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Koschat, Thomas, Komponist und Chorleiter (1845-1914).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Durch die freundliche Einladung zur Jubiläumsfeier mich sehr geehrt fühlend, werde ich mit Freude und herzinniger Teilnahme dieser Einladung Folge leisten [...]". - Der in Viktring in Kärnten geborene Sohn eines Färbermeisters beendete 1867 sein Chemiestudium, um sich gänzlich seiner musikalischen Ausbildung und Laufbahn zu widmen, die ihn vom Chorsänger der Wiener Hofoper zum Ehrenmitglied derselben (1907) avancieren ließ. "Das zu seiner Zeit berühmte 'Koschat-Quintett' [...] unternahm zahlreiche Konzertreisen in Europa und Amerika und trug sehr viel zur Popularität von Koschats Kompositionen bei" (MGG VII, 1639). 1934 wurde ihm zu Ehren in Klagenfurt ein Museum eröffnet.
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Koschat, Thomas, Komponist und Chorleiter (1845-1914).
Eigenh. Brief und eh. Vollmacht mit U. Wien, 4. X. 1869.
Zusammen 2 SS. auf Doppelblättern. Folio. An und für Heinrich von Bayer: “Ich war heute hier um mit Ihnen persönlich Rücksprache zu nehmen, leider nicht angetroffen. Herr von Bayer, Sie thaten mir sehr unrecht, daß Sie sagten, ich verdiene kein Mitleid. - Herr v. Bayer! Ich will, da Sie für mich nicht das geringste Mitleid haben - das thun was Sie von mir verlangen, obwohl in der sicheren Voraussicht, daß es für mich sehr verhängnisvoll wird. - Ich übertrage Ihnen die Vollmacht per 16. d. M. an für mich bei der Theaterkasse jeden Monat 10fl zu beheben bis zur Tilgung. Herr v. Bayer! Sie werden vielleicht mein Unglück sein! Ich bitte entschuldige die Schrift, ich bin in Aufregung [...]” (undat. Br.). - Die mit 4. X. 1869 datierte Vollmacht berechtigt den Adressaten, sich die besagten zehn Gulden allmonatlich auszahlen zu lassen. - Der in Viktring in Kärnten geborene Sohn eines Färbermeisters beendete 1867 sein Chemiestudium, um sich gänzlich seiner musikalischen Ausbildung und Laufbahn zu widmen, die ihn vom Chorsänger der Wiener Hofoper zum Ehrenmitglied derselben (1907) avancieren ließ. "Das zu seiner Zeit berühmte 'Koschat-Quintett' [...] unternahm zahlreiche Konzertreisen in Europa und Amerika und trug sehr viel zur Popularität von Koschats Kompositionen bei" (MGG VII, 1639). 1934 wurde ihm zu Ehren in Klagenfurt ein Museum eröffnet. Vgl. Öst. Lex. I, 642.
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Kratochwill, Carl, Musikverleger und -schriftsteller.
Eigenh. Brief mit U. Wien, 16. VII. 1897.
1 S. 4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Bevor Sie sich angeboten hatten, über Bayreuth vom J. 1897 zu schreiben, waren wir mit einer zuverlässigen künstlerischen Persönlichkeit, welche sich während der ganzen Festspielzeit in Bayreuth aufhalten wird, wegen Berichterstattung über alle diesjährigen Bayreuther Aufführungen in Unterredung. Der Betreffende, dessen eigener Wunsch es ist, anonym zu bleiben, hat jetzt definitiv die regelmäßige Zusendung wöchentlicher Berichte zugesagt. Das hindert uns aber nicht, bei Ihrem Anerbieten zu bleiben, uns gegen Honorar von 10 Kreuzer pr[o] Zeile einen Artikel über Parsifal und Lohengrin zu liefern. Ihr Artikel wird einen Teil des Ganzen ansehnlich herausheben, während die Berichte des obengenannten Correspondenten einen Überblick über das Ganze ermöglichen sollen [...]". - Kratochwill war Redakteur der "Neuen musikalischen Presse" und 1889 Mitgründer des Musikalienverlags Bosworth. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der "Neuen musikalischen Presse".
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Krauss, Clemens, Dirigent (1893-1954).
Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 19. XI. 1929.
1 S. 4to. An den österreichischen Bundeskanzler Johannes Schober: "Für Ihre freundlichen Zeilen erlaube ich mir ergebenst zu danken. Ich werde mit grossem Interesse meine Mitwirkung in den Dienst der Sache stellen und Herrn Prof. Dr. Nobel mit allen Kräften zur Durchführung seines Planes an die Hand gehen. Ich bin bereits mit ihm in Verbindung [...]". - Der in Wien geborene Sohn einer Hofoperntänzerin und späteren Sängerin wurde 1902 Hofsängerknabe, studierte am Wiener Konservatorium Klavier, Komposition und Chorleitung und begann seine Laufbahn 1912 in Brünn. Über Riga, Nürnberg, Stettin und Graz kam er schließlich 1922 an die Wiener Staatsoper. 1924-29 in Frankfurt, dann wieder in Wien, 1934-36 an der Berliner Staatsoper und seit 1936 an der Bayerischen Staatsoper, leitete Krauss seit 1939 die Salzburger Festspiele, um deren internationale Bedeutung er sich seit den 20er Jahren bemüht hatte. 1939 initiierte er auch das Wiener Philharmonische Neujahrskonzert. 1945 mit Berufsverbot belegt, dirigierte der "geborene Operndirigent" (MGG VII, 1722) - allen voran die Werke seines Freundes Richard Strauss, "als dessen bester Interpret" (Österr. Lex. I, 649) Krauss lange Zeit galt - seit 1947 wieder regelmäßig an der Wiener Staatsoper, bei den Wiener Philharmonikern und den Bayreuther Festspielen. - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf der Wiener Staatsoper und Rundstempel des Bundeskanzlers bzw. des -amtes.
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Krauß, Gabriele, Sängerin (1842-1903).
Eigenh. Briefkarte. O. O. u. D.
1 S. Qu.-kl. 8vo. An Monsieur Gray mit dem Ersuchen, Ihrer geneigten Wertschätzung versichert zu sein. - Gabriele Krauß studierte am Wiener Konservatorium und bei Mathilde Marchesi und war in den 60er Jahren an der Wiener Hofoper als dramatischer Sopran zu hören. Nach Engagements in Paris, Neapel und Mailand ließ sie sich 1874 endgültig in Paris nieder, wo sie an der italienischen Oper und der Grand Opéra sang. 1887 verließ sie die Bühne, war aber weiterhin als Gesangspädagogin tätig. Für ihre Leistungen im dramatischen Fach (u. a. die Partien der Aida und Norma) wurde sie zum Ehrenmitglied der Société des Concerts du Conservatoire und zum Officier de l’Académie ernannt. - Auf Briefpapier mit gepr. Namenszug.
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Krehl, Stephan, Musiktheoretiker und Komponist (1864-1924).
3 eigenh. Briefe mit U. Karlsruhe, 1896.
