3.653 Ergebnisse
1957Best.-Nr. 019124London: Collins 1957 Burgundy cloth titled in silver on spine. Tight and square markings in endpapers light foxing. Dust jacket is price clipped bright slight corner wear. Size: 12mo - over 6¾" - 7¾" tall Collins hardcover
1940Best.-Nr. 017791London: Collins 1940 Orange cloth titled in black on spine. Boards are tidy with just slight marking. Text block is tight and square except for one small section of pages which is loose light toning in the edges and endpapers. Size: 12mo - over 6¾" - 7¾" tall Collins hardcover
Best.-Nr. K315977London. Very Good. large octavo. sl. worn orig. dec. cloth 484pp. b/w ills. fldg. frontis Throughout the English Speaking World. With many photographs of interesting people incidents and places. Tender hinge o / w VG hardcover
1957Best.-Nr. 012625London: Collins 1957 Scarce title. Burgundy cloth titled in silver on spine. Very tidy just light foxing in endpapers. The dust jacket is unclipped and bright rubbing/small tears to corners tiny edge gaps protected in a removable clear film sleeve. Collins hardcover
1857Best.-Nr. 906London: Longman Brown Green Longmans & Roberts 1857. First edition. Half leather over cloth. Very Good. Red half leather over textured red cloth five raised bands and gilt spine decoration. Top edge gilt lightly worn. Light extremity wear; corners showing./No dust jacket. John Leech. Illustrated with two plates by John Leech: a hand-colored frontispiece and an additional uncolored plate before chapter one. Attractive unsigned red half-leather binding; no binder attribution. Longman, Brown, Green, Longmans & Roberts unknown
Best.-Nr. 51492263like new. unknown
Best.-Nr. 84790Dublin & Cork : The Talbot Press 1929. First edition hardback. 8vo 22cm by 15cm xxii 254pp. Frontispiece plates. Original blue cloth gilt titling to the spine. There is some rubbing of the binding and some minor spotting to the edges of the text block; overall this book is in good to very good condition. Dublin & Cork : The Talbot Press, 1929. hardcover
Best.-Nr. 5343874-nnew. unknown
Best.-Nr. 46528456-nnew. unknown
Best.-Nr. 47997550like new. unknown
Best.-Nr. 17842094-nnew. unknown
Best.-Nr. 46354002like new. unknown
Best.-Nr. 44201397-nnew. unknown
Best.-Nr. 5743622-nnew. unknown
Best.-Nr. 42933726-nnew. unknown
2002Best.-Nr. 027126West New York NJ: Mark Batty Pub 2002. First Edition Limited . Hardcover. Fine. 4to - over 9¾ - 12" tall. Special Edition". One of only 40 copies specially hand-bound containing tipped-in original specimens of Daniel Berkeley Updike's work referred to in the text. Signed on the colophon page by the editor William S. Peterson. Housed in a matching slipcase. Laid in is a typed letter hand signed by the publisher Mark Batty to the purchaser of the book. The special section bound-in at rear contains the following specimens of books designed & printed by Daniel Berkeley Updike: 1. An adaptation of the title page of The Life of Benvenuto Cellini. 2. A digital copy of a photograph of Daniel Berkeley Updike. 3. Vexilla Regis Quotidie. 4. Stevenson's Attitude to Life with Readings from His Essays and Letters. 5. The Marching Morrows. 6. A Renaissance Courtesy-Book / Galateo of Manners & Behaviors. 7. The Form of Consecration of St. George's Chapel Middleton Rhode Island. 8. Notes by Lady Louisa Stuart on George Selwyn and his Contemporaries. 9. The Life of Our Lord Written During the Years 1846-1849. Charles Dickens. 10. Some Aspects of Printing Old and New. daniel Berkeley Updike. 11. Facsimile of a page from The Book of Common Prayer of the Protestant Episcopal Church in the United States of America together with the Psalter folded in rear pocket. . Mark Batty Pub hardcover
