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‎Huggenberger, Alfred, Schriftsteller (1867-1960).‎

‎Gedr. Gedicht mit eigenh. U. Gerlikon, Jänner 1956.‎

‎1 S. 8vo. An Gratulanten zu seinem Geburtstag. - Huggenberger übernahm 1896 den väterlichen Bauernhof, vertauschte ihn aber 1908 mit einem kleineren Gut in Gerlikon, um mehr Zeit für seine literarische Tätigkeit zu haben, aus der Gedichte und zum Teil im Dialekt gehaltene Balladen, Bauernkomödien, historische Schauspiele, Romane und Novellen hervorgingen. Durch Hermann Hesse, Ludwig Thoma und Josef Hofmiller gefördert, erschienen seine Erzählungen und Gedichte in verschiedenen Zeitungen wie "März" und "Simplicissimus". "Während des Nationalsozialismus ließ sich Huggenberger", der sich mittlerweile einer großen Lesergemeinde erfreuen konnte, "zum Vorbild der 'Blut-und-Boden-Literatur' stilisieren und wurde 1942 Ehrensenator der Deutschen Akademie in München” (DBE).‎

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Wien, AT
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€ 40,00 Kopen

‎Huna, Ludwig, Schriftsteller (1872-1945).‎

‎3 (davon 2 eigenh. und 1 ms.) (Bild-)Postkarten mit U. Wien, 1939-1944.‎

‎Zusammen 3 SS. Qu.-8vo. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche und wünscht einen glücklichen Jahreswechsel. - Hans Hoff war seit 1922 an der Psychiatrisch-Neurologische Klinik Julius Wagner von Jaureggs tätig und wurde dort 1928 Assistent von Otto Pötzl. Nach seiner Habilitation 1932 wurde er 1936 Vorstand der Neurologischen Abteilung der Wiener Poliklinik, mußte aber 1938 emigrieren. Nach Forschungs- und Lehrtätigkeit an der Royal Medical School in Bagdad und am Neurological Institute der Columbia University in New York kehrte er 1949 nach Österreich zurück und wurde Professor für Neurologie an der Universität Wien. “Zunächst überwiegend Neurochirurg, befaßte er sich später bevorzugt mit forensischer Psychiatrie und psychiatrischer Rehabilitation und initiierte u. a. die Gründung von Spezialanstalten, darunter die für geisteskranke Kriminelle in Mittersteig” (DBE). Vgl. Czeike III, 223.‎

MareMagnum

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Wien, AT
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€ 120,00 Kopen

‎Hutten, Ella von, Schriftstellerin (geb. 1874).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Schönbrunn, 4. III. 1898.‎

‎4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. “Allerdings habe ich in meinen beiden an Sie gerichteten Briefen, und ebenso hat mein Vater Ihrem Collegen Herrn Puchstein gegenüber, eine Honorarforderung meinerseits nicht präcisiert, auch habe ich nie behauptet, dies getan zu haben; doch kann ich mich noch wörtlich daran erinnern, daß ich in meinen beiden Schreiben an Sie erklärt habe, Ihnen den Roman nicht ohne Honoraranspruch überlassen zu wollen [...]”. - Ella von Hutten, in Windisch-Feistritz geboren und später in Wien lebend, schrieb überwiegend Novellen. Vgl. Pataky (Hrsg.), Lex. deutscher Frauen der Feder, Bd. 1, 1898, s. v. - In altem Sammlungsumschlag.‎

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Wien, AT
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€ 60,00 Kopen

‎Igler, Rudolf Valentin, Schriftsteller und Kaufmann (geb. 1897).‎

‎Korrespondenzsammlung mit Briefen von u. a. Alexander Lernet-Holenia, Hermann Röbbeling, Felix Salten, Heinrich Schnitzler und Hans Thimig. Verschiedene Orte, 1930er Jahre.‎

‎Zusammen 58 Schriftstücke im Umfang von 57 SS. auf 58 Bll. von und 134 Schriftstücke i. U. von 178½ SS. auf 150 Bll. an R. V. Igler. Verschiedene Formate. Mit einigen Beilagen. Wie Iglers hier im ms. Durchschlag vorhandenen Lebenslauf vom 29. IX. 1938 zu entnehmen ist, wurde der Nachlasser am 28. X. 1897 als Sproß einer Wiener Kaufmannsfamilie geboren, verbrachte mit seiner gesundheitlich an vielerlei leidenden Mutter die ersten Lebensjahre in verschiedenen Kurorten und besuchte hernach die Volks- und Unterrealschule, anschließend die Handelsakademie in Wien. Einem Eintrag im "Compaß" des Jahres 1918 (Bd. V. S. 2207) ist zu entnehmen, daß seine Familie - Franz J., Robert J. und Rudolf J. - eine Garn- und Seidenhandlung in Wien VII, Zieglergasse 26a, führte. - Im Ersten Weltkrieg an der Isonzofront, dann in Serbien und schließlich in Südtirol stationiert, verfaßte er während des Stellungskrieges in den Bergen erste Gedichte. In Heimat und Frieden zurückgekehrt, trat er in den väterlichen Betrieb ein, in dem er bis zur Gegenwart hin (September 1938) und wohl auch darüber hinaus bis zur Pension tätig war. Daneben schrieb er unverdrossen Schauspiele, deren Schicksal - Annahme, Ablehnung und Resonanz - in vorliegender Korrespondenzsammlung dokumentiert ist. Felix Salten etwa setzt sich in einem Brief vom 14. II. 1931 eingehend mit einem (namentlich bedauerlicherweise nicht genannten) Stück Iglers auseinander: "Bei der Lektüre Ihres Stückes habe ich mich vortrefflich unterhalten. Man spürt deutlich, daß die Figuren alle wirklich erlebt sind, ausgezeichnet gesehen und in ihrem Dialog zum allergrößten Teil sehr gut verlebendigt. Trotzdem glaube ich kaum, daß Ihr Werk in seinem jetzigen Zustand auf der Bühne wirken könnte. Dagegen spricht die etwas sorglose Architektur der Szenen, ferner die Uebertreibungen, die in der Zeichnung verschiedener Episoden, aber auch in der Figur des Christoph vorhanden sind, ferner die Abwesenheit jeglicher Liebesaffäre, und das Unwahrscheinliche der Schlußwendung. Ganz bestimmt befinden sich aber trotzdem in Ihrer Arbeit verschiedene Erfolgselemente und sichtbare Zeichen Ihres Talents, das freilich mehr zur Komödie und zum Lustspiel zu neigen scheint. Es widerstrebt mir, Ihnen einen Rat zu erteilen, weil man ja von außen nicht abzusehen vermag, wie sich ein Mann und nach welcher Richtung entwickelt. Wenn Sie den schweren Weg, dessen Endziel zweifelhaft bleibt, gehen wollen, bleiben Sie allein. Wenn Ihnen aus verschiedenen, meinetwegen auch practischen Gründen der leichtere Weg der gemäßere ist, dann verbinden Sie sich am besten mit einem handfesten erfahrenen Dramatiker [...]" (ms. Br. mit eh. U.). Im März des Folgejahres schickt Igler - auch mit unerwähnt bleibendem Titel - den "Entwurf zu einem Tonfilm" an Salten: "Die Doppelrolle habe ich Richard Tauber zugedacht [...] Wenn man den Gegenspieler Max durch Bressart besetzen könnte, würde mich der Film fesseln. Ob er auch meine lieben Mitmenschen packen und unterhalten könnte, bitte ich Sie, verehrter Meister[,] zu beurteilen", schreibt er unterm 12. III. und ersucht weiters, ob Salten, als "Meister des Drehbuches", "sich seiner [d. i. des Entwurfes] annehmen würde" (ms. Briefdurchschlag). Ungleich knapper nun fällt Saltens Antwortbrief diesmal aus: "Beiliegend erhalten Sie Ihr Manuskript wieder zurück mit der Bitte, darüber nicht zu erschrecken und mir nicht böse zu sein. Offengestanden, ich habe es nicht gelesen, weil Sie wünschen, daß ich mich des Drehbuches annehmen solle und weil ich mich niemals an einer fremden Arbeit beteiligen kann [...]" (ms. Br. mit eh. U. vom 5. IV. 1932). - Neben zahlreichen nicht identifizierten oder biographisch nicht erfaßbaren Verfassern finden sich in vorliegender Korrespondenzsammlung Schriftstücke der Schriftsteller, Schauspieler, Komponisten und Regisseure Herbert Furreg (Intendant, Theaterdirektor und Übersetzer, 1897-1958), Heinrich Glücksmann (Schriftsteller, Kunstkritiker und Dramaturg, 1863-1947), Paul Hansen (Schriftsteller, geb. 1893), Franz Horch (Dramaturg und Schriftsteller, 1901-1951), Hans Jungbauer (Schauspieler, 1897-1960), Karl Klammer (Schriftsteller, 1879-1959), Franz Lehár (Komponist, 1870-1948), Alexander Lernet-Holenia (Schriftsteller, 1897-1976), Max Neufeld (Schauspieler und Regisseur, 1887-1967), Hermann Röbbeling (Schauspieler, Regisseur und Theaterdirektor, 1875-1949), Friedrich Rosenthal (Dramaturg und Theaterwissenschaftler, 1885-1942), Felix Salten (Schriftsteller, 1869-1945), Heinrich Schnitzler (Schauspieler und Regisseur, 1902-1982), Willy Thaller (Schauspieler und Sänger, 1854-1941) und Hans Thimig (Schauspieler und Regisseur, 1900-1991). - Beiliegend einige wenige Briefe dritter an vierte, die "Statuten der Genossenschaft dramatischer Schriftsteller und Komponisten" (28 SS. OBr. Kl.-8vo), der "Bericht über das Mitgliedsjahr 1934/35 der Genossenschaft" (12 SS. Lose Bll. 8vo), eine gedr. Übersicht über die Staatlich genehmigte Literarische Verwertungsgesellschaft (32 SS. OBr. Kl.-8vo), die gedr. Satzungen des Verbandes Deutscher Bühnenschriftsteller und Bühnenkomponisten e. V. (in zweifacher Ausführung: einmal für ausländische Mitglieder - 4 SS. Lose Bll. 8vo - und einmal für deutsche - 7 SS. Lose Bll. 8vo) sowie ein Vertragswerk zwischen Autoren, Verlegern und Bühnen (8 Bll. 4to), einige Konto- und Überweisungsbelege, Aufgabescheine u. a. - Detaillierte Verlistung auf Anfrage.‎

