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Lernet-Holenia, Alexander, Schriftsteller (1897-1976).
2 eigenh. Briefe und 12 (davon 8 eh.) (Bild-)Postkarten, Briefkarten und Billetts mit eh. U. Zürich, Wien und St. Wolfgang, 1961-1970.
Zusammen 14 SS. (Qu.-)8vo. Tlw. mit eh. Adresse. Freundschaftliche Korrespondenz mit dem österreichischen Schriftsteller Johann Gunert. "Allen Dank, lieber Freund, für Ihren so gütigen Brief! Nur ist diesbezüglich mit dem Garnicht-Ignorieren und Ähnlichem nichts getan, am Donnerstag hat die ewig tätige Hilde Spiel doch schon wieder eine Vorlesung von Leuten im Penclub arrangiert, die dazu herangezogen werden sollen, uns schon im nächsten oder übernächsten Jahr den Hals abzuschneiden. Eins ist gewiss: Der Teufel hole alle Journalisten, Gazetten, 3. Programme und sonstigen Pofel! Wenigstens sind wir die Schwarzen los [...]" (Bildpostkarte vom 21. IV. 1970). - Beiliegend zwei ms. Briefe mit eh. U. von Regierungsrat Ing. Lambert Binder an J. Gunert mit der Bitte um das Recherchieren von alten Zeitungsveröffentlichungen Lernet-Holenias.
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Lessing, Doris, Schriftstellerin und Nobelpreisträgerin (1919-2013).
Ms. Brief mit eigenh. U. ("Doris"). London, 11. V. 1982.
¾ S. 4to. An den schwedischen Schriftsteller und Journalisten Ingmar Björkstén: “I am sorry I have taken so long. All kinds of things got in the way, one of them being a visit from my daughter from South Africa. But al last, here it is [...] How are you I wonder? It sounds as if you really did enjoy Japan. I am going there in November for the British Council. I feel very apprehensive, because my style when lecturing is to be informal, not to say chatty, whereas they are, I know, formal and do not easily ask questions [...]". - Mit kleinem Einriß im rechten Rand.
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Levetzow, Karl Michael Frh. von, Schriftsteller (1871-1945).
Eigenh. Postkarte mit U. Auspitz, 8. IV. 1944.
1 S. 8vo. Mit eh. Adresse. An Oberlehrer Josef Wesely mit Dank für ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag: "[...] Ich pfusche hier auch in de[m] Lehrberuf [...], da Lehrkräfte mangeln [...]". - Levetzow war Mitarbeiter an Ernst von Wolzogens "Überbrettl" in Berlin, unternahm Reisen durch Italien, Frankreich, Spanien, Portugal, Ägypten und Indien und lebte seit 1930 in Böhmen. Sein Werk besteht aus Gedichten, Novellen, Essays, Dramen und Aphorismen.
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Lewald, August, Schriftsteller und Theaterdirektor (1792-1871).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 9. I. 1864.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adressiertem Kuvert. An den Mediziner Johann Nepomuk von Ringseis (1785-1880): “Mein Katarrh, der gestern so ziemlich nachgelassen hatte, ist diese Nacht sehr heftig geworden. Ich würde daher in dem Kreise eine sehr traurige Figur spielen, die das Gespräch mit obligatem Husten accompagnierte, der durch krampfhafte Aeußerungen auch für Andere nicht eben angenehm ist [...]”. - Lewald war in Wien, Brünn und München als Schauspieler und Journalist tätig, übernahm die Leitung des Nürnberger Theaters, war Redakteur des ‘Nürnberger Correspondenten’ und gründete mehrere eigene Blätter, die sich jedoch nur kurze Zeit halten konnten. Erst die Zeitschrift ‘Europa. Chronik der gebildeten Welt’ brachte ihm 1835 einen durchschlagenden Erfolg. Sich später verstärkt dem Theater zuwendend, war er seit 1850 Opernregisseur in Stuttgart. - Rinsgeis war Primararzt am Allgemeinen Krankenhaus in München und Professor an der Medizinisch Praktischen Lehranstalt und zählte so prominente Zeitgenossen wie Franz von Baader, Jacobi, Schelling und Feuerbach zu seinen Patienten; ebenso beliebt war R. bei der ärmeren Bevölkerung. Als Vertrauter und Leibarzt begleitete er den Kronprinzen Ludwig auf Reisen nach Italien und wurde 1826 zum Professor der Medizin an der Universität München ernannt, die auf seine Initiative hin in diesem Jahr von Landshut nach München verlegt worden war. Daneben begründete er eine an Umfang und Qualität eindrucksvolle Mineraliensammlung.
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Lewald, August, Schriftsteller und Theaterdirektor (1792-1871).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D., [1865].
1 S. 8vo. An die Schriftstellerin Emilie Ringseis (1831-1895): “Hierbei, meine freundliche Gönnerin, der so eben erschienene ‘Insurgent’, dessen Autor sich Ihrer nachsichtigen Wohlgewogenheit empfiehlt [...]”. - Lewalds Roman erschien 1865 im Verlag Hurter, Schaffhausen. - Lewald war in Wien, Brünn und München als Schauspieler und Journalist tätig, übernahm die Leitung des Nürnberger Theaters, war Redakteur des ‘Nürnberger Correspondenten’ und gründete mehrere eigene Blätter, die sich jedoch nur kurze Zeit halten konnten. Erst die Zeitschrift ‘Europa. Chronik der gebildeten Welt’ brachte ihm 1835 einen durchschlagenden Erfolg. Sich später verstärkt dem Theater zuwendend, war er seit 1850 Opernregisseur in Stuttgart. - Emilie Ringseis, Tochter des Mediziners Johann Nepomuk von R., verfaßte nach einer schlußends beendeten Laufbahn als Schauspielerin mehrere Theaterstücke, die mit Ausnahme des ‘Sebastian’ (1868) nicht viel öfter als sie selbst auf der Bühne zu sehen waren; aus dem Nachlaß ihres Vaters gab sie dessen ‘Erinnerungen’ heraus. - Auf Briefpapier mit gepr. Monogramm; mit Vermerken zum Verf. bzw. zur Adressatin in Bleistift bzw. Tinte von alter Hand.
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Lewald, Fanny, Schriftstellerin (1881-1889).
Eigenh. Brief mit U. (“Lewald-Stahr”). “Hotel Mararo”, 4. XII. 1877.
1½ SS. 8vo. An einen Freund: “Anbei die kleinen Gegenstände die ich Sie bitte mitzunehmen. Ich lasse alles offen, damit es Ihnen keine Beschwerde macht, selbst den Brief an meine Schwester. Die Adresse steht auf demselben. Wenn Sie es so absenden könnten - vielleicht von München aus - daß es am 14. in Berlin in meiner Schwester Händen wäre, so daß der eine Schleier am 16. auf dem Geburtstagstisch meiner Schwiegertochter figurieren könnte, so wäre es mir sehr lieb [...]”. - Geboren als Tochter eines Kaufmanns, trat Fanny Lewald 1828 zusammen mit ihrer Familie zum Protestantismus über, erhielt eine außergewöhnlich gute Ausbildung, übersiedelte 1843 nach Berlin und verkehrte u. a. mit Henriette Herz, Heinrich Laube und Therese von Bacheracht. Ihre ersten Romane (darunter ‘Clementine’, 1824) konnte sie mit Hilfe ihres Vetters August anonym bei Brockhaus in Leipzig herausbringen. "Sie gehörte zu den ersten erfolgreichen deutschen Berufsschriftstellerinnen [und] widmete sich in ihren Romanen und publizistischen Gelegenheitsschriften aktuellen Themen, vor allem der Frauenemanzipation (u. a. 'Osterbriefe für die Frauen', 1863; 'Für und Wider die Frauen', 1870)" (DBE). 1854 ehelichte die Schriftstellerin den Schriftsteller und Literarhistoriker Adolf Stahr.
