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Groß, Johann Benjamin, Cellist und Komponist (1809-1848).
Eigenh. Brief mit U. St. Petersburg, 15. XII. 1845.
1 S. 8vo. An den Kammermusiker Theodor Müller in Braunschweig mit Dank für die Arbeit an der soeben bei G. Meyer publizierten "Ballade für Violoncello mit Orchesterbegleitung" (op. 40) und Anweisungen für die Druckfassung des Cellokonzerts in C-dur (op. 38). Groß verwehrt sich gegen die Bezeichnung des Werks als "Concertino" durch den Verleger: "Ich habe aber mit Absicht nicht Konzertino, sondern 'Concert' getauft; weil das für den Inhalt meiner Komposition eine passendere Benennung ist, da jeder Satz selbstständig bestehen könnte etc. Man möge also gefälligst meine Titel ungeändert lassen, zumal ein möglicher Vorwurf von der Kritik keinen Schaden thäte; denn es ließe sich nicht anders, als durch hergebrachte Sitte entschuldigen und wäre deshalb nicht stichhaltig. Nennt man z. B. die Cismollsonate Sonatine, weil der erste Satz ein adagioartiges Stück ist? -- oder die Cdur und Fdur Sonaten für Pf. u. Vcello Sonatinen, weil sie nur aus zwei Sätzen, ohne Adagio und Scherzo, bestehen?" Abschließend kündigt Groß "Duettinos und 4 Salonstücke" für die nächsten Wochen an. - Der lange in Vergessenheit geratene Wegbegleiter Robert Schumanns und Felix Mendelssohn Bartholdys wurde seit dem Schumann-Fest von 2004 als bedeutender romantischer Komponist besonders für das Cello-Repertoire wiederentdeckt. In seiner kurzen, aber rasanten Karriere war Groß erster Solocellist des Leipziger Gewandhausorchesters (1830-33) unter August Pohlenz und ab 1835 erster Cellist des Kaiserlichen Hoforchesters in St. Petersburg. - Auf Briefpapier mit geprägtem Briefkopf; mit Spuren von alter Restaurierung im linken oberen Eck und mit Stempel der Handschriftensammlung J. K. Riess.
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Hellmesberger, Josef, Komponist (1855-1907).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
1 S. auf Doppelblatt. Kl.-4to. An einen Kollegen: "Erlaube mir Ihnen den Überbringer als sehr tüchtigen Orchesterdirektor zu empfehlen [...]". - Mit kleinen Randläsuren.
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Hellmesberger, Josef, Komponist (1855-1907).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
1 S. auf Doppelblatt. Kl.-4to. An einen "lieben alten Freund": "Entschuldige vielmals dass ich dich noch einmal belästige aber ich darf bei diesem Wetter nicht ausgehen. Ist mein Ansuchen bei Excellenz durchgefallen oder bewilligt worden? Bitte Dich um nur eine Zeile [...]".
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Hellmesberger, Josef, Komponist (1855-1907).
Eigenh. Brief mit U. O. O., [Empfangsvermerk: 14. V. 1988].
1 S. 8vo. An einen Freund: "Bitte Dich respect. den Olaf um Gewährung meines dringenden Ansuchens. [...] bitte Dich zu fragen ob er so freundlich wäre Nachmittag ½ 4 Uhr zu mir zu kommen [...]". - Auf Briefpapier mit zweifärbigen Frauenkopfmotiven und Empfangsvermerk verso.
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Liszt, Franz, Komponist (1811-1886).
Eigenh. Brief mit U. Rom, 15. XII. 1884.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten über dessen Transkription eines Schubert-Quartetts, die Liszt bereits vor ihrer Veröffentlichung als perfekt erachtet und an der er besonders die Fähigkeit lobt, den Text vollständig für Klavier zu adaptieren. Liszt entschuldigt sich, seine Meinung über eine Veröffentlichung des Werkes nicht schriftlich wiederholt zu haben: "Je suis à la fois en avance et en retard avec Vous. Avant la publication de votre magistrale transcription du Quatour de Schubert, je vous disais que je la trouvais parfaite, et que je m'imaginais point qu'on put mieux faire dans ce genre de travail. Vous savez maintenir intégralement le texte en l'adaptant avec une rare habileté aux éxigeances du piano. J'aurais dû Vous répeter par écrit cette juste et sincère opinion après la publication de l'oeuvre. Pardonnez ma faute d'omission, et pour me signifier mon pardon, veuillez bien faire réentendre, sous vos doigts, ce beau quatuor [...]". - Spuren alter Faltung.
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Liszt, Franz, Komponist (1811-1886).
Eigenh. Titelblattentwurf mit wiederholtem Namenszug am losen Titelblatt seiner "Fantaisie pour le Piano sur des Motifs favoris de l'Opéra Lucrezia Borgia de C. Donizetti". O. O., [1848/1849].
