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Vilmar, August, lutherischer Theologe (1800-1868).
Blatt mit eigenh. Namenszug ("A. Vilmar"). O. O., 18. X. 1824.
1 S. 8vo. Etwas angestaubt und fleckig.
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Vogt, Carl, Naturforscher und Politiker (1817-1895).
Eigenh. Brief mit U. Köln, 1. XII. 1867.
1 S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Für Uebersendung des Vogelsang'schen Buches meinen besten Dank. Dasselbe will studirt sein, ehe man davon spricht. Ich bedaure, den Antrag, in Bonn einen Vortrag zu halten, aus mehreren Gründen ablehnen zu müssen. Für's Erste principiell: ich halte keine einzelnen Vorträge, gegen die ich mich schon längst öffentlich ausgesprochen habe, sondern nur Cyclen von Vorträgen über einen Gegenstand, der dadurch erschöpft werden kann, wie jetzt über die Urgeschichte. Sodann aber hätte ich gegenwärtig nicht einmal für einen einzelnen Vortrag einen Tag frei, geschweige denn für einen Cyclus, da meine sämmtlichen Wochentage besetzt sind [...]". - Etwas angestaubt.
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Voigt, Johann Karl Wilhelm, Mineraloge (1752-1821).
Eigenh. Brief mit U. Ilmenau, 10. VIII. 1812.
2¾ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ich eile, liebster Freund, die versprochenen Feldspath Crystalle für Sie zusammen zu packen, da Herr Rösch dies Mal eher zur Brüsseler Messe abreisen wird, als sonst. Das verlangte Exemplar meines Cabinets werden Sie zeitig genug erhalten haben, u. Hrn. Rösch den Friedrichsd'or dafür an mich mitgeben. Aber fast noch mehr freue ich mich, einen recht langen Brief von Ihnen zu erhalten, und Einiges Neue von Ihrem schönen instruktiven [?] Habichtswalde, und Hunrods Berge zu erfahren. Es kann nicht fehlen, daß seit 12 Jahren, wo ich da herum wandelte, viel neue Entdeckungen für seine vulkanische Entstehung gemacht worden sind. Haben Sie nicht die Bekanntschaft d. Hrn. Hofr. Struve, bey der Russ. Gesand[t]schaft, gemacht? Ich wünschte sehr, zu wissen, was dieser einfache Mineralog vom Habichtswalde denkt [...]". - Der erwähnte Heinrich von Struve war Diplomat und Mineraloge und wurde im Jahr darauf zum russischen Geschäftsträger ernannt. In Bonn gehörte er zum engsten Freundeskreis des jungen Beethoven; sein Neffe war der Führer der Revolutionsbewegung in Baden 1848, Gustav von Struve. - Bl. 2 mit einem kleinen Ausschnitt am oberen Rand und unbedeutendem Papierdurchbruch.
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Voltelini, Hans, Rechtshistoriker (1862-1938).
Eigenh. Visitenkarte. O. O. u. D.
1 S. Visitkartenformat. Dr. Hans Voltelini (dies gedruckt) "bittet den besten Glückwunsch zur Vermählung entgegennehmen zu wollen".
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Wachler, Ludwig, Literaturhistoriker (1767-1837).
Eigenh. Brief mit U. Breslau, 27. XI. 1815.
1¾ SS. 4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Eine langwierige Kränklichkeit hat mich verhindert, Ihnen, verehrter Freund, früher zu antworten; Leber und Milz weigern sich, ihre Pflicht zu thun und so habe ich denn an mir flicken laßen müßen,um mit guter Art den künftigen Sommer abzuwarten, wo eine Wurzelkur beginnen muß. Durch diese aufgezwungene höchst lästige Nichts Thuerey bin ich überall sehr zurükgekommen [...] Ihre Verabred[ungen?] in Dresden nehmen mir viele Verpflichtungen für die Encyklopädie [ab] und es bleibt eigentl. nur wenig übrig, was ich zu leisten habe. In den kurzen Weihnachtsferien will ich einen Probe Artikel über die Literaturgeschichte des Mittelalters auszuarbeiten u. Ihnen wo möglich noch vor Ende des Jahres zuzuschicken suchen. Vielleicht füge ich noch eine Charakteristik irgend eines bedeutenden Historikers bey [...]". - Geringf. Textverlust durch Berieb.
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Wachsmuth, Wilhelm, Historiker (1784-1866).
Eigenh. Brief mit U. Leipzig, 14. XI. 1829.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Hofrat, wohl Christian Karl André, der Gründer und Herausgeber der Zeitschrift "Hesperus": "Im Auftrag meines Freundes, des Hofraths Pannier in Zerbst, beehre ich mich, Ew. Wohlgebohren einen kleinen Aufsatz zur gefälligen Durchsicht zu übersenden, u. begleite die Sendung mit der Bitte, im Falle der Zweck des Hesperus es zuläßt, dem Aufsatze einen Platz in demselben zu gönnen. Von Honorar ist nicht die Rede; verbinden aber würde Sie den Einsender durch gefällige Überschickung eines Andruckbogens [...]".
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Wahrmund, Adolf, Orientalist und Schriftsteller (1827-1913).
Eigenh. Brief mit U. Innsbruck, 16. I. 1902.
½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "In Erwiderung Ihrer gesch. Zuschrift v. 14. d. M. erlaube ich mir zu bemerken, daß grade in jüngerer Zeit wieder so viel zu dem Thema 'Katholizismus und Clerikalismus' geschrieben wurde, daß es wahrhaftig schwer fällt, irgend etwas halbwegs Beachtenswertes oder Neues darüber zu sagen. Zudem bin ich augenblicklich mit Arbeit geradezu überlastet. Um Ihnen jedoch meine Bereitwilligkeit auch durch die That zu documentieren, will ich das gewünschte Referat über Harnack's Wesen des Christentums [...] übernehmen [...]".
