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‎Morgenstern, Christian, Dichter (1871-1914).‎

‎Eigenh. Brief. Sorau, 21./22. X. 1890.‎

‎4 SS. 8vo. Überschwenglicher Jugendbrief an seinen "geliebten Herzensfreund", den späteren Schauspieler Friedrich Kayssler (1874-1945). - Der Brief endet: "[...] Nulla vestigia retrorsum! Das soll die Christian Morgenstern'sche Devise sein, u. sie soll das Kaysslersche ›Durch!‹ nicht hinter sich lassen! Dein treuer Freund u. Gefangner [...]". - Veröffentlicht in: Christian Morgenstern. Werke und Briefe. Bd. 7. Briefwechsel 1878-1903. Hrsg. von Katharina Breitner. Stuttgart 2005.‎

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‎Morgenstern, Christian, writer, literary critic, and translator (1871-1914).‎

‎Autograph letter signed. Inner-Arosa, "Chalet Sonnenberg", 29 Nov. 1912.‎

‎8vo. 7 pp. on 4 ff. To the painter Fürst, who had asked him a question concerning theosophy, in particular about the personal circumstances of one Ms. Martha Reif. Morgenstern gives detailed information on that lady, who - he supposes - was born in Wroclaw and was married to a painter. After some years living in Taormina, they are said to have divorced, and at the time of writing she resides in Vienna: "[...] I mention this lady, although one may never fully foresee how a personal acquaintance will work out, and whether or not it is helpful to our cause. There are so many mirrors that reflect the teachings of our occidental theosophists [...]" (transl.). - Slight spotting, with insignificant edge defects.‎

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‎Morgenstern, Christian, Schriftsteller, Kritiker und Übersetzer (1871-1914).‎

‎Eigenh. Brief mit U. [Berlin, 15. III. 1898].‎

‎1 S. schmal-gr.-4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief). Mit einer Beilage (s. u.). An den Schriftsteller Gino Rebajoli (1870-1944) in Berlin: "Es thut mir leid Ihnen in punkto [Name gelöscht] das Folgende schreiben zu müssen, aber wenn er auch sonst noch mein Freund sein mag, in Geldsachen hat er aufgehört es zu sein. - Er kam heute mich nach Ihrer Adresse zu fragen. Er sagte nun allerdings, er wolle Ihnen Geld zusenden, ich bin aber zu sehr Skeptiker, das zu glauben. Falls er Sie also um Geld bitten sollte - so thun Sie natürlich im Prinzip, was Sie für gut finden - ich aber halte es für meine Freundespflicht Ihnen gegenüber, Ihnen zu sagen, dass in punkto Geldsachen keiner noch so bindenden Zusicherung W.s zu trauen ist. Ich selbst habe darin wie Kayssler meine Erfahrungen [...]". - Mit Friedrich Kayssler war Morgenstern seit seiner Gymnasialzeit in Breslau befreundet. Beiliegend ein das Autograph betreffender Brief des Empfängers, Mailand 1935.‎

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‎Morgenstern, Christian, Dichter (1871-1914).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("Chr. Morgenstern"). Wolfenschiessen, Nidwalden, Schweiz, 14. VIII. 1902.‎

‎2 SS. auf gefalt. Doppelblatt (liniert). 8vo. An einen Redakteur: "Sehr geehrter Herr, Nehmen Sie meinen verbindlichsten Dank für Ihre schmeichelhafte Zuschrift und Einladung. Leider kann ich Ihnen in einem Punkte nicht so dienen, wie ich möchte. Ich stehe mit keinem der Genannten in persönlicher Verbindung, werde Ihre Anfrage jedoch an einen dänischen Schriftsteller weitergeben und Ihnen seine Antwort seinerzeit mitteilen. Was die Übersetzer-Frage anbelangt, so bin ich gern bereit, die Übertragung nicht zu langer Beiträge von Lie, Hamsun und Wied zu übernehmen. Von Übersetzern erinnere ich mich augenblicklich nur an Frl. Ida Jacob, Berlin und Frl. Tyra Bentzen, Christiania, Blindeninstitut, doch hoffe ich Ihnen noch die Adresse eines Hamburger Arztes, der gleichfalls warm zu empfehlen sein dürfte, verschaffen zu können. Von Norwegern erlaube ich mir, Sie noch auf den geistreichen, im Ausland zu wenig geschätzten Gustav Heiberg hinzuweisen, auf den Maler Christian Krogh (Christiana), der seit Langem für 'Verdens Gang' oft sehr amüsante Feuilletons schreibt, endlich auf Edvard Grieg, der in musikalischen Dingen gern zur Feder greift, und an den mich in Ihrem Interesse zu wenden ich mich gern unterziehen würde. Die Adressen eines jüngeren norw. Kunstschriftstellers sowie des - wie man mir schreibt - besten norw. Ibsenkenners könnte ich Ihnen ebenfalls zugehen lassen. Über eventuelle persönliche Beiträge werde ich Ihnen erst im Spätherbst Näheres mitteilen können. Ich gehe den Winter vermutlich nach Rom und hoffe Ihnen von dort dann und wann etwas schicken zu können, über Kunst und Kultur. Zum Schluss möchte ich Ihre Aufmerksamkeit noch auf Ihren Landsmann und meinen Freund Ephraim Frisch lenken, einen jüngeren Schriftsteller von hoher geistiger Bedeutung, den gewinnen zu suchen ich Ihnen nicht warm genug empfehlen kann [...]". - Lese- und Registraturvermerke in Bleistift.‎

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‎Morgenstern, Christian, Schriftsteller, Kritiker und Übersetzer (1871-1914).‎

‎Eigenh. Schriftstück mit Namenszug "Christian Morgenstern" am Fuß. Berlin, Januar 1895.‎

‎1 S. Gr.-8vo. Liste mit gewünschten Angaben über Personen, die Franz Krüger für sein Gemälde "Die Huldigung der preußischen Stände vor Friedrich Wilhelm IV. am 15. Oktober 1840" portraitiert hatte. "Gesucht: 1) Vorname[n] und Stand / 2) Geburtsort u. -Jahr, Todesort und -Jahr. Es handelt sich um Personen, welche, als Beteiligte an der Huldigung vor König Friedrich Wilhelm IV., von dem Maler Franz Krüger für sein Gemälde 'Die grosse Huldigung 1840' porträtirt worden sind. 1) Desselmann, Stadtverordneten-Vorsteher, Particulier. / 2 Hollmann, Stadtrat, Rentier [...] 3) Keibel, Stadtrat [...] / 4) Krausnick, Oberbürgermeister [...] / 5) Moeves, Stadtrat und Syndicus [...] / 6) Schauss, Stadtverordneter, Conditor? [...]". - Zu Nummer 1 und 6 Zusätze von fremder Hand. Morgenstern unterzeichnet als "cand. phil., An der Kgl. Nationalgalerie". - Christian Morgenstern hatt im Jahr zuvor durch Vermittlung seines Vaters eine Anstellung an der Berliner Nationalgalerie erhalten. Er schrieb damals Kulturberichte und Literaturkritiken für die Zeitschriften "Neue Deutsche Rundschau" und "Der Kunstwart". - Kleine Randläsuren; umseitig kleine Montagespuren.‎

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‎Morgenstern, Gustav, Journalist und Skandinavist (1867-1947).‎

‎Eigenh. Briefkarte m. U. Leipzig, 17. X. 1904.‎

‎2 SS. Qu.-8vo. Wohl an den Musikwissenschaftler Richard Batka: "Ich muss Ihnen in einer unangenehmen Sache schreiben, die den Kunstwart angeht. Heute war einer meiner Mitarbeiter, Dr. A. Heuss, ein ausgezeichneter Musiker […] bei mir und erzählte mir eine Mordsgeschichte, die Batkasche Ausgabe des Bachschen Notenbüchleins betreffend. Danach gibt der Verlag das Buch nicht zur Rezension, da es in neuer Ausgabe erscheinen solle; dagegen werde die alte, zurückgezogene, Ausgabe im Druckhandel vertrieben […] Da ich die Sache nicht glaube, habe ich Heuss geraten, er möge sich an Sie wenden um Auskunft […] Ich denke, er wird meinem Rat folgen, ich halte es aber für meine Pflicht, Ihnen sofort in der Sache Bericht zu erstatten und um Auskunft zu bitten […]". - Auf Briefkarte mit gedr. Briefkopf "Redaktion der Leipziger Volkszeitung". Gefaltet.‎