Best.-Nr. 1357979436.Ghardcover. Good. Access codes and supplements are not guaranteed with used items. May be an ex-library book. hardcover
Best.-Nr. 1355772036.Ghardcover. Good. Access codes and supplements are not guaranteed with used items. May be an ex-library book. hardcover
Best.-Nr. 1358769397.Ghardcover. Good. Access codes and supplements are not guaranteed with used items. May be an ex-library book. hardcover
Best.-Nr. 69684London: W Collins sons & co 1923. First edition hardback. 8vo 24cm by 18cm 137pp. Frull-page b&w illustrations. Original grey cloth. Light browning of the endpapers else this book is in very good condition. The original dustwrapper is present but is in tatty condition creased and torn with significant loss. What remains of the dustwrapper has now been put in a mylar cover to protect it. London: W Collins sons & co, 1923. hardcover
1975Best.-Nr. BN24763Vsa Verlag 1975. 1975. Softcover. 206 x 148 x 12 cm. Das Buch ist ein Standardtext marxistischer Analysen zur Stadtentwicklung. Thema ist die Analyse des Zusammenhanges zwischen kapitalistischer Entwicklung und Ver-städterungsprozeß und eine kritische Auseinandersetzung mit den bürgerlichen Stadttheorien. Castells legt dar daß es sich bei der Beschäftigung mit städtischen Problemen nicht um Erscheinungen handelt die vorüberge-hend in den Mittelpunkt des Interesses gerückt sind sondern die stets fortschreitende Unterwerfung der räumlichen Strukturen unter die Bedingungen monopolistischer Verwertung eine Bewegung städtischer Abwehrkämpfe hervorgerufen hat die in allen industrialisierten Ländern zu immer größerer Bedeutung heranwächst." "Das Buch ist ein Standardtext marxistischer Analysen zur Stadtentwicklung. Thema ist die Analyse des Zusammenhanges zwischen kapitalistischer Entwicklung und Ver-städterungsprozeß und eine kritische Auseinandersetzung mit den bürgerlichen Stadttheorien. Castells legt dar daß es sich bei der Beschäftigung mit städtischen Problemen nicht um Erscheinungen handelt die vorüberge-hend in den Mittelpunkt des Interesses gerückt sind sondern die stets fortschreitende Unterwerfung der räumlichen Strukturen unter die Bedingungen monopolistischer Verwertung eine Bewegung städtischer Abwehrkämpfe hervorgerufen hat die in allen industrialisierten Ländern zu immer größerer Bedeutung heranwächst." Vsa Verlag paperback
2002Best.-Nr. BN5985Vs Verlag Auflage: 1 August 2002. Auflage: 1 August 2002. Hardcover. 249 x 18 x 32 cm. Informationsverarbeitung Kommunikation Informationstechnologie Unesco US Agency for International Development Die Ära der Information Manuel Castells' monumentale Analyse Wie in der Vergangenheit die erste und zweite industrielle Revolution so erweist sich gegenwärtig die informationstechnologische Revolution als allumfassend. Zu sehr durchdringen die Veränderungen der Informationsverarbeitung und der Kommunikation sämtliche Lebensbereiche als dass sie neutral heissen könnten. Zudem betreffen sie zwar alles und jeden nur nicht wenn es um die Segnungen geht die die neuen Technologien angeblich mit sich bringen. Das Gefälle zwischen Armen und Reichen hat sich nur noch einmal vergrössert hinzugekommen ist der Riss zwischen den information rich und den information poor. «Wir beobachten» schreibt Manuel Castells «zeitgleich nebeneinander das Entfesseln der gewaltigen Produktivkräfte der informationellen Revolution und die Konsolidierung schwarzer Löcher menschlichen Elends innerhalb der globalen Wirtschaft sei es in Burkina Faso in den South Bronx in Kamagasaki in Chiapas oder in La Courneuve.» Wahrlich also die Wüste wächst und das nicht auf Grund vorübergehender Mängel sondern gemäss der ureigensten Logik des