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3½ SS. 8vo. Mittig gefaltet. Augenscheinlich recht verbitterte Abrechnung mit der Gemeinde: “Ihr habet mir gegeben mein tägliches Brot, | Ihr habt mich behütet vor Hungersnot; | Ihr ließt auf eisensprossiger Leiter | So hoch mich steigen, und nicht weiter, | Als ein korrekter Beamtenmann | Mit mäßigen Gaben steigen kann. | Ich aber, ihr Herren der Stadtgewalt, | Was hab’ ich für diesen Bettel bezahlt? [...]”. - Madjera war Mitarbeiter der Deutsch-Österreichischen Schriftstellergenossenschaft und präsidierte dessen Wiener Landesgruppe. Er schrieb Beiträge für ‘Der liebe Augustin’, Abhandlungen über das Wiener Kulturgeschehen, Essays, Gedichte, Lieder, Märchen, Bühnenstücke sowie die Erinnerungen ‘Verklärter Geist - verklärtes Land’ (1921). Vgl. Kosch II, 1609.
Folio. Title page, 3 pp. Ink and Pen. Setting of Nikolaus Lenau's "An die Wolke" ("Zieh nicht so schnell vorüber") for voice and piano. - Small damage and tears to edges and foldings.
2½ SS. auf Doppelblatt. 4to. "Schaurig zieht ein banges Ahnen | Durch die Erde weit und breit, | Pfadlos irrt auf dunkeln Bahnen | Sonder Licht der Sohn der Zeit, | Ach! es will der Tag entweichen! | Nächt'ge Larven ziehen ein! | Wenn die letzten Sterne bleichen, | Wer dann soll der Retter sein? [...]". - Der Sohn des Theologen Johann Christian Förster war Professor für deutsche Sprache, Literatur und Moral, "machte die Bekanntschaft vieler Schriftsteller (u. a. Ludwig Tieck) und hatte den Ruf eines profunden Kenners der älteren italienischen Literatur. Förster übersetzte zahlreiche Werke aus dem Italienischen (u. a. Dante und Petrarca) und schrieb romantische Lyrik sowie literaturhistorische Abhandlungen, darunter einen 'Abriß der allgemeinen Litteraturgeschichte' (4 Bde., 1828-30)" (DBE).
1 S. auf Doppelblatt. Folio. 32 Zeilen, die am "1. Dezember 1886 zu Baden bei Wien" von der Schauspielerin Anna Trenner gesprochen wurden. - Der Vormärz-Lyriker Hermann Rollett wurde wegen revolutionärer Gesinnung polizeilich verfolgt, floh 1845 nach Deutschland und später in die Schweiz. 1854 vorübergehend nach Österreich zurückgekehrt, promovierte er 1857 in Gießen zum Dr. phil. und studierte später Pharmazie in Wien. Rollett gehört neben Moritz Hartmann und Hermann Jellinek zu den bekannteren Vertretern der Bewegung "Junges Österreich" und bekannte sich zum Deutschkatholizismus.
