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Jakoncig, Guido, Politiker (1895-1872).
2 (davon 1 eigenh. und 1 ms.) Briefe mit U. Igls und Innsbruck, 1946 und 1947.
Zusammen 2 SS. 4to und 8vo. Mit 2 (davon 1 eigenh. und 1 ms.) Kuverts. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche. - Der Rechtsanwalt und Heimwehrfunktionär war 1932 und 33 Vertrauensmann der Heimwehr und Handels- und Verkehrsminister im Kabinett Dollfuß. Er unterstützte einen Befriedungskurs gegenüber den Nationalsozialisten. Vgl. Öst. Lex. I, 562. - Der ms. Brief auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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Jaksch von Wartenhorst, August, Historiker (1859-1932).
Eigenh. Brief mit U. [Klagenfurt], 22. X. 1887.
2 SS. Folio. An die namentlich nicht genannte k. k. Central-Commission für Künste und historische Denkmale "bezüglich des Grazer Urkundenfundes": "Ende September erfuhr ich durch Professor R. v. Krones, daß sich am Dachboden der kk Finanzlandesdirektion zu Graz gelegentlich einer vorzunehmenden Aktenskartierung c. 100 Urkunden gefunden hätten, welche aus dem ehemaligen Cisterzienserkloster Viktring stammen sollten [...] Gelegentlich der Ordnungsdurchsuchung war auch eine Konfiguration vom J. 1832 zum Vorschein gekommen, worin die damals bestandene kk. Staatsgüteradministration zu Graz den Empfang von c. 100 Urkunden aus dem Viktringer Archive mit Angabe des Inhaltes u. der alten Archivnummern bestätigt [...] Die kk. Finanzlandesdirektion schloß sich nun nach Einsichtnahme in die Konfiguration, sowie in meinen neu angelegten Viktringer Archivskatalog, wo eben jene fehlenden Urkunden durch rothe Tinte gekennzeichnet waren, vollständig der Anschauung an, daß die gefundenen Urkunden nirgends andershin als in den in unserem Vereinsarchiv aufbewahrten Viktringer Archivskörper hineingehören [...]". - August Rt. von Jaksch war Archivar des Archivs des Kärntner Geschichts-Vereines und wurde 1897 Schriftleiter der Zeitschrift "Carinthia"; 1899 übernahm er die Leitung des Vereinsmuseums. Zudem war er Herausgeber der "Monumenta historica ducatus Carinthiae" (4 Bde., 1896-1906), einer vollständigen Sammlung der Kärntner Geschichtsquellen bis 1269. - Vermutlich ohne ein erstes Blatt mit Adresse; auf Briefpapier mit Stempel des Archivs des Kärntner Geschichts-Vereines.
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Jaques, Heinrich, Politiker und Jurist (1831-1894).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 18. X. 1870.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Hofrat: "Ich sende Ihnen in der Anlage meine Schrift, hoffend, daß Sie ihr freundliche Aufmerksamkeit schenken, vertrauend auf Ihre Sympathie für die Sache, die ich darin vertrete. Was in der Schrift ausgeführt ist, hängt auch zusammen mit dem Gegenstand des Processes, von dem wir gestern sprachen und Sie finden in No. V das Beweisthum angedeutet, bezüglich dessen ich an Ihr Wohlwollen appellirte [...]". - Jaques war mehrere Jahre lang Leiter des Bankhauses Wertheimsteins Söhne und war hernach seit 1869 als Hof- und Gerichtsadvokat in Wien tätig. Seit 1879 war er Reichsratsabgeordneter der Vereinigten deutschen Linken, trat für die Entschädigung unschuldig Verurteilter sowie für die Schaffung eines Wahlgerichtshofs ein und brachte einschlägige Gesetzesentwürfe ins Parlament. Ferner war Jaques Mitbegründer der Grillparzer-Gesellschaft und der Wiener Handelsakademie sowie Vizepräsident der Wiener Juristen. Jaques, der 1894 freiwillig aus dem Leben schied, veröffentlichte auch zahlreiche einschlägige Schriften über Eisenbahn- und Eisenbahnpolitik, Wuchergesetzgebung, außenpolitische und strafrechtliche Fragen und dgl. mehr. - Auf Briefpapier mit gepr. Initialen. - In altem Sammlungsumschlag mit irrtümlicher Identifikation seines Vornameninitials als "G"; ohne die erwähnte Anlage.
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Jaques, Heinrich, Politiker und Jurist (1831-1894).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 9. III. 1879.
¾ S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Kollegen: "Könnte ich Sie heute zu irgendeiner Zeit noch sprechen, wann und wo? [...]". - Jaques war mehrere Jahre lang Leiter des Bankhauses Wertheimsteins Söhne und war hernach seit 1869 als Hof- und Gerichtsadvokat in Wien tätig. Seit 1879 war er Reichsratsabgeordneter der Vereinigten deutschen Linken, trat für die Entschädigung unschuldig Verurteilter sowie für die Schaffung eines Wahlgerichtshofs ein und brachte einschlägige Gesetzesentwürfe ins Parlament. Ferner war Jaques Mitbegründer der Grillparzer-Gesellschaft und der Wiener Handelsakademie sowie Vizepräsident der Wiener Juristen. Jaques, der 1894 freiwillig aus dem Leben schied, veröffentlichte auch zahlreiche einschlägige Schriften über Eisenbahn- und Eisenbahnpolitik, Wuchergesetzgebung, außenpolitische und strafrechtliche Fragen und dgl. mehr. - Auf Briefpapier mit gepr. Initialen.
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Jarcke, Karl Ernst, Jurist und Publizist (1801-1852).
2 eigenh. Briefe mit U. O. O., 6.IV. [18]41 bzw. 17.IV. [18]46.
