書籍販売業者の独立ポータルサイト

‎Autographes‎

Main

検索結果数 : 66.406 (1329 ページ)

最初のページ 前ページ 1 ... 475 476 477 [478] 479 480 481 ... 602 723 844 965 1086 1207 1328 ... 1329 次ページ 最後のページ

‎Kokoschka, Oskar, Maler, Graphiker und Schriftsteller (1886-1980).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Villeneuve, 24. VIII. 1967.‎

‎1¾ SS. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An Elisabeth Setnik: "Mein liebes Kind, Du bist in einem Alter wenn einem das Herz überläuft von Gefühlen und die Außenwelt zu kalt und bedrohlich erscheint. Später wird sich ein Gleichgewicht zwischen Wünschen und Können, Vermögen einstellen aber dies ist ein schwacher Trost vorläufig, ich weiß es denn mir ging es auch nicht anders in Deinem Alter und ich litt unsäglich. Wäre ich in Wien, könnte ich Dir Mut machen. Die Arbeiten von Dir, die ich beurteilen sollte, sind verloren gegangen weil ich in Amerika war und so kann ich Dir keinen Rat über Deine Begabung geben. Es wäre auch zu früh, denn in den Entwicklungsjahren ändert sich viel. Lasse die Nase nicht hängen und gehe ins Kunsthistorische Museum für mich und suche Dir nicht Vorbilder, eher Erwecker der Freude und der Andacht vor dem Wunder des Lebens [...]". - Auf bläulichem Luftpostpapier mit gedr. Briefkopf.‎

‎Kokoschka, Oskar, Austrian artist (1886-1980).‎

‎Autograph letter signed. Vienna, no date.‎

‎8vo. 1½ pp. on bifolium. A letter of recommendation to the Academic Association for Literature and Music. Kokoschka is recommending one Mr. Nowak for holding lecture evenings at the Academic Association.‎

‎Munch, Edvard, Norwegian painter (1863-1944).‎

‎Autograph picture postcard signed ("EM"). [Milano], 10. VI. 1922.‎

‎Oblong 8vo. 1 p. Addenda. To Ludvig Orning Ravensberg (1871-1958), Norwegian painter and a relative of Munch, who also helped Munch with some of his exhibitions. Munch's picture postcard was written in Milano and shows the Piazza del Duomo. - Accompanied by two cards by Munch's cousin Edvard Kristoffer Munch to Sophie Diriks (dated 1918 and 1921) and another two cards (from R. Munch and E. S. Munch) are written to Henrietta Diriks (called "Jette"), one dated 1891. A small photograph might depict Edvard Kristoffer Munch.‎

‎Pecht, August Friedrich, Maler und Kunstschriftsteller (1814-1903).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. 8vo. An eine Dame: "Leider trifft Ihre freundliche Einladung heute Abend das Haus Pecht in vollständigstem Blokadezustand [!], - die schönere Hälfte desselben hat heute den ganzen Tag das Bett zur Citadelle gemacht die Sie auf's Tapferste vertheidigt, und meine Wenigkeit hat Kopfweh wie Jupiter [...]".‎

‎Pietsch, Ludwig, Zeichner und Feuilletonist (1824-1911).‎

‎Eigenh. Visitenkarte. O. O. u. D.‎

‎2 SS. "Bitte durch Ueberbinger 1 E[xemplar] 'Von Berlin nach Paris' Otto Janke's Verlag[s]handlung Anhaltstr. 11". - Pietsch illustrierte u. a. Werke von Storm, Immensee, Reuter und Goethe, war für mehrere Zeitungen tätig und seit 1864 als Feuilletonredakteur im Dienst der "Vossischen Zeitung", für die er über das kulturelle und gesellschaftliche Leben in Berlin, über den Deutsch-Französischen Krieg, die Eröffnung des Suez-Kanals sowie über seine Reisen nach Rußland, Sizilien und Griechenland berichtete.‎

‎Ruskin, John, leading British art critic of the Victorian era (1819-1900).‎

‎Autograph letter signed ("JRuskin"). Herne Hill, i. e. London, 15 Dec. 1882.‎

‎8vo. 1 p. on bifolium. "My dear Madam / If I were to call on you at the Albert Hall one day next week could you show me anything you are doing or an idea of the models you use? [...]". - Small tears in centerfold; included are an Elliott & Fry carte-de-visite, and a cabinet card with Ruskin's photograph. - From the collection of Diana Herzog.‎

‎Whistler, James Abbott McNeill, American painter and etcher (1834-1903).‎

‎Autograph letter written in ink, with two pencil sketches, signed with his butterfly monogram. N. p., [probably early 1877].‎

‎8vo. 3 pp. on bifolium. To "my dear Black": "Noch nicht! noch nicht! my dear Black! I am a little behind hand - curious aint it! That confounded Peacock Room has nearly ruined me and I have had to work frightfully to make up for it. It will be all right directly of course but I am woefully pushed. - Beseech HRH to be indulgent and appoint some day next week - say Saturday or Friday afternoon at about 5 'o'clock and I will try to be ready for her and shall be so enchanted to see her interest in what I have been doing - I think you will like the pictures - manage this my dear Black for your [xxx] [Whistler's butterfly monogram]. Just write a line to say it is all right". - The letter discusses a proposed visit from Princess Louise, the daughter of Queen Victoria and wife of the Marquis of Lorne. The Princess was herself an artist - a sculptor of note - and Whistler's correspondence indicates she took a keen interest in his work. The two pencil sketches appear to have been drawn before the letter was written. If they are by Whistler, we can assume that they have something to do with a commission he was working on for Princess Louise. The drawings seem to be preliminary sketches for a crest, which features a dog and crossed swords. - The stupendously opulent and beautiful Peacock Room was painted by James A. McNeill Whistler during late 1876 and early 1877. The entire room is decorated in oil colour and gold on wood, leather and canvas, its Orientalist theme crowned by Whistler's painting The Princess from the Land of Porcelain. The Peacock Room is now installed in the Freer Gallery of Art (Smithsonian Institution) in Washington D.C., but was originally designed for use as the dining room in the London residence of Frederick R. Leyland, a wealthy English shipping magnate. In 1904, after the house had changed hands, the American Charles L. Freer, founder of the Freer Gallery of Art, was able to purchase the contents of the room, have it dismantled and shipped to his home in Detroit, where it was installed in an addition to his home in 1905. In 1919 it was once more dismantled and transported to its permanent location in the Freer Gallery in Washington, D.C. - Slightly stained.‎

