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‎Knaack, Wilhelm, Schauspieler (1829-1894).‎

‎Portraitphotographie mit eigenh. Widmung und U. O. O., April 1891.‎

‎175:110 mm. Brustbild des Schauspielers aus dem Atelier L. Zwickl, Wien, mit dessen gedr. Signet am unteren Rand des Trägerkartons. Mit Widmung auf der Verso-Seite: "Gerne sende ich Ihnen meine Unterschrift. Wären Sie mir persönlich bekannt, so wären einige Zeilen in anderer Form erschienen, so aber kenne ich in dieser Beziehung Ihren Geschmack nicht und da ist es sehr schwierig […]". - Ehe Knaack 1857 von Nestroy ans Wiener Carltheater geholt wurde, führten ihn Engagements u. a. nach Stralsund, Greifswald, Lübeck, Danzig, an das Berliner Friedrich-Wilhelmstädter-Theater sowie nach Prag. "Zusammen mit Karl Blasel und Joseph Matras bildete Knaack ein vom Wiener Publikum bejubeltes Komikertrio, welches sowohl in Volksstücken wie auch Operetten erfolgreich auftrat" (DBE). Seit 1860 jährlich in Budapest gastierend, führte ihn eine Tournee 1882 auch in die USA. Vgl. ÖBL III, 428f. - Die Photographie ausgebleicht und fleckig.‎

‎Knüpfer, Paul, Sänger (1865-1920).‎

‎Eigenh. Brief m. U. O. O., 6. XI. 1902.‎

‎1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Umschlag. An Florian Zajic (1853-1926) in Berlin: "Nach eingegangener Genehmigung vonseiten meiner vorgesetzten Behörde teile ich Ihnen mit, was ich singen werde: a. Der Mönch zu Pisa b. Archibald Douglas. Beide dauern etwa 12 Min. […]". - Knüpfer studierte in Sondershausen, wo er 1885 sein Debüt hatte. Er sang von 1887 bis 1898 in Leipzig. Von 1898 bis 1920 hatte er ein Engagement an der Berliner Hofoper, der späteren Staatsoper. - Florian Zwajic wurde 1881 Lehrer am Konservatorium in Straßburg, 1889 erster Konzertmeister der Philharmonie in Hamburg, 1891 erster Lehrer des Violinspiels am Sternschen Konservatorium in Berlin und 1895 Prof. am Klindworth-Scharwenka-Konservatorium.‎

‎Koberwein, Auguste, Schauspielerin (1819-1895).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An den Schauspieler Josef Lewinsky (1835-1907): "Längst war Ihnen dies Andenken von einer Collegin zugedacht, welche von Beginn Ihrer Laufbahn, bis auf den heutigen Tag Ihnen gleiches Interesse, gleiche Wertschätzung bewahrte; deren herzlichen Dank Sie sich erwarben durch manchen herrlichen genussreichen Abend welchen Ihre vortrefflichen Vorlesungen ihr bereiteten. Unvergessen bleibt ihrem Gedächtnis eingegraben, daß Sie der Einzige waren, der auch beim Scheiden, ihr noch Theilnahme bewiesen! Dies Buch diene Ihnen zur Aufbewahrung freundlicher Erinnerungen, gönnen Sie auch mir Theil daran zu nehmen […]". - Die Tochter des Schauspielers Heinrich Anschütz erhielt ihre Ausbildung bei ihrem Vater und spielte bereits 1831-35 Kinderrollen am Wiener Burgtheater, wo sie schließlich als jugendliche Liebhaberin auftrat. 1836-37 war Koberwein am Stadttheater von Leipzig engagiert, wirkte 1837 am Hoftheater in Dresden und gehörte dann bis 1871 zum Ensemble des Wiener Burgtheaters. - Auf Briefpapier mit gedr. Monogramm.‎

‎Koberwein, Auguste, Schauspielerin (1819-1895).‎

‎Eigenh. Schriftstück? O. O. u. D.‎

‎1 S. 8vo. Betitelt "Sonette Herman Oelschläger": "Heil dir, Musick! Ich habe dich von je | Mit Leidenschaft geliebt, in holden Tönen | Wußt'ich mir oft das Leben zu versöhnen | Dem Kind schon warst du eine gute Fee […]". - Die Tochter des Schauspielers Heinrich Anschütz erhielt ihre Ausbildung bei ihrem Vater und spielte bereits 1831-35 Kinderrollen am Wiener Burgtheater, wo sie schließlich als jugendliche Liebhaberin auftrat. 1836-37 war Koberwein am Stadttheater von Leipzig engagiert, wirkte 1837 am Hoftheater in Dresden und gehörte dann bis 1871 zum Ensemble des Wiener Burgtheaters. - Auf der Verso-Seite die Notiz "Handschrift Augsute Koberwein-Demuth". Gefaltet.‎

‎Koberwein, Josef, Schauspieler (1774-1857).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 25. V. 1844.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An seine Schwiegertochter, die Schauspielerin Auguste Anschütz-Koberwein (1819-1895): "Du weißt es nur zu gut, wie viele Freude es mir macht in deiner Gesellschaft zu seyn, und so werde ich (obgleich noch immer unpässlich) von deiner freundlichen Einladung Gebrauch machen. Deinen und meinen Georg grüße ich herzlich; und da ich vernommen, daß Ihr euch dem Eier Schinken so starkt ergebt, übersende ich ein warnendes Gefäß […]". - Geboren als Sohn des Schauspielers Simon Friedrich Koberwein (1733-1808) in Kremsier (Mahren), trat Koberwein schon in jungen Jahren auf der väterlichen Wanderbühne auf "und debütierte 1796 am Wiener Burgtheater, dem er bis 1846 zunächst als munterer Liebhaber und Naturbursche, später als Held und Heldenvater angehörte" (DBE, Saur). Sein Sohn Georg Koberwein (1820-1876) lebte hauptsächlich in Paris und London, machte sich als Porträtmaler einen Namen und heiratete Auguste Anschütz.‎

‎Koberwein, Josef, Schauspieler (1774-1857).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 7. VII. 1844.‎