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‎Morgenstern, Lina, Schriftstellerin und Frauenrechtlerin (1830-1909).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Suderode, 31. VIII. 1879.‎

‎1 S. 8vo. An eine namentlich nicht genannte Adressatin: "Erst hier in des Waldes Stille, wohin ich mit meinem Mann mich einige Tage zurückzog um Erholung und neue Stärkung für ernste Lebensarbeit zu suchen, komme ich dazu Ihnen diese Zeilen zu schreiben um Ihren Wunsch zu erfüllen, ein Autograph von mir zu haben. Hierhin nahm ich mir alle Briefe, die seit drei Monaten unbeantwortet bleiben mussten. In diesem Frühjahr bereiste ich flüchtig Ihr Heimathsland Steiermark, - ohne jedoch Graz zu berühren! Gott hat dies Stück Erde mit unzähligen Reizen geschmückt […]". - Lina Morgenstern gründete den "Verein der Berliner Volksküchen" (1866), den "Kinderschutzverein" (1868), den "Berliner Hausfrauenverein mit Kochschule" (1873), die "Landwirtschaftliche und Hausindustrieschule zur Erziehung strafentlassener Minderjähriger" (1880) sowie die "Akademie für wissenschaftliche Fortbildung der Frau" (1880). 1896 organisierte sie den Ersten Internationalen Frauenkongreß in Berlin.‎

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‎Morice, Anne [d. i. Felicity Shaw], britische Schriftstellerin (1918-1989).‎

‎Albumblatt mit eigenh. Widmung u. U. O. O. u. D.‎

‎1 S. 150:103 mm. "Best wishes to Sabrina from Anne Morice".‎

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‎Morier, James Justinian, writer and diplomat (1780-1849).‎

‎Autograph letter signed. Cheltenham, 29. V. 1824.‎

‎4to. 1 p. with integral address panel on verso. With a red seal. To William Hamilton, the British Vice Consul posted at Boulogne-sur-Mer: "Dear Sir, May I trouble you to give this to Mr. Greville's servant whenever you see him in town. Mr. Mercier thanks you much for your last letter [...]". - Provenance: Foville collection.‎

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‎Morin, George, Schriftsteller (1831-1913).‎

‎Eigenh. Brief mit U. München, 28. VIII. 1901.‎

‎1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An den Verlag der Poetischen Flugblätter: "Nachdem ich jetzt von meiner Sommerfrische in Tirol wieder hierher zurückgekehrt bin, ersuche ich Sie nun dringend 1) den von mir längst vollständig bezahlten Neuen Musikalmanach 2) die von mir ebenfalls längst bezahlten Separat-Abdrücke aus diesem Musen-Almanach, Postkarten, und 3) Mein Ihnen bisher noch geliehenes Porträt-Cliche, welches ich nun zur Verwendung dringend nöthig habe, mir umgehend senden zu wollen […]". - Morin war Mitarbeiter einer deutschen Zeitung in London und mehrerer Nordamerikanischer Journale. Er war bis Mai 1875 Redakteur des deutschnationalliberalen "Bayrischen Landboten" und des Literaturblattes "Walhalla". Ab 1875 war er Redakteur der "Passauer Zeitung" in Passau.‎

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‎Morländer, Moritz, Schriftsteller (1819-1898).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Budapest, 12. I. 1877.‎

‎2 SS. 8vo. An Herrn Kaiser: "Meine nächste Nummer mit Ihrem sehr werthen Portrait zierend, das Bild ist bereits gezeichnet, bitte ich mir gütigst mittheilen zu wollen ob und was Sie in der betreffenden Biographie besonders erwähnt zu haben wünschen [...]". Mit Kaisers Antwort auf der Verso-Seite: "Da Sie so freundlich sind, nach meinen Wünschen zu fragen, so erlaube ich mir die Mittheilung, dass ich wünsche die beabsichtigte Veröffentlichung meines Portraits sowie Biografie möge unterbleiben [...]". - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf der Redaktion der Fledermaus.‎

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‎Morre, Carl, österr. Schriftsteller (1832-1897).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Graz, 22. I. 1897.‎

‎2 SS. 8vo. Einen Monat vor seinem Tod an den Bürgermeister Adolf Siegmund: "Lieber Freund! Nachdem ich noch schwer leidend bin, und vor Monaten auf keine Genesung hoffen kann, so wird es mir unmöglich von Dir persönlich Abschied zu nehmen." Den Abschiedsworten hängt er eine Bitte an: "Leo Bauer, derzeit Theaterdirector im Hermannstadt bewirbt sich um das Theater Tepltz. [...] Kannst du dein mächtiges Wort einlegen so wird es gewiss von Erfolg sein [...]." - Geboren in Klagenfurt, wirkte Morre vorwiegend in der Steiermark als Verwaltungs- und Finanzbeamter. Bekannt sind seine Werke "s'Nullerl" und "Die Arbeiterpartei und der Bauernstand".‎

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‎Morre, Carl, Schriftsteller (1832-1897).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Graz, 16. IV. 1896.‎

‎2 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. Bittet einen befreundeten Verleger eine Notiz in dessen Blatte zu bringen, da er an Asthma erkrankt ist und erst montags wieder nach Wien kommen könne: "Bin ohnedies wieder durch die Chicanen auf den April verdrängt u meine literarischen Concurrenten werden in diversen Blättern Ihr möglichstes thun - das Stück zu würgen […], daß es zeitlich genug erstickt und ihrem Werke Platz macht […]". - Die Verso-Seite etwas fleckig. - Geboren in Klagenfurt, wirkte Morre vorwiegend in der Steiermark als Verwaltungs- und Finanzbeamter. Bekannt sind seine Werke "s'Nullerl" und "Die Arbeiterpartei und der Bauernstand".‎

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‎Morre, Carl, Schriftsteller (1832-1897).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Graz, 23. II. 1885.‎

‎2 SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Schauspieler Leo Bauer für den ich und Freund Stelzer uns schon im Vorjahr bei Ihnen verwendet haben tritt mit Ostern aus dem Engagement in Marburg. Da Sie so freundlich waren mir u Stelzer die Aufnahme Bauers seinerzeit zuzusagen so erlaube ich mir bei dem Herannahen der Saison unsere gemeinschaftliche Bitte ergebenst zu erneuern […]". - Geboren in Klagenfurt, wirkte Morre vorwiegend in der Steiermark als Verwaltungs- und Finanzbeamter. Bekannt sind seine Werke "s'Nullerl" und "Die Arbeiterpartei und der Bauernstand".‎