‎Bismarck, Johanna Fürstin von, (1824-1894).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Hamburg, 26.08.1889‎

‎¾ S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Bitte schicken Sie mir die ‚Trennung' von Marschner (O, du lieber schatz, wir müssen scheiden) hierher […]". - Gefaltet. - Johanna Fürstin von Bismarck, Tochter des Gutsbesitzers Heinrich von Puttkamer, entstammte einem pommerschen Uradelsgeschlecht und wuchs in Reinfeld bei Rummelsburg auf. Ihren späteren Gemahl Otto von Bismarck lernte sie 1844 bei der Hochzeit Moritz von Blanckenburgs kennen; der 1847 geschlossenen Ehe entsprossen drei Kinder.‎

‎[Blindeninstitut].‎

‎Gedr. Konzertplakat. Wien, zwischen 1810 und 1829.‎

‎378:450 mm. Ankündigung eines Konzerts mit "Vocal- und Instrumental-Musik", das am Donnerstag, den 13. Mai, im "Institut-Hause in der großen Steingasse nächst der Mariahülfer-Linie Nro. 182" stattfinden sollte. - Das Blindeninstitut, 1804 als Privatinstitution vom Armenbezirksdirektor der Josefstadt, Johann Wilhelm Klein (1765-1848), gegründet, war 1810 aus dessen Wohnung in die Große Steingasse 213 (6, Stumpergasse 6) übersiedelt und wurde 1816 in ein Staatsinstitut umgewandelt (erstes Blindeninstitut Österreichs). 1829 kam das Institut, da der Platz zu eng geworden war, in ein angekauftes Haus in der Brunngasse (8, Blindengasse 33), wo es am 4. Oktober 1830 als K. k. Blindeninstitut eröffnet wurde. - Etwas gebräunt und mit kleinen Randläsuren; verso adressiert an die Direktion der Landes-Blinden-Anstalt in Purkersdorf bei Wien.‎

‎Bombelles, Heinrich Graf von, Diplomat und Erzieher (1789-1850).‎

‎Ausschnitt mit eigenh. U. O. O. u. D.‎

‎1 Bl. Qu.-12mo (174 x 80 mm). Nur die Unterschrift.‎

‎Bombelles, Heinrich Graf von, Diplomat und Erzieher (1789-1850).‎

‎Brief mit eigenh. U. Lilienfeld, 30. VIII. 1839.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 4to. Mit Adresse (Faltbrief). An Herrn Krickl, Verwalter der Herrschaft Gutenstein: "Die Durchlauchtigsten zwey jungen Erzherzoge, mit welchen ich eine Lustreise mache, kommen den 2ten Oct. gegen Abend in Gutenstein an, und werden daselbst übernachten, um den folgenden Morgen ihre Reise fortzusetzen. Ich kenne meinen verehrten Freund Grafen Hoyos nur zu genau, um überzeugt zu seyn, daß es ihm nicht unangenehm seyn wird, diese gnädigsten jungen Herren auf seinem Schloße zu beherbergen. Ich ersuche Sie daher für unsere Unterkunft gütigst zu sorgen. Es sind die zwey jungen Erzherzoge, dann nebst mir zwey Kavaliere; ein Kammerdiener; drey Bediente, vier Hofkutscher und 8 Pferde zu bewohnen. Sowohl die zwey Herren Erzherzoge als auch die zwey Kavaliere können zu zweyen in einem Zimmer schlafen […]". - Heinrich Franz Graf von Bombelles (1789-1850) übernahm im Jahr 1836 in Wien die Erziehung der Enkel des Kaisers Franz II., des späteren Kaisers Franz Joseph und seiner Brüder, und begleitete sie im Mai 1848 auf ihrer Flucht nach Innsbruck.‎

‎Bontona, Eugen, französischer Financier (1820-1904).‎

‎Brief mit U. Rom, 27. III., o. J.‎

‎4 SS. auf gefalt. Doppelblatt. Qu.-8vo. In französischer Sprache an einen Herrn Schreiner. - Auf Briefpapier mit schwarzem Trauerrand.‎

‎Calmette, Gaston, Journalist (1858-1914).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.‎

‎½ S. 8vo. Der Leiter der konservativen französischen Zeitung "Le Figaro" bedankt sich bei einem Freund. In französischer Sprache. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.‎

‎Clausen-Kaas, Adolf von, Pädagoge (1826-1906).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Dresden, 4. XI. 1882.‎

‎1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "In Erwiderung Ihres geehrten Schreibens […] bitte ich den 5. Januar für mich belegen zu dürfen […]".‎

‎Cotta, Carl Frh. von, Verleger (1835-1888).‎

‎Brief mit eigenh. U. Stuttgart, 9. I. 1883.‎

‎3 SS. auf gefalt. Doppelblatt mit gedr. Verlagsbriefkopf. 8vo. An den Wiener Verleger Wilhelm Braumüller (1807-84) hinsichtlich der ganz Südwestdeutschland und das Rheingebiet betreffenden Hochwasserkatastrophe von 1882/83: "Der deutsche Buchhandel hat stets da, wo es galt bei Nothständen helfend einzugreifen eine offne Hand gehabt. Heute, wo es gilt, dem unermesslichen Elend großer durch Ueberschwemmung getroffener Landstrecken zu steuern, wird der Buchhandel mehr als je geneigt sein, sein Scherflein zur Unterstützung der Schwerbedrängten beizutragen. Von dieser Erwägung ausgehend wenden wir uns, wie an Sie in gleichlautendem Schreiben an die Herren 'Duncker & Humblot; Leipzig', 'Gebr. Pachel; Berlin', 'J. Bielefeld; Karlsruhe' und 'Adolf Ackermann; München' mit dem Nachstehenden: Wollen Sie sich mit uns zu einem Comité vereinigen, das einen Aufruf an den deutschen Verlagsbuchhandel erlässt, zum Zweck einer bei den verschiedenen Staaten zu beantragenden Lotterie, Werke allgemein interessanten Inhalts in gebundenen Exemplaren als Gewinne zu schenken und an den Sortimentsbuchhandel, die etwaigen Loose zu vertreiben? Wir nehmen hierbei an, dass sämtliche Staaten in Ansehung des namenlosen Nothstandes und unseres edlen, ganz selbstlosen Zweckes die Loose verbreiten lassen werden, dass der gesammte Verlagshandel Herz und Hand öffnen, der Sortimentsbuchhandel die Loose gern und ohne Nutzen für sich verbreiten wird […]".‎

