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‎Tichatschek, Joseph Aloys, Sänger (1807-1886).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Dresden, 23. XI. 1846.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An den Direktor des Grazer Ständischen Theaters Karl Remmark (1802-86), mit einer Empfehlung für Karl August Quanter und Louise Lebrun: "Lieber alter Freund! Dich herzlich grüßend, muß ich mich eines Auftrags entledigen, den ich um so lieber annahm, als ich weiß, daß meine Verwendung vielleicht nicht ganz umsonst sein wird. Das Pauli'sche Fach ist bei uns durch Hrn. Quanter so vortreflich besetzt, daß es wohl keiner weitern Recomendation bedarf, um denselben in das beste Licht zu stellen. Auch das Fach der Bauer ist durch D.lle Lebrün ausgezeichnet praesentirt. Diese beiden haben die Absicht auf der Ständischen Bühne zu Gratz einen großen Gastrollen Cyklus zu geben, u. wandten sich an mich um näheren Aufschluß. Ich weiß es, daß Du gewiß auch ein gutes Geschäft machen wirst, wenn Du dieses Gastspiel annimmst, u. gewiß werden beyde zugleich mit der 1/2 Einnahme zufrieden sein, u. zum Benefiz 2/3 der Brutto Einnahme. Die Zeit könnte wohl Aprill May Juny sein, so wie übrigens Du selbst am besten die Sache zu arrangiren weißt. Sende mir einige Zeilen als Antwort umgehend [...]". - Nachdem der aus Böhmen stammende Tichatschek sein Medizinstudium abgebrochen und stattdessen eine Gesangsausbildung begonnen hatte, kam er als Chorist ans Kärntnerthor-Theater; als Solosänger in Graz sang er erste Tenorpartien und begeisterte gleichermaßen Publikum wie Kollegenschaft. "Als er dann in Dresden mit großem Beifall in Gastrollen gesungen hatte, erhielt er 1838 ein Engagement am dortigen Hoftheater, bei welchem er nun dauernd verblieb, mit diesem treuen Festhalten an einer und derselben Bühne eine Erscheinung bietend, welche in der Theaterwelt der Gegenwart geradezu phänomenal genannt werden kann. Als Gast erschien er auf allen größeren Bühnen Deutschlands, auf jeder enthusiastische Aufnahme findend“ (Wurzbach). Musikgeschichtlich bedeutsam war Tichatscheks beherztes Eintreten für Richard Wagner zu einer Zeit, da sich dessen Werke "noch lange nicht allgemeiner Anerkennung erfreuten, ja noch vielfach Anfechtung erfuhren" (Eisenberg).‎

MareMagnum

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Wien, AT
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‎Verdi, Giuseppe, Italian composer (1813-1901).‎

‎Autograph calling card. No place, [c. 1870s].‎

‎Calling card format. 1 page. To the unnamed Count Andrea Zorzi, an eccentric Venetian nobleman from an ancient family and a supporter of Verdi (he is said to have owned a silver cane upon which the titles of each Verdi opera were engraved as he heard them): "Ringrazio e contraccambio gli auguri". - Mild toning.‎

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Wien, AT
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€ 1.500,00 Acheter

‎Wagner, Cosima, Tochter Franz Liszts und zweite Gattin von Richard Wagner (1837-1930).‎

‎Eigenh. Brief mit Unterschrift "C". [Weimar, 26. II. 1861].‎

‎4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Bedeutender früher Brief an eine vertraute Berliner Freundin (Marie von Schleinitz?) über Bülows und Wagners Aktivitäten zur Vorbereitung der "Tannhäuser"-Premiere in Paris, die Wagners internationalen Durchbruch sichern sollte. Der Aufführungstermin sei nun "décidement demain 27 février" (sie wußte noch nicht, daß der Termin, wie bereits zuvor mehrfach, erneut kurzfristig verschoben worden war; tatsächlich fand die Premiere erst am 13. März statt). In den Proben seien die Diven, von denen man Probleme erwartet hätte, überraschend gefügig gewesen ("Les cantatrices si capricieuses d'ordinaire ont de fait bonne volonté pour Wagner"), während ausgerechnet Wagners große Hoffnung, der Startenor Albert Niemann (1831-1917), die Erwartungen nicht erfülle ("il parait que Niemann sur lequel on avait tant compté est le seul qui ne satisfasse que médianement, et ne remplisse l'attente qu'à moitié"). Hans [von Bülow, Cosimas damaliger Gatte] entfalte eine unvergleichliche Aktivität und kümmere sich neben seinen Dirigaten auch um wichtige Kontakte in Paris (u. a. bei einem Besuch des Herausgebers der "Revue Germanique", Charles Dollfus, und beim späteren Ministerpräsidenten Émile Ollivier). Bülow bemühte sich auch den von Wagner verehrten Altmeister Berlioz für jenen zu gewinnen, doch verblieb dieser in seiner kritischen Haltung gegenüber Wagners "Zukunftmusik" ("Il a vu aussi ou plutôt aperçu ce pauvre Berlioz qui abdique sa dignité et sa grandeur d'homme de génie pour faire cause commune avec les envieux et qui suscite à Wagner autant d'ennemis que possible"). Verdis neue Oper ("Un ballo in maschera", Pariser Erstaufführung im Théâtre-Italien am 13. I. 1861) habe Bülow gesehen und sei nicht begeistert gewesen ("Il a vue le nouvel opéra de Verdi dont il n'est pas enchanté"). Die Unterstützung ihres Vaters fehle Bülow in Paris, doch sei es Liszt leider nicht möglich, ohne weiteres abzureisen ("Mon père ne peut malheureusement pas quitter ainsi je crains bien qu'il ne manque Hans à Paris"). Liszt ertrinke in Arbeit ("il a la mer à boire") und dirigiere eine Reihe von Kindersonaten für die Fröbelbewegung ("tacte une série de Kindersonaten avec programme pour l'éducation Fröbel"). Cosima bittet ihre Freundin, ihr die Briefe von Friedrich Hebbel zu übersenden (- dessen Manuskript der "Nibelungen" sie damals einsah, nachdem sie zwei Jahre zuvor Hebbels Tragödie "Maria Magdalena" ins Französische übersetzt hatte), und teilt ihr mit, dass sich ihre Gesundheit etwas gebessert habe. - Liszt hatte seine kranke Tochter am 21. Februar 1861 zu sich auf die Altenburg nach Weimar gebracht. Der besorgte Vater befürchtete damals, daß er sie, wie zwei Jahre zuvor seinen Sohn Daniel, an die Schwindsucht verlieren würde. Die genesende Cosima begann im Folgejahr eine Beziehung mit Wagner, den sie 1870 ehelichte und dessen Erbe sie als Leiterin der Bayreuther Festspiele noch fast ein halbes Jahrhundert pflegen sollte. Die langersehnte "Tannhäuser"-Premiere in Paris geriet indes trotz langer und gründlicher Vorbereitung und trotz Protektion durch Napoleon III. zum Debakel und mußte nach lediglich drei Aufführungen abgesetzt werden.‎

