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‎Kratz, Anna, Sängerin (1837-1918).‎

‎Eigenh. Brief m. U. O. O., 15. V., o. J.‎

‎2 SS. auf gefalt. Doppelblatt. Beiliegend Portraitphotographie. An einen Schauspielerkollegen: "Es hat mich sehr gefreut, daß Sie sich meiner erinnerten, nehmen Sie u Ihre kleine Mizi meinen herzlichsten Dank hierfür und sein Sie überzeugt, daß ich mich stets und mit vieler Freude meiner alten lieben Collegen erinnere, in deren Mitte ich so schöne Tage erlebte […]". - Die Tochter des Theaterdirektors Franz Arnold Kratz debütierte als Neunjährige an einem Theater in Bonn, trat seit 1850 als Opernsoubrette in Amsterdam und Rotterdam, im folgenden Jahr als Opernsängerin in Basel und Bern auf und kam später an das Hamburger Thalia-Theater. 1857 spielte sie in Riga, anschließend am Friedrich-Wilhelmstädter Theater in Berlin, 1860 am Carl-Theater in Wien und wurde 1861 von Laube an das Burgtheater berufen. - Auf Briefpapier mit gepr. Monogramm. - Beiliegend eine Portraitfotografie (105 x 65 mm) aus dem Atelier des Fotografen Székelie, Wien.‎

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‎Kratz, Anna, Sängerin (1837-1918).‎

‎Eigenh. Postkarte m. U. O. O., 1901.‎

‎1 S. 8vo. Gewidmet einer Frau Grete Popper, mit Unterschrift der Schauspielerin Martha Schwerdtlein. - Die Postkarte zeigt Anna Kratz im Rollenkostüm.‎

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€ 80,00 Kaufen

‎Kratz, Anna, Sängerin (1837-1918).‎

‎Eigenh. Widmung mit U. Wien, 1. II. 1908.‎

‎80 x 115 mm. "Zur freundlichen Erinnerung". - Auf Briefkarte mit gepr. Wappen.‎

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‎Kraus, Ernst, Sänger (1863-1941).‎

‎Eigenh. Widmung mit U. Chicago, 21. III. 1898.‎

‎1 S. 12mo. "Des Menschen wahrster Wahn, wird ihm im Traume aufgethan!". - Kraus debütierte 1893 debütierte am Hoftheater in Mannheim, sang 1896-98 bei der Damrosch Opera Company in den USA und kam danach an die Berliner Hofoper, wo er bis 1924 als Kgl. Kammersänger blieb. - An den Ecken beschnitten; mit alten Montagespuren auf der Verso-Seite.‎

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‎Krauss, Gabriele, Sängerin (1842-1903).‎

‎Dokument mit eigenh. U. Wien, 31. III. 1867.‎

‎1 S. Folio. Quittung über 1291 Gulden, "welche die Gefertigte als ihren gehalt für den Monat März l. J. […] aus der Cassa des k. k. Hofoperntheaters richtig erhalten zu haben hiermit bestäthigt […]". - Gabriele Krauß studierte am Wiener Konservatorium und bei Mathilde Marchesi und war in den 60er Jahren an der Wiener Hofoper als dramatischer Sopran zu hören. Nach Engagements in Paris, Neapel und Mailand ließ sie sich 1874 endgültig in Paris nieder, wo sie an der italienischen Oper und der Grand Opéra sang. 1887 verließ sie die Bühne, war aber weiterhin als Gesangspädagogin tätig. Für ihre Leistungen im dramatischen Fach (u. a. die Partien der Aida und Norma) wurde sie zum Ehrenmitglied der Société des Concerts du Conservatoire und zum Officier de l'Académie ernannt. - Beschnitten (ohne Textverlust); mit Kassa- und Registraturvermerken in Buntstift.‎

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‎Kraußneck, Arthur, Schauspieler (1856-1941).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Berlin, 22. V. 1903.‎

‎1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. Sendet mit Dank ihm vorher übersandte Billets an die Redaktion des Berliner Theaters zurück, da es ihm unmöglich ist, der "hochinteressanten Vorstellung" beizuwohnen. - Kraußneck reiste mit der Brederschen Theatergesellschaft durch Mecklenburg und Pommern und spielte seit 1875 am Stettiner Stadttheater. Weitere Engagements führten ihn nach Berlin, Oldenburg und Königsberg. 1880 trat Kraußneck in Meiningen auf, dann an den Hoftheatern in Karlsruhe und Berlin und wurde 1884 als Heldendarsteller an das Deutsche Theater in Berlin verpflichtet. 1888-94 spielte er am Berliner Theater, danach wieder am Deutschen Theater und 1897-1930 am Kgl. (später Staatlichen) Schauspielhaus in Berlin. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.‎

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‎Kraußneck, Arthur, Schauspieler (1856-1941).‎

‎Eigenh. Postkarte m. U. Berlin, 21. II. 1902.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse verso. Teilt einer Frau Jacob mit, dass Billets für eine Veranstaltung für sie bereitliegen würden. - Kraußneck reiste mit der Brederschen Theatergesellschaft durch Mecklenburg und Pommern und spielte seit 1875 am Stettiner Stadttheater. Weitere Engagements führten ihn nach Berlin, Oldenburg und Königsberg. 1880 trat Kraußneck in Meiningen auf, dann an den Hoftheatern in Karlsruhe und Berlin und wurde 1884 als Heldendarsteller an das Deutsche Theater in Berlin verpflichtet. 1888-94 spielte er am Berliner Theater, danach wieder am Deutschen Theater und 1897-1930 am Kgl. (später Staatlichen) Schauspielhaus in Berlin. - Beschnitten (mit Textverlust).‎

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‎Kreith, Hans, Schauspieler (geb. 1858).‎

‎Eigenh. Portraitpostkarte mit U. O. O. u. D.‎

‎½ S. Qu.-8vo. Auf Trägerkarton. "Komme spät, aber doch!".‎

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‎Kreith-Lanius, Frieda, Schauspielerin (1865-1929).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 26. I. 1894.‎

‎2 SS. Qu.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Baron: "Ich war am Dienstag wieder in St. Poelten […], fand, als ich Mittwoch zurückkam, Ihre Zeilen vor. Mittwoch Abend war ich von der Plackerei des vorhergegangenen Tages sehr müde und legte mich schon um 8 Uhr zu Bett […]". - Die Tochter eines Theaterdirektors spielte seit 1887 in Pressburg, Linz und Graz, seit 1893 in Breslau und war 1894-95 Erste Liebhaberin und Salondame am Raimundtheater in Wien. Später trat Lanius-Kreith am Schillertheater in Berlin, dann am Thaliatheater in Hamburg auf, unternahm 1898-99 eine Gastspieltournee durch Siebenbürgen und wurde 1900 an das Kaiserjubiläumstheater in Wien verpflichtet. 1906-12 gehörte sie zum Ensemble in Brünn, wo sie bis 1916 noch als Gast auftrat.‎

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‎Kreith-Lanius, Frieda, Schauspielerin (1865-1929).‎

‎Portraitphotographie mit eigenh. Widmung und U. Wien, 4. XI. 1897.‎

‎1 S. 8vo. Ganzfigürliche Darstellung der Schauspielerin im Rollenkostüm aus dem Atelier des Photographen P. von Németh, Wien, mit dessen gedr. Signet am unteren Rand des Trägerkartons. Mit Signatur und Widmung an einen Herrn Baumgartner auf der Verso-Seite. - Die Tochter eines Theaterdirektors spielte seit 1887 in Pressburg, Linz und Graz, seit 1893 in Breslau und war 1894-95 Erste Liebhaberin und Salondame am Raimundtheater in Wien. Später trat Lanius-Kreith am Schillertheater in Berlin, dann am Thaliatheater in Hamburg auf, unternahm 1898-99 eine Gastspieltournee durch Siebenbürgen und wurde 1900 an das Kaiserjubiläumstheater in Wien verpflichtet. 1906-12 gehörte sie zum Ensemble in Brünn, wo sie bis 1916 noch als Gast auftrat.‎