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Wien, AT
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€ 1.800,00 Kopen

‎Ionesco, Eugène, Schriftsteller (1909-1994).‎

‎Zwei Stücke. Impromptu. Die Nashörner. 61. bis 67. Tausend. Mit eigenh. Widmung und U. Frankfurt a. M. und Hamburg, Fischer Bücherei, 1971.‎

‎156, (4) SS. Bedruckter Pappband. 8vo. (= Fischer Bücherei 7005). - Titelblatt mit eh. Widmung "Pour le professeur Hugo Huppert avec l'amitié d' Eugène Ionesco".‎

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Wien, AT
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€ 300,00 Kopen

‎Ionesco, Eugène, Romanian-French playwright (1909-1994).‎

‎TLS (carbon copy). Paris, 20 Feb. 1975.‎

‎Large 4to. ½ p. With envelope. To a collector: "Je vous remercie beaucoup pour la copie de presse que vous m'avez envoyée et j'ai été très heureux de savoir que mon roman 'Le Solitaire' vous a plu [...]".‎

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Wien, AT
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€ 350,00 Kopen

‎Iro, Karl, Schriftsteller und Journalist (1861-1934).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 19. X. 1916.‎

‎2½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. Mit der Bitte, “[d]er Wittwe nach dem in Görz gefallenen Reichsratsabgeordneten Oblt. Dr. Pollauf”, der “vom Finanz-Ministerium eine Tabak-Trafik verliehen” wurde, einen “Kiosk in der Praterstrasse” zu verschaffen. - Iro war als Mitarbeiter verschiedener belletristischer und politischer Zeitschriften, später auch als Wanderlehrer des ‘Schulvereins für Deutsche’ tätig. Seit 1889 gab er die ‘Unverfälschten deutschen Worte’ heraus, war Landtagsabgeordneter in Eger und Reichsratsabgeordneter der Planer Landgemeinden. Zudem war er Herausgeber des ‘Deutschvölkischen Taschenkalenders’. Vgl. Kosel, Dt.-Öst. Künstler- u. Schriftsteller Lex. I, 1902, s. v. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. - In altem Sammlungsumschlag.‎

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Wien, AT
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€ 50,00 Kopen

‎Janetschek, Ottokar, Schriftsteller (1884-1963).‎

‎Eigenh. Briefkarte mit U. ("O. Janetschek"). Wien, 3. XI. 1932.‎

‎1 S. Qu.-8vo. An einen Herrn Rischawy: "Für Ihr liebes Interesse danke ich Ihnen herzlich. Leider kann ich Ihnen aber mit einem Bilde momentan nicht dienen, doch werde ich bestrebt sein, die nachzutragen. Sie erinnern mich wohl gelegentlich daran! [...]". - Ottokar Janetschek war Bahninspektor bei der Österreichischen Bundesbahn und daneben Mitarbeiter verschiedener Zeitungen und Zeitschriften; zudem schrieb er Künstler- und historische Romane, so etwa "Mozart, ein Künstlerleben" (1924), "Schuberts Lebensroman" (1928) und "Kaiser Franz Josef" (1949). - Mit einer kleinen Ausnehmung am linken Rand für das nicht einmontierte Bildchen.‎

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Wien, AT
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€ 50,00 Kopen

‎Janetschek, Ottokar, Schriftsteller (1884-1963).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. ("O. Janetschek"). Gries (Tirol), 15. VII. 1933.‎

‎1 S. Qu.-8vo. An den Verlag Johannes Günther in Wien: "Beruhigt! 200 gehen in Ordnung u. werden mit Danke als à Conto bestätigt. Gestrige Karte geht noch auf die Unruhe zurück und ist daher als belanglos zu betrachten [...]". - Ottokar Janetschek war Bahninspektor bei der Österreichischen Bundesbahn und daneben Mitarbeiter verschiedener Zeitungen und Zeitschriften; zudem schrieb er Künstler- und historische Romane, so etwa "Mozart, ein Künstlerleben" (1924), "Schuberts Lebensroman" (1928) und "Kaiser Franz Josef" (1949). - Papierbedingt etwas gebräunt und im linken Rand gelocht (keine Textberührung).‎

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Wien, AT
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€ 50,00 Kopen

‎Janitschek, Maria, Pseud. Marius Stein, Schriftstellerin und Frauenrechtlerin (1859-1927)‎

‎Eigenh. Brief mit U. Berlin, 18. IV. [1904].‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit dem Ersuchen um Abdruck ihrer Rezension zu dem Gedichtband "Pulse des Lebens" von Helene Svoboda: "A armer Reisender tät schön bitten [...] Das Buch ist nämlich jetzt eben erschienen [... Ich bin] noch immer im Askanischen Hof, im Gekreisch und Höllenlärm der niedlichen Stadt Berlin [...]" - Die aus Wien gebürtige Schriftstellerin Maria Janitschek gehört in den Umkreis der bürgerlichen Frauenbewegung des Fin de Siecle. Ihre erotischen Schilderungen ("Mimikry" 1903, "Eine Liebesnacht" 1908) waren Skandale jener Jahre. Das darin enthaltene gesellschaftskritische Potential wird erst heute erkannt. Sie lebte in Berlin und München.‎

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Wien, AT
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€ 120,00 Kopen

‎Jankó, Emil von, Schriftsteller (1888-1967).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. Wien, 19. X. 1937.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An Josef Wesely: “Herzlichen Dank für Ihren freundlichen Brief und Fingerzeig. Werde die Spur weiterverfolgen [...]”. - Emil von Janko war Leiter des Wiener Märchenspiels und verfasste zahlreiche Zaubermärchen. Vgl. Kosch VIII, 504.‎

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Wien, AT
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€ 50,00 Kopen

