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Neumann, Karl Friedrich, German orientalist (1798-1870).
Autograph letter signed. Munich, 4 May 1852.
8vo. 1 page on bifolium. To F. A. Brockhaus in Leipzig, sending an essay for Brockhaus's encyclopedia "Gegenwart".
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Olshausen, Justus, Orientalist (1800-1882).
Eigenh. Manuskript mit Namenszug in der Eingangszeile. O. O. u. D.
3½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. "Olshausen (Justus), Oberbibliothekar und ordentlicher Professor der orientalischen Sprachen in Königsberg, ein jüngerer Bruder des Vorigen [d. i. Hermann Olshausen], geb. am 9. Mai 1800 in Hohenfelde in Holstein, besuchte die Schulen zu Glückstadt und Eutin und studirte seit 1816 zu Kiel, wo er sich besonders unter Klenker's Leitung auf das Studium der orient. Sprachen legte, das er seit 1819 zu Berlin und dann, auf Kosten der dän. Regierung, zu Paris unter de Sacy fortsetzte. Bei seiner Rückkehr im J. 1823 erhielt er eine außerordentliche Professur in Kiel. Im Auftrag der dän. Regierung ging er 1826 abermals nach Paris, um die Handschriften des Zend-Avesta zu benutzen, deren Abschriften und Collationen er 1828 in Kopenhagen vervollständigte, worauf er die Herausgabe des Zend-Avesta [...] begann; doch ist seitdem nichts weiter erschienen [...]
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Pachinger, Anton Maximilian, Volkskundler (1864-1938).
Eigenh. Brief m. U. München, 14. IX. 1918.
2 SS. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An die Pianistin und Publizistin Anny Edle von Newald-Grasse (1875-1952): "Ich sage herzlichsten Dank für die Zeitungen mit den Krones-Erinnerungen! Wie hübsch Sie das alles zusammengestellt haben! Mein Feuilleton wird wol nie in einem Neudruck erscheinen, aber wenn Sie je was draus verwenden können, steht es gern zur Verfügung. Lassen Sie von Ihrer Studie doch Sep. Drucke machen! Da wären Ihnen viele Sammler und Museen dankbar [...]".
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Pauli, Friedrich August von, Bauingenieur und Pionier des Eisenbahnbrückenbaus (1802-1883).
Eigenh. Brief mit U. München, 23. IV. 1839.
3 SS. auf Doppelblatt. 4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Auf die geschätzte Zuschrift [...] beeile ich mich zu erwidern: 1) Daß von der eisernen Eisenbahnbrücke über die Isar bei Großhesselohe ein Modell nicht existirt; 2) Daß Herr L Förster in Wien, wie pag 16 (Januarheft) der Zeitschrift des Oesterreichischen Ingenieur Vereins 'Wochenversammlung vom 22. Januar' zu ersehen ist, ausführliche Pläne der fraglichen Brücke erhalten hat, um sie in der Bauzeitung bekannt zu machen. Ich habe nie ein Modell dieses Constructionssystems machen lassen. Das Tragvermögen kannte ich aus der Rechnung und war dessen gewiß, da jedes einzelne Stück, wenigstens der gespannten Theile, vor der Bohrung durch Spannung und Prellung geprobt worden war und die Verbindung so vollkommen geschah, wie sie nur bei dem Maschinenbau möglich ist [...]". - Mit kleinen Einrissen im Mittelfalz.
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Péligot, Eugène-Melchior, Chemiker (1811-1890).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 11. VII. 1851.
1 S. 8vo. Empfehlungsschreiben an einen namentlich nicht genannten Adressaten, den er davon in Kenntnis setzt, daß "M. Schrötter [d. i. Anton Schrötter von Kristelli], professeur de chimie, membre de l'academie des science de Vienne (Autriche)" das "bel établissement" des Adressaten besuchen wolle.
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Peters, Christian August Friedrich, Astronom (1806-1880).
Eigenh. Brief mit U. "Königliche Sternwarte bei Kiel", 12. VII. 1876.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An den Physiker und Astronomen Johann Karl Friedrich Zöllner: "Den Empfang Ihrer geschätzten Mittheilung [...] beehre ich mich hiermit anzuzeigen und erlaube mir die Versicherung hinzuzufügen, daß Sie mich durch Zusendung der freundlichst in Aussicht gestellten dritten Abhandlung sehr erfreuen und zum größten Danke verpflichten werden [...]". - Etwas fleckig.
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Pettenkofer, Max von, Chemiker, Epidemiologe und Hygieniker (1818-1901).
Eigenh. Brief mit U. Prien am Chiemsee, 15. IX. 1856.
