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Erkel, Sándor, Komponist und Dirigent (1846-1900).
Eigenh. Brief mit U. Budapest, 23. VI. 1887.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Aus den Wiener Blättern erfahre ich, dass die Hofopernsängerin Frl. Tischler demnächst aus dem Verbande des Hofoperntheaters tritt. Bitte mir- wenn möglich - darüber Auskunft ertheilen zu wollen, ob die jugendliche Sängerin auch für erste dramatische Parthien geeignet wäre [...]". - Sándor Erkel war viele Jahre lange Pauker, dann Chordirigent, später erster Kapellmeister und schließlich Direktor des Ungarischen Nationaltheaters. Nach dem Tode seines Vaters, des Komponisten Ferenc Erkel, übernahm er zudem die Leitung der Budapester Philharmonie. Vgl. ÖBL I, 263.
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Eschmann, Julius Karl, Pianist und Komponist (1826-1882).
Ausschnitt mit eigenh. U. O. O. u. D.
1 S. Kleines Visitkartenformat. Der Sohn eines Militärmusik-Kapellmeisters erhielt anfänglich Klavierunterricht bei Alexander Müller in Zürich und wurde 1845 am Leipziger Konservatorium Schüler von Felix Mendelssohn Bartholdy. "Seit 1847 war er in Zürich, 1850-59 in Winterthur Lehrer für Klavier, Harmonie und Komposition. Anschließend ging er nach Schaffhausen, wo er sich als Klavier- und Gesanglehrer betätigte und seit 1862 den Männerchor Schaffhausen leitete. 1866 ließ sich Eschmann in Zürich nieder und wirkte dort bis zu seinem Tod als Klavierlehrer. Er komponierte zahlreiche Chor- und Klavierwerke und veröffentlichte 1879 einen 'Wegweiser durch die Klavier-Literatur'" (DBE).
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Esser, Heinrich, Komponist und Dirigent (1818-1872).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 22. IV. 1854.
¾ S. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief) und Siegel. An die Schriftstellerin und Komponistin Gräfin Elise Schlick (1790-1855): "Herr Ander hat die Gefälligkeit gehabt, mir einige Lieder zu überreichen, welche Sie mir zu überschicken die Güte hatten. Ich war im höchsten Grade erfreut dadurch zu erfahren, dass Sie, gnädige Frau, deren Name mir bisher als der einer Beschützerin und ausgezeichneten Liebhaberin der Kunst bekannt war, sich auch auf sehr glückliche Weise als schaffende Künstlerin bewähren […]". - Der Schüler Simon Sechters übernahm er 1841 die Leitung der Mainzer Liedertafel und wurde dort 1845 zusätzlich Kapellmeister des Nationaltheaters. 1847-69 war er Kapellmeister an der Wiener Hofoper, deren Direktion er übergangsweise 1860/61 innehatte.
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Esser, Heinrich, Kapellmeister und Komponist (1818-1872).
Eigenh. Quittung mit U. ("H. Esser"). Salzburg, 25. V. 1870.
½ S. Folio. Bestätigt den Erhalt seiner Pension für Mai 1870 durch die Hofopernthaterkasse. - Heinrich Esser erhielt schon früh Klavier-, Violin- und Kompositionsunterricht und wurde 1834 Schüler von Franz Lachner. 1836 ging er zum Jurastudium nach München, wo er 1837 als Komponist debütierte; 1839 wurde er von Simon Sechter in Wien unterrichtet. "Anschließend als Dirigent in Mannheim tätig, übernahm er 1841 die Leitung der Mainzer Liedertafel und wurde dort 1845 zusätzlich Kapellmeister des Nationaltheaters. 1847-69 war Esser Kapellmeister an der Wiener Hofoper, deren Direktion er übergangsweise 1860/61 innehatte. Seit 1867 gehörte er dem musikalischen Beirat der Direktion Dingelstedt an und ließ sich 1869 wegen seines Gesundheitszustandes in den Ruhestand versetzen. 1859 stellte er die Verbindung zwischen Richard Wagner und dem Mainzer Verlagshaus Schott her. Esser komponierte die Opern 'Thomas Riquiqui' (1843) und 'Die zwei Prinzen' (1845), Orchesterwerke, Kammermusik, Chöre und Lieder" (DBE). - Mit zwei Stempelmarken und Registraturvermerk von anderer Hand.
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Essipoff, Annette, Pianistin (1851-1914).
Eigenh. Brief mit U. Würzburg, 9. Nov. (o. J.).
3 SS. 8vo. "Soeben sandte ich Ihnen ein Telegram mit der unangenehmen Nachricht, dass Fräulein Goström die Tournée abgebrochen hat: beiliegend ihr Brief. Ich habe wirklich kein Glück mit Sängerinnen! Was wird nun jetzt geschehen? Ich müsste Gewissheit haben, ob meine Concerte doch überall stattfinden können, denn Sie begreifen gewiss, dass es mir sehr unangenehm wäre, von einer Stadt in die andere zu fahren, um überall zu hören, dass wegen der Veränderung der Programme die Concerte nicht stattfinden können. Eigentlich thut es mir gar nicht Leid, dass Fräulein Foström die Tournée abgesagt hat, bis jetzt hat sie noch keine Seele in's Concert gezogen […]". - Essipoff erhielt ihre musikalische Ausbildung am Sankt Petersburger Konservatorium unter Theodor Leschetizky, mit dem sie seit 1880 verheiratet war. Sie trat zuerst in Russland und von 1875 an auch auf Konzertreisen in den Hauptstädten Europas sowie in Amerika auf. 1885 wurde sie zur königlich preußischen Hofpianistin ernannt.