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‎Mosen, Julius, Schriftsteller (1803-1867).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Dresden, 29. IX. 1843.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An den Literaturhistoriker Karl Goedeke "in Celle p. adr. Hahn'sche Hofbuchhandl. Hannover": "Da in diesem Augenblicke bei F. A. Brockhaus in Leipzig eine zweite Auflage meiner Gedichte unter der Presse ist u. ich mithin zunächst kein Eigenthumsrecht an diesen Schriften habe, so muß ich Sie ersuchen, sich gütigst mit Ihrer Anfrage dorthin zu wenden [...]". - Mosen war seit 1834 selbständiger Anwalt in Dresden, befreundete sich mit Ludwig Tieck, Ernst Theodor Echtermeyer, Arnold Ruge und Gottfried Semper und wurde 1844 Dramaturg am Großherzoglichen Hoftheater in Oldenburg. 1846 begann er unter fortschreitenden Lähmungserscheinungen zu leiden, die zu Unbeweglichkeit und zum Verlust der Sprache führten. Sein literarisches Werk umfaßt Lyrik, historische Dramen, Erzählungen und einen Roman. Zudem war er Dichter des "Andreas Hofer"-Lieds "Zu Mantua in Banden", der späteren Landeshymne Tirols. - Karl Goedeke lebte von literarischen und journalistischen Arbeiten, ehe er 1873 Professor für Literaturgeschichte in Göttingen wurde. Neben Anthologien und Chrestomathien zur Literatur des 16. und 17. Jhdts. verfaßte er u. a. eine Biographie seines Freundes Emanuel Geibel und gab für den Cotta-Verlag umfangreiche Klassiker-Editionen heraus. Sein Hauptwerk, der "Grundriß zur Geschichte der Deutschen Dichtung", eine Literaturgeschichte mit teilweise umfangreichen Biographien und fast erschöpfenden Bibliographien, wird bis heute fortgeführt. - Mit kl. Ausschnitt auf Bl. 2 durch Brieföffnung und einem wohl aus der Hand des Adressaten stammenden Bearbeitungsvermerk in Rotstift am oberen Rand der Recto-Seite von Bl. 1.‎

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450,00 € Acheter

‎Mosen, Julius, Schriftsteller (1803-1867).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 18. IX. 1837.‎

‎1 S. 8vo. Übersendet einem Freund "als Andenken und zur Aufmunterung" einen von ihm verfassten Kunstbericht. "Gestern mit der Eröffnung der Leipziger Ausstellung erfolgte auch die Ausgabe. Ich habe alle Ursache mit den Leipziger Freunden zufrieden zu sein […]". - Gefaltet. - Nach dem Studium der Philosophie und der Rechtswissenschaften ließ Mosen sich als Advokat in Leipzig nieder, wurde 1831 Gerichtsaktuar und 1834 selbständiger Anwalt in Dresden, wo er sich mit Ludwig Tieck, Ernst Theodor Echtermeyer, Arnold Ruge und Gottfried Semper befreundete. 1844 wurde Mosen Dramaturg am Großherzoglichen Hoftheater in Oldenburg, 1846 begann er unter stetig anwachsenden Lähmungserscheinungen zu leiden, die schlußends zu Unbeweglichkeit und zum Verlust der Sprache führten.‎

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650,00 € Acheter

‎Mosenthal, Salomon von, Schriftsteller (1821-1877).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 20. I. 1867.‎

‎2 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An einen Freund: "Gestern erfuhr ich daß der kleine Familienkreis, in welchen Sie mich Morgen freundlichst aufnehmen wollten aus 30 Personen besteht. Liebster Freund! Ich bin nun einmal, ein halber Sonderling! Ich bin in größeren Gesellschaften seit Jahren unmöglich, weil eine peinliche Stimmung über mich kommt […]". - Der aus einer jüdischen Kaufmannsfamilie stammende Schriftsteller studierte Naturwissenschaften am Karlsruher Polytechnikum, promovierte 1842 und war seit 1843 Hauslehrer und Erzieher in Wien. "Daneben widmete er sich literarischen Studien, erhielt 1850 eine Beamtenstelle im Ministerium für Unterricht und Kultus und übernahm 1864 den Vorstand der Ministeriumsbibliothek. Mosenthal schrieb Libretti zu Opern von Otto Nicolai, Friedrich von Flotow und Heinrich August Marschner sowie Lyrik und Dramen. Mit seinem Stück ‚Deborah' (1850) fand er nach der Uraufführung in Hamburg internationale Beachtung (u. a. 1862 400 Aufführungen in Folge in New York)" (DBE).‎

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160,00 € Acheter

‎Mosenthal, Salomon von, Schriftsteller (1821-1877).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 26. III. 1859.‎

‎1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An Luise Gräfin von Schönfeld-Neumann (1818-1905): "Zwei Jahre sind's, daß zu der Muse Gram / Von unserer Bühne schied Luise, / Und keine zweite kam wie diese. / Ich weiß, warum sie ihren Abschied nahm: / Sie hat das Fach der Mütterrollen / Durchaus nicht übernehmen wollen. / Jedoch der Himmel sprach: o nein, / Wie sollt' ich nicht der sinnigsten der Frauen / Das Sinnigste der Fächer anvertrauen? […]". - Der aus einer jüdischen Kaufmannsfamilie stammende Schriftsteller studierte Naturwissenschaften am Karlsruher Polytechnikum, promovierte 1842 und war seit 1843 Hauslehrer und Erzieher in Wien. "Daneben widmete er sich literarischen Studien, erhielt 1850 eine Beamtenstelle im Ministerium für Unterricht und Kultus und übernahm 1864 den Vorstand der Ministeriumsbibliothek. Mosenthal schrieb Libretti zu Opern von Otto Nicolai, Friedrich von Flotow und Heinrich August Marschner sowie Lyrik und Dramen. Mit seinem Stück ‚Deborah' (1850) fand er nach der Uraufführung in Hamburg internationale Beachtung (u. a. 1862 400 Aufführungen in Folge in New York)" (DBE).‎

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150,00 € Acheter

‎Mosenthal, Salomon von, Schriftsteller (1821-1877).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 18. I., o. J.‎

‎5 SS. auf gefalt. Doppelblättern. 8vo. Ausführlicher Brief an eine Schauspielerin bezüglich der Rollenverteilung in seinem Stück "Ein deutsches Dichterleben" (1850): "Im Fall es mir verwehrt sein sollte, Sie heute zu sprechen, so mögen diese Zeilen Ihnen sagen, daß Ihr gestriges Briefchen, oder vielmehr die Meinung, die demselben zu Grund zu liegen scheint, mich aufrichtig betrübt hat. Urtheilen Sie selbst: Nach der Erkrankung der Frau Wagner äußerte ich bei der Direction den Wunsch die Dora von Fräul. Seebach zu sehen, deren Talent mir für die […] Rolle sehr geeignet schien. Ich sagte dies auch bei Gelegenheit dem Fräulein - Ach na, sagte diese, nicht die Dora, die Molly hätt' ich längst für mein Leben gern einmal gespielt. Ich sagte darauf, daß diese Rolle durch Sie, meine Molly par excellence, so vortrefflich repräsentiert sei, daß ich nie eine Änderung wünschen könnte; Sie selbst aber hätten mir gesagt, daß diese Rolle sie […] angfreife, und wenn Sie jemals sie zurücklegen würden so sei mir dann Fräul. Seebach eine willkommene Remplaçantin. Dieselben Worte wiederholte ich Ihnen, liebes Fräulein bei Frau v. Kronser - genau dieselben, denn sie waren und sind meine herzliche Überzeugung. Sie selbst sagten mir aber - und ich nahm dieses für eben so aufrichtig gemeint - Sie würden selbst mit Fräulein Seebach reden, denn die Rolle sei angreifend für Sie und - laßen Sie mich nur machen" - so schlossen Sie […]". - Der aus einer jüdischen Kaufmannsfamilie stammende Schriftsteller studierte Naturwissenschaften am Karlsruher Polytechnikum, promovierte 1842 und war seit 1843 Hauslehrer und Erzieher in Wien. "Daneben widmete er sich literarischen Studien, erhielt 1850 eine Beamtenstelle im Ministerium für Unterricht und Kultus und übernahm 1864 den Vorstand der Ministeriumsbibliothek. Mosenthal schrieb Libretti zu Opern von Otto Nicolai, Friedrich von Flotow und Heinrich August Marschner sowie Lyrik und Dramen. Mit seinem Stück ‚Deborah' (1850) fand er nach der Uraufführung in Hamburg internationale Beachtung (u. a. 1862 400 Aufführungen in Folge in New York)" (DBE).‎

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450,00 € Acheter

‎Mosenthal, Salomon von, Schriftsteller (1821-1877).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, o. D.‎