Zusammen 2 SS. 4to und 8vo. Ein Brief mit Adr. "Dürfte ich Hrn. Hochwohlgeboren große Güte wohl mit der Bitte um Hut und Degen, die Sie mir gütigst versprachen, in Anspruch nehmen? [...]" (Br. v. 6. IV. [18]41). Im Brief an den Historiker Paul Kaltenbaeck (1804-1861) entschuldigt der Jurist sein Fernbleiben, "[ü]bernächste Woche habe ich mehr Zeit [...]". - Nach Abschluß seines Hauptwerks, des ‘Handbuchs des gemeinen deutschen Strafrechts’ (1827-30) und nach Ausbruch der Julirevolution 1830 sich verstärkt der Politik zuwendend, wurde Jarcke 1831 Redakteur des 'Politischen Wochenblatts' und 1832 von Metternich als k. k. Rat und Staatskanzleipublizist in die Wiener Staatskanzlei berufen. “Unter dem Einfluß Carl Ludwig von Hallers in Preußen einer der entschiedensten Vertreter der Restauration geworden, bekämpfte Jarcke in Österreich den Josephinismus und gehörte zu den Verfechtern des Ultramontanismus. 1839 gründete er zusammen mit Joseph von Görres die 'Historisch-Politischen Blätter für das katholische Deutschland' in München, wohin Jarcke nach seiner Beurlaubung infolge der Revolution 1848 zog, kehrte jedoch nach deren Niederschlagung wieder nach Wien zurück" (DBE). Vgl. auch Kosch II, 1140.
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Johannes II., Pfalzgraf zu Zweibrücken (1584-1635).
Brief mit eigenh. U. Heidelberg, 28. III. 1621.
¾ S. auf Doppelblatt. Folio. An den Bischof von Würzburg mit der Mitteilung, ihm verschiedene Abschriften zukommen lassen zu wollen. - Etwas (Bl. 2 stark) angestaubt und fleckig; Bl. 2 zu zwei Dritteln alt beschnitten; einige kleine Durchstiche.
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Johannes II., Pfalzgraf zu Zweibrücken (1584-1635).
Brief mit eigenh. U. Heidelberg, 1. V. 1609.
1 S. Folio. An einen namentlich nicht genannten Adressaten über einen erfolgreich abgeschlossenen Vergleich mit Eberhard von Dienheim (um 1540-1610), dem Bischof von Speyer, demzufolge alle beim kaiserlichen Kammergericht anhängigen Fälle einzustellen wären. - Etwas fleckig und angestaubt und mit einigen winzigen Papierdurchstichen.
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Johannes Paul II., Papst (d. i. Karol Józef Wojtyla, 1920-2005).
Photographie mit Widmung von fremder Hand. O. O. u. D.
217:285 mm. S/W-Aufnahme mit vierzeiliger Widmung "To Pater Gerald with affection". - Rechts unten mit dem Besitzstempel des "Lorenzo Michael de Valitch", Titularbischof von Ephesos, zum damaligen Zeitpunkt auch Generaloberer und Protektor des Malteser-Ritterordens.
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Jonas, Franz, Politiker (1899-1974).
Gedr. Billett mit eigenh. U. O. O. u. D.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Beiliegend eine Originalphotographie. An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit Dank für dessen Wünsche zu Weihnacht und Neujahr. - Franz Jonas amtierte von 1951 bis 65 als Bürgermeister von Wien, anschließend hatte er bis zu seinem Tod das Amt des Bundespräsidenten inne.
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Jonas, Franz, Politiker (1899-1974).
Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 6. XII. 1956.
1 S. 4to. Gratuliert in seiner Eigenschaft als Bürgermeister von Wien Kammerschauspielerin Lili Marberg zu ihrem 80. Geburtstag. - Franz Jonas amtierte von 1951 bis 65 als Bürgermeister von Wien, anschließend hatte er bis zu seinem Tod das Amt des Bundespräsidenten inne. - Lili Marberg (1876-1962) gehörte von 1911 bis 1950 dem Wiener Burgtheater an. Seit 1936 auch Ehrenmitglied, spielte sie zunächst in Stücken Wedekinds, Hauptmanns und Ibsens, später vorwiegend Königinnen und mütterliche Frauen und galt weithin als vorzügliche Charakterdarstellerin. Zu ihren Hauptrollen zählten Desdemona, Hedda Gabler und Helena in "Vor Sonnenaufgang". Ihre einzige Filmrolle war die des Fräulein Munk in Walter Reischs "Silhouetten" (1936). - Auf Briefpapier mit Briefkopf des Bürgermeisters der Stadt Wien.
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Jonas, Franz, Politiker (1899-1974).
Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 4. VIII. 1962.
1 S. 4to. An ein namentlich nicht genanntes Ehepaar mit Wünschen zur Goldenen Hochzeit. - Franz Jonas amtierte von 1951 bis 65 als Bürgermeister von Wien, anschließend hatte er bis zu seinem Tod das Amt des Bundespräsidenten inne. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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Joseph Anton Johann, Erzherzog von Österreich und Palatin von Ungarn (1776-1847).
Brieffragment mit eigenh. Namenszug. O. O. u. D.
1 S. 6:9 cm. Der Sohn Kaiser Leopolds II. wurde 1795 vom ungarischen Reichstag zum Palatin gewählt und übte dieses Amt mehr als fünf Jahrzehnte lang aus. Stets eine Vermittlerrolle zwischen Ungarn und Österreich einnehmend, versuchte er die ungarische Verfassung auf die Erblande auszudehnen oder eine bloße Personalunion mit Ungarn herbeizuführen. Wegen seiner außenpolitischen Orientierung nach Rußland trat er in Gegensatz zu Metternich. - Alt auf zwei Trägerpapiere montiert; mit Notizen von alter Hand zum Verfasser am zweiten Trägerpapier.