‎Jegerlehner, Johannes, Schweizer Schriftsteller (1871-1937)‎

‎Ms. Brief mit U. Grindelwald, April 1936‎

‎½ S. 4to. Der Berner Vertreter der Schweizer Alpendichtung dichtet ein Jahr vor seinem Tod: "Ihr lieben Freunde, Gruss und grossen Dank! / Ob sie mir winkt - nein, bogenweit im Rank / umgeh' ich listig, kraftverjüngt die Ruhebank. / Die Hebel fliessen, schleierlos die Sicht. / im Abendsonnefeuer strahlt das Licht, lass Himmel, mich noch wirken, eh' das Auge bricht."‎

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Wien, AT
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€ 150,00 Kopen

‎Jelusich, Mirko, Schriftsteller (1886-1969).‎

‎Eigenh. Bildpostkarte mit U. Wien, 22. XII. 1964.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adr. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Wünsche zu Geburtstag und Weihnachten. - Als Artillerieoffizier und Schriftsteller den Ersten Weltkrieg durch Einsatz an der Front und mit der Feder (‘Vaterunser 1914’) unterstützend, war der Sohn eines kroatischen Vaters und einer sudetendeutschen Mutter nicht zuletzt durch seine Bekanntschaft mit dem antisemitischen Schriftsteller Arthur Trebitsch unzweideutigen Einflüssen ausgesetzt. Seit 1923 Theaterkritiker der rechtsextremen ‘Deutsch-österreichischen Tageszeitung’, schloß er sich Ende der zwanziger Jahre dem Nationalsozialismus an und baute u. a. 1936 den ‘Bund deutscher Schriftsteller Österreichs’ auf. 1938 für kurze Zeit kommissarischer Leiter des Wiener Burgtheaters, trat er noch im selben Jahr wegen Differenzen mit Joseph Goebbels zurück, setzte sich jedoch weiterhin publizistisch unablässig für das Regime ein. 1945 von den sowjetischen Besatzern verhaftet und als Hochverräter angeklagt, wurde er 1950 schließlich freigesprochen und war anschließend wieder schriftstellerisch tätig. Vgl. Kosch VIII, 551f.‎

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Wien, AT
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€ 120,00 Kopen

‎Jelusich, Mirko, Schriftsteller (1886-1969).‎

‎Eigenh. Bildpostkarte mit U. Windischgarstein, o. D.‎

‎1 S. Qu.-8vo. An die Schauspielerin Lili Marberg: "Anfang September sind wir wieder in Wien und freuen uns auf ein Wiedersehen am 6. IX. [...]". - Als Artillerieoffizier und Schriftsteller den Ersten Weltkrieg durch Einsatz an der Front und mit der Feder (‘Vaterunser 1914’) unterstützend, war der Sohn eines kroatischen Vaters und einer sudetendeutschen Mutter nicht zuletzt durch seine Bekanntschaft mit dem antisemitischen Schriftsteller Arthur Trebitsch unzweideutigen Einflüssen ausgesetzt. Seit 1923 Theaterkritiker der rechtsextremen ‘Deutsch-österreichischen Tageszeitung’, schloß er sich Ende der zwanziger Jahre dem Nationalsozialismus an und baute u. a. 1936 den ‘Bund deutscher Schriftsteller Österreichs’ auf. 1938 für kurze Zeit kommissarischer Leiter des Wiener Burgtheaters, trat er noch im selben Jahr wegen Differenzen mit Joseph Goebbels zurück, setzte sich jedoch weiterhin publizistisch unablässig für das Regime ein. 1945 von den sowjetischen Besatzern verhaftet und als Hochverräter angeklagt, wurde er 1950 schließlich freigesprochen und war anschließend wieder schriftstellerisch tätig. - Lili Marberg (1876-1962) gehörte von 1911 bis 1950 dem Wiener Burgtheater an. Seit 1936 auch Ehrenmitglied, spielte sie zunächst in Stücken Wedekinds, Hauptmanns und Ibsens, später vorwiegend Königinnen und mütterliche Frauen und galt weithin als vorzügliche Charakterdarstellerin. Zu ihren Hauptrollen zählten Desdemona, Hedda Gabler und Helena in "Vor Sonnenaufgang". Ihre einzige Filmrolle war die des Fräulein Munk in Walter Reischs "Silhouetten" (1936).‎

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Wien, AT
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€ 120,00 Kopen

‎Jelusich, Mirko, Schriftsteller (1886-1969).‎

‎“Ein Held”. Eigenh. Manuskript mit Paraphe. O. O., 29. VII. 1936.‎

‎5 SS. auf 5 Bll. 4to. Vollständiges Manuskript einer Erzählung, deren Held eine Hornisse ist: “Nun wäre es schön, wenn ich diese Geschichte mit der Schilderung beenden könnte, wie wir den toten Helden feierlich bestatteten. Aber der Mensch ist kaum gegen seinesgleichen edelmütig, geschweige denn gegen ein Tier. Die Überreste des Tieres wurden achtlos in ein Gebüsch geschleudert [...]”. - Jelusich war seit Anfang der 20er Jahre Theaterkritiker der rechtsextremen ‘Deutsch-österreichischen Tageszeitung’ und schloß sich Ende der zwanziger Jahre dem Nationalsozialismus an. Seit 1923 Mitglied des "Kampfbundes für deutsche Kultur", dessen Vorsitz er später übernahm, setzte er seine Propagandatätigkeit auch nach dessen Verbot 1933 fort und baute u. a. 1936 den "Bund deutscher Schriftsteller Österreichs" auf. 1938 für kurze Zeit kommissarischer Leiter des Wiener Burgtheaters, trat er noch im selben Jahr wegen Differenzen mit Joseph Goebbels zurück, setzte sich jedoch weiterhin publizistisch unablässig für das Regime ein. 1945 von den sowjetischen Besatzern verhaftet und als Hochverräter angeklagt, wurde er 1950 schließlich freigesprochen und war anschließend wieder schriftstellerisch tätig. - In Bleistift; Bl. 2-5 rechts oben num.; auf der Rückseite eines ms. Typoskripts.‎

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Wien, AT
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€ 250,00 Kopen

‎Jordan, Wilhelm, Schriftsteller und Politiker (1819-1904).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Frankfurt a. M., 22. VII. 1897.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. Qu.-8vo. "Sein ganzes Begehren erfüllen die Götter | Hieniden keinem von allen Kindern | Der Staubgebornen; und Stückwerk gestattend | Verzeihn sie nicht leicht, was ausgezeichnet | Sich höher erhebt, als ihre Hände | Das mittlere Maaß der Menschen setzten" (aus "Nibelunge, Siegfridsage [!]", wie am rechten oberen Rand eh. vermerkt). - 1843 wegen seiner Schriften und Reden für politische Freiheit aus Berlin ausgewiesen, ließ sich Jordan in Leipzig nieder, gab 1845/46 die Zeitschrift 'Die beflissene Welt' heraus, mußte aber auch Sachsen wegen seiner politischen Gesinnung verlassen und ging als Korrespondent der 'Bremer Zeitung' nach Paris. "Nach Berlin zurückgekehrt, wurde er in die Deutsche Nationalversammlung gewählt. Hier schloß er sich erst der Linken, dann der Erbkaiserlichen Partei an, plädierte für ein deutsches Reich unter preußischer Führung und war zuletzt Marinerat im Reichshandelsministerium" (DBE). Sein Werk umfaßt neben eigenen Schauspielen und Romanen zahlreiche Übersetzungen von Shakespeare, Homer und Sophokles.‎

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€ 150,00 Kopen

‎Jordan, Wilhelm, Schriftsteller und Politiker (1819-1904).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Frankfurt a. M., 8. X. 1868.‎

