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Karajan, Herbert von, Dirigent (1908-1989).
Albumblatt mit eigenh. U. O. O. u. D.
1 S. 8vo. Mit montiertem Portrait (Zeitungsausschnitt).
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Karajan, Herbert von, Dirigent (1908-1989).
Albumblatt mit Originalphotographie und eigenh. U. [Berlin, 25. oder 26. X. 1969].
1 S. 4to. Mit montierter Photographie. Die Aufnahme von einer Signierstunde vor oder nach einem Konzert in der Berliner Philharmonie am 25. oder 26. Oktober 1969.
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Karajan, Herbert von, Dirigent (1908-1989).
Konzertprogramm mit eigenh. U. [Berlin, 25. oder 26. X. 1969].
4 SS. auf Doppelblatt. Kl.-4to. Signiert vor oder nach einem Konzert in der Berliner Philharmonie am 25. oder 26. Oktober 1969. - Beiliegend ein weiteres Exemplar des Programms (ohne U.).
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Karajan, Herbert von, Dirigent (1908-1989).
Portraitkarte mit eigenh. U. O. O. u. D.
1 S. 8vo. Im weißen unteren Rand stellenweise etwas fleckig.
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Karajan, Herbert von, Dirigent (1908-1989).
Portraitkarte mit eigenh. U. O. O., um 1970.
8vo. Portraitkarte der Deutschen Grammophon, die Karajans "Ring des Nibelungen" in den Jahren 1966 bis 1970 aufnahm und erstmals auf 19 LPs veröffentlichte.
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Kienzl, Wilhelm, Komponist und Musikschriftsteller (1847-1951).
Eigenhändige Sentenz mit U. Wien, 28. X. 1927.
1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre und gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'", aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). Beilage (s. u.). "Die dem deutschen Volke angeborenen und in ihm aufgespeicherten Energien sind so bedeutend, dass sein andauernder Niedergang als ausgeschlossen gelten, ja dass ein neuerliches Obsiegen seiner Kräfte als unausbleiblich angenommen werden kann [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). - Als Kienzls bedeutendste Werke seien die Opern "Der Evangelimann" (Uraufführung 1895 in Berlin, op. 45) und "Der Kuhreigen" (1911 Wien, op. 85) genannt: Sie vertreten den Typ einer spezifisch österreichischen "Volksoper" (vgl. NDB IX, 597f.). - Beiliegend ein gedr. Spendenaufruf (mit Lochspur) im Namen der Gesellschaft für Musikfreunde für den "Wilh. Kienzl-Fond" als Gegenleistung für Autographenspenden. Schönes Schriftbild. Koslowsky 38.
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Klimt, Gustav, Austrian painter (1862-1918).
Autograph inscription and signature on backing cardboard of a photograph showing Klimt's painting "The Old Court Theatre (View From the Stage Toward the House)". Vienna, 30 Jan. 1890.
440 x 505 mm (image, platemark 522 x 601 mm) on cardboard (620 x 690 mm). Heliogravure by the Viennese art publisher J. Löwy after Gustav Klimt's watercolour, now in the Wien Museum (IN 31.813), inscribed to the statesman Count Eduard Taaffe, Viscount Taaffe, in German in the lower right margin: "Sr. Excellenz dem Herrn Ministerpräsidenten Grafen Taaffe in größter Ehrfurcht. Gustav Klimt 30/I 1890" ("To His Excellency the Minister-President Count Taaffe in deepest veneration. Gustav Klimt 30 Jan. 1890"). Taafe is depicted on the first balcony, fourth from the left. In 1888 Klimt had been commissioned to record for posterity the old Court Theatre on Vienna's Michaelerplatz (St. Michael's Square), to be demolished in autumn that same year. Klimt integrated some 200 miniature portraits of contemporary celebrities into his painting. - Edges a little bumped and scuffed, cardboard stained and browned. Image nearly flawless; inscription and signature a little faded.
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Korngold, Erich Wolfgang, Komponist (1897-1957).
Eigenh. ausgefüllter Scheck mit U. Hollywood, 28. II. 1941.
1 S. Qu.-schmal-8vo. Indossierter Scheck der "Bank of America / Pay to the order of": "The Inter Insurance Exchange of the Automobile Club of Souther Calif." über "Sixtyfour 34/100" Dollars. - Korngold, der 1934 in die Vereinigten Staaten emigriert war, hatte sich mit Hilfe von Max Reinhardt als Filmkomponist etabliert und bis 1941 bereits fünf Oscar-Nominierungen erhalten, davon zwei gewonnen.
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Kreutzer, Conradin, Komponist (1780-1849).
Eigenh. Brief mit U. Wien ("Alsergasse No 149 im ersten Stock"), 30. IX. 1833.
4 SS. 8vo. 4 SS. auf Doppelblatt.8vo. An seinen Musikverleger (Schott in Mainz oder Bach in Hannover), der ihm einen Wechsel über 100 Gulden sowie "die Exemplare der 4 stimmigen Gesänge verflossenen Jahres" hatte zukommen lassen: "Recht sehr bin ich für Ihre Attention in Bezug der Kapellmeister Stelle in Mainz verbunden; allein gerade seit dem 15ten Sept: habe ich hier wieder ein Engagement als Kapellmeister und zwar bey dem Josephstädter Theater - was wirklich der Liebling des Publicums ist - angenohmen - zwar nur auf ein Jahr vor der Hand - auch müßte ich denn doch etwas näheres über die Bedingungen wissen. Daß Sie wegen zu hohem Honorar mit meiner kleinen Messe keine Speculation zu machen befürchten, thut mir leid, denn ich hätte zu gern die Verbreitung dieses Werks gesehen - und will daher das Honorar statt auf 100 fl CM für eine Messe - auf 80 fl stellen. Können Sie auch darauf nicht eingehen, so werde ich selber versuchen eine Ausgabe auf Subscription zu veranstalten. - Nun noch eins: Da ich bey Seiner Königl. Hoheit dem Erbprinzen und Mitt Regenten Friedrich von Sachsen die Erlaubniß eingehohlt habe - die Ihnen lezt übersandten 4 stimmigen Gesänge zu dedizieren - so wäre es mir sehr wünschenswerth, wenn Sie die Auflage hievon so bald wie möglich veranstalten würden. Den Titel des Prinzen werden Sie schon selbst gehörig zu verfassen und zu stellen wissen. Das Dedications-Exemplar bitte ich mir dann zur Zeit hieher zu senden, daß ich solches selbst übermachen kann. Mit anfangs November wird meine neueste Oper, Das Nachtlager in Granada - hier zur Aufführung kommen - Das Buch ist ganz vorzüglich - und nach Kinds beliebtem Drama bearbeitet - Sollten Sie Lust haben, den Clavierauszug hievon zu verlegen, so haben Sie die Güte mir das bald zu wissen zu machen, weil ich sonst mit einem dahiesigen Musikverleger in Verhandlungen tretten würde ... Schließlich ersuche ich beyliegendes Briefchen an Hrn v Hohlbein [!] weiter zu besorgen [...]". - Franz von Holbein war zu jener Zeit Direktor des Hoftheaters in Hannover. Kreutzers "Nachtlager in Granada" erschien im Jahr darauf bei Trentsensky u. Vieweg in Wien. In einer ganzseitigen Nachschrift macht Kreutzer dann noch ausgiebig Werbung für den Wiener Klavierbauer Johann Binder (1782-1856). - Stellenweise gering fleckig, sonst tadellos erhalten.