‎Cotta, Johann Georg Frh. von, Buchhändler und Politiker (1796-1863).‎

‎Brief mit eigenh. U. Stuttgart, 3. VI. 1858.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. Gr.-4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An den württembergischen Konsul in Rom, Karl von Kolb (1800-68): "Seit vier Wochen lag ich an der Grippe schwer erkrankt zu Bett und so blieb auch die Beantwortung Ihres liebenswürdigen Briefes vom 16. v. Mts. seither unerfüllt. Ich ergreife jedoch im ersten Augenblick in welchem mir der Arzt erlaubt wieder aufzustehen die Feder um Ihnen für den liebenswürdigen Beweis Ihres Wohlwollens, für die allerliebste Münze meinen innigen Dank auszusprechen. Wollten Sie mich in Kenntniß sezen was der Ankauf derselben gekostet hat, so werde ich mich beeilen den Betrag der königl. Hofbanque zu ersezen. Noch größer ist aber mein Dank für das Wohlwollen und die Freundschaft, welche Sie meinem Sohn haben beweisen wollen. Er wie ich bleiben dafür Ihre dankverpflichteten Schuldner! Möchten Sie mir nur recht bald Gelegenheit geben Jemanden Ihrer Empfehlung angenehm seyn zu können. Es hat mich unendlich gefreut von meinem Sohn zu hören, daß Sie sich immer wohl befinden […]". Auf blauem Briefpapier. Kleine Faltungseinrisse. - Johann Georg Cotta war Sohn des Verlegers Johann Friedrich Cotta v. Cottendorf. "Von schwacher Gesundheit, vermochte [er] sein [...] Studium der philosophischen, ästhetischen und politischen Wissenschaften nicht abzuschließen. Eine Reise nach Rom 1817/18 brachte Besserung, doch erst 1819 war er zu regelmäßiger Berufsausübung hergestellt und widmete sich zunächst der diplomatischen Laufbahn [...] 1821 schied er als Legationsrat aus dem diplomatischen Dienst aus, um 'nicht durch freie Wahl, sondern durch den Willen seines Vaters' sich dem Verlag zu widmen" (NDB III, 379). 1832 übernahm er zusammen mit Hermann von Reischach die Geschäfte des stark verschuldeten Familienunternehmens, sanierte es und führte es krisenlos durch die nächsten 30 Jahre, gliederte ihm auch den renommierten Verlag Göschen in Leipzig und die Vogelsche Bibelanstalt in Landshut an. Daneben die überparteiliche 'Allgemeine Zeitung' leitend und die 'Deutsche Vierteljahrsschrift' (1838-70) gründend, gewann er großen publizistischen Einfluß auf das politische Leben seiner Zeit. Cotta, der zu den "bedeutendsten Verlegerpersönlichkeiten des 19. Jahrhunderts" zählt (DBE), veröffentlichte u. a. die Werke namhafter Forscher wie Alexander von Humboldt und Leopold von Ranke sowie Dichter wie Nikolaus Lenau, Eduard Mörike, Ferdinand Freiligrath, Friedrich Hebbel und Annette von Droste-Hülshoff. Heinrich Heine schrieb für ihn als Pariser Korrespondent der "Allgemeinen Zeitung".‎

‎Dalberg, Wolfgang Freiherr von, Theaterdirektor (1750-1806).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Mannheim, 3. VI. 1789.‎

‎3 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. "Ich vernehme, dass Ew Hochedelgebohren nächstens eine theatralische Reise zu unternehmen gedenken, und Mannheim besuchen werden; es sollte mir angenehm seyn, wenn es ihr Wunsch wäre, einige Gastrollen auf hiesigem Curfürstlichen Theater zu spielen, wozu ich Sie hiermit einlade […] Sollte aber Ihre Reise bloß die Absicht haben, (wie vielleicht irrig verlautet) gute Subjecte von der hiesigen Bühne hinweg zu engagieren, so sehe ich mich, vermöge meiner Stelle genöthigt, Ewr Hochwohlgebohren, zu Erspahrung einer vergebenen Reise, folgendes zu erörtern. ‚Sämtliche Mitglieder des hiesigen Cur-fürstlichen Hoftheaters, sind ohne Ausnahme alle bis zu Ende des 1791en Jahres, […] hier engagiert […]". - Seit 1776 pfälzischer Geheimrat sowie Präsident des Oberappellationsgerichts, gründete Dalberg 1778 im Auftrag des Kurfürsten Karl Theodor von der Pfalz ein deutsches Nationaltheater in Mannheim. Dalberg engagierte die Truppe des Prinzipals Abel Seyler, die Freunde Heinrich Beck, Johann David Beil und August Wilhelm Iffland aus Gotha, gewann Friedrich Ludwig Schröder 1780 für ein Gastspiel und übernahm 1781 selbst die künstlerische Leitung des organisatorisch am Wiener Vorbild orientierten Nationaltheaters.‎

‎Decker, Rudolf Ludwig, Verleger (1804-1877).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Berlin, 22. I. 1861.‎

‎1 ½ SS. 4to. "Auf meine beiden letzten Schreiben Bezug nehmend erlaube ich mir die freundliche Bitte um baldgefällige Rückäußerung über die vorgelegte Photographie zu wiederholen […]". - Decker übernahm 1825 gemeinsam mit seinem Bruder das väterliche Unternehmen und wurde nach dem Tod des Bruders 1829 alleiniger Besitzer der Deckerschen Druckerei. Er druckte weiterhin behördliche Schriften neben wissenschaftlicher Literatur und Prachtausgaben zu Jubiläen und Weltausstellungen. Unter Deckers Führung wurden neue Fraktur- und orientalische Schriften geschnitten sowie eine Papierfabrik angegliedert. Nach seinem Tod übernahm das Deutsche Reich das Unternehmen und verband es mit der preuß. Staatsdruckerei zur Deutschen Reichsdruckerei.‎

