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‎Necker, Moritz, Journalist und Literarhistoriker (1857-1915).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 15. XI. 1905.‎

‎½ SS. Qu.-kl.-8vo. An einen Herrn Freund: "Ich möchte zerspringen vor Ärger! Ihr Diener hat gestern die Aushängebogen bei der Hausmeisterin hinterlassen - u. diese übergab mir erst heute die Bögen! Inzwischen ist in der Redaction die Arbeit schon von einem Kollegen übernommen worden. Auber ich werde meinerseits auf die Sache zu sprechen kommen [...]". - Moritz Necker war als Literaturkritiker und Essayist für zahlreiche führende Zeitungen und Zeitschriften tätig und lehrte als Dozent für Allgemeine Dramaturgie an der Wr. Akademie für Musik und darstellende Kunst. "In seinen selbständigen Publikationen wird eine geglückte Verbindung des streng positivistisch geschulten Literarhistorikers mit dem gewandt stilisierenden Essayisten spürbar. Mit Akribie gesichtetes Quellenmaterial, dessen Darstellung nie in journalistische Oberflächlichkeit abgleitet, sicherte den Werken Neckers größte Breitenwirkung. Neben kleineren biographischen Studien ist die Biographie Nestroys zu erwähnen. Durch Einarbeitung noch unberücksichtigten Archivmaterials und Dokumentation der Wirkungsgeschichte bis auf seine Zeit galt dieses Werk Neckers als die erste geschlossene und für längere Zeit einzige Standardbiographie des Dichters" (ÖBL VII, 50f.).‎

‎Necker, Moritz, Journalist und Literarhistoriker (1857-1915).‎

‎Eigenh. Visitenkarte mit Initialen. O. O., 19. XII. 1898.‎

‎2 SS. Visitkartenformat. An ein Fräulein: "Es freut mich sehr, daß der Artikel so weit Eindruck auf Sie machte. Mit den letzten Zeilen habe ich Ihnen Muth (u. dies aus Überzeugung) zu novellist. Production geen wollen. Eine poetische Kraft steckt gewiß in Ihnen; wie sie aber sich geberden [!] wird, wissen die Götter [...]". - Moritz Necker war als Literaturkritiker und Essayist für zahlreiche führende Zeitungen und Zeitschriften tätig und lehrte als Dozent für Allgemeine Dramaturgie an der Wr. Akademie für Musik und darstellende Kunst. "In seinen selbständigen Publikationen wird eine geglückte Verbindung des streng positivistisch geschulten Literarhistorikers mit dem gewandt stilisierenden Essayisten spürbar. Mit Akribie gesichtetes Quellenmaterial, dessen Darstellung nie in journalistische Oberflächlichkeit abgleitet, sicherte den Werken Neckers größte Breitenwirkung. Neben kleineren biographischen Studien ist die Biographie Nestroys zu erwähnen. Durch Einarbeitung noch unberücksichtigten Archivmaterials und Dokumentation der Wirkungsgeschichte bis auf seine Zeit galt dieses Werk Neckers als die erste geschlossene und für längere Zeit einzige Standardbiographie des Dichters" (ÖBL VII, 50f.).‎

‎Neher, Franz Ludwig, Schriftsteller (1869-1970).‎

‎Ms. Brief mit eigenh. U. [Herrsching am Ammersee], 30. X. 1949 und 4. XII. 1949.‎

‎1 S. Gr.-4to. mit ms. beschr. Kuvert. Dankt Josef Wesely für sein feundliches Gedenken anlässlich Nehers Geburtstags. Im Oktober noch kündigt er die Übermittlung seines Buches "Monsun" an Wesely an. Zwei Monate später bedauert er in einem beigefügtem post scriptum: "Alle Versuche, Ihnen das oben bezeichnete Buch durch die Post zukommen zu lassen, scheiterten an den höchst bürokratischen Bestimmungen. Ich bedauere dies umsomehr, als es mir Freude gemacht hätte, Ihnen für Ihre stete Liebenswürdigkeit Dankbarkeit zu beweisen."‎

‎Neidl, Margarete, Schriftstellerin (1892-1974).‎

‎2 ms. Postkarten mit U. Wien, 1946-1962.‎

‎2 SS. Qu.-8vo. Dankt Josef Wesely für ihr wiederholt übersandte Geburtstagswünsche. - Margarete Neidl war als Hauptschuldirektorin, Erzählerin und Lyrikerin in Wien tätig. Vgl. Kosch XI, 105.‎

‎Neidl, Margarete, Schriftstellerin (1892-1974).‎

‎Ms. Brief und ms. Postkarte mit eigenh. U. Wien, 1950-1952.‎

‎Zusammen 1 ½ SS. Gr.-4to und 8vo, Postkarte mit ms. Adresse. Dankt Josef Wesely für ihr übersandte Geburtstagswünsche. Weiters dichtet sie "Ostern, Sinn des wahren Lebens, / Freude bringst du alt und jung! / Ostern, Sinn des ew'gen Strebens / sei auch uns Erneuerung!"‎

