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‎Löhn-Siegel, Maria Anna, Schauspielerin (1830-1902).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Dresden, 16. V. 1890.‎

‎4 SS. auf Doppelblatt. Kl.-8vo. An einen nicht identifizierten Adressaten namens Fritz: "Welche Veranlassung es war, die mich bestimmte beigehendes Bändchen Vortragsgedichte herauszugeben, steht auf dem Titelblatt. Du kennst die Mehrzahl davon, glaube ich […]". - Nach ihrer Heirat mit Franz Ludwig Siegel 1872 hatte sich Maria Anna Löhn von der Bühne verabschiedet und war fortan als Autorin und Mitbegründerin des Dresdner-Frauenbildungs Vereins aktiv.‎

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‎Loën, August von, Hofbeamter und Theaterleiter (1828-1887).‎

‎Eigenh. adressiertes Briefkuvert. [Weimar], o. D.‎

‎1 S. Qu.-kl.-8vo. An Kammermusikus Henkel. - August von Loën war Nachfolger von Franz von Dingelstedt als Generalintendant des Weimarer Hoftheaters und inszenierte dort u. a. Bearbeitung klassischer Dramen wie Schillers "Räuber", Grillparzers "Sappho" sowie Shakespeares "Wintermärchen" und "Romeo und Julia". Daneben war Loën Gründungsmitglied der Weimarer Goethe-Gesellschaft, deren erstem Vorstand er als Vize-Präsident auch angehörte.‎

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Wien, AT
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‎Löscher, Leopoldine, Tänzerin (1853-1928).‎

‎Dokument mit eigenh. U. Wien, 31. VII. 1876.‎

‎1 S. Folio. Quittung über 125 Gulden, "welche Gefertigte aus der Cassa des k. k. Hof-Operntheaters pro Juli 876 richtig erhalten zu haben bestätiget […]". - Kassa- und Registraturvermerke in Buntstift; ein kleiner Ausschnitt am oberen Rand (ohne Textberührung).‎

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‎Loewe, Edmund, Sänger (1870 - nach 1923).‎

‎Eigenh. Zitat mit U. Wien, 2. III. 1898.‎

‎5 Zeilen auf 1 S. 8vo. "Sei nicht bös', dass ich solange nicht geantwortet habe". - Loewe zitiert für seine Entschuldigung die beliebte Arie "Sei nicht bös" aus Carl Zellers Operette "Der Obersteiger", die Anfang 1894 im Theater an der Wien Uraufführung gefeiert hatte. - Auf Trägerkarton montiert.‎

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‎Löwe (eig.: Löw), Konrad, Schauspieler (1856-1913).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, [14. V. 1905].‎

‎2½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An Julie Kalbeck, die Gattin des Musikschriftstellers u. -kritikers Max Kalbeck: "Besten, innigsten Dank für Ihr freundliches Gedenken! Leider ist mir die herrliche Wohnung, von der ich schon durch die Wiener Wohnungszeitung Kunde hatte, zu theuer [...]". - Der aus Mähren stammende Schauspieler spielte u. a. am Berliner Nationaltheater, am Deutschen Volkstheater und am Wiener Hofburgtheater. "Löwe, der vor allem ein vortrefflicher Sprecher war, verkörperte in seiner Jugend voll Temperament und Leidenschaft klassische Heldenrollen, während er in seiner Spätzeit vor allem in reiferen Charakterrollen und als Heldenvater Verwendung fand" (ÖBL V, s. v.).‎

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‎Löwe, Franz Ludwig Feodor, Schauspieler (1816-1890).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Bremen, Juli 1844.‎

‎5 SS. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An Karl Remmark, Schauspieler und Direktor des Landschaftlichen Theaters in Graz (heute: Schauspielhaus): "Mein alter Freund! Zwar weis ich nicht recht, ob ich bei Euren jetzigen Verhältnissen es wagen darf, in solchem vertraulichen Ton einen Gruß aus der Ferne an Euch zu richten, und ob ich nicht besser thäte meinen Brief mit: Hochgeehrter Herr Direktor! zu beginnen, da Ihr Euch nunmehr zu dieser erhabenen Würde empor geschwungen habt, und die Herren, welche sie bekleiden, gewöhnlich in der ersten Zeit sehr gerne den damit verknüpften Titel beobachtet sehen; allein da auch ich schon ein Mal - obgleich jetzt wieder in den Pfuhl der Verdamniß hinabgestürzt -- zu den Auserwählten gehörte, und mein herzlieber Kollege Bachmann mir Eure freundlichen Grüße mit dem Zusatze: ich solle meinem alten Freund Remark beweisen, dass ich seiner nicht vergessen hätte, überbrachte: so glaube ich mich zu demselben berechtigt, und will Euch denn auch ohne Berücksichtigung des Direktors zurufen: Grüß di Gott, mein alter Freund' | In der schönen Gratzerstadt […]". - Karl Remmark (1802-1886) war von 1844 bis 1850 Direktor des Landschaftlichen Theaters in Graz, seine größten Erfolge feierte er an der Seite von Johann Nestroy.‎

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‎Löwe, Franz Ludwig Feodor, Schauspieler (1816-1890).‎

‎Eigenh. Zitat mit U. Stuttgart, 16. X. 1880.‎

‎1 S. Qu.-8vo. "Leg höchstes Glück auf eine Wage [!] | und sieh, ihm fehlt das Wohlgewicht, | denn keines Menschen Lebenstage | Sind immer blau und sonnenlicht".‎

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‎Löwe, Julie, Schauspielerin (1786-1852).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An eine nicht identifizierte Empfängerin namens Peggi: "Liebe Peggi ich wünsche dir einen guten Morgen und bitte dich morgen Abend mit Deinem Mann u. Kindern bey uns ganz freundschaftlich zuzubringen. Wir sind ganz unter uns […]". - "Löwe wirkte zunächst in der Schauspieltruppe ihres Vaters, bis sie 1806 ein Engagement am Deutschen Theater in St. Petersburg erhielt. Seit 1809 in Wien ansässig, debütierte sie 1815 mit großem Erfolg am Hofburgtheater, wo sie anschließend Mitglied des Ensembles wurde" (DBE). - Etwas knittrig.‎

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‎Löwe, Konrad, Schauspieler (1856-1913).‎

