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‎Tyrolt, Rudolf, Schauspieler, Regisseur und Schriftsteller (1848-1929).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Gutenstein (NÖ), 14. VII. 1890.‎

‎1 S. 8vo. An den Direktor eines Wiener Theaters: "Ich lebe, wie Sie wissen, in Gutenstein u. ist es mir nicht leicht möglich, nach Wien zu kommen, umsomehr, da ich in wenigen Tagen nach Salzburg u. Graz in Montangeschäften verreise. Wollen Sie vielleicht in brieflichem Wege mir den Gegenstand Ihrer werthen Mittheilung bekannt machen, da ich Ihnen nicht zumuthe, herauszukommen [...]". - Auf Briefpapier mit farbig gepr. Monogrammvignette; etwas knittrig und mit kleinen Randläsuren.‎

‎Weiss, Theodor, Schauspieler (1857-1942).‎

‎Visitenkarte mit eigenh. Widmung und U. Bad Hall, 9. VIII. 1928.‎

‎1 S. Visitkartenformat. Urlaubsgrüße an einen befreundeten Professor: "Zur Auffrischung meiner Sprech- u. anderen Werkzeuge bin ich jetzt bis 29/IX in Bad Hall [...]". - Der in Brünn geborene Theodor Weiss hatte Engagements in Steyr, Brünn, Salzburg, Ischl, Hamburg und am Berliner Theater, bevor er 1891 an das Deutsche Volkstheater in Wien ging. 1942 wurde er von den Nazis deportiert und ermordet.‎

‎Witt, Lotte, Schauspielerin (1870-1938).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Wien, Mai 1909.‎

‎1 S. Qu.-4to. "Nach all den 'modernen' Rollen thut es dem Herzen und dem Verstand direkt wohl, einen so klaren, guten, gerechten Charakter wie Freytags 'Adelheid' darstellen zu dürfen". - Gustav Freytags Lustspiel a. d. J. 1852 war ab Februar des Jahres am Wiener Hofburgtheater in einer Neuinszenierung mit Gustav Reimers und Lotte Witt zu sehen gewesen.‎

‎Wohlgemuth, Else, Schauspielerin (1881-1972).‎

‎Eigenh. Portraitpostkarte mit U. Wien, 23. X. 1929.‎

‎¾ S. Qu.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Professor: "Es ist ganz reizend, dass Sie auf Ihrer schönen Reise an uns und an die 'Journalisten' gedacht haben. Herzlichsten Dank. Wir freuen uns, dass Sie nach einem arbeitsreichen Jahr endlich sich [!] die Freiheit geniessen. Ich bin heute nach einer ausgiebigen Grippe auf [ein] paar Stunden aufgestanden. Mir ist so leid, dass dadurch Paul Hartmanns erstes Wiederauftreten verzögert wurde [...]". - Mit einigen eh. Zeilen und U. ihres Gatten Emmerich Graf Thun-Hohenstein.‎

‎Wohlgemuth, Else, Schauspielerin (1881-1972).‎

‎Portraitpostkarte mit eigenh. U. O. O., [um 1910].‎

‎Qu.-8vo. Schönes Brustbild en face. - Aus dem Postkartenverlag Brüder Kohn (Nr. 1635).‎

‎Wolter, Charlotte, Schauspielerin (1834-1897).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. Qu.-kl.-8vo. Alt auf Trägerkarton montiert (kl.-4to). "Es recht zu machen allen, / Ist die Kunst zu gefallen". - In Bleistift; gering fleckig und angestaubt.‎

‎Wolter, Charlotte, Schauspielerin (1834-1897).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Wien, 12. VIII. 1870.‎

‎1 S. Qu.-Folio. Mit einem Zitat der Brünhilde aus Richard Wagners "Der Ring des Nibelungen": "Nicht Gut, nicht Gold, noch göttliche Pracht; nicht Haus, nicht Hof, noch herrischer Prunk: nicht trüber Verträge trügender Bund, noch heuchelnder Sitte hartes Gesetz: selig in Lust und Leid lässt - die Liebe nur sein! [...]".‎

‎Wolter, Charlotte, Schauspielerin (1834-1897).‎

‎Kabinettphotographie mit eigenh. Widmung und U. Wien, 4. III. 1870.‎

‎138:100 mm auf etwas größerem Trägerkarton. "Dem Herrn Müller zur freundlichen Erinnerung an / Charlotte Wolter". - Widmung und U. über dem gedr. Signet des Photographen am Trägerkarton (dort etwas beschabt).‎

‎Zeska, Carl Edler von, Schauspieler (1862-1938).‎

‎Portraitphotographie mit eigenh. Widmung und U. O. O., 1914.‎

‎2110:161 mm auf etwas größerem Untersatzkarton (292:214 mm). Portrait im Rollenkostüm des Grafen Terzky aus Schillers "Wallenstein". Die Widmung am Untersatzkarton an den k. k. Hofsekretär der Generalintendanz der Hoftheater Dr. Ludwig Winter (urspr. Storozynetz, 1872-1922) "in aufrichtiger Verehrung". - Aus dem Atelier Edith Barakovich, Wien, mit dessen gepr. Signet am Trägerkarton und verso gestempelt; ein Rand des Kartons mit kleiner Rostspur von einer Büroklammer.‎

‎Zeska, Carl von, Schauspieler (1862-1938).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. O. O., 1. V. 1899.‎

‎1 S. Qu.-kl.-8vo. "Deinen Wunsch ich nicht verdamme - Böse Menschen bitten nicht um Autogramme".‎

‎Zeska, Carl von, Schauspieler (1862-1938).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 27. XII. 1927.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Hrn. Professor: "Gestern habe ich zum Schluss einen Satz ausgelassen, derweil ich von dem schadhaften Buch ein Blatt derartig zerisen [!] hatte, dass es unleserlich war. Es hat ja der grandiosen Leistung nicht weiter geschadet […]". - Bl. 1 recto an einer unbeschriebenen Stelle etwas berieben.‎

