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‎Reh, Theodor, Jurist und Politiker (1801-1868).‎

‎Brief mit eigenh. U. und drei eh. Zeilen. Darmstadt, 31. VIII. 1841.‎

‎1 S. 4to. Mit eh. Adresse verso. An die Papierfabrikanten Gebr. Rauch in Heilbronn als Begleitschreiben zu einer Geldsendung: "Ew. Wohlgeboren beehre ich mich beifolgende 100 f. 56 k. für Buchbinder Bickelhaupt in Bensheim zu übersenden, und um gefällige Meldung des Empfangs zu bitten [...] Die Absendung erfolgt so spät, weil die Erhaltung eines Wechsels, welchen Hr. Bickelhaupt gesendet hatte, Schwierigkeiten unterlag". - Mit Textnotizen in Tinte von einer weiteren alten Hand, wonach nur 100 Gulden und 26 Kreuzer übersendet wurden. - Mit Sammlervermerk in Bleistift, Empfängervermerk in Tinte, Ausschnitt durch Brieföffnung und Siegelspur, leicht tintenfleckig.‎

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Wien, AT
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160,00 € Kaufen

‎Rohmer, Friedrich, Schweizer Demokrat, Philosoph und Publizist (1814-1856).‎

‎"Ein Wort, ein Mann. Fünfter Artikel. Die Politik des Republikaners." Eigenh. Manuskript mit zahlreichen Korrekturen. [Zürich, 1842].‎

‎2 SS. Folio. Leidenschaftlicher Artikelentwurf, worin Kritik an Veröffentlichungen in der Zeitung "Schweizerischer Republikaner" ausgesprochen, im Gegenzug dessen kritische Äußerung zu der "Eidgenössischen Zeitung: der Beobachter aus der östlichen Schweiz" aufgerollt und die Wahl des Herrn Fierz in Küssnacht und des Herrn Weiß in Wülflingen thematisiert wird: "Die letzte Nummer des Republikaners (No. 7) enthält abermals keine Antwort auf unsere politischen Artikel, denen er doch selbst zugesteht, daß das ganze Publikum sie beachtet; er sagt nämlich 'das ganze Publikum schüttele über den Beobachter den Kopf.' Wir finden das natürlich, glauben jedoch, daß das 'Kopfschütteln' in nächster Zeit aufhören wird. Das aber ist doch wahrhaftig noch weit mehr zum Kopfschütteln, das der Republikaner jede wissenschaftlich-politische Erwiderung vermeide. Es ist das seine Politik [...] Man sieht der Republikaner ist ein strengerer Monarch als der Kaiser von Russland, der bisher das Denken noch nicht verboten hat [...]". - Der aus Weißenburg stammende Rohmer zog nach Zürich, war ab 1841 Wortführer der Katholisch-Konservativen Partei und publizierte vor allem in deren Parteiorgan "Beobachter aus der östlichen Schweiz". - Mit Sammlernotiz in roter Tinte und Bleistift. Leicht tintenfleckig (Textberührung) und etwas fingerfleckig. Abgedr. in "Dokumentarischer Abriss der Geschichte der liberal-konservativen Politik vom Jahr 1842 bis zum Jahr 1847. Manuscript" (1848), S. 56-58.‎

MareMagnum

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Wien, AT
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450,00 € Kaufen

‎Schenk von Stauffenberg, Franz August, Jurist und Politiker (1834-1901).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Würzburg, 19. IV. 1873.‎

‎½ S. 8vo. An einen Schneider mit der Bitte, ihm die bestellte Ware zukommen zu lassen: "Da ich im Verlaufe des nächsten Monats von hier abreise, bitte ich die bestellten Kleidungsstücke, sammt Rechnung, gefälligst baldig hieher zu schicken [...]". - Schenk von Stauffenberg wurde 1866 bei einer Nachwahl in Augsburg in die Kammer der Abgeordneten (Bayern) gewählt, der er bis wenige Jahre vor seinem Tod angehörte, und war von 1871 bis 1875 ihr Präsident. - Mit biographischen Notizen von alter Sammlerhand in Bleistift.‎

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Wien, AT
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400,00 € Kaufen

‎Schönfels, Friedrich Ernst von, Offizier und Politiker (1796-1878).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Reuth, 20. VIII. 1855.‎

