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Thomas, Ambroise, composer (1811-1896).
ALS. N. p., 26 July 1892.
Small 4to. 3 pp. on bifolium. To an unnamed president: "Ce frémiot se disait ancien chef de musique de régimemt et se recommandait aussi d'un de nos confrères M. Artus [...] Il a écrit aujourd'hui (je joins ici sa lettre) qu'il vient d'être arrêté et conduit au prison […] comme mendiant à domicile [...] Vous jugerez, d'après sa lettre et les renseignements que je vous donne, ce qu'il convient de faire. Si cet homme est honnête, il serait bien, je crois, de le tirer d'une aussi affreuse situation. Je m'en remets à vos sentiments d'humanité et à votre prudence [...]". - With small restored tear to edge. In old collector's folder.
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Thomson, Cesar, Violinist (1857-1931).
Albumblatt mit eigenh. Namenszug und montiertem Portrait. O. O., 5. XI. 1907.
1 S. Gr.-8vo. Holzschnittportrait im Profil.
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Thümler-Walden, Gustav, Bariton (geb. 1884).
Eigenh. Portraitpostkarte mit U. O. O. u. D.
1 S. Qu.-8vo Beiliegend zwei weitere signierte Portraitpostkarten. An die Schauspielerin Lili Marberg: "Dies freundliche Lächeln auf dem Bild soll Dir sagen, daß ich Dich gern habe [...]". - Die Bildseite mit einem Brustbild en face. - Geboren und ausgebildet in Berlin, wurde Thümler-Walden 1915 mecklenburgisch-streltzscher Kammersänger. - Lili Marberg (1876-1962) gehörte von 1911 bis 1950 dem Wiener Burgtheater an. Seit 1936 auch Ehrenmitglied, spielte sie zunächst in Stücken Wedekinds, Hauptmanns und Ibsens, später vorwiegend Königinnen und mütterliche Frauen und galt weithin als vorzügliche Charakterdarstellerin. Zu ihren Hauptrollen zählten Desdemona, Hedda Gabler und Helena in "Vor Sonnenaufgang". Ihre einzige Filmrolle war die des Fräulein Munk in Walter Reischs "Silhouetten" (1936).
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Tietjens, Therese, Sängerin (1831-1877).
Eigenh. Brief mit U. London, 24. VII. o. J.
1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An Madame Belart: “Entschuldigen Sie daß ich erst jetzt Ihr Schreiben beantworte, ich konnte nicht dazukommen. Es ist hier die Royal Academie welche Sie wahrscheinlich kennen aber außer dem weiß ich von keinem Conservatorium welches gegründet werden sollte. Dies muß wohl ein Irrthum sein [...] Von dem schönen Erfolg, welchen Sie mit Ihren Schülerinnen haben, habe ich gehört und großen Antheil genommen [...]”. - Therese Tietjens debütierte 1848 am Hamburger Stadttheater und sang im Jahr darauf die Titelpartie in Donizettis ‘Lucrezia Borgia’. Nach Engagements in Frankfurt a. M. und an der Hofoper in Wien - wo sie zunächst die Pamina in Mozarts ‘Zauberflöte’ gab - ging sie Ende der 50er Jahre nach London und sang dort u. a. an Her Majesty’s Theatre sowie an der Covent Garden Opera; zudem gastierte sie häufig in den USA, in Spanien, Italien und Frankreich. - Auf Briefpapier mit gepr. Monogramm.
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Tirolensia. - Linder, Anton, Komponist.
Eigenh. Brief mit U. Innsbruck, vor dem 4. X. 1892.
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Musikverleger: "Da ich Ihnen als Componist wol noch nicht bekannt sein dürfte erlaube ich mir Ihnen als Beleg meiner Thätigkeit auf dem Gebiete der Composition einige Proben meiner erst neulich erschienenen op. einzusenden u. Ihnen gleichzeitig einige Chöre u. Quartette zu offeriren [...] Der Lieder Cyclus, den ich Ihnen nun heute offerire enthält: [...] 'Auf unseren ewigen Bergen!' Gesänge aus Tirol für 4 stim[migen] Männergesang [...] op. 105 Auf unseren ewigen Bergen! Chor, Gedicht von Herrn v. Gilm | op. 106 Chor Wandersehnsucht! Chor, Gedicht von Jos. v. Eichendorff [es folgen 6 weitere Titel] [...] Die Lieder haben alle keinen großen Umfang u. sind leicht sangbar im Style der 'Waldeinsamkeit' [...]". - Die Datierung nach einem eh. Eingangsvermerk des Adressaten.
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Titl, Anton Emil, Konzertmeister und Komponist (1802-1878).
"Oestreich. Eine Volkshymne von J. L. Pyrker. In Musik gesetzt von A. Emil Titl". Wien, A. Strauß' Witwe & Sommer, 1843.
Titel und 2 SS. auf Doppelblatt. 4to. "Aufgeführt zur Genesungs-Feier Seiner Kaiserlichen Königlichen Hoheit, des durchlauchtigsten Prinzen und Herrn Erzherzogs Franz Carl, als erhabensten Protectors der Versorgungs-Anstalt für erwachsene Blinde, bei dem am 25. April 1843 in dem k. k. großen Redoutensaale zum Besten der genannten Anstalt veranstalteten großen Concerte". - Anton Emil Titl, bei Gottfried Rieger in Brünn ausgebildet und über Olmütz und Prag nach Wien gekommen, wurde 1840 neben Franz von Suppè Dirigent am Wiener Theater in der Josefstadt; von 1850 bis 70 leitete er das Orchester des Hofburgtheaters. Er "komponierte eine außerordentlich große Anzahl von Schauspielmusiken" (DBE), und "besonders durch seine gefällige Musik zum phantastischen 'Zauberschleier' (nach dem Scribe-Mélesville-Libretto 'Le lac des fées') hatte sich Titl einen jahrelang anhaltenden Erfolg erschrieben, der ihn und seinen Dir. F. Pokorny mancher materiellen Zukunftssorge enthob. Die hier erfolgreiche 'Wandeldekoration' wurde für Richard Wagners 'Parsifal' vorbildlich" (MGG XIII, 434). - Papierbedingt gebräunt und etwas fleckig sowie mit kleineren Läsuren.