‎Neigebaur, Johann Daniel Ferdinand, Schriftsteller (1783-1866).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Breslau, 24. V. 1853.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Da ich eben Gelegenheit habe, schickte ich Ihnen Etwas für Ihre Sammlung mit der Bitte mich der gnädigen Frau zu empfehlen [...]". - "Mit einer fast unüberschaubaren Liste von z. T. umfangreichen Publikationen gehörte Neigebaur zu den produktivsten, damals vielgelesenen Autoren. Sein literarisches Œuvre umfaßt kameralistische und statistische Werke, verwaltungsjuristische Schriften, in denen er die preuß. anhand seiner Kenntnisse der franz. Verwaltungspraxis überprüfte, juristische Handbücher und Kompilationen für die Rechtspraxis, historische und landeskundliche Werke mit volksaufklärerischem Einschlag, Reisehandbücher, Belletristik, Kompilationen von Richtlinien für die preuß. Schulverwaltung, kirchenkritische Werke, Parodien auf die Memoiren des Fürsten Pückler-Muskau sowie politische Flugschriften" (NDB XIX, 47f.).‎

‎Nenning, Günther, Journalist (1921-2006).‎

‎Bildpostkarte mit eigenh. U. O. O. u. D.‎

‎1 S. Qu.-8vo.‎

‎[Nestroy, Johann, Austrian poet and actor (1801-1862)].‎

‎Obituary. Vienna, May 1862.‎

‎Large oblong 4to. 1 p. Matted. Slightly dusty; mounted on cardboard.‎

‎Neuffer-Stavenhagen, Hildegard , Schriftstellerin (1866-1939).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Ich glaube, daß Märchen und Kinderglauben Geistesbrücken sind, über die Kinder gehen müssen. Aus den 'Kinderseelen'.‎

‎Neuhauser-Loibl, Maria, Schriftstellerin.‎

‎2 eigenh. Briefe mit U. Wien, 16.05.1943 und 18.03.1966.‎

‎3 SS. 8vo. Mit 2 eigenh. beschr. Kuverts. Dankt Josef Wesely wiederholt für seine lieben Geburtstagswünsche anlässlich Maria Neuhauser-Loibls Geburtstags.‎

‎Neumann, Alfred, Schriftsteller (1895-1952).‎

‎Ms. Brief mit eigenh. U. Florenz, 5. XI. 1951.‎

‎1 S. Gr.-8vo. An den Schriftsteller Kurt Kläber: "[...] Die Buchrechte an meiner PATRIOT-Erzählung gehören mir allein, da die letzte, von Kurt Desch 1947 gebrachte deutsche Ausgabe nur eine inzwischen verfallene (und vergriffene) Lizenzausgabe war und da die Einverleibung der Erzählung in die jetzt von der Frankfurter Verlagsanstalt begonnene Gesamtausgabe meines epischen Werks erst später erfolgt. Ich kann also eine Lizenzausgabe für die Drachenbücher vergeben und bitte um Ihre Vorschläge [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; im linken Rand gelocht (keine Textberührung).‎

‎Neumann, Carl Woldemar, Schriftsteller und Lokalhistoriker (1830-1888).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Regensburg, 1874.‎

‎¾ S. (14 Zeilen) auf Doppelblatt. 8vo. "Dichtertreiben | Der Dichter, dem das schöne Loos erblühte, | Des Herzens Melodien zu verkünden, | Er sucht das Leben tiefer zu ergründen, | Als Mancher, dem die Brust noch nie erglühte [...]". - 1872 wegen angegriffener Gesundheit seinen Dienst als Hauptmann der bayerischen Armee quittierend, widmete sich Neumann mit Eifer der Erforschung der Regensburger Lokalgeschichte und schrieb daneben auch eine Reihe von Soldaten-, Heldenliedern und Balladen. - Mit gepr. Initial.‎

‎Neumann, Felix, Schriftsteller (geb. 1875).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. Berlin, 14. X. 1930.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Für Ihre freundlichen Glückwünsche verbindlichsten Dank. Im Jahre der politischen Ereignisse komme ich erst jetzt dazu, Ihnen zu antworten. Darf ich mir erlauben, Ihnen einen meiner Romane 'Tibu u. Asathor' zu senden.‎

‎Neumann, Robert, Schriftsteller (1897-1975).‎

‎3 ms. Postkarten mit eigenh. U. Locarno-Monti, 1966-1969.‎

‎3 SS. Qu.-8vo. Dankt Josef Wesely wiederholt für ihm übersandte Glückwünsche. "Sie sind wirklich ein treuer Gratulant - ich erinnere mich, schon vor Jahrzehnten einen Glückwunsch von Ihnen bekommen zu haben."‎

‎Nevins, Francis Michael, amerikanischer Schriftsteller (geb. 1943).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. , 5. XII. 1988.‎