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‎Kriete-Wuest, Henriette, Sängerin (geb. 1816).‎

‎Eigenh. Widmung mit U. Dresden, 4. IV. 1846.‎

‎1 S. Folio. "Die Welt ist leer, wenn man nur Berge, Flüsse und Städte darin denkt, aber hie und da jemanden wissen, der mit uns übereinstimmt, mit dem wir stillschweigend fortleben, das macht uns dieses Erdenrund erst zu einem bewohnten Garten. Von Göthe". - Lange Jahre in Dresden tätig, konnte die Sängerin "[i]n ihren künstlerischen Leistungen" anfangs "mit einer Schröder-Devrient und Maschinka Schubert-Schneider" zwar nicht konkurrieren, bildete sich jedoch beharrlich weiter aus und errang später "den vollständigsten Triumph. Der Beifall steigerte sich mit jeder neuen Darstellung und war sie zu ihrer Zeit die größte Sängerin der Mozart'schen Opern" (Reden-Esbeck, Deutsches Bühnen-Lexikon; zit. n. DBA I, 711, 37). - Auf dekorativem Briefpapier mit gedr. Monogramm. Gefaltet.‎

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€ 60,00 Kaufen

‎Kronau, Friederike, Schauspielerin (1841-1918).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, o. D.‎

‎1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten bezüglich der Zeitschrift "Der Zwischen-Akt. Organ für Theater, Kunst und Musik": "Vielleicht sind Sie so freundlich sich mir den Zwischenakt wieder zukommen zu lassen. Durch einen Irthum wahrscheinlich, erhalte ich ihn seit längerer Zeit nicht mehr […]". - Nach ersten Engagements in Elbing und Linz spielte Kronau am Carltheater in Wien, in Thorn, Pest und Dessau und wurde 1860 von Heinrich Laube ans Burgtheater geholt. Nach kurzer Zwischenstation am Frankfurter Stadttheater kehrte sie ans Carltheater zurück und wurde durch ihre anmutige Darstellung vor allem in französischen Lustspielen zum Liebling des Wiener Publikums.‎

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€ 80,00 Kaufen

‎Krones, Josef, Schauspieler (1797-1832).‎

‎Eigenh. Schriftstück. O. O. u. D.‎

‎1 S. 4to. 4-strophiges Gedicht: "Jetzt sind wir in Ordnung, wir haben was davon | Es wird uns ein Schatz und ein Schatzerl zum Lohn, | Nun woll'n wir eins singen wies g'bräuchlich uns is | Und über das Sprichwort: das weiß man nit g'wiß […]". - Der Bruder von Therese Krones war in der Wandertruppe seines Vaters tätig bevor er 1817-19 in Ödenburg engagiert wurde. Daraufhin ging er als Komiker und Intrigantendarsteller nach Agram. Nach einigen weiteren Engagements wurde er 1827 an das Wiener Josefstädter Theater verpflichtet und trat seit 1830 zusammen mit seiner Schwester am Theater an der Wien auf. - Gefaltet.‎

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€ 250,00 Kaufen

‎Krückl, Franz, Schauspieler (1841-1899).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 25.IV., o. J.‎

‎2¾ SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An den Sänger Adolf von Schultner (geb. 1838): "Du bist von so ausnehmender Liebenswürdigkeit, daß ich wahrhaftig nicht weiß, wie ich Dir danken kann. Nur die größte Noth treibt mich an, dein opfervolles Anerbieten anzunehmen und erlaube mir daher Noten und Karten zurückzusenden. Rubinstein sagte mir, daß Du transponieren willst; soll ich Dir die Noten ausschreiben lassen oder willst Du es vielleicht auf meinen Kosten besorgen lassen? Wenn Du nochmals probieren willst, so wirst Du Rubinstein um die Mittagszeit zu Hause finden […]". - Am unteren Rand eingerissen.‎

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‎Krüger-Spengler, Karoline, Schauspielerin (1753-1831).‎

‎Eigenh. Widmung mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. Qu.-8vo. "Freundin nimm zur Osterfeyer | Statt der ordinäiren Eyer, | Einen Dotter seltener Art | Der Dein Busentuch bewahrt. Mag der kleine Mann von Eisen | Unsre Freundschaft Dir beweisen | Carl und Caroline Krüger". Caroline Krüger war in dritter Ehe seit 1802 mit dem Schauspieler Karl Friedrich Krüger (1765-1828) verheiratet. Beide waren am Wiener Hofburgtheater engagiert. - Knittrig.‎

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€ 90,00 Kaufen

‎Kunst, Wilhelm, Schauspieler (1799-1859).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Freiberg in Sachsen, 9. IX. [1837].‎

‎3 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An den herzoglich-sächsischen Rat Asmus in Weimar: "Da mir der Herr Oberhofmarschall die freundliche Erlaubnis ertheilt, im Herbst wegen einem zweiten Gastspiel anzufragen, so habe ich unter heutigem Datum Gebrauch davon gemacht, und Hochderselbe sind bereits von meinem unterthänigs Wunsch in Kenntnis gesetzt. Daß mir Weimar sehr am Herzen liegt, und ich unstrittig mich bei der dortigen Hofbühne am allerwohlsten befunden, ist eben so gewiß, als ich aus diesem Grunde auch von Grund meines Herzens wünschte, daß mein sehnlichster Wunsch in Erfüllung gehen möge. Was Dresden anbelangt, so habe ich in artistischer Hinsicht mich sehr wohl befunden, und sehr gefallen, denn man hat mich in mehreren Rollen 3 mal gerufen; aber als Mensch bleibt Dresden eine bittere Erinnerung für mich […] Wie ich Ihnen schon in Weimar sagte, hatte Ringelhardt noch stets wegen Bruch des Contractes, eine narrenhafte Forderung an mich - diese machte er nun in Dresden geltend, und ich wusste bevor 720 Thaler erlegen! Was es mich also gekostet, diese große Summe, auf dessen Zahlung ich nicht vorbereitet war, herbei zu schaffen, können Sie leicht denken, und ich habe das ganze Jahr zu thun, diese Lücke zu verstopfen […]". Kleiner Randausbruch von Siegelöffnung. - Den Sohn einer Handwerkerfamilie spielte auf Bühnen in Mölln, Preußisch Minden, Lübeck, Stettin, Bremen, Osnabrück, Leipzig, Köln und Würzburg. Von Karl Carl an das Münchner Isartortheater engagiert, folgte Kunst diesem 1826 an das Theater an der Wien, wurde dort als Heldendarsteller gefeiert und spielte zwischenzeitlich am Theater in der Josefstadt und auf Tourneen, u.a. 1841 am Deutschen Hoftheater in St. Petersburg. Zu seinen Glanzrollen zählten Karl und Franz Moor. Mitte der vierziger Jahre begann Kunsts Abstieg, er spielte noch auf Provinzbühnen, zuletzt 1859 in Ried im Innkreis und starb völlig verarmt. 1825 war er in kurzer Ehe mit Sophie Schröder verheiratet.‎