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Tosti, Francesco Paolo, singer, composer, and music teacher (1846-1916).
ALS ("F. Paolo Tosti"). Probably London, 25 May (no year).
8vo. 2½ pp. on bifolium. Informing a lady that he is prevented from accepting her invitation for Thursday. - On stationery with embossed address; some spotting. Small label, monogram stamp "LS" and ms. number "189" on reverse of fol. 2.
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[Tchaikovsky, Pyotr Ilyich]. - Artôt-Padilla, Desiree de, singer (1835-1907), Tchaikovsky's fiancée.
Autograph letter signed. N. p., 19 June 1885.
8vo. 3 pp. on bifolium. Thanking an unnamed addressee for sending her a book which she received at the moment of her departure for Prague, and which she thus could read on the train: "Merci de m'avoir aidé à passer agréablement les longues heures de solitude en waggon et croyez qu je vous suis fort obligée [...]". - On stationery with embossed letterhead "Désireé".
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Türk-Rohn, Olga von, Sängerin (1876-1940).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 13. III. 1898.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Beehrt sich, den Stadtrat zu ihrem Liederabend, der “Donnerstag, den 17. im Saale Bösendorfer stattfindet” einzuladen. - Von der Wiener Pädagogin Ida Liebhardt-Baier ausgebildet, war die junge Sängerin am Grazer Theater engagiert und begann nach einem Studium des Liedgesangs bei Gustav Walter in Wien in den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts eine internationale Karriere als Liedersängerin. Sie sang u.a. Solopartien in Oratorien und religiösen Vokalwerken. Bekannt wurde sie mit der Interpretation von Schubert-Liedern. Olga Türk-Rohn, die auch als Gesangspädagogin tätig war, war Ehrenmitglied des Deutschen Sängerbundes. - In altem Sammlungsumschlag.
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Tumler, Franz, Schriftsteller (1912-1998).
Ms. Brief mit eigenh. U. Hagenberg, 20. I. 1948.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag: “Ich bin ziemlich fleißig und immerfort mit Arbeiten beschäftigt, die nun nach und nach zur Reinschrift gedeihen. Vielleicht interessiert es Sie, von dem zu hören, was inzwischen erschienen ist oder demnächst erscheinen wird [...]”. - Seit 1939 als freier Schriftsteller in Hagenberg lebend, verfaßte Tumler unmißverständlich die nationalsozialistische Ideologie vertretende Prosatexte wie ‘Der Soldateneid’ (1939) und ‘Österreich ist ein Land des deutschen Reiches’ (1940). Seit 1941 freiwillig Kriegsdienst bei der Marine leistend, kehrte er 1945 nach kurzer Gefangenschaft nach Hagenberg zurück und lebte seit 1950 abwechselnd in Altmünster am Traunsee und in Berlin. 1967/68 war er Direktor, 1968-70 stellvertretender Direktor der Abteilung Literatur der Berliner Akademie der Künste. Die Integration in den Literaturbetrieb nach 1945 gelang ihm erst mit den Romanen ‘Ein Schloß in Österreich’ (1953) und ‘Der Schritt hinüber’ (1956), “in denen er aktuelle politische Probleme (u. a. Südtirol) und Krisen in den zwischenmenschlichen Beziehungen thematisierte und vor allem den Erzählvorgang reflektierte [...] Durch Bücher wie ‘Aufschreibung aus Trient’ (1965) und ‘Das Land Südtirol’ (1971) wurde Tumler zu einer Integrationsfigur für die junge Generation von Südtiroler Schriftstellern” (DBE).
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Uhl, Alfred, Komponist (1909-1992).
Eigenh. Bildpostkarte mit U. [Wien, Dezember 1961].
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An Josef Wesely mit Wünschen zu Weihnacht. - Nach Studien an der Wiener Musikakademie bei Franz Schmidt lebte der in Wien geborene Musiker bis 1938 als freischaffender Komponist in Zürich, Paris, Berlin, Amsterdam und Istanbul und trat hauptsächlich mit Filmmusik hervor (u. a. zu Willi Forsts "Wien, du Stadt meiner Träume", 1957, mit Adrian Hoven, Paul Hörbiger, Jane Tilden, Otto Treßler und Fritz Muliar). Schwer verwundet aus dem Zweiten Weltkrieg zurückkehrend, lehrte er als Professor für Komposition an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien. Uhl war seit 1949 Präsident der Österreichischen Gesellschaft für zeitgenössische Musik und Präsident der Gesellschaft der Autoren, Komponisten und Musikverleger (1970-75). Sein künstlerisches Schaffen umfaßt u. a. das Oratorium "Gilgamesch" (1956), die Oper "Der mysteriöse Herr X." (1966), Kantaten, Kammermusik, Orchester- und Chorwerke. 1960 wurde er mit dem Österreichischen Staatspreis ausgezeichnet.
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Uhl, Alfred, Komponist (1909-1992).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 3. VII. 1961.
1 S. 4to. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag. - Nach Studien an der Wiener Musikakademie bei Franz Schmidt lebte der in Wien geborene Musiker bis 1938 als freischaffender Komponist in Zürich, Paris, Berlin, Amsterdam und Istanbul und trat hauptsächlich mit Filmmusik hervor (u. a. zu Willi Forsts "Wien, du Stadt meiner Träume", 1957, mit Adrian Hoven, Paul Hörbiger, Jane Tilden, Otto Treßler und Fritz Muliar). Schwer verwundet aus dem Zweiten Weltkrieg zurückkehrend, lehrte er als Professor für Komposition an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien. Uhl war seit 1949 Präsident der Österreichischen Gesellschaft für zeitgenössische Musik und Präsident der Gesellschaft der Autoren, Komponisten und Musikverleger (1970-75). Sein künstlerisches Schaffen umfaßt u. a. das Oratorium "Gilgamesch" (1956), die Oper "Der mysteriöse Herr X." (1966), Kantaten, Kammermusik, Orchester- und Chorwerke. 1960 wurde er mit dem Österreichischen Staatspreis ausgezeichnet. Vgl. MGG XVI, 1889ff., Öst. Lex. II, 523 und Czeike V, 498.
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Urbano, Umberto, Opernsänger (1885-1969).
