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Karl Theodor, Kurfürst von Pfalz und Bayern (1724-1799).
Schriftstück mit eigenh. U. München, 10. III. 1784.
½ S. auf Doppelblatt. Folio. Ernennung von Franz Joseph Binder, dem Landschafts-Sekretär des Oberlandes, zum Kurfürstlichen Wirklichen Rat: "[...] Welches ihme demnach zu seiner legitimation und um sich hiernach geziemends praevalieren zu können, durch gegenwärtig höchsthändig unterschriebenes Decretum pro Resolutione gnädigst anmit unverhalten bleibt [...]". - Mit Gegenzeichnung des Wirklichen Geheimen Staatskanzlers, Konferenzministers und Obersten Lehenprobsts Wiguläus von Kreittmayr (1705-90). Stempelpapier ("10 Gulden Papier") etwas braun- und stockfleckig durch Wasserschäden mit zahlreichen winzigen Randeinrissen. Das papiergedeckte Siegel flachgedrückt.
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Karl V. Leopold, Herzog von Lothringen, General (1643-1690).
Schriftstück mit eigenh. U. Hauptquartier Urlaff (Urloffen bei Offenburg), 8. V. 1678.
1 S. Folio. Während des Niederländisch-Französischen Kriegs mit einer militärischen Ordre zu Truppenbewegungen des Regiments von Graf Franz Ferdinand von Gallas. Das Regiment solle nicht in Nürnberg verweilen, sondern den Marsch fortsetzen: "[...] und da Er noch wider Verhoffen alda im Nurembergischen were, hat Er Ihm solche alsobaldt zuzuschicken und daran zu sein, daß Er ungesaumbt fort marchire, woruber Er Ihme auch eine route wirdt zuzustellen haben, wie Er schon weiß, damit der Schwabische Crais, bekannter Ursachen halber, unberuhrt verbleibe [...]". - Mit dem Vermerk "Eydtner" am unteren Blattrand. Winzige Papierdurchbrüche durch Tintenfraß und kleinere Randläsuren; stellenweise leicht fleckig. - Aus der Autographensammlung von Eduard Fischer von Röslerstamm mit dessen eh. beschriebenem Archivzettel.
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Karl X. Philipp, König von Frankreich (1757-1836).
Urkunde mit eigenh. U. Paris, 15. IX. 1880.
510 x 440 mm. Schöne Pergamenturkunde zur Verleihung des "Ordre Royal de la légion d'honneur" an Georges Louis Charles Baron de Borstell.
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Karl XI., König von Schweden (1655-1697).
Schriftstück mit eigenh. U. ("Carolus"). Stockholm, 23. X. 1685.
1½ SS. Folio. Mit papiergedecktem Siegel. Urkundliche Übertragung aller Vollmachten zum Spanheimischen Lehen an Christian August von Pfalz-Sulzbach (1622-1708): "[...] Sr. Ld. obliege bey dem Churhause Pfaltz die von demselben herrührende Spanheimische Lehen der gebühr nach wiederumb zu requiriren, dazu Sr. Ld. dero agnaten gewalt undt Vollmacht von nöthen haben; Alß wollen Wir dieselbe Sr. Ld. hiemit völlig übergeben, undt ertheilet haben, thun es auch in Krafft dieses, dergestalt undt also, daß Sie vorgedachte Spanheimische Lehen auch in Unserm nahmen und simultaneé, so viel es Unß und Unsere Mänliche descendenten berühren und anlangen möge, zugleich den rechten und herkommen gemäß empfahen undt gewöhnliche pflicht darüber leisten [...]".
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Karl XIII., König von Schweden (1748-1818).
Dokument mit eigenh. U. Stockholm, 21. I. 1812.
6 SS. auf fadengehefteten Doppelblättern. Folio. Mit papiergedecktem Siegel. Gerichtsakt, der wohl in einem Prozess zwischen dem Handelsrat Carl Wilhelm Stråle af Ekna (1754-1815) und der Witwe Christina Björkgren entstanden ist. In schwedischer Sprache. - Gegengezeichnet und regestiert. Mit beigebundener Amtsnotiz, Steuerstempeln und Prägesiegeln. An den Rändern leicht angestaubt. Wohlerhalten.
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Karl XIV. Johann (Jean Bernadotte), König von Schweden (1763-1844).
Schriftstück mit eigenh. U. ("J. Bernadotte"). Rennes (Hauptquartier), 20. IX. 1801.
1½ SS. Folio. An seinen Nachfolger im Amt des Kriegsministers, den nach dem Staatsstreich des 18. Brumaire VIII und dem Ende des Direktoriums durch Napoleon ernannten Graf Lazare Carnot (1753-1823), über die fälschliche Verhaftung und Bestrafung eines gewissen Kriegskommissärs Couard, dem unerlaubtes Verlassen des Truppenlagers bei St. Renaud vorgeworfen wurde, wobei es sich um ein Missverständnis handle und Bernadotte bereits angeordnet habe, die diesbezüglichen Erlässe aufzuheben: "Sur le Compte qui me fut rendu de cette affaire j'ordonnai de suite qu'on imposât les arrêtes forcés [...] lorsque de plus amples informations me prouvèrent que le Citoyen Conard n'avait point commis de délits contre la discipline [...] J'autorisai donc le Commissaire ordonnateur à lui lever les arrêtes, c'est ce qui a été exécuté [...]". - Mit gedr. Briefkopf der "Armée de l'Ouest", Aktenvermerk und Regestierung. Der linke Rand durch einen Papierstreifen verstärkt.
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Karl XV., König von Schweden (1826-1872).
Dekret mit eigenh. U. Stockholm, 4. IV. 1861.
1 S. Folio. Mit papiergedecktem Siegel. Beiliegend ein adressierter Umschlag mit papiergedecktem Siegel. Dekret zur Beförderung des Kapitäns Pehr Johan Palmær zum Hauptmann infolge der Entlassung von Adolf Wilhelm von Schantz: "Kongl. Majt. vill härmed, uppågjord underdånig anmälan, i nåder hafna transporterat och fuordnat Andre Kapitenen vid Kalmar Regemente Pehr Johan Palmar att vara Kapiten och Chef för Schvedes Kompani af berörda Regemente, uti ofskedade Adolf Wilhelm von Schantz s etalle. Bestoerndes honorn dervid der lonsom enligt Stat och factställd lonereglering samma bestallning tillkommer. [...]". - Gegengezeichnet und regestiert. Der beiliegende Umschlag in französischer Sprache ist adressiert "A Sa Majesté le Roi de Prusse, Monsieur Mon Frère et Oncle" und mit dem papiergedecktem Siegel Karls XV. verschlossen. König Friedrich Wilhelm IV. (1840-61) war ein Onkel von Karls Frau Luise von Oranien-Nassau.
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Karl zu Mecklenburg, preuß. General und Schriftsteller (1785-1837).
Dokument mit eigenh. U. O. O., 11. III. 1803.
½ S. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief) und Siegel. An einen Herrn von Schleunitz (?): "Ein gewisser Grüneberg welcher mit den Seinigen im größten Elende am Schloßberg, bey der Wittwe Winniger wohnen soll, ist mir durch einen Anonymus empfohlen; ich ersuche nach diesen Leute sich erkundigen zu lassen, mir Nachricht von selbigen zu geben, und um ihre dringendste Bedürfnisse zu stillen, mir fordersamst anzuzeigen, wie ihnen [...] zu helfe sein möchte[...]". - Gefaltet und etwas knittrig.
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Kellermann, François-Etienne, frz. General (1770-1835).
Eigenh. Brief mit U. Paris, "9 pluviôse an 10", d. i. 29. I. 1802.