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Lachner, Vinzenz, Komponist und Dirigent (1811-1893).
Eigenh. Brief mit U. Karlsruhe, 11. II. 1881.
½ S. auf Doppelblatt. 8vo. An seinen Sohn Robert in Betreff eines bevorstehenden Besuchs: "Es sieht nicht aus als sollte der Rest meiner Münchener Errungenschaft, ein vollausgebildeter Kater, bis übermorgen von mir weichen; auch ist die Witterung dem Nachzügler keineswegs hold. Rebus sic stantibus stelle ich Dir anheim mich nächsten Sonntag in meiner Klausur zu besuchen. Macht es Dir nicht zu viel Mühe so bringe mir Nachricht üb[er] Hrn. Rocke's Befinden. Wenn er z[u] Hause wird er dir etwas für mich mitgeben. Die üppige Gegend wird Dich nicht hindern ½ Dzd. Canon's zu ersinnen. | Dein verclausulierter | VLachner". - Bei Hrn. Rocke wird es sich um den Schauspieler und Tenor Leopold Rocke (1818-89) gehandelt haben. - Die obere Hälfte von Bl. 1 mit einer gestochenen Ansicht des Königssees. Etwas angestaubt, fleckig und knittrig.
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Lawrence, T[homas] E[dward], British explorer, intelligence officer, and writer (1888-1935).
Autograph letter signed. ("TEShaw"). No place, 2 May 1930.
4to. 1½ pp. To the politician Ernest Thurtle, acknowledging his success in abolishing the British Army's death penalty to punish crimes such as desertion or cowardice: "Then the Lords gave me a fright. Lord Allenby too, whom I like and admire. Surely if I had been in London, able to see him, he would at least have kept silence - if not supported you. Yet doesn't it make you surer you were right, to see all the General Staff opposing you? In the end you downed the Lords, as you had downed the Government. I feel it is a blessed victory. The old state of law hurt me. It was such a damnable judgement upon our own flesh & blood [...] I haven't really said thank you for all you did: because I feel that it was only your duty really. People who care anything at all about their countries don't like to see them fouling themselves [...]". - After over 300 British soldiers had been executed by firing squad following brief trials during World War I, Thurtle had first introduced his measure for the law's abolition in 1924. - A few small marginal tears to the folds.
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Lecocq, Charles, composer (1832-1918).
Autograph letter card signed. Paris, 7 May (no year).
Oblong 12mo. 2 pp. To the theatre director Louis Debruyère concerning the stage rights to Lecocq's works, including his opera "La fille de Madame Angot", which (as he states) belong to him entirely, and even though he has been repeatedly approached in this regard, Lecocq has awaited the best offer and the best circumstances to have this special work performed. Lecocq has now determined that Debruyère should stage the opera: "Tout mon répertoire m'appartient y compris la fille Argote, qui néanmoins m'a été demandée par plusieurs directeurs pour la saison prochaine. Naturellement je la cèderai à celui qui m'offrira le plus de garantie comme exécution et comme nombre de représentations, et mon désir est que vous soyez celui-là [...]". - With stamped address.
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Lecocq, Charles, composer (1832-1918).
Autograph letter signed. No place or date.
8vo. 1 page on bifolium. To Marie, wife of his friend Paul, who at the time is visiting Lecocq. He writes that he made Paul stay for dinner, and Marie should not be cross with Paul; Lecocq apologizes and takes all the blame. Quite simply, they could not meet more frequently due to his own wife's uncertain health: "Ne grondez pas votre époux. C'est moi que l'ai retenu de force à diner. Les occasions de se voir devenant fort rares, à cause de l'état de santé de Caroline, j'ai pensé que vous ne nous en voudriez pas de vous priver de Paul pour quelques heures [...]".
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Leffler-Burckard, Martha, Sopranistin (1865-1954).
Ms. Sentenz mit eigenhändiger U. ("Martha"), eh. Zusatz und eh. Korrekturen. O. O. u. D.
1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit montierter Visitenkarte (106:68 mm), aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Bayreuth! Ein Aufatmen. Ein Hochgefuehl! Nicht nur ein von der Saison bescherter Hoehepunkt, nicht nur eine Auffuehrungsfolge, die vorueberrauscht. Bayreuth! Das Erlebnis einer Festspielgemeinde - einer zu festlichem Spiel verbundenen Kunstgemeinde, Kunstfamilie, in welcher Meister, Verkoerperer und Zuhoerer zu einem Unnennbaren verschmelzen, das einmalig ist und doch immer wiederkehrt. Tempelweihestimmung, Laeuterung, Sammlung, Entspannung. Kunst! Es ist schwer fuer den schaffenden Kuenstler, der solche Hoehepunkte mitschaffend erleben durfte, in dem Gewirr heutiger Uebersteigerungen den Weg zu einer neuen Musik zu finden [...]". - Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Koslowsky 371.
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Lehár, Franz, composer (1870-1948).
Calling card signed. Milano, no date.
Visiting card format. 1½ pp. Interesting visiting card, full of details concerning Léhar's then-current performances. Writing to the Czech-born French music publisher Max Eschig in Paris, Lehár requests a loan of the first song from the second act of "Der Graf von Luxemburg", which he would love to have sung in Vienna. He finishes his note with a whimsical invitation to the operetta "Where the Lark Sings", which he will soon direct in Milan at the "Teatro Lirico": "Wenns Dir keine Mühe verursacht, so bitte ich Dich um leihweise Überlassung der I. Nummer des II. Aktes von Luxemburg. Ich möchte die Polonaise einmal auch in Wien singen lassen. Ich dirigiere hier am 15. im Teatro Lyric die Lerche. Wenn Du 'fesch' bist kommst Du her! [...]".
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Lehmann, Lilli, Sopranistin (1848-1929).
"Das Geheimnis der Stimmbänder". Eigenh. Manuskript mit Namenszug im Titel. O. O., (um 1909).