‎1 S. 8vo. Dear Sabrina: This half of the sheet is for you. I'm always glad to hear from people who have enjoyed something that I've written.‎

‎Newald, Julius von, Schriftsteller (geb. 1859?).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 19. XI. 1904.‎

‎1½ SS. 8vo. Mit eh. Kuvert. An Frau Dr. Grasse-Rihl: "Es gereicht mir zu besonderem Vergnügen, Ihre freundliche Anfrage vom 18. d. Mts. bejahend beantworten zu können. Ich zeichne mit dem Ausdrucke meiner Verehrung | ergebenst | JNewald". - Der nur namentlich mit dem ehemaligen Wiener Bürgermeister (gest. 1897) idente Schriftsteller war Verfasser von "Friedrich Schlögl. Erinnerungen an einen alten Wiener. Ein Gedenkblatt zur dritten Wiederkehr seines Todestages" (Wien, Selbstverlag des Verfassers, 1895). - Mit gepr. Monogramm.‎

‎Nielsen, Helen, amerikanische Schriftstellerin (1918-2002).‎

‎Ms. Brief mit eigenh. U. Laguna Beach, 12. VII. 1987.‎

‎1 S. Gr.-8vo. Dankt Wolfgang Wittmann und wünscht ein gutes neues Jahr.‎

‎Nieritz, Gustav, Schriftsteller (1795-1876).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Dresden, 14. VIII. 1865.‎

‎1¾ SS. Gr.-4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Sie werden von mir gedacht haben: 'aus den Augen, aus dem Sinn', weil ich's so lange habe anstehen lassen mein Ihnen gegebenes Versprechen zu erfüllen. Aber ich eitler Mensch wollte mich erst wieder dick werden lassen ehe ich mich photographieren ließ, und dieß ist die Ursache meines Zögerns. Im Geiste bin ich sehr oft in Carlsbad und bei Ihnen gewesen, denn wo es Einem gut ergangen ist, da weilt man gern in seinen Gedanken. Carlsbad bleibt mir unvergeßlich u. mein dortiger Aufenthalt ein lichtvoller Punkt in meinem Leben. Wie freut es mich, mein Stübchen und Ihr Haus sammt Umgegend gezeichnet zu haben! [...] Das Sängerfest mit seinem Lärm ist nun vorüber, aber die Nachwehen - man sagt 60,000 x Deficit - wird unsere gute Stadt noch lange empfinden. Wie ich voraus sagte, hat die Gesangskunst wenig von dem Feste gewonnen. Den zweiten Sängertage war die Sängerbühne kaum zum dritten Theile gefüllt u. zogen die meisten Sänger vor, sich anderweit zu verlustigen [...]". - Gustav Nieritz war Direktor der Bezirksschule in Dresden. Sein "erster schriftstellerischer Versuch war die Erzählung 'Das Pomeranzenbäumchen', die 1830 in der Dresdner Zeitschrift 'Der Merkur' erschien. Diesem Werk folgten mehr als 100 Jugendschriften, die Nieritz neben Christoph von Schmid und Christian Gottlob Barth zu einem der meistgelesenen Volks- und Jugendschriftsteller des 19. Jh. machten. Einige seiner Werke wurden in mehrere Sprachen übersetzt" (DBE).‎

‎Niese, Charlotte, Schriftstellerin (1854-1935).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Hamburg Altona, 30. VIII. 1898.‎

‎4 SS. auf Doppelblatt. Kl.-4to. Mit eh. adr. Kuvert. An Emilie Koberwein, die Enkelin des Schauspielers Heinrich Anschütz: "Ihre freundlichen Worte haben mich sehr erfreut, u. ich danke Ihnen für Ihren lieben Brief. Daß Sie als Wienerin den norddeutschen Erzählungen Geschmack abgenommen haben, höre ich natürlich gern [...] ganz besonders würde ich mich freuen, Sie einmal persönlich kennen zu lernen. Das Leid der Bauerndierndel hat mich auf diese Bekanntschaft ganz neugierig gemacht [...]". - Charlotte Niese war nach längerer Tätigkeit als Lehrerin und nach Reisen durch Italien, die Schweiz und die USA als freie Schriftstellerin in Altona tätig war. "Nieses historische Romane ('Cajus Rungholt', 1886) und Volks- und Jugenderzählungen ('Aus dänischer Zeit', 2 Bde., 1893), die meist in Holstein und um Hamburg spielen, waren in bürgerlichen Kreisen beliebt. 1924 erschienen ihre Lebenserinnerungen 'Von Gestern und Vorgestern'" (DBE).‎

‎[Niese, Charlotte, Schriftstellerin (1854-1935)]. Maria Niese, deren Schwester.‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. Altona, 20. VI. 1936.‎

‎1 S. 8vo. Charlotte Nieses Schwester Maria schreibt an Josef Wesely: "Ihr freundlicher Glückwunsch würde meiner Schwester große Freude gemacht haben. Leider muß ich Ihnen aber mitteilen, daß Charlotte Niese am 8. Dezemeber 35 gestorben ist, nach einem schönen, erfolgreichen u. arbeitsamen Leben."‎

