|
|
|
Thimig, Hans, Schauspieler und Regisseur (1900-1991).
Portraitpostkarte mit eigenh. U. Bruck a. d. Mur, Juni 1961.
1 S. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. Dankt Josef Wesely (wohl für ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag). - Hans Thimig, jüngster Sohn von Hugo Thimig, war Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters und lange Jahre auch am Theater in der Josefstadt zu sehen. Seit 1923 wirkte er bei den Salzburger Festspielen mit. Seit den dreißiger Jahren auch als Bühnen- und Filmregisseur tätig, übernahm er als Schauspieler gerne Rollen in Nestroy-Verfilmungen. 1963 mit dem Titel eines Kammerschauspielers und 1978 mit dem Professorentitel ausgezeichnet, brillierte Thimig in Charakterrollen und im komischen Fach, war für den Rundfunk und als Leiter des Reinhardt-Seminars tätig. Vgl. Öst. Lex. II, 489.
|
|
|
Thimig, Hans, Schauspieler und Regisseur (1900-1991).
Teilnachlass. Korrespondenzen. 8 eigenh. Briefe mit U. ("Papa") und zahlreichen kleinen Zeichnungen. Wien, Salzburg und O. O., 1950-1958.
16 SS. auf 10 Bll. (Qu.-)8vo und 4to. Außerdem 17 eh. Briefe von Thimigs Tochter Heidemarie mit U. ("Heidi") und mit vielen Kinderzeichnungen illustriert, eine eh. Postkarte von Thimigs zweiter Tochter Henriette ("Netterl"). Die Briefe und Zeichnungen meist in Bleistift. Mit einer Beilage (s. u.). Humorvolle Briefe in Blockschrift mit zahlreichen kleinen Zeichnungen, die ähnlich einem Rebus einzelne Worte ersetzen, geschrieben für seine zweite Tochter Henriette mit anspornenden Worten, gesund zu werden, brav zu bleiben und gut zu essen, während sie sich im Sommerhaus in Wildalpen befindet. Im Brief vom 18. IX. 1953 mit dem Wunsch nach Neuigkeiten: "Bitte schreib mir bald wieder! Was die [Kuh] macht und die [Ziege]! und vor allem auch die [Enten]! Wieviele sind es denn noch? [...]". Der Brief vom 22. VII. 1958 zu übersandten Bildern: "Naserümpfpapa! Dein Wunsch ist mir Befehl! Liebe Netterl! Sei sehr bedankt für Deinen lieben Brief mit den tollen Zeichnungen! Die Strip-Tease Bilder sind aber für Jugendliche nicht geeignet, sodaß ich sie nur heimlich und ganz schnell angesehen habe [...]". - Die Kinderbriefe seiner Tochter Heidemarie an Mutter Helene (geb. Rauch) und Schwester Henriette mit zahlreichen kleinen und größeren Zeichnungen, meist zu schulischen Ereignissen, außerdem das Essen, Geschenke und Erlebnisse mit Papa Hans betreffend, wobei ein Brief der Schrift und dem Inhalt zufolge etwa in Heidemaries Jugendzeit zu datieren wäre. Die Postkarte der kleinen Henriette mit Zeichnung an Helene Thimig. Ebenfalls beiliegend eine weitere Zeichnung mit eh. Zeile der Haushälterin Irene. - Die Zeichnungen Heidemaries teilweise in Buntstift und Aquarell. Beiliegend ein gedr. Heft "Rolf Torrings Abenteuer" (Bd. 90) mit Besitzstempel "Netterl Thimig" am Titelblatt.
|
|
|
Thimig, Helene, Schauspielerin, Regisseurin und Theaterdirektorin (1889-1974).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
3 SS. auf Doppelblatt. Kl.-4to. Mit eh. adr. Kuvert. An den Regisseur Herbert Waniek (1897-1949): "[...] Lassen Sie mich auf den Sturz von Gefühlen, die mich herzlichst bewegen, glauben Sie es mir - mit den kürzesten Worten erwidern: (anders werd ich nicht fertig) Ihre Frau wird geliebt. Als Mensch, als Kollegin, als Mitglied. Ihr 'zur Idee halten' wird gespürt und keine Ihrer guten Empfindungen sind vertan [...]". - Die Tochter Hugo Thimigs und Schwester von Hans und Hermann Thimig war nach ihrem Debüt in Baden bei Wien in Meiningen und Berlin engagiert, spielte bis 1933 unter Max Reinhardt (den sie 1935 ehelichte) am Deutschen Theater und ging anschließend gemeinsam mit ihrem Mann ans Wiener Theater in der Josefstadt, wo sie bis zu ihrer beider Emigration 1937 tätig war. - Auf Briefpapier mit gedr. Initialen; in altem Sammlungsumschlag.
|
|
|
Thimig, Helene, Schauspielerin, Regisseurin und Theaterdirektorin (1889-1974).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 26. VI. 1951.
1½ SS. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An Lilly Halm-Minor: "[...] ich habe lange überlegt ob ich Ihr Stück, das sehr reizvoll ist, besonders dialogisch, und so viele gute junge Rollen hat, im Seminar aufführen kann. Nun bin ich aber zu der Überzeugung gekommen, daß das Thema rein pädagogisch nicht sehr geeignet ist. Die Schüler arbeiten sehr lange an einem Stück - und ich glaube, daß gerade die Befassung mit diesem Problem nicht zu breit unter ihnen behandelt werden sollte. Wirkliche Kinder können nur von reiferen Menschen dargestellt werden - so paradox es klingt [...]". - Die Tochter Hugo Thimigs und Schwester von Hans und Hermann Thimig war nach ihrem Debüt in Baden bei Wien in Meiningen und Berlin engagiert, spielte bis 1933 unter Max Reinhardt (den sie 1935 ehelichte) am Deutschen Theater und ging anschließend gemeinsam mit ihrem Mann ans Wiener Theater in der Josefstadt, wo sie bis zu ihrer beider Emigration 1937 tätig war.
|
|
|
Thimig, Helene, Schauspielerin, Regisseurin und Theaterdirektorin (1889-1974).
Eigenh. Mitteilung. [Wien, 1922/23].
