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Number of results : 34,910 (699 Page(s))

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‎Herzberg, Gerhard, Chemiker und Nobelpreisträger (1904-1999)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Ottawa, 18. IX. 1974, Fol. 1 Seite. Briefkopf.‎

‎An Alexander Dées de Sterio: "[...] Die großen Erwartungen, mit denen ich zu meiner ersten Nobelpreisträgertagung nach Lindau gekommen bin, sind nicht enttäuscht worden. Die Vorträge waren alle auf einem sehr hohen Niveau, aber doch für den dem betreffenden Gebiet ferner Stehenden gut verständlich. Was aber die Lindauer Tagungen vor anderen besonders auszeichnet, ist der Kontakt mit den Studenten, Assistenten und jüngeren Hochschullehrern. Für mich hat dieser Kontakt die Tagung besonders wertvoll gemacht, zumal ich selbst an einem reinen Forschungsinstitut arbeite und daher solche Kontakte nicht oft habe. Vielleicht könnte man diese Kontakte mit der jungen Generation bei künftigen Tagungen noch vertiefen. Die Gastfreundschaft, die wir von der Stadt Lindau, von der Landesregierung, vom Kuratorium und besonders von Graf und Gräfin Bernadotte genossen haben, ging weit über das hinaus, was man erwarten konnte. Sie war ungezwungen, herzlich und warm und wird lange in unserer Erinnerung bleiben [...]" - Herzberg erhielt 1971 den Nobelpreis für Chemie "für seine Beiträge zur Kenntnis der elektronischen Struktur und Geometrie von Molekülen, insbesondere von freien Radikalen." - Druck in Alexander Dées de Sterio, Nobel führte sie zusammen, Stuttgart 1975, S. 80.‎

Bookseller reference : 37232

‎Böll, Heinrich, Schriftsteller und Nobelpreisträger (1917-1985)‎

‎Typoskript mit eigenh. Korrekturen und U. sowie masch. Begleitbrief mit eigenh. U.‎

‎o.J. Köln, 2. II. 1975, Fol. Zus. 7 Seiten auf 7 Blättern.‎

‎I. Über Andrej Sinjawskijs (1925-1997) Buch "Stimme aus dem Chor." Der Text erschien in "DIE ZEIT" Nr. 8 vom 14. Februar 1975 auf Seite 18 unter dem Titel "Eine Bombe der Ruhe". Böll unterstützte die russischen Dissidenten vehement. - II. An einen Redakteur über eine geplante Moskaureise. Er spreche nicht in Lübeck über Thomas Mann, weil er dann alles noch einmal lesen müsse; die Ankündigung sei ein Missverständnis.‎

Bookseller reference : 46753

‎Herwegen, Peter, Maler und Graphiker (1814-1893)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. München, 7. IV. 1886, 14,5 x 14,5 cm. Faltbrief mit bayrischer Briefmarke. Grün getöntes Papier.‎

‎An den Kunsthändler Karl Maurer in München: "Unter freundlicher Begrüßung, frage ich auf diesem Wege, (da ich nicht weiß wann ich Sie persönlich sprechen kann) an: ob Sie geneigt wären einen Max Zimmermann, Kunstvereinsgewinn[er] Ihrer Auktion am 13. dss. einzuverleiben gegen die übliche Provision? Wollen Sie gefälligst das Bild bei mir ansehn? Sie treffen mich vormittags oder um 2 Uhr Nachmittag [...]" - Herwegen übersiedelte 1837 nach München. Er war Anhänger der Neogotik. Neben Zeichnungen, Bildern und Lithographien verfertigte er auch Urkunden, Gedenkblätter, Diplome, Geschäftsanzeigen und Visitenkarten. - Montagereste.‎

Bookseller reference : 37417

‎Kraus, Richard, Dirigent und Generalmusikdirektor (1902-?)‎

‎Masch. Brief mit eigenh. U.‎

‎o.J. Köln, 16. I. 1951, 4°. 1 Seite.‎

‎An den Dramaturgen Bruno von Niessen (1902-1981): "[...] Die Gäste, die Du nennst, sind - ehrlich gesagt - immer furchtbar schwer unterzubringen. Ihre Qualität und Kapazität sei unangezweifelt, aber sie haben einfach nicht die Zugkraft, um als Namen ohne weiteres ein Haus zu füllen und sind für uns fast immer ein Luxus. Frau Klaembst kenne ich, wohne ihr gerade gegenüber und stehe ohnehin schon in Verbindung mit ihr. Deine Contra-Altistin ist augenblicklich beim besten Willen nicht unterzubringen. Zudem habe ich hier nur die Oper unter mir und nur eine Reihe von Gastkonzerten im NWDR, so dass auch Deine Anregung von damals, unsere gute Tiana einmal einzusetzen, schwer zu realisieren ist. Soweit sich etwas machen lässt, werde ich Dich benachrichtigen [...]"‎

Bookseller reference : 37007

‎Malsburg, Ernst von der, Schriftsteller und Diplomat (1786-1824)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Dresden, 15. III. 1819, 8°. 1 Seite. Mit eigenh. Umschlag mit schönem Siegelabdruck.‎

‎An Eveline von Bardeleben in Dresden mit einem Hochzeitsgeschenk: "Euer Wohlgebohren beehre ich mich des Grafen [Otto Heinrich von] Loeben [1786-1825] und meine Gabe auf Amors Altar zu überreichen [...]" Der spätere Politiker Kurt von Bardeleben (1796-1854) heiratete 1819 Eveline von Auerswald (1800-1845), eine Tochter des Oberpräsidenten Hans Jakob von Auerswald. - Malsburg war zunächst in München, 1810-13 in Wien tätig. Seit 1817 war er Regierungsrat und Gesandter in Dresden, wo er sich Ludwig Tieck, Friedrich von Kalckreuth und dem Dresdner Liederkreis anschloß.‎

Bookseller reference : 36756

‎Lynen, Feodor, Chemiker und Nobelpreisträger (1911-1979)‎

‎Masch. Brief mit eigenh. U.‎

‎o.J. Martinsried, 18. VIII. 1972, Fol. 1 Seite. Bütten. Gelocht.‎

‎An Alexander Dées de Sterio: "[...] Zu Ihrem diesjährigen Geburtstag möchte ich Ihnen noch nachträglich auch im Namen meiner GDCh-Vorstandskollegen sehr herzlich gratulieren und Ihnen für Ihr neues Lebensjahr alles Gute wünschen, vor allem aber Gesundheit. Gleichzeitig danke ich Ihnen für Ihre bisherige aktive Mitarbeit als Leiter der GDCh-Pressestelle [...]" - Lynen erhielt für seine Arbeiten über den Mechanismus und die Regulierung des Cholesterin- und Fettsäurestoffwechsels 1964 zusammen mit Konrad Emil Bloch den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin. Er war Präsident der Gesellschat Deutscher Chemiker.‎