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Waltenhofen, Adalbert von, Physiker und Elektrotechniker (1828-1914).
Eigenh. Brief mit U. Prag, 21. XII. 1883.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Kollegen: "Mit bestem Danke für Ihre freundlichen Mittheilungen vom 18. dM. bitte ich Sie um gefällige Einsendung Ihrer wissenschaftlichen Arbeiten, beziehungsweise eines Verzeichnisses derselben, nebst einem sogenannten curriculum vitae [...]".
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Wasserschleben, Friedrich Wilhelm Herm, Rechtshistoriker (1812-1893).
Eigenh. Brief mit U. Lüttow, 21. VIII. 1864.
1½ SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "[...] Ihre freundliche Aufforderung, Ihnen ab und zu Beiträge kirchenrechtlicher Natur für das Pastoralblatt einzusenden, muß ich zu meinem aufrichtigen Bedauern ablehnen, da ich für lange Zeit durch eigene wissenschaftliche Untersuchungen so sehr in Anspruch genommen bin, daß mir neben meiner amtlichen Wirksamkeit schlechthin keine Zeit für Anderes übrig bleibt, weshalb ich auch mehrfache anderweite Aufforderungen zur Betheiligung an Zeitschriften u. dgl. habe ablehnen müssen [...]".
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Wedding, Hermann, Metallurg und Montanist (1834-1908).
Eigenh. Brief mit U. Berlin, 19. VIII. 1868.
1¼ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ew. Wohlgeboren beehre ich mich auf das gefällige Schreiben vom 17t. d. M. zu erwidern, daß ich gegen Ihre Theilnahme an der beabsichtigten [...] Expedition der hiesigen Bergakademie Nichts einzuwenden habe, vorausgesetzt, daß Sie geneigt sind, sich den allgemeinen Dispositionen ganz anzuschließen, und gefaßt darauf, mancherlei Unbequemlichkeiten, welche bei einer Reise einer größeren Gesellschaft nicht ausbleiben können, zu ertragen. Sie wollen sich gefälligst am Sonntag den 3ten August [!] in Malapane in Oberschlesien einfinden. Sie reisen zu diesem Zwecke nach Oppeln an der Oberschlesischen Eisenbahn, und von dort auf der Oppeln-Tarnowitzer Bahn bis Malapane, woselbst wir entweder Sonntag Nachmittag oder Montag Vormittag eintreffen [...]". - Mit kleinen Randläsuren.
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Wegscheider, Rudolf, Chemiker (1859-1935).
Eigenh. Postkarte mit U. Wien, [16. VI. 1922].
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An den Chemiker Friedrich Emich mit der Mitteilung, daß er am Sonntag "voraussichtlich den ganzen Tag" in seiner Wohnung sein werde.
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Weinhold, Karl, Germanist und Volkskundler (1823-1901).
Eigenh. Postkarte mit Namenszug im Text. Breslau, 7. V. 1888.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An Eugen Rt. von Mor: "Für Ihr Verzeichnis [d. s. die "Mittheilungen für Autographensammler"] | Professor Dr. K. Weinhold in Breslau sammelt für das Gbeiet der deutschen schönen und wissenschaftlichen Literatur". - Weinhold folgte 1850 einem Ruf an die Universität Krakau, zog im Jahr darauf aber weiter nach Graz, wo er bis 1861 eine Professur innehatte; anschließend in Kiel und bis zu seiner Pensionierung in Berlin tätig, war Weinhold Mitglied der Akademie der Wissenschaften und veröffentlichte zahlreiche einschlägige Arbeiten.
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Westermann, Anton, Philologe (1806-1869).
Eigenh. Brief mit U. Leipzig, 31. I. 1863.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Entschuldigen Sie, daß ich erst heute Ihre Anfrage wegen des Lamprias beantworte. Die Verzögerung ist lediglich daraus entstanden, daß ich in meinem eigenen Interesse alles thun zu müssen glaubte, um der Sache auf die Spur zu kommen. Um so mehr thut es mir Leid Ihnen bis jetzt keine bestimmte Auskunft geben zu können. Vergebens habe ich mein Gedächtniß zermartert, vergebens die mir zu Gebote stehende Litteratur u. meine eigenen alten Papiere durchwühlt, - ich finde nirgends die bestimmte Angabe, daß der fragliche Codex ein Florentiner gewesen sein soll [...]".
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Wettstein, Richard, Rt. von Westersheim, Botaniker (1863-1931).
Eigenh. Brief mit U. Trins bei Steinach am Brenner, o. D.
7 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Im Einvernehmen mit dem Salzburger Bureau der Hochschul-Ferialkurse erlaube ich mir Ihnen ein paar Zeilen zu senden, die Material den von Ihnen freundlichst zugesagten Artikel enthalten sollen: Die Salzburger Hochschul-Curse, welche seit 3 Jahren nunmehr mit so großem und von Jahr zu Jahr steigendem Erfolge abgehalten werden, sind eine Folge der bekannten, auf die Errichtung einer katholischen Universitaet in Salzburg abzielenden Agitation. Sie sind, insoferne sie gerade in Salzburg gegen einen klerikalen Unternehmer gerichtet sind, local und momentan antiklerikal, dies aber nicht an und für sich; sie entspringen der Ueberzeugung, daß es ein Unglück wäre, wenn die Decentralisation des Hochschulwesens in Oesterreich noch weiter gienge, wenn speciell die Universitaeten aufhören würden universelle Bildungsstaetten zu sein und eine nach politischer Parteistellung verschiedene Bildung vermuthen würden [...]".
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Wiedemann, Gustav, Physiker (1826-1899).
Eigenh. Postkarte mit U. Leipzig, 28. VI. 1886.
1 S. Qu.-8vo. Eine vorgedruckte Postkarte der Redaktion der "Annalen der Physik und Chemie", die den Eingang von Manuskripten bestätigt, mit eh. Zusatz und U. von "G. W.": "Mit bestem Dank und Gruss". - Knickspuren; die Marke ausgerissen.