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Ševcík, Otakar, Violinist (1852-1934).
Albumblatt mit eigenh. U. ("Prof. Ot. Ševcík"). Pisek, 20. X. 1932.
1 S. 8vo. Mit alt montiertem Portrait (Zeitungsausschnitt) und alt auf Trägerpapier montiert. Bekannt als Kammermusiker und Violinsolist, mußte Otakar Ševcík seine umfangreiche Konzerttätigkeit einer Augenkrankheit wegen unterbrechen und lehrte statt dessen 17 Jahre lang an der zaristischen Musikschule in Charkiw und anschließend 14 Jahre lang am Prager Konservatorium; später lehrte er an der Wiener Musikakademie und - nach Gründung der Tschechoslowakei - erneut am Prager Konservatorium. "Sevcíks pädagogische Werke für Violine, die von einfachsten Anfängen bis zu vollkommener Virtuosität führen und alle Probleme der Violintechnik in ausführlichen Übungen bearbeitet, sind weltberühmt" (MGG XII, 594). "Die fast unabsehbare Reihe seiner Schüler verbreitete seinen Ruhm in aller Welt, u. a. Jan Kubelík, Jaroslav Kocian, Erika Morini, Szymon Goldberg, Pavel Kochanski, Wolfgang Schneiderhan, Efrem Zimbalist, Sascha Culbertson, Vladimir Reznikov, Mary Hall, Petr Rybár, Michael Zacharewitsch. Zu seinen Schülern gehörten auch die späteren Dirigenten Václav Talich und Frantisek Stupka, der Komponist Roberto Pick Mangiagalli und die Kinder berühmter Geiger, Alfred Wilhelmj, Alma Rosé und Henrietta Wieniawska, ein Beweis, wie hoch seine Methode von großen Violinmeistern geschätzt wurde. Für seinen besten Schüler hielt Sevcík selbst Jaroslav Kocian, den er auch für seinen Nachfolger auf der Violin-Meisterschule in Prag empfahl" (ebd., 593f.).
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Evers, Carl, German composer, pianist and music dealer (1819-1875).
Autograph musical quotation signed. Prague, 7 Feb. 1854.
Oblong folio. ½ p. 18 bars in four systems "Andante assai" from his 3rd string quartet.
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Eweyk, Arthur van, Musiker (D. n. b.).
Eigenh. Briefkarte mit U. Berlin, 25. VI. 1905.
2 SS. Qu.-8vo. "Sehr geehrter Herr Pastor! Gern würde ich Ihrem Wunsch Folge leisten, leider kann unser Quartett aber nicht für ein Honorar von 700 M. zusagen. Sollten sich unsere Städte verbinden, sodaß wir einige Tage hintereinander in Ihrer Nähe concertieren können, dann wären wir wohl in der Lage eine Ermäßigung eintreten zu lassen, aber auch dann nicht für 700 M.- etwas mehr müßte es schon sein." - Eweyk bildete zusammen mit Therese Behr-Schnabel, Ludwig Hess und Jeanette Grumbacher das Berliner Vokalquartett.
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Exner-Miksch, Marie, Pianistin (geb. 1850).
Eigenh. Brief mit U. (Visitenkarte). [Wien], 10. XI. 1904.
50 x 80 mm. Mit eh. adressiertem Umschlag. An Anna Grassy-Riehl: "Danke bestens für Ihre liebenswürdige Karte u. die neugegebene Adresse Ihrer Tante […]".
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Eybler, Joseph (Leopold) Edler von, Komponist (1765-1846).
Ausschnitt mit eigenh. U. O. O. u. D.
1 S. Kleines Visitkartenformat. Eybler, früh von Haydn und Mozart gefördert, wurde 1793 von Albrechtsberger als "nach Mozart in der Musik jetzt das größte Genie" bezeichnet, welches Wien besitze. Zu seinen Gönnern gehörten Gottfried van Swieten und Kardinal Migazzi. "Als Salieri in den Ruhestand trat, folgte ihm Eybler am 16. Juni 1824 als Erster Hofkapellmeister" (MGG III, 1678).
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Eysler, Edmund, Komponist (1874-1949).
Eigenh. Bildpostkarte mit U. ("Eysler"). [St. Andrä vor dem Hagenthale, um 1912].
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An stud. techn. Toni Heiner in Klagenfurt mit einem Notenzitat aus seiner Operette "Der Frauenfresser". - Etwas angestaubt.
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Eysler, Edmund, Komponist (1874-1949).
Eigenh. Manuskript mit U. Wien, 30. X. 1911.
1 S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. Manuskript einer Tischrede auf die eigene Person, zu der die namentlich nicht genannte Redaktion der "Österreichischen illustrierten Zeitung" aufgefordert hatte: "[...] Ich wünsche Dir lieber Eysler | Im kommenden neuen Jahr | Zwei Riesenerfolge, zwei Schlager | Wie's der 'Bruder Straubinger' war. | Ich wünsch Dir auch sonst das Beste - | Du weißt, ich mein's Dir nicht schlecht - | Das Allerbeste wär' gerade | Für Dich, mein Lieber, noch recht! [...]" - Mit kleinen redaktionellen Notizen in rotem Farbstift.
