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‎Gabillon, Zerline, Schauspielerin (1835-1892).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.‎

‎3 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ja, werther Herr, das ist ein schwieriges Ding als Sie sich vorstellen; - mit ‚wenigen kleinen Änderungen' haben wir Deinhardstein nicht beseitigt, und mit gänzlicher Wiederherstellung des Scribe'schen Textes hätten wir ein neues Stück in Vorstudie! - Es ist wahrhaft denkenswerth, daß Ihnen das Schicksal unseres guten alten Repertoires nahe geht, und ich werde auf Ihre Anregung mir sofort das Original verschaffen um die ärgsten Verstöße auszumerzen suchen - aber weiter können wir nicht gehen! […]". - Geboren in Güstrow/Mecklenburg, erfuhr die spätere Gattin des Schauspielers und Regisseurs Ludwig Gabillon ihre Ausbildung in Hamburg. 1853 ans Wiener Burgtheater berufen, blieb sie diesem bis zu ihrem Tod treu.‎

‎Gabillon, Zerline, Schauspielerin (1835-1892).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.‎

‎3 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Was geht denn vor - warum schmollen Sie mit dem Burgtheater? […] Ich habe keine Ahnung was Sie verscheucht haben kann! - Sie können sich denken wie sehr mich ein Vorgang, der sie so tief treffen konnte, interessieren muß. Bitte, kommen Sie doch ein Viertelstündchen her, ich bin heute den ganzen Nachmittag und Abend zu Hause, ebenso morgen Nachmittag […]". - Geboren in Güstrow/Mecklenburg, erfuhr die spätere Gattin des Schauspielers und Regisseurs Ludwig Gabillon ihre Ausbildung in Hamburg. 1853 ans Wiener Burgtheater berufen, blieb sie diesem bis zu ihrem Tod treu.‎

‎Gabillon, Zerline, Schauspielerin (1835-1892).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 6. I. 1874.‎

‎1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ein Unwohlsein das mich recht trübe in das neue Jahr einführte, und bis heute kaum verlasste, war Ursache, daß ich so spät meinen schuldigen und ergebenen Dank Ew Exzellenz ausspreche. - Durch die mir gütig gewährte Erhöhung meines Garderobengeldes haben Ew Exzellenz mich nicht nur pekuniär wesentlich besser situiert, sondern mich auch anderen Colleginnen gleichberechtigter zur Seite gestellt. - Für diese doppelte Auszeichnung und Güte spreche ich Ew Exzellenz also mehrmals meinen aufrichtigen Dank aus […]". - Geboren in Güstrow/Mecklenburg, erfuhr die spätere Gattin des Schauspielers und Regisseurs Ludwig Gabillon ihre Ausbildung in Hamburg. 1853 ans Wiener Burgtheater berufen, blieb sie diesem bis zu ihrem Tod treu.‎

‎Gabillon, Zerline, Schauspielerin (1835-1892).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 27. IX. 1873.‎

‎3 ½ SS. auf gefalt. Doppelblatt. Folio. "Schon zu verschiedenen Malen waren Ew Exzellenz so gütig mir zuzugestehen, das meine Einkünfte im Vergleich zu denen meiner Colleginnen zu gering seien und auch den in neuerer Zeit erhöhten Anforderungen an Toilette, eben, nicht entsprächen. - Eine eigentliche, detaillierte Auseinandersetzung meiner hierauf bezüglichen Wünsche bat ich, erst im Herbst Ew Exzellenz überreichen zu dürfen, und nehme mir jetzt die Innigkeit dies zu thun. Meine Eigenbezüge (außer Spielhonorar 10 fl per Abend) belaufen sich auf 6200 fl; - hiervon entfällt auf Garderobengeld nur 1200 fl, eine Summe, die bei meiner Contractschließung ausreichend für den Toilettenbedarf der damaligen Zeit war, heute aber kaum die Ausgaben für die Hälfte des Jahres decken kann. - Ich erlaube mir demnach die ergebenste Bitte: Ew Exzellenz wollen gütigst meine Eigen Bezüge auf 8000 fl erhöhen, und diese Zulage nach Ew Exzellenz Ermessen auf die verschiedenen Gehaltsquoten vertheilen. - Wenn Ew Exzellenz nun geneigt wären auf diese meine wohl nicht zu bescheidenen Wünsche einzugehen, so muß ich mir zuvörderst jedoch erlauben meinem hohen Chef in aller Ergebenheit zu bemerken, daß ich diese Gehaltserhöhung nur, verbunden mit einem Zugeständniß für meine künstlerische Stellung, mit Dank acceptiren würde. - Sollte die artistische Direction fortfahren wollen mich in einer, gegen meine frühere Position, so degradirten Stellung zu erhalten, so würde, auch eine noch so große Gehaltszulage mich nicht bestimmen können, in dieser auszuharren […]". - Geboren in Güstrow/Mecklenburg, erfuhr die spätere Gattin des Schauspielers und Regisseurs Ludwig Gabillon ihre Ausbildung in Hamburg. 1853 ans Wiener Burgtheater berufen, blieb sie diesem bis zu ihrem Tod treu.‎

‎Gabillon, Zerline, Schauspielerin (1835-1892).‎

‎Portraitphotographie mit eigenh. U. Wien, Oktober 1891.‎

‎165:110 mm. Halbfigürliche Darstellung der Schauspielerin aus dem Atelier des Photographen Dr. Székely, Wien. Unterschrift auf der Verso-Seite. - Geboren in Güstrow/Mecklenburg, erfuhr die spätere Gattin des Schauspielers und Regisseurs Ludwig Gabillon ihre Ausbildung in Hamburg. 1853 ans Wiener Burgtheater berufen, blieb sie diesem bis zu ihrem Tod treu.‎

‎Galafrés, Elsa, Schauspielerin (geb. 1879).‎

‎Visitenkarte mit eigenh. Widmung. O. O. u. D.‎

‎2 SS. Carte de visite. "[Elsa Galafrés] dankt Ihnen sehr geehrter Herr Sectionschef bestens für die freundliche Zusendung der Zeitung! Mama und ich werden uns freuen Sie demnächst bei uns zu sehen, Sie treffen uns meistens zwischen vier nach fünf Uhr zu Hause […]".‎

