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Gerold, Friedrich, Buchhändler (1813-1886).
Brief mit eigenh. U. Wien, 12. III. 1853.
2 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 4to. Eh. adressiert. An den Verleger August Hesse in Graz: "In Erwiderung Ihres Geehrten vom 9ten ersuchen wir den Netto-Betrag der, unterm 28/2 von Ihren Remissis zurückgesandten Artikel, vom ganzen Saldo abzuschlagen und als Uebertrag in neue Rechnung zu bringen. Zu den Disponensen können wir diesen Posten nicht wohl stellen. Es war uns nämlich keineswegs darum zu thun durch diese Rück-Remission den Saldo vergrößert zu wissen, sondern wir glaubten einfach dasjenige zurückweisen zu dürfen, was für uns unverkäuflich ist […] Betreffs Verkäuflichkeit obiger Partie legen Sie großes Gewicht auf den Umstand, daß die neuen Auflagen unveränderter Abdruck der alten seien. Angenommen es sei so, vermögen wir doch nicht einzusehen, wie daraus hervor gehen soll, daß der Verleger an irgend jemand - z. B. an Sie selbst - etwa die zweite Auflage eines Werkes expedieren dürfte, sobald eine dritte da ist, die zwar unveränderter aber wirklich neuer Abdruck ist und daher mit Recht Titel u. Umschlag einer ‚neuen Auflage' trägt […]". - Signiert "Carl Gerold&Sohn". Darunter eine eigenh. Notiz mit Unterschrift von Friedrich Gerold bezüglich eines "Mozart Lehrbuchs für Ober Gymnasium". - Friedrich und sein Bruder Moritz Gerold wurden 1843 von deren Vater Carl Gerold bereitz 1843 zu Gesellschaftern seines Verlages gemacht. 1849 wurde ihnen die Leitung übertragen - seither firmierte die Firma als "Gerold & Sohn". Nach Carls Tod 1854 gingen die Befugnisse dennoch zunächst an seine Witwe über und erst 1855 an Moritz Gerold. Friedrich Gerold übernahm 1841 die Leitung einer von seinem Vater und der Witwe des Leihbibliothekars Carl Armbruster gegründeten Leihbibliothek, die bis in die 60er Jahre führend blieb.
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Härtel, Raimund, Verleger (1810-1888).
Eigenh. Brief mit U. Eisenach, 19. XII. 1867.
1 ½ SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. Bedankt sich für eine Empfehlung.
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Hainisch, Marianne, Frauenrechtlerin (1839-1936).
Eigenh. Postkarte m. U. [Poststempel: Wien, 28. X. 1915].
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse verso. An Eugen Schwiedland: "Besten Dank für die Zusendungen der Einladungen. Ich versende dieselben. Wieder kann ich nicht kommen, da ich Freitag zu meinen militärischen Enkeln nach Steiermark reise […]". - Die Mutter des ersten Bundespräsidenten der Ersten Republik Michael Hainisch war eine der großen historischen Frauenrechtlerinnen und die Begründerin der österreichischen Frauenbewegung. 1870 als erste Frau Österreichs eine offizielle Rede haltend, trat sie in Rede und Schrift gegen die konventionellen Vorstellungen ihrer Zeitgenossen an, gründete u.a. mit Marie von Ebner-Eschenbach und Bertha von Suttner den Bund österreichischer Frauenvereine, den sie 1904 dem 'International Council of Women' (ICW) anschloß und dessen Vorsitz sie bis 1924 innehatte, und war von 1912 an Präsidentin des neugegründeten Wiener 'Mädchengymnasiums für erweiterte Frauenbildung'. Auf ihre Anregung hin kam es 1924 in Österreich zur Einführung des Muttertags.
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Hartenau, Johanna Gfin., Sängerin (1865-1951).
Brief mit eigenh. U. Wien, 13. VII. 1915.
1 S. Folio. Bedankt sich im Namen des Spendenbüros bei Emilie Schaup aus der Zipfer-Brauereidynastie) für eine Spende von 400 Zigaretten für das k. u. k. Reservespital. - Hartenau war Sopranistin am Hoftheater in Darmstadt; 1899 heiratete sie den Grafen Alexander von Hartenau, den ersten Prinzen von Battenberg und ehemaligen Fürsten von Bulgarien. Nach dessen Tod 1893 widmete sie sich der Förderung des Wiener Musiklebens und engagierte sich für die Erbauung des Salzburger Mozarteums. Sie war Präsidentin bzw. Vizepräsidentin der Wiener Mozart-Gemeinde, des Wiener Konzertvereins und des Vereins des Wiener Symphonieorchesters. - Gefaltet.
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Hartenau, Johanna Gfin., Sängerin (1865-1951).
Brief mit eigenh. U. Wien, 7. VII. 1915.
1 S. Folio. Bedankt sich im Namen des Spendenbüros bei Emilie Schaup aus der Zipfer-Brauereidynastie) für die Spende eines "Heissluftapparates" für das k. u. k. Reservespital. - Hartenau war Sopranistin am Hoftheater in Darmstadt; 1899 heiratete sie den Grafen Alexander von Hartenau, den ersten Prinzen von Battenberg und ehemaligen Fürsten von Bulgarien. Nach dessen Tod 1893 widmete sie sich der Förderung des Wiener Musiklebens und engagierte sich für die Erbauung des Salzburger Mozarteums. Sie war Präsidentin bzw. Vizepräsidentin der Wiener Mozart-Gemeinde, des Wiener Konzertvereins und des Vereins des Wiener Symphonieorchesters. - Gefaltet.