4to. Liszts Entwurf des Titelblatts zu einer Neubearbeitung seiner "Fantaisie", niedergeschrieben am Titelblatt derselben, die im frühen Winter 1840 in Hamburg entstanden und in Wien bei Pietro Mechetti qm. Carlo erschienen war. Liszt notiert sehr präzise, wie der Titel dieser Revision und Erweiterung auszusehen habe, nämlich "Réminiscences de Lucrezia Borgia | executée par l'auteur dans en concerts de Paris et Vienne | 1er Partie: Trio du 2d Acte. | 2d Partie: Chanson à boire, - Duo et Finale". Weiters sollte "bey der 2ten Abtheilung" noch vermerkt werden "2d Edition, entièrement corrigé et augmentée par l'auteur". "Auf dem 1. Titel Blatt" solle "blos F. Liszt | Lucrezia Borgia" stehen. "NB 9, oder 10 Seiten von den 29 bleiben gänzlich so wie jetzt gestochen". Mit geringfügigen Änderungen gegenüber Liszts Entwurf erschienen die "Réminiscences de Lucrezia Borgia" dann 1849 im selben Verlag. - Etwas knittrig und fleckig und mit stärkeren Randläsuren- und einrissen.
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Roth, Franz, Komponist und Kapellmeister (1837-1907).
Eigenh. Brief mit U. Wohl Wien, 6. XI. 1898.
1 S. 8vo. Beiliegend ein eh. adr. Kuvert. An seinen Freund, den Komponisten und Kapellmeister Adolf Müller mit einer Empfehlung: "Ueberbringer dieser Zeilen Herr Josef Kutschall ist ein ausgezeichneter Posaunist. Sollte bei Dir eine Stelle frei sein, so würdest Du mich sehr verbinden denselben [!] diese zukommen zu lassen [...]". - Das Kuvert mit Vordruck des "Deutschen Volkstheater in Wien".
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Roth, Franz, Komponist und Kapellmeister (1837-1907).
"Erinnerungen an Kaltenleutgeben. Polka. von Fr. Roth" und ein Trio. Eigenh. Musikmanuskript mit Namenszug im Titel. O. O. u. D.
Titel und 2 SS. (64 Takte: 30 Takte Polka, 34 Takte Trio) Noten auf Doppelblatt. Qu.-Gr.-8vo. Der Titel auf der 1. Recto-Seite. - Unterer Rand mit starken Läsuren und einem kl. Ausriss.
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Roth, Louis, Komponist (1843-1929).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 2. XI. 1907.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse. An den "Directionsrath der Gesellschaft der Autoren, Componisten & Musikverleger in Wien" mit Dank für Beileidsbekundungen zum Tod seines Bruders Franz: "Gestatten Sie dass ich für die mir anläßlich des Ablebens meines lieben Bruders Franz Roth entgegengebrachte Teilnahme und für die prachtvollvolle [!] Kranzspende meinen innigsten Dank hiermit zum Ausdruck bringe [...]". - Der Bruder Franz Roths erhielt in Wien Klavier- und Theorieunterricht. 1874/75 war er Chormeister verschiedener Gesangvereine, 1875/76 Kapellmeister im Danzerschen Orpheum, 1876 bis 1884 Kapellmeister und Hauskomponist am Theater an der Wien, danach Komponist am Friedrich-Wilhelmstädtischen Theater in Berlin. "Bekannt wurde Roth als Operettenkomponist, u. a. mit 'Der Marquis von Rivoli' (1884) und 'Frau Reclame' (1898)" (DBE). - Auf Briefpapier mit Trauerrand. Mit Empfangsvermerk, Spur alter Lochung und Ausriss an derselben.
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Wagner, Franz, Zitherlehrer, Komponist und Schriftsteller (1853-1930).
Eigenh. Musikzitat mit U. Graz, 9. VII. 1928.
1 S. (6+4 =) 10 Takte. Qu.-4to. "Gemütlich und fesch a bisserl resch etc. ... Das ist mein Wien / Nur für Natur hegte sie Sympathie / O mein süßes Vögelein [...]". - "Seine Operetten, Singspiele und Possen gelangten 1885-97 sowie 1901 am Carltheater, am Theater in der Josefstadt und am Theater an der Wien zur Auff. Die Burleske mit Gesang und Tanz 'Wiener Bilder' (Text: Benno Jacobson - Rudolf Schanzer) erlebte über 50 Vorstellungen im Jantsch-Theater im Prater. Auch eine große Anzahl populär gewordener Lieder wie 'Das ist mein Wien' und 'Nur für Natur' (Musik: Johann Strauß Sohn) oder 'Liebesbrief' (Musik: Ziehrer) geht auf W. zurück" (ÖBL). - Mit Spuren alter Faltung.
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Wagner, Franz, Zitherlehrer, Komponist und Schriftsteller (1853-1930).
Eigenh. Postkarte mit U. Graz, 13. II. 1929.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse verso. An Oberlandesgerichts-Rat Alfred Pick in Wien: "Sind Sie krank, verwaist oder etwa gar böse auf mich? (ich wüßte Letzteres zwar nicht - warum?), da Sie mir keine Erledigung zu theil werden lassen? Ich bitte Sie nochmals um eine solche und begrüße Sie, im vorhinein mit bestem Dank [...]". - Mit einer kl. Ansicht von Bregenz.
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Wagner, Franz, Zitherlehrer, Komponist und Schriftsteller (1853-1930).
Eigenh. Postkarte mit U. Graz, 30. I. 1929.