1 S. 8vo. Wohl als Mitteilung an einen nicht genannten Adressaten gedacht, notiert die Schauspielerin, daß “Proben (u. Auff.)” von Henri René Lenormands Stück ‘Die Namenlosen’ “im Volkstheater” stattfinden. “Hauptrollen Hr Onno u. Helene Thimig”. - Die Tochter Hugo Thimigs (1854-1944) und Schwester von Hans (1900-1991) und Hermann (1890-1982) war nach ihrem Debüt in Baden bei Wien (1907) in Meiningen und Berlin engagiert, spielte bis 1933 unter Max Reinhardt (den sie 1935 ehelichte) am Deutschen Theater und ging anschließend gemeinsam mit ihrem Mann ans Wiener Theater in der Josefstadt, wo sie bis zu ihrer beider Emigration 1937 tätig war. - Der erwähnte Ferdinand Ferdinand Onno (Ps. f. Onowotschek, 1879-1970) war seit 1910 am Deutschen Volkstheater in Wien und seit 1930 als Ensemblemitglied des Burgtheaters tätig, wo er auch seine beiden größten Rollen, den Gloster im ‘König Lear’ und den Marquis Posa in ‘Don Carlos’, verkörperte. - Das Stück selbst hatte am 20. Dezember 1922 Premiere und wurde bis Februar des darauffolgenden Jahres aufgeführt; eine Berliner Aufführung 1929 wurde zwar angekündigt, kamm jedoch nicht zustande (vgl. Huesmann, Welttheater Reinhardt, 1361 und 2007). - Zu H. Thimig vgl. Öst. Lex. II, 489f. und Czeike V, 447f. - Mit Kaffeefleck links unten.
|
|
|
Thimig, Helene, Schauspielerin, Regisseurin und Theaterdirektorin (1889-1974).
Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 29. VI. 1949.
1 S. 4to. An Robert Lattermann, Inhaber der gleichnamigen Fahrschule in Wien: "Es ist mir ein Vergnügen, Ihnen für die interessante Zeit zu danken, die ich während des Studiums der Maschine (Automobil) bei Ihnen verbracht habe. Sie selbst und Ihre Lehrkräfte haben mir dieses neue Gebiet außerordentlich reizvoll gestaltet. Ich werde immer und gerne und sehr dankbar alle Ihre Regeln der Kunst des Fahrens befolgen". - Die Tochter Hugo Thimigs und Schwester von Hans und Hermann Thimig war nach ihrem Debüt in Baden bei Wien in Meiningen und Berlin engagiert, spielte bis 1933 unter Max Reinhardt (den sie 1935 ehelichte) am Deutschen Theater und ging anschließend gemeinsam mit ihrem Mann ans Wiener Theater in der Josefstadt, wo sie bis zu ihrer beider Emigration 1937 tätig war. - Beiliegend eine auf Papier montierte Portraitpostkarte der Künstlerin.
|
|
|
Thimig, Hermann, Schauspieler (1895-1985).
Portraitpostkarte mit eigenh. U. O. O., 11. XII. 1934.
1 S. 8vo. Die signierte Bildseite zeigt Thimig in einem Rollenkostüm.
|
|
|
Thimig, Hermann, Schauspieler und Regisseur (1890-1982).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 22. V. 1941.
1 S. 4to. An den Regisseur Herbert Waniek (1897-1949): "Ich komme von unserer so jäh abgebrochenen Arbeit nach Hause u. bin noch ganz benommen von der Nachricht die Sie ereilt hat. Ich weiss nicht in welcher Art Sie mit Ihrem Vater verbunden sind, obwohl ich denke es müsste bei Ihnen so ähnlich sein wie bei mir; ich habe auch keine Worte bereit, ich habe nur das Bedürfnis Ihnen die Hand zu drücken u. Sie fühlen zu lassen, dass ich irgendwie bei Ihnen bin u. Sie gern habe [...]". - Der Sohn von Hugo und Bruder von Hans und Helene Thimig war vor dem Ersten Weltkrieg am Herzoglichen Hoftheater in Meiningen engagiert und nach geleistetem Militärdienst in Berlin und Wien unter Max Reinhardt. Seit 1919 auch für den Film tätig, gelang ihm hier 1933 in Richard Oswalds "Viktoria und ihr Husar" der Durchbruch. 1936 spielte er die Hauptrolle in dem Film "Im weißen Rössel"; von 1934-68 war er Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters, zu dessen Ehrenmitglied er 1965 ernannt wurde. Seine Gattin war die Schauspielerin Vilma Degischer. - In altem Sammlungsumschlag.
|
|
|
Thimig, Hermann, Schauspieler und Regisseur (1890-1982).
Eigenh. Brief und eh. Bildpostkarte mit U. Wien, 1943 und 1946.
Zusammen 2 SS. auf 2 Bll. Qu.-8vo. Mit 1 eh. adr. Kuvert. An Josef Wesely: "Eine Karte, die Sie an meinen Vater sandten, wird mir nachgeschickt. Mein Vater ist am 23. September 44 in Wien, im 91. Lebensjahr gestorben [...]". - Der Sohn von Hugo und Bruder von Hans und Helene Thimig war vor dem Ersten Weltkrieg am Herzoglichen Hoftheater in Meiningen engagiert und nach geleistetem Militärdienst in Berlin und Wien unter Max Reinhardt. Seit 1919 auch für den Film tätig, gelang ihm hier 1933 in Richard Oswalds "Viktoria und ihr Husar" der Durchbruch. 1936 spielte er die Hauptrolle in dem Film "Im weißen Rössel"; von 1934-68 war er Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters, zu dessen Ehrenmitglied er 1965 ernannt wurde. Seine Gattin war die Schauspielerin Vilma Degischer.
|
|
|
Thimig, Hermann, Schauspieler und Regisseur (1890-1982).
Eigenh. Briefkarte mit U. ("Thimig"). Wien, o. D.
2 SS. Qu.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Inliegend das heitere Trauerspiel, das ich mir bis Dienstag aber zurückerbitte, weil ich es Burckhard wiedergeben muß. Auch bitte ich ihm nichts zu sagen, daß ich das Buch aus der Hand gegeben [...]". - Der Sohn von Hugo und Bruder von Hans und Helene Thimig war vor dem Ersten Weltkrieg am Herzoglichen Hoftheater in Meiningen engagiert und nach geleistetem Militärdienst in Berlin und Wien unter Max Reinhardt. Seit 1919 auch für den Film tätig, gelang ihm hier 1933 in Richard Oswalds "Viktoria und ihr Husar" der Durchbruch. 1936 spielte er die Hauptrolle in dem Film "Im weißen Rössel"; von 1934-68 war er Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters, zu dessen Ehrenmitglied er 1965 ernannt wurde. Seine Gattin war die Schauspielerin Vilma Degischer. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
|
|
|
Thimig, Hermann, Schauspieler und Regisseur (1890-1982).