Systems. Wie autonom so Castells «schalten die globalen Netzwerke des instrumentellen Austauschs Individuen Gruppen Regionen und sogar ganze Länder an und ab je nach ihrer Bedeutung für die Erfüllung der Ziele die in dem jeweiligen Netzwerk in einem nicht abreissenden Strom strategischer Entscheidungen verfolgt werden». Dennoch ja vielleicht umso mehr soll ihre Entwicklung als Gegenstand «der Forschung und nicht des Schicksals» zu begreifen sein jedenfalls soweit es um den «Bereich bewussten sozialen Handelns und die komplexe Matrix der Interaktion zwischen den technologischen Mächten die unsere Spezies entfesselt hat und der Spezies selber» geht um Soziologie also um Politik. Illustre Figur Es ist die alte spätestens seit Marx insistierende Frage die sich wie einst an die Industriegesellschaft nun also an die «Netzwerkgesellschaft» richtet nämlich die Frage nach den Möglichkeiten der Partizipation an den Mächten die die Geschicke der Menschheit bestimmen. Und Manuel Castells scheint wie prädestiniert diese Frage zu stellen. Vor der Diktatur Francos aus seiner Heimat Katalonien geflohen forschte und lehrte er zunächst in Nanterre und Paris just ab Ende der sechziger Jahre als die Theorie auf die Strasse ging. 1979 dann wechselte er an die traditionell als «links» geltende Universität Berkeley wo er seitdem als Professor für Soziologie und Stadt- und Regionalplanung firmiert. Daneben war er aber auch als Berater in unmittelbarer Politiknähe tätig so für die Unesco und die US Agency for International Development für die Regierungen Brasiliens Chiles Ecuadors Frankreichs Mexikos Portugals und Spaniens für die Europäische Union für die Volksrepublik China und für Boris Jelzin während dessen erster Amtsperiode. Castells ist also durchaus eine illustre Figur mit Zugang zu den Hebeln der Macht und gewiss hat es auch damit zu tun wenn sein dreibändiges Opus magnum «Das Informationszeitalter» ein erstaunlich hohes Interesse ausgelöst hat«auf der ganzen Welt» wie er selber konstatiert und «nicht nur in Hochschulkreisen sondern auch in den Medien und bei den Menschen generell». Das englische Original erschien von 1996 bis 1998; die deutschsprachige Ausgabe ist soeben bei Band II angelangt. Dabei handelt es sich um mehr als eine blosse Übersetzung. Vielmehr hat der Autor noch einmal Hand angelegt um seine Analysen fast bis zur letzten Minute vor der Jahrtausendwende zu aktualisieren. Insbesondere die jüngsten Entwicklungen auf dem Gebiet der Biotechnologie haben auf diese Weise noch Eingang gefunden. Auch sie tragen ja inzwischen das Moment einer «wachsenden materiellen ebenso wie methodologischen Verflechtung zwischen der biologischen und der mikroelektronischen Revolution» offen vor sich her. Entsprechend ist diese Beobachtung an sich nicht unbedingt originell zu nennen und so die Thematik überhaupt. Das Buch könnte man sagen ist dennoch besser als der Ruf der dem Autor vorauseilt«Guru des Informationszeitalters» soll laut Verlagswerbung eins der meistgelesenen deutschen Wochenmagazine ihn genannt haben. Nicht dass die grossen Linien die er aufzeigt sehr überraschend oder gar sperrig zu nennen wären; und die Menge an Details die ganze Monumentalität seines Werks erschlagend wie «Das Kapital» verdankt sich vorderhand auch nur grosskompilatorischem Fleiss. Aber dieser Fleiss füllt zum einen die sonst bis zum Überdruss bekannten Leerformeln mit Inhalt. Wer spräche heute nicht leicht und gern von «Globalisierung» Und wer verwechselte sie nicht ebenso leicht mit der Expansion der Märkte über die ganze Welt Doch eine solche «Weltwirtschaft also eine Wirtschaft in der die Kapitalakkumulation unter Einbeziehung der ganzen Welt erfolgt existierte im Westen