12 Bll., davon 22½ SS. beschrieben. 4to. Mit mehreren Beilagen (s. u.). Sehr detaillierte physiologische Beschreibung und Analyse der Stimmband-Funktionen; zugleich eine ausführliche und genaue Anleitung zu deren künstlerischer Beherrschung. "Seit ich denken kann, hörte ich von großen u. kleinen Sängern erzählen, wie sie zeitlebens nach dem richtigen Ansatz gesucht, die verrücktesten Experimente gemacht haben, um das Phänomen des Singens zu ergründen [...]". - Geschrieben wohl für Lillis Schülerin Dora Schröder, aus deren Nachlass eine Anzahl wertvoller Drucke von und über Lilli Lehmann hier beigegeben sind: - 1) Das Buch "Meine Gesangskunst" (Berlin, Verlag der Zukunft, 1902. 1 Bl., 45 SS. Mit zahlr. zweifarbigen Tafeln und 1 photogr. Portrait. Orig.-Leinen mit Goldprägung. 4to). Erste Ausgabe. - 2) Das Buch "Mein Weg". (Leipzig, Hirzel, 1913. 2 Teile in 1 Band. 4 Bll., 309, 279 SS. Mit 41 Abb. auf Tafeln und 1 Falttabelle. Halbleinen d. Z. mit Rückenvergoldung. Gr.-8vo.). Erste Ausgabe der bedeutenden Memoiren, die sich durch Klugheit, erzählerisches und schriftstellerisches Talent der Sängerin auszeichnen. - 3) Die Broschüre "Anhang. Vom Ansatz und von den Vokalen." (16 SS. Mit 2 Tafeln und zahlr. Textabb. Folio. Geheftet, ohne Umschlag). Mit eh. Widmung der Verfasserin: "Frl Dora z. frdl. Erinnerung an Lilli Lehmann". - 4) 1 Opern- und 7 Konzertprogramme mit Lilli Lehmann (die Oper "Norma" im "Neuen Königl. Opern-Theater, Gura-Oper", Berlin, und 7 Programme zu Lieder-Abenden in der Berliner Philharmonie, 1906-1910). - 5) 1 Faltblatt "Verzeichnis der Odeon-Aufnahmen von Lilli Lehmann" (ca. 1910). - Die Falttabelle im Buch "Mein Weg" mit repariertem Einriss; die Programme mit Gebrauchsspuren; sonst alles ordentlich erhalten.
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Liszt, Franz, Klaviervirtuose und Komponist (1811-1886).
Eigenh. Brief mit U. ("F. Liszt"). [Rom], "Mardi" (wohl um 1865).
1 S. Doppelblatt. 8vo. An einen Kardinal, den er am Donnerstag bei der gesungenen Messe anzutreffen hofft: "Encore une lettre de Muller! Le changement qu'il Vous indigne me parait favorable et j'espère que Votre Eminence ne sera pas empechée d'assister à la Messe chantée Jeudi 11 heures à l'eglise de L'Anima [...]". - Die Kirche Santa Maria dell'Anima ist die alt-ehrwürdige deutsche katholische Nationalkirche an der Piazza Navona in Rom. - Gering fleckig und knittrig, sonst sehr gut erhalten.
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Liszt, Franz, Klaviervirtuose und Komponist (1811-1886).
Eigenh. Brief mit U. (Paraphe). [Weimar], 7. IX. 1872.
1 S. 4to. An den Dramatiker und Librettisten Salomon Hermann von Mosenthal, der ihn bedrängt hatte, bei der Errichtung des Beethoven-Denkmals in Wien mitzuwirken: "Ihre Beredsamkeit ist gewaltig. Die Beethoven Sturmpetition gleicht dem Sturm der Pastoral Symphonie. Dabei vergessen Sie mein Alter, Schwächen und andere Gebrechen. Was Sie mir jetzt zutrauen habe ich bescheidenst im Jahre 1845 gelegentlich des Beethoven-Monuments in Bonn geleistet. Ob dasselbe zu wiederholen mir zusteht, bezweifle ich sehr. Jedenfalls bitte ich Sie mich in dem Reserve Corps zu belassen, und den jüngeren, trefflichen Künstlern welche sich dem neuen Beethoven Monument zueignen, den Vorrang zu gewähren [...]". - Das Beethoven-Denkmal von Caspar von Zumbusch in Wien wurde 1880 eingeweiht; das Komitee war 1871 durch die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien gegründet worden. Bei dem vorliegenden Brief handelt es sich um den Entwurf oder eine Abschrift des Briefes von Liszt an Mosenthal, dessen Name am Kopf des Briefes erwähnt ist; der ins Reine geschriebene Brief exakt gleichen Inhalts befindet sich im Beethoven-Haus Bonn (HCB Br 339; Sammlung H.C. Bodmer). - Stark knittrig und mit einigen Einrissen in den Faltungen.
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Liszt, Franz, Komponist und Pianist (1811-1886).
Portraitphotographie mit eigenh. U. [Wohl Budapest, 1865].
Ca. 93:56 mm. Albuminabzug auf Trägerkarton (ca. 105:60 mm). Ganzfigur, sitzend. Angefertigt durch das Atelier der Photographen Auguste Alexis Canzi und József Heller in Pest. - Etwas angestaubt und gebräunt, Photographie minimal stockfleckig, der Trägerkarton leicht gewölbt.
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Loewe, Carl, Kantor, Organist und Komponist (1796-1869).
Eigenh. Schriftstück in dritter Person mit Namenszug im Text. O. O. u. D.
1 S. Qu.-8vo. Werterklärung für eine Postsendung: "Declaration. | Der Musikdirector Loewe sendet an die Musikhandlung Nägeli in Zürich ein Pakuetchen [!] in Leinen, in welchem ein Notenblatt und ein gedruckter Text enthalten ist, im Werthe von 4 Thalern". - Etwas fleckig, stärker knittrig und mit kleinen Randläsuren.
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[Mahler, Gustav]. Spitzer, Friedrich Viktor, photographer and industrialist (1854-1922).
Portrait of Gustav Mahler. Vienna, 1905.
Gum bichromate print (vintage), 223 x 164 mm. Monogrammed and dated by the artist in red ink at lower right. Matted, framed and glazed. Portrait of the 45-year-old Mahler during the heyday of his directorship at the Vienna Court Opera, three years after his wedding to Alma Schindler. One of the extremely rare works by the sugar industrialist and collector Friedrich Spitzer, who since 1895 had devoted himself to a close study of experimental photographic processes, especially gum bichromate printing - a multi-layered method that accommodated the needs of fin-de-siècle artistic photography in that it allowed for a high degree of creative freedom during every step of the process, making every resulting print a unique work of art. - Spitzer, who cultivated an image as a dandy, was a member of Vienna's modernist art scene around the turn of the century. He was accepted into the renowned London photographic society "Linked Ring" as early as 1892 and joined Vienna's "Camera Club" in 1897. For his small but expressive and technically brilliant body of work he is remembered as one of the principal Austrian artistic photographers of his age. - The present portrait of Mahler was shown at Spitzer's only exhibition, at Vienna's Miethke Gallery in 1907. The artist's autograph signature with the date "05" is usually cropped from the published reproductions. - Perfectly preserved; framed under museum glass. Illustrated in: Photographische Rundschau und Photographisches Zentralblatt, Zeitschrift für Freunde der Photographie 20 (1906), plates. Christine Kühn, Kunstfotografie um 1900. Die Sammlung Fritz Matthies-Masuren, 1873-1938, exhibition catalogue Kunstbibliothek Berlin, 25.4.-15.6. 2003, p. 137. Gilbert E. Kaplan, Das Mahler Album (Vienna: Brandstätter, 1995, erroneously described). First exhibited: Galerie Miethke, cat. Skulpturen von Ilse Conrat u. künstlerische Fotografien von Prof. Heinr. Kühn und Dr. F. V. Spitzer (1907), no. 122. Cf. Gerd Pichler, "Joseph Maria Olbrichs nie gebaute Künstlerkolonie in Wien und Josef Hoffmanns Künstlerkolonie auf der Hohen Warte", in: ICOMOS 64 (2017), pp. 83-88.