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Wien, AT
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€ 3.500,00 Acheter

‎Alexander, Georg, Schauspieler (1888-1945).‎

‎Portraitpostkarte mit eigenh. U. O. O. u. D.‎

‎1 S. 8vo. Brustbild des Schauspielers im 3/4-Profil, die Unterschrift auf der Bildseite.‎

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€ 80,00 Acheter

‎Fischer, Franz, Schauspieler (1827-1857).‎

‎Eigenh. Zitat mit U. Wien, 13. III. 1893.‎

‎1 S. Qu.-8vo. "Ein Mensch, der immer Spässe macht, | dem fällt nichts Ernstes ein, | Und noch dazu ein Autogramm, daß soll doch geistreich sein; | Ein Komiker soll witzig sein, | Nie um ein Wort befangen, | Doch daß er auch ein Dichter ist, | daß kann man nicht verlangen". - Etwas fleckig, gefaltet und mit alten Montagespuren auf der Verso-Seite.‎

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€ 120,00 Acheter

‎Gabillon, Helene, Schriftstellerin und Graphiker (1857-1946).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 10. XII. 1880.‎

‎1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. Die Tochter des Schauspielerehepaars Ludwig Gabillon (1828-96) und Zerline Gabillon (1834-92) heiratete 1881 den Literaturwissenschaftler, Biografen, Übersetzer und Schriftsteller Anton Bettelheim (1851-1930). Nach ihrer Heirat begann Helene Bettelheim-Gabillon zu schreiben, vor allem Feuilletons und kunst- wie theaterwissenschaftliche Essays. Sie ist heute vor allem als Schilderin der Glanzzeit des Wiener Theaters bekannt.‎

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Wien, AT
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€ 120,00 Acheter

‎George, Heinrich, Schauspieler (1893-1946).‎

‎Portraitphotographie mit eigenh. Widmung und U. Berlin, Mai 1934.‎

‎293:233 mm. Gewidmet dem Oldenburger Theaterkritiker Erich Schiff: "Herzlichst zur Erinnerung an das Gastspiel 'Mensch aus Erde gemacht' und den schönen Abend in Ihrem Heim! | Berlin-Wannsee Mai 34. | Heinrich George". - Das vorliegende Photo von Metro-Goldwyn-Mayer stammt aus Georges kurzer Zeit in Hollywood. Anfang 1931 stand er dort für mehrere Monate für MGM vor der Kamera ("Menschen hinter Gittern", die deutsche Fassung von "The Big House"), entschied sich dann aber für eine Rückkehr in die deutsche Heimat und bezog im Herbst 1932 mit seiner frisch angetrauten Gattin Berta Drews seine Villa am Kleinen Wannsee, wo er Erich Schiff dieses Foto widmete. - Erich Schiff (1882-1970) war ein bekannter Oldenburger Jurist, Theaterkritiker und -autor. Unter der NS-Diktatur war er als "Halbjude" zahlreichen Repressalien ausgesetzt: er mußte seine Tätigkeit als Feuilletonist und Theater-Syndikus von Oldenburg einstellen und wurde in ein Arbeitslager deportiert. Seine Bühnenwerke "De lüttje Wippsteert" und "Lögen hefft korte Been" zählen noch heute zu den Klassikern des niederdeutschen Theaters. - Schiffs Gemahlin war die Theater- und Film-Schauspielerin Maria Martinsen (1901-1992), die u. a. 1929 als Spelunken-Jenny in der berühmt gewordenen Oldenburger Inszenierung der Brechtschen "Dreigroschenoper" brillierte. - Wenige winzige weiße Flecken im Bildbereich (laborbedingt), rückseitig Montagespuren, minimale Knickspuren.‎

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€ 450,00 Acheter

‎Gregor, Nora, Schauspielerin (1901-1949).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 2. XII. 1937.‎

‎2 SS. 8vo. In grüner Tinte. Anlässlich Ihrer Vermählung mit Heimwehrführer Ernst Rüdiger Starhemberg: "Meine lieben Kollegen und Kolleginnen! Ihr sollt die Ersten sein, die mit guten Gedanken diesen Tag mit mir erleben sollt. Soeben kommt ich von meiner Trauung, die in der Kahlenberger Kirche stattfand. Wie glücklich ich bin, kann ich schwer sagen! Aber danken muss ich Euch Allen heut für die vielen Jahre Taktgefühl welches mir von Eurer Seite entgegengebracht wurde. Mit welcher Zartheit habt ihr mir in manch schwerer Stunde beigestanden, bewusst und unbewusst [...]". - Mittig quer gefaltet.‎

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€ 120,00 Acheter

‎Halm, Friedrich [d. i. Eligius Freiherr v. Münch-Bellinghausen], Dramatiker und Erzähler (1806-1871).‎