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Corvin Wiersbitzky, Otto von, Schriftsteller (1812-1886).
Eigenh. Brief mit U. Leipzig
1 S. 4to. An einen namentlich nicht genannten Redakteur: "Den ganzen Sommer hindurch war ich nicht in Leipzig und später fesselten mich Krankheit und dringende Arbeiten an das Haus; dies ist der Grund daß ich wenig Neues erfuhr und Ihnen keine Berichte schicken konnte. Uebrigens habe ich ja bald einen Stellvertreter gefunden. Nicht lieb ist es mir, daß man mich für den Verfasser der von diesem geschriebenen Artikel hält und Sie würden mir einen Gefallen erweisen, wenn Sie gelegentlich bemerkten, daß diese Berichte nicht von dem früheren Correspondenten herrühren [...]". - Corvin-Wiersbitzki stammte aus polnisch-westpreußischem Adel, genoß eine Kadettenerziehung und war mit 18 Jahren Leutnant in einer Mainzer Garnison. Nach frühzeitigem Ausscheiden aus der Armee ließ er sich als Journalist und Gelegenheitsschriftsteller in Leipzig nieder, schloß sich dort liberaldemokratischen und antiklerikalen Kreisen an und führte 1848 die Revolution im Elsaß sowie am Oberrhein an. 1849 wurde er verhaftet, zum Tod verurteilt und schließlich zu sechs Jahren Zuchthaus begnadigt. Nach seiner Entlassung 1855 berichtete er als freier Mitarbeiter für renommierte Blätter wie "Times", "New York Times", "Augsburger Allgemeine Zeitung" und Charles Dickens' "Household Words" aus Amerika, England und Deutschland.
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Wiesner, Julius, Botaniker (1838-1916).
Eigenh. Albumblatt mit U. O. O., 18. II. 1898.
¾ S. 8vo. Ein Zitat aus seinen "Elemente der wissenschaftlichen Botanik" (Bd. III, S. 5): "Der Bestand des organischen Individuums ist nur durch das Princip der inneren Ordnung und Harmonie gewährleistet und jede Störung desselben sistirt entweder bestimmte Functionen, oder verursacht abnorme, den Organismus störende Zustände, Krankheit und bei besonders tiefen Eingriffen selbst den Tod". - Alt auf Trägerpapier montiert und dort etwas fleckig.
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Wille, Jakob, Historiker und Bibliothekar (1853-1929).
Eigenh. Brief mit U. Heidelberg, 25. XI. 1904.
2 SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Seit ein paar Tagen will ich Ihnen die gewuenschten Collationen selbst besorgen, komme aber in Folge andrer dringender Arbeiten nicht dazu [...] Wollen Sie sich nicht die beiden Handschriften nach Prag an die Universitätsbibliothek kommen lassen? [...]". - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf der Univ.-Bibl. Heidelberg. - Etwas fleckig und angestaubt.
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Wilmanns, Wilhelm, Germanist (1842-1911).
Eigenh. Brief mit U. Innsbruck, 21. VI. 1871.
3½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An den Altphilologen und Direktor der Hof- und Staatsbibliothek München, Karl Halm: "Ich muß tausend Mal um Entschuldigung bitten, daß ich auf Ihre kostbare Sendung erst jetzt antworte und so spät Ihnen meinen herzlichen Dank sage. Erst dauerte es immerhin einige Tage ehe ich das Quartier der Mrs. Toomy ausfindig gemacht hatte, sie wohnt in einem Dorfe ganz in der Nähe Mühlau, Villa Pechlaner; ich habe Ihren Auftrag ausgerichtet u. der Dame den Requisitionsschein hinterlassen; wie zu erwarten wußte sie Nichts von der Sache und ist gering geneigt Ersatz zu leisten; dagegen versprach sie sofort an ihren Mann, der nicht todt, aber gegenwärtig in Amerika ist, in dieser Angelegenheit zu schreiben und auch persönlich bei einer demnächstigen Anwesenheit in München auf der Bibliothek die Sache mit Ihnen oder einem der betr. Beamten zu besprechen [...]". - Das Kuvert mit Ausschnitt der Briefmarke.
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Winnecke, Friedrich, Astronom (1835-1897).
Eigenh. Albumblatt mit U. Straßburg, 3. XI. 1880.
1 S. Qu.-8vo. "Per aspera ad astra".
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Wissmann, Hermann von, Afrikaforscher (1853-1905).
Brief mit eigenh. U. ("v. Wissmann"). Berlin, 1. VII. 1890.
1 S. auf Doppelblatt. Gr.-4to. Ein hektographiertes Dankschreiben für "mir freundlichst übersandte Glückwünsche" anläßlich seiner Rückkehr, in diesem Fall an den Offizier und Militärhistoriker Valerian von Mikulicz.
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Wolff, Christian, Freiherr von, German philosopher (1679-1754).
Autograph letter signed. Marburg, 1 Jan. 1726.
4to. 2 pages on bifolium. Appealing letter by the principal figure of German enlightenment between Leibniz and Kant: an early item of his correspondence with the Frankfurt physician Johann Philipp Burggrave jr. (1700-75), the medical advisor of the Goethe family. "Viro experientissimo atque amplissimo Joanni Philippo Burggravio S.P.D. Christianus Wolfius. Accepi commentationem tuam eruditam de existentia spirituum animalium, quos contra Goelickii audaces insultus vindicas. Gratias ago cum quod me hujus muneris litterarii participem feceris, tum quod mentionem mei honorificam injicere dignitatus fueris. Pugnandum tibi erit, vir experientissime, cum homine qui veritatem insuper habens in eo sibi applaudit, quod aliqua dixisse videatur. Novi ipsius genium ab obtrectationibus minime alienum. Sed ex bello hoc incruento nulla metuenda clades. Mihi vero pugnandum est cum hominibus et famae, et fortunis, immo (si fieri possit) vitae ipsi insidias struentibus. Cel. Bülfffingerus nuperrime mihi nunciavit, quam bene ipsi sit Petropoli, et alii Professores, quos commendavi, idem confirmant [...]." - Burggrave, son of the like-named country physican of the Mainz electorate, studied in Leiden with Boerhave before returning to Frankfurt and becoming a member of the Leopoldinian Academy of Natural Science in 1741. - Paper somewhat browned and brownstained; edge slightly clipped from opening seal (slightly touching a few letters). Date of receipt noted by Burggrave on the address leaf.
