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Roquette, Otto, Schriftsteller (1824-1896).
Eigenh. Brief mit U. Darmstadt, 15. III. 1894.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An den Polizeijuristen, Polizeischriftsteller und Parapsychologen Edmund Otto Ehrenfreund, und nach 1920 auch Ubald Edmund Otto Tartaruga (1875-1941): "Auf Wunsch: | Obgleich ich selbst musikalisch bin, und in früheren Jahren viel Musik ausgeübt habe, kann ich nicht finden, daß diese auf mein dichterisches Schaffen jemals Einfluß gehabt habe [...]".
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Rosegger, Peter, Schriftsteller (1843-1918).
Eigenh. Albumblatt mit U. Graz, 19. V. 1906.
½ S. auf Doppelblatt. 8vo. "Ein halbes Jahrhundert | Als Künstler bewundert | Zur Freude der Freunde | Peter Rosegger". - Am oberen Blattrand mittig gelocht und Bleistiftvermerk "An Martinelli" (d. i. der Schauspieler Ludwig Martinelli, 1832-1913).
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Scapinelli, Carl Graf von, Autor und Dramaturg (1876-1959).
Eigenh. Albumblatt mit U. Neupasing bei München, 11. XII. 1909.
¾ S. 4to. Aus seinem Roman "Phäaken": "Nicht der schwindelnde Reichtum, nicht die furchtbare Not sind des Lebens Sinnbilder, des Seins Erfüllung - das stille kleine Glück des bescheidenen Besitzers: Wohlstand, der nicht zum Wohlleben führen darf, das ist all' unser Streben. Ein bischen was haben, um ein bischen wieder geben zu können".
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Silberstein, August, Lyriker, Erzähler und Feuilletonist (1827-1900).
Eigenh. Brief mit U. Salzburg, 7. VII. 1878.
3 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. Wohl an den namentlich nicht genannten Schriftsteller Konrad Beyer: "Das Fäßlein ist da. - Und so soll kein anderer bitterer Tropfen uns den Trank vollenden als der von Hopfen […]". - August Silberstein engagierte sich 1848 als Schriftführer im Ausschuss der akademischen Legion publizistisch für die Ziele der Revolution und musste nach deren Niederschlagung Österreich verlassen. 1854 wegen unerlaubter Rückkehr zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt, wurde er nach einem Jahr begnadigt. Hernach lebte er als freier Schriftsteller und Redakteur verschiedener Zeitungen in Wien, war Herausgeber des "Österreichischen Volkskalenders" und der Zeitschrift "Der Wanderer" und schrieb idealisierende Dorfgeschichten ("Dorfschwalben aus Österreich") und Romane (etwa "Die Alpenrose von Ischl")., 2 Bde., 1866).
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Silberstein, August, Lyriker, Erzähler und Feuilletonist (1827-1900).
Eigenh. Visitenkarte. Mönchstein, 9. VI. 1867.
½ 102 x 63 mm. "[Dr. August Silberstein] & Frau gratulieren herzlichst, allseits, hoffen, vielleicht das junge Paar auf einem Ausfluge zu sehen u. werden jedenfalls das Vergnügen bei der Rückkehr haben […]. - August Silberstein engagierte sich 1848 als Schriftführer im Ausschuß der akademischen Legion publizistisch für die Ziele der Revolution und mußte nach deren Niederschlagung Österreich verlassen. 1854 wegen unerlaubter Rückkehr zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt, wurde er nach einem Jahr begnadigt. Hernach lebte er als freier Schriftsteller und Redakteur verschiedener Zeitungen in Wien, war Herausgeber des "Österreichischen Volkskalenders" und der Zeitschrift "Der Wanderer" und schrieb idealisierende Dorfgeschichten ("Dorfschwalben aus Österreich") und Romane (etwa "Die Alpenrose von Ischl")., 2 Bde., 1866).
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Silvestre, Paul Armand, französischer Schriftsteller (1837-1901).
Eigenh. Gedicht mit U. Brüssel, 23. IV. 1889.
1 S. Qu.-8vo. Gewidmet Madame Materna: "Je t'adore, o Walkure, à mes yeux révélée / Sous l'armure d'argent et la coiffure ailée / Dont Materna ceignait ta taille et les cheveux […]". - Gefaltet.
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Simon, Emma, Pseud.: E. Vely, Schriftstellerin (1848-1934).
Eigenh. Brief mit U. Herzberg am Harz, 8. VI. 1882.
1 S. 8vo. "Was ist Poesie? Hast du sie nicht - faßt du sie nie". - Auf Briefpapier mit gedr. Monogramm. - Die Tochter eines Waffenfabrikanten war Gouvernante in einer Oberförsterei in Westfalen und heiratete 1871 den Stuttgarter Verlagsbuchhändler C. F. Simon. Sie schrieb u.a. für die "Hamburger Nachrichten" und das "Berliner Tagblatt" und war Mitarbeiterin der von Helene Lange herausgegebenen Zeitschrift "Die Frau". Ihre Doppelbiographie Herzog Karl von Württemberg und Franziska von Hohenheim (1876, (3)1884) beruhte größtenteils auf unveröffentlichtem Archivmaterial. Mit ihren von zahlreichen Prominenten besuchten "Montagstee" spielte Emma Simon im gesellschaftlichen Leben Berlins eine herausragende Rolle.
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Singer, Fritz, Kaufmann und Schriftsteller (1841-1910).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 27. II. 1901.
1 ½ SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An eine namentlich nicht näher genannte Redaktion: "Ihrer freundlichen Einladung zur Mitarbeit an Ihrem Sammelwerke Folge gebend, sende ich Ihnen anliegend einige meiner Gedichte (zur Auswahl!), mein Bild mit Namenszug, sowie K 10. - […]". - Ohne den genannten Beilagen. Auf Briefpapier mit gedr. Monogramm.
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Singer, Fritz, Kaufmann und Schriftsteller (1841-1910).
Eigenh. Brief mit U. Wien, Singerstrasse, 2. XII. 1892.
2 SS. 118 x 94 mm. Bedankt sich bei einem namentlich nicht genannten Kritiker. - Auf Briefkarte mit gepr. Monogramm.
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Singer, Isidor, Journalist und Zeitungsherausgeber (1857-1927).
Brief mit eigenh. U. Wien, 1. V. 1881.