‎Zeska, Carl von, Schauspieler (1862-1938).‎

‎Eigenh. Portraitpostkarte mit U. O. O., [um 1919].‎

‎2 SS. 8vo. Mit eh. Adresse. An den Unternehmer und Kunstsammler Oskar Berl: "Mache eine Auslandsreise für die roten Kreuze u. Halbmond der Verbündeten im officiellen Auftrag nach Stockholm. Meine Frau u. ich bedauern daher sehr [...] nicht bei Euch zu sein". - Die Unterschrift a. d. Bildseite.‎

‎Zeska, Carl von, Schauspieler (1862-1938).‎

‎Eigenh. Visitkarte. Wien, o. D.‎

‎2 SS. Visitkartenformat. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Bei meiner Mitwirkung als Mydas Galathée versprach man mir weiter an mich herantreten zu wollen für Prosa resp. humor. Declamationen und eventuell eigener Chansons [...] Wo bleibt der Antrag? [...]".‎

‎Breitner, Burghard, österr. Mediziner und Schriftsteller (1884-1957).‎

‎Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 14. X. 1929.‎

‎½ S. 4to. Genesungswünsche an den Forstdirektor W. Loderer: "Zu meinem Bedauern höre ich von Ihrer Unpässlichkeit. Ich hoffe, dass es sich um einen ganz vorübergehenden Zustand handelt. Ich stehe Ihnen natürlich jederzeit gerne zur Verfügung [...]". - Der Sohn des Schriftstellers Anton Breitner (1858-1928) war 1914 schon in den ersten Kriegswochen in russische Kriegsgefangenschaft geraten und erwarb sich dort als "Engel von Sibirien" einen über das Lager hinausreichenden Namen. Er wurde von russischen Ärzten zur Behandlung Einheimischer herangezogen und operierte gar an einem Mitglied der Zarenfamilie einen gutartigen Gehirntumor. Nach seiner Rückkehr 1920 an die Klinik Eiselsbergs habilitierte er sich 1922 für Chirurgie, wurde Privatdozent und später Primararzt im Rudolfspital und 1932 Professor für Chirurgie an der Universität und Leiter der Chirurgischen Universitätsklinik. In den 1950ern war er Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes und 1951 VdU-Kandidat bei der Bundespräsidentenwahl.‎

‎Clar, Franz, Mediziner (1812-1876).‎

‎Eigenh. Rezept mit U. [Graz], 26. I. 1860.‎

‎½ S. 78:155 mm. Mit eh. adressiertem Kuvert. Ausgestellt für "Fr. Hesse", vermutlich ein Elternteil des Grazer Autographensammlers Alexander Hesse, in des letzteren eigenh. Sammlungsumschlag. - Der aus dem böhmischen Jonsdorf gebürtige Clar studierte Medizin in Wien und wurde 1840 Sekundararzt am Wiener AKH unter Rokitansky. Ab 1851 lehrte er auch an der medizinisch-chirurgischen Lehranstalt in Graz Kinderheilkunde, erst 1857 wurde ihm die Errichtung einer ambulanten Kinderklinik im AKH gestattet. Seit 1852 Professor für theoretische Medizin, wurde er 1863 Ordinarius für allgemeine Pathologie, Therapie, Pharmakologie und Pharmakognosie an der Universität Graz. Clar war "ab 1851 Mitglied der Gesellschaft der Ärzte in Wien und stets bemüht, die Standesorganisation der Ärzte auszubauen. 1886 fungierte er als einer der Gründer der karitativen Auenbrugger-Stiftung" (ÖBL, online). - Knittrig, mit kleinen Seiteneinrissen und Knickspuren.‎

‎Crell, Lorenz Friedrich von, Mediziner, Bergrat und Chemiker (1744-1816).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Helmstedt, 2. II. 1801.‎

‎1½ SS. 8vo. An einen nicht ermittelten Professor: "Ew. Wohlgeb. habe ich die Ehre gehabt, auf Dero wiederhohltes Verlangen, mein gemahltes Bildnuß zu übersenden damit ein Kupferstich darnach verfertigt werde. Zugl. erbat ich mir auch eines Ihrer zuletzt angekündigten Probier Cabinetter. Ob mein Bildnuß angekommen sey, muß ich beynahe zweifeln, weil ich nichts davon erfahren, auch keinen Kupferstich gesehen habe: eben so wenig ist das Cabinett erfolgt, noch einige Nachricht davon mir ertheilt. Ew. Wohlgeb. werden daher gefälligst verzeyhen, daß ich Ihnen mit der Nachfrage nach diesem Briefe, dem Portrait u. der Bestellung beschwerlich falle. Sollte eines der Cabinette zum Absenden fertig seyn, so bitte ich gehorsamst, mich davon benachrichtigen oder durch Ihren Geschäftsträger benachrichtigen zu laßen, damit das Geld dafür, noch vor Abgang derselben eingesandt werden könne. Sollte es Ew. Wohlgeb. Zeit erlauben, mir einige chemische Neuigkeiten von Ihren eignen Entdeckungen oder auch von fremden mitzutheilen, so würden Sie mich sehr dadurch verbinden. Bemerken Sie nur, was nicht für öffentlichen Gebrauch (in den chem. Annalen) [...] darf, u. ich werde es befolgen, u. mich doch sehr darüber freuen, wenn es auch blos zu meiner Privat Notiz ist [...]". - Crell warab 1771 Professor der Chemie und Mineralogie am Collegium Carolinum Braunschweig, ab 1774 Professor der Medizin, ab 1780 herzoglich braunschweigischer Bergrat. Von 1783 bis 1810 wirkte er auch als Professor der Philosophie und Medizin an der Universität Helmstedt und schließlich als Professor der Chemie in Göttingen. 1778 begründete er mit der Zeitschrift "Chemische Annalen für die Freunde der Naturlehre, Arzneygelahrtheit, Haushaltungskunst und Manufacturen" die weltweit erste chemische Fachzeitschrift. - Mit Bezeichnung in rosa Tinte von alter Sammlerhand. Unbedeutender Randeinriss.‎

