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‎Fregoso, Galeas, Italian diplomat (fl. 1560-1585).‎

‎Document signed. [Place illegible], 1585.‎

‎Small folio. ¾ p. In French. A legal document relating to the appointment of a procurator in connection with a voyage, hardly legible beyond the title of Fregoso: "Messieur Galleasse Fregoso gentilhomme Italien chev[alier] de l'ordre du roy et gentilh[omm]e ordi[air]e de sa chambre [...] de Venise faict constituer son procu[reu]r [...]". - Galeas Fregoso was a member of the important Genovese noble family that produced several doges, cardinals, and condottiere. He is first documented as one of the Italian noblemen accompanying Renée de France (1510-74) on her return from Ferrara to France. In France he entered the service King Charles IX, probably as a confidant of Catherine de' Medici. In 1572 he was charged with negotiations in Frankfurt with Louis of Nassau, who had raised an army in support of the Huguenots. - Counter-signed twice. With old water damage to the right margin, causing several tears that slightly affect the text.‎

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Wien, AT
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€ 850,00 Kaufen

‎Graesse, Johann, Literaturhistoriker und Bibliograph (1814-1885).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Dresden, 27. XII. 1845.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An den Königlich Sächsischen Landtagsarchivar Adolf Segnitz mit der Bitte um Verkauf eines Lutherautographs: "Da Sie schon einmal die Güte hatten, mir eine von ihren Autographendoubletten abzulassen, so wende ich mich auch jetzt wieder, da ich Auftrag habe 2 Autogr. von Luther, diese nicht bloße Unterschriften, sondern wenigstens noch 1 Zeile andere Worte von seiner Hand dabei, an dieselben und erlaube mir die gehorsamste Frage, ob Sie mir wohl eine solche ablaßen können. Ich könnte Ihnen 2 Louisdor dafür offeriren [...]". - In den 1840er Jahren wurde Johann Graesse wegen seiner Sprach- und Literaturkenntnisse zum Privatbibliothekar des sächsischen Königs Friedrich August II. berufen. Von bleibendem Wert sind u. a. Graesses "Bibliotheca magica et pneumatica" (Leipzig 1843), eine Bibliographie über Veröffentlichungen zum Zauber-, Wunder- und Aberglauben unter Berücksichtigung von Hexen- und Teufelsliteratur, sowie seine "Bibliotheca psychologica" (Leipzig 1845). - Mit Sammlernotiz in Bleistift, Siegelrest und einem kleinen Tintenwischer. Leicht angeschmutzt, die Adressenseite leicht braunfleckig.‎

MareMagnum

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Wien, AT
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€ 450,00 Kaufen

‎Grohmann, Paul, Jurist, zuletzt königlich-sächsischer Bezirksgerichtsrat in Mittweida (1813-1885).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Dresden, 13. V. 1848.‎

‎¾ S. Folio. An die Redaktion der Leipziger Zeitung mit einem Beitrag: "Beifolgend übersende ich einen Beitrag für den Sprechsaal, welchen ich bereits im hiesigen Morgenblatt einrücken ließ. Ich wurde hierzu durch den Artikel vom 11. Mai im Sprechsaal angeregt, u. überlasse der geehrten Redaction beliebige Abkürzung [...]". - Die Leipziger Zeitung richtete nach der Märzrevolution von 1848 eine neue Rubrik "Sprechsaal" ein, wo nach Wegfallen der Zensur auch oppositionelle Meinungen gedruckt wurden (vgl. H.-D. Fischer, Deutsche Zeitungen des 17. bis 20. Jahrhunderts [1972], S. 87). - Leicht braunfleckig. Mit Sammlervermerk in Bleistift.‎

MareMagnum

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Wien, AT
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€ 350,00 Kaufen

‎Gualtieri, Carlo Avarna di, Italian politician (1757-1836).‎

‎Autograph letter signed. N. p., 24 Aug. [1831?].‎

‎4to. 2 pp. In Spanish. Highly interesting letter to a Duke, probably of Hungarian origin, touching on a variety of subjects. More personal sections of the letter concern a mutual friend as Gualtieri relates that he "celebrates greatly the recovery of the Marquess" (transl.). This is followed by an outburst about "notes by Nuñez and Serrano" that concerned ongoing negotiations, probably in Turin: "Esto se llama tratar negocios con los pies. Querer aparentar una cosa para hacer otra. Nada de buena fe, nada de arreglo honroso, nada de posible sur remover los obstáculos [...]". Gualtieri's ire was directed particularly at a person named Madrazo, who is "the same today as he was 41 years ago". He compares Madrazo to "a viper that dies unless it bites three times a day" and a salamander "that lives in the fire". He further asks the recipient about the situation at home: "And the Hungarians? How are you, duke, my friend? That throne!" The letter was probably written during the Italian Revolution of 1831, as Gualtieri speculates: "Venice will fall, Turin will pay or Radetzky will go to Turin". Another political remark concerns the powerlessness of the Pope, probably Gregory XVI, who "will always limp" and cannot control the political course of Italy: "in all ways the matters take different directions". Gualtieri closes with a remark that he will "send two lines to the Fat Dwarf" ("Enano Gordo") and a request to the recipient to keep him informed about the Marquess mentioned above. - Carlo Avarna di Gualtieri was born into an ancient Sicilian noble family of Norman descent. He joined the newly installed court of King Ferdinand I of the Two Sicilys in Palermo following his deposition from the Neapolitan throne by Napoleon in 1806. From 1810, Gualtieri presided over the royal treasury. He remained loyal to the King during the de-facto rule of Lord William Bentinck in 1812/13. This loyalty was awarded with the post of the Minister of the Interior (1813-15). From 1831 until his death, Gualtieri served as president of the council of the Kingdom of Sicily. - Bent along the left margin. With an old restoration and minor tears. Somewhat creased.‎

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Wien, AT
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€ 950,00 Kaufen

‎Haase, Karl Heinrich, Politiker (1785-1868).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Leipzig, 29. XI. 1848.‎

‎1 S. 4to. Mit Korrekturen zu den Mitteilungen des Sächsischen Landtags und der Bitte um Zusendung einiger Bögen: "Ln. Wohlgeb. bin ich für die Sendung welche Sie die Güte hatten mir mit Ihrem geehrten Briefe [...] zugehen zu lassen sehr dankbar [...] bei Nr. 72. / Mitth. d. 1. Kammer / fehlte der letzte Bogen der mit pag 1423 beginnt [...] Es thut mir sehr leid, Sie deshalb nochmals zu beschweren [...]". - Haase wurde mit Schaffung des Sächsischen Landtags (1831) als Vertreter der Stadt Leipzig Abgeordneter der II. Kammer, musste im November 1848 sein Mandat aufgrund der Liberalisierung des Wahlrechts niederlegen und nahm es dann während der Regierung unter Ferdinand Zschinsky (1850) wieder auf. - Mit hs. Ergänzungen und Sammlervermerk in Blei, papierbedingt leicht gebräunt, stellenweise leicht braunfleckig.‎

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€ 450,00 Kaufen

‎Haase, Karl Heinrich, Politiker (1785-1868).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. 4to. Begleitschreiben an einen Archivar: "Anbei übersende ich Ihnen / 1) mein Exemplar der Landtagsacten / 2) ein Exemplar der Landtagsmitth. geheftet / u. / 3) eines ungeheftet [...] so bitte ich die Exemplare damit zu ver[v]ollständigen und wie dies geschehen ist, mir mit Eisenbahn gefälligst zuzusenden [...] Zugleich füge ich die Lutherschen Zeichnungen bei über deren Aufbe[w]ahrung der Hr. Rit. v. Friesen Ordre ertheilen wird [...]". - Haase wurde mit Schaffung des Sächsischen Landtags (1831) als Vertreter der Stadt Leipzig Abgeordneter der II. Kammer, musste im November 1848 sein Mandat aufgrund der Liberalisierung des Wahlrechts niederlegen und nahm es dann während der Regierung unter Ferdinand Zschinsky (1850) wieder auf. - Mit Sammlervermerk in Blei, kurzem Randeinriss, leicht fingerfleckig und am linken Rand leicht gebräunt.‎

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€ 400,00 Kaufen

‎Haßler, Konrad Dieterich, Philologe, Pädagoge und Landeskonservator (1803-1873).‎

