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‎Matz, Johanna (Wien 1932) und Walter Reyer (Hall in Tirol 1922 - 1999 Innsbruck), Kammer- und Filmschauspieler‎

‎Orig.-Fotografie (Rollenbild aus "Richard II.") mit eigenh. Signaturen.‎

‎Wien, 1968. Ca. 23,8 x 18 cm.‎

‎Verso mit Stempel "Pressefoto Bruno Völkel Wien 4" und hs. Vermerk "Richard II".‎

Referenz des Buchhändlers : 46720

‎Schütt, Gustav (Wien 1890 - 1968 Laxenburg)‎

‎Maler.-‎

‎Eigenh. Brief m. U., datiert "Laxenburg 12. August 1944". 4°. 1 S. (auf Schreibpapier, mit Knickfallten).‎

‎Fritz Karpfen stellte Gustav Schütt in seinem Überblick der zeitgenössischen Kunst aus dem Jahre 1923 neben die Grössen Kokoschka, Schiele, Walde etc. Seine Ausbildung erhielt er an der Malschule Strehblow und an der Wiener Akademie. Er war Professor an der Wiener Frauenakademie. 1964 erhielt er den Ehrenpreis der Stadt Wien. Schütt war Mitglied der Wiener Secession, wo er seine Werke bereits 1913 ausstellte, ab 1939 auch des Wiener Künstlerhauses. Im Jahr 1999 veranstaltete das Museum Laxenburg eine Personale des Künstlers.- An einen "geehrten Herr Doktor" dem er mitteilt, dass er ihm den Rahmen zu dem Bild "Achau, Wien XXIV" ferne überlasse, sofern er für sich einen "anderen ähnlichen auftreiben kann [...] Wahrscheinlich werden Sie ja erfahren haben, daß das Bild in Kartenformat von der Firma Karl Kühne VII. Neubaugasse 8, reproduziert wird. Ich habe bereits seinerzeit das Reproduktionsrecht der Firma gegeben [...] Ich freue mich, daß Sie das gute Bild erwarben und sollte es im Verlaufe von einigen Jahren ein klein wenig matter werden, so werde ich es gerne wieder etwas nachfirnißen!"‎

Referenz des Buchhändlers : 67115

‎Schmeling, Max (1905-2005)‎

‎Boxweltmeister.‎

‎Masch. Brief mit eh. Unterschrift u. Filmpostkarte mit eh. Widmung u. Unterschrift sowie mit eh. U. von seiner Frau Anny Ondra. Dat. 30. Sept. 1965 resp. August 1965. 4°. 1/2 Seite sowie 14 x 9 cm.‎

‎Schmeling bedankt sich bei "Frau Hageböcker ... für die freundliche Zusendung des alten Zeitungsausschnittes, meine Frau und ich haben uns sehr darüber gefreut ...".‎

Referenz des Buchhändlers : 26106

‎Schaukal, Richard (1874 Brünn - 1942 Wien)‎

‎Schriftsteller.-‎

‎Eh. Brief m.U., dat. Wien 20.IX.[19]04. 8°. 4 SS. (Doppelblatt).- Knickfalte, leicht gebräunt und gering fleckig.‎

‎"Der Kaufmannssohn studierte 1892-97 Rechtswissenschaften in Wien, wurde 1898 zum Dr. jur. promoviert und war seit 1897 im Verwaltungsdienst bei der Statthalterei Brünn tätig. Seit 1899 arbeitete er in der Bezirkshauptmannschaft in Mährisch-Weißkirchen, wechselte 1903 in das Ministerratspräsidium in Wien. 1909 wurde er zum Sektionsrat, 1913 zum Ministerialrat ernannt und 1917 in den Adelsstand erhoben. Als überzeugter Monarchist ließ sich S. 1918 pensionieren und lebte als freier Schriftsteller in Wien" (Saur, DBE).- An den österr. Mediziner und Schriftsteller Hugo Salus (1866-1929): "Sie sind einer der an den Fingern abzuzählenden Menschen die mir über die Interieurs Gutes sagen [...] Es ist ein Ollapotrida - Aber drin steckt eine Unmenge. Und ich weiß nicht ob es bei uns ein persönlicheres Buch gibt [...] Sie kommen nach Wien? Und lesen? Wo? Es wird mich freuen, Sie I) zu hören ... 2) Sie zu sehen, bei uns in Hietzing [...]".‎

Referenz des Buchhändlers : 11103

‎Sayn-Wittgenstein-Hohenstein, Wilhelm Ludwig Georg Fürst zu (1770-1851)‎

‎preußischer Staatsmann.‎

‎Eh. Brief m.U., Berlin 1844. 4°. 1 S. (Doppelblatt, Faltspuren, Randläsuren). Mit eh. adress. Kuvert.‎

‎An den "wirkl. Herrn Geheim-Rath [Carl ?] von Jordan" in Dresden: "Da ich gestern schon die Muße gehabt habe, unserem Freund [???] zu antworten, so übersende ich dessen Schreiben sogleich und bitte wegen meiner Übereilung nochmals um Verzeihung u. ich bitte daß Sie sich nicht bemühen, mir dieses Schreiben zurück zu senden. Ich stehe im Begrif nach Babelsberg zu fahren, wo der heutige Geburtstag der Prinzessin von Preußen gefeiert wird".- Wittgenstein, 1814 Polizeiminister und ab 1819 - 1851 Minister des königlichen Hauses, war ein Vertrauter von Friedrich Wilhelm III. und trug maßgeblich zum Ende der preußischen Reformen bei. Er war einer der Triebkräfte der Restaurationsära in Preußen.- Kuvert verso mit Siegel "Minister des königlichen Hauses".‎

Referenz des Buchhändlers : 30492

‎Reyer, Walter (Hall in Tirol 1922 - 1999 Innsbruck), Kammer- und Filmschauspieler‎

‎Orig.-Porträtfotografie (als "König Ottokar") mit eigenh. Widmung.‎

‎Wien, 1966. Ca. 23,5 x 17,5 cm. An den Ecken auf Karton montiert.‎

‎"Für Frau Heli [Kresak] zur Erinnerung an den Ottokar 1966 + mit den besten Wünschen".- Das Brustbild zeigt Walter Reyer, der 1960-66 bei den Salzburger Festspielen den 'Jedermann' verkörperte, als 'Ottokar' wohl in der Kurt Meisel-Inszenierung 1966 am Wiener Burgtheater.‎

Referenz des Buchhändlers : 46719

‎Roger, Gustave Hippolyte (1815-1879)‎

‎französischer Tenor, auf Wunsch Meyerbeers der erste "Prophet".-‎

‎Eh. Brief m.U., dat. "Vienne 29 Mars 1866 - Hotel zum goldenen Lamm". 8°. 2 1/4 SS. Leichte Knickfalten.‎

‎An einen "très cher ami" (Kurnik) in Breslau wegen eines Gastspiels am dortigen Theater: "... Je pourrai donner Edgardo, d'abord, George Brown, Raoul, Fernand, Jean de Paris. Si cet opera était monté, je le chanterai avec plaisir, il n'est pas fatiguant, et permet de chanter deux soirs de suite ... Je puis aussi donner Fra Diavolo ...".- Weiters über seinen großen Erfolg am Kärntnertor-Theater, "au bénéfice du Bürgerspital: Adelaide de Beethoven et l'air de Joseph. L'Empereur et la Cour y étaient et sont estes jusqu'au dernier rappel, car j'ai été rappelé 12 fois".-‎

Referenz des Buchhändlers : 77

‎Rotter, Ludwig (Wien 1810 - 1895)‎

‎Komponist, Musiker.-‎

‎Eh. Brief m.U., o.O. u. Dat.-. 8°. 1 S. Kleine Stockflecken, leichte Radierspuren.‎

‎Rotter war als Klavierlehrer und Begleiter berühmter Sänger wie Rubini und Tamburini tätig, ehe er zu Beginn der dreißiger Jahre Organist, 1845 Chordirektor und Kapellmeister an der Kirche Am Hof und der Universitätskirche wurde. 1843 erhielt er eine Professur für Harmonielehre, Generalbaß und Orgelspiel an der Schule des Vereins zur Beförderung und Verbreitung echter Kirchenmusik. Seit 1858 war er Exspektant, seit 1862 wirklicher, seit 1867 Erster Hoforganist und wurde 1870 zum Vizekapellmeister der Wiener Hofmusikkapelle ernannt. Rotter komponierte Klavier-, Orchester- und Kammermusikwerke sowie Kirchenmusikstücke, u.a. ein Salve Regina (1842). 1867-97 gehörten seine Kompositionen zu den am häufigsten aufgeführten Werken an der Wiener Hofmusikkapelle (Saur, DBE).- Teilt einem Fräulein mit, daß er wegen Grippe sich "nothwendig einige Zeit zu halten gezwungen " ist.-‎