1 S. (Qu.-)8vo. Mit eh. Adresse verso. An Oberlandesgerichts-Rat Alfred Pick in Wien: "Haben Sie denn mein vor 10 Tagen an Sie gerichtetes Schreiben nicht erhalten? - Da ich bisher ohne jede Nachricht von Ihnen bin! Bitte höfl. um eine solche!! - Sie haben wol [!] keine Ahnung, in welcher Lage ich jetzt bin - wahre Tantalus-Qualen! [...] Bitte nochmals um gefl. rascheste Hilfeleistung. Meines Dankes im vorhinein sollen Sie versichert sein!". - Mit einer kl. Ansicht von Eisenstadt.
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Beaumont, (Léonce) Élie de, französischer Geologe (1798-1874).
Eigenh. Brief mit U. Paris, 5. IX. 1874.
¾ S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Monsieur, J’ai l’honneur de vous adresser ci-joints les accusés de réception des dernières livraisons que j’ai reçus par vos soins des importantes publications de l’Academie des sciences à Vienne. Je vous prie d’être assez bon pour excuser le retard qu’une distraction bien involuntaire a apporté dans cet envoi et d’agréer avec tous mes remerciments l’expression de ma consideration le plus distinguée [...]". - Élie de Beaumont erstellte 1840 die erste geologische Karte von ganz Frankreich. Wesentliche Aspekte seiner Theorie über den Ursprung der Kettengebirge und ihre Ursache waren für den größten Teil des 19. Jahrhunderts maßgeblich. Der Mount Elie de Beaumont in Neuseeland und der Mondkrater Beaumont sind nach ihm benannt. - Auf Briefpapier mit schwarzem Trauerrand.
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Eberhard, Johann August, Philosoph (1739-1809).
Eigenh. Brief mit U. Halle, 1. I. 1785.
3 SS. auf Doppelblatt. 4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Die Empfindungen, welche ich Ew. Hochwohlgeb. bey dem Antritte dieses Jahres darzubringen habe, sind die Empfindungen der reinsten Freude über die Segnungen, worunter Sie, nebst allen denen, die Ihrem Herzen theuer sind, das verflossene Jahr zurückgelegt haben. Eben so eifrig sind die Wünsche meines Herzens, daß Ew. Hochwohlgeb. auch dieses mit Zufriedenheit anfangen und vollenden mögen. Da Sie so wenig für sich leben, und,wenn Sie glücklich seyn sollen, es in einer geliebten Tochter, die der zärtlichsten mütterlichen Liebe so würdig ist, seyn müssen: so weiß ich wohl, in wem sich alle meine besten Wünsche concentriren müssen. Darf ich also auch das Frl. von Omteda bitten eben diese Wünsche, als einen Ausdruck meiner aufrichtigsten Hochachtung und Theilnehmung an Ihrem Wohlseyn anzunehmen [...] Eine hiesige Gesellschat schreibt jetzt ein Wochenblatt zum Besten der Armen, insonderheit um sie mit Brennholz zu versorgen. Da ich der Herausgeber davon bin: so hätte ich oft gern der Versuchung untergelegen, es mit einem Gedichte, von denen die Ew. Hochwohlgeb. mir anvertraut haben, zu zieren. Allein ich bleibe meinen Grundsätzen getreu, nichts dergleichen ohne ausdrückliche Erlaubniß zu thun, ob ich gleich weiß, daß das Blatt schwerlich außer den Ringmauern unserer Stadt werde bekannt werden [...]".
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Eck, Ernst, Jurist und Romanist (1838-1901).
Eigenh. Brief (Fragment) mit U. O. O. u. D.
1 S. 8vo. "[...] nicht unerhebliche Einnahmen an Promotions- Examinations- u. Spruchgebühren in Betracht kommen u. daß endlich sowohl die Beziehungen zu den Collegen, als auch die örtlichen Eigenschaften (in Bezug auf Lage, Eisenbahnverbindung usw.) hier überaus angenehm sind [...]". - Etwas knittrig und mit kleinen Randläsuren.
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Ehlers, Ernst Heinrich, Zoologe (1825-1925).
Eigenh. Brief mit U. Karlsbad, 14. IV. 1875.
2½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Kollegen: "Die freundliche Belehrung, welche ich von Ihnen bereits erhalten habe, giebt mir den Rath Weiteres von Ihnen zu erkunden. Das geschieht aber am besten mündlich; und so möchte ich mich denn hiermit bei Ihnen im Voraus angemeldet haben [...]". -
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Eichhorn, Johann Gottfried, Orientalist, Historiker und Theologe (1752-1827).
Eigenh. Brief mit U. Göttingen, 23. I. 1823.