‎Eigenh. Schreiben mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. 8vo. Mit Korrekturangaben zu einer Transkription: "Das Wort S. 1 des Originals unten, nach 'Räuberhauptmann' ist allem Anschein nach 'Panther' zu lesen. / Das verwischte Wort auf S. 2 Lin. 6. heißt nicht: angebracht, sondern: umgebracht. / S. 3 Lin. 20 muß statt 'keines' gelesen werden: 'keine' [...] S. 4 Lin. 1 ist anstatt: Pfarrer zu lesen: Maurer (nämlich Freimaurer). / S. 4 Zeile 15 am Schluß bis Z. 17 sind so zu lesen: zu handeln, das kann ich ohne mitzustreiten [...] Auf der dritten Seite muß nach: 'die Freunde machen den Philosophen' statt 'Lebens' ohne Zweifel: 'Lenzens' gelesen werden. Es ist derselbe Lenz, welcher gleich nachher genannt wird [...]". - "Im Frankfurter Parlament stand [Haßler] auf der Seite des linken Zentrums, erwarb sich ein bleibendes Verdienst um die Redaktion der Protokolle, trat aber nach dem Scheitern der Idee eines deutschen konstitutionellen Erbkaisertums im April 1849 aus dem Parlament aus" (NDB VIII, 51f.). Außerdem veröffentlichte er zahlreiche historische, kunsthistorische und pädagogische Schriften, unter anderem zur Geschichte des Ulmer Buchdrucks und zur mittelalterlichen Kunstgeschichte der Stadt. - Leicht braunfleckig mit Sammlernotiz und mittig-vertikalem Strich in Bleistift.‎

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€ 350,00 Kaufen

‎Heinz, M. E., Advokat und Kommandant der Dresdner Kommunalgarde (D. n. b.).‎

‎Eigenh. Einladung mit U. O. O., 16. VIII. 1849.‎

‎1 S. Qu.-8vo. An den Kaufmann H. E. Schwender mit der Bitte, ihn "morgen früh um 8 Uhr zu besuchen".‎

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€ 50,00 Kaufen

‎Hermann, Friedrich von, Politiker und Nationalökonom (1795-1868).‎

‎Eigenh. Brief mit U. London, 8. VIII. 1851.‎

‎¾ S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Freund mit der Absage einer Reiseeinladung: "Auf deine freundliche Erinnerung bezügl. der Reise nach Schottland erwidere ich, daß ich morgen nach Leeds u. Manchester u. Umgegend gehe, um die mich zunächst betreffenden Gegenstände zu besichtigen u. daß ich zweifle, ob es mir vergönnt seyn würde, meine Tour bis Edinburg auszudehnen; ich muß daher verzichten, deine [...] interessante Reise mit zu machen [...]". - Friedrich von Hermann trat 1851 als Kommissar bei der großen Industrieausstellung "Great Exhibition of the Works of Industry of All Nations" in London auf und veröffentlichte einen ausführlichen Bericht über Wollwaren. 1848/49 war er Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung gewesen. Hermann gilt als Begründer der volkswirtschaftlichen statistischen Wissenschaft. - Mit Sammlernotiz in Bleistift.‎

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€ 350,00 Kaufen

‎Hildenhagen, Ludwig, Pastor, Versicherungsagent und Politiker (1809-1893).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Quetz (Kr. Bitterfeld), 18. V. 1850.‎

‎½ S. 8vo. An eine Frau Schmidt mit der Bitte um Übergabe von Briefen an ihren Sohn: "Ihr Herr Sohn, A. L. J. Schmidt, hat mich um Beifolgendes ersucht. Auf seinen Rath bemühe ich Sie, u. bitte mit erster Gelegenheit ihm die Briefchen zukommen zu laßen. Ich hoffe, sie treffen ihn noch in Hamburg wo ich ihm dann seine Wünsche besser erfüllen kann, wenigstens schneller, als in London [...]". - Hildenhagen war im Jahr 1849 Mitglied der Zweiten Kammer des Preußischen Landtages. Er wurde später wegen seiner politischen Tätigkeit während der Revolution als Pfarrer entlassen wurde, lebte danach in Halle als Privatgelehrter und Agent der "Gothaer Feuerversicherungs- und Lebensversicherungsbank". - Mit Sammlervermerk in Bleistift.‎

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€ 220,00 Kaufen

‎Hölemann, Hermann Gustav, Theologe und Redakteur (1809-1886).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Leipzig, 20. II. 1864.‎

‎4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Längeres Schreiben an einen Freund und Theologen in Colmnitz zu familiären Ereignissen, beruflichen Projekten, Verlautbarungen und Neuigkeiten ehemaliger Studienkollegen des Adressaten wie A. Schultze oder des Bibliothekars Ludolf Krehl: "Ihr soeben empfangenes liebes Schreiben war mir als ein Zeichen der Fortdauer Ihrer freundschaftlichen Gesinnung um so willkommener, als ich Ihren werthen persönlichen Besuch so lange entbehrt hatte. Wäre ich in diesen letzten Jahren einmal auch nur in die Nähe von Colmnitz gekommen, so hätte ich sie dort gesehen. Aber ich war seitdem auch selbst nicht einmal in Mohorn, wo wir noch ein theures Grab haben [...] Den frohen und betrübten Ereignissen an Ihrem Heerde bin ich auch aus der Ferne stets theilnehmend gefolgt. Ihren Herrn Vater treffe ich von Zeit zu Zeit auf unserer Promenade [...] daß sie nun eine Jahrespostille, statt einzelner Predigten, zum Druck vorbereiten, finde ich practisch [...]". - Hölemann war von 1853 bis 1867 ao. Professor für Theologie an der Universität Leipzig. - Mit Sammlernotiz in Bleistift.‎

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€ 350,00 Kaufen

‎Hönniger, Friedrich Carl, Jurist, Beamter und Politiker (1812-1874).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Rudolstadt, 27. III. 1837.‎

‎1 S. 8vo. An die Cröckersche Buchhandlung: "Im von allhiesiger Fürstl. Regierung erhaltenen Auftrage ersuche ich eine Wohllöbl. Cröckersche Buchhandlung, die Gesetz-Sammlung für das Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach zu dem dagegebenen Preiße von 7 rthl. 2 gr. nebst der Rechnung darüber, für deren Berichtigung ich sodann sofort Sorge tragen werde, an die Fürstl. Regierung womöglich mit umgehender Post einzusenden [...]". - Hönniger trat in den Staatsdienst des Fürstentums Schwarzburg-Rudolstadt ein und war nach 1836 Kommissionssekretär bei der Regierung. 1848/49 gehörte er der Frankfurter Nationalversammlung für den Wahlkreis Schwarzburg-Rudolstadt an. - Mit eh. Adresse am Briefende. Mit Sammlervermerk in Bleistift und Empfängervermerk in Tinte, letzterer verso.‎

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€ 220,00 Kaufen

‎Jaup, Heinrich Karl, Politiker (1781-1860).‎

‎Eigenh. Mitteilung mit U. O. O., 7. VI. 1848.‎

‎½ S. Qu.-8vo. An einen Dr. Kehl mit der Bitte "um gefällige Übersendung zweier Eintrittskarten für fremde Frauen auf morgen, Donnerstags 8ten d.". - Der aus Gießen stammende Jurist war zu jener Zeit Präsident des Staatsrats und sollte ab dem Monat darauf als Innenminister und Vorsitzender des Gesamtministeriums (Ministerpräsident) agieren.‎

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€ 220,00 Kaufen

‎Jaup, Heinrich Karl, Politiker (1781-1860).‎

‎Eigenh. Mitteilung mit U. O. O., 7. VI. 1848.‎

‎½ S. Qu.-8vo. An einen Dr. Kehl mit der Bitte "um gefällige Übersendung durch den Überbringer von zwei Eintrittskarten für 2 fremde Herren zur Si[t]zung morgen, am 8. Juni, Donnerstags". - Der aus Gießen stammende Jurist war zu jener Zeit Präsident des Staatsrats und sollte ab dem Monat darauf als Innenminister und Vorsitzender des Gesamtministeriums (Ministerpräsident) agieren.‎

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€ 200,00 Kaufen

‎Jaup, Heinrich Karl, Politiker (1781-1860).‎

‎Eigenh. Notiz mit U. O. O., 31. V. [1848].‎

‎3 Zeilen auf 1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Auf einer Mitteilung von Hofrat Johann Andreas Kelchner, Beamter der preußischen Gesandtschaft am Bundestag in Frankfurt ("Zur geneigten Benutzung"), mit der Bitte, ihm das "Preussische Wahlgese[t]z zum Parlament auf einige Tage" zu leihen. - Der aus Gießen stammende Jurist war zu jener Zeit Präsident des Staatsrats und sollte ab dem Monat darauf als Innenminister und Vorsitzender des Gesamtministeriums (Ministerpräsident) agieren.‎