Bookseller reference : 37228

‎Böll, Heinrich, Schriftsteller und Nobelpreisträger (1917-1985)‎

‎Typoskript mit eigenh. Korrekturen und U. sowie eigenh. Begleitbrief mit U.‎

‎o.J. Köln, 24. VIII. 1976, Fol. und 8°. Zus. 6 Seiten auf 6 Blättern. Mit eigenh. Umschlag.‎

‎I. Über Carl-Jakob Danzigers Buch "Die Partei hat immer recht - Autobiographischer Roman" (Stuttgart 1976) und Reiner Kunzes "Die wunderbaren Jahre"; der Text erschien in "DIE ZEIT" Nr. 39 vom 17. September 1976 auf Seite 77 unter dem Titel "Sprache ist älter als jeder Staat" mit der Vorbemerkung "Auskunft über das fremde Deutschland: Der Aufbruch der DDR-Literatur in die Gegenwärtigkeit." Böll konnte das Pseudonym 1976 noch nicht lüften. Hinter Carl-Jakob Danziger verbarg sich der Schriftsteller und Journalist Joachim Chaim Schwarz (1909-1992). Schwarz stammte aus Berlin, emigrierte 1934 nach Palästina und kehrte als Freund von Louis Fürnberg 1950 nach Ostberlin zurück. Er arbeitete als Reporter, wurde aber bald aus der SED wegen "Beziehungen zu zionistischen Kreisen" ausgeschlossen und ab 1956 vom MfS beobachtet. 1964 übte die SED Kritik an seinen Texten und warf ihm "Beleidigung der Arbeiterklasse" vor, weshalb er ab 1976 seine Romane unter Pseudonym in der Bundesrepublik veröffentlichte. - II. An einen Redakteur. Ganz geheuer sei ihm bei der Rezension nicht geworden. - Beilage‎

Bookseller reference : 46744

‎Böhm, Karl, Dirigent (1894-1981)‎

‎Gedruckte Dankeskarte mit eigenh. Grußwort und U.‎

‎o.J. , Ohne Ort und Jahr [ca. 1964], Qu.-8°. 1 Seite.‎

‎Dank für Glückwünsche.‎

Bookseller reference : 36945

‎Marschner, Adolf Eduard, Komponist (1819-1853)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Bad Kösen, 24. VII. 1846, Gr.-8°. 1 Seite.‎

‎An einen Verleger und Freund: "[...] Poenicke hat zwar nach seiner Gewohnheit einige grobe 'Fehler' gemacht, wenn Sie ihm aber einschärfen, die Correkturen recht sorgfältig zu beachten, so dürfte eine zweite Correktur nicht nothwendig sein. Zugleich sende ich Ihnen das 4händige Arrangement von Labitzky Op. 127 (3 Polka's) und das 2händige von Op. 128 (Mazurka). Binnen 8 Tagen folgt der 4händige Walzer u. die beiden Arrangements im leichten Style [...]" - Marschner lehrte in Leipzig. Er komponierte viele populäre Chorlieder und veröffentlichte zusammen mit Ludwig Richter 1844-47 "Alte und neue Studenten-Lieder" sowie "Alte und neue Volks-Lieder".‎

Bookseller reference : 36717

‎Mangold, Wilhelm, Theologe und Abgeordneter (1825-1890)‎

‎Eigenh. Schriftstück mit U.‎

‎o.J. Bonn, 25. IV. 1880, Qu.-8°. 1 Seite.‎

‎Vorlesungsankündigung: Vorlesungen über den Brief an die Römer, den Brief des Jakobus, über Comparative Symbolik sowie Übungen im Neutestamentlichen Seminar. - Mangold lehrte in Marburg und Bonn. 1871/72 war er Abgeordneter im Reichstag.‎

Bookseller reference : 36801

‎Berger, Erna, Sängerin (1900-1990)‎

‎Porträtphotographie mit eigenh. Widmung und U.auf der Bildseite sowie eigenh. Beschriftung und U. auf der Rückseite.‎

‎o.J. Ohne Ort, 31. XII. 1972, 14 x 10 cm.‎

‎Für den Dramaturgen Bruno von Niessen (1902-1981). Rollenbild als 'Hannele' in Hanneles Himmelfahrt von Paul Graener (UA 1927): "Bruno v. Niessen; Herzlichst [...] Herzlichen Dank für die Weihnachtsgrüße. Alles Gute zum Jahr 1973. Adresse v. Lemnitz weiß ich leider nicht. In Eile, wie immer [...]" - Beiliegend ein Konzertprogramm von 1958 mit rückseit. eigenh. Widmung und U. - 1934-46 war Berger Mitglied der Berliner Staatsoper, danach gab sie ausschließlich Gastspiele, u. a. an der Metropolitan Opera in New York (1949-51).‎

Bookseller reference : 36941

‎Reichensperger, August, Politiker (1808-1895)‎

‎Eigenh. Brief mit U. sowie eigenh. Briefkarte mit U.‎

‎o.J. Berlin und Köln, 21. II. 1882 und 29. III. 1888, Verschied. Formate. Zus. ca. 3 Seiten.‎

‎I. Dankt für eine Auskunft über acht Münzen. - II. Dankt für Glückwünsche zu seinem 81. Geburtstag und erwähnt das Werk seines Freundes Janssen. - Reichensperger war Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung 1848 sowie im Erfurter Unionsparlament 1850. Zwischen 1851 und 1885 gehörte er mehrfach dem preuß. Abgeordnetenhaus bzw. dem Reichstag an. Mit seinem Bruder gründete er 1852 die Katholische Fraktion im preuß. Abgeordnetenhaus, die sich 1859 "Zentrum" nannte, und war 1870 an der Neugründung der Zentrumspartei beteiligt. Als Gründungsmitglied des Kölner Zentral-Dombauvereins (1841) trat er auch durch sein Engagement für den Ausbau des Kölner Doms hervor.‎

Bookseller reference : 36661

‎Grabeler, Peter (Pseud.: Baldrian Klimper), Komponist, Musikdirektor, Geiger (1796-1830)‎

