|
|
|
Hauslab, Franz Rt. von, Militär und Kartograph (1798-1883).
Ausschnitt mit eigenh. U. Wien, 5. V. [1849].
1 S. 83:84 mm. Hauslab war Professor an der Ingenieurakademie, führte "die Geländedarstellung durch Schichtenlinien in Österreich ein und entwarf 1825 den ersten Zeichenschlüssel. Seit 1834 war er für die militärische Erziehung der Söhne Erzherzog Karls zuständig und unterrichtete 1843-48 den späteren Kaiser Franz Joseph und seine Brüder" (DBE). In den sechziger Jahren war er als Generalartillerie-Direktor tätig; zudem malte und zeichnete er Landschaften, Portraits und Genredarstellungen und brachte u. a. eine Karte der Steiermark (1832) heraus. Er hinterließ eine bedeutende kartographische Sammlung.
|
|
|
Hauslab, Franz Rt. von, Militär und Kartograph (1798-1883).
Ausschnitt mit eigenh. U. Wien, 14. IV. 1849.
1 S. Qu.-kl.-schmal-8vo. Hauslab war Professor an der Ingenieurakademie, führte "die Geländedarstellung durch Schichtenlinien in Österreich ein und entwarf 1825 den ersten Zeichenschlüssel. Seit 1834 war er für die militärische Erziehung der Söhne Erzherzog Karls zuständig und unterrichtete 1843-48 den späteren Kaiser Franz Joseph und seine Brüder" (DBE). In den sechziger Jahren war er als Generalartillerie-Direktor tätig; zudem malte und zeichnete er Landschaften, Portraits und Genredarstellungen und brachte u. a. eine Karte der Steiermark (1832) heraus. Er hinterließ eine bedeutende kartographische Sammlung.
|
|
|
Haussonville, Paul-Gabriel, comte d', historien, essayiste et homme politique (1809-1884).
Lot d'1 L.A.S. avec enveloppe et 1 P.A.S. [Paris], s. d.
3p½ In-8 et 2p In-12. Courriers adressés à Alfred de Foville concernant des médailles, la lettre à propos de renseignements données par Foville, le carton à propos de la vente de deux médailles par Haussonville. - Ancienne collection de Foville.
|
|
|
Haussonville, Paul-Gabriel, comte d', historien, essayiste et homme politique (1809-1884).
Lot de 9 Courriers autographes à Paul Thureau-Dangin. [Paris], aucun n'est daté précisément (aucune année).
Il y a cinq L.A.S. in-8, de 1 à 4 pages, 12 pages en tout et quatre P.A.S., cartons in-12 R°/V°, soit 8 pages donc 20 pages de correspondance. Ancienne collection de Foville.
|
|
|
Havel, Václav, Schriftsteller und Politiker (1936-2012).
Portraitphotographie mit eigenh. U. O. O. u. D.
130:183 mm. Hüftstück en face in S/W.
|
|
|
Heath, Edward, britischer Premierminister (1916-2005).
Ms. Brief mit eigenh. U. [London], 16. XI. 1979.
1 S. Gr.-8vo. An Stafford Somerfield (1911-1995), den Herausgeber von "News of the World": "[..] I am sorry about the misunderstanding over the content of the article, and am grateful to you for forwarding the cheque [...]". - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf.
|
|
|
[Heidelberg Confederation].
Declaration by Count Ludwig von Stolberg during the 1552 Princes' Uprising and Stolberg's correspondence with Elector Palatine Fredrick II, Duke Christoph von Württemberg, and Duke Albrecht V of Bavaria regarding the Heidelberg Confederation. Giessen, Heidelberg, Augsburg, and Munich, 1552-1556.
7¼ pp., mostly with address. The so-called "Heidelberg Confederation" was founded in 1553 during a personal meeting between the Elector Palatine and the Dukes of Jülich, Bavaria, and Württemberg, at a time when peace within the Empire was severely threatened by a series of interlocking problems (Franconia, Saxony, Brunswick, Spanish Succession, etc.). The Confederation agreed on defensive politics but would come to one another's aid if necessary. It was dissolved in 1556. - The correspondence comprises: 1) Ludwig von Stolberg (1505-74). Document with papered seal. Gießen, 16 March 1552. 1 p. Oblong folio. - Confirmation for the King of France, the Elector of Saxony, the Duke of Mecklenburg, the Landgrave William of Hesse and other members of the confederation, agreeing not to intervene with their military campaigns and to grant free passage of troops and free access to provisions. 2) Frederick II, Elector Palatine (r. 1544-56). Letter. Heidelberg, 27 Nov.1553. 2¼ pp. and address. 4to. Offering Ludwig von Stolberg the office of chairman of the Confederation. 3) The same. Letter with papered seal. Heidelberg, 29 Jan. 1654. 1 p. and address. Folio. To Ludwig von Stolberg, repeating the previous offer. 4) Christoph, Duke of Württemberg (r. 1550-68). LS. Augsburg, 8 April 1555. 1 p. and address. 4to. To Ludwig von Stolberg, confirming his having passed on a missive of Ludwig's to Albrecht of Bavaria. 5) Albrecht V, Duke of Bavaria (r. 1550-79). LS. Munich, 17 Feb. 1556. 1 p. and address. Oblong 4to with papered seal. Answer to Ludwig von Stolberg, who had asked to be released from his office. 6) The same. LS. Munich, 15 March 1556. 1 p. and address. 4to with papered seal. To Ludwig von Stolberg, referring to his previous correspondence.
|
|
|
Heine, Wolfgang, sozialdemokratischer Politiker (1861-1944).
Eigenh. Brief mit U. Berlin, 11. IV. 1907.
2 SS. Qu.-kl.-8vo. Kondolenzschreiben an die Witwe des sozialdemokratischen Politikers Ignaz Auer, der eben im Alter von 61 Jahren verstorben war: "[...] Wenige können besser beurteilen als ich, was er unserer Sache gewesen ist und noch hätte sein können, wenn ihn nicht die Krankheit gepackt und zerstört hätte [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; im linken Rand gelocht (geringf. Textberührung).
|
|
|
Henry III, King of France (1551-1589).
Document signed ("Henry"). Poitiers, 6 Aug. 1577.