1 S. Folio. An Julius von Newald (1824-1897): "Der ergebenst Gefertigte erlaubt sich die von ihm anlässlich der Vermählung Seiner kaiserlichen und königlichen Hoheit des durchlauchtigsten Kronprinzen Erzherzogs Rudolph mit Ihrer königlichen Hoheit der durchlauchtigsten Prinzessin Stephanie von Belgien herausgegebenen Festschrift ‚Rudolph und Stephanie', deren Reinerträgniß der Heiratsausstattung armer elternloser Mädchen gewidmet ist, mit der Bitte zu überreichen, dieselbe gütigst entgegen nehmen zu wollen […]". - Etwas braunfleckig, mit Ausriss am rechten oberen Rand. Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf "Illustrirtes Wiener Extrablatt". - Nach dem Studium der Rechtswissenschaft, Mathematik und Naturwissenschaften in Wien und in Graz wurde Singer 1881 in Wien zum Dr. iur. promoviert. 1885 habilitierte er sich an der Universität Wien und wurde Privatdozent für Statistik, seit 1892 außerordentlicher Professor für Statistik. 1894 gründete er gemeinsam mit Hermann Bahr und Heinrich Kanner die linksliberale Wochenschrift Die Zeit. 1902 wurde von ihm und Kanner eine Tageszeitung mit dem gleichen Namen gegründet. Während des Ersten Weltkrieges mußte die Zeitung aus wirtschaftlichen Gründen verkauft werden, Singer ging in die Schweiz und lebte ab 1920 als freischaffender Autor wieder in Wien.
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Singer, Isidor, Journalist und Zeitungsherausgeber (1857-1927).
Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 31. V. 1906.
1 S. 4to. Gefaltet. An Julius von Newald: "Dankend bestätige ich den Empfang Ihres mir übersandten Manuskripts 'Graf Rechberg', das ich unserer Feuilletonredaktion zur Erledigung überwiesen habe. Von unserer Feuilletonredaktion werden Sie die weitere Verständigung erhalten […]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf "Die Zeit. Wiener Tageszeitung". - Nach dem Studium der Rechtswissenschaft, Mathematik und Naturwissenschaften in Wien und in Graz wurde Singer 1881 in Wien zum Dr. iur. promoviert. 1885 habilitierte er sich an der Universität Wien und wurde Privatdozent für Statistik, seit 1892 außerordentlicher Professor für Statistik. 1894 gründete er gemeinsam mit Hermann Bahr und Heinrich Kanner die linksliberale Wochenschrift Die Zeit. 1902 wurde von ihm und Kanner eine Tageszeitung mit dem gleichen Namen gegründet. Während des Ersten Weltkrieges mußte die Zeitung aus wirtschaftlichen Gründen verkauft werden, Singer ging in die Schweiz und lebte ab 1920 als freischaffender Autor wieder in Wien.
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Singer, Wilhelm, Journalist (1847-1917).
Eigenh. Visitenkarte. O. O. u. D.
70:117 mm. Mit eh. Briefumschlag. Der "[gedruckt:] Chefredacteur des 'Neuen Wiener Tagblatt[es]'" bedankt sich bei Julius von Newald (1824-97) für Jubiläumsglückwünsche.
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Skowronnek, Richard, Schriftsteller und Journalist (1862-1939).
Eigenh. Brief mit U. Berlin, 13. IX. 1893.
2 ½ SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Briefumschlag. An Gustav Erdmann (1847-1907): "Es ist mir gelungen, mich mit einem Ruder aus meiner tätlichen Tretmühle loszumachen, sodaß ich ein paar Tage für Sie und das schöne Dresden frei habe. Am Freitag früh fahre ich von hier fort und werde mir erlauben, Sie um 12 Uhr im Neustädter Hoftheater zu begrüßen. Zu lebhaftesten Danke würden Sie mich verpflichten, wenn sie die große Güte haben wollten, mich dann einer Probe beiwohnen zu lassen. Neben einem geschmackvollen und erfahrenen Regisseur lernt der Autor bekanntlich am Allermeisten […]". - Nach dem Scheitern seines Vorhabens, Forscher zu werden, wandte sich der Bruder des Schriftstellers Fritz S. (1858-1939) dem Journalismus zu, arbeitete als Feuilletonredakteur bei der "Frankfurter Zeitung", kehrte 1892 nach Berlin zurück und wurde als Lustspielautor entdeckt. 1897/98 wirkte er zudem als Dramaturg am Kgl. Schauspielhaus. Vgl. Kosch III, 2740f.
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Söhle, Karl, Schriftsteller (1861-1947).
Eigenh. Brief mit U. Dresden, 22. VII. 1895.
7 SS. auf 2 gefalt. Doppelblättern. 8vo. An den Musikwissenschaftler Richard Batka bezüglich einer bevorstehenden Reise ins Riesengebirge. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. - Nach dem Besuch des Lehrerseminars in Wunstorf war Söhle als Volksschullehrer tätig und bildete sich daneben autodidaktisch zum Musiker aus. Seit 1885 studierte er mit Unterstützung eines Gönners am Konservatorium in Dresden, arbeitete zunächst als freier Musikkritiker und wurde schließlich Redakteur beim "Kunstwart". Später lebte Söhle als freier Schriftsteller in Dresden.
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Sonnenthal, Hermine von, Schriftstellerin (1862-1922).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 3. VI. 1903.
1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Briefumschlag. An Emilie Schaup aus der Zipfer-Brauereidynastie: "[…] wollen Sie so freundlich sein u. zu Frau Gräfin Wydenbruck / Rennweg 1a / zu schicken, so wird man Ihnen die gewünschte Decke, die vom Wolthätigkeits-Bazar noch vorhanden war, ausfolgen. Hoffentlich passt sie als Pendant zu der von Ihnen gekauften […]".
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Sosnosky, Theodor von, Schriftsteller (1866-1943).
Eigenh. Widmung. O. O. u. D.
105 x 135 mm. Gedicht "Bitte um Vergebung" an einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Vergiss, daß ich oft fort gewesen, / Um manche Freude dich gebracht! / Vergiss, dass mein verbittert Wesen / Dir Kummer oft gemacht! / Doch dass mein Herz nur dir geschlagen, / Dass ganz dir meine Liebe blieb, / Dass meine Schuld ich Ihnen getragen, / Vergiss es nicht! - vergieb! […]". - Die Notiz "Theodore de Sosnosky" von Sammlerhand.