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Lichtblau, Adolf, Schriftsteller und Publizist (1844-1908).
Eigenh. Brief mit U. [Wien], 8. V. 1876.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An seinen Freund Drechsler: "Bitte Herrn [...] zu fragen ob er glaubt daß in der nächsten Nummer unseres Blattes über den R. Sp. u. V. V. was besonderes geschrieben werden soll [...]". - Lichtblau, bereits seit mehreren Jahren als Redakteur verschiedener Zeitschriften tätig, gründete 1870/71 gemeinsam mit Siegmund Spitz das "Österreichisch-ungarische Volksblatt für Stadt und Land", begann ein Studium der Volkswirtschaft und Statistik und war Gründer (1874) und Herausgeber der Brauer- und Hopfenzeitung "Gambrinus". 1894 wurde er Direktor der Internationalen Bier- und Nährausstellung in Wien, präsidierte dem österreichischen Fachschriftstellerverband und war Vizepräsident des Reichsverbandes österreichischer Journalisten und Schriftsteller. Neben zahlreichen einschlägigen Arbeiten (darunter etwa "Die Lage der Bierindustrie", 1877) schrieb er Dramen. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des “Oesterr.-ungar. Volksblatts".
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Lienhard, Friedrich, deutscher Schriftsteller (1865-1929).
Eigenh. adr. Kuvert. Weimar, o. D.
2 SS. Qu.-8vo. Kuvert adressiert an: "Joseph Wesely / Wien III/2 / Bechardgasse 14"
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Lienhard, Friedrich, Schriftsteller und Journalist (1865-1929).
Eigenh. Albumblatt mit 4zeiligem Gedicht, Datum und U. Weimar, 25. IX. 1921.
1 S. Kl.-4to. "In Deutschlands heil'gem Herzen, still und stark, / Steht unsre Wartburg, nächst der Goethe-Park [...]". - Nach einem abgebrochenen Theologiestudium und Reisen durch Oberbayern und Paris übernahm Lienhard die Redaktion der deutschnationalen Zeitschrift "Das zwanzigste Jahrhundert". Gemeinsam mit Adolf Bartels (1862-1945) gründete er das Organ der Heimatkunstbewegung "Heimat" und war seit 1903 Mitarbeiter an Carl Muths (1867-1944) "Hochland"; von 1920-28 gab er die national-konservative Zeitschrift "Der Türmer" heraus. "Als Schriftsteller zunächst dem Naturalismus nahestehend, lehnte er modernen literarischen Strömungen unter dem Einfluß Julius Langbehns zunehmend ab und propagierte unter dem Schlagwort "Los von Berlin" eine regionale und traditionsorientierte Kultur (u. a. 'Neue Ideale', 1901). Seine pathetischen, antimodernen und völkischen Romane (u. a. 'Westmark', 1919) erreichten in der Weimarer Republik zum Teil 100 Auflagen, stießen jedoch, obwohl sie die nationalsozialistische Ideologie vorbereiteten, im 'Dritten Reich' auf geringeres Publikumsinteresse" (DBE). Vgl. auch Kosch II, 1531f.
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Lienhard, Friedrich, Schriftsteller und Journalist (1865-1929).
Eigenh. Albumblatt mit U. O. O., 18. X. 1898.
1 S. 8vo. Zitat aus Lienhards im selben Jahr erschienener "Odilia": "Doch wenn ein Strahl von Gott die Seele traf: - | In Melodie löst alle Bitternis, | In goldne Farben sich das Dunkel auf!" - Anfangs zwar dem Naturalismus nahestehend, begann Lienhard zunehmend moderne literarische Strömungen abzulehnen und propagierte statt dessen "unter dem Einfluß Julius Langbehns [...] unter dem Schlagwort 'Los von Berlin' eine regionale und traditionsorientierte Kultur (u. a. Neue Ideale, 1901). Seine pathetischen, antimodernen und völkischen Romane (u. a. Westmark, 1919) erreichten in der Weimarer Republik zum Teil 100 Auflagen, stießen jedoch, obwohl sie die nationalsozialistische Ideologie vorbereiteten, im 'Dritten Reich' auf geringeres Publikumsinteresse" (DBE). Vgl. auch Kosch II, 1531f. - Mit Papier unterlegt.
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Lilienfein, Heinrich, Schriftsteller und Literaturhistoriker (1879-1952).
Eigenh Bildpostkarte mit U. Weimar, 27. XI. 1943.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An Josef Wesely: "Erfreut durch Ihr treues Geburtstags-Gedenken danke ich Ihnen mit herzlichen Gegengrüßen". - Lilienfein lebte seit 1902 als freier Schriftsteller in Berlin und wurde als Dramatiker in klassizistischer Tradition bekannt. Kriegserlebnisse aus dem Ersten Weltkrieg verarbeitete er in den zwanziger Jahren in Antikriegsromanen und -dramen; später entstanden Werke über historische Themen und Biographien, u. a. über Lucas Cranach. Seit 1920 in Weimar ansässig, war Lilienfein als Generalsekretär der Deutschen Schillerstiftung tätig. - Die Bildseite mit einer Abbildung von Karl August Schwerdgeburths Goethe-Zeichnung a. d. 1831.
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Lilienfein, Heinrich, Schriftsteller und Literaturhistoriker (1879-1952).
Eigenh Bildpostkarte mit U. [Weimar, 22. XI. 1935].
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An Josef Wesely mit Dank "für Ihre freundlichen Geburtstagswünsche". - Lilienfein lebte seit 1902 als freier Schriftsteller in Berlin und wurde als Dramatiker in klassizistischer Tradition bekannt. Kriegserlebnisse aus dem Ersten Weltkrieg verarbeitete er in den zwanziger Jahren in Antikriegsromanen und -dramen; später entstanden Werke über historische Themen und Biographien, u. a. über Lucas Cranach. Seit 1920 in Weimar ansässig, war Lilienfein als Generalsekretär der Deutschen Schillerstiftung tätig. - Die Bildseite mit einer Ansicht des Vorraums von Schillers Wohnzimmer.
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Lindau, Paul, Schriftsteller (1839-1919).
Eigenh. Albumblatt mit U. Berlin, April 1904.
1 S. Qu.-8vo. Der Bruder des Diplomaten und Schriftstellers Rudolf Lindau (1829-1910) war einer der "einflußreichsten Theaterkritiker der Gründerzeit" (DBE) und Theaterdirektor in Meiningen und Berlin. Zu seinem literarischen Werk gehören Reiseberichte und -briefe (u. a. "Altes und Neues aus der Neuen Welt", 1893), Dramen sowie Romane und Novellen (u. a. "Karl Hau und die Ermordung der Frau Josefine Molitor", 1907). Vgl. Kosch IX, 1451ff.
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Lindau, Paul, Schriftsteller (1839-1919).
Eigenh. Portraitpostkarte mit U. Hamburg, 18. X. 1905.