1 S. 4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Vor einigen Tagen erhielt ich Ihre gütige Zusendung des Berichtes über die festliche Sitzung der kaiserlichen Akademie [...] Er gewährt mir in der That sehr erfreuliche Übersicht über das rege wissenschaftliche Leben in Ihren gelehrten Kreisen. Wie Sie vermuthet haben werden, hat mich der Nekrolog meines unvergeßlichen Lehrers Fuchs in hohem Grade interessirt, und ich freue mich, Ihnen mittheilen zu können, daß Ihr Seite 127 ausgesprochener Wunsch, daß eine unverkürzte und vollständige Ausgabe aller Schriften von Fuchs veranstaltet werden möchte, bereits in der Realisirung begriffen ist [...]". - Etwas eingerissen und mit kleinen Randläsuren.
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Petzholdt, Julius, Bibliothekar und Bibliograph (1812-1891).
Eigenh. Mitteilung mit U. O. O., 29. XI. 1883.
1 S. Kl.-8vo. Wohl an eine Buchhandlung: "Die zuletzt erschienenen Monumenta Germaniae historica bitte ich heute noch zu senden und im Novbr. auch mit zu verrechnen, die hier lagernden Bücher auch heute noch abholen zu lassen [...]". - Alt auf Trägerpapier montiert.
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Peyron, Amedeo, Orientalist (1785-1870).
Eigenh. Brief mit U. Turin, 11. XI. 1853.
1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. In französischer Sprache an einen namentlich nicht genannten Adressaten, wohl der Verlag F. A. Brockhaus in Leipzig, dem er auf dessen Wunsch eine biographische Notiz über sich zusendet.
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Pfaff, Friedrich, Geologe und Mineraloge (1825-1886).
Eigenh. Postkarte mit U. Erlangen, 27. VI. 1884.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An den Jusstudenten und Autographensammler Eugen von Mar in Graz: "Obwohl ich mir nicht einbilde, daß etwas Geschriebenes von meiner Hand irgend welchen Werth hätte, so komme ich doch gerne Ihrem Wunsche nach, Ihnen einige Zeilen zu schreiben. Damit Sie aber auch etwas von mir haben, was nicht ganz werthlos ist, wie diese Zeilen, sende ich Ihnen eine kleine eben erschienene Arbeit über einen Gegenstand, der wohl noch lange Geographen u. Geologen beschäftigen wird [...]". - Ohne die erwähnte Beilage.
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Pfeil, Joachim Graf von, Afrikaforscher (1857-1924).
Brief mit eigenh. U. Berlin, 26. XI. 1891.
½ S. 8vo. Mit Kuvert. Worte des Dankes an Max Kauffmann in Breslau, der zum Ableben von Pfeils Gattin Gertrud (die bei der Geburt ihrer Zwillinge verstorben war) kondoliert hatte. Der Brief selbst stammt aus der Hand von Pfeils Schwiegervater, dem Literaturhistoriker Friedrich August Leo. - Etwas angeschmutzt und berieben; mit schwarzem Trauerrand.
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Pflaum, Christoph David, Psychologe (geb. 1874).
Eigenh. Brief mit U. Breslau, 29. VI. 1906.
1½ SS. 8vo. An den Musikkritiker und Librettisten Richard Batka: "In Ihrem Artikel 'Insekten als Musiker (Nachdruck verboten)', den die 'Deutsche Tageszeitung' in ihrer No. 297 veröffentlicht, halten Sie sich direkt und indirekt mehrfach an Pilos, von mir deutsch herausgegebene und kommentierte 'Psychologie der Musik', ohne Sie indessen irgendwie zu nennen. Ich lege Ihnen gegenüber, der Sie in der literarisch recht merkwürdigen Anzeige bes[agten] Buches im 'Kunstwart' eine gewisse Brauchbarkeit des Buches 'fürs grosse Publikum' anzuerkennen das gütige Wohlwollen besassen, Wert darauf, dass diese Nennung in der gebührenden Weise nachträglich erfolge [...]". - Mit kleinen Randläsuren.
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Philippovich von Philippsberg, Eugen, Nationalökonom (1858-1917).
Eigenh. Albumblatt mit U. O. O. u. D.
1 S. Qu.-8vo. "Ein Staat, der den Volkswohlstand heben will, muss die Tatkraft und geistige Spannkraft seiner Bevölkerung erhöhen. Es ist nicht ein Zufall, dass die Völker grösster wirtschaftlicher Energie auch die grösste geistige Freiheit geniessen. Geistige und materielle Kultur sind auf ihrer höchsten Stufe zur Einheit verbunden [...]". - Philippovich habilitierte sich 1884 in Wien für politische Ökonomie und trat im folgenden Jahr eine Professur an der Universität Freiburg i. B. an. Er "geriet in Freiburg in den Bannkreis der historischen Schule, deren sozialpolitische Konsequenzen seinem Charakter entgegenkamen, deren Theoriefeindlichkeit er jedoch im Geiste der Wiener Schule ablehnte [...] Philippovich erkannte als erster die Notwendigkeit, die unter kapitalistischen Bedingungen sich deckenden Prozesse der Einkommensbildung und Einkommensverteilung analytisch auseinanderzuhalten" (ÖBL V, 43f.). "1893 kehrte er zurück nach Wien, wo er 1905/06 auch Rektor der Universität war. Als Mitglied des Vereins für Socialpolitik und des Kreises der Wiener Fabier gehörte Philippovich zu den geistigen Vätern der 1896 gegründeten Sozialpolitischen Partei. Er war im Arbeitsbeirat des Handelsministeriums tätig und beschäftigte sich auch in vielen seiner Publikationen mit sozialen Mißständen. Als sein Hauptwerk gilt ein ‘Grundriß der Politischen Ökonomie’ (2 Bde., 1893-1907)" (DBE).