‎Nissel, Franz, Schriftsteller (1831-1893).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Wien, 7. V. 1880.‎

‎1 S. Qu.-8vo. "Welche Farben das Bild dem betrachtenden Auge mag zeigen, | Immer doch noch verleiht Farbe das Auge dem Bild. | Wie aus dem Schicksalsrad die Loose der Sterblichen Fallen, | Wohl oder übel, erscheint toll weise die Welt".‎

‎Nithack-Stahn, Walter, Schriftsteller (1866-1942).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 20. III. 1914.‎

‎2 SS. Kl.-4to. An eine Dame: "Ihr freundliches Anerbieten habe ich an den Vorstand der 'Literarischen Vereinigung' [...] weitergereicht. Doch muß ich bemerken, daß der Verein sehr zusammengeschmolzen und nicht in der Lage ist, Honorare für Verträge zu gewähren [...]". - Walter Nithack-Stahn war Pfarrer an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche und schrieb zahlreiche Romane und Erzählungen. - Auf Briefpapier mit gepr. Initialen.‎

‎Noe, Heinrich, Schriftsteller (1835-1896)‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. Nabrežina, 31. X. 1883.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An die Braumüllersche Buchhandlung in Wien mit der Bitte, ihm ein Exemplar von Adolf Schmidts "Höhlen von Adelsberg" nach Nabre zusenden zu wollen, indes die Rechnung an die "Commerzielle Direction der Südbahngesellschaft" zu gehen habe. - Heinrich Noe verfaßte zahlreiche Reiseberichte und -handbücher, die äußerst hohe Auflagen erreichten und auch heute noch z. T. wiederaufgelegt werden.‎

‎Nonveiller, Heinz, Schriftsteller‎

‎Eigenh. Bildpostkarte mit U. Graz, 27. XII. 1946.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eigenh. beschr. Kuvert sowie Heinz Nonveillers Essay "Die richtige Liebe" von 1949. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Glückwünsche anlässlich Nonveillers Geburtstag.‎

‎Nordau, Max, Kulturkritiker und Mitbegründer der Zionistischen Weltorganisation (1849-1923).‎

‎Portraitphotographie mit eigenh. U. ("Dr. M. Nordau"). O. O. u. D.‎

‎133:90 mm, die Unterschrift in lila Tinte. Kartonierter Abzug des bekannten, wohl um 1890 entstandenen Bruststücks en face nach rechts. Einbelichtet der Name "Nordau" und die Nummer "2372".‎

‎Nordau, Max, Kulturkritiker und Mitbegründer der Zionistischen Weltorganisation (1849-1923).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Paris, 7. V. 1894.‎

‎4 SS. (Doppelblatt, im Falz durchgerissen). 8vo. An einen unbekannten Adressaten, der ihn nach seinen "inneren Beziehungen zur Musik" befragt hatte: "Hochgeehrter Herr, Wenn ich Ihre Frage nach meinen inneren Beziehungen zur Musik erschöpfend beantworten wollte, müßte ich Ihnen eigentlich eine bis ins Einzelne gehende Geschichte meines Lebens und Selbstcharakteristik liefern, da die Musik thatsächlich mit meinem ganzen geistigen Werden und Sein auf das Innigste verflochten ist. Ich beschränke mich darauf, Ihnen zu sagen, daß das Schöne mir zuerst in musikalischer Gestalt entgegengetreten ist. Mein erstes Gedicht schrieb ich, zwölf Jahre alt, nachdem ich die Mondschein-Sonate gehört hatte, die man mir, auf meine ungestüme Bitte, dreimal hintereinander hatte vorspielen müssen. Als ich, fünfzehn Jahre alt, Mozarts 'Don Juan' zum erstenmal hörte, floh der Schlaf mich drei Nächte lang und ich glaubte fortwährend die Orchesterbegleitung zum Auftreten der Statue des Kommandeurs zu hören. Ich glaube nicht, daß ich jemals eine Aufführung der Neunten Symphonie versäumt habe, wenn sie an meinem Wohnort stattfand; und doch fürchte ich sie eigentlich, denn sie wühlt mich in allen Tiefen so furchtbar auf, daß ich tagelang nicht zur Ruhe komme; so wirkt sie noch heute auf mich, obschon ich jeden Takt von ihr auswendig kann. Ich führe ein Leben des Kampfes und erfahre viel Bitteres und Schmerzliches. Es gibt aber die Empörung, den Zorn, die Kränkung nicht, die nicht sofort verschwänden, wenn mir meine Schwester ein Lied von Schumann, etwa 'Ich grolle nicht' oder 'Aus meinen Thränen sprießen' singt. Alle Gemeinheit der Menschen ist dann vergessen, mein eigenes Ich löst sich in Liebe und Wollaut [!] und mir ist, als wäre ich auf irgend einem Stern, himmelweit von allen Leidenschaften und Interessen, die sonst das Gewebe meines Daseins bilden. Aus der Musik quellen mir unvergleichliche Tröstungen und Anregungen. Der Drang, den wogenden, unbestimmten Emotionen, welche die Musik in mir wachruft, eine feste Form zu geben, hat oft genug meinem Schaffen die Richtung gewiesen. Um nur ein Beispiel anzuführen: mein Roman 'Die Krankheit des Jahrhunderts' ist wesentlich aus der Stimmung hervorgegangen, in die mich einmal das unter eigenthümlichen Umständen gehörte Lied 'Freut euch des Lebens' versetzt hat. Um meine Anschauungen kurz zusammenzufassen: ich würde es, trotz meiner mannigfachen anderen geistigen Interessen, für die erschreckendste Verarmung meines Lebens halten, wenn ich auf Musik verzichten müßte. Glauben Sie, hochgeehrter Herr, an die vorzügliche Hochachtung Ihres ergebensten Dr. M. Nordau". - Nordau war seit 1892 Mitstreiter Herzls; seit 1880 wohnte er als praktischer Armenarzt und Gynäkologe in Paris. 1897 Organisator des Basler ersten Zionistenkongresses, war er Hauptautor des sog. Basler Programms und eine der führenden Gestalten der frühen zionistischen Bewegung. - In lila Tinte; kleine Randeinrisse.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Books from Inlibris]