‎Eigenh. Brief mit U. [Poststempel: Wien, 12. VI. 1907].‎

‎1 S. Qu.-8vo. An die Redaktion des Wiener Salonblattes: "Im Monat Juli bin ich zur Kur in Karlsbad, im August in Tirol […]". - Der aus Mähren stammende Schauspieler spielte u. a. am Berliner Nationaltheater, am Deutschen Volkstheater und am Wiener Hofburgtheater. "Löwe, der vor allem ein vortrefflicher Sprecher war, verkörperte in seiner Jugend voll Temperament und Leidenschaft klassische Heldenrollen, während er in seiner Spätzeit vor allem in reiferen Charakterrollen und als Heldenvater Verwendung fand" (ÖBL V, s. v.). - Beiliegend ein Zeitungsausschnitt mit einem Nachruf auf Konrad Löwe.‎

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‎Löwe, Ludwig, Schauspieler (1794-1871).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 3. I. 1855.‎

‎1 S. 8vo. Mit eigenh. Adresse (Faltbrief) und Siegel. An den Schauspieler Adolf Sonnenthal in Graz: "Ich danke Ihnen sehr für die übersandte Gr. Zeitung, und vor allem, für Ihre freundlichen herzlichen Zeilen, - Sie haben mir recht wohl gethan. - Ich habe Sie von ganzer Seele lieb, und wollte Gott, ich fände eine Gelegenheit es Ihnen beweisen zu können. - Mein Bild sollen Sie erhalten, und einige tiefgefühlte Worte darunter. Beiliegendes Blättchen geben Sie gefälligst der Mad. Wolf, doch darf der Gatte nichts davon erfahren […]. - Ludwig Löwe war seit 1826 am Wiener Burgtheater engagiert, 1838 wurde er Regisseur. - Riss und geringer Buchstabenverlust im Text; kleiner Ausriss durch Siegelbruch; auf Trägerkarton montiert; Siegelumschrift: "Regie des K. K. Hof-Burgtheaters"; beiliegend ein Zeitungsausschnitt mit einem Nachruf auf Löwe.‎

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‎Löwe, Ludwig, Schauspieler (1794-1871).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. [Wien], 10. XI. [1869].‎

‎1 S. Kl.-qu.-8vo. Mit eigenh. Adresse. Gratuliert Karl Remmark, "Schauspieler am Landschaftlichen Theater" in Graz (heute: Grazer Schauspielhaus), zu einem Vertragsabschluss. - Karl Remmark (1802-1886) war Schauspieler und Theaterdirektor in Graz, wo er gemeinsam mit Johann Nestroy große Erfolge feierte. Seine Bühnenkarriere beendete Remmark erst im hohen Alter. - Geringer Textverlust durch Ausschnitt der Briefmarke.‎

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‎Löwe, Ludwig, Schauspieler (1794-1871).‎

‎Eigenh. Zitat mit U. O. O., [1839].‎

‎145:87 mm. "Wer nicht die Welt in seinen Freunden sieht, | Verdient nicht dass die Welt von ihm erfahre. | Göthe [sic] […]". - Zitat der titelgebenden Hauptfigur aus Goethes "Torquato Tasso", 1. Aufzug, 3. Auftritt. - Alte Montagespuren auf der Verso-Seite; etwas fleckig.‎

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‎Loos, Theodor, Schauspieler (1883-1954).‎

‎Eigenh. Kärtchen mit U. O. O. u. D.‎

‎60 x 123 mm. Neujahrswünsche an den Schauspieler Paul Pranger (1888-1961) und dessen Eltern. - Als einer der ersten deutschen Filmschauspieler war Loos u.a. als Gunther in Fritz Langs Die Nibelungen (1924) zu sehen.‎

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‎Loos, Theodor, Schauspieler (1883-1954).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. O. O., 1. Jänner, o. J.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An den Schauspieler Paul Pranger (1888-1961): "Herzliches Prosit Neujahr, & auch deinen Eltern bestelle bei gelegenheit meine besten Wünsche zum Neuen Jahr […]". - Loos wurde 1912 an das Deutsche Theater Max Reinhardts in Berlin verpflichtet. Später wirkte er auch am Lessingtheater und am Preußischen Staatstheater‎

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‎Lucas, Carl Wilhelm, Schauspieler (1803-1857).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 27. X. [Jahr unleserlich].‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen nicht namentlich genannten Empfänger: "Das Schreiben Ihrer Tochter vom 25. d. M. habe ich richtig erhalten, und beeile mich Ihnen anzuzeigen, dass Sie in Betreff des Ludwig unbesorgt seyn können, die Sache ist ausgeglichen! - Meine Familie, welche Sie herzlich grüßt, ist Gott sey Dank recht wohl, auch mit meiner Gesundheit geht es recht gut! Wenn es so fort geht werde ich viel jünger werden, als ich vor meiner Krankheit war […]". - Der in Berlin geborene Lucas debütierte 1826 als Schauspieler in Linz. 1829 wechselte er nach Preßburg, von dort an das Theater an der Wien und 1834 ans Burgtheater, dem er bis an sein Lebensende angehörte. - Die eh. Datierung könnte als 1817 missverstanden werden. Anhand der Biografie muss der Brief allerdings nach 1829 datiert werden, eventuell 1851 oder 1847. - Auf Briefpapier mit gepr. Wappen und gepr. Zierrand.‎

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‎Lucas, Carl Wilhelm, Schauspieler (1803-1857).‎

‎Eigenh. Zitat mit U. Wien, 15. IV. 1836.‎

‎1 S. Kl.-qu.-8vo. "Sanft, wie die Morgenröthe, im schönen May erwacht | und auf dem Blumenbeete die Pracht der Rose lacht; | So wandle Du im Seegen und immer heitrem Sinn, | Auf blumenreichen Wegen dein schönes Leben hin". - Zum Buchdrucker ausgebildet, ging Lucas zum Theater und debütierte 1826 in Linz. 1829 wechselte er nach Preßburg, von dort an das Theater an der Wien und 1834 an das Wiener Burgtheater, dem er bis an sein Lebensende angehörte.‎

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‎Lucca, Pauline, Sängerin (1841-1908).‎