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Speidel, Ludwig, Schriftsteller (1830-1906).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
½ S. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. "Der Garteninspector von Schönbrunn, der den Sommer unsere Palmen beherbergt, hat an meine Frau beiliegenden Brief geschrieben, in den ich Sie gütigst Einsicht zu nehmen bitte. Könnten Sie in der Sache selbst etwas veranlassen […]. Darunter eine Notiz von seiner Frau Leontine Speidel: "Ich möchte sehr gebeten haben für meinen Schützling […]" (1/2 S.). Darauf folgt ein Antwortschreiben des Empfängers: "Der von Ihnen und Ihrer lieben Frau empfohlene Flötist Proboscht war bereits durch längere Zeit als Substitut in Verwendung und versah seinen Dienst zur vollsten Zufriedenheit […]" (2 SS.). - Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Ludwig Speidel studierte als Gasthörer Philosophie in München, ging 1853 im Auftrag und auf Vermittlung Johann Georg Cottas nach Wien und war zunächst Korrespondent der Augsburger "Allgemeinen Zeitung". Daneben war er freier Mitarbeiter der Zeitungen "Vaterland", "Die Donau", "Österreichische Zeitung" und "Fremdenblatt". 1864 wurde er Feuilletonist und Theaterkritiker der "Neuen Freien Presse".
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Sperl, Hans, Schriftsteller (1861-1959).
Ausschnitt mit eigenh. U. O. O. u. D.
Ca. 225 x 65 mm. Nur die Unterschrift. - Sperl studierte seit 1879 Rechtswissenschaften in Graz, wurde 1884 promoviert und habilitierte sich 1895 für bürgerliches Recht. Seit 1899 war er a.o.Prof. in Graz, 1900-36 o.Prof. in Wien. Sperl schrieb u.a. ein Lehrbuch der bürgerlichen Rechtspflege (2 Bde., 1925-27) sowie mehrere Erzählungen und Romane (Graf Felsenstein und sein Nachbar, 1949).
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Spiegl von Thurnsee, Edgar, Journalist (1833 o. 39-1908).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 4. XII. 1885.
1 S. 8vo. An Baronin von Hasenauer auf der Verso-Seite einer gedr. Karte des Hilfscomités für die serbischen und bulgarischen Verwundeten: "Das Geld sowohl wie die Liste der Beschädigten können hochverehrte Frau Baronin in das von 9-12 und 3-6 geöffnete Comitelokal (I. Parkring 4) senden. Das Ergebnis wird dann, falls Sie es wünschen, mit dem Titel: Sammlung der Frau Baronin Hasenauer ausgewiesen […]". - Spiegl begann seine Laufbahn in Budapest, wo er mit den dort gastierenden Schauspielern des Hofburgtheaters so guten Kontakt unterhielt, daß er deren Bitte nach einer Übersiedlung Folge leistete und fortan daselbst als Redakteur, Chroniquer und Theaterreferent u. a. beim "Neuen Fremdenblatt" und beim "Illustrierten Wiener Extrablatt" tätig war. Als langjähriges Vorstandsmitglied und später als Präsident der Schriftsteller- und Journalistenvereinigung Concordia richtete er große Wohltätigkeitsveranstaltungen aus und wurde für seine vielfachen Verdienste in den Adelsstand erhoben. Johann Schrammel komponierte ihm zu Ehren den "Edgar von Spiegl-Marsch".
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Spielhagen, Friedrich, Schriftsteller (1829-1911).
Eigenh. Widmung mit U. Berlin, Jänner 1894.
1 S. Qu.-8vo. Gefaltet. "Liebe für Liebe!". - Der als Sohn eines Regierungsbeamten geborene Spielhagen war Haus- und Gymnasiallehrer, ehe er seit 1860 als Redakteur der "Zeitung für Norddeutschland", der "Deutschen Wochenschrift" in Berlin und als Herausgeber von "Westermanns illustrierten deutschen Monatsheften" tätig war. Später als freier Schriftsteller in Berlin lebend, wurde Spielhagen zu einem "der erfolgreichsten Romanschriftsteller der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts" (DBE), verfaßte Übersetzungen, Novellen, Gedichte und Dramen sowie theoretische Schriften.
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Spitzer, Daniel, Journalist (1835-1893).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
1 S. 8vo. An einen Feuilletonredakteur der Neuen Freien Presse: "Lieber Freund und großnasigster meiner Gönner! Wenn der Mensch anfängt stumpf zu werden und kein Feuilleton mehr zusammenbringt, das sich der allgemeinen Entrüstung erfreut, muß er daran denken, sich aufs Buchschreiben zu verlegen. Ich bin schon in jenem Stadium angelangt, wo man für eine einzige Dummheit nicht weniger als einundachtzig Seiten geschöpftes holländisches Papier braucht, und meine ganze Verwandtschaft zittert bereits vom frühen Abend bis zum späten Morgen, daß ich nächstens zweihundert Seiten bei Drugulin in Leipzig werde bedrucken lassen müssen, um ihr bei Quartalschluß ein glückliches neues Jahr zu wünschen. Ich finde keinen Stoff für ein Feuilleton, obwohl mir mein Geldbeutel täglich dringender empfiehlt, doch endlich einmal unter Thränen zu lächeln und durch Mittheilung geistvoller Redewendungen an die N. F. Presse die Anfertigung eines neuen blauen Winterrockes vorzubereiten. Ich glaube, daß mir das Ballet Sylvia vielleicht Anregung zu einer meiner üblichen frivolen Abhandlungen gegeben hätte, die nur zu deutlich zeigen, daß das Publikum, wenn es nicht ganz in die Nacht der Barbarei versinken will, gezwungen ist, sich Oskar Blumenthals 'Literarische Ungezogenheiten' mit Postwendung zusenden zu lassen und sich so nach und nach zu einem tugendhaften, durch keine Unterhaltung getrübten Lebenswandel anregen zu lassen. Aber ich war, da ich nicht über die für einen Sperrsitz in der Oper nothwendige Million verfüge, nicht Zeuge der Entführung Sylviens durch einen mit Dekret angestellten K. K. Faun, und ich kann doch nicht, wenn ich nicht den letzten Rest von Achtung verscherzen will, dem distinguirten Leserkreise der N. F. Presse ein X für ein U vormachen und statt der Handlung von Sylvia jene von Kabale und Liebe erzählen. Bemitleiden Sie mich daher, aber schreiben kann ich nicht eher als bis die Götter ein Einsehen haben und mir eine jener großen beklagenswerthen Dummheiten verschaffen die mindestens drei Spalten füllen. Ihr betrübter D. Spitzer".
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Sporck, Ferdinand Graf, Schriftsteller, Librettist (1848-1928).