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€ 150,00 Kaufen

‎Kupfer-Gomansky, Caesarine, Schauspielerin (1818-1886).‎

‎Blatt mit eigenh. U. (ausgeschnitten). O. O. u. D.‎

‎Ca. 20 x 82 mm. Auf Umschlag montiert. Die Tochter des Schauspielers und Dramatikers Caesar Max Heigel debütierte 1834 als Schauspielerin am Hoftheater von Coburg-Gotha, spielte 1838-40 in Leipzig, 1840-44 in Köln, 1844-50 am Hamburger Thalia-Theater und anschließend am Theater an der Wien. 1854-60 gehörte sie dem Ensemble des Theaters in Augsburg an, trat zwischenzeitlich (1858/59) in Linz auf und kehrte 1861 an das Thalia-Theater nach Hamburg zurück. Seit 1872 als Burgtheater-Mitglied und Schauspiellehrerin in Wien ansässig, übernahm sie Rollen der Amalie Haizinger und zählte u.a. Josef Kainz zu ihren Schülern.‎

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€ 90,00 Kaufen

‎Kupfer-Gomansky, Caesarine, Schauspielerin (1818-1886).‎

‎Dokument mit eigenh. U. Wien, 1. I. 1875.‎

‎1 S. Folio. Quittung über 166 Gulden, "welche Gefertigte als Gage aus jährl 2000fl pro Jänner v. J. aus der Kasse des K. K. Hofburgtheaters richtig erhalten hat […]". - Die Tochter des Schauspielers und Dramatikers Caesar Max Heigel debütierte 1834 als Schauspielerin am Hoftheater von Coburg-Gotha, spielte 1838-40 in Leipzig, 1840-44 in Köln, 1844-50 am Hamburger Thalia-Theater und anschließend am Theater an der Wien. 1854-60 gehörte sie dem Ensemble des Theaters in Augsburg an, trat zwischenzeitlich (1858/59) in Linz auf und kehrte 1861 an das Thalia-Theater nach Hamburg zurück. Seit 1872 als Burgtheater-Mitglied und Schauspiellehrerin in Wien ansässig, übernahm sie Rollen der Amalie Haizinger und zählte u.a. Josef Kainz zu ihren Schülern. - Beschnitten (geringer Textverlust); mit Kassa- und Registraturvermerken in Buntstift.‎

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Wien, AT
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€ 80,00 Kaufen

‎Kutschera, Viktor, Schauspieler und Regisseur (1863-1933).‎

‎Eigenh. Postkarte m. U. Breslau, [Poststempel: 31. V. 1907].‎

‎1 S. Qu.-8vo. An die Redaktion des Wiener Salonblattes: "Im Juni 14 Tage Lovrana, ab Juli an der Ostsee, wahrscheinlich auf Rügen […]". - Der dem Deutschen Volkstheater lebenslang eng verbundene Schauspieler "konnte hier bis zu seinem Tod seine große schauspielerische Vielseitigkeit unter Beweis stellen" (ÖBL IV, 376) und gab vom jungen Liebhaber bis hin zum Charakterdarsteller fast das gesamte Rollenrepertoire des klassischen wie modernen Theaters in insgesamt rund 541 Stücken.‎

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Wien, AT
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€ 80,00 Kaufen

‎Maurice, Chérie (d. i. Charles Schwartzenberger), Theaterdirektor (1805-1896).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Hamburg, 2. I. 1848.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief) und Siegel. Bedankt sich bei Schauspielerin Louise Schönfeld-Neumann (1818-1905) für ein ihm übersandtes Andenken und erkundigt sich nach dem Wohlergehen ihrer Mutter Amalie Haizinger. Weiters teilt er ihr mit, ihr gemeinsamer Freund Wilhelm sei "am Neujahrsabend nach Teutendorf gereist wo der Bruder von Herrn Flotow im Sterben liegt. Seine Freundschaft zur Flotowschen Familie trieb ihn dorthin zu eilen um der Mutter und der Schwester des Sterbenden beizustehen […] Am Thalia geht es gut: fast lauter Successe; äußerst wenig Durchfälle - so gut ergeht es nicht dem Stadttheater; viele Fiasco's - äußerst wenig Erfolge! - Es liegt wohl an der schlechten Wahl - auch theilweise an der mangelhaften Besetzung […]". - Maurice Chéri übernahm 1829 die Leitung des Sommertheaters im Tivolipark, wurde 1831 Mitdirektor des Steinstraßen-Theaters und eröffnete 1843 das neuerbaute Thalia-Theater. Maurice Chéri zeigte hier, seit 1843 unter Mitwirkung Heinrich Marrs als Regisseur und Schauspieler, vorwiegend die Lokal- und Zauberpossen Nestroys, der auch selbst in Hamburg auftrat, sowie Hamburger Lokalpossen und französische Stücke. Seit 1847 leitete Maurice Chéri zeitweise auch das Stadttheater. Nach großen Einbußen verlor er 1854 die Lizenz für beide Theater, konnte 1855 das Thalia-Theater aber neu eröffnen und führte es nach der Wiedergewinnung der vollen Konzession 1860 noch einmal zu einem Höhepunkt.‎

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€ 90,00 Kaufen

‎Maurice, Chérie (d. i. Charles Schwartzenberger), Theaterdirektor (1805-1896).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Hamburg, 4. XI. 1881.‎

‎1 S. 8vo. An Alexander Hesse in Graz: "Prinzipiell gewähre ich niemals einen Autographen, ich bedaure demnach sehr Ihnen damit nicht dienen zu können […]". - Maurice Chéri übernahm 1829 die Leitung des Sommertheaters im Tivolipark, wurde 1831 Mitdirektor des Steinstraßen-Theaters und eröffnete 1843 das neuerbaute Thalia-Theater. Maurice Chéri zeigte hier, seit 1843 unter Mitwirkung Heinrich Marrs als Regisseur und Schauspieler, vorwiegend die Lokal- und Zauberpossen Nestroys, der auch selbst in Hamburg auftrat, sowie Hamburger Lokalpossen und französische Stücke. Seit 1847 leitete Maurice Chéri zeitweise auch das Stadttheater. Nach großen Einbußen verlor er 1854 die Lizenz für beide Theater, konnte 1855 das Thalia-Theater aber neu eröffnen und führte es nach der Wiedergewinnung der vollen Konzession 1860 noch einmal zu einem Höhepunkt. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Thalia-Theaters. Gefaltet.‎

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€ 90,00 Kaufen

‎Perfall, Karl Frh. von, Theaterleiter und Musiker (1824-1907).‎

‎Eigenh. Brief mit U. München, 15. VIII. 1884.‎

‎1 S. 4to. Drückt der Schauspielerin Louise Schönfeld-Neumann (1818-1905) sein Beileid zum Tode deren Mutter, der Schauspielerin Amalie Haizinger aus: "[…] Die theure Entschlafene, welche alle die Eigenschaften einer wahren künstlerischen und menschlichen Größe schmückten hat Verehrung und Liebe wie Wenige gefunden […]". - Perfall war nach der Inthronisierung König Ludwigs II. 1864 zum Intendanten der Hofmusik ernannt worden, später wurde er auch Direktor der Kgl. Musikschule und Intendant des Hof- und Nationaltheaters und setzte sich u. a. für die Uraufführung von Richard Wagners 'Meistersingern', 'Rheingold' und 'Walküre' ein. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. Gefaltet.‎

