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‎Prell, Hermann, Maler und Bildhauer (1854-1922).‎

‎Bildpostkarte mit eigenh. U. O. O., 4. VIII. 1913.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Nach einem Studium an der Dresdner Kunstakademie wurde Hermann Prell Schüler von Karl Gussow an der Berliner Akademie und setzte seine Ausbildung später in Rom fort, wo er Hans von Marées und Arnold Böcklin kennenlernte; 1892 wurde er Leiter des Meisterateliers für Geschichtsmalerei an der Kunstakademie in Dresden und wirkte hier von 1894 bis 1917 als Professor. Bekannt wurde Prell insbesondere als Monumentalmaler. - Papierbedingt etwas gebräunt; die Bildseite mit einer photographischen Reproduktion seines Gemäldes "Parsifal".‎

‎Rodin, Auguste, French sculptor (1840-1917).‎

‎Autograph letter signed. [Meudon, June 1900?].‎

‎1 p. on bifolium. With autogr. envelope. To Monsieur Vollin (?), sending three tickets for an exhibition and hoping to see him there: "Je vous ai fait envoyer 1 carte pour vous, 2 pour Mr Brunel. Dites-moi si c'est bien. Merci de votre sympathie, elle me fait grand bien, et soyez assez aimable de venir le vendredi après midi à l'Expo que je puisse vous serrer la main [...]".‎

‎Rössing, Karl, Maler und Graphiker (1897-1987).‎

‎Briefausschnitt mit eigenh. U. ("KRössing"). O. O. u. D.‎

‎Ca. 32:95 mm. Der aus dem oberösterreichischen Gmunden gebürtige Künstler studierte an der Kunstgewerbeschule in München und unterrichtete seit 1922 Holzschnitt und Illustration an der Folkwangschule für Gestaltung in Essen, wo er 1927 zum Professor ernannt wurde. Von 1934 bis 1945 Professor an der Staatlichen Hochschule für Kunsterziehung in Berlin, lebte Rössing nach Kriegsende "zunächst als freischaffender Künstler in Blankenburg/Harz. 1947-60 war er Professor an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste in Stuttgart, deren Rektor er 1953 wurde. Rössing schuf seit 1917 Holzstichillustrationen, u. a. zu Werken Gogols und zur Odyssee sowie Holzstichzyklen. Bekannt wurde er vor allem durch die satirisch-kritische Folge ‚Mein Vorurteil gegen diese Zeit' (1932) und durch ‚Bilder-Rätsel' (1935). Später arbeitete Rössing an großformatigen Linolschnitten und Holztafeldrucken" (DBE). - Etwas unregelmäßig beschnitten.‎

‎Rüdisühli, Hermann, Maler (1864-1944).‎

‎Bildpostkarte mit eigenh. U. [München, 12. April 1914].‎

‎1 S. Qu.-8vo. Der Sohn des Malers Jakob Lorenz Rüdisühli lernte beim Vater und an der Modellierschule in Basel, ehe er von 1883 bis 1887 die Kunstakademie Karlsruhe besuchte und seit 1888 als Lehrer an der Damenmalschule Stuttgart unterrichtete; seit 1892 lebte er als freier Künstler in München. "Rüdisühli malte Tiere, Allegorien, Genres, Bildnisse und Landschaften, vor allem in Öl. Er zeigte seine Bilder auf mehreren Schweizer Nationalausstellungen sowie auf der ersten Ausstellung der schweizerischen Sezession 1906 in Basel" (DBE). - Die Bildseite mit einer Reproduktion seines Gemäldes "Weg zum Tempel"; die Adreßseite mit kleinen Montagespuren; kleine Randläsuren.‎

‎Thoma, Hans, Maler (1839-1924).‎

‎Albumblatt mit eigenh. U. O. O. u. D.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. Am rechten Rand einer an Mitzi Hernler adressierten Postkarte mit einer Reproduktion seines Bildes "Kinderreigen". - Der in Bernau geborene Maler war "zwischen 1890 und 1910 [...] einer der angesehensten Künstler Deutschlands. Innerhalb seines äußerst umfangreichen Œuvres gelten diejenigen Werke als die besten, die einen ihm vertrauten, emotional besetzten Gegenstand zeigen, z. B. seine Schwarzwald- und Taunuslandschaften oder die Portraits seiner Freunde und Angehörigen sowie die Selbstportraits [...]" (DBE). - Etwas angestaubt und mit kleinen Randläsuren.‎

‎Vogeler, Heinrich, Maler, Graphiker und Innenarchitekt (1872-1942).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. Worpswede, [November 1917].‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse und Absender. An Mitzi Hernler: „Bin im Augenblick nicht in der Lage, Ihre Bitte zu erfüllen, würde sonst gern den kleinen Dienst erweisen [...]“. – In Bleistift; papierbedingt leicht gebräunt.‎

‎Zorn, Anders, Swedish painter, sculptor and printmaker (1860-1920).‎

‎Autograph letter signed ("Zorn"). Mora, 11 June (n. y.).‎

‎Large 8vo. 1 p. on bifolium. With autogr. envelope. To Mr. Henriksson concerning an appointment. He would be back in Stockholm in one week, and asks to designate him a day to meet. - Rare.‎

‎Albrecht VII., Erzherzog von Österreich (1559-1621).‎

‎Brief mit eigenh. U. Madrid, 18. Januar 1594.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. Folio. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An seinen Bruder Maximilian (1558-1618) über den Kammerdiener Johann Baptist Caprin, ihren gemeinsamen Bruder Erzherzog Ernst und über den Türkenkrieg. - Der für die geistliche Laufbahn bestimmte jüngste Sohn von Kaiser Maximilian II. war 1577 Kardinal und Erzbischof von Toledo geworden und war von 1583 bis 1593 Statthalter von Portugal und seit 1596 auch in den spanischen Niederlanden. "Nachdem er mit päpstlicher Erlaubnis die geistlichen Würden niedergelegt und die Erbin der Niederlande, die Tochter Philipps II., Isabella Clara Eugenia, geheiratet hatte, war er seit 1599 selbständiger Landesfürst der Niederlande. Der Friede von Vervins mit Frankreich (1598) und der zwölfjährige Waffenstillstand mit den Generalstaaten (1609) schufen die Voraussetzungen für wichtige Aufbauarbeiten" (DBE). - Mit zahlreichen, meist alt hinterlegten Papierdurchbrüchen; etwas angestaubt und fleckig.‎

‎Alexius, Herzog von Anhalt-Bernburg (1767-1834).‎

‎Brief mit eigenh. U. Ballenstedt/Harz, 15. II. 1829.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. Folio. Mit einer Beilage. Gratulationsschreiben an den namentlich nicht genannten Fürst Metternich aus Anlass der Geburt eines Sohns, des späteren Diplomaten Richard Klemens Fürst von Metternich-Winneburg. - 1806 von Kaiser Franz II. zum Herzog ernannt, trat Alexius Herzog von Anhalt-Bernburg 1807 dem Rheinbund bei; seine Truppen kämpften u. a. in Spanien, Rußland und Tirol unter großen Verlusten. "1813 verließ er den Rheinbund und schloß sich dem Deutschen Bund an. 1821 führte Anhalt-Bernburg Pockenschutzimpfungen ein, reorganisierte das Bergbau- und Hüttenwesen im Harz und reformierte das Volksschulwesen. Er erreichte die Union beider protestantischen Glaubensbekenntnisse (1820) und stiftete 1829 eine allgemeine Beamten-, Witwen- und Waisenkasse" (DBE). - Beiliegend ein Brief mit e. U. von Graf Beraldingen zum selben Anlass.‎

‎[Heraldry - Autograph album].‎

‎Album with 60 mounted autographs by European rulers, noblemen and military men. Prob. assembled in Great Yarmouth, 1820s; contents date from c. 1525-1775.‎

