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ref. EN-141o.J. Feder in Schwarz und Aquarell in Rot, auf chamoisfarbenem Velin, monogrammiert, bezeichnet und datiert ?peag / Berlin (19)30?, auf Karton montiert, dort betitelt, bezeichnet und datiert ?Café Lunte? / Orig. Zchg. / Berlin 1930? sowie signiert ?Peter-Anton Gekle.? - Dargestellt ist der Blick in das legendäre Café Lunte, dem Treffpunkt der Berliner Bohème der 1920er bis 1930er Jahre in der Eislebener Straße 11, an der Wand der dadaistische Spruch ?Anti chianti Chianti-Christ!?. - Die Eislebener Straße in Charlottenburg wurde ab 1893 angelegt und nach der Stadt Eisleben benannt, dem Geburts- und Sterbeort Martin Luthers. Sie ist nur 270 Meter lang und stellt eine der Verbindungsstraßen zwischen der Rankestraße und der Nürnberger Straße dar. Schon Anfang des 20. Jahrhunderts war die ?Eislebener? eine gutbürgerliche Adresse. Wie viele andere der umliegenden Straßen war auch die Eislebener Straße in den 1920er und frühen 1930er Jahren geprägt von der künstlerischen Bohème. In einem ehemaligen Zigarrenladen in der Eislebener Straße 11 residierte das kleine Café ?Die Lunte?. Man nannte sie ?wohl die verruchteste, billigste der Künstlerkneipen?, der renommierte Fotograf Umbo (d.i. Otto Umbehr, 1902-1980) fotografierte hier.
ref. EN-144o.J. Kohle, auf Bütten mit Wasserzeichen: MICHALLET FRANCE, mit Bleistift signiert und datiert ?George Grosz / 1937?. Blattgröße 63,2:48,1 cm. Zu den Rändern hin leicht fleckig. - Provenienz: Villa Grisebach, Berlin, A 254, Lot 1197, November 2015; Privatsammlung, Hessen.
ref. EN-146o.J. Lithographie, 1922, auf chamoisfarbenem Velin mit Wasserzeichen: Johann Wilhelm, mit Bleistift bezeichnet ?1. Druck?, signiert, datiert und bezeichnet ?Erich Heckel 22 / Probe?. Darstellungsgröße 49:38,3 cm, Blattgröße 64,5:50,2 cm. - Von großer Seltenheit! Eines von drei bekannten Exemplaren des ersten Zustandes. - Provenienz: Sammlung Hermann Gerlinger, Würzburg, Lugt 6032. - Literatur: Annemarie und Wolf-Dieter Dube, Erich Heckel: Das graphische Werk, Bd. 2: Radierungen, Lithographien, New York 1965, WVZ-Nr. L 270 I a (von III b); Renate Ebner, Andreas Gabelmann, Erich Heckel. Werkverzeichnis der Druckgraphik, Bd. 2: 1914-1968, München 2021, WVZ-Nr. 784 L I a (von III b); Heinz Spielmann (Hrsg.), Die Maler der Brücke. Sammlung Hermann Gerlinger, Stuttgart 1995, S. 312, SHG-Nr. 480 (m. Abb.); Hermann Gerlinger, Katja Schneider (Hrsg.), Die Maler der Brücke. Bestandskatalog Sammlung Hermann Gerlinger, Halle/Saale 2005, S. 222, SHG-Nr. 502 (Abb. S. 223). - Austellungen: Schleswig-Holsteinisches Landesmuseum, Schloss Gottorf, Schleswig (Dauerleihgabe aus der Sammlung Hermann Gerlinger, 1995-2001); Kunstmuseum Moritzburg, Halle an der Saale (Dauerleihgabe aus der Sammlung Hermann Gerlinger, 2001-2017); Buchheim Museum, Bernried (Dauerleihgabe aus der Sammlung Hermann Gerlinger, 2017-2022); Erich Heckel, Einfühlung und Ausdruck, Buchheim Museum, Bernried, 2020/2021, (Abb. S. 292). [2 Warenabbildungen]