¾ S. 4to. An eine nicht näher benannte "Liselotte": "Heinrich nahms mit der Treue nie genau. | Das gleiche Lied singt auch die sechste Frau. | Denn, siehe da, kaum geht sie mal auf Reisen, | Wirft er sie unbedenklich weg, wie altes Eisen! | Klio hat ihre Chronik falsch geschrieben! Es waren gar nicht sechs - es waren sieben! Und diese Siebente, die mir raubt die Ruh',| Geliebte Liselotte, das bist DU! | Wie lange ist es her - war es nicht gestern? - | No klar! auf Delphi waren wir noch Schwestern! | Wenn sich in Worms dann das Verhältnis trübte, | So hinderte das nicht, das ich Dich liebte; | Und jetzt - kaum komm ich aus der Schweiz hier an | Seh' ich voll Schmerz - Du nahmst mir meinen Mann! | Sehn' ich mich auch nach Heinrich nicht zurück - | Das mit dem Seymour ist ein starkes Stück!!! | Und dieser unmoral'sche Lebenslauf | Setzt jetzt dem Fass im Ernst die Krone auf! | Mit Fass ist hier natürlich Heinz gemeint, | Der nicht das Schnallebutzchen das er scheint. | Der Zorn verebbt - mein Herz ist wieder weich. Was taten Tausende schliesslich für ein 'Reich'! Die Männer sind halt reulose Tomaten, Ob Schuster, Schneider oder Potentaten! | Doch was die Nichtsnutze von Männern treiben - | Wir Frauen wollen gute Freunde bleiben. | Wir wollen fröhlich, wie in alten Tagen | Und aller Welt zum Trotz - uns gut vertragen! | Wer sich zu lange grämt, der ist ein Narr! | Es küsst dich herzlich | Katharina Parr". - Geboren in Prag, studierte Maria Eis an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien und verkörperte anfangs moderne, schillernde Frauencharaktere auf der Renaissancebühne und an den Kammerspielen; nach Tourneen mit großen Berliner Darstellern wie Paul Wegener gelang ihr 1925-32 am Thaliatheater und am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg der Durchbruch zur großen Charakterschauspielerin und Tragödin. Von Anton Wildgans ans Wiener Burgtheater verpflichtet, war sie dort bis zu ihrem Tod in fast allen klassischen Partien - Medea, Iphigenie, Lady Macbeth und Kriemhild - zu sehen. Anläßlich der Wiedereröffnung des Burgtheaters 1945 spielte sie in Grillparzers "Sappho" eine ihrer größten Rollen. Nach dem Krieg sah man sie zunehmend auch im komischen Fach, zudem wirkte sie mit Erfolg auch in Operetten und zahlreichen Filmen mit. Zu ihrem Gedenken wurde eine Straße in Wien nach ihr benannt. - Auf Briefpapier mit faksimiliertem Briefkopf.
19 Zeilen auf 1 S. Folio. "Nimmer mit Neid | Mit stummen Mäkeln | Flehen Dir Meister | die Menschenkinder. | Gütige Götter schenkten so reichlich Dir hohe Gaben | daß sie bezwangen | niedriges Sinnen [...]". - Etwas fleckig und gebräunt.
1½ SS. auf Doppelblatt. Folio. Mit hs. Adresse. Bericht über Vorhaben und Satzungen der Nationalgarde mit einer aktuellen Finanzübersicht. - Über das politische Wirken des Mediziners im Jahre 1848 heißt es u. a. in einem wohl nicht von ihm selbst verfaßten Lebenslauf: "Was sein politisches Wirken betrifft, so gab ihm das Jahr 1848 genügsam Gelegenheit, seine Anhänglichkeit an das angestammte Kaiserhaus zu beweisen; nicht nur bedeutende finanzielle Opfer, brachte er, sondern auch sein Leben setzte er für die gute Sache u. seinen Kaiser auf das Spiel [...] Was in seiner Macht gestanden, hat er treulich erfüllt. Er hinderte am Barricadentage die Errichtung der Barricaden, - er trat zur berittenen Nationalgarde ein, und wehrte dem Tage der Sturmpetition mit 100 anderen Garden das Eindringen der Barricaden-Erbauer bei den beiden Kärnthnerthoren ab, - er schloß sich im September an die k. k. Cavallerie an, als es galt, den Sicherheitsausschuß aufzulösen [...]". - Im selben Jahr, so heißt es in einer beiliegenden Zeitungsnotiz a. d. J. 1894 aus Anlaß der Umbenennung der Meidlinger Misbach- in Vivenotgasse, "gründete er als Gegengewicht gegen die Stürmer und Wühler extremster Richtung den 'Constitutionellen monarchischen Verein', dessen Farben Schwarz-Gold waren, und alsbald demonstrirten die Wiener mit diesen kaiserlichen Farben. Am 15. September erschienen auf den belebtesten Stellen der Stadt Tausende mit schwarz-gelben Abzeichen, um ihrem Kaiser Treue zu documentiren. Es kam zu großen Schlägereien zwischen den 'Schwarz-roth-goldenen' und den 'Schwarz-gelben', den Vivenot'schen, und die Wiener nannten diese Excesse in ihrem ungebrochenen Humor den 'Bandlkrieg'. Die Regierung nahm sonderbarerweise in der 'Wiener Zeitung' Stellung gegen die Schwarzgelben und Dr. Vivenot legte verstimmt die Leitung des Vereines nieder [...]". - Bl. 2 mit halbseitigen Ausriß der unteren Blatthälfte (Textverlust nur in der Adresse).