‎Eigenh. Notiz mit U. O. O., [1892].‎

‎½ S. 8vo. Beiliegend eine Portraitphotographie. "Ists so recht? Bitte schließen Sie den Brief". - Die beiliegende Portraitphotographie zeigt eine ganzfigürliche Darstellung der Sängerin aus dem Atelier Fritz Luckhardt, Wien. - Pauline Lucca erhielt ihre musikalische Ausbildung in Wien, sang zunächst im Chor der Hofoper und debütierte 1859 in Olmütz. "Nach Jahren als Ensemblemitglied in Prag erhielt sie 1861 auf Anregung Giacomo Meyerbeers einen Vertrag in Berlin, den sie nach beispiellosen Erfolgen 1872 brach, um Gastspielreisen durch Europa und Amerika zu unternehmen. 1874 kehrte sie nach Wien zurück und sang bis 1889 an der Wiener Hofoper, deren Ehrenmitglied sie wurde" (DBE).‎

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‎Lüttichau, Wolf Adolph August von, Generalintendant des Hoftheaters in Dresden (1786-1863).‎

‎4 eigenh. Briefe mit U. Dresden, 1824.‎

‎Zusammen 8 SS. auf 8 (= 4 Doppel-)Blatt. Ein Br. mit eh. Adresse (Faltbrief). Mit einer Beilage (s. u.). An Pius Alexander Wolff (1782-1828), Hofschauspieler am Königl. Theater in Berlin, der sich im Jahr zuvor einige Wochen in Dresden aufgehalten hatte. Wie schon zur selben Zeit Ludwig Tieck, so hatte damals auch Lüttichau, der neuernannte Generaldirektor des Königlichen Hoftheaters in Dresden, mit Wolff Kontakt aufgenommen und ihm die "Leitung des Artistischen" der Dresdner Bühne, später dann auch die der Regie, angeboten. "Ew. Wohlgebohren erlauben mir, schriftlich mit Ihnen in Verbindung zu treten, ohnerachtet ich noch nicht die Ehre habe von Ihnen persönlich gekannt zu seyn. S. Maj. der König haben mir die durch den Abgang des Hl. von Könneritz erledigte Generalidirection des hiesigen Hoftheaters und der Musikalischen Kapelle übertragen, und da ich den Wunsch habe, das hiesige Theater zur möglichsten Vollkommenheit zu bringen, solches mir aber nur dann erreichbar scheint, wenn wir darauf rechnen können Sie und Ihre Gemahlin [d. i. die Schauspielerin Amalie Wolff-Malcomi] in unserer Mitte zu besitzen, so gebe ich mir hiedurch die Ehre Ew. Wohlgebohren ergebenst zu ersuchen, im Fall es Ihren Plänen nicht entgegen, und Sie mit der hiesigen Bühne in Verbindung treten wollten, um hier die Leitung des Artistischen zu führen, mir die Bedingungen baldgefälligst bekannt zu machen, unter welchen Sie Sich dazu entschließen würden [...]" (a. d. Br. v. 4. X.). - Die Daten der einzelnen Briefe: I) 4. X. - II) 25. X. - III) 17. XI. - IV) 13. XII. Alle Briefe links oben mit späterer Numerierung. - Beiliegend ein eh. Briefkonzept mit U. von P. A. Wolff (dat. 8. XI. 1824, 1½ SS. auf Doppelblatt, folio) in Beantwortung von Lüttichaus Schreiben v. 4. X.; grundsätzlich stimme er einem Wechsel nach Dresden zwar zu, stelle aber doch fünf Vertragsbedingungen. In Berlin sollte man jedoch an den Wolffs festhalten, ein Entlassungsgesuch wurde vom König abgeschlagen und Wolff wurde bedeutet, er würde unter keiner Bedingung entlassen werden und sich durch erneute Gesuche nur der Ungnade des Königs aussetzen. Max Martersteig: Pius Alexander Wolff. Ein biographischer Beitr. zur Theater- und Literaturgeschichte. Leipzig, Fernau, 1879, S. 259ff., Nr. 51, 53, 56 u. 60.‎

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€ 2.000,00 Kopen

‎Lugné-Poe, Aurelien, Schauspieler und Theaterdirektor (1869-1940).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Paris, 3. XII. 1919.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. Kl.-8vo. An die namentlich nicht genannte Winnaretta Singer, Princess Edmond de Polignac, der er Karten für den Ibsenzyklus zukommen läßt und die er über die Vorstellungstermine von "Nora oder Ein Puppenheim", "Hedda Gabler" und "Rosmersholm" informiert. Die Aufführungen hätten nichts mit dem Boulevardtheater zu tun und seien in keiner Zeitung erwähnt, ihre Freunde würden zweimal im Monat über ein Schreiben, die Zeitschrift "L'œuvre" oder telegraphisch informiert: "Inclus les cartes touchant le Cycle Ibsen. Les représentations de chaque pièce sont données cing à six fois chaque […]. Hedda sera donnée les 4, 5, 6, 8, 9 [...] Rosmers[holm] le 7. Fin du mois Nora, reprise de Hedda et de Rosmer! - Nos séances n'ont aucun contact avec le Boulevard ou les journaux; nos amis sont informés par une feuille bi mensuelle, la revue de 'L'œuvre', ou …le télégraphe!" - Aurelien Lugné-Poe war Gründer und Leiter von "La Maison de l'Œuvre" (auch "Le Théâtre de l'Œuvre") (1893-1929), das vornehmlich Werke von Maeterlinck, Claudel, Wilde, Ibsen, Strindberg, Hauptmann und Jarry inszenierte. - Winnaretta Singer (1865-1943), eine Tochter des Erfinders und Unternehmers Isaac Merritt Singer - der sein Vermögen mit der Nähmaschinenfabrik I. M. Singer & Company begründet hatte -, war in zweiter Ehe mit dem Komponisten und Edelmann Edmond de Polignac verheiratet gewesen. Als Mäzenatin vergab sie wiederholt Auftragsarbeiten an junge Komponisten wie Igor Strawinski ("Renard") und Erik Satie ("Socrate") und förderte u. a. Nadia Boulanger, Clara Haskil, Arthur Rubinstein, Vladimir Horowitz, Ethel Smyth, Adela Maddison, die Ballets Russes, die Pariser Oper und das Orchestre Symphonique de Paris; in ihrem Salon verkehrten u. a. Marcel Proust, Jean Cocteau, Claude Monet, John Singer Sargent, Sergei Djagilew und Colette; Manuel de Fallas "El retablo de maese Pedro" wurde in ihrem Haus uraufgeführt. "Nach dem Selbstmord ihrer Schwester Isabelle im Jahre 1896 übernahm sie die Erziehung von deren Tochter, die als Daisy Fellowes zu einer der wichtigsten Gesellschaftsgrößen des 20. Jahrhunderts wurde. Von 1923 bis zu ihrem Tode war ihre Lebensgefährtin Violet Trefusis [...] Ihre Gemäldesammlung, zu der neben Édouard Manets ‚Die Lektüre' auch einige Gemälde von Claude Monet gehörten, gelangte 1944 als ihr Vermächtnis in den Louvre" (Wikipedia). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; etwas lichtrandig und angestaubt.‎

