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‎Ferdinand II. von Tirol, Erzherzog (1529-1595).‎

‎Brief mit eigenh. U. Innsbruck, 20. VI. 1573.‎

‎1½ SS. auf Doppelblatt. Folio. Mit Adresse und papiergedecktem Siegel (Faltbrief). Empfehlungsschreiben für Paul von Rantzau (1527-79) an den Reichsvizekanzler Johann Baptist Weber (1526-84) in Zusammenhang mit einer diplomatischen Mission an den Hof von Mecklenburg: "Nachdem wir yezo unseren Mundschenckhen, und getreuen lieben Pauln von Ranzau sambt seinen dreyen Brüdern, gegen der Rö. Kay. Mt. Unserem allergenedigisten freundlichen geliebten herrn und Bruedern, zu erlangung ainer Commission an seine Lieb Herzog Johanns Albrechten zu Meckhlburg etc. fürschreiben und befürdern thun, wie du aus demselben Unserem Schreiben, so dir ane das für, und zu deiner expedition kumen würdet, merers aigentlichen Innhalts zuvernemen, So begeren wir hierauf an dich genedigelich, Du wollest dir dise Sach nit alain zu gueter befürderung und schleunigen erledigung wol bevolchen sein lassen, sondern auch das Ihnige, so hierauf außgehn und verfertigt werdigt, in originali sambt Copeyen zu Unsern handen uberschicken, das geraicht Unns von dir zu genedigen und angenemmen gefallen, gegen dir in gnaden, damit wir ann das besonder wolgeneigt, zuerkhennen [...]". - Der berühmteste unter den genannten Brüdern war Heinrich von Rantzau, der von 1556 bis 1598 als Statthalter des dänischen Königs in Schleswig-Holstein fungierte. Er gilt als bedeutender Humanist und Ökonom und steht durch seine Freundschaft mit Erzherzog Ferdinand II. von Tirol und zahlreiche katholische Korrespondenten für die Überwindung konfessioneller Grenzen. Ferdinand II. erhielt von den Brüdern Rantzau zwei Harnische aus Familienbesitz für die Ambraser Sammlung. - Zweifach gegengezeichnet. Minimal angeschmutzt.‎

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Wien, AT
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€ 1.500,00 Kopen

‎Ferdinand III., röm.-dt. Kaiser (1608-1657).‎

‎Brief mit eigenh. U. Wien, 1. III. 1650.‎

‎1¼ SS. auf Doppelblatt. Folio. Mit Adresse und papiergedecktem Siegel (Faltbrief). An Octavio Piccolomini, den Diplomaten Isaak Volmar, Reichshofrat Johann Krane und andere kaiserliche Delegierte am Nürnberger Exekutionstag in Fragen des Unterhalts der Verhandler durch die Stadt: "Hoch und Wolgeborener, auch Ersame gelehrte, liebe getreue. Von Unserer HoffCammer auß, werdet Ihr mit mehrerm vernemen, was wir euch für mittel zu ewerer ferneren subsistenz alda zu Nürnberg verordnet. Wan Wir nun hierüber auch der Statt Nürnberg zugeschrieben, daß Sie in abschlag Ihres contingents an Ire negst künfftigen Reichsverwilligung Euch in die Zwanzig Tausent gulden hergeben wolten [...] Also haben Wir Euch solches zu dem endt hiemit einschliessen wollen, daß Ihr den Magistrat durch ein außschuß zu Euch erfordert, und dan das werckh [...] in die weeg richtet, damit dißorths Unßer intention erreicht [...] werden möge. An deme volbringt Ihr Unßeren gnedigsten Willen und meinung und Wir verbleiben Euch beynebens mit Kay. gnaden wohlgewogen [...]". - Der Nürnberger Exekutionstag diente der Klärung von Fragen, die bei der Beendigung des Dreißigjährigen Krieges durch den Westfälischen Frieden offengeblieben waren. Die Ergebnisse der über einjährigen Verhandlungen wurden im Nürnberger Reichs-Friedens-Rezess vom 26. Juli 1650 kodifiziert. Diese als Reichsgrundgesetz behandelten Rezesse sollten die politische Ordnung Mitteleuropas über hundert Jahre lang bestimmen. - Gegengezeichnet von Reichsvizekanzler Ferdinand Sigismund Kurtz von Senftenau und dem Beamten Wilhelm Schröder. - Leicht gebräunt.‎

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Wien, AT
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€ 4.500,00 Kopen

‎Ferdinand Maximilian, Erzherzog von Österreich (1832-1867).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Schönbrunn, 17. VI. 1858.‎

‎8vo. 3 SS. auf Doppelblatt. Über den Gesundheitszustand von dessen Mutter und in der Hoffnung, dass die Seeluft in Saint-Léonard dazu beitragen werde, diese zu kurieren": "Votre bonne lettre du 3 de ce mois ne me laisse qu'un regret, c'est qu'elle constate que l'état de santé de la Reine Votre mère, quoique meilleur, n'ait pas encore été, à ce moment, aussi satisfaisant que nous le désirons. Je suis heureux d'apprendre, toutefois, qu'elle ait si bien supporté le voyage à St. Leonards, et j'aime à espérer que l'air de la mer aidérera de la rétablir [...]".‎

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Wien, AT
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€ 800,00 Kopen

‎Ferdinand Maximilian, Erzherzog von Österreich (1832-1867).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D., [1857?].‎

‎8vo. 4 SS. auf Doppelblatt. An einen Verwandten in französischer Sprache. "Le télégraphe vient de nous transmettre l'accablante nouvelle du décès [...] de Madame la Duchesse de Nemours" [...]". - Auf Briefpapier mit schwarzem Trauerrand.‎

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€ 950,00 Kopen

‎Fernando II., König von Portugal (1816-1885).‎

‎Schriftstück mit U. ("Rey"). Paco de Belem (Lissabon), 31. III. 1845.‎

‎½ S. auf Doppelblatt. Folio. Mit Adresse verso und papierged. Siegel. An Kardinal Polidori mit Hochschätzung seiner Person und bestem Dank für ein Geschenk zur vergangenen Weihnacht: "Nos Envio muito saudar, como aquelle que muito ano e preso. A estimação que faço da vossa pessoa augmenta a satisfação com que recebo o obsequio que abe fareis por ocassião do Santíssimo Natal, desejando vos também felicidades. Nosso Senhor haja a vosso pessoa em sua santa guarda [...]". - Mit parallelen Einschnitten durch Briefverschluss. In sehr gutem Erhaltungszustand.‎

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€ 850,00 Kopen

‎Filangieri, Carlo, italienischer General (1784-1867).‎

‎Brief mit eigenh. U. Palermo, 25. XII. 1833.‎

‎½ S. auf Doppelblatt. 4to. An einen namentlich nicht genannten Oberst mit der Bitte, dem Chef von dessen Militärmusik mitzuteilen, dass er mit dem am selben Morgen zur Begleitung der aufmarschierenden Wache aufgeführten Stück sehr zufrieden gewesen sei: "Je vous prie de dire au Chef de votre Musique que j'ai été très satisfait du morceau d'armonie qu'il a fait execouté ce matin à la garde montante [...]". - Mit biographischer Notiz über Filangieri von alter Sammlerhand verso. - Leicht braunfleckig.‎

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€ 350,00 Kopen

‎Finck von Finckenstein, Albrecht Konrad Graf, preußischer Generalfeldmarschall (1660-1735).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Berlin, 18. III. 1727.‎

