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‎Wandersleb, Ernst, Physiker, Photograph, Ballonfahrer, Bergsteiger und Philanthrop (1879-1963)‎

‎Masch. Brief mit eigenh. U.‎

‎o.J. Jena, 5. XII. 1952, Fol. 2 Seiten.‎

‎An den Physikochemiker John Eggert (1891-1973) an der ETH Zürich: "[...] Ich betrachte es als einen besonders freundschaftlichen Dienst, daß Sie bei Ihrer übergroßen Inanspruchnahme auch noch die Zeit aufgewendet haben für die Schweizer 'Kamera' ein Referat über mein erstes Büchlein 'Die Lichtverteilung im Großen' zu schreiben, und daß Sie auch über das zweite wichtigere Büchlein 'Die Lichtverteilung in der axialen Kaustik' selbst ein Referat schreiben wollen [...] Das zweite Büchlein betrachte ich also als viel wichtiger. Die geometrisch-optische Konstruktion der Lichtverteilung im Punktbildscheibchen aus der Rohr'schen Aberrationskurve [...] betrachte ich als endgültig erledigt [...] Diese Lösung ist eigentlich seit Gauß und Petzval, also seit über 100 Jahren, fällig [...] Daß Sie von den mancherlei 'Doktorarbeiten', die angesichts des experimentellen, auf ein einziges Beispiel beschränkten Teils der Arbeit der Durchführung harren, wenigstens die 'rotierende Mattscheibe' im Auge behalten wollen, ist mir sehr lieb zu hören [...]" - Carl Zeiss' Assistent Ernst Abbe hatte Wandersleb in die Fotoabteilung des Zeiss Werkes geholt, um zu forschen. Im Oktober 1904 war die Berechnung des 'Tessar 1:4,5' abgeschlossen und das später als 'Adlerauge der Kamera' bekannt gewordene Objektiv war fabrikationsreif. Wandersleb schuf als Ballonfahrer auch sensationelle Luftaufnahmen in brillanter Qualität. - Rar.‎

Bookseller reference : 40468

‎Vogt, Karl, Zoologe und Politiker (1817-1895)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Bern, 7. VII. 1871, Gr.-8°. 1 1/4 Seiten.‎

‎Vogt wünscht, daß der Adressat an seiner Stelle die Berichterstattung vom Kongress in Bologna übernimmt, da er als Ständerat in Bern verhindert sei. "[...] Die Sache ist diese. Heute ist beschlossen worden, daß die Versammlung der schweizerischen Räthe zur Behandlung der Bundes-Revision frühestens im November Statt finden soll. Andererseits hat das Comité des Congresses für Anthropologie und Urgeschichte denselben für den 1ten November in Bologna einberufen. Er soll dort 8 Tage dauern und mit Excursionen verbunden sein. Vor zwei Jahren war dieser Congreß in Copenhagen, vorher in Norwich und Paris. Ueber alle diese Versammlungen habe ich in der Kölnischen Zeitung damals berichtet. Der Congreß in Bologna sollte schon voriges Jahr Statt finden - er ward wegen des Krieges verschoben und wegen der angedeuteten Bundesversammlung in Bern war ich bis dahin nicht sicher, ihn besuchen zu können. Jetzt ist diese Unsicherheit gehoben. Als ich nun vor zwei Jahren in Wien war, machte mir Dr. [Max] Friedländer [1829-72] von der neuen freien Presse den Antrag, für Rechnung dieses Blattes und unter denselben Bedingungen wie für die Kölner Zeitung, nach Bologna zu gehen. Ich gieng dies ein. Jetzt hat sich die Sachlage geändert. Ich zweifle zwar nicht, daß die Neue Freie mit beiden Händen zugreifen würde wenn ich ihr den Vorschlag wiederholte - ich mag es aber nicht gerne und sähe lieber, wenn Sie an die Stelle träten. Außer den eben angeführten Reisen habe ich schon früher welche für die Köln. Z. gemacht, nach Italien, an den Meeresstrand etc. und stets unter denselben Bedingungen die ich Ihnen fast wörtlich wiederhole, wie sie mir Dumont Schauberg schrieb [...] Wir haben uns beide [...] dabei wohl befun[de]n - die Kölnische, sonst hätte sie mir nicht während 7 Jahren st[ets] denselben Vorschlag gemacht und ich, weil ich Freiheit hatte, [da]s mir Interessante zu behandeln. [...]" - Der aus Gießen stammende Liebig-Schüler, Freund von Herwegh und Bakunin, saß als freisinniger Linker im Frankfurter Parlament. Nach dem Sieg der Reaktion verließ er Deutschland und nahm eine Professur in Genf an. Er ließ sich naturalisieren und wurde zum Mitglied des Großen Rates, zum Ständerat und Nationalrat gewählt. Mit seinen vielbesuchten Reisevorlesungen in der Schweiz und Deutschland sowie seinen populärwissenschaftlichen Veröffentlichungen hatte er damals großen Erfolg. - Gebräunt und schmale Fehlstelle am linken Rand (Verlust einiger Buchstaben).‎

Bookseller reference : 55064

‎Schleiden, Matthias Jakob, Naturforscher und Botaniker (1804-1881)‎

‎Eigenh. Gedichtmanuskript (4 Zeilen).‎

‎o.J. Ohne Ort und Jahr [Jena, um 1850], Gr.-8°. 1 Seite. Briefpapier mit Blindprägung.‎

‎"[...] Wahrheit und Dichtung. | Nicht nur, was ich erlebt, ist Stoff für meine Lieder, | Was ich im Geist erschaut, geb' ich gestaltet wieder. | Was ich Euch bieten mag, es sind doch nur Gedichte, | Ihr Freunde, denkt daran und nehmt's nicht für Geschichte." - Verfasst als "unterdrücktes Vorwort" zur vierten Vorlesung. Schleiden wurde 1850 zum Ordinarius und Direktor des Botanischen Gartens in Jena ernannt. Er erkannte die grundlegende Bedeutung der Zelltheorie für die gesamte Pflanzenwelt. Darüber hinaus veröffentlichte er zwei Gedichtbände unter dem Pseudonym Ernst. - Beiliegend ein Stahlstichporträt (9,5 x 7,5 cm).‎