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€ 200,00 Kaufen

‎Joseph, Hermann, Jurist und Politiker (1811-1869).‎

‎Eigenh. Schriftstück mit U. O. O., [1848 oder 1849].‎

‎1 S. Qu.-schmal-8vo. "Das in der No. vom Dienstag über mich Berichtete beruht nicht in Wahrheit". - Der aus dem thüringischen Lucka stammende Politiker war im Frühjahr des Revolutionsjahres 1848 Mitglied im Zentralausschuss der Vaterlandsvereine und Mitglied des Vorparlaments. - Auf etwas größeres Trägerpapier montiert.‎

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€ 260,00 Kaufen

‎Klee, Julius, Philologe und Rektor der Dresdner Kreuzschule (1807-1867).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Dresden, 27. III. 1849.‎

‎1 S. 8vo. An die Expedition der "Leipziger Zeitung" mit der Bitte um Abdruck einer (hier nicht beiliegenden) "Anzeige der Kreuzschule mit lateinischen Lettern [...] Auch für die [ebenfalls nicht] beifolgende Todesanzeige bitte ich um einmaligen Abdruck".‎

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€ 160,00 Kaufen

‎Knigge, Ernst Ludwig Georg Adam Frh., hannoverischer Oberkammerherr (1806-1880).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Altenburg, 26. XI. 1853.‎

‎1¾ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Generalkonsul mit der Erinnerung an dessen Versprechen, "gütigst in die Niederlage von Sächsischen-Porzellan zu schicken, um den dortigen Buchführer zu veranlassen, die verschiedenen Kisten mit Porzellan, welche S. M. die Königin dort gekauft hat, am Dienstag, den 29. d. M. so zeitig an den Magdeburger Bahnhof zu senden", damit man die Kisten in den Güterzug, "welcher um 7½ Uhr hier abfährt", verladen könne.‎

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€ 800,00 Kaufen

‎Köchly, Hermann, Altphilologe (1815-1876).‎

‎Hs. Erklärung (Entwurf) mit eigenh. Zeile und U. Dresden, 13. XII. 1848.‎

‎1½ SS. 4to. Ehrenhafte Erklärung mit Ablehnung und Aufgabe mehrerer Kandidaturen auf verschiedene Posten zu Gunsten anderen Kandidaten, des Advokaten Bruno Segnitz aus Kamenz, des Gerichtsdirektors in Wilsdruff Ludwig Robert Hennig (geb. ca. 1815) und des Schriftsetzers in der Römplerschen Druckerei in Dresden Friedrich L. Grille, um "Zersplitterung der Stimmen" zu vermeiden: "Die Candidatur in Großenhain, welche zu übernehmen ich von dort aus aufgefordert worden war, hatte ich bereits zu Gunsten des vom dortigen Vaterlandsvereine aufgestellten Hrn. Advokaten Segnitz bestimmt abgelehnt, als der Central-Wahlausschuß, der dies noch nicht wissen konnte, am 3. December diese Candidatur mir, die für Mohorn Hrn. Gerichtsdirector Hennig in Willsdruff zuwies [...]". - Köchly wurde infolge seiner Tätigkeit für die Reorganisation des Schulwesens im Dezember 1848 zusammen mit vier anderen Fachleuten mit der Ausarbeitung eines Entwurfs zu einem allgemeinen Schulgesetz für das Königreich Sachsen beauftragt, im Februar des Folgejahres in die sächsische Zweite Kammer gewählt und beteiligte sich am Dresdner Maiaufstand. - Beiliegend ein alter Sammlungsumschlag.‎

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€ 350,00 Kaufen

‎Könneritz, Hans Heinrich Gf. von, Diplomat, Politiker und Geheimer Rat (1790-1863).‎

‎Eigenh. Quittung mit U. Dresden, 12. XII. 1820.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit der Bestätigung des Erhalts einer Geldsendung: "Drei Thaler als zu einem Packet von Weimar kommend gehörig, sind mir richtig durch das hiesige Postamt übergeben worden [...]". - Könneritz war seit 1820 für etwa zwei Jahre als Oberkammerherr und Generaldirektor am Hoftheater in Dresden tätig. - Papierbedingt etwas gebräunt, mit Sammlernotiz in Bleistift.‎

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€ 200,00 Kaufen

‎Könneritz, Julius Traugott von, Politiker und Vorsitzender des sächs. Gesamtministeriums (1792-1866).‎

‎Eigenh. Manuskript mit U. [Dresden, nach 1847].‎

‎2¾ SS. auf Doppelblatt. 4to. Zum Ablauf eines über mehrere Jahre sich ziehenden Verfahrens betreffend eine Beschwerde über eine Hebamme und einen Geburtshelfer durch einen Arzt aus Dresden namens Fuhrmann. Die zuerst anonyme Anschuldigung sei als Verleumdung entlarvt, Fuhrmann als Verfasser ermittelt und zu einer Strafe verurteilt worden. Dieser hingegen habe darauf verwiesen, dass nicht das Justizministerium, sondern das Stadtgericht in Dresden zuständig sei: "Aus der Fassung der Bekanntmachung des Hrn. D. Fuhrmann zu Dresden in der Beylage zur Leipz. Zeitung vom 11ten Februar d. J. kann über meine Theilnahme an jener Angelegenheit Mißverständniß entstehn. Ich sehe mich daher veranlaßt, den Vorgang kurz zu veröffentlichen [...] Aus welchen Gründen das JustizMinisterium dermalen die Strafe und Kosten zurückerstatten lassen und ob es dabey die Untersuchung und die in derselben gefällten Straf-Erkenntniße wieder aufgehoben? ist mir unbekannt [...]". - Könneritz war nach seiner Zeit als Kanzler der konservativen Landesregierung bis 1846 sächsischer Justizminister. - Mit Sammlernotiz in Blei.‎

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€ 600,00 Kaufen

‎Kohlschütter, Karl Ludwig, Jurist und Politiker (1803-1866).‎

‎Eigenh. Notiz mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit dem Wunsch, "ein Exemplar / 1. des L. Decrets den Gesetz-Entwurf wegen des Vereins- u. Versammlungsrechts; / 2. des L. Decrets, das Eisenbahnwesen btf. / zu erhalten [...]". - Der Sohn des Rechtswissenschaftlers Karl Christian Kohlschütter war Geheimer Rat und Ministerialdirektor im sächsischen Innenministerium sowie Bevollmächtigter Sachsens bei der provisorischen Zentralgewalt in Frankfurt am Main. - Mit hs. Ergänzungen und Sammlernotiz, jeweils in Blei, mit kleinen Tintenflecken (ohne Textberührung) und leicht fingerfleckig.‎

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€ 240,00 Kaufen

‎Krackrügge, Goswin, Seilerwarenhändler und Politiker (1803-1881).‎

‎Gedr. Aufruf mit eigenh. Einfügung und eh. U. Berlin, 9. XI. 1848.‎

‎1 S. Folio. Mit Druckvermerk "(Gedruckt bei Eduard Krause.)". Als Abgeordneter des Kreises Erfurt zur Ausweisung der Preußischen Nationalversammlung nach Brandenburg an der Havel: "Mitbürger! Das Vaterland ist in Gefahr! Gegen den, am 2 d. M. fast einstimmig ausgesprochenen Willen der Versammlung ist heute das Ministerium Brandenburg ernannt worden und hat seine Wirksamkeit mit einem Staatsstreich begonnen. Die Versammlung der Volksvertreter soll vertagt werden, um später an einem andern Orte zusammenzutreten. Mitbürger! Die Nationalversammlung, berufen Euern Willen zu vertreten, kann weder vertagt, verlegt, noch aufgelöst werden. Wir sind fest entschlossen, solchen Gewaltstreichen mit allen uns zu Gebote stehenden Mitteln energischen Widerstand entgegenzusetzen. Vertraut auf uns, seid einig in der Wahrung der errungenen Freiheit, und bedenkt, daß besonnener Muth jede Gefahr überwindet [...]". - Die Preußische Nationalversammlung tagte von Mai bis September 1848 im Gebäude der Sing-Akademie zu Berlin und von September bis November im Schauspielhaus am Gendarmenmarkt. Nachdem die Regierung Brandenburg durch einen Staatsstreich eingesetzt wurde, beteiligte sich Krackrügge gemeinsam mit Carl d’Ester, Graf Eduard von Reichenbach, Hexamer und anderen linken Abgeordneten an der Verteidigung der Republik. Im Dezember 1848 löste die Regierung die Preußische Nationalversammlung schließlich durch königlichen Befehl auf. - Leicht stockfleckig, der linke Rand etwas gebräunt und leicht lädiert, mit einem kleinen Tintenfleck in der oberen linken Ecke und Sammlernotiz in Blei. Beiliegend ein alter Sammlungsumschlag.‎

