627 resultados
1824ref. 166494London: Josiah Taylor 1824. First Taylor edition of Theophrastus' timeless gallery of personality traits translated into English and beautifully illustrated with caricatures. The English translation is followed by the Greek text and notes. Taylor 1787-1865 was a philosophical and historical writer artist and inventor. Born into a family of engravers he initially followed this trade before turning to literature. This edition was welcomed with enthusiastic reviews the Literary Chronicle highlighting that "The sketches are bold and spirited full of character; there is scarcely an extraneous or unnecessary line in their whole engraving". This copy was bound for Sotheran's in London for Joseph Cockfield Dimsdale 1849-1912 with his gilt monogram stamp on the front cover. Dimsdale was a British banker and Conservative politician who served as Lord Mayor of London from 1901 to 1902. Quarto 270 x 193 mm. With 50 mounted wood-engraved illustrations. Late 19th-century green morocco over bevelled boards spine with raised bands gilt lettering in compartments monogram stamp "D" surmounted by a griffin's head and motto "quod Deus vult fiet" of Joseph Cockfield Dimsdale 1849-1912 on front cover marbled endpapers edges gilt. Spine and extremities faded to brown a few spots of wear at extremities front joint partly cracked short splits at rear joint ends and inner hinges but firm a little peripheral skinning to endpapers from adhesion margins of rear blanks toned occasional spot of foxing to contents otherwise clean. A very good wide-margined copy. hardcover
1589ref. 676841589. Conraf Waldkirch 1589-1599 4° mit 10 sich wiederholenden Portraits und Textholuschnitte im letzten Teil Astrologica. 5 geprägte Schweinsledereinbände d.Zt.; vereinzelt Wurmlöcher ohne Textverlust sehr geines Exemplar. Erster bis Zehender Theil der Bücher und Schrifften. Jetzt auffs new auß den Originalien und Theophrasti eigner Handschrifft an tag geben: durch Joh. Huserum. 10 Teile und die Appendices zu Teilen V und X letzterer in 2 Teilen in 5 Bänden. Mit 12 ganzseitigen wiederholten Porträtholzschnitten des Autors mehrfach wiederholten Wappenholzschnitten Druckermarken und 62 Textholzschnitten im Appendix zu Teil X. Titel in Rot und Schwarz. Reich blindgeprägtes Schweinsleder der Zeit Basel Conrad Waldkirch 1589-1591. Seltene erste deutsche Gesamtausgabe der Werke des Theophrast Bombast von Hohenheim genannt Paracelsus 1493-1541 die sog. "Huser'sche Quartausgabe" in der zahlreiche Schriften zum ersten Mal im Druck erschienen und deren Text für alle späteren Ausgaben maßgeblich wurde. Sie kam mit Unterstützung des Kurfürsten und Kölner Erzbischofs Ernst Prinz von Bayern zustande und wurde von dem Paracelsisten Johann Huser 1545-1600 Arzt aus Waldkirch im Breisgau und kurfürstlich-kölnischem Rat herausgegeben vgl. Hirsch-Hübotter III 350. "Wenn man ohne Voreingenommenheit diese Huser'schen Darlegungen über die bei der Sammelausgabe angewendeten Grundsätze und Massnahmen überblickt so kann man ihm die Anerkennung nicht versagen dass er mit Umsichte und Gründlichkeit an die Lösung seiner Aufgabe gegangen ist" Sudhoff S. 374. Die Ausgabe gliedert sich in medizinische Werke Teile I-VI dann die "Bücher in welchen fürnemlich die Kräfft Tugenden und Eigenschafften Natürlicher dingen auch derselben Bereitdungen betreffend die Artzeney beschriben werden neben eingemischten sachen zur Alchemey dienstlich" Teil VII. Es folgen die philosophischen Schriften Teile VIII-X. Der 5. Teil enthält ein Sudhoff unbekannt gebliebenes Sonderblatt eine "Schedula" zu S. 290 sowie einen 228 Seiten und 21 umfassenden Appendix. Mit der häufig fehlenden Foliotafel im 10. Teil zu S. 68 ferner dem Appendix und einem zweiten Anhang mit dem "Fasciculus Prognosticationum Astrologicarum". Zum Appendix gehören auch die Textfiguren und Holzschnitte davon 30 zur "Auslegung der Magisten Figuren im Carthäuser Kloster zu Nürnberg" und 32 "Figurae Magicae Theophrasti" zur "Prognostication auf XXIIII Jahr zukünfftig". Das vorliegende Exemplar enthält alle erschienenen Teile bis auf den Appendix zu Teil VIII jedoch die Appendices zu Teilen V und vor allem X mit dem