‎Dam, Henrik, Physiologe, Biochemiker und Nobelpreisträger (1895-1976).‎

‎Visitenkarte mit eigenh. U. [Poststempel: Kopenhagen, 13. IX. 1970].‎

‎1 Zeile. Visitkartenformat. Mit ms. adr. Kuvert. Der Entdecker des Vitamins K an den Mediziner und Autographensammler Joachim Ruf in Esslingen mit gedr. Gruß in englischer Sprache: "Forwarded with Professor Henrik Dam's compliments [...]". - Das Kuvert mit gedr. Absender und eh. Adresskorrekturen.‎

‎Digby, Kenelm, natural philosopher and courtier (1603-1665).‎

‎Autograph letter signed. London, 21. VI. 1637.‎

‎Large 4to. 1 p. on bifolium with integral address panel ("A Monseigneur Monseigneur Conte de Lester a Paris"). On watermarked paper. To Sir Robert Sidney (1595-1677), 2nd Earl of Leicester, referring to the hasty return to Paris of the recipient's secretary James Battier, sending (premature) congratulations on a putative Anglo-French treaty, and hoping himself to visit Leicester in Paris in about three weeks' time: "Mr. Battiers dispatch hath bin so uncertaine, as I prepared not for it till I should understand of a certaine time pitched for his departure; and the knowledge of that came not to me untill this very instant that he is going, w[hi]ch maketh it too late for me to trouble y[ou]r ho[nor] w[i]th any longer a letter than to congratulate w[i]th you the happy conclusion of the treaty you have carried and effected w[i]th so much honor. I hope about 3 weeks hence to wayte upon y[ou]r ho[nor] in Paris. In the meane time I humbly kisse y[ou]r handes and rest y[ou]r ho[nors] most humble servant [...]". - In April 1636 Charles I had sent Leicester as Ambassador Extraordinary to Louis XIII of France, seconding the mission of the Ambassador in Ordinary, Viscount Scudamore, whose negotiations with the French had proved unsuccessful. Despite working hard for a projected Anglo-French agreement, other factors (such as intrigues against Cardinal Richelieu and secret talks with the exiled Marie de Medici) doomed the treaty from the start. - Kenelm Digby, the elder son of Sir Everard Digby (1578-1606), executed for his part in the Gunpowder Plot, was a man of many parts, including those of a courtier (he was a friend of Charles I and was known to Cromwell), poet, pirate, alchemist, book collector, and inventor. He travelled extensively, fighting Venetian galleys off Iskenderun and living successively in France and Italy. "In 1657 his increasingly poor health led Digby to take the waters at Montpellier, where he gave his famous account of the 'powder of sympathy', which cured wounds by being rubbed on the weapon that inflicted them. It was a strong solution of vitriol (copper sulfate) in rainwater, which could be improved by drying in the sun and by mixture with gum tragacanth" (DSB IV, 95). - Tears where opened repaired; left margin laid down on modern paper for an album. Folds, slightly browned. - Autograph material by Sir Kenelm Digby is extremely scarce.‎

‎Eckener, Hugo, Luftschiffpionier (1868-1954).‎

‎Aus einem ms. Brief ausgeschnittene eigenh. U. Friedrichshafen, 31. I. 1925.‎

‎140 x 57 mm. Fragment einer Briefkarte an die Ehefrau von Clemens von Wagner. - Hugo Eckener war der Nachfolger von Ferdinand Graf von Zeppelin als Direktor der Luftschiffbau Zeppelin GmbH. Unter seiner Leitung entstanden unter anderem die Luftschiffe LZ 126/ZR-3 Los Angeles, LZ 127 Graf Zeppelin und LZ 129 Hindenburg. - Beiliegend eh. Sammlernotiz: "für Frl. Emilie Schaup / Dr. Eckener's Unterschrift".‎

‎Einstein, Albert, German physicist and Nobel laureate (1879-1955).‎

‎Copy of typewritten script of the episode "The Atom" of the TV programme "Your World Tomorrow" by Joseph Mindel, signed by "A. Einstein". No place, May 1946.‎

‎4to. 28 pp. and relevant correspondence. Stored in custom-made half morocco solander case. Signed by Albert Einstein in ink in the upper right corner of the first page: the original script of a 1946 NBC programme on "The Atom", which dramatises Einstein's discovery of the iconic E=mc² equation. A unique survival documenting the enormous popular interest in Einstein's achievements, especially his special theory of relativity and its relationship to calculating the energy produced by atomic fission - a highly topical subject in the spring of 1946, less than a year after the nuclear bombings of Hiroshima and Nagasaki. July of the same year would see the "Operation Crossroads" nuclear weapon tests conducted at Bikini Atoll, to enormous publicity. - Accompanied by a copy of a typed letter to Professor Einstein from the writer Joseph Mindel, originally enclosing the script, reading: "I am writing a series of science television scripts, which are to be produced by N.B.C. [...] The first of the series deals with the atom. I am enclosing a copy. No story of the atom would be complete without E=mc². And what is E=mc² without Einstein? It was thus necessary to portray you briefly in one of the scenes. As you know, your permission is needed for the portrayal [...] Since the script is to be televised on May 14th, won't you please try to give me an answer by that date? [...]" (9 May 1946). Further includes a typed letter from Helen Dukas, Einstein's secretary, confirming his permission to use his name in the programme (10 May 1946), and the copy of a typed letter from Mindel asking to have the script returned "with a few words from Professor Einstein" (16 May 1946). - Light creasing; some staining to top margin of typescript, due to rusty paperclips, but finely preserved in all.‎

‎Einstein, Albert, German physicist and Nobel laureate (1879-1955).‎

‎Typescript letter with six autograph lines signed ("Albert"). Peacock Inn, Princeton, NJ, 17. X. 1933.‎