Zusammen 5 SS. auf 5 Bll. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Anbei sende ich Ihnen ein neues Opus von mir mit der höflichsten Bitte, dasselbe in Ihrem geschätzten Blatt zu besprechen. 'Die Bilder aus dem Orient' sind nach einer Reise, die ich nach dem Orient unternommen habe, entstanden und bieten an harmonischen wie rhythmischen Wendungen manches Neue und Interessante [...]" (a. d. Br. v. 20. X. 1896; ohne das erwähnte Opus). - "Nehmen Sie meinen besten Dank für Ihre gütigen Bemühungen um mein op. 12 und für die Übersendung der Kritik [...]" (a. d. Br. v. 8. XI. 1896; auf Briefpapier mit gepr. Monogramm). - "Sie erhalten anbei zwei kleine Clavierstücke, die ich für die Musikbeilage der musikalischen Presse geschrieben habe. Ich hoffe dieselben werden Ihnen convenieren. Stücke in freier Form wollte ich nicht geben und habe daher um etwas 'Kunst' zu verwenden die Kleinigkeiten in Canonform geschrieben [...]" (a. d. Br. v. 24. XI. 1896; ohne die erwähnten Stücke). - Krehl begann seine pädagogische Wirksamkeit 1889 am Konservatorium in Karlsruhe; seit 1902 war er (anfangs als Mitglied des Studien-Rates, später als Professor und Direktor) an dem in Leipzig tätig, wo er bis zu seinem Tod als Musikerzieher wirkte. Seine Kompositionen "weisen ihren Schöpfer als satztechnischen, dem Schaffen von Brahms zuneigenden Meister aus. Ein gewisser Mangel an Ursprünglichkeit in der Erfindung wird durch hervorragende handwerkliche Durcharbeitung ausgeglichen" (MGG VII, s. v.). Besonders großen Einfluß hatte er als Theoretiker: Seine mehrfach aufgelegten Lehrbücher gehören bis heute zu den Standardwerken der Musiktheorie, so etwa die "Allgemeine Musiklehre". Sein kompositorisches Schaffen umfaßt rund 30 Werke für Klavier, Violine und Klarinette.
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Krellmann, Hanspeter, Musikschriftsteller und Dramaturg (geb. 1935).
Ms. Brief mit eigenh. U. Kaarst, 26. II. 1976.
¾ S. Gr.-4to. Mit ms. adr. Kuvert. An einen Sammler: "Sie haben mir mit der Zusendung des Zeitungsausschnittes eine große Freude bereitet. Ich danke Ihnen dafür und auch für Ihren Brief. Es ist immer eine große Freude für mich, wenn Webern mit seiner Musik Interesse findet [...]". - Hanspeter Krellmann war als Musikschriftsteller und -kritiker tätig und wurde 1976 Chefdramaturg am Staatstheater Darmstadt und später dann an der Bayerischen Staatsoper. Zudem veröffentlichte Krellmann Monographien über Busoni, Webern, Gershwin und Grieg und gab Anthologien heraus. - Mit gestemp. Briefkopf.
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Kreuder, Peter, Komponist, Pianist und Dirigent (1905-1981).
Portraitpostkarte mit U. verso und gedr. Dankeskarte mit U. O. O., 1970.
Zusammen 2 SS. auf 2 Bll. Qu.-8vo. Mit 1 wohl nicht eh. adr. Kuvert. An Gratulanten zu seinem 65. Geburtstag, darunter Josef Wesely. - Die Portraitpostkarte mit einem Farbportrait en face. - Peter Kreuder war Klavierschüler am Kölner Konservatorium und komponierte bereits 1920 seine ersten Stücke. "Seit 1922 am Münchner Kabarett "Bonbonniere" tätig, schrieb er die Musik zu literarischen Revuen und absolvierte gleichzeitig eine Ausbildung an der Akademie der Tonkunst. 1925 wurde er Kapellmeister am Deutschen Theater, nach Engagements an verschiedenen deutschen Bühnen 1930 musikalischer Leiter der Max-Reinhardt-Bühnen in Berlin. Durch die Musik zu 'Peter Voß, der Millionendieb' (1931) wurde Kreuder zu einem der gefragtesten deutschen Filmkomponisten. Neben rund 200 Filmmusiken komponierte er Operetten, Musicals und über 1000 Schlager, von denen viele zu Evergreens wurden (u. a. 'Sag’ beim Abschied leise Servus'). Konzerttourneen führten ihn seit 1934 durch ganz Europa. 1936 wurde er Staatsmusikdirektor der Bayerischen Staatsoperette" (DBE). Seit 1946 in Südamerika lebend, kehrte er 1954 kehrte er nach Europa zurück und schrieb die Erinnerungen "Schön war die Zeit" (1955) und "Nur Puppen haben keine Träume" (1971).
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Kriete, Henriette, Sängerin (geb. 1816).
2 eigenh. Briefe mit U. Dresden u. a. O., “Am Charfreitag” [d. i. 25.III.] und 3.-16.VII. 1853.
Zusammen 19 SS. auf Doppelblättern (davon 1 S. a. d. Hand ihrer Tochter). 8vo. Schöne Briefe an ihre Freundin Auguste, der sie insbesondere in dem langen, fünfzehnseitigen Brief ausführlich von ihren Erlebnissen während einer Reise nach Paris berichtet: “Um auf den Pere Lachaise zu kommen fuhren wir erst auf den Bastilleplatz. Ein eigenes Gefühl überman[n]t einen beim Anblick dieses ehemaligen grauenvollsten Punkte der Erde, von dem so viele entsetzensvolle Geheimnisse ausgingen. Aber wie ist der Sturm der Zeit über diesen Boden dahingebraust! [...] Das Pantheon ist herrlich! großartig, erhaben in seiner ruhig stolzen Würde [...] In den Gobbelins [!] waren wir auch. Das ist einzig! [...]”. - Lange Jahre in Dresden tätig, konnte die Sängerin “[i]n ihren künstlerischen Leistungen” anfangs “mit einer Schröder-Devrient und Maschinka Schubert-Schneider” zwar nicht konkurrieren, bildete sich jedoch beharrlich weiter aus und errang später “den vollständigsten Triumph. Der Beifall steigerte sich mit jeder neuen Darstellung und war sie zu ihrer Zeit die größte Sängerin der Mozart’schen Opern” (Reden-Esbeck, Deutsches Bühnen-Lexikon; zit. n. DBA I, 711, 37). - Auf Briefpapier mit gepr. kalligr. Monogramm.
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Kubelik, Jan, Violinvirtuose und Komponist (1880-1940).
Eigenh. Postkarte mit U. Zsigmondháza, 17. VIII. 1916.