1 S. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An Christian Karl André, den Gründer und Herausgeber der Zeitschrift "Hesperus": "Mit inniger Theilnahme [...] habe ich das harte Schicksal, das Sie nach fortgerückten Jahren aus Ihrem bisherigen herrlichen Wirkungs-Kreis herausgedrängt hat, aus öffentlichen Blättern im Allgemeinen, viel bestimmter aber aus Ihrem vertraulichen Schreiben, für das ich Ihnen verbundenst danke, erfahren. Letzteres hat mich wahrhaft mit Wehmuth erfüllt: einen so hochverdienten Mann so aus dem Schoos der Seinigen herauscabaliert zu sehen, muß die Seele eine Jeden, in dessen Herz nicht alle Empfindungen verstorben sind, im Innersten empören. In so einer Lage gibt es keinen Trost, als das Bewußtseyn, zum Lohn für erworbene große Verdienste so hart zu leiden. Hier iedermann, ia, ich darf sagen, das ganze denkende Deutschland betrachtet Sie als einen Märtyrer für Ihre Verdienste um Oesterreich [...]". - André hatte "wesentlich zur Verbesserung des österreichischen Kalenderwesens, das vor ihm ziemlich im Argen lag, beigetragen" (Wurzbach I, 35). Über die - wie es scheint - Intrigen, denen André zum Opfer fiel, heißt es bei Wurzbach lediglich: "Als sich im J. 1821 seinen Arbeiten neue, die Fortsetzung erschwerende Hindernisse in den Weg stellten, folgte er einem Rufe nach Stuttgart, wo er seine literarische Thätigkeit fortsetzte und zum würtembergischen Hofrathe ernannt wurde". - Bl. 2 mit kleinen Montagestreifen und Resten eines roten Lacksiegels.
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Eichstädt, Heinrich Karl, Philologe (1771-1848).
Eigenh. Brief (Fragment) mit U. O. O. u. D.
1 S. Qu.-8vo. Alt auf Trägerpapier montiert. "[...] mitzutheilen die Gütte hätten, das ich der Facultät vorlegen könnte, um so mehr, da Er durch seine Verhältnisse behindert worden ist, einen [...] 3 jähr. Cursus studiorum academicorum zu machen [...]".
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Eitelberger, Rudolf, Kunsthistoriker (1817-1885).
Eigenh. Brief mit U. Venedig, [zwischen 1860 und 1865].
¾ S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An Leopold Schweitzer, den verantwortlichen Redakteur der "Wiener Zeitung": "Pipitz ist bereit, für die Wiener-Ztg wieder zu correspondieren; doch erwartet er von Wien aus eine direkte Aufforderung. Lassen Sie folglich also vielleicht durch Meynert, wenn Sie selbst keine Z[ei]t haben, schreiben [...]". - Bei Pipitz handelt es sich um den Schriftsteller und Journalisten Franz Pipitz, der ab 1851 als Redakteur und später Eigentümer der neugegründeten Triester Zeitung und von 1853 bis 1856 als Redakteur der "Oesterreichischen Marine-Zeitschrift" tätig war und sich als Vizesekretär der Triester Handels- und Gewerbekammer um die Entwicklung Triests zur führenden Handels- und Hafenstadt verdient machte; Meynert ist der Historiker, Journalist und Schriftsteller Hermann Meynert der unter eigenem Namen sowie unter dem Pseudonym "Janus" von 1860 bis 1865 Redaktionsmitglied der Wiener Zeitung war. - Etwas fleckig und knittrig; Bl. 2 mit kleinem Randausriss durch Öffnen der Verschlussmarke (keine Textberührung).
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Eitelberger, Rudolf, Kunsthistoriker (1817-1885).
Eigenh. Brief mit U. Wohl Wien, 16. XI. 1877.
1 S. 8vo. An den Kunsthistoriker und Bibliographen Heinrich Kábdebo: "Dankend für die Sendung, bedaure ich gar keine Zeit zu haben, mich der Angelegenheit, in welcher Form es sei, zu widmen [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Österreichischen Museums für Kunst und Industrie und mit kleinen Läsuren am rechten Rand.
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Engelmann, Wilhelm, Verleger und Buchhändler (1808-1878).
Eigenh. Brief mit U. Leipzig, 6. I. 1866.
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Hrn. Grenser, möglicherweise der Buchhändler und Genealoge Alfred Grenser: "[...] Was Sie mir nun über die Petzholdt'sche Arbeit schreiben, so stimme ich Ihnen in Ihrem Urtheile darüber vollkommen bei. Die Aufführung einer Menge von Auctionskatalogen ist geradezu ein Skandal, so daß ich schon hierüber mit dem Verfasser die ärgerlichsten Auftritte hatte, die damit endigten, daß er beinahe sagte: das verstehen Sie nicht! Mit einem Manne dessen persönlicher Dünkel unbegrenzt ist, und diesen über die Sache setzt, ist nicht zu verkehren, so daß ich Gott danke nun Ruhe vor dem Manne zu haben [...] Ihre Bibliographia mexicana halte ich für einen ganz guten Gedanken, nur müssen Sie damit eilen, damit nicht Maximilian früher in Wien ist, als Ihr Opus vollendet vorliegt. Ihre Beschreibung der dortigen Verhältnisse sind [!] mehr als trostlos, und wenn das Volk erst nach Brod schreit, dann sind wir allerdings auf einem Vulcane, der täglich losbrechen kann, was einmal nicht ausbrechen kann [...]". - Bei dem erwähnten Petzholdt dürfte es sich um den Bibliothekar und Bibliographen Julius Petzholdt handeln. - Beiliegend der gedruckte Partezettel des am 23. Dezember 1878 verstorbenen Verlegers und zwei zeitgenössische Zeitungsausschnitte mit einem Nachruf.