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Malherbe, Charles, violinist, musicologist, composer and music editor (1853-1911).
8 autograph letters signed. Paris, Cormeilles, and no place., 1892-1910.
8vo and oblong 12mo. Together 12½ pp. on 4 bifolia and 4 single leaves. With 2 autograph envelopes, one of which mounted to the letter. About Malherbe's activities within his professional radius as archivist of the Paris opera: providing tickets and recommendations, archival issues, as well as on his achievements in the field of publications, musical arrangements, and compositions. - Three letters to a "Maître": a presentation letter to his just-published "Histoire de l’Opéra-Comique: la seconde salle Favart", and a reminder to reserve box seats for the dress rehearsal of Reyer's opera "Salammbô": "Vous m'avez promis une cinquième loge pour la répétition général de Salammbô, on ma demandant de vous le rappeler [...]" (8 May 1892). With congratulations on a promotion to a higher rank within the Légion d’honneur. Facetiously, Malherbe cites the famous caricaturist Amédée Noé's words on a similar occasion: "A l'un de ses amis qui dans la hiérarchie de la Légion d'Honneur passait de grade d'officier à celui de commandeur, Cham écrivait, dit-on: 'Je fait comme ta croix, Je te saute au cou!' [...]" (1 Jan. 1892). Further, Malherbe writes that he was unable to obtain a requested recommendation from General Édouard Hardÿ de Périni for a young lady. A reference from the theatre director Pedro Gailhard would be best, and the Ministry of Public Education, too, could easily obtain one from the Ministry of War. Also, Malherbe discusses autographs of Berlioz: "Il suffit que le ministère de l'Instruction publique le demande au ministère de la guerre: c'est un simple échange de bons procédés entre deux service administratifs [...]" (19 July, no year). - Three letters to the pianist Louise Filliaux-Tiger, about decorations awarded by the Légion d’honneur: "Il convient donc de n'en trier nulle vanité, et, en cette matière comme en bien d'autre, mieux être que paraître [...]" (30 March 1900). On the matter of how to correctly collect autographs in albums or volumes, with a contact to Malherbe's bookbinder. Malherbe asks for news of the Polish pianist Paderewski: "Vous savez que je n'ai toujours pas eu de nouvelles de Paderewski. Où cache-t-il? [...]" (21 Aug. 1902). Malherbe could not see the Madame personally, as he wanted to show her an arrangement he made for a tune of the soprano Delphine Ugalde: "Car entre nous l'harmonie et l'accompagnement en étaient pitoyables; j'ai repris la mélodie en le travaillant d'une manière un peu plus raffinée [...]" (21 July 1903). - To the Belgian musician Gaston Knosp, asking for an appointment in connection with Bizet's opera "Don Procopio", which shortly before had its first production in Malherbe's revised version at the Salle Garnier in Monte Carlo: "Votre lettre est arrivée à la Bibliothèque, alors que je me trouvais dans le midi, occupé à monter l'opéra de Bizet, Don Procopio [...]" (13 March 1906). - One letter to a friend, concerning opera tickets (24 June 1910). - One printed letterhead of the "Théâtre National de L'Opéra", one lettercard with printed vignette.
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Marschner, Heinrich, Komponist (1795-1861).
Eigenh. Schriftstück mit U. Hannover, 2. IX. 1861.
4 SS. auf Doppelblatt. Folio. Aufschlussreiches "Verzeichniß der Gelder, welche meine Tochter, verheirathete Hauptmännin Basson von April 1850 bis heute von mir, ihrem Vater, erhalten hat", ein Vierteljahr vor Marschners Tod (am 14. Dezember 1861) der "strengsten Wahrheit u. Unpartheilichkeit gemäß in recht schwerer Krankheit" verfasst. Nach einer knapp zwei Seiten umfassenden Aufstellung von 46 Posten, die sich zu rund 1890 Taler summieren, hält Marschner fest: "Diese Summe fordre ich als Unterstützungen, meiner Tochter gewährt, nicht zurück. Aber Niemand von meiner Familie, weder Frau noch Kind, hat jemals nur den 10ten Theil soviel von mir erhalten, was auch ganz unmöglich gewesen wäre, da ich ohne eignes Vermögen bin. Die Summe, welche mein Sohn Alfred bei seiner Uebersiedlung nach Nordamerica von mir ausgezahlt erhielt, war das Erbtheil seiner verstorbenen Mutter. Nachfolgende Summen aber, welche meine Tochter von mir geliehen erhielt u. worüber sie Schuldscheine ausgestellt hat, sind bei meinem Tode zu vertheilen oder von ihrem möglichen Erbe abzuziehen". Es folgt eine Aufstellung dieser Schulden sowie der des Schwiegersohns: "Natürlich müßen nach meinem Tode meine 2 übrigen Erben [d. s. seine Witwe und ihr beider Sohn) übereinkommen, was da zu machen", zumal diese Schulden das Erbe und das Vermögen von Tochter und Schwiegersohn "sicherlich" überstiegen. Marschner bittet, "lieber entsagen, als meine Tochter in noch größere Misere bringen". - Marschners Tochter Antonie (1827-91) entstammte seiner dritten Ehe mit Marianne Wohlbrück; verheiratet war sie mit dem Hauptmann Karl Basson, der als Invalide aus dem Schleswig-Holsteinischen Krieg zurückgekehrt war. Der Sohn Alfred Marschner (aus der Ehe mit Franziska Jaeggi) lebte in Sheboygan, Wisconsin, als Farmer und gründete dort eine deutsche Zeitung. - Schwach gebräunt, leicht fleckig und ein kleinerer Einriss am oberen Rand von Bl. 2.
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Massenet, Jules, composer (1842-1912).
Autograph letter signed. Paris, 26. IV. 1898.
8vo. 2 pp. on bifolium. A letter of thanks to a friend, with an invitation in answer to the recipient's attentiveness concerning a performance of Massenet's opera "Le Cid" which premiered in 1885 and would continue to be revived by the Paris Opera until 1919: "Vous savez toujours trouver le chemin de nos coeurs, à ma femme et à moi - et je tiens, encore cette fois, vous recevoir en bon moment au mieux pour votre nouvelle attentions au sujet du 'Cid' [...]".
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Massenet, Jules, composer (1842-1912).
Autograph letter signed. Vevey, 9. VIII. 1900.
Oblong 8vo. 3 pp. on bifolium. To an ambassador, requesting a favour for the singer Sibyl Sanderson, Massenet's inspiration for his opera "Esclarmonde". Sanderson wishes that her boxes of costumes not be opened at the Belgian border: "Il s'agit d'obtenir un mot de protection afin que ses Caisses de Costumes ne soient pas ouvertes à la douane belge. La créatrice d' 'Esclarmonde' doit se rendre à Bruxelles dans quelques jours [...]".
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Massenet, Jules, composer (1842-1912).
Autograph letter signed. No place or date.
Oblong 8vo. 1 page. Hastily written note to a friend regarding performance preparations, setting the date for the orchestra rehearsal, expressing his satisfaction with a text project, and mentioning Massenet's wife being ravished by the recipient's compliments: "Mi demain aura l'épreuve corrigée aujourd'hui d'orchestre. Le projet de texte ci-joint est parfait [...] Ma femme est absolument ravie à vos souvenir [...]".