‎Gall, Ferdinand Frh. von, Theaterdirektor (1809-1872).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Stuttgart, 30. VII. 1857.‎

‎1 S. Gr.-4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Euer Hochwohlgeboren haben mir durch die so sehr freundliche Gewährung meiner vielleicht unbescheidenen Bitte einen großen Dienst erwiesen, wofür ich Ihnen hiermit meinen verbindlichsten Dank ohne Verzug ausspreche [...]". - Nach dem Studium der Rechtswissenschaft war der in Battenberg (Hessen) geborene Gall am Hofgericht Gießen und 1835 als Kammerjunker in Oldenburg tätig. 1842 wurde er Intendant des Oldenburger Hoftheaters und hatte durch Vorträge und Publikationen (u. a. "Der Bühnen-Vorstand", 1844) zusammen mit Karl Theodor von Küstner (1784-1864) "maßgeblichen Anteil an der Gründung des Deutschen Bühnenvereins 1846, dessen Vorsitzender er 1853 wurde. Gall war 1846-69 Intendant des Kgl. Hoftheaters in Stuttgart und danach kgl. Zeremonienmeister. Er reformierte u. a. die Praxis der Einsetzung von Dramaturgen und stellte Spielpläne mit zeitgenössischen und klassischen Dramen zusammen, mit denen er die historischen Schauspiele dem Publikum nahezubringen suchte" (DBE). - Leicht fleckig.‎

‎Gallmeyer, Josefine, Schauspielerin und Theaterdirektorin (1838-1884).‎

‎Eigenh. Brief m. U. Graz, 5. II. 1877.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Beiliegend Portraitpostkarte. "Es ist zwar gegen mein Princip, Unbekannten ein Autograf zu geben, doch die ‚Grazer' sind zu liebenswürdig - ich muß also eine Ausnahme machen". - Gefaltet. - "Als Soubrette und 'Lokalsängerin' in Possen, Vaudevilles, aber auch in ernsten Charakterrollen war Gallmeyer eine Epochenerscheinung des Wiener Theaters. Im tragischen Stildrama ohne Erfolg, kreierte sie wirkungsvollst Anzengrubers 'Trutzige'. - Wahrscheinlich die geheimnisvollste Schauspielerin der Wiener Volksbühne, dämonische Erscheinung des Wiener Volkstums überhaupt, war sie unter den Frauen der Wiener Bühne das elementarste, ursprünglichste Genie. Zeitweise sehr vermögend, starb Gallmeyer nach schmerzhaftem Leiden, fast verarmt" (ÖBL I, 395f.).‎

‎Gallmeyer, Josefine, Schauspielerin und Theaterdirektorin (1838-1884).‎

‎Eigenh. Brief m. U. Graz, 24. XI. 1883.‎

‎3 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. Beiliegend Portraitphotographie. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Zu deinem morgigen Namenstage sende ich dir die herzlichsten, besten u aufrichtigsten Glückwünsche. Der liebe Gott erhalte dich noch recht lange - lange u gebe, dass nach der Trottologie der Operette, wieder einige vernünftige Volks Stücke auf Repertoire gebracht werden, welche die Gelegenheit geben, dein unvergleichliches geniales Darstellungs-Talent dem Wiener Publikum wieder zur Anschauung zu bringen […]". - "Als Soubrette und 'Lokalsängerin' in Possen, Vaudevilles, aber auch in ernsten Charakterrollen war Gallmeyer eine Epochenerscheinung des Wiener Theaters. Im tragischen Stildrama ohne Erfolg, kreierte sie wirkungsvollst Anzengrubers 'Trutzige'. - Wahrscheinlich die geheimnisvollste Schauspielerin der Wiener Volksbühne, dämonische Erscheinung des Wiener Volkstums überhaupt, war sie unter den Frauen der Wiener Bühne das elementarste, ursprünglichste Genie. Zeitweise sehr vermögend, starb Gallmeyer nach schmerzhaftem Leiden, fast verarmt" (ÖBL I, 395f.).‎

‎Geiger, Constanze, Schauspielerin und Pianistin (1836-1890).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.‎

‎3 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An den Schauspieler Carl Adolf Friese (1831-1900): "Hoheit mein gnädigster Gemal will also den Donnerstag zugehen, und bleibt zu Ihrer schönen Festvorstellung. Bitte mir die Loge Nr 20 zu reservieren […]". - Die Schülerin J.W. Tomascheks und Simon Sechters trat bereits 1848 mit 13 Jahren als Konzertpianistin auf. Ein festes Engagement hat sie nie angenommen, sondern nur kürzere oder längere Gastspiele absolviert. Am 23. April 1862 heiratete sie den Prinzen Leopold von Sachsen-Coburg und Gotha und wurde mit dieser morganatischen Ehe in den Freiherrenstand erhoben. Mit der Hochzeit zog sie sich von der Bühne gänzlich zurück und lebte mit ihrer Familie auf Schloss Radmeric.‎

‎Geiger, Constanze, Schauspielerin und Pianistin (1836-1890).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.‎

‎2 SS. Qu.-8vo. Wohl an den Schauspieler Carl Adolf Friese (1831-1900): "Erlauben Sie einer alten Bewunderin Ihres schönen und verdienstvollen Wirkens, sich all' jenen Herzen beyzuschliessen, welche Ihnen am heutigen Festtage den wohlverdienten Lorbeer weihen und erinnern Sie sich zuweilen beym Anblick desselben an Ihre herzlich ergebene alte Gönnerin Baronin Ruttenstein | Wollte Gott ich könnte in Wien sein, um Ihnen persönlich ein Lebehoch darzubringen". - Auf Briefkarte mit gepr. Briefkopf. Gefaltet. - Die Schülerin J.W. Tomascheks und Simon Sechters trat bereits 1848 mit 13 Jahren als Konzertpianistin auf. Ein festes Engagement hat sie nie angenommen, sondern nur kürzere oder längere Gastspiele absolviert. Am 23. April 1862 heiratete sie den Prinzen Leopold von Sachsen-Coburg und Gotha und wurde mit dieser morganatischen Ehe in den Freiherrenstand erhoben. Mit der Hochzeit zog sie sich von der Bühne gänzlich zurück und lebte mit ihrer Familie auf Schloss Radmeric.‎