‎4 SS. auf Doppelblatt. 4to. An einen namentlich nicht genannten Professor, möglicherweise den Theologen August Hermann Francke, über die Anstellung eines neuen Predigers: "Es hatt unser H. Prediger Griese die vocation an hiesige Petri Kirche erhalten der von Gott gepriesen sey[,] daß ein rechtschaffener Lehrer und kein Miesling an die selbe gekommen. Werden also mein Wertester H. Professor von der Gutte sein und mich laut der Beylage von des Koniges Schreiben mit einem rechtschaffenen und treuen Mann versorgen. Man hatt mir alhier versichern wollen[,] daß H. Senzke gutte Studia habe und darbey ein exemplarischer Mann sey jedoch seine Stimme nicht starck genug unsere Kirche zu füllen über dem sol[l] er sehr liespeln [...] Wen[n] solcher also vorn[,] so mochte unsere [...] Kirche grossen Schaden darbey leiden, noch sind wir jedem gerühmet worden [...] ich [...] verlasse mich lediglich auf [...] Wertesten H. Professor[,] daß Sie vor unser Corps guttigst sorgen werden [...] So werden Sie so zu sagen einen grossen Seegen auffs und ins Land bringen. Derjenige muß recht dencken daß das tractament vor die erforderte grosse Arbeit und Mühe clein, welches in so weit dass dan[n] er bekommet monatlich 10 fl. und ta[e]glich jedes mahl zu essen nebst seinem logement halten und licht, der Lohn aber von Gott desto grosser auch vom Konige nach 2½ Jahren eines gutten Dienst, wie seine 3 antecessoren, also H. Schultz, Flesch, und Griese selbsten gesehen müssen. H. Griese wird noch vor Ostern von uns ziehen, wird also [...] wenig Zeit ubrig haben, wenn er sol[l] vor Ostern ordiniert werden [...]".‎

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€ 800,00 Kopen

‎Forgách, Ádám von, General und Feldmarschall (1601-1681).‎

‎Brief mit eigenh. U. O. O., [5. I. 1647].‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse verso. In lateinischer Sprache an den Hofkriegsrat, in der Angelegenheit mehrerer türkischer Gefangener des Hauptmanns von Neuburg, die sich in der Festung des Bischofs von Neutra befinden und dem Bischof nun rechtmäßig überlassen werden sollen: "Decretum Suae Maiestatis Sacrissimae, ad instantiam Reverendissimi Domini Episcopi Nyttriensis, occasione quorundam trium Captivorum Turcarum Capitanei Novigradiensis, in Arce Nyttriensis defacto existentium, ex inclyto Consilio Bellico ad me directum, debito honore et obedientia accepi. Quorum negotium, tum ex informatione eiusdem Capitanei Novigradiensis, cum ex ipsa rei veritate, [...] mihi constat [...] Quod quatuor istos Captivos Turcas, dictus Capitaneus Neogradiensis ad meam Commissionem penes Mandatum Suae Matteris, ex Novigradiensi praesidio aliorsum ducere debuit [...] sic duxit eos in Arcem eiusdem Domini Episcopi Nyttriensis, tanquam ad fideles manus [...] Et sic [...] quomodo et quo iure dictos tres Captivos Turcas ab eodem Capitaneo Novigradiensis auferre, et prae manibus Domini Episcopi Nyttriensis relinquere possimus, quod esset etiam cum magno scandalo aliorum etiam fidelium servitorae Suae Matteris Sacrissimae [...]". - Verso Antwortschreiben des Hofkriegsrats, datiert 5. I. 1647, mit der Anweisung, die Gefangenen in den Gewahrsam des Bischofs zu übergeben.‎

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€ 650,00 Kopen

‎Fouquet de Belle-Isle, Charles Louis Auguste, Minister und Marschall von Frankreich (1684-1761).‎

‎Brief mit eigenh. U. Versailles, 11. I. 1756.‎

‎1½ SS. 4to. An Oberst Bourquefelden über die ihm von seiner Majestät ausgesprochene Ehre, ihn mit dem Kommando der Côtes de l'Ocean zu betrauen, wobei er Bourquefelden und sein Bataillon gerne dabei gehabt hätte, was jedoch aufgrund großer Entfernung nicht möglich gewesen sei, und in der Hoffnung auf günstigere und interessantere Gelegenheiten, Bourquefelden zu treffen: "Je suis bien persuadé [...] de toute la part que vous prenez à la distinction que S. M. vient de me marquer, en me confiant le Commandement des Côtes de l'ocean, vous croyez bien que s'il avait été possible de vous y avoir avec votre Bataillon, j'en aurais pas attendu que vous m'en avisassiez pour le demander, mais il s'en trouve malheureusement à présent trop éloigné pour avoir pû parvenir à l'obtenir. Et je ne m'en console que dans l'espérance qu'il se présentera d'autres occasions plus favorables et peut-être plus intéressantes de vous attirer [...]". - Mit kleinen Randläsuren.‎

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€ 280,00 Kopen

‎Fox, Charles Richard, British army general and politician (1796-1873).‎

‎Autograph letter signed. London, 20. X. 1872.‎

‎8vo. 1½ pp. In French, to the Parisian numismatist and coin dealer Henri Hoffmann, originally accompanying a list of coins that Fox wanted to buy, also mentioning the sale of the collection of British numismatist Edward Wigan (1823-71) at the auction house Rollin & Feuardent: "J'ai choisi 21 de vos monnaies dont j'adjoins la liste sur l'autre page. Vous avez bien vendus les meilleurs mon Ami! Cependant d'en acheter moins convient à ma bourse d'autant plus que la Collection Wigan est à vendre par Feuardent, après que le Musée B[ritann]que aura choisi ceux dont on a besoin [...]". Furthermore, Fox discusses the origin of two coins, rejecting Hoffman's claims.‎

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€ 350,00 Kopen

‎Foy, Maximilien Sébastien comte de, General und Staatsmann (1775-1825).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Paris, 21. XII. 1810.‎

‎½ S. 4to. Mit eh. Adresse. An den Kriegsminister Henri-Jacques-Guillaume Clarke, comte d’Hunebourg, duc de Feltre über die Rückkehr der napoleonischen Armee aus Portugal, die nun aber keine Gelder übrig habe, weshalb seine Bezüge seit 1. August ausständig seien, und mit der Bitte, die Auszahlung seines Gehalts in Paris sowie einer zusätzlichen Entschädigung für seinen Einsatz im Feld, die ihm durch die Erlangung des Ranges eines Général de Division zustehe, zu veranlassen: "Mes appointements me sont dus depuis le 1er août dernier, parce que l'armée de Portugal est arrivée pour sa solde et est sans fonds. Je supplie Votre Excellence d'autoriser que je sois payé à Paris de mes appointements et de l'indemnité de gratification d'entrée en campagne qui m'est due pour passage du grade de général de Brigade à celui de général de Division [...]". - Mit Antwortvermerken aus dem Kriegsministerium sowie einem verblichenen Stempel. Gefaltet.‎

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€ 550,00 Kopen

‎Fradin, Émile, discoverer of the Glozel artefacts (1906-2010).‎

‎Postcard with autograph signature "Fradin". N. p. o. d.‎

‎Oblong 8vo. 1 line. On a picture postcard showing the interior of Fradin's "Musée de Glozel" (department Allier). - On 1 March 1924 the farmer Émile Fradin and his grandfather Claude discovered an underground chamber while ploughing one of their fields. In several excavations on the site between 1924 and 1930 Fradin and others discovered more than 3000 artefacts, mostly clay tablets, sculptures and vases. With the help of local amateur archeologists Fradin claimed the findings to be of Neolithic origin. Once the unusual discovery reached national attention and professional archaeologists got involved, controversies arose. A commission of specialists that was appointed to investigate the site in 1927 declared everything from Glozel with the exception of a few pieces to be forgeries. Fradin was confronted with allegations of fraud but an initial indictment was repealed in 1931 and he successfully sued René Dussaud, a curator at the Louvre and famous epigrapher, for defamation in 1932. Despite several scientific attempts at dating and interpreting the discovery, no conclusive explanation has been put forward until today. A majority of artifacts is now believed to be of mediaeval origin and some objects have been identified as forgeries, but there are also objects dating to the Gallo-Roman and Celtic period. The most remarkable and enigmatic artefacts from Glozel are some 100 tablets bearing inscriptions. The symbols are reminiscent of the Phoenician alphabet but they have not been conclusively deciphered. - Well preserved.‎

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Wien, AT
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€ 150,00 Kopen

‎Franz Karl von Österreich, Erzherzog, Militär (1802-1878).‎

‎Quittung mit eigenh. U. Wien, 1. VII. 1862.‎

‎½ S. Fol. Mit Lacksiegel. Quittung über den Erhalt seiner monatlichen Apanage von 4375 Gulden aus dem k. k. Hofzahlamt. - Bei der Regierungsübergabe seines Bruders Kaiser Ferdinand I. verzichtete Franz Karl zugunsten seines Sohnes Franz Joseph am 2. Dezember 1848 auf die Thronfolge. Sehr an Kunst und Kultur interessiert, trat Franz Karl oftmals als Schutzherr für kulturelle Einrichtungen ein. Die berühmteste Institution dieser Art ist das ihm zu Ehren benannte Francisco-Carolinum in Linz. - Mit Registraturvermerken. Leicht angeschmutzt und berieben.‎