‎Des Hanswurstes und der Göttinn Freude Vermählung. Fastnachtsposse in zwei Aufzügen, nebst Prolog und Epilog von Baldrian Klimper mit Musik von Peter Grabeler.‎

‎o.J. Bonn, "Gedruckt von Franz Baaden", 1837, 8°. 20 S. Heftstreifen. Ohne Einband.‎

‎Seltener Gelegenheitsdruck. - Peter Grabeler dirigierte die Totenmesse für Ludwig van Beethoven in Bonn, eine Inititiative des Bonner "Musikalischen Zirkels", eines Zusammenschlusses musikinteressierter Bürger seit 1818/19. Diese privat initiierte Feier war übrigens damals die einzige Bonner Veranstaltung zum Tod Beethovens. - Vgl.: Wanda Gudden, Peter Grabeler, ein Beitr. z. rhein. Musikgesch. d. 19. Jahrh., in: Jahrbuch d. Phil. Fak. Bonn 1923. Jg. 2, Halbbd. 1. S. 64-67.‎

Bookseller reference : 60924

‎Ludovici, Carl Günther, Philosoph und Wirtschaftswissenschaftler. (1707-1778)‎

‎Schriftstück mit eigenh. U.‎

‎o.J. , Ohne Ort und Jahr, Qu.-Kl.-8°. 1 Seite.‎

‎"Von den gelehrten Zeitungen die 14. Nummer, wo ich nicht irre. Es werde Euclidis Elementa darinnen recensiert [...]" - Ludovici lehrte Philosophie in Leipzig und erarbeitete als Enzyklopädist die Bände 19-64 des Zedlerschen "Universal-Lexicons". Als sein Hauptwerk gilt die "Eröffnete Akademie der Kaufleute" (1752-56), die als erstes deutschsprachiges Handelslexikon Vorbild für die modernen Nachschlagewerke der Wirtschaftswissenschaften wurde und im fünften Band einen erstmaligen Grundriß betriebswirtschaftlicher Probleme in wissenschaftlicher Systematik enthielt.‎

Bookseller reference : 36787

‎Lübke, Wilhelm, Kunsthistoriker (1826-1893)‎

‎Eigenh. Brief mit U. sowie 4 Beilagen.‎

‎o.J. Berlin, 2. XI. 1860, Verschied. Fornmate. Zus. ca. 5 Seiten.‎

‎An den Architekten Gottfried Semper in Zürich mit einer Büchersendung und dem Angebot, weitere Titel auszuleihen: "[...] Wir haben jedoch hier nichts Anderes von Falkner als die Hefte des Museum of classical antiquities, und so schicke ich Ihnen aufs Geradewohl diejenigen, von denen ich vermuthe, daß sie die gewünschten Notizen enthalten [...] Die beifolgenden Hefte, die aus der Bibl. der Kunstakademie stammen, erbitte ich mir in längstens 4 Wochen zurück. Ich bin eifrig mit dem Studium des I. Bds. Ihrer praktischen Aesthetik beschäftigt u. denke dieselbe nächstens öffentlich anzuzeigen [...]" Beiliegend: Ders. Eigenh. Schriftstück mit U. Ebda. 2. XI. 1860. Qu.-8°. 1 Seite. - Einlieferungsbeleg über das erwähnte Bücherpaket. - Lübke gehörte zum Kreis um Theodor Fontane und Franz Kugler; vor allem von Carl Schnaase wurde er später stark beeinflußt. 1857 wurde er als Lehrer für Architekturgeschichte an die Berliner Bauakademie berufen, 1861 als Nachfolger Burckhardts Prof. der Kunstgeschichte am Polytechnikum in Zürich; 1866 übernahm er den kunsthistorischen Lehrstuhl der Kunstschule in Stuttgart, 1885 in Karlsruhe. - Beiliegend ferner: III. Eigenh. Schriftstück mit U. [Stuttgart 1871]. Vorlesungsankündigung ("Kunst des Mittelalters"). - IV. Eigenh. Billett mit U. - Einladung zum Tee. - V. Brief seiner Frau Mathilde vom 23. II. 1866. - Einladung zum Essen.‎

Bookseller reference : 36815

‎Hertz, Wilhelm, Schriftsteller (1835-1902)‎

‎2 eigenh. Briefe mit U.‎

‎o.J. München, 21. IX. 1867 und 26. III. 1869, Gr.-8°. Zus. 5 Seiten. Briefköpfe mit geprägtem Monogramm.‎

‎An den Schriftsteller Hans von Hopfen (1835-1904). - I. Erläutert dem "lieben Hans" seine vorjährige Weigerung, nach Wien überzusiedeln, die wohl zu einer Verstimmung in ihrer Beziehung geführt hatte: "[...] Ich war in der Lage eines zu Schanden gehetzten Tiers, das wol den Stachel fühlt aber dennoch aus Müdigkeit regungslos liegen bleibt. Jetzt fände mich ein ähnlicher Antrag vielleicht unternehmender [...] Diese Incongruenz von innerem u. äußerem Leben war der Fluch meiner Jugend: erst war ich Landwirt, dann mit 16 Jahren wieder Lateinschüler, später Corpsstudent unter einer Horde musenfeindlicher Wilder, dann Lieutenant im K. württb. 6. Infanterie-Regiment - Alles, ohne im geringsten dafür zu passen. Und jetzt, wo ich in der mühselig errungenen akademischen Stellung eben Wurzeln zu schlagen beginne, jetzt auch diese verlassen, um ins Ungewisse ein neues Experiment zu machen? [...] Mein Verhältniß zur hiesigen Universität hat sich inzwischen insofern gebessert, als man mir in diesem Jahr mit einer Renumeration von 400 fl Anerkennung meines Wirkens und die Absicht aussprach, mich nicht fallen zu lassen [...] Unterdessen arbeite ich unablässig an meinen sagenhistorischen Studien fort u. durchwanderee von Ost nach West die Erzählungsliteratur aller Völker [...]" Er plane einen Besuch in Heilbronn, um den aus Spanien zurückgekehrten Franz Koppel zu besuchen. "Geibel ist noch nicht hier; auch Heyse sitzt noch mit seiner schönen jungen Münchener Frau in Garmisch, Hornstein componiert Symphonien auf seinem Gut am Rhein [...] 'Verdorben in Paris' wird mit Begierde erwartet [...]" - II. Betrifft alte Brillengläser und -gestelle. - Hertz lebte seit 1861 in München, wurde 1862 Privatdozent, 1869 Professor für deutsche Sprache und Literatur an der Technischen Hochschule.‎