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Philippovich von Philippsberg, Eugen, Nationalökonom (1858-1917).
Eigenh. Brief mit U. Bad Gastein
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ihr Telegramm [...] ist mir per Bote hieher nachgeschickt worden, wo ich mich während einiger Wochen zum Badeaufenthalt befinde. Da es mir hier vollständig an irgendwelchen Behelfen fehlt und ich ein spezielles Studium der amerikanischen Trusts nie betrieben habe, ist es mir leider nicht möglich, Ihren Wunsch nach einem Artikel über die augenblickliche Trustpolitik Roosevelts zu erfüllen [...]". - Philippovich habilitierte sich 1884 in Wien für politische Ökonomie und trat im folgenden Jahr eine Professur an der Universität Freiburg i. B. an. Er "geriet in Freiburg in den Bannkreis der historischen Schule, deren sozialpolitische Konsequenzen seinem Charakter entgegenkamen, deren Theoriefeindlichkeit er jedoch im Geiste der Wiener Schule ablehnte [...] Philippovich erkannte als erster die Notwendigkeit, die unter kapitalistischen Bedingungen sich deckenden Prozesse der Einkommensbildung und Einkommensverteilung analytisch auseinanderzuhalten" (ÖBL V, 43f.). "1893 kehrte er zurück nach Wien, wo er 1905/06 auch Rektor der Universität war. Als Mitglied des Vereins für Socialpolitik und des Kreises der Wiener Fabier gehörte Philippovich zu den geistigen Vätern der 1896 gegründeten Sozialpolitischen Partei. Er war im Arbeitsbeirat des Handelsministeriums tätig und beschäftigte sich auch in vielen seiner Publikationen mit sozialen Mißständen. Als sein Hauptwerk gilt ein ‘Grundriß der Politischen Ökonomie’ (2 Bde., 1893-1907)" (DBE).
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Pierre, Viktor, Physiker (1819-1886).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 5. I. 1886.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An den Physiker Albert von Ettingshausen: "Es freut mich sehr, daß die Ihnen zugesendeten Kabelmuster Ihren Wünschen entsprochen haben und bitte ich über sie so lange zu verfügen als sie für wünschenswerth erachten. Indem ich für Ihre intressanten Mittheilungen über den von Ihnen construirten Condensator und die mit ihm angestellten Versuche bestens danke und Ihnen meine geringen Künste jederzeit mit Vergnügen zu Gebote stelle, füge ich nur noch die Bitte bei auch meinerseits Hrn. Prof. Boltzmann meine besten Grüße und Empfehlungen überbringen zu wollen [...]".
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Plücker, Julius, Mathematiker und Physiker (1801-1868).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 3. II. 1866.
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Als ich von meiner großen Reise zurückkam ging ich gleich zu Geißler, der mir sagte, es sei alles zum Einpacken fertig. Ich drängte ihn die Sachen abzuschicken wa[s] er versprach aber doch verschob bis er mir erklärte das kann erst zu Weihnachten geschehen weil er eine große Bestellung von Röhren von Ruhmkorff für diese Zeit abliefern und Tag und Nacht arbeiten müsse. Ich war ärgerlich und h[ä]tte Ihnen die Sachen selbst verpacken lassen wenn ich von der letzten Vollendung der Hähne überzeugt gewesen wäre. Ich glaubte die Sendung abgegangen und Ihr Brief mußte mich daher sehr befremden. Geißler hatte sich beschwätzen lassen die Pumpe abzugeben. Eine neue ist fertig und diese Zeilen gehen nicht eher ab bis ich sie eingepackt sehe [...]".
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Pöppig, Eduard Friedrich, zoologist, botanist and explorer (1798-1868).
Autograph letter signed. Leipzig, 27 Nov. 1835.
Oblong small-4to. 1 page. In German, to an unidentified baron, asking him to communicate to the two Princes his warmest thanks for a most valuable present. As a loyal Saxon he is very happy to see his accomplishments recognized with approval by this princely couple.
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Poggendorff, Johann Christian, Physiker (1796-1877).
Eigenh. Brief mit U. Berlin, 11. VI. 1843.