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‎Lunzer, Eduard, Schauspieler (1843-1913).‎

‎Eigenh. Zitat mit U. Wien, 27. I. 1898.‎

‎1 S. 8vo. Auf Trägerkarton. "Glaube nicht, daß die große Rolle diejenige sei, die dem Schauspieler Ehre macht, sondern die gut gespielte". - Lunzer wurde 1885 ans Theater an der Wien engagiert, ab 1900 wirkte er an den Operettenunternehmungen Gabor Steiners mit.‎

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‎Lussberger, Jacob, Schauspieler (1813-1857).‎

‎Eigenh. Dokument mit U. Wien, 1. II. 1850.‎

‎1 S. Folio. "Quittung über Ein Hundert Gulden Conv. Münze, welche Gefertigter als Garderobe Geld für das halbe Jahr vom 1 Febr. bis 1 Aug. 1850 aus der Kassa des k. k. Hof-Burg- Theater heute baar und richtig erhalten hat […]". - Nach seinem Debüt 1829 in Frankfurt a. M. ging Lussberger 1843 nach Stuttgart und 1846 nach Wien, wo er am Burgtheater und am Theater an der Wien auch selbst Regie führte. - Mit Kassavermerk in Rotstift und einem Ausschnitt am oberen Rand.‎

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€ 120,00 Kopen

‎Lutzer, Jenny, Sängerin (1816-1877).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 14. XII., o. J.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An Moritz Gottlieb Saphir: "Obwohl bekanntermaßen keine Loge noch Sperrsitze für Ihr brillantes Concert mehr zu haben sind, hat vielleicht dennoch irgendein Zufall Ihnen Welche in die Hände gebracht. Ich bin daher so frei zu ersuchen mir drei Sperrsitze, oder wenn dass nicht möglich ist eine Loge oder wenigstens 1 Eintrittskarte gefälligst zu überlassen […]". - Lutzer debütierte 1829 als Konzertsängerin in Prag, 1832 begann ihre Karriere auf der Opernbühne. "1836 als 'böhmische Nachtigall' an die Wiener Hofoper verpflichtet, wurde sie in den folgenden Jahren bei Gastspielen in München, Weimar, Prag sowie London gefeiert und mit der berühmten Henriette Sontag verglichen. Nach ihrer Heirat mit dem Dichter Franz von Dingelstedt nahm sie 1846 als österreichische Kammersängerin Abschied von der Bühne" (DBE).‎

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‎Mallinger, Mathilde, Sängerin (1847-1920).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Berlin, 25. I. 1872.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Das hiesige Fremdenblatt brachte vor 3 Tagen bereits die Nachricht, dass mit Ihrem Einverständnis Frau von Voggenhuber die Parthie der ‚Hermione' singen werde, nachdem ich mich der Einstudierung geweigert hätte. Ich glaube mich nun meines Versprechens ledig, die besagte Parthie sofort nach Unterzeichnung eines neuen Contraktes in Angriff nehmen zu wollen, und erlaube mir, Ihnen die mir am 20ten d. M. überschickte Partitur zurückzugeben […]". - Mathilde Mallinger kam 1866 auf Empfehlung Richard Wagners an die Münchner Hofoper. 1868 sang sie hier die Eva in der Uraufführung der "Meistersinger" unter der Leitung Hans von Bülows. 1869 wechselte sie zur Kgl. Oper Berlin. - Auf Briefpapier mit gepr. Wappen.‎

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‎Malten, Therese, Opernsängerin (1855-1930).‎

‎Eigenh. Bildpostkarte mit U. Kleinzschachwitz, 22. I. 1902.‎

‎1½ SS. (Qu.-)8vo. Mit eh. Adresse. An Rudolf Thiel in Wien: "Photographien aus der Anfangszeit meiner Künstlerlaufbahn werden kaum noch zu haben sein […]". - 1873 debütierte Therese Malten als Pamina in der "Zauberflöte" an der Dresdner Hofoper, wo sie anschließend ein Engagement auf Lebenszeit erhielt. Nach Anfängen im lyrischen Repertoire wandte sie sich 1881 den Opern Richard Wagners zu. - Auf Bildpostkarte mit photolith. Rollenporträt Maltens als Brünhilde und einer Ansicht der Semperoper.‎

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€ 160,00 Kopen

‎Mara, Gertrud Elisabeth, Sängerin (1749-1833).‎

‎Eigenh. Dokument mit U. Potsdam, 14. VII. 1774.‎

‎¼ S. (5 Zeilen). Folio. Quittung über dreißig Courant. - Die Tochter eines Kasseler Musikers trat als Geigen-Wunderkind in vielen europäischen Städten auf und nahm ab 1759 Gesangsunterricht. Nach ersten Auftritten in Leipzig wurde sie 1771 als erste deutsche Sängerin durch Friedrich den Großen auf Lebenszeit an die Berliner Hofoper berufen. 1780 verließ Mara Berlin und erlangte durch Aufenthalte in Paris, London, Turin, Venedig und Moskau europaweit Berühmtheit.‎