Bookseller reference : 37169

‎Liebermann, Ernst, Maler und Grafiker (1869-1960)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Gotha, 18. XI. 1896, 8°. 1 1/2 Seiten. Doppelblatt.‎

‎An eine Dame mit Dank für eine Geldsendung: "[...] Vor wenigen Tagen bin ich in Darmstadt durchgefahren und bedauere lebhaft, nichts von Ihrer gütigen Einladung gewusst zu haben [...] Ganz ausgeschlossen dürfte ein Besuch meinerseits dennoch nicht sein, da es möglich ist, dass ich noch vor Jahresschluß einmal nach Frankfurt-M. komme [...]"‎

Bookseller reference : 37753

‎Liebermann, Rolf, Komponist und Intendant (1910-1999)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Mexico City, 24. I. 1956, 4°. 1 Seite.‎

‎An den Dramaturgen Bruno von Niessen (1902-1981): "[...] Obschon ich fürchte, dass dieser Brief viel zu spät ankommen wird für Ihre Zwecke, möchte ich Sie persönlich auf das herzlichste beglückwünschen zu Ihrem neuen Theater. Was in Münster unter schwierigen Verhältnissen geleistet worden ist, war so erstaunlich, dass sicher die ganze Kunstwelt sich mit Ihnen freut, dass die Arbeit im kleinen zuletzt durch die Einweihung eines neuen Hauses gekrönt worden ist [...] herzliche Wünsche zu einer glorreichen weiteren Etappe im Kunstleben Münsters [...]" - Als Intendant der Hamburgischen Staatsoper (1959-73) gelang es Liebermann, die konservativen Strukturen des Opernbetriebs aufzubrechen: er bot jungen Komponisten die Möglichkeit, ihre Werke bereits während des Entstehungsprozesses in vivo auszuprobieren und somit an der Realität der Aufführungsgegebenheiten zu wachsen. Sehr erfolgreich wirkte er auch als Intendant der Vereinigten Pariser Opernhäuser (1973-80), die er zu neuem Ansehen führte.‎

Bookseller reference : 37012

‎Thoma, Hans, Maler (1839-1924)‎

‎Eigenh. Postkarte mit U.‎

‎o.J. Rapallo, 29. III. 1867, 1 Seite.‎

‎An Elisabeth und Reinhard Regenspurger: "[...] Aus dem schönen Rapallo wo ich mit Ihren lieben Eltern zusammen unter einem Dache lebe sende ich Ihnen freundliche Grüße. [...]".‎

Bookseller reference : 52118

‎Hérold, Ferdinand, Politiker (1828-1882)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Les Ternes in der Auvergne, 5. I. 1851, Gr.-8°. 1 Seite. Doppelblatt.‎

‎Der Sohn des Komponisten Ferdinand Hérold (1791-1833) an den Autographensammler Durand mit der Übersendung eines Autographs seines Vaters: "[...] Mais un très grand nombre de demandes de ce genre ont été faites à ma mère et moi, de sorte que je n'ai plus de mon père que des Lettres de famille ou les Manuscrits complet de ses ouvrages, plus quelques pages de musique détachés: c'est une de ces dernières que je vous envoie [...]" - Hérold promovierte 1851 in Jura und machte dann politische Karriere als Republikaner während des Second Empire und der Republik, wo er Generalsekretär des Justizministers und später für kurze Zeit Innenminister wurde. - Durands Sammlung wurde 1875 versteigert.‎

Bookseller reference : 37202

‎Lesser, Ernst, Physiologe (1879-1928)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Halle an der Saale, 27. XI. 1906, 8°. 4 Seiten. Doppelblatt.‎

‎An Paula Krafft (verh. Riezler) in Stettin: "[...] Seit einer Karte aus dem besseren Süden die mit dem Gatto mulato geziert war u. darum noch auf meinem Schreibtisch steht, weiß ich gar nichts von Ihnen? Sind Sie in ein Kloster gegangen? Niemand weiß wo Sie stecken [...] Überhaupt finde ich dass Sie in pietätsvoller Verehrung der Braven die Ihre ersten Schritte auf dem schlüpfrigen Münchner Boden mit zärtlicher Sorgfalt bewachten, nicht sehr stark sind [...] Was mir selber anlangen thut, so hab ich mich eben hier für Physiologie habilitiert [...] und so Gott und der alte [Georg Friedrich] Knapp [der Vater seiner Braut Marianne] wollen denke ich mich in den Osterferien zu verehelichen [...]" - Lesser war Assistent Julius Bernsteins am Physiologischen Institut in Halle, habilitierte sich 1907 für medizinische Chemie und wurde 1910 Vorstand des Laboratoriums der Städtischen Krankenanstalt in Mannheim. Als einem der ersten Hormonforscher gelang ihm die Erfassung des nativen Insulins anhand der blutzuckersenkenden Wirkung von Extrakten aus der Bauchspeicheldrüse.‎

Bookseller reference : 36895

‎Scharwenka, Xaver, Komponist und Pianist (1850-1924)‎

‎3 Visitenkarten mit eigenh. Zusatz.‎

‎o.J. Berlin, [um 1915], (10 x 6 & 9 x 5,5 cm)..‎

‎Scharwenka gründete 1881 in Berlin das nach ihm benannte Scharwenka-Konservatorium.‎

Bookseller reference : 60916

‎Gärtner-Lehrbrief‎

‎Deutsche Urkunde auf Pergament.‎

‎o.J. Schloss Lainz bei Wien, 31. VIII. 1781, Blattgr. 31 x 53 cm. Plica: 3 cm. Kalligraphie mit 5 Vignetten in Federzeichnung. Ohne Bänder und Siegel. Unter Glas gerahmt..‎

‎Abschied für den Gärtner Jacob Fürst, ausgestellt vom Lust-, Zier-, Blumen- und Orangeriegärtner der Gräfin Antonia Esterházy, Johannes Rigler. - Die hübsch kalligraphierte Urkunde ist geschmückt mit dem Esterházy-Pálffy von Erdöd'schem Allianzwappen und vier dekorativen Darstellungen von Topfpflanzen. - Gut erhalten und sehr dekorativ.‎

Bookseller reference : 60836

‎Lernet-Holenia, Alexander, Schriftsteller (1897-1976)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. St. Wolfgang, 27. VIII. (ca. 1930), Gr.-4°. 1 Seiten. Leicht getöntes Papier.‎