Eigenh. Grußzeile mit U. auf einer Bildpostkarte von Willi Schumann. [Karlsbad, März 1933].
1 S. (Qu.-)8vo. Mit eh. Adresse. An Hans Nüchtern mit Grüßen nach Beendigung einer erfolgreichen Tournee. - Der aus Wien stammende Journalist und Dramaturg Hans Nüchtern (1896-1962) war seit 1924 Leiter der literarischen Abteilung der RAVAG und unterrichtete auch an der Akademie für Musik und darstellende Kunst sowie am Max Reinhardt-Seminar. - Die Bildseite mit einer Ansicht vom Hirschensprung in Karlsbad.
|
|
|
Thimig, Hermann, Schauspieler und Regisseur (1890-1982).
Gedr. Dankeskarte mit mehreren eigenh. Zeilen. Wien, Oktober 1960.
1 S. Qu.-8vo. Dankt den Gratulanten und hier der Schauspielerin Lili Marberg für ihm übersandte Glückwünsche zum 70. Geburtstag. - Der Sohn von Hugo und Bruder von Hans und Helene Thimig war vor dem Ersten Weltkrieg am Herzoglichen Hoftheater in Meiningen engagiert und nach geleistetem Militärdienst in Berlin und Wien unter Max Reinhardt. Seit 1919 auch für den Film tätig, gelang ihm hier 1933 in Richard Oswalds "Viktoria und ihr Husar" der Durchbruch. 1936 spielte er die Hauptrolle in dem Film "Im weißen Rössel"; von 1934-68 war er Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters, zu dessen Ehrenmitglied er 1965 ernannt wurde. Seine Gattin war die Schauspielerin Vilma Degischer. - Lili Marberg (1876-1962) gehörte von 1911 bis 1950 dem Wiener Burgtheater an. Seit 1936 auch Ehrenmitglied, spielte sie zunächst in Stücken Wedekinds, Hauptmanns und Ibsens, später vorwiegend Königinnen und mütterliche Frauen und galt weithin als vorzügliche Charakterdarstellerin. Zu ihren Hauptrollen zählten Desdemona, Hedda Gabler und Helena in "Vor Sonnenaufgang". Ihre einzige Filmrolle war die des Fräulein Munk in Walter Reischs "Silhouetten" (1936).
|
|
|
Thimig, Hermann, Schauspieler und Regisseur (1890-1982).
Originalphotographie mit mehreren eigenh. Zeilen und U. verso. Wien, 26. X. 1964.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An Josef Wesely mit Dank für ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag. - Der Sohn von Hugo und Bruder von Hans und Helene Thimig war vor dem Ersten Weltkrieg am Herzoglichen Hoftheater in Meiningen engagiert und nach geleistetem Militärdienst in Berlin und Wien unter Max Reinhardt. Seit 1919 auch für den Film tätig, gelang ihm hier 1933 in Richard Oswalds "Viktoria und ihr Husar" der Durchbruch. 1936 spielte er die Hauptrolle in dem Film "Im weißen Rössel"; von 1934-68 war er Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters, zu dessen Ehrenmitglied er 1965 ernannt wurde. Seine Gattin war die Schauspielerin Vilma Degischer. - Die Bildseite mit einer Aufnahme des von Hermann Thimig im Foyer des Wiener Burgtheaters hängenden Gemäldes von Thimig als Klosterbruder in "Nathan der Weise"; darunter eine kleine eh. Bildlegende.
|
|
|
Thimig, Hugo, Schauspieler (1854-1944).
2 Briefe mit eigenh. U. Wien, 1913 und 1916.
Zusammen (1+¾ =) 1¾ SS. auf 2 Bll. 4to. An den Schauspieler Hans Siebert (1872-1953): "In der Vorstellung der 'Sappho' am 4. Dezember haben Sie sich grober, die Vorstellung in auffallender Weise störender Versehen schuldig gemacht. Sie trugen zuerst die Leier der Sappho ab und waren genöthigt, dieselbe wieder auf die Bühne zu tragen, weil die Darstellerin sie notwendig brauchte. Ferner gingen Sie in einer Szene ab, in welcher Sie wohl noch weiter tätig sein müßten [...]" (a. d. Br. v. 6. XII. 1913). - "In dieser schweren Zeit, die zur inneren Einkehr und zur Gottesbeschaulichkeit anregt, freut es mich doppelt, dass Sie die ergebenst gefertigte Direktion in ihrer Bibelfestigkeit nicht unterschätzten. Ich rufe Ihnen für die Monate September und Oktober aus den Sprüchen Salomonis IV. Kapitel den Vers 15 zu und zeichne in steter Hochschätzung [...]" (a. d. Br. v. 5. September 1916). - Der aus Dresden stammende "Charlie Chaplin der Bühne" (zit. n. Czeike V, 448) war von 1874 bis 1923 Mitglied und von 1912 bis 1917 auch Direktor des Wiener Burgtheaters. Später am Theater in der Josefstadt, brillierte Thimig im Charakterfach wie in zahlreichen komischen Rollen. Als Sammler von Theatralia trug der Vater von Helene, Hans und Hermann Thimig eine umfangreiche Sammlung zusammen, die den Grundstock der Theater-Sammlung der Österreichischen Nationalbibliothek, des heutigen Österreichischen Theatermuseums, bildete. - Kammerschauspieler Hans Siebert war lange Jahre am Wiener Burgtheater tätig. In der Eröffnungsvorstellung nach dem Krieg am 30. April 1945, die sehr zum Mißfallen mancher Mimen nicht in dem unbespielbar gewordenen Haus am Ring sondern - nach einer Idee Buschbecks - im "Ronacher" gegeben wurde, war er in Grillparzers "Sappho" als Sklave Rhamnes zu sehen. Im Film sah man ihn nur zweimal (in Karl Hartls "Die Leuchter des Kaisers", 1936, und "Wen die Götter lieben", 1942).
|
|
|
Thimig, Hugo, Schauspieler (1854-1944).
4 eigenh. Briefe mit U. Wildalpen und Wien, 1913 bis 1916.