‎Engel von Mainfelden, August Rt. v., Politiker (1855-1941).‎

‎Ausschnitt mit eigenh. U. O. O. u. D.‎

‎Ca. 20 x 75 mm. Auf Trägerkarton. Nach dem Studium der Rechts- und Staatswissenschaften in Wien trat Engel von Mainfelden 1878 bei der Finanzprokuratur in den Staatsdienst ein. 1883 wechselte er in das Finanzministerium über, wo er maßgeblich am Aufbau einer eigenen Budgetsektion beteiligt war, deren Leitung er 1905 übernahm. Er setzte die Umstellung der staatlichen Wirtschaftsführung auf einen budgetären Wirtschaftsplan durch und erreichte damit den Ausgleich des Staatshaushaltes. 1913 mit der Vertretung des Finanzministers beauftragt und 1915 zum Finanzminister ernannt, sorgte er zu Beginn des Ersten Weltkriegs dafür, dass der österr. Staatskredit zunächst erhalten blieb. Differenzen mit der Militärverwaltung und mit parlamentarischen Kreisen veranlaßten ihn jedoch bald zum Rücktritt.‎

‎Falke, Johann, Frh. von Lilienstein, Staatsmann (1827-1895).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 16. X. 1878.‎

‎1½ SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "So poetisch schön gedacht, und geradezu meisterhaft durchgeführt auch die anliegende Dichtung ist; muß ich doch, wie Sie ja selbst vorausgesehen, des Stoffes wegen ernstes Bedenken tragen, selbe in unser Familienbuch einzureihen. Es erübrigt mir daher nichts, als Ihnen die wirklich geistvolle Dichtung mit aufrichtigem Bedauern zu anderweitiger Verwerthung zur Verfügung zu stellen; wobei ich aber noch ganz besonders bedaure, Ihren Namen auch heuer in unserem Jahrbuche missen zu müssen […]". - Gefaltet.‎

‎Falkenstein, Konstantin Karl, Historiker und Schriftsteller (1801-1855).‎

‎Eigenh. Brief mit U. "Königl. Bibliothek" [Dresden], 5. VI. 1839.‎

‎1 S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Empfangen Sie meinen verbindlichsten Dank für die gütige Nachricht über das bei Ihnen abgegebene Paket mit Handzeichnungen. Schon seit Jahren habe ich mit dem Maler Kleinig [d. i Christian Kleinig, 1779-1848] zwar kein Geschäft mehr gemacht, auch nichts bei ihm bestellt; allein es ist möglich, daß er mir die Zeichnungen zur Ansicht übersenden wollte […]".‎

‎Fernau, Hella, Rezitatorin.‎

‎Eigenh. Postkarte m. U. "Auf der Heimfahrt" [Poststempel: Stettin], 6. V. 1923.‎

‎½ S. 8vo. Mit eh. Adresse. An Hans Nüchtern (1896-1962): "Zwar habe ich bis Jetzt noch keine offizielle Mitteilung von Wien erhalten, das der Kursus nun nächste Woche beginnen kann, allein ich hoffe, meine Sekretärin wird mich damit überraschen […]". - Der aus Wien stammende Journalist und Dramaturg Hans Nüchtern (1896-1962) war seit 1924 Leiter der literarischen Abteilung der RAVAG und unterrichtete auch an der Akademie für Musik und darstellende Kunst sowie am Max Reinhardt-Seminar. - Beschnitten (ohne Textverlust).‎

‎Fortner, Erich, Rezitator und Jurist (1879-1957).‎

‎Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 4. VI. 1923.‎

‎1½ SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. Beiliegend eh. Umschlag. An den Journalisten und Dramaturgen Hans Nüchtern (1896-1962), Leiter der literarischen Abteilung der RAVAG: "In den Programmen 6, 7 oder 8 des beiliegenden Prospektes möchte ich gerne auch Ihren Namen anführen können. Darf ich Sie, sehr geehrter Herr Doktor, um einen Beitrag für einen dieser Abende bitten? Ich wäre Ihnen dafür sehr verbunden. Den Prospekt pflege ich vor Beginn der Vortragssaison an die für mich in Betracht kommenden in- und ausländischen Volksbildungsinstitute und literarische Vereine zu versenden. Insbesondere der moderne Balladenabend wird häufig gewählt; ein in diesen Rahmen passender Beitrag wäre mir daher sehr willkommen […]".‎

‎Franz Ferdinand, Erzherzog von Österreich (1863-1914).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Eckartsau a. d. Donau, 6. X. 1907.‎

‎4 SS. auf Dopelblatt. 8vo. An eine Fürstin (Liechtenstein?): "[...] Leider kam mein Projekt die Herrschaften in Ihrer Haupt-Residenzstadt, am Sitze Ihrer Thätigkeit zu besuchen nicht zur Ausführung, aber Sie waren ja durch die Anwesenheit u. die Unterhaltungssucht des dicken siebenten Edi so in Anspruch genommen, daß ich Sie gar nicht hätte genießen können. Außerdem bin ich durch unsere herrlichen politischen zustände wo nur mehr Juden, Sozialdemokraten u. Ungarn unsere altehrwürdige Monarchie commandieren derart wild u. desperat, daß mein alter Humor schwer gelitten hat u. ich nur sehr einen langweiligen Gesellschafter abgegeben hätte. Jetzt bin ich mit der ganzen Familie in Eckartsau werde immer grauer u. grauer und bekomme immer mehr Falten auf der Denkerstirne. Zu meinem größten Bedauern ersehe ich aus Ihrem Briefe daß Fürstin den Sommer nicht ganz wohl waren. Hoffentlich haben Sie sich schon wieder erholt und genießen recht den Aufenthalt in Liechtenstein [...]". - Auf Briefpapier mit gepr. Vignette.‎