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€ 120,00 Kaufen

‎Porten, Henny, Schauspielerin (1890-1960).‎

‎Eigenh. Postkarte m. U. [Baden bei Wien], August 1924.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Sendet "Nachträgliche Geburtstagsgrüße" an einen namentlich nicht genannten Adressaten. Die Unterschrift auf der Bildseite. - Die in Magdeburg geborene Schauspielerin, Tochter des um 1860 geborenen Sängers, Regisseurs und Schauspielers Franz Porten, stand bereits sechzehnjährig in Kinderrollen auf der Bühne, trat 1906 in ihrem ersten Film ("Apachentanz" von Otto Messter) auf und war bis 1958 in über 80 Filmen zu sehen. Noch vor Asta Nielsen und Pola Negri als erster deutscher Filmstar in den Anfangstagen der Cinematographie in Deutschland gefeiert, war sie zeitweise in 8-10 Filmen pro Jahr auf der Leinwand zu sehen, heiratete 1921 in zweiter Ehe den Arzt Wilhelm von Kaufmann-Asser, der die Leitung der Henny Porten Film-Produktion GmbH übernahm, und gab 1930 in G. W. Pabsts "Skandal um Eva" ihr Tonfilmdebüt. Nachdem die Firma mit Carl Froehlichs "Königin von Preußen" (1931) in Konkurs gegangen war, erfuhr ihre Karriere zwar kurzzeitig einen Einbruch, doch war sie zwei Jahre später mit Hans Steinhoffs Tonfilm-Remake ihres 1924 von Carl Froehlich gedrehten Erfolgsfilms 'Mutter und Kind' wieder erfolgreich. Als Inbegriff der blonden deutschen Frau und Mutter prädestiniert, zu einer Filmgröße der nationalsozialistischen Zeit zu avancieren, weigerte sie sich dann beharrlich, sich von ihrem jüdischen Mann zu trennen und erhielt längere Zeit keine Angebote. Erst 1943 erhielt sie in Carl Froehlichs Film "Familie Buchholz / Neigungsehe" neben Elisabeth Flickenschildt und Gustav Fröhlich wieder eine Hauptrolle. 1947 versuchte sie sich wieder als Bühnenschauspielerin, konnte jedoch, zumal ihr Typ im Film nicht mehr gefragt war, ungeachtet einiger weniger größerer Rollen nicht mehr an ihre alte Karriere anknüpfen.‎

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€ 80,00 Kaufen

‎Schlenther, Paul, Publizist und Theaterdirektor (1854-1916).‎

‎2 eigenh. Briefe m. U. Wien, 23. April und 7. Juni 1899.‎

‎Zusammen 3 SS. 8vo. An die Schauspielerin Ella Kirchher in Berlin, am 7. Juni 1899: "Durch die Absetzung der Vorstellung von ‚Frau Susanne' und Ihre gleich darauf erfolgte Abreise ist mir das Vergnügen entgangen, Sie noch zu sehen und zu sprechen. Ich bitte Sie, falls Sie Ihre Arbeit bis zum 1. Juli ändern, mir von dieser Änderung Kenntnis zu geben für den Fall, dass ich Ihnen Rolle zu schicken habe. Ich muss Ihnen nun auch noch schriftlich etwas mitteilen, was ich besser mündlich gethan hätte. Sie sind in der letzten Sonntagsvorstellung von ‚Georgette' in einer auffallenden Loge ersten Ranges bemerkt worden. Ich muss Sie darauf aufmerksam machen, dass das nicht den Gepflogenheiten der jüngsten Schauspielerinnen am Hofburgtheater […]". Der zweite Brief geht wohl auch an die namentlich nicht genannte Schauspielerin: "Es wäre mir lieb, wenn Sie sich für die Rolle der Iduna bei Herrn Hofschauspieler Altmann (Wien VII, Breitegasse 13) einigen Rat erholten und ich ersuche Sie sich bei Herrn Altmann am nächsten Dienstag Mittags 12 Uhr einzufinden. Er erwartet Sie […]" (Wien, 23. April 1899). - Paul Schlenther war von 1886-98 neben Theodor Fontane (1819-1898) und als Nachfolger Otto Brahms (1856-1912) Theaterkritiker der 'Vossischen Zeitung', propagierte das neue naturalistische Drama und setzte sich nachdrücklich für das Werk von Ibsen und Hauptmann ein. 1889 Mitbegründer der 'Freien Bühne' Berlin, wurde Schlenther 1898 als Direktor des Wiener Burgtheaters bestellt und kehrte 1910 als Theaterkritiker beim 'Berliner Tageblatt' nach Berlin zurück. Er war Mitherausgeber der deutschen Ibsen-Ausgabe (1898-1904), verwaltete gemeinsam mit Otto Pniower den Nachlaß Fontanes und edierte dessen Briefe. Vgl. Kosch III, 2493. - Beide Briefe auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der Direktion des Burgtheaters.‎

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€ 140,00 Kaufen

‎Schlenther, Paul, Publizist und Theaterdirektor (1854-1916).‎

‎Brief mit eigenh. U. Wien, 27. II. 1903.‎

‎1 S. 4to. An den Hofopernsänger Ferdinand Marian (1859-1942): "Die hohe k. u. k. General Intendanz hat die Mitwirkung des k. u. k. Hofschauspielers, Herrn Georg Reimers, im Verein ‚Die Nasswalder' am 27. Februar dJ., insofern das Repertoire hiedurch keine Störung erleidet, genehmigt […]". - Paul Schlenther war von 1886-98 neben Theodor Fontane (1819-1898) und als Nachfolger Otto Brahms (1856-1912) Theaterkritiker der 'Vossischen Zeitung', propagierte das neue naturalistische Drama und setzte sich nachdrücklich für das Werk von Ibsen und Hauptmann ein. 1889 Mitbegründer der 'Freien Bühne' Berlin, wurde Schlenther 1898 als Direktor des Wiener Burgtheaters bestellt und kehrte 1910 als Theaterkritiker beim 'Berliner Tageblatt' nach Berlin zurück. Er war Mitherausgeber der deutschen Ibsen-Ausgabe (1898-1904), verwaltete gemeinsam mit Otto Pniower den Nachlaß Fontanes und edierte dessen Briefe. Vgl. Kosch III, 2493. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der Direction des k. k. Hofburgtheaters. Gefaltet.‎

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‎Schlenther, Paul, Publizist und Theaterdirektor (1854-1916).‎

‎Brief mit eigenh. U. Wien, 4. V. 1903.‎

‎1 S. 4to. Beiliegend adr. Kuvert. An den Advokaten Josef Reitzes: "Die hohe k. u. k. General Intendanz der k. k. Hofburgtheater hat mit Erlass vom 1. d. M. Z. 1477 Ihr Ansuchen, daß Herr Georg Reimers bei der am 7. Mai d. J. Vormittag 11 Uhr am Wiener Zentral-Friedhofe stattfindenden Enthüllung des Grabdenkmales Johannes Brahms ein Festgedicht vortragen zu dürfen, bewilligt […]". - Paul Schlenther war von 1886-98 neben Theodor Fontane (1819-1898) und als Nachfolger Otto Brahms (1856-1912) Theaterkritiker der 'Vossischen Zeitung', propagierte das neue naturalistische Drama und setzte sich nachdrücklich für das Werk von Ibsen und Hauptmann ein. 1889 Mitbegründer der 'Freien Bühne' Berlin, wurde Schlenther 1898 als Direktor des Wiener Burgtheaters bestellt und kehrte 1910 als Theaterkritiker beim 'Berliner Tageblatt' nach Berlin zurück. Er war Mitherausgeber der deutschen Ibsen-Ausgabe (1898-1904), verwaltete gemeinsam mit Otto Pniower den Nachlaß Fontanes und edierte dessen Briefe. Vgl. Kosch III, 2493. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der Direktion des k. k. Hofburgtheaters. Gefaltet und etwas braunfleckig.‎

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€ 80,00 Kaufen

‎Schlenther, Paul, Publizist und Theaterdirektor (1854-1916).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 15. V. 1909.‎