‎An das Antiquariat V. A. Heck in Wien: "[...] ich komme auf unsere vorjährige Korrespondenz betreffend das 1905 [...] erschienene Facsimilie des Shakespeare-Folios von 1664, zurück, für das Sie mir S. 50 geboten hatten. Ich möchte es jetzt verkaufen und frage höflich an, ob ich es Ihnen schicken darf. In Anbetracht unserer bisherigen Verbindung würde ich mich freuen, wenn es zu einem Abschluß käme [...]"‎

Bookseller reference : 36302

‎Lesser, Ernst, Physiologe (1879-1928)‎

‎Eigenh. Brief mit U. "M. L.".‎

‎o.J. Mannheim, 26. X. 1921, 4°. 2 Seiten. Briefkopf.‎

‎An Paula Krafft (verh. Riezler) in Stettin: "[...] Sie hüllen sich in ein undurchdringliches Schweigen. Warum? Erhielten Sie nicht mein Telegramm aus Potsdam, das Sie in den Augen der Landesbevölkerung [...] auf ewig kompromittierte? Es war unmöglich für mich noch weiter nach Norden vorzudringen. Statt dessen erlebte ich in Potsdam ein reizendes Abenteuer, begegnete der Frau eines alten Freundes in Sanssouci, u. sie berichtete 1) dass sie natürlich mit besagtem Freunde in Scheidung läge u. 2) dass sie mir von jeher zugetan gewesen. Dazu war prächtiger Sonnenschein und Sanssouci ist sowieso der wärmste Ort der Welt. Es war reizend u. Jahve war mir günstig [...] Was lesen Sie? Ich nur u. mit Ausdauer: Spinoza, über welchen ich 4 Stunden lang diese u. nächste Woche vor versammelter Mannschaft - es wird leider meistenteils Weibschaft sein - Reden halten muss. Er war ein Prachtjude, es ist ihm nichts rein garnichts nachzuweisen, in Hinsicht der fehlenden Rippe natürlich. Ich lieb ihn glühend und hasse diese seine Theorie 'seine Affecte durch Vernunft zu bändigen'. Was bleibt übrig, wenn mann's thut? Die Erkenntnis Gottes. Welches eine sehr schöne Sache ist [...] Lesen Sie wenigstens sein Leben von Geh. Rat Prof. Dr. [Jakob] Freudenthal. Oder das Juxbuch von Mauthner über ihn [...]" - Lesser war Assistent Julius Bernsteins am Physiologischen Institut in Halle, habilitierte sich 1907 für medizinische Chemie und wurde 1910 Vorstand des Laboratoriums der Städtischen Krankenanstalt in Mannheim. Als einem der ersten Hormonforscher gelang ihm die Erfassung des nativen Insulins anhand der blutzuckersenkenden Wirkung von Extrakten aus der Bauchspeicheldrüse.‎

Bookseller reference : 36910

‎Hermann, Conrad, Theologe und Philosoph (1818-1897)‎

‎2 eigenh. Schriftstücke mit U.‎

‎o.J. Leipzig, 25. IV. 1864 bzw. o. Jahr, Qu.-8°. Zus. 2 Seiten.‎

‎Vorlesungsankündigungen. - I. "[...] Geschichte der Philosophie [...] Sprachphilosophie und allgemeine Grammatik [...]" - II. "[...] Einleitung in die Philosophie und Logik [...] Vergleichende Darstellung und Kritik der wichtigsten neueren philosophischen Systeme [...] Darstellung und Kritik von Hegels Philosophie der Geschichte [...]" - Conrad war Hegel-Schüler und ab 1861 Professor in Leipzig; er beschäftigte sich vor allem mit der Geschichte der Philosophie. - Aus der Sammlung E. Fischer von Röslerstamm.‎

Bookseller reference : 36793

‎Blech, Hans Christian, Schauspieler (1925-1993)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Ohne Ort, 1956, Fol. 1 Seite.‎

‎An den Theaterdirektor Hans Schweikart (1895-1975) in München: "[...] wir freuen uns mit Ihnen dass die Operation so gut verlaufen ist [...]" - Blech gehörte als Charakterdarsteller 1947-54 dem Ensemble der Münchner Kammerspiele an.‎

Bookseller reference : 37912

‎Blaserna, Pietro, Physiker und Mathematiker (1836-1918)‎

‎Eigenh. Albumblatt mit Widmung und U.‎

‎o.J. Rom, 16. II. 1908, 34,5 x 43 cm. 1 Seite. Getöntes Büttenpapier mit gedrucktem Schmuckrand.‎

‎"Fra le arti belle, la musica è certamente la meno materiale [...]" (13 Zeilen). - Aus einem Autographenalbum zum 100jährigen Bestehen des Musikverlags Ricordi in Mailand. - Blaserna schrieb u. a. "La teoria de suono nei suoi rapporti colla musica" (1875). - Rückseitig: Ferriani, Lino, Schriftsteller (1852-1921). Dasselbe. Como, 5. VII. 1908. - "Nell' animo degli italiani vivrà perenne [...] la famigia Ricordi [...]" (5 Zeilen).‎

Bookseller reference : 60858

‎Bleeker, Bernhard, Bildhauer (1881-1968)‎

‎Eigenh. Brief mit U. sowie eigenh. Briefkarte mit U.‎

‎o.J. München, 18. I. 1942, Fol. und 8°. 2 Seiten. Gelocht.‎

‎An den Mediziner Gustav Scholten: "[...] Ich war ganz überrascht, heute morgen vom 'Wirtschaftsamt' diese sehr gut verwendbare Zuweisung zu bekommen, noch mehr überraschte mich aber, wie ich telef. mich bei Ihnen bedanken wollte, von Ihrer Frau zu hören, daß Sie an Gelbsucht erkrankt sind und im Krankenhaus liegen. Nun möchte ich, da ich weder telefonisch Sie sprechen kann, noch Sie aufsuchen darf Ihnen zuerst einmal gute Besserung und baldige Genesung wünschen und zugleich auch herzlichst danken für die Liebenswürdigkeit, daß Sie, trotz Ihrer Krankheit, sich meiner in so freundlicher Weise erinnerten [...]" - II. Begleitkarte zur Übersendung eines Heftes. - Bleeker erhielt nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten zahlreiche Aufträge zur Gestaltung nationaler Denkmäler.‎