‎2 ½ SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Herrn Doktor: "Sie sind ein zu feingebildeter Mensch und Künstler, als dass Ihr Naturel Ihnen ein Verhalten dictiren könnte, wie das, welches Sie einem Actor gegenüber für gut fanden, der seit 30 Jahren auf der deutschen Bühne heimisch ist. Es war sicher nur eine Rolle, die Sie spielten […] Ich hege den aufrichtigen Wunsch, dass Sie in Ihrer neuen Laufbahn, zu der ich Ihnen herzlich Glück wünsche, keinen Regisseur finden möchten, der ein von der Direction angenommenes und vorbereitetes Stück bei den Schauspielern wie beim Publicum discreditiere […]". - Der aus einer jüdischen Kaufmannsfamilie stammende Schriftsteller studierte Naturwissenschaften am Karlsruher Polytechnikum, promovierte 1842 und war seit 1843 Hauslehrer und Erzieher in Wien. "Daneben widmete er sich literarischen Studien, erhielt 1850 eine Beamtenstelle im Ministerium für Unterricht und Kultus und übernahm 1864 den Vorstand der Ministeriumsbibliothek. Mosenthal schrieb Libretti zu Opern von Otto Nicolai, Friedrich von Flotow und Heinrich August Marschner sowie Lyrik und Dramen. Mit seinem Stück ‚Deborah' (1850) fand er nach der Uraufführung in Hamburg internationale Beachtung (u. a. 1862 400 Aufführungen in Folge in New York)" (DBE).‎

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250,00 € Acheter

‎Mosenthal, Salomon von, Schriftsteller (1821-1877).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 31. I. 1860.‎

‎2 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. "Nehmen Sie meinen schönsten Dank für die freundliche Zusendung Ihrer Dichtung, die ich folglich mit regem Interesse durchgelesen habe. Die warme Empfänglichkeit für die Schönheit der Natur, die seltene Gabe, die Stimme der Poesie auch aus der schweigenden Landschaft zu hören, beweist, daß diese Stimme aus dem Herzen des Beschauers klingt und stempelt ihn auch zum Dichter. Daß Sie lieber Pick, in dem kleinen Kreis von Naturschönheiten, den unsre gewöhnliche Jugend mit blasierter Gleichgültigkeit touristenmäßig durchfliegt, eine so schöne Anregung gefunden haben, gereicht Ihnen gewiß zur Ehre; erhalten Sie sich diese poetische Empfänglichkeit, lieber Freund […]". - Der aus einer jüdischen Kaufmannsfamilie stammende Schriftsteller studierte Naturwissenschaften am Karlsruher Polytechnikum, promovierte 1842 und war seit 1843 Hauslehrer und Erzieher in Wien. "Daneben widmete er sich literarischen Studien, erhielt 1850 eine Beamtenstelle im Ministerium für Unterricht und Kultus und übernahm 1864 den Vorstand der Ministeriumsbibliothek. Mosenthal schrieb Libretti zu Opern von Otto Nicolai, Friedrich von Flotow und Heinrich August Marschner sowie Lyrik und Dramen. Mit seinem Stück ‚Deborah' (1850) fand er nach der Uraufführung in Hamburg internationale Beachtung (u. a. 1862 400 Aufführungen in Folge in New York)" (DBE).‎

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250,00 € Acheter

‎Mosenthal, Salomon von, Schriftsteller (1821-1877).‎

‎Eigenh. Manuskript. (Fragment). O. O. u. D.‎

‎1 S. 8vo. Der aus einer jüdischen Kaufmannsfamilie stammende Schriftsteller studierte Naturwissenschaften am Karlsruher Polytechnikum, promovierte 1842 und war seit 1843 Hauslehrer und Erzieher in Wien. "Daneben widmete er sich literarischen Studien, erhielt 1850 eine Beamtenstelle im Ministerium für Unterricht und Kultus und übernahm 1864 den Vorstand der Ministeriumsbibliothek. Mosenthal schrieb Libretti zu Opern von Otto Nicolai, Friedrich von Flotow und Heinrich August Marschner sowie Lyrik und Dramen. Mit seinem Stück ‚Deborah' (1850) fand er nach der Uraufführung in Hamburg internationale Beachtung (u. a. 1862 400 Aufführungen in Folge in New York)" (DBE).‎

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280,00 € Acheter

‎Mosenthal, Salomon von, Schriftsteller (1821-1877).‎

‎Eigenh. Mitteilung mit U. O. O., 21. I. 1861.‎

‎1 S. Qu.-8vo. "Um eine Loge für die heutige Vorstellung ersucht ergebenst / Dr. Mosenthal". - Der aus einer jüdischen Kaufmannsfamilie stammende Schriftsteller studierte Naturwissenschaften am Karlsruher Polytechnikum, promovierte 1842 und war seit 1843 Hauslehrer und Erzieher in Wien. "Daneben widmete er sich literarischen Studien, erhielt 1850 eine Beamtenstelle im Ministerium für Unterricht und Kultus und übernahm 1864 den Vorstand der Ministeriumsbibliothek. Mosenthal schrieb Libretti zu Opern von Otto Nicolai, Friedrich von Flotow und Heinrich August Marschner sowie Lyrik und Dramen. Mit seinem Stück ‚Deborah' (1850) fand er nach der Uraufführung in Hamburg internationale Beachtung (u. a. 1862 400 Aufführungen in Folge in New York)" (DBE).‎

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80,00 € Acheter

‎Mosenthal, Salomon von, Schriftsteller (1821-1877).‎

‎Eigenh. Visitenkarte. O. O. u. D.‎

‎95 x 60 mm. Beiliegend Umschlag. An Edgar Spiegel: "[Dr. S. H. Mosenthal] erlaubt sich die junge Pianistin Frl. v. Lebeau aus Carlsruhe Ihrem Schutz u dem Wohlwollen des H. Dr. Helm bestens anzuempfehlen". Luise Adolpha Le Beau (1850-1927) debütierte sie 1867 als Pianistin und wurde 1873 von Clara Schumann in Baden-Baden unterrichtet. - Mosenthal studierte Naturwissenschaften am Karlsruher Polytechnikum, promovierte 1842 und war seit 1843 Hauslehrer und Erzieher in Wien. "Daneben widmete er sich literarischen Studien, erhielt 1850 eine Beamtenstelle im Ministerium für Unterricht und Kultus und übernahm 1864 den Vorstand der Ministeriumsbibliothek. Mosenthal schrieb Libretti zu Opern von Otto Nicolai, Friedrich von Flotow und Heinrich August Marschner sowie Lyrik und Dramen. Mit seinem Stück ‚Deborah' (1850) fand er nach der Uraufführung in Hamburg internationale Beachtung (u. a. 1862 400 Aufführungen in Folge in New York)" (DBE).‎

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‎Moszkowski, Alexander, deutscher Schriftsteller (1851-1934).‎

‎Eigenh. beschr. Kuvert. Berlin, (17.02.1920).‎

‎2 SS. Qu.-8vo. Adressiert an Josef Wesely. Zu den bekanntesten Werken des Schriftsteller und Bruders des berühmten Komponisten Moritz Moszkowski zählen "Der Sprung über den Schatten", "Sokrates der Idiot" sowie "Der Jüdische Witz und seine Philosophie".‎

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‎Moszkowski, Alexander, deutscher Schriftsteller (1851-1934).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Berlin, 21. April, o. J.‎

‎1 S. 8vo. "Mit bestem Dank für Ihre freundl. Aufforderung sende ich Ihnen hier eine kurze Beichte […] Auf meine musikschriftstellerische Produkte haben unter den klingenden Erscheinungen der Kunstwelt die Untersuchungen Eduard Hanslick's den größten Einfluss ausgeübt. Wenn ich es recht gedenke schrieb ich eigentlich in ernster und satirischer Fassung, in Prosa und Versen, immer nur Paraphrasen über das unerschöpfliche Thema: ‚der Inhalt der Musik sind tönend bewegte Formen'[…]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. - Zu den bekanntesten Werken des Schriftsteller und Bruders des berühmten Komponisten Moritz Moszkowski zählen "Der Sprung über den Schatten", "Sokrates der Idiot" sowie "Der Jüdische Witz und seine Philosophie".‎