Konzertaushang mit eigenh. Namenszug. Wien, 16. XII. 1927.
1 S. 4to. Schaukastenaushang eines Konzerts von Umberto Urbano mit Klavierbegleitung von Helene Bath im Großen Konzerthaussaal.
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Ursuleac, Viorica, Sopranistin (1894-1985).
Portraitphotographie mit eigenh. Namenszug auf der Bildseite. O. O. u. D.
170:112 mm. Hübsches Brustbild der Sängerin en face. - Die aus Czernowitz gebürtige Sopranistin, anerkannte Interpretin von Werken Richard Strauss' und Gattin von Clemens Krauss war an der Wiener Staatsoper, bei den Salzburger Festspielen und nach 1945 wieder in Gastrollen an der Wiener Staatsoper zu hören.
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Vivenot, Rudolf Rt. von, Mediziner und Komponist (1807-1884).
"Der Fischer von Göthe, Die Nachtigall und die Rose von A. Marl, Jägers Abendlied von Göthe [...] für eine Singstimme mit Begleitung des Pianoforte". Gedr. Klavierauszug. Wien, Anton Diabelli, o. D.
Gest. Titel, SS. 3-15, (1) S. Großes Querformat. Gewidmet ist die Komposition Hrn. Ludwig Titze [d. i. möglicherweise der gleichnamige Musiker, 1789-1830]. - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den „Konstitutionell-monarchistischen Verein"; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. Nicht minder geschätzt waren Vivenots eigenes musikalisches Schaffen und der musikalische Ton in seinem Haus: „Schon in frühester Jugend bekundete er eine ausgesprochene Vorliebe für Musik und Malerei; jeden freien Augenblick verbrachte er am Clavier, und durch die trefflichsten Lehrer angeleitet, erwarb er sich eine solche Vollendung, dass er den hervorragendsten Berufskünstlern seiner Zeit würdig an die Seite gestellt zu werden vermochte“ (Annette von Vivenot: Geschichte der Familie v. Vivenot. Wien, Steyrermühl, 1902, S. 41). - Titze war Pedell der Wr. Hochschule und Tenorsänger der kaiserlichen Hofmusikkapelle. - Unbeschnitten und an den Rändern etwas gebräunt, sonst gut erhalten.
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Vogel, Bernhard, Musikschriftsteller und -kritiker (1847-1897).
Eigenh. Brief mit U. Leipzig, 30. XII. 1895.
1 S. auf Doppelblatt. Kl.-8vo. An eine Redaktion: "Mit Ihren Darlegungen vollständig einverstanden, wünsche ich das Geschäftliche unserer Beziehungen so geregelt, daß am 1. April, 1. Juli, 1. Oct., 1. Januar das Honorar, so wie es Ihr Papier will, mir ausgezahlt will. Anbei folgt der erste Bericht, Fortsetzung folgt in der von Ihnen gewünschten Weise [...]". - Vogel lebte als Musikkritiker und Klavierlehrer in Leipzig, veröffentlichte Broschüren über Liszt, Hans von Bülow, Wagner und Brahms sowie eigene Kompositionen, darunter Klavier- und Gesangswerke, sinfonische Dichtungen und Orchesterkompositionen. - Ohne die erwähnte Beilage; auf Briefpapier mit gepr. Vignette.
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Vujica, Peter, Musikkritiker und Komponist (geb. 1937).
Ms. Brief mit eigenh. U. Graz, 14. X. 1967.
1 S. 4to. Peter Vujica wendet sich an Erwin Ganzarolli in das Finanzamt betreffende Belangen.
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Wagner, Siegfried, Komponist (1869-1930).
Eigenh. adr. Kuvert. Wohl Trient, Ende August 1906.
1 S. Qu.-8vo. An den Freiherrn von Massenbach, Adjutant S. K. Hoheit des Großherzogs von Hessen. - Auf Briefpapier mit lithogr. Briefkopf des Hotel Imperial in Trient; die Briefmarke von alter Hand ausgeschnitten.
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Wagner, Siegfried, Komponist (1869-1930).
Eigenh. Bildpostkarte mit U. O. O. u. D.
1 S. Qu.-8vo. Sendet einem namentlich nicht genannten Adressaten seinen "[h]erzlichen Dank für die liebenswürdigen Zeilen". - Die Bildseite der Heliocolorkarte von Ottmar Zieher, München, mit dem Motiv der Möwenfütterung an der Alster.
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Waldmann, Ludolf, Sänger und Theaterdirektor (1840-1919).
Portraitphotographie mit zwei eigenh. Notenzeilen, drei eh. Widmungszeilen und zwei eh. U. Berlin, 1897.
16,4:10,8 cm. Gewidmet Herrn Eugen Grieser in Mannheim. Die Verse "Wo wenig Raum ist, etwas zu schreiben | Macht man's so, - solls nicht unterbleiben" beziehen sich auf die zwei Notenzeilen, die der Komponist längs der Rockaufschläge seines Brustbildes niederschrieb. Der aus Hamburg stammende Künstler war nach einer Karriere als Sänger und Theaterdirektor "seit 1882 Verleger seiner teilweise populär gewordenen Lieder, zuerst in Breslau und seit 1885 in Berlin" (Franz Fiedler, Handlexikon für Zitherspieler, 1895; zit. n. DBA I 1327, 212; vgl. auch ebd. II 1360,175-176).
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Walter, Bruno, Dirigent (1876-1962).
2 ms. Briefe, davon 1 mit eigenh. U. Berlin und Beverly Hills, 1925 bzw. o. D.