Bookseller reference : 50880

‎Schleiden, Matthias Jakob, Naturforscher und Botaniker (1804-1881)‎

‎Eigenh. Billett mit U.‎

‎o.J. Ohne Ort und Jahr [Jena, um 1850], Kl.-8°. 1 Seite. Briefpapier mit Blindprägung.‎

‎An E. A. H. Heimburg: "Lieber Heimburg sende mir doch durch die Überbringerin dieses noch 2-3 Exemplare Deines Schulprogrammes für Weimar [...]". - Schleiden wurde 1850 zum Ordinarius und Direktor des Botanischen Gartens in Jena ernannt. Nebenbei veröffentlichte er zwei Gedichtbände unter dem Pseudonym Ernst.‎

Bookseller reference : 50881

‎Schottky, Walter, Physiker und Elektrotechniker (1886-1976)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Pretzfeld, 30. I. 1974, 4°. 2 Seiten.‎

‎An einen Physiker. Übersendet dem Preiskommitee der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) die erbetenen Unterlagen. Die DPG hatte den inzwischen regelmäßig vergebenen "Walter-Schottky-Preis" begründet. - Nach Schottky wurden der Schottky-Effekt (eine Glühemission, wichtig für die Röhrentechnik), die Schottky-Diode, die Schottky-Barriere (eine Sperrschicht), die Schottky-Leerstellen (oder auch Schottky-Defekte), die Schottky-Anomalie (ein Peak der Wärmekapazität) und die Schottky-Gleichung (auch Langmuir-Schottkysches-Raumladungsgesetz) benannt.‎

Bookseller reference : 52875

‎Steinheil, Carl August von, Optiker und Physiker (1801-1870)‎

‎Eigenh. Schriftstück mit U. "Conservator Steinheil".‎

‎o.J. München, 19. I. 1841, Fol. 1/2 Seite.‎

‎"Quittung | über Einhundert Pfund kristallisirten Kupfervitriols welche der Unterfertigte von dem Königl. Haupt-Münz-Amte dahier richtig erhalten zu haben hiermit bescheinigt [...]" - Steinheil wurde 1835 zum Konservator der mathematisch-physikalischen Sammlung des Staates ernannt und gleichzeitig als Professor für Mathematik und Physik an die Universität München berufen. Er machte sich einen Namen als Pionier der Photographie, der Telegraphie und des Teleskopbaus. Das hier quittierte Kupfervitriol diente zur Herstellung von Batterien zum Betrieb von Telegraphen, wie Steinheil sie 1849 im Polytechnischen Journal 1849 beschrieben hat ("Beschreibung und Vergleichung der galvanischen Telegraphen Deutschlands"). Die verwendeten Batterien bestanden aus "Kupferblech [...] in Kupfervitriol, das amalgamirte Zinkblech in verdünnter Schwefelsäure." - Randschäden. - Selten.‎

Bookseller reference : 52647

‎Semjonow [Semenov], Nikolai Nikolajewitsch, Chemiker und Nobelpreisträger (1896-1986)‎

‎Eigenh. Karte mit U.‎

‎o.J. Ohne Ort, ohne Jahr, 6 x 9 cm. 1 Seite.‎

‎Semjonow erhielt 1956 den Nobelpreis für Chemie für seine Analysen von Reaktionsmechanismen bei chemischen Reaktionen. - Auf der Karte irrtümlich von fremder Hand vermerkt. "Nobel Prize winner 1963". - Etwas stockfleckig.‎

Bookseller reference : 50593

‎Sieber, Franz Wilhelm, Botaniker und Forschungsreisender (1789-1844)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Prag, 15. II. 1826, Gr.-4°. 1 1/2 Seiten.‎

‎An einen Kollegen mit naturwissenschaftlichen Sammlungsobjekten: "Diese machen [...] zusammen 403 Species aus, welche ich im Äquivalente mit eben so vielen mir angebotenen Spezies aus Brasilien, Monte Video, Cap auszugleichen ersuche [...] Das innliegende Paket an H. Prof. Link erhielt ich aus Neapel mit sehr theurer Fracht, und bitte solches übergeben zu wollen [...] Freuen wird es mich wenn ich Ihre Gegensendung bald erhalte. Die 2. Sect. von Mauritius haben E. W. abgelehnt, da sie doch 180 Spec. enthält, welche noch nie erschienen seyn konnten, und itzt soeben fertig geworden ist [...]" - Von 1822-24 führte Sieber eine zweijährige Weltumseglung nach Australien, Südafrika und Mauritius, wo er nicht nur eine umfangreiche Pflanzensammlung zusammentrug, sondern auch Tiere, Kunstobjekte und ethnografische Gegenstände nach Europa mitbrachte.‎

Bookseller reference : 52390

‎Seaborg, Glenn Theodore, Physiker und Nobelpreisträger (1912-1999)‎

‎Kärtchen mit gedrucktem Gruss und eigenh. U. "Glenn T Seaborg".‎

‎o.J. Berkeley, Oktober 1976 (Poststempel), 12 x 9,5 cm. Mit Umschlag.‎

Bookseller reference : 50492

‎Steven, Christian von, Botaniker (1781-1863)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Ohne Ort, 1./13. I. 1859, 8°. 1 Seite.‎

‎Über den Tausch von wissenschaftlichen Büchern. - Steven war 1812 an der Gründung des Botanischen Gartens von Nikita auf der Krim beteiligt, dem er bis 1824 als Direktor vorstand. Er war zeitweise Kanzler der Universität Moskau. In Südrussland war er von 1826 bis 1851 als Leiter einer Seidenraupenzucht tätig.‎

Bookseller reference : 50364

‎Schleiden, Matthias Jakob, Naturforscher und Botaniker (1804-1881)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Jena, 12. V. 1858, 8°. 1 Seite. Doppelblatt.‎