Bookseller reference : 37510

‎Stadler. Johann Karl, Schauspieler (1768-1812)‎

‎Eigenh. Brieffragment mit U.‎

‎o.J. Münster, 24. V. 1805, Aufgezogen (8 x 18 cm auf qu.-8°).‎

‎Zur Biographie des aus Wien stammenden Schauspielers schreibt Eisenberg: "Seine schöne schlanke Figur verschwand nach und nach und machte seine Korpulenz derartige Fortschritte, daß er genötigt war, ins Väterfach zu wechseln".‎

Bookseller reference : 60968

‎Stammer-Wesdorf, Gottlob Adam Heinrich von, Gutsherr (Daten nicht ermittelt)‎

‎Gedruckte und handschriftlich ausgefüllte Urkunde mit Lacksiegel und U.‎

‎o.J. Wesdorf [Westdorf] bei Aschersleben, 15. I. 1805, Fol. 2 Seiten.‎

‎Lehens- bzw. Erbzinsbrief für Dorothee Teudloff.‎

Bookseller reference : 36283

‎Fischer, Ernst Otto, Chemiker und Nobelpreisträger (1918-2007)‎

‎Eigenh. Widmung und U. auf einem Separatdruck.‎

‎o.J. Ohne Ort, 13. III. 1989, Fol..‎

‎Für Alexander Dées de Sterio: "Herzlichen Dank für den Artikel zum 70. Geburtstag der mir sehr gut gefällt! [...]" - Auf dem Umschlag zu einem Separatdruck aus "Naturwissenschaftliche Rundschau" (Jg. 41; Heft 11; 1988; S. 442-48): Wolfgang A. Hermann, "Vom Eisen-Sandwich zu Carben- und Carbin-Komplexen. Metallorganische Forschung unter Ernst Otto Fischer."‎

Bookseller reference : 37218

‎Checchi, Eugenio, Schriftsteller und Librettist (1838-1932)‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U.‎

‎o.J. Rom, Februar 1908, 34,5 x 43 cm. 1 Seite. Getöntes Büttenpapier mit gedrucktem Schmuckrand.‎

‎"Uno dei più bei ricordi musicali del secolo [...]" (3 Zeilen). - Aus einem Autographenalbum zum 100jährigen Bestehen des Musikverlags Ricordi in Mailand. - Rückseitig: Coleman, Enrico, Maler (1846-1911). Dasselbe. - Über Harmonie in der Malerei (4 Zeilen).‎

Bookseller reference : 60864

‎Grabley-Gumpert, Ursula, Schauspielerin (1908-1977)‎

‎3 Porträtphotographien mit eigenh. Beschriftung und U. sowie 3 eigenh. Postkarten mit U.‎

‎o.J. Hamburg und Bad Godesberg, 2. II. 1940 bis 23. V. 1972, 8°. Zus. ca. 9 Seiten.‎

‎An den Dramaturgen Bruno von Niessen (1902-1981) mit Glückwünschen, über ein Gastspiel in Bonn als Madame Alexandra (Colombe) im kleinen Theater im Park, mit einer Einladung nach Hamburg und über die Mitwirkung an einer "Kommissarfolge" von Herbert Reinecker in München. - Beilage.‎

Bookseller reference : 36967

‎Schenk, Karl Wilhelm, Kunsthändler und Verleger (1780-1827)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Braunschweig, 6. IX. 1824, 4°. 1 Seite.‎

‎An die Kunsthändler Morasch und Skerl in Dresden mit Empfehlung des Künstlers Ahrberg, der Bitte um neue Nachrichten "im Fache der Kunst in Dresden" und einen Gruß an Herrn von Kleist. - Auf einer gedruckten Mitteilung über die Trennung von seinem Kompagnon Adolf Theodor Gerstäcker mit 4 Unterschriftenproben. - Schenk war Verleger in Braunschweig und dort mit Büchern und Ansichten in den 1820er Jahren hervorgetreten. - Beiliegend: II. Adolf Theodor Gerstäcker, Kunsthändler (1783-1855). Eigenh. Brief mit U. Berlin 6. IX. 1824. 4°. 3 Seiten. Doppelblatt. - Rechnungsaufstellung der Lieferungen 1819-23 an Morasch und Skerl; mit Begleitschreiben. - III. Jahresauszug über unbezahlte Landkarten-Liederungen im Jahr 1822 an Morasch.‎

Bookseller reference : 60923

‎Gärtner-Lehrbrief‎

‎Deutsche Urkunde auf Pergament.‎

‎o.J. Schloß Ludwigslust bei Schwerin, 8. XII. 1772, Blattgr. 33 x 44 cm. Plica: 5,5 cm. Kalligraphie mit großer verschnörkelter Initiale, Wappen und 6 Vignetten in Federzeichnung. Mit durchgezogenem grünen Seidenband, ohne Siegel. Unter Glas gerahmt.‎

‎Lehrbrief für den Gärtner Friedrich August Stein aus Dessau, ausgestellt vom Hof- und Lustgärtner des Herzogs Friedrich von Mecklenburg, Johann Cornelius Krieger. - Die hübsch kalligraphierte Urkunde ist geschmückt mit dem Wappen des Herzogs sowie vier kleinen naiv gezeichneten Vignetten, in denen Putten Gärtnerarbeiten (darunter Weinbau) verrichten. - Ludwigslust wude im 18. Jahrhundert die Hauptresidenz der Herzoge von Mecklenburg-Schwerin. Nordwestlich des Schlosses entstand schrittweise einer der größten Landschaftsparks Norddeutschlands. - Gut erhalten.‎

Bookseller reference : 60838

‎Gärtner-Lehrbrief‎

‎Deutsche Urkunde auf Pergament.‎

‎o.J. Libowitz, 10. VIII. 1787, Blattgr. 38,5 x 51,5 cm. Plica: 5 cm. Kalligraphie mit 10 Vignetten in Federzeichnung und reichem federgezeichneten Ranken- und Blumenwerk. Ohne Bänder und Siegel. Unter Glas gerahmt..‎

‎Lehrbrief für den Gärtner Franz Wiesner aus Hosposin, ausgestellt vom Lustgärtner des Reichsfürsten Johann Karl von Dietrichstein zu Nikolsburg, Johann Michael Ziegler. - Die prächtig kalligraphierte Urkunde ist mit dem Wappen des Reichsfürsten, mit Rocaillen, Blumen, Vögeln und Gartendarstellungen geschmückt. - Leicht gebräunt und fleckig.‎