Zusammen (1+1=) 2 SS. auf 2 Bll. Gr.-4to und qu.-8vo. Mit einer Beilage (s. u.). An Erich Neumann in Berlin-Charlottenburg, der später für das Thomas Mann-Archiv arbeitete und u. a. an der Biographie Manns „Das Werk Thomas Manns“ von Hans Buergin mitarbeitete. I. (Berlin, 24. September 1925): Wegen Kartenwünsche: „[…] Ich freue mich Ihnen dienlich sein zu können und bitte Sie, falls Sie eine Vorstellung besuchen wollen, […] telefonisch anzufragen, ob die Möglichkeit besteht, Ihnen einen Platz zur Verfügung stellen zu können […]“. - 1925 wurde Walter nach Berlin berufen. Hier leitete er bis 1929 die Städtische Oper in Charlottenburg (MGG XIV, 188). - II. (Beverly Hills, 1959): „[…] Die Treue und Dankbarkeit mit der Sie an den Kontakt vor 34 Jahren zurueckdenken, spricht ebenso beredt fuer Sie wie die Wahl Ihrer Taetigkeit fuer das Werk Thomas Manns […]“. - Beiliegend der Durchschlag des Briefes von Neumann an Walter, in dem er sich für Walters damalige Güte bedankt, ihm als mittellosen Studenten zu einem Gratisbesuch einer Wagner-Oper verholfen zu haben, sowie eine Portraitpostkarte Walters, ca. 1920.
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Walter, Bruno, Dirigent (1876-1962).
Brief mit eigenh. U. Berlin, 6. I. 1930.
½ S. Gr.-4to. An den Deutschen Demokratischen Studentenbund Berlin mit der Zusage zum "Beitritt in den Ehrenausschuss" des Gesellschaftsabends, aber mit dem Bedauern, an besagtem Termin "nicht anwesend sein" zu können, da er "an diesem Tage ausserhalb zu dirigieren" habe. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf "Sekretariat Bruno Walter"; im linken Rand gelocht (keine Textberührung); mit (am rechten Rand stärkeren) Randläsuren.
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Walter, Gustav, Sänger (1834-1910).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
1 S. Gr.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Verschieben Sie meine Mitwirkung gefälligst [...] 1tens bin ich noch nicht ganz wohl, 2tens tanze ich viel [...]". - Der aus dem böhmischen Bilin stammende Sänger debütierte 1855 als Edgardo in Donizettis "Lucia di Lammermoor" am Stadttheater in Brünn. Seit 1856 war er als Tenor an der Hofoper in Wien engagiert, wo er vor allem in Mozart-Partien brillierte und später zum Ehrenmitglied ernannt wurde. Für Wien schuf Walter zahlreiche Partien, so etwa den Manrico im "Troubadour" (1859), den Herzog im "Rigoletto" (1860) und den Walther von Stolzing in den "Meistersingern" (1870). Nach seinem Abschied von der Bühne begann er eine glanzvolle Karriere als Konzert- und vor allem als Liedersänger. Er war auch als Gesangspädagoge gefragt und nahm seit 1882 eine Professur am Wiener Konservatorium wahr. Vgl. Czeike V, 585. - In altem Sammlungsumschlag.
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Warrack, Guy, Komponist (1900-1986).
Gedr. Billett mit eigenh. Widmung und U. Paris, 17. X. 1966.
Zusammen 8 SS. auf Doppelblättern, davon ½ S. Widmung und U. auf Bl. 2. 8vo. Wie dem gedruckten Text der hübschen, auf Bl. 1 mit einer Farbaufnahme des Eiffelturms versehenen Karte zu entnehmen ist, entstand diese Widmung des schottischen Komponisten im Rahmen einer Veranstaltung der ‘Sociétés d’Auteurs et Compositeurs’, der ‘Composers’ Guild of Great Britain’ im ‘Jules Verne’, dem Restaurant des Eiffelturms. - Nach erster Ausbildung in Winchester und Oxford studierte der in Edinburgh geborene Musiker am Royal College of Music in London, dessen Lehrkörper er von 1925 bis 1835 angehören sollte. Später nahm Warrack zahlreiche Dirigentenverpflichtungen wahr, war 1952 und 1956 Vorsitzender der ‘Composers’ Guild of Great Britain’ und von 1955-59 Präsident des ‘International Council of Composers’. Seine Konzerttätigkeit führte den Fachmann für Pauken u. a. durch ganz Großbritannien, nach Ceylon, Neuseeland und Südafrika. Als Komponist schuf er u. a. zahlreiche Orchesterwerke und Filmmusiken für historische Filme und Dokumentationen. Vgl. MGG XIV, 246.
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Weber, Johann Rudolf, Komponist und Musiklehrer (1819-1875).
Eigenh. Musikmanuskript mit eh. Namenszug im Titel u. U. O. O. u. D.
16 SS. Kleines Querformat, 6zeilig. Zweistrophige Liedkomposition für Singstimme und Pianoforte. - Der Komponist Johann Rudolf Weber (1819-1875), als Musiklehrer in Münchenbuchsee in der Schweiz tätig, verfaßte u. a. eine vierbändige ‘Gesangslehre’ (vgl. DBA II 1370, 76); Textdichter war der reformierte Pfarrer und Dichter Karl August Candidus (1817-1872, vgl. DBA I 176, 417-418 und II 214, 51-52).
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Weeber, Emil, Musiker (geb. 1851).
3 eigenh. Briefe mit U. Wien, 1882-87.
Zusammen 3 SS. 8vo. Zweimal an einen namentlich nicht genannten Adressaten - einmal betr. der Anschrift der Künstlerin Josefine Wank (20. XI. 1892) und einmal betr. einer Einladung (28. V. 1884) - und einmal an eine gleichfalls nicht genannte Adressatin: "Ich muß heute auf 2 Tage nach Raab und bin erst Montag Nachmittag zurück. Ich bitte also gütigst zu entschuldigen, wenn ich Ihrem Wunsch nicht entsprechen kann [...]" (Br. v. 26. XI. 1887). - Weeber begleitete als Klaviervirtuose Etelka Gerster, Gustav Walter, Paul Bulss und Pauline Lucca auf Gastspielreisen durch Deutschland und Rußland. Seine Kompositionen erschienen bei Wetzler in Wien; 1879 war er Solocorrepetitor an der Wiener Hofoper. - Der Brief v. 28. V. 1884 auf Briefpapier mit kalligr. gepr. Monogramm.
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Weinberger, Charles, Komponist (1861-1939).
2 gedr. Visitkarten mit jeweils mehreren eh. Zeilen. Wien, o. D.
Zusammen 2 SS. 5,9:10 cm. Beiliegend 2 eh. adr. Briefkuverts. Dankt für wohlwollende Rezensionen. - Der Sohn von Wiens erster Offenbach-Sängerin Helene Weinberger zählte “um 1900 neben Millöcker, Suppé und Zeller zu den erfolgreichsten Vertretern der Wiener Operette” (MGG XIV, 400). Vgl. auch Czeike V, 601. - In altem Sammlungsumschlag.