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Melba, Nellie, Australian operatic soprano (1859-1931).
4 autograph letters signed and 1 autograph correspondence card signed. [Paris, 1889-1903].
4to and (oblong) 8vo. Together 8 pp. on 2 bifolia and 3 single sheets. 2 with autograph address on verso. Amicable letters to the composer Jules Massenet (1842-1912) about upcoming performances, invitations and opera tickets. - Requesting one or two tickets for the premiere of his 1889 romantic opera "Esclarmonde": "J'ai un très vif desir d'assister à la première répresentation d'Esclarmonde. Voulez-vous me permettre d'avoir recours à votre toute puissante intervention pour obtenir une ou deux places? [...]" (Hotel Sentio, [May 1889]). With embossed gilt motto "Invictus maneo". - An invitation to lunch, mentioning a train to London she has to catch in the afternoon: "C'est avec le plus grand plaisir que j'ai reçu votre petit bleu et je serai enchantée de vous voir chez moi Lundi à 1 heure et ½ [...] Je dois prendre le train à 4 heures pour Londres [...]" (162 Boulevard Malesherbes, no date). - Asking to let her know when and where to meet, mentioning her having no access to a piano, as well as her preference for working in the morning: "Je suis arrivée et j'attends une petit mot par me dire quand et où? Je n'ai pas de piano ici. J'aime mieux travailler le matin si c'est possible [...]" (Hotel Ritz, [postmark: 5 Sept. 1903]). - Hoping to rehearse the air "Hérodiade" from Massenet's eponymous opera for her performance the following Sunday: "Je veux vous demander une faveur. Je chante au Concert Lamoureux le Grand air d'Hérodiade dimanche prochain et je viens vous demander s'il y'a moyen de le repasser avec vous [...]" (9 Rue de Prony, [postmark: 15 May 1893]). - Scheduling a rehearsal of "Sevillana" from Massenet's opera comique "Don César de Bazan" (1872), a piece she is confident to sing well, given her enthusiasm: "Quand votre petit mot est arrivé toute à l'heure, je travaillais 'Sevillana'. Je crois que je le chanterai bien. Je l'espère car je suis enthousiaste. Il faut que je le chante avec vous une fois avant mon départ [...]" (no place or date). - On stationery with embossed gilt initial. A little creased in places; with small marginal flaws.
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Meyerbeer, Giacomo, Komponist (1791-1864).
Eigenh. Brief mit U. Baden-Baden, 19. I. 1840.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Schöner Brief an einen Herrn in Gotha über die Feierlichkeiten aus Anlass des Geburtstags von Ernst I., Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha: "Sie waren so freundlich mir in Ihrem Briefe vom 25ten December zu versprechen daß Sie mich mit einigen Nachrichten über den Verlauf des 2ten Januars in Gotha beehren wollten, welches mir um so angenehmer war, da es mich interessirte zu wissen, wie die Eröffnung des Theaters und die Ausführung der Oper ausgefallen, und auch ob mein kleiner Festgesang noch zeitig genug angekommen, um als Morgengruß am Geburtstage des hohen Gefeierten benutzt werden zu können. Da ich nun bis jetzt ohne irgend eine Nachricht darüber bin, so nehme ich mir die Freiheit, Sie an die Erfüllung Ihres freundschaftlichen Versprechens zu erinnern, um so mehr, da die tiefe ländliche Eingezogenheit, in welcher ich hier lebe, mich zum neugierigen Kleinstädter umgeschaffen hat [...]". - Das Neue Theater in Gotha war nach dreijähriger Bauzeit am 2. Januar 1840, dem 56. Geburtstag von Herzog Ernst I., mit Meyerbeers Oper "Robert der Teufel" eingeweiht bzw. eröffnet worden. - Auf Briefpapier mit gepr. Monogrammvignette; einige kleine, unbedeutende Randläsuren.
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Meyerbeer, Giacomo, Komponist (1791-1864).
Eigenh. Brief mit U. Baden-Baden, 20. IV. [vor 1833].
2¾ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An seinen "theuren Bruder", wohl der am 22. März 1833 verstorbene Dramatiker Michael Beer: "Im Packen und Räumen begriffen (denn ich reise heute Abend nach Paris ab) bekomme ich vor einer Stunde ein Paket von Schlesinger aus Paris und finde darin auch Deinen lieben freundlichen Brief vom 8. März, mit Deiner Übersetzung meiner Romanzen, die mir Schlesinger (wie er schreibt) das Vergnügen verschaffen will zu lesen ehe sie im Stich erscheinen. Wie das zugeht, daß Deine liebe Sendung vom 8t März bis zum 20t April gewandelt ist, begreife ich nicht. Entweder trägt die Post oder Schlesinger's Vergessenheit die Schuld daran. Ich bin geneigt mehr das letztre zu glauben, da ich schon einige Beweise der Art habe. Aber sei wie ihm wolle, so will ich nicht unterlassen Dir augenblicklich den Empfang Deines lieben Briefes, so wie ich ihn erhielt, anzuzeigen und Dir meinen innigsten Dank auszusprechen für die liebevolle Erinnerung die Du Deinem alten Freund bewahrst [...] Den Genuß Deine Übersetzung meiner Romanzen zu lesen hebe ich mir für Morgen auf der Reise im einsamen Wagon auf [...]". - Stärker knittrig und etwas gebräunt und fleckig; kleinere Papierschäden fachgerecht restauriert.
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Meyerbeer, Giacomo, Komponist (1791-1864).
Eigenh. Brief mit U. O. O., "Sonnabend", o. D.
1 S. 4to. An einen Präsidenten: "So eben erfuhr ich daß wegen unvermutheter Repértoirs-Veränderungen, eine Gesangprüfung welche ich selbst provocirt habe, statt um 1 Uhr, um 11 Uhr abgehalten werden muß. Dürfte ich nun wohl Ihre unerschöpfliche Güte und Gefälligkeit hochverehrter Herr Präsident abermals in Anspruch nehmen, und ganz ergebenst bitten die Zeit unsrer Zusammenkunft eine Stunde zu rücken und sie um 12 Uhr festzustellen?". - Auf Briefpapier mit gepr. Monogrammvignette; etwas gebräunt und fleckig und mit kleinen Montagespuren verso; stellenweise leicht knittrig.
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Meyerbeer, Giacomo, Komponist (1791-1864).
Eigenh. musikalisches Albumblatt mit U. O. O., [nach 1844].
1 S. Qu.-8vo. Ganzseitiges Notenzitat von zehn Takten mit eh. unterlegtem Text aus dem "unsichtbaren Chor" von vier Sopranstimmen aus dem dritten Akt seines Singspiels "Ein Feldlager in Schlesien. Lebensbilder aus der Zeit Friedrichs des Großen", das im Dezember 1844 an der Kgl. Hofoper Berlin seine Uraufführung erlebt hatte. "Durch des Nebelschleier Hülle | Schimmert der Gesichte Fülle. | Läßt aus dunklem Schooß der Nacht | leuchten gold'ner Zukunft Pracht". - Schönes und tadellos erhaltenes Albumblatt; verso unbedeutende Montagespuren.