1 S. 8vo. Mit eh. Adresse. Portraitphotographie aus dem Hause Erwin Raupp (Brustbild en face im Sitzen) an die Schauspielerin Stella Frfr. von Hohenfels-Berger, offensichtlich aus Anlaß einer Aufführung eines seiner Theaterstücke: "Wäre auch der Erfolg ausgeblieben, ich hätte an die Proben doch die dankbarste Erinnerung gehabt [...]". - Der Bruder des Diplomaten und Schriftstellers Rudolf Lindau (1829-1910) war einer der "einflußreichsten Theaterkritiker der Gründerzeit" (DBE) und Theaterdirektor in Meiningen und Berlin. Zu seinem literarischen Werk gehören Reiseberichte und -briefe (u. a. "Altes und Neues aus der Neuen Welt", 1893), Dramen sowie Romane und Novellen (u. a. "Karl Hau und die Ermordung der Frau Josefine Molitor", 1907). - In Florenz und Paris aufgewachsen, erlernte Stella Frfr. von Hohenfels-Berger die deutsche Sprache erst während eines Besuchs bei Verwandten in Deutschland und strebte, nachdem ihre Familie dauernd nach Deutschland zurückgekehrt war, 1870 eine Karriere am deutschsprachigen Theater an. An der Leipziger Theaterschule studierend, debütierte sie 1873 am Berliner Nationaltheater als Luise in "Kabale und Liebe" und wurde, noch im selben Jahr, von Franz von Dingelstedt (1814-1881) in den Verband des Wiener Burgtheaters berufen, wo sie 1882 zur Hofschauspielerin ernannt wurde und 1887 einen Vertrag auf Lebenszeit erhielt. Als ihr Gatte, Alfred Frh. von Berger (1853-1912), 1910 die Direktion des Hauses übernahm, zog sich die "'Märtyrerin ihres ewig frühlingshaften Mädchentums', dem sie sich auch dann nicht entreißen kann, als ihr Alter längst ein reiferes Fach erfordert hätte" (Felix Salten; zit. n. Haeusserman, Das Wiener Burgtheater, Wien u. a., Molden, 1975, S. 55) von der Bühne zurück.
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Lindau, Paul, Schriftsteller (1839-1919).
Ms. Brief mit eigenh. U. Dresden-Strehlen, 6. V. 1892.
1/2 S. 4to. Beiliegend ein verso mit 5 eigenh. Zeilen und U. beschriebenes Ballkärtchen mit gedr. Tanzfolge (1 S. 12mo). Dankt einem namentlich nicht genannten Adressaten für eine Zusendung. - Der Bruder des Diplomaten und Schriftstellers Rudolf Lindau (1829-1910) war einer der "einflußreichsten Theaterkritiker der Gründerzeit" (DBE) und Theaterdirektor in Meiningen und Berlin. Zu seinem literarischen Werk gehören Reiseberichte und -briefe (u. a. "Altes und Neues aus der Neuen Welt", 1893), Dramen sowie Romane und Novellen (u. a. "Karl Hau und die Ermordung der Frau Josefine Molitor", 1907).
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Lindau, Paul, Schriftsteller (1839-1919).
Ms. Brief mit eigenh. U. Berlin, 11. IX. 1889.
2 SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. "Es ist noch immer meine Absicht, am Freitag von hier abzureisen, um Sonnabend der Eröffnungsvorstellung im Volks-Theater beizuwohnen. Aber zu meinem grössten Bedauern bin ich noch nicht in der Lage, die bestimmte Erwartung aussprechen zu dürfendass es mir vergönnt sein wird, meine Absicht auszuführen. Ich bin seit über acht Tagen recht schwer leidend.Ich bin in den letzten acht Tagen, seit der Faust-Aufführung im Deutschen Theater, nicht mehr ausgegangen, habe sehr quälende Halsschmerzen gehabt und werde heute zum ersten Mal wieder ausgehen [...]". - Der Bruder des Diplomaten und Schriftstellers Rudolf Lindau (1829-1910) war einer der "einflußreichsten Theaterkritiker der Gründerzeit" (DBE) und Theaterdirektor in Meiningen und Berlin. Zu seinem literarischen Werk gehören Reiseberichte und -briefe (u. a. "Altes und Neues aus der Neuen Welt", 1893), Dramen sowie Romane und Novellen (u. a. "Karl Hau und die Ermordung der Frau Josefine Molitor", 1907). - Auf Briefpapier mit gepr. kalligr. Vignette.
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Lindau, Paul, Schriftsteller (1839-1919).
Visitkarte mit eigenh. Anrede. O. O. u. D.
1 S. An den Journalisten Ludwig Benedikt Hahn. - Der Bruder des Diplomaten und Schriftstellers Rudolf Lindau (1829-1910) war einer der "einflußreichsten Theaterkritiker der Gründerzeit" (DBE) und Theaterdirektor in Meiningen und Berlin. Zu seinem literarischen Werk gehören Reiseberichte und -briefe (u. a. ‘Altes und Neues aus der Neuen Welt", 1893), Dramen sowie Romane und Novellen (u. a. "Karl Hau und die Ermordung der Frau Josefine Molitor", 1907). - Hahn, 1844 im böhmischen Mühlhausen geboren, war Mitredakteur des "Neuen Fremdenblattes", des "Fremdenblattes" und schließlich der "Wiener Zeitung", bei der er zugleich das Musikreferat in der "Wiener Abendpost" führte. 1889 wurde er Vorstand des Telegraphen-Correspondenz-Bureaus.
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Lingg, Hermann Rt. von, Schriftsteller (1820-1905).
Eigenh. Albumblatt mit U. O. O. u. D.
1 S. Qu.-12mo. "Wie im schönen Angesicht | Alles schön stimmt überein | So soll auch die Seele licht | Und harmonisch sein". - Nach einer durch einen Nervenzusammenbruch beendeten Laufbahn als Militärarzt ließ sich der Schriftsteller in München nieder, wo er durch Unterstützung Emanuel Geibels erste Arbeiten veröffentlichen konnte, “gehörte dem Münchner Dichterkreis und dem nach seinem Gedicht 'Das Krokodil von Singapur' benannten literarischen Verein 'Krokodil' an" (DBE) und veröffentlichte später zahlreiche Dramen und Novellen sowie die Autobiographie ‘Meine Lebensreise’ (1899). 1890 wurde er nobilitiert. - Die Bildseite der Karte zeigt 2,9:4 cm große Darstellung des Hafens von Lindau.
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Lingg, Hermann Rt. von, Schriftsteller (1820-1905).
Eigenh. Brief mit U. München, 19. V. 1896.
1 S. 8vo. An ein namentlich nicht genanntes Fräulein: "Da Sie so freundlich sind, sich als meine treueste Verehrerin vorzustellen, so beeile ich mich Ihrem Wunsch zu willfahren. Ist es aber auch mit der großen Verehrung richtig? Haben Sie schon etwas von mir gelesen außer meinen Namen? [...]". - Nach einer durch einen Nervenzusammenbruch beendeten Laufbahn als Militärarzt ließ sich der Schriftsteller in München nieder, wo er durch Unterstützung Emanuel Geibels erste Arbeiten veröffentlichen konnte, “gehörte dem Münchner Dichterkreis und dem nach seinem Gedicht 'Das Krokodil von Singapur' benannten literarischen Verein 'Krokodil' an" (DBE) und veröffentlichte später zahlreiche Dramen und Novellen sowie die Autobiographie ‘Meine Lebensreise’ (1899). 1890 wurde er nobilitiert.