2 SS. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An den Chemiker und Mineralogen Anton Schrötter von Kristelli in Graz: "Ihren ersten Brief nebst der Manuskript-Sendung und den Einlagen [...] habe ich richtig erhalten, und längstens ging ich wiederholt mit dem Vorsatz um, Ihnen für die interessante Sendung meinen Dank abzustatten und zugleich auf Ihre Anfragen Auskunft zu ertheilen, - aber immer wurde die Ausführung verschoben - obgleich ich mich täglich daran erinnerte. Was Alles Schuld daran war, das aufzuzählen werden Sie mir wohl erlaßen; es ändert ja die Sache nicht [...]". - Bl. 2 mit kleinem Ausriss durch Siegelbruch (keine Textberührung); mit einem kleinen Einriss und mehreren winzigen Papierdurchbrüchen im Textfeld.
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Popper-Lynkeus, Josef, Sozialreformer und Erfinder (1838-1921).
Eigenh. Postkarte mit U. Wien, [20. III. 1919].
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An die Buchhandlug Gebr. Suschitzky: "Ich bitte, mir mitzutheilen was die Brochure 'Die Parteilichkeit' von Dr. Frank kostet. Die andere von E. Herbst sandte mir dieser selbst zu [...]". - Mit Absenderstempel.
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Prel, Carl du, German philosopher and writer on mysticism and the occult (1839-1899).
Autograph letter signed. Munich, 26 Dec. 1893.
8vo. 1 p. on bifolium. To an unidentified recipient about the healing power of music, giving a short review of past authors who have expressed their views on this subject: "Daß Musik zu Heilzwecken verwendet werden kann - selbstverständlich in ganz individueller Behandlung - unterliegt keinem Zweifel. Ihre intensivste Wirkung äußerst sie bei Somnambulen. Sie ist sogar Steigerungsmittel des Somnambulismus. Unsere Zeit darf sich aber der Sache nicht als neuer Entdeckung rühmen. 1807 erschien in Wien eine Schrift von Lichtenthal 'Der musikalische Arzt' und in Prof. Kluge's Schrift [']Versuch einer Darstellung des animalischen Magnetismus als Heilmittel' nimmt das Literaturverzeichnis über diesen Gegenstand (S. 393) eine ganze Seite ein. Es sind Schriften aus dem 17. und 18. Jahrhundert [...]".
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Quandt, Johann Gottlob von, Kunsthistoriker und Kunstmäzen (1787-1859).
Eigenh. Brief mit U. Leipzig, 21. X. 1823.
3 SS. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An eine Signora Seidler: "Ein langer Aufenthalt in Wien, eine hartnäckige Krankheit und endlich die Nachricht von Ihrer Abreise von Rom ohne zu wissen wohin Sie sich gewendet, sind daran schuld, daß ich so lange geschwiegen. Nun aber habe ich erfahren daß Sie wieder auf deutschem Grund und Boden angelangt sind und beeile mich, Sie als Landsmann und als hesperischer Freudensgenosse zu begrüßen. Ach welch ein Unglück ist es doch in Italien gewesen zu seyn! - Jeder Sonnenblick durch trüben, nordischen Wolkenhimmel, jede Frucht, alles Schöne erinnert uns an Italien und wenn nun alle Bilder der Erinnerung verweht sind, eine Villa Pamphill mit zahllosen Blumen, ein Vatican voll Göttergestalten vor der Phantasie steht und ein wahres festino in unserm Innern beginnt, jedes frohe Gefühl in ein Bild sich kleidet, dann tritt die Erinnerungszauberwelt mit der Wirklichkeit in solchen Widerspruch, daß jener Frühling vor einem kalten Wind verweht, die Götter fliehn, der Corso der Phantasie verödet u. wir werden es uns mit um so tieferm Schmerz bewußt, daß wir wieder in Jena, Leipzig oder Dresden sind [...]". - Mit kleinem Ausriß durch Siegelbruch (geringf. Textberührung).
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Riehl, Alois, Philosoph (1844-1924).
Eigenh. Brief mit U. Graz, 11. X. 1875.
3½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An den Verlag Duncker & Humblot: "Ich habe ein auf zwei Bände berechnetes Werk unter dem Titel 'Der wissenschaftliche Kriticismus in der Philosophie Kants', seit K. Fischer die erste, umfassende Darstellung der Kantischen Philosophie, leider dem Verlag von Veit & Comp. übergeben. Der erste Band, der die 'Geschichte des englischen Kritizismus und die Entwicklung der Philosophie Kants' enthält und 27 Bogen Druck umfaßt, ist bis Bogen 22 (inclus.) bei Metzger & Wattig in Leipzig in 750 Ex. gedruckt. Inzwischen ist, wie Ihnen bekannt sein dürfte[,] die Firma in Concurs verfallen, und ein baldiges Erscheinen meines Buches daher nicht in Aussicht stehend. Dennoch wird der Erfolg meiner mehrjährigen Arbeit von einer möglichst schnellen Veröffentlichung derselben abhängen [...]". - Weiters mit konkreten Vorschlägen zu einer Fortführung seines Buches unter der Ägide von Duncker & Humblot.
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Ritschl, Friedrich Wilhelm, Philologe (1806-1876).
