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‎Ziehrer, Carl Michael, Komponist (1843-1922)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Wien, 18. IX. 1921, (29 x 23 cm). 3 Seiten. Doppelblatt.‎

‎"Liebster Freund, hochverehrter Kollege! Sie machen sich keinen Begriff wie sehr ich mich über Ihr liebes Schreiben vom 25./8. gefreut habe. Da ich diese Ihre w. Zuschrift in Baden erhielt und mein Aufenthalt im Musikerheim nur noch auf wenige Tage, (1. Sept) berechnet war, so beschloß ich, von Wien aus woselbst ich alle Aufzeichnungen über die gute alte Musikzeit liegen habe, Ihnen den gewünscht Beitrag zu übersenden. - Wie Sie wissen ... wurde mir mein Aufenthalt bis zum 8./9 n.. durch den Autounfall dann unfreiwillig bis zum 12 verlängert und als ich endlich zu Hause anlangte, vergaß ich auf Alles ... Da erhielt ich heute zu meinem Schreck Ihre Zeitung und bin ganz deprimiert, daß ich zu spät gekommen ..." - Knickfalten. - Beigefügt: Ersttags-Briefumschlag mit Gedenk-Briefmarke und Ersttagsstempel. Wien 14. XI. 1972. Zum 50. Todestag von Ziehrer herausgegebener Briefumschlag mit Porträt des Komponisten, aus demselben Anlaß erschienener Briemarke und Ersttags-Poststempel.‎

Referenz des Buchhändlers : 61000

‎Wolzogen, Ernst von, Schriftsteller (1855-1934)‎

‎2 eigenh. Briefe mit U.‎

‎o.J. Darmstadt, 23. X. 1908 und 12. III. 1909, Gr.-8°. Zus. 2 Seiten. Absenderstempel.‎

‎An Gustav Werner Peters in Leipzig: "[...] Meine Reiseverpflichtungen liegen jetzt so weit fest, dass ich am 30. Nov., sowie am 19. und 20. Jan. in Berlin sein muß. Ich könnte also gern je einen oder einige Tage vor oder auch nach jenen Daten bei Ihnen in Leipzig einkehren. Mit Ihrem Honorarangebot erkläre ich mich einverstanden. Hoffentlich können Sie sich recht bald entscheiden, damit ich freie Hand habe für den Fall, dass weitere Angebote zu Vorträgen kommen sollten [...]" - "[...] Ihrem Wunsche, für das Leipziger Erinnerungsbuch einige Beiträge zu liefern, komme ich mit Vergnügen nach. Ich habe auch aus meiner Leipziger Studentenzeit glücklich noch ein paar Verse ausgegraben, die noch nirgends gedruckt wurden. Auch die beiden letzten Gedichte (30 Jahre später entstanden!) sind nur in Tageszeitungen erschienen - also so gut wie unbekannt. Ich darf wohl einen Korrekturabzug erwarten [...]" - Gemeint ist Peters' "Leipziger Anthologie | Gedichte ehemaliger Leipziger Studenten seit 1870; Festgabe zum 500jährigen Jubiläum der Universität Leipzig" (1909).‎

Referenz des Buchhändlers : 36672

‎Wolzogen, Ernst von, Schriftsteller (1855-1934)‎

‎Eigenh. Gedichtmanuskript (14 Zeilen) mit U.‎

‎o.J. München, 22. IV. 1899, Gr.-4°. 1 Seite. Bütten.‎

‎"Hoch droben. || Floitü! Ich pfeif' auf die Welt... | Wie liegt sie da drunten so rund & fett, | Als ob sie just gut gegessen hätt'! | Sie blüht & grünt & thut sich sehr, | Als ob sie gar voll Tugend wär' | Sie schwitzt & dampft vor satter Müh' ... | Ich pfeif' auf die platte Welt - floitü! [...]" - Minimal knittrig.‎

Referenz des Buchhändlers : 36673

‎Wagner-Interpreten‎

‎7 Porträtfotografien und 1 Originalfotografie des Bayreuther Festspielhauses.‎

‎o.J. Ohne Ort, Ohne Jahr, Verschiedene Formate. 8 Seiten.‎

‎Unter den Porträtierten befinden sich u.a. Walter Saomer als "Hagen" und Ludwig Eybisch. Das Festspielhaus aus der Vogelschau in den 1930er Jahren.‎

Referenz des Buchhändlers : 60879

‎Wachenhusen, Hans, Reise- und Abenteuerschriftsteller (1823-1898)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Wiesbaden, 8. III. 1884, Gr.-8°. 1 Seite.‎

‎An einen Zeitschriftenredakteur: "[...] Beliegend das Manuskript des Romans. Ich füge eine dringende Bitte hinzu, selbst auf die Möglichkeit hin, daß sie Ihnen bei Ihrer gewiß sehr beannspruchten Zeit unbequem sein könnte: ich möchte das Manuskript nach 8 Tagen zurückhaben, wenn es nicht Ihren Intensionen [so!]entsprechen sollte, um es für seine ursprüngliche Bestimmung verwenden zu können. Entspricht Ihnen der Anfang des Romans, so können Sie das Übrige unbesehen drucken. Sollten Sie Irgendwas daran geändert wünschen, so bedarf es nur Ihrer Mitteilung. Sie schrieben mir nicht, wann sie das Blatt zu beginnen denken; es bedarf doch großer Vorbereitungen [...] Über das Honorar würden wir uns verständigen." - Möglicherweise handelt es ich um "Der Herzenfresser" (1884), der in der Roman-Zeitung erschienen ist.‎

Referenz des Buchhändlers : 37212

‎Wachsmuth, Curt, Philologe (1837-1905)‎

‎2 eigenh. Briefe mit U.‎

‎o.J. Leipzig, 3. IV. 1896 und 8. III. 1898, 8°. Zus. ca. 2 1/2 Seiten.‎

‎I. An den Verlag Karl Baedeker: "[...] verbindlichen Dank für die gütige Zusendung der 11. Auflage Ihres Mittelitaliens. Wir sind ja schon lange gewohnt, Ihre Reisebücher für die klassischen Länder auch als wissenschaftlich zuverlässige Führer in topographischen Dingen zu schätzen. Jede neue Auflage erneuert und vertieft dies Verdienst und in besonderem Masse kann man es von dem vorliegenden Bande rühmen, dessen Forum-Karte geradezu meisterhaft ist [...]" - II. An einen Herrn: "[...] Einer früheren Verabredung gemäss theile ich Ihnen mit dass im Laufe dieser Osterferien die akademische Kirchenbau-Commission, der ich als zeitiger Rector gleichfalls angehöre, darüber Beschluss fassen wird, welche von den bisher in der Paulinerkirche aufbewahrten Gemälden dort wieder Aufstellung finden sollen. Nur diese sollen jetzt einer Auffrischung oder Restauration unterzogen werden [...]" - Wachsmuth wurde 1861 Sekretär der preußischen Gesandtschaft in Athen. Später lehrte er in Marburg, Göttingen, Heidelberg und Leipzig. 1886 wurde er Mitglied der Kgl. Sächsischen Gesellschaft der Wissenschaften.‎