wenigstens seit dem 16. Jahrhundert wie uns Fernand Braudel und Immanuel Wallerstein gelehrt haben. Eine globale Wirtschaft ist etwas anderes» so definiert Castells«Es ist eine Wirtschaft mit der Fähigkeit in Echtzeit als planetarische Einheit zu funktionieren.» Die Märkte heute sind weltweit «integrierte» FinanzmärkteTransaktionen in Höhe von Milliarden von Dollars «werden in den elektronischen Schaltkreisen auf dem ganzen Globus innerhalb von Sekunden abgewickelt». Das erst berechtigt die Wirtschaft im Informationszeitalter «global» zu nennen; das erst macht die globale Wirtschaft zu einer «historisch neuen Realität». Kleingedrucktes Zum anderen zeugt die Materialfülle mit der Castells seine Thesen unterfüttert von streckenweise gewiss ermüdender wohl nicht zuletzt deshalb aber selten gewordener Gewissenhaftigkeit. Dass heutzutage alles mit allem in Echtzeit zusammenhängt wer hätte das nicht gewusst «Netzwerke bilden die neue soziale Morphologie unserer Gesellschaften und die Verbreitung der Vernetzungslogik verändert die Funktionsweise und die Ergebnisse von Prozessen der Produktion Erfahrung Macht und Kultur wesentlich.» Niemand der diese Präambel des heutigen Gesellschaftsvertrags nicht unterschreiben würde. Castells jedoch hat sich die Mühe gemacht auch das Kleingedruckte zu studieren. Punkt für Punkt geht er die Fälle durch in denen die Vernetzungslogik schon konkrete Gestalt angenommen hat die Aktienmärkte Ministerräte Strassenbanden Drogenkartelle Fernsehsysteme Multimedia-Unternehmen und Genlabors ebenso wie das Netz schlechthindas Internet das schliesslich die «materielle Basis» dafür bereitstellt «dass diese Form auf die gesamte gesellschaftliche Struktur ausgreift und sie durchdringt». In allen diesen Fällen bestätigt sich dass die Dynamik der Vernetzung nicht allein aus den Anschlüssen die hergestellt werden sondern auch aus der Kluft zu jenen die ausgeschlossen bleiben resultiert. Kein Netz ohne Löcher. Eben deshalb regiert die Logik des Netzes uneingeschränkt. Man darf nur die Ausschliessungsmechanismen nicht als ihr Gegenteil sondern muss sie als Teil derselben begreifen. Dann wird auch deutlich dass der Prozess der Globalisierung und eine vormals ungeahnte Blüte «kommunaler Landschaften» nur scheinbar im Widerspruch zueinander stehen. In der Netzwerkgesellschaft gewinnt die «Macht der Ströme» wie Castells pointiert «Vorrang gegenüber den Strömen der Macht». Dadurch verlieren die Institutionen die «einstmals die Zivilgesellschaft der Industrieära ausgemacht haben» der Staat die Kirchen Parteien Gewerkschaften an Relevanz. Die «globalen Eliten die den Raum der Ströme bevölkern» spotten dieser früheren «legitimierenden Identitäten» auf der Siegerseite von Reichtum Macht und Information ebenso wie die Verlierer die auf ihr Ausgeschlossensein durch den «Ausschluss der Ausschliessenden» reagieren. Es sind «Widerstands-Identitäten» die so entstehen. Nach Castells bestimmen vor allem sie die aktuelle Lage und wenn er neben den Kämpfen um territoriale Identität neben Umweltschützern Feministinnen und wieder erwachten Familiensehnsüchten auch die Konjunktur nationalistischer und fundamentalistischer Bewegungen als Beispiele analysiert kann er sich heute wohl noch grösserer Aufmerksamkeit als beim Erscheinen des Originals gewiss sein. Der neue Nationalismus mobilisiert ein Zugehörigkeitsgefühl zu «Nationen jenseits des Staates». Das macht seine aktuelle Gefährlichkeit aus; sein Widerstandspotenzial und zugleich seine Fähigkeit ins Zeitalter der Globalisierung zu passen. Ähnlich mahnt Castells ist der islamische Fundamentalismus «keine traditionalistische Bewegung» sondern «in Wirklichkeit hypermodern». Wenn man denn schon