‎2 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Anbei das ominöse Telegramm, an dessen Inhalt ich erst Glauben konnte, als es uns in der Statthalterei bestätigt wurde. Das Ministerium des Innern soll prinzipiell alle auswärtigen Titulaturen ablehnen zu nostrafiziren. Das hat man in unseren Hofämtern offenbar nicht gewusst. Sonst wäre das schon im Winter zur Sprache gekommen. Vielleicht wäre es gescheiter gewesen, wenn man von Koburg gar nicht erst hier angefragt hätte. Ich bin preussischer Staatsangehöriger, und kein Mensch hat sich in Berlin erkundigt, ob ich den österreichischen Hofratstitel annehmen oder führen darf. Trotzdem reden mich preussische Behörden ruhig so an. Nun, ich denke, Sie werden über den dekorativen Zwischenfall hinweg kommen […]". - Paul Schlenther war von 1886-98 neben Theodor Fontane (1819-1898) und als Nachfolger Otto Brahms (1856-1912) Theaterkritiker der 'Vossischen Zeitung', propagierte das neue naturalistische Drama und setzte sich nachdrücklich für das Werk von Ibsen und Hauptmann ein. 1889 Mitbegründer der 'Freien Bühne' Berlin, wurde Schlenther 1898 als Direktor des Wiener Burgtheaters bestellt und kehrte 1910 als Theaterkritiker beim 'Berliner Tageblatt' nach Berlin zurück. Er war Mitherausgeber der deutschen Ibsen-Ausgabe (1898-1904), verwaltete gemeinsam mit Otto Pniower den Nachlaß Fontanes und edierte dessen Briefe. Vgl. Kosch III, 2493. - Auf Briefpapier mit gepr. Stempel der k. k. Hofburgtheater-Direction.‎

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‎Schlenther, Paul, Publizist und Theaterdirektor (1854-1916).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 25. IX. 1901.‎

‎2 SS. Qu.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Na, dagegen ist ja nichts zu machen. Also, in Gottes Namen, Montag 14. Oct. Cyprianus mit Hartmann, Montag 21. Oct. Meineidbauer mit Reimers, die Genehmigung der General-Intendanz holen Sie sich noch selber ein, sodaß dann nur noch der formelle Schriftenweg zurückzulegen wäre. Eine sehr dankbare Rolle wird ja die ergebenst gefertigte Direction bei diesem Schrattfestspiel nicht spielen […]". - Paul Schlenther war von 1886-98 neben Theodor Fontane (1819-1898) und als Nachfolger Otto Brahms (1856-1912) Theaterkritiker der 'Vossischen Zeitung', propagierte das neue naturalistische Drama und setzte sich nachdrücklich für das Werk von Ibsen und Hauptmann ein. 1889 Mitbegründer der 'Freien Bühne' Berlin, wurde Schlenther 1898 als Direktor des Wiener Burgtheaters bestellt und kehrte 1910 als Theaterkritiker beim 'Berliner Tageblatt' nach Berlin zurück. Er war Mitherausgeber der deutschen Ibsen-Ausgabe (1898-1904), verwaltete gemeinsam mit Otto Pniower den Nachlaß Fontanes und edierte dessen Briefe. Vgl. Kosch III, 2493. - Auf Briefkarte mit gedr. Briefkopf der K. u. K. Direction des K. K. Hofburgtheaters.‎

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‎Schlenther, Paul, Publizist und Theaterdirektor (1854-1916).‎

‎Eigenh. Brief mit U. [Wien, vor dem 29. Okt. 1908].‎

‎½ S. 8vo. Auf der Verso-Seite einer Einladung zum Abschiedsfest des Schauspielers Ludwig Martinelli am 29. Oktober 1908 an die Schauspielerin Kathi Thaller (1856-1925): "Bedaure lebhaftestens bei Ihrem Abschied nicht anwesend sein zu können weil ich geschäftlich nach Berlin verreisen muß […]". - Paul Schlenther war von 1886-98 neben Theodor Fontane (1819-1898) und als Nachfolger Otto Brahms (1856-1912) Theaterkritiker der 'Vossischen Zeitung', propagierte das neue naturalistische Drama und setzte sich nachdrücklich für das Werk von Ibsen und Hauptmann ein. 1889 Mitbegründer der 'Freien Bühne' Berlin, wurde Schlenther 1898 als Direktor des Wiener Burgtheaters bestellt und kehrte 1910 als Theaterkritiker beim 'Berliner Tageblatt' nach Berlin zurück. Er war Mitherausgeber der deutschen Ibsen-Ausgabe (1898-1904), verwaltete gemeinsam mit Otto Pniower den Nachlaß Fontanes und edierte dessen Briefe. Vgl. Kosch III, 2493.‎

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‎Schlenther, Paul, Publizist und Theaterdirektor (1854-1916).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 15. IV. 1909.‎

‎2 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An einen Schauspieler des Burgtheaters, bezüglich der Gedenkfeier für den kürzlich verstorbenen Adolf von Sonnenthals (gest. am 4. April 1909), " […] die mit dem Trauermarsch aus der Eroica beginnen soll, möchte ich sehr wünschen, daß Sie ‚die Künstler' von Schiller lesen. Auf den Trauermarsch sollen zunächst einige wenige ganz persönlich gehaltene Verse von Wilbrandt folgen, die Hartmann, als Zeuge der Wilbrandtzeit, sprechen wird. Dann will ich ¼ Stunde in Prosa reden […]". - Paul Schlenther war von 1886-98 neben Theodor Fontane (1819-1898) und als Nachfolger Otto Brahms (1856-1912) Theaterkritiker der 'Vossischen Zeitung', propagierte das neue naturalistische Drama und setzte sich nachdrücklich für das Werk von Ibsen und Hauptmann ein. 1889 Mitbegründer der 'Freien Bühne' Berlin, wurde Schlenther 1898 als Direktor des Wiener Burgtheaters bestellt und kehrte 1910 als Theaterkritiker beim 'Berliner Tageblatt' nach Berlin zurück. Er war Mitherausgeber der deutschen Ibsen-Ausgabe (1898-1904), verwaltete gemeinsam mit Otto Pniower den Nachlaß Fontanes und edierte dessen Briefe. Vgl. Kosch III, 2493. - Adolf von Sonnenthal wurde 24jährig 1856 von Heinrich Laube an das Wiener Hofburgtheater engagiert, "spielt den Mortimer und fällt durch. Laube lässt sich indes nicht beirren, gibt ihm einen dreijährigen Kontrakt, und ehe der abläuft, ist er zum k. k. Hofschauspieler ernannt [...] er wird zum meistbeschäftigten Mitglied des Burgtheaters: 160 Vorstellungen pro Saison. Heimlich verlobt mit der reichen Pauline Pappenheim, heiratet er sie erst, als die Familie verarmt, er aber schon konsolidiert ist [...] 1881 verleiht ihm Kaiser Franz Joseph die Eiserne Krone I. Klasse, die damals noch mit dem erblichen Adel verbunden ist. Arthur Schnitzler meint Sonnenthal, wenn er im ‚Grünen Kakadu' sagen lässt: ‚Einer, der uns vorspielen kann, was er will, ist doch mehr als wir alle'" (Haeusserman, Das Wiener Burgtheater, Wien u. a., Molden, 1975, S. 57).‎

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‎Schlenther, Paul, Publizist und Theaterdirektor (1854-1916).‎