2 SS. Qu.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ihren Opernentwurf 'Die stolze Trude' habe ich erst vor wenigen Tagen gelesen, da ich erst kürzlich von einer Reise zurückgekehrt bin. Soviel aus der Skizze zu entnehmen ist, macht die Sache einen sehr versprechenden Eindruck, doch mu[ss] [ich mit] Dr. Batkas Worten übereinstimmend sagen, dass der volle Erfolg erst von der vollen Ausführung abhängen wird. - Ich wäre Ihnen verbunden, wenn Sie mir das angesagte Sujet zu einer Operette senden würden; eine Operette wäre schneller fertig als Oper - der Herbst ist bald da! [...]" - Kubelik bestand 18jährig die Abschlußprüfung am Prager Konservatorium mit dem Konzert op. 6 von Paganini. "Bei seinem ersten ausländischen Konzert in Wien (ebenfalls 1898) mit demselben Konzert erregte er wahre Sensation und wurde von M. Kalbeck als 'einer der ersten im Reiche des Violinspiels' klassifiziert. Dies war der Beginn einer glänzenden, 42 Jahre dauernden und über die ganze Welt reichenden künstlerischen Laufbahn" (MGG VII, 1846). 1902 erhielt er die goldene Beethoven-Medaille, "die vor ihm unter den Violinisten nur J. Joachim und E. Ysaye erwarben" (ebd.). - Auf Briefpapier mit gedr. Absenderadresse. - Leicht angestaubt und fingerfleckig; die gerundeten Kanten tls. stark berieben bzw. mit kl. Ein- und Ausrissen.
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Kubelik, Rafael, Dirigent und Komponist (1914-1996).
Eigenh. musikalisches Albumblatt mit U. O. O., 11. IX. 1974.
¾ S. Gr.-4to. Mit hs. adr. Kuvert. Ein Takt aus einem nicht bezeichneten Werk. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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[Künstler helfen Künstlern].
Briefabschnitt mit acht eigenh. U. O. O. u. D.
1 S. Qu.-schmal.-gr.-8vo. Neben der Schauspielerin Hilde Wagener (1904-1992) - auf deren Initiative hin 1955 der Verein "Künstler helfen Künstlern" für in Not geratene Künstlerkollegen gegründet worden war - unterzeichnen Rosetta Anday, Vilma Degischer, Marika Rökk, Hans Putz, Elisabeth Epp, Hilde Güden und Hilde Sochor.
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[Künstler helfen Künstlern].
Briefabschnitt mit fünf eigenh. U. O. O. u. D.
1 S. Qu.-schmal.-gr.-8vo. Neben der Schauspielerin Hilde Wagener (1904-1992) - auf deren Initiative hin 1955 der Verein "Künstler helfen Künstlern" für in Not geratene Künstlerkollegen gegründet worden war - unterzeichnen Reri Grist, Gottfried von Einem, Agnes Baltsa und Joan Fontaine. - Rechts unten eine weitere, jedoch nicht identifizierte Unterschrift.
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[Künstler helfen Künstlern].
Briefabschnitt mit fünf eigenh. U. O. O. u. D.
1 S. Qu.-schmal.-gr.-8vo. Neben der Schauspielerin Hilde Wagener (1904-92) - auf deren Initiative hin 1955 der Verein "Künstler helfen Künstlern" für in Not geratene Künstlerkollegen gegründet worden war - unterzeichnen Birgit Nilsson, Hilde Güden, Marcel Prawy und Josef Meinrad.
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[Künstler helfen Künstlern].
Briefabschnitt mit sechs eigenh. U. O. O. u. D.
1 S. Qu.-schmal.-gr.-8vo. Neben der Schauspielerin Hilde Wagener (1904-1992) - auf deren Initiative hin 1955 der Verein "Künstler helfen Künstlern" für in Not geratene Künstlerkollegen gegründet worden war - unterzeichnen Spas Wenkoff, Catarina Ligendza, Susanne Almassy, Dolores Schmidinger und Fred Liewehr.
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[Künstler helfen Künstlern].
Briefabschnitt mit sechs eigenh. U. O. O. u. D.
1 S. Qu.-schmal.-gr.-8vo. Neben der Schauspielerin Hilde Wagener (1904-1992) - auf deren Initiative hin 1955 der Verein "Künstler helfen Künstlern" für in Not geratene Künstlerkollegen gegründet worden war - unterzeichnen Christa Ludwig, Hilde Güden, Senta Berger, Rosette Anday und Axel von Ambesser.
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Kunz, Erich, Sänger (1909-1996).
Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 27. II. 1965.
½ S. Gr.-4to. An Richard Dolberg (1888-1972) vom "Österreich-Institut" betr. dessen Anfrage zu "kulturbewußtem Reisen", die ihm augenblicklich "nicht ganz gelegen" komme: "[...] Ich bin eben von einer Reise nach Wien zurückgekommen und bin nach ganz kurzer Tätigkeit wieder im Begriffe auf 4 Wochen beruflich zu verreisen, Wie Sie sehen, kommt der reisende Künstler nicht einmal dazu, Eindrücke seiner Reise in Musse [!] zu Papier zu bringen, geschweige denn sich den Kopf zu zerbrechen, wie man Lustreise-Lustige zu kulturellem Gewinn bringen könnte [...]". - Erich Kunz hatte 1933 als Bassist in Troppau debütiert und war nach Engagements in Plauen und Breslau 1941 an die Wiener Staatsoper gekommen. "Er gehörte dem Mozart-Ensemble an. Aus seinen rund fünfzig Partien ragten der Papageno, Leporello, Figaro, Bartolo und Guglielmo hervor; seine Paraderolle war der Beckmesser, den er seit 1943 auch in Bayreuth interpretierte. Kunz war regelmäßig Gast bei den Festspielen in Salzburg, Edinburgh und Glyndebourne, an der Mailänder Scala, an der Covent Garden Opera in London und an der Metropolitan Opera in New York. Er brillierte auch als Operettensänger und Liederinterpret" (DBE). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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Labitzky, August, Kapellmeister (1832-1903).
Eigenh. musikal. Albumblatt mit U. Reichenberg, 20. III. 1857.
1 S. 5,4:11 cm. 1 Notenzeile mit den ersten Takten der Arie "S'hat jeder sein Engerl" in Des-Dur. - Als Komponist zeitlebens im Schatten seines Vaters Josef stehend, erwarb sich Labitzky jedoch nachhaltige Verdienste um den Ausbau des Karlsbader Orchesters, dessen Leitung er 1868 vom "böhmischen Walzerkönig" - wie sein Vater von Zeitgenossen geheißen wurde - übernommen hatte (vgl. MGG VIII, 14).
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Lach, Robert, Musikwissenschaftler und Komponist (1874-1958).
4 eigenh. (davon 1 Bild-)Postkarten mit U. Wien und In der Au, 1946-1957.
Zusammen 4 S. (Qu.-)8vo. Jeweils mit eh. Adresse. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag. - Robert Lach war Leiter der Musiksammlung der Wiener Hofbibliothek, später Professor für Musikwissenschaften. Sein kompositorisches Werk umfaßt Lieder, Kammermusik und Musikdramen. Waren dem Musikforscher "grundlegende Arbeiten[...] zu danken", so ist das Werk des Komponisten "einer abseits von Wagner stehenden Spätromantik verpflichtet" (MGG VIII, 26).
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Lafite, Karl, Dirigent und Komponist (1872-1944).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 25. XII. 1925.