Referenz des Buchhändlers : 142a

‎Popper-Lynkeus, Josef (1838-1921)‎

‎Sozialphilosoph, Erfinder und Schriftsteller.-‎

‎Eigenh. Postkarte m.U., Wien, 26. II. 19(12 - Stempel). Kl.-Qu.-8°. Fleckig, mit fremden Vermerken und zusätzlicher Marke sowie seitlich aufgeklebtem Zettel (= Retoursendung an Popper).‎

‎Josef Popper-Lynkeus, bekannt vor allem durch seine Arbeiten über sozialreformistische Fragen, die in seiner "allgemeinen Nährpflicht" mündeten, dankt einem Fräulein Jux (?) für die Zusendung von Zeitungen und schlägt vor, "daß Sie diese Zeitung abonnieren und zuerst lesen, dann mir übersenden, und dafür vergelte ich Ihnen das Abonnement".- Wohl falsch adressiert.‎

Referenz des Buchhändlers : 44018

‎Orth, Elisabeth (geb. Wien 1936) u. Bruno Dallansky (Wien 1928 - 2008), Theater- und Filmschauspieler‎

‎Orig.-Fotografie (Szenenbild) mit eigenh. Widmungen.‎

‎Wien um 1965. Ca. 22 x 29 cm.‎

‎Jeweils Dankesbezeugungen mit eigenh. Signaturen, wohl an Frau Heli Kresak.- Die Fotografie (Stempel verso: Ernst Hausknost, Wien VII) wurde möglicherweise am Burgtheater aufgenommen.- Verso gröbere Montagespuren.‎

Referenz des Buchhändlers : 46770

‎Nikowitz, Erich (Wien 1906-76), Schauspieler‎

‎Orig.-Fotografie (Rollenbild) mit eigenh. Widmung.‎

‎(Wien, um 1970). Ca. 23,5 x 29 cm. Auf Karton aufgezogen, dieser verso mit Hängevorrichtung (Oberrand mit kleiner Läsur).‎

‎"Liebe Heli Kresak, Dir und den Deinen alles Liebe und Gute!".- "Nikowitz spielte schon in den frühen 30er Jahren des 20. Jahrhunderts unter Max Reinhardt am Theater in der Josefstadt, dessen Ensemble er dann jahrzehntelang angehörte. Seine erste bekannte Filmrolle war 1939 die des Friedensrichters in Anton der Letzte mit Hans Moser in der Hauptrolle. Internationale Bekanntheit erlangte Nikowitz mit der Darstellung des Erzherzog Franz Karl - Kaiser Franz Josephs Vater - in den drei Sissi Filmen" (wikipedia).‎

Referenz des Buchhändlers : 46725

‎Neumann, Robert (1897 Wien - 1975 München)‎

‎Schriftsteller.-‎

‎Eh. Brief m.U., dat. "The Pest House. Cranbrook, Kent 6-7-[19]55". 8°. 1 1/2 S.- Mit "Eingelangt"-Stempel.‎

‎An Wilhelm Herzog, Inhaber der legendären Buchhandlung "Bücher-Herzog" in der Wiener Mariahilferstraße 1: "[...] Es war mir eine große Freude, nach so langer Pause wieder einmal in Wien zu lesen, und ich bin Ihnen für die ganz ausgezeichnete Organistaion des Abends besonders verbunden. Ich hoffe, es gibt bald einmal eine Wiederholung [...]".-‎

Referenz des Buchhändlers : 31350

‎Müller, Robert (1879 - 1968), Schauspieler‎

‎Porträtphotographie als Bismarck, darunter auf Karton und verso eigenh. Widmung.‎

‎O.O. und Jahr (um 1928). Ca. 23 x 17 cm (Foto), auf A4-Karton montiert.‎

‎Unterhalb der Photographie eh. Widmung von Müller "Für den guten Wiener Schauspieler Otto Tressler", sign. "Bismarck".- Auf der Rückseite: " - aber es ist nur der Schauspieler Robert Müller, der diesen Bismarck kreiert, einige hundert male gespielt und die Unterschrift immer wieder gefälscht hat".- Robert Richard Müller, genannt Nasen-Müller (Wien 1879 - 1968 Berlin) begann 1895 seine Laufbahn am Theater in Baden-Baden. Weitere Theaterstationen waren Berlin, Nürnberg, Hannover, Breslau, wo er 14 Jahre lang wirkte, Weimar, Dresden und während des Ersten Weltkriegs Königsberg. Gastspiele führten ihn auch ins Ausland, in die Schweiz und nach Südamerika. Seit Beginn der Weimarer Republik wirkte Robert Müller, der wegen seines gewaltigen Riechorgans in der Branche meist Nasen-Müller genannt wurde, in der deutschen Hauptstadt. Dort landete er Erfolge mit Rollen humoriger Typen und kauziger Kerle. Die Machtergreifung durch die Nationalsozialisten bedeutete erhebliche Einschränkungen in den beruflichen Wirkungsmöglichkeiten des ?Halbjuden? Müller. Nach Kriegsende blieb Müller im Westen Berlins und war Ensemblemitglied des Hebbel-Theaters, des Theaters am Kurfürstendamm und des Schiller-Theaters. Müller arbeitete auch für die Rundfunksender NWDR und SWF und wirkte noch im hohen Alter, seit 1960, mit kleinen Rollen in Fernsehfilmen mit.‎

Referenz des Buchhändlers : 73581

‎Moszkowski, Alexander (Pilica 1851 - 1934 Berlin)‎

‎Schriftsteller und Musikkritiker.-‎

‎Eigenh. Postkarte (gelaufen). Berlin, 1. XI. [18]91 (Poststempel). Qu.-kl.-8°.- Etwas fleckig, kleine Knickspuren.‎

‎An den Philosophen und Schriftsteller Fritz Mauthner (Horschitz in Böhmen 1849 - 1923 Meersburg), Verfasser u.a. der "Beiträge zu einer Kritik der Sprache", der von 1892 bis 1905 in Berlin lebte.- Das Schreiben betrifft wohl die Vorbereitungen zur Feier des 70. Geburtstages von Julius von Stettenheim (1831-1916) : "Lieber Freund! Ich sitze hier im Wallnertheater u. conferire mit [dem Berliner Komiker Franz] Guthery [1850-1900], der den Wippchen übernehmen will. Er darf aber nichts von Engels erfahren. Hingegen müsste er meines Erachtens (nebst Frau) eine Einladung des Comités erhalten".- "Im Berlin des ausgehenden 19. Jahrhunderts war Alexander Moszkowski durch seine satirischen Arbeiten leidlich bekannt geworden und konnte seinen Lebensunterhalt als professioneller 'Jokologe' bestreiten. Vor allem für die 'Berliner Wespen' von Julius von Stettenheim und danach in Eigenregie für 'Die lustigen Blätter' schreibt er unzählige Texte, die vor allem darauf zielen, die Zeit und ihre Grotesken auf die allfällige Pointe zu treiben [...] Die vielleicht genialste, in jedem Fall aber virtuellste Figur war der von Stettenheim ersonnene Kriegsberichterstatter 'Wippchen'." (Goedart Palm).‎

Referenz des Buchhändlers : 40261

‎Mitterer, Erika (Wien 1906 - 2001)‎

‎Lyrikerin und Erzählerin.-‎

‎Eh. Gedichtmanuskript m.U., dat. 1927. 4°. 1 S.‎

‎"Tanzmusik! Immer erneute / Formung in Glied und Kreis. / Wirbelndes, heiteres Heute ... / Gestern und morgen? Wer weiß? ...". 4 Strophen zu je vier Zeilen. Das unbetitelte Gedicht ist am Schluß "1927" datiert, doch dürfte die vorliegende Niederschrift nach 1970 entstanden sein. - Schöne, sorgfältige Gedichthandschrift.- "Erika Mitterer besuchte ein privates Mädchen-Lyzeum, danach Fachkurse für "Volkspflege" bei Ilse Arlt. Berufstätigkeit als Fürsorgerin in Tirol, im Mühlviertel und im Burgenland. Nach ersten Erfolgen mit dem Gedichtband "Dank des Lebens" (1930) nur noch schriftstellerische Arbeit, zu der sie bereits von Rainer Maria Rilke ermutigt worden war, den sie 1925 in Muzot besucht hatte" (Erika Mitterer Gesellschaft).‎

Referenz des Buchhändlers : 11767

‎Lueger, Karl (Wien 1844 - 1910)‎

‎Bürgermeister.‎

‎Eh. Briefentwurf m.U., ohne O. u. J. (Wien, wohl Ende 1873). Kl.-4°. 2 Bll., 3 SS. (in den Faltstellen gerissen. In den Rändern mit sehr schmalen Klebestreifen zusammengesetzt).‎