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Mikorey, Franz, Dirigent und Komponist (1873-1947).
Eigenhändige Sentenz mit U. Braunschweig, 26. XI. 1927.
1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre und gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'", aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Wie Deutschlands Zukunft zur Zeit seiner traurigsten Gegenwart von unseren Besiegern bewertet wurde, das beweist das ungeheure Maß ihrer Kriegsentschädigungsansprüche. Überhaupt darf man die Furcht eines Teiles des Auslandes vor Deutschlands Wiederemporkommen (d. h. vor dem, was unvernichtbar ist an diesem Volk) als sichere Gewähr für Deutschland's gute Zukunft betrachten [...]". - Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. - Nach seiner Zeit als Kapellmeister an der Staatsoper in Helsingfors, war Franz Mikorey bis 1928 Generalmusikdirektor in Braunschweig. Koslowsky 152.
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Naumann, Johann Gottlieb, Komponist (1741-1801).
Eigenh. musikalisches Albumblatt mit Namenszug am Kopf ("de Nauman"). Kopenhagen, November 1785.
2 SS. Qu.-8vo. 29 Takte für eine Singstimme mit Klavierbegleitung, bezeichnet "Un peu lentement", mit dem unterlegten Text "Avant que le Soleil ait éclairé nos plaines, je fais retentir les échos [...]". - Naumann hielt sich 1785/86 als Gastdirigent und Opernkomponist in Kopenhagen auf. Autographen des Dresdener Hofkirchenkomponisten und Oberkapellmeisters sind von größter Seltenheit. - Stellenweise gering fleckig und angestaubt und mit leichten Faltspuren.
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Neukomm, Sigismund von, Komponist, Pianist, Diplomat, Freimaurer und möglicherweise auch Spion (1778-1858).
Eigenh. Brief mit U. ("Neukomm"). Bern, 16. XI. 1841.
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit einer Beilage (s. u.). An die mit ihm befreundete Ehefrau des Karlsruher Oberhofpredigers Ludwig Friedrich Deimling, dem er Fanny Bunsen empfiehlt, die Ehefrau des preußischen Diplomaten Christian von Bunsen. Fanny Bunsen, während der letzten 14 Monate seine Wirtin in Bern, reise demnächst nach London, wo ihr Mann die Stelle als preußischer Botschafter antreten und der Adressatin auf der Durchreise sein "neuestes Werk 'Die heilige Leidensgeschichte'" mitbringen werde: "Ich habe nicht vergessen daß wir, Sie und ich, es wünschenswerth fanden, daß sich irgend eine vortheilhafte Gelegenheit fügen möchte um unsre liebe gute Lina in einem guten englischen Hause auf einige Zeit einen eben so angenehmen, als für ihre übrige Weltbild[un]g nützlichen Aufenthalt zu sichern [...] Mad. Bunsen ist eben so wie Sie, eine gute, zärtliche, verständige Mutter, die ihre 10 lebenden Kinder alle selbst erzogen hat [...] Lina soll etwas klassisches, w[ie] Mozart, Haydn oder Beethoven, gut einüben um Mad. Bunsen [...] zu zeigen was sie zu leisten vermag. In Mad. Bunsens Hause wird nur klassische Musik getrieben [...]". - Leicht gebräunt, gering fleckig und mit kleinen Rand- und Faltenschäden. Beiliegend Neukomms gedruckte Visitenkarte.
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Neukomm, Sigismund von, Komponist, Pianist, Diplomat, Freimaurer und möglicherweise auch Spion (1778-1858).
Eigenh. Brief mit U. (Paraphe). Auteuil, 22. V. 1840.
3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief)). Mit einer Beilage (s. u.). An "Monsieur Anders à la bibliotheque Roy[ale] Paris", den er zur Aufführung eines seiner Werke einlädt: "Wir werden am Christi Himmelfahrts-Tage eine meiner Messen für 4 Frauen- u. Männerstimmen (wohlbesetzt:) in Passy aufführen [...] Wenn Sie, lieber H. Anders, gerade nichts Besseres versäumen u. dahin kommen wollen, so wissen Sie, daß mir Ihre Gegenwart sehr angenehm ist". Des Weiteren bittet er ihn, sich zu erkundigen, ob "eine sehr rührende Elegie v. Alexandre Soumet unter dem Titel 'la pauvre fille' [...] irgend Jemands Eigenthum ist, oder ob ich, da ich sie in Musik gesetzt habe, darüber für die Herausgabe verfügen kann. Diese Elegie ist von jedermann gekannt, und, wie billig, sehr beliebt. Ich möchte mir aber nicht gerne mit dem Buchhändler-Zöllner-und Pharisäer-Volke Händel zuziehen [...]". - Beiliegend ein eigenh. Brief mit U. seines Bruders, des Musikers Anton Neukomm, der am Konservatorium in Rouen unterrichtete; im Auftrag seines Bruders Sigismund an einen Übersetzer gerichtet, der dessen Biographie ins Französische übersetzen wollte: "Mon frère, poussé par son indomptable besoin de locomotion est déja réparti de Monrepos (Neuwied) et s'est rendu en Angleterre, en passant par Cologne, Lille, et Calais ... et sous peu de jours il sera à Glyny Garth (North Wales) pour se rendre ensuite à Edinburgh chez Lord Muray [...]" (Rouen, 28. VIII. 1854).
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Ochs, Siegfried (Ps. Diego Fischers), Chorleiter und Komponist (1858-1929).
Eigenhändige Sentenz mit U., eh. ausgefülltem Formularteil und eh. Namenszug. Berlin, o. D.
1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Schlagt die Partei'n in Stücke, Deutsche seid! [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). - Als Interpret wirkte Siegfried Ochs in den Jahren 1927 und 1928 bei einigen Aufnahmen mit dem Philharmonischen Chor für das Kölner Musiklabel "Electrola" mit. - Mit kleinem Wassertintenfleck. Koslowsky 206.
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Ohlischlaeger, Eugen (Geno), Komponist und Journalist (1898-1974).
Eigenhändige Sentenz mit U. und eh. Adresse. Berlin, o. D.
1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre und gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'", aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Unsere Vergangenheit war groß in wissenschaftlichem, künstlerischem und kulturellem Schaffen. Unsere Gegenwart ist ein Beweis dafür, daß auch das Schwerste, was eine Nation treffen kann, unser Volksganzes nicht zu erschüttern vermag. Unsere Zukunft wird ganz und gar davon abhängen, in welchem Geist wir unsere Jugend erziehen. Möchten Eltern und Lehrer im Bewusstsein dieser schweren Verantwortung nie vergessen, dass Deutschlands Wiederaufstieg zur tatsächlichen Gleichberechtigung im internationalen Völkerleben unter den gegebenen weltpolitischen Verhältnissen nur auf dem Wege friedfertiger Durchdringung der Welt mit deutschem Wesen möglich sein wird [...]". - Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928), jedoch nicht darin aufgenommen.
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Oistrach, Igor, Violinist (geb. 1931).
Konzertprogramm mit eigenh. U. [Wien, Oktober 1958].
8vo. Auf dem Programm des Konzerts der Wiener Philharmoniker am 8. und 9. Oktober 1958 im Wiener Musikvereinssaal standen das Violinkonzert op. 77 von Johannes Brahms und Bruckners 7. Symphonie (WAB 107).