‎1 S. Folio. An seine Schwiegertochter Auguste Anschütz an ihrem Geburtstag: "Der heutige Tag fordert mich auf, Ihnen meinen herzlichen Glückwunsch darzubringen, nebst dem Ersuchen, beigefügte Kleinigkeit nicht zu verschmähen, die keinen andern Werth hat, als daß Sie aus dem Nachlaß einer guten guten Mutter kommt, welche Jenseits Segen für Diejenige erflehen wird, die dem Sohne Liebe und Treue am Altar gelobte. In voller Zuversicht und dem aufrichtigen Wunsch, daß Sie diesen Tag in ungetrübter Freude zu bringen möchten, werde ich beachten einen Theil Ihrer frohen Stunden auf mich überzutragen […]". - Geboren als Sohn des Schauspielers Simon Friedrich Koberwein (1733-1808) in Kremsier (Mahren), trat Koberwein schon in jungen Jahren auf der väterlichen Wanderbühne auf "und debütierte 1796 am Wiener Burgtheater, dem er bis 1846 zunächst als munterer Liebhaber und Naturbursche, später als Held und Heldenvater angehörte" (DBE, Saur). Sein Sohn Georg Koberwein (1820-1876) lebte hauptsächlich in Paris und London, machte sich als Porträtmaler einen Namen und heiratete Auguste Anschütz. - Gefaltet.‎

‎König, Joseph, Schauspieler.‎

‎Eigenh. Postkarte m. U. [Poststempel: Wien, 4.VI.1907].‎

‎1 S. Qu.-8vo. Teilt der Redaktion des Wiener Salonblattes seine Sommerpläne in Mähren mit.‎

‎Körner, Hermine, Schauspielerin (1878-1960).‎

‎Portraitdruck mit eigenh. U. O. O. u. D.‎

‎1 S. 8vo. Beiliegend 2 Portraitphotographien. Brustbild der Schauspielerin im ¾ Profil. - Die Tochter eines Oberlehrers am deutschen Gymnasium in Moskau, der 1880 in die USA auswanderte, wuchs auf dem Gutshof der Großeltern im Westerwald auf und erhielt 1898 ein Engagement am Wiener Burgtheater. 1899 trat sie am Kaiser-Jubiläums-Theater auf, 1904/05 am Residenztheater in Berlin. 1905 wurde sie an das Düsseldorfer Schauspielhaus verpflichtet und erhielt dort Unterricht bei Luise Dumont. Nach Stationen in Dresden und Berlin leitete Körner 1919-25 das Münchner Schauspielhaus sowie 1925-29 das Albert-Theater in Dresden. Seit 1958 spielte sie am Berliner Schiller-Theater.‎

‎Kolá, Adrienne, [d. i. Adrienne Kostin von Kolakiewicz] Schauspielerin (1860-1922).‎

‎Portraitphotographie mit eigenh. Widmung und U. Wien, März 1891.‎

‎175:110 mm. Brustbild der Schauspielerin aus dem Atelier Adele, Wien. Mit Widmung auf der Verso-Seite: "Grosse Gedanken und ein warmes Herz - das ist's was wir von Gott erbitten wollen". - Kolá debütierte als Klärchen am Stadttheater in Leipzig, wirkte 1884-88 am Stadttheater in Wiesbaden und wurde anschließend an das Wiener Burgtheater verpflichtet, zu dessen Ensemble sie bis 1893 sowie 1904/05 gehörte. Später gab sie nur noch Gastspiele.‎

‎Kolá, Adrienne, [d. i. Adrienne Kostin von Kolakiewicz] Schauspielerin (1860-1922).‎

‎Portraitphotographie mit eigenh. Widmung und U. O. O., 1892.‎

‎160:105 mm. Brustbild der Schauspielerin aus dem Atelier des Photographen Wilhelm Neuss, Wien, mit dessen gedr. Signet am unteren Rand des Trägerkartons. Mit Widmung auf der Verso-Seite: "Lieb' zur Kunst | Gottes Gunst". - Kolá debütierte als Klärchen am Stadttheater in Leipzig, wirkte 1884-88 am Stadttheater in Wiesbaden und wurde anschließend an das Wiener Burgtheater verpflichtet, zu dessen Ensemble sie bis 1893 sowie 1904/05 gehörte. Später gab sie nur noch Gastspiele.‎

‎Kolá, Adrienne, [d. i. Adrienne Kostin von Kolakiewicz] Schauspielerin (1860-1922).‎

‎Portraitphotographie mit eigenh. Widmung und U. O. O. u. D.‎

‎165:115 mm. Ganzfigürliche Darstellung der Schauspielerin aus dem Atelier des Photographen Wilhelm Neuss, Wien, mit dessen gedr. Signet am unteren Rand des Trägerkartons. Die Widmung auf der Verso-Seite: "Siehst du mich? - Du lächelst! Du siehst mich! Zur Erinnerung an ein armes ‚Waserl'!". - Kolá debütierte als Klärchen am Stadttheater in Leipzig, wirkte 1884-88 am Stadttheater in Wiesbaden und wurde anschließend an das Wiener Burgtheater verpflichtet, zu dessen Ensemble sie bis 1893 sowie 1904/05 gehörte. Später gab sie nur noch Gastspiele.‎

‎Kolá, Adrienne, [d. i. Adrienne Kostin von Kolakiewicz] Schauspielerin (1860-1922).‎

‎Portraitphotographie mit eigenh. Widmung und U. O. O. u. D.‎

‎175:110 mm. Kniestück der Schauspielerin aus dem Atelier Adele, Wien. Auf der Bildseite signiert und gewidmet "ihrer lieben Gogo" (d. i. Emilie Schaup aus der Zipfer-Brauereidynastie). Ein Zitat aus Carmen Sylvas "Leidens Erdengang", "frei nachgedacht von einer pensionierten Burgtschauspielerin" auf der Verso-Seite: "Ich wollte die Wahrheit finden! - Da nahm mich das Leiden bei der Hand und sagte: ‚Komm mit mir, ich will Dich - in's Burgtheater - führen - aber du musst Dich nicht fürchten auf dem Wege". - Kolá debütierte als Klärchen am Stadttheater in Leipzig, wirkte 1884-88 am Stadttheater in Wiesbaden und wurde anschließend an das Wiener Burgtheater verpflichtet, zu dessen Ensemble sie bis 1893 sowie 1904/05 gehörte. Später gab sie nur noch Gastspiele.‎

‎Kolá, Adrienne, [d. i. Adrienne Kostin von Kolakiewicz] Schauspielerin (1860-1922).‎