genannten "Fasciculus prognosticationum astrologicarum". Kollation: Band I Teil I: 10 Bl. 426 S. 1 Bl.; Teil II: 342 S. 1 w. 28 Bl.; Teil III: 4 Bl. 420 S. 51 Bl.; Teil IV: 417 S. 53 Bl.; Teil V: 4 Bl. 332 S. 48 Bl.; 228 S. 21 Bl.; Teil VI: 4 Bl. 440 S. 12 Bl.; Teil VII: 6 Bl. 439 S. 4 Bl.; Teil VIII: 6 Bl. 363 S. 4 Bl. ohne S. 365-428 Appendix zu VIII; Teil IX: 4 Bl. 459 S. 4 Bl.; Teil X: 4 Bl. 491 S.; 275 S. 4 Bl. letztes weiß 106 S. 1 Bl. VD16 P 365 367 369 371 373 375-379. Mook 154-163. Sudhoff 216-225 220a und 225a. Hirsch-Hübotter IV 499. Garrison-Morton 57 Anm. Durling 3514 unvollständig. - Nicht bei Osler Wellcome Waller. Not in Neville Historical Library; not in Maggs 520 and Ferguson; Durling 3514 imperfect; Heirs of Hippocrates only later complete editions not in Osler Wellcome Waller. unknown
1562ref. 676901562. Franckfurt am Mayn bey Weygand Han und Georg Raben 1562. 4º. 3 Teile in 1 Band: Teil: 12 115 Bl.; Teil: 12 129 1 Bl.; Mühlhausen im oberen Elsaß durch Peter Schmid 1562. 4º. 32 Bl. Schweinsledereinband d.Zt. mit Schliessen. Paracelsus Theophrastus Philippus Aureolus Bombastus von Hohenheim. Erster - dritter Theil der grossen Wundartzney deß weitberhümpten bewerten vnd erfahrnen Theophrasti Paracelsi von Hohenheim der Leib vnd Wundartzney Doctoris. & Angebunden: Baderbüchlin. Sechs köstliche Tractat armen und reychen nutzlich und notwendig von wasserbädern . Mit fleyß und müe Doctor Adams von Bodenstein zu einem guten neuwen Jar publicirt. Die "Grosse Wundartzney" gehört zu den einflussreichsten chirurgischen Schriften der frühen Neuzeit und markiert einen Wendepunkt in der praktischen Wundbehandlung in der Ablehnung scholastischer Autoritäten und in der Hinwendung zu einer erfahrungsbasierten am Krankenbett gewonnenen Chirurgie. Der Frankfurter Druck von 1562 bietet in drei Teilen Paracelsus' Lehre von Wunden Schussverletzungen Brandwunden Knochenbrüchen Geschwülsten und anderen chirurgischen Erkrankungen dazu die ausführliche Abhandlung zur "Frantzosischen Kranckheit" Syphilis. Bei der vorliegenden Ausgabe handelt es sich um einen Nachdruck der zweibändigen "Grossen Wundartzney" nach der Augsburger Ausgabe von 1537. Den dritten Teil bildet die Schrift "Von der frantzosischen Kranckheit"; hierfür nutzten Weygand Han und Georg Raben den Nachdruck von 1553 als Vorlage und übernahmen Dessen Druckbogen aus dem Nachlass des Frankfurter Druckers Heinrich Gulfferich für einen Teil der Auflage sogar unverändert. Das angebundene "Baderbüchlin" in der Bearbeitung durch Adam von Bodenstein ist eine eigenständige sehr seltene Publikation über Wasser und Mineralbäder die Paracelsus' balneologische Vorstellungen popularisiert. In sechs "köstlichen Traktaten" richtet sich die Schrift ausdrücklich an "arme und reiche" um den Nutzen der Bäder für Prävention und Therapie verschiedenster Leiden darzulegen. Der Druck bei Peter Schmid in Mühlhausen im oberen Elsass ebenfalls 1562 steht in enger zeitlicher und inhaltlicher Nachbarschaft zur Wundartzney und ergänzt diese ideal um den Bereich der Badetherapie. Die Kombination von vollständiger Frankfurter Wundartzney alle drei Teile und dem zeitgleichen Mühlhauser Baderbüchlin in einem prachtvollen zeitgenössischen Schweinsledereinband mit Schnallen ist äußerst selten. VD16 P 458 Wundartzney; VD16 P 413 Baderbüchlin. Sudhoff Bibliographia Paracelsica Nr. 45 Baderbüchlin und Nr.49-51 Wundtarzney. Ferguson Bibliographia Paracelsica. Schubert Paracelsus Library Drexel Katalog Nr. 25. Fürberth Bäder-Bibliographie Nr. 37. unknown
1603ref. 197541603. Strassburg Lazarus Zetzner 1603 Folio 12 1127 52; 8 691 32 pp.; Tit. rot/schwarz allegor. Titelbordüre mit Portr. 