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Weinberger, Charles, Komponist (1861-1939).
Eigenh. Postkarte mit U. Wien, 9. IV. 1935.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Wünsche (zum Geburtstag). - Der Sohn von Wiens erster Offenbach-Sängerin Helene Weinberger zählte “um 1900 neben Millöcker, Suppé und Zeller zu den erfolgreichsten Vertretern der Wiener Operette” (MGG XIV, 400). Vgl. auch Czeike V, 601. - Die Bildseite der Karte mit dem gedr. Text zu Weinbergers und Kollers ‘Lied vom unbekannten Soldaten’.
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Weiner-Dillmann, Hans, Kapellmeister und Komponist (1903-1990).
"Das Johann Strauss-Haus (Draußen in Salmanndsdorf)". Notendruck mit eigenh. Widmung und U. Wien, April 1936.
Titel und 2 SS. auf Doppelblatt. Folio. Titel mit eh. Widmung an die "liebe, reizende Frau Persché [?]": "Sollte es dennoch mit dieser Nummer einen Erfolg geben, dann haben Sie, als Sie sich [als] erste Interpretin um dieses kleine Lied [...] annahmen, den grössten Anteil [...]". - Weiner-Dillmann war mehrere Jahrzehnte lang als Kapellmeister und Klavierbegleiter von u. a. Magda Schneider und Hans Moser tätig und komponierte zudem Operetten und Unterhaltungsmusik. "Als einer der ersten musikalischen Mitarbeiter des Rundfunks gestaltete er zahlreiche Sendungen. Nach 1945 arbeitete er für das Salzburger Landestheater. Zu seinen mehr als 500 Kompositionen gehörten Chansons, Tänze, Bühnen- und Filmmusik, vor allem jedoch Wienerlieder ('Draußen in Nußdorf') und Schlager ('Am Strande von Havanna')" (DBE). - Mit zahlr. Ein- und Ausrissen, angestaubt und mit Kartonschirting am linken Rand.
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Weingartner, Felix, Dirigent und Komponist (1863-1942).
Eigenh. Albumblatt mit U. Charlottenburg, 7. VI. 1894.
1 S. Qu.-kl.8vo. Die Ecken mit winzigen Montageresten aus Goldbrokat.
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Weingartner, Felix, Dirigent und Komponist (1863-1942).
Eigenh. Bildpostkarte mit U. Basel, 1. I. 1929.
1 S. (Qu.-)8vo. Mit eh. Adresse. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Wünsche. - Die Bildseite mit einer Aufnahme der drei Rheinbrücken in Basel.
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Weingartner, Felix, Dirigent und Komponist (1863-1942).
Eigenh. Postkarte mit U. O. O., 14. VI. 1919.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. Dankt Josef Wesely "für Ihren freundlichen Glückwunsch und das schöne Bild auf der Karte".
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Weingartner, Felix, Dirigent und Komponist (1863-1942).
Portraitpostkarte mit eigenh. Namenszug auf der Bildseite. O. O. u. D.
1 S. 8vo. Portrait en face.
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Weingartner, Felix, Dirigent und Komponist (1863-1942).
Portraitpostkarte mit eigenh. Namenszug auf der Bildseite. O. O. u. D.
1 S 8vo. Mit zahlreichen Beilagen (s. u.). Portrait en face in S/W. - Beiliegend 13 Briefe, Karten u. a. von verschiedenen Verfassern an Weingartner, 3 Bildpostkarten von Felix Weingartner bzw. von ihm und seiner Frau Lucille - die auf einer Karte eine ganze Verso-Seite lang an "Minnele" von ihrem Aufenthalt in Rio de Janeiro berichtet ("Felix wird hier wie ein König gefeiert unglaublich") -, die gedr. Menükarte eines Weihnachtsessens im Grand Hotel Beau Site in Lausanne mit eh. Grüßen und U. einiger Teilnehmer (darunter auch "F. W." und "Lucille W".) sowie 2 gedr. Konzertprogramme (deren eines mit eh. Grüßen und U. von Lucille Weingartner).
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Weingartner, Felix (Edler von Münzberg), Dirigent und Komponist (1863-1942).
Eigenh. Bildpostkarte mit U. Renens, 3. VI. 1912.
2 SS. Qu.-8vo. An den Musikkritiker Siegfried Loewy: “Tausend herzens Grüsse Lieber Freund von unseren [!] allerliebsten + schönsten Heim! [...] Nein, lieber Freund, Sie sind nix vergessen. Nur wir sind schrecklich schreibfaul. Wann kommen Sie? [...]”. - Die Vorderseite der Karte zeigt eine 3,6:4,8 cm große s/w-Ansicht eines Landhauses mit der Erklärung “ein[e] Miniaturphotographie | unser Heim, von Felix aufgenommen!” - Weingartner wurde 1908 als Nachfolger Gustav Mahlers an die Wr. Hofoper bestellt, war später Direktor der Wr. Volksoper und 1935/36 der Wr. Staatsoper; von 1908 bis zu seiner endgültigen Übersiedlung in die Schweiz im Jahre 1927 war der auch als Musikschriftsteller überaus schöpferische Weingartner als Leiter der Wr. Philharmoniker tätig. Zu seinem umfangreichen Werk zählen neben zahlreichen Opern, Symphonien, symphonischen Dichtungen, Orchesterstücken, Chören und Liedern auch Werke über ‘Die Lehre von der Wiedergeburt und das musikalische Drama’ (1895), ‘Über das Dirigieren’ (1896), ‘Die Symphonie nach Beethoven’ (1898), die dreibändigen ‚Ratschläge für Aufführungen klassischer Symphonien’ (1906-23) u. a. - Siegfried Löwy (1857-1931) war einer der einflußreichsten Feuilletonisten seines Faches. - Dreifach gelocht (geringe Textberührung).