‎12 unnumbered ff. (1 blank), 60 numbered ff., 64 blank ff. With 56 armorial drawings in watercolors (1 in India ink) and 40 decorative grisaille cartouches washed in India ink. Late 18th c. calf with gilt spine, gilt-tooled border on boards and star-shaped center panel on both boards. Leading edges gilt. Oblong 12mo. Remarkable collection of autographs from the library of the English botanist and antiquary Dawson Turner (1775-1858) with his autogr. ownership entry on first leaf (dated 1825). Dawson, who had published on botany and was elected a Fellow of the Royal Society in 1802, turned his interests to antiquities in the 1820s. He and his children were taught to draw by their good friend, the renowned Norfolk artist John Sell Cotman, who resided in Yarmouth from 1812 to 1823. - The signatures, mostly clipped from letters and other documents, are from historic French, German and Dutch personages, including William, Prince of Orange (1533-84); Prince Eugene of Savoy (1663-1736); Johann Tserclaes, Count of Tilly, commander of the Imperial forces in the Thirty Years' War (1559-1632); Cornelius Jansen, theologian and later cardinal, founder of Jansenism (1585-1638); Philip de Montmorency, Count of Hoorn (1524-68), and Lamoral Count of Egmont (1522-68, opponents to Spanish rule in the Netherlands, executed); Johann Casimir, Duke of Saxe-Coburg (1564-1633); August the Younger, Duke of Brunswick-Wolfenbüttel, founder of Wolfenbüttel's Herzog August Library (1579-1666); Johann Wilhelm von der Pfalz, Elector Palatine (1658-1716); André-Hercule de Fleury, Cardinal (1653-1743); Fredrick, landgrave of Hesse-Eschwege (1617-1655); Floris van Pallant, Count of Culemborg (1537-98); Froben Ferdinand zu Fürstenberg-Mößkirch (1664-1741), and many more. Most names are accompanied by a skilled armorial illustration in full colour painted on the opposite page; forty of the signatures are bordered by decorative washed cartouches with specially designed figurated, landscape and allegorical ornaments, sometimes rather ingeniously incorporating the signature's pen flourishes and very likely prepared by members of the art-loving and gifted Turner family, possibly with help from Cotman. - Occasional slight brownstaining; book block loosened. Corners bumped; defects to upper spine end and lower third of spine. A remarkable (and remarkably presented) ensemble of autographs, forming a striking early 19th-century showpiece.‎

‎Bonaparte, Joséphine, Empress of the French (1763-1814).‎

‎Autograph letter signed ("Lapagerie Bonaparte"). N. p., 26 Ventôse [16th March] 1796 [?].‎

‎Small 4to. 1p. with conjugate blank. To the "ministre de la guerre", writing on behalf of Cm. Maquin, asking for employment as he is in an ("unfortunate position") and has served Bonaparte well for three years, and with a manuscript note from the ?minister saying that there are no vacancies at this moment but he won't forget the recommendation. - Folds, browned, and some small damage to edges from breaking the seal.‎

‎[Dreißigjähriger Krieg]. - Vierthaler, Paul (D. n. b.).‎

‎Brief mit eigenh. U. Berlin, 12. XI. 1633.‎

‎1 S. 4to. Mit Adresse. An den Bürgermeister von Zerbst Elias Schmidt: "[...] gestern seindt keiserische alhir beim Rathe gewesen, haben ein Summa geldes von etlich tausenden begehrett [...]". - Papierbedingt etwas gebräunt; etwas fleckig und mit kleinen Randläsuren sowie einem kleinen Ausschnitt durch Siegelbruch (dieses erhalten).‎

‎Elisabeth (Isabella) Clara Eugenia von Österreich, Infanta von Spanien und Portugal (1566-1633).‎

‎Brief mit eigenh. U. ("Isabel"). Brüssel, 12. V. 1628.‎

‎½ S. auf Doppelblatt. Folio. Mit Adresse (Faltbrief) und papiergedecktem Siegel. Papierbedingt etwas gebräunt; an den Rändern etwas angestaubt und fleckig, zwei kleine Randeinrisse alt hinterlegt.‎

‎Ernst, Erzherzog von Österreich (1824-1899).‎

‎2 Briefe mit eigenh. U. Verona, 1850-1851.‎

‎Zusammen (1+1=) 2 SS. auf 2 Bll. Folio. Dienstschreiben an das k. k. Infanterieregiment Erzherzog Sigismund. - Erzherzog Ernst, der Sohn des Vizekönigs der Lombardei und Venetiens, Erzherzog Rainers, widmete sich militärischen Studien, wurde 1845 auf Vorschlag des Grafen Radetzky zum Oberst ernannt, stieg 1847 zum Generalmajor auf und nahm an den meisten Gefechten gegen die "Garibaldianer" teil. "Für seinen Anteil an der Zersprengung der Freischaren 1849 wurde er 1850 zum Feldmarschalleutnant befördert. 1866 führte er in Böhmen ein Armeekorps gegen Preußen, wurde 1867 General der Kavallerie, zog sich aber im folgenden Jahr ins Privatleben zurück" (DBE). - Etwas knittrig und mit stärkeren Randläsuren und -einrissen.‎

‎Ernst, Erzherzog von Österreich (1824-1899).‎

‎2 eigenh. Briefe mit U. Verona und Wien, 1850 und 1851.‎

‎Zusammen (3+2¼ =) 5¼ SS. auf 4 (= 2 Doppel)Blatt. Gr.-8vo. An Herrn von Linpökh über das "traurige Schicksal des armen Limberger": "[...] Bereits gestern schrieb ich an Eh. Wilhelm, um sie zu bitten, d. Gedanken fest zu halten, daß sich sein Zustand verschlimmern würde u. er am besten dann in einer privat Heil Anstalt versorgt sey, denn im Eh. Hause kann er nicht bleiben [...]" (Br. v. 3. August 1850). - Der Brief v. 27. Juli 1851 mit der Bitte, ihm "einen älteren Plan, d. nicht zu haben ist" aus dem Schlafzimmer von Erzherzog Albrecht zu besorgen. - Erzherzog Ernst, der Sohn des Vizekönigs der Lombardei und Venetiens, Erzherzog Rainers, widmete sich militärischen Studien, wurde 1845 auf Vorschlag des Grafen Radetzky zum Oberst ernannt, stieg 1847 zum Generalmajor auf und nahm an den meisten Gefechten gegen die "Garibaldianer" teil. "Für seinen Anteil an der Zersprengung der Freischaren 1849 wurde er 1850 zum Feldmarschalleutnant befördert. 1866 führte er in Böhmen ein Armeekorps gegen Preußen, wurde 1867 General der Kavallerie, zog sich aber im folgenden Jahr ins Privatleben zurück" (DBE). - Jeweils auf Briefpapier mit gepr. Monogrammvignette und kleinen Montagespuren.‎

‎Ferdinand III. von Toskana, Erzherzog (1769-1824).‎

‎Eigenh. Brief ohne U. Salzburg, 20. XII. 1803.‎

‎2 SS. und 2 Zeilen auf Doppelblatt. 4to. An seinen Bruder Kaiser Franz II. (1768-1835) über Philipp Graf von Cobenzl (1741-1810), den österreichischen Gesandten in Paris: "[...] Wirklich schreibt auch Angistini [?] das[s] Kobenzl ihn das erste mahl nicht empfangen hat und sogar ihn nicht hat dem ersten Konsul wie einem anderen Fremden vorstellen wollen sagt aber daß hernach Kobenzl sich auf einmahl geändert habe und ihn sogar seinen diplomatischen Geschäften beyziehen wolle. Es scheint also daß im Anfange Kobenzl nach Deinen instructionen gehandelt habe, und vielleicht auch nach seinem eigenen Antriebe[,] alleine daß hernach da er gesehen hat wie sehr sich der Minister Talleyrand und auch Joseph Bonaparte um diesen mit ihrem in allen betrügerischen und schlechten Handlungen einverstandenen Mann annahmen geglaubt hat Dir einen guten Dienst zu leisten [...]". - Ferdinand III. war 1792 Nachfolger seines Vaters Leopold II. als Herrscher des Großherzogtums Toskana, einer Sekundogenitur des Hauses Österreich, geworden. "Als er das Land 1799 verlassen mußte, entschädigte ihn Napoleon 1803 mit dem neugebildeten Kurstaat Salzburg, den er 1805 gegen das von Bayern abgetrennte Großherzogtum Würzburg tauschen mußte. Ferdinand schloß sich 1806 dem Rheinbund an und unterstützte Napoleons Politik; erst im Oktober 1813 trat er der Allianz gegen Napoleon bei. Zwar verlor Ferdinand durch den bayerisch-österreichischen Staatsvertrag von 1814 Würzburg, erhielt aber als Entschädigung das restituierte Großherzogtum Toskana zurück" (DBE). - Bl. 2 mit kleinen Spuren alter Montage.‎