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Joseph Anton Johann, Erzherzog von Österreich und Palatin von Ungarn (1776-1847).
Eigenh. Telegrammentwurf mit U. O. O. u. D.
½ S. Gr.-4to. Mit rotem Lacksiegel. An August Ludwig Viktor von Sachsen-Coburg und Gotha (1818-81) auf Schloss Ebenthal in Dürnkrut (Niederösterreich): "Ich komme mit dem 4 Uhr Zug nach Gänserndorf". - Der Sohn Kaiser Leopolds II. wurde 1795 vom ungarischen Reichstag zum Palatin gewählt und übte dieses Amt mehr als fünf Jahrzehnte lang aus. Stets eine Vermittlerrolle zwischen Ungarn und Österreich einnehmend, versuchte er die ungarische Verfassung auf die Erblande auszudehnen oder eine bloße Personalunion mit Ungarn herbeizuführen. Wegen seiner außenpolitischen Orientierung nach Russland trat er in Gegensatz zu Metternich. - Etwas gebräunt und fleckig und mit kleinen Randläsuren.
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Joseph Anton Johann, Erzherzog von Österreich und Palatin von Ungarn (1776-1847).
Quittung mit eigenh. U. Ofen, 17. VIII. 1841.
1 S. Folio. Bestätigt den Betrag von 10.394 Gulden und 26½ Kreuzern aus dem Hauptzahlamte empfangen zu haben. - Der Sohn Kaiser Leopolds II. wurde 1795 vom ungarischen Reichstag zum Palatin gewählt und übte dieses Amt mehr als fünf Jahrzehnte lang aus. Stets eine Vermittlerrolle zwischen Ungarn und Österreich einnehmend, versuchte er die ungarische Verfassung auf die Erblande auszudehnen oder eine bloße Personalunion mit Ungarn herbeizuführen. Wegen seiner außenpolitischen Orientierung nach Rußland trat er in Gegensatz zu Metternich. - Mit ovalem Siegel und mehreren Registraturvermerken; an den Rändern stärker lappig, angestaubt und mit kl. Einriss.
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Joseph Anton Johann, Erzherzog von Österreich und Palatin von Ungarn (1776-1847).
Quittung mit eigenh. U. Ofen, 16. X. 1846.
1 S. Folio. Bestätigt den Betrag von 10.394 Gulden und 26½ Kreuzern aus dem Hauptzahlamte empfangen zu haben. - Der Sohn Kaiser Leopolds II. wurde 1795 vom ungarischen Reichstag zum Palatin gewählt und übte dieses Amt mehr als fünf Jahrzehnte lang aus. Stets eine Vermittlerrolle zwischen Ungarn und Österreich einnehmend, versuchte er die ungarische Verfassung auf die Erblande auszudehnen oder eine bloße Personalunion mit Ungarn herbeizuführen. Wegen seiner außenpolitischen Orientierung nach Rußland trat er in Gegensatz zu Metternich. - Mit ovalem Siegel und mehreren Registraturvermerken; an den Rändern stärker lappig, angestaubt und mit kl. Einriss.
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Joseph August, Erzherzog von Österreich (1872-1962).
Ms. Postkarte mit U. Regensburg, [7. I. 1956].
1 S. Qu.-8vo. Mit ms. Adresse. "Herzlichsten Dank" - wohl für Wünsche zu Weihnacht und Neujahr - an Josef Wesely. - Erzhzg. Joseph August, der älteste Sohn von Erzhzg. Joseph Karl Ludwig, trat nach seiner Ausbildung zum Offizier 1902 in die ungarische Honved (Landwehr) ein, wurde Feldmarschalleutnant, Kommandant des VII. Korps an der russischen Front und später der österreichisch-ungarischer Verbände in Ostsiebenbürgen und im Juli 1918 Kommandant der nach ihm benannten Heeresgruppe in Tirol und Feldmarschall. Seit 26. Oktober 1918 "Homo regius" in Ungarn, war er im August des folgenden Jahres Reichsverweser und wurde als solcher von Miklós Horthy abgelöst. Kulturell interessiert und begabt, wurde er von den Universitäten Budapest und Kolozsvar mit Ehrendoktoraten bedacht und amtierte von 1936 bis 44 als Präsident der Ungarischen Akademie der Wissenschaften.
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Joseph Ferdinand, Erzherzog von Österreich-Toskana (1872-1942).
Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 23. V. 1918.
1 S. auf Doppelblatt. 4to. Wohl an den namentlich nicht genannten Ingenieur Carl von Hochenegg: "Ich danke IHNEN wärmstens für die Übersendung der ersten Druckbogen des neuen Werkes von Hörbiger [...] Diese ersten Kapitel der Glacial-Kosmogonie haben mich ganz außerordentlich interessiert [...]". - Josef Ferdinand durchlief eine steile militärische Karriere, die 1916 wegen eines militärischen Rückschlages kurzfristig unterbrochen wurde. 1917 erneut im Einsatz, diesmal als Generalinspekteur der Luftstreitkräfte, unterzeichnete er nach Ende des Krieges die von der Republik geforderte Verzichtserklärung.
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Käs, Ferdinand, Militär und Widerstandskämpfer (1914-1988).