‎Gerold, Friedrich, Buchhändler (1813-1886).‎

‎Brief mit eigenh. U. Wien, 12. III. 1853.‎

‎2 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 4to. Eh. adressiert. An den Verleger August Hesse in Graz: "In Erwiderung Ihres Geehrten vom 9ten ersuchen wir den Netto-Betrag der, unterm 28/2 von Ihren Remissis zurückgesandten Artikel, vom ganzen Saldo abzuschlagen und als Uebertrag in neue Rechnung zu bringen. Zu den Disponensen können wir diesen Posten nicht wohl stellen. Es war uns nämlich keineswegs darum zu thun durch diese Rück-Remission den Saldo vergrößert zu wissen, sondern wir glaubten einfach dasjenige zurückweisen zu dürfen, was für uns unverkäuflich ist […] Betreffs Verkäuflichkeit obiger Partie legen Sie großes Gewicht auf den Umstand, daß die neuen Auflagen unveränderter Abdruck der alten seien. Angenommen es sei so, vermögen wir doch nicht einzusehen, wie daraus hervor gehen soll, daß der Verleger an irgend jemand - z. B. an Sie selbst - etwa die zweite Auflage eines Werkes expedieren dürfte, sobald eine dritte da ist, die zwar unveränderter aber wirklich neuer Abdruck ist und daher mit Recht Titel u. Umschlag einer ‚neuen Auflage' trägt […]". - Signiert "Carl Gerold&Sohn". Darunter eine eigenh. Notiz mit Unterschrift von Friedrich Gerold bezüglich eines "Mozart Lehrbuchs für Ober Gymnasium". - Friedrich und sein Bruder Moritz Gerold wurden 1843 von deren Vater Carl Gerold bereitz 1843 zu Gesellschaftern seines Verlages gemacht. 1849 wurde ihnen die Leitung übertragen - seither firmierte die Firma als "Gerold & Sohn". Nach Carls Tod 1854 gingen die Befugnisse dennoch zunächst an seine Witwe über und erst 1855 an Moritz Gerold. Friedrich Gerold übernahm 1841 die Leitung einer von seinem Vater und der Witwe des Leihbibliothekars Carl Armbruster gegründeten Leihbibliothek, die bis in die 60er Jahre führend blieb.‎

‎Härtel, Raimund, Verleger (1810-1888).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Eisenach, 19. XII. 1867.‎

‎1 ½ SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. Bedankt sich für eine Empfehlung.‎

‎Hainisch, Marianne, Frauenrechtlerin (1839-1936).‎

‎Eigenh. Postkarte m. U. [Poststempel: Wien, 28. X. 1915].‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse verso. An Eugen Schwiedland: "Besten Dank für die Zusendungen der Einladungen. Ich versende dieselben. Wieder kann ich nicht kommen, da ich Freitag zu meinen militärischen Enkeln nach Steiermark reise […]". - Die Mutter des ersten Bundespräsidenten der Ersten Republik Michael Hainisch war eine der großen historischen Frauenrechtlerinnen und die Begründerin der österreichischen Frauenbewegung. 1870 als erste Frau Österreichs eine offizielle Rede haltend, trat sie in Rede und Schrift gegen die konventionellen Vorstellungen ihrer Zeitgenossen an, gründete u.a. mit Marie von Ebner-Eschenbach und Bertha von Suttner den Bund österreichischer Frauenvereine, den sie 1904 dem 'International Council of Women' (ICW) anschloß und dessen Vorsitz sie bis 1924 innehatte, und war von 1912 an Präsidentin des neugegründeten Wiener 'Mädchengymnasiums für erweiterte Frauenbildung'. Auf ihre Anregung hin kam es 1924 in Österreich zur Einführung des Muttertags.‎

‎Hartenau, Johanna Gfin., Sängerin (1865-1951).‎

‎Brief mit eigenh. U. Wien, 13. VII. 1915.‎

‎1 S. Folio. Bedankt sich im Namen des Spendenbüros bei Emilie Schaup aus der Zipfer-Brauereidynastie) für eine Spende von 400 Zigaretten für das k. u. k. Reservespital. - Hartenau war Sopranistin am Hoftheater in Darmstadt; 1899 heiratete sie den Grafen Alexander von Hartenau, den ersten Prinzen von Battenberg und ehemaligen Fürsten von Bulgarien. Nach dessen Tod 1893 widmete sie sich der Förderung des Wiener Musiklebens und engagierte sich für die Erbauung des Salzburger Mozarteums. Sie war Präsidentin bzw. Vizepräsidentin der Wiener Mozart-Gemeinde, des Wiener Konzertvereins und des Vereins des Wiener Symphonieorchesters. - Gefaltet.‎

‎Hartenau, Johanna Gfin., Sängerin (1865-1951).‎

‎Brief mit eigenh. U. Wien, 7. VII. 1915.‎

‎1 S. Folio. Bedankt sich im Namen des Spendenbüros bei Emilie Schaup aus der Zipfer-Brauereidynastie) für die Spende eines "Heissluftapparates" für das k. u. k. Reservespital. - Hartenau war Sopranistin am Hoftheater in Darmstadt; 1899 heiratete sie den Grafen Alexander von Hartenau, den ersten Prinzen von Battenberg und ehemaligen Fürsten von Bulgarien. Nach dessen Tod 1893 widmete sie sich der Förderung des Wiener Musiklebens und engagierte sich für die Erbauung des Salzburger Mozarteums. Sie war Präsidentin bzw. Vizepräsidentin der Wiener Mozart-Gemeinde, des Wiener Konzertvereins und des Vereins des Wiener Symphonieorchesters. - Gefaltet.‎

‎Herbeck, Ludwig, Sohn des Komponisten Johann von Herbeck (1831-1877).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 11. III. 1879.‎