‎2 SS. 8vo. An einen Domherrn mit Dank für ein Geschenk: "Ganz beschämt trete ich vor Ihnen hin um meinen herzlichsten Dank auszusprechen für die wunderschöne Ananas die Sie so freundlich waren mir zum 16 Aug. zu verehren. Es war dieß eine so hübsche Ueberraschung daß ich kaum meinen Augen traute. Es wurde dem gütigen Geber dafür ein Toast auf sein ununterbrochenes Wohl ausgebracht [...] Ueber den Wein bin ich noch ohne Rechnung von Hn. Redslob, wollen Sie ihn nicht gefällig daran erinnern [...]". - Mit biographischen Notizen von alter Sammlerhand in Bleistift. Kleine Randläsuren.‎

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230,00 € Kaufen

‎[Wagner, Ernst, mass murderer (1874-1938)]. - Schrempf, Christoph, Protestant theologian and philosopher (1860-1944).‎

‎Autograph letter signed. Stuttgart-Degerloch, 20 July 1940.‎

‎8vo. 2½ pp. on a bifolium. With autograph envelope. In German. To the former chief prosecutor of Stuttgart, Walther Bacmeister (1873-1966), thanking him for an article about the recently deceased murderer Ernst Wagner (1874-1938). In his long and engaging letter, the pastor, who appears to have come into contact with Wagner's case during the latter's incarceration, attempts a psychological analysis of the killer: "From my limited experience I have concluded that one may gain an insight into the inner life (or the real life) of a madman only through personal intercourse with him, and then not as an observer, but as a comrade in life and fellow sufferer [...]. Now I never saw nor spoke to Wagner and had nothing to do with him. If had had told me to my face what he wrote to me (and just as he might to a person who knew nothing of him); if he had poured out his heart as to a confessor, under the seal of confession: it is not impossible that I might have said a kind word to him, in a friendly manner, so that he would perhaps have departed a little lighter than he had come. But this would hardly have really helped him. As there are incurable diseases of the body, so there are such of the soul [...] Wagner's psychosis must have reached this stage quite some time before his deed. I conclude this from the following symptom which seems to me to reveal its nature most clearly. He suffered from a chronic, ever-growing feeling of guilt; he finally complained: 'Nothing I do shall ever be accepted as mine; not even the evil that I do; not I but my mania is called the perpetrator.' That he felt 'guilty' was the last foothold for his chronically precarious feeling of self. And his feeling of self had degenerated into a craving for recognition; yet he always despised the very people from whom he so terribly craved that recognition. And on the other hand, how dearly (I daresay: truly) he loved the children whose existence was 'his fault', who thus incessantly reminded him of his 'guilt'. This agrees with the fact that he was capable of writing to me: 'Perhaps you can use me as an historical example that shows how a poor human being acts out the role of his life, as well and as poorly as fate will draw him along by its threads.' And he, this poorest, this most lost of creatures could write: 'I beg you all, lift the Nazarene off the cross and fasten me there instead, I am suffering incarnate, and the sacrificial lamb of Golgotha makes me but smile.' - I had not yet read the papers that Wagner had sent me when the prosecutor's office requested them. Later on I only learned that he had been declared insane and committed to an asylum [...] And now, through your writing, he has become for me a very instructive example of how a poor human being (and a poor devil he is) acts out the role of his life, as well and as poorly 'as fate will draw him along by its threads.' And so I thank you very sincerely for your kind and extraordinarily valuable gift" (transl.). - On 4 September 1913, the Swabian teacher Ernst Wagner bludgeoned to death his wife and four children in Stuttgart before going on a murderous shooting spree in Mühlhausen an der Enz, where he had worked in 1901/02. His case made legal history, as he was the first offender in Württemberg ever committed to a mental asylum as criminally insane. Walther Bacmeister, then a young prosecutor in Heilbronn, would have been involved in the investigation and the trial. Wagner died of tuberculosis, in the Winnenthal sanitarium, in 1938.‎