1 S. 4to. “Lass Dir recht von Herzen Glück wünschen zum ‘Herrn Professor’! Du hast ihn Dir wahrlich verdient [...]”. Der vielseitige Musiker war Lehrer in Olmütz und unternahm anschließend zusammen mit dem Geiger Franz Ondricek eine Europatournee, von der er 1898 nach Wien zurückkehrte, wo er als Organist an der Piaristenkirche, Musiklehrer am kaiserlichen Blindeninstitut und Dirigent der Wiener Singakademie und des Wiener Sängerbundes sowie als Musikkritiker tätig war. 1910 das Neue Wiener Konservatorium mitbegründend und von 1912-22 Generalsekretär der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, erhielt Lafite, der “als einer der besten Klavierbegleiter der Zeit [galt]” (DBE) ein Jahr, nachdem er hier einem Freund gratuliert, ebenfalls den Berufstitel eines Professors verliehen. Zahlreiche seiner Opern, Chorwerke und Lieder lassen in manchen Passagen deutlich den Einfluß Franz Schuberts erkennen. Vgl. auch MGG VIII, 62f.
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Lamond, Frédéric, Pianist, Komponist und Musikpädagoge (1868-1948).
Eigenh. Brief (Fragment) mit U. O. O. u. D.
¾ S. Qu.-32mo. Schlußformel eines Briefes mit Unterschrift: "Ihrer geneigten Rückantwort entgegensehend, verleibe ich, Hochachtungsvollst ergebenst, | Frederic Lamond". - Der aus Glasgow stammende Musiker war in seiner Heimatstadt als Kirchenorganist tätig und studierte später in Deutschland bei Max Schwarz, Anton Urspruch und Hans von Bülow. Regen Austausch pflegte er auch mit Franz Liszt, als dessen letzter Schüler er gilt. "Erst siebzehnjährig gab er in Wien unter der Protektion von Bönndorfer Solistenabende und seine ersten Konzerte in Glasgow und London; als er hier in St. James' Hall auftrat, war Liszt zugegen. Bis 1890 vollendete er fünf Kompositionen, darunter seine Sinfonie A [...] Als Pianist gehörte Lamond zu den ganz großen Künstlern" (MGG VIII, 142).
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Lamping, Willy / Iffland, Maja, deutscher Musiker (1880-1951).
Photographie mit eigenh. Beschriftung und U. Karlsruhe, 9. VII. 1905.
170:120 mm. Holzrahmen. Das Bild zeigt die Schauspielerin und Sängerin Maja Iffland gemeinsam mit dem Cellisten Willy Lamping umringt von vier seiner Schüler. Auf der Rückseite Lampings Vermerk "Maja Iffland. Zur Erinnerung an den 9. Juli 1905 Karlsruhe".
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Lang, Hans, Komponist (1908-1992).
Eigenh. Brief mit U. [Wien], 18. VII. 1973.
1 S. Kl.-4to. An eine Gretl: "Für deine lieben Wünsche zu meinem '65'er herzlichen Dank! [...]". - Hans Lang wurde bekannt als Komponist zahlreicher Filmmusiken zu Heimatfilmen der 1950er Jahre, darunter "Lumpazivagabundus", "Der Hofrat Geiger", "Der alte Sünder", "Hallo Dienstmann", "Ober, zahlen!" und "Die Fiakermilli". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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Leander, Zarah, Filmschauspielerin und Sängerin (1907-1981).
Postkarte mit eigenh. Gruß und U. [Berlin, 27. X. 1941].
½ S. 8vo. "Herzlichst" an Otto Hoschek in Wien. - Mit kl. Knickfalte.
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Lecocq, Alexandre Charles, composer (1832-1918).
Autograph lettercard signed ("Ch. Lecocq"). Asnières, n. d.
Oblong small 8vo. 1 p. To one "cher Achille", requesting books of an author whose name he has forgotten. - On stationery with embossed monogram. - With monogram stamp "LS", a small label and ms. number "119" on the reverse.
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Lehár, Franz, Komponist (1870-1948).
Erklärung mit eigenh. U. ("Lehár"). Wien, 29. X. 1926.
1 S. 4to. Mit einer Beilage (s. u.). In der Handschrift des Wiener Librettisten Alfred Maria Willner (1859-1929), der zuletzt für Lehars "Frasquita" (1922) das Textbuch geliefert hatte: "Ich Unterzeichneter erkläre hiemit rechtsgültig, daß ich mich dem Vorgehen des Herrn Dr. Fritz Stein gegen meinen Freund Dr. A. M. Willner nicht anschließe, somit gegen Dr. Willner - sowie auch gegen Bodanzky Erben - in keiner Weise bezüglich der Filmangelegenheit 'Der Graf von Luxemburg' klagbar auftrete und überhaupt keinerlei Schadenersatzansprüche an Dr. Willner und dessen Rechtsnachfolger oder Bodanzky Erben stelle [...]". Das Datum und die Unterschrift in Lehárs eigener Hand. - Beiliegend ein gedr. Faltblatt zum Léhar-Schlössel in Wien-Nußdorf.
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Lehár, Franz, Komponist (1870-1948).
Originalphotographie mit eigenh. Namenszug. O. O., wohl nach 1940.
80:80 mm. Halbfigürliche Darstellung des Komponisten am Schreibtisch.
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Lehár, Franz, Komponist (1870-1948).
Portraitphotographie mit eigenh. Widmung und U. Wien, 1. VII. 1922.
142:106 mm auf Trägerpapier (295:198 mm). Hinter Glas in zeitgenössischem Holzrahmen. Schönes Portrait im Halbprofil aus dem Residenz-Atelier, Wien. Für "Frau Lisl Uchatius in aufrichtiger, herzlicher Verehrung!".
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Lehmann, Lotte, Sopranistin (1888-1976).
Albumblatt mit eigenh. Namenszug. O. O. u. D.
1 S. 8vo. Mit alt montiertem Portrait (Zeitungsausschnitt). - Nach ihrem Debüt als einer der drei Knaben in Mozarts "Zauberflöte" am Hamburger Stadttheater wurde Lotte Lehmann sogleich daselbst engagiert; 1914 an die Wiener Hofoper berufen, "fand sie höchste Anerkennung als Wagner- und vor allem Strauss-Sängerin" (MGG VIII, 497). Größte Triumphe feierte sie als Marschallin in Strauss' "Rosenkavalier" - "in deren Interpretation sie ohne Vorgängerin und fast auch ohne Nachfolgerin geblieben und in der das Einzigartige ihres Künstlertums und ihres Stimmcharakters zu letzter harmonischer Durchdringung gelangt ist" (ebd., 497f.). Weltweite Tourneen unternehmend, war sie seit 1934 an der New Yorker Met verpflichtet und sang im selben Jahr auch in Toscaninis erstem amerikanischen Radiokonzert. Sich zusehends seit den 40er Jahren - zu deren Beginn sie nach Santa Barbara übersiedelte - von Konzert und Oper zurückziehend, lebte sie als Gesangslehrerin, Malerin und Autorin einiger Bücher bis zu ihrem Tod in Kalifornien.