‎[Adresse und Absender:] K.K. Oberlandesgericht Wien. Dr. Karl Lueger, Advocaturscandidat in Wien III. Marokkanergasse 3. "Um Zulassung zur Advocaturprüfung, [durchgestrichen:] um Bestimmung eines Termines vorerst für die mündliche". - Lueger beschreibt seinen Ausbildungsweg auf der Universität Wien und bei verschiedenen Wiener Kanzleien, zuletzt seit 16. Juni 1867 als Konzipient bei Dr. Karl Kienböck und führt weiter aus: "Mittlerweile erlangte ich nach Ablegung der vorgeschriebenen strengen Prüfungen an der kk. Universität zu Wien laut der in Copia vid. beiliegenden Diplomes L dto. Wien 21. Jänner 1879 die juridische Doctorswürde u. habe ich sonach sämtliche Erfordernisse erfüllt, an welche das Gesetz behufs Zulassung zur Advocaturprüfung vorschreibt. Ich stelle sohin die ergebenste Bitte: Das hochlöbliche kk. Oberlandesgericht geruhe mich zur Ablegung der Advocaturprüfung zuzulassen u. vor allem für die schriftliche Prüfung einen Termin festzusetzen. Dr. Karl Lueger".- Beiliegt: Orig. Porträt-Photographie von Karl Lueger, ausgeführt vom Photographen Charles Skolik 1905. In der rechten oberen Ecke von Lueger eigenh. mit Bleistift signiert (Rückseite gestempelt).‎

Referenz des Buchhändlers : R70483

‎Lipp, Wilma (Wien 1925-2019 Inning), Sopranistin‎

‎Orig.-Porträtfotografie mit eigenh. Widmung, angefertigt im Studio Fayer.‎

‎Wien, Photo Fayer um 1960. Ca. 18 x 13 cm. Unter Passepartout (ca. 27,5 x 18,6 cm; Passepartout etwas fleckig und laienhaft beschnitten).‎

‎"Frau Kresak mit herzlichem Dank Wilma Lipp".- "Im Alter von 17 Jahren debütierte Wilma Lipp in Wien als 'Rosina' in 'Der Barbier von Sevilla' in einer Freilichtaufführung auf dem Heldenplatz. 1945 wurde sie von der Wiener Staatsoper als Elevin und später als Ensemblemitglied engagiert [...] Die erste tragende Rolle, die ihr zuteilwurde, war die Königin der Nacht in Mozarts Zauberflöte. Diese Aufgabe katapultierte sie von der Zweitbesetzung der Papagena zur Premierenbesetzung der Königin, weil Maria Stader absagte und der Dirigent der Aufführung, Josef Krips, ihr diese Chance gab. Damit gelang Lipp der Durchbruch, erst in Wien und Salzburg, im Anschluss weltweit in dieser Partie [...] 1953 wurde sie 28-jährig zur jüngsten Kammersängerin in der gesamten Geschichte der Wiener Staatsoper ernannt, was damals für enormes Aufsehen sorgte ... An der Wiener Staatsoper stand Wilma Lipp in rund 1200 Aufführungen auf der Bühne" (wikipedia).- Brustbild, Lipp nach rechts blickend.- Dazu ein weiteres Brustbild von Lipp, ebenfalls Fayer um 1960, gleiche Größe, die Künstlerin mit Blick nach links, sowie ein Rollenfoto aus dieser Zeit von Lipp und Fred Liewehr, rückseitig mit hs. Vermerk "V[olks] Oper. Der Vogelhändler". Gleiche Größe, leichte Gebrauchsspuren.‎

Referenz des Buchhändlers : 46633

‎Liewehr, Fred (1909-93), Theater- und Filmschauspieler‎

‎Orig.-Porträtfotografie, aufgenommen wohl von Lillian Barylli-Fayer.‎

‎Wien, Photo Fayer um 1960. Ca. 23 x 17 cm. Auf Karton aufgezogen und unter Passepartout (ca 38 x 27 cm), auf diesem eigenh. Widmung des Schauspielers.‎

‎"Frau Heli [Kresak] alle lieben Grüße!", datiert Mai [19]60.- Fred Liewehr "besuchte 1930/31 das Max-Reinhardt-Seminar in Wien und wurde 1931 von Max Reinhardt als Eleve an das Theater in der Josefstadt engagiert. Ab 1933 spielte er am Wiener Burgtheater. 1969 wurde er dort Ehrenmitglied und 1981 Doyen. Von 1979 bis 1980 war er, als Nachfolger von Herbert Alsen (1906?1978), Intendant der Burgenländischen Festspiele und als solcher für zwei Saisonen Leiter der Seespiele Mörbisch sowie der Burgspiele Forchtenstein" (wikipedia).‎

Referenz des Buchhändlers : 46726

‎Laube, Heinrich (1806 Sprottau - 1884 Wien)‎

‎Schriftsteller, Theaterdirektor.-‎

‎Eh. Gedicht m.U. (6 Strophen a 5 Zeilen), o.O. u. Datum. 4°. 1 1/2 SS.- Leicht fleckig.‎

‎"Kam d. König vom Gebirge / Ritt e. rabenschwarzes Ross [...]".- Mit Eintragung von fremder Hand: "Gedicht von H. Laube's Hand, zur Betonung übergeben an mich. R. Hofer [?] Wien, 27. April 85".- Am Rand montiert auf ein lithographiertes Kriehuber-Porträt von Heinrich Laube (Blattgröße 39 x 27 cm), dieses mit Sammlerumschlag mit hs. Anmerkungen.- Das Porträt im Rand etwas stockfleckig.‎

Referenz des Buchhändlers : 13831

‎Laube, Heinrich (1806 Sprottau - 1884 Wien)‎

‎Schriftsteller, Theaterdirektor.-‎

‎Eh. Brief m.U., dat. Wien den 20. Novbr. 1872. 8°. 2 1/2 SS., Briefkopf des "Wiener Stadttheaters".- Knickfalten, leicht gebräunt.‎

‎An einen ungenannten Dramatiker: "Sie werden wohl auch, lieber Freund, die neuen Vorschläge der Burgtheater-Direction für ausschließliches Aufführungsrecht erhalten haben. Daraus können Sie ersehen, daß diese Direction selbst keineswegs Ihrer Ansicht ist: die Stücke wären ihr früher zur ausschließlichen Aufführung in Wien übergeben worden. Ich denke, dass wir Ihre Ultra-Bedenklichkeit behoben haben, und Sie werden dem Wiener Stadttheater nun die Aufführung Ihrer Stücke gestatten [...]".- Laube eröffnete das Stadttheater am 15. September 1872 mit Schillers "Demetrius". "Daß das Stadttheater als Privattheater mit dem kaiserlichen Hof-Burgtheater nicht in eine echte Konkurrenz treten konnte, war ... Laube von allem Anfang an klar; (...) in der Gestaltung des Spielplans gab es Schwierigkeiten, denn das Burgtheater sperrte dem Stadttheater durch Autorenreverse Stücke ... wo immer es konnte" (Hadamowsky, Theatergeschichte S. 686).‎

Referenz des Buchhändlers : 11367

‎Kronau, Friederike (1841 Duisburg - 1918 Wien)‎

‎Schauspielerin.-‎

‎Eh. Brief m.U., Wien, 31.12.1870. 8°. 1 S.- Gebräunt, Knickfalten.‎

‎"Nach ersten Engagements in Elbing und Linz spielte Kronau am Carltheater in Wien, in Thorn, Pest und Dessau und wurde 1860 von Heinrich Laube ans Burgtheater geholt, wo sie als jugendlich-naive Liebhaberin und Salondame Erfolge feierte. Nach kurzer Zwischenstation am Frankfurter Stadttheater kehrte sie ans Carltheater zurück und wurde durch ihre anmutige Darstellung vor allem in französischen Lustspielen zum Liebling des Wiener Publikums. Nach ihrer Eheschließung mit Leopold Wilhelm von Edelsheim-Gyulai zog sie sich 1873 von der Bühne zurück" (Saur, DEB).- Bedauert, auf ein Schreiben eines "geehrten Herrn" erst jetzt und nur unbestimmt antworten zu können.‎