‎Visitenkarte mit eigenh. Widmung. O. O. u. D.‎

‎63 x 103 mm. "Herzlichsten Glückwunsch, Fräulein Coco - Emilie - die Sie für ‚Vincenz' Namenstag feiern! Auf baldiges Wiedersehen". - Kolá debütierte als Klärchen am Stadttheater in Leipzig, wirkte 1884-88 am Stadttheater in Wiesbaden und wurde anschließend an das Wiener Burgtheater verpflichtet, zu dessen Ensemble sie bis 1893 sowie 1904/05 gehörte. Später gab sie nur noch Gastspiele.‎

‎Kopacsy-Karczag, Julie, Sängerin (1867-1957).‎

‎Eigenh. Widmung mit U. Prag, 27. XI. 1899.‎

‎1 S. 12mo. "Was man ist, dass soll man ganz sein". - Nach der Ausbildung zur Koloratursängerin durch Adele Passy-Cornet Kopacsy-Karczag bis 1889 in Budapest engagiert. Danach an das Operettentheater in Debrecen verpflichtet, feierte Kopacsy-Karczag bereits in ihrer ersten Rolle, der Fiametta in Franz von Suppés Boccaccio einen großen Erfolg, sang seit 1891 am Budapester Volkstheater und war seit 1894 eines der prominentesten Mitglieder des Carltheaters in Wien.‎

‎Korn, Maximilian, Schauspieler (1782-1854).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.‎

‎½ S. 12mo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Guten Tag! Empfangen Sie die Rolle mit dem Wunsche, dass Sie selbe eben so lange hier spielen mögen, als ich sie gespielt habe, dabey können wir nur gewinnen […]". - Korn debütierte 1802 auf Vermittlung August Wilhelm Ifflands am Wiener Burgtheater und wurde dort engagiert - seit 1812 war er auch als Regisseur tätig. Er gastierte in Prag, Brünn, Preßburg, München, Leipzig, Berlin und Hamburg und nahm 1850 als Giulio Romano in Correggio Abschied von der Bühne. Zu seinen erfolgreichsten Rollen gehörten Don Carlos, Clavigo, Tellheim und Hamlet.‎

‎Kornau, Eduard, Schauspieler (geb. 1869).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 1919.‎

‎1 S. 8vo. "Löbl. Director! Ersuche höfl. da ich jetzt frei bin um zwei Sitze zu heutiger Vorstellung […]". - Mehrere Jahre am Theater in der Josefstadt und am Carl-Theater tätig, begann Kornau um 1888 sich schriftstellerisch zu betätigen und schrieb mehrere wiederholt und mit großem Erfolg aufgeführte Bühnenwerke und Couplets für über 60 Operetten. Korngold, wie Kornau mit bürgerlichem Namen hieß, war der Onkel des Komponisten Erich Wolfgang Korngold. Vgl. Planer, Jahrb. der Wr. Ges., 1929, s. v. - Gefaltet und etwas knittrig.‎

‎Kracher, Ferdinand, Schauspieler (1846-1916).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 3. I. 1909.‎

‎1 ½ SS. 8vo. An einen Kollegen, d. i. der Schauspieler Julius Strebinger: "Mit dem Panama stolz, kühn u. unternehmend, was kostet die Welt, der ganze Napoleon so hält sich mein lieber Meister Strebinger der Nachwelt in festem Andenken! Brillant! Ich danke Ihnen dafür recht, recht herzlich, Ihr Beitrag zu dem mir gespendeten Werk: 'das k. k. Hofburgtheater' in Wort und Bild ist famos! Es waren schöne, schöne Zeiten, u. seien Sie versichert jedes einzelne Bild wird mir ein liebes teures Andenken sein bis an mein Ende […]".‎

‎Kracher, Ferdinand, Schauspieler (1846-1916).‎

‎Eigenh. Widmung mit U. Wien, Oktober 1897.‎

‎85 x 105 mm. "Alle Welt will einen Freund haben, aber niemand giebt sich Mühe einer zu sein".‎

‎Krägel, Josef, Schauspieler, Sänger und Komponist (1854-1932).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 9. III. 1895.‎

‎2 SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Der Unterfertigte erlaubt sich die ergebenste Anfrage ob das Stadttheater in Reichenberg für die nächste Wintersaison im Besitz des Herrn Direktor Westen bleibt oder anderweitig verpachtet wird? Sollte das Letztere der Fall sein, so würde sich der Unterfertigte der mit allen Mitteln, ein Theater im Range Reichenbergs zu übernehmen, ausgestattet ist, um die Verleihung desselben einkommen […]". - Seit 1874 als Baßbuffo und jugendlicher Liebhaber auf der Bühne zu sehen, kam Krägel 1892 als Regisseur und Schauspieler ans Wiener Carltheater, war später am Raimundtheater sowie am Kaiser-Jubiläums-Stadttheater beschäftigt und zog sich 1902 von der Bühne zurück. Krägel war überdies erster Lehrer und Entdecker der großen Burgschauspielerin Hedwig Bleibtreu. Vgl. ÖBL IV, s. v. - Emanuel Westen (1851-1906) war bis zu seinem Tode als Direktor des Stadttheaters in Reichenberg tätig. - Gefaltet.‎

‎Krastel, Friedrich, Schauspieler (1839-1908).‎

‎Eigenh. Brief m. U. (Visitenkarte). O. O., 18. V. 1905.‎

‎1 S. 63 x 105 mm. An einen Herrn Pohl: "Sie haben mir vor meiner Abreise, anfangs April, etwas von ‚Demetrius' gesagt! Nun scheint aber Herr Löwe noch die Rolle des ‚Mnischek' zu haben, denn trotz allen Suchens, bei mir ist sie nicht. Spielt Herr Löwe, nun gut! So nicht, so bitte ich um Rolle od. Buch, denn ich habe wol kaum mehr etwas von der Figur im Kopfe! […]".‎

‎Krastel, Friedrich, Schauspieler (1839-1908).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 22. II. 1902.‎

‎1¾ SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An einen Herrn Winckler: "Ich habe in letzten Zeiten so viele Stücke lesen müssen, daß ich erst jetzt Ihren Wunsch gerecht werden konnte. - Das Schauspiel 'Ekkehard' verräth, ohne Zweifel, starke dichterische Veranlagung, wird es aber, nach meiner Meinung, zu kaum mehr als einem Achtungserfolg auf der Bühne bringen. Der Stoff, dessen epische Breite Scheffel in den Roman bannte, hat auch in vorliegendem Drama nichts von seinem Typischen verloren. Für die Größe des Stückes ist die Handlung zu klein, der Dialog zu gedehnt. Besonders der letzte Akt (und ein letzter Akt ist immer der Prüfstein des Dramatischen Gedichtes) leidet an diesen Gebrechen. Das Drama will Handlung und 'Ekkehard' ist ein zu weit ausgesponnener psychologischer Läuterungsprozess […]".‎