€ 1.500,00 Informazioni/Compera

‎Nordhausen, Richard, Schriftsteller (1861-1941).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. Wohl Berlin, o. D.‎

‎1 S. 8vo. An den Schriftsteller Otto Weddigen: "Ich spreche in der Klause ganz gern einmal, dann aber nicht über Litteratur und Fachsachen, sondern, wenn es Ihnen recht ist, über [...] das Wetterparadies [?] Brandenburg; Im Boote durch die Mark [...]". - Richard Nordhausen war Herausgeber des "Deutschen Michel", seit 1901 der "Gegenwart" und 1897-1905 Chefredakteur der "Berliner Blätter". "Er gehörte zu den Gründern der 'Jung-Deutschland-Bewegung' und wurde zunächst durch politische Satiren bekannt (u. a. 'Gib uns Brot, Kaiser', 1891). Später entstanden Erzählungen und Romane, häufig für ein jugendliches Publikum, ferner Kriegsliteratur sowie 'Unsere märkische Heimat. Anthologie für Berlin und Brandenburg' (1911)" (DBE). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der "Gegenwart"; Verlust der Datumszeile durch Ausschnitt der Briefmarke.‎

‎Nordmann, Johannes, Schriftsteller und Journalist (1820-1887).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Einige Zeilen aus seinem Epos "Eine Römerfahrt": "Gedanken weckt der schwanke Pendelfaden / An den ihr kunstvoll Netz die Spinne hängt / [...] Der Sperling selbst, den wir im Sande baden / Übermütig raufen sehn, fängt / der Frühling an, die Banner auszustrecken [...]". - Nordmann, der u. a. mit Anastasius Grün, Nikolaus Lenau und Adalbert Stifter in Kontakt gewesen war, gründete 1849 gründete das Journal "Die Zeit", das später verboten wurde, und redigierte die literarische Revue "Salon", die "Wiener Kunstblätter" und den "Wanderer". Als einer der führenden Mitarbeiter der "Neuen Freien Presse" redigierte er von 1873 bis 79 die von ihm begründete "Neue Illustri[e]rte Zeitung". Nordmann, der zweimal über mehrere Jahre hinweg Präsident des Journalisten- und Schriftstellerverbandes "Concordia" gewesen war, "führte mit seinen Feuilletonserien und den aus Paris übernommenen Wochenplaudereien den touristischen Journalismus in die österr. Presse ein" (DBE).‎

‎[Nowotny, Walter], Jagdflieger (1920-1944)]. Rudolf Nowotny, dessen Bruder.‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. O. O., 3. V. 1974.‎

‎1 S. Gr.-8vo. Mit Schutzumschlag der Biographie "Walter Nowotny 'Tiger vom Wolchowstroj' 'Fliegerwunder aus Österreich' " sowie Portraitphotographie. "Mut und Tapferkeit waren zu allen Zeiten die Tugenden der Besten eines Volkes. Der lieben Familie Haslacher aus Graz in treuer Verbundenheit".‎

‎Nüchtern, Hans, Schriftsteller und Journalist (1896-1962).‎

‎1 ms. Brief mit eigenh. U. sowie eine gedruckte Weihnachtskarte mit eigenh. U. Wien, 24. I. 1947.‎

‎Zusammen 2 SS. Gr.-4to und Qu.-8vo. Mit ms. beschr. Kuvert. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche.‎