‎Brief mit eigenh. U. Wien, 11. V. 1869.‎

‎1 S. Folio. Als Generalintendant der Wiener Hofoper an Marie Wilt, mit der Mitteilung, daß Seine Majestät "aus Anlaß der bevorstehenden Eröffnung des neuen Opernhauses" befunden haben, "Ihnen in Anerkennung Ihrer besonders hervorragenden künstlerischen Leistungen den Titel einer kais. königl. Kammersängerin allergnädigst zu verleihen". - Das neue Wiener Opernhaus sollte am 25. des Monats mit einer Premiere von Mozarts "Don Giovanni" eröffnet werden. - Mit einigen Randeinrissen.‎

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€ 80,00 Acheter

‎Huska, Rosa, Opernsängerin.‎

‎Eigenh. Postkarte m. U. München, Weihnachten 1922.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse verso. Sendet Weihnachtsgrüsse an Professor Wiesel in Wien. - Geringer Textverlust durch Ausschnitt der Briefmarke.‎

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€ 80,00 Acheter

‎Jeritza, Maria, Sängerin (1887-1982).‎

‎Portraitpostkarte mit eigenh. U. O. O. u. D.‎

‎1 S. 8vo. Die Unterschrift auf der Bildseite. - Durch ihre “leuchtend-klare Stimme und ihr überragendes schauspielerisches Talent” zum “unbestrittenen Star der Opernbühne” aufgestiegen (Czeike III, 354), war Maria Jeritza über Jahrzehnte hinweg eine der unbestritten bedeutendsten Sängerinnen ihrer Zeit. Seit 1921 sang sie auch an der Metropolitan Opera in New York (bis 1932), wo sie als Marietta in Erich Wolfgang Korngolds Oper "Die Tote Stadt" am 19. November 1921 debütierte.‎

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€ 90,00 Acheter

‎Jölli, Oskar, Konzertsänger (geb. 1897).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 25. VI. 1925.‎

‎2 SS. Qu.-8vo. An einen Onkel: "Ihre Karte und Einladung hat mich riesig gefreut. Sie denken halt doch noch an mich! So sehr mich aber die Bekanntschaft mit Werner interessieren würde, ist es mir leider nicht möglich, Montag nach Percht-dorf zu kommen, da ich beim 'Fahrenden Volk' in Horn zu singen habe. Ohnehin eine Hetzjagd! […]" .- Nach Intendant Baumanns plötzlichem Tode im Februar 1941 übernahm der NSDAP-Funktionär Jölli die auf "Opernhaus der Stadt Wien" umgetaufte Volksoper.‎

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€ 80,00 Acheter

‎Kalenberg, Josef, Tenor (1886-1962).‎

‎Portraitdruck mit eigenh. Widmung und U. O. O., Weihnachten 1936.‎

‎1 S. 8vo. Der Druck zeigt den Sänger im Rollenkostüm, gewidmet Emilie Schaup. - Kalenberg war von 1927 bis 42 an der Wiener Staatsoper, über mehrere Jahre hinweg auch bei den Salzburger Festspielen zu hören.‎

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€ 100,00 Acheter

‎Laube, Heinrich, Dramatiker und Theaterdirektor (1806-1884).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. ("Laube"). Graz, 2. VI. 1879.‎

‎1 S. Qu.-8vo. "Besser kann ich nicht schreiben als hier geschrieben steht". - Verso Sammlervermerk in roter Tinte: "Dr. Heinrich Laube / dram. Dichter / 2. Juni 1879 erh.".‎

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€ 180,00 Acheter

‎Leider, Frida, Sopranistin (1888-1975).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 22. VII. 1923.‎

‎1 S. Folio. An den Leiter der literarischen Abteilung der RAVAG Hans Nüchtern (1896-1962): "Mit bestem Dank für Ihre Grüße bitte ich Sie höflichst uns Ihren Besuch für Donnerstag, 26. 7. Mittags ansagen zu wollen […]". - Leider sang von 1924 bis 1939 im Ensemble der Berliner Staatsoper Unter den Linden. Seit 1928 trat sie auch bei den Bayreuther Festspielen auf. Zu ihren erfolgreichsten Partien zählten die Brünnhilde im "Ring des Nibelungen" und die Kundry im "Parsifal". Nach dem Zweiten Weltkrieg inszenierte sie auch Opern und wurde 1948 Prof. an der Musikhochschule in Berlin-Charlottenburg. Ihre Erinnerungen erschienen 1959 unter dem Titel "Das war mein Teil".‎

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€ 120,00 Acheter

‎Mark-Neusser, Paula, Sängerin (1869-1956).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 10. I. 1925.‎

‎1 S. Folio. "Innigsten Dank für Ihre lieben Zeilen u. Verzeihung, dass ich sie nicht sofort beantwortete, aber ich lag an Krippe mit hohem Fieber […]". - Mark-Neusser besuchte das Wiener Konservatorium, debütierte 1890 am Opernhaus in Leipzig und gehörte 1893-99 der Wiener Hofoper an. Nach ihrer Heirat mit dem Mediziner (Internist) und Pianisten Edmund von Neusser (1852-1912) gab sie ihre Opernkarriere auf und wirkte seit 1924 als Professorin an der Staatsakademie für Musik in Wien. - Die untere Hälfte etwas lädiert und eingerissen.‎

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€ 90,00 Acheter

‎Rabatinsky, Marie von, Sängerin (geb. 1842).‎

‎Quittung mit eigenh. U. Wien, 31. XII. 1868.‎

‎1 S. Folio. Quittung über 100 Gulden "die Gefertigte als Honorar für 3 überzählige Rollen [...] im Monat December 1868 aus der Cassa des k. k. Hofoperntheaters richtig erhalten zu haben hiermit bestätigt [...]". - Beschnitten (ohne Textverlust). Mit Kassa- und Registraturvermerken in Buntstift.‎