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Wüllerstorf-Urbair, Bernhard Frh. von, Admiral (1816-1883).
Eigenh. Albumblatt mit U. O. O. u. D.
1 S. Qu.-8vo. "Ich gehe von der Überzeugung aus daß wo die Bedingungen des Entstehens und der Entwicklung eines Gebildes vorhanden gewesen sind oder noch vorhanden sein können, dieses Entstehen und diese Entwicklung auch wirklich stattgefunden haben oder stattfinden und ich glaube daß es nicht vernünftig ist der Natur nach Zeit und Raum und nach jeder Richtung hin einen Zwang aufzulegen und ihr die allgemeine Freiheit im Bilden und Entwickeln abzusprechen. / Wüllerstorf". - Wüllerstorf-Urbair befehligte die berühmte Weltumseglung der Fregatte Novara (1857-59).
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Wundt, Wilhelm, Physiologe, Psychologe und Philosoph (1832-1920).
Eigenh. Brief mit U. Leipzig, 19. IV. 1880.
1 S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ich bin Ihnen sehr dankbar für die freundliche Berichtigung des seltsamen Verstoßes gegen einen elementaren [...] Satz, die Sie mir haben zugehen lassen. Ich werde endlich nicht verfehlen den Irrtum bei einer eventuellen 2ten Auflage oder bei den dem 2ten Band beigegebenen Berichtigungen zu corrigiren [...]".
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Wurzbach-Tannenberg, Alfred Ritter von, Kunsthistoriker (1846-1915).
Eigenh. Albumblatt mit U. Wien, 8. X. 1882.
1 S. auf Doppelblatt. Qu.-8vo. "Dem Menschen ist die Sprache gegeben seine Gedanken zu verbergen".
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Zeune, Johann August, Germanist und Pädagoge, Begründer der Berliner Blindenanstalt (1778-1853).
Eigenh. Brief mit U. Berlin, 15. IX. 1825.
1 S. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An die Freimaurerhalle zum goldenen Apfel: "Da ich von der Schwester des verstorbenen Hofraths Volke zum Vollstrecker seines le[t]zten Willens ernannt bin, so ersuche ich eine hochwürdige Halle, mir darüber einige Auskunft zu geben ob die vom Verst. der Halle vorgestreckten 50 th [...] blos geliehen oder geschenkt worden sind [...]". - Mit stärkeren Randläsuren und einigen Einrissen.
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Zeuner, Gustav, Ingenieur (1828-1907).
Eigenh. Begleitbrief mit U. Dresden, 2. VII. 1886.
1 S. Folio. Begleitbrief zur Rücksendung von Büchern an die Bibliothek bzw. die Direktion des statistischen Bureaus, namentlich von "Hagen, Handelspolitik. Königsberg 1844", "Kautz. Theorie und Geschichte der Nationaloeconomie 1858" und "Launhardt. Mathematische Begründung etc.".
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Zimmermann, Johann Georg, Arzt, Gelehrter, Philosoph und Schriftsteller (1728-1795).
Eigenh. Brief mit U. Brugg, 1. VI. 1768.
3 SS. auf Doppelblatt. Kl.-4to. An den Schweizer Idyllendichter, Grafiker und Maler Salomon Geßner: "Der Nationalstolz ist nunmehr gedruckt, und so oft ich denselben ansehen werde so oft werde ich mich des innigsten Dankes erinnern, den ich Ihnen schuldig bin. Ich hätte niemals geglaubt, daß es möglich wäre solche Buchhändler zu finden, wie Sie und Ihre Herren Associirten gegen mich gewesen sind. Möchte doch meine Waare itzt für Sie so gut seyn, als ich es Ihnen wünsche; möchten doch die mannigfaltigen Fehler meines Buches den Verkauf desselben eher befördern als hemmen. Ihnen insbesondere danke ich, mein allerliebster Herr, für die schönen Kupferstiche mit denen Sie mein Buch auf die generoseste Weise vor der Welt ausgeziert haben. Die Franzosen pag. 1 gefallen mir unendlich, und den Negern mangelt weiter nichts als eine schwarze Haut [...]". - Die vierte Ausgabe von Zimmermanns "Von dem Nationalstolze" erschien 1768. Schon in der 2. Hälfte des 18. Jhs. besaß die Familie Geßner Anteile an dem Züricher Verlags- und Buchhandelsunternehmen Conrad Orell & Co., 1770 wurde es mit der Füssli & Co. zur Orell, Gessner, Füssli & Co. vereinigt. - Kleinere Ausrisse in Blatt 2 durch Brieföffnung. Etwas rostfleckig.
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Zimmermann, Robert von, Ästhetiker und Schriftsteller (1824-1898).
Eigenh. Albumblatt mit U. Wien, 13. III. 1883.
1 S. 8vo. "Aus dem Spanischen des Dionysio Solis. | Als Amor eines Tages | Den Frühling frug im Spotte, | Warum so kurz nur währe | Der Blütendüfte Kosen, | Der Lenz mit schalkischem Lachen | Erwiderte dem Losen: | 'Sag, Kleiner! Dein Vergnügen, | Währt's länger als die Rosen?'".
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Zimmermann, Robert von, Ästhetiker und Schriftsteller (1824-1898).