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Lingg, Hermann Rt. von, Schriftsteller (1820-1905).
"Kampf und Mühe". Eigenh. Gedicht (12 Zeilen) mit einigen Begleitzeilen und U. München, 10. XII. 1894.
¾ S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ihrem Wunsche gemäß übersende ich Ihnen hiemit ein Gedicht für das Dichterheim": "Das Leben ist ein Dringen | Durch Noth u. durch Gefahr, | Es ist ein blutig Ringen | Bis an die Totenbahr [...]". - Nach einer durch einen Nervenzusammenbruch beendeten Laufbahn als Militärarzt ließ sich der Schriftsteller in München nieder, wo er durch Unterstützung Emanuel Geibels erste Arbeiten veröffentlichen konnte, "gehörte dem Münchner Dichterkreis und dem nach seinem Gedicht 'Das Krokodil von Singapur' benannten literarischen Verein 'Krokodil' an" (DBE) und veröffentlichte später zahlreiche Dramen und Novellen sowie die Autobiographie "Meine Lebensreise" (1899). 1890 wurde er nobilitiert. - In altem Sammlungsumschlag.
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Linke, Oskar, Schriftsteller (1854-1928).
"Auf Wiedersehen". Eigenh. Gedicht mit U. O. O. u. D.
1 S. 8vo. "O Mädchenblüte, keusch u. rein, | Was schaust du zu dem Marmorbildnis, | Das überglänzt vom Sonnenschein, | In dieser duft'gen Blumenwildnis | Vereinsamt steht? Dich staun' ich an, | Und zu dem Marmor sehr' ich wieder, | Und ach, mich armen alten Mann | Drückt dumpfen Ton's die Schwermut nieder [...] [es folgen 16 Zeilen]". - Linke arbeitete als Journalist in Posen und Breslau und war zuletzt Schriftleiter der "Weimarischen Zeitung". Zu seinem umfangreichen literarischen Werk gehören Lyrik, Erzählungen, Romane und das Kleinepos "Das Veilchen von Kephyssosthal" (1889). Mehrere seiner Werke behandeln die Gestalt Jesu, u. a. "Jesus Christus" (1883). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der "Redaktion der Weimarischen Landeszeitung Deutschland". - Mit kl. Einr. am rechten Blattrand (keine Textberührung).
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Linke, Oskar, Schriftsteller (1854-1928).
Eigenh. Brief mit U. Weimar, 2. VII. 1918.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Professor [d. i. der Pädagoge und Literarhistoriker Michael Maria Rabenlechner, 1868-1952]: "Ein Zufall setzte mich soeben davon in Kenntnis, daß Sie am 12. Juli - einen Tag vor Hamerlings Todestag! - Ihren 50. Geburtstag feiern - schon 50! Ich will nicht verhehlen, Ihnen dazu meinen herzlichsten Glückwunsch darzubringen, und ich hoffe, daß Sie auch noch den 70. in derselben Frische feiern mögen - wozu ich vielleicht auch noch gratulieren kann, möglich wäre es ja immerhin. Ich hoffe, daß Sie Hamerling im selben Sinn treu geblieben sind, wie ich: seine Zeit kommt auch noch einmal, zum mindesten beginnt sie wieder, wenn im nächsten Jahr die berüchtigten '30 Jahre' vorüber sind. Werden Sie nicht auch den Gesammt[!]-Hamerling herausbringen wollen? Vielleicht wäre auch eine Lyrikwahl-Volksausgabe angebracht [...] Haben Sie vielleicht etwas gehört von Berta Steger in Graz, der 'anonymen' Tochter R. Hs? Wohnt sie in Graz oder schon in einem Kloster? [...]" - Linke arbeitete als Journalist in Posen und Breslau und war zuletzt Schriftleiter der "Weimarischen Zeitung". Zu seinem umfangreichen literarischen Werk gehören Lyrik, Erzählungen, Romane und das Kleinepos "Das Veilchen von Kephyssosthal" (1889). Mehrere seiner Werke behandeln die Gestalt Jesu, u. a. "Jesus Christus" (1883). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der "Redaktion der Weimarischen Landeszeitung Deutschland".
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Linklater, Eric, Schriftsteller (1899-1974).
Ms. Brief mit eigenh. U. Tain (Ross-shire), 28. XI. 1971.
1 S. 4to. An einen Sammler: "You have written to me several times during the last few months, but I have never really known what you wanted from me. You cannot have hoped that I could find, in any of the many books I have written, a single sentence that would convey my whole philosophy of life - but what else were you looking for? [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Adresse.
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Lissauer, Ernst, Schriftsteller (1882-1937).
Ms. Brieffragment mit U. O. O., 18. IV. 1936.
1 S. Qu.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ich wäre Ihnen verbunden, wenn Sie die beiliegende Notiz, die Ihre Leser vielleicht interessiert, brächten". - Mit deutschnational-patriotischen Gedichten populär geworden, redigierte der aus Berlin stammende Schriftsteller während des Ersten Weltkriegs die "Deutsche Karpathenzeitung" und war Herausgeber der Feldzeitung "Front". Von seinem in die offizielle Kriegspropaganda eingegangenen "Haßgesang gegen England" (1914) distanzierte er sich zwar später, schuf damit aber trotzdem ein bis in die Gegenwart hinein bekanntes Zeugnis übelster literarischer Propaganda. Nach Kriegsende wandte er sich naturreligiösen Themen zu und schrieb Dramen über historische Persönlichkeiten. - Ohne die erwähnte Notiz.
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List, Fritz.
Sammelband von Typoskripten. Graz, 1937.
773 num. und einseitig beschriebene Bll. Zeitgenössischer Ganzleinenband. 4to. Laut Eintrag am Titelblatt verso im November 1937 aus Typoskripten zusammengebundener Sammelband, der das literarische Schaffen der Jahre 1907 bis 1937 enthält. - Mit schmucklosem Stolz stellt der Autor ein Urteil des in Graz lehrenden Pädagogen Eduard Martinek seiner Auswahl voran: "Der Inhalt hat mich ergriffen, vielfach geradezu erschüttert. So viel Geist und Sprachgewalt ringt mit quälerischer Selbstironie und lähmendem Relativismus und Pessimismus. Bald Jean Paul, bald Nietzsche und so manch andere, und doch immer Ihre grübelnde Eigenart. Es ist ein Jammer, daß das alles in Ihrem Buchumschlage sollte begraben bleiben. Vielleicht können Sie Ihren Reichtum in kleinen Dosen an den Mann bringen. Das Ganze überwältigt, verwirrt, erdrückt den Leser [...]". - Martineks Wunsch sollte nicht Wirklichkeit werden: Von dem in Graz lebenden Dr. phil. Fritz List ist zu Lebzeiten nichts veröffentlicht worden; einzig in der ÖNB findet sich ein Typoskript seiner "Drei kleinen Epen" (1940) sowie eines mit dem Titel "Miniaturen", mehr ist über Bibliothekskataloge nicht nachweisbar. Daß List jedoch ein sehr produktiver Schriftsteller war, ist durch den vorliegenden Band, der lyrische, epische und dramatische Dichtungen sowie Aufsätze und Aphorismen enthält, dokumentiert.
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Littrow, Heinrich Edler von, Seemann und Schriftsteller (1820-1895).