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‎Mrasek, Karl Norbert, Schriftsteller (1895-1985).‎

‎Sammlung von 2 eigenh. Briefen sowie 7 eigenh. Postkarten mit U. und 3 Ausgaben Mraseks "Barocke Sonette" mit eigenh. Widmung und U. Darmstadt, Eberschwang, Flieden und Wels, 1945-1956.‎

‎Postkarten: 10 SS. Qu.-8vo. Briefe: 4 SS. 8vo. Mit 5 eigenh. beschr. Kuverts. Barocke Sonette: 3 SS. Qu.-8vo. Portrait mit Widmung an Rückseite. Neben Dankesworten Mraseks ob Weselys Geburtstagswünschen finden sich durchwegs sehr vertraute und amikale Zeilen. Mrasek wurde als Sudetendeutscher vertrieben und musste seine Habe zurücklassen. Besonders bedauert er den Verlust seiner Bücher und bittet Josef Wesely um Übersendung einiger Bücher. - Der limitierte Siebdruck stammt von K. H. Wagner mit der Numerierung "300/100". Ebenso selten sind die Privatdrucke "Barocke Sonette" mit 5 Sonetten von Mrasek.‎

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‎Müchler, Karl Friedrich, Schriftsteller (1763-1857).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("Müchler"). Berlin, 11. X. 1897.‎

‎1 S. 8vo. "Anliegend erhalten Sie, mein verehrtester Herr und Freund, zu Ihrer Handschriftsammlung wieder einen Brief von Hofrath Reinbeck und dem Schauspieler Seidelmann. Es werden sich unter meinen Papieren wohl noch mehrere Handschriften finden, und, wenn dies der Fall ist, werde ich mir ein Vergnügen daraus machen, sie Ihnen mitzutheilen [...]".‎

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‎Mügge, Theodor, Schriftsteller (1806-1861).‎

‎Eigenh. Schriftstück. O. O. u. D.‎

‎1 S. 8vo. Bleistiftnotiz am unteren Rand von fremder Hand: "Th. Mügge". Betitelt "Reliquie. Aus Friedrich von Sallets Nachlaß vom Jahre 1841 / Ballade": "Es war ein König von Thule / Zu seinem Volk der sprach: / ‚Geh nur erst in die Schule / die Freiheit folgt schon nach […]". - Theodor Mügge studierte in Berlin Geschichte, Philosophie und Naturwissenschaften. "Veröffentlichungen über die politischen Reformen in England und Frankreich sowie über die Zensurverhältnisse in Preußen brachten ihn in Schwierigkeiten mit den Behörden. 1848 war er an der Gründung der nationalliberalen Berliner 'Nationalzeitung' beteiligt" (DBE). Mügge veröffentlichte Reisebeschreibungen (u. a. eine "Reise durch Skandinavien", 4 Bde., 1843/44) "und profilierte sich auch als erfolgreicher Unterhaltungsschriftsteller. Mit seinen Erzählungen (u. a. 'Leben und Lieben in Norwegen', 2 Bde., 1858) und Romanen (u. a. 'Der Voigt von Silt', 2 Bde., 1851) gehörte er zu den beliebtesten Leihbibliotheksautoren seiner Zeit" (ebd.).‎

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‎Mühlbach, Louise, d. i. Clara Mundt, Schriftstellerin (1814-1873).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Berlin, 15. VII. 1870.‎

‎2 SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Meinen herzlichsten Dank für die freundliche Uebersendung der Blätter Ihrer 'Süddeutschen Frauenzeitung', die ich mit viel Interesse gelesen habe, mit deren Geist und Tendenz ich vollkommen übereinstimme. Besonders hat mich, neben vielen anderen anregenden Artikeln die in Nov 6 angefangene Kritik oder Widerlegung (wie Sie's nennen wollen) der Frau Elise Polko gegenüber Fanny Lewald's Beweisen über die Frauenfrage, innigst erfreut […]". - Auf Briefpapier mit gedr. Monogramm. - Mühlbachs schriftstellerische Entfaltung vollzog sich unter dem Einfluß des jungdeutschen Autors Theodor Mundt, den sie 1839 heiratete. 1848-50 führte sie in Breslau, seit 1851 in Berlin einen Salon, der Treffpunkt der bürgerlichen und adligen Elite war. Ihr Frühwerk galt der Frauenthematik (u.a. "Frauenschicksal", 2 Bde., 1839, (2)1848; "Aphra Behn", 3 Bde., 1849). Später verfasste sie zahlreiche historische Romane.‎

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‎Mühler, Heinrich von, Staatsmann (1813-1874).‎

‎Gedr. Rundschreiben mit eigenh. Ergänzungen und U. sowie einer weiteren U. von Reichskanzler Theobald von Bethmann Hollweg. Berlin, 8. III. 1849.‎

‎1 S. 4to. "Euer Wohlgeboren / beehren wir uns in der Anlage einen Abdruck des Programms und des Statuts des Central-Ausschusses für die innere Mission der deutschen evangelischen Kirche ergebenst zu übersenden. Was wir beabsichtigen, das Feld der Aufgabe, die Mittel, mit denen dasselbe beherrscht werden soll, und der Geist, in dem wir uns an eine so umfassende Arbeit wagen, wird Ihnen aus diesen Actenstücken offenbar werden [...] Zu diesem Zwecke wenden wir uns voll Vertrauen an Euer Wohlgeboren. Euer Wohlgeboren ersehen aus dem Programm und dem Statute, daß der Central-Ausschuß, um zu einer lebenskräftigen Wirksamkeit zu gelangen, vor Allem der Hülfe von Agenten bedarf, die ihm aus dem Kreise ihrer persönlichen Anschauung eine umfassende Kenntniß der vorhandenen Bedürfnisse, ihrer tiefer liegenden Ursachen und der dagegen wirksamen Heilmittel zuführen, die ihm die helfenden Kräfte und Thätigkeiten, seien es persönliche, geistige oder materielle Mittel, zu gemeinsamer Arbeit sammeln helfen, und die ihn mit ihrem Rath und ihrer Erfahrung bei den weiteren Fortschritten auf dem begonnenen Wege unterstützen [...]".‎

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‎Mühringer, Doris, Schriftstellerin (1920-2009).‎

‎Albumblatt mit eigenh. Widmung u. U. ("Mühringer"). O. O. u. D.‎

‎1 S. 8vo. "Für Erwin". - Anfangs Lektorin bei diversen Verlagen, lernte Doris Mühringer in Wien Hans Weigel kennen, der ihre Begabung erkannte und förderte. Mühringer wurde bald ob der Veröffentlichung ihrer Gedichte in Weigels Zeitschrift "Stimmen der Gegenwart" mit dem Georg-Trakl-Preis für Lyrik ausgezeichnet. Neben ihren Gedichten ist sie vor allem für ihre mehrmals ausgezeichneten Kinderbücher bekannt.‎

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‎Müller, Artur, deutscher Schriftsteller (1909-1987).‎

‎Eigenh. Brief mit U. (Gröbenzell), 27. X. 1969.‎

‎Postkarten 3 SS. Qu.-8vo. Portraitfoto: 1 S. 130:80 mm. Dankt Josef Wesely wiederholt für sein Gedenken anlässlich Müllers Geburtstag. - Ursprünglich gelernter Buchhändler, trat Müller schon in jungen Jahren der KPD bei. Wegen "Behilfe zum Hochverrat" musste er acht Monate KZ über sich ergehen lassen. Während des Krieges diente er als Gebirgsjäger und war seit 1936 schriftstellerisch tätig. Zu seinen bekanntesten Werken zählt das 1848er-Drama "Im Namen der Freiheit", welches ihm den Literaturpreis des Verbandes Südwestdeutscher Autoren einbrachte.‎