Referenz des Buchhändlers : 36814

‎Wagner, Cosima, Festspielleiterin (1837-1930)‎

‎Originalfotografie, umseitig beschrieftet und signiert von ihrer Tochter Eva Chamberlain.‎

‎o.J. Bayreuth, 14. XI. 1933, 14,5 x 10 cm.‎

‎"Zu dem morgigen Tage entsendet einen Gruss herzlichen u. dankbaren Angedenkens Eva Chamberlain ..." - Das Foto zeigt die junge Cosima Wagner sitzend, in Halbfigur.‎

Referenz des Buchhändlers : 60878

‎Wohlbrück, Friedrich Eduard, Schriftsteller und Komponist (1808-?)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Leipzig, 30. III. 1864, 4°. 1 Seite.‎

‎An "Madame Hofmeister" in Leipzig mit Geburtstagswünschen.‎

Referenz des Buchhändlers : 60918

‎Widmers, Urs, Schriftsteller (1938-2014)‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U.‎

‎o.J. ohne Ort, 20. IV. 1989, (9 x 15 cm). 1 Seite.‎

‎Bieliegend ein Brief zur Übersendung des Albumblattes durch die Tiroler Kulturinitiative an einen Autographensammler.‎

Referenz des Buchhändlers : 60816

‎Wieland, Theodor, Chemiker (1913-1995)‎

‎Porträtphotographie (Huttig, Starnberg) mit eigenh. Widmung und U. auf der Rückseite.‎

‎o.J. , Ohne Ort und Jahr, 14 x 10 cm.‎

‎"Herrn Baron Dées de Sterio mit persönlichen Grüßen [...]"‎

Referenz des Buchhändlers : 37240

‎Thoma, Hans, Maler (1839-1924)‎

‎Porträt in Kupfertiefdruck nach einer Photographie mit eigenh. U. auf dem Untersatzkaton.‎

‎o.J. , Ohne Ort u. Jahr, Bildgr.: 14,5 x 10 cm. Blattgr.: 25 x 18 cm..‎

‎Der alternde Künstler. - Etwas fleckig.‎

Referenz des Buchhändlers : 37431

‎Treitschke, Georg Friedrich, Schriftsteller und Entomologe, Librettist Beethovens (1776-1842)‎

‎Eigenh. Brief mit.‎

‎o.J. Ohne Ort [Wien], 3. I. 1842, Gr.-8°. 1 Seite.‎

‎An einen Freund (vielleicht den Verleger Hartleben in Pest) wegen einer entomologischen Farbtafel: "[...] Ich habe eben jetzt um 11. Uhr, d. 3. Jan[ua]r Ihren werthen Brief vom 31. December erhalten, der also mit keinem Dampfwagen befördert wurde. Nun bitte ich Sie recht sehr und dringendst, mir die mitfolgende Tafel sogleich colorieren und zu lassen und dann wieder zuzuschicken, da sie zum nächsterscheinenden Hefte gehört. Thun Sie ein Übriges, machen Sie eine Ausnahme von der Regel [...]" Fünf Monate vor seinem Tod. - Treitschke schrieb nicht nur das Libretto zu Beethovens Oper "Fidelio", sondern machte sich auch als Lepidopterologe (Schmetterlingskundler) einen Namen. Ab 1841 gab er die "Naturgeschichte der europäischen Schmetterlinge. Schwärmer und Spinner" (Pesth, Hartleben) heraus, die 30 Tafeln enthält. - Aus der Sammlung Künzel.‎

Referenz des Buchhändlers : 37743

‎Thoma, Hans, Maler (1839-1924)‎

‎Porträtdruck mit eigenh. U.‎

‎o.J. , Ohne Ort und Jahr, 14 x 11 cm.‎

Referenz des Buchhändlers : 48156

‎Vranitzky, Franz, österreichischer Bundeskanzler (geb. 1937)‎

‎Masch. Brief mit eigenh. U.‎

‎o.J. Wien, 10. XII. 1999, Fol. 2 Seiten auf 2 Blättern.‎

‎An einen Herrn in Graz als Antwort auf dessen Schreiben: "[...] In den Novembertagen d. J. unternahm der Landeshauptmann Kärntens, Haider, mehrere Versuche, sein Image im Ausland zurechtzurücken. In einem dieser Unterfangen diskutierte er mit einer israelischen Fernsehjournalistin. Diese Diskussion konnte man auszugsweise im österreichischen Fernsehen verfolgen. Unter anderem stellte sich Haider in (seiner Meinung nach) gutem Licht dar mit der Behauptung, 'sein' Bundesland hätte sich 'sogar mit früheren Feinden gemeinsam' um die Austragung Olympischer Winterspiele beworben. [Anm.: Zur Erinnerung: Österreich (für das Bundesland Kärnten), Italien (für die Region Friaul-Julisch-Venetien) und Slowenien]. Meine, dem ORF gegenüber zum Ausdruck gebrachte empörte Reaktion war u. a.: Die Republik Österreich hat und hatte keine Feinde [...] Wenn sich Österreich in den Jahren 1998/1999 gemeinsam mit anderen Staaten um die Ausrichtung Olympischer Spiele bewirbt, kann sicherlich unter Republik Österreich nur die Zweite Republik gemeint sein (die Erste Republik hat sich nicht um Olympische Spiele 'SENZA CONFINI' beworben, scheidet also aus den von einigen geführten und gewünschten aktuellen Reibereien aus). Selbst wenn es nach dem Zweiten Weltkrieg noch durchaus ernstzunehmende Auseinandersetzungen und Übergriffe gegeben hat, ist die heutige, im Nachbarland lebende und die Olympiabewerbung getragen habende Bevölkerung nach alle Geboten der Vernunft und des Anstands nicht mit 'früheren Feinden' gleichzusetzen. Auf die zusätzliche Groteske will ich gar nicht eingehen, daß Haider sich der gemeinsamen Olympiabewerbung berühmt, obwohl die FPÖ über weite Strecken des Verfahrens gegen diese Bewerbung überhaupt in aller Öffentlichkeit auftrat. Im übrigen ist noch darauf hinzuweisen, dass Slowenien längst ein selbständiger Staat geworden ist, dass Jugoslawien mit dem gemeinsamen Olympiabewerber Slowenien nicht das Geringste zu tun bzw. gemeinsam hat und dass der heutige Staat Slowenien selbst bei großzügiger Auslegung nie ein Feind der Republik Österreich war. Sie erkennen also aus diesen Ausführungen, dass meine Klarstellungen nichts mit der Negierung der Geschichte Kärntens und Österreich zu tun haben [...]"‎