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€ 100,00 Acheter

‎Rabitow, Clara, Schauspielerin (1879-1946).‎

‎Eigenh. Brief mit U. [Wien], o. D.‎

‎2 SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Baron mit Dank "für Ihre freundliche Anerkennung der Vorstellung am letzten Samstag. Meine Ferien bringen leider heuer viel Eisenbahnfahrten mit sich, denn ich gastire den ganzen Juli, außer 15. - 20. in Oesterreich, z. B. Troppau, Salzburg, Ischl, Reichenhall, etc.[,] gehe dann nach Starnberg zu meiner verheirateten Freundin [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.‎

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€ 90,00 Acheter

‎Reimers, Georg, Schauspieler (1860-1936).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Aufmontiert kleines Rollenfoto (verblasst). O. O. u. D.‎

‎1 S. auf Karte. 110:73 mm. "Vor Menschen sei ein Mann, vor Gott ein Kind". - Unschöne Spuren alter Montage recto und verso (teils bis in die Unterschrift reichend); Randläsuren.‎

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€ 80,00 Acheter

‎Reinhardt, Max, Schauspieler und Regisseur (1873-1943).‎

‎Eigenh. Namenszug. O. O. u. D.‎

‎1 S. Qu.-kl.-8vo. Etwas verschmiert.‎

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€ 90,00 Acheter

‎Reinhardt, Max, Schauspieler und Regisseur (1873-1943).‎

‎Portraitpostkarte mit eigenh. U. [Prag, November 1903].‎

‎8vo. Selten so früh. - Verso kleine Montagespuren und von anderer Hand stammende Adresse.‎

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€ 800,00 Acheter

‎Rökk, Marika, Schauspielerin, Sängerin und Tänzerin (1913-2004).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. [Potsdam, 18. XII. 1941].‎

‎1 S. Qu.-8vo.‎

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€ 40,00 Acheter

‎Sandrock, Adele, Schauspielerin (1863-1937).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Berlin, 9.11.1905‎

‎4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An Adolf Weisse (1857-1933), den damaligen Direktor des Deutschen Volkstheaters in Wien: "Meine letzten unsagbaren Erfolge bei meiner Tournee durch ganz Oesterreich haben mir wieder deutlich und klar gezeigt wie tief ich doch in Oesterreich eingewurzelt bin. Meine Sehnsucht ist auch eine derartige geworden, nach all den herrlichen Erfolgen [...], daß ich Sie heute, als Ihre frühere, von Ihnen so sehr geschätzte Kollegin bitte, mich wieder für Ihr geliebtes Volkstheater zu engagieren [...]".‎

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€ 1.250,00 Acheter

‎Sandrock, Adele, Schauspielerin (1863-1937).‎

‎Postkarte mit eigenh. Grußzeile und U. [Semmering, März 1890].‎

‎2 bis 3 Zeilen auf 1 S. 8vo. Mit von anderer Hand stammender Adresse. An den Schauspieler und späteren Direktor des Wiener Volkstheaters Adolf Weisse: "Warum ließ der l[iebe] G[ott] nicht solch' einen Buckel wachsen, wie dieses famose Gebirge hier? Dann brauchte ich nicht so weit zu fahren - und Sie könnten dann auf demselben eine Volapückjagd veranstalten [...]". - Der Haupttext aus der Hand einer "Sanda" (wohl nicht ident mit Adeles Schwester Wilhelmine). - Mit einigen Randeinrissen, gebräunt und etwas abgegriffen; zwei Ecken abgeschnitten.‎

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€ 260,00 Acheter

‎Sonnenthal, Adolf Rt. von, eig. Neckwadel, Schauspieler (1834-1909).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Mannheim, 23. IV. 1897.‎

‎1 S. Qu.-kl.-8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An Else Waltz: "Licht senden in die Tiefe des menschlichen Herzens - des Künstlers Beruf". - Mit blindgepr. Vignette und kleinen Montagespuren.‎

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€ 80,00 Acheter

‎Sonnenthal, Adolf Rt. von, eig. Neckwadel, Schauspieler (1834-1909).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Für einen Roman ist dies Buch zu theuer - ich kann dafür ein werthvolleres Buch kaufen. - Wenn Sie den 'Attachè' nach [?] unserer Besetzung haben bitte ich um 2 Exemplare [...]". - In blauem Farbstift.‎

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€ 80,00 Acheter

‎Sonnenthal, Adolf Rt. von, eig. Neckwadel, Schauspieler (1834-1909).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ich verreise auf 2 Tage, zum Weihnachts-Abend bin ich wieder hier - Sie wären wie immer die Liebenswürdigkeit selbst wenn Sie mir inzwischen die fertigen Bilder zuschickten [...]". - In Bleistift.‎

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€ 80,00 Acheter

‎Sonnenthal, Adolf Rt. von, eig. Neckwadel, Schauspieler (1834-1909).‎

‎Eigenh. Briefkarte mit U. O. O., 11. II. 1897.‎

‎1 S. Qu.-kl.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Besten Dank, lieber Freund, für die liebenswürdige Übersendung [...] In der Reklam-Ausgabe [sic] bitte ich meinen Artikel wegzulassen, in der Künstlerwelt, wie meinen Freunden gegenüber war und bleibe ich / Ihr treu ergebener / Sonnenthal".‎

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€ 80,00 Acheter

‎Stubenrauch, Amalie von, Schauspielerin (1805-1876).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Stuttgart, 10. II. 1830.‎