‎8vo. 1 p. With an autograph letter signed by Elsa on the reverse. - Includes: 3 autograph letters signed by his wife Elsa Einstein (folio and 8vo; Caputh, 21 August 1932 and no date), one with a 6-line autograph postscript signed by Albert Einstein, and a slip of paper (ca. 40 x 80 mm) with autograph note, date (Princeton, 9 May 1934), and signature in full. Intimate correspondence with Einstein's cousin Kuno Kocherthaler, director of a mining company in Spain and also an art collector. - Typing on hotel stationery on the day of his arrival in the USA as a stateless refugee, having escaped from ever-increasing persecution in Nazi Germany, Einstein thanks Kuno for a letter of his about financial matters, adding below in his own hand: "Wir kamen heute erst hier an und suchen uns in dieser exotischen Welt zurechtzufinden. Im Frühjahr um den 1. April kommen wir nach Spanien, wo ich eine Art Lehrtätigkeit auszuüben habe. Hoffentlich sehen wir uns dort wieder einmal gemütlich [...]". - In an earlier letter of Elsa's, also regarding family investments administered by Kuno (undated but written aboard the "Oakland", probably in the port of Bremen on 10 December 1932, about to depart for a winter cruise to Pasadena via Middle America), Einstein adds a poignant note about his younger son Eduard, who suffered from schizophrenia and had recently been committed to a mental asylum in Switzerland: "Nimm bitte diese schleichende Sorge von uns; das Leben hat in letzter Zeit Schweres gebracht, da mein liebster Sohn, der Jüngere, in einer Anstalt hat untergebracht werden müssen (Geisteskrankheit) [...]". - In the final missive, possibly another postscript torn from a longer letter, Einstein gives his consent in a single word ("Einverstanden"), signing and dating: "Princeton, 9. Mai 1934 / Albert Einstein". Elsa's own letters discuss travel, finances, Albert Einstein's stay in Spa, etc. - Each sheet with marginal binder holes affecting a few letters, otherwise flawless.‎

‎Eiselsberg, Anton Frh. von, Mediziner (1860-1939).‎

‎Eigenh. Briefkarte mit U. Steinhaus, August 1930.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An Gogo Schaup (d. i. Emilie Schaup aus der Zipfer-Brauereidynastie): "Allerherzlichen Dank auch für das Bild des kleinen Georg Wiesel! Wie oft denke ich des gemeinschaftlichen Freundes! Möchte er sich gut entwickeln und in die Fussstapfen seines Vaters treten". - Auf einer mit dem Portrait Eiselsbergs versehenen Dankeskarte an Gratulanten zu seinem 70. Geburtstag.‎

‎Emerson, William, English mathematician (1701-1782).‎

‎Autograph promissory note signed. Hurworth, 29. IX. 1768.‎

‎Oblong 8vo. 1 page. With autograph address. Note payable addressed to the bookseller John Nourse in London: "At sight pay to Mr. Benj. Lumley or order the sum fourty seven pounds for value received [...]". - Emerson had a reputation for being a miser: the Encyclopedia Britannica recounts how he declined an offer to become a Fellow of the Royal Society because it would cost him too much, after all the expense of farthing candles he had been put to in the course of his life of study. - Mounted on paper, with a small engraved illustration of a maze mounted below. Accompanied by a steel-engraved portrait of Emerson, likewise mounted on paper.‎

‎Ersch, Johann Samuel, Bibliothekar und Bibliograph (1766-1828).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Halle, 5. I. 1818.‎

‎1 S. Kl.-4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An Karl August Blöde (1773-1820), Geheimen Finanzrat, Naturwissenschaftler und Autor sowie Namensgeber des Minerals Blödit, über erste Artikel für die von ihm zusammen mit J. G. Gruber herausgegebene "Allgemeine Encyclopädie der Wissenschaften und Künste" (auch Ersch-Gruber genannt). Ersch sei erst jetzt nach Erhalt eines Briefes von einem Mitarbeiter, "der mich über seinen Fleiß für die Enycl. im Dunkeln läßt", imstande ihm mitzuteilen, dass der Entomologe und Mineraloge Ernst Friedrich Germar "nächst dem Fache der Entomol[ogie], auch das der Mineral[ogie] zur definitiv[en] Redaction übernimmt". - Gering fleckig und mit kleinen Randläsuren.‎

‎Falb, Rudolf, Astronom und Meteorologe (1838-1903).‎

‎Eigenh. Gedicht mit U. Berlin, 26. I. 1897.‎

‎1 S. Folio. Tusche auf starkem Karton. "Wehrlos dem tückischen Leiden | gegenüber, das mich vorzei|tig dem Orcus überliefern | zu wollen schien, schloß ich bereits | im Geiste mit diesem Leben ab. | Und siehe da! wie durch ein Wund|der hat mir die liebevolle Theil|nahme so vieler bekannter und | unbekannter Freunde neue Kraft | in die Seele gezaubert und neue | Hoffnung zum Leben und Schaffen | erweckt. Ihnen Allen meinen | tief empfundenen Dank!" - Nach abgeschlossenem Theologiestudium als Priester und Lehrer (u. a. Peter Roseggers) tätig, studierte Falb Mathematik und Astronomie, trat aus der katholischen Kirche aus und erforschte in Südamerika vulkanische Phänomene. In Wien lebend, gab er die von ihm 1868 begründete Zeitschrift ‘Sirius’ heraus; 1894 erschien ‘Teut’, eine Zeitschrift der Geheimwissenschaft und der Deutkunst. “Die seinerzeit vielbeachteten Theorien über die Entstehung der Erdbeben und den Einfluß des Mondes auf die Witterung (u. a. ‘Theorie der Erdbeben’, 1870) blieben ebenso wie seine Sprachforschungen (u. a. ‘Die Andessprachen [...]’, 1888) für die Wissenschaft bedeutungslos. Sein Verdienst liegt in einer Popularisierung von Astronomie und Meteorologie” (DBE).‎

‎Fesch, Joseph, Halbonkel Napoleon Bonapartes, Erzbischof von Lyon und Kardinal (1763-1839).‎