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Eysler, Edmund, Komponist (1874-1949).
Eigenh. Portraitpostkarte mit Notenzeile, Widmung und Paraphe. Ort unlesbar, 25. VII. 1928.
1 S. Qu.-8vo. Die Bildseite mit einem Portrait des Komponisten am Klavier und mit eh. U., die Textseite mit eh. Notenzeile und Paraphe sowie mit Stempel des Hilfswerks für die Barmherzigen Heilanstalten.
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Fahrbach, Josef, flutist (1804-1883).
Autograph letter signed ("Jos. Fahrbach"). Vienna, 13 July 1834.
4to. 3 pp. Bifolium with integral address panel. To Kapellmeister Müller in Vienna, about an appointment he is unable to keep. - Small defect from opening the letter.
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Faisst, Clara, Musikerin (1872-1948).
Blatt mit eigenh. Namenszug Karlsruhe, O. D.
1 S. Format: 9 x 5 cm.
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Falk, Helene, Sopranistin (1894-1965).
Eigenh. Brief mit U. Hamburg, 3. XI. 1924.
3½ SS. 8vo. An den Magistralsrat, bezüglich eines Auftritts und die Ankündigung ihres nächsten Besuchs in Wien.
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Faltis, Emanuel, Kapellmeister (1847-1900).
Eigenh. Brief mit U. Koblenz, 26. XI. 1888.
3½ SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten bezüglich eines Werkes, welches im kommenden Februar zur Aufführung kommen sollte. - Faltis wirkte als Dirigent an Opernhäusern in Ulm, Riga, Lübeck, Kiel, Stettin, Berlin, Basel und Bremen.
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Feinhals, Fritz, Baritonist (1869-1940).
Eigenh. Portraitpostkarte mit U. O. O., September 1903.
1 S. 8vo. Mit Adresse von anderer Hand. Portrait im Rollenkostüm des Hans Sachs: "Wahn, Wahn, überall Wahn". - Fritz Feinhals, einer der hervorragenden Vertreter von Wagners Operngestalten, war an fast allen großen Opernhäusern Europas zu hören gewesen; zu seinen Glanzrollen zählten neben Hans Sachs auch Wotan, Telramund, Don Juan, Hans Heiling und Wilhelm Tell.
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Fétis, Francois Joseph, Belgian composer (1784-1871).
Autograph letter signed. Bruxelles, 5 Sept. 1867.
8vo. 1 p. To the music publishers Liepmannssohn & Dufour in Paris: "[…] Je suis contrarié de ne pas avoir Frizzi (4173) que je cherche de puis longtemps et dont j'ai besoin pour les additions de ma Biographie des musiciens. Si vous pouviez obtenir de la personne à qui vous l'avez vendu de me la céder, vous me rendriez grand service […]". - On headed paper "Conservatoire royal de musique - Cabinet du Directeur".
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Fétis, François-Joseph, Belgian composer (1784-1871).
Autograph letter signed ("Fétis"). Brussels, 2. II. 1858.
8vo. 1 p. Letter of recommandation for the British pianist and composer Henry Litolff to the music critic and publisher François Dufour at the Revue et Gazette Musicale de Paris. Fétis lauds Litolff in the highest tones, ascribing "veritable originality" to him: "M. Litolff qui vous remettra cette lettre vous est connu de nous comme un grand artiste ; il va à Paris pour y faire connaître des belles compositions dans lesquelles se trouve ce qui est si rare aujourd'hui, la véritable originalité. Je ne doute pas de votre bon vouloir à son égard ni de la sympathie de la rédaction de la Gazette Musicale. Je vous serai très obligé pour ce tout ce qui sera fait en sa faveur." - The Revue et Gazette Musicale de Paris was the result of the merge of François-Joseph Fétis's own Revue musicale (1827-1835) and Maurice Schlesinger's Gazette musicale de Paris that had only been founded in 1834, one year before Schlesinger bought Fétis's Revue. - Largely forgotten today, Henry Litolff was admired at his time as a virtuoso and composer by the likes of Franz Liszt, who dedicated his First Piano Concerto to him. He is also remembered as the founder of the Collection Litolff (today part of Edition Peters), a highly regarded publishing imprint of classical music scores. - On stationery of the director of the Conservatory of Brussels. - Minimally creased.
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Fétis, François-Joseph, Belgian composer (1784-1871).
Autograph letter signed ("Fétis"). Brussels, 9. II. 1857.
8vo. 2 pp. Charming and insightful letter to a female friend and singer, informing her about his efforts to find engagements in Ghent or Bruges for her. He wrote to the director of the casino in Ghent, who informed him that Henri Herz had been engaged for an upcoming concert but now other "foreign artists", as "the singers had already been engaged". There was, however, an offer to hire her after the concerts of the carnival-season. From Bruges, there was no reply yet, which "astonished" Fétis as he knew of an upcoming concert of the "Société de la Grande Harmonie", again after the ball season. - In the second part of the letter, Fétis complains bitterly about his workload, especially the many letters that reach him. He asks the recipient to let Mr. Debain, presumably the inventor of the harmonium Alexandre-François Debain, know that he has received his letter and will "respond as soon as possible". However, he has "currently 123 letters" on his desk that reached him "in the past 10 days from all parts of the world" and he doesn't know "which one to start with for the responses", lamenting: "In reality, this correspondence kills me, and this for things that concern only those who write to me. In such moments of despair, I am tempted to take my pension and go and hide in a village where no one will find me". - With minimal tears to the folds. Well preserved.