1 S. auf Doppelblatt. 4to. An Kriegsminister Louis-Alexandre Berthier mit der Ankündigung, in den ersten Tagen der kommenden Woche (bzw. Decade) zu der ihm anvertrauten Inspektion aufzubrechen, sowie mit der Bitte, ihm jene Verordnung zukommen zu lassen, die den Vorschuss seiner Reisekosten erlaube: "J'ai l'honneur de vous prevenir que je partirai pour l'inspection que vous m'avez confiée dans les premiers jours de la decade prochaine, veuillez me faire expedier l'ordon[n]ance que vous m'avez destinée pour avancer de mes frais de tournée [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der Armee der Republik und mit kurzem Rubrum von Sekretärshand.
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Khevenhüller-Frankenburg, Hans von, Staatsmann (1538-1606).
Eigenh. Schreiben mit U. Madrid, 23. III. 1589.
2 SS. auf Doppelblatt. Folio. Mit Adresse verso. An seinen Bruder Bartolomäus (Bartlme) Khevenhüller zu Aichelberg (1539-1613), der zur Zeit des Schreibens das Amt des obersten Organs der Stände, das des Burggrafen, bekleidete, worin verschiedene zu schlichtende Angelegenheiten, auch in Bezug auf Fuggersche Geldmittel, erwähnt werden. - Mit Sammlervermerk in Bleistift; Ausschnitt durch Brieföffnung, Siegelspur und einigen wenigen kleinen Randein- und Randausrissen.
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Kinsky, Franz Ulrich Fürst von, Feldmarschall (1726-1792).
Dokument mit eigenh. U. Moldauthein (Týn nad Vltavou), 3. VII. 1773.
1½ SS. auf Doppelblatt. Folio. Mit rotem Lacksiegel Vollmacht für den Feldmarschallleutnant Karl von Callot (1727-1800) zur Durchführung des militärgerichtlichen Verfahrens, Urteilsvollstreckung und Begnadigung: "Ich Franz Ulrich des Heiligen Röm. Reichs Fürst Kinsky von Chiniz und Tettau etc. ertheile hiemit in Kraft der von Ihro Kay. Königl. Apostolischen Majestaet mir allergnädigst übertragenen Ober Inhaberschafft der drey Kay. Königl. Feldartillerie Regimentern dem Wohlgebohrnen Herrn Carl von Callot [...] General Feldmarschall Lieutenant und Inhaber des Ersten Feldartillerie Regiments, vollkommene Gewalt und Macht, in allen Vorfallenheiten über die beyerwehnten Ersten Feldartillerie Regiment einiger begangenen Verbrechen halber betrettende delinquenten nicht nur die gewöhnlichen Verhöre anzuordnen, Kriegs und Standrechte zu besetzen, und die dadurch ausgefallene Urtheile publiciren und exequiren zu lassen, sondern auch, wenn es die Gelegenheit und Umstände wohl Leiden mögen, die an Ehre, Leib und Leben Condemnirte zu begnadigen. Und da ich also hierdurch dem gedachten Herrn General Feldmarschall Lieutenant das jus gladii et aggratiandi bey dem Ersten Feld Feldartillerie Regiment verleihe, so halte ich mir jedoch bevor, daß, wenn ein Ober Officir sich mit etwas sträflichen verfänglich machen sollte, das Verhör wider ihn zwar ordnungsmässig vorgenommen, so nach aber daselbe ohne weiterer Fürschreittung mir eingesendet, und meine Entschlüssung darüber abgewartet werden solle [...]". - Wohlerhalten.
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Klebelsberg, Johann Nepomuk von, österr. General (1772-1841).
Dokument mit eigenh. U. und einem "Auszug aus dem Musterungsplan". Prag, 1. VIII. 1823.
1 S. und ein doppelseitiges Diagramm auf Doppelblatt. Folio. An Generalmajor Prinz Ferdinand von Hessen-Homburg: "In Verfolg der hierortigen Verordnung vom 26ten Juny d. J. R 5400 wird dem Herr General Major in der Anlage ein Auszug aus dem diesjährigen Musterungs- und beziehungsweise Revisions Plan zugefertiget, aus welchem der Herr General Major ersehen werden, an welchem Tage, und in welcher Stazion, dann mit welchen Feldkriegskommissariatischen Beamten die Musterung oder Revision der dem Herrn zugewiesenen Truppen und Branchen werden gemustert oder revidirt werden. Den betreffenden Regimentern, Bataillons, und Branchen werden unter Einem die Musterungs und respective Revisions Lage mit dem Auftrage bekannt gemacht, gleich nach bewirkter Musterung ein Pare der Consignation über die bei demselben befindliche halb Invalide Mannschaft dem General Militär Commando zur weiteren Verfügung zu unterlegen [...]". - In seiner militärischen Laufbahn nahm der Sohn eines Generalmajors an zahlreichen bedeutenden Schlachten der Koalitionskriege teil. Nach der Völkerschlacht bei Leipzig verfolgte die von Klebelsberg kommandierte Kavallerie die Franzosen und war unter den ersten verbündeten Truppen, die den Rhein überschritten. Nach den Freiheitskriegen übernahm er das Ulanen-Regiment Nr. 4. Im Dezember 1831 wurde J. N. von Klebelsberg zum General der Kavallerie ernannt und gleichzeitig zum kommandierenden General in Mähren und Schlesien bestellt. Am Ende seiner militärischen Laufbahn fungierte er als Gouverneur der Festung Theresienstadt. - Wohlerhalten.
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Knesebeck, Karl Friedrich von dem, preußischer Generalfeldmarschall (1768-1848).
Eigenh. Brief mit U. Berlin, 25. II. 1846.
1 S. 4to. Dankschreiben an den General Ernst Ludwig von Aster für ein geliehenes Buch von dessen Bruder, dem Militärschriftsteller Carl Heinrich Aster: "Mit vielem Danke liebe Excellenz, sende ich Ihnen das mir gütigst geliehene, ebenso lehrreiche als interessante Werk Ihres H. Bruders über die Gefechte von Kulm und Pirna anliegend wieder zurück. Hätten wir doch mehrere solcher Werke als Ihr H. Bruder uns nun zwei geliefert hat! In dem letzteren hat es mir eine besondere Freude gemacht, dass meinem verstorbenen vieljährigem Freunde Kleist [d. i. General Friedrich Kleist v. Nollendorf], so wie dem Prinzen Eugen von Würtenberg, die ihnen gebührende Gerechtigkeit wiederfährt. [...]". Bei dem retournierten Werk handelt es sich um "Die Kriegsereignisse zwischen Peterswalde, Pirna, Königstein und Priesten im August 1813 und die Schlacht bei Kulm" (Dresden 1845). - K. F. von dem Knesebeck machte sich als Stratege und Diplomat in den Koalitionskriegen verdient. Er war an den preußischen Bemühungen beteiligt, Zar Alexander I. von einem frühen Friedensschluss mit Napoleon abzubringen, was den verheerenden Ausgang des Russlandfeldzugs herbeiführte. Anschließend verhandelte er den Koalitionsbeitritt Österreichs. 1815 nahm er für Preußen am Wiener Kongress teil. - Mit Sammlernotiz in Tinte. Minimal braunfleckig.
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Kraus, Alfred Freiherr von, österr. General und Jurist (1824-1909).
Eigenh. Briefkarte mit U. [Poststempel: Wien , 30. IV. 1870].