‎3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Gemäß einem zeitgenöss. Bleistiftvermerk von fremder Hand am unteren Rand von Bl. 2 verso an "Frau Minna Grosser bei Ueberreichung seines Lustspiels "Durch's Ohr": "Nicht vergessen habe ichs, verehrte Frau, daß ich Ihnen seit mehr als einem halben Jahre eine Antwort schuldig bin auf Ihre freundlichen und warm empfundenen Zeilen. Aber die nur fünfmonatliche Sommerfrist [...] war in diesem Jahr so über alle Maaßen in Anspruch genommen, daß ich erst jetzt [...] endlich dazu gelange, Ihnen meinen herzlichsten Dank zu sagen. Ihrer lebhaften u. schönen Theilnahme an meiner Poesie eingedenk hoffe ich, daß es Ihnen einiges Vergnügen machen werde, das beikommende Lustspiel zu lesen u. als Wiener Andenken an d. Verfasser Ihrer Bibliothek einzuverleiben [...]". - 1843 wegen seiner Schriften und Reden für politische Freiheit aus Berlin ausgewiesen, ließ sich Jordan in Leipzig nieder, gab 1845/46 die Zeitschrift 'Die beflissene Welt' heraus, mußte aber auch Sachsen wegen seiner politischen Gesinnung verlassen und ging als Korrespondent der 'Bremer Zeitung' nach Paris. "Nach Berlin zurückgekehrt, wurde er in die Deutsche Nationalversammlung gewählt. Hier schloß er sich erst der Linken, dann der Erbkaiserlichen Partei an, plädierte für ein deutsches Reich unter preußischer Führung und war zuletzt Marinerat im Reichshandelsministerium" (DBE). Sein Werk umfasst neben eigenen Schauspielen und Romanen zahlreiche Übersetzungen von Shakespeare, Homer und Sophokles. - Ohne das erwähnte Lustspiel.‎

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€ 180,00 Kopen

‎Jordan, Wilhelm, Schriftsteller und Politiker (1819-1904).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Frankfurt a. M., 12. II. 1897.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. Mit eh. adr. Kuvert und einer Beilage (s. u.). An den Schriftsteller und Journalisten Wilhelm Goldbaum (1843-1912): "Indem ich auch Ihnen herzlich danke für Ihren warmen Glückwunsch und die Uebermittlung des Angebindes von griechischem Wunderwein, bitte ich Sie, die beil. kl. Festschrift als Andenken anzunehmen [...]". - 1843 wegen seiner Schriften und Reden für politische Freiheit aus Berlin ausgewiesen, ließ sich Jordan in Leipzig nieder, gab 1845/46 die Zeitschrift "Die beflissene Welt" heraus, mußte aber auch Sachsen wegen seiner politischen Gesinnung verlassen und ging als Korrespondent der "Bremer Zeitung" nach Paris. "Nach Berlin zurückgekehrt, wurde er in die Deutsche Nationalversammlung gewählt. Hier schloß er sich erst der Linken, dann der Erbkaiserlichen Partei an, plädierte für ein deutsches Reich unter preußischer Führung und war zuletzt Marinerat im Reichshandelsministerium" (DBE). Sein Werk umfaßt neben eigenen Schauspielen und Romanen zahlreiche Übersetzungen von Shakespeare, Homer und Sophokles. - Wilhelm Goldbaum war Feuilletonredakteur der "Neuen Freien Presse" und arbeitete auch für die "Westermannschen Monatshefte", die "Rundschau", die "Gartenlaube", die "Nationalzeitung" und die "Wiener Mode". Seine kultur- und literaturhistorischen Essays erschienen in den Sammlungen "Entlegene Kulturen" (1877) und "Literarische Physiognomien" (1884); zudem war Goldbaum auch als Übersetzer aus dem Polnischen tätig. - Etwas gebräunt. - Ohne die erwähnte Beilage, jedoch mit Jordans gedr. "Programm der epischen Dichtung Sigfridsage".‎

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‎Jost, Eduard, Schriftsteller und Redakteur (1837-1902).‎

‎Portraitphotographie mit eigenh. Widmung und U. (verso). Landau, 10. VII. 1876.‎

‎10:6,2 cm. "Herrn Fr. Hochenegg in Linz hochachtungsvoll verehrt" ist das Brustbild aus dem Hause Rummel in Landau. - Der in Trier geborene Eduard Jost war u. a. in den Theatern von Kleve und Löbau als Sänger und Schauspieler tätig, ehe er, sich dem Journalismus zuwendend, Redakteur der "Trierischen Volkszeitung", des "Dürkheimer Anzeigers" und des "Landauer Eilboten" wurde; 1884 gründete er in Kaiserslautern die pfälzische Wochenschrift "Die Heimat". Seit 1886 in Leipzig ansässig, ging er 1892 nach Naumburg/Saale und redigierte zuletzt die "Neustädter Zeitung". "Jost trat auch als Erzähler hervor, war der Verfasser des 'Pfälzerliedes' (1877) und veröffentlichte 1895 seine Lebenserinnerungen unter dem Titel 'Vor fünfundzwanzig Jahren'" (DBE). Vgl. auch Kosch II, 1172.‎

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€ 50,00 Kopen

‎Jüllig, Karl Hans, Schriftsteller und Musikpädagoge (1888-1975).‎

‎3 ms. Briefe und (Bild-)Postkarten mit eigenh. U. Bad Aussee und Wien, 1946-1963.‎

‎Zusammen 3 SS. (Qu.-)8vo. Mit einem ms. Kuvert. Dankt Josef Wesely für ihm wiederholt übersandte Geburtstagswünsche: “Ich bin aber nicht ganz klar, mit wem ich es zu tun habe. Sind Sie einer meiner ehemaligen Schüler oder sind Sie ein Lehrer aus Pertisau am Achensee? [...]” (Br. v. 3. V. 1946). - “Könnten Sie ein wenig meinem Gedächtnis auf die Sprünge helfen, wo wir uns kennen lernten? Sind Sie einer meiner Schüler oder Leser? [...]” (Karte v. 2. I. 1948). - Jüllig lebte als Verfasser von Schauspielen und Epen in Wien. Vgl. Kosch VIII, 701f.‎

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€ 85,00 Kopen

‎Jüngst, Hans, Journalist, Schriftsteller, Schauspieler und Regisseur (1888-1975).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. [Frankfurt a. M.], 12. VII. 1952.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An Josef Wesely mit Dank für ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag. - Hans Jüngst besuchte die Schauspielschule in München, war am Theater tätig und wandte sich anschließend der Literatur zu; er veröffentlichte mehrere Erzählungen und Schauspiele.‎

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€ 50,00 Kopen

‎Jungnickel, Max, Schriftsteller (1890-1945).‎

‎“Weihnachts-Arche”. Eigenh. Manuskript mit Namenszug im Titel. [Berlin, um 1923].‎

‎1 S. 4to. Ode auf weihnachtliches Kinderglück in freien Rhythmen: “Es hob sich eine bunte Arche in den Tag ... | Aus Sternenschein und Lichterglanz. | Weit kam sie her, ... aus Himmel und aus Ewigkeit. | Durch jedes Menschenalter fuhr sie wie durch ein seliges Meer. | Und brachte Erinnerungen mit; groß und leuchtend wie Perlenhaufen [...]”. - Als mittelloser Dichter in Berlin lebend und u. a. für die ‘Rakete’ tätig, erschien 1909 Jungnickels erster Gedichtband ‘Aus einer Träumerwerkstatt’; 1912 erschien das Märchenspiel ‘Der Himmelsschneider’, und bald hatten phantasievolle Erzählungen, Novellen, Romane und Märchen ihn zu einem beliebten Jugendschriftsteller geraten lassen. Nach dem Ersten Weltkrieg wieder in Berlin lebend, fiel Jungnickel als Soldat im Zweiten Weltkrieg; sein Werk geriet nach 1945 nicht zuletzt wegen seiner Begeisterung für den Nationalsozialismus in Vergessenheit. - Mit kl. Einr. im Falz.‎

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€ 180,00 Kopen

‎Jungnickel, Max, Schriftsteller (1890-1945).‎

‎“Wunder aus Melodie und Sonne”. Eigenh. Manuskript mit Namenszug im Titel. [Berlin, um 1919].‎

‎1 S. Folio (48,7:21,4 cm). Lyrische Prosaidylle über den Gesang der Vögel und das Bauernleben: “Jede Heckenrose eine Note. Jede Biene eine Fermate. Und die Sonnenstrahlen am Anfang der Violinschlüssel. -- Nach diesen Noten singt Schneewittchen, wenn sie, drinnen im Hause, sich über’s Haar streicht und in den Spiegel schaut. An diese Notenlinien lehnt sich, in der Sommernacht, der Bauerknecht mit freudigem Herzen, wenn er seine Gedichte erwartet [...]”. - Als mittelloser Dichter in Berlin lebend und u. a. für die ‘Rakete’ tätig, erschien 1909 Jungnickels erster Gedichtband ‘Aus einer Träumerwerkstatt’; 1912 erschien das Märchenspiel ‘Der Himmelsschneider’, und bald hatten phantasievolle Erzählungen, Novellen, Romane und Märchen ihn zu einem beliebten Jugendschriftsteller geraten lassen. Nach dem Ersten Weltkrieg wieder in Berlin lebend, fiel Jungnickel als Soldat im Zweiten Weltkrieg; sein Werk geriet nach 1945 nicht zuletzt wegen seiner Begeisterung für den Nationalsozialismus in Vergessenheit. - Das Blatt aus drei senkrecht aneinandermontierten Bll. bestehend.‎