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Fiedler, Heinrich, Violinist (geb. 1877).
Eigenh. Brief mit U. [Wien], 2. XI. 1900.
1 S. 8vo. An den Hoforganisten Georg Valker: "Ich erlaube mir hiedurch, Sie gefl. anzufragen, ob Sie so freundlich sein werden, mich am 10./11. bei der Liedertafel zu begleiten, und zwar die Polonaise von Laub, Romance Andalouse von Sarasate und eventuell eine Mazurka v. Wienawski [...]".
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Fielitz, Alexander von, Dirigent, Komponist (1860-1930).
Eigenh. Postkarte mit U. Charlottenburg, 25. II. 1921.
2 SS. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An Walter Josephson (Direktor der Duisburger Philharmoniker): "Verehrter Herr Kollege! Ihr Schreiben erreichte mich früh, kurz vor meiner Abreise in die Ferien. Sie erhalten rechtzeitig Antwort. In Eile besten Gruß". - Fielitz, der polnisch-russischer Abstammung war, studierte Klavier, Komposition und Dirigieren als Schüler Julius Schulhoffs, Kretschmers und Karl Bancks. Seit 1884 Theaterkapellmeister in Zürich, 1885/86 in Lübeck, übersiedelte Fielitz nach Italien, wo er 1887-89 als freischaffender Komponist in Rom und auf Capri lebte. Seit 1901 unterrichtete er am Sternschen Konservatorium in Berlin und dirigierte 1904 am Theater des Westens. 1905 ging er als Lehrer an das Ziegfeld-Konservatorium nach Chicago, leitete dort seit 1906 das Symphonieorchester und kehrte 1908 an das Sternsche Konservatorium zurück, dessen Leitung er 1915 übernahm (DBE).
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Fielitz, Alexander von, Dirigent, Musikpädagoge und Komponist (1860-1930).
Konvolut von 12 eigenh. Briefen und 1 eh. Postkarte. Rom, Capri, Neapel, Hamburg und Dresden, 1896-99.
Zus. 36 SS. Kl.-8vo bis gr.-8vo. An den Musikschriftsteller u. -kritiker Max Kalbeck. - Alexander von Fielitz studierte Klavier, Komposition und Dirigieren als Schüler Julius Schulhoffs, E. Kretschmers und Karl Bancks. Seit 1884 Theaterkapellmeister in Zürich, 1885/86 in Lübeck, übersiedelte Fielitz nach Italien, wo er als freischaffender Komponist in Rom und auf Capri lebte. Seit 1901 unterrichtete er am Sternschen Konservatorium in Berlin und dirigierte 1904 am Theater des Westens. 1905 ging er als Lehrer an das Ziegfeld-Konservatorium nach Chicago, leitete dort seit 1906 das Symphonieorchester und kehrte 1908 an das Sternsche Konservatorium zurück, dessen Leitung er 1915 übernahm.
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Filippi, Filippo, Musikkritiker (1830-1887).
Visitenkarte mit eigenh. Widmung. O. O. u. D.
50 x 107 mm. 1 ½ SS. "Je suis bien désolé mon cher Mr. Hanslick de vous aviez manqué […]".
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Fillunger, Marie, Sängerin (1850-1930).
Albumblatt mit eigenh. U. O. O. u. D.
1 S. Visitkartenformat. Die aus Wien stammende Sängerin studierte nach einer ersten Ausbildung am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde auf Anraten von Johannes Brahms an der Hochschule in Berlin, wo eine intensive Liebesbeziehung zwischen ihr und Eugenie Schumann, der Tochter von Clara und Robert Schumann, ihren Anfang nahm; ab 1878 lebte "Fillu" auch längere Zeit bei den Schumanns. "Fillunger debütierte schon während ihrer Studienzeit mit großem Erfolg als Oratoriensängerin in Norddeutschland und trat später in Holland, in der Schweiz und 1889 in London auf" (ÖBL I, 315). Anschließend nach London übersiedelnd, wurde sie dort vor allem als Interpretin der Lieder von Schubert und Brahms bekannt, unternahm Konzerttourneen nach Australien und Südamerika und unterrichtete von 1904 bis 1912 am Royal College of Music in Manchester. Nach dem Ersten Weltkrieg lebte sie in der Schweiz.
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Fink, Hans, Komponist und Organist (1859-1905).
Eigenh. Postkarte mit U. Heiligenkreuz, 15. VIII. 1900.
1 S. Qu.-8vo. An den Hoforganisten Georg Valker: "Sehr erfreut von Ihrem freundlichen Anerbieten teile mit daß unser Kirmeß heuer am Sonntag den 26. August fällt. Hochamt um ¾10 Uhr Vorm. Sollten Sie vorziehen schon am Samstag herein zu kommen so bitte um zwei Zeilen [...]". - Hans Fink studierte Komposition bei Anton Klatowsky und am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien bei Franz Krenn und R. Fuchs. Von 1888 bis 1903 wirkte er als Organist im Zisterzienserstift Heiligenkreuz und am dortigen Konvikt als Klavier- und Orgellehrer, mußte dann aber wegen zunehmenden geistigen Verfalls in die Nervenheilanstalt Gugging/NÖ eingewiesen werden. Zu seinem Werk zählt eine Messe, ein Requiem, kleinere Kirchenkompositionen, einige Orchesterwerke (u. a. Symphonien), eine Bläserserenade, Kammer- und Klaviermusik sowie Männerchöre.