Hektographierte Visitkarte mit mehreren eigenh. Zeilen. Abbazia, 12. X. 1893.
2 SS. "Mit herzlichen Grüßen an Hrn. und Frau von Suppé aus Abbazia". - Heinrich von Littrow war Direktor der nautischen Akademie in Triest und See-Ingenieur in Fiume; daneben wurde er als Verfasser von Dramen und erzählender Lyrik (u. a. "Von Wien nach Triest", 1863) bekannt.
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Littrow-Bischoff, Auguste von, Schriftstellerin und Frauenrechtlerin (1819-1890).
2 eigenh. Briefe mit U. Wien, 19. V. und 18. X. 1878.
Zusammen 8 SS. auf Doppelblättern. 8vo. An eine namentlich nicht genannte Adressatin: "Man sagt der Unglückliche habe keine Freunde. Ich habe das immer bestritten und behauptet wer im Unglück keine Freunde behalte, habe sich wohl auch im Glücke ohne dieselben beholfen und sich solcher begnügt die eben nur von des Glückes Gaben Antheil haben wollten. Mein schweres namenloses Unglück hat mir neuerdings die Wahrheit meiner Behauptung bewiesen. Nicht nur die, auf welche ich zählen durfte, sondern auch fernstehende sind mit einer Thräne des Schmerzes, mit einem Händedruck warmer Theilnahme an mich heran getreten und haben mich durch die Innigkeit ihres Antheils überrascht [...]". - Häufig unter dem Namen Otto August veröffentlichend, erschienen Aufsätze (in der ‘Neuen Freien Presse’, in ‘Westermanns Monatsheften’), Broschüren und kleinere Abhandlungen vornehmlich volkswirtschaftlich-sozialen Inhalts der Autorin; unter ihrem eigenen Namen veröffentlichte sie ‘Aus dem persönlichen Verkehr mit Franz Grillparzer’. - Ein Brief auf Briefpapier mit gepr. Initialen.
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Littrow-Bischoff, Auguste von, Schriftstellerin und Frauenrechtlerin (1819-1890).
2 eigenh. Briefe und 1 eh. Briefkarte mit U. Wien, 1885 u. 1886.
Zusammen 5 SS. 8vo und qu.-kl.8vo. An eine namentlich nicht genannte Adressatin, die sie u.a. zum “Krapfenschmaus für meine Enk[e]l” (Br. v. 15. II. 1885) einlädt und der sie “meinen neuen Jahresbeitrag mit der Bitte mir die darauf bezügliche Jahreskarte zumitteln zu wollen” (Br. v. 16.II. 1886) übersendet. - Häufig unter dem Namen Otto August veröffentlichend, erschienen Aufsätze (in der ‘Neuen Freien Presse’, in ‘Westermanns Monatsheften’), Broschüren und kleinere Abhandlungen vornehmlich volkswirtschaftlich-sozialen Inhalts der Autorin; unter ihrem eigenen Namen veröffentlichte sie ‘Aus dem persönlichen Verkehr mit Franz Grillparzer’.
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Littrow-Bischoff, Auguste von, Schriftstellerin und Frauenrechtlerin (1819-1890).
6 eigenh. Br. mit U. Meist Wien, 1877-1885.
Zusammen 24 SS. (Qu.-)8vo. Schöne Briefe an eine namentlich nicht genannte Adressatin: “Alles ist besser gekommen als wir hoffen durften! Littrow hat sich sehr erholt, meine Mutter die Operation gut überstanden, leichter verwunden als das erste Mal [...]” (Br. v. 17. VIII. 1877). - “Soeben habe ich Ihre gütigen Zeilen erhalten, welche mir eine freundliche Gabe in Aussicht stellen, für welche ich Ihnen einstweilen den herzlichsten Dank sage, so wie auch für die nachsichtige Beurtheilung meines Aufsatzes in d. N[euen] Fr[eien] Presse, welcher nach meinem Dafürhalten durch Weglassung des Hauptstückes in einen unzusammenhängenden Nonsens verwandelt schien [...]” (Br. v. 23. X. 1880). - “Mit dem Alter lernt man erkennen, daß es keine positiven Tugenden und guten Eigenschaften gebe und daß Alles nach persönlichem Eindruck beurtheilt werde. Ob dieser Eindruck ein für mich günstiger - ob meine Erinnerung als Treue oder Zudringlichkeit Ihnen erscheine - das hängt nicht von mir sondern von dem Grade geneigten Wohlwollens oder gleichgiltiger Vergessenheit ab, in welchem ich auf dem Thermometer Ihrer Empfindungen stehe [...]” (Br. v. 16. III. 1885). - Häufig unter dem Namen Otto August veröffentlichend, erschienen Aufsätze (in der "Neuen Freien Presse", in "Westermanns Monatsheften"), Broschüren und kleinere Abhandlungen vornehmlich volkswirtschaftlich-sozialen Inhalts der streitbaren Autorin; unter ihrem eigenen Namen veröffentlichte sie "Aus dem persönlichen Verkehr mit Franz Grillparzer".
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Littrow-Bischoff, Auguste von, Schriftstellerin und Frauenrechtlerin (1819-1890).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 5. XII. 1862.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Regierungsrat: “Indem Sie sich die Gelegenheit der letzten Erlebnisse unseres Otto seiner Mutter erinnerten, haben Sie dieser gewissermaßen ein Recht gegeben, sich an Sie zu wenden um den Empfindungen der Freude und des Dankes Ausdruck zu leihen, zu welchen sie sich gedrängt fühlt. Erlauben Sie daher, daß ich [...] Ihnen für die wahrhaft rührende Güte und Theilnahme danke, mit welcher Sie unseren Otto begleitet und gleichsam in den Kreis eingeführt haben, dessen Bahnen die seinigen werden sollen [...]”. - Gemeint ist möglicherweise eine eventuell durch jenen Regierungsrat zustandegekommene Verbindung zwischen Auguste von Littrow und einer der Zeitschriften, in denen die Tochter des Mediziners Ignaz Rudolf Bischoff von Altenstern unter dem Pseudonym Otto August publizierte. Ihr Salon - in dem u. a. Ernst Frh. von Feuchtersleben, Josef Danhauser, Marie von Ebner-Eschenbach, Friedrich Hebbel, Hermann Bonitz, Franz von Miklosich, August Eisenmenger, Georg Hellmesberger sen., Josef Lewinsky und Ottilie v. Goethe verkehrten - galt als einer der Mittelpunkte des geistigen Wien. Vgl. DBA I 772, 302-303. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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Littrow-Bischoff, Auguste von, Schriftstellerin und Frauenrechtlerin (1819-1890).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adressiertem Kuvert. An Emilie List in München: “Ihrem Wunsch gemäß berichte ich die Zahlen der mir von Herrn v. Prachner zugemittelten Loose. Es waren nämlich nochmals 100 Stück von 801-900 und nochmals 100 Stück von 4201-4300. Der Grund, weshalb ich auf Hrn. v. Prachners Wunsch, die Loose gegen ihn zu verrechnen, nicht eingehen konnte, war nämlich der, daß der genannte Herr dieselben zu meiner Zeit erhalten hatte [...]”. - Häufig unter dem Namen Otto August veröffentlichend, erschienen Aufsätze (in der ‘Neuen Freien Presse’, in ‘Westermanns Monatsheften’), Broschüren und kleinere Abhandlungen vornehmlich volkswirtschaftlich-sozialen Inhalts der Autorin; unter ihrem eigenen Namen veröffentlichte sie ‘Aus dem persönlichen Verkehr mit Franz Grillparzer’.