‎Geiger, Constanze, Schauspielerin und Pianistin (1836-1890).‎

‎Eigenh. Musikzitat mit U. Wien, 24. XII. 1867.‎

‎1 S. 8vo. "Dem stets heiteren Diplomaten zur freundlichen Erinnerung". Mit eigenh. Notenzeile. - Gefaltet. Auf Briefpapier mit gedr. Monogramm. - Die Schülerin J.W. Tomascheks und Simon Sechters trat bereits 1848 mit 13 Jahren als Konzertpianistin auf. Ein festes Engagement hat sie nie angenommen, sondern nur kürzere oder längere Gastspiele absolviert. Am 23. April 1862 heiratete sie den Prinzen Leopold von Sachsen-Coburg und Gotha und wurde mit dieser morganatischen Ehe in den Freiherrenstand erhoben. Mit der Hochzeit zog sie sich von der Bühne gänzlich zurück und lebte mit ihrer Familie auf Schloss Radmeric.‎

‎Geistinger, Marie, Schauspielerin und Sängerin (1833-1903).‎

‎Blatt mit eigenh. U. und Portraitphotographie. O. O. u. D.‎

‎Photographie (95:63 mm) und Blatt (98:53 mm) auf Trägerkarton montiert. Marie Geistinger, in Graz als Tochter russischer Hofschauspieler geboren, war in ihrer Heimatstadt schon elfjährig in Kinderrollen zu sehen, debütierte 1850 in München und kam später nach Wien, Berlin, Hamburg und Riga. 1865 wurde sie von Friedrich Strampfer an das Theater an der Wien engagiert, das sie mit M. Steiner 1869-75 leitete; später in Leipzig und wiederholt auf Gastspielreisen durch Amerika zu hören, nahm sie 1888 in Ödenburg ihren Abschied von der Bühne. Das Repertoire der vielseitig künstlerisch begabt Schauspielerin und Sängerin umfaßte neben Operetten (insb. Offenbach und Strauß) Volksstücke und Tragödien.‎

‎Geistinger, Marie, Schauspielerin und Sängerin (1833-1903).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Karlsbad, 13. IX., o. J.‎

‎1 S. 8vo. Habe heute immer gehofft das Vergnügen zu haben, Sie persönlich zu sprechen, um Ihnen meine Bitte vorzutragen, - nämlich um Ihre gütige Verwendung zu bitten, dass ich wenn irgend möglich einen Wagen für mich und meine Begleiterin allein bekomme! Ich reise Morgen Abend 8 Uhr nach Wien […] und des Nachts fahren ist mir schrecklich - doch da ich in Wien sehr viel zu thun habe - möchte ich durch die Nachtreise Zeit gewinnen. Bitte also recht sehr, um ein paar Worte, an den hiesigen Stationsvorstand […]". - Auf dekorativem gelben Briefpapier. - Marie Geistinger, in Graz als Tochter russischer Hofschauspieler geboren, war in ihrer Heimatstadt schon elfjährig in Kinderrollen zu sehen, debütierte 1850 in München und kam später nach Wien, Berlin, Hamburg und Riga. 1865 wurde sie von Friedrich Strampfer an das Theater an der Wien engagiert, das sie mit M. Steiner 1869-75 leitete; später in Leipzig und wiederholt auf Gastspielreisen durch Amerika zu hören, nahm sie 1888 in Ödenburg ihren Abschied von der Bühne. Das Repertoire der vielseitig künstlerisch begabt Schauspielerin und Sängerin umfaßte neben Operetten (insb. Offenbach und Strauß) Volksstücke und Tragödien.‎

‎Geistinger, Marie, Schauspielerin und Sängerin (1833-1903).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Dresden, 20. I. 1885.‎

‎3 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An einen Herrn Lewy: "Erst heute komme ich dazu, Ihnen Ihre Prozente zuzuschicken. Am 12/12 habe ich in Wien selbst an Sie abgeliefert die Prozente von: Pressburg, Olmütz u. Reichenberg Teplitz - und von Hannover und Hamburg! […] Sonst geht es Steiner hier recht traurig - ich weiß nicht, was die Leute wollen - er ist so unbeliebt […] nichts als Antisemiten! Hätte nicht geglaubt, das heutzutage so etwas hier existiert. Das ists hauptsächlich was Steiner hier schadet. Nun komme ich erst wieder im Mai nach Wien, ich wollte es wäre schon soweit. Von Wien hört man ja auch alles mögliche und unmögliche! […]". - Marie Geistinger, in Graz als Tochter russischer Hofschauspieler geboren, war in ihrer Heimatstadt schon elfjährig in Kinderrollen zu sehen, debütierte 1850 in München und kam später nach Wien, Berlin, Hamburg und Riga. 1865 wurde sie von Friedrich Strampfer an das Theater an der Wien engagiert, das sie mit M. Steiner 1869-75 leitete; später in Leipzig und wiederholt auf Gastspielreisen durch Amerika zu hören, nahm sie 1888 in Ödenburg ihren Abschied von der Bühne. Das Repertoire der vielseitig künstlerisch begabt Schauspielerin und Sängerin umfaßte neben Operetten (insb. Offenbach und Strauß) Volksstücke und Tragödien.‎