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Fischer, Edwin, Musiker und Dirigent (1886-1960).
Eigenh. Postkarte mit U. Hamburg, 1922.
1 S. 8vo. "Brahmsfest Hamburg 1922". Die Bildseite zeigt ein Brustbild Fischers im 3/4-Profil. - Fischer erlangte besonders als Interpret von Werken Bachs, Mozarts, Beethovens und Brahms' Weltruhm. 1926 wurde er Leiter des Lübecker Musikvereins, 1928 musikalischer Leiter des Münchner Bachvereins und gründete 1931 ein eigenes Kammerorchester an der Berliner Musikhochschule, wo er bis zu seiner Rückkehr in die Schweiz 1942 wirkte. Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs war Fischer Direktor des Luzerner Konservatoriums und leitete bis 1958 eine Meisterklasse für Klavier (DBE).
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Fischer, Edwin, Musiker und Dirigent (1886-1960).
Eigenh. Zitat mit U. O. O. u. D.
75 x 160 mm. "Zur freundl. Erinnerung" auf einem Blattausschnitt. - Fischer erlangte besonders als Interpret von Werken Bachs, Mozarts, Beethovens und Brahms' Weltruhm. 1926 wurde er Leiter des Lübecker Musikvereins, 1928 musikalischer Leiter des Münchner Bachvereins und gründete 1931 ein eigenes Kammerorchester an der Berliner Musikhochschule, wo er bis zu seiner Rückkehr in die Schweiz 1942 wirkte. Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs war Fischer Direktor des Luzerner Konservatoriums und leitete bis 1958 eine Meisterklasse für Klavier (DBE).
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Fischhof, Josef, Musiker (1804-1857).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 23. X. 1851.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. "Schon längst wäre es meine angenehmste Pflicht gewesen, Ihnen auf das herzlichste für die werthvolle, höchst interessante Zusendung Ihrer Dichtungen zu danken, hätte ich nicht durch die mühvolle Arbeit meines Berichtes über die Londoner Ausstellung und durch ein Ereigniß, das sich Ihnen auf der 3ten Seite lithographiert darstellt eine so entschuldigbare Abhaltung gehabt […]". - Auf Briefpapier mit der gedr. Notiz "Professor J. Fischhof und Ernestine Spitzer als Verlobte". - Der Schüler von Anton Halm und Ignaz von Seyfried wurde 1833 Professor am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde, wo er bis 1856 als Klavierpädagoge wirkte. Fischhof gilt als Meister der klassischen Wiener Klavierschule und als einer der bedeutendsten Pianisten seiner Zeit; er trat besonders als Interpret Bachs, Beethovens, Mendelssohn Bartholdys und Chopins hervor.
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Fischhof, Robert, Komponist (1856-1918).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An (wie von alter Hand vermerkt) Ludwig Bösendorfer: "Diese Zeilen sollen Ihnen nur sagen, daß am Donnerstag das Zöglingsconzert im Conservatorium stattfindet. Sie haben so viel theilnehmendes & neugieriges Interesse für meinen hochbegabten Schüler Bruno Eisner zu Tage gefördert, daß ich es wage, Sie auf dieses Conzert aufmerksam zu machen [...]". - Robert Fischhof erfuhr seine musikalische Ausbildung u. a. durch Anton Bruckner und Franz Liszt. Seit frühester Jugend konzertierte er an den Höfen Preußens, Österreichs, Dänemarks und Schwedens; von 1884 bis zu seinem Tod war er Professor der Ausbildungsklasse am Konservatorium in Wien. Zu seinen Kompositionen zählen Kammermusikwerke, Violinsonaten, Klavierkonzerte und die 1906 in Graz uraufgeführte Oper "Der Bergkönig".
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Fischhof, Robert, Komponist (1856-1918).
Eigenh. Visitenkarte. Wohl Wien, o. D.
1 S. Visitkartenformat. An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit Dank "für die liebe u. unverdiente Einladung, welcher er leider nicht ensprechen kann, da er für diesen Abend bereits versagt ist". - Robert Fischhof erfuhr seine musikalische Ausbildung u. a. durch Anton Bruckner und Franz Liszt. Seit frühester Jugend konzertierte er an den Höfen Preußens, Österreichs, Dänemarks und Schwedens; von 1884 bis zu seinem Tod war er Professor der Ausbildungsklasse am Konservatorium in Wien. Zu seinen Kompositionen zählen Kammermusikwerke, Violinsonaten, Klavierkonzerte und die 1906 in Graz uraufgeführte Oper "Der Bergkönig".
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Fisher, John Abraham, violinist (1744-1806).
Autograph musical quotation signed. N. p. o. d.
Oblong 8vo. 1 pp. on 2 ff. 21 lines in three two-line systems, inscribed to an unnamed addressee.
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Flesch, Carl, Violinvirtuose (1873-1944).