Referenz des Buchhändlers : 36759

‎Zobeltitz, Hanns von, Schriftsteller (1853-1918)‎

‎Eigenh. Postkarte mit U.‎

‎o.J. Wien, 18. X. 1909, 1 Seite. Mit Adresse.‎

‎An den Schriftsteller Wilhelm Dworaczek (Pseud. Paul Wilhelm; 1873-1916) in Wien wegen einer Verabredung.‎

Referenz des Buchhändlers : 36753

‎Zola, Alexandrine, Gattin von Èmile Zola (1839-1925)‎

‎2 eigenh. Briefe mit U.‎

‎o.J. Ohne Ort (Paris), 13. und 22. VI. 1908, 15,2 x 11,6 cm. Zus. 7 Seiten auf 2 Dopppelblättern. Bläuliches Papier. Mit eigenh. Umschlag.‎

‎Die beiden Briefe sind dem gedruckten Vortrag von Fernand Guignard vorgebunden, den dieser am 19. Mai 1903, ein halbes Jahr nach dem Tod des französischen Schriftstellers, auf der Konferenz "Émile Zola (L'homme & l'oeuvre)" gehalten hatte. Alexandrine Zola, die Ehefrau Émile Zolas, schreibt an Guignard, der auf dem Briefumschlag als "répétiteur au Lycée Charlemagne" bezeichnet wird. Zola bedankt sich für Guignards Vortrag, von dem sie wohl erst in der Druckfassung erfahren hatte und geht auf einige Punkte desselben ein: "Vous avez fait une etude vraie et juste, qui ma causé une grosse jouie et dont je vous suis tres reconnaissante". - Zusammen mit dem Sonderdruck des Vortrags (9 S.) gebunden in weinrotes HMaroquin d. Zt.‎

Referenz des Buchhändlers : 60835

‎Wirsing, Rudolf, Schauspieler und Theaterdirektor (1814-1878)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Prag, 26. XI. 1868, Gr.-8°. 2 Seiten. Doppelblatt mit blindgeprägtem Briefkopf "Direktion des Deutschen K. Landestheaters Prag".‎

‎An den Schriftsteller Hans von Hopfen (1835-1904). Er habe das Schauspiel "Aschenbrödel in Böhmen" mit dem größten Interesse gelesen und würde es gern auf der unter seiner Leitung stehenden Bühne aufführen, "aber leider machen die gegenwärtig in Prag bestehenden Verhältnisse, namlich: 'der Ausnahmezustand' die Aufführung unmöglich, denn nimmermehr wird die Zensur das Stück passiren lassen, da jetzt alle Angriffe auf die eine oder andere Partei streng auf der Bühne zu vermeiden sind [...]" - Nach 16jähriger erfolgreicher Tätigkeit am Leipziger Stadttheater übernahm Wirsing 1864 die Leitung des Deutschen Landestheaters in Prag, dessen Reorganisation er trotz großer Schwierigkeiten durchführte.‎

Referenz des Buchhändlers : 37102

‎Zetsche, Eduard, Schriftsteller und Maler (1844-1927)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Hirschhorn am Neckar, 12. VII. 1892, 8°. 2 Seiten. Doppelblatt.‎

‎An eine Ausstellungsleitung von einer Studienreise aus: "[...] Ich nehme an, daß die Anmeldung meiner 7 für Ihre heurige Aquarell-Ausstellung bestimmten Bilder bereits von Seite unseres Wiener Künstlerhauses (wie verfügt) an Sie gelangt ist. Drei dieser Aquarelle (Motiv aus Sulzfeld am Main, Maurerthurm aus Sulzfeld a[m] M[ain], Motiv aus Randersacker) gingen dieser Tage, wie mir eben hierher gemeldet wird, per Post vom Prager Künstlerverein aus an Sie ab [...] Die übrigen 4 Stück (Frickenhausen am Main, Motiv aus Schloß Harburg, Motiv aus Nieder-Oesterreich - Motiv aus Sommerhausen am Main) gehen von Wien aus an Sie ab [...]" - Zetsche widmete sich ab 1873 ganz der Malerei und studierte in Düsseldorf. - Eintragungen des Empfängers.‎

Referenz des Buchhändlers : 37761

‎Valentin, Veit, Historiker (1885-1947)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Potsdam, Reichsarchiv, 3. II. 1931, Fol. 1 Seite.‎

‎An einen Doktor: "[...] der 'patriotische Verein' wurde im Mai 1848 gegründet [...] er war königstreu, antidemokratisch und gegen die 'Deutschtuerei' [...] Von Berlin verbreitete er sich auch in die Provinz, z. B. in die Zauche-Gegend, wo sich Bismarck seiner annahm, und nach Hannover [...] Der Patriotische Verein hatte etwas mittelständlerisches, im Gegensatz zu dem im September gegründeten 'Preußenverein für das institutionelle Deutschland'; der mit ähnlicher Richtung sich an Hofgesellschaft und gehobenere Bürger wandte. Ich werde in meinem zweiten Buch diese Dinge eingehend behandeln [...]" - Valentin wurde 1920 Archivrat im Reichsarchiv in Potsdam, dem er seit 1932 vorstand, und lehrte an der Berliner Handelshochschule und an der Hochschule für Politik. Sein bedeutendstes Werk ist die "Geschichte der deutschen Revolution von 1848/49" (2 Bde., 1930/31), die erste umfassende Darstellung der Revolution von 1848. Er emigrierte über London in die USA.‎