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€ 800,00 Kopen

‎Maran, Gustav, Schauspieler (1854-1917).‎

‎Eigenh. Brief mit U. und eh. Manuskript mit U. Wien, 25. XI. 1911.‎

‎Zusammen (1+1 =) 2 SS. auf 2 Bll. 8vo. An die namentlich nicht genannte Redaktion der "Österreichischen illustrierten Zeitung", die zu einer Tischrede auf die eigene Person aufgefordert hatte: "Nebenstehend der gewünschte Beitrag sammt Bild! Sollte Ihnen derselbe nicht passend erscheinen, so ersuche ich um Retournierung des Bildes [...]": "Trinkspruch: || An diesem Tische sitzt ein Mann, | der ohne mich nicht leben kann, | der mich liebt von ganzem Herzen, | Meine Wonne theilt und Schmerzen. | Gut's nur kann ich von ihm sagen - | Doch - die Neugier thut Euch plagen - | Drum - den Zweifel zu beheben | Ruf' ich laut jetzt: 'Ich soll leben!'" - Nach einem ersten Engagement in Wien begann für den Schauspieler ein umtriebiges Leben als Wanderschauspieler, das ihn die kleinsten Bühnen kennenlernen ließ. 1880 am Stadttheater Czernowitz engagiert, wurde er infolge einer Fehlbesetzung in die Rolle des Intriganten, ein Kollege hingegen in die Rolle des Komikers gesteckt, was ungewollt größte Heiterkeit im Publikum hervorrief. Nachdem nach einigen mißlich-heiteren Auftritten die Rollen vertauscht wurden, wurde Maran, der seit 1894 am Theater in der Josefstadt war, zu einem der beliebtesten Komiker der Zeit. “[M]an lacht, sobald seine hagere, lange Figur auf der Bühne erscheint [...]” (Eisenberg, Gr. biogr. Lex. der dt. Bühne im 19. Jh., zit. n. DBA I 802, 344). - Mit kleineren Randläsuren; das Manuskript mit kleinen redaktionellen Notizen in rotem Farbstift; ohne die erwähnte Photographie.‎

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€ 180,00 Kopen

‎Maran, Gustav, Komiker (1854-1917).‎

‎Kabinettphotographie mit eigenh. U. Wien, Oktober 1906.‎

‎165:110 mm. ¾ Portrait des Komikers aus dem K. u. K. Hofatelier R. Krziwanek, Wien. - Mit Notizen dritter Hand auf der Verso-Seite.‎

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€ 150,00 Kopen

‎Marberg, Lili, Schauspielerin (1876-1962).‎

‎Eigenh. Brief mit U. [Wien], 11. I. 1929.‎

‎1 S. 4to. An einen Professor, wohl den Direktor der Literaturabteilung der RAVAG Hans Nüchtern, mit der Bitte um ein Engagement im Radio: "Haben Sie nicht wieder einmal Arbeit für mich? Im Burgtheater habe ich leider eine große Pause, und Geldsorgen hat man doch immer, wenn man 7 Menschen erhalten muss! Vielleicht können Sie mich auch im Vortrag brauchen? Da meine komischen Sachen stets so aclamiert werden, würden sie auch im Radio wirken, denke ich! Oder Tiergeschichten, von denen ich wundervolle habe! Oder Märchen? Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie bald an mich dächten […]". - Ab 1907 war Marburg am Deutschen Volkstheater, von 1911 bis 1950 am Burgtheater tätig. Sie spielte zunächst Gestalten F. Wedekinds, G. Hauptmanns und H. Ibsens, später Königinnen und mütterliche Frauen, im Alter Rollen aus dem Charakterfach.‎

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‎Marian, Ferdinand, Sänger (1859-1944).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. 8vo. Mit eh. Adresse verso (Kartenbrief). An einen Herrn Frank, Operndiener der k.k. Hofoper: "[Sollte] irgend eine Änderung sein, welche mich betrifft, so bitte ich Sie, mir dies unverzüglich in meiner Wohnung sagen zu lassen, damit meine Frau mir dies zustellt". - Mit geringfügigem Textverlust durch Ausschnitt der Briefmarke.‎

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‎Mark-Neusser, Paula, Sängerin (1869-1956).‎

‎Eigenh. Visitenkarte. Wien, 14. IX. 1893.‎

‎2 SS. (10 Zeilen). Visitkartenformat. An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit Dank für ihr gesandte Zeilen. - Mark-Neusser besuchte das Wiener Konservatorium, debütierte 1890 am Opernhaus in Leipzig und gehörte 1893-99 der Wiener Hofoper an. Nach ihrer Heirat mit dem Internisten Edmund von Neusser gab sie ihre Opernkarriere auf und wirkte seit 1924 als Professorin an der Staatsakademie für Musik in Wien. - Mit eh. ergänzter Adresse.‎

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‎Mark-Neusser, Paula, Sängerin (1869-1956).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 8. XII. 1945.‎

‎1½ SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Es ist mir leider unmöglich diesmal meine Kunst in den Dienst der Wohlthätigkeit zu stellen. Ich bin gegenwärtig krank […]". - Mark-Neusser besuchte das Wiener Konservatorium, debütierte 1890 am Opernhaus in Leipzig und gehörte 1893-99 der Wiener Hofoper an. Nach ihrer Heirat mit dem Internisten Edmund von Neusser gab sie ihre Opernkarriere auf und wirkte seit 1924 als Professorin an der Staatsakademie für Musik in Wien.‎

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‎Mark-Neusser, Paula, Sängerin (1869-1956).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Leipzig, 17. X. 1891.‎

‎1½ SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Mein Cartarrh hat sich so verschlimmert, dass ich wieder das Bett hüten muß und es mir daher leider unmöglich ist Euer Hochwohlgeboren nochmals zu sehen. Ich bedauere lebhaft den Umstand, der mich auch verhinderte vor Ihnen singen zu dürfen und hoffe, dass ich dies Versäumte werde einstens in Wien nachholen können, oder wenn Herr Baron nochmals auf einer Reise Leipzig berühren […]". - Mark-Neusser besuchte das Wiener Konservatorium, debütierte 1890 am Opernhaus in Leipzig und gehörte 1893-99 der Wiener Hofoper an. Nach ihrer Heirat mit dem Internisten Edmund von Neusser gab sie ihre Opernkarriere auf und wirkte seit 1924 als Professorin an der Staatsakademie für Musik in Wien.‎

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‎Mark-Neusser, Paula, Sängerin (1869-1956).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Puchberg, 16. IX. 1912.‎

‎2½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Direktor: "Im Besitze Ihres geehrten Schreibens beeile mich meinen ergebensten herzlichsten Dank für alle Mühe auszusprechen. Gleichzeitig bitte ich vielmals gütigst entschuldigen zu wollen, dass Paul am 19. dem Gottesdienst noch nicht beiwohnt. Ich bin erst Gestern mit der Übersiedlung in mein neues Wiener Domicil fertig geworden und kann vor Donnerstag hier mit der Arbeit nicht fertig werden und reisen wir erst an diesem Tage nach Wien. Es soll gewiss die Einzige [!] Unpünktlichkeit Pauls sein, es ist leider durch die traurigsten Umstände bedingt […]". - Mark-Neusser besuchte das Wiener Konservatorium, debütierte 1890 am Opernhaus in Leipzig und gehörte 1893-99 der Wiener Hofoper an. Nach ihrer Heirat mit dem Internisten Edmund von Neusser gab sie ihre Opernkarriere auf und wirkte seit 1924 als Professorin an der Staatsakademie für Musik in Wien. - Auf Briefpapier mit schwarzem Trauerrand.‎