‎Nüchtern, Hans, Journalist und Dramaturg (1896-1962).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. St. Gilgen, 1. VIII. 1917.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. "Deutscher Wappenspruch" mit Widmung an Emilie Schaup: "Dem Feinde feind, | Dem Freund freund; | Den Schwachen Schutz, | Den Mächt'gen Trutz. | Stets stolz und frei | Ge'n Pfaff und Lai | Für blanke Ehr' | Die blanke Wehr, | Nie schwank noch zag | Zu Kuß und Schlag. | Den Arm, die Hand | Für Hof und Land, | Der Fraue rein | Das Herze mein, | Der Liebe treu und treu dem Hass, | So ziemt's dem Mann und ziert ihn bass". - Der aus Wien stammende Journalist und Dramaturg Hans Nüchtern war seit 1924 Leiter der literarischen Abteilung der RAVAG und unterrichtete auch an der Akademie für Musik und darstellende Kunst sowie am Max Reinhardt-Seminar. - Mit kleinen Randläsuren.‎

‎Nüchtern, Hans, Journalist und Dramaturg (1896-1962).‎

‎Eigenh. Bildpostkarte mit U. Halmstad, 11. VIII. 1920.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An Emilie Schaup mit Urlaubsgrüßen aus Schweden. - Der aus Wien stammende Journalist und Dramaturg Hans Nüchtern war seit 1924 Leiter der literarischen Abteilung der RAVAG und unterrichtete auch an der Akademie für Musik und darstellende Kunst sowie am Max Reinhardt-Seminar. - Mit ausgeschnittener Briefmarke.‎

‎Nüchtern, Hans, Journalist und Dramaturg (1896-1962).‎

‎Eigenh. Manuskript mit U. O. O., 14. IX. 1917.‎

‎2 SS. Kl.-8vo. Mit Bleistift wohl von anderer Hand überschrieben mit "Das Tagebuch Nüchtern": "Gestern abends 12h sang ich ein Duett | Mit der einen, fernen Gräfin v. Layette [...]". - Der aus Wien stammende Journalist und Dramaturg Hans Nüchtern war seit 1924 Leiter der literarischen Abteilung der RAVAG und unterrichtete auch an der Akademie für Musik und darstellende Kunst sowie am Max Reinhardt-Seminar. - Die Unterschrift durchgestrichen.‎

‎Nüchtern, Hans, Journalist und Dramaturg (1896-1962).‎

‎Eigenh. Manuskript mit U. O. O., 27. VIII. 1917.‎

‎2 SS. Kl.-8vo. Mit Bleistift wohl von anderer Hand überschrieben mit "Arie d. [...]": "[...] Düst're Winterente haltend [...]". - Der aus Wien stammende Journalist und Dramaturg Hans Nüchtern war seit 1924 Leiter der literarischen Abteilung der RAVAG und unterrichtete auch an der Akademie für Musik und darstellende Kunst sowie am Max Reinhardt-Seminar. - Die Unterschrift durchgestrichen.‎

‎Nüchtern, Hans, Journalist und Dramaturg (1896-1962).‎

‎Eigenh. Visitenkarte mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. Kleines Visitkartenformat. "Erlaube mir in Erinnerung an das freundliche Interesse, das Sie, hochverehrtes gnädiges Fräulein, stets für den werdenden Poeten gezeigt haben, Sie ergebenst auf den Abend vom 17. März aufmerksam zu machen [...]". - Der aus Wien stammende Journalist und Dramaturg Hans Nüchtern war seit 1924 Leiter der literarischen Abteilung der RAVAG und unterrichtete auch an der Akademie für Musik und darstellende Kunst sowie am Max Reinhardt-Seminar.‎

‎Nürnberger, Josef Christian Emil, Schriftsteller und Postmeister (1779-1848).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Sorau in der Niederlausitz, 5. II. 1825.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An Adolf Bäuerle in Wien: "Ew. Wohlgebohren treffliches 'Unterhaltungsblatt' gewinnt einen solchen Charakter, daß sich's sein Schriftsteller zur Ehre rechnen muß, mit demselben in Verbindung zu stehen. [I]ch trage der einliegenden poetischen Kleinigkeit die Vermittlung auf. Sagt sie Ihnen zu, so bitte ich um Zusendung eines Abzuges, in welchem Falle weitere Beiträge folgen sollen; verneinenden Falles geben Sie mir m. Arbeit zu anderweiter Verwendung zurück [...]". - Nürnberger war zu jener Zeit als Postdirector in Sorau mit genügend Freizeit ausgestattet, um mehrere Übersetzungen der griechischen Klassiker zu bewältigen. 1829 als Postmeister nach Landsberg a. d. Warthe versetzt, sah er "seine amtlichen Functionen durch besondere Gunst des Generalpostmeisters v. Nagler bedeutend ermäßigt" und schuf so "eine Reihe astronomischer und naturwissenschaftlicher Werke [...], die alle den Geist ernster Philosophie und tiefer Betrachtung tragen, vor allem aber jenes großartige Werk, das bestimmt war, eine längst gefühlte Lücke in der Litteratur auszufüllen, sein 'Populäres astronomisches Handwörterbuch' (II, 1841-1848), das er bis zum Buchstaben W fortführte, und das von S. Nathan und Woldemar Nürnberger vollendet ward" (ADB XXIV, 56f.). - Das Adressblatt mit einigen Ausrissen durch Siegelbruch (dieses erhalten); die "einliegende poetische Kleinigkeit" ist ein 84:107 mm großer Zeitungsausschnitt mit einer biogr. Notiz zu Nürnberger.‎