Referenz des Buchhändlers : 37614

‎Friedrich, Woldemar, Maler und Graphiker (1846-1910)‎

‎Handschriftlich ausgefüllter Vordruck mit U.‎

‎o.J. Weimar, 28. IX. 1877, Qu.-8°. 1 Seite.‎

‎"Unterzeichneter überträgt hiermit das Urheberrecht seiner im Auftrage der Verlagshandlung gezeichneten 35 Illustrationen zu Scott, 'Waverley' und 5 zu Schiller, 'Der Parasit' der G. Grote'schen Verlags-Buchhandlung in Berlin (resp. ihren Rechtsnachfolgern) [...]" - Friedrich ging 1881 an die Kunstschule nach Weimar, wo er im folgenden Jahr Professor wurde.‎

Referenz des Buchhändlers : 37765

‎Fritsche, Wolfgang, Chemiker (Daten nicht ermittelt)‎

‎Masch. Brief mit eigenh. U.‎

‎o.J. Frankfurt am Main, 30. VII. 1985, Fol. 1 Seite.‎

‎An Alexander Dées de Sterio mit Übersendung von 2 (beiliegenden) Photographien - Fritsche war von 1972-91 Hauptgeschäftsführer der Gesellschaft Deutscher Chemiker.‎

Referenz des Buchhändlers : 37227

‎Fischer, Ernst Otto, Chemiker und Nobelpreisträger (1918-2007)‎

‎Porträtphotographie (Hermann Schönberger, München) mit eigenh. U. am Unterrand.‎

‎o.J. Ohne Ort und Jahr, (ca. 1973), 14,5 x 10 cm.‎

‎1973 erhielt Fischer zusammen mit Geoffrey Wilkinson den Chemie-Nobelpreis für die Erforschung der metallorganischen Sandwichkomplexe. Durch die Pionierarbeit Ernst Otto Fischers und seiner Mitarbeiter veränderte sich das Bild von der chemischen Bindung in grundsätzlicher Weise.‎

Referenz des Buchhändlers : 37235

‎Bormann, Edwin (Pseud. Bliemchen), Schriftsteller (1851-1912)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Leipzig, 12. VII. 1887, Gr.-8°. 2 Seiten.‎

‎An den Gewandhauskapellmeister Carl Reinecke mit der Bitte um Empfehlung eines Gesangslehrers: "[...] Sie wollten mir in diesen Tagen meine Manuskripte zurücksenden [...]"‎

Referenz des Buchhändlers : 37701

‎Schurz, Carl, Revolutionär, General und Politiker (1829-1906)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. New York, 4. III. 1902, 8°. 1 Seite.‎

‎"Dear Sir, I think you can get my 'Life of Henry Clay' in any respectable bookstore. Of course, the book tells the story of Henry Clay's life, but it does not contain a collection of his speeches. It gives only some extracts from them [...]" - Carl Schurz' Biographie des amerikanischen Staatsmanns Henry Clay (1777-1852) war bereits 1877 erschienen.‎

Referenz des Buchhändlers : 37289

‎Stettenheim, Julius, Schriftsteller (1831-1916)‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U.‎

‎o.J. Berlin, April 1898, 8°. 1 Seite. Doppelblatt.‎

‎"Leidest Du - um Himmels willen! - | An Trübseligkeits-Bacillen - | Wie auch Jener oder Der | Auf das Lachen schimpfe, | Lachen ist von Alters her | Doch die beste Lymphe [...]" - Stettenheim ist unsterblich durch die Erfindung des Kriegsberichterstatters Wippchen.‎

Referenz des Buchhändlers : 37670

‎Stettenheim, Julius, Schriftsteller (1831-1916)‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U.‎

‎o.J. Berlin, 7. I. 1883, Gr.-8°. 1 Seite. Doppelblatt. Mit eigenh. Umschlag.‎

‎Für J. Frank in Essen: "[...] Ihren Wunsch rasch zu erfüllen, | Wollt' ich gern gefällig sein, | Aber mit dem besten Willen | Fiel mir absolut nichts ein. | Fiel mir etwas ein, bei'm Lesen | Wär's am End' auch nichts gewesen [...]" - Stettenheim war seit 1893 Redakteur des "Wippchen". - Montagespuren.‎

Referenz des Buchhändlers : 36914

‎Schurz, Carl, Revolutionär, General und Politiker (1829-1906)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. New York, 16. III. 1896, Kl.-4°. 1 Seite.‎

‎An den Redakteur einer Jugendzeitschrift, Mr. Riding: "[...] I send you herewith something for the Youth's Companion. If you like it, publish it. If not, please return it to me [...] and I shall put it among my autobiographical sketches [...]" - Zu jener Zeit war Schurz einer der Herausgeber von "Harper's Weekly".‎

Referenz des Buchhändlers : 37287

‎Klaas, Julius, Komponist (1888-1965)‎

‎Eigenh. musikalisches Albumblatt mit U.‎

‎o.J. , Ohne Ort und Jahr, Fol. 1 Seite.‎

‎Fünftaktiges Inzipit auf 5 Notenzeilen: "Aus Op. 41, Drei ernste Gesänge für eine tiefe Stimme und Streichquartett nach eigenen Dichtungen": "Zwei Engel || Es geht ein lichter Engel, | der hält in seiner Hand | ein hell Gefäss erhoben, gefüllt bis an den Rand. [...7 Strophen ...]" - Klaas studierte ab 1922 Musik in Darmstadt. Er schrieb 2 Sinfonien, heitere Suiten, Klaviermusik und Liederzyklen für Männerchöre.‎

Referenz des Buchhändlers : 37771

‎Kiepert, Richard, Karthograph (1846-1915)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Berlin, 17. VII. 1879, Gr.-8°. 2 Seiten. Doppelblatt.‎

‎An einen Professor: "[...] Mit bestem Dank habe ich Ihr Manuscript über die Stellung der Frau erhalten, dasselbe sofort nach Braunschweig in die Druckerei geschickt und dieselbe angewiesen, Ihnen möglichst bald Fahnenabzüge nebst Manuscript zur Correctur zuzusenden [...]" - Kiepert führte die Arbeiten seines Vaters, des Geographen und Kartographen Heinrich Kiepert (1818-1899), fort und redigierte die geographisch-ethnographische Zeitschrift "Globus".‎

Referenz des Buchhändlers : 37672

‎Kuchel, Max, Maler (1859-1933)‎

‎Eigenh. Postkarte mit U.‎

‎o.J. Hamburg-Klein Flottbek, 11. III. 1914, 2 Seiten.‎

‎An den Konzertmeister Richard Hartzer in Hamburg wegen Eintrittskarten: "[...] Ich bin Gott sei Dank jetzt übern Berg mit meinen Bildern für das Schulschiff Friedr[ich]-August v[on] O[ldenburg ...]" - Kuchel war Maler und Zeichenlehrer in Altona.‎