240 x 490 mm. 1 p. On vellum. As "Roy de France et de Pouloigne" about privileges for René Montault, "fermier du huictiesme du vin vendu en detail en la ville de Montmorillon". - Somewhat duststained and wrinkled; a large incision in the right edge.
|
|
|
Helfert, Joseph Alexander Frh. von, Staatsmann und Historiker (1820-1910).
Eigenh. Brief mit U. ("Helfert"). Wien, 7. IX. 1861.
2 SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten, wohl den Wiener Gastwirt und bibliophilen Forscher Franz Haydinger (1797-1876), den Herausgeber von "Hans Weitenfelders Lobspruch": "Indem ich Ihnen für den heitern Genuß, den mir Ihres [!] 'Hans Weitenfelders Lobspruch' - ut lucus a non lucendo! - 'Der Weiber und Heirats Abrede zu Wien' bereitet hat, besten Dank weiß, erlaube ich mir ad p. 13 Anm. 11 die Bestätigung beizufügen, daß ich selbst aus dem Kreise meiner Bekannten zwei Fälle kenne, da den kürzlich Vermählten Kremser 'Simandlbriefe', ganz förmlich ausgestellt, zugesandt wurden, von unbekannter Hand [...]". - J. A. Frh. v. Helfert war seit 1848 im Wiener Unterrichtsministerium tätig, gründete das Institut für Österreichische Geschichtsforschung an der Universität Wien, war Präsident der Zentralkommission zur Erforschung und Erhaltung der Kunst- und historischen Denkmäler und vertrat seit seiner Aufnahme ins Herrenhaus 1881 eine konservativ-patriotische Linie. Daneben war der Jurist und Historiker Präsident der Leo-Gesellschaft, Schwester der deutschen Görres-Gesellschaft, und Verfasser zahlreicher historischer Arbeiten. - Franz Haydinger hinterließ die erste große Viennensiasammlung mit mehr als 12.000 Nummern. Ein Teil der Viennensia, Theatralia und Josephinica wurde nach seinem Tod von der Wiener Stadtbibliothek erworben, der Rest wurde versteigert. - Papierbedingt etwas gebräunt.
|
|
|
Hellwig, Fritz, deutscher Politiker (geb. 1912).
Portraitpostkarte mit eigenh. U. O. O. u. U.
1 S. Qu.-8vo.
|
|
|
Henikstein, Gustav Wilhelm Alfred Freiherr von, Militär (1840-1909).
Eigenh. Visitkarte. O. O., 5. II. o. J.
1 S. Visitkartenformat. An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit Dank "für die gütigst zugesendete Karte!". - Mit kleinen Stecknadeldurchstichen im linken Rand; am unteren Rand verso leicht gebräunt.
|
|
|
Hennet, Leopold von, Politiker (1876-1950).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 19. VI. 1939.
1 S. 4to. An einen namentlich nicht genannten Freund: "Leider sehen wir uns schon seit Jahren nicht mehr, obwohl es mir eine große Freude wäre, von alten Zeiten zu sprechen, als ich mit deinem verehrten Vater und deinem lieben Bruder Gyula oft zusammenkam. Nun ergreife ich aber die Gelegenheit des vorgestrigen Festes zu Ehren des Jubiläums von Frau Maria Mayer - ich war leider nicht eingeladen! - um dir zu schreiben und dich zu deiner Rede, die Frau Maria Mayer sehr freute - und rührte - und ie sehr schön gewesen sein muss, zu beglückwünschen […]". - Hennet stammte aus einer Offiziers- und Beamtenfamilie und wurde 1921 Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, 1922 für kurze Zeit Bundesminister für Äußeres. Danach war Hennet als erster Sektionschef wieder im Bundesministerium für Land - und Forstwirtschaft tätig, bevor er 1932 als Gesandter nach Budapest ging.
|
|
|
Hennet, Leopold von, Politiker (1876-1950).
Eigenh. Postkarte mit U. Wien, 13. V. 1926.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An den Schauspieler Paul von Pranger (1888-1961): "Grüßend dank ich Ihnen für die freundlichen Wünsche […]". - Nach einer Tätigkeit als Landwirt und Ständevertreter wurde Hennet 1907 ins Ackerbauministerium berufen, 1921 Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, 1922 für kurze Zeit Bundesminister für Äußeres.
|
|
|
Henniges (von Treffenfeld), Joachim, brandenburgischer General (1610-1688).
Eigenh. Brief mit U. ("Jochim Hennigg"). Könnigde (Bismark [Altmark]), 12. X. 1671.
2½ SS. auf Doppelblatt mit Adresse und Siegelresten verso. 4to. An Karl Etzoldbach, Gerichtsadvokat zu Stendal: "Dessen schreiben vom 9 octob. benebenst den acten habe zu wohl erhalten, waß anbelangett der acten habe duhr gelesen, vernimmet eß so gutt genug zu sein, habe auch an etsliche orter etwaß bey gesetzett so ihm nuhn beliebet, kan es dabey gesetzett werden, gebe ihm auch hier nachricht, daß ich den 24 nach peendorf zu reisen gesinnett, die weil ich ohn dehin citieret bin, der begehrte dahler soll mit gesandt werden, wan eß abgehohlett wihrt, nach meinen gutt düncken sehe gern, daß man den soushauptmann ihr excelenz tituliret nicht allein in den achten sonder auch in der supplique [...]". Nach der Schlacht bei Fehrbellin 1675 verlieh Kurfürst Friedrich Wilhelm Henniges den Adel mit dem Namen "von Treffenfeld"; Heinrich von Kleist setzte ihm (als "Oberst Hennings") im "Prinz Friedrich von Homburg" ein literarisches Denkmal. - Papierbedingt gleichmäßig gebräunt; Faltspuren und geringe Randläsuren. Provenienz: 1931 versteigert bei Meyer und Ernst, Berlin (Kat. 18, Nr. 747).
|
|
|
Henri-Robert, avocat, historien (1863-1936).
Lettre autographe signée. S. l., 9. VI. 1928.