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Herbeck, Ludwig, Sohn des Komponisten Johann von Herbeck (1831-1877).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 11. III. 1879.
1 ½ SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "In Kurzem erlaube ich mir meine Anliegen vorzubringen. Ich beabsichtige nämlich eine Biographie meines Vaters zu schreiben. Zu diesem Zwecke wären mir Originalbriefe Herbeck's von großem Werthe. Sollten Sie hochgeehrter Herr etwa solche Briefe besitzen, so wäre ich Ihnen sehr zu Dank verpflichtet, wenn Sie mich in den Besitz derselben setzen würden, damit ich eine Abschrift davon machen kann. Die Originale würde ich natürlich wieder zurückgeben […]". Die Biographie Johann von Herbecks, betitelt "Johann Herbeck. Ein Lebensbild von seinem Sohn Ludwig" erschien 1885 in Wien. Johann von Herbeck wurde 1856 Chormeister des Wiener Männergesangvereins, zwei Jahre darauf Professor am Konservatorium und gründete den Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde. 1863 zum Vizehofkapellmeister, drei Jahre später zum 1. Hofkapellmeister bestellt, trat er 1870 als Direktor an die Spitze der Wiener Hofoper. Fünf Jahre später nahm er seinen Abschied und kehrte als Dirigent zur Gesellschaft der Musikfreunde zurück.
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Heyking, Elisabeth von, Schriftstellerin (1861-1925).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 2. IX., o. J.
3 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An die Schauspielerin Louise Schönfeld-Neumann (1818-1905), Tochter des Schauspielerehepaars Karl Neumann und Amalie Haizinger: "Ehe ich eine andre Anfrage thue, müssen Sie mir erlauben, Ihnen recht von Herzen für den gestrigen Abend zu danken. Es ist Ihnen schon genug gesagt worden daß Sie eine vollendete Künstlerin sind, und in Worten läßt es sich überhaupt nicht aussprechen, und doch macht es Ihnen vielleicht Freude wenn ich Ihnen sage, daß ich noch nie im Leben an einer Erscheinung auf der Bühne eine so harmonische vollkommene befriedigte Empfindung hatte, und mich freue nach Wien gekommen zu sein dieser wenig Stunden wegen. Nun ist uns aber für heute eingefallen, daß mir Ihre Frau Mutter letzt sagte, heute käme Graf Schönfeld in Wien an, und da fürchten wir recht indiscret zu erscheinen u Ihnen störend zu sein. Sind Sie so freundlich es mir ganz aufrichtig zu sagen, und wenn Sie uns nicht haben wollen ein Stückchen Freundschaft für die Frau mit zu übertragen? […]". - Heyking, Schwester von Irene Forbes-Mosse und Enkelin von Bettine und Achim von Arnim, heiratete 1884 nach dem Selbstmord ihres ersten Mannes (1883) den preuß. Diplomaten Edmund von Heyking und lebte mit ihm in der Folgezeit u.a. in Nord- und Südamerika, Ägypten, China und Indien. 1903 erschienen anonym ihre fiktiven Briefe, die ihn nicht erreichten, in dem ihr Leben in Diplomatenkreisen seinen Niederschlag fand. Wegen der pittoresken und doch authentischen Thematik wurde er schnell zum internationalen Bestseller und erreichte bereits im ersten Jahr 46 Auflagen.
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Hirt, Ferdinand, Verleger und Buchhändler (1810-1879).
Eigenh. Brief mit U. Breslau, 3. I. 1851.
1 ½ SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An den Verleger August Hesse in Graz: "Die Aenderung Ihrer Firma giebt mir, verehrter Herr College, willkommenen Anlaß, Ihnen brieflich die Theilnahme an Ihrem Wirken auszusprechen, welche ich Ihnen am 9 October persönlich zu bestätigen hoffte. Ich brachte nur eine Nach im ‚Elephanten' zu […]; den Abstecher nach Gratz machte ich, um den Abend dort mit Ihnen mich auszutauschen; um so mehr beklagte ich's, Sie zu verfehlen […]". - Hirt gründete 1832 eine eigene Sortimentsbuchhandlung mit Verlag in Breslau. Er dehnte seine Geschäftsbeziehungen bis zu den Buchzentren Wien und Paris aus und wurde 1860 zum Universitätsbuchhändler ernannt. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. Etwas knittrig.
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Hochberg, Hans Heinrich XIV. Bolko Graf von, Diplomat, Intendant und Komponist (1843-1926).
Ausschnitt mit eigenh. U. O. O., 1891.
Ca. 55 x 105 mm. Auf Trägerkarton. "mit dem ergebensten Anmerken zurück, daß es mir zu meinem Bedauern nicht möglich ist, der ausgesprochenen Bitte zu entsprechen, da ich durch ähnliche Gesuche sehr in Anspruch genommen bin […]".
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Körner, Anna Maria, Schriftstellerin (1762-1843).
Eigenh. Dokument mit U. O. O., 13. VI. 1831.