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Wien, AT
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‎Kabdebo, Heinrich, Kunsthistoriker (1853-1881).‎

‎Brief mit eigenh. U. Wien, 21. VI. 1880.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. Folio. An das Sekretariat Sr. kaiserlichen Hoheit Erzhzg. Sigismund: "Der ergebenst Gefertigte erlaubt sich vier Nummern des IV. Bandes der 'Oesterr-Ungar. Kunst-Chronik' vorzulegen und erbittet sich die huldvolle Unterstützung dieses Unternehmens von Sr. Kaiserlichen Hoheit, durch die gnädige Anordnung des Abonnements. - Das Blatt ist nicht nur das einzige Kunst & Literaturblatt Österreichs, sondern speziell Eines der Wenigen mit ausgesprochener patriotischer Tendenz. Die 'österr.-ungar. Kunst-Chronik' hat sich in besonderer Anerkennung des patriotischen Charakters der besondern huldvollen Unterstützung der durchl. H[o]H[eiten] Erzherzog Kronprinz Rudolf, Ludwig Victor, Ludwig Salvator dann der großmüthigen Unterstützungen des K. u. K. Oberstkämmerer-Amtes, des hohen Obersthofmeister-Amtes Ihrer Majestät der Kaiserin sowie des hohen Minister-Präsidiums zu erfreuen [...]". - Trotz der vielfältigen Unterstützung jedoch, die das Blatt im Hause Habsburg fand, war ihm kein langes Leben beschieden, da sein Herausgeber noch jung an Jahren im Jahr darauf verstarb. Kabdebo veröffentlichte des weiteren eine "Bibliographie zur Geschichte der beiden Türkenbelagerungen Wiens 1529 u. 1683" (1876), die "Die poetische Literatur der Stadt Wien vom Beginne des 16. bis zum Schlusse des 18. Jhdt." (1878), das "Hand-Lexikon österreichischer Künstler und Kunstverwandten" (1880), "Matthäus Donner und die Geschichte der Wiener Graveur-Akademie in der 1. Periode ihres Bestandes" (1880) sowie "Monogramme, Siegel und Namensfertigungen österreichischer Künstler des 16.-19. Jhdts." (1880).‎

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‎Kahlenberg, Hans von, Pseud. für Helene Keßler geb. von Monbart, Schriftstellerin (1870-1957).‎

‎Eigenh. Bildpostkarte mit U. Capri, o. D.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An Josef Wesely mit Dank für ihr übersandte Wünsche zum Geburtstag. - Helene Keßler, die Tochter des Offiziers Erich von Monbart, war als Lehrern tätig und ehelichte 1908 den preußischen Forstmeister Wilhelm Keßler. Bekannt wurde sie durch ihren Bestseller "Ahasvera" (1910) und die erotische Thematik einiger ihrer Bücher (darunter "Nixchen. Ein Beitrag zur Psychologie der höheren Tochter" (1899) und "Der Fremde" (1901).‎

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Wien, AT
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€ 60,00 Kopen

‎Kaiser, Fritz, Schriftsteller (1895-1956).‎

‎2 eigenh. (Bild-)Postkarten mit U. Ilmenau, 1946 und 1951.‎

‎Zusammen 3 SS. (Qu.-)8vo. Jeweils mit eh. Adresse. Dankt Josef Wesely für ihm wiederholt übersandte Geburtstagswünsche. - Fritz Kaiser lebte als freier Schriftsteller, der vorwiegend Erzählungen und Gedichte verfaßte, in Ilmenau am Bodensee. Vgl. Kosch VIII, 834f.‎

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€ 75,00 Kopen

‎Kaiser, Fritz, Schriftsteller (1895-1956).‎

‎3 eigenh. und 1 ms. (Bild-)Postkarten mit U. Ilmenau, o. D.‎

‎Zusammen 4 SS. auf 4 Bll. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. Zusammenhängendes Schreiben an Josef Wesely auf 4 Bll. - Fritz Kaiser lebte als freier Schriftsteller, der vorwiegend Erzählungen und Gedichte verfaßte, in Ilmenau am Bodensee. Vgl. Kosch VIII, 834f.‎

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€ 60,00 Kopen

‎Kaiser, Georg, Schriftsteller (1878-1945).‎

‎Albumblatt mit eigenh. Namenszug. O. O. u. D.‎

‎1 S. 12mo.‎

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€ 90,00 Kopen

‎Kaiser, Georg, Schriftsteller (1878-1945).‎

‎Albumblatt mit eigenh. Namenszug und Datum. O. O., 19. X. 1930.‎

‎½ S. Kl.-4to. Mit kl. Randläsuren.‎

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‎Kaiser, Isabelle, Schriftstellerin (1866-1925).‎

‎Eigenh. Portraitpostkarte mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. 8vo. In französischer Sprache an einen "cher amie". - Aufgewachsen in Genf, lebte Isabelle Kaiser seit 1879 in Zug "und verfaßte Gedichte in deutscher und französischer Sprache, Romane und Erzählungen, die von der Neuromantik, aber auch vom Naturalismus geprägt waren. Ihr bekanntestes Werk ist der autobiographische 'Roman Cœur de femme'" (DBE). 1902 übersiedelte sie, deren Leben von TBC-Erkrankungen und wiederholten Sanatoriumsaufenthalten beeinträchtigt war, nach Beckenried. - Die Bildseite mit einem Portrait en face.‎

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‎Kapper, Siegfried, Schriftsteller und Arzt (1821-1879).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 27. I. 1843.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse. An den Humanisten und “k. k. Kreiskomissär” Paul Alois Klar (1801-1860) in Prag: “Eu. Wohlgeborn gefällige Zuschrift der Libussa habe ich die Ehre gehabt zu erhalten und statte dafür hiemit meinen herzlichsten Dank ab [...] Meine Sammlung [...] Volkspoesien erscheint im Verlaufe des Frühjahres bei F. A. Brockhaus in Leipzig [...]”. - Während der der Revolution 1848 und auch hernach vorwiegend als Journalist tätig, zog es den studierten Mediziner Mitte der fünziger Jahre als Arzt nach Dobirs bei Prag. 1859 nahm er am Feldzug in Piemont und der Lombardei teil, ging anschließend als Stadtrat nach Jungbunzlau und ließ sich Ende der sechziger Jahre als Arzt und Schriftsteller in Prag nieder. Literarisch im Freundeskreis von Friedrich Bach und Moritz Hartmann verkehrend, widmete er sich der Übersetzung und Nachdichtung slawischer Volkspoesie. Mehrere seiner Gedichte wurden vertont. - Der Humanist und Rechtsgelehrte P. A. Klar hatte die von seinem Vater begründete Stiftung zur Blindenvorsorge zu der Zeit, aus der unser Schreiben stammt, “auf eine solche Höhe gebracht, daß im Jahre 1842 25 Pfleglinge nicht mehr in einem Miethlocale, sondern in einem wohleingerichteten Institutsgebäude wohnten (Wurzbach; zit. n. DBA I 655, 151). Auch eine andere, gleichfalls vom Vater begründete wohltätige Einrichtung - die Künstlerhilfe - wurde von Klar betreut, sodaß es schließlich zur “Einführung der barmherzigen Schwestern von der Congregation des h. Karl Borromäus behufs der Krankenpflege in Böhmen [kam]” (ebd., 151f.). - Der von Seidl erwähnte Titel läßt sich über die einschlägigen Bibliotheks- und Verbundkataloge nicht nachweisen. - Mit kl. Ausr. durch Öffnung der Verschlußmarke und unbed. Montagespuren auf Bl. 2 verso.‎