62 Holzschnitten Pergamenteinband d.Zt.; Papier bedingt gebräunt; sehr gutes Expl. Erste Straßburger Folio-Edition selten wie alle Erstausgaben in deutscher Sprache! Aureoli Philippi Theophrasti Bombasts von Hohenheim Paracelsi . Opera : Bücher und Schrifften/ so viel deren zur Handt gebracht: und vor wenig Jahren/ mit und auß ihren . Originalien collacioniert/ vergliechen/ verbessert / und durch Joannem Huserum Brisgoium in zehen unterschiedliche Theil/ in Truck gegeben jetzund aber von newem in ein Corpus zusammen gebracht gebessert und mit Registern versehen. Argentorati Typis Lazari Zetzneri Anno 1603. Der erster Theil enthält u.a. die grundlegenden medizinisch-theoretischen und naturkundlich-iatrochemischen Schriften: Paramirum Lehre von den fünf Entien der Krankheiten Paragranum Programmschrift zur Reform der Medizin De morbis invisibilibus von den unsichtbaren Krankheitsursachen das Buch von der Gebärung die sogenannten Kärntner Schriften Labyrinthus medicorum errantium Defensiones Chronica Kärnten die Traktate Vom Tartaro / De morbis ex Tartaro die Abhandlung De morbis amentium über Geisteskrankheiten die berühmten Bergkrankheiten drei Bücher De morbis fossorum metallicorum den Kommentar zu den Aphorismen des Hippokrates sowie zentrale iatrochemische Hauptwerke: die Archidoxis erster Teil De natura rerum neun Bücher De praeparationibus und De tinctura physicorum. Der zweite Teil bildet die Fortsetzung und ergänzt den ersten Teil durch die chirurgischen medizinisch-praktischen sowie magisch-astrologischen Schriften. - Enthält u.a. die Große Wundarznei Chirurgia magna und die Kleine Wundarznei Chirurgia minor mit weiteren Chirurgischen Büchern und Schrifften u.a. zu Brüchen Geschwülsten Ulcera Verbrennungen und Harn-/Geschlechtsleiden den Traktat De vita longa über die Lebensverlängerung zusätzliche Pest- und Seuchenschriften De pestilitate sowie die für den Paracelsismus charakteristischen Schriften zur Magia und occulta philosophia zur Geister- Engel- und Dämonenlehre Imagination Besessenheit Exorzismus und zur Astrologia medica Einfluss der Gestirne auf Körper Temperament und Krankheiten daneben mehrere kürzere medizinisch-praktische Traktate als Ergänzung zu den Hauptwerken. "Die Ausgabe beruht vollständig auf der von Johann Huser 1589-1591 in Basel hrsg. Quart - Gesamtausgabe der deutschen Werke des Paracelsus; Zetzner übernimmt deren Textgestalt und Anordnung der Schriften nahezu unverändert im Folioformat." First folio edition in German of the collected works of Paracelsus based on Johann Huser's Basel quarto edition 1589-1591. Paracelsus helped transform medicine by fusing close observation chemistry and theology into a new experience-based healing art. He became one of the most influential and provocative medical thinkers of the sixteenth century. Garrison & Morton No. 3805: "De generatione stultorum" 2: pp.174-182: "Paracelsus was the first to note the coincidence of cretinism and endemic goitre". VD17 12:168467C; VD17 12:168390P; Osler 526; Sudhoff Paracelsus 256 & 257 unknown
2010ref. 1-9707830581Berbera Editores 2010. Paperback. New. 2nd. edition edition. 342 pages. Spanish language. 8.27x5.51x0.79 inches. Berbera Editores paperback
1800ref. 34292ca. 1800. J.Felsing nun. sc. Zwickau bei Gebr. Schumann Kupferpunktierstich 18 x 12 cm auf 266 x 21 cm. Theophrastus Bombast von Hohenheim fälschlich auch Philippus Theophrastus Aureolus Bombastus von Hohenheim genannt vermutlich 1493 oder 1494 in Egg Kanton Schwyz - 24. September 1541 in Salzburg seit 1529 sich Paracelsus nennend war ein Arzt Alchemist Astrologe Mystiker und Philosoph. Paracelsus kritisierte das vorherrschende Lehrgebäude der Humoralpathologie nach Galen und das bloße Buchwissen damaliger medizinischer Gelehrter. Paracelsus hinterließ zahlreiche deutschsprachige Aufzeichnungen und Bücher medizinischen astrologischen philosophischen und theologischen Inhalts die größtenteils erst nach seinem Tod gedruckt wurden. Johann Vonrad Friedrich Felsing 1. März 1766 Gießen - 3. Dezember 1819 in Darmstadt Kupferstecher und Kupferdrucker. unknown