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Wien, AT
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€ 400,00 Kopen

‎Friant, Louis Graf, General (1758-1829).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Paris, 1. I. 1816.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse verso (Faltbrief). In französischer Sprache an den Notar Ragon in Pontoise, auf dessen letzten Brief er nicht eher geantwortet habe, da er auf der Jagd gewesen und erst am Vorabend heimgekehrt sei, mit Dank für die Einsetzung des Grafen François-Antoine de Boissy d'Anglas als Schuldner, was für seine Geldbörse heilsam sei: "Je n'ai pas repondu de suite à votre dernière parce que j'ai été chasser chez un de mes vieux sabreur d'autre fois, je ne suis de retour à la maison que d'hier soir. Vous avez fait à Boissy comme à tiré lier je vous en offre de nouveau ma gratitude et vous avez en fait ce qu'on apele une besogne salutaire à la bourse de votre tout devoué. Je vous offre ici avec effusion de coeur reciprocité enttière sur vos bon[s] souhaits [...]".‎

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€ 400,00 Kopen

‎Friccius, Karl Friedrich, preußischer Generalauditeur (1779-1856).‎

‎Eigenh. Brief mit U. B[erlin], 17. II. 1844.‎

‎1½ SS. auf Doppelblatt. 4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Das 3te Ostpreussische Landwehr Infanterie Regiment unter dem Major [Karl Friedrich] Gr. Klinkowström hatte am 24. März 1814 bei Maubeuge in den Niederlanden ein Gefecht, wovon Plotho [d. i. der Oberstleutnant und Militärhistoriker Carl Johann Joachim Friedrich Edler Herr und Freiherr von Plotho] und andere Schriftsteller jener Zeit nichts erwähnen, und worüber es überhaupt an Nachrichten fehlt, was aber nicht unbedeutend gewesen sein kann, da der Graf v. Klinkowström dafür den Orden pour le mérite mit Eichenlaub erhalten hat, welcher nur bei erheblichen Ereignissen gegeben wurde und unseren andern Officieren russische Orden verliehen wurden. Bei Ausarbeitung der Fortsetzung meiner Kriegsgeschichte und der Geschichte meines Bataillons kommt es mir natürlich darauf an das Gefecht umständlich zu beschreiben. Ohne Zweifel werden sich in den Acten der General Ordens Kommission die darüber erstatteten Berichte und Vorschläge finden und es würde uns sehr schätzbar sein, sie anzusehen. Gesprächsweise ist mir von Männern, die es wissen konnten, gesagt, daß die Vorschläge und Berichte von dem Herzoge von Weimar ausgegangen wären, Bülow sich mit der Verleihung des Ordens pour le mérite an den Grafen v. Klinkowström nicht einverstanden erklärt und zweimal bei Sr. Majestät dem Könige oder der General Ordens Kommission angefragt habe, ob er ihn aushändigen solle. Aber wie er beschieden ist, habe ich nicht erfahren können [...]". - Friccius' militärhistorisches Werk "Geschichte des Krieges in den Jahren 1813 und 1814 mit besonderer Rücksicht auf Ostpreußen und das Königsbergsche Landwehrbataillon" erschien 1843 in Altenburg. - Mit einer biographischen Notiz in Bleistift von alter Sammlerhand: "Carl Friccius, General-Auditeur der preuss. Armee, war der Erste, welcher während d. Schlacht b. Leipzig in die Stadt drang".‎

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€ 450,00 Kopen

‎Friedmann, Max, österr. Politiker (1864-1936).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 22. V. 1912.‎

‎1 S. 4to. Unter der Notiz "Vertraulich" am oberen Briefrand übersendet Max Friedmann dem Adressaten eine "einzige" Eintrittskarte ("leider kein Sitzplatz") mit der Bitte, "es niemandem zu sagen". - Friedmann war Präsident der wirtschaftlichen Zentrale für Gewerbe, Handel und Industrie sowie Vorstandsmitglied der Vereinigung der deutsch-österreichischen Industrie. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.‎

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€ 120,00 Kopen

‎Friedrich Ferdinand Leopold, Erzherzog, Vizeadmiral, Orientreisender (1821-1847).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Venedig, 6. VII. 1845.‎

‎1 S. 4to. Gratulationsschreiben an Feldmarschallleutnant Ferdinand Anton Frhr. von Hauer (1779-1846) in Hermannstadt anlässlich der Ernennung zum 2. Regimentsinhaber seines Venezianischen Infanterieregiments Nr. 16 durch Kaiser Ferdinand: "Ich habe Ihr Schreiben aus Hermannstadt vom 22. Juny d. J gestern richtig erhalten, u. ermangle nicht Ihnen hiermit meinen verbindlichsten Dank abzustatten. Es hat mich recht sehr gefreut, als ich vernahm, daß die Allerhöchste Gnade meinem Regimente Sie zum 2ten Inhaber gab, u. ich kann dem Regimente selbst nur gratulieren, einen eben so gerechten als erfahrenen Chef erhalten zu haben. Sie wissen bereits, lieber Herr FMLt, mein Verhältniß als 1ter Inhaber zum Regimente, ich kann daher nur hinzufügen, daß ich jede an mich von Comunen oder einzelnen Individuen in Regimentsangelegenheiten kommende Zuschrift sogleich an Sie zum eigenen Amtsgebrauche leiten werde. Schließlich muß ich Ihnen eröffnen, daß die hier in Garnison stehende Grenadier-Division in jeder Hinsicht nur sehr zu loben ist [...]". General Hauer sollte bereits am 21. Juli des Folgejahrs in Graz versterben. - Der jung verstorbene Erzherzog Friedrich Ferdinand Leopold erwarb sich früh militärischen Ruhm durch seine Rolle als Befehlshaber bei der Einnahme von Akko in der Orientkrise von 1840. Nach seiner Ernennung zum Vizeadmiral und Marineoberkommandanten 1844 machte er sich um die Modernisierung der österreichischen Kriegsmarine verdient. - Auf Briefpapier mit geprägtem Wappen. Empfängernotiz verso. Gefaltet mit Randeinrissen in den Faltungen.‎

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€ 1.800,00 Kopen

‎Friedrich II., "Prinz von Homburg", Landgraf von Hessen-Homburg (1633-1708).‎

‎Eigenh. Schriftstück mit U. Homburg vor der Höhe, 2. XI. 1687.‎

‎¼ S. Folio. Rotes Lacksiegel. Quittung über den Erhalt von "eintausentzweyhundert und achzig gulden, als reste vom Capitale der 11.280 fl. [...]" von dem Reichsritter Bauer auf Eiseneck. - Verso regestiert. Stärker braunfleckig durch Wasserschaden, stärkeren Randläsuren teilweise mit Papierstreifen restauriert.‎

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€ 3.500,00 Kopen

‎Friedrich Leopold von Preußen, Militär (1865-1931).‎

‎Ausschnitt mit eigenh. U. Luxor, 12. II. 1925.‎

‎Qu.-8vo. Prinz Friedrich Leopold von Preußen, Schwager Kaiser Wilhelms II., galt als enfant terrible des Hauses Hohenzollern und wurde aufgrund seines verschwenderischen Lebensstils 1904 weitgehend entmündigt. Bereits zuvor hatte er seine militärischen Funktionen nur formal ausgeführt. Nach der Novemberrevolution konnte sich der Prinz von der Vormundschaft befreien und übersiedelte 1919 nach Lugano. In einem aufsehenerregenden Gerichtsprozess erkämpfte er sein Erbanteil. - Mit Echtheitsbestätigung vom 20. Februar 1925 des Notars Robert van Aken in Lugano. Gefaltet und beschnitten. Die Unterschrift wohlerhalten.‎

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€ 180,00 Kopen

‎Friedrich VI., Markgraf von Baden-Durlach (1617-1677).‎

‎Schreiben mit eigenh. Ergebenheitsformel und U. Residenz Karlsburg in Durlach, 17. XII. 1667.‎