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Littrow-Bischoff, Auguste von, Schriftstellerin und Frauenrechtlerin (1819-1890).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 20. V. 1886.
4 SS. auf Doppelblatt. Kl.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Professor (d.i. der Schriftsteller und Gymnasialprofessor Franz Raab), dem sie für die “freundlichen literarische Gaben so wie für Zusendung Ihrer Photographie” dankt, sich zugleich für ihr langes Säumen entschuldigend, “da mein armer Schwager [...] verschied und unsere Familie in Trauer versetzte [...]”. - Häufig unter dem Namen Otto August veröffentlichend, erschienen Aufsätze (in der ‘Neuen Freien Presse’, in ‘Westermanns Monatsheften’), Broschüren und kleinere Abhandlungen vornehmlich volkswirtschaftlich-sozialen Inhalts der Autorin; unter ihrem eigenen Namen veröffentlichte sie ‘Aus dem persönlichen Verkehr mit Franz Grillparzer’. - Franz Raab (1836-1903) veröffentlichte vornehmlich lyrische und dramatische Werke, die in der Tradition josefinischer Aufklärung und des Humanismus stehen. - Auf Briefpapier mit schwarzem Trauerrand.
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Littrow-Bischoff, Auguste von, Schriftstellerin und Frauenrechtlerin (1819-1890).
Gedr. Visitkarte mit eigenh. U. Wien, 26. II. 1884.
2 SS. 6,2:10,5 cm. Dankt Alois Ritter von Egger-Möllwald “für die gütige Verwendung[,] hofft[,] diesem Dank am Samstag besonderen Ausdruck geben zu können und würde es als besondere Ehre betrachten wenn der Vater seine Familie begleiten [...] wollte”. - Häufig unter dem Namen Otto August veröffentlichend, erschienen Aufsätze (in der ‘Neuen Freien Presse’, in ‘Westermanns Monatsheften’), Broschüren und kleinere Abhandlungen vornehmlich volkswirtschaftlich-sozialen Inhalts der Autorin; unter ihrem eigenen Namen veröffentlichte sie ‘Aus dem persönlichen Verkehr mit Franz Grillparzer’. - Alois Ritter von Egger-Möllwald (geb. 1829) war u.a. Lehrer von Kronprinz Rudolf und Erzherzogin Gisela, verfaßte Schullesebücher und war Mitarbeiter an der ‘Österreichisch-Ungarischen Monarchie in Wort und Bild’.
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Lobsien, Wilhelm, Schriftsteller (1872-1947).
3 eigenh. Manuskripte mit U. bzw. Namenszug im Titel. O. O. u. D.
Zusammen (1+1+1¾ =) 3¾ SS. auf 3 Bll. Gr.-4to. Vorliegend die Dichtungen "Postlagernd", "Blühender Tulpenbaum" und "Bange Tage". - Lobsien, Herausgeber des "Schleswig-Holsteinischen Hauskalenders", lebte als Verfasser von Erzählungen und Romanen in Kiel (vgl. Kosch IX, 1551f.).
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Lobsien, Wilhelm, Schriftsteller (1872-1947).
4 eigenh. Manuskripte mit U. bzw. Namenszug im Titel. O. O. u. D.
Zusammen (1+1¾+1½+¾ =) 5 SS. auf 5 Bll. Gr.-4to. Vorliegend die Dichtungen "Ritornell", "Kindergräber", "Heimweh" und "Abendfahrt". - Lobsien, Herausgeber des "Schleswig-Holsteinischen Hauskalenders", lebte als Verfasser von Erzählungen und Romanen in Kiel (vgl. Kosch IX, 1551f.).
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Lobsien, Wilhelm, Schriftsteller (1872-1947).
Eigenh. Manuskript mit U. und eh. Brief mit U. Kiel, 12. IV. 1914.
1½ SS. auf 2 Bll. Gr.-4to (Ms.) und 4 SS. auf Doppelblatt. Kl.-4to (Brief). Mit eh. adr. Kuvert. An Frl. Schrapnell in Wien: "[...] Was ich im Sommer machen kann und darf, weiß ich noch nicht. Ich hätte wohl Lust, ca. 14 Tg [!] nach München zu gehen; aber es richtet sich alles nach dem Zustand meines Bruders. Der ist geistig tot, und ich muß immer damit rechnen, daß er ganz von uns gehen wird. Da gibts mit solchen Kranken immer und oft plötzlich Arbeit, Reisen usw. Es ist ein Jammer! [...]". - Das Gedichtmanuskript mit dem Titel "Im Sturm" und 28 Zeilen. - Lobsien, Herausgeber des "Schleswig-Holsteinischen Hauskalenders", lebte als Verfasser von Erzählungen und Romanen in Kiel (vgl. Kosch IX, 1551f.). - Der Brief auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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Löwenstein, Rudolf, Schriftsteller und Journalist (1819-1891).
Eigenh. Brief mit U. Berlin, 6. X. 1861.
1 S. 4to. An ein junges Elternpaar in Anbetracht “des neuesten Weltbühne-Debutanten”: “Daß ihm auf der Lebensbühne | Freude, Glück u. Lorbeer grüne, | Daß er bis zum fernsten Ziele | gut u. gute Rollen spiele, | Daß er ehre Euren Namen; | Und - was auch an Zukunftsdramen | Je für ihn das Schicksal schreibe - | Nie u. nirgends stecken bleibe!” - Als Lyriker 1846 mit der mehrfach aufgelegten Gedichtsammlung "Kindergarten" hervortretend - deren Texte jahrzehntelang fester Bestandteil der Lesebücher der unteren Jahrgangsstufen blieben - gründete Löwenstein 1848 gemeinsam mit David Kalisch und Ernst Dohm die Berliner satirische Zeitschrift "Kladderadatsch"; als scharfer Satiriker wandte er sich in seinen Schriften gegen jede Art von obrigkeitsstaatlicher Willkür.
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Löwenthal, Jakob, Schriftsteller und Journalist (1807-1882).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D., [Wien, Jänner 1858].
1 S. 8vo. Beiliegend ein Brief Adolf Neustadts (½ S. 8vo, dat. 6. I. 1858). An den Schriftsteller und Redakteur Adolf Neustadt (geb. 1812): "Der Aufsatz über die Bergwerkindustrie ist recht interessant, enthält aber zu viele Zahlen, denen, wie Sie wissen, die Leser zu sehr abhold sind. Vielleicht hat der Herr Verfasser selbst die Güte die diesfällig nöthigen Verändrungen vorzunehmen [...]". - Der Brief Adolf Neustadts nun geht mit der nämlichen Bitte an besagten Verfasser. - Der umtriebige Journalist Löwenthal war Chefredakteur und später Eigentümer der "Österreichischen Zeitung". Über seine journalistischen Arbeiten hinaus trat er auch mit historischen und wirtschaftswissenschaftlichen Abhandlungen hervor. - Der nicht minder umtriebige Adolf Neustadt war gleichfalls Redakteur der "Österreichischen Zeitung" und setzte sie, nach Löwenthals (möglicherweise durch seinen Tod bedingtem) Ausscheiden fort und geriet aufgrund seiner die Unionisten vehement unterstützenden Haltung in Opposition zu Gf. Belcredis "Sistierungsministerium", stellte das Erscheinen der Zeitschrift kurzerhand ein und widmete sich fortan seiner schriftstellerischen Tätigkeit bei anderen, meist wirtschaftlichen Blättern. - Beide Briefe auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf des "Österreichischen Beobachters".