1 S. Qu.-8vo. "Die Sparbücher meiner geliebten Kinder schenk ich meinen lieben Pathen Rudolf Ulrich, bey meinen Lebzeiten, und kein Mensch kann sie ihm streitig machen […]". - Die Tochter des Kupferstechers Johann Michael Stock beschäftigte sich als Dilettantin mit Aquarell- und Porzellanmalerei und heiratete 1785 den Juristen Christian Gottfried Körner, mit dem sie im selben Jahr nach Dresden übersiedelte. Hier gehörten Schiller und Anton Graff zu ihrem engsten Freundeskreis. Körner war die Mutter des Schriftstellers Theodor Körner und von Emma Körner. - Einrisse an den Rändern, gebräunt.
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Körner, Christian Gottfried, Schriftsteller (1756-1831).
Eigenh. Brief mit U. Leipzig, 18. V. 1782.
Ca. 1 S. Folio. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ew. Exzellenz gnädige Zuschrift vom 13. dieses habe ich am 15ten Abends erhalten und mich über die neue Aussicht von der Möglichkeit einer Ausführung der Boltonischen Feuermaschine sehr gefreut. Der Mann den Ew. Excellenz beschreiben, wäre unstreitig am meisten dazu tauglich. Ich werde mit Vergnügen alles beitragen um theils aus meinen eignen Nachrichten, theils durch Correspondenz die Fragen zu beantworten, über welche man noch näher Auskunft wünschen könnte […]". - Gefaltet.
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Krupp, Alfred, Großindustrieller (1812-1887).
Eigenh. Brief mit U. O. O., [21. III. 1878].
1 S. Qu.-8vo. An Herrn Röhn: "Ich höre daß Sie bald zurück reisen, möchte aber gern Sie noch sehen, woran mein Augenleiden mich verhinderte. Ich bitte daher um 7 Uhr mit uns am Diner theilnehmen zu wollen […]". - Gefaltet.
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Labori, Fernand, französischer Jurist und Politiker (1860-1917).
Eigenh. Visitenkarte. O. O., [Poststempel: 29.XI.1899].
65 x 103 mm. Mit eh. adr. Umschlag. "[Fernand Labori] remercie bien tardivement mais bien sincèrement Monsieur le Docteur Albrecht Herzfeldt de la pièce de vers qu'il en a recue au moment du procès de Rennes. C'est aujourd'hui seulement qu'il peut lire à loisir tant de témoignages de Sympathie dont il est profondément ému et reconnaissant".
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Laube, Iduna, Frauenrechtlerin (1808-1870).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 19. XII., o. J.
2½ SS. auf gefalt. Doppelblatt. An eine namentlich nicht genannte Adressatin: "[…] leider ist es mir nicht möglich Ihnen noch vor dem Feste meinen innigsten Dank für die gütigen Geistgeschenke persönlich auszusprechen. Um so mehr hoffe ich, daß später, wenn auch Ihre Geschäfte der jetzt drängenden Festzeit glücklich beendet sind, Sie öfter ein Stündchen Zeit finden, um mir die Freude Ihres Besuchs zu verschaffen […]". - Iduna Laube lebte seit 1850 in Wien, wo sie mit ihrem Gatten Heinrich Laube den Literatursalon einführte. 1866 gründete sie den Wiener Frauen-Erwerb-Verein, der sich insbesondere für verbesserte Bildungsmöglichkeiten von Frauen und Mädchen sowie für weibliche Erwerbstätigkeit einsetzte. Nach dem Wiener Vorbild wurden u.a. in Brünn, Salzburg und Prag ähnliche Vereine gegründet. - Auf Briefpapier mit gedr. Monogramm.
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Laube, Iduna, Frauenrechtlerin (1808-1870).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An eine Emilie [wohl Emilie Schaup]: "anbei erhalten Sie den besprochenen Roman, den Sie behalten können so lange Sie wollen und den Sie vielleicht in Ihren Bücherschrank stellen weil Sie damit erfreuen würden Ihre Ihnen herzlich zugethane Id. Laube". - Iduna Laube lebte seit 1850 in Wien, wo sie mit ihrem Gatten Heinrich Laube den Literatursalon einführte. 1866 gründete sie den Wiener Frauen-Erwerb-Verein, der sich insbesondere für verbesserte Bildungsmöglichkeiten von Frauen und Mädchen sowie für weibliche Erwerbstätigkeit einsetzte. Nach dem Wiener Vorbild wurden u.a. in Brünn, Salzburg und Prag ähnliche Vereine gegründet.
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Limburg-Stirum, Albert Comte de, (1825-1893).
Eigenh. Visitenkarte (?). O. O. u. D.
45:80 mm. Notizen auf der Verso-Seite.
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Lippe-Biesterfeld-Weißenfeld, Arminius Graf zu, Landwirt (1825-1899).
Eigenh. Brief mit U. Dresden, 2. VI. 1872.
3 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ich habe die Ehre Ew. Hochwohlgeboren andurch die Copie der Statuten zu überreichen, zugleich mit der Abschrift des Schreibens an diejenigen Herren, die aufgefordert werden sollen, der Gesellschaft beizutreten. Ich ersuche Ew. Hochwohlgeboren unter dieses Schreiben Ihren Namen zu setzen, damit dasselbe dann gedruckt werden kann. Zugleich füge ich noch einen Briefentwurf an die Mitglieder der all. Gesellschaft bei, der dieselben auffordert, ihr Votum über die revidierten Statuten abzugeben […]". - Auf Briefpapier mit gepr. Monogramm. Knittrig.
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Lobmeyr, Ludwig, Industrieller (1829-1917).