Ms. Brief mit eigenh. U. Berlin, 11. VIII. 1924.
½ S. Gr.-4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Antwortlich Ihrer werten Anfrage vom 6. August, bedaure ich, Ihnen mitteilen zu müssen, dass ich in diesem Jahre weder für Österreich noch für Ungarn disponibel bin, da ich Mitte Dezember für den Rest der Saison nach Amerika gehe, und bis dahin vollständig besetzt bin [...]". - Schon mit fünf Jahren der Violine mächtig, wurde Carl Flesch später am Wiener sowie am Pariser Konservatorium ausgebildet und gab 1895 in Wien sein Debüt als Sologeiger; von 1897 bis 1902 war Flesch Professor am Konservatorium in Bukarest und erster Geiger des Streichquartetts der Königin von Rumänien; danach wirkte er in Amsterdam, Berlin, Baden-Baden und Philadelphia als Solist, Kammermusiker und Lehrer. "1933 trat Flesch als Solist unter Wilhelm Furtwängler zum letzten Mal in Deutschland auf. Er emigrierte zunächst nach London, 1939 in die Niederlande, während des Zweiten Weltkriegs über Ungarn in die Schweiz. 1943/44 gab er Meisterkurse am neugegründeten Konservatorium in Luzern. Flesch schrieb u. a. 'Die Kunst des Violinspiels' (2 Bde., 1923-28) und gab 'Meisterwerke der Violinliteratur' heraus. 1960 erschienen postum seine 'Erinnerungen eines Geigers'" (DBE).
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[Flotow, Friedrich Frh. von, Komponist (1812-1883)]. - Friedrich von Flotow (1857-1918), Flotows jüngerer Sohn.
Eigenh. Brief mit U. Frankfurt a. M., 13. III. 1899.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Professor: "Prinzessin Alexander Friedrich läßt ihnen bestens danken für Ihre freundliche Bemühung in der Angelegenheit "Tonfolienschreiber". Da dieses Gerät doch noch teurer kommt als angenommen war wird eine Anschaffung nicht in Frage kommen [...]". - Auf Briefpapier mit gepr. Adresse und Vignette.
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Förster, Alban, Komponist und Dirigent (1849-1916).
Eigenh. Brief mit U. Neustrelitz, 17. III. 1874.
2¾ SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An den Komponisten und Musikverleger Johann Peter Gotthard (Ps. von Bohumil Pazdírek, 1839-1919) in Wien, dem er "einige Claviersachen u. Lieder zur Auswahl für Ihren Verlag" anbietet: "Sie erhalten anbei 2 Fantasiestücke, Stimmungsbilder (4 Clavierstücke), Walzer f. Piano sowie 10 Lieder [...] Schließlich erlaube ich mir noch Sie auf meine neusten Sachen aufmerksam zu machen, welche erschienen sind bei: Breitkopf u. Härtel, Fr. Kistner, C. Luckhardt etc. [...]". - Alban Förster erhielt während seiner Schulzeit Unterricht in Violine, Musiktheorie und Komposition, besuchte von 1866 bis 1869 das Dresdner Konservatorium und war als Konzertmeister in Karlsbad sowie Stettin tätig. "1871-81 erster Violinist der Hofkapelle Neustrelitz, wechselte er 1881 als Lehrer für Chorgesang und Harmonielehre an das Dresdner Konservatorium und war seit 1882 Hofkapellmeister in Neustrelitz. 1903 wurde Förster zum Professor ernannt. Er komponierte Klavier- und Violinstücke, eine Symphonie in C-Dur, Lieder sowie mehrere Opern, darunter 'Die Mädchen von Schilda' (1887)" (DBE).
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Foll, Ferdinand, Sänger und Pianist (1867-1929).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 4. III. 1900.
1 S. 8vo. Mit eh. Adresse (Kartenbrief). An den Komponisten und Bruckner-Schüler Camillo Horn (1860-1941): "Ich theile Ihnen mit, dass Frl. Kerndl am letzten Donnerstag im Wagnervereine Ihre Concertetude unter grossem Beifalle zum Vortrage brachte. Frl. Kusmitsch wollte im nächsten internen Abende (8. d. M.) einige Lieder Ihrer Composition singen, allein es war mir nicht möglich, dieselben diesmal in das Programm aufnehmen zu können [...]". - Ferdinand Foll hatte bei Anton Bruckner am Wr. Konservatorium studiert, wirkte von 1897 bis 1929 als Solokorrepetitor an der Wr. Oper und "trat als feinsinniger Begleiter der berühmtesten Gesangskünstler des In- und Auslandes vor die Öffentlichkeit. Foll, ein Freund des Komponisten Hugo Wolf, galt lange Zeit als authentischer Interpret von dessen Werk" (ÖBL I, 334f.).
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Foll, Ferdinand, Sänger und Pianist (1867-1929).
Eigenh. Visitenkarte. O. O. u. D.
1 S. Visitkartenformat. An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit der Bitte "die Versicherung seiner innigsten Theilnahme entgegen zu nehmen". - Ferdinand Foll hatte bei Anton Bruckner am Wr. Konservatorium studiert, wirkte von 1897 bis 1929 als Solokorrepetitor an der Wr. Oper und "trat als feinsinniger Begleiter der berühmtesten Gesangskünstler des In- und Auslandes vor die Öffentlichkeit. Foll, ein Freund des Komponisten Hugo Wolf, galt lange Zeit als authentischer Interpret von dessen Werk" (ÖBL I, 334f.).