Zusammen 7½ SS. auf Doppelblättern. 8vo. An den Schauspieler Otto Tressler (1871-1965): "Meine Kundschafter melden mir zu meiner großen Freude, daß Sie sich prachtvoll erholt haben und alle neuen Rollen bereits bombenfest lernten. So kann ich denn heute mit neuem künstlerischen Futter kommen und Ihnen das Buch von 'Peer Gynt' senden, das die Grundlage unseres Textes sein wird [...]" (Br. v. 19. VIII. 1913). - "Ihre Anfrage von gestern habe ich inzwischen nach allen Seiten erwogen und bin vorläufig zu dem Resultat gekommen, daß ich Sie ersuchen muß mir eine schriftliche Erklärung des Obmanns des 'Deutschen Volkstheater-Vereins', Herrn k. u. k. Oberbaurat Fellner zuförderst beizubringen, daß das beschlußfassende Komitee Ihren Kandidaten für den Posten des Direktors des D. Volkstheaters mit in ernste Erwägung zeiht, wenn Sie in legaler Weise Ihre Enthebung aus dem Vertrage des Burgtheaters erreichen könnten [...]" (Br. v. 5. XII. 1915). - Der aus Dresden stammende "Charlie Chaplin der Bühne" (zit. n. Czeike V, 448) war 1874-1923 Mitglied und 1912-17 auch Direktor des Burgtheaters. Später am Theater in der Josefstadt, brillierte Thimig im Charakterfach wie in zahlreichen komischen Rollen. Als Sammler von Theatralia trug der Vater von Helene (1889-1974), Hans (1900-1991) und Hermann (1890-1982) Thimig eine umfangreiche Sammlung zusammen, die den Grundstock der Theater-Sammlung der Österreichischen Nationalbibliothek, des heutigen Österreichischen Theatermuseums, bildete. - Der in Stuttgart geborene Otto Tressler war eines der längst dienenden Ensemblemitglieder des Burgtheaters: 1902 zum Hofschauspieler, 1913 zum Oberregisseur, 1926 zum Ehrenmitglied ernannt, verbrachte Tressler - der insgesamt 383 Rollen verkörperte - 65 Jahre am Burgtheater. - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf der k. k. Hofburgtheaterdirektion (1 Br. mit Ausschnitt eben desselben).
|
|
|
Thimig, Hugo, Schauspieler (1854-1944).
Albumblatt mit eigenh. Namenszug und Datum. Wien, 22. II. 1904.
1 S. Qu.-8vo.
|
|
|
Thimig, Hugo, Schauspieler (1854-1944).
Eigenh. Albumblatt mit U. O. O., Juli 1934.
1 S. 8vo. Mit alt montiertem Portrait (Zeitungsausschnitt) und alt auf Trägerpapier montiert. "Mit Dank für erwiesene freundliche Aufmerksamkeit". - Der aus Dresden stammende "Charlie Chaplin der Bühne" (zit. n. Czeike V, 448) war von 1874 bis 1923 Mitglied und von 1912 bis 1917 auch Direktor des Wiener Burgtheaters. Später am Theater in der Josefstadt, brillierte Thimig im Charakterfach wie in zahlreichen komischen Rollen. Als Sammler von Theatralia trug der Vater von Helene, Hans und Hermann Thimig eine umfangreiche Sammlung zusammen, die den Grundstock der Theater-Sammlung der Österreichischen Nationalbibliothek, des heutigen Österreichischen Theatermuseums, bildete.
|
|
|
Thimig, Hugo, Schauspieler (1854-1944).
Eigenh. Brief m. U. (Visitenkarte). O. O., 11. IV. 1891.
95 x 55 mm. "Frau Dr. Singer zur freundlichen Erinnerung".
|
|
|
Thimig, Hugo, Schauspieler (1854-1944).
Eigenh. Brief m. U. Beiliegend Umschlag. Wien, 25. XII. 1890.
1½ SS. 8vo. Mit eh. Kuvert. An Oberlandesgerichtsrat Alfred Pick: "Immer bemüht Ihnen an Festtagen auch eine wirkliche Festfreude zu machen, theile ich Ihnen ganz im Geheimen mit, dass der Verein 'Schröder' am 28. Sonntag d. 28. Dzbr. auf allgemeines Verlangen den 'Beau' Mittags 1/2 2 Uhr im Burgtheater aufführen wird [...]".
|
|
|
Thimig, Hugo, Schauspieler (1854-1944).
Eigenh. Brief mit U. [Wien], 1924.
2 SS. Qu.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Rat: "Ich mußte leider zu unserer Generalprobe! Freund Löwy hat mir gesagt, man solle den Tagesblättern Einblick in die Gratulationskundgebungen zu meinem "70" geben [...]”. - Der aus Dresden stammende "Charlie Chaplin der Bühne" (zit. n. Czeike V, 448) war 1874-1923 Mitglied und 1912-17 auch Direktor des Burgtheaters. Später am Theater in der Josefstadt, brillierte Thimig im Charakterfach wie in zahlreichen komischen Rollen. Als Sammler von Theatralia trug der Vater von Helene, Hans und Hermann Thimig eine umfangreiche Sammlung zusammen, die den Grundstock der Theater-Sammlung der Österreichischen Nationalbibliothek, des heutigen Österreichischen Theatermuseums, bildete. - "Freund Löwy", der Musik- und Theaterkritiker Siegfried Löwy (1857-1931) war einer der einflußreichsten Feuilletonisten seines Faches und über vierzig Jahre mit Hugo Thimig freundschaftlich verbunden. - Mit kl. Einr. (keine Textberührung); in Tinte bzw. Bleistift (2 Zeilen).
|
|
|
Thimig, Hugo, Schauspieler (1854-1944).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
1 S. Qu.-8vo. An einen Kapellmeister zur Übersendung einer Partitur. - Der aus Dresden stammende "Charlie Chaplin der Bühne" (zit. n. Czeike V, 448) war von 1874 bis 1923 Mitglied und von 1912 bis 1917 auch Direktor des Burgtheaters. Später am Theater in der Josefstadt, brillierte Thimig im Charakterfach wie in zahlreichen komischen Rollen. Als Sammler von Theatralia trug der Vater von Helene, Hans und Hermann Thimig eine umfangreiche Sammlung zusammen, die den Grundstock der Theater-Sammlung der Österreichischen Nationalbibliothek, des heutigen Österreichischen Theatermuseums, bildete.
|
|
|
Thimig, Hugo, Schauspieler (1854-1944).
Eigenh. Brief mit U. O. O., Juni 1924.
124 x 93 mm. Bedankt sich bei dem Schauspieler Paul von Pranger (1888-1961).
|
|
|
Thimig, Hugo, Schauspieler (1854-1944).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 1. VIII. 1895.