Eigenh. Briefkarte mit U. O. O., 12. IV. 1966.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An Josef Wesely mit Dank für ihm übersandte Wünsche zu Ostern. - Ferdinand Käs gehörte neben Carl Szokoll zu den Widerstandskämpfern des 20. Juli 1944. "Im April 1945 versuchte er, als Mitglied des Stabs des Wehrmachtskommandos die Verteidigung Wiens zu verhindern und nahm mit dem Oberkommando der dritten Ukrainischen Front Kontakt auf" (DBE). Nach Kriegsende studierte Käs Rechtswissenschaften an der Universität Wien und war maßgeblich am Aufbau der B-Gendarmerie als Vorstufe des Bundesheers beteiligt; bis 1963 hatte er als Oberstleutnant die Leitung der Gendarmerieschule inne. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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Kaisersfeld, Freiherr von (gest. 1849).
Brief und Vollmacht mit eigenh. U. Neuenburg, 11. bzw. 13. I. 1848.
Zusammen 5 SS. 4to und folio. An Herrn Hofmann: "Ich erhalte soeben Ihr Schreiben, lieber Herr von Hofmann, und eile Ihnen folgendes zu erwidern. Ich habe das vollkommenste Vertrauen in das von Herrn Heller über die fragliche Sache gefällte Urtheil, nach welchem sich aus der Form des betreffenden Artikels im Verfassungsfreund keine Ehrenverletzung herleiten läßt, wohl aber aus der Sache, daß aber nach dem Bernischen Preßgesetze diese Herleitung sich mit Nothwendigkeit ergeben müsse. Daß letztere Herleitung nun sich auf diese Art ergebe, scheint mir nicht dem mindesten Zweifel unterliegen und der Beweis darüber auf das unwiderleglichste geführt werden zu können [...]" (Br. v. 13. I. 1848, Doppelblatt im Falz durchrissen). - Die Vollmacht mit nicht eingesetztem Träger derselben für einen Rechtsvertreter, um "in meinem Namen eine gerichtliche Anklage auf Verläumdung [!] gegen die Redaction des Berner Verfassungsfreundes anzubringen [...]" (auf Briefpapier mit Stempel des "Archiv Schöppl"). - Frh. von Kaisersfeld fand keinen Eingang in die zeitgenössische Geschichtsschreibung; von Berufs wegen war er österreichischer Gesandter bei der Schweizer Eidgenossenschaft.
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Kajuara, Base, Queen of Boni (Celebes).
Eigenh. Brief der bis 1859 regierenden Königin. O. O. u. D.
In Lontara-Schrift. ¾ S. 8vo. Mit eh. Adresse. Seltenes Dokument zur Geschichte Sulawesis, des früheren Celebes. - Wie von zeitgenössischer Hand am unteren Blattrand vermerkt, handelt es sich hierbei um einen "Brief der Königin von Bonies gefunden bei der Erstürmung von Bonie durch die Niederländischen Truppen". - Boni, das Fürstentum an der Ostküste der südlichen Halbinsel von Sulawesi, stand unter der Herrschaft der Niederländer. "Empörungsversuche der Bewohner gegen die Oberherrschaft der Niederländer 1858 und 1859 hatten Expeditionen der letztern gegen Boni zur Folge, die mit der Eroberung der Hauptstadt Boni und Absetzung der regierenden Fürstin endeten, worauf die niederländische Regierung einen neuen Fürsten ausstellte, der durch Vertrag vom 13. Februar 1860 die Souveränität der Niederlande über Boni von neuem anerkannte" (Meyers Konversationslexikon, 4. Aufl., III, 191). - Etwas gebräunt und mit kl. unbed. Läsuren bzw. Papierdurchbrüchen, insgesamt jedoch in gutem Zustand.
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Kalchegger von Kalchberg, Josef Frh., Jurist und Staatsmann (1801-1882).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 20. V. 1887.
1 S. auf Doppelblatt. An Alexander Ritter von Winiwarter (1848-1917): "Verbindlichsten Dank für den mir als Mitglied des Liquidationscomites übersendeten Betrag von fr. 2000 öst. Wg, welcher mir durch Ihre Kanzlei heute zugemittelt wurde [...]". - Geboren in Graz, wurde Kalchegger von Kalchberg 1835 o. Professor der Staatswissenschaften an der Theresianischen Ritterakademie und Privatlehrer im Kaiserhaus. Als Güterdirektor Erzherzog Karls in Österreichisch-Schlesien, Galizien und Mähren zu Ehren kommend, wurde er 1848 in die Frankfurter Nationalversammlung entsandt und 1859 schließlich ins Wiener Handelsministerium berufen, das er von 1863-65 auch leitete. - Der Adressat des Schreibens war Operationszögling an der II. Chirurgischen Universitätsklinik unter Theodor Billroth und Primararzt an der Chirurgischen Abteilung des Kronprinz-Rudolf-Kinderspitals. Bis zu seinem Tod war Winiwarter o. Professor der Chirurgie und Vorstand der Chirurgischen Klinik an der Univ. Lüttich. - Zu Kalchegger von Kalchberg vgl. Kosch II, 1204.
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Kaltenbrunner, Ernst, SS-Führer (1903-1946).
Gedr. Kundenausweis mit hs. Namenszug und Adresse. Wien, 1939.
1 S. 8vo. Fleischbezugsschein mit rückseitigem Stempel der Fleischhauerei Katherine Denzel. - Der aus Oberösterreich stammende Jurist gehörte zu den 24 Hauptangeklagten im Nürnberger Prozess und wurde, in zwei von drei Anklagepunkten schuldig gesprochen, am 16. Oktober hingerichtet. - Mit kleinen Randläsuren und etwas angestaubt.
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Karabacek, Joseph Rt. von, Orientalist (1845-1918).
2 eigenh. Briefe mit U. O. O., 1875.