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‎Markus, Elisabeth, Schauspielerin (1895-1970).‎

‎Eigenh. Brief mit U. und Eigenh. Bildpostkarte mit U. Westerland-Sylt, 22. VIII. 1928 bzw. o. O. u. D.‎

‎Zus. (1+1 =) 2 SS. auf 2 Bll. (Qu.-)8vo. Die Karte mit eh. Adresse. An Hans Nüchtern: "Hier ist es fast so schön wie bei Ihren Proben in der Johannesgasse [...]". - Elisabeth Markus war Ensemblemitglied des Deutschen Volkstheaters in Wien und später des Theaters in der Josefstadt, spielte an Max Reinhardts Deutschem Theater in Berlin und wirkte zudem an zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen mit. - Der aus Wien stammende Journalist und Dramaturg Hans Nüchtern (1896-1962) war seit 1924 Leiter der literarischen Abteilung der RAVAG und unterrichtete auch an der Akademie für Musik und darstellende Kunst sowie am Max Reinhardt-Seminar. - Der mit Bleistift verfaßte Brief mit stärkeren Randläsuren.‎

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‎Marr, Elisabeth, Schriftstellerin (ca.1828-1901).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("Elisabeth"). Weimar, 11. X. 1855.‎

‎4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An eine "liebenswürdige Gönnerin" mit umfangreichen Erläuterungen zu ihren und ihres Gatten Lebensverhältnissen zu jener Zeit: "Bis jetzt erhielten Sie noch nie eine Zeile von mir, wundern Sie sich daher nicht über die verkehrte Art meiner Handschrift, u. glauben Sie mir zuverlässig, es ist eine entschiedene Illusion, den Menschen nach seiner Schrift beurtheilen zu wollen, ja, will man unter 'Schrift' die innerliche Wesenheit seiner Gedanken und Sprache verstehen, dann ließe ich es gelten, allein, die rein äußerliche Manier, die Buchstaben groß oder klein, flüchtig oder geziert zu machen, kann schlechterdings nicht auf das geistige Element eines Individuums schließen lassen. Nehmen Sie somit die günstigere Vorstellung über mich an: Zufall, oder eine falsche Schreibmethode hätten mich dazu bestimmt, solch ein verdrehtes Geschnörkel meine ehrsame Handschrift zu heißen. Im Grunde bin ich eine sehr vernünftige Person, die sich u. ihre Leidenschaften u. Gebrechen in Gewalt hat u. nie eine so verkehrte Handlung begehen könnte, wie ihre Buchstaben es vermuthen lassen. […] [I]ch lebe in Weimar, nein, ich vegetiere in Weimar, u. ertrage es ohne Murren u. Zornesausbrüche. Die Verhältnisse bestimmten es so, ich muss mich ihnen unterordnen, u. sie mir so erträglich wie möglich zu gestalten suchen. Das freiflatternde bewegte Leben einer großen Stadt, kenne ich nur noch dem Namen nach u. ob mein Denken u. Empfinden auch über die kleinstädtische Misère, des sogenannten Ilm-Athens hinweg fliegt, immer wird es wieder vor der eisernen Nothwendigkeit eingefangen, u. in den Käfig der niederdrückenden Existenzfrage eingesperrt. So komme ich dann kaum von der Stelle, meine Flügel sind lahm geworden, meine Phantasie liegt an Ketten [...]". - Über ihren Gatten, den Schauspieler und künstlerischen Direktor des Weimarer Hoftheaters Heinrich Marr, der sich mit dem Hof überwerfen und zwei Jahre später nach Hamburg zurückkehren sollte, heißt es u. a.: "Es wär ein so befriedigender Kunstabschluß[,] wenn es ihm gelänge, in der vollen geistigen Frische seiner Darstellungskraft von den Brettern abtreten zu können, indem er sich ein neues Terrain anbahnte, auf welchem er seine Erfahrungen u. sein Talent, zum Nutzen eines Institutes verwehrtete [!], das mit das erste in Deutschland genannt wird [...] Ihre directe Art u. Weise Propaganda zu machen hat sich ja wohl schon, wenn ich nicht irre, für die neue Direction des Burgtheaters bewährt gefunden, warum wollten Sie nicht für die neue Direction des Hofoperntheaters in die Schranken treten" [...]".‎

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‎Marr, Hans, Schauspieler und Regisseur (1878-1949).‎

‎ApcS. Spindlermühle, 20. VIII. 1918.‎

‎2 SS. Qu.-8vo. Eh. Unterschrift, gewidmet Arthur Holländer mit freundlichen Grüßen.‎

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‎Marr, Hans, Schauspieler (1878-1949).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Agnetendorf, 29. VII. 1928.‎

‎4½ SS. auf 3 Bll. 8vo. Wohl an den Journalisten und Dramaturgen Hans Nüchtern (1896-1962), Leiter der literarischen Abteilung der RAVAG: "Aus meinem hinterwäldlerischen Ferien-Schlupfwinkel (womit ich aber nicht gesagt haben will, dass ich eine Schlupfwespe bin, von dem Stachel wollen wir ja nicht reden aber schwarzgelb ist mein Gewand doch nicht […]) schicke ich der lieben Ravag allerschönste Grüße! Seit 14 Tagen sind wir im Besitze eines schönen Empfangsgerätes (eine echte Verdeutschung!) […] und stehen mit Wien in einer angenehmen Verbindung. So haben wir auch das ganze Wiener Sängerfest derart deutlich miterlebt, als wäre man mitten darunter gewesen. Mit unserem lieben Wien so eng verbunden zu sein, ein Hochgefühls-Novum! Als wir gleich nach dem Fertigmontieren als ersten Ort Wien einstellten und im nächsten Augenblick die liebe vertraute Stimme meines Namensvetters, unseres lieben Freundes Richter hörten, da wurden wir ganz still und ehrfürchtig […]. Nun ist unser Radio schon unser guter Freund […]". - Hans Marr gab sein Debüt 1897 am Königlichen Schauspielhaus in Berlin. Darauf folgten Bühnenstationen in Gotha, Görlitz, Breslau, Graz und Köln. 1905 kam Marr an das Lessingtheater in Berlin, schließlich holte ihn 1914 Hugo Thimig an das Burgtheater in Wien, dem Marr abgesehen von der Zeit zwischen 1919 und 1924 bis zu seinem Tod angehörte.‎