Eigenh. Visitenkarte. Aussee
70 x 110 mm. "[L. Lobmeyr] bittet Seine Hochwohlgeboren Herrn Rudolf Freiherrn von Lilienau, seinen herzlichesten Dank für die Freundlichkeit der Beglückwünschung hiermit anzunehmen […]". - Nach einer gründlichen Ausbildung trat Lobmeyr 1859 in die Firmenleitung der väterlichen Glaswarenfabrik in Wien ein und wurde nach dem Tod seines Bruders 1864 Alleininhaber. In Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Museum für Kunst und Industrie sowie mit vielen zeitgenössischen Künstlern bemühte sich Lobmeyr vor allem um die künstlerische Gestaltung seiner Glaswaren sowie um Qualitätsverbesserungen. Auf der ersten Internationalen Elektrizitätsausstellung in Wien 1883 präsentierte er die ersten elektrischen Kristallüster.
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Manz, Hermann, Buchhändler (1839-1896).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 12. IX. 1882.
1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An einen Autographensammler: "dem mit mitgetheilten Wunsche entsprechend, sende ich Ihnen eine Probe meiner Handschrift nebst meinem Motto: ‚In der Arbeit ist Friede' […]". - Friedrich Manz begründet 1849, ein Jahr nach der Revolution 1848, die "Manz'sche k.k. Hof-Verlags- und Universitätsbuchhandlung" in Wien. Nach seinem Tod 1866 führt sein Bruder Hermann Manz die Buchhandlung weiter, bis er sie 1883 an das Leipziger Druck- und Verlagshaus Julius Klinkhardt verkauft.
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Metternich-Sándor, Pauline, Philanthropin (1836-1921).
Eigenh. Brief mit U. Oettingen, 12. VIII. 1884.
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An die Schauspielerin Louise Schönfeld-Neumann, die Tochter des Schauspielerehepaars Karl Neumann und der wenige Tage zuvor verstorbenen Amalie Haizinger: "Soeben erfahre ich die Nachricht vom Tode Ihrer geliebten Mutter u. ist es mir ein wahres Herzens-Bedürfniß Ihnen zu sagen welchen tiefen warmen Antheil ich an dem für Sie so unersetzlichen Verluste nehme! Die vortreffliche Dahingeschiedene war nicht nur eine große unerreichte Künstlerin, sie war auch eine allgemein geliebte, geehrte u. hoch verehrte Frau […]". - Die mehrere Jahre in Paris lebende Enkelin Clemens Wenzel Fürst von Metternichs und Gattin von Richard Fürst von Metternich stand u. a. mit Franz Liszt und Richard Wagner in freundschaftlichem Kontakt, dessen "Tannhäuser"-Uraufführung sie 1861 in Paris durchsetzte. 1870 mit ihrem Gatten nach Wien zurückkehrend, "setzte sie ihr gesellschaftliches und kulturelles Wirken fort und engagierte sich in zahlreichen wohltätigen Stiftungen. 1892 initiierte sie die Internationale Musik- und Theaterausstellung im Prater" (DBA). - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf.
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Metternich-Sándor, Pauline, Philanthropin (1836-1921).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 8. II., o. J.
1 S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ich weiß nicht ob die auf anliegender Liste stehenden Patronessen-Namen schon eingetragen sind? - Um jeder Irrung vorzubeugen übersende ich sie lieber noch einmal […]". - Die mehrere Jahre in Paris lebende Enkelin Clemens Wenzel Fürst von Metternichs (1773-1859) und Gattin von Richard Fürst von Metternich (1829-1895) stand u. a. mit Franz Liszt (1811-1886) und Richard Wagner (1813-1883) in freundschaftlichem Kontakt, dessen 'Tannhäuser'-Uraufführung sie 1861 in Paris durchsetzte. 1870 mit ihrem Gatten nach Wien zurückkehrend, "setzte sie ihr gesellschaftliches und kulturelles Wirken fort und engagierte sich in zahlreichen wohltätigen Stiftungen. 1892 initiierte sie die Internationale Musik- und Theaterausstellung im Prater" (DBA, Saur). - Auf Briefpapier mit gepr. Monogramm. Gefaltet.
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Metternich-Sándor, Pauline, Philanthropin (1836-1921).
Eigenh. Brief mit U. [Wohl Wien], 26. April, o. J.
2 SS. Qu.-8vo. An Gustav Pick: "Haben Sie noch Exemplare von Ihrem Liede ‚Der Tanz-fex'? Wenn ja, darf ich Sie um ein Solches bitten […] So viel ich mich erinnere hatten Sie noch ein anderes sehr amüsantes Lied welches Sie uns eines Abends bei Wilesek vortrugen. Falls es existiert bitte ich gleichfalls darum - man kann nicht genug Pick'sche complets u. Lieder haben […]". - Für eine Wohltätigkeitsveranstaltung der Fürstin Pauline von Metternich anlässlich des hundertjährigen Bestehens der Fiakerzunft im Mai 1885 komponierte Gustav Pick (1832-1921) das berühmte Fiakerlied, welches der Schauspieler Alexander Girardi, der als Höhepunkt dieses Praterfestes auftrat, zum Besten gab. Dieses Lied machte Pick schlagartig bekannt. - Auf Briefkarte mit gedr. Adresse und schwarzem Trauerrand.
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Mosse, Rudolf, Verleger (1843-1920).
Eigenh. Brief mit U. Berlin, 15. V. 1882.