Referenz des Buchhändlers : 37597

‎Kienzl, Wilhelm, Komponist (1857-1941)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Bad Aussee, 13. IX. 1931, (23 x 14, 5 cm). 2 Seiten. Gelocht.‎

‎An seinen Verleger wegen Verramschung seines Buches "Lebenswanderung" (Stgt. 1926). "... Soll es wirklich nur beim moralischen Erfolg meiner 'Lebenswanderung' bleiben? Einen solchen hat das Buch zweifellos errungen. Der geschäftliche ist aber weit dahinter zurückgeblieben. Die Zeiten sind allerdings schlechter denn je, und mit der Geistes- und Herzenskultur unseres Volkes geht's sichtlich abwärts ..." - Die Zeiten haben sich nicht geändert.‎

Referenz des Buchhändlers : 60994

‎Durville, Franz von (Pseud. Franz Treuhold), Hauptmann und Dramatiker (Daten nicht ermittelt)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Graz, 28. VII. 1828, 4°. 4 Seiten. Doppelblatt.‎

‎An einen Theaterleiter in Dresden, dem er vor sechs Jahren sein Drama "Der Schmied von Antwerpen" zugesandt hatte und dem er jetzt ein Drama über die "von der ränkevollen Herzogin Margaretha von Burgund geleitete Verschwörung Perkin Warbecks" zusendet. Er gibt den Inhalt des Stückes auch genauer wieder. - Franz von Durville war nach dem Militärschematismus Hauptmann im Infanterieregiment 60, scheint aber als Dramatiker erfolglos geblieben zu sein, da sonst von ihm nichts bekannt geworden ist. Seine Adresse lautete Stadt-Frauengasse Nro. 173, 1. Stock, Graz. - Dekoratives Schreiben.‎

Referenz des Buchhändlers : 37393

‎Duvoisin, Willy, Intendant (Daten nicht ermittelt)‎

‎3 eigenh. Briefe mit U.‎

‎o.J. Basel und München, 20. I. bis 15. IX. 1953, Fol. Zus. 7 Seiten.‎

‎An den Dramaturgen Bruno von Niessen (1902-1981). - I. (20. I. 1953): "[...] Wenn ich an München denke, denke ich vor allem an Sie - an unsere schöne Zeit, die wir verbringen durften. Was wäre aus der ganzen Arbeit geworden ohne Sie - ich denke an all die Hindernisse, die sie aus dem Wege räumten, ich denke an den Mut, den Sie uns immer wieder gaben, ich denk an Ihren schönen Glauben an die gemeinsame Sache [...]" - II. (11. VI. 1953) Genesungswünsche: "[...] Kurz und gut, ich bin ohne meinen Bruno von Niessen hilflos. Also Befehl: sofort gesund werden - Sie haben sich solche Extraregungen nicht zu leisten. Wo kommen wir denn da hin? Alles was ich auf dem Herzen hatte - wollte ich bis jetzt nicht schreiben, sondern bei einem guten Tropfen mündlich erledigen. Und jetzt: jeder Spass verdorben. Kein Bruno in Sicht - Alkohol schon gar nicht - den werden Sie wohl vorerst für Wochen abschreiben müssen - ich kann Sie wirklich nur bedauern [...]" - III. (15. IX. 1953): "[...] ich komme zurück auf den höchst leidigen Zwischenfall, welcher sich heute [...] in Ihrem Bureau abspielte. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie Herrn Staatsintendanten Professor Hartmann in seiner schweren [...] Arbeit nicht damit behelligen würden, sondern die Angelegenheit zur Bereinigung in einem ruhigen Moment nach seiner Rückkehr zur Sprache brächten [...]" - Duvoisin war u. a. Intendant des Gärtnerplatztheaters in München.‎

Referenz des Buchhändlers : 36954

‎Schwann, Mathieu (Matthias), Schriftsteller (1859-1939)‎

‎Eigenh. Brief mit U. sowie eigenh. Gedichtmanuskript (80 Zeilen) mit Nachschrift und U.‎

‎o.J. Niederhöchstadt bei Eschborn, 29. XI. und 30. XII. 1898, 8°. Zus. 6 1/2 Seiten. Doppelblätter.‎

‎An den Schriftsteller Karl Henckell (1864-1929). - I. "Es ist nicht der alte Henckell, | Ein andrer kommt nun daher, | Wohl schwingt er die alte Peitsche, | Doch knallen die Hiebe nicht mehr. || Das kann mein Herz nicht verdrießen, | Pflückt duftende Rosen er nun, | Rosen, die tief mit der Wurzel |In heiliger Herzstille ruhn [...]" - II. "[...] Vorgestern Abend ist's den Frankfurtern unheimlich geworden bei mir, 'Das ist das Stärkste, was hier je im öffentlichen Vortrag ausgesprochen wurde.' - 'Ich konnte kaum mehr zuhören, da ich den Polizeikommissar fort und fort betrachten mußte.' - Na, er hat sich nicht gerührt, und die Sache ist gut abgelaufen, und der Beifall zum Schluß zeigte mir: es war wieder ein bissl Wellenschlag da. Mag er bald verlaufen, es macht nichts. Die Jugend war da, tapfre, fröhliche Primaner, und sie mußten mir die Hand drücken. Na denn: Auch gieße nicht jungen Wein in alte Schläuche: Willst Du den Vortrag lesen, so schicke ich Dir das Manuscript, denn auf den Vortrag bekomme ich keine zweite Einladung [...]" - Schwann war Herausgeber der Schriften zur rheinisch-westfälischen Wirtschaftsgeschichte.‎

Referenz des Buchhändlers : 37690

‎Hankel, Wilhelm Gottlieb, Physiker (1814-1899)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Leipzig, 22. II: 1853, Gr.-8°. 1 Seite..‎