‎Ferdinand Karl Josef, Erzherzog von Österreich-Este (1781-1850).‎

‎2 Briefe mit eigenh. U. Ofen, 1819 und 1822.‎

‎Zusammen (½+2½=) 3 SS. auf 3 Bll. Folio. An das Pester Invalidenhaus bzw. die Pester Invalidenhauskommission u. a. mit der Mitteilung, "daß Seine Majestät der Kaiser vermög allerhöchsten Handschreiben[s] [...], um der gesammten Artillerie einen Beweiß der besondern allergnädigsten Aufmerksamkeit und Fürsorge zu geben, an die Stelle des verstorbenen General Artillerie Directors Herrn Feldmarschall Joseph Grafen Colloredo, Seine Kaiserliche Hoheit den E. H. Ludwig zum General Artillerie Director mit den nemlichen Befugnißen [...] zu ernennen geruhet haben [...]" (a. d. Br. v. 25. Januar 1819). - Ferdinand Karl, der zweite Sohn von Erzherzog Ferdinand Karl Anton, dem Generalgouverneur der Lombardei, trat nach Absolvierung der Wiener Neustädter Militärakademie 1799 in die Armee ein und nahm an zahlreichen Feldzügen gegen die Franzosen teil. 1815 war er Kommandant der kaiserlichen Reservearmee, die nach Frankreich einrückte. - Papierbedingt etwas gebräunt und teils mit kleinen Randläsuren; der Br. v. 14. Februar 1822 mit Spuren alter Montage und einem kleinen Papierdurchbruch.‎

‎Ferdinand Karl Josef, Erzherzog von Österreich-Este (1781-1850).‎

‎Brief mit eigenh. U. Wien, 7. III. 1836.‎

‎1 S. Folio. An Feldmarschalleutnant Narboni, dem er die Allerhöchste Entschließung der "Bewilligung zur Tragung des Ihnen verliehenen kaiserlich russischen weißen Adler Ordens". - Ferdinand Karl, der zweite Sohn von Erzherzog Ferdinand Karl Anton, dem Generalgouverneur der Lombardei, trat nach Absolvierung der Wiener Neustädter Militärakademie 1799 in die Armee ein und nahm an zahlreichen Feldzügen gegen die Franzosen teil. 1815 war er Kommandant der kaiserlichen Reservearmee, die nach Frankreich einrückte. - Papierbedingt etwas gebräunt und angestaubt und mit kleinen Randläsuren; zahlreiche Einrisse in den Faltungen alt hinterlegt.‎

‎Franz, Erzherzog von Österreich und Herzog von Modena (1819-1875).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 31. III. 1875.‎

‎3 SS. auf Doppelblatt. 4to. An den Statthalter in der Steiermark Guido Freiherr Kübeck von Kübau (1829-1907) über einen Besuch seines Neffen Alfonso Carlos de Borbón y Österreich-Este (1849-1936): "Indem es Ihnen genügend bekannt seyn wird wie die Parteileidenschaften die Ankunft in Wien des Infanten Don Alfonso meines Neffens zu ihren unberufenen Zwecken in der Presse ausgebeutet haben, und da ich höre, daß es möglich wäre daß man in Graz wohin der Infant sich dieser Tage begibt eine Gegendemonstration und zwar im besten Sinne bereitet hätte, so muß ich E[euer] E[xzellenz] im Namen meines Neffen ersuchen (wenn sich überhaupt dieß bestätigen sollte) jenen Herren welche eine solche Demonstration ihm zu Ehren machen möchten dessen Dankbarkeit auszudrücken, jedoch mit dem ausdrücklichen Ersuchen jede solche Kundgebung unterlassen zu wollen [...]". - Erzherzog Franz war der Sohn von Franz IV. und seiner Gattin Beatrix, der Tochter von König Viktor Emanuel von Sardinien. - Papierbedingt leicht gebräunt.‎

‎Franz Joseph I., Kaiser von Österreich (1830-1916).‎

‎Telegramm. Rom, 17. I. 1870.‎

‎¾ S. 4to. An "Sa Majesté l'Imperatrice d'autriche | Ancona": "Marie continue tres bien et desire avoir l'adresse de Sophie | Francois". - Etwas angestaubt.‎

‎Hess, Heinrich Frh. von, Militär (1788-1870).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("Hess"). Baden, 24. VI. 1865.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. Gr.-4to. Mit eh. adr. Kuvert. An den Mineralogen und Geologen Wilhelm Rt. von Haidinger (1795-1871) mit herzlichem Dank "für die so ehrenvolle, wenn auch unverdiente Auszeichnung, mich zum Korrespondenten der unter Hochdero Leitung so ruhmvoll bestehenden Gologischen Reichs-Anstalt ernannt zu sehen". - Seit 1805 im kaiserlichen Dienst stehend, nahm Heinrich von Hess an den Feldzügen 1809 und 1813 bis 15 teil; 1831 war er Generalquartiermeister in Italien, bevor er 1834 als Generalmajor das Brigadekommando in Mähren übernahm. Von 1839 bis 60 hatte er die Leitung des Generalquartiermeisterstabs inne und nahm als Generalstabschef Gf. Radetzkys an den italienischen Feldzügen 1848/49 teil, wo die von ihm erarbeitete Taktik des jähen Heraustretens aus der Defensive die Blitzsiege von Mortara und Novara zeitigte. Im Jahr darauf die Mobilmachung gegen Preußen leitend und während des Krimkriegs 1854/55 die Donaufürstentümer besetzend, nahm er 1859 am Feldzug in Italien teil und wurde im selben Jahr zum Feldmarschall befördert. Seit 1861 Mitglied des Herrenhauses, gründete Hess die Wiener Kriegsschule und veröffentlichte zahlreiche militärwissenschaftliche Werke. - Der Adressat war Nachfolger von Friedrich Mohs als Leiter der Mineraliensammlung der Hofkammer des Münz- und Bergwesens in Wien. Seit 1847 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, regte er die Gründung einer kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien an, wurde 1847 deren Mitglied und war von 1849 bis 1866 Direktor der von ihm initiierten k. k. Geologischen Reichsanstalt. Er war Mitbegründer und erster Präsident (seit 1855) der k. k. Geographischen Gesellschaft. Haidinger entdeckte und beschrieb eine große Anzahl Minerale und entwickelte die nach ihm benannte Haidinger-Lupe. - Papierbedingt etwas gebräunt und mit einigen Randeinrissen; die Verso-Seite von Bl. 2 mit einem kleinen Eingangsvermerk aus der Hand Haidingers.‎

‎Joseph Anton Johann, Erzherzog von Österreich und Palatin von Ungarn (1776-1847).‎

‎Quittung mit eigenh. U. Ofen, 19. III. 1841.‎

‎¾ S. Folio. Bestätigt den Betrag von 10.394 Gulden und 26½ Kreuzern aus dem Hauptzahlamte empfangen zu haben. - Der Sohn Kaiser Leopolds II. wurde 1795 vom ungarischen Reichstag zum Palatin gewählt und übte dieses Amt mehr als fünf Jahrzehnte lang aus. Stets eine Vermittlerrolle zwischen Ungarn und Österreich einnehmend, versuchte er die ungarische Verfassung auf die Erblande auszudehnen oder eine bloße Personalunion mit Ungarn herbeizuführen. Wegen seiner außenpolitischen Orientierung nach Russland trat er in Gegensatz zu Metternich. - Mit schwarzem Siegel und mehreren Registraturvermerken; mit kleinen Randläsuren und etwas angestaubt.‎