Eigenh. Schriftstück mit U. (Initialen). O. O., 19. I. 1854.
2 SS. Kl.-4to. "Eine beweisende Stelle für uter finde ich nirgends, und zweifle auch sehr daß es eine gibt. [U]tres bei Virgil und utribus bei Ovid beweisen gerade so viel wie patres und patribus d. h. gar nichts. Und doch scheinen die Lexicographen mit ihrem uter sich auf nichts anderes zu stützen [...] Bis also jemand ein uter (was im Nominativ vermuthlich gar nicht vorkommt) nachgewiesen haben wird, werden wir also getrost uter, schon wegen des doch kaum wurzelverschiedenen uterus uter, annehmen dürfen, zumal also wenn es durch den Rückschluß aus einem Bildungsgesetz des Romanischen bestätigt wird [...]". - Mit einem kleinen Papierdurchbruch im Mittelfalz.
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Ritter, Carl, Geograph (1779-1859).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
4 SS. auf Doppelblatt. Gr.-4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Durch Ihr überschicktes [...] Herbarium haben Sie mir und allen denen welchen ich es bis jetzt zeigen konnte einen wahren Hochgenuß bereitet. Durch die Fülle des Neuen und des Schönen was durch dieselbe für die lebendige Anschauung und begabtesten Kinder der Welt gewonnen wird. Ich bewundere die Meisterschaft in der Aufbewahrung des Gefundenen, den Reichtum des Entdeckten und die Herrlichkeit der dortigen Population? die sich in so vielen der Formen zumal auch in der Gruppe der Eschen und der Nadelhölzer kundtut [...]".
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Ritter, Heinrich, Philosoph (1791-1869).
Eigenh. Lektürenotizen. O. O. u. D.
2 SS. Kl.-4to. Notizen zu u. a. Aristoteles' "Nikomachischer Ethik" und "Metaphysik".
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Rochleder, Friedrich, Chemiker (1819-1874).
Eigenh. Brief mit U. Prag, 1. XI. 1864.
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ich schreibe Dir diese Zeilen nicht als Freund, sondern als Mitglied der k. Akademie der Wissenschaften zu Wien. Ich bin überzeugt, daß jede Körperschaft die Verpflichtung hat, sich Geltung zu verschaffen, wo ihr das Recht Niemand bestreiten kann, es zu thun. Ich habe erfahren, daß der Unterrichtsrath[,] der[,] was seine Majorität anbelangt[,] aus Nicht-Akademikern besteht, findet, daß Herr Prof. v. Peball [sic] in Lemberg wegen seiner physikalischen Kenntnisse den Vorzug vor allen anderen Chemikern verdient bei der Besetzung der Professur der Chemie in Gratz. Es kann nicht Sache der k. Akademie sein, dem Unterichtsrath Rügen zu ertheilen, wenn er derlei sinnlose Prinzipien aufstellt, die in ihrer Consequenz dahin führen, daß man die Professuren nicht mehr mit Fachleuten besetzen darf, aber die Akademie kann nach meinem Dafürhalten nicht zusehn, wie ein Unterrichtsrath dem Ministerium einen Candidaten für die Professur der Chemie in Gratz primo loco wegen seiner physikalischen Kenntnisse vorschlägt, der weder für seine Verdienste in der Physik noch für seine Leistungen in der Chemie von der Akademie der Wissenschaften zu ihrem Mitglied erwählt worden ist, während ein Chemiker, der wegen seiner Leistungen in der Chemie zum wirkl. Mitglied der k. Akademie gewählt und von Sr. Majestät ernannt worden ist, secundo oder tertio loco gesetzt wird [...]". - Mit kleinen Randläsuren.
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Roemer, Ferdinand, Geologe, Paläontologe und Mineraloge (1818-1891).
Eigenh. Brief mit U. Breslau, 3. III. 1894.
2¼ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ich will Ihnen doch melden, daß heute Hr. Dr. Gürich [d. i. der Geologe, Mineraloge, Petrograph und Paläontologe Georg Gürich] aus Venezuela zurückgekehrt ist. Den Hauptzweck seiner Reise hat er nicht erreicht. Die vermeintlichen metallischen [?] Schätze auf dem Territorium des Hamburg-Holländischen Syndikats sind nicht vorhanden. Alle darauf bezüglichen Angaben haben sich als eitel Schwindel erwiesen. In jedem Falle wissen nun die Herren in Hamburg und Holland durch einen zuverläßigen und ken[n]tnißreichen Man[n] was sie von ihrem vermeintlichen Bergwerkseigenthum in Venezuela zu halten haben und das ist ja auch ein Vortheil [...]". - Gering fleckig.
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Rohlfs, Gerhard, Afrikareisender (1831-1896).
Eigenh. Brief mit U. Weimar, 19. III. 1878.