‎"[...] Professor Poggendorff in Berlin beabsichtigt, kurze biographische Nachrichten über die Lebensverhältnisse von Mathematikern, Astronomen, Physiker u.s.w. herauszugeben, und hat mich beauftragt Ihm auch über Ihre Verhältnisse Auskunft zu geben. Ich erlaube mir daher die Bitte, daß Sie die Gefälligkeit hätten, mir über folgende Fragen nähere Auskunft zu kommen zu lassen. 1.Vor- und Zunahmen. 2. Jahr, Tag, Ort der Geburt; 3. amtliche Stellungen, 4. die Titel der wichtigsten der von Ihnen verfaßten Werke und Abhandlungen [...]" - Hankel war Lehrer an der Realschule der Franckeschen Stiftungen in Halle und wurde 1847 Prof. der Physik an der Universität Leipzig. Der erste Band von J. C. Poggendoffs "Biographisch-Literarischem Handwörterbuch zur Geschichte der exacten Wissenschaften" erschien 1863.‎

Referenz des Buchhändlers : 37674

‎Friedrich Wilhelm, Herzog von Mecklenburg-Schwerin (1675-1713)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Schwerin, 17. X. 1709, 4°. 6 Seite. 2 Doppelblätter.‎

‎Wichtiger politischer Brief an einen Fürst und Vetter als Antwort auf dessen Brief aus Wolkersdorf vom 6. Oktober: "[...] ersehe daraus, das Ew. Gn. der beständigen Meinung sein, das dem herrn Graffen [Friedrich Karl] von Schönborn [ab 1705 Reichsvizekanzler] die Commissions Sachen allein in der hand gelaßen werden möchten. Ob ich mich wohl versichern kann, das aus keiner mefiance gegen den herrn Graffen von Schönborn, die Adjunktion eines Reichs Fürsten verlange, so sind doch erheblige uhrsachen, so mich wegen der bekanten großen halsstarrigkeit meiner Ritterschaft darhin veranlaßen, will also hoffen, das nicht allein der Graf von Schönborn die Adjunktion eines Reichsfürsten gern mit befodern wird, sondern auch Ew. Gn. wenn der Kayserl: hoff die Commission auf dieselbe mit erkennen solte, solche nicht refusiren werden, gestald Ew. Gn. mich da durch höchstens obligiren; Ew. Gn. aber meine Gedancken, dieser wegen völlig zu eröffnen, so gehen dieselbigen dahin, das an Stadt Schweden Ew. Gn., und wann wider Verhoffen sich desfals einiges bedencken finden solte, sodan entweder Sacksen Gota oder Ihr: Königliche: May[es]t[ä]t: von Dennemark, des herrn hertzogs von Wolfenbütel Gn., als welchen ich nebst Schweden anfänglich bekantermaßen in Vorschlag beym Kayserl: Hoffe gebracht habe, Adjungiret werden möchte. Solte aber auch, wie verlauten will, Ihre Kayser: May[es]t[ä]t: auf keinen Reichs Fürsten des Nider Säckschen Creis Directorii und also auch nicht auf Wolfenbütell das Commissorium mit Dirigieren wollen, so sehe ich gerne, das solches entweder nebst Ew. Gn. auf Sacksen Gota oder dan bey Ew. Gn. person einige bedencklichkeit, auf Sacksen Gota und Dennemarck, zugleich, oder auch allein auf einen von diesen mit gerichtet werde, wie woll ich hoc casu Sacksen Gota am liebsten hette. Im übrigen werde ich bey der Commission meinen Geheimen Raths Director von Unfersert gebrauchen, und dem selben noch einen anderen ministrum Adjungiren, wovon man aller Sinceritet versichert sein könne [...] PS. Was Ew. Gn. in dero lezten schreiben an meine Gemahlin [...] wegen einer discretion [Geldzuwendung, Bestechung] an einen Gewißen Ort erwähnen, können Ew. Gn. in meinem Nahmen die Versicherung thun, das es auf die benante summa nicht ankommen soll, es mag die bewuste persohn allein oder conjunctive, die Commission bekommen, wan sie nuhr in der Sache gute Dienste thuet." - Kurz gesagt: Friedrich Wilhelm wollte nicht, daß Schönborn allein das Amt des Reichsvizekanzlers verwalten sollte, sondern daß ihm zur Konrolle ein Reichsfürst (aus dem Hause Schweden, Sachsen-Gotha oder Dänemark) beigegeben werden sollte, um die Ansprüche Norddeutschlands zu sichern. - Leichter Tintendurchschlag. - Aus der Sammlung des Domprobstes Rötger mit dessen Eintragung.‎

Referenz des Buchhändlers : 36231

‎Keilberth, Josef, Dirigent (1908-1968)‎

‎Masch. Brief mit eigenh. U.‎

‎o.J. Hamburg, 23. I. 1956, Fol. 1 Seite.‎

‎An den Dramaturgen Bruno von Niessen (1902-1981): "[...] Zur Eröffnung Ihres neuen Hauses meine herzlichsten Grüsse und besten Wünsche. Aufgrund meiner Erfahrungen als Dirigent in verschiedenen neugebauten Häusern möchte ich hoffen, dass beim Bau Ihres Hauses mit derselben Liebe, die sicher der technischen Einrichtung der Bühne gewidmet worden ist, an den Orchesterraum gedacht wurde. Richard Strauss hat einmal gesagt: 'man müsse zunächst einen Orchesterraum bauen und darum herum das neue Theater errichten' [...]" - Beilage. - Keilberth wurde 1951 Leiter der Hamburger Philharmonie und zugleich Chefdirigent der Bamberger Philharmoniker. 1959 übernahm er die Generalmusikdirektion der Bayerischen Staatsoper in München.‎

Referenz des Buchhändlers : 37000

‎Finsterer, Alfred, Graphiker (1906-1996)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Leipzig, 21. IX. 1939, Fol. 2 Seiten. Mit Umschlag.‎

‎An den Maler und Lehrer Adolf Brusch: "[...] Durch eine mittlerweile erfolgte Berufung an die Akademie der graph. Künste Leipzig und den damit verbundenen Umzug bin ich sehr in Unruhe und Unordnung gekommen und mußten sich diese Wellen etwas legen. Ich hoffe aber, daß ich durch den neuen großen Wirkungskreis, für mein Schaffen Bereicherung finde. Den vielen Freunden und Sammlern meiner Graphik wird dies willkommen sein [...] Nachdem ich erst vor ca. 5 Jahren anfing, mich freigraphisch zu betätigen können Sie sich vorstellen, wie ich unter Druck bin und was ich gerne alles herausbekommen will. Die nächsten Jahre werden für mich nicht ohne Bedeutung sein [...]" Weiter über seine Erfolge und Preise.‎