½p In-4 (5 lignes). Il écrit à André Armandy : "mes plus vifs remerciements pour l'envoi du nouveau livre qui augmente encore l'admiration sincère que j'ai pour votre grand talent et mes meilleurs sentiments".
|
|
|
Henry III, count of Nassau-Dillenburg-Dietz (1483-1538).
DS ("Henry"). Tournehem (Pas-de-Calais), 20. II. 1500.
Oblong 8vo (106 x 162 mm). 1 p., address panel to verso. In French, to the Knights of the Golden Fleece. In 1499 Henry’s uncle, count Engelbert II, invited him to the Burgundian Netherlands as his heir. On the death of his uncle in 1504, Henry inherited the Nassau possessions in the Netherlands, including the wealthy lordship of Breda in the duchy of Brabant. He was an important confidant of the young Emperor Charles V, serving as his chamberlain and as ambassador to Francis I. In this short letter Henry acknowledges receipt of a letter from the Knights of the Toison d’Or, via Maistre Laurent du Blioul ("greffier" or registrar of the order), to whom he has rendered a report and he declares himself at their service. The address panel gives "Les ch[eva]l[ie]rs confreres de lordre de la thoison dor." The Order of the Golden Fleece had been founded in 1430 by Philip III, Duke of Burgundy to celebrate his marriage to the Portuguese princess Infanta Isabella of Portugal, daughter of King John I of Portugal. It became one of the most powerful European chivalric orders and exists to this day. Henry of Nassau was elected to the Order in 1505. - Old dampstaining, slight fraying at right-hand margin, just touching one letter, left-hand margin cut close, just affecting flourish of initial "T" and one other letter, neat paper repair/reinforcement to all margins at verso. - Provenance: Charavay, Paris.
|
|
|
Hervé, Edouard, French journalist, historian, and politician (1835-1899).
Autograph visiting card. N. p. o. d.
Visiting card format. 3 lines. To thank an unnamed recipient: "avec ses remerciements et l'ecpression de ses sentiments aussi distingués que sympathiques". - The name and the addition "de l'Académie Française" lithographed. With traces of former mounting.
|
|
|
Herzogenberg, August Frh. von, Militär (1767-1834).
Eigenh. Brief mit U. ("Herzogenberg"). Wien, 17. XI. 1828.
1½ SS. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An den damaligen k. k. Gubernial-Konzeptspraktikanten Carl von Dilgskron (1807-83) in Triest: "[...] In Beantwortung Ihrer vertraulichen Anfrage, beeile ich mich, demnach, Ihnen zu erwidern: Daß Sie, allerdings, gut thun werden, bey einer erneuten Bitte um Erhalt des Adjutums, um dessen Erhöhung zu 400 fr. einzukommen, - und dabey, die allerhöchste Entschliessung vom 18ten Julius dieses Jahres anzuführen, welche da bestimmt: Daß das Adjutum, für die Landraths-Auskultanten in Trieste und Zarn, - wenn sie nicht, von einer, oder oder der andern dieser Städte, gebürtig sind, - 400 fr. betragen solle [...]". - Der aus Frankreich stammende Feldmarschalleutnant wurde "mit Napoleon zugleich in der Militärschule in Brienne erzogen" (Wurzbach VIII, 413), stand bis 1797 in französischen Diensten und wechselte dann ins österreichische Heer. "Im Jahre 1811, in welchem er auch seinen französischen Namen mit dem deutschen, Herzogenberg, vertauschte, wurde er zum wirklichen Oberst und Regimentscommandanten und 1813 zum General-Major ernannt" (ebd.). - Bl. 2 mit kleinem Ausriss durch Siegelbruch (dieses erhalten).
|
|
|
Hirsch, Max, Politiker und Gewerkschafter (1832-1905).
Eigenh. Brief mit U. Berlin, 29. IX. 1883.
1 S. 8vo. An eine namentlich nicht genannte Adressatin: "Anbei erlaube ich mir Ihnen 50 Expl. unsers neuen Leseprogramms für Ihren Hausfrauen-Verein zu übersenden, mit der ergebensten Bitte um frdl. zweckmäßige Verwendung [...]". - Der Bruder des Astronomen und Geodäten Adolphe Hirsch begann neben seiner kaufmännischen Tätigkeit für die Deutsche Fortschrittspartei und die liberalen Arbeiterbildungsvereine zu wirken und reiste u. a. durch England und Schottland, um sich mit der Organisation der Trade Unions zu befassen. 1868 gründete er nach deren Vorbild zusammen mit Franz Duncker Gewerkvereine, die sich 1869 als Hirsch-Dunckersche Gewerkvereine auf Basis einer sozialliberalen Weltanschauung konstituierten. 1869-1905 wirkte er als Verbandsanwalt und Herausgeber ihres Organs "Der Gewerkverein" und gehörte 1869-93, mit Unterbrechungen, als Mitglied der Fortschrittspartei bzw. der Deutschfreisinnigen Partei dem Reichstag an.
|
|
|
Höfken, Gustav Ritter von, politician and economist (1811-1889).
Autograph letter signed. Heidelberg, 2 Feb. 1848.
Large 4to. 1 p. Bifolium with integral address panel. To the Bremen publisher Franz Schlodtmann, asking to send back his article, and whether Schlodtmann is willing to publish a booklet. - Traces of folds, some damage to edges.
|
|
|
[Hofbuchhaltung].
Halber Mantelbogen aus dem Archiv der k. k. Tabak - und Stempel-Hofbuchhaltung. Wien, 28. IX. 1849.
1 S. Folio. Aktenzahl 3129, mit Revisions-, Mundierungs- und Registraturvermerken von Hofbuchhalter Regierungsrat Anton Kögl, Hofvizebuchhalter Jakob Feigl, des Rechnungsrats Anton Gartner sowie des Rechnungsoffizials Franz Wagenknecht. - Randeinrisse, angestaubt.
|
|
|
Hofer, Andreas, Tyrolean rebel (1767-1810).
ADS. N. p. o. d.
Oblong small 8vo. 1 p. An order to return ammunition: "Die Iber Plibenen Paderonnen sein dem Herrn Joseph gogl ab zu gäben | Andere Hofer". - Fragment of a document by another hand on reverse. Clipped from a larger sheet; slight brownstaining and traces of mounting.
|
|
|
Hofmann, Leopoldine, verehel. Baronin Waideck, Sängerin und Gattin von Erzherzog Heinrich (1842-1891).