Eigenh. Brief mit U. München, 19. IV. 1908.
2½ SS. 8vo. Mit eh. Umschlag. An den Musikwissenschaftler Richard Batka in Wien: "Vielleicht haben Sie die Freundlichkeit, Ihrer gütigen Aufforderung noch sich zu entsinnen, mit der Sie seinerzeit mich beehrt hatten: eine Stichprobe aus meiner ‚armen Poeterei' Ihnen zu senden. Dies giebt mir den Muth ein, auch jetzt Sie zu bitten, mein Buch ‚Sawitri' freundlich entgegenzunehmen. Ich wüsste nicht, wem ich es lieber unterbreitete als Ihnen, der Sie gerade auf diesem Gebiete mit herrlichem Gelingen schöpferisch sich bethätigen u. darum zu den ganz seltenen zählen, die eine tondurchdachte Dichtung von beiden Gesichtspunkten aus - dem litterarischen u. musikalischen - zu beurtheilen wissen. Und Sie wissen auch so gut wie ich, dass die von unserem Meister am Schlusse des ‚Vorwortes zur Herausgabe des Bühnenfestspieles' erhobene Klage über die Werthung eines sogenannten ‚Opernlibrettos' noch heute - nach sechsundvierzig Jahren - Gottleider zu recht besteht […]". - Ferdinand Graf von Sporck leitete 1883-87 den Allgemeinen Richard-Wagner-Verein und stand mit C. Wagner, W. Kienzl, H. Levi, Engelbert Humperdinck, F. J. Mottl und R. Strauss in brieflichen Kontakt.
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Stahr, Adolf, Schriftsteller und Literarhistoriker (1805-1876).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 13. IV. 1852.
½ S. auf Doppelblatt. Mit eigenh. Adresse (Faltbrief). An den Buchhändler Renovanz "Ich ersuche Sie freundlich, mir die Ihnen für Ihre Leihbibliothek angebotene Stadtgeschichte von Max Ring falls Sie dieselbe nicht für die Hälfte des Ladenpreises zu behalten wünschen gefälligst zurück zu senden […]". - Stahr war bis zu seiner krankheitsbedingten Beurlaubung 1845 am Oldenburger Gymnasium als Konrektor und Professor der alten und neuen Sprachen tätig. Nach der Trennung von seiner ersten Frau und der Heirat mit Fanny Lewald, die er während einer Italienreise in Rom kennengelernt hatte, zog er 1855 nach Berlin. Bekannt wurde Stahr durch seine Übersetzungen von Werken des Aristoteles und entsprechende Forschungen sowie durch umfangreiche literarhistorische Werke (u. a. 'Goethes Frauengestalten', 2 Bde., 1865ff.). Durch seine literaturkritische Publizistik "wurde er einer der bedeutendsten Literaturkritiker des Nachmärz" (DBE).
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Steigentesch, August Ernst Frh. von, Schriftsteller und Diplomat (1774-1826).
Eigenh. Brief mit U. ("Steigentesch"). O. O. u. D., [wohl Ende 1825].
2 SS. auf Doppelblatt. 4to. Velinpapier; Wasserzeichen: "T Edmonds 1823". An den (namentlich nicht genannten) Fürsten Metternich: "Erlauben Euer Durchlaucht einem Menschen, der vom Rande des Grabes zurückkehrt, sich Ihnen mit dem Vertrauen und der Offenheit nähern zu dürfen, mit denen mir Euer Durchlaucht ehmals erlaubten zu Ihnen sprechen zu dürfen. Nach dem Ausspruch meiner Aerzte wird biß zum neuen Jahre die lezte Spur meiner langen und schmerzlichen Krankheit verwischt seyn, aber ich werde 52 Jahre alt, und meine Zukunft liegt zu unbestimmt vor mir, als daß ich nicht wagen sollte, Euer Durchlaucht gehorsamst zu bitten, mir zu sagen, ob ich Hoffnung habe, Euer Durchlaucht wieder anzugehören und den Rest meines Lebens noch einmal einem Staate widmen zu können, dessen Grösse Ihr Werk ist und dem ich, als meinem Wohlthäter, alles danke, was ich bin und was ich besitze. - Sollte dieß nicht seyn können, so fühlen Euer Durchlaucht, wie nöthig es für mich ist, einen Punkt zu wählen, wo mein Vermögen hinreicht, mir die Annehmlichkeiten zu verschaffen, die Gewohnheit und Alter bedürfen. - Ueberall wird mich die Erinnerung glücklich machen, dem größten Staatsmann unserer Zeit angehört zu haben und zuweilen seines Beifalls vielleicht nicht ganz unwürdig gewesen zu seyn [...]". - Spuren alter Faltung; am ersten Blatt recto oben rechts in Rötelstift numeriert "2". In literarischer Hinsicht machte sich Steigentesch um die Entwicklung des Wiener Salonlustspiels verdient. "Außer schöngeistigen Arbeiten widmete [er] den Kriegsvorkommnissen [...] warme Theilnahme, kehrte 1813, als Jedermann zu den Waffen griff, zur Armee zurück und wurde Generaladjutant des Feldmarschalls Fürsten von Schwarzenberg. Als solcher verstand er es, die Aufmerksamkeit des Fürsten Metternich auf sich zu lenken und wurde nun mit verschiedenen wichtigen Missionen betraut [...] Noch immer Günstling Metternich's ging er während der 'Hundert Tage' [...] in die Schweiz, die als Hauptbasis der Operationslinie dienen sollte, und erhielt darauf vom Kaiser als Anerkennung das Commandeurkreuz des Leopoldordens [...] Nach einer Erholungsreise durch Frankreich und Italien [...] wurde Steigentesch noch einige Male mit diplomatischen Aufträgen (Gratulation zur Vermählung des Kronprinzen von Preußen u. a.) betraut, mußte sich aber bald, durch bedenkliche Anzeichen der Wassersucht genöthigt, von allem öffentlichen Wirken zurückziehen, bewohnte im Sommer meist sein Landhaus Laa bei Wien und starb am 30. December 1826. - Steigentesch ist eine der interessantesten Figuren des beginnenden 19. Jahrhunderts, in fast jeder Beziehung ein Product des napoleonisch-metternichischen Zeitalters" (ADB 35, 578).
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Steiger, Edgar, Schriftsteller (1858-1919).
Eigenh. Gedicht "Marianne" mit U. O. O. u. D.