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Longford, Elizabeth, Historikerin, Journalistin und Schriftstellerin (1906-2002).
Ms. Brief mit eigenh. U. Bernhurst (Sussex), 10. VIII. 1974.
1 S. 8vo. Mit ms. adr. Kuvert. An einen Sammler aus Schweden: "[...] I hope that a copy of my book will find its way into a Swedish bookshop and that your family and yourself will be interested [...]". - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf.
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Lorenz, Louis, Schriftsteller (geb. 1860).
Eigenh. Brief mit U. Zwickau, 28. XII. 1932.
1 S. Qu.-8vo. An den Autographensammler Karl Rischawy: “Herzlichen Dank für Ihre freundlichen Wünsche. Auch ich wünsche Ihnen ein erfolgreiches und gesundes neues Jahr [...]”. - Lorenz war Kaufmann und Versicherungsbeamter ehe er literarisch mit einigen Schauspielen hervortrat. Vgl. Kosch IX, 1668.
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Lorm, Hieronymus, d. i. Heinrich Landesmann, Schriftsteller (1821-1902).
Eigenh. Brief mit U. Dresden [?], 29. IV. 1892 [?].
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Berührendes Blatt des zu diesem Zeitpunkt schon erblindeten Dichters an einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Durch mein Leiden ganz außer Stande Ihrm Rufe zu folgen, danke ich herzlichst für die mir zu Theil gewordene Auszeichnung [...]". - Durch regimekritische Essays 1847 zur Flucht aus Wien genötigt, kehrte Lorm nach Ende der Revolution zurück, wurde Redakteur der "Wiener Zeitung" und durch mehrere Feuilletonromane auch bald schon einem größeren Publikum bekannt. Sein lyrisches Werk ist wesentlich vom Einfluß Schopenhauers geprägt. Seit 1856 in Baden bei Wien, später in Dresden und Brünn lebend, erfand der bereits von Jugend an sehschwache, 1880 jedoch völlig erblindete Schriftsteller die noch heute gültige Handtastensprache (Lormsches Fingeralphabet).
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Lorm, Hieronymus, d. i. Heinrich Landesmann, Schriftsteller (1821-1902).
Eigenh. Brief mit U. ("H. Landesmann"). O. O., 12. V. 1888.
4 SS. auf Doppelblatt. 12mo. An einen Freund: "Die erste, im vorgestrigen Literaturblatt abgedruckte Partie des Aufsatzes 'Der Werth des Lebens' hat mich so wunderbar berührt, daß die Glocken der Beistimmung auf dem Grund meiner Seele ein fröhliches Gebimmel anhuben. Ich fiel daher mit wahrer Begierde über den zweiten Theil her, den Sie mir gütigst im Manuscript mittheilten. So weit der negirende rein polemische Inhalt hier reicht, ist die volle Ergänzung zum Anfang gegeben. Das eingeschobene Zwischenstück, welches sich nicht mehr mit der überzeugenden Verneinung des süßlichen Optimismus begnügt, sondern ihm eine bestimmte Weltanschauung, ein positives System entgegensetzt, mithin die Polemik plötzlich in eine Dogmatik verwandelt, hat freilich die oben erwähnten Glocken in mir veranlaßt, in ein Heraklisches Charivari auszubrechen [...] Ich selbst geehrter Freund, bereite Sie darauf vor, daß wenn Sie den ganzen Aufsatz drucken ich Ihnen ausführliche Widerlegungen einsenden werde, die leicht geeignet sein könnten Ihrem Journal den Anstrich eines ausschließlich philosophischen Organ's zu geben, indem ich Kant's Lehre von der bloßen 'Erscheinung' des Selbstbewußtseins des Breiten entwickeln werde [...]". - Durch regimekritische Essays 1847 zur Flucht aus Wien genötigt, kehrte Lorm nach Ende der Revolution zurück, wurde Redakteur der "Wiener Zeitung" und durch mehrere Feuilletonromane auch bald schon einem größeren Publikum bekannt. Sein lyrisches Werk ist wesentlich vom Einfluß Schopenhauers geprägt. Seit 1856 in Baden bei Wien, später in Dresden und Brünn lebend, erfand der bereits von Jugend an sehschwache, 1880 jedoch völlig erblindete Schriftsteller die noch heute gültige Handtastensprache (Lormsches Fingeralphabet).
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Lorm, Hieronymus, d. i. Heinrich Landesmann, Schriftsteller (1821-1902).
Eigenh. Brief mit U. ("Heinrich Landesmann"). Dresden, 9. XI. 1883.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Die academischen Lesevereine in Wien u[n]d anderwärts haben meinen Vorrath an Exemplaren meiner Schriften fast ganz erschöpft. Bei meiner Sympathie für die Steiermark widerstehe ich jedoch der Versuchung nicht, Ihrem Verlangen mit einem kleinen Opfer entgegenzukommen: ich habe meine Gedichte, die ich niemals für mich gekauft, für Sie gekauft, sende das Buch unter Kreuzband, lege meine 'Märchen der Gegenwart' u[n]d ein Dramolett bei [...]". - Durch regimekritische Essays 1847 zur Flucht aus Wien genötigt, kehrte Lorm nach Ende der Revolution zurück, wurde Redakteur der "Wiener Zeitung" und durch mehrere Feuilletonromane auch bald schon einem größeren Publikum bekannt. Sein lyrisches Werk ist wesentlich vom Einfluß Schopenhauers geprägt. Seit 1856 in Baden bei Wien, später in Dresden und Brünn lebend, erfand der bereits von Jugend an sehschwache, 1880 jedoch völlig erblindete Schriftsteller die noch heute gültige Handtastensprache (Lormsches Fingeralphabet).
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Lozzi, Carlo, Jurist und Bibliograf (1829-1915).
Eigenh. Brief mit U. Rom, 22. IV. 1900.
1¾ SS. Groß-8vo. An den Schriftsteller und Autographensammler Eduard Fischer von Röslerstamm, Verzögerungen bei der Publikation eines Katalogs betreffend: " il piccolo catalogo qui a Roma sarebbe stato stampato in 4 o 5 giorni! Non comprendo come per una cosa tanto piccola e semplice vi sia bisogno di nuovi caratteri. Avevo preparata altra partita per un secondo cataloghino [ ...] ma questo ritardo guasta tutto! Si avvicina la stagione contraria a simili affari! [...]". - Im zweiten Teil des Briefes erwähnt Lozzi, dass er dem Bankier und Autographensammler Alexander Meyer-Cohn sechs "überaus rare und interessante Autographen" angeboten habe, jedoch seit über einer Woche auf eine Antwort warte. Sollte Meyer-Cohn das Angebot ausschlagen, werde Lozzi Fischer von Röslerstamm einladen, die Autographen zu begutachten und zu vermitteln: "Le mostrerò gli autografi da proporre se il Meyer Cohn continuerà nel silenzio [...]". - Wohl erhalten.
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Lucka, Emil, Schriftsteller (1877- 1941).
Gedr. Portrait mit eigenh. Namenszug. O. O. u. D.