Empfangsschein mit eigenh. U. Graz, 27. X. 1885.
75 x 125 mm. Am oberen rechten Rand beschnitten.
|
|
|
Hofmannsthal, Hugo von, Austrian poet and playwright (1874-1929).
Autograph letter signed ("Hofmannsthal"). Bad Aussee, 24 Nov. 1925.
Large 4to. 1 p. To the German linguist, scholar, and leading Romanist Karl Vossler, on an article Vossler had published in the magazine "Zeitwende", mentioning Pierre Viénot (1897-1944), one of the few French politicians who did a lot for the rapprochement between Germany and France. - Minor tears in foldings, otherwise in good condition.
|
|
|
Hohenlohe, Fanny, Prinzessin, (D. n. b.).
Eigenh. Briefkarte mit U. Czernowitz, 9. IX. 1904.
2 SS. Qu.-kl.-8vo. An ein Fräulein: "Indem ich Ihnen meine Freude ausspreche über die Widmung Ihres sehr hübschenWalzers, übersende ich Ihnen beifolgendes kleines Andenken als Zeichen meines Dankes [...]". - Ohne die erwähnte Beilage; mit gepr. Vignette.
|
|
|
Hohenlohe-Schillingsfürst, Chlodwig Fürst zu, Staatsmann (1819-1901).
Eigenh. Brief mit U. ("GfHohenlohe"). Berlin, 1. VI. 1895.
¾ S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. "Euer Hochgeborn würde ich zu Dank verpflichtet sein, wenn Sie mich heute Vormittag besuchen wollten [...]". - In die Regierungszeit des 1894 als Nachfolger von Graf Caprivi als deutscher Reichskanzler und preußischer Ministerpräsident angelobten Fst. Hohenlohe-Schillingsfürst fallen u. a. die Verabschiedung des Bürgerlichen Gesetzbuchs (1896), der Beginn imperialistischer deutscher Weltpolitik (1897), die Annäherung an Rußland und eine Verschlechterung des Verhältnisses zu England.
|
|
|
Hohenlohe-Schillingsfürst, Konrad Prinz zu, Staatsmann (1863-1918).
Eigenh. Brief mit U. Triest, 4. VI. 1913.
3¾ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Diese ganzen Tage hindurch habe ich nach einer ruhigen Minute gefahndet, um Ihnen zu schreiben u. Ihnen recht herzlich zu danken für Ihre interessanten Zeilen, aus denen - wenn es überhaupt noch eines Beweises bedurft hätte - wieder Ihre so freundschaftliche Gesinnung für mich hervorgeht [...] Also den ruhigen Moment Ihnen zu schreiben habe ich nicht gefunden; nebst tausend andren Dingen hielt mich in der letzten Woche auch eine Streikbewegung sehr in Athem u. ich habe wieder einmal endlose Reden u. Ansprachen im Kreise der Arbeiter halten müssen. Vorläufig ist auch wieder alles geebnet [...]". - Der Sohn von Obersthofmeister General Konstantin zu Hohenlohe-Schillingsfürst war von 1904 bis 1915 Statthalter von Triest und der Küstenlande und "förderte die wirtschaftliche Entwicklung und Anbindung der Stadt an das österreichische Hinterland. Nach seinem Rücktritt Präsident des Obersten Rechnungshofs, war H.-S. unter Franz Ferdinand Innenminister und Finanzminister, unter Kaiser Karl Obersthofmeister und zog sich 1918 aus dem öffentlichen Leben zurück. Seine Erinnerungen erschienen 1920" (DBE).
|
|
|
Hohenlohe-Schillingsfürst, Konrad Prinz zu, Staatsmann (1863-1918).
Eigenh. Brief mit U. Triest, 6. V. 1913.
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Heute Morgens heimgekehrt eile ich Ihnen zu sagen, daß ich noch gestern Nachmittags Minister Trnka aufgesucht, jedoch nicht angetroffen habe. Ich ließ ihm durch einen seiner Präsidialherrn sagen,ich hätte ganz vergessen ihn neulich bei der Ausstellungseröffnung wegen Bökmann's zu sprechen, er möge aber deshalb nicht glauben, daß ich mich weniger um diese Sache interessire; vielmehr sei mir sehr an der Einberufung gelegen. Der Herr, mit dem ich sprach, theilte mir darauf mit, es sei ein Brief des Ministers an mich unterwegs [...]; in diesem Briefe werden mir Vorschläge gemacht, unter welchen Modalitäten B. einberufen werden könnte. Daraufhin wurde ich 'diplomatisch' u. erklärte mir die Prüfung dieser Punktationen vorzubehalten [...]". - Der Sohn von Obersthofmeister General Konstantin zu Hohenlohe-Schillingsfürst war von 1904 bis 1915 Statthalter von Triest und der Küstenlande und "förderte die wirtschaftliche Entwicklung und Anbindung der Stadt an das österreichische Hinterland. Nach seinem Rücktritt Präsident des Obersten Rechnungshofs, war H.-S. unter Franz Ferdinand Innenminister und Finanzminister, unter Kaiser Karl Obersthofmeister und zog sich 1918 aus dem öffentlichen Leben zurück. Seine Erinnerungen erschienen 1920" (DBE).
|
|
|
Hohenlohe-Schillingsfürst, Konrad Prinz zu, Staatsmann (1863-1918).
Eigenh. Visitenkarte. O. O., 3. V. 1911.
1 S. Visitkartenformat. An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit Dank für dessen "freundliche Zeilen, ich komme gegen 12 Uhr zu Ihnen ins Bureau". - Der Sohn von Obersthofmeister General Konstantin zu Hohenlohe-Schillingsfürst war von 1904 bis 1915 Statthalter von Triest und der Küstenlande und "förderte die wirtschaftliche Entwicklung und Anbindung der Stadt an das österreichische Hinterland. Nach seinem Rücktritt Präsident des Obersten Rechnungshofs, war H.-S. unter Franz Ferdinand Innenminister und Finanzminister, unter Kaiser Karl Obersthofmeister und zog sich 1918 aus dem öffentlichen Leben zurück. Seine Erinnerungen erschienen 1920" (DBE).
|
|
|
Hohenlohe-Schillingsfürst, Konrad Prinz zu, Staatsmann (1863-1918).