‎Joseph Anton Johann, Erzherzog von Österreich und Palatin von Ungarn (1776-1847).‎

‎Quittung mit eigenh. U. Ofen, 18. XI. 1841.‎

‎1 S. Qu.-kl.-4to. Bestätigt den Betrag von 10.394 Gulden und 26½ Kreuzern aus dem Hauptzahlamte empfangen zu haben. - Der Sohn Kaiser Leopolds II. wurde 1795 vom ungarischen Reichstag zum Palatin gewählt und übte dieses Amt mehr als fünf Jahrzehnte lang aus. Stets eine Vermittlerrolle zwischen Ungarn und Österreich einnehmend, versuchte er die ungarische Verfassung auf die Erblande auszudehnen oder eine bloße Personalunion mit Ungarn herbeizuführen. Wegen seiner außenpolitischen Orientierung nach Russland trat er in Gegensatz zu Metternich. - Mit rotem Siegel und einem zeitgenöss. Registraturvermerk; mit kleinen Randläsuren und etwas angestaubt; alt durchstrichen.‎

‎Joseph II., röm.-dt. Kaiser (1741-1790).‎

‎Brief mit eigenh. U. Wien, 30. XII. 1782.‎

‎½ S. auf Doppelblatt. 4to. Dienstschreiben an Karl Graf von Zinzendorf (1739-1813), den Präsidenten der Neuen Hofrechnungskammer: "Ich gewärtige von der Rechen-Kammer die Auskunft, was es mit vorgekommenen Umstande für eine Beschaffenheit habe, daß das Hungarische Kameral Haupt-Zahlamt durch mehrere ausserordentliche Zahlungen schon seit einiger Zeit in einen Rükstand von 300 fl. an der Hof-Quota [...] versezet worden sey? [...]". - Karl Graf Zinzendorf hatte seit 1784 den Vorsitz der Robotaufhebungskommission inne; 1792 wurde er Staats- und Konferenzminister und Mitglied des Staatsrats, 1800 Landmarschall von Niederösterreich. Von 1801 bis 1813 Landkomtur des Deutschen Ordens in Österreich, war Zinzendorf 1808 vorübergehend dirigierender Staats- und Konferenzminister. "Zinzendorf war ein Vorkämpfer des Freihandels und lehnte den Merkantilismus ab. Seine seit 1782 geführten Tagebücher, die über sechzig Bände umfassen, sind eine bedeutsame kulturgeschichtliche Quelle" (DBE). Zu Zinzendorf, der für die Geschichtsforschung vor allem auf Grund seines zeitlebens geführten Tagebuchs von großem Interesse ist, vgl. Christine Lebeau: Die Tagebücher des Grafen Karl von Zinzendorf. In: Quellenkunde der Habsburgermonarchie (16.-18. Jahrhundert). Ein exemplarisches Handbuch. Hg. v. J. Pauser, M. Scheutz und T. Winkelbauer. Wien 2004 (= MIÖG Ergbd. 44), S. 796-800.‎

‎Joseph II., röm.-dt. Kaiser (1741-1790).‎

‎Brief mit eigenh. U. Karlstadt, 4. V. 1783.‎

‎¾ S. auf Doppelblatt. 4to. Dienstschreiben an Karl Graf von Zinzendorf (1739-1813), den Präsidenten der Neuen Hofrechnungskammer, betr. der von der "Haupt Siebenbürg. Kanzley ausgewiesenen Ersparung bey der vorgeschlagenen Regulirung des Tax-Amts Personal- und Salarial Statuo". - Karl Graf Zinzendorf hatte seit 1784 den Vorsitz der Robotaufhebungskommission inne; 1792 wurde er Staats- und Konferenzminister und Mitglied des Staatsrats, 1800 Landmarschall von Niederösterreich. Von 1801 bis 1813 Landkomtur des Deutschen Ordens in Österreich, war Zinzendorf 1808 vorübergehend dirigierender Staats- und Konferenzminister. "Zinzendorf war ein Vorkämpfer des Freihandels und lehnte den Merkantilismus ab. Seine seit 1782 geführten Tagebücher, die über sechzig Bände umfassen, sind eine bedeutsame kulturgeschichtliche Quelle" (DBE). Zu Zinzendorf, der für die Geschichtsforschung vor allem auf Grund seines zeitlebens geführten Tagebuchs von großem Interesse ist, vgl. Christine Lebeau: Die Tagebücher des Grafen Karl von Zinzendorf. In: Quellenkunde der Habsburgermonarchie (16.-18. Jahrhundert). Ein exemplarisches Handbuch. Hg. v. J. Pauser, M. Scheutz und T. Winkelbauer. Wien 2004 (= MIÖG Ergbd. 44), S. 796-800.‎

‎Karl, Markgraf von Burgau (1560-1618).‎

‎Brief mit eigenh. U. Lorets [?], 1. XII. 1598.‎

‎2½ SS. auf Doppelblatt. 4to. Mit Adresse und papiergedecktem Siegel. An die Kammerräte der vorder- und oberösterreichischen Lande in Sachen der "iüngst versprochnen dreytausent fünfhundert Gulden". - Der Sohn von Erzherzog Ferdinand von Österreich (1529-95) und Philippine Welser war nach dem Tode seines Vaters als nicht voll erbberechtigter Abkömmling einer nichtstandesgemäßen Ehe seiner Eltern nebst einer reichlichen finanziellen Ausstattung auch mit einigen Besitzungen abgefunden worden. "Die bedeutendste war die Markgrafschaft Burgau, weitere die Landgrafschaft Nellenburg und die Grafschaft Hohenberg. Zeitgenossen berichten von einer prunkvollen Hofhaltung Karls auf Schloß Günzburg, seiner Residenz. Weniger beliebt war der Markgraf bei seinen Untertanen, welchen er den Weißbierkonsum verbot und bei den adligen Insassen der Markgrafschaft Burgau (unter anderem der Bischof von Augsburg, die Grafen Fugger und die Reichsstädte Ulm und Augsburg), welche er durch Zollerhöhungen und Streitereien über Herrschaftsrechte vergrätzte" (Wikipedia, Abfrage v. 23. III. 2003). - Stärker fleckig und mit einigen kleinen Papierdurchbrüchen in den Faltungen.‎

‎Karl, Erzherzog von Österreich (1771-1847).‎

‎Diktatbrief mit eigenh. U. Mannheim, 21. I. 1797.‎

‎5¾ SS. auf 3 Bll. Folio. An das "k. k. und Reichs General Kriegs Commissariat" betr. der Holzlieferungen für verschiedene in Kitzingen, Würzburg, Wetzlar und anderswo in Deutschland stationierte Regimente. - Der jüngere Bruder von Kaiser Franz II. hatte 1796 das Oberkommando über die Rheinarmee erhalten und als Reichsgeneralfeldmarschall die Siege bei Wetzlar, Teining, Amberg und Würzburg erfochten; 1797 übernahm er gegen Napoleon Bonaparte das Kommando über die österreichische Armee in Venetien, vollzog einen meisterhaften Rückzug nach Innerösterreich und schloß im April 1797 den Präliminarfrieden von Leoben. Als Generalissimus im Napoleonischen Krieg besiegte er 1809 Napoleon in der Schlacht bei Aspern, verlor jedoch im selben Jahr die Schlacht bei Wagram und schloß den Waffenstillstand von Znaim, wofür er von Franz I. suspendiert wurde. Danach widmete er sich der Militärschriftstellerei. - Die ursprüngliche Fadenheftung gelockert; an den Rändern mit kleinen Läsuren und etwas angestaubt; Bl. 1 mit einem kleinen Papierdurchbruch am oberen Rand.‎

‎Karl von Innerösterreich, Erzherzog von Österreich und Bischof von Breslau und Brixen (1590-1624).‎