1529ref. 613371529. Vænit Parisiis apud Egidium Gourmoncium Wechel 1529 kl.-8° 16 14 2 343 22 3 pp.; 18 354 24 pp. alter Pergamenteinband; teilweise im oberen Rand zarter Wasserrand; trotz der Mängel ein feines Exemplar. Theophrasti de historia et causis plantarum libri quindecim. Theodoro Gaza interprete. Ejusdem Tabulas duas capita librorum complectentes : quarum unam libris de historia alteram de causis plantarum unàcum vocabulis quibusdam græcorum & latinorum nominum præfixas invenies lector. Theodoro Gaza interprete. & Second and last part: "Theophrasti de causis plantarum libri VI. Theodoro Gaza interprete. Luteciæ ex officina Christiani Wechel. 1529" Very Rare second single edition first published in Tarvisii 1483 and together with Aristotel. Hist. anim. Ventia 1504. "Copies of the complete 1529 edition seem to be quite rare as we have found only three others listed above." Hunt catalogue 1:34-35 entry 26. "This is the earliest work of scientific botany a subject not addressed in any of the writings of Aristotle." Theophrastus "system of botanical classification analogous to the zoological system in Aristotle's Historia animalium maintained its authority until the advent of the microscope in the mid 17th century." Garrison & Morton Theophrastus of Eresos c.370-287 bce "one of Aristotle's greatest students built upon Diodes' work and founded the field of biology known as botany. In his works 'On the Natural History of Plants' and 'On the Origins of Plants' Theophrastus identified and classified over 500 species of plants and explained their medicinal properties. He succeeded Aristotle at the Lyceum and taught there for nearly 35 years. He has often been called "the father of botany" and perhaps deserves the title "the father of pharmacognosy" as well. Remarkably Theophrastus pioneered the concept of drug tolerance observing that the power of a drug taken over a long period diminishes in people who become accustomed to taking them." Bob Zebroski A Brief History of Pharmacy: Humanity's Search for Wellness 2016 Uebersetzung des Theodorus Gaza c.1398-c.1475 "kritisch und wichtig" und hier zum ersten Mal "mit brauchbarem Index der griechischen und lateinischen Namen." Choulant pp.58-59 Garrison & Morton No.81.1 1783 1st. Ed.1483 unknown
ref. 22030Sculp. by W.Ridley n.p. n.d. 22 x 14 cm. Aureolus Theoprastus Bombastus von Hohenheim 1493-1541 M.D. Ferara. Swiss physician and alchemist. Portr. Wellcome Inst. Hist. Med. R.Burgess No.2218.4. unknown
1810ref. 341851810. Legrand - Ambrois Tardieu Direxit ca. 1810 Kupferstich 22 x 15 cm. unknown
1642ref. 664811642. Monogrammist BR J.Th. de Bry Kupferstich aus J.J. Boissard Icones virorum illustrium Frankfurt 1642 Kupferstich 142 x 115 auf 190 x 142 mm; mit kleinem Fleck am Rand feines Blatt. Unter dem Oval in Latein: Hier ist der dem das Geheimnis der großen Welt bekannt war und der sich mit der Kunst des Verstandes den Verstand geben konnte. Die Granatäpfel in den Händen der Faune symbolisieren die verbindung des Bösen mit dem Guten. Philippus Aureolus Theophrastus Rombastus Paracelsus ab Hohenbeim "auch "Helvetius Eremita" genannt war 1491 in einem Hause nahe an der über die Sihl führenden Teufelsbrücke eine Stunde weit von dem berühmten Wallfahrtsorte Maria Einsiedeln Canton Schwyz geboren. Sein Vater der Arzt Wilhelm ab Hohenheim stammte aus der alten und berühmten schwäbischen Adelsfamilie der Bombaste die sich von dem adeligen Schloss Hohenheim dem nachmaligen Esslinger Hof bei dem Dorfe Pfänningen bei Stuttgart "Bombaste von Hohenheim" nannten. 1502 siedelte er mit seinem Vater nach Villach in Kärnten über wo letzterer 1534 starb. Er bezog 1506 die Universität zu Basel gab sich hier besonders chemischen Studien hin lebte längere Zeit bei dem als Alchemist bekannten TRITHEMIUS machte dann grössere Reisen durch Europa hielt sich an verschiedenen Universitäten Studien halber auf und genoss bereits um 1527 wegen seiner Kenntnisse einen solchen Ruf dass er auf des bekannten Kirchenvaters seines Landsmannes Oekolampadius Empfehlung als Nachfolger von COPUS 1527 zum Stadtarzt von Basel ernannt wurde. In dieser Eigenschaft trat er in ebenso abenteuerlicher wie verletzender Weise auf indem er als Zeichen seiner Verachtung der arabischen Medicin alle Werke des AVICENNA auf öffentlichem Markt verbrannte. Noch mehr brachte er seine Collegen gegen sich auf als er es wagte sich der deutschen Sprache zu bedienen. Es kam schliesslich zu völligem Zerwürfniss als er auf das schmutzige geschäftliehe Treiben der im Bunde mit den Apothekern stehenden Aerzte aufmerksam und demselben ein Ende machte. Zuletzt zerfiel er auch noch mit den Behörden; er liess aus Aerger darüber dieselben in Pamphleten angreifen musste aber in Folge dessen heimlich aus Basel entweichen und führte