4 Zeilen. Qu.-12mo. Gratulationsschreiben an den Deutschmeister-Hauptmann Koblitz in Korneuburg: "Ich gratuliere herzlich. Du bleibst bei den deinen. Auf Wiedersehen hier in Wien [...]". - Der Sohn eines Gutspächters kam nach juristischen und philosophischen Studien 1850 als Praktikant an den Obersten Militärgerichtshof und wurde als Oberleutnant im Garnisonsauditoriat in Mantua eingeteilt. Später Feldmarschallleutnant, wurde Kraus 1881 Präsident des Militär-Obergerichts und mit der Leitung der Statthalterei in Böhmen betraut. 1889 musste er diese Position aufgrund politischer Schwierigkeiten aufgeben.
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Kraus, Carl, böhmischer Rechtsanwalt (geb. um 1859).
Eigenh. Brief mit U. Aussig (Ústí nad Labem), 1. XII. 1900.
2 SS. 8vo. An die Redaktion der Prager "Bohemia": "In Ihrer Besprechung der Aufführung von Ferdinand Cortez ist ein Irrtum unterlaufen. Ich erinnere mich eine Aufführung dieser Oper Ende des Jahres 1869 oder Anfangs 1870 als Primaner mit meinem Vater beigewohnt zu haben. Diese Aufführung ist mir darum noch in besonders lebhafter Erinnerung, weil ich damals zum ersten Male eine Oper hörte, mißgestimmt war, weil ich die Handlung und den Text nicht verstanden hatte und Thränen darüber vergoss, weil ein älterer Gymnasialcollege sich darüber lustig machte, weil ich nicht einmal den Namen der Oper - ich erzählte, ich wäre bei Ferdinand 'Corzet' gewesen - behalten hatte [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. Am oberen Rand gelocht.
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Kristina, Königin von Schweden (1626-1689).
Schriftstück mit eigenh. Ergebenheitsformel und U. Stockholm, 30. X. 1645.
1 S. Folio. An die Herzogin Anna von Croÿ, geb. Herzogin von Pommern (1590-1660), mit Dank für die schriftliche wie mündliche Übermittlung einer wohlgesinnten Nachricht durch Georg Otto von Bonin (1613-70) und Ernst Bogislaw von Croÿ (1620-84), den evangelischen Bischof von Cammin, und mit der Ankündigung einer Resolution sowie der Erwiderung ihres Wohlwollens durch ebendiesen Abgesandten: "[...] Wan Wir dan Ihne hinwiederumb mit einer gewißen Resolution versehen, So zweiffelln Wir nicht Er werde ein solches alles Ew. Ld. bey Seiner rückkunfft gebührend hinterbringen [...]". - Leicht braunfleckig durch Siegelspur, mit einigen winzigen Papierdurchbrüchen.
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Kyaw, Friedrich Wilhelm von, sächsischer General (1654-1733).
Quittung mit eigenh. U. Festung Königstein, 31. VIII. 1719.
½ S. Kl.-Folio. Für den sächsischen Kammermeister Johann Leddin über die monatliche Summe zur Verpflegung des in Königstein inhaftierten Betrügers Johann Hektor Freiherr von Klettenberg: "Daß Sr. Königl. Mayest. in Pohlen, und Churfürstl. Durchl. zu Sachsen Wohlbestalter CammerMeister tit. Herr Johann Leddin zu Verpflegung des hier arretirt befindlichen von Klettenberg auff allergnädigste Verordnung tägl. Sechtzehen Groschen, alß vom Ersten bis 31. Augustii a.c. zwantzig Thaler Sechtzehen groschen, - an mich Endes unterschriebenen, dato baar bezahlen laßen. Solches wird hiermit bekennet und gebührende darüber quittiret [...]". - Klettenberg (1684-1720) stammte aus einer angesehenen Frankfurter Familie, musste aber 1707 nach einem Duell aus seiner Heimatstadt fliehen. Als "Baron von Wildeck" trat er am Hof von Sachsen-Weimar mit dem Versprechen der Goldsynthese auf. Nach seiner Entlarvung musste er Weimar fluchtartig verlassen und ging an den Hof von August dem Starken, dem er ebenfalls Gold zu machen versprach. Der König lieh Klettenberg hohe Summen und machte ihn zum Kreishauptmann von Senftenberg. Als die Schulden beim König auf 24.000 Taler angestiegen waren, ließ er ihn 1715 auf der Festung Königstein arretieren. Nach zwei Fluchtversuchen und einem Auslieferungsantrag aus Frankfurt wurde Klettenberg am 1. März 1720 hingerichtet. - Der aus der Oberlausitz stammende Friedrich Wilhelm von Kyaw kämpfte zunächst in kurbrandenburgischen und ab 1690 in kursächsischen Diensten. Sein zynischer Witz machte ihn am Hof Augusts des Starken bekannt, und er wurde einer der Günstlinge des Kurfürsten. Eine rasche militärische Karriere bis zum Generalleutnant folgte. 1715 wurde er zum Kommandanten der Festung Königstein ernannt, wo er 1733 starb. - Mit Empfangs- und Registraturvermerken und dem Lacksiegel Kyaws. Mit Sammlervermerk in Tinte.
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L'Estoq, Anton Wilhelm, preußischer General (1783-1815).
Eigenh. Brief mit U. Berlin, 8. IV. 1809.
1 S. 4to. Mit der Bitte, die Marschroute einer Invalidenkompagnie dem Kommandeur derselben zustellen zu lassen: "Ewr Hochwohlgebohrn übergebe ich in der Anlage die Marschroute für die Invaliden Compagnie des Regiments v. Zenge, von Frankfurth bis Ruppin, mit dem ergebenen Ersuchen sie dem Comandeur derselben beym durchmarsch durch Frankfurth, wo die Compagnie den 18ten einrückt, und den 19ten einen Ruhetag haben wird, zustellen zu laßen [...]". - Mit Bearbeitungsvermerk: "Dekret den Empfang anzuzeygen und zu melden, daß die Marsch Route der Invld. Comp. zugestellt werden soll, expd. u. zur Post den 11. Aprill 1809 [...]".
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La Marmora, Alfonso Ferrero de, General und Staatsmann (1804-1878).
Eigenh. Brief mit U. Brescia, 20. VI. 1859.
1½ SS. auf Doppelblatt. 4to. An Jean-Baptiste Philibert Vaillant, Marschall von Frankreich, der ihm einen Brief des Generals Émile Herbillon in Travagliato zurückgelassen habe, den er nun retourniere, und mit der Nachricht des Grafen Camillo Benso von Cavour, dass die Belagerungsfahrzeuge über den Berg Cenis und die Stadt Susa nach Turin kommen würden, und dass Cavour mit dem Minister der öffentlichen Werke zusammenarbeite, um die größtmögliche Anzahl an Wagen bereitstellen zu können: "J'ai l'honneur de vous restituer la lettre du Général Herbillon, que vous avez bien voulu me lais[s]er à Travagliato pour que j'écrirai au Comte de Cavour. Monsieur de Cavour me repond que le parc de siège arrive à Turin par le Mont Cenis et Suze, mais que malgré ça il combinera avec le Ministre des Travaux publics, pour lais[s]er à la disposition de l'administration Française le plus grand nombre de Wagons qui lui sera possible [...]". - Geschrieben wenige Tage vor der Schlacht von Solferino am 24. Juni 1859 im Zweiten Italienischen Unabhängigkeitskrieg zwischen dem Kaisertum Österreich einerseits sowie Sardinien-Piemont und dem französischen Kaiserreich unter Napoleon III andererseits, in dem sich La Marmora als Oberbefehlshaber der Armee von Sardinien-Piemont und Teilnehmer der zeitgleich zur Schlacht von Solferino stattfindenden Schlacht von Martino große Verdienste erwarb. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Kriegsministeriums. Leicht knittrig. Beiliegend alter Sammlungsumschlag sowie 2 Katalogausschnitte.