einen Feind in ihm sehen soll täte man also gut daran wie bereits Carl Schmitt empfahl zu erkennen wie sehr die Bedrohung die von ihm ausgeht vorab «die eigene Frage als Gestalt» vor Augen führt. Die Gegenwart insgesamt kennzeichnet ein Mangel an «Projektidentitäten» wie Castells die Formierung neuer zivilgesellschaftlicher Einheiten nennt. Kann sein dass sie sich irgendwann aus den derzeitigen Widerstandsformen herausbilden werden. Aber hier mag sich Castells noch nicht so recht festlegen. «Nichts besagt neue Identitäten müssten auftauchen neue soziale Bewegungen müssten die Gesellschaft neu erschaffen und neue Institutionen würden wieder aufgebaut hin auf die lendemains qui chantent.» Bis auf weiteres herrscht der «Gegensatz zwischen nicht identifizierten Strömen samt ihren Nutzniessern und gegeneinander abgeschlossenen Identitäten». Verwüstung also hier wie dort. Und die insistierende Wahrheit dass das kein Wunder ist. Denn natürlich«Die Macht regiert noch immer die Gesellschaft; sie prägt und beherrscht uns noch immer.» So sehr sie sich auch in vielerlei Hinsicht geändert hat scheint sie in anderer Hinsicht doch immer ganz die Alte zu bleiben. Bernhard Dotzler Perlentaucher.de Buchnotiz zu Die Tageszeitung 20.11.2001 Für den Leser dieses Bandes "tut sich ein neuer Kontinent auf" schreibt Rezensent Robert Misik. Der Autor bietet seiner Ansicht nach auf 632 Seiten eine "brillante Synthese" der Umwälzungen die durch das Internet entstanden sind. Die Welt entwickelt sich anders als früher lehre CastellsSie lasse sich nicht mehr nach "industrialisierter Welt" und "Entwicklungsländern" unterscheiden - jetzt gehe es um "online oder offline". Es sei eine "regelrechte Netzwerkmentalität" entstanden übermittelt der Rezensent von der ebenso Großkonzerne wie Globalisierungsgegner profitierten. Auch warnende Hinweise hat Misik dem Werk entnommenDie neue Technik ist "noch lange nicht" neutral nur weil unterschiedlichste Interessenten sie nutzen könnten. Castells belege seine Ausführungen mit einer Fülle von Zahlen Daten und Statistiken ohne banal zu werden. So gelinge es ihm die Gegenwart "auf neuartige Weise" einzufangen lobt der Rezensent. Das Informationszeitalter Bd.2 Die Macht der Identität Das Informationszeitalter Wirtschaft. Gesellschaft. Kultur. Bd. 1 Der Aufstieg der Netzwerkgesellschaft Manuel Castells Informationsverarbeitung Kommunikation Informationstechnologie Unesco US Agency for International Development Die Ära der Information Manuel Castells' monumentale Analyse Wie in der Vergangenheit die erste und zweite industrielle Revolution so erweist sich gegenwärtig die informationstechnologische Revolution als allumfassend. Zu sehr durchdringen die Veränderungen der Informationsverarbeitung und der Kommunikation sämtliche Lebensbereiche als dass sie neutral heissen könnten. Zudem betreffen sie zwar alles und jeden nur nicht wenn es um die Segnungen geht die die neuen Technologien angeblich mit sich bringen. Das Gefälle zwischen Armen und Reichen hat sich nur noch einmal vergrössert hinzugekommen ist der Riss zwischen den information rich und den information poor. «Wir beobachten» schreibt Manuel Castells «zeitgleich nebeneinander das Entfesseln der gewaltigen Produktivkräfte der informationellen Revolution und die Konsolidierung schwarzer Löcher menschlichen Elends innerhalb der globalen Wirtschaft sei es in Burkina Faso in den South Bronx in Kamagasaki in Chiapas oder in La Courneuve.» Wahrlich also die Wüste wächst und das nicht auf Grund vorübergehender Mängel sondern gemäss der ureigensten Logik des Systems. Wie autonom so Castells «schalten die globalen Netzwerke des instrumentellen Austauschs Individuen Gruppen Regionen und sogar