1½ SS. 8vo. Ein Kondolenzschreiben an (Theodor?) Demuth: "Die traurige Kunde, daß das unabwendbare Schreckliche, dem Sie seit Langem zitternd entgegensehen, nun geschehen ist, hat mich mit schmerzlicher Wehmuth erfüllt und ich drücke Ihnen und Ihrer Tochter mit den Ausdrücken innigsten Mitgefühls die Hände. Ich habe in Ihrer theuren Verblichenen eine Säule der edelsten Burgtheater-Tradition verehrt, die vom großen Künstler auch schönes Menschenthum verlangte. Und je altmodischer diese Forderung wird, mit umso größerer Pietät werde ich das Andenken an Auguste Demuth-Koberwein-Anschütz hegen [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
|
|
|
Thimig, Hugo, Schauspieler (1854-1944).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 10. X. 1909.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Kuvert. An die Redaktion der "Neuen Freien Presse": "Gestatten Sie, daß ich Ihnen meinen ganz verbindlichen und herzlichen Dank ausspreche für die so freundliche Erinnerung, die Sie [...] meiner vollendeten 35 jährigen Thätigkeit am Burgtheater zu widmen die Güte hatten [...]". - Der aus Dresden stammende “Charlie Chaplin der Bühne” (zit. n. Czeike V, 448) war von 1874-1923 Mitglied und von 1912-17 auch Direktor des Burgtheaters. Später am Theater in der Josefstadt, brillierte Thimig im Charakterfach wie in zahlreichen komischen Rollen. Als Sammler von Theatralia trug der Vater von Helene (1889-1974), Hans (1900-1991) und Hermann (1890-1982) Thimig eine umfangreiche Sammlung zusammen, die den Grundstock der Theater-Sammlung der Österreichischen Nationalbibliothek, des heutigen Österreichischen Theatermuseums, bildete. - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf.
|
|
|
Thimig, Hugo, Schauspieler (1854-1944).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 14. X. 1919.
1 S. 8vo. An Josef Alkalay, Drucksortenbüro: "Ich bin gerne bereit zugesagterweise für Herrn Buchhändler Franz Malota die Korrekturen seines Versteigerungskatalogs zu übernehmen und zwar in der von Ihnen und Ihrem geehrten Institut vom 11. d. M. angeregten Art der Zustellung und Abholung [...]". - Der aus Dresden stammende "Charlie Chaplin der Bühne" (zit. n. Czeike V, 448) war 1874-1923 Mitglied und 1912-17 auch Direktor des Burgtheaters. Später am Theater in der Josefstadt, brillierte Thimig im Charakterfach wie in zahlreichen komischen Rollen. Als Sammler von Theatralia trug der Vater von Helene, Hans und Hermann Thimig eine umfangreiche Sammlung zusammen, die den Grundstock der Theater-Sammlung der Österreichischen Nationalbibliothek, des heutigen Österreichischen Theatermuseums, bildete. - In der 1901 gegründeten Buch- und Kunsthandlung Franz Malota fanden seit 1914 Graphikausstellungen und Bücherversteigerungen statt (so etwa 1918 die Versteigerung der Bibliothek von Hofrat Dr. Schulz von Strassnitzcki). - Auf Konzeptpapier und mit gestemp. Briefkopf; mit Quetschfalten und kl. Einr. am rechten Blattrand (geringe Textberührung).
|
|
|
Thimig, Hugo, Schauspieler (1854-1944).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 19. IV. 1913.
¾ S. Gr.-8vo. An den Redakteur der "Berliner Morgenzeitung" Wilhelm Auspitzer (1867-1931): "Ihrem freundlichen, mich ehrendem Wunsche entsprechend sende ich im Beischlusse für die Festnummer der 'Breslauer Morgen-Zeitung' mein Sprüchlein, das ich aufzunehmen bitte, wenn es Ihnen convenabler erscheint [...]". - Der aus Dresden stammende "Charlie Chaplin der Bühne" (zit. n. Czeike V, 448) war 1874-1923 Mitglied und 1912-17 auch Direktor des Burgtheaters. Später am Theater in der Josefstadt, brillierte Thimig im Charakterfach wie in zahlreichen komischen Rollen. Als Sammler von Theatralia trug der Vater von Helene (1889-1974), Hans (1900-1991) und Hermann (1890-1982) Thimig eine umfangreiche Sammlung zusammen, die den Grundstock der Theater-Sammlung der Österreichischen Nationalbibliothek, des heutigen Österreichischen Theatermuseums, bildete. - Der in Stuttgart geborene Otto Tressler war eines der längst dienenden Ensemblemitglieder des Burgtheaters: 1902 zum Hofschauspieler, 1913 zum Oberregisseur, 1926 zum Ehrenmitglied ernannt, verbrachte Tressler - der insgesamt 383 Rollen verkörperte - 65 Jahre am Burgtheater. - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf der k. k. Hofburgtheaterdirektion; mit kleinen Randläsuren; ohne die erwähnte Beilage.
|
|
|
Thimig, Hugo, Schauspieler (1854-1944).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 20. XI. 1915.
1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Generaldirektor: "Der nicht in Ihre Hände gelangte Brief, von dem ich keine Copie besitze, enthält meine volle Zustimmung zu Ihrer Einrichtung des 'Faust', die von der Bühne herab auf mich wirken zu lassen mein lebhaftes Verlangen bleibt. Nur nach der technischen Seite habe ich das Bedenken, ob das Burgtheater für das Orchester genügend Raum bieten kann. Meine Versuche, diesen Raum zu erweitern, um 'Peer Gynt' mit der Grig'schen [!] Musik in entsprechend würdiger Weise zu bringen, sind bisher auf unüberwindliche feuerpolizeiliche Widerstände gestoßen [...]". - Hugo Thimig leitete von 1912 bis 1917 das (Hof-)Burgtheater. - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf von dessen Direktion; im linken Rand gelocht (minimale Buchstabenberührung).
|
|
|
Thimig, Hugo, Schauspieler (1854-1944).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 21. V. 1899.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Für die freundliche Einladung zur XIII. Hauptversammlung des Allg. n. ö. Volksbildungs-Vereines spreche ich meinen verbindlichen Dank aus. Ich befinde mich die erste Hälfte des Juni auf Gastspiel in Deutschland und kann somit zu meinem Bedauern nicht Folge leisten [...]". - Der aus Dresden stammende "Charlie Chaplin der Bühne" (zit. n. Czeike V, 448) war von 1874 bis 1923 Mitglied und von 1912 bis 1917 auch Direktor des Wiener Burgtheaters. Später am Theater in der Josefstadt, brillierte Thimig im Charakterfach wie in zahlreichen komischen Rollen. Als Sammler von Theatralia trug der Vater von Helene, Hans und Hermann Thimig eine umfangreiche Sammlung zusammen, die den Grundstock der Theater-Sammlung der Österreichischen Nationalbibliothek, des heutigen Österreichischen Theatermuseums, bildete.