14 SS. auf gefalt. Doppelbll. 8vo. Als Mitglied der Sozialdemokratischen Partei war Steiger 1893/94 Redakteur des "Vorwärts" in Basel, setzte sich 1896 auf dem Parteitag in Gotha für die künstlerische Bildung der Arbeiter ein und veröffentlichte "Das arbeitende Volk und die Kunst" (1896). Aus seinem Engagement für die Literatur des Naturalismus entstanden "Der Kampf um die neue Dichtung" (1888) und "Das Werden des neuen Dramas" (2 Bde., 1898). Steiger ging 1898 nach München und wurde Mitarbeiter der "Jugend" und des "Simplicissimus", in dem von ihm 1900-19 über 400 zeitkritische Gedichte erschienen. Für "März", "Das Literarische Echo" und "Die Neue Zeit" schrieb er zahlreiche literarhistorische Beiträge, war zudem als Theaterkritiker für Tageszeitungen tätig. Die Gedichtsammlung "Weltwirbel" (1916) enthält eine Auswahl seiner Lyrik.
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Stein, Leo, Schriftsteller (1862-1921).
Eigenh. Postkarte m. U. Wien, April 1919.
1 S. qu.-8vo. "Herzliche Grüsse" an eine Frau Reich in Wien.
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Stein, Ludwig, Philosoph (1859-1930).
Eigenh. Postkarte m. U. Bern, 11. V. 1894.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse verso. An den Bürgerschullehrer Franz Schmidt in Reichenberg. Fehlstelle im Text durch Ausschnitt der Briefmarke.
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Steinbach, Gustav, Schriftsteller und Journalist (1848-1911).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 8. XI. [1880].
1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Herrn Doktor: "Indem ich für die freundliche Beantwortung meiner Frage im Namen der Redaction unseren besten Dank ausspreche, erlaube ich mir für die Ungeschicklichkeit des Dieners zu entschuldigen, der Ihnen ein Telegramm übergeben hat, welches er für den Fall, als Sie nicht in Wien wären, nach Eruierung Ihrer genaueren Adresse expedieren sollte […]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der "Neuen freien Presse".
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Steinhausen, Heinrich, Theologe (1836-1917).
Eigenh. Brief mit U. Podelzig, 31. X. 1905.
2 ½ SS. auf gefalt. Doppelblatt. An einen namentlich nicht genannten Adressaten über seinen Sohn: "Sie waren so gütig vor Jahren etliche Erstversuche meines Sohnes in musikal. Composition durchzusehen und fanden darin Beweise einer der Fortbildung werthen Begabung. Inzwischen hat mein Sohn nach Vollendung der Schule den Cursus der Hochschule für Musik in 1 ½ Jahren durchgemacht u ist seit 1 ½ Jahren Musikschüler für Composition unter Leitung Prof. Gernsheim's a. der Akademie. Wie er mir eben heute schreibt, wird eine durch seinen Lehrer vermittelte öffentliche Aufführung etlicher Symphoniesätze für großes Orchester die er im letzten Sommer componiert hat, beabsichtigt so daß ich, sonst musik. Laie wohl annehmen darf daß er auf der von ihm erwählten Bahn künstlerischen Berufs nicht zurück geblieben ist […]. Die von Ihnen früher bewiesene Anteilnahme an seinem musikal. Erstlingen ermutigt mich seinen Wunsch zu erfüllen und Ihnen zwei Liedercompositionen vorzulegen […]". - Steinhausen studierte in Berlin und Göttingen Theologie und Philosophie, war 1860-68 Erzieher im Kadettenkorps in Potsdam und Berlin und wirkte dann bis 1906 als Pfarrer in der praktischen Seelsorge, zuletzt in Podelzig bei Frankfurt/Oder. 1881 begründete er die Monatsschrift "Das Pfarrhaus" und schrieb novellistische und kritisch-ästhetische Beiträge für Zeitschriften und Tageszeitungen. In seinen dichterischen Werken verband er eine gemütvolle Auffassung des Lebens mit Frömmigkeit und humorvoller Betrachtungsweise.
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Stern, Maurice Reinhold von, Schriftsteller (1860-1938).
Eigenh. Brief mit U. St. Oswald bei Freistadt, 4. VII. 1902.
3 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An die Neue Literaturanstalt bezüglich seines Werkes "Indiskretionen", erschienen 1904 bei Mareis in Linz: "Gestatten Sie mir, Ihnen mein gleichzeitig recommandirt abgesandtes Manuskript ‚Indiskretionen' zu überreichen und Ihnen dasselbe für Ihren Verlag anzubieten. Die ‚Indiskretionen' sind zusammengesetzt aus einer Sammlung scharf zugeschliffener Aphorismen, die zerstreut, meist in der ‚Ostdeutschen Rundschau' in Wien, veröffentlicht gewesen sind. Sie sind daher nur zur Kenntnis eines kleinen Kreises gelangt und in Deutschland ganz unbekannt geblieben. Ich glaube, daß das Buch mit Interesse gelesen werden und anregend wirken wird. Einen buchhändlerischen Erfolg halte ich aus diesem Grunde für sehr wahrscheinlich. Der von mir in diesem Buche eingenommene Standpunkt ist ein durchaus freier und perspectivischer. Ich nehme Stellung zu fast allen Tagesfragen, aber auch zu manchen Fragen von principieller und allgemeiner Bedeutung, zu ästhetischen sowohl wie zu philosophischen Fragen […]". - Auf Briefpapier mit gestempelter Adresse im Briefkpf. - Maurice Reinhold von Stern studierte nach mehrjährigem Aufenthalt in den USA, London und Paris in der Schweiz Philosophie, war Redakteur beim 'Zürcher Volksblatt' und ließ sich 1903 als freischaffender Schriftsteller in Oberösterreich nieder. Vgl. Kosch XIX, 658ff.
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Stettenheim, Julius, Schriftsteller und Journalist (1831-1916).
Eigenh. Brief mit U. Berlin, 14. XI. 1884.
3 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An einen Freund: "Du weißt ja schon, was ich Dir sagen will: ich freue mich sehr, dich wiederzusehen. Freilich, wie das Wiedersehen von sich gehen soll, das weiß ich in diesem Augenblick noch nicht. Ich soll am 20. im Verein der Literaturfreunde lesen, bin aber so beschäftigt, daß ich erst in der vorletzten Stunde von hier werde fortkommen können […]". - Auf Briefpapier mit gepr. Unterschrift. - Julius Stettenheim war Herausgeber der humoristisch-satirischen Wochenblätter "Hamburger Wespen" und später der "Berliner Wespen", die, als politisch verdächtig eingestuft, häufig 9beschlagnahmt wurden. Zunehmend unpolitischer werdend, gab er hernach die "Deutschen Wespen" heraus und wurde schließlich Redakteur des "Wippchen", einer Beilage des "Kleinen Journals". Der Mitbegründer der "Freien Bühne" verfaßte vornehmlich Kurzprosa, Satiren, Aphorismen, Anekdoten, Gedichte und Parodien.