‎Krastel, Friedrich, Schauspieler (1839-1908).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 25. II. 1885.‎

‎1 S. 8vo. An einen Freund: "Durch Ihre liebenswürdige Übermittlung wurde mir das Diplom der 'Nasswalder' mit dem Schlagring übersendet, und, theils durch Gastspiele, theils durch grosse Beschäftigung hier abgehalten, komm' ich erst heute dazu Ihnen und dem Verein meinen herzlichen Dank auszusprechen […]". - Gefaltet; etwas fleckig.‎

‎Krastel, Friedrich, Schauspieler (1839-1908).‎

‎Eigenh. Widmung mit U. Wien, 25. XI. 1899.‎

‎2 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. "Es will der Max, das Geigerlein, | Ich soll dem Tausigkinde | Ein kleines Stammbuchverschen weih'n, | Recht passend für ein Jungfräulein, | Und Alles nur geschwinde! | Nun bist du, Kind, mir unbekannt! | Was soll ich also sagen? | Das Allgemeine sei verbannt, | Sonst wird' ich seicht und dumm genannt, | Dem will ich mich entschlagen! […]".‎

‎Krastel, Friedrich, Schauspieler (1839-1908).‎

‎Portraitphotographie mit eigenh. Widmung und U. Wien, Mai 1894.‎

‎165:110 mm. Ganzfigürliche Darstellung des Schauspielers im Rollenkostüm aus dem Atelier Székely, Wien. Mit Unterschrift und Widmung auf der Verso-Seite: "Die Schauspielkunst kann leicht erklärt uns werden: ‚Natürlich sei in Worten u. Gebarten'! Doch was Natur u. wie Natur zu finden, das ist der Punkt den wenige nur ergründen!".‎

‎Kratz, Anna, Sängerin (1837-1918).‎

‎Eigenh. Brief m. U. O. O., 15. V., o. J.‎

‎2 SS. auf gefalt. Doppelblatt. Beiliegend Portraitphotographie. An einen Schauspielerkollegen: "Es hat mich sehr gefreut, daß Sie sich meiner erinnerten, nehmen Sie u Ihre kleine Mizi meinen herzlichsten Dank hierfür und sein Sie überzeugt, daß ich mich stets und mit vieler Freude meiner alten lieben Collegen erinnere, in deren Mitte ich so schöne Tage erlebte […]". - Die Tochter des Theaterdirektors Franz Arnold Kratz debütierte als Neunjährige an einem Theater in Bonn, trat seit 1850 als Opernsoubrette in Amsterdam und Rotterdam, im folgenden Jahr als Opernsängerin in Basel und Bern auf und kam später an das Hamburger Thalia-Theater. 1857 spielte sie in Riga, anschließend am Friedrich-Wilhelmstädter Theater in Berlin, 1860 am Carl-Theater in Wien und wurde 1861 von Laube an das Burgtheater berufen. - Auf Briefpapier mit gepr. Monogramm. - Beiliegend eine Portraitfotografie (105 x 65 mm) aus dem Atelier des Fotografen Székelie, Wien.‎

‎Kratz, Anna, Sängerin (1837-1918).‎

‎Eigenh. Postkarte m. U. O. O., 1901.‎

‎1 S. 8vo. Gewidmet einer Frau Grete Popper, mit Unterschrift der Schauspielerin Martha Schwerdtlein. - Die Postkarte zeigt Anna Kratz im Rollenkostüm.‎

‎Kratz, Anna, Sängerin (1837-1918).‎

‎Eigenh. Widmung mit U. Wien, 1. II. 1908.‎

‎80 x 115 mm. "Zur freundlichen Erinnerung". - Auf Briefkarte mit gepr. Wappen.‎

‎Kraus, Ernst, Sänger (1863-1941).‎

‎Eigenh. Widmung mit U. Chicago, 21. III. 1898.‎

‎1 S. 12mo. "Des Menschen wahrster Wahn, wird ihm im Traume aufgethan!". - Kraus debütierte 1893 debütierte am Hoftheater in Mannheim, sang 1896-98 bei der Damrosch Opera Company in den USA und kam danach an die Berliner Hofoper, wo er bis 1924 als Kgl. Kammersänger blieb. - An den Ecken beschnitten; mit alten Montagespuren auf der Verso-Seite.‎

‎Krauss, Gabriele, Sängerin (1842-1903).‎

‎Dokument mit eigenh. U. Wien, 31. III. 1867.‎

‎1 S. Folio. Quittung über 1291 Gulden, "welche die Gefertigte als ihren gehalt für den Monat März l. J. […] aus der Cassa des k. k. Hofoperntheaters richtig erhalten zu haben hiermit bestäthigt […]". - Gabriele Krauß studierte am Wiener Konservatorium und bei Mathilde Marchesi und war in den 60er Jahren an der Wiener Hofoper als dramatischer Sopran zu hören. Nach Engagements in Paris, Neapel und Mailand ließ sie sich 1874 endgültig in Paris nieder, wo sie an der italienischen Oper und der Grand Opéra sang. 1887 verließ sie die Bühne, war aber weiterhin als Gesangspädagogin tätig. Für ihre Leistungen im dramatischen Fach (u. a. die Partien der Aida und Norma) wurde sie zum Ehrenmitglied der Société des Concerts du Conservatoire und zum Officier de l'Académie ernannt. - Beschnitten (ohne Textverlust); mit Kassa- und Registraturvermerken in Buntstift.‎

‎Kraußneck, Arthur, Schauspieler (1856-1941).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Berlin, 22. V. 1903.‎

‎1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. Sendet mit Dank ihm vorher übersandte Billets an die Redaktion des Berliner Theaters zurück, da es ihm unmöglich ist, der "hochinteressanten Vorstellung" beizuwohnen. - Kraußneck reiste mit der Brederschen Theatergesellschaft durch Mecklenburg und Pommern und spielte seit 1875 am Stettiner Stadttheater. Weitere Engagements führten ihn nach Berlin, Oldenburg und Königsberg. 1880 trat Kraußneck in Meiningen auf, dann an den Hoftheatern in Karlsruhe und Berlin und wurde 1884 als Heldendarsteller an das Deutsche Theater in Berlin verpflichtet. 1888-94 spielte er am Berliner Theater, danach wieder am Deutschen Theater und 1897-1930 am Kgl. (später Staatlichen) Schauspielhaus in Berlin. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.‎