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Lehmann, Lotte, Sopranistin (1888-1976).
Portraitpostkarte mit eigenh. Namenszug auf der Bildseite. [wohl New York, nach 1934].
1 S. 8vo. Ganzfigürliche Darstellung in der Kulisse eines Bühnenbilds. - Nach ihrem Debüt als einer der drei Knaben in Mozarts „Zauberflöte“ am Hamburger Stadttheater wurde sie sogleich daselbst engagiert; 1914 an die Wiener Hofoper berufen, „fand sie höchste Anerkennung als Wagner- und vor allem Strauss-Sängerin“ (MGG VIII, 497). Größte Triumphe feierte sie als Marschallin in Strauss‘ „Rosenkavalier“ - „in deren Interpretation sie ohne Vorgängerin und fast auch ohne Nachfolgerin geblieben und in der das Einzigartige ihres Künstlertums und ihres Stimmcharakters zu letzter harmonischer Durchdringung gelangt ist“ (ebd., 497f.). Weltweite Tourneen unternehmend, war sie seit 1934 an der New Yorker Met verpflichtet und sang im selben Jahr auch in Toscaninis erstem amerikanischen Radiokonzert. Sich zusehends seit den 40er Jahren - zu deren Beginn sie nach Santa Barbara übersiedelte - von Konzert und Oper zurückziehend, lebte sie als Gesangslehrerin, Malerin und Autorin einiger Bücher bis zu ihrem Tod in Kalifornien.
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Lehmann, Lotte, Sopranistin (1888-1976).
Portraitpostkarte mit eigenh. Namenszug auf der Bildseite. O. O. u. D.
1 S. 8vo. Ganzfigürliche Darstellung in Reitkleidung auf Pferd sitzend. - Nach ihrem Debüt als einer der drei Knaben in Mozarts „Zauberflöte“ am Hamburger Stadttheater wurde sie sogleich daselbst engagiert; 1914 an die Wiener Hofoper berufen, „fand sie höchste Anerkennung als Wagner- und vor allem Strauss-Sängerin“ (MGG VIII, 497). Größte Triumphe feierte sie als Marschallin in Strauss‘ „Rosenkavalier“ - „in deren Interpretation sie ohne Vorgängerin und fast auch ohne Nachfolgerin geblieben und in der das Einzigartige ihres Künstlertums und ihres Stimmcharakters zu letzter harmonischer Durchdringung gelangt ist“ (ebd., 497f.). Weltweite Tourneen unternehmend, war sie seit 1934 an der New Yorker Met verpflichtet und sang im selben Jahr auch in Toscaninis erstem amerikanischen Radiokonzert. Sich zusehends seit den 40er Jahren - zu deren Beginn sie nach Santa Barbara übersiedelte - von Konzert und Oper zurückziehend, lebte sie als Gesangslehrerin, Malerin und Autorin einiger Bücher bis zu ihrem Tod in Kalifornien.
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Lehmann, Lotte, Sopranistin (1888-1976).
Portraitpostkarte mit eigenh. U. O. O. u. D.
1 S. 8vo. Ganzfigürliches Portrait im ¾-Profil in Rollenkostüm. - Nach ihrem Debüt als einer der drei Knaben in Mozarts "Zauberflöte" am Hamburger Stadttheater wurde Lotte Lehmann sogleich daselbst engagiert; 1914 an die Wiener Hofoper berufen, "fand sie höchste Anerkennung als Wagner- und vor allem Strauss-Sängerin" (MGG VIII, 497). Größte Triumphe feierte sie als Marschallin in Strauss' "Rosenkavalier" - "in deren Interpretation sie ohne Vorgängerin und fast auch ohne Nachfolgerin geblieben und in der das Einzigartige ihres Künstlertums und ihres Stimmcharakters zu letzter harmonischer Durchdringung gelangt ist" (ebd., 497f.). Weltweite Tourneen unternehmend, war sie seit 1934 an der New Yorker Met verpflichtet und sang im selben Jahr auch in Toscaninis erstem amerikanischen Radiokonzert. Sich zusehends seit den 40er Jahren - zu deren Beginn sie nach Santa Barbara übersiedelte - von Konzert und Oper zurückziehend, lebte sie als Gesangslehrerin, Malerin und Autorin einiger Bücher bis zu ihrem Tod in Kalifornien. - Aus dem Atelier Setzer, Wien, im Verlag des Magasin Metropole.
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Lehmann, Lotte, Sopranistin (1888-1976).
Portraitpostkarte mit eigenh. U. O. O. u. D.
1 S. 8vo. Halbfigürliches Portrait im Rollenkostüm der Margiana in Peter Cornelius' "Der Barbier von Bagdad". - Nach ihrem Debüt als einer der drei Knaben in Mozarts "Zauberflöte" am Hamburger Stadttheater wurde Lotte Lehmann sogleich daselbst engagiert; 1914 an die Wiener Hofoper berufen, "fand sie höchste Anerkennung als Wagner- und vor allem Strauss-Sängerin" (MGG VIII, 497). Größte Triumphe feierte sie als Marschallin in Strauss' "Rosenkavalier" - "in deren Interpretation sie ohne Vorgängerin und fast auch ohne Nachfolgerin geblieben und in der das Einzigartige ihres Künstlertums und ihres Stimmcharakters zu letzter harmonischer Durchdringung gelangt ist" (ebd., 497f.). Weltweite Tourneen unternehmend, war sie seit 1934 an der New Yorker Met verpflichtet und sang im selben Jahr auch in Toscaninis erstem amerikanischen Radiokonzert. Sich zusehends seit den 40er Jahren - zu deren Beginn sie nach Santa Barbara übersiedelte - von Konzert und Oper zurückziehend, lebte sie als Gesangslehrerin, Malerin und Autorin einiger Bücher bis zu ihrem Tod in Kalifornien. - Aus dem Atelier E. Bieber, Hamburg, im Verlag Hermann Leiser, Berlin.
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Lehner, Fritz, Kapellmeister und Komponist (geb. 1872).
6 eigenh. Briefe, 4 eh. (Bild-)Postkarten mit U. sowie 1 Kabinettphotographie mit eh. Widmung, Datum und U. auf der Bildseite. Wien und New York, 1890-98.
Zusammen 15½ SS. 8vo. bzw. 16,6:10,4 cm. Mit 1 eh. Kuvert. An den Wiener Journalisten und späteren Kulturstadtrat Hans Arnold Schwer (1856-1931): "Vorerst drängt es mich, Dir zu Deiner Verlobung aus aufrichtigem Herzen zu gratulieren! [...] Was mich betrifft, so kann ich Dir nur sagen, daß ich mich sehr wohl fühle, denn vor Allem habe ich hier eine sehr schöne Stellung und hält Dir. Conried [?] sehr viel auf mich. Jedenfalls ist das Irving-Place-Theater ein vornehmes Kunstinstitut, was man vom Josefstädter Theater nicht behaupten kann!! Jetzt erst fühle ich so recht den Unterschied und bin glücklich aus diesem Vaudeville-Theater fort zu sein [...]" (Br. v. 13. XI. 1897). - Die Photographie (Brustbild, nach links gewandt, mit vierseitigem Goldschnitt [etw. beschabt], dat. 28. IX. 1895) stammt aus dem Hause des k. u. k. Hofphotographen Fritz Luckhardt, Wien. - 3 Br. auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. - Beiliegend eine gedr. Visitkarte des Malers und Dekorationsinspektors des Hofburgtheaters Gilbert Lehner (geb. 1844; vgl. Thieme/B. XXII, 585). - In altem Sammlungsumschlag.