‎Brief mit eigenh. U. ("Carol"). Günzburg, 18. XI. 1620.‎

‎¾ S. Folio. Mit Adresse (Faltbrief). In Sachen des Pfarrers zu Ersingen wegen des Pfarrhofs und des Geitreidezehenten. - Der Sohn von Erzherzog Karl II., schon früh für den geistlichen Stand bestimmt, war 1608 gegen den Willen der schlesischen Fürsten und Stände vom Domkapitel zum Bischof von Breslau gewählt worden. "Er setzte die Restaurationstätigkeit fort und beanspruchte das ius reformandi im Bistumsland, so daß es auf dem Fürstentag 1609 zu offenen Spannungen kam. Karl protestierte vergeblich gegen den schlesischen Majestätsbrief Kaiser Rudolfs II. von 1609, in dem es vorwiegend um Religionsfreiheit, Kirche und Schule der evangelischen Bürger seiner Residenz Neisse ging. Wegen des Eingriffs der schlesischen Stände in seine landesherrlichen Rechte ließ er 1616 den Rädelsführer der Stadt enthaupten. Nach Ausbruch des böhmischen Aufstandes mußte Karl, der 1613 zum Bischof von Brixen gewählt und damit Reichsfürst geworden war, 1619 zu seinem Schwager König Sigmund III. Wasa von Polen fliehen und ging 1620 nach Brixen. Erst 1621 kehrte er nach Neisse zurück. Seit 1618 war Karl auch Hoch- und Deutschmeister und reiste 1624, zum Vizekönig von Portugal ausersehen, nach Madrid, wo er wenig später starb" (DBE). - Etwas angestaubt und gebräunt und mit winzigen Papierdurchbrüchen in den Faltungen.‎

‎Karl von Tegetthoff, Militär (1835-1881).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("Tegetthoff"). O. O., 29. November o. J.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An eine Gräfin: "Sie haben kürzlich den Wunsch geäußert, die 'Fourchambault' [d. i. wohl Emile Augiers Schauspiel "Des Hauses Fourchambault Ende", 1881] zu durchblättern u. ich habe mir gestattet, sie Ihnen zuzusenden. Da ich das Buch endlich aufgefunden habe, so nehme ich mir die Freiheit, es Ihnen hiermit zu überreichen [...]". - Karl von Tegetthoff war Obelieutnant im 44. Infanterieregiment und wurde für seine Tapferkeit in der Schlacht von Novara ausgezeichnet. 1878 befehligte er als Feldmarschalleutnant die siebte Division und bestand mit ihr die "die furchtbaren Kämpfe bei Serajewo, Pasar, Brdo und am Humberge. Während dieses Feldzuges wurde er durch die ah. Belobung und nach Beendigung desselben durch das Commandeurkreuz des Leopoldordens ausgezeichnet" (Wurzbach XLIII, 188).‎

‎Kramar, Karel, Politiker und erster Ministerpräsident der Tschechoslowakei (1860-1937).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Ort unlesbar, 30. XII. 1895.‎

‎1 S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Hofrat: "Zum Jahreswechsel meine besten Wünsche! Ich hoffe Sie nächsten Samstag nach 10 Uhr Vormittag in Ihrem Bureau antreffen zu können [...] ich möchte sehr gerne mit Ihnen so vieles besprechen [...]". - Karel Kramar war Vorsitzender der tschechoslowakischen nationaldemokratischen Partei und Vorsitzender der nationalen Vereinigung. Zwar wurde Kramar der erste Ministerpräsident des neuen tschechoslowakischen Staates, doch vollzog sich dessen Gründung "nicht nach seinem Konzept, sondern nach den Ideen der westlich orientierten Emigration unter Masaryk und Benes" (ÖBL IV, 203). - Mit kl. Tintenwischern und Einriss in der Faltung.‎

‎[Latour von Thurmburg, Joseph, Militär und Erzieher des Kronprinzen Rudolf (1820-1903)].‎

‎Sammlung von 12 an ihn gerichteten Schreiben. Verschiedene Orte, 1843 bis 1869.‎

‎Zusammen 12 SS. auf 22 Bll. Folio. Mit einer Beilage (s. u.). Die vorliegende Sammlung umfasst folgende Schreiben: - I: Anton Freiherr von Erben (gest. 1858), k. k. Gubernial-Vize-Präsident. 2 Briefe mit eh. U. Graz, 1843 und 1844 Zusammen (½+¾ =) 1¼ SS. auf 4 (= 2 Doppel)Blatt. Folio. Jeweils mit papiergedecktem Siegel. Genehmigung von Latours Urlaubsansuchen (8. Oktober 1843) und negativer Bescheid auf dessen "Gesuch um Aufnahme als Kanzleyspraktikant [...] ohne Adjutum [...] weil Sie erst mit 5. Jänner 1842 beeidet sind, somit die vorgeschriebene vierjährige Konzeptspraxis noch nicht zurückgelegt haben" (26. Mai 1844). - II: Rudolf Frh. von Rossbacher (1806-1886), General und Stellvertretender Reichskriegsminister. Brief mit eh. U. Wien, 4. Mai 1869. ½ S. auf Doppelblatt. Folio. Zur Verleihung des "Ihnen gebührenden Offiziers-Dienstzeichens Iter Klasse". - III: Matthias von Wickenburg (1797-1880), Landesgouverneur der Steiermark. Briefabschrift. Graz, 26. April 1843. 1 S. auf Doppelblatt. Folio. "Nachdem Sie die [...] für politische Conzeptspraktikanten vorgeschriebenen theoretisch praktischen strengen Prüfungen mit günstigem Erfolge bestanden haben, so werden Sie hiemit zu einer wirklichen Anstellung im Conzeptsfache bei einer politischen Behörde als vorzüglich geeignet erklärt [...]". - IV: Friedrich Frh. von Teuchert (1797/98-1872), Militär. - Briefabschrift. Wien, 18. Dezember 1858. 1½ SS. Folio. In Sachen Pensionsanspruch. - V: Friedrich Graf Schaaffgotsche (1822-1892), Militär. 2 Briefe mit eh. U. Brünn, 1858 und 1859. Zusammen (¾+2 =) 2¾ SS. auf 4 (= 2 Doppel)Blatt. Folio. Betrifft Fragen der Pensionsbemessung (25. Dezember 1858) und mit der Mitteilung von Latours Versetzung "zur aushilfsweisen Verwendung" nach Zara (Dalmatien). - VI: 5 Briefe diverser Verfasser. Bologna, Zara, Wien und Graz, 1846 bis 1859. Zusammen 5 SS. auf 9 Bll. Folio. Betrifft Latours vorläufige Nichtanstellung in der Hofkanzlei (29. April 1846), seine Ernennung zum Hauptmann II. Klasse (17. und 24. November 1854), die Bestätigung seines Dienstes in Zara und den Erhalt seiner "vollen Kriegs Gebühr" (1. Juli 1859) und die Mitteilung von seiner Versetzung zum "Landes General-Kommando" nach Brünn (14. August 1859). - Joseph Latour von Thurmburg sollte ein halbes Jahr nach seiner Versetzung nach Brünn in die Zentralkanzlei des Kaisers berufen werden; zwei Jahre darauf zum Major befördert und zum Flügeladjutanten des Kaisers ernannt, war Latour häufig im Reisegefolge des Kaisers unterwegs, "wurde zu verschiedenen Missionen, u. a. am Fürstentag zu Frankfurt (August 1863) und für Sendungen zu Kaiserin Elisabeth nach Korfu[,] verwendet" (ÖBL V, 39) und übernahm 1870 die Erziehung von Kronprinz Rudolf mit gleichzeitiger Ernennung zum Generalmajor und Geheimen Rat. - Beiliegend ein hektographiertes Schreiben mit hs. Ergänzung zur Verleihung des "rothen Adler Ordens 2ter Classe, mit dem Stern" durch Wilhelm I.‎