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Stettenheim, Julius, Schriftsteller und Journalist (1831-1916).
Eigenh. Brief mit U. Berlin, 3. II. 1894.
1 ½ SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ihre mich auszeichnende Zuschrift sagt nicht, daß ich Ihnen mehr als einen Satz schicken darf. Was ich über das Clavierspiel sagen wollte, ist nicht kurz zu sagen". Auf der Verso-Seite sein signiertes Zitat über das Klavier: "Wenn nicht in jeder Etage ein Klavier existierte, so würd in der Welt viel mehr geistig gearbeitet werden und viel weniger Nervosität herrschen". - Julius Stettenheim war Herausgeber der humoristisch-satirischen Wochenblätter "Hamburger Wespen" und später der "Berliner Wespen", die, als politisch verdächtig eingestuft, häufig beschlagnahmt wurden. Zunehmend unpolitischer werdend, gab er hernach die "Deutschen Wespen" heraus und wurde schließlich Redakteur des "Wippchen", einer Beilage des "Kleinen Journals". Der Mitbegründer der "Freien Bühne" verfaßte vornehmlich Kurzprosa, Satiren, Aphorismen, Anekdoten, Gedichte und Parodien.
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Stettenheim, Julius, Schriftsteller und Journalist (1831-1916).
Eigenh. Widmung mit U. O. O. u. D.
1 S. Qu.-8vo. "Woll' noch so unbekannt im Strom des Tags verschwinden, / Der Autographensammler wird Dich finden". - Julius Stettenheim war Herausgeber der humoristisch-satirischen Wochenblätter "Hamburger Wespen" und später der "Berliner Wespen", die, als politisch verdächtig eingestuft, häufig beschlagnahmt wurden. Zunehmend unpolitischer werdend, gab er hernach die "Deutschen Wespen" heraus und wurde schließlich Redakteur des "Wippchen", einer Beilage des "Kleinen Journals". Der Mitbegründer der "Freien Bühne" verfaßte vornehmlich Kurzprosa, Satiren, Aphorismen, Anekdoten, Gedichte und Parodien. - Im unteren Blattviertel verso Erwerbungsdatum ("19. Juli 1879") von Sammlerhand in rosa Tinte.
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Stieböck, Leopold, Schriftsteller (geb. 1842).
Ausschnitt mit eigenh. U. O. O. u. D.
Ca. 130 x 45 mm. Nur die Unterschrift.
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Stieler, Karl, Mundartdichter und Publizist (1842-1885).
Eigenh. Brief mit U. München, 5. XII. 1884.
1 ½ SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. Bedankt sich bei einem namentlich nicht genannten Herrn Doktor für die Zeilen, durch die "nun alles auf glatte Bahn gebracht, was ich Ihnen bereits telegrafisch bekannt gegeben. Der Wegfall von Klagenfurt ist in Anbetracht der großen Eile u. der ungünstigen Bahnverbindungen nicht zu bedauern und ich kann nun um so behaglicher bei Ihnen verweilen. Besonders freue ich mich, daß uns ein gemüthlicher Abend gesichert ist, für Ihre freundl. Bestellung meines Quartiers besonderen Dank […]". Bedankt sich weiters für das Anerbieten des Adressaten, ihm eine "österreichische Tour" zu arrangieren. - Der aus München stammende Jurist war u. a. mit Paul Heyse (1830-1914) und Emanuel von Geibel (1815-1884) befreundet, gehörte mit ihnen der Künstlergruppe 'Das Krokodil' an "und zählte zu den führenden Persönlichkeiten der Münchner Kulturszene" (DBE). Mitarbeiter der 'Fliegenden Blätter', verfaßte er u. a. Reisebeschreibungen, wurde aber vornehmlich durch seine von Franz von Kobell (1803-1882) beeinflußten humorvollen Mundartdichtungen bekannt.
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Stieler, Karl, Mundartdichter und Publizist (1842-1885).
Eigenh. Widmung mit U. München, o. D.
1 S. 8vo. Das 2-strophige Werk "Eines Mönches Lied" aus Stielers "Hochlandliedern: "Eine stille Zelle / An blauer Welle, / Das ist mein Leid. / Wohlan - ich trag' es / Aber ich klag' es / Doch allezeit. / Ich hab' mein Leben / An Gott gegeben / Und das ist sein. / Das wend' ich nimmer. - - / Doch denk' ich immer: / Oh wär' es mein!". - Gefaltet. - Der aus München stammende Jurist war u. a. mit Paul Heyse (1830-1914) und Emanuel von Geibel (1815-1884) befreundet, gehörte mit ihnen der Künstlergruppe 'Das Krokodil' an "und zählte zu den führenden Persönlichkeiten der Münchner Kulturszene" (DBE). Mitarbeiter der 'Fliegenden Blätter', verfaßte er u. a. Reisebeschreibungen, wurde aber vornehmlich durch seine von Franz von Kobell (1803-1882) beeinflußten humorvollen Mundartdichtungen bekannt.
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Stilgebauer, Eduard, Schriftsteller (1868-1936).
Eigenh. Albumblatt mit U. Frankfurt a. M., "in der Weihnachtswoche 1909".
1 S. 4to. An einen "jungen, unbekannten Freund" mit einem Zitat aus Goethe: "Ich kann die Weihnachtsgabe Ihres Schwagers mit keinen besseren Worten begleiten, als mit denen, die mein großer Landsmann an das Ende seiner Jugendgedichte gestellt hat: 'Kind! Kind! Nicht weiter! Wie von unsichtbaren Geistern gepeitscht, gehen die Sonnenpferde der Zeit mit unseres Schicksals leichtem Wagen durch; und uns bleibt nichts als mutig gefasst, die Zügel festzuhalten und bald rechts bald links vom Steine hier vom Sturze da, die Räder wegzulenken. Wohin es geht, wer weiß es? Erinnert er sich doch kaum, woher er kam?"
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Stilgebauer, Edward, Schriftsteller (1868-1936).
Eigenh. Brief mit U. Ouchy-Lausanne, 4. IV. 1898.