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[Lachâtre, Maurice, publisher (1814-1900)].
Collection of 47 autograph letters signed and 2 autograph letters, mostly sent to Maurice Lachâtre. Anger, Paris, Bautiran, Agen, Sceaux, Batignolles Maisons-Laffitte, Luzancy (Saâcy), Irancy (Vincelles), Prison de la Santé (Paris), n. p., etc., 1846-1878.
4to (4) and 8vo (45). Altogether 110¾ pp. on 43 bifolia and 6 single leaves. I: Guillaume Angebault, bishop of Angers (Angers, 7 April 1846), with autograph address on verso and seal residue. - II: Odilon Barrot [Paris, 1845], thanking for "l'Histoire des papes". - III: Cabet's widow, 2 letters (Paris, 7 & 20 March 1857), thanking for the "Dictionnaire" that continues her husband's dream. Both letters on mourning stationery. - IV: Marc Caillard (Paris, 2 Jan. 1874). With stamped monogram and address. - V: Cappelle's widow (Beautiran, 5 May 1870). - VI: Priest Coquand, 4 letters (Paris, 12 May & 26 July 1854, 9 Aug. 1855, 20 July 1856), on the political situation. One letter cut, three letters with lithographed letterhead. - VII: Cardinal Donnet (Agen, 10 Sept., no year). With blindstamped vignette of the "Grand Seminaire". - VIII: Baron Dupotet (Paris, 27 July 1867). - IX: Jules Favre to a prefect (Sceaux, 3 Sept. 1850), for the removal of the interdiction of "l'Histoire des papes" & "Mystères du peuple". - X: Dr. André Gastier (Paris, 21 & 27 Jan., 9 & 25 July, 4 Aug., 8 Nov. 1855). A statement of charges by a further hand on verso. - XI: Baron de Gazan (Paris, 18 Sept. 1843). Lithographed letterhead "Division Hois Paris". - XII: Émile de Girardin (n. p. o. d.). - XIII: Guinard, letter fragment (Paris, 20 March 1857), concerning Cabet. Monogrammed stationery. - XIV: Baroness de Lachâtre, 3 letters (Batignolle & Maison Laffitte, 4 Sept. 1856, 21 June 1859, 19 March 1860). - XV. Paul Lacroix [Paris, Nov. 1841], with autogr. address on verso. - XVI: Denis Larabit, 6 letters (Paris, Luzancy & Irancy, 5 Oct. 1854, 8 Nov. & 3 Dec. 1855, 10 Feb. 1856, 3 Oct. & 30 Sept. 1857) praising Napoléon III (letter, 5 Oct. 1854): "Notre Empereur est déjà un grand Empereur, plus fort que tout les diplomates de l'Europe" ("Our Emperor already is a great Emperor, stronger than all the European diplomats"). - XVII: André-Saturnin Morin, 2 letters (Paris, 17 April [1874] & 19 June 1875), about "la Bibliothèque démocratique". Monogrammed stationery. - XVIII: Michel Morphy, 2 letters (Prison de la Santé, 12 June & 10 July 1883). - XIX: Alfred Naquet (Paris, 29 Oct. 1876), about Félix Pyat. - XX: Jean Robinet (Paris, 13 May 1876). - XXI: A. Rogeard (Marde?, 3 Aug. 1870). - XXII: Abbot Géraud Rouquette (Paris, 3 Feb. 1874). - XXIII: Julien Sacaley (Paris, 30 April 1857), headed "Cabinet de l'Empereur". - XXIV: Jules Simon, 2 letters (2, Paris, n. d. & 1867). With lithogr. address, one letter headed "corp légistlatif". - XXV: Léon Talabot (Paris, 27 Feb. 1848). - XXVI: Mr Thiers, autograph (?) letter with thanks in the name of the council's president ([Paris], 6 April 1840), headed "Présidence du Conseil des Ministres. Cabinet". - XXVII: General Emmanuel de Wimpffen, 4 letters (Paris & Dieppe, 31 Oct. 1878, 24 March & 25 July 1879, 9 Nov. 1883). Interesting letter about approaches to keep Lachâtre's favour, allowing him to return to France. - Includes 5 documents: ADS. 4to. 1 p. Jean-Francois Marecat, serjeant-at-arms, summons (Paris, 17 Feb. 1845), letterpress; DS. 4to. 1 p. on bifolium. Authorisation to visit Montholon at the Château de Ham (Paris, 12 April 1841). Headed "Direction de la Police générale du Royaume"; DS. Folio, 1 p. on bifolium. Help for Sergent-Marceau (Paris, 7 Jan. 1847), lithogr. form with autogr. insertions, headed "Bureau des Secours généraux"; MS. 4to. 2½ pp. on bifolium. Tenancy agreement of Lachâtre's apartment signed by Eugène Scribe (Paris, 12 Jan. 1853). With 2 stamps; ADS. Folio. 1 p. on bifolium. Passport by the state secretary (20 Nov. 1878) for returning to France. Lithogr. letterhead of the "Direction de la Sûreté générale", stamped. - Additional documents: Copy of Lachâtre's criminal record (1877). 4to. 3 pp. on 2 bifolia. Noting the Assize Court in Liège and "insult of morals" ("outrage aux moeurs"); autogr. visiting card signed (107 x 68 mm, 2 pp.). Marguerite Blot to a Madame; ALS. 8vo. 1 p. Aurelie Genry? to Mme Oriol (Fontenay, 24 May n. y.); ALS. 8vo. 2 pp. on bifolium. Eugenie Chapelier to a female friend (Brussels, 9 Nov. n. y.); ALS. 8vo. 1 p. Eduard Patalis to a president (Paris, 14 March 1894?). Letterhead "Le XIXe Siécle"; ALS. 8vo. 1 p. on bifolium. Henri Fursy [i. e. Dreyfus] (Montmartre, 29 Aug. 1901?). Headed "La Boite à Fursy"; AL (fragm.). 8vo. 2 pp. on 2 ff., author and addressee unknown. - Slight damage to some letters.
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Lacy, Franz Moritz Graf von, kaiserlicher General (1725-1801).
Dokument mit eigenh. U. Wien, 3. IV. 1769.
1 S. auf Doppelblatt. Folio. Mit Adresse und papiergedecktem Siegel (Faltbrief). An das k. k. Genie- und Fortifikationsamt mit der Bewilligung und Budgetierung von Instandhaltungsarbeiten an der Stadtbefestigung von Temeswar: "Bey dem untern 23. nuperi anhero angezeigten Umstande der nach erstattetem Bericht zu Temeswar die Haupt Passage Brücken vor dem Siebenbürger Thor von der Tenaille in das Ravelin zu Verhütung alles aus derselben Baufälligkeit befahrenden Unglücks neu herzustellen, nothwendig seyn will, nimt man keinen Anstand zu willigen, womit dieser Brücken-Bau unternommen und der diesfällige Kosten Betrag mit 337 fl. 18 kr. in dem heurigen Erfordernis Aufsatz mit eingebracht werde. Wornach also das Genie und Fortifications-Amt das nöthige der Behörde mitzugeben hat; gleich dann hievon auch das Temeswarer General Comando untereinstens verständigt wird". - Der Veteran des Österreichischen Erbfolgekriegs und des Siebenjährigen Krieges wurde 1763 zum Hofkriegsrat und 1766 zum Hofkriegsratspräsidenten ernannt. In seine Amtszeit fiel der weitgehend kampflose Bayerische Erbfolgekrieg (1778/79) mit Preußen. Nach Rückschlägen im Türkenkrieg von 1788/89 musste Lacy den Oberbefehl an Ernst Gideon von Laudon abgeben. Er war enger Vertrauter des 1790 verstorbenen Kaisers Joseph II. - Gegengezeichnet vom Hofkriegsrat Stephan von Rohr. Rubriziert und mit Empfangsvermerk. Leicht angeschmutzt.