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‎Marr, Hans, Schauspieler (1878-1949).‎

‎Eigenh. Postkarte. Agnetendorf, o. D.‎

‎2 SS. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An den Wiener Journalisten und Dramaturgen Hans Nüchtern mit Urlaubsgrüßen: "Aus Schlesiens Bergen, wo wir wie immer schlupfwinkeln, die allerherzlichsten Grüße! Schön war es [...], aber manchmal ein wenig nützlich, Gott Pluvius hielt uns Menschengezücht wahrscheinlich für Salzheringe und wollte uns etwas genießbarer machen, ein falscher Schluß, Regen macht gallenbittrig, aber was wissen die Olympier von uns Menschen! […] Um nicht die schöne Karte ganz zu verschmieren, will ich mich kurz fassen: hab wohl, leb wohl, auf Wiedersehen! (Musik dazu in Verleih Peters.) [...]". - Hans Marr gab sein Debüt 1897 am Königlichen Schauspielhaus in Berlin. Darauf folgten Bühnenstationen in Gotha, Görlitz, Breslau, Graz und Köln. 1905 kam Marr an das Lessingtheater in Berlin, schließlich holte ihn 1914 Hugo Thimig an das Burgtheater in Wien, dem Marr abgesehen von der Zeit zwischen 1919 und 1924 bis zu seinem Tod angehörte.‎

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‎Marr, Hans, Schauspieler (1878-1949).‎

‎Eigenh. Neujahrskarte mit U. O. O., [1929].‎

‎1 S. 60:115 mm. "Alles Gute und Liebe für 1929 Ihnen, lieber Professor, sowie den lieben Ihrigen […]". - Hans Marr gab sein Debüt 1897 am Königlichen Schauspielhaus in Berlin. Darauf folgten Bühnenstationen in Gotha, Görlitz, Breslau, Graz und Köln. 1905 kam er an das Lessingtheater in Berlin, schließlich holte ihn 1914 Hugo Thimig an das Burgtheater in Wien, dem er abgesehen von der Zeit zwischen 1919 und 1924 bis zu seinem Tod angehörte.‎

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‎Martersteig, Max, Schauspieler und Theaterdirektor (1853-1926).‎

‎Ms. Brief mit eigenh. U. Köln, 15. April, o. J.‎

‎1 S. 8vo. An den Schauspieler Paul Pranger (1888-1961): "Es ist mir zu meinem grossen Bedauern nicht möglich gewesen nach Eisenach zu kommen oder in Eisenach Station zu machen. Geben Sie mir bitte doch Nachricht, wo Sie eventuell im Sommer spielen, andernfalls wo Sie im nächsten Jahre engagiert sein werden. Zunächst ist die Stellung in Leipzig, die ich event. für Sie hätte, noch nicht besetzt, es ist also auch noch nichts verabsäumt [...]". - Zunächst Pharmazeut, ließ sich Martersteig bei Otto Devrient zum Schauspieler ausbilden. Von 1885 bis 1890 war er Leiter der Bühnen in Mannheim, danach in Riga, Köln und Leipzig.‎

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‎Martin, Karl Heinz, Regisseur und Drehbuchautor (1886-1948).‎

‎Ms. Brief mit eigenh. U. Berlin, Charlottenburg, 15. April.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Teilt einem namentlich nicht genannten Adressaten seine Ankunftszeit in Wien und seinen Aufenthaltsort mit. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.‎

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‎Martinelli, Anna, Schauspielerin (1879-1937).‎

‎Eigenh. Briefkarte mit U. Troppau, 10. X. 1898.‎

‎2 SS. Qu.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Herzlichen Dank für Deinen lieben !!!!!!! Brief, nur fiel er etwas bissig aus, kein Wunder wenn man 'so viele Haare (statt auf der Oberlippe leider) auf den Zähnen hat', ich kann daher nicht umhin, Dir ein kleines Angebinde zu senden, dass Dir beim nächsten Schreiben nicht wieder so viele Haare in den Mund kommen, und sich lieber nach außen hin verpflanzen[,] wo sie richtiger am Platz sind, also für Deinen 'zukünftigen' Bart schicke ich Dir beiliegende Bartbinde. Nichts für ungut 'alter Schwede' […]". - Anna Martinelli, die Tochter des Schauspielers Ludwig Martinelli, wirkte als Soubrette in Hamburg, München, Wien (Bürgertheater, Stadttheater und Komödie), Graz und Innsbruck.‎

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‎Martinelli, Ludwig, Schauspieler (1832-1913).‎

‎Albumblatt mit eigenh. U. Wien, 8. XI. 1892.‎

‎55:97 mm. Beiliegend eine Portraitphotographie (137:101 mm auf Trägerkarton). Die Portraitphotographie zeigt ein Kniestück des Schauspielers. - Mit Spuren alter Montage verso.‎

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‎Martinelli, Ludwig, Schauspieler (1832-1913).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 25. VIII. 1898.‎

‎4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Julius: "Daß die Anna diese Saison nach Troppau ins Engagement geht, weißt du, ich möchte aber dass sie Jemand begleitet, und wenigstens die erste Zeit bei ihr bleibt. Die Tante Jenni war wohl so lieb sich anzutragen mit der Anna mitzugehen, aber du wirst einsehen lieber Julius, dass das nicht gut geht. Die Frau ist leidend […]. Die Anna, welche von ihrem Berufe ganz in Anspruch genommen sein wird, kann sich ihr nicht widmen, sie wäre halbe Tage lang allein u. oft auch des Abends, du wirst begreifen, dass dieses weder für die Jenni noch für Anna von Nutzen sein kann. - Also lieber Julius[,] wenn die Sprache darauf kommt, so rede der Tante ihren Vorsatz mit Anna zu reisen, aus, aber ohne ihr zu sagen, dass ich dies wünsche, du weißt ja, die Jenni ist eine seelensgute Frau, u. herzensgut, aber ich möchte sie nicht beleidigen dadurch, dass ich ihr Anerbieten zurückweise. Aber es geht wirklich nicht! - Es wäre mir aber sehr, sehr angenehm, wenn die Mizzi mit Anna reisen wollte […]". - Ludwig Martinelli, ein gebürtiger Linzer, war anfangs ein Schüler Ferdinand Georg Waldmüllers an der Akademie der bildenden Künste in Wien, wechselte dann aber zum Theater. Nach Stationen in München, Amsterdam, Graz und Prag kam Martinelli ans Volkstheater in Wien, wo er ab 1889 als Regisseur und Schauspieler tätig war. Der Gatte der Schauspielerin Louise Martinelli "galt als ideale Verkörperung der Anzengruber-Figuren [...], war aber auch ein erstklassiger Rezitator und Meister des Dialektvortrags" (Czeike IV, 192. Vgl. auch Öst. Lex. II, 24; zu Fraungruber vgl. Kosch I, 554). Seine Tochter Anna Martinelli wirkte als Soubrette in Hamburg, München, Wien (Bürgertheater, Stadttheater und Komödie), Graz und Innsbruck. - Mit gepr. Briefkopf.‎