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‎Müller, Friedrich Konrad, Dichter, gen. "Müller von der Werra" (1823-1881).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. ("Müller von der Werra"). Leipzig, [wohl 1879].‎

‎1 S. Qu.-8vo. "Im Liede stark, / Deutsch bis ins Mark! / Aus meinem 'Buch der Lieder' [...]". - Verso alter Sammlervermerk in roter Tinte: "21. Juli 1879 erh.".‎

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‎Müller, Friedrich Konrad, Dichter, gen. "Müller von der Werra" (1823-1881).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("Fr. Müller von der Werra"). Leipzig, 25. IX. 1866.‎

‎1½ SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An Musikdirektor Karl Wilhelm (1820-73): "Zuvörderst meinen wärmsten Dank für die ergreifende Composition zu meinem Liede: 'Ach, wären doch die Träume nicht!' Ich freue mich, das Lied zum Abdruck erhalten zu haben und drücke Ihnen für diese Güte aufs wärmste die Hand [...] Verbindlichsten Dank auch für das photographische Bildnis. Das meinige folgt als Gegengabe anbei [...] Aber nun eine Bitte. Gewähren Sie mir - - - Indemnität. Ich wollte mein Buch nicht ohne Ihren Namen im angehängten Componistenverzeichniß in die Welt schicken, weshalb ich Ihnen vor einigen Monaten das Husarenlied Seite 94 (nicht das auf Seite 95) sendete, aber ohne eine Nachricht zu erhalten. Bieten Sie mir also die vermittelnde Hand und setzen Sie das kleine Lied nachträglich in Musik [...]".‎

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‎Müller, Hans, Pseud. Müller-Einigen, Schriftsteller (1882-1950).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 11. I. 1924.‎

‎1 S. 8vo. An eine namentlich nicht genannte Adressatin: "haben Sie besten Dank für Ihre liebenswürdige Einladung. Ich möchte ihr sehr gerne Folge leisten, weiss aber im Augenblick nicht, ob ich am 1. Februar noch in Wien bin (ich muss auf mehrere Wochen fort). Vielleicht erlauben Sie mir, Ihnen noch Nachricht zu geben, sobald ich den Zeitpunkt meines Fortgehens genauer kenne? […]". - Gefaltet. Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. - Der Bruder des Schriftstellers und Regisseurs Ernst Lothar (1890-1974) war Chefdramaturg der Ufa sowie bei Metro-Goldwyn-Mayer und wurde 1928 "als einer der ersten europäischen Drehbuchautoren nach Hollywood berufen" (DBE), wo er u. a. an den Drehbüchern zu Wilhelm Thieles 'Liebeswalzer' (1930) und Robert Siodmaks 'Stürme der Leidenschaft' (1932) mitarbeitete. Als Librettist zeichnet er gemeinsam mit Erik Charell für Ralph Benatzkys erfolgreiche Operette 'Im weißen Rössl' verantwortlich. Vgl. auch Kosch II, 1796f. und Öst. Lex. II, 79 (Müller-Einigen).‎

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‎Müller, Karl, Pseud.: Otfried Mylius, Schriftsteller (1819-1889).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("Otfried Mylius"). Stuttgart, 18. II. 1880.‎

‎1 S. Qu.-8vo. "Sä' und pflanze nur frisch, dem eignen Drang zu genügen […]".‎

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‎Müller, Otto, Schriftsteller und Journalist (1816-1894).‎

‎Eigenh. Widmung mit U. Stuttgart, 18. VII. 1879.‎

‎1 S. Qu.-8vo. "Schwäbischer Bauernspruch / Der Mensch sollte drei Dinge in seinem Leben zweimal thun können, dann würde er sie das Zweitemal besser machen: nämlich zweimal bauen, zweimal weiben, zweimal sterben […]". - Müller leitete seit 1843 die Redaktion des "Frankfurter Conversationsblatts", bis er 1848 zur Redaktion des "Mannheimer Journals" übertrat. Nach einem längeren Aufenthalt in Bremen seit 1854 wieder in Frankfurt/Main ansässig, übernahm Müller die Leitung der Romanzeitschrift "Deutsche Bibliothek" und beteiligte sich an der Gründung der Wochenschrift "Frankfurter Museum". Seit 1856 lebte er als freier Schriftsteller in Stuttgart.‎

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‎Müller, Wilhelm, Dichter (1794-1827).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Dessau, 22. I. 1826.‎

‎3 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. In Zusammenhang mit der Redaktion der Ersch/Gruber'schen Enzyklopädie, vielleicht an Johann Gottfried Gruber: "Verehrter Freund, Ich wüßte in der That nicht, was Hassel u. ich Ihrer u. der ersten Redaktoren Mittheilung nach hinzufügen sollten, als ein: So ist's, u. wir werden das Unsrige thun. Daher schicke ich Ihnen Ihr Manuskript zum Druck mit einigen, den Styl betreffenden Bemerkungen zurück u. erwarte baldigst die Druckexemplare. Ferner lege ich bei den Artikel: 'Cavaceppi' für die jetzt in Druck begriffenen Bogen. Ersch hat mir den Artikel in den Schuh geschoben u. zwar so eilig, daß er mir auftragen mußte, ihn direkt an Sie zu befördern. An Hassel kann ich erst nächsten Mittwoch schreiben, um ihm dann das Direktorium mit meinen Ergänzungen zurückzuschicken. Eine solche Revisionsarbeit läßt sich nicht übereilen; man muß Fach auf Fach durchgehen. Daß es jetzt an Fuhren zwischen Leipzig u. Dessau fehlt, weiß ich selbst aus Erfahrung, von Ihrem Pech her. Hartmann, Ackermanns Commissionär, weiß wohl am besten Gelegenheiten nachzuweisen. Noch erinnere ich Sie an den mir versprochenen Band H der Frankfurter Encyclop. Auch haben Sie, wenn ich nicht irre, für Ersch die Biogr. des Contemp. und die Supplem. der Encycl. Brit. angeschafft. Hab' ich Sie in dieser Hinsicht recht verstanden, so ersuche ich Sie, mir bei Ersch die H-Bände dieser Werke zur Mittheilung anzuweisen. Ich selbst habe für die H. Bibl. viele encycl. Werke angeschafft, Reallexika über einzelne Wissenschaften u. Künste [...] Aber Alles läßt sich von uns mit eigenen Mitteln nicht zwingen, wenigstens nicht sogleich. Haben Sie nicht vorläufig mit Rochlitz wegen Haendel u. Haydn gesprochen? [...]". Schon 1821-25 hatte Müller für die für die 1. Sektion der Ersch/Gruber'schen "Allgemeinen Enzyklopädie der Wissenschaften und Künste" 56 Artikel beigesteuert (überwiegend zu italienischen Themen sowie englischen und deutschen Schriftstellern). Im Dezember 1825 übernahm er mit Georg Hassel die Redaktion der 2. Sektion ("H-N"). Müller, bekannt als Verfasser der "Schönen Müllerin" und der "Winterreise" und wegen seines Enthusiasmus für den griechischen Freiheitskampf auch "Griechen-Müller" genannt, starb im Oktober 1827, noch nicht 33-jährig, an einem Herzinfarkt. Sein Nachlass wird von der Anhaltischen Landesbücherei Dessau verwahrt.‎

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‎Müller-Eberhart, Waldemar, Schriftsteller (1871-1955).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. Oberschreiberhau, 5. VI. 1943.‎

‎2 SS. 8vo. An der Vorderseite findet sich Müller-Eberharts Gedicht in gedruckter Form: "Johannistag, Johannistag in sommerlauen Lüften lag. Es war so still, so selten fromm, das Sonnwendfeuer leis' verglomm. Da hat ich einen wachen Traum. Ich lag am Welteneichenbaum. In seinen knorrigen Aesten sann, was Nornenhand vom Rocken spann. [...]" An der Rückseite Müller-Eberharts Dankesworte für Josef Weselys freundliche Geburtstagswünsche. Weiters die Ankündigung eines Wienbesuchs seitens Müller-Eberharts verbunden mit der Bitte um Unterbringung in einem Hotel.‎