ganze Länder an und ab je nach ihrer Bedeutung für die Erfüllung der Ziele die in dem jeweiligen Netzwerk in einem nicht abreissenden Strom strategischer Entscheidungen verfolgt werden». Dennoch ja vielleicht umso mehr soll ihre Entwicklung als Gegenstand «der Forschung und nicht des Schicksals» zu begreifen sein jedenfalls soweit es um den «Bereich bewussten sozialen Handelns und die komplexe Matrix der Interaktion zwischen den technologischen Mächten die unsere Spezies entfesselt hat und der Spezies selber» geht um Soziologie also um Politik. Illustre Figur Es ist die alte spätestens seit Marx insistierende Frage die sich wie einst an die Industriegesellschaft nun also an die «Netzwerkgesellschaft» richtet nämlich die Frage nach den Möglichkeiten der Partizipation an den Mächten die die Geschicke der Menschheit bestimmen. Und Manuel Castells scheint wie prädestiniert diese Frage zu stellen. Vor der Diktatur Francos aus seiner Heimat Katalonien geflohen forschte und lehrte er zunächst in Nanterre und Paris just ab Ende der sechziger Jahre als die Theorie auf die Strasse ging. 1979 dann wechselte er an die traditionell als «links» geltende Universität Berkeley wo er seitdem als Professor für Soziologie und Stadt- und Regionalplanung firmiert. Daneben war er aber auch als Berater in unmittelbarer Politiknähe tätig so für die Unesco und die US Agency for International Development für die Regierungen Brasiliens Chiles Ecuadors Frankreichs Mexikos Portugals und Spaniens für die Europäische Union für die Volksrepublik China und für Boris Jelzin während dessen erster Amtsperiode. Castells ist also durchaus eine illustre Figur mit Zugang zu den Hebeln der Macht und gewiss hat es auch damit zu tun wenn sein dreibändiges Opus magnum «Das Informationszeitalter» ein erstaunlich hohes Interesse ausgelöst hat«auf der ganzen Welt» wie er selber konstatiert und «nicht nur in Hochschulkreisen sondern auch in den Medien und bei den Menschen generell». Das englische Original erschien von 1996 bis 1998; die deutschsprachige Ausgabe ist soeben bei Band II angelangt. Dabei handelt es sich um mehr als eine blosse Übersetzung. Vielmehr hat der Autor noch einmal Hand angelegt um seine Analysen fast bis zur letzten Minute vor der Jahrtausendwende zu aktualisieren. Insbesondere die jüngsten Entwicklungen auf dem Gebiet der Biotechnologie haben auf diese Weise noch Eingang gefunden. Auch sie tragen ja inzwischen das Moment einer «wachsenden materiellen ebenso wie methodologischen Verflechtung zwischen der biologischen und der mikroelektronischen Revolution» offen vor sich her. Entsprechend ist diese Beobachtung an sich nicht unbedingt originell zu nennen und so die Thematik überhaupt. Das Buch könnte man sagen ist dennoch besser als der Ruf der dem Autor vorauseilt«Guru des Informationszeitalters» soll laut Verlagswerbung eins der meistgelesenen deutschen Wochenmagazine ihn genannt haben. Nicht dass die grossen Linien die er aufzeigt sehr überraschend oder gar sperrig zu nennen wären; und die Menge an Details die ganze Monumentalität seines Werks erschlagend wie «Das Kapital» verdankt sich vorderhand auch nur grosskompilatorischem Fleiss. Aber dieser Fleiss füllt zum einen die sonst bis zum Überdruss bekannten Leerformeln mit Inhalt. Wer spräche heute nicht leicht und gern von «Globalisierung» Und wer verwechselte sie nicht ebenso leicht mit der Expansion der Märkte über die ganze Welt Doch eine solche «Weltwirtschaft also eine Wirtschaft in der die Kapitalakkumulation unter Einbeziehung der ganzen Welt erfolgt existierte im Westen wenigstens seit dem 16. Jahrhundert wie uns Fernand Braudel und Immanuel Wallerstein gelehrt haben. Eine globale Wirtschaft ist