‎Kraußneck, Arthur, Schauspieler (1856-1941).‎

‎Eigenh. Postkarte m. U. Berlin, 21. II. 1902.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse verso. Teilt einer Frau Jacob mit, dass Billets für eine Veranstaltung für sie bereitliegen würden. - Kraußneck reiste mit der Brederschen Theatergesellschaft durch Mecklenburg und Pommern und spielte seit 1875 am Stettiner Stadttheater. Weitere Engagements führten ihn nach Berlin, Oldenburg und Königsberg. 1880 trat Kraußneck in Meiningen auf, dann an den Hoftheatern in Karlsruhe und Berlin und wurde 1884 als Heldendarsteller an das Deutsche Theater in Berlin verpflichtet. 1888-94 spielte er am Berliner Theater, danach wieder am Deutschen Theater und 1897-1930 am Kgl. (später Staatlichen) Schauspielhaus in Berlin. - Beschnitten (mit Textverlust).‎

‎Kreith, Hans, Schauspieler (geb. 1858).‎

‎Eigenh. Portraitpostkarte mit U. O. O. u. D.‎

‎½ S. Qu.-8vo. Auf Trägerkarton. "Komme spät, aber doch!".‎

‎Kreith-Lanius, Frieda, Schauspielerin (1865-1929).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 26. I. 1894.‎

‎2 SS. Qu.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Baron: "Ich war am Dienstag wieder in St. Poelten […], fand, als ich Mittwoch zurückkam, Ihre Zeilen vor. Mittwoch Abend war ich von der Plackerei des vorhergegangenen Tages sehr müde und legte mich schon um 8 Uhr zu Bett […]". - Die Tochter eines Theaterdirektors spielte seit 1887 in Pressburg, Linz und Graz, seit 1893 in Breslau und war 1894-95 Erste Liebhaberin und Salondame am Raimundtheater in Wien. Später trat Lanius-Kreith am Schillertheater in Berlin, dann am Thaliatheater in Hamburg auf, unternahm 1898-99 eine Gastspieltournee durch Siebenbürgen und wurde 1900 an das Kaiserjubiläumstheater in Wien verpflichtet. 1906-12 gehörte sie zum Ensemble in Brünn, wo sie bis 1916 noch als Gast auftrat.‎

‎Kreith-Lanius, Frieda, Schauspielerin (1865-1929).‎

‎Portraitphotographie mit eigenh. Widmung und U. Wien, 4. XI. 1897.‎

‎1 S. 8vo. Ganzfigürliche Darstellung der Schauspielerin im Rollenkostüm aus dem Atelier des Photographen P. von Németh, Wien, mit dessen gedr. Signet am unteren Rand des Trägerkartons. Mit Signatur und Widmung an einen Herrn Baumgartner auf der Verso-Seite. - Die Tochter eines Theaterdirektors spielte seit 1887 in Pressburg, Linz und Graz, seit 1893 in Breslau und war 1894-95 Erste Liebhaberin und Salondame am Raimundtheater in Wien. Später trat Lanius-Kreith am Schillertheater in Berlin, dann am Thaliatheater in Hamburg auf, unternahm 1898-99 eine Gastspieltournee durch Siebenbürgen und wurde 1900 an das Kaiserjubiläumstheater in Wien verpflichtet. 1906-12 gehörte sie zum Ensemble in Brünn, wo sie bis 1916 noch als Gast auftrat.‎

‎Kriete-Wuest, Henriette, Sängerin (geb. 1816).‎

‎Eigenh. Widmung mit U. Dresden, 4. IV. 1846.‎

‎1 S. Folio. "Die Welt ist leer, wenn man nur Berge, Flüsse und Städte darin denkt, aber hie und da jemanden wissen, der mit uns übereinstimmt, mit dem wir stillschweigend fortleben, das macht uns dieses Erdenrund erst zu einem bewohnten Garten. Von Göthe". - Lange Jahre in Dresden tätig, konnte die Sängerin "[i]n ihren künstlerischen Leistungen" anfangs "mit einer Schröder-Devrient und Maschinka Schubert-Schneider" zwar nicht konkurrieren, bildete sich jedoch beharrlich weiter aus und errang später "den vollständigsten Triumph. Der Beifall steigerte sich mit jeder neuen Darstellung und war sie zu ihrer Zeit die größte Sängerin der Mozart'schen Opern" (Reden-Esbeck, Deutsches Bühnen-Lexikon; zit. n. DBA I, 711, 37). - Auf dekorativem Briefpapier mit gedr. Monogramm. Gefaltet.‎

‎Kronau, Friederike, Schauspielerin (1841-1918).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, o. D.‎

‎1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten bezüglich der Zeitschrift "Der Zwischen-Akt. Organ für Theater, Kunst und Musik": "Vielleicht sind Sie so freundlich sich mir den Zwischenakt wieder zukommen zu lassen. Durch einen Irthum wahrscheinlich, erhalte ich ihn seit längerer Zeit nicht mehr […]". - Nach ersten Engagements in Elbing und Linz spielte Kronau am Carltheater in Wien, in Thorn, Pest und Dessau und wurde 1860 von Heinrich Laube ans Burgtheater geholt. Nach kurzer Zwischenstation am Frankfurter Stadttheater kehrte sie ans Carltheater zurück und wurde durch ihre anmutige Darstellung vor allem in französischen Lustspielen zum Liebling des Wiener Publikums.‎

‎Krones, Josef, Schauspieler (1797-1832).‎

‎Eigenh. Schriftstück. O. O. u. D.‎

‎1 S. 4to. 4-strophiges Gedicht: "Jetzt sind wir in Ordnung, wir haben was davon | Es wird uns ein Schatz und ein Schatzerl zum Lohn, | Nun woll'n wir eins singen wies g'bräuchlich uns is | Und über das Sprichwort: das weiß man nit g'wiß […]". - Der Bruder von Therese Krones war in der Wandertruppe seines Vaters tätig bevor er 1817-19 in Ödenburg engagiert wurde. Daraufhin ging er als Komiker und Intrigantendarsteller nach Agram. Nach einigen weiteren Engagements wurde er 1827 an das Wiener Josefstädter Theater verpflichtet und trat seit 1830 zusammen mit seiner Schwester am Theater an der Wien auf. - Gefaltet.‎