Eigenh. Visitenkarte. O. O., 17. IV. 1918.
2 SS. Visitkartenformat. An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit Dank "für Ihre so freundliche u. erfreuende Überraschung. Gerne hätte ich diesen Dank mündlich abgestattet, doch verreise ich schon morgen Früh u. komme so auch um die Freude, Ihrer Einladung zu folgen [...]". - Der Sohn von Obersthofmeister General Konstantin zu Hohenlohe-Schillingsfürst war von 1904 bis 1915 Statthalter von Triest und der Küstenlande und "förderte die wirtschaftliche Entwicklung und Anbindung der Stadt an das österreichische Hinterland. Nach seinem Rücktritt Präsident des Obersten Rechnungshofs, war H.-S. unter Franz Ferdinand Innenminister und Finanzminister, unter Kaiser Karl Obersthofmeister und zog sich 1918 aus dem öffentlichen Leben zurück. Seine Erinnerungen erschienen 1920" (DBE).
|
|
|
Hohenlohe-Schillingsfürst, Konrad Prinz zu, Staatsmann (1863-1918).
Eigenh. Visitenkarte. O. O., 25. III. 1918.
2 SS. Visitkartenformat. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ihre Visitkarte u. die liebenswürdige Gabe, für die ich bestens danke, haben mich sehr erfreut, haben mich aber nicht dafür entschädigt, daß ich um die Freude gekommen bin, Sie wiederzusehen. Heute Abend verreise ich auf 2 Tage, nach meiner Rückkehr hoffe ich, daß Sie mich bald wieder aufsuchen [...]". - Der Sohn von Obersthofmeister General Konstantin zu Hohenlohe-Schillingsfürst war von 1904 bis 1915 Statthalter von Triest und der Küstenlande und "förderte die wirtschaftliche Entwicklung und Anbindung der Stadt an das österreichische Hinterland. Nach seinem Rücktritt Präsident des Obersten Rechnungshofs, war H.-S. unter Franz Ferdinand Innenminister und Finanzminister, unter Kaiser Karl Obersthofmeister und zog sich 1918 aus dem öffentlichen Leben zurück. Seine Erinnerungen erschienen 1920" (DBE).
|
|
|
Hohenzollern-Hechingen, Friedrich Franz Xaver von, Hofkriegsratspräsident (1757-1844).
Schreiben mit eigenh. U. Wien, 30. XII. 1825.
1 S. Folio. An den Kavalleriegeneral Landgraf Friedrich VI. von Hessen-Homburg, Inhaber des kaiserlichen Husarenregiments Nr. 4 "Friedrich Josef": "Durchlauchtigster Landgraf! Auf Euer Durchlaucht Vorstellung vom 13ten dieses Monats, gibt sich der Hofkriegsrath die Ehre zu erwiedern, daß dermalen keine Gelegenheit vorhanden sey, zur Beförderung des Oberstlieutenants Fakh und der übrigen Stabsoffiziere Hochdero innhabenden Regiments bei Seiner Majestät das Wort zu führen. Sollte jedoch während der Dauer der gerichtlichen Untersuchung gegen den Obersten Simonyi ein Vorschlag zur Ernennung eines Generals erstattet, daher noch einer seiner Nachmänner befördert werden, dann würde man nicht ermangeln, den Vorschlag Euer Durchlaucht der Allerhöchsten Rücksichtsnahme Seiner Majestät zu unterlegen [...]". - Faltspuren mit minimalen Bugeinrissen. Verso alte Montagespuren. Am oberen Rand recto Aktenzahl G 4817 sowie spätere Bezeichnung in Kugelschreiber "Prinz zu Hohenzollern".
|
|
|
Hormayr zu Hortenburg, Joseph, Historiker (1782-1848).
Eigenh. Brief mit U. ("Hormayr"). Wien, 30. IX. 1811.
3 SS. auf Doppelblatt. 4to. Mit einer Beilage (s. u.). An den ihm befreundeten Grafen Gottfried Wenzel von Purgstall (1773-1812) auf Schloß Hainfeld, der wie Hormayr am Tiroler Aufstand von 1809 teilgenommen hatte, aber in Mantua eingekerkert worden war. Hormayr zeigt sich besorgt über Purgstalls Gesundheitszustand (er sollte im Jahr darauf versterben) und kommt dann auf andere Bekannte zu sprechen, so auch auf den am 28. Juli verstorbenen Wiener Dramatiker Heinrich Joseph von Collin: "[...] Was ich an Collin verloren habe, darf ich Ihnen nicht erst schildern. Mehrere Tage hindurch ließ mich die heftige körperliche und geistige Affection eine ähnliche Krankheit befürchten; - aber wir verdienens nicht besser! - Patroklus ist begraben und Thersites uns geblieben und man befindet sich doch recht wohl bei dem Tausche. Ich preise Ihren Entschluß, im göttlichen Lande, wo die Citronen blühn - unter klassischen Umgebungen - dem Schnee der norischen Alpen auf einen Winter [...] zu entfliehen. Gewiß finden Sie dort Gesundheit, Lebensfreunde und auch Stoff zu Parallelen genug [...] Möge die Gräfin, diese herrliche Frau [dieselbe hatte ihren Mann durch persönliche Intervention bei Napoleon aus dem Gefängnis in Mantua befreit] [...] an Ihnen beyden [d. s. Purgstall und dessen Sohn] bald erleben, was Sie in dieser allgemeinen Zerbrochenheit und Elendigkeit allein noch interessiren kann: Ihre gänzliche Erholung und neue Blüthe für die Zeit, die aus der gährenden Asche [!] hervorblitzen wird. Mögen Sie Alle Sich manchmal freundlich dessen erinnern, der Ihnen so herrlich ergeben ist und keinen höhern Wunsch hätte, als in Ihrem Kreise zu leben. Vielleicht brauchen Sie einmal auf Hainfeld einen Bibliothekar oder einen Geschichtslehrer für Wenzi. Tief rührte michs dieser Tage einen Brief von Johannes Müller an den ehrwürdigen Kanzler Teleky zu lesen. Er bath ihn nach Preussens Fall, um eine Stelle bey seiner Regnicolarbibliothek in Siebenbürgen, um nur den gewissen Klauen zu entgehen [...]". - Auch in der Nachschrift bleibt Hormayr politisch: "Im Norden immer finsterer; - Alexander gegen den Judas, Gottlob daß dort keine deutsche Humanität (A - leckerey) zu Hause ist, sondern Zahn für Zahn, Aug für Aug! [...]". - Beiliegend ein Schreiben (Innsbruck, 20. IX. 1780) im Auftrag Maria Theresias, einen Rechtsstreit betreffend, mitunterzeichnet von Hormayrs Vater, Josef Anton Hormayr zu Hortenburg (gest. Innsbruck 1803).