‎Leopold II., röm.-dt. Kaiser (1747-1792).‎

‎Brief mit eigenh. U. Wien, 11. VIII. 1790.‎

‎½ S. auf Doppelblatt. 4to. Dienstschreiben an Karl Graf von Zinzendorf (1739-1813), den Präsidenten der Neuen Hofrechnungskammer: "Da Ich für gut befunden habe, es künftighin von der Abgebung der jährlichen Konduitlisten gänzlich abkommen zu lassen, so will Ich Ihnen solches zu ihrer Nachricht, und zu dem Ende erwähnen, daß Sie auch hievon die Ihnen untergeordnete[n] Länderbehörden verständigen [...]". - Karl Graf Zinzendorf hatte seit 1784 den Vorsitz der Robotaufhebungskommission inne; 1792 wurde er Staats- und Konferenzminister und Mitglied des Staatsrats, 1800 Landmarschall von Niederösterreich. Von 1801 bis 1813 Landkomtur des Deutschen Ordens in Österreich, war Zinzendorf 1808 vorübergehend dirigierender Staats- und Konferenzminister. "Zinzendorf war ein Vorkämpfer des Freihandels und lehnte den Merkantilismus ab. Seine seit 1782 geführten Tagebücher, die über sechzig Bände umfassen, sind eine bedeutsame kulturgeschichtliche Quelle" (DBE). Zu Zinzendorf, der für die Geschichtsforschung vor allem auf Grund seines zeitlebens geführten Tagebuchs von großem Interesse ist, vgl. Christine Lebeau: Die Tagebücher des Grafen Karl von Zinzendorf. In: Quellenkunde der Habsburgermonarchie (16.-18. Jahrhundert). Ein exemplarisches Handbuch. Hg. v. J. Pauser, M. Scheutz und T. Winkelbauer. Wien 2004 (= MIÖG Ergbd. 44), S. 796-800.‎

‎Leopold II., röm.-dt. Kaiser (1747-1792).‎

‎Brief mit eigenh. U. Wien, 16. XII. 1791.‎

‎¾ S. auf Doppelblatt. 4to. An Karl Graf von Zinzendorf (1739-1813), den Präsidenten der Neuen Hofrechnungskammer: "Da Ich den Insbrucker Buchhalterey [...]rath v. Brähm gewisser Ursachen halber nicht mehr länger in Insbruck angestellten [!] wissen will: so werden Sie dafür Sorge tragen, ihn nächstens anderstwohin, jedoch dergestalt, daß seine sonst besitzende Geschicklichkeit benützet, und er in den Stand gesetzet werde, sich mit seiner Familie aushalten zu können, zu übersetzen [...]". - Karl Graf Zinzendorf hatte seit 1784 den Vorsitz der Robotaufhebungskommission inne; 1792 wurde er Staats- und Konferenzminister und Mitglied des Staatsrats, 1800 Landmarschall von Niederösterreich. Von 1801 bis 1813 Landkomtur des Deutschen Ordens in Österreich, war Zinzendorf 1808 vorübergehend dirigierender Staats- und Konferenzminister. "Zinzendorf war ein Vorkämpfer des Freihandels und lehnte den Merkantilismus ab. Seine seit 1782 geführten Tagebücher, die über sechzig Bände umfassen, sind eine bedeutsame kulturgeschichtliche Quelle" (DBE). Zu Zinzendorf, der für die Geschichtsforschung vor allem auf Grund seines zeitlebens geführten Tagebuchs von großem Interesse ist, vgl. Christine Lebeau: Die Tagebücher des Grafen Karl von Zinzendorf. In: Quellenkunde der Habsburgermonarchie (16.-18. Jahrhundert). Ein exemplarisches Handbuch. Hg. v. J. Pauser, M. Scheutz und T. Winkelbauer. Wien 2004 (= MIÖG Ergbd. 44), S. 796-800.‎

‎Lichnowsky, Wilhelm Karl Graf von, Militär (1793-1864).‎

‎Brief mit eigenh. U. ("Lichnowsky"). Verona, 9. März 1856.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. Folio. An Feldmarschalleutnant Graf Woyna betr. dessen "Gesuch um Pensions Erhöhung". - Wilhelm Graf von Lichnowsky nahm 1809 als Fähnrich am Feldzug gegen Napoleon teil und kämpfte im Feldzug von 1813/14 als Hauptmann "bei dem neuaufgestellten Savoyisch-österreichischen Berg-Jäger-Korps mit. 1831 kam er zum Infanterieregiment 60, dessen Kommando er ab seiner Ernennung zum Oberst (1834) führte" (ÖBL V, 183). Nach einigen weiteren Stationen in Kaschau, Wien und Verona trat Lichnowsky als Feldzeugmeister in den Ruhestand. - Etwas angestaubt und mit kleinen Randläsuren.‎

‎Luxusschiffahrt.‎

‎Sammlung von mehr als 500 Original-Photographien eines Chefstewards auf verschiedenen Luxuslinern auf den Transatlantiklinien der United States Lines. Verschiedene Orte bzw. Schiffe, 1930er bis 1960er Jahre.‎

‎6 Lederalben (qu.-folio) und lose Photographien (verschiedene Formate). Private Photosammlung des Schiffsstewards Hermann Muller, der zwischen den 1930er und 1960er Jahren - der Hochzeit der Luxusschiffahrt - auf den Passagierdampfern der Reederei United States Lines im Bordservice gearbeitet hatte und bis zum Chefsteward aufgestiegen war. - Die aus einer Postschiffahrtsgesellschaft hervorgegangene amerikanische Reederei United States Lines betrieb von 1929 bis 1969 eine Transatlantiklinie (New York-Bremerhaven und New York-London) für Luxus-Passagierdampfer, die tlw. mit ehemals deutschen, als Reparationszahlungen übernommenen Passagierschiffen (America, George Washington), später mit eigens für die Reederei gebauten Dampfern befahren wurde. Der berühmteste Dampfer des Unternehmens war die United States, das Flaggschiff der Reederei, die auf ihrer Jungfernfahrt 1952 (unter Kapitan H. Manning) das "Blaue Band" errungen hatte. Sie hält bis heute den Rekord für die schnellste Atlantikquerung eines Passagierschiffes in östlicher Richtung. - Hermann Muller fuhr unter anderem auf den Schiffen America, President Roosevelt, Leviathan, Manhattan, Washington und eben auch der United States. Als Chefsteward hatte er die Verantwortung für Küche, Vorratshaltung und Reinigung des Schiffs. Mullers große Umsicht und Einsatzbereitschaft für das persönliche Wohl der teils prominenten Passagiere sowie ein offensichtlich sympathisches Wesen machten ihn zum ersten Ansprechpartner und beliebten Mitglied der Bordcrew, wie zahlreiche herzliche und persönliche Widmungen auf den Photographien wie "Wishing you as always a Happy sailing thru life" bezeugen. Die Photographien (Formate zwischen 7 und 12 und 20 und 26 cm) stammen überwiegend von den Bordphotographen der Linie oder von privat und zeigen neben den Passagieren auch die Crew und das Küchenpersonal, Banketts, Silvester- und Geburtstagsfeiern, Bordhochzeiten, Seebestattung, seltene Details oder auch Gesamtaufnahmen der Passagierdampfer; daneben finden sich auch Familienphotos aus dem Privatleben von H. Muller. - Unter den Passagieren, die sich mit Photo und einigen Grußworten in der Sammlung verewigten, befinden sich viele berühmte Namen der funkelnden Welt des Films und des Jet Sets, des Sports und der Politik, darunter John Wayne, Burt Lancaster, Charlton Heston, Cary Grant, Bob Hope, Horst Buchholz, Edward Duke of Windsor mit seiner Frau Wallis Simpson, Harold Lloyd, Walt Disney, Charles Boyer, Donald Campbell, die Boxer Walter Neusel, Bob Olin und Erich Seelig, Dean Jagger, Joan Crawford, Cornel Wilde, Jean Wallace, James Cagney, den Bürgermeister von London Cuthbert Ackroyd, Corinne Calvet, Herbert Marshall, Salvador Dali, Harry Truman, Dwight D. Eisenhower, Haile Selassie, Ludwig Erhard, Felix Graf von Luckner, Saud ibn Abd al-Aziz Al Saud u. v. m. - Photographien teilweise gelöst, einzelne mit Randeinrissen, die Alben gering berieben. Insgesamt eine interessante und umfangreiche Sammlung von sehr guter Erhaltung.‎