‎1½ SS. auf gefalt. Doppelblatt mit Siegel und Adresse (Faltbrief). Gr.-4to. An den Kritiker, Dramatiker und Burgtheatersekretär Joseph Schreyvogel, den Urgroßonkel von Friedrich Schreyvogl: "Euer Hochwohlgeboren Gütige Zuschrift vom 3ten dieses Monats habe ich mit Vergnügen erhalten, und daraus ersehen, daß meinem Wunsche gemäß mir einige Gastrollen auf dem k. k. Hoftheater zugestanden sind. Freilich hätte ich gewünscht, daß man rücksichtlich der weiten Reise, wie Ew. Hochwohlgeboren selbst zu bemerken die Güte haben, mir ein größeres Honorar, oder mehr als 4 Rollen bewilligen würde. Da es mir jedoch nur darum zu thun ist, in der großen deutschen Kaiserstadt, dem Sitze des gutes Geschmackes und der scharfsinnigsten Kunstrichter, Proben meines Talentes ablegen zu können, als um den pecunieren Gewinn, so nehme ich Dero Erbiethen an, und werde meine Abreise von hier, so ansetzen, daß ich bis zum 14ten März unfehlbar in Wien eintreffen werde. Nun aber geht meine Bitte noch dahin: Euer Hochwohlgeboren möchten Maasregeln treffen, daß meine Rollen so schnell aufeinander folgen damit ich bis 4ten April meine Rückreise antreten kann [...]". - Die aus München gebürtige Theaterschauspielerin Amalie von Stubenrauch, seit 1829 am Königlichen Hoftheater in Stuttgart engagiert, war die langjährige Vertraute und Geliebte von Wilhelm I., König von Württemberg. - Von sehr schöner Erhaltung. Selten.‎

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€ 650,00 Acheter

‎Wagener, Hilde, Schauspielerin (1904-1992).‎

‎Eigenh. Brief m. U. Beiliegend DS und Umschlag. Wien, 1. IV. 1929.‎

‎2 ½ SS. auf gefalt. Doppelblatt. 4to. An den Leiter der literarischen Abteilung der RAVAG Hans Nüchtern (1896-1962): "Ich danke Ihnen bestens für die Übersendung des Vortrages, den ich unterschrieben beilege. Wenn ich auch für Ihren Eifer mich der Ravag für einige Abende zu verpflichten, Anerkennung habe, so muss ich Sie doch bitten, auf meine zarte Konstitution und auch darauf Rücksicht zu nehmen, dass man dem Publikum mit so wertvollen Leistungen wie die meinen, nicht so oft kommen darf, um es nicht daran zu gewöhnen […]". - Beiliegend der genannte Vertrag und ein Umschlag. - Hilde Wagener gehörte seit 1924 zum Ensemble des Burgtheaters. Seit 1933 arbeitete sie auch für den Film. Insgesamt verkörperte sie rund 190 Rollen im klassischen Fach und der Unterhaltungskomödie. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit ein beachtliches soziales Engagement entwickelnd, organisierte sie in der Nachkriegszeit eine Patenaktion für hungernde Wiener Kinder, war Mitbegründerin der Frauensektion der Liga der Vereinten Nationen, gründete die Stiftung "Künstler helfen Künstlern" und ein Künstleraltenheim in Baden. Seit 1933 Kammerschauspielerin, wurde sie später Ehrenmitglied des Burgtheaters. Ihr Gatte war der Schauspieler und Regisseur Otto Tressler.‎

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€ 150,00 Acheter

‎Wawra, Hermann, Schauspieler (1884-1963).‎

‎Eigenh. Postkarte m. U. Altmünster, 2. VIII. 1928.‎

‎1 S. 8vo. Mit eh. Adresse. Ansichtskarte aus Altmünster am Traunsee an Hans Nüchtern: "Lieber Freund, Doktor, Gönner, nimm samt deiner lb. Gattin die herzlichsten Feriengrüße entgegen. Hoffentlich geht's dir so gut, wie mir! […]". - Der aus Wien stammende Journalist und Dramaturg Hans Nüchtern (1896-1962) war seit 1924 Leiter der literarischen Abteilung der RAVAG und unterrichtete auch an der Akademie für Musik und darstellende Kunst sowie am Max Reinhardt-Seminar.‎

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€ 60,00 Acheter

‎Wawra, Hermann, Schauspieler (1884-1963).‎

‎Eigenh. Visitenkarte mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. Carte de visite. Wünscht frohe Ostern.‎

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€ 60,00 Acheter

‎Winkelmann, Hermann, Sänger (1849-1912).‎

‎Eigenh. Brief m. U. (Visitenkarte). O. O. u. D.‎

‎1 S. Carte de visite. An den Redakteur Edgar von Spiegel (1833-1908): "Natürlich folge ich Ihrem Rufe immer […]". - Winkelmann wurde 1878 an das Hamburger Stadttheater engagiert. Bei der Uraufführung des Parsifal 1882 übernahm er auf Wunsch Richard Wagners die Titelpartie und wirkte mehrmals bei den Bayreuther Festspielen mit. 1883-1906 gehörte er der Hofoper in Wien an.‎

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€ 100,00 Acheter

‎Winkelmann, Hermann, Sänger (1849-1912).‎

‎Visitenkarte mit eigenh. (?) Notiz. O. O. u. D.‎

‎1 S. Carte de visite. Bittet "um zwei Freikarten für Dienstag - Werther". - Winkelmann wurde 1878 an das Hamburger Stadttheater engagiert. Bei der Uraufführung des Parsifal 1882 übernahm er auf Wunsch Richard Wagners die Titelpartie und wirkte mehrmals bei den Bayreuther Festspielen mit. 1883-1906 gehörte er der Hofoper in Wien an.‎

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€ 80,00 Acheter

‎Winkelmann, Hermann, Sänger (1849-1912).‎

‎Visitenkarte mit eigenh. Widmung. O. O. u. D.‎

‎1 S. Carte de visite. "[Herr u. Frau Hermann Winkelmann] senden ihr herzliches Beileid". - Winkelmann wurde 1878 an das Hamburger Stadttheater engagiert. Bei der Uraufführung des Parsifal 1882 übernahm er auf Wunsch Richard Wagners die Titelpartie und wirkte mehrmals bei den Bayreuther Festspielen mit. 1883-1906 gehörte er der Hofoper in Wien an.‎