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€ 100,00 Kopen

‎Karl, Ziak, österr. Schriftsteller (1902-1987).‎

‎Ms. Brief mit U. und 1 eigenh. Postkarte mit U. Wien und Prag, 1959 u. 1968‎

‎Brief: 1 S. 8to. Postkarte: 1 S. Qu.-8to. 1959 noch erkundigt sich Karl Ziak über den Ursprung der Bekanntschaft zu Josef Wesely und die Kenntnis seiner Person. 1968 schreibt Ziak allerdings in amikalen Worten: "Sie gedenken immer so freundlich meines Geburtstages, daß ich mich endlich wieder einmal bedanken muß. Ich bin in den letzten Jahren häufig in der CSSR. Die Landschaft ist bezaubernd. Es gibt eine Unmenge von Schlössern u. Burgen u. Städtchen mit bemerkenswerten Plätzen. Prag ist eine bezaubernde Stadt, vorallem seitdem sie restauriert wird."‎

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€ 120,00 Kopen

‎Karlweis, Carl, d. i. Karl Weiß, Schriftsteller (1850-1901).‎

‎4 eigenh. Briefe mit U. Karlsbad u. a. O., 1897-1901.‎

‎Zusammen 10 SS. 8vo. Schöne Briefe an einen namentlich nicht genannten Adressaten: “Soeben erhalte ich, von einer feschen Radfahrt mit Bahr und Gattin heimkehrend, Ihr liebes trauriges Schreiben aus Trafoi [...]” (Br. v. 10. VIII. 1898). - “Ihre Karte hatte sich mit der meinen gekreuzt. Vor allem: Kainz ist nichts weniger als lungenkrank. Wir machen täglich große Spaziergänge, waren beispielsweise vorgestern oben in Col die Rodi, das ganz ernsthaftes Steigen erfordert, um es zu erreichen. Ihm geht es einfach so wie mir: Beide sind wir abgerackert, von der Arbeit und vom Fieber [...]” (Br. v. 5. III. 1900). - Carl Karlweis, von Hauptberuf im Dienst der öst.-ung. Staatseisenbahn und der k. k. privaten Südbahnen tätig, "machte sich mit zahlreichen Komödien, Lustspielen und Volksstücken auch als Bühnenautor einen Namen. Für sein 1894 uraufgeführtes satirisches Volksstück 'Der kleine Mann' wurde er 1896 mit dem Raimund-Preis ausgezeichnet [...] 1893 wurde sein gemeinsam mit Hermann Bahr verfaßtes Volksstück 'Aus der Vorstadt' uraufgeführt" (DBE). Karlweis war Mitarbeiter der "Neuen Freien Presse" sowie der Zeitschrift "Gegen den Strom" und verkehrte vornehmlich in den Wiener literarischen Zirkeln der Jahrhundertwende. - Alle Briefe im linken Rand gelocht (nur gelegentlich minimale Textberührung); der Br. v. 10. VIII. 1898 auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.‎

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€ 260,00 Kopen

‎Karlweis, Carl, d. i. Karl Weiß, Schriftsteller (1850-1901).‎

‎Albumblatt mit einer eigenh. Zeile, Datum und U. Wien, Mai 1901‎

‎1 S. 6,3:10,1 cm. “‘s dauert alles nur a Weil!” - Carl Karlweis, von Hauptberuf im Dienst der öst.-ung. Staatseisenbahn und der k. k. privaten Südbahnen tätig, "machte sich mit zahlreichen Komödien, Lustspielen und Volksstücken auch als Bühnenautor einen Namen. Für sein 1894 uraufgeführtes satirisches Volksstück 'Der kleine Mann' wurde er 1896 mit dem Raimund-Preis ausgezeichnet [...] 1893 wurde sein gemeinsam mit Hermann Bahr verfaßtes Volksstück 'Aus der Vorstadt' uraufgeführt" (DBE). Karlweis war Mitarbeiter der "Neuen Freien Presse" sowie der Zeitschrift "Gegen den Strom" und verkehrte vornehmlich in den Wiener literarischen Zirkeln der Jahrhundertwende.‎

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‎Karlweis, Carl, d. i. Karl Weiß, Schriftsteller (1850-1901).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Wien, Weihnachten 1894 oder 1899.‎

‎1 S. Qu.-8vo. "'S dauert Alles nur a Weil'! | Merk' den Spruch in Freud' und Leid! | Junge Leute haben immer Eil, | Alte haben immer Zeit [...]". - Carl Karlweis, von Hauptberuf im Dienst der öst.-ung. Staatseisenbahn und der k. k. privaten Südbahnen tätig, "machte sich mit zahlreichen Komödien, Lustspielen und Volksstücken auch als Bühnenautor einen Namen. Für sein 1894 uraufgeführtes satirisches Volksstück 'Der kleine Mann' wurde er 1896 mit dem Raimund-Preis ausgezeichnet [...] 1893 wurde sein gemeinsam mit Hermann Bahr verfaßtes Volksstück 'Aus der Vorstadt' uraufgeführt" (DBE). Karlweis war Mitarbeiter der "Neuen Freien Presse" sowie der Zeitschrift "Gegen den Strom" und verkehrte vornehmlich in den Wiener literarischen Zirkeln der Jahrhundertwende.‎

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€ 80,00 Kopen

‎Karlweis, Carl, d. i. Karl Weiß, Schriftsteller (1850-1901).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 27. XII. 1898.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: “Von einer kleinen Weihnachts-Erholungsfahrt heimkehrend, erfahre ich erst heute, daß Dich abermals ein schmerzlicher Verlust betroffen hat [...]”. - Carl Karlweis, von Hauptberuf im Dienst der öst.-ung. Staatseisenbahn und der k. k. privaten Südbahnen tätig, "machte sich mit zahlreichen Komödien, Lustspielen und Volksstücken auch als Bühnenautor einen Namen. Für sein 1894 uraufgeführtes satirisches Volksstück 'Der kleine Mann' wurde er 1896 mit dem Raimund-Preis ausgezeichnet [...] 1893 wurde sein gemeinsam mit Hermann Bahr verfaßtes Volksstück 'Aus der Vorstadt' uraufgeführt" (DBE). Karlweis war Mitarbeiter der "Neuen Freien Presse" sowie der Zeitschrift "Gegen den Strom" und verkehrte vornehmlich in den Wiener literarischen Zirkeln der Jahrhundertwende. - Beiliegend ein zeitgenössischer Nachruf auf den Tod des Schriftstellers (1 S. 8vo).‎

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‎Karlweis, Carl, d. i. Karl Weiß, Schriftsteller (1850-1901).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. Wien, 28. VI. 1890.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An den Fabrikanten Emanuel Grünfeld in Wien: “Ich wollte Euch gestern Abend noch besuchen, fand Euch aber nicht zu Hause. So muß ich Euch schriftlich Lebewohl sagen. Es hat sich nämlich so gemacht, daß ich schon heute meinen Urlaub antreten kann [...]”. - Carl Karlweis, von Hauptberuf im Dienst der öst.-ung. Staatseisenbahn und der k. k. privaten Südbahnen tätig, "machte sich mit zahlreichen Komödien, Lustspielen und Volksstücken auch als Bühnenautor einen Namen. Für sein 1894 uraufgeführtes satirisches Volksstück 'Der kleine Mann' wurde er 1896 mit dem Raimund-Preis ausgezeichnet [...] 1893 wurde sein gemeinsam mit Hermann Bahr verfaßtes Volksstück 'Aus der Vorstadt' uraufgeführt" (DBE). Karlweis war Mitarbeiter der "Neuen Freien Presse" sowie der Zeitschrift "Gegen den Strom" und verkehrte vornehmlich in den Wiener literarischen Zirkeln der Jahrhundertwende.‎

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‎Karlweis, Carl, d. i. Karl Weiß, Schriftsteller (1850-1901).‎