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Orff, Carl, Komponist und Musikpädagoge (1895-1982).
Eigenh. musikalisches Albumblatt. O. O. u. D.
½ S. 8vo. Mit montiertem Portrait (Zeitungsausschnitt). Zwei Takte aus den "Carmina Burana" mit unterlegtem Text "Fortuna". - Die Tinte im Zitat etwas zerlaufen und dort auch ein wenig berieben.
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Paër, Ferdinando, Italian composer (1771-1839).
Autograph letter signed. Paris, 4. X. 1832.
4to. 1 page. With autograph address on verso. To the French pianist Pierre Zimmermann, apologizing that Paër will be unable to meet him the following week due to a conflict of engagements: "J'ai pris depuis quelques jours un engagement pour le 8, et je m'aperçois à l'instant que c'est justement le jour (jeudi proch.n) que vous aviez désiré me voir chez Vous. Vous êtes tous si bons pour moi, je vous laisse passer si j'irois volontiers, mais cet engagement est pour moi malheureusement nécessaire à remplir [...]".
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Pfitzner, Hans, Komponist (1869-1949).
2 (1 eigenh. und 1 ms.) Briefe mit eh. U. Straßburg, 1916.
Zusammen (3+1¾ =) 3¾ SS. auf 4 Bll. 4to. Der ms. Brief mit einigen eh. Annotationen von Max Bruch. Als musikalischer Leiter der Straßburger Oper an Max Bruch über die Verlängerung seiner Tätigkeit in Straßburg sowie über dessen Oper "Die Loreley", die 1863 in Mannheim uraufgeführt worden war und die Pfitzner fast dreißig Jahre nach ihrer letzten Aufführung i. J. 1887 wieder auf die Bühne bringen wollte und auch brachte. "Leider", so beklagt er in dem ms. Brief vom 20. Februar, "fehlen in der vom Verleger bezogenen Partitur ganze Stellen der Musik, die ich nicht missen wollte und die ich nach der Mannheimer Partitur habe nachtragen lassen. Hierüber wäre noch viel zu sagen, und ich würde sehr wünschen, dass ein mit den Klavierauszügen übereinstimmendes Material incl. Orchesterpartitur hergestellt würde. Die Ausstattung betreffend muss ich mich freilich nach der Decke strecken, wie es die Kriegszeiten nun einmal nötig machen; jedoch glaube ich, dass das Szenische, wenn auch nicht prunkvoll, so doch anständig und sinngemäß aussehen wird [...] Sie werden gewiss schon gehört haben, dass ich Strassburg verlasse; so ist die Aufführung der 'Lorelei' das letzte Werk was ich hier neu inszeniere und dirigiere [...]". - Knapp zwei Monate später folgt dann die Verständigung, daß Pfitzner doch in Straßburg bleibe und die Arbeit an der "Loreley" unverändert fortsetze: "Die Regie ist das wichtige, und ich glaube, ich bin als Regisseur unentbehrlicher denn als Dirigent, allerdings vorausgesetzt, daß das Material nach meiner Einrichtung benutzt wird, welche den Clavierauszug als Vorlage nimmt [...] Wenn an der so eingerichteten Partitur festgehalten wird, und der Kapellmeister kein Ochse oder aber willkürlicher Veränderer & Verzerrer ist, und nicht barbarische Striche macht, kann musikalisch nichts entscheidend Schlimmes mehr passieren [...]" (30. April). Nach wenigen Aufführungen jedoch sollte es wieder still um das Werk werden. - Der ms. Brief mit einigen An- und Unterstreichungen Bruchs in blauem Farbstift und einer eh. Notiz mit U. zur Weiterleitung des Briefes an den Verlag der "Loreley", C. F. W. Siegel's Musikalienhandlung (R. Linnemann)", damals im Besitz der Brüder Carl und Richard Linnemann. Zu Pfitzners Wort, "dass die Aufführung eine Wiedergeburt des Werkes bedeutet", merkt Bruch an: "Möglich - aber wer kann's wissen!! M. B."; zu Pfitzners Wunsch, daß in Vertretung des unabkömmlichen Bruch "jemand, der Ihnen und womöglich auch dem Werke nahesteht, die Reise hierher nicht scheut, und die Vorstellung miterlebt": "Aber mein Sohn Ewald, Leutn. d. Res. (in den Vogesen!)". - Der eh. Brief mit mehreren Unterstreichungen Bruchs in blauem Farbstift und einem montierten Zeitungsausschnitt, der darüber Auskunft gibt, daß der Straßburger Bürgermeister der Zeitung mitgeteilt habe, daß Pfitzner "der Stadt und ihrem Kunstleben erhalten bleiben" werde. Der eh. Brief mit kleineren Gebrauchsspuren, der ms. im linken Rand gelocht (keine Textberührung) und stärker abgegriffen und lädiert.
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Pfitzner, Hans, Komponist (1849-1969).
Eigenhändiges Musikzitat mit U. O. O., November 1927.
1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre und gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'", aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). Eine Notenzeile mit zwei Takten. Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928), jedoch nicht darin aufgenommen. - Leicht stockfleckig.
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Platen, Horst, Komponist, Kapellmeister und Intendant (1884-1964).
Eigenhändige Sentenz mit U. O. O. u. D.
1 S. Folio (221:280 mm). Das Albumblatt montiert auf einem Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Der Glaube an die Zukunft unseres deutschen Vaterlandes ist unerschütterlich, aber nur wirtschaftliche Gesundung kann die Grundlage des Wiederaufstiegs bilden. Nur ein zufriedenes Volk kann Werte schaffen, die uns einer neuen Zeit der Blüte entgegenführen. Dann wird auch die Kunst den ihr gebührenden Rang wieder einnehmen und das Gute, das im Menschen schlummert, wecken können. Das wird den Tod der Scheinkunst erzwingen, jener Geschäftigkeit, die mit dem Mäntelchen des Künstlerischen behängt, platten Zielen nachjagt und auf üble Instinkte rechnend, den gesunden Sinn unseres Volkes von innen heraus zu vernichten droht [...]". - Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. - Horst Platen war seit 1926 auch als Konzertleiter der Nordischen Rundfunk AG (NORAG) tätig. Koslowsky 344.
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Poise, Ferdinand, composer (1828-1892).
Autograph letter signed. [Paris], 15. VI. 1870.
8vo. 1 page on bifolium. With autograph address on verso. Visually appealing letter page to the composer Adrien Boïeldieu, son of François-Adrien Boïeldieu, at the "Théâtre de l'Athénée", requesting a reservation of four seats: "En ce charmant théâtre ou l'on me traite en roi. Voulez vous me donner quatre places pour moi? [...]". - With slight residue of an old paper seal.
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Prüwer, Julius, Dirigent (1874-1943).
Eigenhändige Sentenz mit U., eh. ausgefülltem Formularteil und eh. Namenszug. Berlin, September 1928.