‎O'Casey, Sean.‎

‎Cock-a-Doodle Dandy. London, Macmillan & Co. Ltd., 1949.‎

‎V, 104 pp. 8vo. With autogr. inscription signed: "For E. MacDonald Cornelius (Con), from Sean O'Casey. With all good wishes (Devon 1949)".‎

‎O'Casey, Sean.‎

‎Rose and Crown. London, Macmillan & Co. Ltd., 1952.‎

‎VII, 307 pp. 8vo. With autogr. inscription signed: "For MacDonald Ebenezer Cornelius (Con) from Sean O'Casey. With warm regards & remembrance of many a laughing hour".‎

‎O'Casey, Sean.‎

‎The Flying Wasp. Essays on the Modern Theatre. London, Macmillan & Co. Ltd., 1937.‎

‎XIII, 201 pp. 8vo. With autogr. inscription signed: "Inscribed to Con (MacDonald Ebenezer Cornelius) by Sean O'Casey, with all good Wishes (Totnes, Devon 1938)".‎

‎O'Casey, Sean.‎

‎Within the Gates. London, Macmillan & Co. Ltd., 1933.‎

‎VIII, 201 pp. 8vo. With autogr. inscription signed: "To Con McElroy from his friend Sean O'Casey. With Warm Regards (Chalfont St. Giles. 1933)".‎

‎Oberhauser, Franz Friedrich, Schriftsteller.‎

‎Ms. Brief mit eigenh. U. sowie eigenh. Postkarte mit U. Leoben, 1960-1961.‎

‎Zusammen 2 SS. Gr.-4to und Qu.-8vo. Mit ms. beschr. Kuvert. Dankt Josef Wesely für seine Wünsche anlässlich Oberhausers Geburtstag - "Gerade diese sind es, die in unserer tristen, übersättigten Zeit mehr bedeuten, als materielle Geschenke."‎

‎Oberkofler, Josef Georg, Schriftsteller (1889-1962).‎

‎Konvolut aus 5 eigenh. und 1 ms. Bildpostkarten mit eigenh. U. sowie 1 eigenh. und 1 ms. Brief mit eigenh. U. Innsbruck, 1949-1957.‎

‎Postkarten zusammen 6 SS. 8vo. Briefe zusammen 1 ½ SS. 4to und Qu.-8vo. Mit 2 eigenh. beschr. Kuverts. Über die Jahre hinweg bedankt sich Oberkofler für Josef Weselys Geburtstagswünsche und übermittelt seinerseits Grüße an den Oberlehrer.‎

‎Oeser, Hermann, Schriftsteller (1849-1912).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Basel, 3. VIII. 1877.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten zur Übersendung von "zwei erst gestern und vorgestern gedichteten Balladen, durch deren Composition Sie mich hoch erfreuen würden. In beiden ist, abgesehen von der poetischen Einkleidung, das Erzählte buchstäbliche Wahrheit. Das ährenlesende 5jährige Kind wurde nach einem Zeitungsberichte in Utzenstorf, Kt. Bern[,] von dem Erndtewagen [sic] vergangene Wochen zermalmt, als es eben die gelesenen Aehren der armen Mutter bringen wollte [...]". - Hermann Oeser veröffentlichte zahlreiche volkstümliche Erzählungen und Betrachtungen und publizierte häufig in der "Neue Christoterpe" sowie der "Christlichen Welt".‎

‎Oesterlein, Nicolaus, Schriftsteller und Sammler (1841-1898).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 27. IV. 1861 [?].‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Regierungsrat: "Hiermit erlaube ich mir zwei Plakate meines Wagner-Museums ganz ergebenst mit der Bitte zu übersenden, dieselben Ihrer gütigen Zusage zufolge an den leeren Plakat-Wänden bei der Elisabethbrücke gütigst anbringen lassen zu wollen [...]". - Oesterlein war seit 1868 Anhänger Richard Wagners und sammelte jahrzehntelang alle Schriften von und über den Komponisten. 1886 richtete er eine ständige Ausstellung in seiner Wiener Wohnung ein und gründete 1895 das Richard-Wagner-Museum in Eisenach. Er veröffentlichte u. a. "Bayreuth. Eine Erinnerungsskizze" (1877) und "Katalog einer Richard-Wagner-Bibliothek" (4 Bde., 1882-95). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf von Oesterleins Wagner-Museum.‎

‎Oettinger, Eduard Maria, Schriftsteller (1808-1872).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Mannheim, 21. V. 1839.‎