‎[Maria Anna (1805-1877), Prinzessin von Bayern und Königin von Sachsen].‎

‎Sammlung von sieben Telegrammen an die Königin. Verschiedene Orte, 1856 bis 1872.‎

‎7 SS. auf 7 Bll. (Gr.-)4to und qu.-gr.-8vo. Die von Schreiberhand zu verschiedenen Anlässen verfassten Telegramme an die Zwillingsschwester von Kaiserin Sophie von Österreich und Tante von Kaiser Franz Joseph stammen von den Erzherzögen Franz, Franz Carl (3) und Ferdinand Maximilian (dem späteren Kaiser Maximilian von Mexiko) sowie von Erzherzogin Sophie und Kaiserin Caroline Auguste.‎

‎Metternich-Sándor, Pauline, Philanthropin (1836-1921).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("GfinvonMetternich-Sándor"). O. O., 25. VI. 1895.‎

‎4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An eine Frau Schrödter, wohl die Gattin des Hofopernsängers Fritz Schrödter (188-1924), betr. eines in Aussicht stehenden Besuches "übermorgen Donnerstag". "Falls Ihnen unser Besuch an diesem Tage ungelegen kommen sollte", so möge man "ganz einfach" absagen "ohne zu fürchten dadurch unhöflich zu erscheinen [...] Gf. Széchenyi, welcher wieder hergestellt ist, wird seine Töchter u. uns begleiten. Ich meine meine Tochter u. mich! Sie sehen es ist eine förmliche Invasion im Schrödter-Heim geplant [...]". - Die mehrere Jahre in Paris lebende Enkelin Clemens Wenzel Fürst von Metternichs und Gattin von Richard Fürst von Metternich stand u. a. mit Franz Liszt und Richard Wagner in freundschaftlichem Kontakt, dessen "Tannhäuser"-Uraufführung sie 1861 in Paris durchsetzte. 1870 mit ihrem Gatten nach Wien zurückkehrend, "setzte sie ihr gesellschaftliches und kulturelles Wirken fort und engagierte sich in zahlreichen wohltätigen Stiftungen. 1892 initiierte sie die Internationale Musik- und Theaterausstellung im Prater" (DBE). - Auf Briefpapier mit Trauerrand und erhaben gepr. Fürstenkrone; beide Bll. mit einem winzigen Einriß im Mittelfalz.‎

‎Metternich-Winneburg, Richard Fürst von, Diplomat und Politiker (1829-1895).‎

‎Quittung mit eigenh. U. ("RMetternich"). Wien, 13. IV. 1853.‎

‎½ S. Qu.-gr.-4to. Mit einigen Beilagen (s. u.). "Die fürstliche Centralkassa hat mir zwanzig Gulden Conv. Mze zur Bestreitung von Trinkgelde[r]n bey meiner Eidesablegung als k. k. Kämmerer erfolgt, welcher Betrag demnach zur gültigen Rechnungsausgabe zu gelangen hat [...]". - Der Sohn von Clemens Wenzel Fürst von Metternich (1773-1859) war Legationssekretär in London und nach 1856 Gesandter an den sächsischen Höfen. 1859 wurde er Kaiser Franz Josefs außenpolitischer Berater und war als solcher bis 1871 als Botschafter in Paris tätig, wo er gemeinsam mit seiner Gattin Pauline (1836-1921) eine gesellschaftlich wie politisch gewichtige Rolle am Hofe Napoleons III. zu spielen wußte. Während des Deutsch-Französischen Krieges organisierte er die Flucht der französischen Kaiserin Eugénie nach London, er selbst kehrte nach Wien zurück und quittierte 1874 seinen Dienst. - Etwas knittrig und mit einem großen Einriss am oberen sowie einem kleineren am linken Rand. Beiliegend zwei von anderer Hand unterzeichnete Quittungen (1821 und 1822), ein Brief des k. k. Festungskommandos an die Witwe nach Feldmarschalleutnant Graf Woyna (1859) und ein Brief mit eigenh. U. des Advokaten und Gerichtsdolmetschers Clemens Raczynski (1879).‎

‎Scott, George Herbert, Flugpionier (1888-1930).‎

‎Albumblatt mit eigenh. U. O. O. u. D.‎

‎1 S. Qu.-schmal-32mo. "GHerbert Scott". - G. H. Scott war Konstrukteur eines die Zeppelin noch übertreffenden Luftschiffs und kam während einer durch einen Kurzschluß verursachten Explosion seiner R 101 ums Leben. - Mit einer vertikalen Knickfalte am linken Rand.‎

‎Sigmund II. Hager von Allentsteig, Militär (1547-1610/11).‎

‎Schreiben mit eigenh. U. Altenburg, 11. IX. 1596.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. Folio. Sigmund II. focht im Dienste des Kaisers gegen die Türken, war 1590/91 Kommandant in Kaschau, 1594 kaiserlicher Feldhauptmann in Ungarisch-Altenburg (Ovár) und wurde zuletzt Oberfeldhauptmann in Ungarn. "Endlich verließ er die kaiserlichen Dienste und zog sich auf die Herrschaft Altensteig, welche aus der Stadt, dem Schlosse und 16 Dörfern bestand, zurück, erwarb durch einen Vergleich nach [Georg Haagers] Tode St. Veit bei Linz, unterzeichnete nebst seinem unglücklichen Sohne Sebastian Günther 1608 das Bündniß der protestantischen Stände zu Horn, und wurde 1609 Deputirter der Evangelischen im Lande ob der Enns. Sigismund starb im Alter von 63 Jahren. In drei Ehen [...] erzeugte er 21 Kinder. Von diesem Sigmund (II.) stammt das bekannte Sprüchwort: 'Wo liegt der Hund begraben?'" (Wurzbach, VI, 95). - Mit kleinen alt ausgebesserten Randschäden.‎

‎[Stolberg-Stolberg]. - Gabriele St. Genois, née Stolberg-Stolberg (1829-1904).‎

‎Calligraphical poem and song manuscripts with numerous autogr. drawings. No place, 1869 ff.‎

‎(Large) 4to. 2 vols. with 117 pp. Includes 83 pp. on 44 boards stored loosely in wooden portfolio with calf spine. Outstanding collection of watercolours and washed pen-and-ink drawings, many in half-page size. The first, larger, of the two volumes is entitled: "Deutsche Dichterworte über Mutterliebe und Häuslichkeit / illustrirt mit Photografien u. Randzeichnungen von Gabriele St.-Genois-Stolberg / 1869". - The second volume contains equally painstakingly executed drawings illustrating Heinrich Heine's "Buch der Lieder"; the loose sheets contain various poems, set to music on additional leaves; composers include Carl Eckert, Friedrich Kücken and Robert Schumann. The illustrations and calligraphical copies are by Gabriele St. Genois, granddaughter of Friedrich Leopold Stolberg, and by Elisabeth Salm-Reifferscheidt, née Princess Liechtenstein (1832-94). - Some fingerstaining, but very attractively preserved.‎

‎Stolberg-Wernigerode, Henrich Graf zu, Gutsverwalter (1772-1854).‎

‎Brief mit eigenh. U. Wernigerode, 7. XII. 1827.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. Folio. Gratulationsschreiben an den namentlich nicht genannten Fürst Metternich aus Anlass von dessen Hochzeit mit Antonie von Leykam (1806-29), der Tochter des Diplomaten und Komponisten Christoph Ambros Freiherr von Leykam. - Henrich Graf Stolberg, der älteste Sohn von Graf Christian Friedrich zu Stolberg-Wernigerode, studierte in Straßburg und Göttingen und widmete sich anschließend der Verwaltung seiner Güter; daneben bekleidete er mehrere Staatsämter.‎