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Engler, Adolf, Botaniker (1844-1930).
Blatt mit eigenh. U. Kiel, 15. III. 1881.
1 S. Qu.-kl.-8vo. "A Engler | Professor der Botanik in Kiel".
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Erdmann, Johann Eduard, Philosoph und Schriftsteller (1805-1892).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An (s)einen "lieben Bruder": "Da, wie Du aus pag. VIII der Vorrede ersehen wirst, Du (wenigstens auch) Veranlassung gewesen bist, daß ich das hiebei folgende Buch habe drucken lassen, so ist einmal billig daß ich Dir ein Exemplar übersende [...]".
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Erdmann, Otto Linné, Chemiker (1804-1869).
Eigenh. Brief mit U. O. O., [1829].
2 SS. 4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "'Spät kommt ihr, doch ihr kommt, das große Volumen entschuldigt euer Säumen!' - so könnte[n] Sie, Schiller'n parodierend, diesen Zeilen mit ihrer Inlage entgegenrufen. Es ist wahr[,] meine Anzeige ist etwas lang geworden und doch möchte ich nichts davon, eher etwas aus Ihrer Feder dazu wünschen. Die Inhaltsanzeige habe ich mit möglichster Raumersparniß gegeben doch so daß kein irgend wichtiger Gegenstand fehlt, ich glaube so will es das Publikum, denn die blosen [sic] Uiberschriften der Abhandlungen scheinen einen Mangel an Manigfaltigkeit [!] zu verrathen, obwohl ich nicht sehe daß irgend eins der [...] Journale größere Manigfaltigkeit [!] des Inhalts wirklich besäße als das unsere. Ich denke doch daß durch engen Satz die ganze beili[e]gende Anzeige auf 4 Colum[n]en in 4[to] oder wie Sie sonst es verfügen, Platze finden kön[n]te [...]". - Bei dem Adressaten mag es sich um den Mediziner und Chemiker Franz Wilhelm Schweigger-Seidel gehandelt haben, den Adoptivsohn von August Friedrich Schweigger, dessen Bruder Johann Salomo Christoph das "Jahrbuch für Chemie und Physik" als Fortsetzung des "Journals für Chemie und Physik" begründet hatte. - Mit einem kleinen Randausriß durch Öffnen der Verschlußmarke (keine Textberührung); die Datierung nach einer kleinen datierten Notiz des Adressaten.
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Falke, Jacob von, Kultur- und Kunsthistoriker (1825-1897).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 26. V. 1882.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Obgleich von mir des Geschriebenen nur allzuviel in der Welt umherflattert, das ich lieber dem Untergange geweiht als in Autographensammlungen aufbewahrt sähe, so will ich doch mit diesen Zeilen Ihren Wunsch erfüllen […]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Österreichischen Museums für Kunst und Industrie.
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Falkenstein, Konstantin Karl, Historiker und Schriftsteller (1801-1855).
Eigenh. Brief mit U. Dresden, 29. I. 1849.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An den Antiquariats-, Buch- und Autographenhändler Anton Baer in Frankfurt: "Seit gestern Abend von einer Reise in mein Vaterland (die Schweiz) heimgekehrt finde ich unter einer Menge Briefen Ihr Schreiben v. 24. December 1848 mit Ihren so freundlichen Glückwünschen und der gütigen Überraschung für meine Kinder. Letztere haben sich die hier in Dresden ganz unbekannten, aber in der That höchst eigenthümlichen u. trefflichen Frankfurter Plätzchen, sowie die Maronen bestens schmecken lassen, u. sprechen noch jetzt mit inniger Wonne von dem lieben Herrn Baer in Frankfurt u. tragen mir auf in ihrem Namen Ihnen den kindlichen Dank auszusprechen […] Wenn ich selbst in meiner Vaterstadt Solothurn, wo mein würdiger Vater Georg Falk: im 86sten Jahre noch immer als Oberforstmeister mit jugendlichen Kräften wirkt u. lebt, der Schwierigkeiten gedacht habe, mit denen die Professoren in Frankfurt a. M. kämpfen, um die Einheit Deutschlands zu begründen, so freute ich mich innig über die schlichte Handlungsweise der Schweizer. Eine neue Verfassung mit größtmöglichen Rechten der einzelnen Freistaaten u. deren Bewohner ist erstanden, ohne Blutvergießen, durch einträchtiges Wirken - und eine schöne Morgenröthe ging am 1sten Januar d. J. 1849 über der Eidgenossenschaft auf […]".
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Farinelli, Arturo, Romanist, Hispanist und Germanist (1867-1948).
Eigenh. Brief mit U. Innsbruck, 10. IV. 1897.
2¾ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Im Begriffe nach Italien abzureisen empfange ich Ihren geschätz[t]en, liebenswürdigen Brief […] Durch meinen lieben Freund Heinrich Porges in München hatte ich bereits viel Gutes von Ihnen […] erfahren […] Die Aufnahme, die Sie meinem Vortrag [über Schubert] in Ihrer geschätzten Rundschau bereiten, ehrt mich sehr - ich bin mit den 60 Exemplaren der kleinen Broschüre vollkommen zufrieden. Würden Sie dann [...] eine italienische Uebersetzung des Vort[rags] für die Rivista musicale italiana oder für die Gazzetta Musicale von Ricordi (von meinem Freunde besorgt) gestatten? [...]".