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€ 350,00 Kaufen

‎Krieger, Richard, Politiker (1818-1906).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Potsdam, 6. XI. 1862.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An seinen Kollegen aus der Nationalliberalen Partei, den Textilunternehmer und Abgeordneten des deutschen Zollparlaments Friedrich Jansen (1813-84) bezüglich des Handels mit Russland und zu Kriegers baldiger Abreise nach Posen: "Auf Ihre Fragen, das Projekt eines Handelsvertrages mit Rußland betr., beehre ich mich, wenn auch spät, zu erwidern, daß nach den vor mir eingezogenen Erkundigungen vorläufig schwerlich an Realisierung desselben gedacht werden kann, indem die gründliche Umwälzung des Rußischen Tarifes jedenfalls vorhergehen müßte, diese aber anscheinend noch nicht so bald zu erhoffen steht. Neigung zur Annäherung besteht gelichwohl auf beiden Seiten [...]". - Krieger wurde im selben Jahr zur Provinzialsteuerdirektion in Posen versetzt und war hernach Steuerdirektor in Stettin. - Mit Sammlernotiz in Bleistift.‎

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€ 240,00 Kaufen

‎Lenin (Vladimir Ilyich Ulyanov).‎

‎Lenin in the Kremlin courtyard. Moscow, 16. X. 1918.‎

‎Contemporary silver gelatine baryte print, 216 x 90 (224 x 97) mm. Accompanied by a different silver gelatine print (press reproduction print, dated 1924), 200 x 150 (215 x 164) mm. A contemporary silver gelatine print of one of the best-known portraits of Lenin, showing the Russian revolutionary in the courtyard of the Kremlin, during a walk in the autumn sun. - At the time, Lenin was recovering from the serious wounds he had suffered during an assassination attempt on August 30th. Both bullets, supposedly fired by the Socialist Revolutionary Fanny Kaplan, were still embedded in his body, but Lenin had taken up work again. To prove to the eyes of all Russia, still struggling in civil war, that reports of Lenin's survival and improving health were not mere propaganda, his secretary and close associate Vladimir Bonch-Bruyevich talked the publicity-averse Soviet leader into the courtyard stroll that he directed towards a carefully hidden film team. The friendly ambush, led by the Russian photographer and filmmaker Alexander Vinkler, was soon discovered, and in addition to the several minutes of footage, a few photographs were taken. - The present famous shot is usually credited to Vinkler himself, though some sources cite the Kremlin photographer Petr Otsup. It was widely reproduced throughout the 1920s and 1930s: as early as 1920, the American communist Isaac McBride reproduced it in his book "Barbarous Soviet Russia", and it served as the model for several portraits in the Soviet Realist style, including Isaak Brodsky's famous painting of "Lenin before the Kremlin" (1924, now in the Lenin Museum, Moscow). It is also visible in the background of Alexander Rodchenko's 1935 portrait of Regina Lemberg peering through a Leica. - A fairly dark print with soft contrast, cropped to Lenin's full figure. Slight loss to upper right and lower left corner (the former flaw minutely affecting the background). Stamped "60" on the reverse; publisher's mark "S.F. 105768" in the negative. - Includes a less strongly cropped print of the same image, stamped and annotated on the reverse with the distributor's English caption, showing that it was used to illustrate a newspaper report about Lenin's death on 21 January 1924. His end was hastened by several strokes, very probably complications from the assassination attempt and later necessary operations.‎

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€ 6.500,00 Kaufen

‎Lindbergh, Charles A., US-amerikanischer Flugpionier (1902-1974).‎

‎Portraitphotographie mit eigenh. U. ("C. A. Lindbergh"). O. O. u. D.‎

‎280:205 mm. Hinter Glas gerahmt (470:380 mm). Mit Signatur des prominenten Pariser Fotoateliers G. L. Manuel Frères an der Adresse 47 rue Dumont d'Urville.‎

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€ 8.500,00 Kaufen

‎Martinozzi, Laura, Duchess consort and regent of Modena (1639-1687).‎

‎Autograph letter signed. Brussels, 30. XII. 1683.‎

‎8vo. ½ p. on bifolium. With autograph address and traces of papered seal. Christmas wishes to the canon Bernardo Zenzani in Modena: "Con qualche ragione ne' Augurate felici le sante presnti solennità desiderando noi sempre à Voi, e alla casa vostra ogni bene: I il signore velo conceda abondantemente". - Laura Martinozzi was one of the seven nieces of Cardinal Mazarin, the so-called Mazarinettes, who grew up at the French court together with the later King Louis XIV. As a member of the Catholic clergy, Mazarin could not have children of his own and therefore used his nieces for dynastic politics. In 1655, Mazarin married Laura Martinozzi to Alfonso IV d'Este, heir to the throne of Modena and Reggio. Alfonso ruled Modena from 1658 until his untimely death in 1662. Laura Martinozzi became regent for her son Francesco II d'Este (1660-94). In 1674, when Laura was accompanying her daughter Maria d'Este in London following her marriage to King James II, the regency was unilaterally ended by Francesco II. Laura Martinozzi decided to remain in exile until the end of her life, spending most of her time in Rome. - With minor tears and traces of worming. Very slight foxing.‎

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‎Martorelli, Luigi, Italian historian (1760-1831).‎

‎2 autograph letters signed. Paris, 13. III. 1810.‎

‎4to. Together 1½ pp. on bifolia. With autograph addresses. Interesting letters of recommendation for the revolutionary and educator Marc-Antoine Jullien de Paris (1775-1848), who had been exiled to Italy at Napoleon's orders. One of the letters is addressed to the archaeloogist Filippo Aurelio Visconti, a member of the "Commission des monuments publics". Martorelli asks Visconti to provide Jullien with access to the archaeological treasures administrated by the commission. - The second letter is addressed to François Palombi, "membre de la legion d'honneur", as Martorelli "knows for certain" that Palombi "has the kindness to make him feel the effects of our friendship". - Marc-Antoine Jullien de Paris, who is introduced by Martorelli as a "highly learned man, author of various highly esteemed works", was a follower of Robespierre during the Revolution and was imprisoned for a year following Robespierre's downfall. He fought under Napoleon in the Italian and Egyptian campaigns but had to return to France due to illness in 1798. After brief imprisonment in 1798, when the Directory suspected him of Jacobin sympathies, and having served in various military positions, Jullien received the cross of the Légion d'honneur in 1803. A visit to Madame de Staël in 1810 raised Napoleon's suspicions of Jullien, who was briefly exiled to Italy and, back in France, was arrested in 1813 for his opposition to Napoleon's rule. During the Restoration, Jullien was primarly active as an oppositional publisher and educator. Today he is best known as the founder of comparative pedagogy. - Largely unknown today, Luigi Martorelli was a member of the "Commission des monuments publics" in Rome and published several works, including a history of the Vatican clergy (1792) and a history of usury (1809). - Traces of folds. With very light stains.‎

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‎Mastrilli de Gallo, Marzio, Italian diplomat (1753-1833).‎

‎Letter signed. Paris, 25. I. 1804.‎

‎4to. 2 pp. To an unidentified French scientist, announcing four letters of recommendation for the recipient's journey to Sicily: "J'ai reçu avec beaucoup de plaisir la lettre que vous m'avez adressée, Monsieur, en date de Grenade du 20 Décembre et je suis très flatté des marques de votre souvenir au milieu des Voyages intéressants que votre zèle constant et votre amour pour les sciences et les beaux-arts vous font entreprendre. Je suis enchanté surtout d'apprendre que vous vous proposez d'aller voir ma patrie et les monumens précieux qu'elle possède. Je m'empêche en conséquence de vous transmettre diverses lettres de recommandation qui pourront vous être utiles [...]". - Mastrilli de Gallo equipped the recipient with letters to his nephew, the Count of Rocca Marigliano, the Neapolitan prime minister Sir John Acton (1736-1811), the Sicilian Viceroy Alessandro Filangieri, Principe di Cutò, and the Neapolitan court astronomer Giuseppe Piazzi (1746-1826), who is most famous for the discovery of the dwarf planet Ceres in 1801. - Marzio Mastrilli de Gallo was the most important Neapolitan diplomat at the turn of the 19th century. As the new Neapolitan embassador, he accompanied Princess Maria Theresa of Naples and Sicily to Vienna for her marriage with Emperor Francis II in 1795. Mastrilli di Gallo gained high esteem at the Imperial court and was even assigned to negotiate for the Emperor with Napoleon when the French army approached Vienna in 1797. Thus, the Italian diplomat became an Austrian signatory both of the preliminary Treaty of Leoben on 18 April and the Treaty of Campo-Formio on 17 October 1797, ending the War of the First Coaltion. In 1799, Marzio Mastrilli de Gallo served as Viceroy of Sicily, but he soon took the charge as Neapolitan ambassador in Paris. There he assisted in the coronation of Napoleon in 1805. Following the French invasion of Naples in 1806 and the proclamation of Joseph Bonaparte as King of Naples and Sicily on 30 March, Mastrilli de Gallo was named Minister of the Exterior, a position he retained under Joachim Murat. The Bourbon restoration did not end Mastrilli de Gallo's diplomatic career, and he returned to the service of King Ferdinand IV. - With a brown stain touching the text. Minimally dust- stained.‎