‎1 S. Folio. Wasserzeichen: Krone, Kartusche, Kleeblatt. Weihnachts- und Neujahrswünsche an seine künstlerisch begabte Base Anna Maria von Baden-Durlach (1617-72) und ihre Schwester Elisabeth (1620-92): "In Erinnerung der Christlichen gewohnheit und aus antrieb Unßerer zu Ewr. Lbdn. und dero freundlich geliebten Fräulin Schwestern führender freund-vetterlicher affection, haben wir nicht ermanglen wollen Ihnen zu der bevorstehenden hayligen Christzeit, und dem darauff baldt anscheinenden newen Jahr hiermit zu congratuliren [...]". - Mit wenigen kleinen Randeinrissen. Sammlernotizen in Tinte und Bleistift. In den Rändern etwas gebräunt.‎

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€ 1.200,00 Kopen

‎(Friedrich Wilhelm) Georg Prinz von Preußen, General und Schriftsteller (1826-1902).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D., [ca. 1877].‎

‎3½ SS. 8vo. An einen nicht namentlich genannten Theaterdirektor in Bezug auf eine mögliche Aufführung der Tragödie "Phädra" (1877): "Unwohlsein hat mich leider verhindert Euer Hochwohlgeboren bis jetzt meinen aufrichtigen Dank auszusprechen. Es macht mich sehr glücklich, dass sich meiner Phaidra so erfreuliche Aussichten eröffnen. Alles was mir Herr von Waldberg über Ihre Bühnen mitgetheilt hat konnte meine Freude nur erhöhen. Es handelte sich nun nur noch darum die Einwilligung Lauberts zu erhalten, denn ohne Musik ist die Aufführung der Phädra unmöglich. Die Bacchantenscene wäre ohne Musik undenkbar [...]". - Neben einer weitgehend zeremoniellen militärischen Laufbahn studierte der musisch begabte Prinz in Bonn und verkehrte in literarischen Kreisen. In den 1870er und 1880er Jahren veröffentlichte er unter den Pseudonymen Georg Conrad und Günther von Freiberg zahlreiche Dichtungen und Theaterstücke. Daneben protegierte er kulturelle Einrichtungen und legte eine umfassende Bibliothek an, die er der Universität Bonn vermachte. - Leicht gebräunt. Verso mit Vermerk von anderer Hand "Vom ollen Dichter-Prinzen Georg von Preussen". Aus der Autographensammlung von Eduard Fischer von Röslerstamm mit dessen eh. beschriebenem Archivzettel.‎

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€ 350,00 Kopen

‎Friedrich Wilhelm I., König in Preußen (1688-1740).‎

‎Schreiben mit eigenh. U. Berlin, 19. VI. 1716.‎

‎1½ SS. auf Doppelblatt. 4to. Mit Adresse. An den Oberforstmeister Jobst Heinrich von Zanthier: "Nachdem Wir das in Stettin befindliche Magazin repariret wißen wollen, und dann zu Belegung des Bodens 25 Schock gantze und halbe Rundbretter erfordert werden, als hast du das hierzu benöthigte Holtz aus dorthigen sequestrierten nechst belegenen Gehöltzen ohnentgeldtlich verabfolgen, auch vom Lande an und nach Stettin fahren zu laßen, mithin dem Kriges Commissario Pfeilen in Cüstrin wo und wann das Holtz geschlagen worden Nachricht zu geben [...]". Mit Gegenzeichnung durch den Generalfeldmarschall und Staatsmann Friedrich Wilhelm von Grumbkow (1678-1739). Spuren eines roten Siegels. Stärker fleckig.‎

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€ 600,00 Kopen

‎Friedrich Wilhelm Ludwig, Großherzog von Baden (1826-1907).‎

‎Schreiben mit eigenh. U. Schloss Baden [Baden Baden], 26. X. 1881.‎

‎½ S. 4to. Dankschreiben für Hochzeitsglückwünsche des preußischen Diplomaten Graf Gustav von Enzenberg: "Werthgeschätzter Herr Graf! Sie haben der Großherzogin und mir zu unserer silbernen Hochzeit und zur Vermählung der Prinzessin Victoria Ihre Glückwünsche dargebracht und in einem sinnigen Festgruße der ergebenen Gesinnung Ausdruck verliehen, welche Sie uns widmen. Wir haben diese Werthkundgebung gerne entgegengenommen und erwiedern dieselbe mit aufrichtigem Danke. Mit Vergnügen benütze ich auch diesen Anlaß Sie meiner vorzüglichen Werthschätzung zu versichern [...]". - Prinzessin Viktoria von Baden (1862-1930) hatte am 20. September 1881 den späteren König Gustav V. von Schweden geheiratet. - Gefaltet.‎

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€ 300,00 Kopen

‎Friesen, Karl Friedrich, Mitbegründer der deutschen Turnkunst und Freiheitskämpfer (1784-1814).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Syke (Niedersachsen)., 7. XII. 1813.‎

‎½ S. 4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Der Herr Major v. Lützow [d. i. der Generalmajor Ludwig Adolf Wilhelm Freiherr von Lützow] wird die in Ihrem Briefe vorgetragene Sache untersuchen lassen. Ein Lieutenant Namens Schulz ist nicht in unserm Corps. Auf baldiges Wiedersehen [...]". - Etwas tintenfleckig.‎

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€ 4.500,00 Kopen

‎Fürstenberg, Karl Egon II. zu, Politiker und Mäzen (1796-1854).‎

‎Ausschnitt mit eigenh. U. O. O. u. D.‎

‎1 S. Ca. 43:108 mm. "Mit ausgezeichneter Hochachtung Eurer Excellenz ergebenster Carl Egon Fürst z[u] Fürstenberg".‎

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€ 140,00 Kopen

‎Fürstenberg, Karl Egon III. zu, General (1820-1892).‎

‎Brief mit eigenh. Ergebenheitsformel und U. Baden (Baden-Baden), 14. II. 1879.‎

‎¾ S. auf Doppelblatt. Gr.-4to. An einen Geheimrat mit Dank für die Beileidsbekundung zum Ableben seines Leibarztes Emil Rehmann (1817-79) und mit der Mitteilung, dass die Verwaltung der fürstlichen Naturaliensammlung dem Domänenrat Hopfgartner übertragen worden sei: "Für die [...] mir ausgesprochene Theilnahme [...] sage ich Ihnen geziemenden Dank und nehme gerne von dem Ausdrucke Ihres ferneren Interesses an dem Gedeihen meiner Sammlungen Kenntniß. Die Verwaltung der Sammlungen habe ich unterm 5ten d. M. meinem Domänenrathe Hopfgartner übertragen [...]". - Mit einigen kleinen Randeinrissen und Spuren alter Faltung. In den Rändern stellenweise etwas gebräunt.‎

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€ 350,00 Kopen

‎Fürstenberg, Karl Emil Prinz, Diplomat (1867-1945).‎

‎Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 13. III. 1937.‎

‎1 S. 8vo. An den Ingenieur Hans Krammer im Namen der Vereinigung zur Errichtung eines Kaiser Franz Joseph-Denkmals in Wien: "Als Mitglieder der Präsidentschaft des unter dem Ehrenschutz des Herrn Bundespräsidenten stehenden Vereinigung zur Errichtung eines Kaiser Franz Joseph Denkmals in Wien, erlauben wir uns an Sie, hochverehrter Herr Ingenieur, die herzliche Bitte zu richten, unseren ehrenamtlichen Delegierten, Herrn Ludwig Weihs, welcher sich die Ehre geben wird, zwecks näherer Information an einem der nächsten Tage vorzusprechen, freundlichst empfangen zu wollen [...]". - Der Verein, der bestehende Denkmäler für Kaiser Franz Josef pflegte und das Ziel verfolgte, ein monumentales Denkmal in Wien zu errichten, schrieb Anfang 1937 einen Wettbewerb aus. Die eingereichten Projekte, darunter Entwürfe von Clemens Holzmeister und Hans Andre, wurden von 6. September bis 17. Oktober 1937 im Künstlerhaus ausgestellt. Im November 1937 kam ein über 10 Meter hohes Holzmodell auf dem Heldenplatz zur Aufstellung; die Annexion Österreichs 1938 setzte den Plänen des Vereins ein Ende. - Auf Briefpapier der Vereinigung mit gedruckten Wappen und Titulaturen von Prinz Karl Emil Fürstenberg und Ottomar Madlé v. Lenzbrugg, General der Infanterie. Mit Datumsstempel des Posteingangs.‎