Referenz des Buchhändlers : 37624

‎Keil, Ernst, Verleger der "Gartenlaube" (1816-1878)‎

‎Brief mit eigenh. U.‎

‎o.J. Leipzig, 11. III. 1868, Gr.-8°. 2 Seiten. Doppelblatt. Geprägter Briefkopf.‎

‎An C. Müller in Hamm, dem er die "nötige Autorisation zu der Veröffentlichung Ihrer Zeichnung" erteilt, eine ähnliche Zeichnung sei aber bereits 1864 in der "Gartenlaube" erschienen.‎

Referenz des Buchhändlers : 37699

‎Litolff, Henry, Komponist und Pianist (1818-1891)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Brüssel, 29. XII. 1857, (27, 5 x 21,5 cm). 1 Seite. Doppelblatt.‎

‎An den Klavierfabrikanten Louis Sternberg in Brüssel, dessen Intrumenten er den "premier rang avec des meilleurs des meilleurs Pianos fabriqués aujourd'hui en europe" einräumt. - Randeinrisse ausgebessert.‎

Referenz des Buchhändlers : 60996

‎Grabeler, Peter (Pseud.: Baldrian Klimper), Komponist, Musikdirektor, Geiger (1796-1830)‎

‎Des Hanswurstes und der Göttinn Freude Vermählung. Fastnachtsposse in zwei Aufzügen, nebst Prolog und Epilog von Baldrian Klimper mit Musik von Peter Grabeler.‎

‎o.J. Bonn, "Gedruckt von Franz Baaden", 1837, 8°. 20 S. Heftstreifen. Ohne Einband.‎

‎Seltener Gelegenheitsdruck. - Peter Grabeler dirigierte die Totenmesse für Ludwig van Beethoven in Bonn, eine Inititiative des Bonner "Musikalischen Zirkels", eines Zusammenschlusses musikinteressierter Bürger seit 1818/19. Diese privat initiierte Feier war übrigens damals die einzige Bonner Veranstaltung zum Tod Beethovens. - Vgl.: Wanda Gudden, Peter Grabeler, ein Beitr. z. rhein. Musikgesch. d. 19. Jahrh., in: Jahrbuch d. Phil. Fak. Bonn 1923. Jg. 2, Halbbd. 1. S. 64-67.‎

Referenz des Buchhändlers : 60925

‎Franck, Georg Friedrich, Pfarrer und Theologe (1813-1886)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Tübingen, 6. V. 1842, 4°. 1 Seite. Doppelblatt.‎

‎An Arnold Ruge (1802-1880): "Ew. Wohlgeb. bin ich so frei, eine Recension von [Gotthard Oswald] Marbach's Geschichte der Philosophie 2. Band (Gesch. des Mittelalters) zur gütigen Aufnahme in die Deutschen Jahrbücher [für Wissenschaft und Kunst; im Verlag Otto Wigand in Leipzig] zu übersenden. Es wäre möglich, daß Ew. Wohlgeb. von meinem Namen bereits durch Prof. Vischer in Kenntnis gesetzt wären, dem ich von meinem Vorhaben sagte; wo nicht, so bitte ich, den Beitrag eines Unbekannten mit Wohlwollen aufzunehmen. Was die Recension selbst betrifft, so ging es mir damit eigen. Ich hatte sie schon größtentheils entworfen und Prof. Vischer versprochen, sie für Ihre Zeitschrift zu bestimmen, als ich auf Einmal darauf kam daß das Buch im Verlage der Deutschen Jahrbücher selbst erschienen ist. Ich habe nun den Text, der an manchen Punkten etwas scharf war, ziemlich heruntergestimmt, wie wohl es mir hie und da schwer fiel, da Marbach, ich weiß nicht aus welchem Grunde, die Sprache und Vornehmheit der Althegelianer angenommen hat und da dieser 2. Band seiner Geschichte der Philosophie in der That sehr gegen den ersten zurücksteht. Wären Ew. Wohlgeb. geneigt, Beiliegendes Ihrer Zeitschrift einzuverleiben, so würde ich mich anheischig machen, später etwa einen Bericht über Wirth's speculative Ethik und Reiff's System der Willensbestimmungen zu liefern. Sollte aber Wiegand an der Recension eines Werkes, dessen Verleger er ist, etwa Anstoß nehmen, so bitte ich, mir dieselbe gütigst in Bälde zurücksenden zu wollen [...]" - Georg Friedrich Franck wurde am 2. 6. 1813 in Weinsberg als Sohn eines Bäckermeisters geboren. Er war 1840-42 Repetent am Tübinger Stift. 1843 wurde er Diakon in Schorndorf, später in Geislingen an der Steige. Nachdem er 1860 Dekan in Freudenstadt und 1869 in Tübingen gewesen war, kehrt er pensioniert 1884 nach Schorndorf zurück.‎

Referenz des Buchhändlers : 36825

‎Spoerl, Heinrich, Schriftsteller (1887-1955)‎

‎Masch. Brief mit eigenh. U. sowie masch. Anlage.‎

‎o.J. Tegernsee, 11. IX. 1946, Fol. Zus. 2 Seiten. Bräunliches Papier.‎

‎An den Wedding-Verlag in Berlin: "[...] Ich bedauere sehr, daß Sie 'Die Hochzeitsreise' aus den von Ihnen angegebenen Gründen nicht bringen können. Selbstverständlich dürfen Sie das Exemplar der 'Weißen Weste' behalten, und ich würde mich aufrichtig freuen, wenn Sie ihr eine kleine Besprechung widmen würden. Inzwischen ist sie in Hamburg von Wolfgang Liebeneiner mit großem Erfolg uraufgeführt worden und hat sich [...] als ganz besonders publikumswirksam erwiesen [...] In der Anlage füge ich die Abschrift einer ganz kleinen Abhandlung bei, die die Theater [...] jetzt im Programmheft bringen, um das Publikum auf die etwas ungewöhnliche Struktur des Stückes vorzubereiten [...]" - Spoerl schrieb erfolgreiche humorvolle Unterhaltungsromane wie "Der Maulkorb" (1936) und "Wenn wir alle Engel wären" (1936). Am bekanntesten wurde er mit dem Roman "Die Feuerzangenbowle" (1933), der jedoch zu einem guten Teil von Hans Reimann stammt.‎

Referenz des Buchhändlers : 37775

‎Löfftz, Ludwig von, Maler (1845-1910)‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. sowie eigenh. beschriftete Visitenkarte.‎