1 ½ SS. 8vo. Bittet einen Redakteur der "Zeit", seine Arbeit "Der Jugend Fest" für das Feuilleton zu erwerben: "Es sollte mich ungemein freuen Ihnen den Abdruck zu dem bei Ihnen üblichen Preise überlassen zu können […]". - Mit gestempelter Adresse und Notizen fremder Hand in Blaustift. Gefaltet. - Edward Stilgebauer war Chefredakteur der Zeitschriften "Zur guten Stunde" und "Für alle Welt", übersiedelte als überzeugter Pazifist im Ersten Weltkrieg in die Schweiz, "wurde nach 1918 Mitarbeiter der ‚Frankfurter Zeitung' und verschiedener ausländischer Blätter und lebte seit 1924 in San Remo" (DBE). Zu seinem Werk zählen Novellen, Dramen, Romane und literaturwissenschaftliche Abhandlungen; seinen größten Erfolg hatte er mit dem Romanzyklus "Götz Krafft, die Geschichte einer Jugend" (4 Bde., 1904-06). Nach der nationalsozialistischen Machtergreifung wurden seine Bücher verboten und verbrannt.
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Stinde, Julius, Schriftsteller und Journalist (1841-1905).
Eigenh. Widmung mit U. Berlin, 8. VIII. 1882.
½ S. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. "Sammelwuth ist das Zeichen gestörter Geistesthätigkeit. Wer aber könnte es über's Herz bringen, einem armen Irrsinnigen einen unschädlichen Wunsch zu versagen? - Ich nicht […]", - Nach mehrjähriger Tätigkeit als Journalist (u. a. für die "Spenersche Zeitung", die "Wiener Presse" und die "Fliegenden Blätter") verfaßte Stinde zahlreiche, mit großem Erfolg aufgeführte Volksstücke (u. a. "Hamburger Leiden", 1875, oder "Die Familie Carstens", 1877) für das Carl-Schultze-Theater in Hamburg. Seit 1876 als freier Schriftsteller in Berlin lebend, veröffentlichte er unter dem Pseudonym Wilhelmine Buchholz humorvoll-satirische Schilderungen aus dem bürgerlichen Berliner Alltag.
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Stockert-Meynert, Dora, Schriftstellerin (1870-1949).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 30. I. 1929.
1 S. Qu.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ich freue mich sehr Sie und Ihre liebenswürdige Frau Gemalin […] zu sehen […]". - Auf Briefkarte mit gepr. Wappen. - Die Tochter des Psychiaters Theodor Meynert schrieb Gedichte, Erzählungen, Romane, Dramen und das Memoirenwerk "Theodor Meynert und seine Zeit"; sie war Präsidentin des Vereins der Schriftstellerinnen und Künstlerinnen Österreichs und Gründerin des Verbandes künstlerischer Frauenorganisationen Panthea; 1926 erhielt die Schriftstellerin den Ebner-Eschenbach-Preis.
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Stoessl, Otto, Schriftsteller (1875-1936).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 9. IV. 1920.
1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An einen Verlag: "Ihrer freundlichen Aufforderung zu einem Beitrage für Ihr Altenberg-Buch komme ich durch den beifolgenden kurzen Aufsatz nach, den ich Ihnen unter folgenden Bedingungen überlassen will. 1) Honorar von 300 Kronen […]" Es folgen 3 weitere Bedingungen. - Stoessl war bis 1923 Beamter bei der Wiener Nordbahnm, wandte sich aber früh einer literarischen Tätigkeit zu und setzte sich in der Zeitschrift "Die Waage" vorwiegend mit dem Naturalismus auseinander, der seine frühen Dramen (Tote Götter, 1898) prägte, und publizierte 1906-11 in der Zeitschrift "Die Fackel" Beiträge zu Fragen der Ästhetik und Ethik, u.a. den Essay Lebensform und Dichtungsform (1911). Seit 1919 war er Burgtheaterkritiker der "Wiener Zeitung".
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Stolberg, Friedrich Leopold Gf. zu, Dichter (1750-1819).
Eigenh. Brief mit U. ("Stolberg"). Hamburg, 23. Oktober [um 1776?].
1 S. auf Doppelblatt (Faltbrief). Mit Siegel. 4to. An den dänischen Konsul Heinrich Wilhelm von Gerstenberg zu Lübeck: "Heute nur zwey Worte, mein Liebster, und mit ihnen meinen herzlichsten Dank für alle Mühe, die Sie sich meinet wegen gegeben haben. Alle Sachen sind glücklich angekommen. Hier bin ich im Taumel. Schicke Ihnen aber doch die 28 rth. für den Schiffer. Leben Sie wohl ich umarme Sie [...]". - Der Sturm-und-Drang-Dichter Stolberg, ein Freund Goethes, wurde durch seine Homer- und Ossianübersetzungen bekannt. 1774 wurde er in die Hamburger Freimaurerloge "Zu den drei Rosen" aufgenommen; 1777-80 lebte er in Kopenhagen als Gesandter des Fürstbischofs von Lübeck. Der Dichter und Kritiker Gerstenberg (1737-1823), der wie Stolberg zum Kreis um Klopstock zählte, wirkte 1775-83 als dänischer Konsul in Lübeck.
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Stolle, Ludwig Ferdinand, Schriftsteller (1806-1872).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 3. XI. 1865.
1 S. 8vo. Gefaltet. "Nachdem ich die Redaction des ‚Illustrierten Dorfbabier' sowie der ‚Gartenlaube' jetzt definitiv niedergelegt, bitte ich im Adressbuch bloß zu schreiben: Ludwig Ferdinand Stolle […]". - Stolle gründete 1844 die Zeitschrift "Der Dorfbarbier", die weite Verbreitung fand und nach 1848 als "Illustrierter Dorfbarbier" fortgeführt wurde.
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Storch, Ludwig, Schriftsteller (1803-1881).
Eigenh. Widmung mit U. Kreuzwertheim, 19. XI. 1879.
1 S. Qu.-8vo. "Geht dein Weg nicht immer gerade, / Wähle nur keine Nebenpfade, / Wären ihrer auch noch so viele, - / Es führt doch keiner dich zum Ziele". - Der Arztsohn begann 1823 das Studium der Theologie und Pädagogik in Göttingen, das er 1825 aufgab, um seine Jugendliebe zu heiraten, und führte als Zeitschriften- und Verlagsgründer sowie Schriftsteller ein unruhiges Wanderleben durch fast ganz Deutschland. Später lebte er als Pensionär der Schillerstiftung in Kreuzwertheim. Storch zählt zu den Pionieren des historischen Romans (u.a. Der Freibeuter, 3 Bde., 1834; Das Haus Fugger, 1850).