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€ 150,00 Acheter

‎Blau, Otto Hermann, Orientalist (1828-1879).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Sarajewo, 3. I. 1871.‎

‎8 SS. auf 4 Bll. Gr.-4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten, der ihn offensichtlich um einen Lebenslauf gebeten hatte, den Blau nun sehr ausführlich und detailreich ausführt: "[...] Geboren zu Nordhausen (Prov. Sachsen) am 21. April 1828 empfieng [sic] ich in der Taufe die Namen Ernst Otto Friedrich Hermann. Meine Pathen, der Gymnasialdirektor und Lexicograph D. Fr. Krafft, der Conrektor und Urkundenforscher E. G. Förstemann, und eine Schwester des Orientalisten W. Gesenius mögen mir schon als erstes Angebinde den Keim zum künftigen Gelehrten in die Wiege mitgegeben haben. Mein Vater, damaliger Gymnasiallehrer, jetziger Superintendent, selbst [ph]ilologischer und theologischer Schriftsteller (Griech. Formenlehre von Chr. Fr. Blau, Nordhausen 1830) unterrichtete mich bis zum 14. Lebensjahre, Gründlichkeit und Vielseitigkeit verbindend [...]".‎

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‎Braun, Emil, Archäologe (1809-1856).‎

‎Eigenh. Lebenslauf mit Namenszug in der Eingangszeile. O. O., [um bzw. nach 1849].‎

‎1 S. Gr.-4to. Für den Brockhaus Verlag bestimmtes Manuskript zu seinem Lebenslauf: "Braun, Aug. Emil, geb. zu Gotha 19 April 1809 erhielt seine Schulbildung auf dem dortigen Gymnasium, welches sich damals eines gewissen Rufes erfreute. Noch vor seinem Abgange auf die Universität wurde ein nach seinem Plane in Gemeinschaft mit einem Freunde ausgefertigtes Lexicon Horatiorum als Index zu Königs Horaz publicirt. In Göttingen begann er i. J. 1829 seine Studien, die vorzugsweise auf Poesie, Kunst und Philosophie gerichtet waren. Er hörte ein ganzes Jahr lang O. Müllers sogenannte realistische Collegia. Da er sich aber überzeugte, daß dieser eminente Gelehrte in der Archäologie der Anschauung und in der Mythologie der philosophischen Begründung entbehrte, so entschloß er sich nach München zu gehn, wo er 2½ J. lang verweilte und Schelling's ganzen Lehrcursus durchmachte. In dem Hauses dieses seines unbegränzt und mit voller Hingebung verehrten Lehrers machte er auch Gerhard's Bekanntschaft und zwar in dem Augenblick, wo er im Begriff war, dies zu verlassen. Dieses Zusammentreffen entschied über seinen ganzen nachmaligen Lebensgang [...]". - Bei dem erwähnten Gerhard handelt es sich um den Archäologen Eduard Gerhard, von dem Braun 1833 als Amanuensis ans Berliner Museum berufen wurde und dem er im Herbst desselben Jahres nach Rom folgte, wo er am Istituto di Correspondenza Archeologica als Unterarchivar und Bibliothekar seine erste Stelle antrat, später Prosekretär und Redakteur von dessen Bulletino wurde, dann redigierender Sekretär und schließlich von 1840 an das Institut im wesentlichen leitete.‎

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‎Euting, Julius, librarian and oriental scholar (1839-1913).‎

‎Autograph letter signed. Strasbourg, 4 Jan. 1878.‎

‎8vo. 1½ pp. on bifolium. To an unidentified recipient regarding the estate of the African and Polar explorer Theodor von Heuglin (1824-76), returning several oriental papers with his own pencil annotations: "Mit großer Beschämung sende ich die seit dem 23. März 77 hier besessenen oder belegenen orientalischen Papiere aus Heuglins Nachlaß zurück, ohne im Stande zu sein, Ihnen genügende Detail-Auskunft geben zu können. Es sind lauter Pass- Douane- oder Empfehlungspapiere im Kanzleistil & Kanzleischrift. Ich habe mir erlaubt entfernbare Bemerkungen mit Bleistift hie und da an den Rand zu schreiben. Im Monat Mai wird mein junger Freund Felix v. Niemeyer, derzeit 'premier drogman du Consulat gén. D'Alexandrie', einen Besuch in Württemberg machen; derselbe ist in diesen Dingen fachmäßig zuhause, & dem wäre es ein Leichtes, genaueste Auskunft zu geben […]". - On stationery with printed letterhead "Kaiserliche Universitäts- und Landes-Bibliothek, Straßburg". - Euting studied theology and oriental languages in Tübingen, took a Ph.D. degree in 1862 and continued his oriental studies in Paris, London, and Oxford before embarking on a career as a librarian at the universities of Tübingen and Strasbourg.‎

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‎Fallmerayer, Jacob Philipp, Orientalist (1790-1861).‎

‎Eigenh. Brief mit Namenszug ("J. Fallmerayerus") in der Eingangszeile. Landshut, 15. VI. 1825.‎

‎2¼ SS. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief). Beiliegend ein eh. Notizzettel (1 S., 8vo). In lateinischer Sprache an einen Monsieur Saint Martin, "Membre de l'Académie des Inscriptions et Belles-lettres" in Paris.‎

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‎Fourmont, Michel, Orientalist (1690-1746).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Ort unleserlich, 19. II. 1730.‎

‎5 SS. auf 4 (= 2 Doppel-)Blatt. Folio. In französischer Sprache an "Monsieur & cher frere".‎

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‎Fröbel, Julius, Geologe, Mineraloge, Publizist und Politiker (1805-1893).‎