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Fellner-Feldegg, Ferdinand von, Architekt und Autor (1855-1936).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 23. III. 1907.
1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Mein Freund Jul. Wachsmann sagt mir daß Sie, veranlasst durch seine Ouvertüre, auch meinen 'Neuen Faust' mit Interesse gelesen haben und gewillt sind, über beides Ihr sehr geschätztes Urteil gelegentlich zu veröffentlichen. Ich benütze diese Veranlassung mit Vergnügen, um Ihnen ein Exemplar meines Dramas zu dedizieren und bitte Sie, diese Widmung freundlichst annehmen zu wollen […]".
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Fessler, Ignaz Aurelius, katholischer Geistlicher, Orientalist, Kapuziner und Freimaurer sowie lutherischer Generalsuperintendent (1756-1839).
Eigenh. Brief mit U. Saratow (Russland), 16. XII. 1825.
2 SS. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief). Mit einer Beilage (s. u.). An den Buchhändler Philipp Bauer in Wien: "Beyliegendes Blättchen zeiget zwey Mspte an, welche bey mir zum Druck bereit liegen. Indem ich eines derselben Ihnen zum beliebigen Verlag anbiethe, überlasse ich Ihnen die Wahl, welche Sie mir nach Ihrem Gutdünken ehestens zu melden belieben werden. Das eine, wie das andere, in kl. 8° (so wie meine Ansichten von Religion und Kirchenthum, Berlin bey Sander) gedruckt, wird 23 bis 25 Bogen im Drucke geben. Meine Bedingungen sind [...]". - Auf dem "beyliegenden Blättchen" dann die Titel der beiden Manuskripte, die "Die Macht des Glaubens, dargestellt in den Leiden der Heroen des ersten Christenthums" und "Des heiligen Augustinus Bischofs von Hippon [sic] auserlesene Sendschreiben", die beide nie erschienen sein dürften. - Der Brief mit größeren Aus- und Einrissen durch Siegelbruch (geringf. Textverlust), die Beilage etwas fleckig und mit einem mittigen Einriss.
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Feuerbach, Paul Johann Anselm Ritter von, German jurist (1775-1833).
Autograph letter (fragment) signed. No place or date.
Oblong 8vo. 1 page and three lines on verso. To an unidentified recipient, congratulating him on a work on criminal trial law: "[...] Nehmen Sie wenn gleich den späten, doch aufrichtigen Dank, noch jetzt mit Freundlichkeit an; was ich bis jetzt von Ihrem Werk lesen konnte, hat meinen vollen Beyfall. Der Criminalprozeß ist sehr lange von den Criminalisten vernachläßiget worden; es giebt hier so viele stehende Artikel, die gleichwohl nur werth sind des Liegens und manches liegt, was schon längst stehen sollte. Die Lehre vom Beweis hat bisher die schnödeste Verachtung erfahren. Lang und breit redete man über die Beweismittel, worüber leicht zu reden war, aber was eigentlich zu beweisen ist, wornach das Gewicht der Beweise beurtheilt werden muß, wie sich Beweis und Gegenbeweis zu einander verhalten, einander beschränken oder aufheben, wo auch ein unvollständiger Beweis vollständige rechtliche Wirkungen habe; alles dieses sind Dinge, worüber man bisher sicco pede hinweggelaufen ist […]". - A fragment, clipped horizontally, retaining the signature on verso.
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Fick, Adolf, Physiologe (1829-1901).
Eigenh. Brief mit U. Würzburg, 3. X. 1872.
1 S. 8vo. Wohl an seinen Verleger: "Nach mannigfachen Unterbrechungen ist es mir jetzt endlich gelungen das Manuskript zur zweiten Auflage meines Compendiums der Physiologie soweit zu fördern, dass der Druck beginnen dürfte mit der sichern Aussicht, dass er ununterbrochen bis zur Vollendung fortgesetzt werden kann. Ich erlaube mir daher diesem Briefe sogleich einige Zeichnungen beizulegen, die der Holzschneider einstweilen in Angriff nehmen könnte, soweit sie nicht schon in der ersten Auflage vorkommen […]".
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Fick, Adolf, Physiologe (1829-1901).
Visitenkarte mit hs. Widmung. O. O. u. D.
1 S. Visitkartenformat. Prof. Dr. Adolf Frick (dies gedruckt) "und Frau wünschen von Herzen Glück zur Verlobung". - Der hs. Zusatz wohl aus der Hand seiner Gattin Emilie.
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Ficker, Adolf, Philologe, Historiker und Statistiker (1816-1880).
Hektographierter Brief mit eigenh. U. Wien, 20. VII. 1875.
1 S. auf Doppelblatt. 4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit Dank für dessen durch "Sachkenntniß und Erfahrung so wesentlich" geförderte "Erhebung der Handelswerthe sämmtlicher im ausländischen Verkehr des Jahres 1874 vorgekommenen Waarenquittungen". - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf der k. k. statistischen Central-Commission und mit stärkeren Randläsuren bzw. größeren -einrissen.
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Finsch, Otto, Ethnologe, Ornithologe und Forschungsreisender (1839-1917).