‎Brief mit eigenh. U. Paris, 25. XI. 1807.‎

‎½ S. auf Doppelblatt von hellblauem Papier. An Kardinal Charles Erskine Earl of Kellie in Rom (1739-1811) mit Wünschen zu Weihnachten: "La prossima Solennità del Santo Natale m'obbliga d'augurare all'Eminenza Vostra le maggiori felicita, e veri beni, che il suo bell'animo sappia desiderare, come di vero cuore le auguro. Accolga pertanto V. Em.za V.ra questi miei voti e siarle come un pegno veridico di quelle profonda stima, colla quale bacciandole divotamente le mani - mi confermo [...]" ("Das bevorstehende Fest des Heiligen Weihnachtsfests verpflichtet mich, Eurer Eminenz das größte Glück und die wahrhaftigsten Güter zu wünschen, die Ihre schöne Seele nur begehren kann, wie ich es ihr aufrichtig wünsche. Eure Eminenz begrüße daher diese Wünsche und Worte als ein wahres Zeichen dieser meiner tiefen Wertschätzung [...]"). - Erskine sollte etwa ein Jahr nach Datierung dieses Schreibens zum Pro-Präfekten der Kongregation für die päpstlichen Breven bestellt werden und war während der Besetzung Roms durch die Franzosen mit dem Papst im Quirinalspalast unter Hausarrest. Auf Befehl des Kaisers begleiteten Fesch und auch Erskine - dieser trotz schlechter Gesundheit - den Papst zur Krönung Napoleons I. nach Paris. Am Vorabend assistierte Fesch bei der kirchlichen Trauung von Napoleon und Joséphine. - In den Rändern etwas fleckig und mit kleinen Randläsuren.‎

‎Flathe, Ludwig, Philosoph (1799-1866).‎

‎Ausschnitt mit eigenh. U. Dresden, 22. XII. 1847.‎

‎Ca. 175 x 70 mm. Vorgedruckter Leihschein der kgl. öffentlichen Bibliothek in Dresden, worin sich Flathe mit seiner Signatur verpflichtet, das geliehene und von ihm eigenhändig ins Formular eingetragene Buch "Roederer, Histoire de Louis XII." binnen spätestens vier Wochen unbeschädigt zurückzuliefern. - In gutem Zustand.‎

‎Flathe, Ludwig, Philosoph (1799-1866).‎

‎Ausschnitt mit eigenh. U. Dresden, 22. XII. 1847.‎

‎Ca. 175 x 83 mm. Vorgedruckter Leihschein der kgl. öffentlichen Bibliothek in Dresden, worin sich Flathe mit seiner Signatur verpflichtet, das geliehene und von ihm eigenhändig ins Formular eingetragene Buch "Gaillard, Histoire de François I." binnen spätestens vier Wochen unbeschädigt zurückzuliefern. - In gutem Zustand.‎

‎Flathe, Ludwig, Philosoph (1799-1866).‎

‎Ausschnitt mit eigenh. U. Dresden, 22. XII. 1847.‎

‎Ca. 155 x 60 mm. Auf Albumblatt montiert. Vorgedruckter Leihschein der kgl. öffentlichen Bibliothek in Dresden, worin sich Flathe mit seiner Signatur verpflichtet, ein geliehenes Buch binnen spätestens vier Wochen unbeschädigt zurückzuliefern. - In gutem Zustand.‎

‎Flathe, Ludwig, Philosoph (1799-1866).‎

‎Eigenh. Ausschnitt. O. O. u. D.‎

‎1 S. 8vo. Eine Liste aus der kgl. Bibliothek angeforderter Bücher, darunter "Franz Horn, Die Dramen Shakspeare's", "Courtenay, On the historical plays of Schakspeare", "Saint-Martin, Memoires historiques sur l'Armenie" und "Rasmussen, Historia praecipuorum Arabum regnorum ante Islamismum. Copenhagen 1817". - Mit der Notiz "an Prof. Flathe in Leipzig gesendet d. 17. Sept. 1842" von anderer Hand. Verso alte Echtheitsbestätigung: "Die durchstrichenen Bücher sind aus P. Flathes Hand, das andere kommt aus der Dresdener Bibliothek".‎

‎Flathe, Ludwig, Philosoph (1799-1866).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. 4to. Bittet "um die Einleitung der neuen Geschichte, um solche nach Durcharbeitung Hrn Niess baldigst übergeben zu können, um zwei Exemplare der Geschichte von Macedonien, und um Lameth histoire et cet., wenn sie angekommen sein sollten [...]". - Spuren alter Faltung; Montagespuren auf der Versoseite.‎

‎Flathe, Ludwig, Philosoph (1799-1866).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Leipzig, 4. I. 1843.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief). Sendet das Buch "Franz Horn. Shakespeare's Dramen" zurück und bittet den Adressaten, Hofrath Dr. Falkenstein in Dresden, um die Zusendung von mehreren Werken aus der königlichen Bibliothek (der ursprünglich beigelegte Zettel mit den gewünschten Werken nicht überliefert).‎

‎Franke, Herbert, österr. Physiker und Science-Fiction-Schriftsteller (geb. 1927).‎

‎Eigenh. Manuskript und ms. Brief mit eh. U. O. O. und München, o. D. und 18. IV. 1970.‎

‎(2½+1 =) 3½ SS. auf 3 Bll. 4to. Mit ms. adr. Kuvert. Aufzeichnungen zu seiner Arbeit "Defense of Towns in Medieval China", die 1970 in einem militärhistorischen Sammelband der Harvard University Press publiziert wurde, mit einem Begleitschreiben an den Mediziner und Autographensammler Joachim Ruf: "Nur Notizen für meine Arbeiten mache ich handschriftlich, werfe sie aber dann, wenn die Arbeit maschinenschriftlich Gestalt angenommen hat, wieder weg. So fand ich denn auch erst nach längerem Wühlen etwas dieser Art [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. Beiliegend eine gedr. Selbstbiographie und ein Verlagsportrait Frankes.‎

‎Frings, Josef, kath. Geistlicher und Erzbischof von Köln (1887-1978).‎

‎Portraitpostkarte mit eigenh. U. O. O. u. D.‎

‎1 Zeile. 12mo. Die Unterschrift auf der Bildseite, das Altersportrait als Bruststück von dem Portrait- und Ballett-Photographen Dietmar Dünhöft (1929-76) in Köln, Postkartendruck im Rüdel-Verlag, Hamburg. - Mit Spuren alter Klammerheftung, die U. mit starken Wischspuren.‎

‎Göschel, Karl Friedrich, Philosoph und Schriftsteller (1784-1861).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Berlin, 8. XI. 1855.‎