‎Krückl, Franz, Schauspieler (1841-1899).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 25.IV., o. J.‎

‎2¾ SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An den Sänger Adolf von Schultner (geb. 1838): "Du bist von so ausnehmender Liebenswürdigkeit, daß ich wahrhaftig nicht weiß, wie ich Dir danken kann. Nur die größte Noth treibt mich an, dein opfervolles Anerbieten anzunehmen und erlaube mir daher Noten und Karten zurückzusenden. Rubinstein sagte mir, daß Du transponieren willst; soll ich Dir die Noten ausschreiben lassen oder willst Du es vielleicht auf meinen Kosten besorgen lassen? Wenn Du nochmals probieren willst, so wirst Du Rubinstein um die Mittagszeit zu Hause finden […]". - Am unteren Rand eingerissen.‎

‎Krüger-Spengler, Karoline, Schauspielerin (1753-1831).‎

‎Eigenh. Widmung mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. Qu.-8vo. "Freundin nimm zur Osterfeyer | Statt der ordinäiren Eyer, | Einen Dotter seltener Art | Der Dein Busentuch bewahrt. Mag der kleine Mann von Eisen | Unsre Freundschaft Dir beweisen | Carl und Caroline Krüger". Caroline Krüger war in dritter Ehe seit 1802 mit dem Schauspieler Karl Friedrich Krüger (1765-1828) verheiratet. Beide waren am Wiener Hofburgtheater engagiert. - Knittrig.‎

‎Kunst, Wilhelm, Schauspieler (1799-1859).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Freiberg in Sachsen, 9. IX. [1837].‎

‎3 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An den herzoglich-sächsischen Rat Asmus in Weimar: "Da mir der Herr Oberhofmarschall die freundliche Erlaubnis ertheilt, im Herbst wegen einem zweiten Gastspiel anzufragen, so habe ich unter heutigem Datum Gebrauch davon gemacht, und Hochderselbe sind bereits von meinem unterthänigs Wunsch in Kenntnis gesetzt. Daß mir Weimar sehr am Herzen liegt, und ich unstrittig mich bei der dortigen Hofbühne am allerwohlsten befunden, ist eben so gewiß, als ich aus diesem Grunde auch von Grund meines Herzens wünschte, daß mein sehnlichster Wunsch in Erfüllung gehen möge. Was Dresden anbelangt, so habe ich in artistischer Hinsicht mich sehr wohl befunden, und sehr gefallen, denn man hat mich in mehreren Rollen 3 mal gerufen; aber als Mensch bleibt Dresden eine bittere Erinnerung für mich […] Wie ich Ihnen schon in Weimar sagte, hatte Ringelhardt noch stets wegen Bruch des Contractes, eine narrenhafte Forderung an mich - diese machte er nun in Dresden geltend, und ich wusste bevor 720 Thaler erlegen! Was es mich also gekostet, diese große Summe, auf dessen Zahlung ich nicht vorbereitet war, herbei zu schaffen, können Sie leicht denken, und ich habe das ganze Jahr zu thun, diese Lücke zu verstopfen […]". Kleiner Randausbruch von Siegelöffnung. - Den Sohn einer Handwerkerfamilie spielte auf Bühnen in Mölln, Preußisch Minden, Lübeck, Stettin, Bremen, Osnabrück, Leipzig, Köln und Würzburg. Von Karl Carl an das Münchner Isartortheater engagiert, folgte Kunst diesem 1826 an das Theater an der Wien, wurde dort als Heldendarsteller gefeiert und spielte zwischenzeitlich am Theater in der Josefstadt und auf Tourneen, u.a. 1841 am Deutschen Hoftheater in St. Petersburg. Zu seinen Glanzrollen zählten Karl und Franz Moor. Mitte der vierziger Jahre begann Kunsts Abstieg, er spielte noch auf Provinzbühnen, zuletzt 1859 in Ried im Innkreis und starb völlig verarmt. 1825 war er in kurzer Ehe mit Sophie Schröder verheiratet.‎

‎Kupfer-Gomansky, Caesarine, Schauspielerin (1818-1886).‎

‎Blatt mit eigenh. U. (ausgeschnitten). O. O. u. D.‎

‎Ca. 20 x 82 mm. Auf Umschlag montiert. Die Tochter des Schauspielers und Dramatikers Caesar Max Heigel debütierte 1834 als Schauspielerin am Hoftheater von Coburg-Gotha, spielte 1838-40 in Leipzig, 1840-44 in Köln, 1844-50 am Hamburger Thalia-Theater und anschließend am Theater an der Wien. 1854-60 gehörte sie dem Ensemble des Theaters in Augsburg an, trat zwischenzeitlich (1858/59) in Linz auf und kehrte 1861 an das Thalia-Theater nach Hamburg zurück. Seit 1872 als Burgtheater-Mitglied und Schauspiellehrerin in Wien ansässig, übernahm sie Rollen der Amalie Haizinger und zählte u.a. Josef Kainz zu ihren Schülern.‎

‎Kupfer-Gomansky, Caesarine, Schauspielerin (1818-1886).‎

‎Dokument mit eigenh. U. Wien, 1. I. 1875.‎

‎1 S. Folio. Quittung über 166 Gulden, "welche Gefertigte als Gage aus jährl 2000fl pro Jänner v. J. aus der Kasse des K. K. Hofburgtheaters richtig erhalten hat […]". - Die Tochter des Schauspielers und Dramatikers Caesar Max Heigel debütierte 1834 als Schauspielerin am Hoftheater von Coburg-Gotha, spielte 1838-40 in Leipzig, 1840-44 in Köln, 1844-50 am Hamburger Thalia-Theater und anschließend am Theater an der Wien. 1854-60 gehörte sie dem Ensemble des Theaters in Augsburg an, trat zwischenzeitlich (1858/59) in Linz auf und kehrte 1861 an das Thalia-Theater nach Hamburg zurück. Seit 1872 als Burgtheater-Mitglied und Schauspiellehrerin in Wien ansässig, übernahm sie Rollen der Amalie Haizinger und zählte u.a. Josef Kainz zu ihren Schülern. - Beschnitten (geringer Textverlust); mit Kassa- und Registraturvermerken in Buntstift.‎