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Fortner, Wolfgang, deutscher Komponist (1907-1987).
Portraitpostkarte mit eigenh. Namenszug. O. O., 1979.
1 S. Qu.-8vo.
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Frank, Marco, Komponist und Musikpädagoge (1881-1961).
Eigenh. musikalisches Albumblatt mit U. O. O. u. D.
1 S. Kl.-8vo. Mit alt montiertem Portrait (Zeitungsausschnitt) und alt auf Trägerpapier montiert. Zwei Takte für Klavier aus dem "Hauptthema a. d. Oper 'Das Bildnis der Madonna'". - Marco Frank war Schüler von Eusebio Dzworzak und Enrico Bossi in Neapel. "Eine Teilaufführung seiner Erstlingsoper ‚Die drei Musketiere' erregte die Aufmerksamkeit Jules Massenets, der ihn in Paris in Instrumentation und dramatischer Komposition unterrichtete; eine persönliche Begegnung mit Claude Debussy vermittelte Frank weitere Impulse. 1900 gründete er ein Streichquartett, mit dem er Tourneen durch Italien, Frankreich, Spanien und den Vorderen Orient unternahm" (DBE). Nach Engagements als Konzertmeister an verschiedenen italienischen Theatern wirkte er von 1904 bis 1934 als Bratschist des Volksopernorchesters in Wien. "Den Höhepunkt seines kompositorischen Schaffens, in dessen Mittelpunkt die Oper stand, erreichte Frank mit ‚Die fremde Frau', die nach der Wiener Uraufführung 1937 sogleich von den Opernhäusern in Graz, Triest, Warschau und Riga übernommen wurde" (ebd).
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Frankl-Joël, Gabriele Marie, Pianistin (1853-1894).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 8. II. 1887.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An ihren Onkel: "Eben belehrt mich das Conversationslexicon, daß ich Dich um eine Woche jünger gemacht habe: Ich wollte Dir nämlich erst am 10. Februar meine Glückwünsche bringen; nun eile ich, um doch noch in der 'Octave' zu kommen, und hoffe nur, daß die dort heute mehr Beachtung finden wird, als im Festtagstrouble ihr zu Theil geworden wäre [...]". - Die Tochter einer Sopranistin konzertierte häufig mit Josef Hellmesberger und gelegentlich mit dem Florentiner Quartett und zog sich nach ihrer Hochzeit mit dem Corvetten-Kapitän Frankl weitgehend von der Bühne zurück. - Bl. 2 stark fleckig.
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Franz, Robert, German composer (1815-1892).
Autograph musical quotation signed ("Rob. Franz"). Halle, 28 May 1880.
Oblong 4to. 1 page. In pencil. Three bars for voice and piano from his lied "Norwegische Frühlingsnacht", with underlined text: "Lenznacht, so still und so kühl, | schmiegst dich an Thäler so schwül!"
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Franz, Robert, Dirigent und Komponist (1815-1892).
Eigenh. musikalisches Albumblatt mit U. ("Rob. Franz"). Halle, 8. III. 1881.
1 S. Qu.-8vo. Zwei Takte aus seinem Lied "Umsonst", op. 10 Nr. 6 mit unterlegtem Text "Des Waldes Sänger singen". - Robert Franz war seit 1842 Dirigent der Halleschen Singakademie gewesen, die unter seiner Leitung eine bedeutende Stellung im kulturellen Leben der Stadt einnehmen sollte; 1867 mußte er jedoch sein Amt wegen Schwerhörigkeit aufgeben. "Durch eine Ehrengabe in Höhe von 30 000 Talern, welche der Sänger Frhr. Senfft v. Pilsach, einer der treuesten Freunde des Meisters, 1873 aus privaten Mitteln zusammenbrachte, wurde er aller Not enthoben. Während der vergangenen Jahrzehnte mehr und mehr als Liederkomp. hervorgetreten, beendete Franz sein Schaffen 1884 mit seinem Liederheft op. 52 und schloß die Reihe seiner Kompositionen 1886 mit einem 4stimmigen Trinkspruch für Männerchor" (MGG IV, 816f.). - Alt auf Trägerpapier montiert.
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Friedländer, Max, Musikhistoriker (1852-1934).
Eigenh. Brief mit U. Berlin, 1. VII. 1903.