‎Geistinger, Marie, Schauspielerin und Sängerin (1833-1903).‎

‎Eigenh. Widmung mit U. Graz, 18. I. 1877.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Auf Trägerkarton. "Alle Lichter geben Schein, | Leuchten sanfter oder greller, | Flimmern dunkler oder heller | Sonne kann nicht jeder sein". - Marie Geistinger, in Graz als Tochter russischer Hofschauspieler geboren, war in ihrer Heimatstadt schon elfjährig in Kinderrollen zu sehen, debütierte 1850 in München und kam später nach Wien, Berlin, Hamburg und Riga. 1865 wurde sie von Friedrich Strampfer an das Theater an der Wien engagiert, das sie mit M. Steiner 1869-75 leitete; später in Leipzig und wiederholt auf Gastspielreisen durch Amerika zu hören, nahm sie 1888 in Ödenburg ihren Abschied von der Bühne. Das Repertoire der vielseitig künstlerisch begabt Schauspielerin und Sängerin umfaßte neben Operetten (insb. Offenbach und Strauß) Volksstücke und Tragödien.‎

‎Gerasch, Alfred, Schauspieler (1877-1955).‎

‎Portraitphotographie mit eigenh. U. O. O. u. D.‎

‎1 S. 8vo. Kniestück des Schauspielers im Rollenkostüm aus dem Atelier des Fotografen Eugen Schöfer, Wien, mit dessen gedr. Signet am unteren Rand des Trägerkartons. Die Unterschrift auf der Bildseite. - Populär geworden auf der Bühne, wandte sich Gerasch 1920 dem Film zu, wo er nicht minder zum Liebling des Publikums avancierte und in den kommenden 27 Jahren in insgesamt 42 Filmen zu sehen war, vorwiegend jedoch in den zwanziger Jahren: im Tonfilm mochte er nicht so recht, und der Ausbruch des Krieges beendete die Filmakrriere endgültig.‎

‎Gerhartz, Wilhelm, Sänger (1857-1926).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Dessau, 14. II. 1898.‎

‎1 S. 80:115 mm. "Göthe sagte: Ernst ist das Leben, heiter die Kunst! R. Wagner: Heiter ist das Leben, ernst die Kunst. Meine Erfahrung lehrt mich: Ernst ist das Leben, ernst ist die Kunst". - Alte Montagespuren auf der Verso-Seite. - Gerhartz debütierte 1884 am Düsseldorfer Opernhaus, anschließend folgten Engagements an die Theater von Chemnitz und Magdeburg, bis er schließlich 1888 an das Hoftheater von Dessau verpflichtet wurde, dessen Ensemble er bis 1916 angehörte. Hier feierte er vor allem als Wagner-Sänger Erfolge und wurde auch zu den Privatvorführungen für den bayerischen König Ludwig II. nach München eingeladen.‎

‎Gern, Albert Leopold, Schauspieler (1789-1869).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Königsberg, 16. IV. 1835.‎

‎1 ½ SS. auf gefalt. Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief) und Siegel. An Joseph Pellet, Direktor des Ständischen Theaters in Graz: "Mit wahrem Bedauern bin ich leider gezwungen Ew. Wohlgebohren zu benachrichtigen, daß ich nicht im Stande bin nach Grätz zu kommen, um auf Ihrer Bühne als Gast aufzutreten. Der Tod Sr. Majaestät Ihres Kaiser's ist die unglückliche Ursache meines Nicht-Eintreffens, indem deshalb die Gastspiele die mir in Brünn und Wien pro Maerz und April zugesichert waren so früh nicht statt finden konnten, und mein Chef, den mir von Mitte Maerz an bewilligten achtwöchentlichen Reiße-Urlaub durchaus nicht verschieben wollte. - Ich war daher gezwungen schleunig zu reißen, und meine Tour vorläufig hierher zu nehmen, kam jedoch bei Sr Majestät unserem Könige mit der Bitte ein, mir eine sechswöchentliche Verlängerung meines Urlaubes allergnädigst zu gewähren, um noch von hier aus Wien und Grätz besuchen zu können, erhielt aber vor einigen Tagen eine abschlägige Antwort, und muß nun Anfang's May wieder in Berlin eintreffen. - Ew. Wohlgebohren ersuche aus dieser aufrichtigen Darstellung der Sache wie unmöglich es mir ist nach Grätz zu kommen, und hoffe, daß Sie mir deshalb nicht zürnen, indem ich dadurch in jeder Hinsicht der verlierende Theil bin […]". - Der Schüler von August Wilhelm Iffland debütierte 1807 am Nationaltheater in Berlin, wo er fest engagiert wurde und seinen ersten großen Erfolg in der Rolle des Franz Moor in den Räubern erzielte. Um neben seinem Konkurrenten, dem Charakterdarsteller Ludwig Devrient bestehen zu können, wandte sich Gern seit 1815 zunehmend dem komischen Fach zu und war bald ein beliebter Lokalkomiker.‎

‎Gerzhofer, Bella, Schauspielerin.‎

‎Umschlag. mit eigenh. Namenszug und Adresse. O. O. u. D.‎

‎115 x 220 mm. An den Akademischen Orchesterverein in Wien.‎

‎Gessner-Sommerstorff, Teresina, Schauspielerin (geb. 1865).‎

‎Eigenh, Widmung mit U. Berlin, 1901.‎

‎90 x 115 mm. "Das wahre Große hebt uns über uns selbst hinaus und leuchtet uns vor wie ein Stern".‎

‎Gettke, Ernst, Theaterdirektor und Schriftsteller (1841-1912).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Hinterbrühl, 14. VII. 1903.‎

