for her work. - 5) A letter sent from Israel, dated 30th August 1987, reading: "[...] Sie haben nicht nur 1200 Menschen ihr Leben geschenkt, Sie haben auch gezeigt, was es bedeutet Mensch zu sein" ("[...] You have not only given 1200 people their lives, you have also shown what it means to be a human being [...]"). - 6) "[...] I sincerely believe that your personal heroism was equal or more probably bigger than of any of the soldiers in the field [...]", 11. IX. 1987).
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Schönaich-Carolath-Beuthen, Heinrich Karl Wilhelm Fürst zu, preußischer General der Kavallerie (1783-1864).
Eigenh. Brief mit U. Carolath, 12. VI. 1823.
1 S. auf Doppelblatt. 4to. An "Olivier": "Mögte dir beifolgender Beitrag zu deiner Reise genügen und du ihn so wie die besten Wünsche zu derselben eben so freundschaftlich annehmen wie sie giebt dein [...]". - Verso etwas angestaubt und mit Spuren alter Faltung.
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Schwarzwald, Eugenie, Pädagogin, Sozialreformerin und Frauenrechtsaktivistin (1872-1940).
Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 9. V. 1928.
1 S. Kl.-4to. An den Kunsthistoriker und Schriftsteller Franz Ottmann (1875-1962): "Mir scheint Ihr Dürerbuch ganz besonders innig und gründlich und ich wollte, es könnten es mehr Leute lesen. Das Einzige, was mich kränkt, ist, dass es im Österreichischen Bundesverlag erschienen ist. Wäre es nicht möglich, etwas für die Verbreitung zu tun? [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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Starhemberg, Ernst Rüdiger Gf., Feldmarschall (1638-1701).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 5. VII. 1695.
3 SS. auf Doppelblatt. 4to. Als Präsident des Hofkriegsrats, wohl an Oberstkanzler Franz Ulrich Kinsky in Böhmen wegen der Formulierung der Instruktion für einen mit dem Kommando in Ungarn zu betrauenden General: "Ich [...] werde nicht Ermanglen also gleich dem Haksthausen [d. i. der dänische General Johan Dietrich Haxthausen] die Instruction Zue zu schiken, die in dem Jurament ausgestrichene worde Anlangent, ist, wen Mann Simpliciter sezet, d[a]z Commando Zu ungeren, Meines erachtens die Sachen gar zu weid extendiert, weil ich mihr awer einbilde, d[a]z der d[a]z word Armée darummen Nicht darin hawen will, weil er auch uwer die festungen zu Commandiren Verlanget, welches, wenn es darbei verbleibt, d[a]z er alles durch den Caprara [d. i. der kaiserliche Offizier Albrecht Graf von Caprara] befelhen solle, leztlich auch kein So großses bedenken had: So kunte villeicht gesezt werden, d[a]z Commando in ungeren In Militaribus [...]". - Prinz Eugen von Savoyen befehligte 1697 als Oberbefehlshaber im Großen Türkenkrieg den entscheidenden habsburgischen Gegenstoß bei Zenta an der Theiß in Ungarn. Dieser Sieg führte schließlich zum Frieden von Karlowitz, der den Krieg 1699 beendete. - Von größter Seltenheit.
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Willisen, Wilhelm von, preußischer Generalleutnant (1790-1879).
Eigenh. Brief mit U. ("Willisen"). [Berlin], 3. VIII. 1827.
½ S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An Rahel Varnhagen von Ense: "Ich gehe heute in die Oper. Treffe ich Sie dort, oder nachher zu Hause? und wird es, wenn das Wetter auch gut ist, nicht zu spät nachher noch in den Thiergarten zu gehen? [...]". - Ein kleiner Papierausriss zeitgenössisch ausgebessert. Beiliegend ein von anderer Hand stammender Bestellzettel vom 7. VII. 1834 für drei Exemplare von "Rahel. Ein Buch des Andenkens für ihre Freunde" (Berlin, Duncker und Humblot, 1834): "1. Für den Hauptmann v. Willisen. 2. Für den Hrn. Oberstl. v. Willisen. 3. Für Frau Gräfin von Yorck".