nun ein abenteuerliches Wanderleben das ihn durch den Elsass die Schweiz Deutschland und bis an die entferntesten Punkte Europas selbst bis nach Asien hinein verschlug wobei er von einer grossen Zahl von Schülern begleitet war meistens Vagabunden die nur Stein der Weisen kennen lernen wollten und PARACELSUS für den Besitzer desselben hielten. Allmälig verbreitete sich sein Name und sein Ruhm über ganz Europa. Er wurde 1640 nach Salzburg berufen lebte aber hier nur noch 1 Jahr und starb daselbst 24 Sept. 1541. - PARACELSUS ist jedenfalls für die mystische Richtung der Medicin im 16. Jahrhundert die einflussreichste Persönlichkeit gewesen. Es ist über ihn sehr viel gedacht und geschrieben worden. Von der einen Seite ist er als Reformator Vater der Heilkunde Begründer der neuen Richtung in der Medicin gepriesen und in den Himmel erhoben von der anderen als ein Mystiker Schwärmer Betrüger Trunkenbold Gaukler bezeichnet worden. Dieser Widerspruch löst sich wenn man auf die Quellen zurückgeht aus denen er sich ergeben hat. Nachgewiesenermassen ist der bei Weitem grösste Theil aller Schriften die unter seinem Namen erschienen sind untergeschoben und von den übrigen ist es höchst fraglich wieviel davon ihm angehört und wieviel von seinen Freunden und Feinden hineingearbeitet worden ist. Seine Freunde glaubten seine Lehre gar nicht dunkel genug darstellen zu können und seine Feinde die ihn zu verunglimpfen bestrebt waren scheuten sich nicht in seine Schriften einen Wust von Unsinn hineinzutragen. Selbst die von seinen Gegnern gegen ihn erhobenen Angriffe sind darin als sein eigenes Werk aufgeführt. - Als Quelle des Wissens bezeichnete PARACELSUS die Erfahrung aber nicht die auf dem Wege einer rationellen inductiven Forschung gewonnene Kenntniss sondern das aus der neueren Philosophie geschöpfte aprioristische Wissen; vorzugsweise ist es die Analogie aus der er die Erkenntniss ableitet. Sein System basirt wesentlich auf den Theo- und Kosmosophien der Neuplatoniker in die er eben nur das neuere philosophische Element hineingebracht hat. Die ganze Welt wird von ihm streng pantheistisch aufgefasst. Er unterscheidet 3 Sphären: eine himmlische mit den reinen Intelligenzen und körperfreien Seelen eine astralische Welt mit den seelenlosen Elementargeistern und eine körperliche Welt d. i. die irdische Natur die au beiden genannten Sphären Theil nimmt. In dem Menschen sind nun alle 3 Sphären miteinander verbunden. Er ist der Mikrokosmus in dem Makrokosmus. Alles Geschaffene wird auf ein Magisterium magnum zurückgeführt u.s.w. Die Basis der ganzen körperlichen Welt bilden die 4 Aristotelischen Elemente; diese finden sieh körperlich gedacht in 3 Stoffen wieder die PARACELSUS von seinem chemischen Standpunkte aus sich durch ihre chemischen Eigenschaften von einander unterscheiden lässt. Diese 3 Stoffe sind: l Salz d. i. der Begriff des Festen aller der chemischen Stoffe die durch das Feuer unzerstörbar sind; 2 Quecksilber d. i. der Begriff des Flüssigen das durch Feuer unverändert verflüssigt wird ; 3 Schwefel d. i. der Begriff des Luftigen das durch das Feuer nicht bloss zerstörbar sondern auch gleichzeitig veränderlich ist. Diese 3 Begriffe werden rein symbolisch von PARACELSUS gebraucht für alle Stoffe die sich ebenso in Bezug auf ihr Verhalten dem Feuer gegenüber qualificiren lassen. Das eigentliche Wesen liegt aber nicht in dem Stoffe sondern in dem Geiste in dem ihm eingepflanzten göttlichen Keime in den Kräften die sich aus ihm entfalten; diese werden als Quinta essentia häufig auch als Archaeus als das eigentlich Belebende von ihm bezeichnet. Der Mensch besteht nun indem er an jenen 3 Sphären sich betheiligt aus sieht- und fühlbarem Körper sodann aus einer körperlichen Seele Archaeus der eben die an dem Organismus hervortretenden lebendigen Eigenschaften vermittelt und endlich aus der unsterblichen Seele. In seiner Pathologie unterscheidet er 4 Gruppen von Krankheitsursachen sog. "Entia": 1 Ens deale die göttliche Schickung; 2 Ens astrale Einfluss der Gestirne der sich namentlich als Quelle der pestilenzialischen epidemischen Krankheiten kundgiebt: 3 Ens spirituale archaeus das geistige Element im Menschen das er sich