‎3 ½ SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Gern werde ich Ihrem Schützling im Raimundtheater ein Unterkommen verschaffen, sobald irgend eine Stellung für welche er sich eignet, frei wird. Das ist bei uns aber sehr selten, denn die einmal da sind, halten fest. Schicken Sie mir den jungen Mann nur in den letzten Tagen des Juli. Wir beginnen mit den Proben am 27. und früher bin ich auch nicht dort, wenigstens nicht länger, als auf ein paar Stunden. In Golling werden Sie sich hoffentlich von den schweren Sorgen und Anstrengungen des Winters erholen. - Natürlich, teuer ist es in diesen Sommerfrischen mehr als in Wien. Auch hier wissen die Leute das Geld zu nehmen und meine Frau seufzt jeden Tag über die Preise für alle Lebensmittel. Hoffentlich bringt der Winter Ihnen und uns die erhofften Tantiemen und gleicht das Alles aus. Ein gedrucktes Buch ist bis jetzt nicht angelangt. Ich fahre aber heut Nachmittag mit meiner Frau nach wien und werde nachfragen, ob dort etwas angelangt ist. Zeit wär es endlich! Die Censur wird uns ohnehin Aufenthalt und Arbeit machen. Kann ich nicht durch Ihre liebenswürdigen Vermittlung ein Buch von ‚Frau Sorge' haben? Ich möchte das Stück einmal lesen. Wenn es aber Umstände macht, so eilt es nicht. Vielleicht wenn Sie dort sind, ich meine in Wien! Ich wünsche Ihnen nun das beste Wetter - was ja in Salzburg schon eine wichtige Sache ist […]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Raimund-Theaters. Gelocht und an den Rändern etwas rissig. - Nach abgeschlossener kaufmännischer Ausbildung sich dem Theater zuwendend, war Gettke Schauspieler und Regisseur am Hoftheater in Kassel, Oberregisseur und Direktor der vereinigten Theater in Leipzig, Direktor der vereinigten Stadttheater in Elberfeld und hatte von 1897-1907 die Leitung des Raimundtheaters in Wien inne. Als Autor wurde der Mitherausgeber des Deutschen Theater-Lexikons (1889) und Mitbegründer der Deutschen Bühnengenossenschaft mit einer Reihe von Schwänken und Possen bekannt, darunter das Lustspiel 'Goldregen' (1899).‎

‎Giampietro, Joseph, Schauspieler (1866-1913).‎

‎Albumblatt mit eigenh. Widmung und U. Wien, März 1898.‎

‎65 x 105 mm. "Zur freundlichen Erinnerung". - Seit 1886 als jugendlicher Held und Liebhaber am Deutschen Theater in Budapest tätig, stand Giampietro anschließend in Bozen, Meran, Salzburg und Karlsbad auf der Bühne und folgte 1888 einem Ruf an das neu gegründete Deutsche Volkstheater in seiner Heimatstadt. Später wechselte er zur Operette, sang am Theater an der Wien, wurde 1900 an das Deutsche Schauspielhaus in Hamburg verpflichtet, trat seit 1901 am Neuen Theater in Berlin auf und feierte später am Metropol-Theater große Erfolge.‎

‎Giesrau, Theodor, Theaterleiter (1829-1898).‎

‎Eigenh. Brief m. U. Wien, 3. II. 1883.‎

‎1 S. auf gefalt. Doppelblatt. Folio. Beiliegend eh. adr. Umschlag. An den Kapellmeister Adolf Müller (1801-1886): "Suppés [d. i. Franz von Suppé, Komponist, 1820-1895] Frau sagte mir soeben, daß Sie den Wunsch haben mit Dr. West [Moritz West ?, Librettist, 1840-1904] etwas zu arbeiten. West der sich auch bei mir zufällig einfand habe ich nicht abgeneigt gefunden Ihrem geehrten Wunsch zu entsprechen, er möchte aber mit Ihnen sprechen ehe er einen Stoff für Sie wählt. - Wollen Sie ihn besuchen - […] er ist Nachmittag gegen 5 Uhr fast immer zu Hause […]". - Theodor Giesrau debütierte 1848 als Schauspieler und trat bis 1866 an verschiedenen Bühnen auf, bevor er als Kanzlei- und Kassenbeamter des Wiener Carl-Theaters tätig war. Danach leitete er eine Volkssängergesellschaft, arbeitete als Sekretär am Ringtheater und war von 1885-89 Beamter am Josefstädter Theater, dessen Leitung er 1889-94 auch innehatte. Vgl. Czeike II, 541.‎

‎Giesrau, Theodor, Theaterleiter (1829-1898).‎

‎Visitenkarte mit eigenh. Widmung und U. O. O., 14. VIII. 1889.‎

‎65 x 105 mm. "Tausend Dank! Für freundliche Erinnerung […]". - Theodor Giesrau debütierte 1848 als Schauspieler und trat bis 1866 an verschiedenen Bühnen auf, bevor er als Kanzlei- und Kassenbeamter des Wiener Carl-Theaters tätig war. Danach leitete er eine Volkssängergesellschaft, arbeitete als Sekretär am Ringtheater und war von 1885-89 Beamter am Josefstädter Theater, dessen Leitung er 1889-94 auch innehatte. Vgl. Czeike II, 541.‎

‎Gimnig, Oskar, Schauspieler (1857-1920).‎

‎Eigenh. Zitat mit U. Wien, 1. II. 1900.‎

‎90 x 115 mm. "In Bereitschaft sein ist Alles!". - Der Schüler von Franz Deutschinger debütierte in Oldenburg als "Joachim Nüßler" in Onkel Bräsig. Nach einigen Jahre bei verschiedenen Wanderbühnen war er danach in Berlin, Koblenz, Budapest und Salzburg fest engagiert. 1885 kam er nach Wien, wo er zunächst am Carltheater spielte und ab 1892 Mitglied des Hofburgtheaters war.‎

‎Girardi, Alexander, Schauspieler und Sänger (1850-1918).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("Girardi"). O. O. u. D.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Baron: "Zu meinem großen Bedauern nicht möglich - nach dem Repertoire bin ich täglich mit Vorstellungen und Proben beschäftigt [...]".‎

‎Girardi, Alexander, Schauspieler und Sänger (1850-1918).‎

‎Eigenh. Manuskript mit U. O. O., [November 1911].‎

‎¾ S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. Manuskript einer Tischrede auf die eigene Person, zu der die Redaktion der "Österreichischen illustrierten Zeitung" aufgefordert hatte: "Prosit! Er wachse und gedeihe!" - Mit kleinen redaktionellen Notizen in rotem Farbstift. - Etwas angestaubt und mit kleinen Tintenwischern.‎

‎Glossy, Blanka, Volksschauspielerin (1893-1952).‎

‎Eigenh. Bildpostkarte mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. Qu.-8vo. An einen namentlich nicht genanntes Fräulein: "Es würde eine aufrichtige und herzliche Freude für mich sein, wenn den reizenden Plauderstunden in Gastein ein Wiedersehen in Wien folgen würde! [...]". - Die Tochter des Theater- und Literaturhistorikers Karl Glossy war von 1912 bis 1952 Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters und machte sich daneben als Volksschauspielerin und Interpretin des Altwiener Lieds einen Namen.‎