‎1 ½ SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "In Kurzem erlaube ich mir meine Anliegen vorzubringen. Ich beabsichtige nämlich eine Biographie meines Vaters zu schreiben. Zu diesem Zwecke wären mir Originalbriefe Herbeck's von großem Werthe. Sollten Sie hochgeehrter Herr etwa solche Briefe besitzen, so wäre ich Ihnen sehr zu Dank verpflichtet, wenn Sie mich in den Besitz derselben setzen würden, damit ich eine Abschrift davon machen kann. Die Originale würde ich natürlich wieder zurückgeben […]". Die Biographie Johann von Herbecks, betitelt "Johann Herbeck. Ein Lebensbild von seinem Sohn Ludwig" erschien 1885 in Wien. Johann von Herbeck wurde 1856 Chormeister des Wiener Männergesangvereins, zwei Jahre darauf Professor am Konservatorium und gründete den Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde. 1863 zum Vizehofkapellmeister, drei Jahre später zum 1. Hofkapellmeister bestellt, trat er 1870 als Direktor an die Spitze der Wiener Hofoper. Fünf Jahre später nahm er seinen Abschied und kehrte als Dirigent zur Gesellschaft der Musikfreunde zurück.‎

‎Heyking, Elisabeth von, Schriftstellerin (1861-1925).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 2. IX., o. J.‎

‎3 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An die Schauspielerin Louise Schönfeld-Neumann (1818-1905), Tochter des Schauspielerehepaars Karl Neumann und Amalie Haizinger: "Ehe ich eine andre Anfrage thue, müssen Sie mir erlauben, Ihnen recht von Herzen für den gestrigen Abend zu danken. Es ist Ihnen schon genug gesagt worden daß Sie eine vollendete Künstlerin sind, und in Worten läßt es sich überhaupt nicht aussprechen, und doch macht es Ihnen vielleicht Freude wenn ich Ihnen sage, daß ich noch nie im Leben an einer Erscheinung auf der Bühne eine so harmonische vollkommene befriedigte Empfindung hatte, und mich freue nach Wien gekommen zu sein dieser wenig Stunden wegen. Nun ist uns aber für heute eingefallen, daß mir Ihre Frau Mutter letzt sagte, heute käme Graf Schönfeld in Wien an, und da fürchten wir recht indiscret zu erscheinen u Ihnen störend zu sein. Sind Sie so freundlich es mir ganz aufrichtig zu sagen, und wenn Sie uns nicht haben wollen ein Stückchen Freundschaft für die Frau mit zu übertragen? […]". - Heyking, Schwester von Irene Forbes-Mosse und Enkelin von Bettine und Achim von Arnim, heiratete 1884 nach dem Selbstmord ihres ersten Mannes (1883) den preuß. Diplomaten Edmund von Heyking und lebte mit ihm in der Folgezeit u.a. in Nord- und Südamerika, Ägypten, China und Indien. 1903 erschienen anonym ihre fiktiven Briefe, die ihn nicht erreichten, in dem ihr Leben in Diplomatenkreisen seinen Niederschlag fand. Wegen der pittoresken und doch authentischen Thematik wurde er schnell zum internationalen Bestseller und erreichte bereits im ersten Jahr 46 Auflagen.‎

‎Hirt, Ferdinand, Verleger und Buchhändler (1810-1879).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Breslau, 3. I. 1851.‎

‎1 ½ SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An den Verleger August Hesse in Graz: "Die Aenderung Ihrer Firma giebt mir, verehrter Herr College, willkommenen Anlaß, Ihnen brieflich die Theilnahme an Ihrem Wirken auszusprechen, welche ich Ihnen am 9 October persönlich zu bestätigen hoffte. Ich brachte nur eine Nach im ‚Elephanten' zu […]; den Abstecher nach Gratz machte ich, um den Abend dort mit Ihnen mich auszutauschen; um so mehr beklagte ich's, Sie zu verfehlen […]". - Hirt gründete 1832 eine eigene Sortimentsbuchhandlung mit Verlag in Breslau. Er dehnte seine Geschäftsbeziehungen bis zu den Buchzentren Wien und Paris aus und wurde 1860 zum Universitätsbuchhändler ernannt. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. Etwas knittrig.‎

‎Hochberg, Hans Heinrich XIV. Bolko Graf von, Diplomat, Intendant und Komponist (1843-1926).‎

‎Ausschnitt mit eigenh. U. O. O., 1891.‎

‎Ca. 55 x 105 mm. Auf Trägerkarton. "mit dem ergebensten Anmerken zurück, daß es mir zu meinem Bedauern nicht möglich ist, der ausgesprochenen Bitte zu entsprechen, da ich durch ähnliche Gesuche sehr in Anspruch genommen bin […]".‎

‎Körner, Anna Maria, Schriftstellerin (1762-1843).‎

‎Eigenh. Dokument mit U. O. O., 13. VI. 1831.‎

‎1 S. Qu.-8vo. "Die Sparbücher meiner geliebten Kinder schenk ich meinen lieben Pathen Rudolf Ulrich, bey meinen Lebzeiten, und kein Mensch kann sie ihm streitig machen […]". - Die Tochter des Kupferstechers Johann Michael Stock beschäftigte sich als Dilettantin mit Aquarell- und Porzellanmalerei und heiratete 1785 den Juristen Christian Gottfried Körner, mit dem sie im selben Jahr nach Dresden übersiedelte. Hier gehörten Schiller und Anton Graff zu ihrem engsten Freundeskreis. Körner war die Mutter des Schriftstellers Theodor Körner und von Emma Körner. - Einrisse an den Rändern, gebräunt.‎

‎Körner, Christian Gottfried, Schriftsteller (1756-1831).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Leipzig, 18. V. 1782.‎

‎Ca. 1 S. Folio. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ew. Exzellenz gnädige Zuschrift vom 13. dieses habe ich am 15ten Abends erhalten und mich über die neue Aussicht von der Möglichkeit einer Ausführung der Boltonischen Feuermaschine sehr gefreut. Der Mann den Ew. Excellenz beschreiben, wäre unstreitig am meisten dazu tauglich. Ich werde mit Vergnügen alles beitragen um theils aus meinen eignen Nachrichten, theils durch Correspondenz die Fragen zu beantworten, über welche man noch näher Auskunft wünschen könnte […]". - Gefaltet.‎

‎Krupp, Alfred, Großindustrieller (1812-1887).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., [21. III. 1878].‎

‎1 S. Qu.-8vo. An Herrn Röhn: "Ich höre daß Sie bald zurück reisen, möchte aber gern Sie noch sehen, woran mein Augenleiden mich verhinderte. Ich bitte daher um 7 Uhr mit uns am Diner theilnehmen zu wollen […]". - Gefaltet.‎