‎Watson, George Arthur, artist (fl. 1870s).‎

‎Album of anatomical notes, drawings and plates. No place, 11/13 February 1873.‎

‎8vo (11 x 14 cm), ca. 130 leaves (and 11 blanks); some notes excised and the stubs used as support for pasted-in engravings and drawings. Contemporary wallet-style black morocco. A pocket-size album assembled by an artist studying human as well as animal proportions, basing his work on engravings of anatomy and of classical statues and figures. Apart from his manuscript notes on Darwin’s "The expression of the emotions" and on "The proportions of the human figure", the album comprises 25 anatomical pen, ink and wash drawings (12 large and folding illustrations and 13 highly detailed sketches of body parts) as well as 14 pages of printed text and 48 plates from Pauquet’s "Recueil d’anatomie portative a l’usage des artistes" (Paris, ca. 1850; including press-copied duplicates), many of which are heavily annotated and hand-coloured; 12 steel engravings of classical statues; 8 plates on the anatomy of the horse; with 2 further drawings and 1 engraving loosely inserted. - Rebacked, flap restored, endpapers renewed. Bookplate of the Marquesses of Rockingham (later Barons and Earls of Sondes) to front pastedown; dated ownership inscription of George Arthur Watson to bookplate and verso of front flyleaf. The ancient family of Watson had long been Baronets, Earls, and finally Marquesses of Rockingham, but the honours became extinct with the passing of Charles Watson-Wentworth in 1782. George Arthur Watson's connection could not be traced, though he may be the Edinburgh painter George Watson mentioned with an 1873 date by P. J. M. McEwan (Dictionary of Scottish art and architecture, Woodbridge 1994).‎

‎Whitney, Eli, Erfinder und Fabrikant (1765-1825).‎

‎Eigenh. Brief mit U. New Haven, 24. Oktober 18[04].‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. Gr.-4to. Mit eh. Adresse. An den Juristen und Politiker Samuel Miles Hopkins (1772-1837) über einen Erfinder namens Tomlinson und über die Funktionsfähigkeit von dessen Erfindung zur Wassergewinnung: "[...] His invent[ion] so far as my information extends is [...] & I think ingenious - & appears to me [to have] sufficient merit to intitle [!] to a fa[ntastic?] experiment [...] Mr. Tomlinson appears to be wholly devoted to this subject & I think is fully intitled [!] to every encouragement to persevere [...]". - Eli Whitney gilt als Begründer des sog. Austauschbaus, dessen Grundsatz besagt, daß beliebig viele zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Orten gefertigte Teile A zu beliebig vielen, ebenso gefertigten Teilen B ohne Nacharbeit passen müssen; auch wird ihm die Entwicklung der ersten Baumwoll-Entkörnungsmaschine (Cotton Gin oder Egreniermaschine, 1793) zugeschrieben. - Papierbedingt etwas gebräunt und stellenweise etwas fleckig; mit starken Schäden am rechten Rand, wodurch die Lesbarkeit der ersten Seite stark beeinträchtigt ist; das Respektblatt mit zeitgenöss. Eingangsvermerk.‎

‎Wilhelm I., König von Württemberg (1781-1864).‎

‎3 Briefe mit eigenh. U. Friedrichshafen, Baden und Stuttgart, 1838-1848.‎

‎Zusammen (1+1+1 =) 3 SS. auf Doppelbll. 4to und folio. Jeweils mit Kuvert. In französischer Sprache an Ferdinand II. (1810-59), König beider Sizilien, mit Nachrichten vom Hof und Glückwünschen zu Geburten am neapolitanischen Hof, an dem u. a. 1838 Ludwig von Neapel-Sizilien und 1848 Giuseppe Maria, Herzog von Lucero, das Licht der Welt erblickten. - Jeweils mit kleinen Faltspuren, sonst tadellos.‎

‎Zeppelin, Ferdinand Gf. von, General der Kavallerie und Erfinder des lenkbaren starren Großluftschiffs (1838-1917).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("GvZeppelin"). Zürich, 31. X. 1909.‎

‎1 S. Gr.-4°. An den Ullstein-Verlag, der seine "Erinnerungen" hatte herausgeben wollen: "Wie Ihnen durch Herrn Dr. Eckener bereits bekannt geworden, haben ältere Beziehungen zu dem Cottaschen Verlag, bzw. zu dessen Inhaber Hrn. Kommerzienrat Kröner, mich veranlaßt, den Verlag meiner durch Hrn. Dr. Eckener herauszugebenden Erinnerungen diesem Geschäfte zu überlassen [...]". - Hugo Eckener (1868-1954), der spätere Luftschiffpionier und Nachfolger Zeppelins, war ein norddeutscher Journalist, der sich erst ein Jahr zuvor am Bodensee niedergelassen hatte und zunächst für die Öffentlichkeitsarbeit der Zeppelin-Werke verantwortlich gewesen war. "Nach Zeppelins Tod 1917 war er für die Weiterentwicklung der Zeppelin-Werke verantwortlich, überführte 1924 den für die USA gebauten ZR III in einer ersten Atlantiküberquerung nach New York und unternahm 1928-37 zahlreiche Fahrten der ‚Graf Zeppelin', darunter 1929 eine Weltfahrt sowie die Arktisfahrt 1931. 1936 führte Eckener mit der ‚Hindenburg' fahrplanmäßige Fahrten nach Nordamerika ein, die nach der Katastrophe von Lakehurst 1937 beendet wurden" (DBE). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; mit einigen kleinen Randeinrissen und Faltspuren.‎

‎Aichinger, Ilse, Schriftstellerin (1921-2016).‎

‎Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 28. September 1991.‎

‎½ S. Gr.-4to. An eine Dame in Finnland: "I have finished signing in the beginning of August - I have sent you a telegramm, but not getting no reaction, I think that the telegraph probably has not reached you. Please send somebody to collect the signed pages [...]".‎

‎Batista, Nicolás, Schriftsteller (1902-1989).‎

‎Albumblatt mit eigenh. Widmung und U. O. O., 1978.‎

‎1 S. Qu.-4to. Der kubanische Nationaldichter war 1954 mit dem "Internationalen Lenin-Friedenspreis" ausgezeichnet worden (damals noch als "Internationaler Stalinpreis für die Festigung des Friedens zwischen den Völkern" tituliert). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; Faltspuren.‎

‎Bíró, Lajos, Schriftsteller (1880-1948).‎

‎Portraitpostkarte mit eigenh. Widmung und U. O. O., 26. April 1902 oder 1912.‎

‎1 S. 8vo. S/W-Portrait im ¾-Profil. - Der ungarische Schriftsteller und Dramatiker war seit den 1920er Jahren auch als Drehbuchautor tätig, übersiedelte später nach London und war dort für die London Film Productions von Alexander Korda tätig. Im ersten Jahr der Academy Awards (1929) erhielt Bíró eine Oscar-Nominierung für sein Drehbuch zu Josef von Sternbergs "Sein letzter Befehl", verlor aber zugunsten des zweitnominierten Ben Hecht, der ebenfalls für sein Drehbuch zu einem Film Sternbergs, "Underworld", nominiert worden war.‎

‎Blüthgen, Viktor, Schriftsteller (1844-1920).‎

‎Eigenh. Portraitpostkarte mit U. Bad Freienwalde a. d. Oder, 21. VI. 1914.‎

‎1 S. (Qu.-)8vo. Mit eh. Adresse. An Mitzi Hernler: "Frei und offen lieb' ich die Knaben, | Sollen nicht viel Geheimnisse haben, | Aber ein holdes Mädchenbild | Will ich mit sieben Schleiern verhüllt [...]". - Viktor Blüthgen war Redakteur eines theologischen Lexikons und später der "Krefelder Zeitung" sowie der "Gartenlaube". "Seit seiner Heirat mit Clara Blüthgen 1881 lebte er als freier Schriftsteller in Freienwalde/Oder. Zu seinen Werken gehören Romane (‚Die Spiritisten', 1902), Jugendbücher, Märchen, Gedichte und Opernlibretti" (DBE). - Die Bildseite mit einem Kniestück en face im Sitzen; etwas gebräunt und mit kleinen Randläsuren.‎

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