‎Gedr. Visitkarte mit 3 eigenh. Zeilen, Datum und U. O. O., 23. III. 1897.‎

‎1 S. Dankt einen namentlich nicht genannten Fräulein für die "hocherfreuende Anerkennung". - Der in Wien geborene Schriftsteller trat, nachdem er sich anfangs als Schauspieler versucht hatte, 1868 in den Dienst der öst.-ung. Staatseisenbahn, war seit 1869 als Oberoffizial in Graz tätig, wurde 1879 Sekretär im Präsidialbüro k. k. privaten Südbahnen und 1891 Inspektor. "Daneben wirkte K. bereits in Graz als Theaterreferent und machte sich mit zahlreichen Komödien, Lustspielen und Volksstücken auch als Bühnenautor einen Namen. Für sein 1894 uraufgeführtes satirisches Volksstück 'Der kleine Mann' wurde er 1896 mit dem Raimund-Preis ausgezeichnet. [...] 1893 wurde sein gemeinsam mit Hermann Bahr verfaßtes Volksstück 'Aus der Vorstadt' uraufgeführt" (DBE). Karlweis war Mitarbeiter der "Neuen Freien Presse" sowie der Zeitschrift "Gegen den Strom" und verkehrte vornehmlich in den Wiener literarischen Zirkeln der Jahrhundertwende. Vgl. auch Kosch IV, 3276.‎

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€ 58,00 Kopen

‎Kaschnitz, Marie Luise, Schriftstellerin (1901-1974).‎

‎Ms. Bildpostkarte mit eigenh. U. Bollschweil bei Freiburg/Breisgau, 16. II. 1966.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Dankt Josef Wesely für ihr übersandte Wünsche (zum Geburtstag): “Dank und Gruß aus meiner badischen Heimat”.‎

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€ 100,00 Kopen

‎Kasimir-Hoernes, Tanna, Malerin und Graphikerin (1887-1972).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 28. V. 1960.‎

‎1 S. 8vo. An Josef Wesely mit Dank für ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag: "[...] Es wurde des lieben Spenders herzlich gedacht bei dem wunderbaren goldhellen Wein! [...]" - Die Gattin des Graphikers Luigi Kasimir (1881-1962) stellte 1910 erstmals im Wiener Künstlerhaus aus und entwickelte gemeinsam mit ihrem Mann eine spezielle Technik der Kaltnadelradierung. Studienreisen führten sie, deren Arbeiten "zu den letzten bedeutenden im Stil der Wr. Vedute" gehören (Czeike III, 474), in die ganze Welt, wo sie sich auch an zahlreichen Ausstellungen beteiligte (so 1915 an der Panama-Pacific-Exposition in San Francisco, wo sie mit der Bronzemedaille ausgezeichnet wurde).‎

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‎Kastner-Michalitschke, Else, österr. Schriftstellerin (1866-1939).‎

‎Immortellen. Gedichte. Wien, Verlag von "Böhmens deutsche Poesie und Kunst", 1892.‎

‎(12) SS. Bedr. Originalbroschur. 8vo. Beiliegend: Eigenh. Brief mit U. Wien, 1. I. 1894. 1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. Erstlingswerk der im böhmischen Rokitnitz geborenen Journalistin und Schriftstellerin; der beiliegende Brief mit eigenh. Widmung des Bandes an eine ungenannte "Excellenz". - Kastner-Michalitschke besuchte die Lehrerinnenanstalt in Prag, unterrichtete einige Jahre in Reichenberg und heiratete Eduard Fedor Kastner. Seit 1892 lebte sie in Wien, trat dort in Beziehung zu literarischen und künstlerischen Kreisen sowie zur österreichischen Frauenbewegung und beteiligte sich an der von ihrem Mann herausgegebenen Monatsschrift, "Böhmens deutsche Poesie und Kunst" (1891-96). 1904 wurde sie mit dem Staatspreis für Literatur und Kunst und 1908 mit dem Förderungspreis der Schillerstiftung ausgezeichnet; seit 1922 gehörte sie dem Vorstand des Vereins der Schriftstellerinnen und Künstlerinnen an, dessen Geschäftsführende Vizepräsidentin sie zu zuletzt war (vgl. DBE). - Titel etwas angestaubt, ansonsten in gutem Zustand. Unbeschnittenes, unaufgeschnittenes Exemplar. Giebisch/Gugitz 188.‎

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€ 120,00 Kopen

‎Katann, Oskar, Bibliothekar und Literaturhistoriker (1885-1967).‎

‎Eigenh. Briefkarte mit U. Wien, 29. XII. 1964.‎

‎1½ SS. Qu.-8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An den Schriftsteller und Germanisten Johann Gunert (1903-1982): "Vielen Dank für Ihr Weihnachts- und Neujahrsgedenken und Ihre frdl. Glückwünsche! Ich bin gegenwärtig geistig recht frisch und arbeitsfreudig, und arbeite mit Voll-Dampf. Aber je mehr ich studiere, desto mehr wachsen die Aufgaben u. wenn ich ein Buch 'erledigt' habe, warten bereits zehn oder zwanzig weitere auf Durchsicht [...]". - Katann war Leiter der Handschriftenabteilung der Wiener Stadtbibliothek. Von 1917 bis 21 war er Mitarbeiter der Monatsschrift "Der Gral", leitete anschließend die von ihm gegründeten "Katholischen Volkshochschulkurse" und gab seit 1924 die "Grillparzerstudien" heraus. Seit 1936 Direktor der Stadtbibliothek, wurde er 1938 von den Nationalsozialisten zwangspensioniert. Nach Kriegsende kehrte er in sein Amt zurück (bis 1950).‎

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‎Kautsky-Ronsperger, Luise, sozialistische Schriftstellerin und Übersetzerin (1864-1944).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Berlin, 6. III. 1906.‎

‎4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An Basci [?]: "Es geht die angenehme März daß Sie beabsichtigen hierherzukommen. Hoffentlich bewahrheitet sichs und Sie kommen nicht auf allzu kurze Zeit und auch nicht gerade dann wenn die Jungens abwesend sind, was etwa zwischen 13. u. 20. April der Fall sein wird. Die würden diesen Schmerz doch nicht überleben, Sie versäumt zu haben. Wenn Sie aber jetzt gleich kämen, wärs fein, denn die Bande kriegt morgen frei und könnte mit Ihnen etwas Freiheit genießen, was natürlich doppelt süß wäre [...] Für Ihre lieben, guten Worte anläßlich meiner Krankheit danke ich Ihnen von Herzen; man freut sich doch immer, wenn man bei Lebzeiten noch einige schöne Nekrologe kriegt und merkt, daß es manchen leid täte, wenn man allzu frühzeitig abkratzte. Erholt bin ich noch immer nicht ganz; es ist eine verflixte Krankheit, die große Blutarmut zurücklässt und dazu kam noch die Komplikation mit dem Haxel, die mich immer wieder zurückwarf. Es war für mich eine ganz neue Erfahrung, mich u schonen u. als Schonungsbedürftige behandeln lassen zu müssen. Aber man gewöhnt sich auch daran; und die Krankenstube hat auch ihre Freuden. Vor allem einmal wieder so recht nach Herzenslust lesen zu können, das ist was besonders Feines. Ein ganzes dickes Buch in einem Zug hinunterschlingen ohne tausendmalige Unterbrechung - so gut gieng mirs seit meiner Mädchenzeit nicht. Jetzt ist es schon wieder aus damit, die Erde hat mich schon wieder mit ihren tausend kleinen und kleinlichen Forderungen, aus denen sich das Leben der meisten Weiber zusammensetzt, die gerne sehen, daß ihre Umgebung sich wohl fühlt. - Doch genug von mir. Der Alte ist scheußlich geplagt, Wurm ist noch immer in Italien und will und will nicht besser werden. Nun macht es Karl seit vielen Wochen allein, da Ledebour während der Reichstagsdiskussion noch weniger leistete als vorher und das Geld für ihn so gut wie hinausgeschmissen war. Wir sind begierig, wie lange sich die Sache noch so hinziehen wird; da wir doch noch immer hoffen, daß Wurm wieder arbeitsfähig wird, so ist es auch nicht möglich, sich um Ersatz für ihn umzusehen, denn für einige Wochen oder Monate kann man doch Niemand aus seiner Stellung reißen; also heißt es abwarten, aber es tut Einem leid, daß Karl so viel Kraft und Zeit an den Kleinkram verschwenden muß, während er eine selbständige Arbeit nach der andern wegen Mangel an Ruhe u. Zeit ad acta legen muß. Hoffentlich ist bis zu den Ferien die Sache im Geleise; Mehring will zwar einspringen, aber besser wärs, es wäre nicht nötig [...]". - Die Publizistin und Übersetzerin Luise Kautsky, die zweite Gattin von Karl Kautsky und langjährige Freundin von Rosa Luxemburg, wurde im September 1944 in Auschwitz ermordet. - Die von Karl Kautsky und Emanuel Wurm 1883 gegründete "Neue Zeit" war bis 1923 die wohl wichtigste Theoriezeitschrift der SPD. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der "Neuen Zeit"; stark angestaubt und angeschmutzt.‎