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€ 180,00 Kopen

‎Fürstenberg-Stühlingen, Joseph Wilhelm Ernst zu, Fürst zu Fürstenberg (1699-1762).‎

‎Brief mit eigenh. Ergebenheitsformel und U. Prag, 24. XII. 1751.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. Folio. Beiliegend ein Faltumschlag mit Siegel und Adresse. Dankschreiben für Weihnachts- und Neujahrsglückwünsche an den Abt von St. Emmeram in Regensburg, Johann Baptist Kraus OSB (1700-62): "Euer Lbd. geneigtes Andenken aus Gelegenheit der heyl.en Weinacht-Feyertagen, und des innstehenden neuen Jahrs erkenne ich mit schuldverbundenstem Dank [...]". - Etwas staubrandig, mit einigen winzigen und wenigen größeren Randeinrissen (Berührung der U.). Der Faltumschlag leicht angestaubt im Adressfeld und mit Ausschnitt durch Brieföffnung.‎

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Wien, AT
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€ 650,00 Kopen

‎Gablenz, Ludwig Karl Wilhelm Freiherr von, österr. General (1814-1874).‎

‎Ausschnitt mit eigenh. U. O. O. u. D.‎

‎1 S. Ca. 56:205 mm. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "alter Freund Gablenz Freih.". - Mit biographischer Notiz in Bleistift von alter Sammlerhand.‎

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Wien, AT
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€ 120,00 Kopen

‎Gallifet, Gaston Alexandre Auguste, marquis de, frz. General und Kriegsminister (1830-1909).‎

‎Eigenh. Telegramm mit U. O. O., [Poststempel: 1886].‎

‎1 S. 12mo. Mit eh. Adresse verso. An die Librairie nouvelle in Paris mit der Bitte, ihm so bald wie möglich den Roman "Clarissa" von Samuel Richardson in der Übersetzung (1751) des Antoine-François Prévost und Pierre Letourneur sowie den 1886 bei Hetzel erschienenen Roman "Un Bulgare" von Iwan Turgenew zu schicken: "Prière de m'envoyer aussitôt que possible Clarisse Harlowe de Richardson, Traduction en Francais par L'abbé Prevost et M. Le Tourneur / 2. un roman Russe qui a paru chez Hetzel et est intitulé 'Un Bulgare', il est de Tourgueneff ou de Tolstoi [...]". - Gallifet war berüchtigt für sein Kommando während der Niederschlagung des Aufstandes der Pariser Kommune 1871. - Mit einem kleineren Randeinriss.‎

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€ 250,00 Kopen

‎[Gandhi, Mohandas Karamchand ("Mahatma")].‎

‎Private collection of ten early biographies and works supporting Gandhi. Various places, 1923-1949.‎

‎10 volumes, all in original cloth, 5 with original dust jacket. A remarkable private collection of 10 early biographies and works supporting Gandhi, each signed by the author. While Western biographers began to take interest in Gandhi beginning with Romain Roland (1924), this collection includes only association or signed copies of works by Indian authors. Represented here are both those who had followed Gandhi from his earliest political machinations in South Africa, as well as his early followers who subsequently emigrated to America in order to raise public awareness of the Indian Independence movement. In contrast to the author-signed works of Western biographers, which can be encountered in the trade today, works signed by Indian authors of this period are notoriously rare. Includes individually: 1) Muzumdar, Haridas T. Gandhi the Apostle. His Trial and His Message. Chicago: Universal Publishing Co., 1923. Blue cloth. Inscribed "Presented to my good friend Charles E. Sekera by Haridas T. Muzumdar / Evanston, Xmas, 1924". - First edition. An exceptionally early work in support of Gandhi, addressed to American readers to drum up financial and popular support for the Indian Independence movement in the U.S. A close friend and one of the earliest biographers of Gandhi, this was Haridas's first published book, when he was just 24 years old and living in New York City. - 2) Gandhi, Mohandas K. / Muzumdar, Haridas T. (ed.). Sermon on the Sea. Chicago: Universal Publishing Co., 1924. Yellow cloth. Inscribed "To Prof. John E. Kirkpatrick, from his friend Haridas T. Muzumdar / Olivet Conference, Aug. 1925". - First U.S. edition of Gandhi's famous tract, penned in South Africa in 1909 and also known under the title Indian Home Rule or Hind Swaraj. It includes his quotes "One who is free from hatred requires no sword" and "only fair means can produce fair results". This copy was presented by the editor and early Gandhi activist Muzumdar to a fellow American academic, shortly after its publication. - 3) Hossain, Syud. Gandhi. The Saint as Statesman. Los Angeles: Sutton House, 1937. Black cloth, with original dustjacket. Inscribed on flyleaf "With best wishes / Syud Hossain". - First edition. Dr Syud Hossain was instrumental in forging links between American-based Indian nationalists and the Indian National Congress. Co-founder of the National Committee for Indian Independence (headquartered in Washington, DC), Hossain spearheaded the Indian lobby for self-rule from abroad. "Immaculately dressed, polished in manners, brilliant in oratory, Hossain captivated his audiences from coast to coast," said A. K. Mozumdar, a colleague and fellow activist of Hossain. The Los Angeles Times described him as "the most distinguished Indian visitor in America since Tagore" while according to the New York-based Foreign Policy Association, "of the hundreds of speakers who have addressed our conferences during the past five years, none were more brilliant or authoritative than Mr Hossain". In September 1945, Hossain suggested to Jawaharlal Nehru that he return to India to work towards Hindu-Muslim harmony and stand for elections. After consulting Asaf Ali and Gandhi, Nehru cabled back: "Gandhiji thinks you can do more important work in America". Hossain briefly served as India's first ambassador to Egypt, where he died in 1949. - 4) Muzumdar, Haridas T. Gandhi Triumphant! The Inside Story of the Historic Fast. New York: Universal Publishing Co., 1939. Blue cloth. Signed by Muzumdar in Hindi and in English on flyeaf. - First edition. An account of Gandhi's Rajkot Fast to protest the local ruler's refusal to enact administrative reforms in that state. The fast lasted only 3 days, 3-5 March 1939. The work also includes four original articles by Gandhi: "States and the People"; "Rajkot"; "Rajkot and Jaipur"; and "Kicks and Kisses". - 5) Raman, T. A. What does Gandhi Want? New York: Oxford University Press, 1942. Yellow cloth, with original dust-jacket. Inscribed "To Dr. and Mrs. Aldridge, with sincere regard / T. A. Raman", and with a loose letter from Raman dated October, 1942, "Herewith one of the first copies of my book. It is to be published on the 29th. Please let me know what you and Dr. Aldridge think of it. With kindest regards from us both, Sincerely Yours, T. A Raman" on hotel stationery. - First edition. Educated in Madras, Raman was an Indian nationalist who emigrated to become the London editor of the United Press of India. Here, he presents Gandhi's solutions to the World War raging at the time, including remarks on Indian's participation. "Mr. Raman first met Gandhi at Marseilles in 1931 when he joined the Indian leader's staff at the Indian Round Table Conference. Thereafter he was constantly in touch with Gandhi and other Indian leaders, following them to India, where he became a close associate of Gandhi…" (dustjacket). - 6) Prabhu, R. K. & Rao, U. R. The Mind of Mahatma Gandhi. [Madras]: Geoffrey Cumberlege for the Oxford University Press Indian Branch, 1946. Red cloth, with original dustjacket. Inscribed "Mr. Chester Bowles, The American Embassy, New Delhi / With best compliments from U. R. Rao / 30.11.51, Bombay". - Second edition. An outstanding association copy, presented to the American Ambassador to India following Independence. The work is a compilation of select quotations from Gandhi to illustrate his philosophy and thought. Chester Bowles (1901-86) served as ambassador from 1951 to 1953 and enjoyed a privileged relationship with Prime Minister Nehru, who otherwise famously distrusted most U.S. influence. - 7) Shridharani, Krishnalal. The Mahatma and the World. New York: Duell, Sloan & Pearce, 1946. Red cloth with original dustjacket. Inscribed "To Mrs. James B. Pratt, to Edith and to David, my American friends, a parting salute / New York, May 3, 1946" and signed by Shridharani in both English and Hindi. - First edition. Shridharani was arrested and imprisoned in 1930 for protesting the Salt Tax alongside Gandhi, and left India in 1934 to pursue degrees at NYU and then Columbia University. After campaigning for support for Indian Independence in the United States, he returned to India in 1946 where he taught at the Gujarati Sahitya Parishad, and died in 1960 in Delhi. This is an excellent association copy, inscribed to the widow of James Bissett Pratt (1875-1944, an ardent Western admirer of Tagore and an academic advisor of Shridharani), just before Shridharani left New York to return to India. - 8) Imam-ud-Din, S. J. Gandhi and Christianity. Lahore: Northern India Printing & Publishing Co., [1947]. Red cloth. Signed by Imam-Ud-Din on flyleaf. - First edition, rare. The author, aware that much of Gandhi's Western popularity lay in his success appealing to Christian groups, here essentially compares the Mahatma to Jesus Christ. - 9) Murthy, Nadig Krishna. Mahatma Gandhi and other Martyrs of India. Columbia (MO): Journal Press, 1948. Inscribed "With Best Compliments to Mr. H. R. McConnell / Nadig Krishna Murthy / May 29, 1948". Dark blue gilt-embossed cloth, a little stained. - First edition, extremely rare. The only other copy we have traced resides at SOAS in London. Published just following Gandhi's death on January 30th, 1948, the book contains a preface written by Prime Minister Nehru. Briefly resident at the University of Missouri, Murthy returned to India where he made a name for himself as a journalist. - 10) Polak, H. S. L. et al. Mahatma Gandhi. London: Odhams Press, 1949. Blue cloth with original dustjacket. Inscribed "Miss Ruth C. Manchester / With all good wishes & warm appreciation & sincere thanks for your kind hospitality during my short stay in the United States. From Manilal Gandhi, 7/6/49". - First edition, signed by Gandhi's son following his father's assassination. Henry Polak (1882-1959) was Gandhi's closest friend in South Africa, having lived side-by-side with Gandhi and his family from 1903 onwards. Gandhi's second son Manilal (1891-1956) was also close to Polak and succeeded him as editor of Indian Opinion in 1916. Like his father, Manilal was a tireless campaigner and was arrested during the 1930 Salt March. This association copy of Polak's biography was signed by Manilal just a year after his father's death, during Manilal's only visit to the United States - where he sat in at a General Assembly session of the United Nations and met with Albert Einstein. In 1952 Manilal was again arrested in South Africa for protesting Apartheid, spending 38 days in jail at the age of 61.‎