|
|
|
Hübner, Alexander von, österreichischer Diplomat (1811-1892).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
1 S. 8vo. Bittet den Adressat, ihm das "Großwerk: Rom von Bunsen und Platner" zu borgen. - Der als uneheliches Kind Metternichs mit einer Bürgerlichen geborene Hübner studierte an der Universität Wien Rechtswissenschaft und hielt sich längere Zeit in Italien auf, bevor er 1833 in den Dienst der österreichischen Staatskanzlei trat. Im folgenden Jahr erhielt er, durch persönliche Verwendung Metternichs, die Genehmigung zur Führung des Namens Hübner. Im diplomatischen Dienst kam er u.a. nach Paris und Lissabon und übernahm 1844 das österreichische Generalkonsulat in Leipzig. Seit 1849 vertrat er Österreich in Paris; zwei Jahre lang war er Botschafter beim Vatikan. Als Mitglied des österreichischen Herrenhauses gehörte Hüber der konservativen Rechten an. Neben politischen und historischen Schriften verfasste er Reisebeschreibungen, u. a. "Spaziergang um die Welt" (2 Bde., 1874).
|
|
|
Hye von Glunek, Anton Frh., Jurist (1807-1894).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 20. I. 1888.
4 SS. 8vo. Mit eh. Umschlag. Entschuldigt sich für Termine, die er nicht wahrnehmen kann. Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf.
|
|
|
[Italo-Ethiopian War].
Collection of autographs by Italian (and Ethiopian) military commanders. Mostly Ethiopia and Rome, 1935-1936.
29 sets of autographs laid down to album leaves, including original envelopes, numerous photo reproductions and newspaper clippings. Fine collection assembled by the young Uruguayan nobleman Alejandro Zorrilla de San Martin (1909-87; Foreign Affairs Minister from 1963 to 1965 and grandson of José Luis Zorrilla de San Martín, the National Poet of Uruguay) by direct application. Includes specimens by Generals Mario Aimone-Cat, Federico Baistrocchi, Eric Virgin (Swedish Air Force Brigadier-General, advisor to Hailie Selassie), Ettore Bastico, Ezio Babbini, Constanzo Ciano, Ferdinando Cona, Fidenzio Dall'Ora, Emilio De Bona, Enrique De Gemaro, Luigi Frusci, Alfredo Guzzoni, Carlos Geloso, Melchiade Gabba, Pietro Maravigna, Guglielmo Nasi, Piero Parini, Alessandro Pirzio Biroli, Ferruccio Ranza, Ruggero Santini, Achille Starace, Attilio Teruzzi, Sebastiano Visconti Prasca, Giuseppe Valle (signed original photograph), and Vittorio Verne.
|
|
|
Jacobi, Karl Rudolf von, Politiker und Staatssekretär im Reichsschatzamt des Deutschen Kaiserreichs (1828-1903).
Eigenh. Brief mit U. ("Dr. Jacobi"). Berlin, 6. II. 1884.
1¾ SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An eine Dame aus anläßlich des Ablebens ihres Gatten: "[...] Habe ich noch nicht die Ehre Ihnen persönlich bekannt zu sein, so habe ich doch in dem Verstorbenen lange Jahre hindurch ein Vorbild wahrer Thätigkeit und Treue vor Augen gehabt [...]". - Mit kleinen Randläsuren.
|
|
|
[Japanese leaders].
Collection of autographs by Japanese political and military leaders: Saito Makoto, Toshizou Nishio, and Kichisaburo Nomura. Tokyo and [Washington, DC], 1933-1941.
4 sets of autographs laid down to album leaves, including original envelopes, numerous photo reproductions and newspaper clippings. Collection assembled by the young Uruguayan nobleman Alejandro Zorrilla de San Martin (1909-87; Foreign Affairs Minister from 1963 to 1965 and grandson of José Luis Zorrilla de San Martín, the National Poet of Uruguay) by direct application. All signed in Japanese and English. Viscount Saito Makoto (1858-1936), formerly an admiral in the Imperial Navy, signs as Prime Minister of Japan (8 August 1933). General Toshizo Nishio (1881-1960) was considered one of the most successful and ablest strategists of the Imperial Japanese Army. His card is postmarked 5 Sept. 1934. Kichisaburo Nomura (1877-1964), another former Imperial admiral, served as ambassador to the United States at the time of the attack on Pearl Harbor. His signature is dated 9 April 1941, eight months before that event, and is accompanied by a TLS cover letter by the Secretary to the Ambassador. Also included is a TLS from Goro Sakale, son of General Gaishi Nagaoka (1858-1933), who informs Zorrilla that his father, to whom the collector had applied for an autograph, passed away on the 23rd of April.
|
|
|
Jaucourt, François-Arnail, Marquis von, Politiker (1757-1852).
Eigenh. Brief mit U. ("Jaucourt | Pair de France"). O. O. u. D.