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90,00 € Kaufen

‎Schütte, Anton, politischer Aktivist und Journalist (1817-1867).‎

‎Eigenh. Brief mit Namenszug. O. O. u. D.‎

‎½ S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse verso. An Johann Jacob Weber (1803-80), den Verleger und Herausgeber der Leipziger "Illustrirten Zeitung", mit einer Empfehlung: "Dr. A. Schütte hat die Ehre, dem Herrn Weber, Redacteur der Illustrirten Zeitung und durch ihn den Mitarbeitern derselben zu empfehlen den Hrn. Richard Cöbden [...]". - Mit biographischen Notizen von alter Sammlerhand in Bleistift.‎

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450,00 € Kaufen

‎Segnitz, Heinrich Bruno Erdmann, Politiker (1848 steckbrieflich verfolgt).‎

‎Eigenh. Schriftstück mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. Qu.-8vo. An die Redaktion des "Dresdner Journals" mit der Bitte um Aufnahme eines Beitrags in die nächste Ausgabe: "Die Redaction des Dresdner Journales wird ergebenst ersucht, beifolgende Erklärung in die nächste Nummer derselben abdrucken zu lassen. Die eigenhändigen Unterschriften der Namen sind auf der andren Seite, um Irrthum zu vermeiden, noch einmal deutlicher abgeschrieben [...]". - Mit biographischen Notizen von alter Sammlerhand in Bleistift. - Der Jurist Segnitz war Ratsaktuar in Großenhain, designierter Bürgermeister zu Dahlen sowie sächsischer Landtagsabgeordneter.‎

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450,00 € Kaufen

‎Sensburg, Franz Ludwig, Eigentümer der Zeitung "Vorwärts" (1825-1900).‎

‎Eigenh. Brief mit U. M[ünchen], 1. I. 1849.‎

‎½ S. 4to. An einen Kollegen mit dem Vorschlag, einander gegenseitig Tauschblätter zu senden: "Vor einiger Zeit erlaubte ich mir Ihnen ein Tauschblatt anzubieten - ich übersende Ihnen meine erste Nummer u. sehe, sofern Sie geneigt sind, der Ihrigen entgegen [...]". - Leicht knittrig.‎

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450,00 € Kaufen

‎Stauffenberg, Franz Ludwig Philipp Schenk von, Politiker (1801-1881).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Würzburg, 10. IV. 1863.‎

‎1 S. 8vo. An einen Schneider oder Bekleidungshändler mit der Bitte, bestellte Ware rasch zuzustellen: "Euer Wohlgeboren ersuche ich die bestellten Cleider baldgefälligst hieher zu schicken, da ich im Begriffe stehe, eine Reise anzutreten [...]". - Mit biographischen Notizen von alter Sammlerhand.‎

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450,00 € Kaufen

‎Stauffenberg, Franz Ludwig Philipp Schenk von, Politiker (1801-1881).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Würzburg, 7. XI. 1863.‎

‎½ S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Schneider mit der Bitte, bestellte Ware rasch zuzustellen: "Da ich eine Reise anzutreten beabsichtige, bitte ich die bestellten Kleidungsstücke schläunigst mir hieher zu schicken [...]". - Mit biographischen Notizen von alter Sammlerhand verso.‎

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450,00 € Kaufen

‎Strippel, Karl, Jurist (geb. 1885).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Kassel, 13. III. 1921.‎

‎3½ SS. auf einem Doppelblatt und einem Einzelblatt. Folio (325:209 mm). An das Marburger Finanzamt mit der Bitte, von der Schenkungssteuer befreit zu werden: "In der Sache selbst erlaube ich mir, darauf hinzuweisen, dass die Zuwendung seitens meines Vaters gemacht und angenommen worden ist, um zur Anschaffung einer Einrichtung zu dienen, die ich als Anwalt nötig hatte. Mit Rücksicht auf die Wohnungsnot und die Teuerungsverhältnisse, deren baldiger Wiederabbau erwartet wurde, die später jedoch nicht eingetreten ist, ist die Anschaffung erst in 1920 gemacht worden [...] Da ich von 1915-18 im Felde gestanden habe und meine Praxis dadurch fast ganz heruntergekommen war, hätte ich ohne die Zuwendung meines Vaters die Ausgabe nicht machen können. Zu Unrecht scheint ein Einwand daraus hergeleitet werden zu sollen, dass die abgetretenen Forderungen nicht unmittelbar zur Bezahlung bemüht worden sind [...]". Verso Notizen über den Geschäftsfall von Seiten des Finanzamts. - Beiliegend 2 ms. Briefe des Finanzamts, darunter jenes Schreiben, auf das sich Strippels Brief bezieht: "Auf Ihr gefälliges Schreiben vom 5.2.21 in der Schenkungssache Ihres Herrn Vaters teile ich ergebenst mit, daß steuerfrei sind Zuwendungen 'zur' Einrichtung des Haushalts (oder in Ihrem Falle des Büros). Es wäre also nachzuweisen, daß die Zuwendung tatsächlich zum Zwecke der Anschaffung gemacht ist [...] Da es sich um Forderungen handelt [...] kommt eine direkte Verausgabung zu dem genannten Zwecke, die im allgemeinen als Voraussetzung für die Steuerbefreiung verlangt wird, nicht in Frage [...]" (15. II. 1921). - Beiliegend eh. Brief eines Finanzbeamten über den Ausgang der Angelegenheit in Strippels Sinne: "In oben bezeichneter Sache ist Ihre Freistellung von der Schenkungssteuer [...] erfolgt [...]" (14. V. 1921). - Mit Rostspuren und kleinen Randläsuren.‎