‎Eigenh. Postkarte m. U. O. O., 1. IX. 1911.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse verso. An Joseph Weltner (1855-1914): "Herzlichen Dank, viele Grüße und meine Bewunderung für das Gedächtnis selbst auf Reisen […]". - Paul Schlenther war von 1886-98 neben Theodor Fontane (1819-1898) und als Nachfolger Otto Brahms (1856-1912) Theaterkritiker der 'Vossischen Zeitung', propagierte das neue naturalistische Drama und setzte sich nachdrücklich für das Werk von Ibsen und Hauptmann ein. 1889 Mitbegründer der 'Freien Bühne' Berlin, wurde Schlenther 1898 als Direktor des Wiener Burgtheaters bestellt und kehrte 1910 als Theaterkritiker beim 'Berliner Tageblatt' nach Berlin zurück. Er war Mitherausgeber der deutschen Ibsen-Ausgabe (1898-1904), verwaltete gemeinsam mit Otto Pniower den Nachlaß Fontanes und edierte dessen Briefe. Vgl. Kosch III, 2493. - Joseph Weltner wurde 1878 in das Reichsfinanzministerium versetzt und 1881 zum Offizial bei der Generalintendanz der k. k. Hoftheater ernannt, wo er als Archivar arbeitete. Zu seinen schriftstellerischen Werken zählen das Lustspiel "Auf den ersten Moment" (1880) sowie das Festspiel "Das Weihgeschenk an den Geniu"s (1882). Er gab "Das kaiserlich-königliche Hof-Operntheater in Wien" (1894) sowie "Mozarts Werke und das Wiener Hoftheater" (1896) heraus.‎

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‎Sonnenthal, Adolf von, eig. Neckwadel, Schauspieler (1834-1909).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 20. II. 1897.‎

‎1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "ich sage Ihnen besten Dank für Ihre mich hochehrende liebenswürdige Aufforderung, aber leider bin ich dies Jahr nicht mehr im Stande derselben Folge zu leisten, da ich über meine ganze freie Zeit bereits verfügt. Sollte mich aber nächstes Jahr mein Weg nach Ihrer Richtung führen, so werde ich nicht ermangeln mich bei Zeiten anzufragen […]". - Der in Pest geborene Schauspieler wurde 24jährig 1856 von Heinrich Laube an das Wiener Hofburgtheater engagiert, "spielt den Mortimer und fällt durch. Laube läßt sich indes nicht beirren, gibt ihm einen dreijährigen Kontrakt, und ehe der abläuft, ist er zum k. k. Hofschauspieler ernannt [...] er wird zum meistbeschäftigten Mitglied des Burgtheaters: 160 Vorstellungen pro Saison. Heimlich verlobt mit der reichen Pauline Pappenheim, heiratet er sie erst, als die Familie verarmt, er aber schon konsolidiert ist [...] 1881 verleiht ihm Kaiser Franz Joseph die Eiserne Krone I. Klasse, die damals noch mit dem erblichen Adel verbunden ist. Arthur Schnitzler meint Sonnenthal, wenn er im ‚Grünen Kakadu' sagen läßt: ‚Einer, der uns vorspielen kann, was er will, ist doch mehr als wir alle'" (Haeusserman, Das Wiener Burgtheater, Wien u. a., Molden, 1975, S. 57).‎

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‎Sontag, Karl, Schauspieler (1828-1900).‎

‎Eigenh. Widmung mit U. Graz, 19. X. 1882.‎

‎1 S. Qu.-8vo. "Liegt das Gestern klar und offen, Wirkst Du heute kräftig frei, darfst auch auf ein Morgen hoffen, Das nicht minder glücklich sei. (Goethe) […]". - Karl Sontag, ein junger Bruder der gefeierten Sopranistin Helene Sontag, debütierte 1848 am Hoftheater in Dresden, kam drei Jahre später an das Hofburgtheater in Wien, spielte später an den Hoftheatern Schwerin, Dresden und Hannover und trat anschließend nur noch gastierend in Deutschland und Amerika auf. 1898 feierte er am Dresdener Residenztheater sein fünfzigjähriges Bühnenjubiläum. Daneben versuchte er sich auch mehrfach und nicht ohne Erfolg als Schriftsteller: Sein Theaterstück "Frauenemanzipation" (Hannover 1875) war auf zahlreichen deutschsprachigen Bühnen zu sehen; ein sehr rückhaltlos urteilendes autobiographisches Werk unter dem Titel "Vom Nachtwächter zum türkischen Kaiser" (1887) war Grund für seine Entlassung aus dem Verband des hannoverschen Hoftheaters.‎

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‎Sontag, Karl , Schauspieler (1828-1900).‎

‎Eigenh. Widmung mit U. Graz, 16. X. 1882.‎

‎1 S. Qu.-8vo. "Liegt das Gestern klar und offen, Wirkst Du heute kräftig frei, darfst auch auf ein Morgen hoffen, Das nicht minder glücklich sei. (Goethe) […]". - Karl Sontag, ein junger Bruder der gefeierten Sopranistin Helene Sontag, debütierte 1848 am Hoftheater in Dresden, kam drei Jahre später an das Hofburgtheater in Wien, spielte später an den Hoftheatern Schwerin, Dresden und Hannover und trat anschließend nur noch gastierend in Deutschland und Amerika auf. 1898 feierte er am Dresdener Residenztheater sein fünfzigjähriges Bühnenjubiläum. Daneben versuchte er sich auch mehrfach und nicht ohne Erfolg als Schriftsteller: Sein Theaterstück "Frauenemanzipation" (Hannover 1875) war auf zahlreichen deutschsprachigen Bühnen zu sehen; ein sehr rückhaltlos urteilendes autobiographisches Werk unter dem Titel "Vom Nachtwächter zum türkischen Kaiser" (1887) war Grund für seine Entlassung aus dem Verband des hannoverschen Hoftheaters.‎

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‎Sontag-Rossi, Henriette , Sängerin (1806-1854).‎

‎Dokument mit eigenh. U. Koblenz, 3. XII. 1851.‎

‎1 S. 8vo. Vorgedrucktes Quittungsformular Koblenzer Postamtes zur Bestätigung eines erhaltenen Briefes. - Die Tochter von Franziska Sontag, Schwester von Nina Sontag und Halbschwester von Karl Sontag trat bereits sechsjährig in Darmstadt in Kinderrollen auf, erhielt ihre Gesangsausbildung am Konservatorium in Prag und gab hier 1821 ihr Bühnendebüt als Prinzessin in Boieldieus Jean de Paris. 1822 kam Sontag nach Wien, wo sie großes Aufsehen erregte, übernahm 1832 bei der Uraufführung der Oper Euryanthe von Carl Maria von Weber am Wiener Theater am Kärntnertor die Titelpartie und sang 1824 in der Akademie in Wien die Sopransoli in der Uraufführung von Beethovens 9. Symphonie. 1825 gab Sontag in Berlin die Isabella in Rossinis Italiana in Algeri, gastierte 1826 in Paris, feierte 1828 Triumphe in London und sang 1829/30 am Théâtre-Italien in Paris. Nach ihrer Heirat mit dem Diplomaten Graf Carlo Rossi gab sie ihre Bühnenkarriere auf, lebte mit ihrem Mann in Den Haag, St. Petersburg und Berlin und trat nur mehr gelegentlich in Hofkonzerten auf. Als das Vermögen ihrer Familie infolge der politischen Unruhen 1848 dahinschwand, nahm Sontag ihre Sängerlaufbahn wieder auf und gab zahlreiche Gastspiele in den europäischen Metropolen und seit 1852 in Nordamerika. Sontag starb an der Cholera. - Gefaltet.‎

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‎Sontheim, Heinrich, Sänger (1820-1912).‎

‎Dokument mit eigenh. U. Wien, 10. V. 1871.‎

‎1 S. Folio. Quittung über 500 Gulden, "welche der Unterzeichnete, für eine geleistete Rolle, in der Oper Die Jüdin als Gast, aus der k. k. Hof. Operntheater Cassa richtig erhalten hat […]". - Sontheim debütierte 1839 am Hoftheater in Karlsruhe als Pollione in Bellinis "Norma" und wurde 1850 Mitglied der Hofoper in Stuttgart. Zu den Glanzrollen seines umfangreichen Repertoires zählten der Tamino in der "Zauberflöte", der Raoul in den "Hugenotten" und der Max im "Freischütz"; nach Beendigung seines Engagements in Stuttgart trat er noch regelmäßig als Gast auf und sang 1890 als Abschiedspartie den Vasco in Meyerbeers "L'Africaine". - Beschnitte. Mit Kassa- und Registraturvermerken in Buntstift.‎