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‎Medici, Eleanor de', duchess of Mantua and Montferrat (1567-1611).‎

‎Autograph letter signed. Porto Mantovano, 13. VIII. 1607.‎

‎Folio. 1 p. on bifolium. With autograph address and papered seal. To Charles III, Duke of Lorraine (1543-1608), declining an invitation that was certainly in connection with the previous marriage of her daughter Margherita Gonzaga to Charles's eldest son Henri, the future Duke Henri II, on 24 April 1606: "Se bene il desiderio del Ser.mo Sig. Duca mio, et del Prencipe mio figliuolo sarebbe di ricever consolatione dalla persona di Vra Altezza, del Sig.r Duca di Bar, et della Duchessa mia figlia, et di tutti cotesti altri Principi, nondimeno gli impedimenti sono tali, che non lasciano effetuar tal desiderio, come più apieno V.A. potra intender da Polidoro. Ben rendo a V.A. le gratie che debbo del suo amorevoliss.o invito, et a tempo più commodo si vedra di darlo sodisfatt.ne. Tra tanto le bacio la mano, [...]". - Traces of folds. With minimal tears and browning.‎

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‎Munarini, Giacomo, foreign minister of the Duchy of Modena (b. 1763).‎

‎Autograph letter signed. Modena, 22. IX. 1815.‎

‎4to. 1¼ pp. on bifolium. With autograph address and seal. Interesting letter to the Franco-Italian banker Jacques-Gabriel Caccia (d. 1838) in Paris, asking him to send him two French journals covering the August 1815 French legislative election, the first that followed Napoleon's Hundred Days. Munarini recounts that he received, "although with much irregularity", the "Moniteur" and the "Jounal des Debats" before "Napoleon's invasion that entailed such terrible consequences" (transl.). Apparently, no French papers reached Modena in 1815, and Munarini, who was eager to "discover the public opinion, at least so far as it can be discovered through journals", therefore asks Caccia to send him two "public papers" of his choice "without delay". He also requests that the journals do not "imitate the example of the English, some writing in favour of the minister, some against", but rather wishes for "texts by reasonable writers but of different opinion". - Marquess Giacomo Munarini served as foreign minister to Francis IV, Duke of Modena from 1814 to 1820. - Traces of folds. With a minor tear slightly affecting the text and a tear from breaking the seal. Some browning.‎

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‎Munarini, Giacomo, foreign minister of the Duchy of Modena (b. 1763).‎

‎Autograph letter signed. Modena, 17. I. 1817.‎

‎4to. 1 p. on bifolium. In Italian. Confidential letter to an Italian nobleman, asking him to investigate why a personal letter of Francis IV to an unnamed souvereign, possibly Louis XVIII, has not been answered. Munarini asks the recipient for absolute confidentialty before recounting the matter: "You will remember that I was very concerned last year for fear that a letter might have been mislaid which His Royal Highness wrote to His Majesty, the King in his own hand. After much research, you came to discover that this letter was still in this Ministry of Foreign Affairs. I hoped that it had been given course; but I see with no less surprise than regret how vain my hopes were. I fear there is some mystery hidden in this affair; and we wish for someone who, with all dexterity, and without compromising my good Prince, will try to investigate why His Majesty did not reply to HRH. Was it lacking in some point in etiquette? Could that court perhaps be dissatisfied with ours? The affair, as you see, is delicate; and I desire that you commit nothing to writing, unless it be directed to me. If I have ever wished that the affairs of my sovereign be supported by you, it is in this circumstance, as I am in need of a person of experienced prudence [...] and of sincere and loyal attachment to the excellent Archduke Francesco IV" (transl.). - Marquess Giacomo Munarini served as foreign minister to Francis IV, Duke of Modena from 1814 to 1820. - Well preserved. With minor browning to the margins and two pinholes.‎

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‎Rovere, Francesco Maria II della, last Duke of Urbino (1549-1631).‎

‎Letter signed. Gubbio, 20. III. 1612.‎

‎4to. ½ p. on bifolium. With address and papered seal. To a Dr Giacomo Zuccoli, probably in Faenza, announcing that he will gladly talk to Cardinal Erminio Valenti concerning a vacant position as canon and consoling Zuccoli on the death of his uncle: "Fo volentieri l'uff.o da lei richiestomi col Sig.e Card.e Valenti per la vacanza di q.llo Can.co et come le desidero ogni bene q.la memoria dell'amor et della virtù del sig.e Gregorio suo Zio, che habbia [!] requie et per il suo proprio merito, cosí mi sarà cara, ch'ella resti in ciò consolata". - The recipient's uncle Gregorio Zuccoli was a sacristan and chronicler in Feanza. Cardinal Erminio Valenti (1564-1618) served as bishop of Faenza from 1605 to 1618. - Traces of folds. Minimal foxing and browning.‎

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‎Saldanha da Gama, Francisco de, Cardinal Patriarch of Lisbon (1723-1776).‎

‎Manuscript copy of a circular letter. Lisbon, 15. III. 1758.‎

‎Small folio. Italian manuscript on paper. 9½ pp. on 5 ff. Sewn. This interesting circular was issued in connection with Saldanha da Gama's appointment as Apostolic Visitor for the investigation of allegations against the Jesuits that had been raised in the name of King Joseph I of Portugal. The ageing Pope Benedict XIV had appointed Saldanha da Gama based on a recommendation of the powerful Marquis de Pombal, a staunch anti-Jesuit, but tried to retain control over the investigation as he was sceptical of the allegations and concerned about the reputation of the Society of Jesus. The circular seems to be a preliminary step towards Saldanha da Gama's eventual condemnation of the Jesuits for exercising "illicit, public, and scandalous commerce both in Portugal and in its colonies" (Pollen 1912). It is a reminder of the Papal condemnations and interdictions of trade and financial investments for all ecclesiastics, citing the Papal bulls "Ex debito pastoralis officii" (Urban VIII, 22 Feb. 1633) and its renewal and extension by Pope Clement IX "Sollicitudo Pastoralis officii" (17 June 1669). These bulls explicitly addressed missionaries and other ecclesiastics in the colonies, though with limited success. Saldanha da Gama orders all recipients to summon their congregations "with bell-ringing" and read the circular aloud, have it registered in their books and, most importantly, to do their part in impeding all mentioned transgressions: "faccino su bito in suo adempimento cessare le sud.e transgressioni, e scandali, con tutte e tutti quelli, che fossero a quelle, o questi somiglianti; senza che, affine di palliarle, negoziando in qualunque sia modo, possano valersi di qual si voglia pretesto, titolo, colore, intelligenza, causa, occasione, o modo [...]". Benedict XIV died on 3 May 1758, and Saldanha da Gama moved to condemn the Jesuits on 15 May without conducting the thorough house-to-house visitation as ordered by the Pope. Together with the so-called Távora affair, an attempt on the life of King Joseph I that was wrongly attributed to the Jesuits, Saldanha da Gama's condemnation gave the Marquis de Pombal the necessary leverage to accomplish the expulsion of the Jesuits from Portugal and its colonies in 1759. France and Spain would soon follow the Portuguese example, a development that led to the Papal suppression of the Jesuits in 1773. The circular shows that economic competition with the powerful Jesuits, especially their reduction in Latin America, was an important factor in the push against them. - The remark "Num. VIII" in the upper right corner of the first page might indicate that this was the 8th copy of the circular. - Some browning. A final, probably blank leaf is missing. J. H. Pollen, The Suppression of the Jesuits (1750-1773), in: The Catholic Encyclopedia, Vol. XIV (New York, 1912).‎

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‎Somaglia, Giulio Maria della, Italian cardinal (1744-1830).‎