‎2 SS. 8vo. Bedankt sich bei einem Professor für einen erhaltenen Brief mit beigelegtem Geschenk und bespricht mehrere Philosophen und deren Werke, darunter Marco Aurelio Zani de Ferranti, Niccolò Tommaseo und Félicité de Lamennais. - Der lutherische Kirchenjurist versuchte, die Einheit von Glauben und Wissen in der spekulativen Theologie nachzuweisen. Die Philosophie Hegels und das Christentum sollten in einer "christlichen Philosophie" zusammenfinden. - Wenige Sammlervermerke in Bleistift.‎

‎Hänel, Gustav Friedrich, Jurist und erster Vizepräsident des Oberappellationsgerichts (1792-?)‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 29. XII. 1854.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Kollegen in einer juristischen Angelegenheit, zu deren Behandlung er ihm mehrere Standardwerke empfiehlt: "Auf Ihre Anfrage beeile ich mich Ihnen zu antworten, daß in der gestrigen Sitzung sämmtliche Herren der Meinung waren, daß Edictalien zu erlassen sein müßten, jedoch auf vorgängige Anfrage bei dem Obergericht. Sollten Sie nichts bei Beier [d. i. der Jurist und Rechtslehrer Georg Beyer] finden oder in Müllers Promptuarium [d. i. das 1789 erschienene Rechtswerk von Johann Ernst Justus Müller], oder bei dem v. Beier S. 273 citierten Kluegel [d. i. der Jurist Gottlob Christian Klügel] - die Bemerkung Beiers zu Ende von S. 275 paßt nur für Sachsen. Beifolgend Haase [d. i. der Jurist und Appellationsrat Karl Heinrich Haase], bei dem Sie nicht viel finden werden. Herzlich für Ihre freundliche Aufnahme dankend empfehle ich mich und meine Frau Ihnen und der verehrten Ihrigen [...]". - Gustav Friedrich Hänel, gewöhnlich bloß Friedrich, war der Vetter des gleichnamigen und auch im selben Jahr geborenen Rechtshistorikers und Leipziger Universitätsprofessors.‎

‎Haller, Albrecht von, Mediziner, Botaniker und Dichter (1708-1777).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Bern, 9. VI. 1770.‎

‎½ S. Qu.-8vo. An den Juristen Wilhelm Gottfried von Werlhof mit der Bitte, dem Mediziner und Botaniker Johann Andreas Murray 5 Louis d'or auszuzahlen: "Des Herrn Hof- und Kanzleyrahts Werlhofs Wohlgebohrenen sind gebeten von meinem eben gefallenen Johannis Termin an des Hn. Prof. Murray Hochedelgebohrenen fünf alte Louisd'or auszubezahlen u. sich davon quittiren zu lassen [...]". - Mit kleinen Knickfalten. Beiliegend ein Kuvert mit biographischen Notizen und Akquisitionsvermerk von alter Sammlerhand, datiert 19. IV. 1882.‎

‎Hallier, Ernst, Botaniker und Philosoph (1831-1904).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Jena, 10. IX. 1881.‎

‎1 S. Qu.-12mo. "Die menschliche Gesellschaft verzeiht Alles, selbst jedes Verbrechen; nur nicht einen Verstoß gegen die Convenienz! [...]". - Auf Papierträger montiert.‎

‎Halm, Karl Felix, Altphilologe und Bibliothekar (1809-1882).‎

‎Eigenh. Brief mit U. München, 17. III. 1882.‎

‎1½ SS. 8vo. An eine Freundin über seine Arbeit am Katalog der umfangreichen Autographensammlung des 1848 verstorbenen Offiziers und Abgeordneten Heinrich von der Tann, die in Kürze auktioniert werden soll, und mit Gratulation zur Erweiterung ihrer eigenen Sammlung: "Kaum wage ich es mehr die Feder zu ergreifen, da es so lange her ist, daß ich Ihnen Antwort schuldig bin, aber endlich muß ich Ihnen das mittheilen, daß ich mich noch am Leben befinde. Grund meines Schweigens war außerordentliche Überhäuftheit mit Arbeit, endlich mußte ich von 2 Büchern von mir neue Auflagen vorbereiten, die jetzt beide in Druck sind, noch mehr war ich in Anspruch genommen durch eine Arbeit, die ich mir aufgebürdet habe und endlich nach 6 Monaten fertig geworden ist. Ich ließ mich nemlich ersuchen, den Auctionskatalog der von der Tann'schen Autographensammlung herzustellen [...] Da mich nemlich die Massen von Fürsten und Staatsmännern überforderten, machte ich mich zuerst an die Dichter, Gelehrten, ferner an die Künstler und Musiker [...] und dann erst an die Fürsten etc. Hätte ich bei diesen begonnen, so hätte ich die Arbeit nicht fortgesetzt, ich hatte aber mit den übrigen Abtheilungen so viel Zeit vergeudet, daß ich nicht mehr abbrechen wollte. Ein Verzeichnis der Namen war wohl vorhanden, aber für einen Katalog nicht brauchbar, weil nirgends die Qualität eines Stückes noch Ort oder Datum eines Briefes angegeben war, auch nicht, ob ein oder ein Dutzend Stücke vorhanden sind [...] Die Auction wird wahrscheinlich in Leipzig stattfinden [...] Der netto Erlös soll für die vor mehreren Jahren in der Tann abgebrannte Kirche verwendet werden [...] Zu Ihren sehr bedeutenden Erwerbungen muß ich Ihnen aufrichtig Glück wünschen, aber den Gaston de Foix haben Sie doch zu theuer bezahlt [...] Bewundern muß ich, wo Sie nur die Sachen auftreiben [...]".‎

‎Hammer-Purgstall, Joseph von, Diplomat und Orientalist (1774-1856).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Wien, 2. II. 1836.‎

‎1 S. Qu.-8vo. "[...] Im Wein liegt Geist, der sinnreich kreist [...]". - Mit rotem Lacksiegel.‎