‎o.J. München, 14. XII. 1886, Verschied. Formate. Zus. 2 Seiten.‎

‎An den Kunsthändler Karl Maurer in München mit kurzen MItteilungen. - Löfftz war seit 1874 Lehrer, seit 1879 Prof. und 1893-99 Direktor der Münchner Kunstakademie.‎

Referenz des Buchhändlers : 37418

‎Lomler, Friedrich Wilhelm, Theologe und Schriftsteller (1774-1845)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Saalfeld, 2. XI. 1833, Gr.-4°. 1 Seite.‎

‎An Heinrichshofen in Magdeburg: "Es hat mir lange Zeit nichts so viel Freude gemacht, als Ihr in der That köstliches Geschenk, bestehend aus dem Magazin von Casual [besonders kleineren geistlichen Amtsreden; 1829-42 ...] Ihr Magazin ist ein höchst werthvolles Werk, das jeder Theologe besitzen sollte. Ich werde alles thun, damit es wenigstens in meinem Umkreise immer bekannter werde. Daher schätze ich mir es für eine wahre Ehre und Auszeichnung, daß Sie einige Arbeiten von mir darinnen zu haben wünschen. Ich sende Ihnen davon 3 [...]" - Lomler wurde 1829 Superintendent und Hofprediger in Saalfeld.‎

Referenz des Buchhändlers : 37712

‎Kaun, Hugo, Komponist (1863-1932)‎

‎Eigenh. Postkarte mit U.‎

‎o.J. Berlin, 6. II. 1910, 1 Seite. Mit Adresse.‎

‎An den Pianisten und Musikschriftsteller Albert Friedenthal (1862-1921), dem er schreibt, daß er von 10.-14. Februar im Rheinland sei, wo er "als Begleiter in 'Kaun-Abenden' fingieren werde. Um Beileid bittend [...]" - Kaun lebte ab 1900 als Pädagoge und Komponist in Berlin-Zehlendorf.‎

Referenz des Buchhändlers : 36714

‎Drissen, Fred, Opernsänger (Bass) (1889-1968)‎

‎Albumblatt mit eigenh. U und aufmontiertem Porträt.‎

‎o.J. Augsburg, 6. XII. 1937, (15 x 10,5 cm). 1 Seite.‎

Referenz des Buchhändlers : 60896

‎Dumas (fils), Alexandre, Schriftsteller (1824-1895)‎

‎Eigenh. Brief mit U. sowie eigenh. Briefkarte mit U.‎

‎o.J. , Ohne Ort und Jahr, Verschied. Formate (16 x 10 bzw. 9 x 11,5 cm). Zus. 4 Seiten.‎

‎In dem ausführlichen Brief (3 Seiten) an seinen Freund Janot beschreibt Alexandre Dumas, der sich in den Alpen aufhält, begeistert den Mont Blanc und die ihn umgebenden Gebirgsketten: "[...] Le mont blanc chargé de neige, dominant tout et une succession de montagnes de diverses formes et à divers plans qui ont l'air de vagues immenses [...]" Er würde Janot gerne bei sich haben, doch er denkt, dass dieser sich langweilen würde; er solle daher in einer Gruppe kommen. "[...] Je fais là des projets comme si tu n'avais pas vingt et un ans et comme si le mariage ne pouvait pas intervenir. Dieu veuille qu'il n'arrive que le plus tard possible. Tout ce que tu vois autour de toi ne doit guère t'y encourager [...]" Janot soll ihm Bescheid geben, wenn Frau Flahaut angekommen ist, da diese in ihrem letzten Brief so niedergeschlagen wirkte. - In der Briefkarte sagt Dumas inem Freund einen Logenplatz zu.‎

Referenz des Buchhändlers : 60831

‎Dumas (fils), Alexandre, Schriftsteller (1824-1895)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. , Ohne Ort und Jahr, Kl.-8° (12,5 x 9,5 cm). 3 Seiten. Doppelblatt. Bläuliches Papier.‎

‎Empfehlungsbrief: "Mon cher Monsieur Blanche, Un des mes anciens camarades, M. Darbonnens, conseiller civil pres le géneral commandant la Province de Constantine, desire obtenir la place de conseiller de la prefecture d'Alger, laissée vacante par la mort de M. de Bretagne. Darbonnens est proposé officiellement et specialement pour cette place, par M. le géneral Gastie [...]" - Transkription liegt bei.‎

Referenz des Buchhändlers : 60833

‎Seitler, Karoline, Schauspielerin (1847-1905)‎

‎2 eigenh. Briefe mit U.‎

‎o.J. Prag, 7. XI. und 5. XII. 1868, Gr.-8°. Zus. 5 1/2 Seiten. Doppelblätter mit Monogramm.‎

‎An den Schriftsteller Hans von Hopfen (1835-1904). - I. "Schon dieser Tage nahm ich mir die Freiheit indirect mich an Herrn Dr. Laube mit der Bitte zu wenden, Sie zu veranlassen, mir Ihr Stück 'Aschenbrödel in Böhmen' zum Benefice überlassen zu wollen. Wir hatten mit dem Benedix'schen 'Aschenbrödel' in dem ich die Hauptrolle spielte, hier so viel Glück, daß schon ein gewisses Gefühl der Vorahnung mich zu Ihrem Lustspiele zieht [...]" - II. Schreibt von den Schwierigkeiten, die seinem "vortrefflichen Stücke sich entgegen stellten. Ich habe mich so auf dessen Aufführung gefreut! Ihre Heldin paßt auch sehr zu meiner Individualität - doch in der Freude, die ich bei der Lectüre über Rolle und Stück empfand, achtete ich kaum auf das was man später als allzugroße Czechenfeindlichkeit tadelte. Um alle Bedenken zu besiegen, wurde Oberstlandmarschall Fürst Auersperg veranlaßt, uns seine Protection zu leihen, aber ehe er mit der Lecture zu Ende war, wußten wir bereits daß die Censur äußern werde: 'Es ginge mit dem Stück während des Ausnahmezustandes nicht' [...]" Sie schließt mit dem Wunsch, daß er sich, wenn das Stück sein Bühnenleben beginne, der Schauspielerin erinnere, die sich zu seinem Stück zuerst hingezogen gefühlt habe und "wohl nicht durch ihr Verschulden von demselben getrennt wurde". - Karoline Seitler aus Wien spielte als Naive im Deutschen Landestheater in Prag bis zu ihrer Heirat mit dem österr. Hauptmann Münzberg 1872.‎

Referenz des Buchhändlers : 37171

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