1¾ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Diesmal komme ich mit einer Bitte. Nämlich mir Ort, Tag, Jahr etc. Deiner Geburt mitzutheilen, wichtigste Data Deines Lebens, alle Deine Publicationen etc. Es ist für Meyers Konversationslexicon, und wenn ich auch nicht speciell mit Bearbeitung des Lebens berühmter Naturforscher beauftragt bin, sondern nur die der Reisenden, Geographen etc übernommen habe, so halte ich es dennoch für eine große Ehre den Dir zukommenden Platz mit meiner Feder ausfüllen zu können. Willst Du mir freundlichst die Notizen geben? [...] Von meiner Expedition kann ich nichts melden. Die beantragten M. 100.000 sind von der Budgetcommission gestrichen. Von den geographischen Gesellschaften hat mir nur die Leipziger 1000 M. zur Verfügung gestellt, die ich einstweilen deponirt habe [...]". - Auf Briefpapier mit gepr. Monogramm.
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Rømer, Ole, Astronom (1644-1710).
Ausschnitt mit eigenh. U. ("Römer"). O. O. u. D.
Ca. 48:204 mm mit zwei Binnenausschnitten. Mit einem weiteren Einschnitt und Montagespuren.
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Roscher, Wilhelm, Historiker und Ökonom (1817-1894).
Eigenh. Schriftstück mit U. Dresden, 29. V. 1858.
¾ S. 4to. "Ich bekenne, durch die Güte des K. Statistischen Bureaus leihweise auf 14 Tage folgende Bücher empfangen zu haben [...]". - Mit kleinen Randläsuren.
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Rosen, Friedrich August, Orientalist und Sanskritist (1805-1837).
Eigenh. Brief mit U. Berlin, 29. VI. 1827.
1 S. 4to. Wohl an eine Buchhandlung: "Ew. Wohlgeboren übersende ich hiebei [...] den lange schuldig gebliebenen Rest meiner Rechnung bei Ihnen, und bitte Sie nochmals wegen dieser langen Verspätung um Entschuldigung. Den mit dem Monat Juny dieses Jahres schließenden Jahrgang des Journal Asiatique, Vol. IX+X bitte ich Sie, nunmehr nicht für mich zu verschreiben, da die Annehmlichkeit, die Hefte einzeln nach ihrem Erscheinen zu erhalten, doch nun einmal wegfällt, und ich auch würklich [sic] bei dem Reise-Leben, dem ich entgegensehe, kaum einen bestimmten Ort anzugeben wüßte, an welchem Ihre Sendung mich treffen würde [...]".
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Rosen, Georg, Iranist, Turkologe und Diplomat (1820-1891).
Eigenh. Brief mit U. Pera (Konstantinopel), 31. XII. 1851.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Wohl an einen Verlag mit der Mitteilung, "daß ich bis Ende Febr. n[ächsten] Js. das Mscpt. der innern u. äußern Regierungs-Geschichte des Sultans Abdul Medschid fertig zu bringen gedenke, u daß ich jedenfalls in naher Zeit Ihnen mittheilen werde, wann auch das Mscpt. der statistischen Notizen des türkischen Reichs beendigt seyn wird [...]".
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Rudolphi, Karl Asmund, Botaniker und Zoologe (1771-1832).
Schriftstück mit wiederholter eigenh. U. Berlin, 3. VIII. 1825.
1 S. Folio. "Dem Studiosus theologiae Albert Wellmann aus Stettin gebürtig, welcher am 19. Apr. 1823 auf der hiesigen Universität immatrikulirt worden ist, wird Behufs eines Stipendiums unter des Rektors Unterschift und dem Universitätssiegel hiermit bezeuget, daß über ihn etwas Nachtheiliges bisher nicht bekannt geworden, insbesondere auch daß er, soviel zur Kenntniß der Universität gekommen, niemals Mitglied einer verbotenen Verbindung gewesen ist [...]". - Mit stärkeren Randläsuren und papiergedecktem Siegel.
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Rüppell, Eduard, Forschungsreisender und Naturforscher (1794-1884).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 10. XII. 1839.
¾ S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ihre oft bewährte Gefälligkeit durch Beförderung meiner Litteralien an gelehrte Gesellschaften in England bin ich so frei zu Gunsten beikommenden unversiegelten Paquets in Anspruch zu nehmen, welches für die Londoner Zoologische Gesellschaft bestimmt ist [...]".
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Thiersch, Friedrich, Philologe (1784-1860).
Eigenh. Brief mit U. München, 30. VIII. 1849.
3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten, kurz vor seiner Abfahrt nach Gastein "zum Gebrauch des Bades": "[...] Sehr angenehm wird mir sein von Ihnen oder Herbert einige Mittheilungen nach den Gasteiner Bergen u. Waldeinsamkeit zu bekommen [...]".
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Thiersch, Heinrich Wilhelm Josias, evangelischer Theologe (1817-1885).
Eigenh. Brief mit U. München, 15. II. 1869.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Herrn Adermann: "Der Die Überbringerin soll den Betrag des Ladenpreises für Schreibers Maximilian Ihnen übergeben. Mein Fehler war, daß ich dies nicht im November sogleich gethan [...]".