11:5,8 cm. Wohl aus einer zeitgenössischen Literaturzeitschrift stammendes Portrait des Schriftstellers im Profil "[n]ach einem Bild aus der Sammlung Hofrat Danhelovsky" (so die rückseitig gedr. Bildlegende als Abschluß einer kleinen bio-bibliographischen Darstellung). - Väterlicherseits aus einer Prager jüdischen Kaufmannsfamilie stammend, studierte Lucka Philosophie, Geschichte und Kunstgeschichte in Wien, brach nach des Vaters Tod das Studium ab und war als Bankbeamter tätig, publizierte nebenher Zeitungs- und Zeitschriftenartikel sowie Kulturessays und veröffentlichte später lyrische und epische Dichtungen. 1901 sich vom Judentum lossagend, übernahm er den Antisemitismus seines Freundes Otto Weininger. - Der bekannte Sammler und Publizist Konstantin Danhelovsky (1857-1939) war Hofrat beim Obersten Rechnungshof, unternahm zahlreiche Reisen ins europäische Ausland und wurde als Theaterforscher und Kunstsammler bekannt. Seine über 50000 Portraitphotographien umfassende Sammlung befindet sich heute in der Theatersammlung der Österreichischen Nationalbibliothek.
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Ludendorff, Mathilde, Schriftstellerin (1882-1966).
Gedr. Briefkarte mit eigenh. U. Tutzing, Oktober 1938.
1 S. Qu.-8vo. Mit ms. adr. Kuvert. Dankt Josef Wesely für ihr übersandte Geburtstagswünsche. - Mathilde Ludendorff studierte Medizin und wurde nach ihrer Promotion Assistentin an der Gynäkologischen und an der Psychiatrischen Klinik der Universität München, ließ sich 1915 als Nervenärztin in Garmisch nieder und übernahm die Leitung eines Offiziersgenesungsheims. Seit 1917 leitete sie ein privates Kurheim und widmete sich seit den zwanziger Jahren philosophisch-religiösen Studien, in denen sie “auf dem Fundament antisemitischer und antichristlicher Polemik das Gedankengebäude einer germanisch-deutschen Religiosität”(DBE) zu errichten suchte. Wie ihr Mann, der 1937 verstorbene Heerführer des Ersten Weltkriegs, dem Nationalsozialismus nahestehend und nach dem Krieg in Entnazifizierungsverfahren als belastet eingestuft, gründete sie den "Bund für Gotterkenntnis", der zu Beginn der 60er Jahre behördlich verboten, 1977 jedoch wieder zugelassen wird. Ideologeme der Verbindung, so der Informationsdienst gegen Rechtsextremismus, sind u. a. die Überzeugung, daß Blutsmischung zum "Volkstod" führe, das Christentum lediglich eine Facette der "weltweiten Verschwörung des Judentums" sei und daß der Holocaust freilich nie existiert habe. Vgl. Kosch X, 10.
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Ludwig, Emil, Schriftsteller (1881-1948).
["Aristide Briand"]. - Typoskript mit eigenh. U. O. O. u. D., [1930].
¾ S. 4to. "Als ich, entzückt über die Klugheit des französischen Ministers den Saal verliess, hörte ich kritische Stimmen in vielen Sprachen: ich erstaunte, wie viele kurzsichtige Menschen von einem Weitsichtigen verlangen, dass er immerfort laut verkündet, was er sieht. Gerade in der Einfachheit seiner Diktion erkannte ich die Meisterschaft: Briand wusste, dass er nicht im europäischen Komitee sprach, sondern auf jener Tribüne, von der die Welt jedes Wort erfährt [...] Wer, wie ich und meine Freunde, ausgelacht wurde, als wir 1917 für einen Völkerbund zu schreiben wagten, findet, nach allem was geschehen ist, eine Zeit von 13 Jahren durchaus angemessen, um eine so grundsätzliche Wandlung der Geister und sogar der amtlichen Stellungnahme zu verzeichnen, die ja immer nachhinkt [...]". - Mit einigen kleinen Korrekturen in Bleistift und dem wohl nicht eh. Namen des Verfassers am rechten oberen Rand der Recto-Seite; die Unterschrift unter dem ms. Text in Bleistift.
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Ludwig, Emil, Schriftsteller (1881-1948).
Portraitzeichnung mit eigenh. U. ("Ludwig"). O. O. u. D.
1 S. 8vo. Saubere Tuschzeichnung des Schriftstellers, signiert E. M. Bloch.
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Lüthge, Robert Erwin Konrad, deutscher Schriftsteller (1891-1964).
Ms. Brief mit U. Berlin, 11. IX. 1947.
1 S. Qu.-8vo. Mit ms. beschr. Kuvert. B.E. Lüthge bedankt sich bei Josef Wesely für seine Geburtstagswünsche. Er wundert sich, wie Wesely, trotz der Geheimhaltung des Geburtstages, das Datum in Erfahrung bringen konnte.
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Lüttgendorff, Gottfried Frh. von, Schriftsteller und Übersetzer (1825-1893).
"Alexander am Hydaspes". Eigenh. Gedicht (Fragment) mit mehrzeiliger Nachschrift und U. Wien, 22. VII. 1882.
2 1/3 SS. auf 2 mit "45" bzw. "51" num. Bll. Folio. "Bis zu heil'gen Gangesufern | Zog Gott Bacchos stolz und frei, | Wechselnd mit Evöerufern | Jauchzte der Mänade Schrei | Siegesrufe, Thyrsusstäbe, | Rosenkränze voll und schwer, | Wo der Gott im Schmuck der Rebe | Mit den Parthern kam daher || Lüge ist es, Furcht und Lüge | Dieses Volks, das mich nicht ehrt, | Eines Halbgott's Inderzüge | Sei'n dem Ammonssohn verwehrt. | Meine besten Feldherrn flehen: | Komm zurück nach Griechenland! | Weiter will das Heer nicht gehen, | Als hieher an diesen Strand [...]". - Die Verso-Seite des mit "51" num. Blattes mit eh. Nachschrift: "Daß die beiden Bruchstücke 45 u. 51 des Gedichtes: 'Alexander am Hydaspes' ein Theil meines Manuscripts von E. Tegnérs Sämtlichen Werken sind, abgedruckt im II. B. der Lyrischen Gedichte, S. 56-60, und daß ich dieselben, wie fast alle meine literarischen Arbeiten, mit eigener Hand und mit Bleifeder geschrieben habe, erkläre ich hiemit unter meiner Unterschrift [...]". - Leinburg studierte in Bonn (u. a. bei Ernst Moritz Arndt), Würzburg und München, ehelichte die Jugendschriftstellerin Maria von Andechs und lebte abwechselnd in München und Preßburg, "wo er mit Vorträgen über die deutschen Klassiker ein großes Publikum gewann" (ÖBL V, s. v.). Seit 1860 arbeitete er an der administrativen Bibliothek des Staatsministeriums und war auch als Dolmetscher für Schwedisch tätig. "Durch seine Übertragungen aus Werken skandinavischer Schriftsteller (Öhlenschlägers, Tegnérs u. a.) war Lüttgendorff auch im europäischen Norden bekannt geworden. 1880 wurde er der erste deutsche Dr. phil. h. c. der Universität Lund" (ebd.). Sein lyrisches Werk stand bei den Zeitgenossen hoch in Ansehen, A. W. Schlegl etwa verglich sein "Formtalent in seiner Entwicklungsfähigkeit mit dem Rückerts und Platens" (ebd.).
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