‎An eine Fürstin: "[...] Daß ich jedem Ihrer Wünsche, so weit es in meiner Macht steht, mit Vergnügen nachkomme bedarf keiner Versicherung. - Ob aber das beifolgende Blatt Ihrern Wünschen entspricht muß ich Ihrer Beurtheilung überlassen und bin, wenn nicht, gerne zu einer anderen Mittheilung bereit [...]" - Beiliegend ein Ausschnitt aus der "Illustrirten Zeitung" mit einem Porträt und einer biographischen Skizze des Forschers. - Schleiden war seit 1850 in Jena Ordinarius und Direktor des Botanischen Gartens. Mit seinen populären Vortragsreihen förderte er das allgemeine Interesse an den Naturwissenschaften in Deutschland.‎

Bookseller reference : 54188

‎Ramsauer, Carl Wilhelm, Physiker (1879-1955)‎

‎Masch. Brief mit eigenh. U. "C. Ramsauer".‎

‎o.J. Berlin-Reinickendorf, 18. V. 1933, Fol. 1 Seite, mit gedrucktem Briefkopf "AEG Forschungs-Institut".‎

‎An Karl Mey (1879-1945), kurz vor dessen Wahl zum Vorsitzenden der Deutschen Physikalischen Gesellschaft: "[...] Beiliegend übersende ich ein Schreiben Herrn. Dr. Brüches betreffend Begründung des Filmarchivs. Ich glaube, dass wir die positiven Vorschläge in dieser Form annehmen sollten. Ausserdem sende ich Ihnen den Entwurf betreffend Einladung zum Physikertag zurück. Ausser der kleinen Bemerkung auf der ersten Seite habe ich nichts einzuwenden. Was den Aufschub der Einladung betrifft, den wir gestern telefonisch vereinbart hatten, so nehme ich an, dass die Lage am Tage Ihrer Rückkehr von der Reise soweit geklärt ist, dass eine Entscheidung getroffen werden kann. Ich nehme an, dass diese Entscheidung im positiven Sinne ausfällt, da offenbar nach der gestrigen Rede des Reichskanzlers eine Beruhigung zu erwarten ist [...]". - Karl Mey wurde am 18. IX. 1933 als Nachfolger Max von Laues (1879-1960) zum Vorsitzenden der Deutschen Physikalischen Gesellschaft gewählt, wodurch eine Wahl Johannes Starks (1874-1957) verhindert wurde. "Das Auftauchen Meys als Altemativkandidat war nicht das Ergebnis einer Basisbewegung, sondern das Produkt eines bewusste herbeigeführten Coups der DPG-Führung". Es galt, die Vorherrschaft der "Deutschen Physik" und damit den Einfluss des NS-Regimes auf die Wissenschaft zu verhindern. Ramsauer selbst wurde 1941 Vorsitzender der DPG. - Emst Brüche (1900-1985) war ein Schüler Ramsauers und ging mit ihm im April 1928 zur Gründung des AEG-Forschungsinstituts nach Berlin, wo er das physikalische Laboratorium leitete. Zudem war er Herausgeber der "Physikalischen Blätter". - Gelocht. - Vgl. Hofffnann/Walker, Physiker zwischen Autonomie und Anpassung, Die Deutsche Physikalische Gesellschaft im Dritten Reich, Weinheim 2007, S. 73 ff.‎

Bookseller reference : 55416

‎Piccard, Auguste, Stratosphären- und Tiefseeforscher (1884-1962)‎

‎Eigenh. Namenszug und Datierung als Albumblatt.‎

‎o.J. Hamburg, 1. XII. 1954, Qu.-8°. 1 Seite. Montiert.‎

Bookseller reference : 44658

‎Ramsauer, Carl Wilhelm, Physiker (1879-1955)‎

‎Masch. Brief mit eigenh. U. "C. Ramsauer".‎

‎o.J. Berlin-Reinickendorf, 15. XI. 1933, Fol. 1 1/2 Seite, mit gedrucktem Briefkopf "AEG Forschungs-Institut".‎

‎An Karl Mey (1879-1945), Vorsitzender der Deutschen Physikalischen Gesellschaft: "[...] Mit Ihren Vorschlägen betreffs des diesjährigen Winterfestes bin ich einverstanden [...]. Als Vertreter der Technischen Physik im Verwaltungsrat der Helmholtz-Gesellschaft möchte ich vorschlagen, Dr. Mey, Professor Rukop und Dr. Eisenhut (Heidelberg) [...]". - Karl Mey wurde am 18. IX. 1933 als Nachfolger Max von Laues (1879-1960) zum Vorsitzenden der Deutschen Physikalischen Gesellschaft gewählt, wodurch eine Wahl Johannes Starks (1874-1957) verhindert wurde. - Hans Rukop (1883-1958) arbeitete an der Erforschung des Fernsehens und der Radartechnit, seit 1933 war er Mitglied der Telefunken-Geschäftsführung. - Johann Emil Otto Eisenhut (1889-1976) war von 1918 bis 1945 Mitglieder der DPG. - Gelocht, kleine Löchlein an den Rändern ohne Textverlust. - Vgl. Hoffmann/Walker, Physiker zwischen Autonomie und Anpassung, Die Deutsche Physikalische Gesellschaft im Dritten Reich, Weinheim 2007, S. 73 ff.‎

Bookseller reference : 55412

‎Perty, Maximilian, Zoologe und Anthropologe (1804-1884)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Bern, 18. II. 1846, Gr.-8°. 1 Seite. Doppelblatt mit Adresse.‎

‎An die Redaktion der Augsburger Allgemeinen Zeitung, mit der Bitte, sein Werk "Ueber den Begriff des Tieres und die Eintheilung der thierisch belebten Wesen" (Bern, 1846) anzuzeigen. - Perty studierte in München und folgte 1833 einem Ruf als Prof. der Zoologie, Psychologie und Anthropologie an die Universität Bern.‎