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Thode, Henry, Kunsthistoriker (1857-1920).
Kuvert mit eigenh. Adresse. [Heidelberg, 27. II. 1905].
1 S. Qu.-8vo. An Marie Wollrab in Trautenau (Trutnov).
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Tissandier, Gaston, Chemiker, Meteorologe und Luftschiffer (1843-1899).
Eigenh. Brief mit U. Coburg, 18. VII. 1887.
1 S. 4to. An Adolphe Weil in München: "J'ai recu ce matin la montre à ballon que je me suis fait adresser de Paris [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der "La Nature. Revue des Sciences"; etwas fleckig und mit einem kleinen Papierdurchbruch.
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Toepler, August, Physiker (1836-1912).
Eigenh. Brief mit U. Dresden, 10. VI. 1878.
3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten, der ihm jüngst gemachte Messergebnisse zugesandt hatte: "[...] Mit vieler Freude habe ich Ihre Messungen gelesen und darin Ihre gewohnte Exactheit wiedergefunden. Vielleicht construiren Sie im Anschluße daran einen Apparat für einfache und genaue Bestimmung der Inclination auf elektromagnetischem Wege, was wohl zu einem günstigen Resultate führen müsste? Die auf Seite 2 u. 8 bemerkten Unregelmäßigkeiten, d. h. die an den Quecksilbercontacten auftretenden Erscheinungen, welche bei Ihren Beobachtungen eine Nebenrolle spielten, interessiren mich in anderer Richtung in letzter Zeit. Die Frage, ob strömende Elektrizität beim Uebergange aus einer Flüssigkeit in ein starres System nicht eine der verfeinerten Beobachtung zugängliche mechanische Reaction äußern könne, scheint mir nicht ausgeschlossen, eine Reaction welche von den thermischen u. elektrodynamischen Erscheinungen verschieden ist [...]". - S. 4 mit wohl a. d. H. des Adressaten stammenden Notizen und Berechnungen (in Bleistift).
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Tomaschek, Wilhelm, Geograph und Orientalist (1841-1901).
Eigenh. Schriftstück mit U. O. O. u. D.
1 S. Qu.-8vo. "Die Anmeldung für die Vorträge des Unterzeichneten über Völkerkunde und Anthropogeographie (2 Stunden die Woche) findet Samstag den 20. Oktober Nachm. um 5 Uhr [...] statt [...]". - Mit Stempel des Rektorats der TH Graz und U. von deren Rektor; am Rand und in die Unterschrift hinein etwas eingerissen.
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Tornberg, Carl Johan, Orientalist (1807-1877).
Eigenh. Manuskript mit U. Lund, 25. VI. 1872.
4 SS. auf Doppelblatt. 4to. "Carl Johan Tornberg, geb. den 23. Oct. 1807 in Linköping, Residenzstadt der Provinz Ostgotland. Mein Vater, Goldschmidt und ein geachteter Bürger dieser Stadt, opferte mit Bereitwilligkeit seine Ersparnisse, um mir eine gute Erziehung zu geben, und wünschte, daß ich das, was da zu erlernen war, lernen mochte. In der Trivial Schule und Gymnasium der Stadt erhielt ich eine gute Grundlegung meiner Studien, die ich von 1826 an der Universität zu Upsala fortsezte [...], wo ich 1833 [...] promovirt ward. Es war, wie es bey uns noch ist, der erste Schritt ins wirkliche Leben [...]".
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Trattinnick, Leopold, Botaniker und Mykologe (1764-1849).
Eigenh. Brief mit U. Wohl Wien, 17. IV. 1830.
1 S. 4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "In der Anlage erhalten E. W. die beyden Aufsätze, die ich Ihnen am 17ten des vor. Mon. zugesagt habe. Die Correctur belieben Dieselben mir in meine Wohnung zu schicken [...]". - Ohne die beiden Aufsätze.
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Treviranus, Ludolf Christian, Botaniker (1779-1864).
Eigenh. Brief mit U. Bonn, 5. X. 1843.
2 SS. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An den Botaniker und Malakologen Ferdinand Krauss vom Königlichen Naturalienkabinett in Stuttgart: "In Folge der Unterredung, welche ich die Ehre hatte, mit Ihnen in Stuttgart zu halten, benachrichtige ich Sie ergebenst, daß ich wünsche für mein Herbarium von Ihren tropischen getrockneten Gewächsen diejenige der beyden mir vorgelegten Sammlungen zu requiriren, welche nach Ihrer eigenen Ansicht die größte Mannigfaltigkeit nichteuropäischer Formen und die besten Exemplare enthält [...]".
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Tschudi, Johann Jacob, Naturforscher und Diplomat (1818-1889).
Eigenh. Brief mit U. Jacobshof Post Edlitz, 9. XII. 1859.