Eigenh. Brief mit U. Bremen, 4. XI. 1871.
1 S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ich vergaß gestern ganz Ihnen zu sagen, daß die Spitzberg[ischen] Vögel noch hier sind. Die Kiste steht gepackt, seitdem ich die 5 Vögel von Sharpe erhielt. Es würde jedenfalls das einfachste sein, wenn ich Ihnen dieselbe per Dampfer hinausschickte; sie könnten die Sachen dann gleich mit den Novaja Semlä-Thieren expediren u. sparen dadurch [Mühen] u. Kosten. Schreiben Sie mir, ob ich Ihnen die Kiste u. unter welcher Adresse schicken soll; sie kann gleich Montag expedirt werden […]".
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Fischer, Kuno, Philosoph (1824-1907).
Eigenh. Albumblatt mit U. Heidelberg, März 1882.
1 S. 8vo. "In Romanen und Dichtungen ist uns häufig geschildert worden, wie Menschen, die durch Verwandtschaft ihrer Naturen zusammengehören, einander suchen & finden. Es giebt auch zwischen Menschen und Gegenden, Orten, Landschaften eine Art vorherbestimmter Harmonie. Solche Menschen haben zwei Heimathen: eine angeborene und eine wahlverwandte".
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Fischer, Kuno, Philosoph (1824-1907).
Visitenkarte mit eigenh. Widmung. Heidelberg, 1. I. 1888.
1 S. Visitkartenformat. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Meine besten Glück- und Gegenwünsche zu Jahreswechsel".
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Fitzinger, Leopold, Zoologe (1802-1884).
Eigenh. Gedicht mit U. Wien, "am Heiligen 3 König Abend 1836 [oder 1856]".
3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Eine "Epistel an meinen Freund Brehm": "Weck auf und richte hoch empor / Die aufmerksamen Ohren, / Zu höhr'n den Wunsch, den ich erkohr / Für Seine Wohlgeboren […]". - Etwas fleckig und knittrig.
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Fleischer, Heinrich Leberecht, Orientalist (1801-1888).
Brief (wohl aus Sekretärshand). Leipzig, März 1876.
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An den Orientalisten und Semitisten David Heinrich Müller: "Wir freuen uns aufrichtig, dass unser eigenes Urtheil, welches uns zu sofortiger Aufnahme Ihrer Arbeit über Himjarische Inschriften in unsere Zeitschrift bestimmte, bereits von Seiten mehrerer Fachautoritäten in vollem Masse bestätigt worden ist. Sie haben sich mit dieser und weiteren Arbeiten, welche Sie seitdem in unsere Hände gelegt haben und welche wir bald zu veröffentlichen hoffen, nicht nur den competenten Erklärern himjarischer Inschriften eingereiht, Sie haben darin auch neue Bahnen eingeschlagen, welche die Forschung auf dem Gebiete der südarabischen Altertumskunde erheblich weiter zu bringen versprechen […]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft und mit 15-Kreuzer-Stempelmarke; stärkere Faltspuren und stellenweise gering fleckig.
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Fleischer, Heinrich Leberecht, Orientalist (1801-1888).
Eigenh. Briefausschnitt mit U. O. O. u. D.
Ca. 30:142 mm. "[...] Die Meinigen empfehlen sich Ihnen zu freundlichem Andenken, und ich bin unveränderlich Ihr treu ergebener / Fleischer". - Mit einer zeitgenöss. Notiz zum Verfasser und Resten alter Montage verso.
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Floigl, Victor, Orientalist (1856-1886).
Eigenh. Brief mit U. Graz, 5. VII. 1885.
2¾ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An seinen Onkel: "Zürne mir nicht und sorge dich nicht. Ich habe am 2. Juli die 300 fl ausserordentlicher Subvention vom Ministerium, die ich dafür erwarten durfte, nicht erhalten und zwar aus dem Grunde nicht, weil ich im Juni im Immediatwege (bei demselben Referenten) um Verleihung der Scriptorstelle einkam, die bei der hiesigen Univ. Bibliothek mit 1400 fl Gehalt erledigt ist. Ich habe sie sowohl vom vorschlagenden Bibliothekar als vom decernirenden Hofrat in Wien zugesichert erhalten. (Bitte von dieser Mittheilung keinen Gebrauch zu machen.) Selbstverständlich geben sie mir entweder die Stelle und dann keine Subvention (für Juli-Dec.), oder die letztere: nach jener Entscheidung; diese muss aber noch in diesem Semester d. h. in diesem Monate Juli erfolgen; darum wurde eben die Subvention verzögert […]". - Victor Floigl lahrte als Privatdozent an der Universität Graz, hielt Vorlesungen über assyrisch-babylonische Geschichte, die Geschichte Israels und die Phöniker, veröffentlichte "Cyrus und Herodot, nach neu gefundenen Keilinschriften" (Leipzig 1881) und verstarb in seinem 30. Lebensjahr an einem Lungenleiden.
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Förstemann, Ernst, Archivar, Bibliothekar, Historiker und Begründer der deutschen Namenforschung (1822-1906).