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‎Müller-Guttenbrunn, Adam, d. i. A. Müller, Schriftsteller (1852-1923).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 28. XI. 1880.‎

‎1 S. 8vo. "Ich bin dieser Woche morgen Montag, Dienstag, Mittwoch u. Freitag stets den ganzen Vormittag bis ½ 1 Uhr zu Hause u. sehe dem Besuche Ihres Vertreters mit Vergnügen entgegen […]". - Der in schlichten Verhältnissen aufgewachsene Schriftsteller, der auch unter den Pseudonymen Ignotus, Franz Josef Gerhold und Vetter Michel schrieb, war 1870 als Friseurgehilfe nach Wien gekommen, wo er sich rasch im Selbststudium weiterbildete, bald schriftstellernd hervortat und als Mitglied der Wiener literarisch-künstlerischen Gesellschaft sowie Feuilletonredakteur der "Deutschen Zeitung" (seit 1886) für eine nationale Erneuerung des Wiener Theaterlebens eintrat. "In seinen Streitschriften forderte Müller-Guttenbrunn u. a. die Einrichtung einer Volksbühne (Wien war eine Theaterstadt, 1885) und die Gründung eines deutsch-national ausgerichteten Volksbildungsvereins. 1893-96 leitete er das Raimund-Theater und übernahm 1898 das Kaiser-Jubiläums-Stadttheater, wo er seine nationalen Ziele mit Hilfe 'deutschgesinnter' Spielpläne und billigen 'Volksvorstellungen' zu realisieren suchte" (DBE). Nachdem er 1903 die Direktion abgegeben und sich wieder verstärkt seinen literarischen Ambitionen angenommen hatte, bemühte sich der "hervorragende Heimaterzähler mit Vorliebe für kulturgeschichtliche Stoffe" (Kosch II, 1806) "um die Stärkung des National- und Selbstbewußtseins der Banater Schwaben. Als Abgeordneter des österr. Nationalrats trat er seit 1919 auch auf politischer Ebene für seine großdeutschen Ziele ein" (DBE).‎

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‎Müller-Guttenbrunn, Adam, d. i. A. Müller, Schriftsteller (1852-1923).‎

‎Eigenh. Manuskript "Ein Weltbund des Deutschtums". O. O. u. D.‎

‎16 SS. 8vo. Der in schlichten Verhältnissen aufgewachsene Schriftsteller, der auch unter den Pseudonymen Ignotus, Franz Josef Gerhold und Vetter Michel schrieb, war 1870 als Friseurgehilfe nach Wien gekommen, wo er sich rasch im Selbststudium weiterbildete, bald schriftstellernd hervortat und als Mitglied der Wiener literarisch-künstlerischen Gesellschaft sowie Feuilletonredakteur der "Deutschen Zeitung" (seit 1886) für eine nationale Erneuerung des Wiener Theaterlebens eintrat. "In seinen Streitschriften forderte Müller-Guttenbrunn u. a. die Einrichtung einer Volksbühne (Wien war eine Theaterstadt, 1885) und die Gründung eines deutsch-national ausgerichteten Volksbildungsvereins. 1893-96 leitete er das Raimund-Theater und übernahm 1898 das Kaiser-Jubiläums-Stadttheater, wo er seine nationalen Ziele mit Hilfe 'deutschgesinnter' Spielpläne und billigen 'Volksvorstellungen' zu realisieren suchte" (DBE). Nachdem er 1903 die Direktion abgegeben und sich wieder verstärkt seinen literarischen Ambitionen angenommen hatte, bemühte sich der "hervorragende Heimaterzähler mit Vorliebe für kulturgeschichtliche Stoffe" (Kosch II, 1806) "um die Stärkung des National- und Selbstbewußtseins der Banater Schwaben. Als Abgeordneter des österr. Nationalrats trat er seit 1919 auch auf politischer Ebene für seine großdeutschen Ziele ein" (DBE).‎

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‎Müller-Guttenbrunn, Adam, d. i. A. Müller, Schriftsteller (1852-1923).‎

‎Eigenh. Mitteilung mit U. ("Ignotus"). O. O., 29. I. 1913.‎

‎1 S. Qu.-8vo. "Mit den verbindlichsten Empfehlungen". - Der in schlichten Verhältnissen aufgewachsene Schriftsteller, der auch unter den Pseudonymen Ignotus, Franz Josef Gerhold und Vetter Michel schrieb, war 1870 als Friseurgehilfe nach Wien gekommen, wo er sich rasch im Selbststudium weiterbildete, bald schriftstellernd hervortat und als Mitglied der Wiener literarisch-künstlerischen Gesellschaft sowie Feuilletonredakteur der "Deutschen Zeitung" (seit 1886) für eine nationale Erneuerung des Wiener Theaterlebens eintrat. "In seinen Streitschriften forderte Müller-Guttenbrunn u. a. die Einrichtung einer Volksbühne (Wien war eine Theaterstadt, 1885) und die Gründung eines deutsch-national ausgerichteten Volksbildungsvereins. 1893-96 leitete er das Raimund-Theater und übernahm 1898 das Kaiser-Jubiläums-Stadttheater, wo er seine nationalen Ziele mit Hilfe 'deutschgesinnter' Spielpläne und billigen 'Volksvorstellungen' zu realisieren suchte" (DBE). Nachdem er 1903 die Direktion abgegeben und sich wieder verstärkt seinen literarischen Ambitionen angenommen hatte, bemühte sich der "hervorragende Heimaterzähler mit Vorliebe für kulturgeschichtliche Stoffe" (Kosch II, 1806) "um die Stärkung des National- und Selbstbewußtseins der Banater Schwaben. Als Abgeordneter des österr. Nationalrats trat er seit 1919 auch auf politischer Ebene für seine großdeutschen Ziele ein" (DBE).‎

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‎Müller-Guttenbrunn, Adam, d. i. A. Müller, Schriftsteller (1852-1923).‎

‎Eigenh. Widmung mit U. Wien, 20. IV. 1883.‎

‎1 S. Qu.-8vo. "Die Horden unserer Literatur sind unnachahmlich - deshalb sind sie die besten Vorbilder". - Der in schlichten Verhältnissen aufgewachsene Schriftsteller, der auch unter den Pseudonymen Ignotus, Franz Josef Gerhold und Vetter Michel schrieb, war 1870 als Friseurgehilfe nach Wien gekommen, wo er sich rasch im Selbststudium weiterbildete, bald schriftstellernd hervortat und als Mitglied der Wiener literarisch-künstlerischen Gesellschaft sowie Feuilletonredakteur der "Deutschen Zeitung" (seit 1886) für eine nationale Erneuerung des Wiener Theaterlebens eintrat. "In seinen Streitschriften forderte Müller-Guttenbrunn u. a. die Einrichtung einer Volksbühne (Wien war eine Theaterstadt, 1885) und die Gründung eines deutsch-national ausgerichteten Volksbildungsvereins. 1893-96 leitete er das Raimund-Theater und übernahm 1898 das Kaiser-Jubiläums-Stadttheater, wo er seine nationalen Ziele mit Hilfe 'deutschgesinnter' Spielpläne und billigen 'Volksvorstellungen' zu realisieren suchte" (DBE). Nachdem er 1903 die Direktion abgegeben und sich wieder verstärkt seinen literarischen Ambitionen angenommen hatte, bemühte sich der "hervorragende Heimaterzähler mit Vorliebe für kulturgeschichtliche Stoffe" (Kosch II, 1806) "um die Stärkung des National- und Selbstbewußtseins der Banater Schwaben. Als Abgeordneter des österr. Nationalrats trat er seit 1919 auch auf politischer Ebene für seine großdeutschen Ziele ein" (DBE).‎

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‎Müller-Guttenbrunn, Roderich, Schriftsteller (1892-1956).‎