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Leinburg, Mathilde von, Musikschriftstellerin (geb. 1873).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 4. I. 1896.
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An eine Redaktion: "Da ich als Tochter des Schriftstellers Gottfried von Leinburg sozusagen schon beim 'Handwerk' aufgewachsen bin und auch bereits als Mitarbeiterin des hiesigen 'Fremdenblattes' und 'Extrablattes' thätig war, erlaube ich mir als solche eine Bitte an Sie zu richten. Am 14. d[e]s M[ona]ts feiert der rühmlich bekannte Musikpädagoge Hans Schmitt seinen Geburtstag. Freilich nur den 61. (der 60. wurde voriges Jahr in allen Zeitungen sehr viel besprochen). Es ist auch nicht der Geburtstag, welchen wir hier als Veranlassung nehmen würden, sondern ich führte denselben nur als Grund an weshalb ich ihm die Freude machen möchte sich in Ihrem geschätzten Blatte zu finden [...]". - Mathilde von Leinburg war eine Schülerin Hans Schmitts und Eduard Hanslicks. - Der Jubilar war Mitglied des Orchesters des Hofburgtheaters, Musikpädagoge und Mitglied der Wiener Hofmusikkapelle. Schmitt verfaßte zahlreiche methodische und technische Studienwerke (u. a. "Über die Kunst des Anschlages", 1894) und komponierte Lieder, Werke für Violine und Klavier sowie die Oper "Bruna". Er war der Vater des Bergsteigers, Forschungsreisenden und Malers Robert Hans Schmitt. - Die Recto-Seite von Bl. 1 mit Redaktionsvermerk "[...] soll geeignete Beiträge senden".
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Lickl, Karl Georg, Komponist (1801-1877).
"Aufforderung zum Tanze | Rondo brillant von C. Maria von Weber op. 65 | Uibertragen von C. G. Lickl | Physharmonica". Eigenh. Musikmanuskript mit Namenszug im Titel. O. O. u. D.
7½ SS. auf 4 Bll. Großes Hochformat. Der Sohn des Organisten an der Karmeliterkirche in Wien-Leopoldstadt (heute St. Josef in der Leopoldstadt) und späteren Regenschori an der Kathedrale zu Fünfkirchen, Johann Georg Lickl, studierte Philosophie in Wien und trat hernach in den Dienst der k. k. Hofbuchhaltung. "In der Musik hat er sich vor allem als Physharmonikaspieler hervorgetan; er regte auch mit Carl Prandau den Orgelbauer Jacob Deutschmann zu technischen Verbesserungen dieses Instrumentes an" (ÖBL V, 189). - Am unteren Rand durchgehend etwas fleckig, sonst jedoch nur leichte Altersspuren.
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Liebau, Arno, Komponist (1888-1958).
2 ms. Briefe mit eigenh. U. Berlin, 10. VII. und 7. X. 1932.
Zusammen 3 SS. 4to und 8vo. An Karl Rischawy in Wien: “So ein kleines Steckbriefbildchen habe ich leider z. Zt. nicht z. Vfg., daher sende ich Ihnen eine Hausaufnahme an meinem Grotrian-Steinwegflügel. Meine Frau, unseligen Angedenkens, die es eines Tages vorzog, sich in einen Filmschauspieler zu verlieben und auszurücken, ohne von ihm geheiratet zu werden, konnte ich leider nicht abtrennen. Ich habe mich durch gute Musik schnell über diesen Verlust getröstet und bin wieder frei, um eine bessere Frau glücklich zu machen. Die intensive Berufsarbeit nimmt mich indessen dergestalt in Anspruch, dass ich noch keine Zeit hatte, Umschau unter den Töchtern des Landes zu halten [...]” (Br. v. 10. VII. 1932). - “Am 29. Oktober werden von mir im Stuttgarter Sender 7 Lieder nach Texten von Karl von Berlepsch und Georg Finke von einem jungen Tenor Albert Jautz gesungen. Wenn Sie Gelegenheit haben in Wien, der Stadt meiner Träume zu hören, sende ich Ihnen gern die Texte, wenn Sie mir das rechtzeitig mitteilen. Wissen Sie übrigens, dass ich Schüler von dem k. k. Kammervirtuosen Alfred Grünfeld & Meister Leschetizky gewesen bin, den beiden grossen Tastentitanen? [...]” (Br. v. 7. X. 1932). - Der aus Leipzig stammende, später in Berlin ansässige Komponist studierte in Leipzig und Wien, war Musikreferent und komponierte über 100 Konzertlieder, Klavierkonzerte, Chöre u. a. Vgl. Reichshandbuch der deten. Gesellschaft, II, 1931, zit. in. DBA II 811, 14f. - Der Br. v. 7. X. 1932 auf Briefpapier mit gestemp. Briefkopf; der andere Br. mit kl. Einr. und Bleistiftanmerkungen zum Verfasser auf Bl. 2 recto.
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Liftl, Franz, Musiker und Komponist (1864-1932).
Teilnachlass. Verschiedene Orte, ca. 1870-1932.