Eigenh. Brief mit U. Aussee, 17. IX. 1882.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An Wilhelm Rt. von Braumüssler sen.: "Da der Contract, betreffend den Ankauf der Wiwwte Sigl in Neuwaldegg, nunmehr von beiden Seiten unterzeichnet ist, so ersuche ich dem Übereinkommen gemäß dem Vorzeiger dieses, dem Ihnen persönlich bekannten Herrn Hof- u. Gerichtsadvocaten Alf. Ritter von Zogerer, der am Dienstag den 19. d. M. in Begleitung der bisherigen Besitzerin Frau v. Sigl bei Ihnen erscheinen wird, die [...] Kassa zu dessen Handen und zu Händen der Frau v. Sigl [...] gegen Empfangsbestätigung einhändigen zu wollen [...]".
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Zöllner, Karl Friedrich, Physiker und Astronom (1834-1882).
Eigenh. Albumblatt mit U. Leipzig, 27. XII. 1871.
1 S. Qu.-schmal-8vo. "Ich liebe den Frieden aufrichtig und von ganzer Seele - aber mehr noch die Wahrheit. Ist mir die Wahl gelassen, kleine Wahrheiten für die Gegenwart oder größere für die Zukunft zu verkünden, so wähle ich ohne Bedenken die letzteren!" (aus seiner "Natur der Kometen, Vorrede, LXIX). - Alt auf Trägerpapier montiert.
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Daudet, Alphonse, French writer (1840-1897).
Autograph manuscript (signed within the text) and 3 autograph letters signed. Paris, 1893.
Ms.: 4to. 6 pp. Letters: 8vo. Altogether 5 SS. Bound as a set in red half morocco with gilt spine. "Souvenirs de Jeunesse / Le Grand caricaturiste André Gill": "J'ai rencontré André Gill au bon moment, à l'heure fraiche des amitiés de jeunesse, quand la terre encore molle s'ouvre à toute semence, pour des moissons de tendresse et d'admiration. J'avais vingt-trois ans, lui guère davantage. J'étais campagnard à l'époque, campagnard de banlieue, hirsute, velu, chevelu, botté comme un tzigane, coiffé comme un tyrolien, logeant entre Clamart et Meudon, à la porte du bois. Nous vivions là quatre ou cinq dans des payotes, Charles Bataille, Jean Duboys, Paul Arène, qui encore? On s'était réuni pour travailler, et l'on travaillait surtout à courir les routes forestières, cherchant des rimes fraiches et des champignons à gros pied [...]". - As may be gleaned from the included letters to the classiscist Alphonse Naus van Daell in Boston, these "pages inédites" were intended for a volume of selected works which van Daell was planning. Also included is the draft of a letter by van Daell to Daudet, dismissing his original suggestion of an American edition of his "contes patriotiques", along with another letter concerning the projected collection, by the American writer Frank W. Freeborn. - Slightly rubbed and scuffed.
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Braque, Georges, painter and sculptor (1882-1963).
Autograph letter signed ("G. Braque".) Paris, 8 Dec. 1946.
4to. 1 page. To Mr. Caffola from the Galerie Roma about forged paintings of him: "Je déclare avoir recu du peintre Severini [i. e. Gino Severini] un tableau mesurent: 0.41m x 0.32m représentant un guéridon avec guitare et signé: G Braque Ce tableau ext faux D’autre part j’apprendre qu’en Italie circulent d’autres tableux de moi dans les cas donteux je [...]". - Expected folds; small ruststains and damage to edges.
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Hundertwasser, Friedensreich, Austrian painter (1928-2000).
Collection of 3 autograph letters signed and 7 autograph postcards signed. Vienna, Venice, Cefalu, Bonifacio, Elba, 1973 and no year.
4to and 8vo. A total of 9½ pp. Amicable correspondence with Marika Koszka, in German: "[...] But money is quite irrelevant. That is to say, I was never particularly interested in it, not even when I was a hitchhiker and slept on the streets. But undoubtedly it will be of some help to you. The important thing is only not to have any depressing thoughts [...]" (10 Feb. 1973). - "Last evening at the gate I quite forgot to mention that I have a lot of furniture for you should you need anything for your room: chairs, mattresses, cushions, beds, closets ... Also, I would like to show you my view and the meadow from up here [...]" (24 Feb., no year).
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[Album amicorum].
Friendship album of Bruno Grambert, containing 20 entries by significant personages. No place, 1999-2002.
8vo. Imitation leather with gilt-stamped cover title ("Livre d’Or"). All edges gilt. Includes contributions by Claude Lévi-Strauss, Jean Paul Gaultier, Regis Debray, Isabelle Comtesse de Paris, Elois Lichtenstein, Hélène Carrère d'Encausse, Druoy, Jean d'Ormesson, Pierre-Gilles de Gennes, Lionel Jospin, Claudie and Jean-Pierre Haignieré as well as by Claude Pompidou.
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Grimm, Jacob, German philologist, jurist and mythologist (1785-1863).
Autograph letter signed ("Jac. Grimm"). B[erlin], 11 April 1851.
Large 8vo. 1 p. To his publisher Kästner, requesting a proof copy of his book "Mythologie und Rechtsalterthümer" so as to prepare the manuscript for print; afterwards he will similarly treat his "Grammar": "Lassen Sie mir ein planiertes exemplar der mythologie und rechtsalterthümer in losen bogen übersenden; ich will dann anfangen beide für den druck einzurichten. ist er beendigt, so soll es auch an die grammatik gehn, die begreiflich grössere schwierigkeit hat. Je länger ich aufschiebe, desto älter werde ich und zu der arbeit ungeschickter. Die mitgetheilten lettern sind mir recht, doch müssen die Ihnen bekannten besondern buchstaben dazu geschnitten vorräthig sein [...]". - Slight damage to edges. Accompanied by an autograph address "Herrn Dr. Franz Löher, Professor, Hochwolgeboren, im Cabinet S. M. des Königs Maximilian von Baiern".