‎Eigenh. Briefkarte mit U. Wien, 17. I. 1923.‎

‎1 S. Kl.-8vo. Mit Kuvert. An Hans Nüchtern: "Herzlichen Dank für Ihre warme Anteilnahme [...]". - Roderich Müller-Guttenbrunn war als Redakteur für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften tätig. "Später widmete er sich vor allem seiner schriftstellerischen Tätigkeit. Der Roman 'Die vergessene Stadt' (1922) und die Novellensammlung 'Die am Wege blieben' (1920) gehörten zu seinen erfolgreichsten Veröffentlichungen. M.-G. trat auch als Dramatiker und Essayist hervor und war zeitweise verlegerisch tätig" (DBE). - Der aus Wien stammende Journalist und Dramaturg Hans Nüchtern (1896-1962) war seit 1924 Leiter der literarischen Abteilung der RAVAG und unterrichtete auch an der Akademie für Musik und darstellende Kunst sowie am Max Reinhardt-Seminar. - Auf Briefpapier mit schwarzem Trauerrand.‎

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‎Müller-Partenkirchen, Fritz, deutscher Schriftsteller (1875-1942).‎

‎Ms. Postkarte mit eigenh. U. (Meisbach, 1920).‎

‎1 S. 8vo. "Haben Sie Dank, lieber Herr Kollege - ja, ich war einmal fünfzehn Jahre Lehrer - für Ihre freundlichen Glückwünsche. Freilich, mit der Schaffenskraft ist es in den Sechzigern nicht mehr so ganz, wie die reichlich vorhandene Schaffenslust es sich wünschte." - Der als Handelslehrer in Partenkirchen wirkende Fritz Müller begann im Alter von 40 Jahren sein Jusstudium. Während dieser Zeit erschienen seine ersten Werke unter dem Künstlernamen "Müller-Partenkirchen".‎

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‎Münch, Ernst Hermann Joseph, Historiker (1798-1841).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. ("Ernst Münch"). Stuttgart, 16. XI. 1835.‎

‎1 S. Qu.-8vo. "Dieß ist die Tugend, wenn das Laster siegt, / Auch dann noch an der Tugend Sieg zu glauben, / Nur wenn dein eig'ner Wille nicht erliegt, / Wird keine Macht dir deine Palme rauben." - 1831 war Münch von König Wilhelm I. von Württemberg als Bibliothekar der Königlichen Handbibliothek nach Stuttgart berufen worden. - Verso alte Montagespuren.‎

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‎Münch, Paul Georg, deutscher Schriftsteller (1877-1956).‎

‎2 eigenh. Briefe sowie eine eigenh. Postkarte mit U. Leipzig, 1953-1955‎

‎Briefe: 2 SS. 4to. Postkarte: 1 S. Qu.-8vo. Mit 2 eigenh. adressierten Kuverts. Dankt seinem Lehrerkollegen Josef Wesely für seine Glückwünsche und die Geschenksendung in Form eines Käsesortiments: "Man braucht ja nicht unbedingt Zement und Stampfbeton, um eine Brücke der Freundschaft zu bauen, man kann auch Käse nehmen." Der Kaufmannsohn Paul Georg Münch war 1897-1936 als Volkschullehrer tätig. Neben seinem Hauptberuf schrieb er Romane und Schauspiele wie "Mein frohes Völkchen" (1930), "Räbchen aus meinem Nest" (1932) und "Wie ich sie wiedersah" (1934). Vgl. Kürschners Deutscher Literaturkalender. Nekrolog 1936-1970, 1973, S. 496. Degener, Wer ist's, 1955, S. 611. Wenz, Richard, S. 407. Geißler, Führere durch die deutsche Literatur des 20. Jahrhundert, 1913, S. 618. Kosch, Dt. Theaterlexikon II.‎

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‎Münchhausen, Börries Frh. von, Pseud. H. Albrecht, Schriftsteller (1874-1945).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Apelern, April 1898.‎

‎4 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. Dankt einem Herrn Doktor für die "prompte und liebenswürdige Auskunft, sowie für die Übersendung Ihrer Plüddmannstudie [...] Letztere war für mich eine prächtige Überraschung, da ich ganz ähnliche Pläne wie Sie schon seit längerer Zeit gehegt habe: Ich arbeite nämlich an einer Geschichte der deutschen Ballade, - d. h. ich meine das Wort im litterarischen, nicht wie Sie im musikalischen Sinne, - und habe vor das Thema nicht nur nach der historischen, sondern auch nach der aesthetischen Seite hin auszuarbeiten. Da ich erst bei Goethe anfangen will und die Volksballade ganz beiseite lasse, - aber ja nicht etwa aus Missachtung, - so wird die Arbeit ziemlich kurz werden und ich kann sie vielleicht als grosse ‚Einleitung' zu einer Anthologie verwenden, die ich als Gegenstück zu der viel und mit Recht gepriesenen lyrischen Anthologie meines Freundes Carl Busse gedacht habe […] Ich glaube, man muss die Ballade in Text und Musik wieder zur Mode machen, man muss dem Publikum durch grosse Auswahl das Unterscheidungsvermögen in dieser Kunstgattung angewöhnen. Gerade die Ballade, die im Gegensatz zu dem lyrischen Gedichte, das auch dem Laien wohl einmal gelingt, immer ein Zeichen ersten Künstlerschaft ist, gerade die Ballade mit ihren eigenartigen kräftigen und blutdurchpulsten Gestalten kann den Geschmack der Menge im günstigen Sinne beeinflussen und von dem Weichlichen und Süssen, das immer noch für ‚schön' gilt abzielen […]". - Aus einem alten niedersächsischen Adelsgeschlecht stammend, studierte Münchhausen Rechts- und Staatswissenschaften und lebte - nachdem er im Ersten Weltkrieg als Offizier teilgenommen hatte - auf seinem Gut Windischleuba. Seine "literarischen Ambitionen [...] galten der Erneuerung der deutschen Balladendichtung, der er mit dem 'Göttinger Musenalmanach' (1898-1923) ein eigenes Forum schuf und auch theoretische Abhandlungen widmete" (DBE). "Mit der nationalsozialistischen Bewegung sympathisierte Münchhausen, dessen Werk in der Weimarer Republik auf nachlassendes Interesse stieß, frühzeitig. Er unterzeichnete das 'Treuegelöbnis' für Hitler und wurde zum Senator der Deutschen Akademie der Dichtung ernannt. Entsetzt über die nationalsozialistische Judenverfolgung, zog er sich später aus dem politischen Tagesgeschehen zurück und beging kurz vor Kriegsende Selbstmord" (ebd.). Vgl. auch Kosch II, 1815.‎

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‎Münchhausen, Börries Frh. von, Pseud. H. Albrecht, Schriftsteller (1874-1945).‎

‎Ms. Postkarte mit eigenh. Namenszug. Windischleuba, 19. III. 1943.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Dankt Josef Wesely für seine alljärhlichen Geburtstagswünsche. - Aus einem alten niedersächsischen Adelsgeschlecht stammend, studierte Münchhausen Rechts- und Staatswissenschaften und lebte - nachdem er im Ersten Weltkrieg als Offizier teilgenommen hatte - auf seinem Gut Windischleuba. Seine "literarischen Ambitionen [...] galten der Erneuerung der deutschen Balladendichtung, der er mit dem 'Göttinger Musenalmanach' (1898-1923) ein eigenes Forum schuf und auch theoretische Abhandlungen widmete" (DBE). "Mit der nationalsozialistischen Bewegung sympathisierte Münchhausen, dessen Werk in der Weimarer Republik auf nachlassendes Interesse stieß, frühzeitig. Er unterzeichnete das 'Treuegelöbnis' für Hitler und wurde zum Senator der Deutschen Akademie der Dichtung ernannt. Entsetzt über die nationalsozialistische Judenverfolgung, zog er sich später aus dem politischen Tagesgeschehen zurück und beging kurz vor Kriegsende Selbstmord" (ebd.). Vgl. auch Kosch II, 1815.‎

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