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€ 400,00 Kopen

‎Kautsky-Ronsperger, Luise, sozialistische Schriftstellerin und Übersetzerin (1864-1944).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 31. I. 1924.‎

‎2 SS. 8vo. An Hedwig Heller (1881-1947), geb. Neumayr, die Gattin des Wiener Buchhändlers und Verlegers Hugo Heller (1870-1923): "Ich bin froh, dass Du Dich so wohl in Paris fühlst und begreife, dass diese unvergleichlich schöne Stadt einen Zauber auf Dich ausübt. Bin auch überzeugt, dass Du viel fürs Geschäft herausschlagen wirst, denn es geht nichts über mündliche Anbandelung. Die Reise wird daher in jeder Beziehung für Dich eine Erfrischung und Erholung und Bereicherung sein. Ich beneide Dich förmlich darum obzwar es mir hier so gut geht, dass uns nichts zu wünschen übrig bleibt. Marie übertrifft sich selbst an Eifer und Leistungsfähigkeit; sie wird jetzt darin auf die Probe gestellt, denn Julie ist gestern nach Hause gereist, so dass Marie doppelte Arbeit hat. Julie bekam einen Brief von ihrer Mutter, dass es dem kranken Bruder so sehr schlecht gehe, man habe ihn nach Graz ins Krankenhaus bringen müssen und dort habe man konstatiert, dass er zuckerkrank sei! Sie war ganz verzweifelt und weinte immerzu. Da sie sagte, Du hättest ihr erlaubt, über die 2 Feiertage (2. u. 3. Feb.) zu verreisen, so einigte sie sich mit der Marie und fuhr schon gestern, da sie Sonntag schon wieder zurück sein wollte [...]". - Die Publizistin und Übersetzerin Luise Kautsky, die zweite Gattin von Karl Kautsky und langjährige Freundin von Rosa Luxemburg, wurde im September 1944 in Auschwitz ermordet.‎

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€ 200,00 Kopen

‎Kautsky-Ronsperger, Luise , sozialistische Schriftstellerin und Übersetzerin (1864-1944).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 19. III. 1910.‎

‎4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An den Wiener Buchhändler und Verleger Hugo Heller (1870-1923): "Ich habe gestern nach der Lektüre Ihres Briefes eine merkwürdige Empfindung gehabt. Es hat mir nämlich das Herz sehr weh getan um Sie und um das, was, wie es scheint, unwiederbringlich verloren gegangen ist. Außerdem hab ich mich geärgert, daß ich mich dazu habe verleiten lassen, den Boten zu spielen in einer geschäftlichen Sache, die mich doch gar nichts angeht und dann habe ich mich über mich nochmals geärgert, daß ich die Botschaft so gründlich ausgerichtet habe. Etwas Schonung wäre am Platz gewesen. Aber das ist, wie Sie ganz richtig andeuten, Nebensache. Hauptsache ist, daß wir so gründlich auseinander sind, daß wir wie ein paar galvanisierte Leichen neben einander gehen und uns mit falscher Stimme falsche Geschichten erzählen. Und das ist doch jammervoll! Ich lese aus dem was Sie unterdrückten in Ihrem Brief, daß Sie das ebenso empfanden, wie ich, der es allerdings erst mehr hinterdrein zum Bewußtsein kam weil ich wohl etwas schwerfälliger von Begriffen bin, als Sie, der Sie die ganze Skala der menschlichen Empfindungen so virtuos beherrschen. Das Schlimmste aber ist, daß ich nicht die Überzeugung habe, daß es in unserer Macht steht, etwas zu ändern oder gar zu bessern [...]". - Die Publizistin und Übersetzerin Luise Kautsky, die zweite Gattin von Karl Kautsky und langjährige Freundin von Rosa Luxemburg, wurde im September 1944 in Auschwitz ermordet.‎

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€ 400,00 Kopen

‎Kautz, Heinrich, Pädagoge und Schriftsteller (1892-1978).‎

‎Eigenh. Brief (Fragment) o. U. Celle und/oder Delhoven, 3. VIII. 1944.‎

‎12 SS. auf 6 Bll. Gr.-8vo. Mit von anderer Hand adr. Kuvert. An die Kunstmalerin Lisbeth Hölzl: "Noch immer hat der Frieden nicht die sich in Haß verzehrenden Völker zu besänftigen begonnen, noch immer beherrschen Not und Tod grausamer denn je eine verwirrte Menschheit, und das Leid in der Welt vermehrt sich ins Ungemessene [...]". - Heinrich Kautz war als Lehrer und als Dozent am "Deutschen Institut für Wissenschaftliche Pädagogik" in Münster tätig und wirkte später als Verlags- und Zeitschriftenredakteur in Düsseldorf, Duisburg und Donauwörth. "Heinrich Kautz verfaßte neben pädagogischen, religionspädagogischen und theologischen Abhandlungen (u. a. über die Mystikerin Anna Katharina Emmerick) erzählende Jugendbücher mit katholischer Tendenz. Außerdem übersetzte er unter den Pseudonymen 'Ida Gruiterman' und 'Elisabeth Leithing' Jugendbücher aus dem Französischen und Niederländischen" (Wikipedia).‎

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€ 80,00 Kopen

‎Kay, Juliane, d. i. Erna Baumann, Schriftstellerin (1899-1968).‎

‎2 eigenh. Bildpostkarten mit U. Kitzbühel und Wien, 1948 und 1967.‎

‎Zusammen 2 SS. Qu.-8vo. Jeweils mit eh. Adresse. Dankt Josef Wesely für ihr übersandte Wünsche.‎

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‎Kay, Juliane, d. i. Erna Baumann, österr. Schriftstellerin (1899-1968).‎

‎2 eigenh. Briefkarten mit U. O. O., 1952.‎

‎3 SS. Qu.-8vo. An [Oscar Hans] Menges.‎

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‎Kay, Juliane, d. i. Erna Baumann, Schriftstellerin (1899-1968).‎

‎4 eigenh. Briefe mit U. Ohne Ort, 11. VIII. 1927 bis 2. II. 1934 bzw. o. J.‎

‎Zusammen 9 SS. 4to und 8vo. An Friedrich Possekel, von 1926-1933 Direktor der Deutschen Buchgemeinschaft in Berlin: “Mit Ihrer Anordnung, vorläufig 6000 Exemplare ‚Frauen um Fedja‘ zu drucken, bin ich selbstredend einverstanden. Bitte Sie nur nochmals, auf die Widmung an Herrn Jakob Schaffner ja nicht zu vergessen. Korrekturen habe ich alle schon vor einer Woche an die Druckerei Seydel abgeschickt [...]” (undat. Brief; auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der Weingroßhandlung Europahof A. G. Dresden und mit kl. Einr. im linken Blattrand (keine Textberührung)). - Zwei Br. auf Briefpapier mit gepr. Kopfzeile.‎

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‎Kehlheim, Julius, Pseud. für Antonia de Giorgi, Schriftstellerin (geb. 1842).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Prag, Juni 1898.‎

‎1 S. Qu.-8vo. “Der Heldenmuth des Mannes bewährt sich im Kampf ums | Dasein, auf dem Felde der Ehre und offenbart sich durch Thaten. | Der Heroismus der Frau feiert auf einem andern Gebiete seine höchsten Triumphe und schönsten Siege: auf dem der Geduld und freiwilligen Entsagung”. - Die Prager Schriftstellerin wurde 27jährig Witwe, war Mitarbeiterin mehrerer deutsch-böhmischer Zeitungen und verfaßte Novellen, Aufsätze moralphilosophischen, geschichtlichen und literaturhistorischen Inhalts sowie ein Drama.‎

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