4to. 2 pp. (90 lines). Original draft for Wagner's famous oration held on December 15, 1844, when Carl Maria von Weber's remains were laid to rest at the Catholic cemetery in Dresden. The mortal remains of Weber, who had died in London in 1826, were transferred back to Germany in 1844 on the initiative of Wagner, and were finally buried there. - With small departures printed in: Richard Wagner, Gesammelte Schriften und Dichtungen, II, 1871, 61 ff., also: Gesammelte Schriften und Dichtungen, 4th ed., vol. 2, 1907, 46 ff. A facsimile of the fair copy of Wagner's speech, which has also survived, is published in Julius Kapp, Richard Wagner. Sein Leben, sein Werk, seine Welt in 260 Bildern, Berlin 1933, 40. - Provenance: Cäcile Geyer, Wagners half-sister (1815 - 1893), their son Ferdinand Avenarius (1856 - 1923), and his stepson Wolfgang Schumann (1887 - 1964), afterwards in private collection. - Mild toning and slightly spotty; small damage to edges.
(21) Bll. mit sechs Kompositionen für Klavier und Singstimme mit unterlegtem Text. Brauner Lederband der Zeit mit goldgepr. Mäander-Bordüre, Vorderdeckel mit einer Stickerei auf Stramin ("Andenken") mit Schmuckbordüre und Goldperlchen, vorderer Spiegel mit Wagners auf Stramin gesticktem Monogramm in Goldrahmen. Kl.-qu.-Folio (295:231 mm). Im vorliegenden Album finden sich die sorgfältigen Abschriften der Lieder 1) "Glockentöne von Proch" (op. 21 von Heinrich Proch); 2) "Mein' Hütten von A. Müller" ("Mein Hütten laß i nit […]" von Anton Müller); 3) "Im Thale von Proch"; 4) "C' est une larme. Romance de P. Lafont" (Charles Philippe Lafont, französ. Violinspieler, 1781-1839); 5) "Wach auf! von Loewe" (Carl Loewe, 1796-1869, "Der Hahn hat gekräht, die Lerche singt [...]"); 6) "Lied von Paul Fleming aus Oehlenschlägers Inseln im Südmeer" ("Laß Dich nur Nichts nicht dauern mit Trauern [...]"). - "Zur freundlichen Erinnerung", wie es am Titel heißt, "gesammelt von Albert Wagner / Würzburg den 8ten October 1839". Albert Wagner, der ältere Bruder von Richard Wagner, war nach Stationen in Leipzig, Breslau, Hamburg und Augsburg seit 1829 in Würzburg tätig. In den 1840er Jahren gab er seine Sängerlaufbahn infolge eines zunehmend stärker werdenden Halsleidens auf; von 1852 bis 1865 wirkte er als Regisseur an der Berliner Hofoper. - Die ersten und letzten Bll. stellenweise etwas fleckig; der Einband stellenweise etwas beschabt und berieben, gleichmäßig gebräunt und teils leicht fleckig; die Stickerei am Vorderdeckel leicht stockfleckig.
Berlin, Freie Universität Berlin, John F. Kennedy-Institut für Nordamerikastudien, 1979. 4to.; VI-388 pp., mimeografiadas. Ejemplar con envío autógrafo del autor. Cubiertas originales.