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Wien, AT
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80,00 € Kaufen

‎[Trucial States - Sultan bin Saqr Al Qasimi].‎

‎Two early documents. Sharjah and Ras Al-Khaimah, 1943 and 1966.‎

‎4to. (1+2 =) 3 pp., in Arabic throughout. Includes one original addressed airmail envelope (printed Government of Ras-Al-Khaimah stationery). Two early, unique paper items from the Gulf Sheikhdoms: an official document from Sharjah witnessed by the ruler and a piece of private correspondence relating to the founding of a Ras Al-Khaimah government institution six years before independence. - 1) A power of attorney witnessed by the ruler of Sharjah, Sheikh Sultan bin Saqr Al Qasimi (ruled 1924-51). The document certifies that Salim ibn Ibrahim al-Yusuf and Abd al-Rahman ibn Khalifa al-Yusuf appoint Abd Allah ibn Abd al-Rahim and Haji ibn Abd al-Rahim to collect the rent for their properties in Bahrain, replacing their previous agent Muhammad ibn Rashid al-Qassab. The document, signed by Salim al-Yusuf in the month Dhu al-Qa'dah 1362 AH, bears in its upper right corner the seal of the ruler of Sharjah with a handwritten note: "They testified in my presence / Sultan bin Saqr al-Qasimi, Ruler of Sharjah and its Dependencies". With an eight-anna revenue stamp issued by the British Indian government and a stamp of attestation, certifying that the Sheikh's seal is authentic, dated 9 Feb. 1944 and signed by the Political Officer of the Trucial Coast, Maurice Patrick O'Connor Tandy (1912-86). Some browning and stains, edge tears and paper flaws (some with early repairs on verso). - 2) A two-page letter in blue ink, dated 7 March 1966, from Sami Abd al-Rahman Saqr, based at the Municipality in Ras al Khaimah, addressed to his friend Maher in Cairo. Sami Abd al-Rahman Saqr explains that when he returned to Ras al-Khaimah from his recent visit to Maher, the Sheikh [of Ras al-Khaimah, Saqr bin Mohammed Al Qasimi] asked him to help establish the State Audit Institution. He writes that he has therefore now relinquished his position at the Municipality, adding that the institution will start small until the building is ready and discussing the plans for its further development. Sami Abd al-Rahman Saqr further mentions that he will travel to London in April on the first BOAC flight from Dubai to London, marking the launch of this new route. While the airline invited the Sheikh to travel on this inauguration flight, having provided him with a return ticket and expenses for a week's stay in London, the Sheikh is too busy to avail himself of this gift and is therefore sending Sami Abd al-Rahman Saqr on his behalf. He may extend his stay as long as two weeks to discuss business opportunities with British companies and offers to bring Maher anything from London that he may wish. Written on blue airmail stationery with printed letterhead; includes the airmail envelope.‎