etwas anderes» so definiert Castells«Es ist eine Wirtschaft mit der Fähigkeit in Echtzeit als planetarische Einheit zu funktionieren.» Die Märkte heute sind weltweit «integrierte» FinanzmärkteTransaktionen in Höhe von Milliarden von Dollars «werden in den elektronischen Schaltkreisen auf dem ganzen Globus innerhalb von Sekunden abgewickelt». Das erst berechtigt die Wirtschaft im Informationszeitalter «global» zu nennen; das erst macht die globale Wirtschaft zu einer «historisch neuen Realität». Kleingedrucktes Zum anderen zeugt die Materialfülle mit der Castells seine Thesen unterfüttert von streckenweise gewiss ermüdender wohl nicht zuletzt deshalb aber selten gewordener Gewissenhaftigkeit. Dass heutzutage alles mit allem in Echtzeit zusammenhängt wer hätte das nicht gewusst «Netzwerke bilden die neue soziale Morphologie unserer Gesellschaften und die Verbreitung der Vernetzungslogik verändert die Funktionsweise und die Ergebnisse von Prozessen der Produktion Erfahrung Macht und Kultur wesentlich.» Niemand der diese Präambel des heutigen Gesellschaftsvertrags nicht unterschreiben würde. Castells jedoch hat sich die Mühe gemacht auch das Kleingedruckte zu studieren. Punkt für Punkt geht er die Fälle durch in denen die Vernetzungslogik schon konkrete Gestalt angenommen hat die Aktienmärkte Ministerräte Strassenbanden Drogenkartelle Fernsehsysteme Multimedia-Unternehmen und Genlabors ebenso wie das Netz schlechthindas Internet das schliesslich die «materielle Basis» dafür bereitstellt «dass diese Form auf die gesamte gesellschaftliche Struktur ausgreift und sie durchdringt». In allen diesen Fällen bestätigt sich dass die Dynamik der Vernetzung nicht allein aus den Anschlüssen die hergestellt werden sondern auch aus der Kluft zu jenen die ausgeschlossen bleiben resultiert. Kein Netz ohne Löcher. Eben deshalb regiert die Logik des Netzes uneingeschränkt. Man darf nur die Ausschliessungsmechanismen nicht als ihr Gegenteil sondern muss sie als Teil derselben begreifen. Dann wird auch deutlich dass der Prozess der Globalisierung und eine vormals ungeahnte Blüte «kommunaler Landschaften» nur scheinbar im Widerspruch zueinander stehen. In der Netzwerkgesellschaft gewinnt die «Macht der Ströme» wie Castells pointiert «Vorrang gegenüber den Strömen der Macht». Dadurch verlieren die Institutionen die «einstmals die Zivilgesellschaft der Industrieära ausgemacht haben» der Staat die Kirchen Parteien Gewerkschaften an Relevanz. Die «globalen Eliten die den Raum der Ströme bevölkern» spotten dieser früheren «legitimierenden Identitäten» auf der Siegerseite von Reichtum Macht und Information ebenso wie die Verlierer die auf ihr Ausgeschlossensein durch den «Ausschluss der Ausschliessenden» reagieren. Es sind «Widerstands-Identitäten» die so entstehen. Nach Castells bestimmen vor allem sie die aktuelle Lage und wenn er neben den Kämpfen um territoriale Identität neben Umweltschützern Feministinnen und wieder erwachten Familiensehnsüchten auch die Konjunktur nationalistischer und fundamentalistischer Bewegungen als Beispiele analysiert kann er sich heute wohl noch grösserer Aufmerksamkeit als beim Erscheinen des Originals gewiss sein. Der neue Nationalismus mobilisiert ein Zugehörigkeitsgefühl zu «Nationen jenseits des Staates». Das macht seine aktuelle Gefährlichkeit aus; sein Widerstandspotenzial und zugleich seine Fähigkeit ins Zeitalter der Globalisierung zu passen. Ähnlich mahnt Castells ist der islamische Fundamentalismus «keine traditionalistische Bewegung» sondern «in Wirklichkeit hypermodern». Wenn man denn schon einen Feind in ihm sehen soll täte man also gut daran wie bereits Carl Schmitt empfahl zu erkennen wie sehr die Bedrohung die von ihm