‎Kutschera, Viktor, Schauspieler und Regisseur (1863-1933).‎

‎Eigenh. Postkarte m. U. Breslau, [Poststempel: 31. V. 1907].‎

‎1 S. Qu.-8vo. An die Redaktion des Wiener Salonblattes: "Im Juni 14 Tage Lovrana, ab Juli an der Ostsee, wahrscheinlich auf Rügen […]". - Der dem Deutschen Volkstheater lebenslang eng verbundene Schauspieler "konnte hier bis zu seinem Tod seine große schauspielerische Vielseitigkeit unter Beweis stellen" (ÖBL IV, 376) und gab vom jungen Liebhaber bis hin zum Charakterdarsteller fast das gesamte Rollenrepertoire des klassischen wie modernen Theaters in insgesamt rund 541 Stücken.‎

‎Maurice, Chérie (d. i. Charles Schwartzenberger), Theaterdirektor (1805-1896).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Hamburg, 2. I. 1848.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief) und Siegel. Bedankt sich bei Schauspielerin Louise Schönfeld-Neumann (1818-1905) für ein ihm übersandtes Andenken und erkundigt sich nach dem Wohlergehen ihrer Mutter Amalie Haizinger. Weiters teilt er ihr mit, ihr gemeinsamer Freund Wilhelm sei "am Neujahrsabend nach Teutendorf gereist wo der Bruder von Herrn Flotow im Sterben liegt. Seine Freundschaft zur Flotowschen Familie trieb ihn dorthin zu eilen um der Mutter und der Schwester des Sterbenden beizustehen […] Am Thalia geht es gut: fast lauter Successe; äußerst wenig Durchfälle - so gut ergeht es nicht dem Stadttheater; viele Fiasco's - äußerst wenig Erfolge! - Es liegt wohl an der schlechten Wahl - auch theilweise an der mangelhaften Besetzung […]". - Maurice Chéri übernahm 1829 die Leitung des Sommertheaters im Tivolipark, wurde 1831 Mitdirektor des Steinstraßen-Theaters und eröffnete 1843 das neuerbaute Thalia-Theater. Maurice Chéri zeigte hier, seit 1843 unter Mitwirkung Heinrich Marrs als Regisseur und Schauspieler, vorwiegend die Lokal- und Zauberpossen Nestroys, der auch selbst in Hamburg auftrat, sowie Hamburger Lokalpossen und französische Stücke. Seit 1847 leitete Maurice Chéri zeitweise auch das Stadttheater. Nach großen Einbußen verlor er 1854 die Lizenz für beide Theater, konnte 1855 das Thalia-Theater aber neu eröffnen und führte es nach der Wiedergewinnung der vollen Konzession 1860 noch einmal zu einem Höhepunkt.‎

‎Maurice, Chérie (d. i. Charles Schwartzenberger), Theaterdirektor (1805-1896).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Hamburg, 4. XI. 1881.‎

‎1 S. 8vo. An Alexander Hesse in Graz: "Prinzipiell gewähre ich niemals einen Autographen, ich bedaure demnach sehr Ihnen damit nicht dienen zu können […]". - Maurice Chéri übernahm 1829 die Leitung des Sommertheaters im Tivolipark, wurde 1831 Mitdirektor des Steinstraßen-Theaters und eröffnete 1843 das neuerbaute Thalia-Theater. Maurice Chéri zeigte hier, seit 1843 unter Mitwirkung Heinrich Marrs als Regisseur und Schauspieler, vorwiegend die Lokal- und Zauberpossen Nestroys, der auch selbst in Hamburg auftrat, sowie Hamburger Lokalpossen und französische Stücke. Seit 1847 leitete Maurice Chéri zeitweise auch das Stadttheater. Nach großen Einbußen verlor er 1854 die Lizenz für beide Theater, konnte 1855 das Thalia-Theater aber neu eröffnen und führte es nach der Wiedergewinnung der vollen Konzession 1860 noch einmal zu einem Höhepunkt. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Thalia-Theaters. Gefaltet.‎

‎Perfall, Karl Frh. von, Theaterleiter und Musiker (1824-1907).‎

‎Eigenh. Brief mit U. München, 15. VIII. 1884.‎

‎1 S. 4to. Drückt der Schauspielerin Louise Schönfeld-Neumann (1818-1905) sein Beileid zum Tode deren Mutter, der Schauspielerin Amalie Haizinger aus: "[…] Die theure Entschlafene, welche alle die Eigenschaften einer wahren künstlerischen und menschlichen Größe schmückten hat Verehrung und Liebe wie Wenige gefunden […]". - Perfall war nach der Inthronisierung König Ludwigs II. 1864 zum Intendanten der Hofmusik ernannt worden, später wurde er auch Direktor der Kgl. Musikschule und Intendant des Hof- und Nationaltheaters und setzte sich u. a. für die Uraufführung von Richard Wagners 'Meistersingern', 'Rheingold' und 'Walküre' ein. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. Gefaltet.‎

‎Porten, Henny, Schauspielerin (1890-1960).‎

‎Eigenh. Postkarte m. U. [Baden bei Wien], August 1924.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Sendet "Nachträgliche Geburtstagsgrüße" an einen namentlich nicht genannten Adressaten. Die Unterschrift auf der Bildseite. - Die in Magdeburg geborene Schauspielerin, Tochter des um 1860 geborenen Sängers, Regisseurs und Schauspielers Franz Porten, stand bereits sechzehnjährig in Kinderrollen auf der Bühne, trat 1906 in ihrem ersten Film ("Apachentanz" von Otto Messter) auf und war bis 1958 in über 80 Filmen zu sehen. Noch vor Asta Nielsen und Pola Negri als erster deutscher Filmstar in den Anfangstagen der Cinematographie in Deutschland gefeiert, war sie zeitweise in 8-10 Filmen pro Jahr auf der Leinwand zu sehen, heiratete 1921 in zweiter Ehe den Arzt Wilhelm von Kaufmann-Asser, der die Leitung der Henny Porten Film-Produktion GmbH übernahm, und gab 1930 in G. W. Pabsts "Skandal um Eva" ihr Tonfilmdebüt. Nachdem die Firma mit Carl Froehlichs "Königin von Preußen" (1931) in Konkurs gegangen war, erfuhr ihre Karriere zwar kurzzeitig einen Einbruch, doch war sie zwei Jahre später mit Hans Steinhoffs Tonfilm-Remake ihres 1924 von Carl Froehlich gedrehten Erfolgsfilms 'Mutter und Kind' wieder erfolgreich. Als Inbegriff der blonden deutschen Frau und Mutter prädestiniert, zu einer Filmgröße der nationalsozialistischen Zeit zu avancieren, weigerte sie sich dann beharrlich, sich von ihrem jüdischen Mann zu trennen und erhielt längere Zeit keine Angebote. Erst 1943 erhielt sie in Carl Froehlichs Film "Familie Buchholz / Neigungsehe" neben Elisabeth Flickenschildt und Gustav Fröhlich wieder eine Hauptrolle. 1947 versuchte sie sich wieder als Bühnenschauspielerin, konnte jedoch, zumal ihr Typ im Film nicht mehr gefragt war, ungeachtet einiger weniger größerer Rollen nicht mehr an ihre alte Karriere anknüpfen.‎