|
|
|
Thimig, Hugo, Schauspieler (1854-1944).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 23. XII. 1907.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An Julius Stubinger, Oberregisseur am Stadttheater in Teplitz: "Anläßlich des trefflichen Gelingens der schwierigen Volksscenen in unserer gestrigen Reprise von Julius Cäsar habe ich das Bedürfnis in meiner Eigenschaft als Regisseur Ihnen meine volle Anerkennung für Ihre Hingabe, für Ihren unermüdlichen Eifer und Ihre ersprießliche Arbeit auszudrücken und Ihnen zugleich meinen herzlichen Dank für Ihre werthältige Unterstützung zu sagen. Ich bitte Sie auch den Herren der Comparserie zu sagen, daß sie sich in meinen Augen als wahre Elite-Truppe wieder bewährt haben, und daß ich ihnen herzlich dankbar bin für den künstlerischen Eifer und Elan, durch den sie wesentlich zum sieghaften Ueberwinden der schwierigen Aufgabe beigetragen und sich wieder als ächte Burgtheaterzugehörige bewiesen haben […]". - In der Wiederaufnahme von Shakespeares "Julius Cäsar" (in Schlegels Übersetzung) am Burgtheater am 22. Dezember 1907 hatte Thimig nicht nur Regie geführt, sondern auch die kleine Rolle des unglücklichen Dichters Cinna verkörpert, der von der aufgebrachten Volksmenge erschlagen wird. - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf der k. k. Hofburgtheaterregie. Stärkere Faltspuren; das unbeschriebene Gegenblatt etwas eingerissen und verso angestaubt.
|
|
|
Thimig, Hugo, Schauspieler (1854-1944).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 30. IX. 1884.
2½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An den Redakteur Edgar von Spiegl (1833-1908): "Eine große Bitte! [...] Der 'Schröder' giebt am 8. Okt. im Theater a. d. Wien 'Kean' mit Sonnenthal! Je älter nun dieser Schmöker ist (um Gottes Willen, ich meine natürlich 'Kean'!) desto dringender scheint uns ein gut frottirendes Reclamchen geboten. Und daß Sie uns dazu verhelfen, darum bitten wir Sie mit aufgehobenen Händen! 'Eine Rolle, mit der der Meister seinen unsterblichen Ruhm auf beiden Halbkugeln begründete['] - 'Dem lästigen Drängen des Publicums nachgebend, wird der 'Schröder' Kean, dieses reizende Salonstück, aufführen['] - 'Um sich die Hauptrolle seines überseeischen Repertoires gründlich auszufeilen, wird Sonnenthal noch einmal vor seiner Reise nach Amerika den 'Kean'['] - Doch Sie machen das ja noch hübscher, lieber Spiegl! [...]". - Der "Verein Schröder" war 1870 von Adolf von Sonnenthal, Ludwig Gabillon und August Förster zur Unterstützung alter und bedürftiger Schauspieler gegründet worden.
|
|
|
Thimig, Hugo, Schauspieler (1854-1944).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 4. II. 1925.
1 S. 4to. An einen Oberlandesgerichtsrat: "Seit Monaten habe ich Herrn Herrnkal [?] gesagt, als er mir Ihre freundliche Mitteilung brachte, daß Sie die Absicht haben, mich mit Ihrem lieben Besuche zu beehren, ich möchte Ihnen die Mühe ersparen und mir die Freiheit nehmen, Sie aufzusuchen. Seit Monaten nehme ich mir dies vor und komme nicht dazu, weil uns in der Josefstadt die verflixten Proben immer erst am Abend vorher angesagt werden, wir also schwer in die Lage kommen, über unsere Zeit disponieren zu können. Was den ausgepumpten Hut anlangt, so bin ich natürlich unschuldig wie ein frisch gewaschener Waisenknabe daran, daß ihn Herr Herrnkal [?] noch nicht wieder zurückgestellt hat [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
|
|
|
Thimig, Hugo, Schauspieler (1854-1944).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 8. II. 1925.
¾ S. 4to. An einen Oberlandesgerichtsrat: "Vielleicht haben die kleinen Objekte, die ich dem gewünschten Hut beilege, einiges Interesse für Sie. Die Karikatur Schönes wurde vom bewährten Orientmaler Leopold Müller gezeichnet. Die Nebenfiguren auf der seltenen Photographie des Kronprinz-Rudolf-Paars werden Ihnen zumeist bekannt sein. Ganz rechts hockt der ehemal. Polizei-Präsident von Gorup. Richtig zustellen habe ich Folgendes: Auguste von La Roche (geb. Kladzig) war die Gattin von Carl von La Roche; sie starb am 13. [recte: 14.] Mai 1875. Seine Tochter hieß Amalie (Mali genannt). Sie starb am 22. Oktober 1881. Sie stammte aus einer ersten Ehe La Roches [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. - Mit kleinen Randläsuren.
|
|
|
Thimig, Hugo, Schauspieler (1854-1944).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 8. X. 1899.
3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An eine Gräfin, lt. einem kleinen Bleistiftvermerk am oberen Rand an die Schauspielerin Luise Reichsgfn. von Schönfeldt, geb. Neumann: "Freund Anton Bettelheim hat mir gestern am Gedenktage meiner fünfundzwanzig jährigen Thätigkeit am Burgtheater in Ihrem Auftrag ein wunderliebes Bild Ihrer Mutter [d. w. die Schauspielerin Amalie Haizinger] auf den Gabentisch gestellt, den mir Liebe und Freundschaft trotz meiner Abstinenz von Jubiläumsgeräuschen überreich belasteten. Wie innig danke ich Ihnen für diese mich beglückende und ehrende Aufmerksamkeit! Sie bedeutet mir einen Gruß aus goldener Burgtheaterzeit, ein Weihezeichen meiner ehrlichen Bestrebungen, denen nie die Liebe, immer nur die Kraft mangelte. Ich habe Ihre Mutter mit dem ganzen Sonnenschein eines kunsterfüllten, altmodisch-pietätvollen Jünglingsherzens umschwärmt und diese Gefühle hege ich noch heute, als resignirter, an seinen Idealen wund- und lahmgestoßener Mann in der Erinnerung an diese herrliche Künstlerin und Frau [...]".
|
|
|
Thimig, Hugo, Schauspieler (1854-1944).