‎Eigenh. Brief mit U. [Dresden], "Zwingerstraße", 13. II. 1847.‎

‎1¼ SS. An eine Dame: "Ich schicke Ihnen hier den 7. Band von Ruge's gesammelten Schriften. Der 5. u. 6. besteht aus den 'Zwei Jahren in Paris', die Sie wohl schon haben, und die ich, bei dieser Voraussetzung, nicht beilege. Der Edmund dagegen, welcher früher unter dem Titel 'Der Novellist' erschienen ist, dürfte Ihnen leicht unbekannt geblieben sein. Ich bin einige Zeit in Leipzig gewesen, wo ich erfuhr daß die 'Revue' wieder aufgehört hat. O. Wigand hat mit dem Redacteur Marbach Streit bekommen u. den Druck eingestellt. Sie haben wie wir alle Blätter gehabt außer den 3 oder 4 letzten, die ich selbst noch nicht besitze. Da Ihr Roman unterdessen nicht zur Anzeige gekommen war, habe ich denselben Ruge übergeben, mit der Bitte dafür zu sorgen daß er in einem andren geeigneten Organ besprochen wird [...]". - Mit kleinen Randläsuren und etwas fleckig. - 1840 gründete Fröbel den Verlag Literarisches Comptoir Zürich und Winterthur, bei dem in Deutschland verbotene demokratische Autoren erschienen, darunter Bruno Bauer, Friedrich Engels, Ludwig Feuerbach und Arnold Ruge. 1848 wurde Fröbel als Linksrepublikaner Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung, der er bis zum Ende des Rumpfparlaments angehörte. Als Mitglied der von Robert Blum geleiteten Delegation nach Wien beteiligte er sich am Wiener Oktoberaufstand und wurde wie jener zum Tode verurteilt, jedoch begnadigt. Er emigrierte in die USA, von wo er erst 1857 nach einer Amnestie zurückkehrte. 1873 trat er in den diplomatischen Dienst und wurde deutscher Konsul in Smyrna, später in Algier.‎

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‎Klien, Friedrich Adolf, Jurist und Stadtrat in Bautzen (1792-1855).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Budissin (d. i. Bautzen), 15. II. 1836.‎

‎3 SS. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An den Arzt und Medizinhistoriker Johann Ludwig Choulant (1791-1861) mit einigen Mitteilungen über einen Choulant bekannten Bataillonsarzt namens Guenther, dem die örtliche Gymnasialkommission, deren Präses Klien sei, ein "Maturitäts Examen" abnehmen solle. - Etwas angestaubt und fleckig und mit Randläsuren.‎

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‎Kußmaul, Adolf, Mediziner (1822-1902).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Heidelberg, 2. II. 1901.‎

‎½ S. Kl.-4to. "Widmung | Was ich einst hab' unterlassen, | Will ich in den Spruch jetzt fassen: | An der Dreisam und der Elbe | Unser Herr Gott ist derselbe". - Adolf Kußmaul promovierte in Würzburg über "Untersuchungen über den Einfluß, welchen die Blutströmung auf die Bewegungen der Iris und andere Teile des Kopfes ausübt", habilitierte sich kurz darauf in Heidelberg und wurde Professor der Inneren Medizin in Erlangen, Freiburg i. B. und schließlich in Straßburg. Die 1874 von ihm beobachtete "große Atmung" bei Diabetes wurde später nach ihm "Kußmaulsche Atmung" genannt. Als vielseitiger Wissenschaftler befaßte er sich mit verschiedenen Teilbereichen der Medizin und war darüber hinaus literarisch tätig (u. a. "Jugenderinnerungen eines alten Arztes", 1899). Mit Ludwig Eichrodt gemeinsam "schrieb er satirische Gedichte um den schwäbischen Schulmeister Gottlieb Biedermaier, die als 'Buch Biedermaier' in 'Gedichte in allerlei Humoren' (1853) erschienen und den späteren Epochenbegriff 'Biedermeier' schufen" (DBE). - Mit kleinen Randläsuren.‎

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‎Leeuwenhoek, Antoni van, naturalist, pioneer of microscopy (1632-1723).‎

‎Autograph letter fragment. [Probably Delft, ca 1683?].‎

‎Ca. 184 x 58 mm, mounted on backing paper with note by a later collector (ca. 222 x 138 mm). The beginning of an unpublished letter to an unidentified recipient. It often happens to him, writes van Leeuwenhoek, that he finds himself working on matters the full import of which he does not grasp, and so he would be glad to learn the opinions of Mr. Tevenot (i.e., the French scholar Melchisédech Thévenot, 1620-92): "Myn Heer. Gelijk ik veeltijts verschijde saaken bij de Hant neem omme die haer wesen te ontdecken, daer ik niet kan door komen, soo sal het mij niet onaengenaem sijn, dat de Heer Tevenot mij eenige voorstellen dede waar sijn speculatien mogten komen te vallen, omme alsdan daer op te antwoorden". - In 1683 van Leeuwenhoek wrote to Heinsius: "I have heard Mr. H. van Bleyswyk's high praise of Mons. Thevenot, and I am anxious to hear what that learned and curious gentleman will say about my statements" (Leeuwenhoek, Alle de brieven IV, no. 78). In 1688 he wrote to Thévenot directly: "A few years ago I took the liberty to send you a few of my modest ideas and observations, to which Your Honour replied in courteous terms. Now it so happens that, among several observations, I have discovered the circulation of the blood [...]" (ibid., vol. VIII, no. 111). The present fragment would seem to belong to the context of the former letter. - Identified by a slightly later hand on the leaf itself ("Dit is van Leeuwenhoek"); the backing paper has a note by a German 19th century collector. - The Delft entrepreneur van Leeuwenhoek is one of the most notable representatives of the golden age of Dutch science and technology. A draper by trade and a largely self-taught amateur scientist, he pioneered the field of microscopy and is hailed as the "Father of Microbiology". His instruments, built by a secret and carefully guarded method, achieved magnification of up to 275 times and more - a resolution not reproduced until more than two centuries after his death. "[O]ne can say with truth that [...] protozoology, bacteriology and microbiology begin with Leeuwenhoek" (PMM 166). Autographs by Leeuwenhoek are of the utmost rarity; not a single specimen has been traced in trade records.‎