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Bellini, Vincenzo, Italian composer (1801-1835).
Autograph musical manuscript from "Il Pirata". [Milano, La Scala, 27 Oct. 1827].
Oblong folio. 2 pp. From Act II, Scene 2; one page with the text. - After the enormous success of "Bianca e Fernando" in Naples (May 1826), Bellini was introduced to the librettist Felice Romani, who proposed the subject of the composer’s first project, "Il pirata". Its premiere, given on 17 October 1827, was "an immediate and then an increasing, success. By Sunday, December 2, when the season ended, it had been sung to fifteen full houses" (Weinstock, Bellini: His life and His Operas. New York, Knopf, 1971, pp. 40f.). - Margins somewhat spotty and browned. With an early certification of authenticity in the left margin, written by the lawyer (to the heirs of Vincenzo, his brothers Carmelo and Mario), Francesco Chiarenza, and dated Catania, June 21, 1902.
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Paganini, Niccolò, Italian violin virtuoso (1782-1840).
Album of 12 autograph manuscripts signed by Paganini, Rossini and others, containing mainly complete songs and piano pieces. Boulogne, Paris, Calais, Clermont and elsewhere, 1836-1847.
22 pages. Oblong 4to (c.17 x 27 cm). 8-stave paper, contemporary brown polished calf, stamped in gilt and blind ("Clara Mangin"), presentation inscription. Album of 12 autograph manuscripts signed by Paganini, Rossini and others, containing mainly complete songs and piano pieces. 1) Paganini, Niccolò. Album-leaf comprising two chromatic scale-passages in contrary motion, each spanning two octaves, twenty-six bars music in all, notated for treble & bass in brown ink on three two-stave systems, signed and inscribed ("All' Egregia Madamigella Clara Mangin ... Boulogne, li 15. Agosto 1834 Nicolò Paganini"). - 2) Rossini, Gioachino. Autograph manuscript of "Mi lagnerò tacendo", signed ("G. Rossini"), comprising a sixteen-bar setting of Metastasio's text, notated in dark brown ink on two three-stave systems per page, [c.1836], 2 pages. Together with: Théodore Labarre (the song "Mathilde", 2 pages) - Georges Mathius ("Andantino" in E minor for piano, 3 pages, 1836) -Jules Godefroy ("Pensée du moment", for piano, 2 pages, 1835) - Henri Bertini ("Téma" for piano, signed and inscribed 14 Mai 1836. HBertini") - Theodore Döhler (Allegro in c minor for piano, signed) - Sigismond Thalberg (musical quotation of an 'Andantino' in G) - George Onslow ('Allegretto con moto' in E-flat, for piano, signed "...23 Janvier 1846 George Onslow", 3 pages) - Eugene Ortolan ('Souvenirs d'auvergne' in F, 3 pages, 2 September 1847), and others in the album of Clara Mangin, 22 pages, oblong 8vo (c.17 x 27cm), the manuscripts all written directly into the album, 8-stave paper, contemporary brown polished calf, stamped in gilt and blind ("Clara Mangin"), presentation inscription, 26 June 1834, Boulogne, Paris, Calais, Clermont and elsewhere, 1836-1847, somewhat worn, with front cover detached. - Autograph music by Paganini is rarely offered for sale. This is a fine album of the 1830s-1840s, containing mainly complete works rather than short quotations. Rossini's song is one of many such settings that the composer made of his favourite Metastasian poem. The volume was given to Clara Stéphanie Mangin of Boulogne in 1834, in recognition of winning a music prize. We learn from the three-page piano work by George Onslow in 1846 that Clara had become Comtesse d'Espinay Theix Royat; the Château de Theix was near Clermont-Ferrand.
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Grassi, Joseph, painter; Mozart's portraitist (1757-1838).
Notebook with 55 autograph pages of travel notes. Rome, 1808-1810 and 1816-1821.
Small 8vo. 51 unnumbered ff. Original red morocco. Green moirée silk endpapers; all edges gilt. Signed by Grassi on front flyleaf. The personal travel notebook of Joseph Grassi, one of the foremost portraitists of his age and remembered today as the painter of one of the very few authentic Mozart portraits. In her biographical sketch of the artist, Elisabeth Eixner deplores the lack of studies concerning Grassi's Roman years: "It would be a rewarding task for scholarship to investigate Grassi's activities in Rome, which he first visited in 1808-10 (becoming member of the Academy of San Luca in 1810), and again in 1816-21 as 'Director of Studies of Saxon Artists in Italy'" (NDB VII, 5). Clearly, the present notebook constitutes the principal and hitherto entirely undocumented source for such an investigation: apparently begun during his first journey to Italy, the booklet also served Grassi upon his return, containing his travel plans as well as lists of important events, meetings, addresses, and contacts in Rome. The detailed schedule of his itinerary from Gotha to Rome (no less than 60 stations, stating the distances and length of stay) is followed by a five-page catalogue of artists active in Rome, most of which Grassi managed to visit, a brief account of social life in the city, and a list of various works of art and their locations. The names of numerous art dealers and antiquarians as well as several paintings offered to Grassi (including works by van Dyck, Raffael, Michelangelo, and Rubens) give evidence of his activity as an agent for the Ducal collections. Among the extensive notes at the end of the volume (which include payments to his coachman) we also find a three-page autobiography in which Grassi records the principal events of his life with their respective dates. - After his last visit to Rome "Grassi returned to Dresden, where he died in 1838, lonely and after years of illness. For a decade (1781-1791), Mozart and Grassi both lived in Vienna. The close connection between Joseph Grassi, the Mozarts and their in-laws Lange is proved by a letter of 12 March 1783 from Wolfgang to Leopold Mozart in which he discusses a performance of his pantomime 'Pantalon und Colombine' (with his music, KV 446) on March 3rd, an event held in the Hofburg Redoutensaal and attended by his friends" (cf. Angermüller). - Perfectly preserved. Autographs in Grassi's hand are of the utmost rarity: the past decades' auction records list a single specimen (Stargardt, 21 March 1996, lot 672: his signature on a receipt for Duke August of Saxe-Gotha). R. Angermüller, Mozart: Bilder und Klänge. Salzburg, Internationale Stiftung Mozarteum, 1991, p. 358. NDB VII, 4-5.