‎Hammer-Purgstall, Joseph von, Diplomat und Orientalist (1774-1856).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Hainfeld, 9. IX. 1852.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse verso. An Franz Rt. von Formentini mit der Bitte, seinen langjährigen Freund, den Theologen Friedrich Wilhelm Carl Umbreit, und dessen Tochter bei ihrer Reise nach Hainfeld zu unterstützen: "Wenn Sie in Gratz den geheimen Oberconsistorialrath Professor Umbreit aus Heidelberg erfragen können, der am 27 meine Tochter in Salzburg verließ und mit seiner Tochter [...] am 3ten oder 4ten December in Hainfeld einzutreffen gedenkt, so wäre es mir sehr lieb, wenn Sie ihm über die beste Art nach Hainfeld zu kommen an die Hand gingen. Ich bin zwar für den fünften auf Mittag zu Grafen Wickenburg [d. i. der Staatsmann Matthias Constantin Capello Gf. Wickenburg] nach Gleichenberg geladen, von wo ich abends nach Hainfeld zurückkomme, würde aber wenn meine Gäste den 4ten abends einträfen noch am 5ten in der Frühe meine Einladung in Gleichenberg absagen [...]". - Auf Briefpapier mit einer lithographierten Ansicht von Schloss Hainfeld.‎

‎Hand, Ferdinand Gotthelf, klassischer Philologe (1786-1851).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Jena, 22. V. 1831.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Freund mit Dank für ein Exemplar der Literaturzeitschrift "Die Horen", von der er allerdings eine andere Ausgabe benötigt hätte, sowie mit der Entschuldigung, dessen Mutter versehentlich nicht über die Verfügbarkeit eines Sommerhauses verständigt zu haben: "Nur mit zwei Worten will ich Ihnen einige Minuten Zeit rauben. Einmal den schönsten Dank Ihrer Güte, die mir die Horen zusendete. Nur fand ich nicht das Gewünschte darin, weil es im zweiten Bande steht. Um aber Ihre Güte nicht zu misbrauchen, habe ich mich an die Bibliothek gewendet. Schlüge mir diese es ab, dann ists immer noch Zeit, Sie zu beschweren. Das zweite Wort bittet um Verzeihung oder Entschuldigung bei Ihrer Frau Mutter. Der Auftrag wegen des Sommerlogis ist nicht vernachlässigt worden; allein die Frau v. Buchwald erwiederte, daß die Nachricht über ihr Haus und Garten schon [...] an Ihre Frau Mutter gelangt sey. Dies stellte uns zur Ruhe. Heute aber sagt mir Frau Prof. Batsch, daß die Ihrigen noch auf Nachricht harrten, und sicher haben Sie mich im Verdacht der grössten Nachlässigkeit - doch ohne Schuld. Das Buchwaldische Logis ist nicht beziehbar [...] Nun aber will sich durchaus kein anderes Gartenhaus ausfindig machen [...] Ich will meine Erkundung fortsetzen, mit Frau Prof. Batsch berathen u. künftigen Mittwoch Ihnen wieder schreiben [...]". - Die erwähnte Frau Batsch war Sophie Karoline Amalie Batsch, geb. Pfündel, die Witwe des 1802 verstorbenen Botanikers August Batsch.‎

‎Hanf, (Karl) Blasius, OSB, österr. Ornithologe und Theologe (1808-1892).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Mariahof, 19. I. 1885.‎

‎1 S. 8vo. Bedankt sich für eine nicht näher genannte Auszeichnung: "Obschon ich mich Ihrer mich sehr ehrenden Auszeichnung nicht würdig fühle, so glaube ich doch Ihrem freundlichen Wunsch entsprechen zu müssen, indem ich mich Ihrer ferneren freundlichen Gesinnung empfehle [...]". - Der Benediktiner Hanf war Kapitular des Stifts St. Lamprecht und seit 1853 Pfarrer in Mariahof. "Hier weckte der auf dem Neumarkter Sattel 889 m hoch gelegene Furtteich (Furtner Teich) mit den alljährlich einfallenden Scharen fremder Zugvögel Hanfs Freude an der kritisch prüfenden Beschäftigung mit dem Problem der Wandergewohnheiten. Die von ihm zusammengetragenen, vielfach überraschenden Einzelheiten machten die europäische Ornithologen erstmals auf die Forschungsmöglichkeiten an dem vorher unbeachteten Alpensee aufmerksam und verschafften Hanfs Namen einen festen Platz in der Geschichte der Feldornithologie. Bewunderung erregte in Fachkreisen auch die durch ihn angelegte Vogelsammlung. Sie setzt sich zusammen aus mehr als 1000 Vögeln, die Hanf an seiner Wirkungsstätte selbst erlegte und meisterhaft präparierte. Auf der Wiener Weltausstellung 1873 wurden diese Belege des Zugphänomens schon mit hohen Preisen ausgezeichnet. Heute stehen sie in der Obhut des Klosters. Die Veröffentlichungen des Autodidakten erschienen 1854-88 in wissenschaftlichen Fachzeitschriften. Sie brachten neben den Zugdaten Berichte zum Beispiel über den Federwechsel des Alpenschneehuhns (Lagopus mutus), die Fortpflanzungsbiologie des Fichtenkreuzschnabels (Loxia curvirostra) und des Kuckucks (Cuculus canorus). Besonderes Aufsehen erregte die Entdeckung des auf dem 2397 m hohen Zirbitzkogel brütenden Mornellregenpfeifers (Eudromias morinellus)" (NDB VII, 614).‎

‎Hankel, Wilhelm Gottlieb, Physiker (1814-1899).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Leipzig, 20. IX. 1857.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Redakteur mit dem Angebot, diesem in Zukunft ins Französische übersetzte Auszüge aus den Sitzungsprotokollen und Memoiren der seit 10 Jahren bestehenden physikalisch-mathematischen Klasse der Königlichen Gesellschaft der Wissenschaften in Sachsen zukommen zu lassen, die derselbe, nach einer eventuell notwendigen Stilkorrektur, in dessen wissenschaftliches Journal aufnehmen könne: "La classe physico-mathématique de la Société Royale des Sciences en Saxe, subsistant depuis plus de 10 ans, a publié dans cet intervalle de temps 3 volumes de Mémoires et une Série de Comptes Rendus de ses séances. Les travaux de cette société continuant de bon train, nous verrions avec plaisir et satisfaction, si Votre journal d'Institut si distingué parmi les autres publications scientifiques de ce genre, donnerait à l'avenir des extrais et des rapports abrégés des séances de notre Société Royale des Sciences. De ma part je me chargerais volontiers du travail, de vous remettre, Monsieur, de temps en temps les notices nécessaires pour ce but, et je n'aurais que vous prier, en cas que Vous acceptiez mon offre, d'appliquer à mes rapports, qui donneront le contenu substantiel de toutes les rechecheres, de courts extraits des Mémoires etc., les corrections de style, que l'usage pas trop fréquent d'une langue étrangère y pourrait necessiter [...]". - Etwas braunfleckig.‎