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€ 90,00 Kaufen

‎Sorma, Agnes, Schauspielerin (1862-1927).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., [11.XI.1881].‎

‎1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. "Will Ihnen jeden Gagetag fünf bis zehn Mark auf Abschlag senden. Sind Sie damit einverstanden? […]".‎

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‎Spielmann, Melanie, Schriftstellerin und Schauspielerin (1885-1927).‎

‎Eigenh. Widmung mit U. Wien, 28. IX. 1898.‎

‎½ S. 8vo. auf Trägerkarton. "Beglückt, wer des Lebens Rolle spielt / Dass, wenn der Vorhang fällt man keine Reue fühlt".‎

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‎Appun, Karl Ferdinand, Botaniker (1820-1872).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Bunzlau, 7. XII. 1868.‎

‎1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An den Geographen Karl Andree (1808-1875), Gründer der Zeitschrift "Globus": "Bereits am 19 Octbr. sandte ich einen Aufsatz über die ‚Neger' für den Globus, der jedoch bis jetzt noch nicht abgedruckt worden ist. Haben Sie irgend ein Bedenken diesen Artikel zum Abdruck zu bringen, so bitte dies mir gefl. mitzutheilen um im Falle abzuändern wo Sie es wünschen […]". - Auf Veranlassung Alexander von Humboldts und mit Unterstützung des Königs von Preußen reiste Appun 1849 zu einer zehn Jahre dauernden botanischen Expedition nach Venezuela. Seine dort zusammengetragene Hölzersammlung gewann auf einer Londoner Industrieausstellung zwei Preise. Im Auftrag der britischen Regierung durchwanderte er dann Guayana und Demerara und erforschte auf eigene Faust weite Teile Brasiliens. Von dort sandte er Berichte an deutsche Zeitschriften. Nach seiner Rückkehr 1868 schrieb er sein Hauptwerk, den umfassenden Reise- und Forschungsbericht "Unter den Tropen" (2 Bde., 1871).‎

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‎Blomeyer, Adolf, Agrarwissenschaftler (1830-1889).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Leipzig, 29. XI. 1882.‎

‎1½ SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. Bezüglich eines bevorstehenden Vortrags: "Sehr verehrter Herr! So werde ich demm am 15. n[ächsten] M[onats] in Ihrer sehr verehrlichen Oeconom[ischen] Societät über die Neilson'sche Ernte-Methode sprechen und zu dem Zwecke rechtzeitig um 5 Uhr in dem von Ihnen bezeichneten Locale erscheinen. Ich werde den sehr verehrten Vorstand um 1 St[unde] Zeit für den Vortrag bitten; kürzer zu sprechen würde ich für ebenso unbescheiden wie inopportun für mich selber halten. Muß daher ganz anheim stellen, ob noch ein anderer Gegenstand auf die Tagesordnung gesetzt wird [...]". Mittig quer gefaltet. - Blomeyer, der in Heidelberg und Marburg Jurisprudenz studiert hatte, folgte 1869 einem Ruf an die Universität Leipzig und "gründete ein landwirtschaftliches Institut, dem er als Leiter bis zu seinem Tode vorstand. Zeitlebens pflegte er intensive Kontakte mit Landwirten. Viele Jahre war er neben seiner Tätigkeit als Hochschullehrer gleichzeitig Wirtschaftsberater größerer Güter in Posen und Pommern. Sein Rat in allen Fragen des Landbaus hatte im Königreich Sachsen besonderes Gewicht. Meisterhaft verstand er es, wissenschaftliche Forschungsergebnisse und Erfahrungswissen aus der Praxis des Landbaus zu verbinden" (Wikipedia).‎

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€ 250,00 Kaufen

‎Blumenbach, Johann Friedrich, German physician, naturalist, physiologist, and anthropologist (1752-1840).‎

‎Autograph document. No place, [after 1835].‎

‎Oblong small 4to. ¾ p. "Starks meteorol[ogisches]s Jahrbuch [...] / Cuviers Thierreich, von Voigt [...] / annales de Mines [...] / de Kirckhoff hist. des maladies observées à l'armée française [...] / address of Earl Stanhope to the medico-botanical Society".‎

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‎Carnall, Rudolf von, Geologe (1804-1874).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Berlin, 22. X. 1853.‎

‎1 S. 4to. An einen Herrn Gurlt, einen "Hütten Expectanten": "Der Oberhütteninspector Nath zu Messingwerk soll plötzlich nach England reisen, um die Anfertigung messingener Siederöhren […] ohne Löthung kennen zu lernen. Da derselbe nicht englisch spricht, so habe ich dem Herrn Handels-Minister vorgeschlagen, Sie, mein lieber Herr Gurlt, den H Nath begleiten zu lassen. Die Reise wird etwa 4-5 Wochen in Anspruch nehmen, d. h. längstens. Es versteht sich, dass Ihnen die Kosten erstattet werden. Indem ich annehmen darf, daß Sie kein Bedenken gegen die Sache haben, ersuche ich, ohne allen Verzug hierher zu kommen, da die Reise sobald als möglich angetreten werden soll. Mündlich mehr […]". Beiliegend eine Abschrift eines Briefes des Handels- und Finanzministers August von der Heydt (1801-1874) an den Hütten Expectanten Herrn Gurlt in Braunschweig vom 1. November 1853: "Auf den Vorschlag des geheimen berg Rath von Carnall, welcher mich von Ihrer brieflichen Erklärung vom 25ten d. M. in Kenntniß gesetzt hat, habe ich bestimmt, daß Sie den Ober-Hütten Inspector Nath von Messingwerk auf seiner, in den nächsten Tagen anzutretenden, Reise nach Belgien und England, wo derselbe die Anfertigung der messingenen Siederöhren aus dem Ganzen kennen zu lernen suchen soll, begleiten […]"(1 S. Folio, gefaltet).‎

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‎Cölln, Friedrich von, Publizist (1766-1820).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Altenburg, 4. X. 1810.‎

‎½ S. 4to und 1 S. Qu.-8vo. "Ew Wohlgebohren übersende ich anliegend die Rezension von Herrn Schwandts neuer Theorie des Geldes welche sehr fehlerhaft copiert ist […]". Cölln war Kammerreferendar in Minden, 1800 Kriegs- und Steuerrat des zweiten Glogauischen Departements und 1805-07 Assessor der Oberrechnungskammer in Berlin. Seit 1806 leitete er als Herausgeber und Hauptbeiträger den "Preußischen Staatsanzeiger". 1807/08 veröffentlichte er die Vertrauten Briefe über die inneren Verhältnisse am preußischen Hof seit dem Tode Friedrichs II.; er wurde des Landesverrats angeklagt und nach Glatz gebracht. Nachdem er 1810 von dort fliehen konnte, erhielt Cölln 1815 eine Anstellung im Büro des Staatskanzlers Karl August von Hardenberg in Berlin.‎

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‎Crelle, August Leopold, mathematician (1780-1855).‎