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Beuth, Peter Christian Wilhelm, preußischer Staatsmann (1781-1853).
Brief mit eigenh. U. Berlin, 17. XII. 1835.
1 S. Folio. Als Vorsitzender des "Vereins zur Beförderung des Gewerbfleißes in Preußen", an den Rentamtmann und Büchereienpionier Karl Benjamin Ritter von Preusker (1786-1871) in Großenhain: "Indem ich Euer Wohlgeboren im Namen des Vereins für Gewerbfleiß in Preußen für die mit dem gefälligen Schreiben vom 13ten v. M. demselben gemachte Mittheilung eines Exemplars des von Ihnen verfaßten Werkes: Baustein-Andeutungen über Sonntags- und Gewerbschulen etc etc. hiermit ergebenst danke, bemerke ich zugleich, daß dieses Geschenk in dem Abdruck des Vereinsprotokolls erwähnt werden wird. - Eine ausführliche Beurtheilung liegt indessen außer den Grenzen des Vereins [...]." Beuth gilt als "Vater der preußischen Gewerbeförderung". - Gefaltet. Im Oberrand angestaubt; im linken Rand etwas unregelmäßig aus der Registratur getrennt. Unterhalb der Unterschrift von späterer Sammlerhand in Bleistift bezeichnet.
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Haydn, Joseph, composer (1732-1809).
Autograph letter signed ("Joseph Haydn mppria"). Vienna, 17 Oct. 1804.
4to. ½ p. Framed and glazed. In Italian, to George Thomson in Edinburgh, a friend of Robert Burns and publisher of Haydn's song adaptations, inquiring about London performances of his "Creation" and announcing that he intends to write, before his death, another two or at least one dozen works specially for Thomson: "Stimatissimo Signor mio. Nell' ultima vostra lettera di Luglio m'avete fatto troppo Complimenti per la mia Creazione del Mondo. Mi stimo molto felice, che Iddio m'ha donato questo piccolo Talento per dar soddisfazione agli Amatori di Musica, tanto più, che per questa grazia Divina posso far del bene al prossimo mio, ed ai poveri: io vorrei dunque saper, se in Londra fu data la Creazione per i poveri, o per il Concerto professionale, e quanto denaro habbiano fatto; io ho fatto in Vienna con questi due pezzi di Musica, cioè colla Creazione, e con le quattro stagioni per le nostre povere Vedove di Musica, in tempo di tre anni quaranta mila fiorini: Se mi potete col tempo darmi una risposta sopra quel punto, mi fareste un gran piacere. - Vi mando dunque queste tredici Ariette con l'istessa speranza, che vi daranno piacere, io vorrei far ancora prima della mia morte venti cinque, o almeno dodici di queste Ariette, mà solamente per voi caro amico, perche cose più grandi non posso più sorprendere, la mia vecchiezza m'indebolisce sempre più [...]". With Thomson's autogr. note of contents on the reverse: "Dr. Haydn. With 13 more Airs to which he composed Symph.s and Accomp.ts and Enquiring whether the Creation had been perf.d in London for the benefit of the poor - and that he will yet do some more airs for me, and only for me!" - Traces of folds; slight tear at horizontal centerfold (touching text), otherwise immaculate. Provenance: in the collection of Emilie Schaup in 1931; later in a Vienna private collection. First published in German translation by Botstiber, Der Merker 1/19, 777; Italian text first printed by Leo Grünstein in: Das Alt-Wiener Antlitz (Vienna 1931) I, 138 (but recipient erroneously identified as Bridi). Dénes Bartha (ed.), Joseph Haydn. Gesammelte Briefe und Aufzeichnungen (Kassel 1965), p. 452, no. 357; H. C. Robbins Landon (ed.), The collected correspondence and London notebooks of Joseph Haydn (London 1959), p. 234f. Thomson's note was first published (with a departure) in: Eva Badura-Skoda, "Eine private Briefsammlung", in: Festschrift Otto Erich Deutsch (Kassel 1963), p. 280-290, at p. 283, with fig. 2.
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[Mühle, Johannes, Maler, Graphiker und Naturforscher (1920-1995)]. - Ruth Mühle.
Ms. Brief mit eigenh. U. St. Georgen, 30. XI. 1995.
1 S. 4to. Beiliegend ein gedr. Partezettel sowie ein gedr. Bestattungskärtchen. An den Kulturattaché und Botschaftsrat Peter Schoenwaldt (1934-2004) mit der Mitteilung vom Ableben des im 76. Lebensjahr verstorbenen Künstlers. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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Silveri, Alexander, Bildhauer (1910-1986).
Eigenh. Bildpostkarte mit U. O. O., 8. I. 1967.
1 S. 8vo. Mit eh. Adresse. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag. - Silveri schuf u. a. die Kanzelreliefs in der Grazer Fraziskanerkirche oder die Weltkugel in der Pfarre Strebersdorf. Vgl. Vollmer VI, 417.
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Silveri, Alexander, Bildhauer (1910-1986).
Eigenh. Bildpostkarte mit U. [Graz], 12. I. 1960.
1 S. (Qu.-)8vo. Mit eh. Adresse. An Josef Wesely, bei dem sich Silveri für die "lieben Wünsche" bedankt. - Der steirische Bildhauer Alexander Silveri schuf u.a. die Kanzelreliefs in der Grazer Fraziskanerkirche oder die Weltkugel in der Pfarre Strebersdorf. - Die Karte mit der Darstellung des Altars v. Deutschwagram (Eisen 3 x 4 m). - Die Karte etw. feuchtigkeitsfleckig.