‎Labori, Fernand, französischer Jurist und Politiker (1860-1917).‎

‎Eigenh. Visitenkarte. O. O., [Poststempel: 29.XI.1899].‎

‎65 x 103 mm. Mit eh. adr. Umschlag. "[Fernand Labori] remercie bien tardivement mais bien sincèrement Monsieur le Docteur Albrecht Herzfeldt de la pièce de vers qu'il en a recue au moment du procès de Rennes. C'est aujourd'hui seulement qu'il peut lire à loisir tant de témoignages de Sympathie dont il est profondément ému et reconnaissant".‎

‎Laube, Iduna, Frauenrechtlerin (1808-1870).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 19. XII., o. J.‎

‎2½ SS. auf gefalt. Doppelblatt. An eine namentlich nicht genannte Adressatin: "[…] leider ist es mir nicht möglich Ihnen noch vor dem Feste meinen innigsten Dank für die gütigen Geistgeschenke persönlich auszusprechen. Um so mehr hoffe ich, daß später, wenn auch Ihre Geschäfte der jetzt drängenden Festzeit glücklich beendet sind, Sie öfter ein Stündchen Zeit finden, um mir die Freude Ihres Besuchs zu verschaffen […]". - Iduna Laube lebte seit 1850 in Wien, wo sie mit ihrem Gatten Heinrich Laube den Literatursalon einführte. 1866 gründete sie den Wiener Frauen-Erwerb-Verein, der sich insbesondere für verbesserte Bildungsmöglichkeiten von Frauen und Mädchen sowie für weibliche Erwerbstätigkeit einsetzte. Nach dem Wiener Vorbild wurden u.a. in Brünn, Salzburg und Prag ähnliche Vereine gegründet. - Auf Briefpapier mit gedr. Monogramm.‎

‎Laube, Iduna, Frauenrechtlerin (1808-1870).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An eine Emilie [wohl Emilie Schaup]: "anbei erhalten Sie den besprochenen Roman, den Sie behalten können so lange Sie wollen und den Sie vielleicht in Ihren Bücherschrank stellen weil Sie damit erfreuen würden Ihre Ihnen herzlich zugethane Id. Laube". - Iduna Laube lebte seit 1850 in Wien, wo sie mit ihrem Gatten Heinrich Laube den Literatursalon einführte. 1866 gründete sie den Wiener Frauen-Erwerb-Verein, der sich insbesondere für verbesserte Bildungsmöglichkeiten von Frauen und Mädchen sowie für weibliche Erwerbstätigkeit einsetzte. Nach dem Wiener Vorbild wurden u.a. in Brünn, Salzburg und Prag ähnliche Vereine gegründet.‎

‎Limburg-Stirum, Albert Comte de, (1825-1893).‎

‎Eigenh. Visitenkarte (?). O. O. u. D.‎

‎45:80 mm. Notizen auf der Verso-Seite.‎

‎Lippe-Biesterfeld-Weißenfeld, Arminius Graf zu, Landwirt (1825-1899).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Dresden, 2. VI. 1872.‎

‎3 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ich habe die Ehre Ew. Hochwohlgeboren andurch die Copie der Statuten zu überreichen, zugleich mit der Abschrift des Schreibens an diejenigen Herren, die aufgefordert werden sollen, der Gesellschaft beizutreten. Ich ersuche Ew. Hochwohlgeboren unter dieses Schreiben Ihren Namen zu setzen, damit dasselbe dann gedruckt werden kann. Zugleich füge ich noch einen Briefentwurf an die Mitglieder der all. Gesellschaft bei, der dieselben auffordert, ihr Votum über die revidierten Statuten abzugeben […]". - Auf Briefpapier mit gepr. Monogramm. Knittrig.‎

‎Lobmeyr, Ludwig, Industrieller (1829-1917).‎

‎Eigenh. Visitenkarte. Aussee‎

‎70 x 110 mm. "[L. Lobmeyr] bittet Seine Hochwohlgeboren Herrn Rudolf Freiherrn von Lilienau, seinen herzlichesten Dank für die Freundlichkeit der Beglückwünschung hiermit anzunehmen […]". - Nach einer gründlichen Ausbildung trat Lobmeyr 1859 in die Firmenleitung der väterlichen Glaswarenfabrik in Wien ein und wurde nach dem Tod seines Bruders 1864 Alleininhaber. In Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Museum für Kunst und Industrie sowie mit vielen zeitgenössischen Künstlern bemühte sich Lobmeyr vor allem um die künstlerische Gestaltung seiner Glaswaren sowie um Qualitätsverbesserungen. Auf der ersten Internationalen Elektrizitätsausstellung in Wien 1883 präsentierte er die ersten elektrischen Kristallüster.‎

‎Manz, Hermann, Buchhändler (1839-1896).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 12. IX. 1882.‎

‎1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An einen Autographensammler: "dem mit mitgetheilten Wunsche entsprechend, sende ich Ihnen eine Probe meiner Handschrift nebst meinem Motto: ‚In der Arbeit ist Friede' […]". - Friedrich Manz begründet 1849, ein Jahr nach der Revolution 1848, die "Manz'sche k.k. Hof-Verlags- und Universitätsbuchhandlung" in Wien. Nach seinem Tod 1866 führt sein Bruder Hermann Manz die Buchhandlung weiter, bis er sie 1883 an das Leipziger Druck- und Verlagshaus Julius Klinkhardt verkauft.‎

‎Metternich-Sándor, Pauline, Philanthropin (1836-1921).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Oettingen, 12. VIII. 1884.‎