Bookseller reference : 52394

‎Rotblat, Joseph, Physiker und Nobelpreisträger (1908-2005)‎

‎2 Albumblätter mit eigenh. U.‎

‎o.J. (London, 17. I. 1996, Poststempel), Verschiedene Formate. 2 Seiten. Als Beilage ein Begleitschreiben der "Pugwash Conferences on Science and World Affairs". In adressiertem Umschlag.‎

‎Als Kernphysiker war Rotblat anfänglich an der Entwicklung der ersten Atombombe in Los Alamos beteiligt, verließ aber 1944 wegen ethischer Bedenken 1944 das Manhattan-Projekt. Zusammen mit Albert Einstein und Bertrand Russell gehörte er 1955 zu den Initiatoren des Russell-Einstein-Manifestes und der Pugwash Conferences on Science and World Affairs, auf denen sich Wissenschaftler aus aller Welt für Abrüstung und die Vermeidung von Atomkriegen einsetzen. Stellvertretend für die Pugwash-Konferenzen wurde Rotblat 1995 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.‎

Bookseller reference : 50731

‎Ryle, Martin, Astronom, Physiker und Nobelpreisträger (1918-1984)‎

‎Karte mit eigenh. U.‎

‎o.J. Ohne Ort, ohne Jahr, 12,5 x 7,5 cm. 1 Seite.‎

‎Ryle entwickelte ein neuartiges Radioteleskopsystem zur genauen Positionsbestimmung schwacher Radioquellen. Für diese Leistung bekam er zusammen mit Antony Hewish 1974 den Nobelpreis für Physik.‎

Bookseller reference : 50694

‎Sänger, Eugen, Raumfahrtingenieur (1905-1964)‎

‎Eigenh. beschrifteter Briefumschlag.‎

‎o.J. Paris, 14. IX. 1946, 11 x 5 x 16 cm. Frankiert und gestempelt.‎

‎An Dr. Mehren in Köln aus Paris XVI, Rue le Marcis 31. Von der englischen Militärzensur geöffnet und wiederverschlossen. - Nach dem Ende des Krieges ging Sänger nach Frankreich, wo er für die dortigen Flugzeughersteller verschiedene Entwicklungen betrieb und schließlich die "Internationale Astronautische Föderation" mitbegründete. Auf seinen Forschungen basiert der "Space Shuttle". - Sehr selten.‎

Bookseller reference : 49914

‎Reichstein, Tadeus, Chemiker und Nobelpreisträger (1897-1996)‎

‎Eigenh. Manuskript mit Namenszug am Kopf.‎

‎o.J. Basel, 1978 (Poststempel), Fol. 14 Seiten auf 14 Blättern. Mit eigenh. Umschlag.‎

‎In deutscher Sprache, mit englischer Summary, blauer und schwarzer Tinte sowie Bleistift: "Dryopteris tyrrhenica [...] ein lange verkannter westmeditarraner Farn." - Nach seiner Emeritierung 1967 widmete Reichstein sich dem Studium der Farne.‎

Bookseller reference : 50493

‎Quellmaltz, Samuel Theodor, Arzt (1696-1758)‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U.‎

‎o.J. Freiberg in Sachsen, 6. IV. 1702, Qu.-Kl.-8°. 1 Seite.‎

‎Für seinen Lehrer: "Befiehl dem Herrn deine Wege [...] seinem Hochgeehrten und Lieb gewesenen Herrn Praeceptori zu gutem Andencken [...]" - Quellmaltz studierte in Freiberg und Wittenberg und wurde 1726 Professor der Anatomie und Chirurgie in Leipzig. "Er war ein bei seinen Zeitgenossen besonders auch wegen seiner Kenntnisse und Leistungen in der Chemie sehr geschätzter Arzt." (ADB XXVII, 33 f.). - Rückseitig ein Eintrag von Ernst von Praun. - Etwas gebräunt.‎

Bookseller reference : 49742

‎Necker, Friedrich, Urologe (1877-1947)‎

‎Eigenh. Schriftstück mit U.‎

‎o.J. Wien, Mai 1908, Fol. 2 Seiten. Doppelblatt.‎

‎Autobiographie und "Gesuch um Aufnahme in den 'Bund' [jüdischer Sozialisten]" aus "dem Wunsche in einem Kreise ideal denkender Menschen Anregungen auch außerhalb des engen Berufsleben zu finden und Gutes thun zu können." Erwähnt als Lehrer die Professoren Leopold Casper und Otto Zuckerkandl. - Seit 1904 war Necker an der chirurgisch-urologischen Abteilung am Rothschild-Spital in Wien Assistent von Otto Zuckerkandl. 1923 wurde er zum Leiter der urologischen Station im Wiener Rudolfinerhaus bestellt. Er war seit Gründung der Österreichischen Gesellschaft für Urologie deren Mitglied und Vorsitzender in den Jahren 1925 und 1936. 1938 emigrierte er nach London.‎

Bookseller reference : 41566

‎Müller, Gustav, Astronom (1851-1925)‎

‎2 eigenh. Briefe mit U.‎

‎o.J. Potsdam, 12. XII. 1911 und 23. V. 1912, 8°. 4 Seiten. Doppelblätter.‎

‎Über die Abschrift und die Drucklegung von 7 ihm überlassenen Briefen von Friedrich Wilhelm Bessel an Maxmilian Weisse für die Vierteljahresschrift der Astronomischen Gesellschaft. Die Briefe enthielten vieles Interessante, jedoch sei der erste der Briefe wohl an Encke gerichtet. - Müller war Assistent von Hermann Carl Vogel. Von 1896-1924 war er Sekretär der Astronomische Gesellschaft. 1917-1921 leitete er das astrophysikalische Observatorium in Potsdam.‎

Bookseller reference : 41562

‎Noé, Friedrich Wilhelm, Botaniker (1798-1858)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Fiume [Rijeka], November 1831, 8°. 1 Seite. Doppelblatt.‎