‎Glossy, Blanka, Volksschauspielerin (1893-1952).‎

‎Eigenh. Brief m. U. O. O. u. D.‎

‎2 SS. 115 x 80 mm. Beiliegend Umschlag. An den Redakteur Rudolf Kalmar (1870-1940): "Leider gelang es mir gestern abends nicht Sie telefonisch zu erreichen und heute vormittags erhielt ich den Bescheid, dass Sie erst übermorgen teleph. zu sprechen wären. Ich muss Sie, sehr verehrter Herr Kalmar, herzlichst bitten zu entschuldigen dass ich heute nicht mitwirken kann eine unaufschiebbare Probe zu einer Aufführung in privatem Circel hindert mich daran […]". - Die Tochter des Theater- und Literaturhistorikers Karl Glossy war von 1912 bis 1952 Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters und machte sich daneben als Volksschauspielerin und Interpretin des Altwiener Lieds einen Namen.‎

‎Glümer, Marie, Schauspielerin (1867-1925).‎

‎Eigenh. Widmung mit U. O. O., 20. III. 1898.‎

‎½ S. 8vo. Auf Trägerkarton. "Ich danke Ihnen sehr für die freundlichen Zeilen und verzeihen Sie die Verspätung".‎

‎Godai, Richard, Schauspieler und Musiker (geb. 1864).‎

‎Eigenh. Widmung mit U. Wien, Februar 1898.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Auf Trägerkarton. "Durch Nacht zum Licht!". - Nach Stationen in Budapest, Wien, Troppau und zuletzt in Prag, "wußte er es gleich bei seiner ersten Debütrolle daselbst so einzurichten, daß man auf weitere Gastrollen und seinen Eintritt in den Verband des Landestheaters verzichtete" (Eisenberg, Gr. biogr. Lex. der dt. Bühne im 19. Jh., zit. n. DBA I 399, 345), so daß er ungefährdet ein nur wenig später vorliegendes Angebot vom Wiener Raimundtheater annehmen konnte. Daneben war Godai auch als Klaviervirtuose bekannt.‎

‎Godeck, Else, Schauspielerin (1875-1960).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 5. IX. 1925.‎

‎1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An Hans Nüchtern: "Anbei übersende ich Ihnen mein Repertoire, weil ich glaube, daß ich noch keines dort abgegeben habe; es ist zwar lückenhaft u. älteren Datums, aber einiges läßt sich doch daraus ersehen. Ist die Besetzung von 'Armut' von Dr. Wildgans noch vollständig? [...]". - Der aus Wien stammende Journalist und Dramaturg Hans Nüchtern (1896-1962) war seit 1924 Leiter der literarischen Abteilung der RAVAG und unterrichtete auch an der Akademie für Musik und darstellende Kunst sowie am Max Reinhardt-Seminar.‎

‎Godeck, Else, Schauspielerin (1875-1960).‎

‎Eigenh. Briefkarte mit U. Wien, 16. IX. 1928.‎

‎2 SS. Qu.-8vo. An den namentlich nicht genannten Hans Nüchtern: "Es war mir sehr leid daß wir im Sommer auf Urlaub waren, als Sie so lieb waren, meiner für's Radio zu gedenken. Ich möchte Sie heute nur benachrichtigen, daß ich zurück bin u. möchte mich bei Ihnen in Erinnerung bringen [...]". - Der aus Wien stammende Journalist und Dramaturg Hans Nüchtern (1896-1962) war seit 1924 Leiter der literarischen Abteilung der RAVAG und unterrichtete auch an der Akademie für Musik und darstellende Kunst sowie am Max Reinhardt-Seminar.‎

‎Godlewski, Karl, Zirkusakrobat, Solotänzer und Ballettmeister (1862-1949).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Leider war es mir heute den ganzen Vormittag nicht möglich Dich tellephonisch [!] zu erreichen um betreff der Proben mit Dir zu sprechen denn brieflich hätte ich das nicht besprochen [...]". - Der aus Dortmund stammende Künstler war nach Jahren des Reisens mit einem Wanderzirkus vor allem im Berliner Zirkus Renz zu sehen, wo er als Clown und Schleuderbrett-Springer brillierte. 1893 wurde er von Wilhelm Jahn an die Wiener Hofoper berufen, wo er als Erster Mimiker, Solotänzer des Wiener Hofopernballetts und Ballettmeister über Jahre hinweg stilprägend war. Als Godlewski im Frühjahr 1918 das Jubiläum von 25 Jahren Zugehörigkeit zur k.k. Hofoper feierte, blickte er auf 1770 Aufführungen zurück.‎

‎Görner, Karl August, Schauspieler, Regisseur und Bühnendichter (1806-1884).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Altona, 10. VI. 1880.‎

‎1 S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Geben Sie bei Ihrem Gastspiel in Ulm den glücklichen Familienvater. Da Sie selbst zu den Autoren gehören, so bestimmen Sie das Honorar, und schicken dasselbe an Herrn Carl W. Batz in Wiesbaden, der alle meine Stücke zu vergeben hat. Ich werde Herrn Batz sogleich von Ihren und meinen Zeilen in Kenntniß setzen. Selbstverständlich gilt diese Erwerbung des Aufführungsrechts, nur für Ihr Gastspiel in Ulm und erlischt mit der Beendigung desselben […]". - Gefaltet.‎

‎Göstl, Karl, Schauspieler (geb. 1863).‎

‎Albumblatt mit eigenh. U. Wien, 9. I. 1899.‎

‎1 S. 115:175 mm.‎

‎Göstl, Karl, Schauspieler (geb. 1863).‎

‎Eigenh. Postkarte m. U. O. O. u. D.‎

‎½ S. 8vo. Mit eh. Adresse. An Georg Eckl: "Recht fröhliche Weihnachten! Dir und Deiner lieben Frau samt Familie. Herzlichen Dank für das herrliche Kletzenbrod […]".‎