Eigenh. Brief mit U. Wohl Wien, 19. III. 1892.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Einem kleinen Bleistiftvermerk am oberen Rand zufolge an die Schauspielerin Katharina Herzog (1821-1900): "Mit Entzücken und innigem Danke hat das Comité des 'Damen-Abend's [!]' die Mittheilung Ihrer gütigen Bereitwilligkeit zur Mitwirkung von Herrn v. Spiegl zu Kenntnis genommen. Unsere Dichter sind schon beauftragt Sie als 'Holzweib' - Ihre elastische Schöpfung - in's große Quodlibet aufzunehmen und ich hoffe, daß Ihnen dies recht ist [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Lokal-Ausschusses der Genossenschaft Deutscher Bühnenangehöriger. - Stellenweise leicht fleckig und mit kleinen Randläsuren.
|
|
|
Thimig, Hugo, Schauspieler (1854-1944).
Eigenh. Briefkarte mit U. und Bildpostkarte mit eh. Namenszug. Wien, o. D.
Zusammen 3 SS. Qu.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Baron mit dem Ausdruck seines Bedauerns, ihm große Mühen verursacht zu haben: "Verzeihen Sie die weitgehende Belästigung, Herr Baron, und seien Sie bestens für Ihre große Freundlichkeit bedankt [...]". - Die Bildpostkarte mit einer Ansicht des Rekonvaleszentenheims "Philanthropia" und eh. Namenszug a. d. Bildseite. - Der aus Dresden stammende "Charlie Chaplin der Bühne" (zit. n. Czeike V, 448) war 1874-1923 Mitglied und 1912-17 auch Direktor des Burgtheaters. Später am Theater in der Josefstadt, brillierte Thimig im Charakterfach wie in zahlreichen komischen Rollen. Als Sammler von Theatralia trug der Vater von Helene, Hans und Hermann Thimig eine umfangreiche Sammlung zusammen, die den Grundstock der Theater-Sammlung der Österreichischen Nationalbibliothek, des heutigen Österreichischen Theatermuseums, bildete. - Die Briefkarte auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf; in altem Sammlungsumschlag.
|
|
|
Thimig, Hugo, Schauspieler (1854-1944).
Eigenh. Briefkarte mit U. Wien, 15. XII. 1911.
2 SS. Qu.-8vo. An die Redaktion von "Oesterreichs Illustrierter Zeitung": "Ich habe mich bemüht, Ihrem freundlichen Wunsche zu entsprechen und Ihnen einen 'Selbsttoast' verfertigen wollen. In einer wahren Hochflut von Berufsgeschäften, die seit Anfang vorigen Monats mich treibt, habe ich beim besten Willen nichts zu Stande gebracht, das Ihren Anforderungen entsprechen könnte. Ich ersuche Sie also höflich mein Versagen gütig zu entschuldigen [...]". - Der aus Dresden stammende "Charlie Chaplin der Bühne" (zit. n. Czeike V, 448) war 1874 bis 1923 Mitglied und 1912 bis 17 auch Direktor des Wiener Burgtheaters. Später am Theater in der Josefstadt, brillierte Thimig im Charakterfach wie in zahlreichen komischen Rollen. Als Sammler von Theatralia trug der Vater von Helene, Hans und Hermann Thimig eine umfangreiche Sammlung zusammen, die den Grundstock der Theater-Sammlung der Österreichischen Nationalbibliothek, des heutigen Österreichischen Theatermuseums, bildete. - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf und Adreßstempel.
|
|
|
Thimig, Hugo, Schauspieler (1854-1944).
Eigenh. Briefkarte mit U. Wien, 16. XI. 1905.
2 SS. Qu.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Wärmsten Dank für Ihre Burgtheater-Wärme, die Ihre l. Zeilen neuerlich bethätigten [!]. Den Schwank will ich sehr gerne lesen. Aber einen Termin dazu kann ich nicht versprechen. Ich habe, wie der Italiener sagt, damisch zu thun und habe in absehbarer Zeit keine Stunde frei [...]". - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf.
|
|
|
Thimig, Hugo, Schauspieler (1854-1944).
Eigenh. Briefkarte mit U. Wien, 22. IX. 1937.
1 S. Qu.-8vo. An den Schauspieler Paul Pranger (1888-1961): "Herzlichen Dank für die freundliche Einladung. Wie gerne käme ich, um unseren lieben Siebert im Kollegenkreise mit anzujubeln - aber, aber - das verflixte Alter! Das 'Drahen' geht nicht mehr! [...]". -
|
|
|
Thimig, Hugo, Schauspieler (1854-1944).
Eigenh. Briefkarte mit U. Wien, 22. X. 1913.
2 SS. Qu.-8vo. An einen Konsul: "Zwei Tage war ich bettlägerig [sic], sonst hätten Sie sofort erfahren, wie sehr Sie mich durch Ihr liebes Gedenken und durch die prächtige, meine Sammlung so interessant bereichernde Gabe erfreut haben. Die Handschriften, die eine so prägende Zeit und eine so wichtige Phase des Burgtheaters individuell beleuchten, sind mir sehr kostbar und ich danke Ihnen wärmstens für diese freundschaftliche Stiftung! [...]". - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf.
|
|
|
Thimig, Hugo, Schauspieler (1854-1944).
Eigenh. Briefkarte mit U. Wien, 22. XII. 1937.
1 S. Qu.-8vo. An einen Professor: "Wärmsten Dank für die liebenswürdigsten Ueberschw[ä]nglichkeiten Ihrer entzückenden Vorrede gestern Abend! Wieviel lieber ist sie mir, als die bösartigste Nachrede! Wie sagte einmal Dingelstedt zu Paul Lindau? 'Sie glauben nicht, wieviel Lob ich vertragen kann!' Na, und ich stamme ja noch aus den Urzeiten Dingelstedt's! [...]". - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf und mit kleinen zeitgenöss. Eingangsvermerken.
|
|
|
Thimig, Hugo, Schauspieler (1854-1944).
Eigenh. Visitenkarte mit U. Wohl Wien, Weihnachten 1909.
1 S. Visitkartenformat. An den Schauspieler Julius Strebinger: "Mit herzlichem Weihnachtsgruß bitte ich Sie beifolgende kleine Erinnerungsgabe anzunehmen, der Zeit gedenkend, in der Sie für mich Stab und Stütze waren [...]". - Ohne die erwähnte Beilage.
|
|
|
Thimig, Hugo, Schauspieler (1854-1944).
Gedruckte Dankeskarte mit einigen eigenh. Zeilen und U. Wien, Oktober 1932.