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Laudon, Johann Ludwig Alexander von, Feldmarschallleutnant (1762-1822).
Ausschnitt mit eigenh. Unterschrift. Glurns, 8. VIII. 1796.
1 S. Ca. 64:204 mm. "Loudon".
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Laugier, Cesar de Bellecour, General (1789-1871).
Brief mit eigenh. U. Livorno, 13. II. 1847.
1 S. 4to. Mit Adresse. An Francesco Cempini, von 1845 bis 1848 Premierminister des Großherzogtums Toskana, mit Dank für dessen Mitwirkung an seiner Beförderung: "Degnisi l'E. V. permettermi attestarle per ora, e fintanto che la sorte non mi procacci l'onore d'inchinarla personalmente, i rispettosi sensi di mia gratitudine, pel benigno concorso dall' E. V. prestato alla mia promozione, mentre con distinto ossequio e rispetto ho l'onore di segnarmi [...]". - Mit kleinen Randläsuren.
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Lauriston, Alexandre-Jacques-Bernard Law de, General und Marschall von Frankreich (1768-1828).
Eigenh. Brief mit U. Quartier G[énéral], "17. Ventôse an 4", d.i. 7. III. 1796.
1 S. 4to. An Monsieur Laurence mit der Bitte, ein Fahrzeug mit einer Waffenlieferung an eine in St. Cloud einquartierte Brigade zu schicken, die darauf bereits seit mehreren Tagen warte und eine Lieferung dringend brauche: "Je vous prie, mon cher [...] Laurence, de vouloir bien donner des ordres pour qu'une voiture du parc d'artillerie aille charger au magasin des feuillants, plusieurs caises d'armes déstinées a l'armement de la 38 ½ B[rigade] cantonné a St. Cloud, et conduire de suite les dittes armes a leur destination. Ces armes sont attendues depuis plusiers jours. La 38 ½ Brigade en a un besoin urgent [...]".
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Lederer, Ignaz Freiherr von, österr. Feldmarschall (1769-1849).
Schreiben mit eigenh. U. L'Isle-sur-le-Doubs, 13. VI. 1814.
1 S. Kl.-Folio. An das "k. k. Reserve Armée Commando" zur Bestätigung des Erhalts einer Depeche und mit Rückfragen zu erhaltenen Befehlen: "Ich zeige gehorsamst an, daß die von Sr. Excellence dem Herrn F.Z.M. Grafen Colloredo gestern mir mittels Courier zugekommene Depeche nichts anders, als jenen Marche-Plan enthielt, welcher mir durch ein Hohes Reserve Corps Commando unter dem 9ten d. M. rücksichtlich des Marsches meiner unterstehenden Truppen zugeschikt worden ist. Dieser Courier hatte jedoch eine offene Ordre an Se. Durchlaucht den Hrn. F.M.L. Phillipp Prinzen zu Hessen-Homburg, vermög welchen die Hochdemselben unterstehenden Truppen in die Concurrentz von Franckfurt bis zum Erfolg des allgemeinen Friedens aufgestellt werden. Heute jedoch erhielt ich vom Armee-Commando wegen der Auflösung der deutschen Legion den Befehl, den ich zur Hohen Einsicht in Abschrift beyschließe [...]". - Der erste Pariser Frieden zwischen Frankreich und der Koalition war am 30. Mai 1814 geschlossen und am folgenden Tag ratifiziert worden. - Wohlerhalten.
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Leopold, Fürst von Hohenzollern (1835-1905).
Eigenh. Brief mit U. Sigmaringen, 7. I. 1882.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Legt dem Adressaten nahe, dem kommissarisch eingesetzten Gymnasiallehrer Braam eine definitive Anstellung zu geben: "Herr Braam ertheilt meinen Söhnen seit anderthalb Jahren Unterricht im Lateinischen und dieser Umstand veranlasst mich seiner Bitte um Befürwortung seines Gesuches bei Ihnen nachzukommen [...]". - Mit Sammlervermerken in Bleistift.
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Leopold I., König der Belgier (1790-1865).
Eigenh. Brief mit U. Brüssel, 26. XI. 1833.
2¼ SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit Goldschnitt. An einen "lieben Opitz" mit der Anerkennung seiner Dienste durch die Verleihung eines Ordens: "Beifolgend erhalten Sie das Civil Officier Kreutz des hiesigen Ordens und bald soll das Brevet nachfolgen. Ihren Schwager habe ich bestens gefunden zu meiner großen Freude, mögen Sie diesen Brief gesund und froh finden [...]". - Mit Spuren alter Faltung und leicht angestaubt verso.
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Leopold I., röm.-dt. Kaiser (1640-1705).
Gedr. Dokument mit eigenh. U. Wien, 28. II. 1671.
8 SS. Folio. Mit Siegel. Ermahnung und Aufforderung, plündernde und vagabundierende "Soldatesca" hart zu bestrafen: "Damit auch denen vorgehenden Placquereyen und Streiffereyen desto mehr abgewöhret werden möge: Geben wir hiemit unsern nachgesetzten des Landes Obrigkeiten und Inwohnern Macht und Gewalt, daß sie auff dergleichen straffendt: und rauberische Partheyen steiffig acht haben [...]". Sollten die Soldatesca bei einem Vergehen erwischt werden, fordert das Schreiben ihnen die Verpflegung zu streichen und sie zu bestrafen: "die Thäter in flagranti ergriffen worden wären, dem in selbiger Revier, Quartier, oder Statt ligenden Kriegs-Officier, die demselben lauffende Verpflegungs-Gebür inhibieren, war auff dann die Delinquenten, unverzüglich abgeholt, und nach Befindung der Billigkeit der Sach andern zum abschewlichen Exempel entweder im Haupt-Quartier bey ihrem Regiment, oder aber im Land selbsten in loco delicti, von der militarischen Obrigkeit an Leib und Leben gestrafft [...] werden solle [...]". - Mit zwei weiteren Unterschriften.
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Leopold I., röm.-dt. Kaiser (1640-1705).
Gedr. Mandat mit eigenh. U. Wien, 16. II. 1697.
11 SS. auf 3 Doppelbll. Folio. Mit Seidenfadenheftung und papiergedecktem Siegel. Nachschärfung früher erlassener Generalmandate aufgrund zahlreicher Beschwerden hinsichtlich des Verhaltens von Armeezugehörigen bei den Durchmärschen und während der Einquartierungen in den kaiserlichen Ländern, insbesondere Niederösterreich. In zwanzig Punkten folgen detaillierte Regelungen, darunter etwa, welche und wie viele Rationen für Soldaten und Pferde gegen welchen Preis von den Bauern gefordert werden dürfen, Strafdrohungen bei Zuwiderhandlung und die Bevollmächtigung der Ober- und Unterkommissare der Länder, bei Übertritten sogleich Verhaftungen vorzunehmen: "Obwohlen Wir vorhero durch verschidene publicirte General Mandata, wie sich Unsere Kayserl. Soldatesca, zu Roß, und Fueß, so wohl in den Durch-Marchen, als deren Einquartierungen zu verhalten, und was zu Abwendung aller Unordnungen, und Landt-Erpressungen erforderlich, die gnädigiste Vorsehung gethan haben, so werden Wir doch von Unsern getreu-gehorsambsten Ständen, dises Unseres Ertz-Hertzogthumbs Oesterreich unter der Ennß, gehorsambst berichtet, wie daß Unseren Satz, und Ordnungen zu wider, so wohl die Officier, als gemeine Knecht [...] solche unerträgliche exactiones, und Excessen verüben, daß der ohne daß ganz erschöpffte Bauersmann dardurch zu fernern Contribuiren untauglich gemacht werde [...]". - Die kaiserliche Unterschrift in Goldtinte. Mit je einer weiteren U. von Feldmarschall Ernst Rüdiger Gf. von Starhemberg (1638-1701) als Präsident des Hofkriegsrats und von Hofkammerrat Johann Adam Wöber. Durchgehend leicht wasser- und braunfleckig; due Ränder teils etwas lädiert mit kleinen Randeinrissen.