‎½ S. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An Wilhelm Gerstel in Stuttgart: "Ich habe Ihnen vor einigen Tagen ein Paar Zeilen [...] zukommen lassen, die Sie aber bis heute noch nicht beantwortet haben. Böser Mensch, das verzeih' ich Ihnen nicht! Nun eine Bitte. Verfügen Sie sich gleich nach Empfang dieser Zeilen in die J. G. Cotta'sche Buchhandlung, fragen Sie den Bedienten, ob Baron v. Cotta in Stuttgart sei und schreiben Sie mir mit umgehender Post, ob er dort ist. Der Brief ist sehr wichtig, es liegt mir viel daran zu erfahren, ob er gleich in Cotta's Hände kommt [...]". - Oettinger war Mitarbeiter von Adolf Bäuerles Wiener "Theater-Zeitung" und gab später in Berlin die humoristisch-satirische Zeitschriften "Eulenspiegel" und in München "Das schwarze Gespenst" heraus, die beide schon bald nach ihrem Erscheinen verboten wurden. Des Landes verwiesen, ging er nach Frankreich, Belgien und in die Niederlande und gründete nach seiner Rückkehr den "Figaro" in Berlin und den "Argus" in Hamburg, die jedoch ebenfalls eingestellt werden mußten. Seit 1842 in Leipzig ansässig, gab er bis den "Charivari" und später den "Narren-Almanach" heraus, hielt sich dann in Paris und Brüssel auf und ließ sich 1860 in Blasewitz nieder. Oettinger schrieb humoristische Romane, Erzählungen und Gedichte und veröffentlichte unter dem Titel "Moniteur des dates" (6 Tle., 1866-68, Nachdr. 1964) ein biographisches Lexikon der Weltgeschichte. - Etwas fleckig.‎

‎Offord, Glen Lenore, Schriftstellerin (1905-1991).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. 125:90 mm. Widmung an gefaltetem Blatt mit gedr. Initialien "LGO".‎

‎Ognjanoff, Christo, Schriftsteller (1911-1997).‎

‎Assisi-Sonette. Russische Visionen. Mit Widmung und eigenh. U. (München, Selbstverlag, 1976).‎

‎83, (3) SS. Bedruckter Originalkarton. 8vo. Am Titel die von Januar 1986 datierende Widmung aus der Hand und mit U. der Übersetzerin Inge Ognjanoff. - Einige Bll. lose, sonst tadellos.‎

‎Olle, Torsten, Schriftsteller (geb. 1965).‎

‎Eigenh. Widmung mit U. auf Informationsblatt. Wien, 14. XII. 1995.‎

‎1 S. Gr.-4to. "Für Herrn Erwin Garzarolli!" - 1965 in Oschersleben geboren, studierte er Pädagogik in Magdeburg (1981-1985). Neben seiner Arbeit als Lehrer und Erzieher schloss er sein Fernstudium am Leipziger Literaturinstitut ab. Zu seinen Publikationen gehören: "Abgebrochenes Spiel" (1994), "Halbes Herz" (2000), "Von Frauen und Katzen" (2003) und "Einfache Sache" (2007).‎

‎Ompteda, Georg Frh. von, Schriftsteller (1863-1931).‎

‎Visitenkarte mit einigen eigenh. Zeilen. O. O. u. D.‎

‎2 SS. Visitkartenformat. Wohl an einen Drucker oder eine Redaktion mit Bezug: "Können Sie nicht eine etwas größere Type nehmen? Oder die Zeilen weiter auseinanderstellen? Ich finde es sieht so gedrängt, unvornehm aus, fast als sollte Papier gespart werden! (Das sagten sofort mehrere Leute denen ich es zeigte.) Außerdem ist es nicht jedermanns Sache in der Eisenbahn [...] diese kleine Schrift zu lesen [...]". - Der in Hannover geborene Sohn des letzten Hofmarschalls des englischen Königs Georgs V. war Offizier, mußte aber nach einem Unfall den Dienst quittieren und lebte fortan als freier Schriftsteller, "übersetzte die Gesammelten Werke [...] Guy de Maupassants und schrieb zunächst in Anlehnung an Maupassant Gedichte und erotische Novellen. Größere Bekanntheit erlangte er mit seinen späteren gesellschaftskritischen Romanen, in denen er ein neues Adelsethos propagierte, so vor allem in der Trilogie 'Deutscher Adel um 1900'" (DBE). - In Bleistift.‎

‎Opel, Adolf, Schriftsteller (1935-2018).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. carte de visite. Mit Portraitfotografie. "Herrn Garzarolli mit freundlichen Grüßen". - Der studierte Psychologe, Literatur- und Theaterwissenschaftler Opel arbeitete als Dramatiker, Dokumentarfilmer, Journalist und kulturpublizistischer Sachbuchautor. Dass er während der 1960er Jahre Partner von Ingeborg Bachmann war, schlug sich in ihrem Roman "Der Fall Franza" nieder.‎

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