‎Autograph letter signed ("Crelle"). Berlin, 14 March 1851.‎

‎4to. 1 p. on bifolium with integral address panel. To the Königsberg mathematician Otto Hesse (1811-74) who had submitted contributions for his "Journal für die reine und angewandte Mathematik", informing him that all his five treatises are going to press as he writes: "[...] Ihre Abhandlungen sind jetzt so eben unter der Preße (Fünf an der Zahl. Ich glaube, das sind sie alle). Die erste, größeste, ist schon gedrukt, und die übrigen werden unmittelbar und sehr rasch folgen. Ich hoffe, Ihnen in wenigen Wochen die besonderen Abdruke durch Buchhändlergelegenheit zu senden. Ich bitte, erhalten Sie dem Journale und mir ferner Ihre Gewogenheit und senden Sie recht bald neue Beiträge. Dieselben sollen jetzt nicht mehr so lange auf den Abdruk warten. Ihre Absicht, das Mitzutheilende in kleinere Abhandlungen zu theilen, scheint mir ungemein angemeßen [...]". - Seal cut out. The address side shows mathematical calculations in another hand, very likely that of the recipient.‎

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‎Darwin, Charles, English naturalist (1809-1882).‎

‎Autograph letter signed ("Ch. Darwin"). Down, Beckenham, Kent, 7 Sept. [1874].‎

‎8vo. 2 pp. on bifolium. To the British architect William Cecil Marshall (1849-1921), whom Darwin engaged to build an extension to Down House on the north side (a billiard room with dressing room and bedroom above) in 1876, thanking him for some Pinguicula leaves, from which he has picked off sixteen seeds: "My dear Mr Marshall, I am very grateful to you. Your observations are excellent, & are put most clearly & will be very useful to me. I have picked off 16 seeds from this lot! The plant is certainly to a certain extent graninivorous also somewhat graminivorous, though mainly insectivorous. The rain, I know washes off the secretion & with it captured insects (& as you say seeds), which are retained by the incurved edges, which then become more incurved. It is a pretty experiment to put a row of flies or cabbage seeds on one margin of a flat leaf & see how the edge of the side curls over in from 12 to 24 hours. With cordial thanks, Yours very sincerely [...]". - Traces of folds; professionally repaired. On stationery with printed address. Darwin Correspondence Project no. 9627F.‎

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‎Dingler, Johann Gottfried, Chemiker (1778-1855).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Augsburg, 18. I. 1828.‎

‎¼ S. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An Christian Carl André (1763-1831) in Stuttgart: "Wenn Sie den Aufs[atz] v[on] mir und den des anderen Correspondenten nicht in die erste Nummer des Hesperus aufnehmen können oder wollen, dann haben Sie die Güte, beide mit Wendung der Post zurück zu senden […]". - Nach einer Apothekerlehre in Oppenheim/Rhein wurde Dingler 1793 Feldapotheker in Minden, bevor er 1800 als Apotheker nach Augsburg übersiedelte. Anschließend eignete er sich in Mülhausen (Elsaß) Kenntnisse der Zeugdruckerei an und gründete 1806 in Augsburg eine Fabrik chemischer Produkte, die deutsche, österr. und schweizer. Kattunfabriken belieferte. 1822 errichtete Dingler eine eigene Kattunfabrik in Augsburg, die er bis 1848 betrieb. Sein Lebenswerk war die Gründung und Herausgabe des "Polytechnischen Journals", deren erster Band 1820 im Cotta-Verlag erschien.‎

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‎Eucken, Rudolf, Philosoph (1846-1926).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Jena, 12. VI. 1898.‎

‎2 SS. 8vo. An den Philosophen Walther Arnsperger: "Ich möchte Ihnen auch direkt aussprechen, wie sehr Ihre Habilitationsschrift und auch Ihre Antrittsrede mir gefallen haben, sie zeigen zugleich mit der Gründlichkeit der Forschung eine geistvolle Behandlung aus großen Gesichtspunkten, wie sie ja leider in unserer Zeit vorwiegender Detailforschung sich recht selten findet. Hoffentlich kommen Sie in nicht zu langer Zeit zum Abschluß eines größeren Werkes über Wolff, es würde das sicherlich viel erwünschte Aufklärung bringen und vielen willkommen sein; mir persönlich aber, der ich für jene Zeit schon der Terminologie wegen besonderes Interesse habe, würde es alsdann ein Vergnügen sein, für ein solches Buch nach bestem Vermögen einzutreten [...]". - Walther Arnspergers (1871-1902) Habilitationsschrift "Christian Wolffs Verhältnis zu Leibniz" war 1897 im Druck erschienen. Das größere Werk über Christian Wolff kam nicht zustande.‎

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‎Flamsteed, John, English astronomer (1646-1719).‎

‎Autograph document signed ("John Flamsteed, MR"). [London, probably 1 April 1712].‎

‎Oblong 8vo. 1 p. Previously unknown payment certificate for his assistant Joseph Crosthwait, written to the Ordnance Office: "I doe hereby certify that Joseph Crosthwaite has been employed as an extraordinary laborer under me from the last day of December past to the last day of March of this present year 1712 at the Observatory in Greenwich Park by Order of the Board. Being 90 days at 18 d a day - 6.15.00". "A number of similar documents, certifying Crosthwait's quarterly pay at various times, survives in different institutions (though they should properly be part of the Public Records)" (Forbes, p. 931, citing a total of seven known specimens in the Library of the British Astronomical Association, London, Staatsbibliothek Berlin, Edinburgh University Library, Historical Society of Pennsylvania, Columbia University Libraries, and at a 1983 Drouot Sale. - Flamsteed, the first Astronomer Royal, catalogued more than 3000 stars, accurately calculated the solar eclipses of 1666 and 1668, and was responsible for several of the earliest recorded sightings of the planet Uranus. Joseph Crosthwait was his longest serving assistant, remaining with the Observatory from 1708 until Flamsteed's death in 1719. At this point, the whole of the first volume of Flamsteed's "Historia Coelestis Britannica" had been printed together with much of the second. Crosthwait saw the second volume through to completion and organised the preparation and printing of the third. Cf. Eric C. Forbes (ed.), The Correspondence of John Flamsteed (Bristol/Philadelphia 2002), vol. 3, p. 930f.‎

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‎Hamm, Wilhelm von, Agrarwissenschaftler und Politiker (1820-1880).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Leipzig, 6. I. 1864.‎

‎1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An eine Redaktion: "Verehrte Redaction | beehre ich mich anbei, nach langer Pause, wieder einmal einen Beitrag zu übersenden. Er behandelt ein interessantes Thema ‚die Vogelsprache' und dürfte sich wohl des Beifalls erfreuen. Da ich wieder gänzlich zur Feder zurückgekehrt bin, so würde es mich sehr freuen, wenn Sie mir einige neue Aufträge geben oder mir erlauben wollten, Ihnen von Zeit zu Zeit einen Artikel einzusenden. Sollten Sie den heutigen verwenden wollen, so bitte ich, das Honorar stehen zu lassen, bis es von mehreren zusammen kommt; im gegentheiligen Fall darf ich wohl von Ihrer mir oft bewiesenen Freundlichkeit Rücksendung des Manuscripts erwarten […]". - Hamm wurde 1843 Prof. der Chemie und der Landwirtschaft in Hofwyl, 1844 Direktor der Ackerbauschule in Rütihobel bei Bern und redigierte seit 1847 die "Agronomische Zeitung". 1867 kam er nach Wien und trat in den österr. Staatsdienst ein. Zunächst Chef des Departements für Landwirtschaft, trat er 1868 in das neugegründete Ackerbauministerium ein und redigierte die Landwirtschaftszeitung der Wiener "Neuen Freien Presse". - Auf Briefpapier der Agronomischen Zeitung. Gefaltet.‎

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‎Husserl, Edmund, German philosopher and mathematician (1859-1938).‎

‎Autograph postcard signed. Freiburg im Breisgau, 15 Jan. 1926.‎

‎Oblong 8vo. 1 page. With autogr. address on reverse. To the German philosopher Eberhard Zwirner (1899-1984, later a well renowned phonetician), thanking for sending him an essay.‎

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