‎Hann, Julius von, Meteorologe (1839-1921).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Hohe Warte bei Wien, 14. I. 1883.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An die Verlagsbuchhandlung Braumüller & Sohn mit einer Bestellung sowie der Versicherung, ein noch nicht bezahltes Werk auf die Rechnung der Zentralanstalt für Meteorologie setzen zu lassen: "Bitte um Bestellung beiliegender angezeigter Schriften für die k.k. C. A. Mir fehlt Gartenlaube Jahrgang 1882 Heft 9, wohl durch eigene Schuld, also auf Rechnung zu schreiben. Das Buch Netto Substitutionen [d. i. das 1882 erschienene Werk 'Substitutionentheorie und ihre Anwendung auf die Algebra' des Mathematikers Eugen Netto] haben wir in der That gekauft, Herr Keller wird erinnert es in unsere Rechnung aufzunehmen [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der K. K. Central-Anstalt für Meteorologie und Erdmagnetismus.‎

‎Harleß, Gottlieb Christoph, klassischer Philologe, Philosoph und Literaturhistoriker (1738-1815).‎

‎Eigenh. Brieffragment mit U. [Erlangen, 2. XI. 1772].‎

‎1 S. Ca. 60:175 mm. An einen Bekannten mit der Ankündigung von Autographen des mit ihm befreundeten Philologen Christian Adolph Klotz sowie mit der Bitte, seine offene Rechnung für Landkarten des Jean-Baptiste Bourguignon d’Anville zu begleichen: "O liebe Charlataneria, quo eris? P.S. Mit den Zeitungen folgen Klotzens Briefe und 2 Schriften vom Seiler [d. i. der Theologe und Hochschullehrer Georg Friedrich Seiler]. Das übrige hat der hiesige Buchhändler noch u. das Conto soll nächstens folgen, u. das Geld bitte alsdann Hn. Stiebern zu senden, dem ich d'Anville Charten schuldig bin [...]". - Auf Kartonträger montiert.‎

‎Hase, Karl von, Theologe (1800-1890).‎

‎Eigenh. Schriftstück mit U. [Jena, 1837].‎

‎1 S. Qu.-8vo. Ankündigung seiner Lehrveranstaltungen an der Universität Jena und seiner Sprechstunde: "Im Wintersemester 1837-8 gedenke ich die erste Hälfte der Kirchengeschichte nach meinem Lehrbuch derselben täglich von 10-11 Uhr vorzutragen. Auditorium: Haus des Hrn. D. Schlotter in der Unterlau[e]ngasse. Anfang: Montag d. 23. Oct. Falls es meine Zeit erlaubt, werde ich später noch ein publicum über die Apostelgeschichte des Lucas ankündigen. In meiner Theologischen Abendgesellschaft (Dienstags von 8-10 Uhr) werden noch einige wenige Mitglieder willkommen seyn. Der Zweck dieses Vereins ist nur eine feine wissenschaftliche Unterhaltung, Bedingung des Eintritts ist eine beliebige kirchenhistorische oder dogmatische Abhandlung, die den guten Willen und ein redliches Streben erweist. Für die Herren Commilitonen bin ich am liebsten Mittags von 12-1 Uhr in meiner Wohnung zu sprechen [...]". - Mit kleinen Spuren alter Montage.‎

‎Haubold, Christian Gottlieb, Jurist (1766-1824).‎

‎Eigenh. Brief mit U. [Leipzig], 15. II. 1819.‎

‎1 S. 4to. An einen kürzlich zum Professor ernannten Kollegen mit dem Bescheid der Universität: "Ew. Wohlgebohren habe ich die Ehre, unverzüglich eine Abschrift des für Sie eben so ehrenvollen, als für die Universität, welcher alle, die es mit der Wissenschaft gut meinen, zu Ihrer nähern Verbindung mit derselben Glück wünschen müsse, erfreulichen Rescriptes mitzutheilen. Die Erfüllung dieser Amtspflicht ist mir um so angenehmer, je erwünschter mir die Gelegenheit kommt, hiedurch zugleich einen neuen Beweis meiner Verehrung für Ihren Herrn Vater, dessen darin gerechtest gedacht ist, abzulegen [...] NS. Wegen Ihrer Verpflichtung bey der Facultät, welche vom Antritte der Professur unabhängig ist, werden Sie baldigst das Nähere durch mich erfahren."‎

‎Hedin, Sven, Geograph (1865-1952).‎

‎Albumblatt mit eigenh. U. O. O. u. D.‎

‎1 Zeile. Qu.-8vo.‎

‎Heffter, August Wilhelm, Rechtsgelehrter (1796-1880).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Berlin, 26. V. 1854.‎

‎1 S. 4to. Mit eh. Adresse verso. An den Verleger Moritz Bruhn in Braunschweig, den Leiter des Verlages Schwetschke & Sohn, über sein "Lehrbuch des gemeinen deutschen Strafrechtes", das im selben Jahr bereits in 5. Auflage dort erschienen war: "Ew. Wohlgeboren danke ich für die zugesandten Exemplare des neu-wohl-ausgestatteten Lehrbuches. Ich bitte nun ergebenst auch die anderweit hindirigirten baldigst befördern zu laßen, desgl. würde mir angenehm sein, zu den mir zugesandten 32 Aushängebogen auch noch den 33sten u. die folgenden bis zum Schluß gelegentlich mitzuerhalten, wenn Sie dadurch kein vollständiges Exemplar zerreißen [...]". - Mit kleinen Randläsuren.‎

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