1 S. 4to. An einen Dr. von der Dahme [?], dem er einen Einführungsbrief des Barons Pasquier für Graf Pastoret sendet. - François-Arnail de Jaucourt, dessen Großonkel Louis zusammen mit Denis Diderot der Hauptverfasser der letzten Bände der "Enzyklopädie" gewesen war, war Senator im Kaiserreich. 1814 stimmte er für die Absetzung Napoleons und wurde zum Mitglied der provisorischen Regierung ernannt. Da er während Napoleons Herrschaft der Hundert Tage Ludwig XVIII. treu blieb, wurde er während der Restauration für einige Monate Marineminister und spielt eine friedensstiftende Rolle während des Weißen Terrors. Seit ihrer Gründung 1818 Präsident der evangelischen Bibelgesellschaft von Paris, wurde Jaucourt 1829 auch Präsident der neugegründeten Gesellschaft zur Unterstützung des Grundschulwesens unter den Protestanten Frankreichs; unter Karl X. war Jaucourt einer der sieben evangelischen Pairs von Frankreich. - Etwas gebräunt und mit kleinen Quetschfalten sowie einem etwas größeren Einriß am oberen Rand.
|
|
|
Jaurès, Jean, French Socialist leader (1859-1914).
Autograph letter signed. [Paris], [after 1900?].
8vo. 2 pp. on bifolium. A call for solidarity, written to one "cher ami": "Il reste sur le pavé de Paris cent cinquante ouvriers congédiés du Creusot [...] Pourriez-vous en faire embaucher quelques-uns en Belgique? C'est seulement par petites fractions que nous espérons les placer [...]". - Reverse with contemporary remark from an unidentified hand (signing "CV"), who had forwarded the present letter to someone else, "car j'estime que c'est une bonne manière pour le Bureau international de prouver son utilité aux camarades français [...]". - On headed paper "La Petite république socialiste"; one margin with punched holes (not touching text). - Accompanied by: Jean Jaurès: Un discours. Paris, Stock, (1923). Original wrappers. Small 8vo.
|
|
|
Johann, Erzherzog von Österreich (1782-1859).
Briefausschnitt mit eigenh. U. Wien, 21. VIII. 1805.
1 S. Ca 65:180 mm. Etwas knittrig und unregelmäßig beschnitten.
|
|
|
Johann, Erzherzog von Österreich (1782-1859).
Eigenh. Annotationen (39 Zeilen) auf einem Referat Philipp von Körbers. Wien, 3. V. 1832.
4 SS. auf Doppelblatt. Folio. "Euer kaiserliche Hoheit! Habe die Ehre in tiefster Ehrfurcht vorzulegen im heutigen Elench des Genie H[au]pt-Amts vom 3. May 1832 / in welchem eigentlich nicht merkwürdiges vorköm[m]t. Mit Bezug auf den gestrigen gehorsamsten Bericht überreiche ich: das instruirte Gesuchsschreiben des FZM Fürst Liechtenstein wegen Anlage von Baumparthien im Hirschgraben [...] in der weiteren Anlage die ganze Expedition wegen des durch Hpt. Castelli's Tod - bereits vorläufig höchst resolvirten avanamento samt den drei Decreten zur gnädigsten Unterzeichnung [...]". - Philipp von Körber erfuhr seine militärische Ausbildung in der Wiener Neustädter Militärakademie, "aus welcher er im October 1832, als einer der befähigtesten Zöglinge, als Lieutnant in das Infanterie-Regiment Nr. 33 eingetheilt wurde" (Wurzbach XII, 237); hernach diente er knapp drei Jahrzehnte lang in verschiedenen Regimentern bis hinauf zum Oberst und trat 1861 in den Ruhestand. "Körber war von früherer Zeit her literarisch thätig und schon im Jahre 1832 veröffentlichte er in der damals zu Mailand erscheinenden deutschen Zeitung 'Echo' mehrere historische, geographische und volkswirthschaftliche Aufsätze, und früher noch waren kleinere in Prosa und gebundener Rede, in Almanachen und Unterhaltungsblättern erschienen" (ebd.).
|
|
|
Johann, Erzherzog von Österreich (1782-1859).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 14. XI. 1827.
1 S. und 2 Zeilen auf 1 Bl. 4to. An Franz Xaver von Peball, den Verweser des Kommunitäts-Radwerks Nr. VI in Vordernberg (Steiermark): "Das ist doch etwas ganz neues mitten in einem halben Jahre den Preis vermindern zu wollen, und ich bin froh daß die mehrheit der Stimmen dagegen war. Ich hatte darüber mit dem Vorsteher gesprochen und wir waren übereingekommen, nicht vor dem Jahreswechsel etwas zu thun, sondern wenn es die Umstände Erforderten erst nach dem neuen Jahre auf den Preis von 3 f M. M. oder höchstens auf 8 f. Papiergeld zu steigen dann aber wieder fest Jahrlang zu bleiben; mir scheint daß er ganz darauf vergessen hat - [D]ie Stimme der Gratzer Eisenhändler ist eine sehr befangene und diese könne nie unsere Richtschnur werden da ihre Geschäfte ihre frühere Bedeutenheit [!] verlohren [!] und für uns der Platz Wienn [!] weit wichtiger ist. Dieses ewige Schwanken schadet nur dem Hammer Gewerkes und dadurch den für uns nothwendigen schnelleren und wichtigeren Zahlungen. Ich verstehe nicht wie so plötzliche Entschlüße entstehen da doch die möglichen einzutrettenden Umstände von jedem der seine Rechnung führet und sich um Getreidepreise [etc.] bekümmert vorgesehen werden könne; ob nicht andere Ausgaben des Hauswesens eine plötzliche Klassensteigerung Erfordern daß will ich nicht beurtheilen. Recht gut ist es daß Sie in meinem Namen sich dieser Steigerung wiedersezten [!] [...]". - Erzherzog Johann, der 1822 das Vordernberger Radgewerk Nr. 2 erworben hatte, sollte bis zum Ende des Jahrzehnts die anderen ortsansässigen Radmeister vom Eintritt in eine "Bergunion" überzeugen, deren Gründungsvertrag heute als eigentliches Gründungsdokument der Oesterreichisch-Alpine Montangesellschaft (ÖAMG) gilt, aus der im vergangenen Jahrhundert die Vereinigten Österreichischen Eisen- und Stahlwerke (VÖEST) und später die Voestalpine AG hervorgehen sollte. - Etwas gebräunt und mit starken Randläsuren.
|
|
|
Johann, Erzherzog von Österreich (1782-1859).
Eigenh. Brief mit U. Gastein, 7. VIII. 1843.