Referenz des Buchhändlers : 8307

‎Krastel, Friedrich (Fritz; 1839 Mannheim - 1908 Wien)‎

‎Schauspieler und Regisseur.-‎

‎Eh. Brief m.U., dat. Wien, 18. 3. 97. 8°. 1 S.‎

‎An einen lieben Freund: "Ich habe mich mit Gott entschlossen, in den Stand der Heiligen und Protegirten zu treten! Aber Spaß bei Seite! Einmal weiß ich nicht, wie weit du dich bei d. Erzhzgin verpflichtet hast u. anderseits will ich dem ewigen Vorwurfe ausweichen, als gehe ich meinem 'Glück' absichtlich aus dem Wege. Ich sende dir also einige Gedichtls zum Schönfärben. Habent fata sua libelli! [...]".- "Der Sohn eines Chorsängers des Mannheimer Hoftheaters begann auf Wunsch seines Vaters ein Theologiestudium, wandte sich jedoch bald der Bühne zu und erhielt 1859 am Hoftheater in Karlsruhe ein Engagement als Zweiter Tänzer. Als Raoul in Die Jungfrau von Orleans gewann er die Aufmerksamkeit des Intendanten Eduard Devrients, der ihn förderte und ihm seit 1861 die Rollen des jugendlichen Helden und Liebhabers gab. 1864 wurde K. von Heinrich Laube für ein Gastspiel an das Wiener Burgtheater geholt, wo er im folgenden Jahr ein Engagement antrat, das bis an sein Lebensende dauerte" (Saur, DBE).- Beiliegend Visitenkarte mit eh. Zeile sowie ein Zeitungsausschnitt zum 20. Todestag Krastels.‎

Referenz des Buchhändlers : 21839

‎Koschat, Thomas (1845 Viktring bei Klagenfurt - 1914 Wien)‎

‎Sänger.-‎

‎Eh. Brief m.U., Leipzig am 10.7. (1)879.-. 8°. 2 1/2 SS. (Doppelblatt). Tinte verblaßt, etw. fleckig.‎

‎An seinen Agenten. Bedauert, daß sein Ensemble nicht in Kaltenleutgeben mitwirken kann, da ein Konzert in Prag im Sofiensaal ansteht. Weiters über den großen künstlerischen Erfolg und die schlechte finanzielle Lage.- Der Sohn eines Färbermeisters studierte 1865-67 Chemie an der TH Wien, wandte sich dann der Musik zu und wurde 1867 Chorist an der Wiener Hofoper. Seit 1874 war Koschat auch Domsänger an St. Stephan, wurde 1878 Wiener Hofkapellsänger und gründete seit 1866 mehrere Gesangsquintette, mit denen er Konzertreisen durch Europa und Amerika unternahm. Zu seinen Kompositionen gehören Volkslieder und die Singspiele "Am Wörthersee" (1880) und "Der Gosauschmied" (1881) (Saur, DBE).‎

Referenz des Buchhändlers : 156

‎Korngold - Silber, Philipp (Czernowitz 1876 - vermutl. Vernichtungslager Sobibor 1942)‎

‎Komponist und Jurist.‎

‎Masch. Brief m. eigenh. U., Wien 25. März 1932. 4°. 2 1/2 SS. (minimale Einrisse, gering fleckig).‎

‎Auf Papier und mit Briefkopf des "Rechtsschutzbüros der Genossenschaft dramatischer Schriftsteller und Komponisten" in Wien IX, dessen Syndikus Philipp Silber war.- Gerichtet an Hubert Marischka (Wien 1882 -1959) in Wien XIII, zu dieser Zeit Direktor des Theaters an der Wien und des Raimundtheaters: "... Anfangs Jänner l.J. haben Sie in Ihrer Umgebung die Aeusserung gemacht, Prof. [Erich Wolfgang] Korngold hätte in seiner neuen Straussbearbeitung 'Das Lied der Liebe' die ganze Musik aus dem gleichfalls von ihm (mit Julius Bittner) eingerichteten 'Walzer aus Wien' benützt. Diese Behauptung ist unbegründet, da sie den Tatsachen nicht entspricht. Prof. Korngold fühlt sich durch den ihm gemachten Vorwurf, und speziell aus ihrem Munde, nicht nur in seiner künstlerischen sondern auch in seiner Privatehre gekränkt, umsomehr, da ihn mit Herrn Direktor Marischka nicht nur künstlerische sondern auch freundschaftliche Beziehungen verknüpfen, weshalb er ein begreifliches interesse hat, die Unstichhältigkeit der ihm zur Last gelegten Handlung zu erweisen [...]".- Das "Lied der Liebe" wurde 1932 mit Richard Tauber und Anny Ahlers am Berliner Metropol-Theater uraufgeführt.- Philipp Silber war neben seiner Arbeit als Funktionär auch als Kapellmeister und Chorleiter tätig und komponierte Walzer, Märsche, Lieder, Operetten und eine Oper.‎

Referenz des Buchhändlers : 51200

‎Komzák, Karl (Prag 1850 - 1905 Baden)‎

‎Komponist.-‎

‎Eigenh. Karten-Brief m.U. und Adressat, datiert "Baden 3/1 1893". 8°. 1 S. Leicht gebräunt.‎

‎An den Theateragenten J. Wild in Wien I: "Nie und nimmer gebe ich nach. Erbitte mir von Ihnen ein ultimatum. Die Tantiemen senden Sie mir nicht. Ich übergebe die Angelegenheit sofort einem Advokaten! Mir ist's nicht ums Geld, bei Gott nicht, ich will meinen Freund Brakl nicht beleidigen, um ihm die lausigen 32 fl zu schenken - aber des Prinzipes halber darf ich nicht nachgeben. Für was soll der Musiker dem Textverbesserer 20% zahlen, wo der Musiker ohnehin nur 45% u. der Dichter 55% hat! Die ganze Welt tadelt das Buch u. findet die Musik anständig - und für das alles soll ich mich demüthigen? Nein, und wenn ich prozessieren muss - 10 Jahre!" - Streitpunkt dürfte wohl eine Textrevision der 1892 in Salzburg uraufgeführten Volksoper "Edelweiss" sein, zu der Franz Josef Brakl den Text verfasste.- "Das Publikum liebte Komzák stets, weil er eine sympathische Ausstrahlung besaß und eine freundliche Natur hatte. Im September 1892 siedelte Karl Komzák nach Baden über, wo er mit 26. April 1893 die (ein Jahr vakant gewesene) Leitung des Kurorchesters übernahm [...] Am Ostersonntag 1905 starb Komzák, als er in Baden versuchte, auf einen abfahrenden Zug der Südbahn aufzuspringen, und dabei unter dessen Räder geriet" (wikipedia).‎

Referenz des Buchhändlers : 53963

‎Jaray, Hans (Wien 1906-90) und Sylvia Lydi (geb. 1933), orig. Fotografie‎

‎Szenenbild mit Hans Jaray und Sylvia Lydi, möglicherweise eine Aufnahme einer Szene aus Molnars "Delia" in den Wiener Kammerspielen 1959/60 unter Jarays Leitung.‎

‎Orig.-Fotografie mit eigenh. Widmung. (Wien), April 1960. Ca. 22 x 28 cm.- Auf Karton montiert.‎

‎"Frau Heli Kresak herzlich: Hans Jaray" (und) "Sylvia Lydi - Jaray [!], April 1960".- "1930 holte Max Reinhardt [Hans Jaray] ans Theater in der Josefstadt, wo er bis 1938 tätig war [...] Durch seine Darstellung des Franz Schubert in dem Willi-Forst-Film Leise flehen meine Lieder (1933) wurde er auch zu einem der bekanntesten Filmschauspieler in Deutschland und Österreich. Nach dem Anschluss Österreichs an Nazi-Deutschland musste er als Jude in die USA emigrieren und arbeitete bis 1948 an Theatern in Hollywood und New York [...] 1948 kehrte Jaray nach Wien zurück. Er trat zuerst am Volkstheater und ab 1951 am Theater in der Josefstadt auf, an dem er später auch inszenierte. Neben seiner Theaterarbeit, wo er vor allem in Boulevardstücken auftrat, wirkte Jaray auch wieder bei Filmproduktionen mit" (wikipedia). Sylvia Lydi, geb. 1933 in Basel, war eine Zeit lang mir Jaray verheiratet. Sie stand seit Mitte der 1950er Jahre zehn Jahre lang regelmässig vor der Kamera, danach bis Ende der 1970er Jahre nur noch sporadisch. Grosse Popularität erlangte sie 1966 in der Rolle der Suzy Fast in dem Dreiteiler "Die Gentlemen bitten zur Kasse". Schon davor spielte sie in Streifen wie "Die unentschuldigte Stunde", "Der Page vom Palast-Hotel" oder dem Heimatfilm "Hubertusjagd" sowie 1961 in Jarays Film " Das Salzburger große Welttheater".- Stempel verso: Ernst Hausknost, Wien VII.‎

Referenz des Buchhändlers : 46733

‎Hofmannsthal, Hugo von (Wien 1874 - 1929)‎

‎Schriftsteller.-‎

‎Eh. Brief m.U., o.O. u. Jahr [um 1925]. 4°. 1 S.- Gelocht, Faltspuren, obere rechte Ecke ausgerissen (kein Textverlust).‎

‎An einen Theaterdirektor, betreffend seine Bedenken wegen der Besetzung des "Schwierigen": "Ich verreise heute für 8 - 10 Tage, wirklich in Sorge um den 'Schwierigen'. Frl Gordy[?] ist ja doch wohl ganz undenkbar, sie kann ja noch nicht sprechen! ".‎