Zusammen 5 SS. auf 4 Bll. Kl.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Herr Carl Niclas, der die von Ihnen bestellte Zeichnung der orientalischen Kiste [?] seinerzeit, vor mehr als einem Jahr, angefertigt, hat, wie jeder billig denkende Mensch zugeben wird volles Recht, doch endlich einmal auf Bezahlung der Arbeit zu drängen [...]" (undat. Brief). - "Aber -?! Wenigstens 4 Seiten Aufsatz? - - - Ich glaube das kann nicht ernstlich gemeint sein. Eine Arbeit muß doch Kopf u. Fuß haben; zudem stehe ich mit einem Fuße schon im Waggon u. bin froh alle Geschäfte hier erledigt zu haben [...] "(Br. v. 4. VIII. 1975). - Karabacek habilitierte sich für arabische Paläographie, wurde Professor der Geschichte des Orients und ihrer Hilfswissenschaften und lehrte als solcher bis zu seiner Emeritierung 1915. Von 1899 bis 1917 war er auch Direktor der Hofbibliothek. Bereits 1868 hatte er die Gründung der Wiener Numismatischen Gesellschaft angeregt und war lange Mitredakteur der "Wiener numismatischen Monatshefte". Zu seinen bedeutendsten Forschungsarbeiten gehört die Entzifferung der weltberühmten Sammlung antiker Papyri, u. a. des Papyrus Erzherzog Rainer aus dem Fund von El Faijûm.
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Karg, Johann Frh. von, Feldmarschallleutnant.
2 eigenh. Briefe mit U. Miskolez, 1912.
Zusammen 5 SS. auf Doppelblättern. 8vo. “Ihr Herr Bruder theilte mir mit, daß sich Herr Stadtrath im Besitze einer großen Partezettel Sammlung befinden; als Genealoge und Familienforscher würde ich Sie sehr bitten nachsehen zu wollen, ob sich die Todesanzeigen zweier Ahnfrauen meiner Familie in Ihrer Sammlung vorfinden [...]”. - Im linken Rand gelocht (geringe Textberührung). - In altem Sammlungsumschlag.
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Karl, Prinz von Bayern, Generalfeldmarschall und Reichsrat der Krone Bayerns (1795-1875).
Brief mit eigenh. U. München, 25. I. 1862.
2 SS. auf Doppelblatt. 4to. Mit hs. adr. Kuvert. An Ludwig Gf. Folliot de Crenneville (1813-nach 1874): "Angegangen, mich um die Rückversetzung des Lieutnants Johann Grafen von Montjoie vom kaiserlich königlich 12ten in das meinen Namen tragende Husaren-Regiment anzunehmen, glaube ich mich dieshalb nirgendshin besser wenden zu können, als, mein Herr Feldmarschall-Lieutnant, an Ihre Gefälligkeit. Da die Versetzung dieses jungen Offiziers aus meinem in das 12te Husaren-Regiment auf einer bloß zufälligen Veranlassung beruht, - wie dieß Ihnen, mein Herr Graf, vermuthlich bekannt sein wird-; da derselbe nach einer mir gewordenen verläßigen Mittheilung gut geeigenschaftet ist und seine Zurückversetzung in das Husaren-Regiment No. 3 für ihn ein wahres Glück wäre, weil der dortige Oberst und Commandant sich seiner stets väterlich annahm, und da endlich sein an ihm Vaters-Stelle vertretender Oheim vorzüglich des so eben erwähnten Grundes wegen diese Zurückversetzung selbst lebhaft wünscht und wünschen muß, so bin ich, wenn anders mir nicht bekannte Hindernisse nicht im Wege stehen, Ihrer diese Angelegenheit fördernden und sie vermittelnden Güte im voraus überzeugt [...]". - Prinz Karl wurde als jüngerer Sohn des ersten bayerischen Königs Maximilian I. Joseph geboren, nahm 1813 an den Befreiungskriegen als Generalmajor und Brigadier der Infanterie teil, wurde im Jahr darauf Feldmarschall und Inspekteur der bayerischen Armee und 1860 auch Oberbefehlshaber des siebten deutschen Bundesarmeecorps. Bekannt wurde Prinz Karl v. a. während des Deutschen Krieges von 1866 als Oberbefehlshaber der bayerischen Armee und der übrigen süddeutschen Bundeskontingente. Das am Beginn der Münchner Prinzregentenstraße gelegene Palais ist nach ihm benannt.
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Karl, Erzherzog von Österreich (1771-1847).
Briefausschnitt mit eigenh. U. O. O. u. D.
1 S. 41:85 mm. Alt auf Trägerpapier montiert. Der jüngere Bruder von Kaiser Franz II. brachte es bis zum Oberbefehlshaber (Generalissimus). Nach den Napoleonischen Kriegen und der Niederlage bei Wagram im Jahre 1809 zog er sich weitgehend auf das Gebiet des Militärschriftstellers zurück. Berühmt wurde er vor allem als siegreicher Feldherr der Schlacht von Aspern. - Etwas unregelmäßig beschnitten.
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Karl, Erzherzog von Österreich (1771-1847).
Briefausschnitt mit eigenh. U. O. O. u. D.
1 S. 50:103 mm. Alt auf Trägerpapier montiert. Der jüngere Bruder von Kaiser Franz II. brachte es bis zum Oberbefehlshaber (Generalissimus). Nach den Napoleonischen Kriegen und der Niederlage bei Wagram im Jahre 1809 zog er sich weitgehend auf das Gebiet des Militärschriftstellers zurück. Berühmt wurde er vor allem als siegreicher Feldherr der Schlacht von Aspern. - Etwas unregelmäßig beschnitten.
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Karl, Erzherzog von Österreich (1771-1847).
Briefausschnitt mit eigenh. U. O. O. u. D.