1 S. Qu.-8vo. An Gratulanten zu seinem 60jährigen Bühnenjubiläum, hier die "Freundin Rosner": "Ich habe mich ganz herzlich über Ihren so lieben, glückwünschenden Brief gefreut und danke Ihnen innig für alles Liebe, Treue, Freundschaftliche, das er mir brachte [...]". - Der aus Dresden stammende "Charlie Chaplin der Bühne" (zit. n. Czeike V, 448) war von 1874 bis 1923 Mitglied und von 1912 bis 1917 auch Direktor des Wiener Burgtheaters. Später am Theater in der Josefstadt, brillierte Thimig im Charakterfach wie in zahlreichen komischen Rollen. Als Sammler von Theatralia trug der Vater von Helene, Hans und Hermann Thimig eine umfangreiche Sammlung zusammen, die den Grundstock der Theater-Sammlung der Österreichischen Nationalbibliothek, des heutigen Österreichischen Theatermuseums, bildete.
|
|
|
Thimig, Hugo, Schauspieler (1854-1944).
Kabinettphotographie mit eigenh. U. O. O., Mai 1993.
164:110 mm. Ganzfigürliche Darstellung des Schauspielers im Rollenkostüm aus dem Atelier Rudolf Krziwanek, Wien und Ischl, mit dessen gedr. Signet am unteren Rand des Trägerkartons.
|
|
|
Thimig, Hugo, Schauspieler (1854-1944).
Kabinettphotographie mit eigenh. Widmung und U. Wien, Februar 1891.
165:110 mm. Brustbild im Halbprofil aus dem Atelier Dr. Székely, Wien. Die Verso-Seite mit eh. Widmung.
|
|
|
Thimig, Hugo, Schauspieler (1854-1944).
Portraitphotographie mit eigenh. Widmung und U. verso. Wien, September 1891.
92:59 mm. "Kunst braucht Gunst!" - Aus dem Atelier Dr. Szekely, Wien, mit dessen gedr. Signet am Trägerkarton. - Etwas angestaubt und fleckig.
|
|
|
Thimig, Hugo, Schauspieler (1854-1944).
Visitenkarte mit einigen eigenh. Zeilen. Wien, 24. V. 1900.
1 S. Visitkartenformat. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: Hugo Thimig (dies gedruckt) "gratuliert Ihnen herzlichst, verehrter College, zur bevorstehenden Vermählung Ihrer Tochter mit unserem ausgezeichneten Hesch!" - Der aus Dresden stammende "Charlie Chaplin der Bühne" (zit. n. Czeike V, 448) war von 1874 bis 1923 Mitglied und von 1912 bis 1917 auch Direktor des Wiener Burgtheaters. Später am Theater in der Josefstadt, brillierte Thimig im Charakterfach wie in zahlreichen komischen Rollen. Als Sammler von Theatralia trug der Vater von Helene, Hans und Hermann Thimig eine umfangreiche Sammlung zusammen, die den Grundstock der Theater-Sammlung der Österreichischen Nationalbibliothek, des heutigen Österreichischen Theatermuseums, bildete. - Der Bräutigam war Mitglied der Wiener Hofoper, "deren Ensemble er bis zu seinem Tod als führender Bassist angehörte" (DBE).
|
|
|
Thimig, Hugo, Schauspieler (1854-1944).
Visitkarte mit drei eigenh. Zeilen. O. O. u. D.
1 S. Grüße zum Jahreswechsel an einen unbekannten Adressaten und dessen Gattin. - Der aus Dresden stammende "Charlie Chaplin der Bühne" (zit. n. Czeike V, 448) war 1874-1923 Mitglied und 1912-17 auch Direktor des Burgtheaters. Später am Theater in der Josefstadt, brillierte Thimig im Charakterfach wie in zahlreichen komischen Rollen. Als Sammler von Theatralia trug der Vater von Helene (1889-1974), Hans (1900-1991) und Hermann (1890-1982) Thimig eine umfangreiche Sammlung zusammen, die den Grundstock der Theater-Sammlung der Österreichischen Nationalbibliothek, des heutigen Österreichischen Theatermuseums, bildete.
|
|
|
Thimig, Hugo, Schauspieler und Theaterdirektor (1854-1944).
Eigenh. Portraitpostkarte mit U. O. O., 15. XII. 1924.
1 S. 8vo. An den namentlich nicht genannten Josef Wesely mit Dank für ihm übersandte Wünsche. - Der aus Dresden stammende "Charlie Chaplin der Bühne" (zit. n. Czeike V, 448) war 1874-1923 Mitglied und 1912-17 auch Direktor des Burgtheaters. Später am Theater in der Josefstadt, brillierte Thimig im Charakterfach wie in zahlreichen komischen Rollen. Als Sammler von Theatralia trug der Vater von Helene (1889-1974), Hans (1900-1991) und Hermann (1890-1982) Thimig eine umfangreiche Sammlung zusammen, die den Grundstock der Theater-Sammlung der Österreichischen Nationalbibliothek, des heutigen Österreichischen Theatermuseums, bildete. - Die Bildseite mit einem Szenenbild aus einem nicht identifizierten Stück.
|
|
|
Thimig, Hugo, Schauspieler und Theaterdirektor (1854-1944).
Eigenh. Postkarte mit U. Wien, 18. VI. 1935.
½ S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An Josef Wesely. - "Besten Dank für freundliche Wünsche! Hugo Thimig". - Der aus Dresden stammende "Charlie Chaplin der Bühne" (zit. n. Czeike V, 448) war 1874-1923 Mitglied und von 1912-17 auch Direktor des Burgtheaters. Später am Theater in der Josefstadt, brillierte Thimig im Charakterfach wie in zahlreichen komischen Rollen. Als Sammler von Theatralia trug der Vater von Helene (1889-1974), Hans (1900-1991) und Hermann (1890-1982) Thimig eine umfangreiche Sammlung zusammen, die den Grundstock der Theater-Sammlung der Österreichischen Nationalbibliothek, des heutigen Österreichischen Theatermuseums, bildete. - Der obere Blattrand mit schwachen Knickspuren.
|
|
|
THIOLLIER NOEL ET BOUDON-LASHERMES ALBERT
LES ORFEVRES DU PUY- NOTRE- DAME
SAINT - FELICIEN AU PIGEONNIER 1943 1 volume in-8 broché de 94 pages en cahiers non coupées + XLVI reproductions d'oeuvres en planches volantes , couverture rempliée , notes généalogiques par A. Boudon- Lashermes , tirage à 530 ex. numérotés sur vergé Montgolfier ( celui-ci est le N° 277 ) , collationné , complet , très bon exemplaire . Bon Couverture souple
Referentie van de boekhandelaar : 004133
|
|
|