‎Göstl, Karl, Schauspieler (geb. 1863).‎

‎Eigenh. Postkarte m. U. Wien, 9. I. 1907.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse verso. Kündigt einem Herrn Eckl seinen Besuch an.‎

‎Götze, Emil Karl, Sänger (1856-1901).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Berlin, 12. II. 1894.‎

‎1 S. 8vo. Auf Trägerkarton. "Heiter im Leben / Ernst im Sterben". - Götze debütierte 1878 an der Dresdner Hofoper, an der er seit dem folgenden Jahr erster Tenor war. Er trat bei den Leipziger Gewandhauskonzerten auf, wurde 1882 an das Kölner Opernhaus engagiert und sang seit 1885 als Gast an den Hofopern in Wien, Berlin, München und Stuttgart, in den Niederlanden, in Russland und in der Schweiz.‎

‎Goldberg, Albert, Sänger und Regisseur (1847-1905).‎

‎Eigenh. Postkarte m. U. Leipzig, 31. V. 1897.‎

‎1 S. Qu.-8vo. "Es ist mir stets eine grosse Freude einem Anhänger unserer Genossenschaft gefällig sein zu können und erfüllt daher gern Ihren Wunsch […]". Widmung und Unterschrift auf der Bildseite, die eine Illustration des Auerbach Kellers in Leipzig zeigt. - Mit aufgeklebtem Portraitdruck. Alte Montagespuren auf der Verso-Seite. - Der Sohn eines jüdischen Kantors debütierte 1869 an der Münchner Hofoper und stand in den folgenden Jahren als Bariton an den Stadttheatern von Mainz und Bremen, am Hoftheater von Neustrelitz und am Stadttheater von Straßburg auf der Bühne. 1875/76 trat G. am Stadttheater von Augsburg und an der Berliner Kroll-Oper auf, war seit 1876 am Stadttheater von Königsberg engagiert, dessen Leitung er 1880 übernahm, und wirkte seit 1883 als Sänger und Oberregisseur am Opernhaus von Leipzig.‎

‎Gomperz-Bettelheim, Karoline von, Sängerin (1845-1926).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 17. II. 1885.‎

‎1 S. 8vo. Mit eh. Adresse auf der Verso-Seite. An Emilie Schaup: "Darf ich Sie mit der Bitte belästigen, mir gütigst zu sagen, ob der Diener Josef Wiederreiter, welcher als Aushilfsdiener […] bis letzten Jänner 84 bei Ihnen beschäftigt war besonders empfehlenswert ist? Wir würden ihn eventuell aufnehmen […]". - Auf gemusterten Briefpapier. Gefaltet. - Karoline Gomperz-Bettelheim sang bis zu ihrer Ehe mit dem Industriellen und Politiker Julius Rt. v. Gomperz sechs Jahre lang an der Wiener Hofoper; ihre Stimme "reichte vom kleinen d bis zum dreigestrichenen c" (Eisenberg, Gr. biogr. Lex. der dt. Bühne im 19. Jh., s. v.). In Anerkennung ihrer Verdienste wurde sie von Kaiser Franz Joseph, der ihren Abgang äußerst bedauerte, mit dem Titel einer Kammersängerin ausgezeichnet.‎

‎Gomperz-Bettelheim, Karoline von, Sängerin (1845-1926).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 17. VIII. 1866.‎

‎4 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "In Ihrem freundlichen Auftrage war unser lieber Freund Meyer so gut, mir Ihre Zufriedenheit mit meiner Wiedergabe von Meyerbeer's Afrikanerin mitzutheilen. Ich erlaube mir nur unbekannter Weise, Ihnen meine herzliche Freude, über Ihr geneigtes Urtheil auszusprechen […]". - Auf Briefpapier mit gepr. Monogramm. - Karoline Gomperz-Bettelheim sang bis zu ihrer Ehe mit dem Industriellen und Politiker Julius Rt. v. Gomperz sechs Jahre lang an der Wiener Hofoper; ihre Stimme "reichte vom kleinen d bis zum dreigestrichenen c" (Eisenberg, Gr. biogr. Lex. der dt. Bühne im 19. Jh., s. v.). In Anerkennung ihrer Verdienste wurde sie von Kaiser Franz Joseph, der ihren Abgang äußerst bedauerte, mit dem Titel einer Kammersängerin ausgezeichnet.‎

‎Goßmann, Friederike, Schauspielerin (1838-1906).‎

‎Eigenh. Brief m. U. Beiliegend Umschlag. Wien, Parkring 5, 12. V. 1901.‎

‎3 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An Marie von Stoffella-Variàdy: "Mit herzlichstem Dank für das übersandte Büchlein, gestatte ich mir meinen Obolus der guten Sache zuzuführen, der Sie, verehrte Frau das interessante Werkchen widmen. Nehmen Sie damit zugleich den Ausdruck meiner Entschuldigung, daß ich nur ein Scherflein biete, aber mein schwaches Budget ist - durch die Anforderungen die in Gmunden an dasselbe gestellt werden - so überbürdert, daß ich beim besten Willen nicht mehr zu leisten vermag […]". - Nach einer Schauspielerausbildung bei Constanze Dahn debütierte die in Würzburg geborene Tochter eines Lehrers und einer Sängerin 1853 in München, und kam 1857 ans Wiener Burgtheater, wo sie bis zu ihrer Heirat mit dem Diplomaten Anton Prokesch von Osten 1861 tätig war. Bis 1867 noch Tourneen durch Deutschland, in die Niederlande und nach Rußland unternehmend, lebte die "anmutige Darstellerin naiv-sentimentaler Figuren" (DBE, Saur) seit 1869 in Graz und zuletzt in Gmunden. 1892 erschienen ihre Erinnerungen "Grillenzimmer".‎

‎Goßmann, Friederike, Schauspielerin (1838-1906).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Graz, 11. IV. 1862.‎