78 eigenh. Werkmanuskripte, -skizzen und 3 eh. Bearbeitungen (zus. 792½ SS.), 191 eh. Briefe und Postkarten, 11 eh. Notizbücher (zus. 11.699 ½ SS) und 435 Photographien u. a. sowie 986 hs. bzw. ms. Briefe und Postkarte von Künstlerkollegen, Familienmitgliedern und Freunden (zus. 2725 SS.) sowie zahlreiche Photographien und Dokumente. Diverse Formate. - Beiliegend 101 gedruckte Werke und Bearbeitungen des Komponisten. Versch. Orte, ca. 1910-1925. Zus. 1142 SS. Umfangreicher Teilnachlass des Musikers und Komponisten (vgl. ÖBL, Kosel u. Dt. Musiker Lexikon). Geboren am 26. März 1864, studierte Liftl Waldhorn, Klavier, Musikgeschichte und Harmonie am Wiener Konservatorium und wurde u. a. von Anton Wunderer (1850-1906) und - wie in unserem Nachlass dokumentiert - Franz Krenn (1816-97) in den Fächern Kontrapunkt und Komposition privat unterrichtet. Im entsprechenden, für den Nachweis der Studien erforderlichen Zeugnis bescheinigt ihm der Komponist, dass sein Schüler "mehrere Compositionen verfaßt und dieselben mit großer Geschicklichkeit instrumentiert und dadurch gezeigt [hat], daß er nicht nur jedes einzelne Instrument kennt, sondern auch ihre Verwendung im Orchester zu behandeln versteht [...]" (Zeugnis, dat. 15. V. 1890). Seine Studien an der Horakschen Schule fortsetzend, absolvierte Liftl anschließend den Staatsprüfungskurs und 1892 die Lehramtsprüfung, bei der - wie aus vorliegendem Zeugnis hervorgeht - Franz Krenn (s. o.), Leopold Landskron (Komponist, 1842-1900) und Eduard Hanslick (Musikwissenschaftler und Kritiker, 1825-1904) seine Prüfer waren. Seine musikalische Begabung führte Liftl ans Theater an der Wien und auf zahlreiche Konzertreisen. Als Musiklehrer zudem am Piaristenkonvikt in Wien tätig, lernte er, der auch privaten Musikunterricht erteilte, u. a. die junge, aus Mähren stammende Musikerin Wilhelmine kennen, die er 1904 ehelichen sollte. Nach einer Fehlgeburt im Frühjahr des darauffolgenden Jahres sollte die Ehe bis zur Geburt von Helga (7. VII. 1909) kinderlos bleiben. Bis 1920 am Piaristenkonvikt, war er nach 1921 an der Theresianischen Ritterakademie tätig. Wie aus dem mit "Repertoire des Burgtheaters" betitelten Kalender (dat. 1. Mai 1903) hervorgeht, war Liftl auch als Bühnenmusiker für über 400 Theaterstücke (die alphabetisch verzeichnet sind) am Burgtheater und - wie aus einem Brief seiner Gattin kurz nach Liftls Tod ersichtlich ("Vom Theater war er wohl schon 2 Jahre pensioniert, machte aber für seine Kollegen noch sehr gerne öfter in der Oper oder Burg Dienst [...]", Br. v. Mina Liftl an Karla und Jaro v. 5. IX. 1932) - an der Oper tätig. Sein kompositorisches Schaffen von der Operette "Die Lügenwaage" bis hin zu Walzern, Märschen und verschiedenen Tänzen umfasst an die 100 Titel. Erwähnenswert sind weiters seine hier gleichfalls vorliegenden Bearbeitungen von Werken Bachs, Mozarts, Schuberts, Wagners u. a. - Detaillierte Verlistung auf Anfrage.
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Lipp, Wilma, Sängerin (geb. 1924).
Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 17. III. 1965.
1 S. Gr.-4to. An Richard Dolberg (1888-1972) vom "Österreich-Institut" betr. dessen Anfrage zu "kulturbewußtem Reisen": "[...] Die Künstler reisen in erster Linie, um neue 'Arbeitsstätten' aufzusuchen und lernen damit Opernhäuser und Konzertsäle kennen. Für die jungen Sänger ist vorher das Reiseerlebnis [zweiter Teil der Verbklammer fehlt]: die Fahrt, der Flug, das neue Milieu, die gute oder schlechte Reise, bei weiten Strecken die Sorge um die pünktliche Ankunft; der Empfang im anderen Land, die erste Begegnung mit dem neuen Direktor oder Kapellmeister mit den Kollegen sind interessant und aufregend. Die fremde Sprache geht meistens noch holprig und tausend Klippen stehen im Weg wie Kost und Klima, Lebensgewohnheit; bei Überseereisen der Zeitunterschied und die fremde Mentalität vom Zollbeamten bis zum Stubenmädchen [...]". - Wilma Lipp war 1953 erst 28jährig zur jüngsten Kammersängerin in der Geschichte der Wiener Staatsoper ernannt worden, sang an zahlreichen großen Häusern und beendete nach napp vier Jahrzehnten Anfang der 1980er Jahre ihre Bühnenlaufbahn; hernach wirkte sie weiterhin als Musikpädagogin, als welche sie u. a. Kathleen Cassello, Birgid Steinberger, Ingrid Habermann, Eva Lind und Iride Martinez ausbildete. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; im linken Rand gelocht (keine Textberührung).
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Loebl, Karl Maria, Violinist und Komponist (1911-1942).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 21. VI. 1935.
2 SS. Gr.-4to. Mit eh. adr. Kuvert. An Adi von Filek: "Verzeihen Sie, bitte, die Belästigung. Ich hätte jedoch die große Bitte, mir für einige Zeit das Exemplar meiner 'Klaviersonate Fdur', das ich seinerzeit der seligen Frau Tante schenkte, zur Verfügung zu stellen. Meine Abschrift ist mir abhandengekommen (d. h. sie ist derzeit in Paris und ich habe Name und Anschrift des Pianisten, der sie eben hat, verloren). Das Werk wird im Herbst einige Male gespielt werden und deshalb muß ich eine Abschrift anfertigen lassen [...]". - Die Verso-Seite mit mit der ganzseitigen Niederschrift eines Gedichts von Jakop Kneip (1881-1958). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der Heinrich Suso Waldeck-Gesellschaft.
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Lucca, Pauline, Sängerin (1841-1908).
Eigenh. Brief mit U. Berlin, 23. V. 1863.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An den Maler Johann Heinrich Schramm (1810-1865): “Es ist mir, so leid es mir auch ist, für jetzt ganz unmöglich zu meinem Bild zu sitzen da ich schon sehr bald abreise, aber wenn ich zurück komme, werde ich sogleich es Ihnen zu wissen machen [...]”. - Pauline Lucca sang zunächst im Chor der Hofoper, debütierte 1859 in Olmütz und war viele Jahre als Ensemblemitglied in Prag tätig. 1861 wurde sie auf Anregung Giacomo Meyerbeers nach Berlin verpflichtet, kehrte der Stadt aber “nach beispiellosen Erfolgen” den Rücken, “um Gastspielreisen durch Europa und Amerika zu unternehmen. 1874 kehrte sie nach Wien zurück und sang bis 1889 an der Wiener Hofoper, deren Ehrenmitglied sie wurde” (DBE). Vgl. auch Czeike IV, 106f. - In altem Sammlungsumschlag.
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Mabellini, Teodulo, Italian composer (1817-1897).
Autograph letter signed ("TMabellini"). N. p. o. d. [Florence, ca. 1880].
Large 8vo. 1 p. on bifolium. Asking an unnamed noblewoman to reschedule private lessons with her daughter Alice due to urgent rehearsals for an unexpected engagement: "Un concerto che si dà alla Sala Filarmonica [...] mi tiene occupato per le prove questa mattina e venerdì mattina [...] nelle ore appunto che dovrei recarmi al suo palazzo per la lezione della signorina Alice. Vengo dunque ad incomodar La con queste due righe per domandar le se mercoledì alle due e il sabato egualmente a quell'ora posso rimettere le due lezioni che la signorina anderebbe a perdere [...]". - Mabellini was among the leading Italian composers of his time, particularly of operas and other vocal music. From 1859 to 1874, he was the director of the Florentine Philharmonic Society. In 1868, Mabellini contributed the Lux aeterna to Giuseppe Verdi's project for a collective composition of a Requiem for Gioacchino Rossini by the most important Italian composers. In his later years, Mabellini's style was considered outdated and he struggled to find an audience, composing mostly for private clients and tutoring. - Well preserved.