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Weingartner, Felix (Edler von Münzberg), Dirigent und Komponist (1863-1942).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 11. II. 1926.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An den österreichischen Bundeskanzler Rudolf Ramek (1881-1941): "Nach einer Audienz bei S. Excellenz, Herrn Dr. Seipel, beehre ich mich, Sie, hochgeehrter Herr Bundeskanzler, nochmals um gütige Gewährung einer Audienz zu bitten, um nach Weisung S. Excellenz ein Schriftstück zu überreichen und gleichzeitig eine Bitte auszusprechen [...]". - Weingartner wurde 1908 als Nachfolger Gustav Mahlers an die Wr. Hofoper bestellt, war später Direktor der Wr. Volksoper und 1935/36 der Wr. Staatsoper; von 1908 bis zu seiner endgültigen Übersiedlung in die Schweiz im Jahre 1927 war der auch als Musikschriftsteller überaus schöpferische Weingartner als Leiter der Wr. Philharmoniker tätig. Zu seinem umfangreichen Werk zählen neben zahlreichen Opern, Symphonien, symphonischen Dichtungen, Orchesterstücken, Chören und Liedern auch Werke über "Die Lehre von der Wiedergeburt und das musikalische Drama" (1895), "Über das Dirigieren" (1896), "Die Symphonie nach Beethoven" (1898), die dreibändigen "Ratschläge für Aufführungen klassischer Symphonien" (1906-23) u. a. - Rudolf Ramek war führend beim Aufbau der christlichsozialen Landesparteiorganisation in Salzburg beteiligt und übte in den zwanziger und dreißiger Jahren mehrere hohe politische Ämter aus. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Hotel Sacher.
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Weingartner, Felix (Edler von Münzberg), Dirigent und Komponist (1863-1942).
Portraitpostkarte mit eigenh. Namenszug auf der Bildseite. O. O. u. D.
1 S. 8vo. Schmucke halbfigürliche Darstellung. - Weingartner wurde 1908 als Nachfolger Gustav Mahlers an die Wr. Hofoper bestellt, war später Direktor der Wr. Volksoper und 1935/36 der Wr. Staatsoper; von 1908 bis zu seiner endgültigen Übersiedlung in die Schweiz im Jahre 1927 war der auch als Musikschriftsteller überaus schöpferische Weingartner als Leiter der Wr. Philharmoniker tätig. Zu seinem umfangreichen Werk zählen neben zahlreichen Opern, Symphonien, symphonischen Dichtungen, Orchesterstücken, Chören und Liedern auch Werke über ‘Die Lehre von der Wiedergeburt und das musikalische Drama’ (1895), ‘Über das Dirigieren’ (1896), ‘Die Symphonie nach Beethoven’ (1898), die dreibändigen ‚Ratschläge für Aufführungen klassischer Symphonien’ (1906-23) u. a.
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Weis, Karl, Komponist (1862-1944).
Eigenh. Brief mit U. Prag-Smichow , 2. IV. 1915.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. “Dieser Tage ist mir der Ausschnitt aus der Berliner Musik zugeschickt worden, wo Sie so viel Schönes über den ‘Polnischen Juden’ sagen. Ich danke Ihnen hierfür herzlichst. Jedes gütige Wort der Anerkennung und Nachsicht ist für mich, der hier zurückgezogen lebt, eine wahre Wohltat. Ich werde mich nun bemühen, auch mit meiner neuen Oper, zu der ich ein wirkungsvolles Buch besitze, Ihre volle Zufriedenheit zu erringen [...]”. - Weises zweite Oper - nach dem gleichnamigen Schauspiel von Emil Erckmann und Alexander Chatrian von Victor Léon und Richard Batka bearbeitet - wurde hundert Jahre nach ihrer Uraufführung am 3. März 1901 mit einer Wiederaufnahme in der Prager Staatsoper gewürdigt. Weises Werk war seinerzeit nicht am Nationaltheater, sondern (als erstes Werk eines tschechischen Komponisten) auf der Bühne des Neuen deutschen Theaters - der heutigen Staatsoper Prag - aufgeführt worden, da das Nationaltheater es abgelehnt hatte, das Werk seines deutschsprachigen Librettos wegen anzunehmen. Nach der Uraufführung als Vaterlandsverräter gescholten, kam die Oper erst 1926 auf die Bühne des Nationaltheaters, die Metropolitan Opera hingegen führte sie 1921 als zweite tschechische Oper nach Smetanas ‘Verkaufter Braut’ auf. Zu Weis, der “mit seinem Schaffen der Blütezeit der tschechischen Romantik” angehört und 1934 in die Tschische Akademie aufgenommen wurde, vgl. MGG XIV, 422f. - Das unbeschriebene zweite Blatt entlang des unteren Mittelfalzes eingerissen.
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Welitsch, Ljuba, Sopranistin (1913-1996).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 16. VII. 1967.
1 S. 4to. An Josef Wesely mit Dank ihr übersandte Wünsche zum Geburtstag. - Nach ihrem Debüt in in Sofia 1936 war Ljuba Welitsch in Graz, Hamburg und München engagiert; von 1946 bis 1964 war sie Mitglied der Wiener Staatsoper. 1949 debütierte sie an der Metropolitan Opera in New York und sang anschließend an allen bedeutenden Opernhäusern und bei den Salzburger Festspielen. Eine der prägendsten Rollen ihrer Karriere war die Titelrolle der Salome in Strauss' gleichnamiger Oper; 1940 sang sie die Partie zum 80. Geburtstag des Komponisten unter dessen Leitung. Weitere bekannte Rollen waren u. a. Tatjana in "Eugen Onegin", Tosca, Donna Anna in "Don Giovanni" und Musetta in "La Bohème". Zunehmende Probleme mit der Stimme zwangen sie vermehrt an Operettenproduktionen mitzuwirken; auch begann sie eine zweite Karriere als Komikerin beim Film, wo sie u. a. in Géza von Cziffras "Charley's Tante" zu sehen war. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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Weller, Walter, Dirigent (1939-2015).
Visitkarte mit 7 eigenh. Zeilen und U. O. O. u. D.
1 S. An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit dem Ersuchen, ihm das Zeugnis von "Dr. Kende" (?) zukommen zu lassen. - Walter Weller war Konzertmeister der Wiener Philharmoniker, dirigierte ab 1966 an der Wiener Staatsoper und wechselte 1971 als Generalmusikdirektor nach Detmold; später Chefdirigent der Niederösterreichischen Tonkünstler, musikalischer Leiter des Royal Scottish National Orchestra und Musikdirektor der Allgemeinen Musikgesellschaft Basel, war er zudem Generalmusikdirektor des Basler Theaters und Chefdirigent des Basler Sinfonie-Orchesters.