‎An einen Professor: "[...] Ew. Hochwohlgeboren erhalten anbei die 1. Lieferung Pflanzen die ich im ungarischen Littorale u. Croatien gesammelt habe, ich darf mir schmeicheln, daß diese Sammlung Ihren Beifall haben wird. Im Febr. k. J. reise ich nach Dalmatien um dort alles was ich finde zu sammeln, dieß Jahr ging es nicht an, weil ich für [Ludwig] Reichenbachs Flora exsiccata zu sehr beschäftigt war. Das Bezeichnen der Pflanzen habe ich deswegen unterlassen, weil ich einige Bemerkungen über dieselben in der Flora geben will. Mein Aufenthalt im Littorale wird wohl noch einige Jahre dauern [...]" - Der Berliner Noé war Pharmazeut in Fiume und ging später als Professor nach Konstantinopel. - Selten.‎

Bookseller reference : 52349

‎Mewes, Maja, Anthroposophische Pharmazeutin (1909-1996)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Eckwälden, 13. VI. 1966, 8°. 1 Seite.‎

‎An Frau von Schwerin. "[...] Nach der leider nur kurzen Begegnung am Geburtstag meiner Tochter besahen wir uns anschließend noch das reizende Puppenbuch; es erinnerte mich an die beigefügte Darstellung einer Mutter, die eine Puppe von Frl. Heidi Künstner erworben hatte. Es wird Sie interessieren u. sicher auch freuen. Bitte geben Sie das Bild doch gelegentlich meiner Tochter, daß sie es mir zurückbringt [...]"‎

Bookseller reference : 52358

‎Meidinger, Heinrich, Physiker (1831-1905)‎

‎Eigenh. Schriftstück mit U. "Dr. Meidinger".‎

‎o.J. Karlsruhe, 20. II. 1882, Gr.-8°. 1 Seite. Doppelblatt.‎

‎"Herr Concertmeister [Karl] Will [1812-1892] ist am 14. Februar Mitglied des naturwissenschaftlichen Vereins geworden [...]" - Meidinger wurde 1869 Professor der technischen Physik an der Technischen Hochschule in Karlsruhe. Ferner war er Sekretär des Naturwissenschaftlichen Vereins in Karlsruhe. Man verdankt ihm eine Reihe von Erfindungen.‎

Bookseller reference : 48815

‎Noble, Ruth Crosby, Naturforscherin (1897-1988)‎

‎Masch. Brief mit eigenh. U. "Ruth Noble".‎

‎o.J. Englewood (New Jersey), 4. II. 1946, Fol. 2 Seiten auf 2 Blättern.‎

‎An den Schriftsteller Paul Elbogen in Hollywood mit einer ausführlichen Antwort auf dessen Zuschrift zu ihrem Buch "The Nature of the Beast", insbesondere über Mimikri und Farben in der Tierwelt. Sie stützte sich auf die Forschungen ihres 1940 verstorbenen Mannes G. K. Noble, Kurator am American Museum of Natural History.‎

Bookseller reference : 45421

‎Murphy, William Parry, Mediziner und Nobelpreisträger (1892-1987)‎

‎Eigenh. Namenszug als Albumblatt.‎

‎o.J. , Ohne Ort und Jahr, Qu.-8°. 1 Seite.‎

‎Mit masch. Beschriftung.‎

Bookseller reference : 50479

‎Miller, Oskar von, Elektroingenieur und Gründer des "Deutschen Museums" (1855-1934)‎

‎Masch. Brief mit eigenh. U.‎

‎o.J. München, 9. III. 1931, Fol. 1 Seite. Gedruckter Briefkopf.‎

‎An den Verleger Karl Robert Langewiesche in Königstein mit Dank und Glückwunsch für das von ihm übersandte Buch "Menschen der Zeit". - Einriß in der Knickfalte.‎

Bookseller reference : 40623

‎Müller, Adolf, Ornithologe und Schriftsteller (1821-1910)‎

‎2 eigenh. Gedichtmanuskripte (48 und 27 Zeilen) mit U.‎

‎o.J. , Ohne Ort und Jahr, 4°. Zus. 5 Seiten.‎

‎I. "Die Jugendzeit. || O du Jugendzeit, der Sehnsucht entfloh'n, | Nur im Traum noch rufst du mit Lust [...]" - II. "Junker. || Jüngst ging ich durch das Ährenfeld, | Da ist es just wie in der Welt [...]" - Müller schrieb u. a. eine Faustdichtung und viel über Singvögel (vgl. Gebhardt, Ornithologen I, 247 f.).‎

Bookseller reference : 40661

‎Miller, Oskar von, Elektroingenieur und Gründer des "Deutschen Museums" (1855-1934)‎

‎Masch. Brief mit eigenh. U.‎

‎o.J. München, 8. VI. 1932, Fol. 1 Seite. Gedruckter Briefkopf.‎

‎Bei Übersendung einer Ehrenkarte, um die neueingerichtete Bibliothek des Deutschen Museums zu besuchen.‎

Bookseller reference : 51839

‎Pauli, Gustav, Weltreisender (1824-1911)‎

‎5 eigenh. Briefe mit U.‎

‎o.J. Lübeck und Dresden, 25. V. bis 30. VIII. 1875, Gr.-8°. Zus. ca 9 Seiten.‎

‎An die Redaktion von "Westermanns Monatsheften" über die Veröffentlichung seiner Erzählung "Vom Athos bis zur Donau", die mit Holzstichillustrationen dort 1875 in den Heften 227 und 228 erschien (S. 487-99 und 617-29). - "Gustav Pauli entstammte einer Lübecker Familie von Kaufleuten und Gelehrten. Nach einer kurzen Karriere als Landwirt in Osteuropa entschloss er sich 1865 seinen Traum zu verwirklichen und die Welt zu bereisen. In den folgenden 45 Jahren besuchte er alle Kontinente und verfasste zahlreiche Reiseberichte. Im Zentrum von Paulis Werken steht ein tiefgreifender Wandel der Welt im späten 19. Jahrhundert. Viele Themen seiner Veröffentlichungen wie die Kommerzialisierung traditioneller Kulturen durch den Tourismus, die politische Vereinnahmung afrikanischer Flüchtlinge auf Kreta oder das Verhältnis von Religion und Politik im Nahen Osten sind bis heute von erstaunlicher Aktualität. Zudem trug Pauli eine beachtliche archäologische, ethnographische und naturkundliche Sammlung zusammen, die er nach seinem Tod 1911 den Lübecker Museen vermachte." (Lars Frühsorge, Gustav Pauli; 1824-1911. Die Reiseberichte und Sammlungen eines frühen Weltreisenden aus Lübeck. Ebenda 2018).‎