7½ SS. 8vo. Wohl an den Musikwissenschaftler Richard Batka in Wien: "Mit aufrichtiger Sympathie verfolge ich seit längerer Zeit Ihr Wirken. Wer wie ich öfters über Bach und Schumann Vorlesungen zu halten hat, wird die Hörer mit Freuden auf Ihre kleinen Biographien hinweisen, dass sie vortrefflich sind, wird Ihnen durch alle unsere Fachleute bezeugt worden sein. Besondere Dankbarkeit schulden Ihnen die Freunde der deutschen Volks und Hausmusik für Ihre Thätigkeit im Kunstwart, die ich persönlich verfolge. Gerne hätte ich Ihnen meine Antheilnahme dadurch praktisch bethätigt, daß ich versucht hätte, Ihnen eine Reihe völlig vergessener schöner Compositionen aus früherer Zeit zur Veröffentlichung zu senden, dass Sie für solche Dinge Interesse haben, hoffe ich annehmen zu können. Aber ich gestehe Ihnen offen, dass ich oft stutzig wurde durch die eigenthümliche Art, in der Sie manche meiner Publikationen angezeigt und benützt haben […]". - 1880 debütierte Friedländer als Sänger in den Londoner Monday Popular Concerts. Nach einem Aufenthalt in Frankfurt/M. 1881-83 übersiedelte er nach Berlin und wandte sich als Schüler Philipp Spittas musikwissenschaftlichen Studien zu. Ohne Abitur wurde Friedländer 1887 in Rostock zum Dr. phil. promoviert. Er befasste sich mit der Revidierung des Kommersbuches und spezialisierte sich zunehmend auf die Erforschung des deutschen Volks- und Kunstliedes. 1884 habilitierte sich Friedländer in Berlin für Musikwissenschaft, 1908 zum Geheimrat ernannt und war seit 1918 ordentlicher Honorarprofessor und akademischer Musikdirektor (DBE).
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Friedrichs, Fritz, Sänger (1849-1918).
Eigenh. Albumblatt mit U. Bayreuth, August 1896.
1 S. auf Doppelblatt. Kl.-8vo. "Zur freundlichen Erinnerung an die Festspiele 1896 u. an den finstren Alten | Fritz Friedrichs". - Der aus Braunschweig gebürtige Sänger war als Chorist und Darsteller kleinerer Schauspielrollen auf mehreren Bühnen in Deutschland und der Schweiz tätig und wurde 1883 ans Stadttheater von Nürnberg engagiert und begann dort im Jahr darauf seine Karriere als Opernsänger, ohne jemals eine Gesangsausbildung erhalten zu haben. "1886-90 sang Friedrichs als Bariton in Bremen und hatte 1888 bei den Bayreuther Festspielen mit der Partie des Beckmesser in den 'Meistersingern' Erfolg. Wegen eines Nervenleidens konnte er 1890-93 nur in wenigen Konzerten auftreten, wirkte seit 1896 erneut am Bremer Stadttheater und gab zahlreiche Gastspiele, u. a. 1899/1900 an der Metropolitan Opera in New York. Seine letzten sechzehn Lebensjahre verbrachte Friedrichs in geistiger Umnachtung" (DBE). - Auf der Innenseite eines gedr. Werbekartons zum Klavierauszug von Wagners "Rheingold".
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Frischmann, Hans, Organist.
Eigenh. Brief mit U. Dresden, 16. XI. 1905.
1¾ SS. 8vo. An den Musikwissenschaftler Richard Batka: "Eben lese ich, dass Sie nächsten Sonntag in hiesigem Vereinshause mitwirken. Vielleicht ist mir möglich, mich Ihnen dort bekannt zu machen, der gleichfalls mitwirkende Organist Kötzschke war mein Schüler. Sollte ich nicht kommen können, so darf ich Sie vielleicht hierdurch bitten, bei der demnächstigen Revue im Kunstwart auch wieder Orgelwerke zu gedenken […]".
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Fürst, Ingeborg, Sopranistin (fl. 1945).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 12. I. 1940.
2 SS. Qu.-8vo. An den Schauspieler Paul Pranger (1888-1961) und dessen Gattin: "Vielen herzlichen Dank für die schönen Blumen und lieben Wünsche anlässlich meiner Verlobung. Ich habe mich sehr gefreut. - Mutti muß sich allerdings etwas erholen, so anstrengend und aufregend waren gleich die ersten Tage im neuen Jahr […]".
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Fürstenau, Anton Bernhard, flute virtuoso (1792-1852).
Autograph letter signed ("A. B. Fürstenau"). Hannover, 15 Nov. 1833.
8vo. 2 pp. on bifolium. To an unidentified recipient, about a concert in Hildesheim.
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Furtwängler, Wilhelm, German composer (1886-1954).
Autograph portrait postcard signed ("W. Furtwängler"). No place, 1912 [?].
8vo. Dedicated to an unnamed addressee "in memory of the Brahms Fest 27-30 V 1912 [?]". - In Pencil.
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Gabrielsky, Johann Wilhelm, Flötist und Komponist (1791-1846).
Eigenh. Brief mit U. ("W. Gabrielsky"). Berlin, 24. XI. 1818.
2 SS. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An den Musikverlag Breitkopf & Härtel in Leipzig: "Ew. Wohlgeboren geehrtes Schreiben [...] habe ich richtig erhalten, und daraus ersehen, daß Sie meine übersandten Werke werden stechen lassen, wenn mir die Bedingungen genehm wären, welche Ew. Wohlgeboren mir gemacht. Es wäre sehr undelicat von mir, wenn ich irgend etwas dagegen einzuwenden hätte, indem es das erste mal ist, daß wir ein directes Geschäft machen, und Ihr Wunsch vielleicht ebenso als der meinige ist, daß es nicht das letztemal sein soll [...]". - Johann Wilhelm Gabrielsky lernte bei seinem Vater, einem Offizier der preußischen Armee, Flöte zu spielen, war dann Schüler von August Schroeck, dem Soloflötisten der Berliner Oper, und wurde anschließend Soloflötist am Stettiner Theater, 1816 dann Königlicher Kammermusiker am preußischen Hof.
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