Eigenh. Brief mit U. Dresden, 10. XI. 1881.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An Christian Gottlob Ernst am Ende, Bibliothekar beim statistischen Bureau im Königl. Sächs. Ministerium des Innern und Sekretär der Oekonomischen Gesellschaft im Königreich Sachsen zu Dresden (geb. 1819): "Indem ich Ihnen für die dermalige außerordentlich reichhaltige und äußerst willkommene Zusendung an die Kgl. Bibliothek den ergebensten Dank sage, erlaube ich mir hiebei Ihrer Weisung gemäß sechs Bände zurückzusenden, die sich bereits in unserm Besitze vorfinden […]".
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Foerster, Wilhelm, Astronom (1832-1921).
Eigenh. Brief mit U. Berlin, 28. X. 1880.
1 S. Kl.-4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Auf Ihren Wunsch sende ich Ihnen hiemit einige Zeilen von meiner Hand [...]". - Alt auf Trägerpapier montiert.
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Forbes, James David, Physiker (1809-1868).
Eigenh. Brief mit U. Penzance, Cornwall, 16. X. 1865.
1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "I have only today received your letter of the 10th Oct. which has been forwarded to me from Birmingham and with preference to its contents shall as soon as I return bring the subject before the attention of the firm of Evans & Arkin. - I expect to be in Birmingham on Friday and shall be glad to see you - but you can use my name with Messrs. Evans & Arkin George Street Birmingham [...]". - Auf Briefpapier mit gepr. Vignette.
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Formey, Johann Heinrich Samuel, Philosoph und Theologe (1711-1797).
Eigenh. Albumblatt mit U. Berlin, 2. VIII. 1776.
1 S. Qu.-8vo. Zitat aus den "Selbstbetrachtungen" des Mark Aurel: "mete sphyzein, mete narkan" ("nicht erregt noch abgestumpft"). - "Bei der Reorganisation der Berliner Akademie als Historiograph herangezogen, wurde [Formey] dort 1748 Sekretär, übernahm 1778 noch das Sekretariatsamt bei der Prinzessin Henriette Marie und war seit 1788 Direktor der Philosophischen Klasse der Akademie. Er hatte den Titel eines preußischen Geheimen Rats. Formey, ein Anhänger der Philosophie Leibniz', repräsentierte die eklektische Richtung der Berliner Akademie; er verfaßte zahlreiche philosophische Schriften, u. a. 'La belle Wolfienne' (6 Bde., 1741-53)" (DBE).
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Frank, Othmar, Orientalist (1770-1840).
Eigenh. Brief mit U. München, 23. II. 1813.
2 SS. 4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Euer Hochwohlgeboren habe ich hiemit die Ehre, ein Sendschreiben an Al. v. Humboldt zu überreichen mit der gehorsamsten Bitte, bey Ihren großen Verdiensten um Naturkunde das Schriftchen mit Nachsicht gütigst aufzunehmen. Der Anfang ist aus einigen Randnoten entstanden, die auf einen Bogen zusammengezogen werden mußten, weil am Druckorte des Sendschreibens keine arab. Schriften sind […]". - Ohne die erwähnte Beilage.
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Frank, Othmar, Orientalist (1770-1840).
Eigenh. Mitteilung mit U. O. O. u. D.
1 S. Qu.-schmal-8vo. "Den Herrn Secretär ersuche ich um einige Scheinformate | Frank".
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Frank, Othmar, Orientalist (1770-1840).
Eigenh. Mitteilung mit U. O. O. u. D.
1 S. Kl.-4to. "Den Herrn Secretär ersuche ich um gefälligste Mittheilung folg. Schriften | 1 Lassen - Institutiones Linguae Präkriticae [sic]. 2 Prinsep: [U]seful tables PP. I. II. 3 Champollion - [G]rammaire Egyptienne PP. I. II. 4. Clough - Pali grammar | Frank". - Mit wohl aus der Hand des Sekretärs stammenden Preisangaben in Bleistift.
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Frankland, Edward, Chemiker (1825-1899).
Eigenh. Brief mit U. [London], 19. VI. 1862.
1 S. 8vo. An Professor Schrötter (wohl der Chemiker Anton Schrötter von Kristelli, 1802-75): "Will you give us the pleasure of your company at a plain family dinner on Saturday next June 22 at 6 o'clock?"
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Fresenius, Carl Remigius, Chemiker (1818-1897).
Eigenh. Albumblatt mit U. Wiesbaden, 19. XII. 1880.
1 S. Qu.-8vo. Elegisches Distichon auf die Graphologie: "Viele wähnen die Schrift der Hand sei äußere Form nur, / doch der Kundige schließt leicht aus der Schrift auf den Mann". - Alt auf Trägerpapier montiert.
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Fresenius, Carl Remigius, Chemiker (1818-1897).
Eigenh. Brief mit U. Wiesbaden, 28. X. 1881.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An den Wilhelm Braumüller Verlag in Wien mit Dank "für die freundliche Bereitwilligkeit, mit welcher Sie den Wünsche der der balneologischen Vereinigung zu entsprechen gesonnen sind und bitte Sie die in Aussicht gestellte Sendung an Herrn Brunnendirector Quehl in Bad Ems a. d. Lahn abgehen lassen zu wollen". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Chemischen Laboratoriums Fresenius.
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