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Strauß, Emil, Schriftsteller (1866-1960).
Eigenh. Brief mit U. Überlingen, 24. VI. 1904.
1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Verleger: "Ich war durch besondere Umstände verhindert, Ihnen für Ihre freundliche Aufforderung früher zu danken und zugleich mein Bedauern auszusprechen, daß ich nichts Geeignetes habe, auch wohl nicht so bald zu etwas kommen werde. Übrigens glaube ich doch, daß auch durch die von Ihnen vorgeschlagene Verlagsform mein Verhältnis zu S. Fischers Verlag tangiert werden würde, da Sie ja wohl das Recht etwaiger Neuauflagen nach zwei Jahren nicht aufgeben werden. Ich werde mich für den etwa vorkommenden Fall erkundigen […]". - Am linken Rand gelocht. - Mitglied des Friedrichshagener Dichterkreises, dem u. a. auch Max Halbe, Richard Dehmel und Gerhart Hauptmann angehörten, beschäftigte sich Strauß mit landwirtschaftlich-lebensreformerischen Experimenten, ging längere Zeit auf Reisen (u. a. nach Brasilien, wo er ein Internat leitete) und lebte seit 1894, mit Unterbrechung durch einen vierjährigen Aufenthalt in der Dresdner Künstlerkolonie Hellerau, in Süddeutschland. Mitglied der Sektion für Dichtkunst der Preußischen Akademie der Künste und seit 1930 Mitglied der NSDAP, sind seine Werke von einer neuromantischen Harmonisierung des Volkslebens und von Traditionsbewußtsein bestimmt; gelegentlich auch völkische Tendenzen aufweisend, erreichten sie während des Dritten Reichs hohe Auflagen. Vgl. Kosch XX, 569ff.
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Strauss und Tornay, Lulu von, Schriftstellerin (1873-1956).
Eigenh. Postkarte m. U. Dubno, 20. VI. 1908.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse verso. Antwortet einem Herrn Walther Barth in Göttingen: "Ich habe früher einmal ein Novellenbuch mit dem Titel ‚Bauernstolz' geschrieben, eine Ballade mit dem von Ihnen genannten Titel aber nie! […]".
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Strauss und Tornay, Victor von, Schriftsteller und Minister (1809-1899).
Eigenh. Briefkarte mit U. Dr[esden], 22. I. 1878.
1 S. Qu.-8vo. An eine namentlich nicht genannte Adressatin: "Sonnabend 5 Uhr werde ich nicht verfehlen, der gütigen Einladung Folge zu leisten; meine Frau bedauert jedoch, bereits anderweit gebunden zu sein […]".
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Streicher, Gustav, Schriftsteller (1873-1915).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
1 ½ SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten bezüglich der Aufführung seines Werkes ‚Die Schürze' in St. Pölten. "Die Aktion in St. Pölten ist notwendig, um das Interesse der Presse auf das Stück zu lenken […]". - Am linken Rand gelocht (geringer Textverlust).
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Studer, Heinrich, Verleger (1889-1961).
Eigenh. Postkarte m. U. Zürich, 18. V. 1923.
½ S. 8vo. Mit eh. Adresse. An den Journalisten und Dramaturgen Hans Nüchtern (1896-1962) in Wien: "Empfangen Sie verehrtester Hr. Doktor, zu Ihrer Vermählung meine freundlichsten Glückwünsche […]". - Studer besuchte die Schauspielschule Max Reinhardts in Berlin, war Regisseur und Dramaturg am Theater in der Josefstadt und am Stadttheater in Wien. 1917 gründete er den Amalthea-Verlag in Zürich, Leipzig und Wien, den er von Wien aus leitete. Das Verlagsprogramm umfasste Kunst, Literatur, Biographien, Politik und Philosophie. Studer war Vorstandsmitglied der Schweizer Gesellschaft in Wien und der Auslandsschweizer-Kommission der Neuen Helvetischen Gesellschaft in Bern. Er schrieb Dramen, Gedichte und das Epos Geburt der Venus (1918).
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Stüber-Gunther, Fritz, Schriftsteller (1872-1922).
2 eigenh. Briefe m. U. Wien, 14. und 29. III. 1916.
Zusammen 3 SS. auf 2 gefalt. Doppelbll. 8vo. Beide Briefe an den Viennensia-Sammler Georg Eckl (1863-1929): "Rechnungsrat u. Schriftsteller Gheodor Antropp, Ihr naher Verwandter, hat mir bereits wiederholt versichert, daß Sie mir Ihre wertvolle und reichhaltige Wiener Bücherei zur Einsicht öffnen würden, wenn ich derselben bedürfte. Nun ist dieser Fall da, und ich wäre Ihnen außerordentlich dankbar, wenn ich alles sehen könnte, was sich unmittelbar auf Johann Nestroy - vor allem an Porträts, Kostüm - und Szenenbildern - bezieht. Zu diesem Zwecke möchte ich mit Ihrer freundlichen Erlaubnis so frei sein, Sie an einem Tage dieser oder der nächsten Woche […]" (Brief vom 14. III. 1916). "In der Sammlung des Herrn Hofrates Danhelovsky habe ich eine Anzahl sehr brauchbarer Photographien von Nestroy und seinen in Betracht kommenden Zeitgenossen gefunden, von denen die Urania bereits Negative angefertigt hat und die ich dem genannten Herrn Freitag d. 31. mit Dank zurückstellen werde […]" (Brief vom 29. III. 1916). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. - Geboren im heute zu Wien gehörigen Gaudenzdorf, zählt Fritz Stüber-Gunther "zu jenen Wiener Lokalschilderern und Volksschriftstellern, die eine ausgesprochene Wr. Tradition darstellen und das Leben des Durchschnittswieners schildern" (Czeike V, 387). Seine zahlreichen heiteren und sozialkritischen Skizzen erschienen zunächst im Feuilleton des 'Neuen Wiener Tagblatts' und der 'Volkszeitung', später auch gesammelt in mehreren Bänden (u.a. 'Wiener Kinder', 1922). Daneben schrieb S.-G. Lustspiele und Romane, so etwa über Ferdinand Raimund ('Rappelkopf', 1921). 1910 wurde ihm für sein Schaffen der Bauernfeld-Preis verliehen. Vgl. auch Kosch IV, 2921 und Öst. Lex. II, 463.3
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