1 S. 8vo. An den Heraldiker Ludwig August Clericus (1827-92) in Magdeburg: "In Beantwortung Ihrer werthen Zuschrift v. 13. d. mache ich Ihnen die ergebene Mitthilung, daß ich bereits definitive Arrangements hinsichtlich der Berichterstattung für die Nürnberger Ausstellung getroffen habe! Ich bedaure lebhaft, daß Ihre freundl. Offerte zu spät eingetroffen ist […]". - Rudolf Mosse gründete 1867 in Berlin die "Annoncen-Expedition R. Mosse", errichtete bis 1873 in zahlreichen deutschen Städten sowie in Zürich und Wien Filialen und organisierte Anzeigenbeilagen in Zeitungen und Zeitschriften. 1871 gründete er das linksliberale "Berliner Tageblatt", 1889 die "Berliner Morgenzeitung" und kaufte 1904 die "Berliner Volkszeitung". Mosse war Mitglied der Repräsentantenversammlung der jüdischen Gemeinde und Förderer zahlreicher karitativer Institutionen. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. Gefaltet.
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Olshausen, Theodor, Politiker und Publizist (1802-1869).
Eigenh. Brief mit U. O. O., [um bzw. nach 1851].
1 S. 8vo. An einen Herrn Pastau: "Ich erlaube mir nur den vorstehenden Artikeln die Bemerkung an Sie hinzuzufügen, daß ich noch immer ohne Ihre ersehnte Antwort auf meine Anfrage wegen der Herausgabe des deutschen Journals bin, worüber ich so gern Ihre Meinung wüßte. Das Blatt würde zum Theil mit Andree's Westland in Concurrenz treten. Was macht dieses Blatt wohl für Geschäfte? u. glauben Sie, daß daneben ein andres Blatt in Deutschland Unterstützung finden würde [...]".
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Popper-Lynkeus, Josef, Sozialreformer und Erfinder (1838-1921).
Eigenh. Postkarte m. U. Wien, o. D.
½ SS. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An Marie Komorn-Rebhann in Mali Lošinj: "Ihre Karte freute mich sehr. Nach der Photographie muß es dort sehr schön sein, nur wäre mir das Meer etwas zu - blau! Sie befinden sich gewiß ganz vorzüglich, und ich wünsche Ihnen angenehmsten Sommer! [...]".
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Popper-Lynkeus, Josef, Sozialreformer und Erfinder (1838-1921).
Kabinettphotographie mit eigenh. Widmung und U. verso. O. O., Juni 1894.
146:104 mm. Kniestück im Profil gewidmet "Frau Leonore von Wessely von einem ihrer begeistertsten Verehrer". - Aus dem Atelier Alexander Bassano, London, mit dessen am Untersatzkarton verso gedr. Signet.
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Rothschild, Albert Frh. von, Bankier (1844-1911).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 26. V. 1879.
2 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An einen Generalsekretär: "Da Herr Generaldirector von Schüler unwohl ist, erlaube ich mir mich an Sie in folgender Angelegenheit zu wenden. In den Marmorbrüchen unweit Triest sind in den jüngsten Tagen, Marmorsäulen, mit der Adresse an Herrn Architekten Hugo Ernst verladen worden. Diese Sendungen sind für meinen Bau in der Heugasse bestimmt und ich würde Werth darauf legen, wenn dieselben ein wenig rascher als gewöhnlich hierher gelangen würden. Ich bitte Sie deshalb sich an die geeigneten maßgebenden Personen zu wenden und meinen Wunsch möglichst zu berücksichtigen […]". - Das Palais Albert Rothschild in der damaligen Heugasse 20-22 im 4. Wiener Gemeindebezirk wurde von 1879 bis 1884 nach Plänen des französischen Architekten Gabriel-Hippolyte Destailler errichtet und diente Albert Freiherr v. Rothschild (1844-1911), dem führenden Repräsentanten des Wiener Zweiges der Bankiersfamilie Rothschild, als Stadtpalais. - Albert Frh. von Rothschild, der Sohn Anselm Salomons und Bruder von Nathaniel Mayer Anselm von Rothschild, studierte an der Universität Bonn, erhielt eine kaufmännische Ausbildung in Hamburg und übernahm 1874, nach zahlreichen Auslandsaufenthalten, die Leitung des Bankhauses Salomon Mayer Rothschild in Wien. "Rothschild hatte Anteil an einer Reihe bedeutender staatlicher Finanzoperationen in Österreich-Ungarn. Als Dank für die Förderung der ungarischen Wirtschaft erreichte der ungarische Ministerpräsident für die Familie R.s bei Kaiser Franz Joseph I. die Hoffähigkeit. Privat beschäftigte sich R. mit seiner Kunstsammlung, der Photographie und dem Schachspiel. Kulturelle und soziale Einrichtungen förderte er mit großzügigen Spenden" (DBE).
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Rotter, Markus, Bankier.
Eigenh. Visitenkarte. Wien, 14. VI. 1923.
57 x 95 mm. Mit eh. adr. Umschlag. An Hans Nüchtern: "[M. Rotter | Vize-Präsident der Zentral-Europäischen Länderbank] übermittelt Ihnen die herzlichsten Glückwünsche anlässlich Ihrer Vermählung". - Der aus Wien stammende Journalist und Dramaturg Hans Nüchtern (1896-1962) war seit 1924 Leiter der literarischen Abteilung der RAVAG und unterrichtete auch an der Akademie für Musik und darstellende Kunst sowie am Max Reinhardt-Seminar.