‎Autograph letter signed. Rome, 19. VIII. 1820.‎

‎4to. 1 p. on bifolium. With address and traces of papered seal. To the Countess Teresa Bronciforte in Piacenza, concerning an incident involving her son Vincenze that Somaglia was trying to help resolve despite difficulties in communication: "Prima ch'io ricevessi l'obbligante lettera di V.S. Illma dei 6 d'Agosto avrei dovuto essere informato dell'accaduto del suo Sig.re figliuolo C.te Vincenzo. Il fatto è che dopo i primi passi ch'Egli mi ricercò per rimuovere una difficoltà occorra nell'ammetterlo il concorso, la difficoltà felicemente fù rimossa. Ma dopo di ciò se la lettera sua e la contemporanea del buon C.te Gioan-Batta non mi avenero accennato l'occorso io nulla affatto avrei inputo; ed è notabile che il C.te Vincenzo avrebbe dovuto venire da me quando almeno dette loro parte dell'accaduto, e molto più se ha ricevuta risposta da loro, che sicuramente gli avranno scritto. Ora Egli non si è fatto mai più vedere, indizio chiaro ch'Egli ne da un cenno al S.re C.te Anguissola, scrivando che non gli avea la mia interposizione, quando per messo mio fu rimossa la difficoltà c'opi accennata. [...]". - Giulio Maria della Somaglia was among the thirteen cardinals who refused to attend Napoleon's marriage to Princess Marie Louise in 1810. In retribution, they were stripped of their property and ecclesiastical status, becoming known as the black cardinals. At the time of the letter, Somaglia had just recently been named Dean of the College of Cardinals, the second highest postion within the Catholic Church. As such, he was in charge of the 1823 and 1829 conclaves. - Traces of folds. With minor tears and browning. The second leaf with a long tear from breaking the seal.‎

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‎Türr, István, Hungarian revolutionary, politician, and engineer (1825-1908).‎

‎2 autograph letters signed. Milan and n. p., 22 May 1894 and n. y.‎

‎8vo. Together 2 pp. With autograph addresses and an envelope. To the German mezzo-soprano Mathilde Marchesi and her husband, the baritone Salvatore Marchesi de Castrone, concerning the dissolution of his household in Paris and a meeting. In the letter dated 22 May 1894, Türr informs Mathilde Marchesi that he will give up his apartment in Paris and recommends his housekeeper Giuseppina to her: "Non venendo che raremente à Parigi, perciò lascierò il mio apartamento e cosí devo anche licenziare la mia Giuseppina, chi mi a servito 3½ anni. Mi prendo la libertà di raccomandarvi, ella è una buena persona e abilissimo, ella parla tedesco, italiano, francese e greco [...]". - In the undated letter, Türr asks Salvatore Marchesi de Castrone to visit him the following day: "Ti prego di venire domani mattina alle 10 e un quarto da me [...]". - Following his long years of exile, fighting for Hungarian and later for Italian independence on the side of Giuseppe Garibaldi and advancing to the rank of a general during the Expedition of the Thousand, Türr was active as a diplomat, peace activist, and engineer. As such he was involved in the first Panama Canal project and the successful construction of the Corinth Canal from 1881 to 1893. Türr died in Berck in Northern France. - Traces of folds. The dated letter with an old repaired tear and a collector's note in ink.‎

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‎Bacherer, Gustav, Schriftsteller und Publizist (1813-1850).‎

‎Brief mit eigenh. U. München, 4. III. 1849.‎

‎1½ SS. 8vo. An die Redaktion der "Allgemeinen Zeitung": "Auf das Angelegentlichste ersuche ich Sie, dem beifolgenden Artikel ehemöglichst, sei es im Hauptblatte oder in der Beilage der Allgemeinen Zeitung, gefälligen Raum geben zu wollen. Die Angelegenheit, welche der Artikel berührt, ist noch keineswegs in ihr letztes Stadium getreten, sie scheint vielmehr noch der Gegenstand eines sehr ernsten diplomatischen Austausches zwischen Berlin und München werden zu sollen, und da dürfte es schon im eigenen Interesse Ihres einflußreichen Blattes liegen, den Gegenstand in bemeßener objectiver Haltung von allen Seiten zu beleuchten [...]".‎

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‎Bauer, Eduin, Pfarrer und Schriftsteller (1816-1892).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Großenhain, 2. VI. 1841.‎

‎2 SS. 8vo. An den Schriftsteller, Regisseur, Intendanten und Besitzer der "Dresdner Abendzeitung" Theodor Winkler: "Ew. Wohlgeboren erlaube ich mir, eine Erzählung 'Bruchstücke aus dem Leben eines Edelmannes' zu übersenden u. bei Ihnen anzufragen, ob Sie dieselbe für Ihre allgemeingeschätzte Abendzeitung oder für Ihr Taschenbuch Penelope 1842 gebrauchen können. Eigentlich widme ich mich der theologischen und pädagogischen Literatur, u. habe nur bisweilen dem Planet Einiges unter dem Namen 'Aurel' gesendet, was jener Sphäre fremd war. Da ich jedoch vorigen ganzen Winter über einem theologischen Werke gesessen u. die Sächs. Schulzeitung, die ich redigire, mich nicht hinlänglich beschäftigt, wollte ich mich in der belletristischen Sphäre versuchen u. gleichsam erholen u. aufheitern [...]".‎

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‎Bauer, Eduin, Pfarrer und Schriftsteller (1816-1892).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Dresden, 18. I. 1848.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An den Publizisten, Archäologen und sächsischen Museumspionier Karl Benjamin Preusker, wie er ein Sammler von Handschriften: "Ihrem Wunsche, ein[en] Autographen Ronge's zu erhalten, kann ich leider nicht genügen. Als er hier war, plagte man ihn förmlich um seine Handschrift; doch hätte ich mich daran erinnert, daß in Hain ja ein eifriger Sammler von Handschriften existirt, so hätte ich mir auch eine Handschrift erobert! Ich ließ ihn als er mich besuchte, seinen Namen in mein Tagebuch schreiben. Vielleicht kommt er wieder nach Dresden oder schreibt mir: dann sollen Sie der erste sein, der seine Handschrift erhält. Eine Locke habe ich ihm abgeschnitten, davon aber schon an Damen mehre Bischen vertheilt! [...]". - Bl. 2 mit einem kleinen Ausriss durch Öffnen der Verschlussmarke (keine Textberührung).‎

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‎Bauer, Eduin, Pfarrer und Schriftsteller (1816-1892).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 13. III. 1848.‎

‎1 S. 8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An die Rammingersche Buchhandlung in Dresden mit Anweisungen an den Setzer: "Erst der Aufsatz: Die franz. Republik dann: Die Nachrichten: was zwischen beides noch einzuschieben ist, werde ich heute Nachmittag od. morgen erfragen. Ist es nicht möglich, daß die Nummer zeitiger fertig wird? [...]". - Mit kleinen Randläsuren und Resten einer Verschlussmarke.‎

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‎Brion, Marcel, French novelist, critic, and art historian (1895-1984).‎

‎5 autograph letters signed. Paris, Aix-en-Provence, Nervi (Genua), and Marcillat-en-Combraille, ca. 1935-1959.‎

‎Various formats. Altogether 10 pp. Correspondence with the publisher and librarian Maurice Delamain, his wife, and Delamain's publishing company Stock in Paris. The earliest letter, dated 18 March, concerns Brion's historical biography "Théodoric, roi des Ostrogoths" (Payot, 1935). Brion is glad that the Baltic German philosopher Hermann von Keyserling (1880-1946) was willing to read the book and informs Delamain that he asked his publisher to send a copy to Keyserling as well as to Delamain himself, as he was also hoping for him to comment on the book: "A writer is lucky to have two readers such as Keyserling [and you] and if, by any chance, this Théodoric does not discourage you from reading other historical books that I have written, I am infinitely happy to send them to you [...]" (transl.). Delamain was Keyserling's French publisher from 1933. - A letter dated 15 November that reached Stock on 20 November 1944 concerns a translation of the Danish novelist Jens Peter Jacobsen. Brion, who had proposed to Stock a translation of Jacobsen's short stories, reacts to the information that they were already working on a publication with Lucien Maury: "I have seen too many examples of such clashes of translations to feel too much of a disappointment reading your letter. Indeed, I am glad I did not offer my translation of J. P. J.'s novels to any publisher other than you, which would have provoked a 'double' [...]". He mentions the competing Whitman translations of Louis Fabulet and Léon Bazalgette as an example, underscoring that he has "no intention of entering in a competition with Mr Lucien Maury", whom he praises as an experienced translator. Brion offers his thoughts on Jacobsen and his support of the publication "in all the journals to which I have access [...]". Maury's translation of Jacobsen for Stock did not go forward, after all, nor did Brion's translations. In February 1946, Brion offered his novel "La rose de cire" to Delamain, which was ultimately published by Albin Michel in 1964. In the second part of the letter, Brion mentions that Maury wrote to him about "difficulties with paper" delaying the publication of his Jacobsen translation and lauds Maury's biography of Victoria Benedictsson. - The remaining letters in the collection are of a more personal nature. On 21 January 1959, Brion thanks Delamain for a gift: "a noble alcohol is the natural complement to a beautiful book, and I congratulate you on creating both the one and the other equally perfectly", also sending greetings to his wife. The only letter written to Delamain's wife, dated 11 May, concerns the cancellation of a meeting. - The letter mentioning Keyserling shows continuous tears along the borders causing minor text loss, with notes in pencil and strong browning. The remaining letters have occasional minor tears, creases, and minor browning.‎