Bookseller reference : 53651

‎Oltmanns, Friedrich, Botaniker (1860-1945)‎

‎Masch. Brief mit eigenh. U.‎

‎o.J. Freiburg i. Br.,, 2. VI. 1913, Gr.-4°. 1 Seite. Briefkopf.‎

‎An einen Kollegen: "[...] Man geht vom Bahnhof Rufach [im Elsass] durch die Stadt bis zur grossen Landstrasse, welche die Stadt von Nord nach Süd durchzieht. Von dem Nordende der Stadt links ab gegen die Berge nach der kleinen Kapelle auf den Oelberg [...] Von der Kapelle zunächst auf einen kleinen südwärts gehenden Fusspfad und dann grösstenteils ohne Weg auf den Kamm des Strangenberges [...] der die seltene Artemissia [Beifuß] und vieles andere enthält [...]"‎

Bookseller reference : 55933

‎Kupffer, Adolph Theodor, Physiker und Chemiker (1799-1865)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. St. Petersburg, 19./31. VII. 1842, 4°. 1 1/2 Seiten. Doppelblatt.‎

‎An den Direktor des Observatoriums in Krakau Maximilian Weisse (1798-1863). Dankt für einen Brief und übersendet den Jahrgang 1840 einer seiner Veröffentlichungen: "[...] Was Ihr Sternverzeichnis ['Positiones mediae stellarum fixarum', St. Petersburg 1846] betrifft, so wird noch immer daran fortgedruckt, und mein Secretär Herr von Fuss hat mir gesagt dass es so eifrig betrieben wird, als es sich bei der Entfernung des Druckorts von der Wohnung des Herrn [Mitherausgebers Friedrich Georg Wilhelm] von Struve [1793-1864], der mir immer die letzten Correcturbögen zuschicken lässt, möglich ist. Bei den vielen Arbeiten, die die akademische Druckerei auszuführen hat, geht es freilich nicht immer so schnell, als es wünschenswerth wäre [...]" - Kupffer studierte in Göttingen bei Stromeyer und in Paris bei R. J. Hauy. Er wurde 1828 ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften in St. Petersburg und 1843 Direktor der, insbesondere auf seine Anregung gegründeten magneto-meteorologischen Zentralanstalt für Rußland (ADB XVII, 410f.). - Minimal angestaubt.‎

Bookseller reference : 42559

‎Kupffer, Adolph Theodor, Physiker und Chemiker (1799-1865)‎

‎Lithogr. und eigenh. ausgefüllter Rundbrief mit eigenh. U.‎

‎o.J. St. Petersburg, 15./27. X. 1844, 4°. 2 Seiten. Doppelblatt.‎

‎An den Direktor des Observatoriums in Krakau Maximilian Weisse (1798-1863) mit der Bitte um Schriftentausch. - Kupffer studierte in Göttingen bei Stromeyer und in Paris bei R. J. Hauy. Er wurde 1828 ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften in St. Petersburg und 1843 Direktor der, insbesondere auf seine Anregung gegründeten magneto-meteorologischen Zentralanstalt für Rußland (ADB XVII, 410f.). - Beiliegend ein russisches Schriftstück (Buchbestellung) mit eigenh. U. von Kupffer, dat. St. Petersburg, 26. II. 1852.‎

Bookseller reference : 41561

‎Lynen, Feodor, Chemiker und Nobelpreisträger (1911-1979)‎

‎Porträtfotografie (Huttig, Starnberg) mit eigenh. Datierung und U. sowie eigenh. Begleitkarte und U.‎

‎o.J. München, 27. III. 1965, 15 x 10,5 cm. 1 Seite. Mit einer mont. Porträtfotografie.‎

‎Brustbild mit weißem Labormantel. - Lynen erhielt für seine Arbeiten über den Mechanismus und die Regulierung des Cholesterin- und Fettsäurestoffwechsels 1964 zusammen mit Konrad Emil Bloch den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin.‎

Bookseller reference : 53038

‎Leunis, Johannes, Naturforscher (1802-1873)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Hildesheim, 22. XI. 1863, 8°. 1 1/2 Seiten. Doppelblatt. Bläuliches Papier.‎

‎An einen Professor: "[...] In der Hoffnung, daß ich Sie mit meiner Zusendung nicht belästige, erlaube ich mir, Ihnen die erste Abtheilung meiner Synopsis zu überreichen mit der Bitte um freundliche Aufnahme. Das Buch hat vielleicht für Sie wegen der analytischen Bearbeitung u. wegen der überall auf den Pflanzen lebenden aufgeführten Insekten einiges Interesse. Die Fortsetzung werde ich Ihnen sogleich nach Beendigung des Druckes zusenden; indeß müßte der Druck wohl noch 2 Jahre erfordern, weil derselbe sehr schwierig ist u. weil ich jetzt erst wieder die Botanik meines Leitfadens u. die Schulnaturgeschichte neu auflegen muß. Ihr neues Werk über die Parasiten am menschlichen Körper besitze ich noch nicht; meine Hauptquelle ist Küchenmeister, der aber durch Ihre gründlichen, vieljährlichen Untersuchungen gewiß in vielen Punkten jetzt antiquiert wird [...]" - Die erwähnten Werke sind "Synopsis der drei Naturreiche" (1847; 2. Aufl. 1860) und "Schul-Naturgeschichte" (erstmals 1851).‎