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‎Leyden, Ernst von, Internist (1832-1910).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("E. Leyden"). O. O. u. D.‎

‎2 SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Wie Sie ohne Zweifel wissen findet im September dieses Jahres die Naturforscherversammlung zu Berlin statt. College Gerhardt und ich sind beauftragt die Vorbereitungen für die Section der innern Medicin zu treffen. Bevor wir nun eine allgemeine Einladung erlaßen, wäre es uns sehr erwünscht schon von namhaften Autoritäten die Zusicherung und Anmeldung von Vorträgen zu haben und mit diesen hervortreten zu können. Es würde mir eine besondere Genugthuung sein wenn wir auf Sie hochverehrter Herr College rechnen dürften [...]". - Ernst von Leyden habilitierte sich 1863 und folgte zwei Jahre darauf einem Ruf an die Innere Klinik in Königsberg, gab damit seine militärärztliche Laufbahn als Stabsarzt auf und erhielt 1872 den Lehrstuhl für Innere Medizin an der neuen Reichsuniversität Straßburg. Seit 1876 war er Professor der propädeutischen Inneren Medizin in Berlin und leitete von 1885 bis 1907 die Erste Medizinische Klinik. Leyden befaßte sich vorwiegend mit der Pathologie des Herzens, der Lunge, der Niere und des Nervensystems sowie mit Diätetik und sozialhygienischen Fragen. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.‎

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‎Mayr, Franz Xaver, Gastroenterologe und Begründer der F. X.-Mayr-Kur (1875-1965).‎

‎Eigenh. Manuskript (Fragment). O. O., 1950.‎

‎2 SS. Gr.-4to. Das Manuskript befaßt sich mit neuen Ansätzen in Medizin und Heilkunde und betont die Notwendigkeit diese auch der österreichischen Bundesregierung näherzubringen: "[...] Eine neue Epoche in der medizin. Wissenschaft und Heilkunde wird nämlich durch diesen Wettbewerb eingeleitet werden, weil von da an sowohl die Forscher wie die Politiker endlich zielbewußt werden arbeiten können und somit mit begründeter Aussicht auf Erfolg [...]".‎

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‎Oncken, Wilhelm, Historiker (1838-1905).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Gießen, 4. XI. 1880.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Im Anschlusse an unser Gespräch in Dresden erlauben Sie mir die ganz ergebenste Anfrage: Könnten Sie nicht in einem Schlußkapitel Ihres Werks eine Übersicht der Entstehung unserer heutigen Wissenschaft von Weltsphären (Copernikus, Kepler, Galilei, Newton) geben? [...]".‎

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‎Overbeck, Johannes, Archäologe (1826-1895).‎

‎2 eigenh. Briefe mit U. Leipzig], 1867.‎

‎Zusammen 6 SS. auf 4 Bll. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Herr Findel [wohl der Schriftsteller und Verleger Gottfried Joseph Gabriel Findel] sagt mir eben, Sie haben gestern Abend im Comité mitgetheilt, ich werde für die D.A.Z. einen Artikel über die Wahlcandidaten schreiben. Ich habe die Abfassung eines solchen Artikels, den Hr. Findel mitgenommen hat und Ihnen übergeben wird, nur in der festen Zuversicht übernommen und übernehmen können, daß ich, wie Sie mir gestern Mittag entgegenbrachten, als Verfasser unter keinen Umständen genannt werde. Über meinem Kopfe hängt nicht nur das Damoklesschwert des Preßgesetzes, sondern das zweite des Disciplinargesetzes, und wenn ich der festen Überzeugung bin, bisher Nichts gethan zu haben, was ich nicht vor irgend einer Instanz vertreten kann, so gilt das nicht von dem besagten Artikel [...]" (25. VIII.). - "Indem ich Ihnen zunächst den Empfang des - sehr unerwarteten - Honorars für meinen kleinen Artikel in der Zeitung dankend bestätige muß ich über die mir gleichzeitig von Ihnen angezeigte Cooptation in den Ausschuß der freisinnig-deutschen Partei Folgendes bemerken. Ich anerkenne vollkommen die Ehre, welche mir durch diese Wahl erwiesen wird und danke dem Ausschuß herzlich für sein Vertrauen. Ob ich aber die Wahl annehmen kann ist mir nicht unzweifelhaft, und zwar deswegen weil ich in der Regel mit Berufs- und wissenschaftlichen Arbeiten so überladen bin, daß ich für diese kaum die nöthige Zeit aufzutreiben weiß [...]" (8. IX.).‎

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‎Pasteur, Louis, French chemist and microbiologist (1822-1895).‎

‎Letter signed ("L. Pasteur"). Paris, 1. XI. 1893.‎

‎8vo. 2 pp. on bifolium. A letter of recommendation to the board of directors of the Exposition Universelle of 1900 for M. Gustave Marchegay as main inspector of the architectural installations service: "Voulez-vous me permettre de recommander à votre haute bienveillance la candidature de M. Gustave Marchegay qui sollicite la situation d'Inspecteur Principal du service d'architecture des installations à l'Exposition de 1900? [...]". - On headed paper of the Institut Pasteur and receipt stamp.‎

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‎Pfizmaier, August, Sinologe, Japanologe, Sprachwissenschaftler und Übersetzer (1808-1887).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 10. I. 1863.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An Adalbert von Kästner, Offizial des k. k. Hof-Telegraphen-Amtes: "Ich möchte Sie bitten, mir gütigst bekannt geben zu wollen, wann ich die von Ihnen zur Besorgung der Reparatur gefälligst übernommene Uhr abholen kann; denn ich bin in größter Verlegenheit, da ich eben keine andere Uhr besitze, welche geht, und schon merhmals hinsichtlich der Zeit mich verfehlt habe [...]". - Etwas angestaubt und mit kleinem Ausschnitt der Verschlußmarke (keine Textberührung).‎

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