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Zetkin, Clara, German Marxist theorist and activist (1857-1933).
Autograph letter signed. Berlin, 22 March 1931.
8vo. 2 pages. In German. To the actress Margarete Walkotte, who had inquired about a relief fund: "Unfortunately I cannot give you any information about the 500,000 Mark fund. I have not heard anything about it. This, of course, does not prove the falsehood of the newspaper's claim. I will try to discover particulars [...]". Moreover, Zetkin is upset about a celebratory banquet: "The past secretary of education is holding a banquet at Kroll's with several dozen so-called 'celebrities', while many thousands of artists, scholars and scientists, teachers, technicians, and civil servants are suffering severe hardships, indeed are starving. This is the much-heralded 'culture' of bourgeois Germany! [...]" (transl.). - On headed paper.
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Annunzio, Gabriele d', Italian writer, poet, journalist (1863-1938).
Autograph letter signed. No place, 6. XI. [post 1918].
Folio. 1 page. With autogr. envelope. To Commandante Giovanni Rizzo in a press affair: "[...] anche una volta mi raccomando a te poiché tu impedisca che le mie parole - riprodotte direttamente! - siano falsate ingoffate appesantite dalle gazzette. Il mio 'spirito' nun può essere toccato da mani maldestre e da interpreti frettolosi [...]". - With letterhead of the "Squadra di San Marco".
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Arnim, Bettina von, German writer and novelist (1785-1859).
Autograph letter signed. [Berlin], 30 March 1846.
Large 4to. 1¾ pp. on bifolium. In German, to the later diplomat Harry von Arnim (1824-81), who, having completed his university education, was about to set off for Paris with his uncle, the Prussian ambassador Heinrich von Arnim, and had left his furniture in the care of Bettina's family: "[...] My children used your furniture and have made your pieces their favourites, while you will not need them for a long time, as you are now leaving for the great city of Paris. When you return, an independent statesman, you will perhaps lead such a very different way of life that your old student furniture will have little value for you beyond that of a mere memento [...]" (transl.). - Occasional slight brownstaining.
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Bahr, Hermann, Schriftsteller (1863-1934).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 20. VI. 1922.
½ S. Qu.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Für Ihren Brief und die durch die beifolgenden Schreiben gewährten Anregungen dankt bestens [...] Hermann Bahr". - Etwas fleckig und mit Briefmarke.
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Bahr, Hermann, Schriftsteller (1863-1934).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 18. IV. 1922.
½ S. Qu.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Für Ihren freundlichen einfallsreichen Brief und die mir darin ausgesprochene Gesinnung spreche ich Ihnen meinen besten Dank aus! [...]". - Etwas fleckig und mit kleinem Randausriß.
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Blei, Franz, Schriftsteller (1871-1942).
Eigenh. Brief mit U. München, Jänner 1901.
1 S. 4to. An den Verleger Hans von Müller, dem er - wohl in seiner Funktion als Mitherausgeber der "Insel" - berichtet, daß er von einem Projekt des Philologen Carl Schüddekopf gehört habe, der eine Heinse-Ausgabe vorbereite. Er schlägt vor (durch die Vermittlung seines Verlegers) "etwas Ungedrucktes von Heinse in der 'Insel' zu veröffentlichen, wobei ihm auch eine schöne Gelegenheit gegeben wäre, auf seine Gesamtausgabe eventuell aufmerksam zu machen. Auch wäre der Insel-Verlag nicht abgeneigt, eine Gesamtausgabe des Heinse in seine Publikationen aufzunehmen" (dieser letzte Satz ist rot unterstrichen - vermutlich von Müller, den so ein Konkurrenzunternehmen wohl nicht wirklich erfreut haben mag). - Gut erhalten; feines Papier mit Wasserzeichen "Irish Crown Linen".
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