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Rudolf, Archduke of Austria (1858-1889).
Autograph letter signed. Ostende, 26 July 1880.
8vo. 5 pp. on 4 ff. To one unnamed Count (presumably Count Rudolf Chotek), thanking for spending some memorable days in the hills of Fruška Gora. - On stationery with printed letterhead "Pavillon d'Ostende".
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Salviati, Antonio, italienischer Industrieller (1816-1890).
Eigenh. Brief mit U. [Wien, 28. XI. 1873].
1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. Brief an einen namentlich nicht genannten Photographen, zu der Zeit der Weltausstellung 1873 in Wien: "Wie einverstanden, schicke ich Ihnen die beiligenden 3. Exempläre von der Photographie damit Sie die Güte haben sowohl auf diese 3. wie auf die 3. gleiche uncolliert (welche ich noch nicht erhalten habe) die Aufschrift 'Salviati […]' marquieren zu lassen […]".
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Schiller, Karl Friedrich Ludwig Frh. von, ältester Sohn Friedrich Schillers (1793-1857).
Eigenh. Widmung mit U. Jena, 7. X. 1809.
1 S. Qu.-8vo. "Wer nichts wagt / Der darf nichts hoffen. / aus Wallensteins Lager".
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Simons, Karl Rainer, Theaterdirektor (1869-1934).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 11. X. 1914.
2 SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Im Namen der zalreichen [!] notleidenden Schauspieler bitte ich Sie recht von Herzem der Tell-Aufführung […] Ihr gütiges Interesse angedeihen zu lassen. Sie werden sich überzeugen, hochverehrter Herr Professor, daß hier keine Reinhardt Copie sondern durchaus Originales geschaffen wurde. Reimers war begeistert; es sei ihm kalt den Rücken herabgerieselt […]". - Gefaltet.
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Simons, Karl Rainer, Theaterdirektor (1869-1934).
Eigenh. Postkarte m. U. O. O. u. D.
½ S. 8vo. Mit eh. Adresse. "Herzlichen Gruß" aus Nürnberg an den Dramaturgen Hans Nüchtern (1896-1962).
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Simons, Karl Rainer, Theaterdirektor (1869-1934).
Eigenh. Visitenkarte. O. O., 11. X. 1907.
62 x 110 mm. Bedankt sich beim Adressaten.
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Simons, Karl Rainer, Theaterdirektor (1869-1934).
Gedr. Karte mit eigenh. U. Wien, November 1907.
1 S. Qu.-8vo. Adressiert an Theodor Antropp und dessen Gemahlin: "[…] beehre ich mich ganz ergebenst mitzuteilen, daß die Generalprobe von ‚Lohengrin' für den 13. d. M., vormittags 10 Uhr, angesetzt wurde. Indem ich Euer Hochwohlgeboren bitte mir die Ehre zu schenken dieser Generalprobe beizuwohnen und als Legitimation diese Karte mitzubringen zeichne ich […]
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Strousberg, Bethel Henry, Unternehmer (1823-1884).
Portraitphotographie mit eigenh. U. O. O. u. D.
100:63 mm. Brustbild aus dem Atelier M. Konarsky, Moskau. Die Unterschrift auf der Verso-Seite. - Der früh verwaiste Strousberg wuchs bei Verwandten in England auf, trat dort in das Export- und Importgeschäft seines Onkels ein. Er gründete "The Merchants Magazine" und "London Magazine", war auch im Kunsthandel und Versicherungswesen tätig. Seit 1855 in Berlin ansässig, war Strousberg Agent englischer Firmen, später selbst am Bau von Eisenbahnlinien in Preußen, Russland, Ungarn und Rumänien beteiligt und erzielte als Generalunternehmer hohe Gewinne, die er spekulativ anlegte. Beim Bau von Eisenbahnen in Rumänien in Geldschwierigkeiten geraten, musste er 1875 Konkurs anmelden und wurde in Russland unter dem Vorwurf, unlautere Geschäfte betrieben zu haben, verhaftet und zu einer mehrjährigen Verbannung verurteilt. Nach der Freilassung 1877 und der Liquidation seiner Firmen lebte er als Journalist in Berlin und zeitweise in London. - Am unteren Rand des Trägerkartons beschnitten. Auf altem Umschlag montiert.
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Trautmannsdorff, Graf
Eigenh. Brief mit U. O. O., 22. V., o. J.
1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. "Ew Hochwohlgeboren | bin ich in dem Falle ergebenst zu ersuchen, die Beilage in Ermangelung einer anderweitigen hofartigen Gelegenheit, seine Post unter offiziellem Couvert der k. k. Botschaft expedieren zu wollen […]". - Auf Briefpapier mit schwarzem Trauerrand.
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Wilhelm I., deutscher Kaiser und König von Preußen (1797-1888).
Eigenh. Brief mit U. Berlin, 21. XI. 1849.
2½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse und persönlichem roten Lacksiegel. Mit einer Proträtphotographie (Kabinettformat). Als Prinz von Preußen an die befreundete Hofdame Marie von Streit, geb. von Faber, von deren Vermählung er soeben erfahren habe. Er übersendet ihr seine Glückwünsche und bittet Sie, ihn am kommenden Morgen im Palais aufzusuchen. - Marie von Streit, gebürtig aus der Generalsfamilie Faber du Faur, war als ehemalige preußische Hofdame zeitlebens eine enge Vertraute Wilhelms I. Ihr Gemahl, Guido von Streit (1813-1904), der sich seine Sporen 1848 in den Straßenkimpfen von Verlin verdiente, wurde 1859 geadelt und 1869 zum Generalmajor befördert. Von 1865 bis 1878 war er Kommandant von Spandau, wo er die Ehrenbürgerwürde erhielt und eine Straße nach ihm benannt wurde.