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€ 12.500,00 Kopen

‎Gebler, Wilhelm Edler von, Feldmarschallleutnant (1803-1884).‎

‎Eigenh. Visitenkarte. Frohnleiten, [um 1881].‎

‎1 S. Visitkartenformat. Mit Trauerrand. Mit der Angabe seines derzeitigen Aufenthaltsortes: "Frohnleiten Hotel zur Stadt Strassburg, 5". - Mit biographischer Notiz von alter Sammlerhand verso, datiert 1881.‎

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€ 200,00 Kopen

‎Georg der Bärtige, Herzog von Sachsen (1471-1539).‎

‎Ausschnitt mit eigenh. U. Dresden, 18. XII. 1535.‎

‎4 Zeilen. Ca. 310:96 mm. Auf Karton montierte Titulatur, Datierung, Unterschrift und papiergedecktes Siegel eines Briefes des kunstsinnigen Herzogs. - Leicht angeschmutzt. Mit Sammlernotiz in Bleistift.‎

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€ 850,00 Kopen

‎Georg I., der Fromme, Landgraf von Hessen-Darmstadt (1547-1596).‎

‎Dokument mit eigenh. U. Darmstadt, 1. I. 1583.‎

‎2¼ SS. auf Doppelblatt. Folio. Mit papiergedecktem Siegel (Faltbrief). Bestallungsurkunde für Johann von Windhausen als "Diener von Haus aus" mit detaillierten Pflichtenregelungen: "Wir George vonn Gotts Gnadenn Lanndtgrave zu Hessenn, Grave zu Catzenelnbogenn, Dietz, Ziegennhainn unnd Nidda etc., thun kundt, hieran offenntlich bekennende, das wir dem vestenn unnserenn liebenn getrewenn, Johann vonn Windthausenn, zu unnserm Dienner von Haus aus, bestelt, uff- und angenommen habenn. Bestellenn, unnd nehmenn ihnenn auch dartzu uff unnd an, jegenwertiglich, in unnd mit Crafft dieses briefes, also unnd dergestalt, das er Unnser bestelter Diener vonn Haus aus- unnd Unns gewertig seinn, auch uff unnser erfordern es sei gleich anhero zu Unnser Hoffhaltung, oder wohinn wir seiner sonnstenn bedurftig, mit dreienn Pferdenn gehorsamblich erscheinen, Sich forters zu alle demjenigenn, darzu wir seiner vonnöthenn habenn, unnd er qualificirt ist, gebrauchenn lassenn, unnd dasselbe seines bestenn verstandes und vermögenns verrichtenn soll [...]". - Mit minimalen Wasserflecken. Leicht brüchig im Falz.‎

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€ 2.500,00 Kopen

‎Georg II., Herzog von Sachsen-Meiningen (1826-1914).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Liebenstein, 16. X. 1879.‎

‎2½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen k. k. Staatsminister in Wien mit einer Empfehlung des Wiener Gastspiels des berühmten Meininger Hoftheaterensembles und seines Intendanten Ludwig Chronegk: "Ich kann unmöglich die 'Meininger' in Wien wissen, ohne von Seinem fürnehmsten Kunstmäcen ein gütiges Interesse für dieselben zu erbitten und den Director Chronegk seiner Gnade zu empfehlen. Es würde mir eine ganz besondere Freude sein zu hören, daß Euer Excellenz eine oder die andere Vorstellung mit ihrem Besuche ausgezeichnet hätten! Gleichzeitig wiederhole ich meinen verbindlichsten Dank für die so wirksame Unterstützung, welche Sie meinem Ersuchen, die Bluthochzeit für Prag zu gestatten, angedeihen ließen. [...]". - Der liberale Herzog Georg II. von Sachsen-Meiningen ging nicht zuletzt als Theatermäzen und Reformer in die Geschichte ein. Gemeinsam mit dem Regisseur und Intendanten des Meininger Hoftheaters Ludwig Chronegk arbeitete er die sogenannten Meininger Prinzipien aus, die Generationen von Theatermachern beeinflussen sollten. Durch zahllose Tourneen des Meininger Hoftheaters mit 81 Gastspielen in 39 Städten von 1874 bis 1890 verbreiteten sich die Reformideen des Herzogs in ganz Europa, und die "Meininger" feierten große Erfolge. - Leicht braunfleckig bzw. angestaubt. Schönes Zeugnis der Theaterbegeisterung Georgs II.‎

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€ 450,00 Kopen

‎Georg II., der Gelehrte, Landgraf von Hessen-Darmstadt (1605-1661).‎

‎Dekret mit eigenh. U. Kranichstein, 15. IX. 1660.‎

‎½ S. Folio. Mit Lacksiegel. Zur Zollbefreiung einer Weinlieferung an Graf Johann Martin zu Stolberg: "Nachdem von Gottens gnaden uns Georgen Landgrafen zu Hessen, Fürsten zu Hersfeld, Grafen zu Cazenelnbogen [...] etc., der Wohlgeborne, unser lieber Neve und besonder, Hanß Marttin Graf zu Stolberg etc. zu erkennen gegeben, welchermaßen Er zu behuef seiner Hofhaltung, in Franckhen, dreyßig fuder wein erhandeln lassen, und dieselbe nacher Stolberg uberbringen zu lassen, Verordnung getan hatte, und uns deshalben umb Zollbefreyung ersucht, welche wir dann gewilliget. So befehlen wir allen und ieden Unseren Zöllnern so hiermit belangt werden, daß Sie bemelte Anzahl gemeine dreyßig fuder wein zu unseren Antheil allenthalben Zoll- und Licentenfrey durch und vorüber Paßiren lassen [...]". - An den Rändern minimal angeschmutzt. Wohlerhalten.‎