1 S. 45:94 mm. Alt auf Trägerpapier montiert. Der jüngere Bruder von Kaiser Franz II. brachte es bis zum Oberbefehlshaber (Generalissimus). Nach den Napoleonischen Kriegen und der Niederlage bei Wagram im Jahre 1809 zog er sich weitgehend auf das Gebiet des Militärschriftstellers zurück. Berühmt wurde er vor allem als siegreicher Feldherr der Schlacht von Aspern. - Etwas unregelmäßig beschnitten.
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Charles, Archduke of Austria (1771-1847).
ALS. Vienna, 21 Oct. 1822.
4to. 1 p. on bifolium. To an unnamed general, thanking him for sending the 3rd part of a work written by him.
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Karl, Prinz von Baden (1832-1906).
Eigenh. Briefkarte mit U. Karlsruhe, 9. IV. 1892.
2 SS. Qu.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit der Bitte "um Zusendung eines Exemplars 'Regimentsgeschichte des k.u.k. 13. Uhlanen Regts. Graf Nostitz Rieneck'". - Karl, Sohn von Leopold I. Großherzog von Baden und Sophie Wilhelmine von Holstein-Gottorp, Prinzessin von Schweden, durchlief eine lange militärische Laufbahn. "Durch seinen wohlwollenden und vornehmen Charakter war Prinz Karl bei allen, die ihm näher traten, allgemein beliebt und geachtet. Alle standen unter dem Eindruck seiner unbedingten Zuverlässigkeit und Treue" (Priesdorff, Soldatisches Führertum, Hamburg: Hanseatische Verlagsanstalt, 1937-1942, zit. n. DBA II 681, 373).
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Karl, Erzherzog von Österreich (1771-1847).
Offene Ordre. Donaueschingen, 14. II. 1800.
Hs. Armeebefehl m. eigenh. U. und rotem Dienstsiegel. Beiliegend ein hs. "Marsch-Plan der Divisionen Nostitz - Fürst Mor. Lichtenstein - und des Regiments Kaiser Husaren". Der jüngere Bruder von Kaiser Franz II. brachte es bis zum Oberbefehlshaber (Generalissimus). Nach den Napoleonischen Kriegen und der Niederlage bei Wagram im Jahre 1809 zog er sich weitgehend auf das Gebiet des Militärschriftstellers zurück. Berühmt wurde er vor allem als siegreicher Feldherr der Schlacht von Aspern. Der beiliegende Marschplan datiert vom Juli 1815. Weiters beiliegend ein schönes, bei Artaria verlegtes Porträtkupfer des Erzherzogs, gestochen 1793 von Johann Georg Mansfeld (1764-1817), k. k. Kabinettskupferstecher, Lithograph und Aquarellmaler, aus der berühmten österreichischen Kupferstecherfamilie (vgl. Thieme/Becker XXIV, 33) .
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Karl Albrecht, Erzherzog von Österreich (1888-1951).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 21. X. 1907.
2 SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An Maria Henriette von Österreich-Teschen (1883-1956), die Gattin des österreichischen Botschafters in Deutschland Gottfried zu Hohenlohe-Schillingsfürst (1867-1932): "Dir und Gottfried danke ich aus ganzem Herzen für die lieben Glückwünsche, die mich sehr gerührt haben [...] Hier waren nur kleine Patrouillenunternehmungen, viel Geschrei und wenig Wolle, ansonsten herrscht die göttliche Monotonie und durch viel [V]erschlafen der kostbaren Zeit kann man sich am besten über das hiesige Dasein hinweg helfen [...]". - Erzherzog Karl Albrecht war im Herbst des Jahres zum Oberst befördert worden und sollte bis zum Ende des Krieges die 23. Brigade der Infanterie befehligen.
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Karl Ferdinand, Erzherzog von Österreich (1818-1874).
Eigenh. Brief mit U. Oldenburg, 23. V. 1839.
2½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An Baron Strachwitz, dem er für dessen Brief dankt, sich nach dem werten Befinden erkundigt und dem er die Pläne für seine nächste Reise mitteilt. - Der Sohn von Erzherzog Karl und Henriette von Nassau-Weilburg befehligte eine Brigade in Italien und wurde anschließend als Truppendivisionär nach Prag gesandt, wo er den Aufstand von 1848 bekämpfte. Später wieder in Italien und seit 1859 Kommandierender General in Mähren und Schleisen, zog er sich nach dem Feldzug von 1866 aus der aktiven Laufbahn zurück und erlag 1874 einem Leberleiden. - Kartenbrief mit umlaufender Zierbordüre und halbovaler Verschlußklappe. - In altem Sammlungsumschlag.
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Karl Ferdinand, Erzherzog von Österreich (1818-1874).
Eigenh. Depesche ohne U. Bruck an der Leitha, 19. IX. 1857.
½ S. Folio. Mit rotem Lacksiegel. "An Zipser Haushofmeister Palais Augustiner Bastei in Wien": "Wir kommen Samstag nach Wien. Von 1½ an die Wagen am Bahnhof. Um 3 Uhr das Essen für 4 Personen". - Der Sohn von Erzherzog Karl und Henriette von Nassau-Weilburg befehligte eine Brigade in Italien und wurde anschließend als Truppendivisionär nach Prag gesandt, wo er den Aufstand von 1848 bekämpfte. Später wieder in Italien und seit 1859 Kommandierender General in Mähren und Schleisen, zog er sich nach dem Feldzug von 1866 aus der aktiven Laufbahn zurück und erlag 1874 einem Leberleiden. - Etwas angestaubt und mit kleinen Randläsuren.
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Karl Ferdinand, Erzherzog von Österreich (1818-1874).
Eigenh. Depesche ohne U. O. O. u. D.