Bookseller reference : 52395

‎Lynen, Feodor, Chemiker und Nobelpreisträger (1911-1979)‎

‎Karte mit eigenh. Widmung und U.‎

‎o.J. Ohne Ort, 27. III. 1965, 15 x 10 cm. 1 Seite. Mit einer mont. Porträtfotografie.‎

‎"Herrn Wolfgang Berthel mit guten Wünschen F. Lynen. 27. III. 65". - Lynen erhielt für seine Arbeiten über den Mechanismus und die Regulierung des Cholesterin- und Fettsäurestoffwechsels 1964 zusammen mit Konrad Emil Bloch den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin.‎

Bookseller reference : 50624

‎Leontief, Wassily, Wirtschaftswissenschaftler und Nobelpreisträger (1906-1999)‎

‎Grußkarte mit eigenh. Datierung und U.‎

‎o.J. Washington, 3. I. 1974, 10 x 15 cm. 1 Seite. In adressiertem Umschlag.‎

‎Leontief erhielt 1973 den Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften. - Ein masch. Brief des Sekretariats von Leontief als Beilage.‎

Bookseller reference : 50684

‎Küchenmeister, Gottlieb Friedrich Heinrich, Arzt und bedeutender Parasitologe (1821-1890)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Dresden, 21.II.1867, Gr.-8°. 1 1/2 Seiten. Doppelblatt.‎

‎An einen Kollegen, seinen ehemaligen Lehrer, den er für eine "Untersuchung der Semilunarklappen der Aorta" um die Übersendung von Sektionsmaterial in Spiritus bittet: "[...] Um nicht zu viel Porto [...] auszugeben, würde ich Sie bitten, 1 Zoll der Aorta und 1/2 Zoll Fleisch vom l. Ventrikel daran zu lassen, alles Andere aber abzutragen, mit einziger Ausnahme des an der Aorta anhängenden Stückes Pulmonararterie [...]" - Ferner mit der Bitte, ein für den Dermatologen Ferdinand von Hebra bestimmtes Präparat weiterzuleiten. - Küchenmeister ging 1859 nach Dresden und wurde dort Medizinalrat. Als Praktiker vor allem Gynäkologe und Geburtshelfer, befaßte er sich in seinen Studien bevorzugt mit Parasiten des Menschen, lieferte erstmals den experimentellen Nachweis der Entwicklung des Bandwurms aus der Finne des Schweinefleisches und der Finnen aus der Bandwurmbrut und führte Forschungen zur Bekämpfung der Krätzmilbe und zu Trichinen durch.‎

Bookseller reference : 51160

‎Leonhardt, Fritz, Bauingenieur (1909-1999)‎

‎Masch. Brief mit eigenh. U.‎

‎o.J. Stuttgart, 21. IV. 1975, Fol. 1 Seite. Briefkopf.‎

‎An einen Denkmalpfleger in Stuttgart, dem er einen Vortrag sendet und um Unterstützung eines Vorhabens bittet: "[...] Ich will in nächster Zeit Anstrengungen unternehmen, das in diesem Vortrag vorgeschlagene Institut für Grundlagen und Pädagogik der Ästhetik zu verwirklichen [...]" - Fritz Leonhardt war einer der einflussreichsten deutschen Bauingenieure des 20. Jahrhunderts, arbeitete mit Paul Bonatz und erbaute u. a. den Stuttgarter Fernsehturm.‎

Bookseller reference : 46582

‎Laue, Max von, Physiker und Nobelpreisträger (1879-1960)‎

‎Masch. Brief mit eigenh. U. "M. Laue".‎

‎o.J. Berlin-Zehlendorf, 15. XI. 1933, Fol. 1/2 Seite.‎

‎An Karl Mey (1879-1945), damals Vorsitzender der Deutschen Physikalischen Gesellschaft und Nachfolger Max von Laues in diesem Amt: "[...] Für die bevorstehenden Verhandlungen über physikalische Zeitschriften in Deutschland sende ich Ihnen das beiliegende Rundschreiben der American Physical Society [...]". - Gelocht, kleiner Rostfleck (Büroklammer) am oberen linken Rand.‎

Bookseller reference : 55347

‎Kner, Rudolf, Zoologe (1810-1869)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Wien, 17. VI. 1864, Gr.-8°. 1 1/2 Seiten. Doppelblatt.‎

‎An einen Kollegen: "[...] von den 3 genannten Fischen werde ich wohl nur befruchtete Eier des Huchen beischaffen können und habe zu diesem Behufe bereits die nöthigen Einleitungen getroffen. Die beiden anderen hingegen, Sterlet und Wels sind vorerst bei uns kein Gegenstand der Cultur und wenn es mir nicht gelingt, mir bekannte Fischer und Züchter eigens für diesen Zweck zu interessieren, so dürfte auch schwerlich etwas von hier aus zu hoffen sein. - Hucheneier würde ich jedenfalls verschaffen können, jedoch auch erst im nächsten Frühjahr, denn für heuer war es schon zu spät, da ihre Laichzeit bekanntlich von Ende März bis Ende April fällt [...]" - Kner wurde 1849 Prof. der Zoologie an der Univ. Wien und unternahm wissenschaftliche Reisen, u. a. nach Dalmatien und Istrien, erlangte durch Fischstudien internationale Anerkennung und verfaßte das Werk "Die Süßwasserfische der österreichischen Monarchie" (1858). - Unterrand mit Braunfleck.‎

Bookseller reference : 52399

‎Jäger, Gustav, Zoologe (1832-1917)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Stuttgart, 1. II. 1867, Gr.-8°. 1 Seite.‎