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Leopold II., König der Belgier (1835-1909).
Brief mit eigenh. U. Brüssel, 28. I. 1868.
½ S. auf Doppelblatt. 4to. Beiliegend ein Kuvert mit Adresse und Siegel. An Kardinal Nicolas Paracciani-Clarelli (1799-1872) in Rom mit Dank für einen Brief und die darin ausgedrückten Weihnachtswünsche und Erfolgswünsche für Leopolds Regierungszeit: "J'ai reçu avec un véritable plaisir la lettre que Votre Eminence M'a adressée à l'occasion des fêtes de Noel et J'ai été très sensible aux voeux qu'Elle forme pour la prospérité de Mon règne [...]". - Leicht braunfleckig.
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Leopold II., röm.-dt. Kaiser (1747-1792).
Resolution mit eigenh. U. auf einer Note mit eh. U. von Karl Gf. Zinzendorf. Wien, 19. VIII. 1790.
Ca. 1¼ SS. auf Doppelblatt, halbbrüchig beschrieben. Folio. Dem Ansuchen des Staatsbediensteten Forni von der Mailändischen Rechenkammer um Wiedererlangung der Erlaubnis, weiter in der Provinz Mailand angestellt zu bleiben, wird stattgegeben: "Forni kann eingerathenermassen auch im Mayländischen wieder angestellet werden [...]". - Mit Aktenvermerk verso, zahlreichen kleinen Randeinrissen sowie einem Papierdurchbruch im Gegenblatt entlang der Faltlinie. An den Rändern leicht braunfleckig.
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Leopold II. Maximilian, Fürst von Anhalt-Dessau (1700-1751).
Dokument mit eigenh. U. Dessau, 21. VI. 1747.
2½ SS. auf Doppelblatt. Folio. Kaufvertrag vom 17. VI. 1747 über ein Haus mit Grundstück in Törten (Dessau) zur Tilgung einer Schuld: "Erscheinet in fürstl. Amte Christoph Fleischer von Törten wie auch dessen Ehefrau Dorothea Maria geb. Klärin, cum Curatore Berendt Dienern, und trugen für: wasmaßen Sie ihren, in Törten, neben des Printz Dietrich zu Anhalt Hocht. Durchl. befindl. Guth gelegenen Eckhauß nebst Garten, samt darzugehörigen Einen Morgen Acker und Wiesen Cabel von ohngefehr einem Morgen, nicht länger fürstehen könten und Hans George Schnellen 30 rth. schuldig wär, welcher seine Bezahlung verlange und wolte Sie also ged. Hauß George Schnellen, sothanes Hauß sambt Zubehör vor 50 rth. Kauffgeldt dergestalt überlassen, daß er daran Seine schuldige 30 rth. daran ansich behalte, und die übrige 20 rth. übers Jahr 1748 bezahle, nechst dem Sie in diesen Hause Zeit ihres Lebens die freye Wohnung in einer besondern Cammer welche der Käuffer auf seine Kosten bauen müße, behalte. Käuffer Hanß George Schnelle, so mit gegenwärtig, ist mit diesen allen vollkommen zufrieden dannenhero Sie beyderseits um confirmation dieses Kauffcontracts bitten [...]". - Gegengezeichnet von einem Beamten und regestiert. Mit Sammlervermerk in Bleistift und Tinte (verso). Stärkere Wasserschäden; am unteren Rand durch Feuchtigkeitseinwirkung stark brüchig und lappig (Einrisse, etwas Textverlust).
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Leopold Joseph, Herzog von Lothringen (1679-1729).
Eigenh. Brief mit U. Lunéville, 4. VIII. 1719.
½ S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit Siegel und eh. Adresse verso. Persönlicher Brief in französischer Sprache an den Grafen von Ligneville, der wahrscheinlich Leopolds Sohn war, mit Freude über ein ihm gesandtes Schreiben und Neuigkeiten zur glücklichen Ankunft in Wien, in der Hoffnung, dass dieses Schreiben den Grafen rechtzeitig in Wien erreiche und dass der Kaiser sich gut um die Gesundheit des Gastes sorge, sowie mit der Bitte, so oft als möglich Nachrichten zu senden: "Je ne scais si celle cy vous trouvera encor a vienne, je ne vous escriray que deux mots, pour vous dire la vostre ma fait plaisir de vous scavoir arrive a vienne en bonne sante, et jespere que Lempereur fera quelque schose pour vous ayez soing de vostre sante et donnes moy Le plus souvent que vous pouvez de vos nouvelles [...]". - Ausriss durch Brieföffnung. Leicht braunfleckig und verso etwas angestaubt.
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Leopold Salvator von Österreich-Toskana, Erzherzog, General (1863-1931).
Eigenh. U. (ausgeschnitten). Graz, 16. III. 1887.
Ca. 102:20 mm auf Papierträger montiert. Mit Klebespuren an den Rändern.
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Leopold von Österreich, Erzherzog, General (1823-1898).
Dokument mit eigenh. U. Krakau, 13. III. 1855.
1 S. 230 x 83 mm. Bezüglich eines Geschäfts mit seiner kürzlich verstorbenen Schwester Adelheid von Österreich (1822-55), Königin von Sardinien: "Die hier erwähnten Juwelen, habe ich im Auftrage, und für meine Schwester die Königin von Sardinien gekauft, den dafür entfallenden Betrag von 24.000 fl; den 3. May 1850, dem Juwelier Herrn H. Grossmann in Prag, baar bezahlt, und wegen dem Rückersatz dieser Summe von Seite meiner Schwester, mit derselben ein besonderes Übereinkommen getroffen [...]". - Auf liniertem Blatt.
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Leopold Wilhelm von Österreich, Erzherzog, Statthalter der spanischen Niederlande, Feldherr (1614-1662).
Schriftstück mit eigenh. Nachschrift und U. Tirschenreith (Tirschenreuth, Oberbayern), 4. III. 1656.
1½ SS. auf Doppelblatt. 4to. Zur logistischen Organisation einer Lieferung von 140 Eimern Wein aus dem kaiserlichen Lager in Prag. Die böhmische Kammer habe den Vorschlag gemacht, ein Fass davon zur Kostendeckung des gewünschten Transports nach Pilsen zu verkaufen. Leopold fühlt sich allerdings durch diesen Vorschlag angesichts seiner Verdienste um das Königreich Böhmen gekränkt und fordert die umgehende Lieferung der gesamten Weinmenge und anderweitige Deckung der Transportkosten: "Als ohnlengst Ihro Khay. May. unnd Ld. Unß, von Ihren zu Prag ligenden Weinen Hundert unnd Vierzig Eimer, gegen anderwertiger widererstattung uberlassen, und wir dahero die Böheimbische Cammer ersuecht, solche biß auf Pilsen führen zu lassen, hat selbige sich dißfals entschuldiget, und den Vorschlag geben, es möchte von erstgedachten Weinen ein Vaß verkhaufft, und darvon die Fuhren bezahlt werden [...]". - In der eh. Nachschrift mahnt Leopold an die getreue Abwicklung der Lieferung und fordert zusätzlich eine Liste, die ihm zugeschickt werden solle. - Gegengezeichnet von Leopolds Hofsekretär, dem Passauer Kammerrat Sebaldt von Vierbaum. Mit mehreren kurzen parallelen Einschnitten durch Briefverschluss und wenigen kleinen Randläsuren. Leicht braunfleckig.