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15 000,00 € Kaufen

‎Wellington, Arthur Wellesley, Duke of, British military leader (1769-1852).‎

‎Autograph battle orders from the Waterloo campaign. No place, [27 June 1815].‎

‎1 page. 4to. In pencil. Addendum. Extremely rare specimen of Wellington's handwriting, created shortly after the capture of Péronne by allied forces on 26 June, during the retreat of the French army after their defeat at Waterloo, sending an unnamed officer from Cambrai to Péronne and Nesle with orders for the commanding officer at Péronne: "He must send me without loss of time a return of the ordnance & stores in the place including Provisions in order that I may know what to throw in [...]". - Somewhat waterstained. Includes an autograph letter signed by Seymour Thomas Bathurst to his sister Emily, describing the storming of Péronne and enclosing Wellington's orders: "In case you would like to have some orders of the Duke of Wellington's own handwriting I send you the enclosed which he gave me to carry [...]" (Conchy-les-pots near Roije, 28 June 1815. 5 pp. on bifolium and single sheet, 4to and 8vo, with autograph address on verso). - Seymour Thomas Bathurst (1793-1834), whom Wellington entrusted with these orders, was the third son of the 3rd Earl Bathurst, and served as a Lieutenant in the Grenadier Guards at Waterloo. - With small marginal flaws.‎

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9 500,00 € Kaufen

‎Wesendonck, Hugo Maximilian, Unternehmer und Politiker (1817-1900).‎

‎Eigenh. Kuvert mit U. [Poststempel: Frankfurt, 20. XII. 1848].‎

‎1 S. Qu.-8vo. Adressiert an den demokratischen Verein in Leipzig. - Mit biographischen Notizen von alter Sammlerhand in Bleistift.‎

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Wien, AT
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450,00 € Kaufen

‎Ainsworth, W. Harrison, historical novelist (1805-1882).‎

‎Autograph envelope signed. [Postal stamp: Reigate, 3 March 1871].‎

‎Oblong 8vo. 1 page. Mounted on backing paper. To the politician Charles Towry-Law, 3rd Baron Ellenborough (1820-90, "C. Law Esq."), in London. - With collector's note to backing paper.‎

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120,00 € Kaufen

‎Alexandre Dumas (fils), Schriftsteller (1824-1895).‎

‎Eigenh. Brief mit U. 98, Avenue de Villiers [Paris], o. D.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. In französischer Sprache an Mancomble, den er Sonntag oder Montag Vormittag erwarte, mit dem Hinweis, dass ihm auch jeder andere Tag oder eine andere Uhrzeit recht sei, und über einen jungen Mann, der der Legion erst nach Absolvierung seines Militärdienstes beitreten kann: "Je vous attendrai Dimanche ou Lundi ou n'importe quel autre jour avant midi. Si une autre heure vous est plus convenable ayez la bonté de me l'écrire. On m'a [...] dit que ce jeune homme ne pouvait être admis dans la legion [...] qu'après avoir satisfait à la loi militaire de son pays [...]".‎

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Wien, AT
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300,00 € Kaufen

‎Blackwood, John, publisher (1818-1879).‎

‎Autograph letter (fragment) signed. No place or date.‎

‎Oblong 16mo. 1 page (3 lines). Mounted on slightly larger backing paper. To the advocate and historian Sir Archibald Alison: "Yours sincerely, John Blackwood". - John Blackwood was editor of "Blackwood's Magazine", a Tory-supporting miscellany, originally called the "Edinburgh Monthly Magazine". He is credited with discovering the genius of George Eliot, whose works he undertook to publish and which whom he enjoyed an intimate friendship. - With collector's ink note to backing paper, slight brownstaining.‎

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200,00 € Kaufen

‎Blackwood, William, publisher (1776-1834).‎

‎Autograph letter signed. [Edinburgh] ("Princes Street"), [after 1816].‎

‎8vo. 1 page. Mounted on slightly larger backing paper. In work matters: "I send you some MSS of Mr Gillies' and a vol. of the Devil's Elixir. Be so good as calculate how many pages they will make printed in the same way as the Devil's Elixir. If you have time I would be obliged to you to call on me with the calculation [...]". - At the age of 14 Blackwood was apprenticed to a firm of booksellers in Edinburgh, and he followed his calling also in Glasgow and London for several years. Returning to Edinburgh in 1804, he opened a shop in South Bridge Street and gradually drifted into publishing on his own account, moving to Princes Street in 1816. He was the founder of "Blackwood's Magazine", a Tory-supporting miscellany, originally called the "Edinburgh Monthly Magazine". - Slight brownstaining with residue of glue and a collector's note to backing paper.‎