‎Schlenther, Paul, Publizist und Theaterdirektor (1854-1916).‎

‎2 eigenh. Briefe m. U. Wien, 23. April und 7. Juni 1899.‎

‎Zusammen 3 SS. 8vo. An die Schauspielerin Ella Kirchher in Berlin, am 7. Juni 1899: "Durch die Absetzung der Vorstellung von ‚Frau Susanne' und Ihre gleich darauf erfolgte Abreise ist mir das Vergnügen entgangen, Sie noch zu sehen und zu sprechen. Ich bitte Sie, falls Sie Ihre Arbeit bis zum 1. Juli ändern, mir von dieser Änderung Kenntnis zu geben für den Fall, dass ich Ihnen Rolle zu schicken habe. Ich muss Ihnen nun auch noch schriftlich etwas mitteilen, was ich besser mündlich gethan hätte. Sie sind in der letzten Sonntagsvorstellung von ‚Georgette' in einer auffallenden Loge ersten Ranges bemerkt worden. Ich muss Sie darauf aufmerksam machen, dass das nicht den Gepflogenheiten der jüngsten Schauspielerinnen am Hofburgtheater […]". Der zweite Brief geht wohl auch an die namentlich nicht genannte Schauspielerin: "Es wäre mir lieb, wenn Sie sich für die Rolle der Iduna bei Herrn Hofschauspieler Altmann (Wien VII, Breitegasse 13) einigen Rat erholten und ich ersuche Sie sich bei Herrn Altmann am nächsten Dienstag Mittags 12 Uhr einzufinden. Er erwartet Sie […]" (Wien, 23. April 1899). - Paul Schlenther war von 1886-98 neben Theodor Fontane (1819-1898) und als Nachfolger Otto Brahms (1856-1912) Theaterkritiker der 'Vossischen Zeitung', propagierte das neue naturalistische Drama und setzte sich nachdrücklich für das Werk von Ibsen und Hauptmann ein. 1889 Mitbegründer der 'Freien Bühne' Berlin, wurde Schlenther 1898 als Direktor des Wiener Burgtheaters bestellt und kehrte 1910 als Theaterkritiker beim 'Berliner Tageblatt' nach Berlin zurück. Er war Mitherausgeber der deutschen Ibsen-Ausgabe (1898-1904), verwaltete gemeinsam mit Otto Pniower den Nachlaß Fontanes und edierte dessen Briefe. Vgl. Kosch III, 2493. - Beide Briefe auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der Direktion des Burgtheaters.‎

‎Schlenther, Paul, Publizist und Theaterdirektor (1854-1916).‎

‎Brief mit eigenh. U. Wien, 27. II. 1903.‎

‎1 S. 4to. An den Hofopernsänger Ferdinand Marian (1859-1942): "Die hohe k. u. k. General Intendanz hat die Mitwirkung des k. u. k. Hofschauspielers, Herrn Georg Reimers, im Verein ‚Die Nasswalder' am 27. Februar dJ., insofern das Repertoire hiedurch keine Störung erleidet, genehmigt […]". - Paul Schlenther war von 1886-98 neben Theodor Fontane (1819-1898) und als Nachfolger Otto Brahms (1856-1912) Theaterkritiker der 'Vossischen Zeitung', propagierte das neue naturalistische Drama und setzte sich nachdrücklich für das Werk von Ibsen und Hauptmann ein. 1889 Mitbegründer der 'Freien Bühne' Berlin, wurde Schlenther 1898 als Direktor des Wiener Burgtheaters bestellt und kehrte 1910 als Theaterkritiker beim 'Berliner Tageblatt' nach Berlin zurück. Er war Mitherausgeber der deutschen Ibsen-Ausgabe (1898-1904), verwaltete gemeinsam mit Otto Pniower den Nachlaß Fontanes und edierte dessen Briefe. Vgl. Kosch III, 2493. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der Direction des k. k. Hofburgtheaters. Gefaltet.‎

‎Schlenther, Paul, Publizist und Theaterdirektor (1854-1916).‎

‎Brief mit eigenh. U. Wien, 4. V. 1903.‎

‎1 S. 4to. Beiliegend adr. Kuvert. An den Advokaten Josef Reitzes: "Die hohe k. u. k. General Intendanz der k. k. Hofburgtheater hat mit Erlass vom 1. d. M. Z. 1477 Ihr Ansuchen, daß Herr Georg Reimers bei der am 7. Mai d. J. Vormittag 11 Uhr am Wiener Zentral-Friedhofe stattfindenden Enthüllung des Grabdenkmales Johannes Brahms ein Festgedicht vortragen zu dürfen, bewilligt […]". - Paul Schlenther war von 1886-98 neben Theodor Fontane (1819-1898) und als Nachfolger Otto Brahms (1856-1912) Theaterkritiker der 'Vossischen Zeitung', propagierte das neue naturalistische Drama und setzte sich nachdrücklich für das Werk von Ibsen und Hauptmann ein. 1889 Mitbegründer der 'Freien Bühne' Berlin, wurde Schlenther 1898 als Direktor des Wiener Burgtheaters bestellt und kehrte 1910 als Theaterkritiker beim 'Berliner Tageblatt' nach Berlin zurück. Er war Mitherausgeber der deutschen Ibsen-Ausgabe (1898-1904), verwaltete gemeinsam mit Otto Pniower den Nachlaß Fontanes und edierte dessen Briefe. Vgl. Kosch III, 2493. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der Direktion des k. k. Hofburgtheaters. Gefaltet und etwas braunfleckig.‎

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