1 S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ich ersuche Sie die beifolgende Notiz gütigst der nächsten Sitzung der math.-naturw. Classe vorzulesen damit ein Irrthum an dessen Verbreitung ich Schuld war berichtigt wird. Der Inhalt der Notiz dürfte Sie speciell interessiren [...]" - Ohne die besagte Notiz.
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Tuch, Friedrich, Orientalist und Theologe (1806-1867).
Eigenh. Manuskript mit Namenszug in der Eingangszeile. O. O. u. D.
4½ SS. auf 3 Bll. 8vo. "Tuch, Johann Christian Friedrich, wurde geboren am 17ten December 1806 in Quedlinburg, woselbst sein Vater Königl. Preußischer Steuerbeamter war. Die politischen Umgestaltungen Preußens in jenen verhängnißvollen Jahren nöthigten Letzteren zu wiederholtem Wechsel des Wohnors, bis derselbe endlich nach der Restauration i. J. 1815 zu Nordhausen am Harz als Steuer-Inspector eine bleibende Stätte fand u. zugleich passende Gelegenheit fand, für die Erziehung seines Sohnes sorgen zu können. Dieser bezog hier das Gymnasium. Eine entschiedene Anlage zur Musik ließ es lange zweifelhaft erscheinen, ob nicht die Kunst sein eigentlicher Lebensberuf sei. Doch überwog die Neigung zu den Wissenschaften, welche unter der Leitung von F. K. Kraft (jetzt Director des Johanneums zu Hamburg) hauptsächlich ihre Richtung auf Philologie erhielt, aber bald mit besonderer Vorliebe sich über das Studium der Hebräischen Sprache u. Litteratur mit erstreckte. Ein mehr zufälliger Umstand entschied endlich über die eigentliche Lebensaufgabe, nämlich die persönliche Bekanntschaft mit Gesenius [...]".
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Ulbrich, Joseph, Rechtswissenschaftler (1843-1910).
Eigenh. Albumblatt mit U. O. O. u. D.
½ S. 8vo. "Die Universitäten sind das größte Kleinod des deutschen Volkes, möge die akademische Jugend stets dieser Wahrheit eingedenk sein". - Alt auf Trägerkarton montiert.
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Unger, Franz, Botaniker und Paläontologe (1800-1870).
2 eigenh. Schriftstücke. O. O. u. D.
Zusammen (1¼+1¼=) 2½ SS. auf 2 Bll. 4to. Zwei weitgehend idente Konzepte zu einer Rede: "Es war ernstlich meine löbliche Absicht zur Nachfeier des Jubiläums unseres Freundes Pick statt einer landesüblichen normalspurigen Festrede etwas anderes zu halten. Es ist jedoch ein hoher Auftrag an mich ergangen, zu dessen Erfüllung ich das Wort nehmen muß. In der verflossenen Nacht erschien mir im Traum eine hohe edle weibliche Gestalt. Ihr ganzes Wesen athmete Harmonie [...]". - Ein Blatt mit größerem Randeinriß.
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Unger, Franz, Botaniker und Paläontologe (1800-1870).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 17. X. o. J.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Im Begriffe nach Oest zu den Delegationsverhandlungen abzureisen, muß ich es mir vorbehalten, Ihnen nach meiner Rückkehr mündlich die Gründe darzulegen, die es mir zu meinem lebhaften Bedauern unmöglich machen, Ihrer ehrenwerthen Aufforderung zu entsprechen [...]". - Mit schwarzem Trauerrand.
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Unger, Franz, Botaniker und Paläontologe (1800-1870).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 5. III. 1851.
3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Euer Wohlgeboren waren so freundlich, mir Herrn Otto Weber zu empfehlen, wofür ich Ihnen ergebenst danke. Die eingesendete Arbeit dieses jungen Mannes ist recht hübsch und fleißig durchgeführt, allein sie bedarf einiger Berichtigungen, denen ich mich gerne unterziehen werde, so wie ich etwas Zeit gewinne, über die ich aber eben in diesem Augenblick nicht disponiren kann. Was ich Hn. Weber aber vor allem andren rathen möchte, ist der Gebrauch eines Pantographen zum Behufe der Abbildungen, die mir eben nicht ganz genügend scheinen [...]".
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Viehoff, Heinrich, Philologe und Pädagoge (1804-1886).
Eigenh. Albumblatt mit U. Trier, 18. I. 1880.
1 S. (12 Zeilen). 8vo. Das Grab und die Rose. | (Nach Victor Hugo) | Das Grab sprach zu der holden Rose: | 'Sag' an, Du Liebling der Cythern, | Was machst Du mit der goldnen Zähre, | Womit Aurora Duch bethaut?' - | Die Rose sprach zum dunklen Grabe: 'Sag' an, was machst Du mit der Habe, | Die weinend Dir der Mensch vertraut?' - | Die Rose sprach: 'O düstre Gruft, | Ich bilde still Aurorens Labe | Zu Honig um und Ambraduft.' - | 'Und ich erkläre', sprach die Gruft, | 'Zum Himmelsbürger meine Habe'.
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