Referenz des Buchhändlers : 11505

‎Hierhammer, Heinrich (Wien 1857 - 1936)‎

‎Druckereibesitzer und Politiker, Vizebürgermeister von Wien. - Konvolut von 3 (2 eigenh.) Briefen und 5 eigenh. Postkarten.‎

‎Wien etc., 1902-15. Die Briefe (7 SS.) 8° und Gr.-8°, 2 auf Briefpapier und mit Signet "Vize Bürgermeister der Stadt Wien". Zu Druckerei Hierhammer vgl. Durstmüller, Anton / Frank, Norbert: Die österreichischen graphischen Gewerbe zwischen Revolution und Weltkrieg.-‎

‎Gerichtet an Hans Arnold Schwer (Wien 1865 - 1931) in Wien 8 (Josefsgasse, Fuhrmannsgasse und Kochgasse), Journalist (u.a. "Deutsches Volksblatt), Gemeinderat (1900- 1919) und Stadtrat (1907-1919). Verdienste erwarb er sich unter anderem als Mitbegründer des Römischen Museums der Stadt Wien ("Museum Vindobonense"). Er hinterließ Materialien zu einer Häuserchronik des 8. Bezirks.- Heinrich Hierhammer war ab 1889 Vertreter der christlichsozialen Partei im Bezirksausschuss und von 1905 bis 1918 Vizebürgermeister der Stadt Wien.- Im Brief vom 15. Mai 1905 erläutert er seinem Freund Schwer die Besitzverhältnisse der Druckerei Hierhammer ("Konzessionär und Eigentümer der Firma ist mein Vater noch heute, die Leitung des Geschäftes und die Prokura habe ich seit vorigem Jahre in Händen") und stellt ausführlich da, warum seine Druckerei am besten für Aufträge der Gemeinde Wien geeignet ist: "So hat sie z.B. anläßlich der letzten Landtagswahlen die litografierten Wählerlisten 2 Tage vor dem festgesetzten Termin und um mehr als K 4000.- billiger als Gerin geliefert [...] Ferner wäre darauf hinzuweisen, dass seinerzeit die farbigen Pläne für die Einverleibung des 21. Bezirkes binnen 48 Stunden von der Firma H. hergestellt wurden. Der Bürgermeister gab nach beendeter Beratung über diesen Gegenstand dem Bauinspektor [Heinrich] Goldemund den Auftrag diese Pläne zur Lieferung binnen 48 Stunden beim "Hierhammer" zu bestellen, worauf G. einwandte, daß diese Frist viel zu kurz sei. Lueger sagte darauf: Hierhammer wird rechtzeitig liefern, darauf kann ich mich verlassen, und er hatte sich nicht geirrt [...] In Wien kämen überhaupt außer uns bloß 2 Firmen in Betracht, welche für derartige Arbeiten eingerichtet sind, u. zw. Jos. Eberle im VIII. Bez., der schon einmal für das Stadtbauamt einige Arbeiten lieferte aber keinesfalls zufrieden stellte und der Schönerianer Guberner im IV. Bez; /: einst mit meinem Vater in Kompagnie:/ ein verbissener Gegner Luegers. - Es ist nun die Frage, ob es ein grosses Unglück ist, wenn ein Funktionär der Gemeinde Wien Teilhaber einer Firma ist, die der letzten fast ausschließlich Arbeiten streng vertraulicher Natur zu leisten hat [...]".- Sehr interessant auch das Schreiben vom 2. März 1908, gefertigt als Vize-Bürgermeister von Wien, in dem er dem Stadtrat Schwer mitteilt, dass der von ihm zu unterzeichnende Kohlenakt von seinem Schreibtisch verschwunden sei: "Jedenfalls bitte ich dich sorgsam zu sein, lieber Freund, und, wenn man meine Abwesenheit dazu benutzen wollte, an dem Stadtrate eine Erpressung zu begehen um dem Juden Wollheim [wohl Eduard Arnhold als Nachfolger Cäsar Wollheims] zu einem Triumpf zu verhelfen, die Antisemiten im Stadtrate zu allarmieren" (gelocht, mit Versandkuvert).- Der maschingeschriebene Brief vom 18. Mai 1915 ist ein Glückwunschschreiben zum 50. Geburtstag von Hans Arnold Schwer, dem allerdings zumeist fälschlich das Geburtsjahr 1856 zugeschrieben wird! - Die Postkarten mit Ansichten aus Zittau, München, London (BM), Varnsdorf (Böhmen) und Kloster St. Eufemia in Kampor (Rab).‎

Referenz des Buchhändlers : 52565

‎Heesters, Nicole (geb. Potsdam 1937), Theater- und Filmschauspielerin‎

‎Orig.-Fotografie (Szenenbild) mit eigenh. Widmungen,‎

‎Wien um 1965. Ca. 22 x 29 cm.‎

‎Widmungen an Frau Heli Kresak "in herzlicher Dankbarkeit und mit freundlichen Grüßen".- Szenenbild mit zwei Kollegen (Josefstadt?).- Verso gröbere Montagespuren, Stempel "Ernst Hausknost, Wien VII".‎

Referenz des Buchhändlers : 46776

‎Heesters, Johannes (Amersfoort 1903 - 2011 Starnberg), Theater- und Filmschauspieler‎

‎Orig.-Fotografie (Rollenbild) mit eigenh. Widmung, datiert "9 - I - (19)66".‎

‎Wien, 1966. Ca. 30 x 24 cm.‎

‎"Frau Heli Kresak mit den besten Wünschen".- Die Fotografie (Stempel verso: Ernst Hausknost, Wien VII) zeigt Heesters möglicherweise an der Volksoper in seiner Paraderolle als Danilo in "Die lustige Witwe".- Rechte untere Ecke etwas geknickt, verso Montagespuren.‎

Referenz des Buchhändlers : 46759

‎Haunold, Karl Franz Emanuel (Wien 1832-1911)‎

‎Landschaftsmaler.-‎

‎Eigenh. Brief m. U., O.O., datiert "19. Juni [1]867". 8°. 1 S.‎

‎Karl Franz Emanuel Haunold studierte zunächst an der Wiener Akademie der bildenden Künste und war dann seit 1854 Schüler von A. Hansch. Ab 1862 unternahm er Studienreisen nach Italien, Ungarn, Deutschland und in die österr. und bayrischen Alpenländer. Aus diesen Gegenden stammen die Motive für seine Landschaftsbilder, doch hat er sich mehr durch viele Studien kleineren Formats als durch größere Ölgemälde einen Namen gemacht. Er war 1868 Vorstand des "Albrecht-Dürer-Vereins", für dessen Maifeste sowie für die Narrenabende des Männergesangvereins er humoristische Beiträge und Singspiele schrieb. - Haunold übersendet einem "geehrtesten Freund" erwünschte Beilagen und bedauert, "daß dir deine so freundschaftliche Gefälligkeit noch nachträglich Zeit raubt und Mühe verursacht. Von meinem Sommeraufenthalt könnte ich dir allenfalls nur berichten, daß er einen sehr winterlichen Anstrich hat [...]".‎

Referenz des Buchhändlers : 52555

‎Haunold, Karl Franz Emanuel (Wien 1832-1911)‎

‎Landschaftsmaler.-‎

‎Eigenh. Brief m. U., datiert "Wien 14. März [1]872". 8°. 1 S.‎

‎Karl Franz Emanuel Haunold studierte zunächst an der Wiener Akademie der bildenden Künste und war dann seit 1854 Schüler von A. Hansch. Ab 1862 unternahm er Studienreisen nach Italien, Ungarn, Deutschland und in die österr. und bayrischen Alpenländer. Aus diesen Gegenden stammen die Motive für seine Landschaftsbilder, doch hat er sich mehr durch viele Studien kleineren Formats als durch größere Ölgemälde einen Namen gemacht. Er war 1868 Vorstand des "Albrecht-Dürer-Vereins", für dessen Maifeste sowie für die Narrenabende des Männergesangvereins er humoristische Beiträge und Singspiele schrieb. - Teilt einem "geehrten Herrn" mit, dass "die Vorstellung übermorgen statt (findet) - und sind die Bilder dieselben die wir voriges Jahr beim Komischen Abend producirten [...] ich würde Sie bitten die dazu [zur Befestigung] viel passendere hübschere Art spanische Wand, auf welcher bei Ihnen wir die Leinwand befestigt hatten, mit den Geräthen ins Local "Zeisig" [Zum grossen Zeisig, Burggasse 2 im 7. Bezirk?] gütigst transportieren zu lassen".‎

Referenz des Buchhändlers : 52552

‎Hartmann, Ernst (1844-1911), Schauspieler, Regisseur‎

‎Rollenbild im Profil (als Prinz von Guastalla in "Emilia Galotti) mit eigenh. Widmung m.U.‎