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‎Martinelli, Luise, Schauspielerin (1850-1913).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Wien, April 1897.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit einer am oberen Rand montierten Portraitphotographie. "Sei wahr und schlicht | Gemahlte [!] Blumen riechen nicht [...]". - Luise Martinelli, die zweite Ehefrau Ludwig Martinellis, führten Engagements zuerst an das Theater an der Wien und dann an das Deutsche Theater in Prag. Ab 1889 war Louise Martinelli Ensemblemitglied des Deutschen Volkstheaters in Wien.‎

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‎Materna, Amalie, Sängerin (1843-1918).‎

‎Eigenh. Visitenkarte mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. (5 Zeilen). 72:113 mm. An ein Fräulein Hamburger: "Darf ich Sie bitten, mich im Laufe des Tages zu besuchen? […]". - Friedrich-Materna war zunächst Operettensoubrette am Thalia-Theater in Graz und am Carl-Theater in Wien, 1869-94 als dramatische Sängerin Ensemblemitglied der Wiener Hofoper. Vor allem als Wagner-Interpretin bekannt, sang sie mehrmals bei den Bayreuther Festspielen. Am Ende ihrer Bühnenkarriere trat Materna als Konzertsängerin auf und wirkte zuletzt als Gesangspädagogin in Graz.‎

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‎Materna, Amalie, Sängerin (1843-1918).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 5. I. 1895.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An eine Redaktion: "Ich würde höflichst ersuchen, beiliegende Danksagung in Ihr morgiges Blatt freundlichst aufzunehmen […]". - Materna war zunächst Operettensoubrette am Thalia-Theater in Graz und am Carl-Theater in Wien, 1869-94 als dramatische Sängerin Ensemblemitglied der Wiener Hofoper. Vor allem als Wagner-Interpretin bekannt, sang Materna mehrmals bei den Bayreuther Festspielen. Am Ende ihrer Bühnenkarriere trat Materna als Konzertsängerin auf und wirkte zuletzt als Gesangspädagogin in Graz. - Auf Briefpapier mit gepr. und vergold. Monogramm.‎

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‎Matras, Josef, Schauspieler (1832-1887).‎

‎Eigenh. Brief mit U. (Fragment). O. O., 6. IV. 1873.‎

‎1 S. 8vo. Schlußteil eines Briefes: "[...] Es würde so Vielen vor den Kopf gestoßen, die Wir alle brauchen! Wäre ich nicht krank hätte ich Dich heute besucht, ist mir besser, so komme ich morgen [...]". - Der aus Wien stammende Schauspieler und Sänger war Mitglied mehrerer Wandertruppen, ehe er ans Carl-Theater verpflichtet wurde, dem er dann 18 Jahre angehören sollte. "1882 wurde er als unheilbar geisteskrank in eine Irrenanstalt eingeliefert. In Volksstück, Posse und Operette beschäftigt, war Matras, der zu den letzten Vertretern der gemütvollen Wr. Komik Raimundscher Schule gehörte, einer der beliebtesten Schauspieler seiner Zeit" (ÖBL VI, 147). - Etwas fleckig und mit einem größeren Papiedruchbruch in der unteren Blatthälfte (geringf. Textverlust).‎

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‎Matras, Joseph, Schauspieler und Sänger (1832-1887).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Kaltenbergen [=Kaltenleutgeben], 7.X.1882 [?].‎

‎3 SS. 8vo. Beiliegend Umschlag und Zeitungsartikel. "Morgen ist der Professor Witzernitz nicht am Mittwoch aber macht bei mir nichts, es ist auch gut, wenn Sonntag oder Donnerstag kommt zu mir […]". - Der Sohn eines Schneidermeisters trat als Volkssänger auf und schloß sich 1852 einer Wanderbühne an, die in verschiedenen österr. Städten gastierte. Nach seiner Rückkehr nach Wien wurde Matras Mitglied der Moserschen Volkssängergesellschaft und trat 1858-62 in der Singspielhalle seines Partners Johann Fürst auf, mit dem er große Erfolge feierte. 1862 wurde er an das Carltheater verpflichtet und spielte hier bis 1879 als Publikumsliebling in Volksstücken, Possen und Operetten. Freunde brachten Matras 1881 in eine Kaltwasserheilanstalt in Kaltenleutgeben, wo sich der Zustand des Patienten jedoch weiter verschlechterte, bis am 5. Oktober 1882 (unter dem Vorwand, Matras zu dem ihm bekannten Schriftsteller O. F. Berg zu bringen) die Überstellung in die Nieder-Österreichische Landes-Irren-Heil- und Pflegeanstalt erfolgte und eine unheilbare Geisteskrankheit diagnostiziert wurde.‎

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‎Matras, Joseph, Schauspieler und Sänger (1832-1887).‎

‎Eigenh. Visitenkarte. [Wien], 19. I. 1877.‎

‎2 SS. 63:100 mm. "Giesrau ist bei Dr. Schick. Ferner erklärte sich Giesrau dahin, daß er nur zu einer ‚einköpfigen' Direction seine Zustimmung gäbe, was für Blasel (samt Frau) und Knaack Bezug haben soll! Mit der bloßen Antheilnahme am Gewinn ist er einverstanden […]". - Der Sohn eines Schneidermeisters trat als Volkssänger auf und schloß sich 1852 einer Wanderbühne an, die in verschiedenen österr. Städten gastierte. Nach seiner Rückkehr nach Wien wurde Matras Mitglied der Moserschen Volkssängergesellschaft und trat 1858-62 in der Singspielhalle seines Partners Johann Fürst auf, mit dem er große Erfolge feierte. 1862 wurde er an das Carltheater verpflichtet und spielte hier bis 1879 als Publikumsliebling in Volksstücken, Possen und Operetten.‎

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