übrigens körperlich vorstellt; endlich 4 das Ens naturale die den ganzen Menschen umgebende körperliche Welt a als Ens alimentorum et veneni und b als Ens seminis die Ursache der angeborenen und hereditären Krankheiten. Jede Krankheit kann nun von einem dieser Entia ihren Ursprung nehmen indem diese eine chemische Einwirkung auf den Organismus hervorbringen auf chemischem Wege Trennungen und neue Verbindungen bilden. Salz Schwefel und Mercur erfahren mannichfache Veränderungen. Die Art wie PARACELSUS nun die einzelnen Krankheitsformen auf die verschiedenen Veränderungen zurückführt ist weiter nichts als ein subtiles Spiel mit Analogieen. - Den Mittelpunkt seiner Lehre bildet die Therapie. Der erkrankte Organismus wird gesund einerseits durch die ihm immanente Kraft die er als Archaeus darstellt die xxxx der griechischen Aerzte und ausserdem durch directe ärztliche Eingriffe und zwar nicht in dem Sinne der alten Medicin Contraria contrariis sondern es muss nach PARACELSUS dieser Gegensatz zwischen Krankheit und Heilmittel in den Ideen liegen. Er sagt z. B. Wassersucht ist im Mikrokosmus Das was Ueberschwemmung im Makrokosmus ist; so wie man nun Ueberschwemmung beseitigt durch Ableitung von Wasser so glaubt er auch durch reichliche Entleerung die übermässige Feuchtigkeit zu entfernen. Die Kolik z. B. vergleicht er mit dem Winde und verlangt Wärme und Trockenheit bei der Behandlung derselben. Atrophieen und Phthisen vergleicht er mit der Austrocknung und empfiehlt die entsprechenden Mittel die der Idee nach direct entgegengesetzt sind u.s.w. Eine zweite Methode der Behandlung ist die durch Arcana d. h. durch Substanzen die durch die in ihnen innewohnende magische Kraft die in dem Organismus wuchernde Abnormität zerstören also die Krankheiten in ihren Wurzeln angreifen. Man muss nach PARACELSUS dahin kommen die Krankheiten nicht nach den anatomisch ergriffenen Theilen sondern nach dem entsprechenden Heilmittel zu benennen. Er unterscheidet also z. B. Morbus terebinthinus helleborinus etc. in der allerneuesten Zeit hat diese Lehre in RADEMACHER wieder ihren Apostel gefunden. PARACELSUS giebt nun auch Vorschriften über die Art die Heilmittel für die einzelnen Krankheiten zu entdecken. Er lehrt dass die Natur selbst auf sie hinweise durch die eigenthümliche Gestaltung Farbe etc. der Pflanzen namentlich aber durch die Aehnlichkeit die diese Stoffe mit gewissen Organen des Körpers haben die auch als Organheilmittel als solche anzusehen seien. Hieraus entwickelte sich die Lehre von den sog. "Signaturen" welche die Pflanzenstoffe tragen und aus denen ein Schluss auf ihre Wirkung als Heilmittel gezogen wurde. Bei denen die solche Signaturen nicht tragen entscheidet lediglich das Experiment. Um nun die Wirkung dieser Arcana festzustellen wurde es nothwendig die Heilmittel genau zu studiren. Auf seine Veranlassung sind denn auch zahlreiche metallische Heilmittel zuerst für den innerlichen Gebrauch in die Therapie eingeführt worden so: Eisenoxyd Mercur Antimon Blei Kupfer Arsen Schwefelpräparate u.s.w. die bis dahin so wenig angewandt worden waren dass als PARACELSUS's Lehre grössere Verbreitung fand von Seiten verschiedener Facultäten dagegen opponirt und sogar die Regierungen veranlasst wurden ein Verbot gegen den innerlichen Gebrauch der metallischen Mittel zu erlassen. Die Paracelsische Lehre führte ausserdem zu einer Darstellung der in der Pflanze vorhandenen Kräfte da nicht die ganze Pflanze heile sondern nur einzelne Stoffe derselben. So entstanden die Tincturen Spirituosen Extracte etc. - PARACELSUS hat seine Schriften deren Zahl sich auf 364 belaufen soll meistens deutsch geschrieben resp. dictirt und im Manuscript verkauft. Viele derselben sind von seinen Anhängern ins Lateinische übersetzt und zum Druck befördert worden. Sie sind mehrfach gesammelt von J. HUSER 10 voll. Basel 1589-91; Frankfurt 1603 3 voll. fol.; Strassb. 1605; von F. PETISCUS : "Opera omnia medico-chemico-chirurgica" 3 voll. fol. Genf 1658; 11 voll. Basel 1575; 12 voll. Frankf. 1603. Als die wichtigsten der echt befundenen nennen wir: "De gradibus et compositionibun receptorum" geschr. 