‎Wien, Juni (18)91. Ca. 24 x 18 cm (Bild), auf Karton aufgezogen. Stärker fleckig u. gebräunt, beschabt. Vgl. Eisenberg 396:‎

‎"... zählt ... zu den hervorragendsten Schauspielern des Burgtheaters, und ist sein Name mit der besten Zeit dieses bedeutenden Kunstinstituts auf das Innigsten verbunden".- Zitat aus Lessings "Emilia Galotti": "Nur zweifeln Sie keine Augenblick an der unumschränktesten Gewalt, die Sie über mich haben! Mit herzlichem Gruß Ernst Hartmann".‎

Referenz des Buchhändlers : 28

‎Harding, James Duffield (1798-1863)‎

‎Landschaftsmaler, Lithograph und Schriftsteller.‎

‎Eigenh. Brief mit Unterschrift, gerichtet an W(illiam) Windsor. Vermutl. London, "4 Gordon Square, Thursday" (wohl Sept. 1840). 8°. 2 SS. Montiert zwischen 2 Papierblätter in 4° mit zeitgenöss. Beschriftung: "To Mr. Windsor with Mr. Harding's respects. One of twelve copies selected by M. Harding from the entire work when in sheets. Sept. 1840".‎

‎"Dear Sir, I should have done ... of sending this volume of my 'Sketches at home and abroad' long before this, but that I have been obliged to wait the good ... of the Binder. It was the only remaining // copy in sheets ... which I myself selected from the entire edition when it was delivered from the Printers. I hope therefor that you will do me the honor to accept it, and that its rarity will make it the more worthy of your reception. Yours truly J.D. Harding".- James Duffield Harding (1798 - 4 December 1863), was an English landscape painter, lithographer and author of drawing manuals. His use of tinted papers and opaque paints in watercolour proved influential. In 1818 he showed with the Society of Painters in Watercolours, (known as the "Old Watercolour Society or OWCS from 1831) for first time. He was to contribute to its exhibitions for the rest of his life. He was elected an associate of the society in 1820 and a full member in 1821. From the 1830s a range of papers was produced under the name of "JDH pure drawing paper", initially for Winsor and Newton. The papers, which proved popular amongst both amateur and professional artists, and which Harding used himself, were produced in white, and in shades of cream, buff and grey. They were marketed until around 1910. Winsor and Newton also produced pencils under Harding's name. In 1843 he took up oil-painting, and exhibited many landscapes in that medium at the Royal Academy. In 1847 he resigned his membership of the OWCS. His Sketches at Home and Abroad, a series of fifty plates using this method, was published in 1836 (recte 1839 laut KVK).- Winsor & Newton (W&N) is a company based in London, UK that manufactures a wide variety of fine art products, including: oils, alkyds, watercolours, acrylics, pastels, artists' brushes, canvases, papers, portfolios, and distributes the Derwent pencil sets. The company was founded in 1832 by William Winsor and Henry Newton.‎

Referenz des Buchhändlers : 50321

‎Hand, Ferdinand Gotthelf (1786-1851)‎

‎Philologe und Philosoph.-‎

‎Eigenh. "Proponenda" m.U., dat. "Jena den 21. Mai 1830". 4°. 1 S. (Doppelblatt).‎

‎"Ferdinand Gotthelf Hand, am 15. Februar 1786 in Plauen als Sohn eines Superintendenten geboren, besuchte das Gymnasium von Sorau, um dann von 1803 an in Leipzig Philosophie und Philologie zu studieren. Nach Promotion (Jena 1807) und Habilitation (1809 in Leipzig) ging er zunächst seiner akademischen Tätigkeit nach, wechselte aber schon 1810 - 'ungern', wie es heißt - nach Weimar, um dort als Professor am Gymnasium Nachfolger von Franz Passow zu werden. 1817 folgte er einem Ruf aus Jena und wurde dort zunächst außerordentlicher, dann ordentlicher Professor der Philosophie und griechischen Literatur, unterrichtete daneben die Prinzessinnen von Sachsen-Weimar, Auguste und Marie, die er auch auf einer Reise nach St. Petersburg begleitete. Hand starb am 14. März 1851 in Jena. Er verfaßte u.a. eine 'Aesthetik der Tonkunst' (1837-41) und ein 'Lehrbuch des Styls', das aber, wie auch sein 'Tursellinus', zu 'philosophisch angeleg' war, um viel Erfolg zu haben" (richardwolf).- "Proponenda für die Senatsitzung am 22. Mai 1830 um 11 Uhr" mit Auflistung von 10 Tagespunkten.- Verso mit Unterschriften und teils Anmerkungen verschiedener Professoren.‎

Referenz des Buchhändlers : 30529

‎Hammer-Purgstall, Joseph Freiherr v. (Graz 1774 - 1856 Wien)‎

‎Diplomat und Orientalist.‎

‎Brief mit eigenh. U., Februar 1856. 8°. 1 S. (Doppelblatt).- Kleiner Randausriß durch Siegelbruch.‎

‎Das Schreiben bezieht sich auf die 1855/56 bei Gerold erschienene und mit 50 Lithographien ausgestatte "Porträtgallerie des steiermärkischen Adels aus der Hälfte des XVIII. Jahrhunderts": (An die) "Geroldsche Verlags Expedition, da ein und fünfzig Lithographien ausgegeben worden sind, während nur fünfzig versprochen wurden, so könnte ich mir die Antwort auf Ihre Frage ganz ersparen (*), indessen wird der Unbekannte, wenn er fehlt, aus der Lithographie folgen. Hammer Purgstall" Darunter zu dem Asterisk von fremder Hand: "Expectoration! (*) Gehört nicht zur Sache!". - Die Nachricht wurde am 28. 2. 1856, beschrieben auf einer leeren Seite des Doppelblattes, von Gerold an die Firma "Credner & Kleinbub" in Prag weitergeleitet: "Wie hören - privatim - das der Stein zu dem 'Unbekannten' im Augenblick vermißt werde; findet er sich, so soll er abgedruckt, und nachgeliefert werden. Umstehend Herrn Hofrath Hammers Erwiederung - zugleich ein Autograph des berühmten Orientalisten. Achtungsvoll ergeben [...]".‎

Referenz des Buchhändlers : 55242

‎Hamerling, Robert (1830 Kirchberg am Walde - 1889 Stifting bei Graz)‎

‎Schriftsteller.-‎

‎Eh. Brief m.U., dat. Graz 22. Aug. [18]79. 8°. 1 S. (Doppelblatt mit blindgepr. Monogramm).- Die ausgeschnittene Adreßseite des Umschlags mit Frankatur auf das zweite leere Blatt montiert, dieses verso mit Montagespuren.‎

‎An "Fräulein Sophie Ohlmann" (1860-1949) in Frankfurt, die ihn um ein Autograph gebeten hatte: "Sie baten so herzlich - und doch habe ich Sie so lange warten lassen! Verzeihen Sie mir's: ich kann es mir nicht verzeihen. Entschuldigen muß mich die überaus schlechte Stimmung, aus der ich mich nur selten aufraffe. Sie wünschen ein paar Verse von meiner Hand, einen Autograph also, wie es scheint; aber Ihnen schreibe ich lieber ein Prosa-Briefchen, denn Ihre lieben, herzigen Zeilen haben mir einen so freundlichen Eindruck gemacht, daß ich am liebsten mit Ihnen plaudern möchte, was man bekanntlich nur in Prosa kann [...]".- "Aus einfachen Verhältnissen stammend, war H. 1840-44 Sängerknabe im Stift Zwettl, kam später nach Wien, studierte an der Univ. und unterrichtete 1852 in Wien, 1853 am Gymnasium in Graz und 1854-66 in Triest. Er war Theaterkritiker der 'Triester Zeitung', veröffentlichte Beiträge in Journalen und nahm regen Anteil an der deutschen Einigungsbewegung, die er 1872 in dem Festspiel 'Teut' feierte" (Saur, DBE).‎

Referenz des Buchhändlers : 13677

‎Halm, Friedrich (d.i. Eligius Franz Joseph Frhr. v. Münch-Bellinghausen; 1806-1871)‎

‎Dramatiker und Erzähler.-‎

‎Eh. Gedicht m.U., 8 Zeilen, datiert "1. Juny [1]837". 4°. Doppelblatt.- Vertikale Knickfalte, sonst wohlerhalten. Vgl. Kosch III, 1809 f.-‎