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‎Gorky, Maxim, Russian writer (1868-1963).‎

‎Autograph letter signed. N. p., [between 1915 and 1918].‎

‎4to. 1 page. In Russian. To an author named Anna Nikolayevna, concerning the possible publication of the novel "Dawns" in Gorky's Parus publishing house. Expecting the rejection of the unfinished manuscript, Gorky advises her either to finish the novel or to turn its prologue into an independent short story: "I asked the editorial staff whether I can send them the manuscript of the prologue to the novel for review and they answered me that this would be useless if the piece is still not finished. I asked about it because, in its current form, they would have surely returned your manuscript, which I wanted to avoid. I have reread the prologue once again and I advise you the following: do not send 'Dawns' anywhere unless you finish the whole piece or turn the prologue into a separate short story" (transl.). - In a short postscript, Gorky refers Anna Nikolayevna to an editor: "At 'Parus' you have to write to Belousov (I hope that I got the surname right, but I think I did), his name is Ivan Nikolayevich". - Maxim Gorky founded Parus together with Alexander Tikhonov and I. P. Ladyzhnikov in 1915 in order to publish the monthly literary review "Letopis" (1915-17), the daily "Novaïa jizn" (1915-18), and books that opposed Russia's involvement in World War I and the war in general. "Letopis" was social-democratically oriented and thus in opposition to the Bolshevik Revolution of 1917. Among its contributors were such important authors as Alexander Bogdanov, Ivan Bunin, Anatole France, Lev Kamenev, Alexandra Kollontai, Vladimir Mayakovsky, Romain Rolland, and H. G. Wells. Although the recipient has not yet been identified, the letter can be dated with respect to 'Parus', which only existed from 1915 to 1918. - Somewhat spotty. Full transcription of the Russian original available.‎

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‎Verhaeren, Émile, Belgian poet (1855-1916).‎

‎Autograph letter signed. N. p., 20. III. 1914.‎

‎Small 8vo. 2 pp. on bifolium. Together with the newspaper clipping of an obituary for Verhaeren from 26 June 1973. To an illustrator, possibly Steinlein, thanking him for an illustrated book and announcing to send him his poetry collection "La Multiple Splendeur" from 1906: "J'ai lu vu et admiré le livre illustré que vous m'avez fait l'amitié de m'envoyer. Où les vivants et créatifs croquis et parfois le geste vrai et définitif ! Me permettez-vous de vous envoyer à mon tour la Multiple Splendeur. Je vous envoie ceci chez votre éditeur et si vous voulez bien par un mot m'indiquer votre adresse, je vous ferai immédiatement tenir mon bouquin". - Well preserved.‎

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‎Artôt de Padilla, Désirée, Belgian soprano (1835-1907).‎

‎Autograph letter signed. Paris, 31. X. 1895.‎

‎12 mo. 2 pp. To an unnamed recipient addressed as "Dear Auntie", asking her whether she knows any Americans in Paris who would like to join one of Artôt de Padilla's musical soirées, as they would hear "compatriot voices", naming several artists who were scheduled to perform: "Je sais que vous ne sortez pas le soir, je ne vous invite pas à notre soirée musicale du Jeudi 7 Novembre - Mais si vouz avez quelques amis américains que cela intéressait - envoyez moi leurs noms et leurs adresses. Je serai heureuse qu'ils entendent quelques belles voix compatriates - J'ai Nikita, le nouveau contralto de l'opéra, Miss Patts, M.me de Tercane [?], M.lles de Korff et de Broemsen en un mot je crois que ce sera belle". Among the artists mentioned in the letter, only the American opera singer Nikita (b. 1872) can be identified. - A student of Pauline Viardot, Désirée Artôt made her successful debut at the Paris Opéra in Meyerbeer's "Le prophète" on 5 February 1858. Engagements in Milan, Berlin, London, St Petersburg, and Moscow followed. During an 1868 tour in Russia, Artôt met Pyotr Ilyich Tchaikovsky, who dedicated his Romance in F minor for piano (Op. 5) to Artôt and eventually proposed to her. Both Tchaikovsky and Artôt had second thoughts, and the marriage was not finalized. On 15 September 1869, Artôt married the Spanish baritone Mariano Padilla y Ramos without informing Tchaikovsky, who learned the news from Nikolai Rubinstein. The memory of these events was fresh in Tchaikovsky's mind when he composed "Romeo and Juliet" in 1869. They met on several occasions after the engagement and in 1887 Tchaikovsky even dedicated his "Six French Songs" (Op. 65) to Désirée Artôt-Padilla, whom he considered one of the greatest singers alive. - Minimally stained.‎

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‎Battaille, Charles-Amable, French operatic bass (1822-1872).‎

‎Autograph letter signed. N. p. o. d.‎

‎8vo. 1 p. on bifolium. To an unnamed lady recipient, promising that he will do his best to teach a poor protégé of hers, although he thinks that there is little hope for the student to become a singer, as her voice has been permanently damaged by cold and misery: "Vous-êtes bonne et gracieuse Madame, de vous être souvenue de moi qui en vous ai point oubliée. Je vous en remercie. J'ai depuis longtemps dit à Monsieur Doucet tout ce que j'ai cru utile à votre pauvre petite protégée. Je reviendrai à la charge et ferai pour elle de mon mieux. Sa santé est faible et je crois que la voix ne se développera jamais : cela a été flétri par le froid et la misère. Je me suis attaché à elle comme si elle devait être une chantante et je tâcherai de lui apprendre ce que ses moyens limités pourront permettre [...]". - Battaille's most famous role was that of Peter the Great in Meyerbeer's "L'étoile du nord" (1854). - On stationery with embossed monogram. With collector's note on the verso of the blank leaf. Traces of folds. Slight ink smudging. Minimal browning.‎

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‎Hummel, Johann Nepomuk, Komponist (1778-1837).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Weimar, 31. XII. 1830.‎

‎2½ SS. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An seinen ihm freundschaftlich verbundenen Verleger Tobias Haslinger: "Also der letzte Tag in diesem Jahr wo ich Ihnen schreibe, um Ihnen Alles Gute fürs Neuejahr zu wünschen, und mir zugleich auch was davon. Wir sind Alle wohl und wünschen Ihnen ein Gleiches. Ich meldete dem Chelard, daß Sie selbst an ihn nach München schreiben würden. Den Abnehmer auf die zwei Kleinigkeiten, die er hier für die Milder [d. i. die Sopranistin Anna Milder-Hauptmann, 1785-1838] schrieb, hab ich ihm in London schon verschafft. Die mitgetheilte Nachricht, daß Sie keine Zahlung für mich an Herrn v. Beer leisten könnten, kommt mich recht der Quere; ich dachte wenigstens daß Sie 4- bis 500 fl 20 gr für mich erlegen würden; wenn es mich auch gerade nicht so sehr genirt, so ist es mir doch höchst unangenehm, Geld dahin schiken [sic] zu müßen, wo ich welches zu erhalten hoffte. Es geht mich zwar nichts an, allein ich habe bemerkt, daß Sie seit einiger Zeit entsetzlich viel auf Einmal verlegen und in allen Fächern; sollte das vortheilhaft für Sie seyn? Besonders bei allen diesen kritischen Epochen; verzeihen Sie mir diese Bemerkung, als ächter Kaufmann werden Sie dieses besser einsehen als ich; es war nur so ein Gedanke von mir. Die Fantasie und das Rondo habe ich dieser Tage erhalten […] P.S. Jos. Czerny verlangte ein neues Manuscript von mir und frug zugleich bei mir an, ob es war sey, daß ich niemandem andern als ihnen ein Werk von mir überlassen dürfte! - Sie hätten ihm dieses gesagt! […]". - Mit kleinem Ausschnitt der Verschlußmarke auf Bl. 2 (kein Textverlust) und Eingangsvermerk aus der Hand Haslingers.‎