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Altenberg, Peter, Schriftsteller und Literat (1859-1919).
Eigenh. Bildpostkarte mit U. ("PA"). O. O. u. D.
1 S. 8vo. Die Bildseite mit einem Portrait der etwa vier- oder fünfjährigen Prinzessin Alexandra von Hohenlohe-Langenburg, zu der Altenberg festhält: "Mein ästhetisches Ideal!" - Beiliegend zwei Bildpostkarten mit Peter Altenberg als Motiv.
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Altenberg, Peter, Schriftsteller und Literat (1859-1919).
Eigenh. Brief. Wohl Wien, um 1915.
½ S. Gr.-4to. Wohl an die Kinder-Schutz- und Rettungsgesellschaft. Unter einem montierten Zeitungsausschnitt über den Fluchtversuch einer Achtjährigen aus der elterlichen Wohnung notiert Altenberg: "Auch Das [!] scheint nur oder ist vielmehr für mich ganz sicherlich nur Todesangst vor barbarischer Züchtigung und Mishandlung [!] Bitte dringendst um Hilfe!" - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Graben-Hotels, in dem Altenberg von 1913 an bis zu seinem Tod lebte, und mit Altenbergs rotem Absenderstempel; mit Eingangsstempel.
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Altenberg, Peter, Austrian writer (1859-1919).
Autograph letter signed. Apparently Vienna, ca. 1915.
Large 4to. 1 p. Probably written to Vienna's Society for the Prevention of Cruelty to Children, making a proposal how best to counter the growing number of child abuse cases: "Infolge dieser letzten schauerlichen Kindes-Mishandlung à la Hummel, wobei mitleidsvolle (?!?) Nachbarn die Frau warnten (?!?), erlaube ich mir Folgendes vorzuschlagen: Regelmäßige Annonce an Sonn- und Feiertagen im N.W.J.: 'An mitleidsvolle Nachbarn! / Kinder-Schutz- und Rettungsgesellschaft: / I. Himmelpfortgasse 9' / Ergebenst / Peter Altenberg / I. Grabenhotel". - On headed paper of the "Graben Hotel", where Altenberg resided from 1913 until his death.
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Altenberg, Peter, Schriftsteller und Literat (1859-1919).
Eigenh. Brief mit U. Wohl Wien, um 1915.
½ S. Gr.-4to. Wohl an die Kinder-Schutz- und Rettungsgesellschaft: "Ersuche dringendst, diese so ungerechte stupide feige grausame, angeblich christliche Welt zu korrigieren, indem sie das gefolterte Kind seiner Megäre, seinem Vieh von Mutter entreissen! [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Graben-Hotels, in dem Altenberg von 1913 an bis zu seinem Tod lebte, und mit Altenbergs rotem Absenderstempel; rechts oben mit blauem Farbstift numeriert "3"; verso ein ganzseitiger eh. Briefentwurf des Adressaten; Faltspuren.
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Arago, Etienne, französischer Schriftsteller (1802-1892).
Eigenh. Brief mit U. Genf, 13. Mai, o. J.
2 ½ SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. In französischer Sprache an einen namentlich nicht genannten Adressaten.
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Avenarius, Ferdinand, Schriftsteller (1856-1923).
Eigenh. Brief und 2 eh. Postkarten mit U. Dresden, 1887.
Zusammen 6 SS. auf 4 Bll. (Qu.-)8vo. An den Schriftsteller und Journalisten Hans Herrig (1845-1892): "Von meiner neubegründeten Zeitschrift 'Der Kunstwart. Eine Rundschau über alle Gebiete des Schönen' sprach ich Ihnen schon. Heute komme ich mit der Bitte, mein Blatt durch Ihre Mitarbeiterschaft unterstützen zu wollen. 'Der Kunstwart' soll außer der Rundschau über das Kunstleben auf all seinen Gebieten in jeder Nummer einen Leitartikel bringen, der sich irgend einer besonders wichtigen Frage widmet. Dem ganzen Charakter meiner Zeitschrift entsprechend sollen auch diese Aufsätze weniger ein fertiges Urteil, als eine sachliche Uebersicht [...] von dem geben, was auch andere, als der Verfasser, darüber gedacht und geäußert [...] Um das 'Geschäftliche' nicht ganz unberührt zu lassen, bemerke ich Ihnen noch ergebenst, daß für die Leitartikel selbstverständlich ein anständiges Honorar berichtigt wird [...]" (Br. v. 22. VIII. 1887). - Avenarius, ein Stiefneffe Richard Wagners, gründete 1887 die von ihm bis 1923 herausgegebene Zeitschrift "Der Kunstwart", in der aktuelle Themen aus Kunst und Kultur behandelt wurden, sowie 1903 den "Dürerbund". Er förderte Schriftsteller wie Gottfried Keller, Friedrich Hebbel und Eduard Mörike, verfaßte Gedichte und Dramen, gab Anthologien heraus und weilte sommers über in Kampen auf Sylt, als dessen "Entdecker" und Popularisierer er gilt. Großen Einfluß hatte er auch als Kunsterzieher.