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€ 2.500,00 Kopen

‎Georg Wilhelm, Herzog zu Braunschweig-Lüneburg (1624-1705).‎

‎Gedr. Mandat mit eigenh. U. Hannover, 9. IX. 1658.‎

‎¾ S. auf Doppelblatt (Faltbrief). Mit hs. Adresse und papiergedecktem Siegel. An Johann Hildebrandt und die Ständevertreter der Stadt Gladebeck zur Einberufung einer Ständeversammlung: "Demnach wir eine notwendigkeit zu seyn erachtet Uns mit unser getrewen Landschafft über verschiedene wichtige angelegenheiten in gnaden zu vernemen und dahero entschlossen auff den Mittwochen nach Francisci, ist der 6. Monahtstag Octobris, derobehueff einen offenen Landtag auszuschreiben und zuhalten. So begehren wir in euch hiermit gnediglich Ihr wolltet Dienstags zuvorhero gegend Abend in Person allhie einkommen und darauff folgenden Tages an dem Ort welchen Wir darzu werden ernennen lassen nebst andern erforderten Landständen, die alsdan abgehende proposition mit anhören, darauff den vorgehenden deliberationibus mit beywohnen und dabey ewer unterthäniges votum und gutachten als getrewe patrioten eröffnen [...]". - Brüchig entlang der Faltlinien.‎

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‎Georgi, Friedrich von, Verteidigungsminister und Generaloberst (1852-1926).‎

‎Dankeskarte mit eigenh. Widmung und U. Wien, 14. III. 1909.‎

‎1 S. Qu.-12mo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Für die mir zugekommenen freundlichen Glückwünsche bitte ich den aufrichtigsten Dank entgegen zu nehmen [dies gedruckt]. Mit achtungsvollen Empfehlungen [...]". - Auf Kartonträger montiert (Qu.-8vo).‎

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€ 150,00 Kopen

‎Glöckel, Otto, österr. Politiker (1874-1935).‎

‎Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 4. I. 1919.‎

‎1 S. 8vo. Bedankt sich bei Oskar Berl (1873-1934) für Neujahrswünsche: "Großes, heißes Hoffen steht an der Schwelle dieses Jahres, wie wohl noch nie! Alle Kräfte müssen eingesetzt werden, um wenigstens einen bescheidenen Teil des Hoffens zur Tat werden zu lassen". - 1919 leitete Glöckel eine Schulreform ein, die entgegen dem früheren autoritären Prinzip die Entfaltung der Persönlichkeit des Kindes in den Mittelpunkt stellte. Die Kinder sollten zu Kritikfähigkeit und selbständigem Handeln erzogen werden. Glöckel strebte außerdem eine einheitliche Organisation des gesamten Erziehungs- und Bildungswesens in den Stufen der Grundschule, der Allgemeinen Mittelschule und der Allgemeinbildenden Oberschule an. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. Gefaltet.‎

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€ 100,00 Kopen

‎Gneisenau, August Neidhardt von, preußischer General (1760-1831).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Königsberg, 11. III. 1809.‎

‎4 Zeilen. Folio. Mit eh. Quittung u. U. von Major Gustav von Rauch. Begleitschreiben zur Übersendung von Akten an Major Gustav von Rauch (1774-1841) mit der Bitte um Quittierung: "Ew Hochwohlgeboren übersende ich anbei zwei Volumina Akten aus dem auswärtigen Departement über unser Eigenthum an Gewehren etc. etc, in Schaden, mit Bitte, mich über diese zwei Volumina zu quittieren und dem auswertigem Departement anzuzeigen, daß solche in Ihrem Besitze sind". Darunter die von Rauch gewünschte eh. Bestätigung und Quittung, datiert Königsberg, 12. März 1809. - Gefaltet. Mit Registraturvermerk und Sammlervermerk in Kugelschreiber (recto).‎

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€ 600,00 Kopen

‎Goeben, August Karl Christian von, preußischer General (1816-1880).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Metz, 30. V. 1878.‎

‎1 S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Freund: "Eurer Excellenz beehre ich mich auf das freundliche Schreiben vom 27. d. M. ganz ergebenst zu erwidern, dass ich und Oberst Haenisch mit Vergnügen Ihrer und Ihrer geehrten Frau Gema[h]lin gütigen Einladung folgen und am 4. Juni an Ihrem Mittagessen theilnehmen werden. Die Zeit bitte Ihre Gema[h]lin ganz nach den eigenen Gewohnheiten zu bestimmen, wie ich denn auch nichts besonderes für den Tag weiter vorhabe [...]".‎

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€ 220,00 Kopen

‎Goltz, Karl Friedrich Graf von der, preußischer General (1815-1901).‎

‎Brief mit eigenh. U. Berlin, 27. VIII. 1882.‎

‎1½ SS. auf Doppelblatt. 4to. An Wilhelm I, König von Preußen: "Ew. Königlichen Hoheit verfehle ich nicht meinen unterthänigsten Dank auszusprechen für Ihre gnädige Erinnerung an meinem Jubiläumstag. Der Tage, welche ich die Ehre gehabt habe in persönlicher Beziehung zu Ew. Könglichen Hoheit zu stehen, werde ich mich immer dankbar erinnern, namentlich da Ew. Königliche Hoheit nie eine Gelegenheit vorübergehen lassen ohne sich in jene Zeit mit dem Ausdruck der Befriedigung zurückzuversetzen. Gott gebe, daß Ew. Königliche Hoheit bei dem schweren Verlust den Er über höchstdieselben und die Frau Prinzessin verhängt hat, Trost finden mögen und der Besitz Ihrer Kinder Sie für den sonst unersetzlichen Verlust in reichem Maße entschädigen möge [...]".‎

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€ 140,00 Kopen

‎Gotter, Gustav Adolf Graf von, deutscher Diplomat (1692-1762).‎

‎Schreiben mit eigenh. U. Wien, 24. XII. 1729.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. Folio. Postscriptum an Friedrich II. von Sachsen-Gotha-Altenburg in einer nicht näher beschriebenen "Juden-Sache", die vor dem Reichshofrat verhandelt wurde: "Habe ich die Relation der Juden-Sache sowohl bey dem Herrn Reichs-Hof-Raths Präsidenten [Johann Wilhelm Graf von Wurmbrand], als den beeden refferenten angelegentlich sollicitieret, und mich darunter vernehmlich der Gelegenheit von dem mir gnädigst zugedachten Regenspurger Poste bedienet, worauf mir denn allerorten die feste Versicherung, daß dieser Process noch vor Ostern decidiret und erlediget werden solte, gegeben, und in specie von dem Baron [Nikolaus Bartholomäus] von Danckelmann, an solche Arbeit sich ohnverzüglich zu machen versprochen worden. Da auch der Correferent von Hildeprand dabey mit erinnert wie Er mit vieler andern arbeit überhäuft und durch die Länge der Zeit solchergestalt aus der gehabten Information gekommen, daß Er fast wiederum von neuem anfangen, und alles recapituliren müste, mithin ihme absolument nöthig wäre, daß Er beständig bey dieser Ausarbeitung bleibe, und von dem Herrn Praesidenten um durch andere Affairen nicht interrumpirt zu werden, die Erlaubnis bekäme, 14 Tag bis 3 Wochen aus dem Rath und über solchen Process alleine zu bleiben [...]". - Der aus einer angesehenen bürgerlichen Familie in Gotha stammende Gotter studierte in Jena Rechtswissenschaften und begann seine Beamtenlaufbahn 1715 als Diplomat Friedrichs II. von Sachsen-Gotha-Altenburg in Wien. 1720 wurde der geschickte Diplomat herzoglicher Rat und außerordentlicher Gesandter in Wien. 1723 erfolgte die Ernennung zum Hofrat, 1724 wurde er von Kaiser Karl VI. in den Freiherrenstand erhoben. 1728 ging Gotter auf Wunsch König Friedrich Wilhelms I. nach Berlin, wo ihm 1729 als erstem Bürgerlichen der Schwarze Adlerorden verliehen wurde. Die im Brief erwähnte Gesandtschaft von Regensburg wurde ihm ebenfalls 1729 übertragen. 1732 erbat Gotter von Herzog Friedrich III. die Entlassung aus gothaischen Diensten und war fortan als preußischer Minister am Wiener Hof tätig. Friedrich der Große ernannte ihn unmittelbar nach seiner Krönung 1740 zum Oberhofmarschall und Geheimen Staats- und Kriegsrat. Als Gotter 1762 starb, bedauerte der König, mit ihm einen der geistvollsten Männer seiner Zeit verloren zu haben. - Mit zeitgenöss. Registraturvermerken; die rechte Seite mehrfach eingerissen und geknickt (Textberührung, aber kein Textverlust).‎