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Lichnowsky, Felix Maria Fst. von, Militär und Staatsmann (1814-1848).
Eigenh. Brief mit U. Rogau Krappitz (Rogów Opolski, Krapkowice, Oberschlesien), 15. V. 1836.
1 S. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse und Siegel verso (Faltbrief). An den Schriftsteller, Journalisten und Politiker Ferdinand Johannes Wit von Dörring, in Erwartung eines Treffens mit demselben: "Unserem Rendezvous getreu bin ich seit heute Nachmittag hier in Rogau und harre Ihrer. Mit welcher gespannten Ungeduld können Sie sich denken, da von dem Resultate Ihrer Unterhandlungen mein Leben und meine Ehre abhängt. Ich bleibe noch Morgen, als[o] Montag, hier, und fahre erst Morgen Nachts nach Neustadt zurück. Während dieser Zeit erwarte ich Sie hier, sollten Sie erst nach diesem Termin zurückkehren so erwarte ich Sie in Neustadt [...]". - Mit kleinen Randläsuren.
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[Ljungner, Erik, schwedischer Geologe (1892-1954)].
Gästbok. Schweden, 1940er bis 1980er Jahre.
4to. 85 Bll. mit über 700 Einträgen und Signaturen. Lederband mit goldgepr. Titel ("Gästbok"). Gästebuch des Geologen Erik Ljungner mit zahlreichen Einträgen, darunter jener der chilenischen Dichterin, Diplomatin und Nobelpreisträgerin Gabriele Mistral (1889-1957): "Usd. recorrieron la piel de Chile y los huesos de nuestros Andes. Uds. han sentido alli un clima de amistad, una patria abierta y calida [...]. Buscenas mi pais con amor y constancia. Yo haré lo mismo por vuestra Suecia [...]". Mistral war die erste Lateinamerikanerin und eine der wenigen Frauen, die den Nobelpreis für Literatur bekamen. Ihr Landsmann, der Journalist René Silva Espejo (1904-80), bedankt sich in seinem Eintrag für die Gastfreundschaft und das Interesse des Ehepaares Ljungner an Chile: "con mi mayor estimacion por su ayuda para conocer el espíritu y la tradicion de Upsala y con mi sincera gratitud por el interés con que recuerdan a Chile". Unter dem Eintrag befindet sich ein Foto, das René Silva Espejo und den Stammbuchhalter im August des Jahres 1947 in Uppsala zeigt. Weitere Einträge stammen unter anderem von finnischen Politikern, so zum Beispiel die Signatur des Ministerpräsidenten Väinö Tanner (1881-1966) vom 2. Februar 1947. - Rücken stärker lädiert.
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Lobmeyr, Ludwig, Wiener Glasfabrikant (1829-1917).
2 eigenh. Briefe mit U. Wien, 28. I. 1911 und 1. X. 1912.
Zusammen 2 SS. 8vo. Auf 2 Doppelbll. Beide Briefe an den Wiener Bürgermeister Josef Neumayer (1844-1923), bezüglich der Einladungen zu einem Gesellschaftsabend und zu einer Besprechung in Lobmeyrs Wohnung: "Hiermit beehre ich mich mitzutheilen, dass Freitag d. 11. 7 Uhr in meiner Wohnung eine Besprechung unserer Herren, betreffend der Ehrung für Alfred Baron von Bergers stattfinden wird […]" (Br. vom 1. Okt. 1912). - Lobmeyrs oberhalb des Geschäftslokals befindliche Wohnung in der Kärntner Straße 26 war Treffpunkt von Politikern, Künstlern und Gelehrten. Als Kunstsammler besaß er Bilder von Pettenkofen, Rudolf von Alt, Makart, Canon, Defregger, Spitzweg und anderen. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. Leicht gebräunt.
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Lobmeyr, Ludwig, Wiener Glasfabrikant (1829-1917).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 2. V. 1910.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Spricht einem Doktor, der sich am Vortag während eines Schwindelanfalls um ihn gekümmert hat, seinen Dank aus und teilt mit, dass sich sein Wohlbefinden wieder gebessert habe.
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Lobmeyr, Ludwig, Wiener Glasfabrikant (1829-1917).
Eigenh. Brief mit U. Wien, o. D. [1852?].
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An Johann von Chlumecký, k. k. Handelsminister. - Gleichmäßig gebräunt. Mit Vermerken in Tinte und Buntstift.
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Löwendal, Ulrich Gf. von, General (1700-1755).
Schriftstück mit eigenh. U. O. O. u. D.
½ S. 4to. In der Streitsache Löwendal gegen das Ehepaar de Chavaudon, mit der Aufforderung, auf Grundlage eines neuen, anderslautenden Ansuchens in dieser Sache zu plädieren: "En venant par les parties plaider la cause d'entre elle[s] sur leur différente [...] requête et demande ordonner qu'elles viendront pareillemant plaider sur la p[résente] r[equête] ce faisant adjuger au sup[p]liant les conclusions par lui priser [...]". - Mit biographischen Anmerkungen von alter Sammlerhand. Verso etwas braunfleckig.
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Louis-Philippe I., König der Franzosen (1773-1850).
Handschreiben mit eigenh. U. St. Cloud, 11. V. 1831.
½ S. auf Doppelblatt. Folio. An einen Verwandten mit Dank und Erwiderung von Neujahrswünschen: "Les assurances que vous me donnez de vos sentimens pour ma personne ainsi que les voeux que vous formez pour le bonheur de ma famille et la prospérité de la France, m'ont causé d'autant plus de satisfaction que je crois à leur sincérité [...]". - Mit Gegenzeichnung von General und Marschall Horace Francois Bastien Sébastiani (1772-1851). Mit gepr. Rundsiegel; papierbedingt etwas gebräunt.
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Ludwig VI., Landgraf von Hessen (1630-1678).
Schreiben mit eigenh. U. Darmstadt, 22. IV. 1677.
1 S. auf Doppelblatt. Kl.-Folio. Mit Adresse und papiergedecktem Siegel (Faltbrief). Abschlägige Antwort an die Räte und Beamten der Stadt Butzbach betreffend ein Gesuch die Verwaltung des sog. Kugelhauses abgeben zu dürfen: "Nachdem Bürgermeister und Rath zu Butzbach underthänigst nachsuchen, daß sie der Administration des Kugelhaußes wiederumb enthoben, und dieselbe andernorts bestellet werden möchte; Und Uns dann solches befremdsambdt vorkombt, dieweil sie sich hiebevor zu deren Verwaltung selbten schrifftlich erbotten, Wir auch wahrgenommen, daß es aus ihrem mittel an Persohnen nicht ermanglet, die solche Administration verrichten können; So habt ihr so weit es nöthig und herkommens ist, mit denen Solms-Braunfelsischen daraus zu communiciren, und erwehnten Burgermeister und Rath anzudeuten, Wir ließen es allerdings darbey verpleiben, daß Sie, biß auf anderwertige Verordnung, besagte Administration und Verwaltung noch behielten [...]". - Das "Kugelhaus" der Stadt Butzbach geht auf die 1468 erfolgte Gründung eines Kollegialstifts der Brüder vom Gemeinsamen Leben zurück, die wegen ihres Ordenshabits "Kugelherren" genannt wurden. Gabriel Biel, der spätere Mitbegründer der Universität Tübingen, war der berühmteste Kugelherr Butzbachs. Mit der Reformation und der Aufhebung des Stiftes 1555 wurde das gesamte Einkommen in einen Fonds überführt, der bis heute zur Bezahlung von Sach- und Personalkosten der Kirchengemeinde und des Schulwesens in Butzbach dient. - Braunfleckig. Mit Sammlervermerk in Tinte und Spuren von alter Restauration.