1526 - "Die kleine Chirurgie. Von französischen Blatern Lähme Beulen etc." 1528 bildet den 4. Theil der "Grossen Wundparznei" - "Sieben Bücher von allen offenen Schäden so aus der Natur geboren werden" 1528 3 Thle. der "Grossen Wundarznei"' - "Vom Holtz Guajaco" 1529 - " Von den Imposturen der Aerzte" 1530 - "Opus paramirum ad medicam industriam" 1531 - die beiden ersten Bücher der Grossen Wundarznei '" 1536 u. 37 - "Paragranum" 1538. Die Sprache die PARACELSUS führt ist sehr derb mit oft plumpen Ausdrücken und wo es gilt feindliche Angriffe zu widerlegen sehr auffallend und den guten Geschmack - nach der Sitte der damaligen Zeit - völlig bei Seite setzend. Er hatte eine ganz tüchtige wissenschaftliche Bildung wie sich das auch in seiner Verehrung des HIPPOKRATES kuudgiebt doch war er allerdings im höchsten Grade der mystischen Richtung seiner Zeit verfallen dabei aber vom eigentlichen Aberglauben von allen den Thorheiten der Astrologen und Alchemisten weit entfernt die er selbst sogar lächerlich machte indem er sagte dass jeder Mensch die Dämonen etc. in seinem eigenen Busen trage. Im Publicum fand seine Lehre ausserordentlich vielen Anklang: dagegen hat er eigentliche Schüler nicht gehabt. Er spricht es selbst sehr oft aus dass wenn man Alle zusammenzählt die seine Schüler heissen wollten Hunderte herauskämen aber darunter wären nur 2-3 die ihn verstanden hätten die übrigen seien Lumpen die nur von ihm die angeblichen geheimen Künste hätten lernen wollen." Pagel Hirsch IV pp.482-485 siehe - Biogr. med. VI p. 361; Dict. bist. III p.665 M. B. Lessing PARACELSUS sein Leben und Denken. Berlin 1839 Moll in Württemb. ärztl. Correspondenzbl. 1851 33 Allgem. Deutsch. Biogr. XII p.675 Kat. Diepenbroik 1976; Wellcome 2218/13 unknown
ref. DADAX1138517232New unknown
1632ref. C35028Lugduni Batavorum 1632. Binding slightly rubbed with loose front board. Otherwise clean and tight. 71 1 98 237 2pp. Small octavo 9 x 4 cm. Greek and Latin texts of Theophrastus's Characters with the very seldom seen commentary of Johann Angelius Werdenhagen 1581-1652. Full plain calf. The binding and endpapers are about early nineteenth-century. unknown
ref. 3340Findeis Coburg 1763. 166x2-interleavedindex240pindex. Bound. Half leather. Leather worn. hardcover
ref. 3344MacMillan London 1909. XVI229p. Cloth. Gilt stamped. Head spine slightly worn. Library marks on first pages. hardcover
ref. 3343MacMillan London/Cambridge 1870. XII32880p. Cloth. Back and cover partly discoloured. hardcover
1700ref. 64611London UK: Printed for John Bullord and sold by John Nicholson at the Kings Arms 1700. Two works in one vol. 8vo. 8 363 1; 4 xviii 44 pp. plus 6 pp. publisher’s ads. Contemporary mottled paneled calf raised bands on spine gilt lettering & stamped decoration on spine minor scuffing edgewear slight bumping to a couple corners expert repair to the spine still a VG copy. Second edition in English significantly revised updated and translation improved from the first edition in English which had been largely taken from the 7th French edition of this important work which delivered a biting and often satriical critique of the French nobility under Louis XIV. Bruyere first issued this original expansion of Theophrastus’s work of Essays on the Ethical Characters updating and refining the ancient work into a series of observations on the luxurious lifestyle of nobles in contrast to the gritty and harsh realities of everyday people working men & women and peasantry. The work proved to be wildly popular after publication and within the author’s lifetime earned the original French publisher a profit of 300000 Francs. By this final edition Bruyere’s original work had been expanded to 1120 fragments and 16 thematic sections. See: Wing L105. Printed for John Bullord, and sold by John Nicholson at the Kings Arms, hardcover
ref. 84188London Printed for the Author 1774. VIII 342 46 s. Fint priv. håndb. skinnbd. med ryggdekor i gull. Grønt skinn tittelfelt. . unknown