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€ 850,00 Kopen

‎Groeben, Karl Graf von der, preußischer General (1788-1876).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Düsseldorf, 5. III. 1846.‎

‎1 S. 4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ew. Wohlgeboren sage ich den verbindlichsten Dank für die mir gütigst zugesendeten Erinnerungsblätter. Sie haben sich dadurch ein Denkmal gesetzt, was dem edlen Prinzen ebenso viel Ehre bringt als der vortrefflichen Bürgerschaft von Düsseldorf, die das Gute gewiß überall anerkannte, wo es sich findet [...]". - Mit kleinen Randläsuren.‎

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€ 450,00 Kopen

‎Grünne, Karl Ludwig Graf, österr. General (1808-1884).‎

‎Quittung mit eigenh. U. Wien, 3. I. 1860.‎

‎1 S. Folio (ca. 213:358 mm). Quittiert den Erhalt von "Vier Hundert Vierzig Drei Gulden 86 K. in Oesterreichischer Währung welche ich als Deputat Vergütung nachbenannter Naturalien für die Zeit vom 28. November bis inclus. 25. Dezember 1859 und zwar: Für 116 Matzen Hafer [...] 261 fl. [...] 39 Ztn. [...] Heu [...] 104 fl. 62 kr. [...] 48 Ztn. Stroh [...] 78 fl. 24 kr. Zusammen 443,86 [Von] dem k. k. Hof-Zahlamte baar und richtig erhal[ten] zu haben hiemit bestättige [...]". - Mit 2 Stempelmarken; mit einer größeren Fehlstelle (etwas Textverlust).‎

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€ 350,00 Kopen

‎Gustav III., König von Schweden (1746-1792).‎

‎Ausschnitt mit eigenh. U. O. O. u. D.‎

‎Ca. 195:50 mm. Unregelmäßig beschnitten.‎

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€ 350,00 Kopen

‎Gustav (Wasa) von Holstein-Gottorp, Prinz von Schweden, österr. General (1799-1877).‎

‎Brief mit eigenh. U. Wien, 6. V. 1831.‎

‎½ S. auf Doppelblatt. 4to. An Landgraf Ludwig Wilhelm von Hessen-Homburg anlässlich der Hochzeit Cäcilie von Schwedens mit Großherzog Paul Friedrich August von Oldenburg in Wien: "Je me fais un devoir d'informer Votre Altesse que le mariage de Son Altesse Royale Madame la Princesse Cécile de Suède ma Sœur bien aimée avec son Altesse Royale Le Grand Duc d'oldenburg a été célébré hier 5 May à Vienne. En expérant que Votre Altesse voudra bien prendre part à cet heureux événement, je me délicite de ce qu'il m'offre l'occasion de renouveller à Votre Altresse l'expression de la très parfaite considération avec laquelle j'ai l'honneur d'être [...]". - Nach der Absetzung König Gustav IV. Adolfs von Schweden 1809 lebte Prinz Gustav zunächst bei der Familie seiner Mutter in Karlsruhe und zog später nach Wien. 1825 trat er in das k. k. Heer ein, wo er 1836 den Rang eines Feldmarschallleutnants erlangte und bis 1848 eine Wiener Division kommandierte. 1877 erhielt der ehemalige Kronprinz die Erlaubnis, seine alte Heimat Schweden zu besuchen. Er starb auf dem Rückweg nach Wien. - Gefaltet. Mit aufgeklebter Sammlernotiz in Tinte (12mo).‎

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€ 350,00 Kopen

‎Gyulay, Franz Graf, Feldzeugmeister und Oberbefehlshaber (1798-1868).‎

‎Schriftstück mit eigenh. U. Wien, 20. X. 1853.‎

‎1 S. Folio (ca. 231:344 mm). Tabellarische Aufstellung seines Einkommens von 22. Juni bis 30. September 1853 in Silber und Banknoten: "22.6. Aus der Mailänder Kriegs-Kassa behoben 500 fl. [...] 30.6. Aus dem Wiener Universahl Kriegszahlamte behoben 8000 fr. Unze [...] 26.7. Vom Banquier Stieglitz in St. Petersburg mittels Creditbriefes behoben 2000 Silber Rubel gerechnet à 1 fl. 40 xr [...]". Die Gesamtsumme beläuft sich auf 30.916 Gulden, 40 Kreuzer. - Mit kleinen Randläsuren. Gefaltet.‎

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€ 400,00 Kopen

‎Hadik von Futak, Andreas Graf, Feldmarschall und Hofkriegsratspräsident (1710-1790).‎

‎Schreiben mit eigenh. U. Wien, 20. V. 1775.‎

‎1½ SS. auf Doppelblatt. Folio. Mit Adresse und papiergedecktem Siegel (Faltbrief). An das K. K. Genie- und Fortificationsamt in Wien mit einer Anweisung der Hofkammer bezüglich eines Druckauftrags: "Da nach der abschriftlich hier anverwahrten Äusserung der Kais. Königl. Hofkammer führohin die bey dem Hofbuchdruker v. Trattner in officiosis bestelt werdende Buchdrukerey Arbeiten ohne äusserster Notwendigkeit zu Ersparung der sehr beträchtlichen Unkosten auf keinem anderen als auf ordinari Papier, folgbar mit Ausschluß des median, und Royal Papier verfertiget, und zu Vermeydung aller Irrung- und Unordnungen bey der Einlieferung dieser Arbeiten von demjenigen, welchem die Bestellung obgelegen ist, auf die Gattung des Papier der Bedacht genommen, auch dahero der Character, oder der Bestellungsbogen mit deutlicher Benennung der Gattung des Papier jederzeit eigenhändig unterzeichnet, nach erfolgter Einlieferung ein mit dem Bestellungsbogen vollkommen gleichlautender Lieferschein herausgegeben [...]". - Durch das Privileg zur Herstellung sämtlicher in Österreich benötigten Schul- und Lehrbücher gelangte Trattner zu großem Reichtum. Sein wirtschaftlicher Erfolg ermöglichte es ihm, Papiermühlen, Bleigießereien und Buchbindereien in der ganzen Habsburgermonarchie aufzukaufen oder selbst zu gründen. - Der aus altem ungarischem Adel stammende Hadik nahm als junger Offizier erfolgreich am Polnischen Thronfolgekrieg (1733-38), am Russisch-Österreichischen Türkenkrieg (1736-39) und am Österreichischen Erbfolgekrieg (1740-48) teil. Für seine Verdienste wurde er 1748 zum Generalmajor und 1756 zum Feldmarschallleutnant ernannt. Im Siebenjährigen Krieg konnte er am 16. Oktober 1757 im sog. Berliner Husarenstreich die preußische Hauptstadt erobern und für einen Tag besetzen. 1762 übernahm er den Befehl über die Reichsarmee, wurde jedoch bei Freiburg in der letzten bedeuten Schlacht des Siebenjährigen Krieges vernichtend geschlagen. Nach Kriegsende übernahm er verschiedene Gouverneursposten und wurde 1774 zum Präsidenten des Hofkriegsrats ernannt. - Mit Empfangsnotiz und Amtsvermerken. Am oberen Rand leicht umgeknickt. Mit Sammlervermerk in Bleistift.‎

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‎Haerdtl, Josef Freiherr von, Jurist (1821-1884).‎

‎Lithographisches Portrait (Josef Kriehuber) mit faksimilierter Widmung und U. Wien, 1854.‎

‎330:256 mm auf größerem Trägerkarton.‎

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