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‎Lubin, Germaine, Opernsängerin (1890-1979).‎

‎8 eigenh. Briefe mit U., 3 eh. Briefkarten mit U. und eh. Bildpostkarte mit U. [Paris], Pontillac und o. O., 1964 und o. J.‎

‎Zus. 33¾ SS. auf 3 Doppelbll. und 12 Einzelbll. Qu.-4to und (qu.-)8vo. Die Mehrheit der Stücke an Micheline Delamain, Graphologin und Gattin des Verlegers Maurice Delamain, über ihren Gesundheitszustand, gemeinsam verbrachte Zeit, geplatzte Verabredungen und ihre große Sammlung von Tischtüchern. - Über ihre schlechte Gesundheit und ihre Tätigkeit als Gesangslehrerin mit zwei Unterrichtseinheiten täglich für insgesamt fünf Schüler: "Ma bien chère, c'est encore de mon lit que je vous écris [...] Je suis toujours fièvreuse et extrèmement fatiguée. Pourtant, j'ai encore cinq élèves, et je donne chaque jour deux lecons [...]" (o. O., 22. VIII., o. J.). - Mit schönen Erinnerungen an einen Besuch bei ihr in Garde Epée, der ihr ihre Lebensfreude zurückgegeben habe: "Micheline très chère, charmante et belle, je n’ai passé à Garde Epée que quelques heures auprès de vous, mais elles m'ont donné une joie que je n'avais point connue depuis longtemps [...]" (o. O., "Jeudi"). - Mit Bedauern, Delamain verpasst zu haben, da sie bei ihrem Kollegen, dem Sänger Michel Sénéchal (1927-2018), zum Mittagessen eingeladen war, und über eine gelungene Vorstellung der "Ariadne auf Naxos" in Paris - eine Oper, in der sie schon in Wien und Berlin unter der Direktion von Richard Strauss aufgetreten war: "Micheline ma très chère, je suis desolée [...] de ne point vous avoir vus tous les deux avant votre départ [...] Je suis allée déjeuner chez Michel Sénéchal [...] a trente km d'Aix [...] Vous avez vu mes deux Michel un peu plus tard dans cette magnifique Ariadne Auf Naxos, crée par moi à Paris, que j'ai chanté à Vienne et à Berlin sous la direction de Richard Strauss [...]" (Crespy, 3. VIII., o. J.). - Die übrigen drei Stücke an Etha Rickmers, Maurice Delamains erste Ehefrau, darunter ein emotionaler Brief über das ungewisse Schicksal ihres Ehemannes, des Dichters und Dramaturgen Paul Géraldy (1885-1983), im Ersten Weltkrieg, über ihren Aufenthalt bei der Familie Mennier sowie ihren Wunsch, als Kriegskrankenschwester für das Rote Kreuz zu arbeiten: "Mon mari pensait qu'il resterait probablement au Mans - Je n'ai pas encore de ses nouvelles - il es parti mercredi soir [...] J'espère il est a peu près en sureté - la douleur de la separation est assez abdominable [...] ah! Si nous avions pu nous revoir tous les quatre, nous aurions eu plus de courage, - Nous deux du moins - Vous êtes nos meilleurs amis. Je suis chez les Meunier. J'y resterai jusqu’à la fin de la guerre - ils sont bons les Mennier, mais je me sens à présent comme […] une étrangère car mon mari, s’est toute ma famille… J'aurais tout voulu le suivre au Mans, mais je n'ai pas d'argent - alors - Je vais suivre des cours que la croix rouge organize [...] Je pourrai soigner des blesses, je serai utile, au moins à quelque chose! [...]" (18, Boulevard de la Tour Maubourg [Paris], "Samedi"). - 4 Stücke auf Briefpapier mit gepr. Adresse. Wohlerhalten.‎

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‎Wagner, Cosima, Tochter Franz Liszts und zweite Gattin von Richard Wagner (1837-1930).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("Cosima"). Tribschen, 30. VI. 1871.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Intimer französischsprachiger Brief an ihre Halbschwester Claire de Charnacé (1830-1912) betreffend eine plötzliche psychische Erkrankung ihrer Mutter Marie d'Agoult (1805-76). Trotz Cosima Wagners distanziertem Verhältnis zur Mutter, das durch den Konflikt zwischen d'Agoult und dem Vater Franz Liszt schwer belastet war, zeigt sie sich im Brief überaus besorgt und mitfühlend, auch ihrer Halbschwester gegenüber, zu der sie ein inniges Verhältnis hatte: "Arme Liebe, welch traurige Dinge Sie mir mitteilen und Sie aushalten müssen! Ich kann mir eine so plötzliche Krankheit nicht erklären, der letzte Brief von Mutter datiert vom 15. Juni und ist völlig vernünftig. Ich muss gestehen, dass ich seit den Ereignissen, die sie ferngehalten hatten, einen Rückfall befürchtete; als ich sie hier sah, fand ich sie bei so guter Gesundheit, dass ich völlig beruhigt war, wobei mich ihre große Zerstreutheit überraschte, aufgrund derer sie dieselben Dinge 5 oder 6 Mal fragte. Aber ich sagte mir, dass ihre Gedanken woanders waren, dass sie aus Höflichkeit fragte und die Antworten nicht hörte. Ich wusste nicht, worauf ich 'Rasen geben' beziehen sollte, da es unserem Garten nicht daran fehlt und wir haben überhaupt nicht über hier zu machende Arrangements gesprochen. Warum wurde Mama nach Paris zurückgebracht? Sie hat mir geschrieben, dass sie bis auf weiteres in St. Lupicin bleiben wird und ich habe ihr geschrieben, dass sie besser nach Tribschen kommen sollte, statt zu diesem Zeitpunkt nach Paris zurückzukehren. Denken Sie, dass ich ihr schreiben soll, soll ich sie auf ihre Krankheit ansprechen? Weiß sie, dass sie phantasiert? [...] Ich bin tief betrübt durch diese Neuigkeit und alles was Mama betrifft, macht mich schrecklich trübsinnig. Ich glaube nicht, dass es ein trostloseres Leben auf der Erde gibt als das Ihre und all mein Mitleid kann sich nicht in Liebe verwandeln. Es sind gerade diese dunklen Stunden, in denen ich die wohltuende Wirkung meiner häuslichen Tätigkeiten fühle; jeden Tag dieselben Dinge zur selben Zeit zu tun zu haben und sie mit Liebe zu tun, einen Vogel zu hören, einen Berg von hier und dort zu betrachten, die Welt zu vergessen - das sind meine Ressourcen und meine Stützen [...]". - Mit Sammlervermerken in Blei. Drei Quetschfalten, ein Einriss im Falz mit Textberührung und kleinere Einrisse ohne Textberührung. Minimal fleckig.‎

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‎Achard, Pierre Frédéric, French actor (1808-1856).‎

‎Autograph letter signed. [Paris], no date.‎

‎12mo. ½ p. on bifolium. With autograph address. To a friend named M. Croisé, instructing him to ask for a M. Gueffier at the theatre entrance. Gueffier was an administrator at the Théâtre du Palais-Royal, where Achard had debuted in 1834. Achard was also a talented vocalist, studying at the Paris Conservatory under Adolphe Nourrit. - Traces of folds. With a tear from breaking the seal. Somewhat stained.‎

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‎Duveau, Caroline, known as Karoly, French actress (1835 - after 1900).‎

‎2 autograph letters signed. N. p., 28 April 1864 (postmark) and 10 March 1875.‎

‎8vo and 12mo. Together 2½ pp. on bifolia. With one autograph address. In French. The earlier letter is addressed to the actor and playwright Louis Péricaud (1835-1909), urgently asking him for 25 francs: "You will get them back if we perform; if not ... merde". - In the letter from 10 March 1875, Karoly expresses frustration with herself concerning the delivery of a role and asks the unidentified author of the play to tell her whether she may keep it or not: "Votre pièce me trotte par la tête, et vous me voyez furieuse après-moi de vous avoir si sottement rendu votre rôle. Je n'ose vous le redemander, il est plus que probable, que vous étés en pleine répétition, et que toute marche à la merveille en fin ! que voulez-vous ? on m'a si cruellement laissé dans l'ombre, que je me suis prêté à douter de moi. Ne m'en voulez-pas, et j'aime à espérer que j'aurai une revanche à prendre avec vous [...]". - Caroline Duveau was a student of her later husband Maubant (1821-1902). Following a short engagement at the Odéon, Duveau celebrated her debut at the Comédie-Française on 8 September 1868, where she would play alongside Maubant. - Traces of folds. Minimal browning.‎

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