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Wernigk, William, Tenor (1894-1973).
Albumblatt mit eigenh. Namenszug und montiertem Portrait. O. O., Dezember 1930.
1 S. Qu.-8vo. Das Portrait im Format 6:3,5 cm. Nach einer schweren Verwundung im Ersten Weltkrieg seit 1915 in Wien lebend und sich hier größtenteils autodidaktisch zum Sänger ausbildend, wurde Wernigk 1919 Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper und gehörte ihr bis zu seinem Abschied von der Bühne 1963 an. Zu den Höhepunkten seines umfangreichen Repertoires zählten der Pedrillo in der ‘Entführung aus dem Serail’, der Wenzel in der ‘Verkauften Braut’ und der Cassio im ‘Othello’. Gastspiele führten den beliebten Sänger u. a. an die Dresdner Staatsoper, nach Mailand, Paris und Brüssel. Von 1927-49 wirkte er als Solist bei Konzertveranstaltungen im Rahmen der Salzburger Festspiele mit, gehörte aber auch zu den am meisten beschäftigen Bühnensängern der Festspiele.
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Wiener, Hugo, Komponist, Kabarettist und Schriftsteller (1904-1993).
Gedr. Dankesschreiben mit eigenh. U. Wien, 21. II. 1964.
1 S. Qu.-8vo. Mit ms. Kuvert. Dankt den Gratulanten - und so auch Josef Wesely - für ihm übersandte Geburtstagswünsche. - Hugo Wiener war Statist und Korrepetitor, Klavierbegleiter und Kapellmeister an Wiener Theatern und schrieb seit 1928 mehrere Operettenlibretti. Als Autor und Komponist der Revue ‘Femina’ ging der von Robert Stolz - mit dem er nach dem Zweiten Weltkrieg u. a. die wienerische Fassung des Musicals ‘My Fair Lady’ für die Volksoper verfaßte - entdeckte und geförderte Musiker Ende der 30er Jahre auf Tournee und anschließend nach Kolumbien ins Exil, wo er Mitbegründer des Centro Austriaco war. 1949 nach Wien zurückgekehrt, wurde er gemeinsam mit Karl Farkas Hausautor am Kabarett ‘Simpl’. Der Verfasser von zahlreichen Komödien und ungezählten Drehbüchern war mit der Kabarettistin Cissy Kraner verheiratet. Vgl. Öst.-Lex. II, 634 und Czeike V, 630f.
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Wiener, Hugo, Komponist, Kabarettist und Schriftsteller (1904-1993).
Portraitpostkarte mit eigenh. U., eigenh. Widmung mit U. und 4 gedr. Billetts mit eh. U. Wohl Wien, 1966-1976.
Zusammen 6 SS. Verschiedene Formate. Die Portraitpostkarte mit einer halbfigürlichen Darstellung von Hugo Wiener und seiner Gattin Cissy Kraner und eh. Widmung an Trude (Zach) sowie den eh. Namenszügen des Künstlerehepaars; die Widmung auf dem Vorsatzblatt von Wieners mehrfach aufgelegter Satirensammlung ‘Krokodile fliegen nicht’; ein Billett von Cissy Kraner mitunterzeichnet. - Hugo Wiener war Statist und Korrepetitor, Klavierbegleiter und Kapellmeister an Wiener Theatern und schrieb seit 1928 mehrere Operettenlibretti. Als Autor und Komponist der Revue ‘Femina’ ging der von Robert Stolz - mit dem er nach dem Zweiten Weltkrieg u. a. die wienerische Fassung des Musicals ‘My Fair Lady’ für die Volksoper verfaßte - entdeckte und geförderte Musiker Ende der 30er Jahre auf Tournee und anschließend nach Kolumbien ins Exil, wo er Mitbegründer des Centro Austriaco war. 1949 nach Wien zurückgekehrt, wurde er gemeinsam mit Karl Farkas Hausautor am Kabarett ‘Simpl’. Der Verfasser von zahlreichen Komödien und ungezählten Drehbüchern war mit der Kabarettistin Cissy Kraner verheiratet. - Vgl. Öst.-Lex. II, 634 und Czeike V, 630f. - Beiliegend die gedr. Parte zur Beisetzung des Künstlers am 25. Mai 1993.
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Wiener, Hugo / Cissy Kraner., österr. Komponist (1904-1993) / österr. Schauspielerin und Sängerin (geb. 1918).
Sammlung von 2 eigenh. Autogrammkarte mit U., einem Notenblatt in 3 Takten und 2 Systemen und 1 ms. Brief mit U. von Hugo Wiener. O. O. u. D.
Notenblatt: 1 S. (210 x 90 mm). Brief 1 S. 4to. Mit Kuvert. Autogrammkarten: 1 S. (90 x 170 mm). Refrain des bekannten Chansons "Aber der Nowak lässt mich nicht verkommen", komponiert von Hugo Wiener und gesungen von Cissy Kraner. - Hugo Wiener und Cissy Kraner lernten sich in Caracas kennen. Dort betrieb Kraner eine Exilanten-Bar, wo sie ihr gesangliches Talent unter Beweis stellte. Als sich beide nach dem 2. Weltkrieg in Wien ansiedelten, begannen sie ihre Karriere im Kabarett Simpl.
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[Wiener Stadttheater]. -
Hs. Rundschreiben der Direktion des Wr. Stadttheaters betr. einer Terminänderung. [Wien], o. D. [1883 oder Anfang 1884].