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Welz, Ferdinand, Bildhauer und Medailleur (geb. 1915).
Eigenh. Briefkarte mit U. Wien, o. D.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. adr. Kuvert. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche. - Welz leitete von 1955-86 die Meisterklasse für Medaillenkunst und Kleinplastik an der Akademie der bildenden Künste in Wien, 1970-72 war er auch deren Rektor.
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Wickenburg, Alfred, Maler und Graphiker (1905-1976).
Gedr. Billett mit eigenh. Grußzeile und U. Graz, o. D.
1 S. Qu.-12mo. Mit eh. adr. Kuvert. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag. - Nach Studien an der Azbè-Schule in München, an der Académie Julian in Paris und an der Kunstakademie in Stuttgart lebte Wickenburg mehrere Jahre als freischaffender Künstler u. a. in Florenz und Rom, ehe er 1934 als Professor für Landschafts- und Stillebenmalerei an die Landeskunstschule in Graz berufen wurde. Später auch an der an der dortigen landschaftlichen Freskoschule unterrichtend, war sein eigenes Werk wesentlich von kubistischen Strömungen und durch seinen Lehrer Adolf Hölzel beeinflußt. Zu Wickenburg vgl. Thieme/B. XXXV, 512f.
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Wickenburg (née Cointrelle), Marie, Gräfin (1817-1889).
2 eigenh. Briefe mit U. Wien, 2. bzw. 24. III. 1854.
Zusammen 4 SS. (Kl.-)8vo. Familiengeschichtlich interessante Briefe an einen Edlen von Dirnböck (hier "v. Dirnbök" bzw. "v. Dürnbek") hinsichtlich ihres Stiefsohns Franz Xaver bzw. ihrer Stieftochter Emma: "Herzlich danke ich Ihnen für die Mittheilung der beiden Briefe welche vortreflich ihren Entzwek entsprechen, Gott gebe das es auch die erwarteten Früch[t]e bringe, nach den Betragen meines Sohnes bei den Tode seines so liebevollen Vaters habe ich mir von ihm kaum etwaß beßers erwartet, als er sich in den Brief an Sie äußert das er gegen mich blos weil ich seine Stiefmutter bin so auftrit will ich garnichts sagen es ist nun eine vorgefaste Meinung das er aber gegen seine leibliche Schwester so ist beweist das er unnatürlich ist [...]" (2. III. 1854). - "Da ich ganz sicher erfahren daß Major Victor mit dem in Händen habenden Papiren mißbrauch treibt und überall dadurch beweisen will daß er meine Tochter heirathe so erlaube ich mir Anzufragen ob Ihr Schreiben [...] von Erfolg war? Wo nicht so mußte man zu einen ersten Mittel greifen [...]" (24. III. 1854). - Der Gatte der Schreiberin, Wilhelm Gf. Wickenburg, war in erster Ehe mit Therese Selliers de Moranville (1806-38) verehelicht gewesen, welcher Ehe vier Kinder entsprossen waren. Er war am 31. Jänner 1854 verstorben (vgl. Wurzbach LV, 226 und Tafel).
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Andersen, Hans Christian, Danish poet (1805-1875).
Nye Eventyr og Historier. Anden Samling. Copenhagen, C. A. Reitzel, 1858.
8vo. (8), 67 pp. Later half cloth. First edition. - Provenance: descendants of the Henriques family, in whose home Andersen had been a frequent visitor during the last fifteen years of his life. The house was full of life and happy days as a large circle of both Danish and foreign musicians and artists visited the salons and parties held there. The friendship with the family was established in August Bournonville's home, where the poet first heard the young, talented Therese Henriques (1833-83) playing the piano. Immediately, a warm friendship between the two was kindled, and it would last a lifetime. - Some occasional foxing.
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Nadar (Gaspard-Félix Tournachon), French photographer, caricaturist, and champion of manned flight (1820-1910).
Autograph letter signed. Paris, 31. XII. 1881.
8vo. 3 pp. on bifolium. In French, to an unidentified recipient: "Our mutual friend, Mr. Mennique, informs me that it is you who are legally entitled to the copyright of a small brochure which has just been published in a Paris newspaper and which was favourably received [...]" (transl.). In the postscript, Nadar writes: "Perhaps there may be a possibility of inserting a few simple drawings which I could take care of by resuming my former metier of caricaturist of the 'wild and raucous' [...]". - Very good overall, with some mounting remnants on the back of one of the quarter panels. From the Collection of John Herzog.
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Turner (of Oxford), William, English painter (1789-1862).
Autograph letter signed, with a fine illustration. Oxford, 6. VIII. 1841.
4to. 2¾ pp. on bifolium. To an unidentified recipient: "I have been favoured by your letter of June 29th, in which you have given me your opinion of your drawing of Blenheim, for which I am very much obliged. As the drawing was then in London, I thought it best to defer replying to your letter till I should have it before me, or till I had made the alterations you mentioned, which I believe I have now completed, and which undoubtedly improve it very much. In the first place I have darkened the large green oak No. 1, on the right, also the lower part of the warm oak No. 2 on the left, the upper part, at present, I am unwilling to alter unless I find that it be your wish that I should do so. The Wych Elm No. 3 was very yellow, but I have now made it somewhat green, such as it might be when the foliage has undergone a partial change only. The small beech trees remain much the same, for some time I was unwilling to do any thing to them, I have however made them a little darker. I have endeavoured to work up the distance and building to the effect you desired; and the ferns in the foreground I have varied both in effect and colour. I should say that I have not done much to the building, and was unwilling for some time to touch it, but after making the other alterations, I ventured also to deepen and warm it a little, and I now think it better. I shall be much obliged if you will inform me if you recollect any other little thing that you desire I should do to it, and I shall be most happy to do my best to work up to your idea of the subject. I must beg to say that I agree entirely with you as to propriety of strengthening the effect according to your suggestion [...]".
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