½ S. Gr.-4to. Mit rotem Lacksiegel. "An Zipser Haushofmeister Palais Augustiner Bastei in Wien": "Die Wägen heute Samstag 6 Uhr am Bahnhof".
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Karl, H. Rt. von, Feldmarschallleutnant.
3 eigenh. Briefe mit U. Miskolez, 1914 und 1917.
Zusammen 11 SS. auf Doppelblättern. 8vo. Mit einem eh. adr. Kuvert. Betr. Beschwerden über so manche Verunstaltung von “Wien als eine der schönsten Städte der Welt“; ein jeder wisse um H. A. Schwers Verdienste Bescheid, “Schönes und Hehres zu schaffen, sowie Verstöße gegen den guten Geschmack hintanzuhalten. Ein solcher, arger Verstoß ist es aber, wenn man einen der schönsten Plätze Wien’s - den Schwarzenberg-Platz - durch Aufstellen eines Tramway-Häuschens vor dem Monument ‘verschandelt’ [...]” (Br. v. 19. X. 1914). - In altem Sammlungsumschlag.
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Karl Heinrich, Graf von Schlitz genannt von Görtz, Militär und Politiker (1822 -1885).
Eigenh. Brief mit U. Schlitz, 21. III. 1876.
1 S. auf Doppelblatt. 4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Für die gefällige Mitteilung vom 19. d., die Genehmigung zu genealogisch-historischen Forschungen über meine Familie im königlich Sächsischen Haupt Staats-Archiv betreffend, habe ich Ihnen um so mehr meinen verbindlichsten Dank zu sagen, als ich die Erweiterung derselben in erster Linie Ihrer gütigen Verwendung zu verdanken habe [...]". - Karl Gf. von Schlitz war großherzoglich hessischer Generalmajor à la suite und hessischer Gesandter in Berlin und Dresden. Später wurde er Präsident der hessischen Ersten Kammer.
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Charles I, Austrian Emperor (1887-1922).
ALS ("EZH Carl"). N. p., 10 Aug. 1916.
4to. 3 pp. To the colonel general Hermann Kövess von Kövessháza (1854-1924), commander of the 3rd Army on the Balkan, about the reclassification of a command. - On stationery with embossed vignette.
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Karl III., Herzog von Parma (1823-1854).
Eigenh. Schriftstück (Fragment). O. O., 27. VII. 1832.
1½ SS. Qu.-schmal-8vo. Alt in Sammlungsumschlag montiert. Ferdinand Karl war ein Sohn des Herzog Karl II. Ludwig von Parma und seiner Gattin Prinzessin Maria Theresia, der Tochter von König Viktor Emanuel I. von Sardinien-Piemont und dessen Gattin Maria von Modena. Nachdem sein Vater zu seinen Gunsten abgedankt hatte, errichtete Karl III. "ein reaktionäres Willkürregime, das ihn derart verhasst machte, daß er im März 1854 in Parma auf offener Straße von einem Unbekannten erdolcht werden konnte" (Wikipedia).
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[Karl IX., König von Schweden (1550-1611)].
Zeitgenöss. Briefabschrift. Nyköping, 30. VI. 1604.
1 S. auf Doppelblatt. Bestellung eines Reichsprofoß mit Anführung aller ihm zustehender Vergütungen.
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Karl Ludwig, Erzherzog von Österreich (1833-1896).
Eigenh. Zeichnung, signiert. O. O., Wohl Dezember 1844.
155:124 mm. Mit zwei Beilagen (s. u.). Hübsche Jugendzeichnung des damals elfjährigen Erzherzogs, der hier die Hl. Maria zeichnet. - Erzherzog Karl Ludwig war in den 1950er Jahren bei der Lemberger Statthalterei und als Statthalter von Tirol und Vorarlberg tätig. Später vertrat er den Kaiser bei zahlreichen öffentlichen Verpflichtungen, machte sich u. a. um die Gründung des Technologischen Gewerbemuseums und des Handelsmuseums verdient und wurde Ehrenmitglied der Akademie der Wissenschaften in Wien. Sein Enkel Karl wurde nach der Ermordung Franz Ferdinands 1914 Kaiser von Österreich. - Beiliegend ein Blatt mit zeitgenöss. Notizen einigen Zeichnungen der jungen Erzherzöge (hier nicht enthalten), darunter auch das vorliegende Blatt, sowie ein zeitgenöss. Passepartout mit dem Vermerk "Accepi 5 Decbr 1844".
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Karl, Prinz von Bayern, Generalfeldmarschall und Reichsrat der Krone Bayerns (1795-1875).
Eigenh. Brief mit U. [München], 23. XII. 1847.
1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Grafen: “Auf Ihr mir zugekommenes Schreiben empfangen Sie nun direct den Ausdruck meiner Theilnahme [...] Sie haben eine sehr harte Prüfung des Schicksals bestanden durch den Verlust Ihrer Lebensgefährtin [...] Vaterpflichten werden Ihnen die nöthige Kraft verleihen diesen herben Schmerz mit männlichem Muth zu ertragen [...]”. - Der zweite Sohn des späteren Königs Maximilian I. Joseph von Bayern übernahm nach der Teilnahme an den Befreiungskriegen das Generalkommando in München, schied 1822 schied aus dem aktiven Dienst aus, wurde 1841 Generalinspekteur der bayerischen Armee und war seit 1860 Befehlshaber des siebten (bayerischen) Bundesarmeekorps. Im Krieg von 1866 führte er das Oberkommando im Mainfeldzug und zog sich nach dem Waffenstillstand wegen heftiger Kritik an seiner Kriegsführung ins Privatleben zurück. - Auf Briefpapier mit gepr. Wappenmonogramm und dreiseitigem Goldschnitt; auf Bl. 2 eine zeitgenössische Notiz zum Verf. mit der wohl irrtümlichen Datierung 1857 (diese auch in Bleistift auf Bl. 1).