1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Trotzdem Kunstinstituten und Künstlern durch den Zusammenbruch ein fürchterlicher Existenzkampf auferlegt wurde, scheint die Kunst selbst nicht gelitten zu haben. Auch die Kunstbegeisterung ist trotz Sportauswüchsen und Tanzrhythmen nicht verloren gegangen. Dies beweist der in letzter Zeit sichtbare Zuzug aller Schichten der Bevölkerung zu künstlerischen Veranstaltungen [...]". - Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. - Nach einer Saison als Generalmusikdirektor am Nationaltheater in Weimar war Julius Prüwer von 1924 bis 1933 ordentlicher Professor an der Hochschule für Musik in Berlin, wo er die Kapellmeisterausbildung und das Hochschulorchester leitete. Koslowsky 292.
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Raff, Joachim, composer (1822-1882).
Autograph letter signed. Weimar, 18 Oct. 1854.
8vo. 1 page on bifolium. To the music publisher C. F. Peters, with the offer of several chamber music pieces for publication, including manuscripts of a duo, the "Phantasiestücke" for violoncello and piano (op. 86), as well as a violin sonata, which Raff praises as particularly well-made: "Ihrem gef. Wunsche gemäß lege ich Ihnen anbei die Manuscripte des Duo, und der Fantasiestücke für Piano & Violoncell vor. Obgleich Sie nur das Eine der Beiden Werke behalten zu wollen in Aussicht stellen, so erlaube ich mir gleichwohl auch die Violinsonate beizulegen. Ich darf, ohne unbescheiden zu seyn, sagen, daß dieses Werk zu dem Besten gehört, das seit Beethoven in dieser Gattung producirt worden ist [...] ". - With Peters' annotation on verso.
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Reichmann, Theodor, Sänger (1849-1903).
Eigenh. Brief mit U. München, 13. VIII. 1902.
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Herrn Merz: "Ihr Aufsatz hat mich unendlich interessirt und erfreut. Es macht mich froh, dass ich mein Leben dem Meister [d. i. Richard Wagner] weihen konnte u. dass es mir vergönnt war durch seine eignen Lehren und die seiner Schüler den Intentionen nahezukommen, die Er hegte. Ja, Sie haben Recht, er würde sich freuen zu sehen, wie wir unablässig bemüht sind, ihm zu dienen. Mit inbrünstigem Herzen seine Lehre zu verkörpern, ohne falsche Zuthat, sondern in ihrer einfachen, grossen, fasslichen, echten und wahren Art". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Hotels Vier Jahreszeiten in München.
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Reyer, Ernest, composer and music critic (1823-1909).
7 autograph letters signed. Bruxelles, [Paris], [Baden], place illegible, and no place or date.
12mo and (oblong) 8vo. Together ca. 16½ pp. on 5 bifolia and 1 single leaf. Enclosure (see below). A collection of letters written during preparations for performances of Reyer's operas "Sigurd" and "Salammbô", mirroring the European stages' vogue for orientalism in the 1860s. - Three letters to the theatre director Eugène Ritt. Through a letter by the composer Louis-Albert Bourgault-Ducoudray, Ritt should have been informed by the librettist Blau that Reyer could no more do to postpone Mily Balakirev's "Tamara". Rehearsals for "Salammbô" should start as soon as possible, and Reyer sends greetings to the director Pedro Gailhard: "Vous avez dû comprendre en lisant le lettre de M. Bourgault-Ducoudray que j'ai prié Blau de vous communique, qu'il ne m'a plus guère possible de faire la moindre dèmarche officielle pour tâcher d'obtenir l'ajournement de Tamara [...]" (Friday). Reyer misses his star Rose-Lucille Meuniez, known as "Rose Caron". As regards a reprise of "Salammbô", he is satisfied with the conducting of the orchestra as well as with the musicians; he asks Ritt to let Gailhard know that a duo's solo performances are working out perfectly. Reyer announces his arrival in Paris for the next performance of "Sigurd": "Tout est bien qui finit bien [...] Mad. Carna m'a joliment manqué, à moi et à beaucoup d'autre [...] La reprise de Salammbô avait pourtant attiré beaucoup de monde [...] orchestre très-bien condit et artistes très delicieux de ne pas faire regretter leurs prédécesseurs [...]" (Bruxelles, Monday). Further about postponing "Tamara", which would permit staging "Salammbô" earlier (Saturday). - To Nérée Desarbres, Secretary of the administration of the Paris Opera, requesting two box tickets for "Guillaume Tell" for the Dutch senator M. Durand and his daughter, who wish to see the singer M.lle Thompson as Mathilde: "Mr Durand, Sénateur hollandais et sa fille tiennent beaucoup à voir Mlle Thompson dans Guillaume Tell [...]" (Tuesday, before 1863). - To minister Durand with a note that tickets are reserved for "Fidelio". - To a minister requesting an audience of five minutes ("24 rue Tour d'Auvergne", no date). - To his friend, the poet and librettist Joseph Méry, about the singer Caroline Lefebvre, who performs in "Maître Wolfram" (with a libretto by Méry), and who had made a critical statement about Reyer's expression in his letter to her, as he had mentioned her "pretty mouth". Reyer further invites Mèry to Baden, which is ravishing in spring, and mentions a Bavarian girl: "Elle me répondit de lui avoir écrit d'une manière pas convenable parce que je lui dis ceci dans une lettre que je lui ai adressée à propos de Maître Wolfram: ce j'aurais mieux aimé apprendre la visite par votre jolie bouche que par les plume de M. Méril. Voilà pourquoi je présume que votre visite lui fera infiniment plus agréable [...]" (Saturday, 21 May [before 1866]). - Enclosed is a note to receive the costumer E. Lacoste and communicate to him certain detailed instructions concerning the Act II of "Salammbô", especially regarding electric lighting, avoiding of any reflections on the costumes and jewellery so as to create a "milky" atmosphere; also with details for the costumes of the title character. - Partly with slight ink offsetting. One letter with blindstamped monogram.
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Roger-Ducasse, Jean, composer (1873-1954).
Autograph letter signed. No place, [stamp: 4 Aug. 1938].
8vo. 1 page on bifolium. To an editor, eager to receive news about the publication of a ballet's prelude, as Roger-Ducasse's absence has left him ignorant: "Avez-vous publié le Prélude de ballet que je vous ai confié? Si oui, quand? Je ne suis rentré qu'il y a 8 jours, et, naturellement, ne sais rien. Tous mes souvenirs les meilleurs [...]". - Stamped.
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Roger-Ducasse, Jean, composer (1873-1954).
Autograph letter signed. No place or date.
8vo. 1 page on bifolium. To his friend, the music critic Michel-Dimitri Calvocoressi, declining an invitation, as Roger-Ducasse already has a different engagement and hopes to see the Russian pianist Alexander Ziloti at the house of the editor Durand. Roger-Ducasse jokes that they live too close to each other to think about meeting each other: "Vous êtes tout à fait Amiable d'avoir pensé nous réunir demains. Mais je compte voir Monsieur Ziboti chez Durand, et d'ailleurs, de 4 à 6. Je suis puis sans possibilité de dégagement. J'aurais été enchanté de passe un moment avec vous. Je crois que nous habitons trop près l'un de l'autre pour songer à nous voir! Mes hommages à Madame Calvocoressi [...]". - On mourning paper. Some small corner defects and marginal flaws and tears.
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