Bookseller reference : 60837

‎Garlanda, Federico, Schriftsteller und Politiker (1837-1913)‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U.‎

‎o.J. Rom, April 1908, 34,5 x 43 cm. 1 Seite. Getöntes Büttenpapier mit gedrucktem Schmuckrand.‎

‎"Mando un salut [...]" (9 Zeilen). - Aus einem Autographenalbum zum 100jährigen Bestehen des Musikverlags Ricordi in Mailand. - Garlanda lehrte Englisch an der Universität Rom und war Parlamentsmitglied. - Rückseitig: Fino, Giocondo, Komponist und Priester (1867-1950). Dasselbe. Turin, April 1908. - "Io mi tengo altamente onorato [...]" (12 Zeilen).‎

Bookseller reference : 60871

‎Bender, Wilhelm, Theologe und Philosoph (1845-1901)‎

‎5 eigenh. Schriftstücke mit U.‎

‎o.J. Bonn, 15. IV. 1880 bis 1894, 8°. Zus. 5 Seiten.‎

‎Vorlesungsankündigungen und Mitteilungen am "schwarzen Brett". - Bender lehrte in Bonn. Seine Lutherrede von 1883, in der er Orthodoxie und Pietismus angriff, führte zu literarischen Protesten und zum Bruch mit Ritschl.‎

Bookseller reference : 36818

‎Bing, Sir Rudolf, Leiter der New Yorker Metropolitan Opera (1902-1997)‎

‎Eigenh. Billett mit U.‎

‎o.J. Berlin, 19. VI. (ca. 1932), 15 x 17 cm. Gelbliches Papier, Vordruck. Gelocht..‎

‎An den Dirigenten Kurt Teichmann: "Mit Genehmigung des Intendanten bitte ich Sie die beiden Vorstellungen 'Spitzentuch [der Königin'; von Johann Strauß Sohn] am 26. u. 28. VI. zu dirigieren! Bitte um Rücksprache wegen Proben [...]" - Selten so früh. - Beiliegt: Teichmann, Kurt, Dirigent (1899-1990). Masch. Brief mit eigenh. U. Braunschweig, 26. XI. 1977. Fol. 1 Seite. - Begleitbrief zur Übersendung dieses Autographs an den Dramaturgen Bruno von Niessen (1902-1981): "[...] Es muß im Jahre 1932 gewesen sein, es war mein erstes öffentliches Dirigat. Zwar hatte ich vorher schon mal den 'Schauspieldirektor' dirigiert, aber man hatte sich gescheut, meinen unbekannten Namen aufs Programm zu setzen [...] Das 'Spitzentuch' hatte ich für Breisach einstudiert, daher muß es vor 1933 gewesen sein. Und zum ersten Male stand mein Name an den Litfaßsäulen. Mann, war das ein Jefühl! [...]" - Teichmann war seit 1925 Korrepetitor und Kapellmeister an der Städtischen Oper Berlin.‎

Bookseller reference : 36943

‎Bewer, Max, Schriftsteller (1861-1921)‎

‎Bildpostkarte mit eigenh. rückseit. Beschriftung und U.‎

‎o.J. , Ohne Ort und Jahr, Qu.-8°. 1 Seite.‎

‎"Für Fräulein Paula Leiner erbittet Ehren-Eintritt zum heutigen Vortrag | Max Bewer | Institut Kalku[h]l in Oberkassel b. Bonn | Mittwoch. 5 Uhr." - Bildseite mit Porträt und faksimilierten Versen.‎

Bookseller reference : 36294

‎Hennemann, Karl, Maler und Graphiker (1884-1972)‎

‎Eigenh. Brief mit U. sowie eigenh. Schriftstück mit Namenszug.‎

‎o.J. Berlin-Charlottenburg, 27. II. 1934, Verschied. Formate. Zus. ca. 3 Seiten.‎

‎An den Maler und Lehrer Adolf Brusch: "[...] Mit bestem Dank für Ihr freundl. Schreiben sende ich Ihnen hier z. Auswahl: 18 Aquarelle, farbige Zeichnungen etc. 16 Holzschnitt-Abzüge, handsigniert u. 2 Mappen (in die ich auf Ihren Wunsch meinen Namen geschrieben habe). Eine Signierung der Blätter aus der Mappe widersprächen meiner Abmachung mit den betr. Verlagen [...]" Dazu eine Aufstellung seiner Werke mit beigesetzten mit Preisen (2 Seiten auf 2 Blättern. - Der in Mecklenburg geborene Hennemann war einer der letzten großen Holzstecher.‎

Bookseller reference : 37619

‎Bignami, Enrico, Schriftsteller und Politiker (1844-1921)‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U.‎

‎o.J. Lugano, 27. II. 1908, 34,5 x 43 cm. 1 Seite. Getöntes Büttenpapier mit gedrucktem Schmuckrand.‎

‎"Di tutta la musica che ho intesa [...]" (5 Zeilen). - Aus einem Autographenalbum zum 100jährigen Bestehen des Musikverlags Ricordi in Mailand. - Der Sozialist Bignami gab im Exil in Lugano die Zeitschrift "Coenobium" heraus. - Rückseitig: Bozzano, Emilio, Komponist und Dirigent (1845-1918). Dasselbe. Genua, 2. IV. 1908. - "Un secolo di casa Ricordi è un secolo di gloria per l'arte italiana."‎

Bookseller reference : 60861

‎Bednorz, Johannes Georg, Physiker und Nobelpreisträger (geb. 1950)‎

‎Masch. Brief mit eigenh. U.‎

‎o.J. Rüschlikon, 11. IV. 1991, Fol. 1 Seite. Gelocht.‎

‎An Alexander Dées de Sterio: "[...] Vielen Dank für Ihren Brief vom 16. Februar, in welchem Sie mich über Ihre Bemühungen informieren, die Sie unternehmen, um jungen Physikern beim kommenden Treffen der Nobelpreisträger in Lindau finanzielle Unterstützung zu gewähren. Ich habe gerne mit der IBM Schweiz Kontakt aufgenommen, um die Entrichtung eines Beitrages zu unterstützen [...]" - Bednorz erhielt 1987 den Nobelpreis für Physik (mit Karl Alexander Müller) für seine Arbeit über Hochtemperatur-Supraleitung in Keramiken aus Kupferoxiden.‎