‎3 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An eine Betty: "Mille gracies für Deinen reizenden Brief. […] Es bedarf wirklich der Liebenswürdigkeit meiner Schwiegermama, um mir eine Stadt erträglich zu machen, nachdem ich mich so ganz in das ungebundene Landleben hineingewöhnt habe. Gleichenberg war eben gar zu hübsch […] Ich ließ mir ein sehr praktisches Jagkostüm machen - Kittel u. Beinkleid […] Hier im Hause meiner Mama gefällt es mir außerordentlich u. man bemüht sich auf jede Weise uns den Aufenthalt angenehm zu machen. Man sieht wenig, aber nur gute Gesellschaft u. wie man weiß ist für ein paar Wochen die ‚gute Gesellschaft' wirklich zu ertragen. - Am liebsten ist uns wenn wir en famille sind. Gräfin Schönfeld sah ich bis jetzt nur bei einer flüchtigen visite, denn Carl S. war leidend. Die Bruck besuche ich vielleicht nächstens. Sie hatte eine sehr schwere Entbindung. Gestern hörte ich im Theater die […] Schülerin der Viardot. Sie hat ein schöne aber schwache Stimme, versteht zu singen u. vorzutragen u. hat besonders ‚Adelaide' reizend gesungen. Ganz schlecht aber den Artot-Walzer. Voilà les nouvelles. - Wie stehts in Wien? […]". - Nach einer Schauspielerausbildung bei Constanze Dahn debütierte die in Würzburg geborene Tochter eines Lehrers und einer Sängerin 1853 in München, und kam 1857 ans Wiener Burgtheater, wo sie bis zu ihrer Heirat mit dem Diplomaten Anton Prokesch von Osten 1861 tätig war. Bis 1867 noch Tourneen durch Deutschland, in die Niederlande und nach Rußland unternehmend, lebte die "anmutige Darstellerin naiv-sentimentaler Figuren" (DBE, Saur) seit 1869 in Graz und zuletzt in Gmunden. 1892 erschienen ihre Erinnerungen "Grillenzimmer".‎

‎Goßmann, Friederike, Schauspielerin (1838-1906).‎

‎Eigenh. Postkarte m. U. Gmunden, 14. XII. 1898.‎

‎½ S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse auf der Verso-Seite. Postkarte mit einem halbseitigen Portraitdruck der Schauspielerin an Edgar Spiegel in Wien: "Empfangen Euer Hochwohlgeboren, meinen herzlichsten Dank für Ihren lieben, mich hoch erfreuenden Glückwunsch […]". - Nach einer Schauspielerausbildung bei Constanze Dahn debütierte die in Würzburg geborene Tochter eines Lehrers und einer Sängerin 1853 in München, und kam 1857 ans Wiener Burgtheater, wo sie bis zu ihrer Heirat mit dem Diplomaten Anton Prokesch von Osten 1861 tätig war. Bis 1867 noch Tourneen durch Deutschland, in die Niederlande und nach Rußland unternehmend, lebte die "anmutige Darstellerin naiv-sentimentaler Figuren" (DBE, Saur) seit 1869 in Graz und zuletzt in Gmunden. 1892 erschienen ihre Erinnerungen "Grillenzimmer".‎

‎Got, François Jules Edmond, französischer Opernsänger und Schauspieler (1822-1901).‎

‎Eigenh. Widmung mit U. Paris, 26. XII. 1893.‎

‎1 S. 8vo. Auf Trägerkarton. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Je suis vraiment confus de l'importance que vous voulez attacher à un autographe de ma façon […]".‎

‎Grafenberg, Therese, Hofschauspielerin (1821-1902).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Loser, 19. XI. 1897.‎

‎3 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten "alten Verehrer": "Keine von allen Zuschriften, die ich gestern erhielt, hat mich so innig und herzlich erfreut, als die Ihrige und ich beeile mich, Ihnen recht herzlich dafür zu danken! - Ja, es war eine schöne Zeit, die nicht wiederkehrt. 50 Jahre! Für eine Frau, die einmal nicht übel war, niederträchtig lang! Und doch! - Ich darf mich nicht beklagen, denn ich bin geistig unverändert geblieben und wenn ich wohlauf bin, so bin ich auch noch recht heiter und beschäftige mich den ganzen Tag, Abends spiele ich meistens Zither. Ich langweile mich nie, obschon ich mich bis Anfang December mit Schwester und Nichte, in meiner langjährigen Sommerfrische Loser aufhalte. - Dieses Jahr wollte ich schon einmal nach Berchtesgaden hinüber und Sie aufsuchen, doch der verregnete Sommer hatte mich davon abgehalten […]".‎

‎Grafenberg, Therese, Hofschauspielerin (1821-1902).‎

‎Portraitphotographie mit eigenh. Widmung und U. O. O., 7. X. 1861.‎

‎105:65 mm. Ganzfigürliche Darstellung der Schauspielerin aus dem Atelier des Photographen Amand Schlossarek, Wien. Mit Widmung an einen namentlich nicht genannten "liebenswürdigen Kollegen zur freundlichen Erinnerung" und Unterschrift auf der Verso-Seite.‎

‎Grandjean, Moritz Anton (Ps.: M. G. Herbert), Librettist und Dramatiker (1821-1885).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 5. VIII. 1872.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. Mit eh. adr. Kuvert. Freundschaftlicher Brief an den Maler Carl Haunold nach dem Besuch der "bekannten Musikvereins Cantine, vulgo Restauration Tauber's" am Abend zuvor: "[...] Auf dem Rückwege am Michaelerplatz rief mich 'unser Wallner' plötzlich mit einem lauten: 'Der Haunold läßt Sie grüßen' an und bestätigte mir unter Beifügung von Details das nette Monte Christallo Intermezzo. Mit Vergnügen hörte ich von ihm, daß Du Dich nebst Weib und Kind trefflich bei Ploner befindest und fleißig schöne Sachen malst. Ich konnte nicht unterlassen, Dir ein Lebenszeichen von mir zu geben und herzliches Grüß Gott zuzurufen [...]". - Der in Wien geborene Grandjean war hauptberuflich Beamter der Österreichisch-Ungarischen Bank, daneben verfaßte er Possen, Schwänke und Lustspiele.‎

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