1¼ SS. auf Doppelblatt. 4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Professor Harles aus Bonn schrieb mir vor einiger Zeit damit ich mich bey seinem Könige verwende - ihm ein Reise Geld zu Bestreitung der Reise nach Grätz zu bewirken. Dieß Begehren ist nicht zu willfahren, ich kann unmöglich dem König von Preussen diese Bitte stellen, denn dieß würde aussehen als wollte ich nach Grätz von allen Seiten Leute zusammenbringen, und mir den Schein einer grossen Eitelkeit werfen [...]".
|
|
|
Jonquières, Eugène de, French vice-admiral and poet (1850-1919).
Autograph visiting card signed. N. p., [1919].
Visiting card format. 9 lines. To Georges Clemenceau, congratulating him on his recovery after the failed attempt on his life by the militant anarchist Émile Cottin on 19 February 1919: "Monsieur le Président, permettez-moi de vous adresser mes respectueuses félicitations pour votre rétablissement, que le France entière attendait avec angoisse après l'abominable attentat dont vous avez été victime. J'y joins les vœux que je fasse pour le succès de votre glorieuse mission". - Well preserved.
|
|
|
Joseph Ferdinand, Erzherzog von Österreich-Toskana (1872-1942).
Photoalbum mit 37 Photographien. [Pokljuka (Slowenien), 1902].
Steckalbum mit 10 Bll., die Aufnahmen i. F. von zumeist 90:110 mm. Lederband der Zeit mit Metallapplikation (Auerhahn) und dreiseitigem Goldschnitt. Gr.-4to. Das erste Blatt mit einer signierten Portraitphotographie des Erzherzogs: "Zur Erinnerung an die denkwürdigen Tage 2. u. 7. Mai 1902. Ende gut, alles gut! | Erzh. Joseph". Die während eines Jagdaufenthalts in Pokljuka im Nordwesten Sloweniens entstandenen Aufnahmen zeigen u. a. die Teilnehmer und die Opfer derselben; einige Aufnahmen mit von Joseph Ferdinand eh. notierter Legende. Joseph Ferdinand war Generaloberst der k. u. k. Monarchie und begeisterter Ballonfahrer. - Durchgehend leicht fleckig, der Einband beschabt und bestoßen, dennoch von ansprechendem Äußeren; Schließen fehlen.
|
|
|
Joseph II, Holy Roman Emperor (1741-1790).
2 autograph letters signed (paraph). N. p., [1775].
Small 8vo. Altogether (2¾ +2½ =) 5¼ pp. on 4 leaves (2 bifolia). Comprehensive and personal letters to a countess (possibly Maria Christina, Countess Kinsky, born Princess of Liechtenstein), on the choice of a school for her son, recommending the Vienna Theresianum ("[...] au sujet du college Theresien, et de l'academie de Savoye, mais tout mes recherches de comparaison onts etes avantguues premier [...]", [23 Sept. 1775]), and on a forthcoming trip to Italy by his brother Leopold, his sister Maria Christina and her husband Prince Albert of Saxony, Duke of Teschen ([24 Sept. 1775]).
|
|
|
Joseph II, Holy Roman Emperor (1741-1790).
Letter signed ("Joseph Core[gent]"). Vienna, 3. III. 1771.
4to (224 × 175 mm). 1 p. on a bifolium. Addressed to Nicolaus Esterházy, nicknamed "the Splendid", in German. - The later Emperor Joseph II, famous for his enlightened and anti-clerical reforms, writes to Nikolaus Esterházy, the Hungarian prince and main patron of the composer Joseph Haydn, about another Hungarian noble, the count Christoph Erdödy, whose lavish lifestyle had forced him to borrow immense sums of money. Joseph complains that Erdödy’s "confused legal disputes" ("seine verwirrten Rechtshändel") seem to drag his own name into these affairs. He asks Esterházy to investigate Erdödy’s conduct and give him the warning that Joseph might be very displeased. Later in the 1770s Erdödy had to sell some of his land and estates. - Light browning, slight flaw to verso from opening of the seal (of which some remnants survive), but otherwise in fine and fresh condition. Provenance: Alfred Bovet (1831-91), his sale Charavay, 1887, lot 97.
|
|
|
[Judaica.] - Hirsch, Philipp.
Eigenh. Brief mit U. Paris, 18. XI. 1880.
3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Die Zeitungen haben vor einigen Tagen Nachrichten über die sogenannte Judenverfolgung veröffentlicht. Wie Sie aus der umseitigen Abschrift, die sich allerdings nur auf die seiner Zeit angezeigte Abhaltung eines internationalen Congresses der Maaße und Gewichte bezieht, wo ein gewisser Adolphe Hirsch, Directeur de l'Observatoire Suisse, als Secretair genannt wurde, ersehen, verwechsle ich die Confession nicht mit dem gesellschaftlichen Verhältnisse. Die beiden Partheien verlangen eine abgesonderte Beleuchtung, wenn aus den gegenwärtigen Wirren etwas Gutes hervorgehen soll. Die Verfolger sehen in den Juden das auserwählte Volk, dem der Erlöser verhießen worden, und ihre Befürchtung ist um so stärker, je weniger die Fürsten diesem Berufe entsprechen. Nach meiner Ansicht kann jeder Mensch sich selbst erlösen, welcher Bestimmung jedoch nur Wenige nachstreben. Die Meisten hoffen auch die Versprechungen von Außen, weil sie den innern Kampf fürchten, und bewahren offen oder heimlich einen Hochmuth, welcher sie erst beim Tode verläßt. Für diese Parthei handelt es sich nur um die zeitlichen Güter. Die Verfolgten hingegen halten, soweit sie aufrichtig sind, an ihrer hohen Bestimmung fest, ohne sich aber im Allgemeinen zu derselben vorzubereiten. Ich sehe darin den Ursprung allen Elends, welches die Juden betroffen, und eine bittere, nicht ganz unverdiente Täuschung. Denn jedes Volk ist dem Herrn lieb, und wenn Er eins auserwählt, so geschieht es als Belohnung seiner Tugenden. - Die Geschichte der Patriarchen dürfte dies bestätigen [...]". - Die Recto-Seite von Bl. 2 mit Hirschs eh. Abschrift seines in französischer Sprache verfaßten Briefes an den Minister des Inneren und der Religion.
|
|
|