‎An einen Verleger: "[...] Gleichzeitig mit diesem Brief erhalten Sie die Correktur von Bogen 13/14 der Thiergartenskizzen ['Skizzen aus dem Thiergarten'; 1872] zurück. Was mit den lezten Correkturen passirt sein soll, ist mir ein Räthsel, da ich solche immer den nächsten Tag nachdem ich sie erhalte expedire. Die letzten Bogen, die ich bekam, enthielten 'Riesensalamander' 'Adler' 'Meisen' 'Antilopen' etc. [...] Am liebsten wäre mir die Einrichtung, wie ich sie mit meinen in Berlin erscheinenden 'Wunder der unsichtbaren Welt' habe [...]" - Jäger gründete den Tiergarten in Wien, bevor er 1867 als Prof. der Zoologie und Anthropologie an die Hohenheimer Akademie ging. - Beiliegend: Ders., eigenh. Kurzbrief mit U. Ebenda, 4. XI. 1872.‎

Bookseller reference : 52401

‎Jacquet de Malzet (Malzer), Louis Sébastien, Naturforscher (1715-1800)‎

‎Schriftstück mit eigenh. U. "L'Abbé Jacquet".‎

‎o.J. Ohne Ort [Wien], 31. I. 1779, Qu.-8°. 1 Seite.‎

‎Honorarquittung über 25 Dukaten. - Jacquet de Malzet lebte als Abbé in Wien, war Bibliothekar des Fürsten Paar daselbst und ertheilte auch Söhnen des hohen Adels Privatunterricht. Er veröffentlichte mehrere geographische und historische Handbücher in französischer Sprache. - Wurzbach X, S. 23 f.‎

Bookseller reference : 52376

‎Klinkerfues, Willhelm, Astronom (1827-1884)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Göttingen, 2. I. 1862, Gr.-8°. 1 Seite. Doppelblatt.‎

‎An einen Herrn mit Neujahrsglückwünschen: "[...] Wollen Sie die Güte haben, Herrn Pfeiffer das Einliegende mit meinem Danke zuzustellen? [...] Wegen des klaren Himmels muß ich an meine Geschäfte [...]" Respektblatt mit Antwortvermerk. - Klinkerfues entdeckte sechs Kometen und führte 1860 eine Expedition nach Spanien durch, um dort eine Sonnenfinsternis zu beobachten. In seiner "Theoretischen Astronomie" (1871) beschrieb, wie sich die Bahnen von Himmelskörpern im Sonnensystem berechnen lassen. Er stellte einen Katalog von etwa 6900 Sternpositionen zusammen. Neben der Astronomie interessierte Klinkerfues auch Meteorologie. Wegen seiner häufig falschen Wettervorhersagen wurde sein Nachname zu "Flunkerkies" verballhornt.‎

Bookseller reference : 45246

‎Josephson, Brian, Physiker und Nobelpreisträger (geb. 1940)‎

‎Porträtfotografie mit eigenh. U.‎

‎o.J. Ohne Ort, ohne Jahr, 10,5 x 15 cm. 1 Seite.‎

‎Für "seine theoretische Vorhersage von Eigenschaften eines Suprastromes durch eine Tunnel-Barriere, insbesondere jener Phänomene, die allgemein als Josephson-Effekt bekannt sind" erhielt Josephson 1973 zusammen mit Leo Esaki und Ivar Giaever den Nobelpreis für Physik.‎

Bookseller reference : 50682

‎Kieser, Dietrich Georg, Mediziner und Psychiater (1779-1862)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Jena, 13. XII. 1855, Gr.-4°. 1 Seite. Doppelblatt.‎

‎An einen Kollegen wegen der Diplome von Schindler und Bidder. Er bittet um die französische Ausgabe von Anatol von Demidoffs "Reise nach dem südlichen Rußland und der Krim" (1854) oder die Übersetzung von Neigebaur, verspricht, sich um den Druck von Ferdinand Senfts [1810-1893] Preisschrift ("Classification und Beschreibung der Felsarten", 1857) zu kümmern und bittet um die Druckbedingungen. - Kieser lehrte an der Universität Jena an, wo er auch mit Goethe durch die Planung des Heilbades Berka an der Ilm in nähere Beziehung trat. "Kieser gilt als führender Vertreter der 'naturphilosophisch-romantischen Medizin' Schellingscher Prägung" (NDB XI, 596). - Beiliegend ein weiteres kleines Autograph. - Beide mit rotem Sammlerstempel.‎

Bookseller reference : 52958

‎Knobloch, Johann, Tierarzt (ca. 1750-1817)‎

‎3 eigenh. Briefe mit U.‎

‎o.J. Wien, 14. V. 1799 bis 21. V. 1800, Gr.-4°. Auf 3 Blättern.‎

‎Drei Untersuchungsberichte von Hunden aus dem k. k. Tierspital. - Knobloch wurde um 1790 Direktor des Tierarzenei-Institutes in Wien, trat aber 1807 wegen gegen ihn erhobenen Beschuldigungen von diesem Posten ab. Seine Stelle als Hofthierarzt behielt er noch bis 1817. Vgl. Schrader, S. 227 und Wurzbach XII, 158.‎

Bookseller reference : 53206

‎Jussieu, Adrien Henri Laurent de, Botaniker (1797-1853)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Ohne Ort (Paris), 3. VII. 1844, 8°. 1 Seite. Doppelblatt mit Adresse.‎

‎An den Optiker Georg Oberhäuser (1798-1868) in Paris mit Übersendung seines Mikroskops und der Bitte, die gewünschten Ergänzungen anzubringen und die nötigen Reparaturen möglichst rasch auszuführen. - Jussieu leitete wie sein Vater den Jardin des Plantes. - In sehr kleiner Schrift.‎

Bookseller reference : 51825

‎Hoernes (Hörnes), Moriz (Moritz), Geologe und Paläontologe. (1815-1868)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Wien, 20. V. 1855, 4°. 1 Seite.‎

‎An einen Freund wegen Conchylienversteinerungen aus dem Val di Ronca für das Naturalienkabinett. - Hoernes wurde 1837 im k.k. Hofmineralienkabinett in der Wiener Hofburg angestellt. Im Jahr 1841 promovierte er. 1856 wurde er zum Kustos des Kabinetts befördert.‎

Bookseller reference : 51496

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