‎4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An die Schauspielerin Louise Schönfeld-Neumann, die Tochter des Schauspielerehepaars Karl Neumann und der wenige Tage zuvor verstorbenen Amalie Haizinger: "Soeben erfahre ich die Nachricht vom Tode Ihrer geliebten Mutter u. ist es mir ein wahres Herzens-Bedürfniß Ihnen zu sagen welchen tiefen warmen Antheil ich an dem für Sie so unersetzlichen Verluste nehme! Die vortreffliche Dahingeschiedene war nicht nur eine große unerreichte Künstlerin, sie war auch eine allgemein geliebte, geehrte u. hoch verehrte Frau […]". - Die mehrere Jahre in Paris lebende Enkelin Clemens Wenzel Fürst von Metternichs und Gattin von Richard Fürst von Metternich stand u. a. mit Franz Liszt und Richard Wagner in freundschaftlichem Kontakt, dessen "Tannhäuser"-Uraufführung sie 1861 in Paris durchsetzte. 1870 mit ihrem Gatten nach Wien zurückkehrend, "setzte sie ihr gesellschaftliches und kulturelles Wirken fort und engagierte sich in zahlreichen wohltätigen Stiftungen. 1892 initiierte sie die Internationale Musik- und Theaterausstellung im Prater" (DBA). - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf.‎

‎Metternich-Sándor, Pauline, Philanthropin (1836-1921).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 8. II., o. J.‎

‎1 S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ich weiß nicht ob die auf anliegender Liste stehenden Patronessen-Namen schon eingetragen sind? - Um jeder Irrung vorzubeugen übersende ich sie lieber noch einmal […]". - Die mehrere Jahre in Paris lebende Enkelin Clemens Wenzel Fürst von Metternichs (1773-1859) und Gattin von Richard Fürst von Metternich (1829-1895) stand u. a. mit Franz Liszt (1811-1886) und Richard Wagner (1813-1883) in freundschaftlichem Kontakt, dessen 'Tannhäuser'-Uraufführung sie 1861 in Paris durchsetzte. 1870 mit ihrem Gatten nach Wien zurückkehrend, "setzte sie ihr gesellschaftliches und kulturelles Wirken fort und engagierte sich in zahlreichen wohltätigen Stiftungen. 1892 initiierte sie die Internationale Musik- und Theaterausstellung im Prater" (DBA, Saur). - Auf Briefpapier mit gepr. Monogramm. Gefaltet.‎

‎Metternich-Sándor, Pauline, Philanthropin (1836-1921).‎

‎Eigenh. Brief mit U. [Wohl Wien], 26. April, o. J.‎

‎2 SS. Qu.-8vo. An Gustav Pick: "Haben Sie noch Exemplare von Ihrem Liede ‚Der Tanz-fex'? Wenn ja, darf ich Sie um ein Solches bitten […] So viel ich mich erinnere hatten Sie noch ein anderes sehr amüsantes Lied welches Sie uns eines Abends bei Wilesek vortrugen. Falls es existiert bitte ich gleichfalls darum - man kann nicht genug Pick'sche complets u. Lieder haben […]". - Für eine Wohltätigkeitsveranstaltung der Fürstin Pauline von Metternich anlässlich des hundertjährigen Bestehens der Fiakerzunft im Mai 1885 komponierte Gustav Pick (1832-1921) das berühmte Fiakerlied, welches der Schauspieler Alexander Girardi, der als Höhepunkt dieses Praterfestes auftrat, zum Besten gab. Dieses Lied machte Pick schlagartig bekannt. - Auf Briefkarte mit gedr. Adresse und schwarzem Trauerrand.‎

‎Mosse, Rudolf, Verleger (1843-1920).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Berlin, 15. V. 1882.‎

‎1 S. 8vo. An den Heraldiker Ludwig August Clericus (1827-92) in Magdeburg: "In Beantwortung Ihrer werthen Zuschrift v. 13. d. mache ich Ihnen die ergebene Mitthilung, daß ich bereits definitive Arrangements hinsichtlich der Berichterstattung für die Nürnberger Ausstellung getroffen habe! Ich bedaure lebhaft, daß Ihre freundl. Offerte zu spät eingetroffen ist […]". - Rudolf Mosse gründete 1867 in Berlin die "Annoncen-Expedition R. Mosse", errichtete bis 1873 in zahlreichen deutschen Städten sowie in Zürich und Wien Filialen und organisierte Anzeigenbeilagen in Zeitungen und Zeitschriften. 1871 gründete er das linksliberale "Berliner Tageblatt", 1889 die "Berliner Morgenzeitung" und kaufte 1904 die "Berliner Volkszeitung". Mosse war Mitglied der Repräsentantenversammlung der jüdischen Gemeinde und Förderer zahlreicher karitativer Institutionen. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. Gefaltet.‎

‎Olshausen, Theodor, Politiker und Publizist (1802-1869).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., [um bzw. nach 1851].‎

‎1 S. 8vo. An einen Herrn Pastau: "Ich erlaube mir nur den vorstehenden Artikeln die Bemerkung an Sie hinzuzufügen, daß ich noch immer ohne Ihre ersehnte Antwort auf meine Anfrage wegen der Herausgabe des deutschen Journals bin, worüber ich so gern Ihre Meinung wüßte. Das Blatt würde zum Theil mit Andree's Westland in Concurrenz treten. Was macht dieses Blatt wohl für Geschäfte? u. glauben Sie, daß daneben ein andres Blatt in Deutschland Unterstützung finden würde [...]".‎

‎Popper-Lynkeus, Josef, Sozialreformer und Erfinder (1838-1921).‎

‎Eigenh. Postkarte m. U. Wien, o. D.‎

‎½ SS. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An Marie Komorn-Rebhann in Mali Lošinj: "Ihre Karte freute mich sehr. Nach der Photographie muß es dort sehr schön sein, nur wäre mir das Meer etwas zu - blau! Sie befinden sich gewiß ganz vorzüglich, und ich wünsche Ihnen angenehmsten Sommer! [...]".‎

‎Popper-Lynkeus, Josef, Sozialreformer und Erfinder (1838-1921).‎

‎Kabinettphotographie mit eigenh. Widmung und U. verso. O. O., Juni 1894.‎

‎146:104 mm. Kniestück im Profil gewidmet "Frau Leonore von Wessely von einem ihrer begeistertsten Verehrer". - Aus dem Atelier Alexander Bassano, London, mit dessen am Untersatzkarton verso gedr. Signet.‎

検索結果数 : 66.406 (1329 ページ)

最初のページ 前ページ 1 ... 475 476 477 [478] 479 480 481 ... 602 723 844 965 1086 1207 1328 ... 1329 次ページ 最後のページ