ausgeht vorab «die eigene Frage als Gestalt» vor Augen führt. Die Gegenwart insgesamt kennzeichnet ein Mangel an «Projektidentitäten» wie Castells die Formierung neuer zivilgesellschaftlicher Einheiten nennt. Kann sein dass sie sich irgendwann aus den derzeitigen Widerstandsformen herausbilden werden. Aber hier mag sich Castells noch nicht so recht festlegen. «Nichts besagt neue Identitäten müssten auftauchen neue soziale Bewegungen müssten die Gesellschaft neu erschaffen und neue Institutionen würden wieder aufgebaut hin auf die lendemains qui chantent.» Bis auf weiteres herrscht der «Gegensatz zwischen nicht identifizierten Strömen samt ihren Nutzniessern und gegeneinander abgeschlossenen Identitäten». Verwüstung also hier wie dort. Und die insistierende Wahrheit dass das kein Wunder ist. Denn natürlich«Die Macht regiert noch immer die Gesellschaft; sie prägt und beherrscht uns noch immer.» So sehr sie sich auch in vielerlei Hinsicht geändert hat scheint sie in anderer Hinsicht doch immer ganz die Alte zu bleiben. Bernhard Dotzler Perlentaucher.de Buchnotiz zu Die Tageszeitung 20.11.2001 Für den Leser dieses Bandes "tut sich ein neuer Kontinent auf" schreibt Rezensent Robert Misik. Der Autor bietet seiner Ansicht nach auf 632 Seiten eine "brillante Synthese" der Umwälzungen die durch das Internet entstanden sind. Die Welt entwickelt sich anders als früher lehre CastellsSie lasse sich nicht mehr nach "industrialisierter Welt" und "Entwicklungsländern" unterscheiden - jetzt gehe es um "online oder offline". Es sei eine "regelrechte Netzwerkmentalität" entstanden übermittelt der Rezensent von der ebenso Großkonzerne wie Globalisierungsgegner profitierten. Auch warnende Hinweise hat Misik dem Werk entnommenDie neue Technik ist "noch lange nicht" neutral nur weil unterschiedlichste Interessenten sie nutzen könnten. Castells belege seine Ausführungen mit einer Fülle von Zahlen Daten und Statistiken ohne banal zu werden. So gelinge es ihm die Gegenwart "auf neuartige Weise" einzufangen lobt der Rezensent. Das Informationszeitalter Bd.2 Die Macht der Identität Das Informationszeitalter Wirtschaft. Gesellschaft. Kultur. Bd. 1 Der Aufstieg der Netzwerkgesellschaft Manuel Castells Vs Verlag hardcover
1983Best.-Nr. BN1951Vsa Verlag 1983. 1983. Hardcover. 21 x 14 x 2 cm. Das Buch ist ein Standardtext marxistischer Analysen zur Stadtentwicklung. Thema ist die Analyse des Zusammenhanges zwischen kapitalistischer Entwicklung und Ver-städterungsprozeß und eine kritische Auseinandersetzung mit den bürgerlichen Stadttheorien. Castells legt dar daß es sich bei der Beschäftigung mit städtischen Problemen nicht um Erscheinungen handelt die vorüberge-hend in den Mittelpunkt des Interesses gerückt sind sondern die stets fortschreitende Unterwerfung der räumlichen Strukturen unter die Bedingungen monopolistischer Verwertung eine Bewegung städtischer Abwehrkämpfe hervorgerufen hat die in allen industrialisierten Ländern zu immer größerer Bedeutung heranwächst." "Das Buch ist ein Standardtext marxistischer Analysen zur Stadtentwicklung. Thema ist die Analyse des Zusammenhanges zwischen kapitalistischer Entwicklung und Ver-städterungsprozeß und eine kritische Auseinandersetzung mit den bürgerlichen Stadttheorien. Castells legt dar daß es sich bei der Beschäftigung mit städtischen Problemen nicht um Erscheinungen handelt die vorüberge-hend in den Mittelpunkt des Interesses gerückt sind sondern die stets fortschreitende Unterwerfung der räumlichen Strukturen unter die Bedingungen monopolistischer Verwertung eine Bewegung städtischer Abwehrkämpfe hervorgerufen hat die in allen industrialisierten Ländern zu immer größerer Bedeutung heranwächst." Vsa Verlag hardcover