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Mainardi, Enrico, Violoncellist und Komponist (1897-1976).
Eigenh. Brieffragment mit U. O. O. u. D.
1 S. 4to. "[...] im März spiele ich mit Zecchi in Wien, München, Graz u.s.w. Mir geht es gut und [ich] arbeite sehr viel [...]." - "Hervorragend als Solist und Kammermusiker" (Meyer XIII, 326) und über die Grenzen seiner Heimat hinaus bekannt, trat Mainardi seit 1952 auch zunehmend als Dirigent hervor. Sein kompositorisches Schaffen umfaßt vor allem Cellowerke, sein editorisches die Herausgabe von Bachs Cellosuiten.
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Mannes, Clara, Pianistin und Musikpädagogin (1869-1947).
Portraitphotographie mit eigenh. Widmung und U. O. O., 30. VIII. 1912.
92:60 mm auf Untersatzkarton, dort auch Widmung und U. Portrait in S/W im Profil: "Den lieben Freunden Felix und Lucille Weingartner zum 'Nichtvergessen' | Clara". - Clara Mannes, die Tochter des Dirigenten Leopold Damrosch und Schwester von Walter und Frank Damrosch, erhielt ihren ersten Klavierunterricht in New York, studierte dann in Dresden Klavier bei Hermann Scholtz und Musiktheorie bei Johannes Schreyer; 1897 nahm sie Unterricht bei Ferruccio Busoni in Berlin. "1898 heiratete sie den Violinisten David Mannes, mit dem sie bis Mitte der 1920er Jahre in den USA als Mannes Duo auftrat. 1916 eröffnete sie mit ihrem Mann die 'Mannes School of Music'. Hier betreute sie bis zu ihrem Tode die Abteilung für Ensemblespiel und unterrichtete Kammermusik" (Wikipedia). - Im Rand gering fleckig.
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[Marburg. - Philharmonischer Verein].
Eigenh. Brief des G. v. Britto mit U. O. O. u. D.
3½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An die Redaktion der "Neuen musikalischen Presse in Wien": "Nachdem der gedruckte Jahresbericht des Vereines erst in 4-6 Wochen erscheinen dürfte, so erlaube ich mir die wichtigsten Daten über die Thätigkeit des Vereines im abgelaufenen Jahre hiemit auszugsweise mitzutheilen. Der Verein veranstaltete vier Mitgliederconcerte, deren Programme größtentheils hier noch nicht gehörte Compositionen enthielten. Besonders bemerkenswert waren die Symphonie in Bdur von R. Schumann sowie die Leonoren Ouverture No. 2 von Beethoven. Ferner wurde mit Unterstützung des hiesigen Männergesangvereines u. der Südbahnliedertafel eine Neuaufführung der seit 12 Jahren hier nicht gehörten 'Schöpfung' von J. Haydn veranstaltet. Der künstlerische Erfolg sämtlicher Concerte war ein ganz befriedigender [...]".
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Marchisio, Barbara und Carlotta, Sängerinnen (1833-1919 bzw. 1835-1875).
Albumblatt mit eigenh. U. Prag, 14. VII. 1864.
½ S. auf Doppelblatt. 8vo. Zur Altistin Barbara vgl. ABI I 612,75-83 und II 356,418-422, zur Sopranistin Carlotta ebd. I 612,85-86 und II 356,425-427. - Beide Unterschriften auf Briefpapier mit gepr. kalligr. Monogramm. - Aus dem Besitz und in bedruckter Originalmappe der berühmten Autographensammlung des österreichischen Industriellen Adalbert Freiherr von Lanna (1836-1909).
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Gyp [d. i. Sibylle Gabrielle Riquetti de Mirabeau], Schriftstellerin (1849-1932).
Eigenh. Briefkarte. Paris, 7. XII. 1896.
1 S. Qu.-kl.8vo. Mit eh. Adresse. An Philipp Freud in Wien. - Gabrielle Gräfin von Martel de Janville schrieb unter dem Namen Gyp interessante, oft pikante Romane und Novellen, wie "Petit Bob" (1882) oder "Les femmes du colonel" (1899).
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Massary, Fritzi, Sängerin (1882-1969).
Gedr. Billett mit drei eh. Zeilen und U. Palm Springs, 29. III. 1967.
½ S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An Josef Wesely in Wien mit Dank für ihr übersandte Wünsche zum Geburtstag. - Die Tochter eines Wiener Kaufmanns kam 1904 an das Berliner Metropoltheater, "wo sie zu einem der gefeiertsten Revue- und Operettenstars wurde" (DBE). Sie sang die Hauptrollen in Operetten von Franz Lehár, Oscar Straus - der eigens für sie die "Rose von Stambul (1916) schrieb -, Leo Fall, Jacques Offenbach und vielen anderen. 1926 gastierte sie bei den Salzburger Festspielen als Adele in der "Fledermaus". Nach dem Tod ihres Gatten, des Schauspielers Max Pallenberg, zog sie sich 1934 von der Bühne zurück. 1938 emigrierte sie nach Großbritannien, später in die USA.
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Meller, Erich, Kapellmeister (1893-1941).
Portraitpostkarte mit eigenh. Namenszug auf der Bildseite. O. O., Juni 1936.
1 S. 8vo. Portrait im Profil. - Meller war während des Ersten Weltkriegs Korrepetitor an der Wiener Hofoper, hernach ein Jahr als Kapellmeister am Stadttheater Budweis und anschließend wieder an der Staatsoper tätig. Vgl. Kosch, Deutsches Theaterlexikon, s. v.
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Mestrozi, Paul, Musiker und Schriftsteller (1851-1928).
4 eigenh. Briefe mit U. Wien und Küb bei Payerbach, 1911-1913.
Zusammen 4½ SS. 8vo. Ersucht um Intervention in der Angelegenheit seines Schwiegersohnes Hermann Prigl betr. der Nachbesetzung einer Stelle als Operateur und Chirurg im Kaiser Franz Josef-Spital (1911). Ein ander Mal gestattet er sich die Anfrage, “ob Sie sich nicht für einige Autogramme und seltene Fotografien die in meinem Besitz sind interessieren wollten [...] Unter den Autogrammen befinden sich solche von: Dr. Karl Stieler, Hallenstein, Ankovitz, Tyrolt, Albin Svoboda, Marie Geistinger, Wilhelm Knaak, Hans Richter, Komzak [...]” (Br. v. 28. X. 1913). - Paul Mestrozi war Kapellmeister des Theaters in der Josefstadt und Mitglied des Hofburgtheater-Orchesters sowie der Hofkapelle. Später Eigentümer und Direktor des Fürst-Theaters im Prater und Leiter des Theaters in Wiener Neustadt, verfaßte bzw. komponierte Mestrozi neben zahlreichen Sprechstücken humoristischer Art auch Märsche, Walzer, Chöre u. a. Vgl. Eisenberg, Das geistige Wien, s. v. - Zwei Briefe mit gestemp. Briefkopf; zwei Br. im Rand gelocht (minimale Textberührung). - In altem Sammlungsumschlag.
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