‎"Was uns des Himmels Wolken niederregnen, / Was uns im Schlaf des Glückes Laune gibt [...]".- Schönes, dekoratives Albumblatt mit lithographierter romantischer Bordüre, im Fußsteg eine stilisierte Ansicht von Wien, erkennbar Karlskirche, Stephansdom, Kahlen- und Leopoldsberg.- Friedrich Halm, geboren am 2.4.1806 in Krakau, gestorben am 22.5.1871 in Wien, seit den 1830ern einer von Wiens beliebtesten Theaterschriftslellern, studierte in Wien Philosophie und die Rechte. 1826 trat er beim k. k. Fiskalamt zu Linz in den Staatsdienst als unbesoldeter Concepts-Praktikant und durchlief die Beamtenlaufbahn bis zum Regierungsrat. 1845 wurde er erster Kustos, 1867 Präfekt der Wiener Hofbibliothek, im selben Jahr Generalintendant der beiden Hoftheater. Das Mitglied der Akademie der Wissenschaften (ab 1847) und des Herrenhauses (ab 1861) wurde 1868 Vorstand des Verwaltungsrates der Deutschen Schillergesellschaft.‎

Referenz des Buchhändlers : 15955

‎Hackländer, Friedrich Wilhelm Ritter von (1816 Burtscheid - 1877 Leoni/Starnberger See)‎

‎Schriftsteller.-‎

‎Brief. m. eh.U., Stuttgart, 25. Jänner 1861. 8°. 1 S. (Doppelblatt).- Leicht gebräunt, Knickfalten, das leere Blatt mit Montagespuren.‎

‎An den Grafen Franz Folliot de Crenneville-Poutet: "[...] Herr Dr. August Lewald [..] hat ein kleines vortreffliches Büchlein geschrieben, Tornister Büchel, dem kaiserlichen Heere gewidmet, von welchem derselbe Euer Excellenz hiermit 1 Exemplar vorlegt und ich mir erlaube, daran die Bitte zu knüpfen, ob Euer Excellenz in diesem Ausnahmsfalle nicht die außerordentliche Güte haben würden, das zweite beigefügte Exemplar dieses kleinen Werkes [...] Sr. kaiserlichen Majestät im Namen des allerunterthänigsten Verfassers zu Füßen legen zu wollen [...]".- "Nach einer Orientreise als Begleiter des Oberstallmeisters von Friedrich von Taubenheim erhielt H. eine Stelle als Volontär bei der Hofkammer und wurde 1843 zum Hofrat, Sekretär und Reisebegleiter des württembergischen Kronprinzen ernannt, mit dem er 1844-46 Italien, Belgien, Österreich und Rußland bereiste. 1849 schied H. bei vollem Gehalt aus dem Hofamt aus und betätigte sich als Kriegsberichterstatter in den Hauptquartieren Radetzkys beim Feldzug in Piemont und des Prinzen Wilhelm von Preußen beim Badischen Feldzug (Bilder aus dem Soldatenleben im Kriege, 2 Bde., 1849). Nach Stuttgart zurückgekehrt, gründete H. 1850 die Künstlergesellschaften "Die Glocke" und "Bergwerk", an denen u.a. Franz Liszt und Emanuel von Geibel teilnahmen. Außerdem war H. Mitgründer der "Hausblätter" (1855) und des Familienblatts "Über Land und Meer" (1857). Seit 1859 Bau- und Gartendirektor König Wilhelms, beteiligte sich H. u.a. an der Gestaltung der Stuttgarter Schloßparkanlagen, bis er sich 1865 als freier Schriftteller nach Leoni am Starnberger See zurückzog. Er war als Verfasser von Romanen, humoristischen Erzählungen und Lustspielen erfolgreich. Seine Autobiographie Der Roman meines Lebens (2 Bde.) wurde postum 1878 veröffentlicht" (Saur, DBE).‎

Referenz des Buchhändlers : 14693

‎Hackländer, Friedrich Wilhelm Ritter von (1816 Burtscheid - 1877 Leoni/Starnberger See)‎

‎Schriftsteller.-‎

‎Brief. m. eh.U., Stuttgart, 28 Juni 1871. 8°. 1 S. Leicht gebräunt.‎

‎Entschuldigt sich für die späte Antwort und teilt einem Künstler mit, daß der Verlag "Hallberger Zeichnung und Beschreibung Ihres großartigen Werkes dankend annimmt".- Nach einer Orientreise als Begleiter des Oberstallmeisters von Friedrich von Taubenheim erhielt H. eine Stelle als Volontär bei der Hofkammer und wurde 1843 zum Hofrat, Sekretär und Reisebegleiter des württembergischen Kronprinzen ernannt, mit dem er 1844-46 Italien, Belgien, Österreich und Rußland bereiste. 1849 schied H. bei vollem Gehalt aus dem Hofamt aus und betätigte sich als Kriegsberichterstatter in den Hauptquartieren Radetzkys beim Feldzug in Piemont und des Prinzen Wilhelm von Preußen beim Badischen Feldzug (Bilder aus dem Soldatenleben im Kriege, 2 Bde., 1849). Nach Stuttgart zurückgekehrt, gründete H. 1850 die Künstlergesellschaften "Die Glocke" und "Bergwerk", an denen u.a. Franz Liszt und Emanuel von Geibel teilnahmen. Außerdem war H. Mitgründer der "Hausblätter" (1855) und des Familienblatts "Über Land und Meer" (1857). Seit 1859 Bau- und Gartendirektor König Wilhelms, beteiligte sich H. u.a. an der Gestaltung der Stuttgarter Schloßparkanlagen, bis er sich 1865 als freier Schriftteller nach Leoni am Starnberger See zurückzog. Er war als Verfasser von Romanen, humoristischen Erzählungen und Lustspielen erfolgreich. Seine Autobiographie Der Roman meines Lebens (2 Bde.) wurde postum 1878 veröffentlicht" (Saur, DBE).‎

Referenz des Buchhändlers : 13807

‎Haase, Friedrich (Berlin 1825-1911)‎

‎Schauspieler.-‎

‎Lithographiertes Porträt (Halbfigur, sitzend) von Feckert, Druck von Korn in Berlin. Mit 3 eh. Zeilen und Unterschrift, Preßburg 1858. Ca. 36 x 27 cm, der ovale Bildausschnitt ca. 24 x 19,5 cm.- Etwas stockfleckig und angestaubt.‎

‎"Fräulein Alexandrine Caltiano zur freundlichen Erinnerung an mein Gastspiel in Preßburg".- Friedrich Haase, 1878 bis 1911 Träger des Iffland-Ringes, debütierte 1845 auf der Bühne des Vereins 'Urania' und wurde im darauffolgenden Jahr nach Weimar engagiert. Der beliebte Schauspieler war bis 1893 auf zahlreichen deutschen Bühnen zu sehen. Nach einer 1869 absolvierten erfolgreichen Gastspielreise durch die USA übernahm er die Leitung des Leipziger Stadttheaters. 1883 beteiligte er sich an der Gründung des Deutschen Theaters in Berlin.‎

Referenz des Buchhändlers : 24203

‎Haase, Friedrich (Berlin 1825 - 1911)‎

‎Schauspieler.-‎

‎Eh. Brief m.U., Berlin o.J. [um 1880]. 12°. 4 SS. (Doppelblatt).‎

‎Freundschaftliches Schreiben wohl an den Schauspieler und Schriftsteller Karl Sontag (1828-1900), Bruder von Henriette Sontag, der nach der Veröffentlichung seines rückhaltlos urteilenden autobiographischen Werkes "Vom Nachtwächter zum türkischen Kaiser" 1877 den Verband des Hannoverschen Hoftheaters verlassen mußte.- "Lieb Sontag lieb! Nie Ihr Buch gelesen?! Was ist wohl verletzender - der Vorwurf, oder die Thatsache?! - Ihre Werke die ich in der Großfolio Ausgabe in einem Bande besitze, wurden derartig zerlesen, daß ich sie 'Halbfranz' binden ließ, weil mir das Buch allzeit als Brevier dient [...] Also erzählen Sie [...] Hat den der [Schauspieler Ferdinand von] Strantz jetzt auch noch einen Bruder in Hannover, oder ist der fort? [...]".- Haase, "dessen Vater Kammerdiener König Friedrich Wilhelms IV. von Preußen war, erhielt auf Veranlassung des Königs eine Theaterausbildung bei L. Tieck. 1845 debütierte er auf der Bühne des Vereins "Urania" und erhielt im folgenden Jahr ein Engagement in Weimar. 1848 wechselte er an das Hoftheater in Potsdam und anschließend an das Kgl. Schauspielhaus in Berlin. Seit 1850 gehörte H. dem Ensemble des Deutschen Theaters in Prag an, bis er 1853 von Franz von Dingelstedt an das Hoftheater in München berufen wurde. Weitere Stationen seiner Theaterlaufbahn waren Frankfurt/Main (1856-58), St. Petersburg (1858-64) und Coburg, wo er 1866 Regisseur des Hoftheaters war. H. unternahm zahlreiche Gastspielreisen, u.a. 1869 in die USA. 1870-76 war er Direktor des Leipziger Stadttheaters; 1883 beteiligte er sich an der Gründung des Deutschen Theaters in Berlin. H. war bis 1893 auf verschiedenen Bühnen Deutschlands zu sehen" (Saur, DBE).‎