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Karl Salvator, Erzherzog (1839-1892).
Eigenh. Brief mit U. Alt Brenzlau, 27. I. 1867.
2½ SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. Betrifft die Bestellung des Capitano Antonio Nobile de Majueri als Offizier: Bevor er diesen anzugeloben gedenke, müsse er ihn und seine Befähigung für ein solches Amt kennenlernen. - Mit kl. Einriss (kein Textverlust).
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Karl VI., röm.-dt. Kaiser (1685-1740).
Brief mit eigenh. U. Wien, 7. I. 1726.
2 SS. Folio. An den "jetzigen Besitzer" der im Niederrheinischen Kreis gelegenen Dörfer Eidenborn und Falscheidt (wohl ein Erbe des letzten, 1723 verstorbenen Grafen Karl Ludwig von Nassau-Saarbrücken). "Reichs-Ritterschaft und Adel" des Niederrheinischen Kreises hatten gegen den Erwerber der beiden Dörfer Klage erhoben und sich dabei auf ein Vorkaufsrecht bezogen, das beim Verkauf der Dörfer von Johann Heinrich von Hagen an Graf Gustav Adolf von Nassau-Saarbrücken i. J. 1624 ausgehandelt worden war. Der Kaiser befiehlt nun, die Dörfer "gegen das anerbottene Kauff-pretium" zurückzugeben. - Etwas angestaubt und fleckig und mit kleinen Randläsuren; einige Ausrisse alt hinterlegt; mit eh. Gegenzeichnung von Graf Schönborn.
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Charles VI, Roman Emperor (1685-1740).
Printed invitation to a general diet signed. Vienna, 29 Oct. 1738.
4to. 2 pp. on bifolium (address cut away). With papered seal. Informative document about the struggle to end the Polish War of Succession: "Obwohlen Unsere Waffen in gegenwärtig wider den Erb-Feind Christlichen Namens [...] nichtes unterlassen / den fortgang seiner Land-verderblichen absichten zu hemmen [...] so ist doch aus dem bisherigen erfolg der ausschlag nicht abzusehen / ob eine Hoffnung zu baldigen Frieden zu machen oder eine bereitschafft zu ferneren Krieg vorzukehren seye [...] Als haben Wir Uns gnädigst entschlossen [...] mit denen treu-gehorsamsten Ständen dises Ertz-Hertzogthums Oesterreich unter der Enns einen allgemeinen Land-Tag auf nächst-künfftigen 17ten Monats-Tag Novembris allhier in Unserer Stadt Wien zu halten [...]". - The peace treaty ending the war that had begun in 1733 was to be signed on November 18.
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Karnicki, Wladyslaw, Diplomat (1820-1883).
Eigenh. Bestätigung mit U. St. Petersburg, 24. )nach dem gregorianischen) bzw. 12. (nach dem julianischen Kalender) VI. 1855.
¾ S. 4to. "Daß Charlotte von Hauenschild, Tochter des verstorbenen Ritters von Hauenschild, k. k. Gubernialrathes und oesterreichischer General Consul in Corfu, noch am Leben u. unversorgt ist[,] wird von der k. k. Oesterreichischen Gesandtschaft am kais. russischen Hofe hiemit bestätigt [...]". - Karnicki war österreichischer Gesandter in Stockholm und St. Petersburg. - Beiliegend ein ärztliches Gutachten darüber, daß erwähnte Charlotte von Hauenschild "fortwährend an Brust- und Leberbeschwerden leidet" mit der U. ihres Leibarztes sowie einem mehrzeiligen eh. Beglaubigungsvermerk und U. Karnickis. - Beide Bll. mit Stempel der österreichischen Botschaft in St. Petersburg, das Gutachten zusätzlich mit Resten eines Siegels.
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Katzir, Ephraim, israelischer Staatspräsident (1916-2009).
Portraitpostkarte mit U. [Jerusalem, 30. X. 1975].
1 S. 8vo. Mit wohl eh. adr. Kuvert. S/W-Portrait im Profil.
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[Kaufbrief.] Pichler, Phillipp, Pfarrer (fl. um 1694).
Khauffbrüeff Auf Pettern Rospeinter umb daß Prungüetl undtern Khaysersberg. Leoben, 17. XI. 1694.
Urkunde, 22 Zeilen. Deutsche Handschrift (Tinte) auf Pergament, unten eingeschlagen und mit durchzogenem Pergamentband. Ca. 195:325 mm. Von "Philippus Pichler confirmirte[m] Pfarrer bey Unßer Lieben Fraun am Waaßen in Leobner Vorstatt" ausgestellter Kaufbrief (Vertrag) über den Verkauf des zum Brunnmayerhof gehörigen Brunnguts an Peter Rospeinter. - Schöne große Federwerksinitiale. Teils leicht berieben bzw. fleckig. Spuren alter Faltung.
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Kaunitz-Rietberg, Wenzel Anton Fst. von, Staatsmann (1711-1794).
Eigenh. Mitteilung mit U. Wien, 21. II. 1787.
1 S. Qu.-gr.-8vo. An Reichgrafen von Kagenegg: "Euer Hochgeb. empfehl Ich Mich höflichst und harre unausgesetzt". - Am rechten Blattrand stärker wasserrandig.
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Kaunitz-Rietberg, Wenzel Anton Fürst von, Staatsmann (1711-1794).
Briefausschnitt mit eigenh. Schlußzeile und U. O. O. u. D.
1 S. 71:91 mm. "Ergebenster Diener Kaunitz Rietberg". - Die Verso-Seite mit kl. Registraturetikett.
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