1 S. Qu.-kl.-4to. "Zuerst müßt ihr vor allem tausend Schedeln | Der Vaterländischen von ihm erschlagnen Edeln | Ein prächtiges Denkmal bauen. | In dessen Mitte groß in Stein gehauen, | Der größte Tieger mit gekröntem Haupt | In seinen Klauen ein Lamm, nach dem sein Blutdurst schnaubt. | Last läsig an der Knochenwand im schauervollen Kreise, | Vom Wittwenmark, und ausgeprestem Schweise, | Zehntausend düstre Lampen brennen. | So wird die Nachwelt ihn schon ohne Inschrift kennen".
réf. 122491S.l.n.d. [1972 circa] 1 vol. broché plaquette in-12, agrafée, 27 pp., 1 ill. en noir. Tiré à part au tirage non justifié, "Ce texte, retiré par l'auteur de l'édition collective, est extrait d'un roman à paraître sous le titre Louve basse". Envoi autographe signé de l'auteur à un poète et critique. Léger pli en pied, sinon bon exemplaire.
réf. 122491S.l.n.d. [1972 circa] 1 vol. broché plaquette in-12, agrafée, 27 pp., 1 ill. en noir. Tiré à part au tirage non justifié, "Ce texte, retiré par l'auteur de l'édition collective, est extrait d'un roman à paraître sous le titre Louve basse". Envoi autographe signé de l'auteur à un poète et critique. Léger pli en pied, sinon bon exemplaire.
1945réf. 86737S. n. | s. l. s. d. [ca 1945] | 9 x 13.50 cm | une page recto verso
1848réf. 87237s. l. s. d. [circa 1848] | 10 x 15.90 cm | une page sur un bifeuillet
1945réf. 86737s. l.: S. n. 1945. Fine. S. n. s. l. s. d. ca 1945 9 x 13.50 cm une page recto verso Autograph letter signed by Henri Michaux in two parts 45 lines in black ink on recto and in pencil on verso written over two days Sunday and Monday on bristol paper. Transverse fold in right margin of the bristol. Deletions and corrections in black ink on the recto of the letter Henri Michaux refuses what is asked of him: ""Now you're asking me for 20"" pages. ""It's impossible. I've done 6 which represent 7 or 8 of your magazine. I can do 2 more it seems to me so 10 More I'll think about it. But I cannot promise them to you at all."" and asks some questions to his correspondent: ""You still haven't told me the writers who are collaborating on the 1st issue anthology section. I'm curious and worried about it."" On the verso the writer has completed his work: ""And well there you have it I have 10 pages. but I can no longer write anything about this country - enough to have lived there a year"" in 1928 ""and to have made a book from it. So don't ask me for more. Just having to transcribe my letter ! gives me a headache. In me it refuses."" S. n. unknown
1 S. Folio. Mit 2 papiergedeckten Siegeln. Bestätigungsurkunde für den Brucker Schützenhauptmann Nikolaus Hochmuth: "Das Vorweiser dieß Niklaus Hochmuth von Prugg als Oberaufseher bey den Schanzarbeiten bey der Zillerbrücke gestanden und sich bey dieser Arbeit durch rechtschaffenes, vernünftiges, und sehr lobwürdiges Benehmen ausgezeichnet habe, wird demselben zu seiner Legitimation von Kommissariatwegen bestättiget" (Rattenberg, 30. Sept. 1809, Franz Berr, Commissair). Darunter Speckbachers Bestätigung: "Ich Endesgefertiger bestättige ales das obige und empfel ihm der höchsten Gnade um seine Verdienste mit einer kleinen Unterstützung zu begnädigen." Faltspuren; braunfleckig. - Josef Speckbacher, der "Mann von Rinn", hatte an der Seite Andreas Hofers an drei Schlachten am Bergisel gekämpft und zusammen mit Joachim Haspinger und Peter Mayr die Rheinbunddivision in der Enge von Mittenwald-Oberau (der sog. "Sachsenklemme") besiegt. Nikolaus Hochmuth hatte im Mai 1809 Rattenberg und die Zillerbrücke verteidigt.