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Blei, Franz, Schriftsteller (1871-1942).
Eigenh. Brief mit Paraphe. O. O., [1907].
1 S. Gr.-8vo. An den namentlich nicht genannten Verleger Hans von Weber in München wegen des Buches "Briefe, Kalendernotizen und die vier Zeichnungen zu E. A. Poe von Aubrey Beardsley" (1908): "Zeitler gibt also die 4 Clichés Beardsley zu E. A. Poe für 100 Mark her [...] Ich habe an Waernd[orfer] geschrieben, er möge mir selber die B[eardsley]-Notizen abschreiben, da ich nicht kommen könnte. Die Briefe sehe ich jetzt auf den Druck durch, übersetze die 22 neuen und mache die nötigen Erklärungen, so dass das Ganze nach Weihnachten druckfertig ist [...]". - Mit kleinen Randläsuren.
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Braumüller, Wilhelm Rt. von, Verleger (1807-1884).
Brief mit eigenh. U. Wien, 22. IX. 1883.
1 S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Gern will ich Ihnen die alleinige Ausbeutung Ihres Projectes überlassen, indem ich auf die Verlagsübernahme verzichte: bringen Sie das Kunststück zu Wege, durch Ihre Broschüre Oestreichs Staatsschulden zu tilgen, so gebührt Ihnen ein Monument […]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. Gefaltet. - Seit 1826 Gehilfe bei Carl Gerold in Wien, übernahm Wilhelm v. Braumüller 1836 zusammen mit Ludwig Wilhelm Seidel den Verlag R. von Moesle, der 1840 in Braumüller & Seidel umbenannt wurde. Nach dem Ausscheiden Seidels 1848 führte Braumüller den Verlag allein weiter. Ursprünglich ein auf Rechts-, Staats- und Geisteswissenschaften spezialisierter Verlag, lag der Schwerpunkt später hauptsächlich auf medizinischem Gebiet. 1884 übergab Braumüller die Verlagsführung an seinen Sohn Wilhelm.
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Braumüller, Wilhelm Rt. von, Verleger (1807-1884).
Widmung mit U. Wien, 8. VIII. 1882.
1 S. Qu.-8vo. "Ein Bibelspruch verkündet, daß ‚ in allen Jahren, | Die uns geschenkt sind als des Menschen Leben, | Es Müh'gewesen nur und Arbeit eben, | Was wir als ‚Köstliches' darin erfahren!'". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. Gefaltet. - Seit 1826 Gehilfe bei Carl Gerold in Wien, übernahm Braumüller 1836 zusammen mit Ludwig Wilhelm Seidel den Verlag R. von Moesle, der 1840 in Braumüller&Seidel umbenannt wurde. Nach dem Ausscheiden Seidels 1848 führte Braumüller den Verlag allein weiter. Ursprünglich ein auf Rechts-, Staats- und Geisteswissenschaften spezialisierter Verlag, lag der Schwerpunkt später hauptsächlich auf medizinischem Gebiet. 1884 übergab B. die Verlagsführung an seinen Sohn Wilhelm Braumüller.
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Byron, Anne Isabella, née Milbanke, 11th Baroness Wentworth, wife of poet George Gordon Byron (1792-1860).
Autograph book order signed. Brighton
1 p. on bifolium. 8vo. "Lady Noel Byron requests Mr Hailes to send Nos. 1 & 2 of the Library of Entertaining Knowledge & Dr Brown's work on the 'Nervous Disease of the Spine" to Mrs Noel, Bullock's Hotel, Windsor, to be placed to Lady Noel Byron's account." With Byron's poem "Fare thee well!" (in letterpress) pasted to the second leaf; traces of mounting on reverse. - A highly educated and strictly religious woman, Anna Isabella seemed an unlikely match for the amoral and agnostic poet Byron. Indeed, the marriage lasted but a year, as Byron was given to fits of anger and maintained an incestuous relationship with his older half-sister Augusta Leigh. The couple separated in March 1816. Their only child, Augusta Ada Byron (Countess of Lovelace), was a gifted mathematician and is credited with creating the first computer program.
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Engelmann, Wilhelm, Verleger (1808-1878).
Eigenh. Postkarte m. U. Leipzig, 11. XI. 1878.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse auf der Verso-Seite. An den Zoologen August Mojsisovics: "Mit bestem Dank bestätige ich den Empfang des Mscrpts p. 224-267; erhalte ich den Schluß Ende der Woche, so wird die Schrift noch Ende Nvbr, spätestens in den ersten Tagen des Dcbr erscheinen können […]". - Engelmann übernahm 1833 die von seinem Vater 1811 gegründete Verlagsfirma. Er baute das kleine Unternehmen bald zu einem der bedeutendsten Verlagshäuser im Bereich der Geistes- und Naturwissenschaften aus. Bleibende Verdienste erwarb er sich insbesondere durch die hervorragende Ausstattung der bei ihm verlegten Literatur mit wissenschaftlich brauchbaren Abbildungen in Form von Holzschnitt, Lithographie und Lichtdruck.
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Eucken, Rudolf, Philosoph (1846-1926).
Eigenh. Brief mit U. Jena, 4. XI. 1896.
1½ SS. 8vo. Brief des Nobelpreisträgers an einen Geheimen Rat mit Dank für "Wohlwollen", Bericht über seine Arbeit an dem Buch "Lebensanschauungen der grossen Denker", seinen Ruf nach Freiburg, etc. - Gut erhalten.
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