1617ref. 015348Lyon: Lugduni Lyon : Apud viduam Ant. De Harsy Ad insigne Scuti Coloniensis 1617. Book measures 16.5x12.cm. 16367132pp. Characters. Latin & Greek. Bound in period full calf raised bands. Binding heavily worn top board detached. Internally lacking front endpaper minor loss to margin of title without loss of text inscription on top margin of title. Some minor annotations or underlining annotations heavy to a few pages. Pages in good condition. A good copy. Leather. Good Plus. Small 8vo. Lugduni [Lyon] : Apud viduam Ant. De Harsy, Ad insigne Scuti Coloniensis
ref. A9781258892142Hardback. New. hardcover
ref. B9781853991882Paperback / softback. New. Edited with Introduction Commentary and Index paperback
ref. 225100422X.Gpaperback. Good. Access codes and supplements are not guaranteed with used items. May be an ex-library book. paperback
ref. B9781494124359Hardback. New. hardcover
1758ref. 010498Glasguae : Glasguae : In Aedibus Academicis excudebant Robertus et Andreas Foulis Academiae Typographi 1758. Book measures 16.5x10.5.cm. 132pp Text in Latin and Greek. Bound in original publishers full tree calf with gilt dentelles to board edges marble endpapers. At some time the book has been rebacked retaining part of the original spine. Calf rubbed some scuff wear. Generally a good clean solid binding. Internally pages clean throughout. A nice clean solid copy. . Full Calf. Near Very Good. Small 8vo. Glasguae : In Aedibus Academicis excudebant Robertus et Andreas Foulis Academiae Typographi Hardcover
1688ref. 28099Paris Estienne Michallet Se vend à Bruxelles chez Jean Leonard 1688. Later ca. 1800 cardboardbdg. w. marbled peper. Library-labels on back. Hinges capitals and corners w. traces of use. Occationally brownspotted. 56 226 1 pp. This is the reimpression of the original second edition with the words "Se vend à Bruxelles chez Jean Leonard" on title-page from the same year as the first original edition. "Cette réimpression assez belle a 28 ff. prélim. et 226 pp. de texte plus un f. pour le privilége; l'errata n'y est pas reproduit bien que les corrections qu'il indique n'aient pas été faites dans le texte." Brunet III p.720. This work includes the first French translation of Theophrast's Characters and probably the first translation into any modern language. "Theophraste a eu le grand honneur comme on sait d'être ttraduit au XVIIe siècle par La Bruyère: et c'est pourquoi en France plus que dans tout autre pays en dehors même du cercle des érudits son nom et son opuscule sont populaires." navarre Budé-edition of "Caractères" Paris 1920.Jean de la Bruyère 1639/1644 - 1996 was a very famous French moralist and writer. "C'est au commencement de 1688 que parut la premiere édition des "Caractères de Théophraste traduits du grec ou les Mæurs de ce siècle." L'auteur mettait ses propres observations sur la société moderne sous le patronage d'un ancien." N.B.G. p. 427. The "Characters" gave La Bruyère quite a few enemies and created furor in the learned world. In Denmark Holberg calls him "trivial and simple" Epistle 404. "Mais si en effet la malignité contemporaine applaudissant aux traits satiriques de l'ouvrage a peu contribuer à sa vogue le jugement de la postérité l'a consacré comme un des meilleurs livres de notre langue." N.B.G. p. 427. This work is thus still considered to be one of the greatest French books. Voltaire writes in "Siecle de Louis XIV c. XXXII": "On peut compter parmi les productions d'un genre unique les "Caractères" de La Bruyère. Un style rigide concis nerveaux des expressions pittoresques un usage tout nouveau de la langue mais qui n'en bless pas les règles frappèrent le public". Bruyère's work with the translation really did cause astonishment and had an immense impact on late 17th century Europe and onwards; it created a new litterary genre in Europe and the age of Enlightenment was delighted with the short precise characterisations of people and their customs. For an analysis of the contents and the impact on the time of La Bruyère see Nouvelle Biographie Generelle N.B.G. pp. 426-39. Brunet V:798 III:721 Graesse 4:61. unknown
1993ref. BN496026E. J. Brill Leiden New York Köln. 1993. 1993. Metaphysics. With an Introduction Translation & Commentary by Marlein van Raalte. Metaphysics. With an Introduction Translation & Commentary by Marlein van Raalte. Theophrastus Theophrastos von Eresos E. J. Brill, Leiden, New York, Köln. unknown