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Lueger, Karl, Wiener Bürgermeister (1844-1910).
Eigenh. Portraitpostkarte mit faksimilierter U. Wohl Wien, Anfang Februar 1910.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An den Schriftsteller und Archivar Albert Josef Weltner: "Herzlichen Dank für Ihr Schreiben vom 3/2 10".
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Macdonald, Étienne Jacques, französischer General (1765-1840).
Eigenh. Brief mit U. Paris, 11. VI. 1819.
1 S. Folio. An Kriegsminister Edgar Clarke betreffs der Anfrage von Generalleutnant Étienne Tardif de Pommeroux, der um Genehmigung eines zweimonatigen Urlaubs für einen gewissen Massieux, Grenadier des 2. Regiments zu Pferde, ersucht hatte, weil dieser sich von einem Lungenkatharrh erholen müsse: "D'etprès la demande de M. le lieutenant Général C.te Bordessoulle, j'ai l'honneur de prier Votre Excellence d'accorder un congé de deux Mois au Nominé Massieux Grenadier a cheval au 2e régiment. Ce militaire est en convalescence d'un catarrhe pulmonaire qui lui rend ce congé nécessaire [...]". - Mit vorgedr. Briefkopf der "Garde-Royale", Aktenvermerk, Empfängervermerk recto und verso, Sekretariatsstempel sowie einer Lochspur von alter Heftung.
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Mack von Leiberich, Karl Frh., kaiserl. General (1752-1828).
Eigenh. Brief mit U. Dinant, 5. III. 1794.
3 SS. auf Doppelblatt. 4to. In Bleistift. Wasserzeichen: Posthorn im gekrönten Schild, "I Honig". Von der niederländischen Front des Ersten Koalitionskrieges, vermutlich an Friedrich Josias von Sachsen-Coburg-Saalfeld, Oberbefehlshaber der österreichischen Armee, mit der Bitte, seinen beifolgenden Bericht (hier nicht beiliegend) dem Kaiser zu überreichen: - "Der Wurm, welchen Eure Excellenz einst aus dem Staube gezogen, und zum Menschen gebildet, erkühnet sich, Sie zu bitten, zu beschwören, den hier anverwahrten Bericht Sr. Mayestät Selbst zu überreichen. Geruhen Eure Excellenz einen Augenblick auf meine Niedrigkeit zu vergessen, und nur die Last der ungeheuren, der schröcklichen Sorgen, die meinen kranken Kopf, mein jammervolles Herz belasten, zu bedenken. Da ich nun einmal diese Sorgen trage, [...] so kann ich, um nicht das heyligste Interesse meines Herrn in einem Zeitpunkt, der vielleicht in der Welt niemals wichtiger gewesen, zu vernachlässigen, unmöglich schweigen, und ohne Rücksicht auf Alles, was sonst Klugheit, Bescheidenheit, Ehrfurcht, gebieten mögen, muß ich Alles affrontiren, selbst die Besorgnuß Ihrer Ungande [...]". - Der direkt an den Kaiser gerichtete Bericht, in dem Mack die Übermacht der französischen Armee betonte, löste heftigen Unmut bei Franz II. aus. Er forderte Coburg auf, Mack anzuweisen, sich nicht in fremde Angelegenheiten einzumischen und sich auf seine eigenen Funktionen zu beschränken. Letzterer stellte sich jedoch hinter seinen Stabschef (vgl. E. Gramm, "Der unglückliche Mack: Aufstieg und Fall des Karl Mack von Leiberich" [phil. Diss., Wien 2008], S. 165). - Kleiner Einriss entlang des Mittelfalzes. Fehlstellen an 3 Ecken des Gegenblatts von alter Montage; geringer Textverlust.
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Mansfeld, Peter Ernst I. von, Feldmarschall und Staatsmann (1517-1604).
Schriftstück mit eigenh. U. O. O., 15. VI. 1580.
¾ S. Qu.-Folio (ca. 420:330 mm). Mit papierged. Siegel. Sehr seltene Vollmacht für Mansfelds Neffen, Hoyer Christoph von Mansfeld (1554-87), um in Vertretung Lehnsbriefe und Reverse betreffs des Lehens von Herzog Julius zu Braunschweig und Lüneburg (1528-89) zeichnen zu dürfen, da er, Peter Ernst, Statthalter des Königs von Spanien in Luxemburg sei: "Wir [...] constituiren, setzen unnd verordnen auch hiemit in Krafft dieses, [...] den wolgebornen unsern beßonderen freundtlichen lieben Vettern Hoyer Christoffen Graven und Hern zu Mansfeld gestalt In unserm nhamen, die lehnschafft solicher von hochermelten Herzogen zu Braunenschweich empfenklich herrörende Lehnstück mit gepuerenden Reverentz zu begern und zu empfahen auch gepürliche Huldt unnd eidts Pflicht zu thuhn [...]". - Die reichsunmittelbare Grafschaft Mansfeld wurde wegen Überschuldung 1580 von Kursachsen und dem Erzstift Magdeburg mediatisiert. - Mit Regest verso, einigen wenigen kleinen Randein- und -ausrissen sowie einigen winzigen Papierdurchbrüchen entlang der Faltlinien.
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Marek, Karl, k. k. Minister für öffentliche Arbeiten (1850-1936).
Eigenh. Visitkarte. Prag, 2. I. 1916.
121 x 70 mm. Dankt in seiner Funktion als k. k. Minister für öffentliche Arbeiten "auch im Namen seiner Frau für die liebenswürdige Erinnerung und wünscht das beste zum neuen Jahr". - Mit Sammlervermerk in Bleistift.
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Margarethe von Parma, Statthalterin der Niederlande (1522-1586).
Schriftstück mit eigenh. U. ("Margareta"). Brüssel, 5. XII. 1567.
½ S. Folio. Wasserzeichen: "F" im Kreis. Sekretärsbrief in französischer Kalligraphie an einen Verwandten, geschrieben in jener Zeit, da Margarethe ihr Statthalterinnenamt infolge der protestantischen Aufstände gegen die spanische Herrschaft nur noch pro forma innehatte, ihre Herrschaft in Brüssel bereits vom Herzog von Alba, Fernando Álvarez de Toledo, abgelöst worden war, und kurz bevor sie die Niederlande verlassen sollte. Margarethe bedankt sich für gute Dienste und teilt mit, dass König Philipp II. ihrem Rücktrittsgesuch nun entsprochen habe: "Je estamsy que sur la poursuyte et Instance que passe long temps J'ay faict devers le Roy, mon seigneur, a fin de ma pouvoir retirer en ma maison, Sa Ma.te a finablement este servie et contente m'accorder ceste ma retraicte, vous remerchiant tant de par sa Ma.te quen mon entroict particulier, des bons offices de bon voisin dicelle sa Ma.te que avez demonstré pendant que j'ay este J'ay tant par bonne correspondencé que affection [...]". - In den Rändern leicht gebräunt; von schöner Erhaltung.
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