1903réf. 90022Sans nom d'éditeur | Sans lieu d'édition s. d. [1903-1904] | 12.9 x 14.6 cm | 3 pages sur un double feuillet
1897réf. 78160Paris s. d. [après 1897] | 13.80 x 9 cm | une carte autographe recto et verso
1 S. 4 Strophen zu je 4 Zeilen. 8vo. "Allmorgendlich der Wartburg Thor | Geht auf mit hellem Dröhnen; | Da rauscht ein hehrer Klang hervor, | Dem Rechten, Guten, Schönen. | Wie überglüht vom Sonnenkuß | Einst Memnonsbild erklungen, | So tönt der Wartburgpforte Gruß, | Ins Morgenroth gesungen. | Sei dieser Gruß, sei dieser Laut | Erinnrungreiches Mahnen, | Dem Enkel, der an Wartburg baut, | Von seinen großen Ahnen. | Ist's Hermanns, ist's Sophie's Gruß, | Der Klang im Morgenrothe? | Dir ruft er: Heil dem Genius! | Des Zukunftglückes Bote". - Minimal fleckig und mit kleinen Faltspuren.
1 S. 8vo. "O Mädchenblüte, keusch u. rein, | Was schaust du zu dem Marmorbildnis, | Das überglänzt vom Sonnenschein, | In dieser duft'gen Blumenwildnis | Vereinsamt steht? Dich staun' ich an, | Und zu dem Marmor sehr' ich wieder, | Und ach, mich armen alten Mann | Drückt dumpfen Ton's die Schwermut nieder [...] [es folgen 16 Zeilen]". - Linke arbeitete als Journalist in Posen und Breslau und war zuletzt Schriftleiter der "Weimarischen Zeitung". Zu seinem umfangreichen literarischen Werk gehören Lyrik, Erzählungen, Romane und das Kleinepos "Das Veilchen von Kephyssosthal" (1889). Mehrere seiner Werke behandeln die Gestalt Jesu, u. a. "Jesus Christus" (1883). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der "Redaktion der Weimarischen Landeszeitung Deutschland". - Mit kl. Einr. am rechten Blattrand (keine Textberührung).
46 SS. auf 70 Bll. Flexibler Pappband der Zeit mit dreiseitigem Rotschnitt. Kl.-4to. Die Verso-Seite des fliegenden Vorsatzblattes mit eigenh. Widmung an Michael Maria Rabenlechner, "dem verehrtesten Lehrer, dem lieben, lieben Menschen, dem treuen Freunde meines Lebens". - Erschien im Jahr darauf im Verlag der Wiener Graphischen Werkstätte.
7½ SS. auf 4 Bll. Großes Hochformat. Der Sohn des Organisten an der Karmeliterkirche in Wien-Leopoldstadt (heute St. Josef in der Leopoldstadt) und späteren Regenschori an der Kathedrale zu Fünfkirchen, Johann Georg Lickl, studierte Philosophie in Wien und trat hernach in den Dienst der k. k. Hofbuchhaltung. "In der Musik hat er sich vor allem als Physharmonikaspieler hervorgetan; er regte auch mit Carl Prandau den Orgelbauer Jacob Deutschmann zu technischen Verbesserungen dieses Instrumentes an" (ÖBL V, 189). - Am unteren Rand durchgehend etwas fleckig, sonst jedoch nur leichte Altersspuren.