1 S. Folio. Setzt die Damen und Herrn Schauspieler von einer Vorstellungsänderung in Kenntnis. Am Donnerstag den 24. werde Anzengrubers "Pfarrer von Kirchfeld" und tags darauf Franz von Schönthans "Der Schwabenstreich" gegeben. - Das Wiener Stadttheater, 1870 nach Plänen von Ferdinand Fellner sen. und jun. errichtet, war von Max Friedländer und Heinrich Laube als bürgerliches Theater für klassische Stücke, moderne Tragödien und Lustspiele und in Konkurrenz zum k. k. Hofburgtheater konzipiert worden. 1884 brannte es völlig aus, wurde als Ruine von Anton Ronacher erworben, von den Architekten Ferdinand Fellner d. J. und Hermann Helmer zu einem Varietétheater umgestaltet und in dieser Verbindung von Theater, Ballsaal, Hotel, Restaurant und Kaffeehaus fortan unter dem Namen "Etablissement Ronacher" betrieben. - Auf dem Rundschreiben zeichnen tls. wiederholt Hugo Ranzenberg, Rudolf Tyrolt, Gustav Kober, Eugen Witte, Leo Hellwig und Wilhelm Heinrich sowie die Damen und Herrn Schönfeld, Berg, Groß, Stahl, Lenau, Relly, Schäffel, Bank, Roth, Albrecht, Köck, Weber, Spatzer, Pinal und Koch. - In den Fälzen mit gr. Einr.
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Wieser, Henriette (d. i. Henriette Wieselmann), Sängerin (um 1854-1880).
Kabinettphotographie mit eigenh. Widmung und U. verso. O. O., 22. III. 1875.
136:102 mm auf etwas größerem Untersatzkarton. Halbfigürliches Portrait im Profil aus dem Atelier Rudolf Krziwanek, Wien. - In Profil und Bühnenkostüm. - Gewidmet "meiner liebenswürdigen Collegin Frl. Herzog zu freundlichen Erinnerung".
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Wiest, Friedrich, Musiker.
Eigenh. Brief mit U. Ort unlesbar, 10. II. 1838.
1 S. 70:180 mm. Wohl an einen Musikverlag: "Dem Vorzeiger dieser Zeilen bitte ich die musikal. Zeitschrift 'Cecilia‘ gefälligst einzuhändigen [...]". - Wiest war, wie auf beiliegendem Sammlungsumschlag vermerkt, "Compositeur u. Concertmeister in Bukarest".
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Willmers, Rudolph, Pianist und Komponist (1821-1878).
Sammlung von 3 eigenh. Niederschriften von Liedtexten mit zahlreichen Korrekturen und Streichungen. O. O. u. D.
Zusammen 11½ SS. 8vo. Enthält die vom Komponisten eh. aufgezeichneten Texte des Autors Joseph Oswald Gallisch zu den Werken ‘Deutsche Cantate’, ‘Ode an den Frieden’ und ‘Fest-Cantate’. - Nach langjähriger Tätigkeit in Wien folgte Willmers 1864 “einem Rufe nach Berlin als Professor des Clavierspiels im Stern'schen Conservatorium. Aber schon nach zwei Jahren gab er diese Stellung wieder auf und kehrte nach Wien zurück, wo er seitdem lebte, 1878 plötzlich wahnsinnig wurde und auch in diesem Zustande starb" (Wurzbach, zit. n. DBA I 1374, 95). Der "Hofcomponist des Kaisers von Oesterreich und Inhaber der österreichischen goldenen Medaille für Kunst und Wissenschaft" (ebd., 97) genoß zudem große Bewunderung als Schachspieler, gewann "1858 [...] im großen Tournier des amerikanischen Schachvereines zu New York den ersten Preis für Problemcomposition" (ebd.) und war Mitglied des Pesther Schachclubs sowie Mitbegründer der Wiener Schachgesellschaft. - Der Urheber der von Willmers bearbeiteten Liedtexte, Joseph Oswald Gallisch (1794-1857), war Polizeiarzt in Wien und schrieb nebenher kleinere lyrische Dichtungen (vgl. DBA I 367, 238; 367, 242-245 und II 426, 5-6). - Beiliegend ein Zettel mit eigenh. Notizen des Komponisten.
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Wilt, Marie, Sängerin (1833 oder 34-1891).
2 eigenh. Briefe und 2 eh. Postkarten sowie eine gedr. Visitkarte mit mehreren eh. Zeilen. Wien, um 1879.
Zusammen 8 SS. Meist 8vo. Die Postkarten jeweils mit eh. Adresse. An den Juristen Karl Frh. von Haerdtl (1818-89): “Auf Ihre Güte und Geduld bauend, bin ich so frei, Sie noch nachträglich darauf aufmerksam zu machen, daß mein Mann gar nicht das Recht hat, noch von einem Pönale zu schbrechen [!], da in dem Brief den er mir schreiben ließ und die drei Bedingungen darin enthalten waren, auf welche ich einging, nichts von einem Pönale steht [...]” (undat. Br. auf Briefpapier mit gepr. Monogramm “E.H.” [?]). - Die Postkarten betreffen noch abzustattende Besuche. - Die seinerzeit gefeierte Sängerin, die u. a. in Graz, London, Venedig, an der Wiener Hofoper und in Frankfurt a. M. zu hören war, bewältigte “[m]it ihrem enormen Stimmumfang [...] ein Repertoire, das von Altpartien über Wagner-Heroinen bis zu Koloraturaufgaben reichte” (DBE). Schwerkrank und verbittert schied sie 1891 freiwillig aus dem Leben. Vgl. auch Czeike V, 658. - Karl Frh. von Haerdtl war Mitglied des Herrenhauses und mehr als zwanzig Jahre lang Präsident der Wiener Advokatenkammer.
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Wilt, Marie, Sängerin (1833 oder 34-1891).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 29. III. 1873.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An eine Dame: "Ich werde die Ehre haben, Ihrer freundlichen Einladung für heute Abend zu folgen, nur muß ich bitten, mein allenfalls etwas späteres Eintreffen zu entschuldigen, da ich zuvor ein schon früher meinem Collegen Zamorra gegebenes Versprechen in der Harmonie zu singen, lösen muß [...]". - Die seinerzeit gefeierte Sängerin, die u. a. in Graz, London, Venedig, an der Wiener Hofoper und in Frankfurt a. M. zu hören war, bewältigte “[m]it ihrem enormen Stimmumfang [...] ein Repertoire, das von Altpartien über Wagner-Heroinen bis zu Koloraturaufgaben reichte” (DBE). Schwerkrank und verbittert schied sie 1891 freiwillig aus dem Leben. Vgl. auch Czeike V, 658.
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