Referenz des Buchhändlers : 21831

‎Haase, Friedrich (Berlin 1825 - 1911)‎

‎Schauspieler.-‎

‎Eh. Brief m.U., Berlin o.J. [um 1880]. 4°. 1 S. (kleine Randläsuren).‎

‎An einen Ungenannten, betreffend eine Programmzusammenstellung: "Besehe eben, daß ich morgen mit der lustigen Piece beginnen und mit der ernsten schließen soll - das geht absolut nicht. Würde auch mit dem alt geschminkten Gesicht bis zu der Erlkönig-Nummer gar nicht zu Rande kommen [...]".- Haase, "dessen Vater Kammerdiener König Friedrich Wilhelms IV. von Preußen war, erhielt auf Veranlassung des Königs eine Theaterausbildung bei L. Tieck. 1845 debütierte er auf der Bühne des Vereins "Urania" und erhielt im folgenden Jahr ein Engagement in Weimar. 1848 wechselte er an das Hoftheater in Potsdam und anschließend an das Kgl. Schauspielhaus in Berlin. Seit 1850 gehörte H. dem Ensemble des Deutschen Theaters in Prag an, bis er 1853 von Franz von Dingelstedt an das Hoftheater in München berufen wurde. Weitere Stationen seiner Theaterlaufbahn waren Frankfurt/Main (1856-58), St. Petersburg (1858-64) und Coburg, wo er 1866 Regisseur des Hoftheaters war. H. unternahm zahlreiche Gastspielreisen, u.a. 1869 in die USA. 1870-76 war er Direktor des Leipziger Stadttheaters; 1883 beteiligte er sich an der Gründung des Deutschen Theaters in Berlin. H. war bis 1893 auf verschiedenen Bühnen Deutschlands zu sehen" (Saur, DBE).‎

Referenz des Buchhändlers : 21828

‎Haase, Friedrich (Berlin 1825 - 1911)‎

‎Schauspieler.-‎

‎Eh. Brief (Memorandum) m.U., Berlin 1879. Qu.-8°. 1 1/2 SS.‎

‎An Emil Claar (1843-1930) in dessen Eigenschaft als Direktor des Berliner Residenztheaters, dem er mitteilt, "daß ich meinen Ihnen ausgesprochenen und begreiflich gefundenen Wunsch, hinsichtlich der Besetzung von: 'Eine kl. Gefälligkeit', in vollem Umfange aufrecht erhalte, oder von meiner Mitwirkung in dieser Piece genöthigt bin, ganz abzustehen".- Haase, "dessen Vater Kammerdiener König Friedrich Wilhelms IV. von Preußen war, erhielt auf Veranlassung des Königs eine Theaterausbildung bei L. Tieck. 1845 debütierte er auf der Bühne des Vereins "Urania" und erhielt im folgenden Jahr ein Engagement in Weimar. 1848 wechselte er an das Hoftheater in Potsdam und anschließend an das Kgl. Schauspielhaus in Berlin. Seit 1850 gehörte H. dem Ensemble des Deutschen Theaters in Prag an, bis er 1853 von Franz von Dingelstedt an das Hoftheater in München berufen wurde. Weitere Stationen seiner Theaterlaufbahn waren Frankfurt/Main (1856-58), St. Petersburg (1858-64) und Coburg, wo er 1866 Regisseur des Hoftheaters war. H. unternahm zahlreiche Gastspielreisen, u.a. 1869 in die USA. 1870-76 war er Direktor des Leipziger Stadttheaters; 1883 beteiligte er sich an der Gründung des Deutschen Theaters in Berlin. H. war bis 1893 auf verschiedenen Bühnen Deutschlands zu sehen" (Saur, DBE).‎

Referenz des Buchhändlers : 21823

‎Grosse, Julius (Waldemar, 1828 Erfurt - 1902 Torbole/Gardasee)‎

‎Schriftsteller, Feuilletonist.-‎

‎Eh. Brief m.U., dat. München, 21.1. (18)64.-. 8°. 1 S. (Doppelblatt).‎

‎Grosse rezensierte für den "Hallischen Kurier" und schrieb das an Shakespeares Königsdramen orientierte Trauerspiel "Cola di Rienzi" (1851). Durch Erbschaft finanziell unabhängig geworden, ging er 1852 nach München, schloß sich bald den literarischen Kreisen um Paul Heyse und Emanuel von Geibel an und entfaltete als epigonaler Lyriker, Prosaautor und Dramatiker sowie als Feuilletonist der "Neuen Münchener Zeitung" und der "Bayerischen Zeitung" große Produktivität. 1870 wurde er Generalsekretär der Deutschen Schillerstiftung, mit der er 1890 nach Weimar übersiedelte (Saur, DBE).- An einen Ungenannten: "Sehr verbunden würde Ihnen die Redaktion der Propyläen sein, wenn Sie und gestatten wollten, Ihren Namen unter die Liste unserer Mitarbeiter einzureihen ...".-‎

Referenz des Buchhändlers : 111

‎Gottschall, Rudolf (Carl) von (1823 Breslau - 1909 Leipzig)‎

‎Schriftsteller.-‎

‎Eh. Brief m.U., dat. Leipzig, den 16. Sept. 1869.-. 8°. 1 S. Leichte Knickfalten, etwas fleckig.‎

‎Gottschall war zunächst Dramaturg in Königsberg, nach Stationen in Hamburg, Breslau und Posen 1865-88 Herausgeber der "Blätter für literarische Unterhaltung" und der Zeitschrift "Unsere Zeit" in Leipzig. Nach literarischen Anfängen im Geist des Vormärz wurde er bald nationalkonservativer Dramatiker, Erzähler und Kritiker. 1877 wurde er geadelt (Saur, DBE).- Brief an den Botaniker Matthias Jakob Schleiden, betreffend dessen Humboldt-Arbeiten (erlauben "wir uns noch die Bemerkung..., daß die Abschrift eine große Zahl an Lücken ... enthält, die wir hier auszufüllen ausser Stande sind..") und einen Bericht über die Humboldt-Feiern.- ?Zur Erinnerung an Alexander von Humboldt? erschien 1869 in "Unsere Zeit. Deutsche Revue der Gegenwart".-‎

Referenz des Buchhändlers : 122

‎Girardi, Alexander (1850-1918)‎

‎Schauspieler und Sänger. Visitenkarte mit eigenh. Text recto und verso.‎

‎[Wien], ohne Datum ("Mittwoch"). Visitenkartenformat, gedr. "Alexander und Helene Girardi".‎

‎Vermutlich an Vinzenz Chiavacci (Wien 1847-1916).- "Liebster Freund! Bitten Deine liebe Frau wie Dich, Bruder u. Gatterer(?) in's Volkstheater zum 'Schattenspiel' zu gehen und nachher bei uns zu nachtpampfen? Wenn ja? senden wir Dir Loge [...]".‎

Referenz des Buchhändlers : 70276

‎Girardi, Alexander (1850-1918)‎

‎Schauspieler und Sänger. Visitenkarte mit eigenh. Text recto und verso.‎

‎[Wien], "14. Mai (18)93 Sonntag". Visitenkartenformat, gedr. "Alexander Girardi".‎

‎Vermutlich an Vinzenz Chiavacci (Wien 1847-1916).- "Liebster Freund [...] Soeben 1/2 4 ist das Mädchen von mir per Putz u. Stingl zusammen geheirathet worden! Deiner Gattin wie Dir herzliche Grüsse vom schönen Ehepaare".- Gemeint ist die in aller Stille in der Votivkirche vollzogene Eheschließung von Alexander Girardi und Helene Odilon. "Da das Schweigen der Gott der Glücklichen ist, so wurden Tag und Stunde der Trauung so geheim gehalten, daß nur die nächsten Intimen davon Kenntniß erhielten" (NFP 15. Mai 1893).‎

Referenz des Buchhändlers : 70271

‎Girardi, Alexander (1850-1918)‎

‎Schauspieler und Sänger. Visitenkarte mit eigenh. Text.‎

‎[Wien], ohne Datum. Visitenkartenformat, gedr. "Herr u. Frau Alexander Girardi".‎

‎Vermutlich an Vinzenz Chiavacci (Wien 1847-1916).- "Mein liebster Freund! [...] wünschen Euch von Herzen frohe Feiertage.‎

Referenz des Buchhändlers : 70278

‎Girardi, Alexander (1850-1918)‎

‎Schauspieler und Sänger. Visitenkarte mit eigenh. Text.‎

‎[Wien], 1/2 [18]96. Visitenkartenformat, gedr. "Alexander Girardi".‎

‎Vermutlich an Vinzenz Chiavacci (Wien 1847-1916).- "Liebster Freund! Küss d'Hand! für das gemachte [...?]. Helen u. ich senden Euch von Herzen Grüsse".‎

Referenz des Buchhändlers : 70275

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