Bookseller reference : 37217

‎Biedermann, Woldemar von, Goetheforscher (1817-1903)‎

‎2 eigenh. Briefe mit U.‎

‎o.J. Weimar und Leipzig, 25. IV. 1856 und 2. II. 1868, 8°. Zus. ca. 2 Seiten.‎

‎I. An den Verlag J. J. Weber in Leipzig mit der Bestellung von "1 Ex. Frauenbrevier gebunden wo möglich in violett [...]" - II. An einen Autographenhändler : "[...] Indem ich anbei schuldige 3 rth - - für einen Brief Goethes übersende, bemerke ich, daß ich, um nicht allzuviel auf Handschriften Goethes zu verwenden, mich zunächst auf seine Briefe als meine Specialität, beschränke u. daher das von Ihnen ausgebotene Gedicht so werthvoll es auch mir gewesen wäre, nicht bestellt habe [...]" - Biedermann konzentrierte im Ruhestand auf die Sammlung von Materialien zu Goethe, die er kommentierte und veröffentlichte. Er war Mitarbeiter der Weimarer Goethe-Ausgabe; als sein Hauptwerk gilt das umfangreiche Sammelwerk "Goethes Gespräche" (1889-96).‎

Bookseller reference : 36819

‎Hemmerling, Kurt Johannes, Architekt (1898-?)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Berlin, 6. IV. 1956, 4°. 2 Seiten.‎

‎An den Dramaturgen Bruno von Niessen (1902-1981): "[...] Das erste neue Theater in Deutschland zu eröffnen ist schon eine große Aufgabe. Wie Sie vielleicht von unserem Freund Paul Kuhnert erfahren haben werden, bin ich in der Deutschen Bauakademie Berlin der Demokratischen Republik in Ostberlin tätig und führe dort die wissenschaftliche Abteilung für den Theaterbau und die Bühnentechnik [...] Theaterbau zu betreiben ist heute ein heißes Eisen [...] ich wollte ja nur andeuten, daß es notwendig ist sich ernsthaft mit dem Problem Theaterbau auch in Kreisen der Theaterschaffenden zu beschäftigen und würde mich freuen, wenn ich bei Ihnen [...] dafür Verständnis finde [...]"‎

Bookseller reference : 36979

‎Beust, Friedrich Ferdinand von, Staatsmann (1809-1886)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Schloß Altenberg in Niederösterreich, 18. IV. [ca. 1880], Gr.-8°. 2 1/2 Seiten. Doppelblatt.‎

‎An eine Exzellenz mit einer Einladung nach deren Rückkehr aus "den italienischen Gefilden": "[...] Jetzt wo Altenberg den Frühlingsschmuck angelegt hat, darf ich mit der Anfrage hervortreten ob Sie u Frau Gemalin uns nicht die Ehre erweisen würden einmal hier zu speisen? Im Bejahungsfall würde ich bitten Sich mit [...] in das Einvernehmen zu setzen um gemeinschaftlich mit ihnen den Tag zu bestimmen. Jeder Tag ist uns willkommen nur den Sonntag bitte ich auszuscheiden. Wir speisen um 6 Uhr. Züge gehen hinaus 2.25 und 3.25, hinein 7 3/4 und 8 4/3. Ganz nach Convenienz, je länger Ihr Aufenthalt desto erwünschter [...]" - Beust war sächsischer (seit 1849 bzw.1858) und seit 1866 österreichischer Außenminister, Ministerpräsident und Gegner Bismarcks. - Kleiner Einriß in der Knickfalte.‎

Bookseller reference : 36262

‎Bierbaum, Otto Julius, Schriftsteller (1865-1910)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Dresden, Kaiserhof, 28. XII. 1898, Gr.-8° (22,5 x 15,5). 2 Seiten. Bütten.‎

‎An den Theaterkritiker Isidor Landau (1850-1944), den er darum bittet, die Fertigstellung eines neuen Lustspiels zu "verkünden": "[...] Ich habe ein Lustspiel in drei Akten fertig, das sich 'Herr Deneke' nennt, und möchte gerne, daß die Welt von diesem Ereignis jetzt schon Kunde erhielte, wenngleich ich auch so unbescheiden bin, zu glauben, daß diese Thatsache Sensation erregen wird [...]" - Landau schrieb für den "Berliner Börsen-Courier", seit 1883 als Theaterkritiker, 1897-1912 als Chefredakteur.‎

Bookseller reference : 60826

‎Helmolt, Hans, Historiker und Redakteur (1865-1929)‎

‎2 eigenh. Postkarten mit U.‎

‎o.J. Bremen, 23. I. 1912 und 14. V. 1914, Zus. 3 Seiten.‎

‎An Redakteur Mordtmann in München: "[...] nach L. Schneider, Krieg der Tripelallianz gegen Paraguay (3 Bde. Berl. 1872-75) war die Sache so: 23./24. VII. 68 Beginn der Räumung Humaitás; 24./25. VII. Räumung vollendet; 25. VII. Besetzung dch. die Verbündeten. V. III. Kapitulation der Besatzung auf der Halbinsel im Granchaes [...]" - II. An Theodor Kappstein in Berlin: "[...] es wäre unrecht von mir, wollte ich Ihnen Hoffnungen machen, daß Aussichten auf Erfüllung Ihrer frdl. Anregung vorhanden seien. Der Mitarbeiterkreis des 'Weltbilds' ist längst geschlossen. Aber ich will nichts von mir aus entschieden haben, sondern sende Ihren Brief nach Stuttgart, damit sich der Verlag selber dazu äussere. Ihr werter Namen ist mir als langjährigem Bearbeiter des 'Treppenwitzes' und als Redakteur der 'Weser-Zeitung' natürlich durchaus vertraut. Doch das hilft in vorliegendem Falle leider nicht viel [...]" - Helmolt leitete 1912-17 die "Weserzeitung" in Bremen und war von 1922 bis zu seinem Tod Chefredakteur der "Frankfurter Nachrichten".‎

Bookseller reference : 36791

‎Kortum, Benjamin Karl Gottfried, Theologe (Daten nicht ermittelt)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Hakeborn bei Magdeburg, 18. V. 1810, 4°. 1 Seite. Mit rückseitiger Adresse.‎

‎An die Buchhandlung Heinrichshofen in Magdeburg, bei der er 4 Exemplare seiner "Neuen Confirmationsreden" sowie ein Lexikon bestellt und auf zu erwartende Anzeigen in Zeitungen eingeht. - Kortum war Prediger in Hakeborn.‎

Bookseller reference : 37693

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