5 SS. 8vo. Manuskript einer Episode aus Lili Marbergs 1937 erschienenem Buch "Es war so komisch" (Wien und Leipzig: Europäischer Verl. [1937]): "Es sollte am Dresdner Hoftheater ein Gastspiel des Burgtheaters stattfinden. In der betreffenden Komödie hatte Auguste eine schöne Rolle, auf die sie sehr stolz war, und sie freute sich unbändig, diese auch in einer anderen Kunstmetropole zu zeigen. Die Kollegen wollten gern ein großes Coupé für sich reserviert haben, was damals keine Kleinigkeit bedeutete, denn es war Krieg [...]". - Bl. 1 oben in Farbstift mit "V" markiert. - Auguste Wilbrandt-Baudius, Gattin des Schriftstellers Adolf von Wilbrandt, war von Heinrich Laube ans Wiener Hofburgtheater verpflichtet worden, wo sie in jugendlich-naiven und sentimentalen Rollen erfolgreich war. Nach einem Zerwürfnis mit Laubes Nachfolger Franz von Dingelstedt verließ sie 1878 das Burgtheater, an das sie nach Engagements am Theater an der Wien, am Deutschen Theater in Berlin, am Hoftheater in Meiningen und am Raimundtheater 1898 wieder zurückkehrte. - Lili Marberg (1876-1962) gehörte von 1911 bis 1950 dem Wiener Burgtheater an. Seit 1936 auch Ehrenmitglied, spielte sie zunächst in Stücken Wedekinds, Hauptmanns und Ibsens, später vorwiegend Königinnen und mütterliche Frauen und galt weithin als vorzügliche Charakterdarstellerin. Zu ihren Hauptrollen zählten Desdemona, Hedda Gabler und Helena in "Vor Sonnenaufgang". Ihre einzige Filmrolle war die des Fräulein Munk in Walter Reischs "Silhouetten" (1936).
1897réf. 78160Paris 1897. Fine. Paris s. d. après 1897 13.80 x 9 cm une carte autographe recto et verso Autograph card by Pierre Louÿs signed with his initial addressed to Georges Louis and written in violet ink on both sides. Note addressed to his brother Georges Louis with whom Pierre Louÿs maintained a very intimate relationship and whom he considered as his own father. The question of Pierre Louÿs's real paternal identity still fascinates biographers today: ""His father Pierre Philippe Louis . had married in 1842 Jeanne Constance Blanchin who died ten years later after giving him two children Lucie and Georges. In 1855 he remarried Claire Céline Maldan and from this union was born in 1857 a son Paul; then in 1870 our writer who received the given names Pierre Félix. This late birth the differences in character between father and son the former's disaffection toward the latter the profound intimacy that always reigned between Louÿs and his brother Georges all this has led certain biographers and critics to suspect that the latter was in reality the writer's father. The exceptionally intimate and constant relationship that Pierre and Georges maintained between themselves throughout their lives could be an argument in this direction. Of course no irrefutable proof has been discovered and probably never will be. Nevertheless certain letters . are quite troubling. In 1895 for example Louÿs writes seriously to his brother that he knows the answer to 'the most poignant question' he could ask him a question he has had 'on his lips for ten years.' The following year in the full triumph of Aphrodite he thanks Georges effusively and ends his letter with this sentence: 'Not one of my friends has a FATHER who is for him what you are for me.' Arguing from the close intimacy of Georges and Claire Céline during the year 1870 and the jealousy that the father never ceased to show toward his younger son Claude Farrère did not hesitate to conclude in favor of Georges Louis. And what to think of this dedication by Louÿs to his brother on a Japan paper copy of the first edition of Pausole: To Georges his eldest son / Pierre."" Jean-Paul Goujon Pierre Louÿs Pierre Louÿs revolutionizes his living conditions: ""I am taking serious care of myself. For two days now I have been going to bed at half past midnight to wake up between 9 and 10. Today after a day that has already lasted 11 hours I have only smoked half a pack of cigarettes. That's a quarter of my usual consumption during the same time. Moreover I walked more than a league on foot I took the air as much as I could.Well with all that I feel quite unwell or rather as if I were the day after a long and serious illness. Neither strength nor nerves. I have trouble listening speaking following an idea. Should this be attributed to my cigarette rationing It's possible. But honestly I don't think I have felt so low since '97 since the month when you came to see me in Algiers."" Amusing note from the most tobacco-addicted of writers nearly 60 cigarettes per day.! who wrote in Une volupté nouvelle: ""One night as I found myself there in silent conversation with two blue porcelain cats crouched on a white table I hesitated to choose between two pastimes of solitude: write a regular sonnet while smoking cigarettes or smoke cigarettes while looking at the ceiling carpet. The important thing is to always have a cigarette in hand; one must envelop objects in a celestial and fine cloud that bathes lights and shadows erases material angles and by a perfumed spell imposes on the agitated mind a variable balance from which it can fall into reverie."" unknown