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240,00 € Kaufen

‎Brewster, Margaret Maria (Gordon), writer (1823-1907).‎

‎Autograph letter signed. "Hotel Chandain", no date.‎

‎8vo. 3 pp. Mounted on backing paper. To a doctor, requesting consultation on a matter concerning the health effects of the climate: "I should very much like to consult you tomorrow (Thursday), if you can spare the time on such a busy day. It will be very kind if you would let me know by the bearer about what time I may expect you. I think I must be honest to confess that I am homeopathic & only wish to consult you on a question of climate. Perhaps you wont come to see such a heretic! [...]". - With collector's note to backing paper, somewhat brownstained.‎

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220,00 € Kaufen

‎Dibdin, Thomas Frognall , English bibliographer (1776-1847).‎

‎Autograph letter (fragment) signed. No place or date.‎

‎Oblong 8vo. 1 page. On slightly larger backing paper. Kindly requesting a response: "A line, by return, will exceedingly oblige me - and if the postage be double, so much the better! [...]". - With collector's note in ink.‎

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180,00 € Kaufen

‎Klaiber, Julius, Literaturhistoriker (1834-1892).‎

‎Eigenh. Manuskript. O. O. u. D.‎

‎6 SS. auf 6 Doppelbll. 8vo. Voll Bewunderung für seinen Landsmann Friedrich Schiller: "Eines der wohlthuendsten Gefühle, die wir als Schwaben empfinden, ist daß wir Schiller zum Landsmann haben. Der Mann, den die Nation als ihren Lieblingsdichter verehrt, den das Ausland als einen der Herren der Menschheit bewundert, er gehört uns in besonderem Sinne zu, und alles Lob, das ihm gespendet, alle Liebe, die seiner edeln Erscheinung dargebracht wird, berührt uns fast in ähnlicher Weise wie man sich der Anerkennung eines ausgezeichneten Familiengliedes erfreut. Am Ufer unseres heimischen Flusses ist seine Wiege gestanden, in der schlichten Sitte eines schwäbischen Bürgerhauses hat er seine Knabenjahre verbracht, u. so mancher Zug aus der Kindheitsgeschichte des Großen u. Herrlichen bewegt unser schwäbisches Herz mit dem Zauber innigster Vertraulichkeit. Wenn er in Lorch an der Hand des Vaters durch das grüne Wiesenthal zu den waldigen Höfen wandelt, wo von rechts der Hohenstaufen, von links das alte Kloster mit den Gräbern des großen Schwabengeschlechtes grüßt oder wenn er mit der treuen Schwester [...] gelegentlich einmal hinter die Schule geht, um an einem goldigen Frühlingstag durch die Gärten u. Felder zu streifen [...] zum erstenmal von der dichterischen Begeisterung erfasst wird u. wir hören, daß der Anlass derselben eine 'gestandene' Milch ist - ja nicht eine 'saure' Milch [...] - o da tritt er uns menschlich so nahe, wir fühlen ihn so ganz als den Knaben unseres Stammes [...]". - Mit einigen eh. Korrekturen. Beiliegend biogr. Notizen von alter Sammlerhand mit Verweis auf die Sammlung W. Bacmeister.‎

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450,00 € Kaufen

‎Koch, Georg, Bibliothekar und Theologe (1872-1957).‎

‎4 eigenh. Briefe mit U. Gießen, 1929-1947.‎

‎4½ SS. auf 4 Bll. Ein Brief in Bleistift. 4to und 8vo. Sehr persönliche Briefe an den Musikverleger Karl Vötterle (1903-75). - Über Kriegsschäden und in Sorge um einen gemeinsamen Freund, den Volkskundler Viktor Geramb (1884-1958): "So sehr ich mich über die erste Nachricht nach der schlimmen Bombenzeit erfreut habe, so herzlich bedaure ich mit den Meinen das Ausmaß der Zerstörung, von dem Sie berichten. So hatte ich es mir doch nicht gedacht. Um so mehr begrüße ich um um [!] unsrer Zukunft willen den Mut, mit dem Sie an den Neuaufbau gehen. Ihre Verlagsarbeit wird uns zu einer deutschen Wiedergeburt noch unentbehrlicher sein als vorher [...] Sehr bewegt mich auch die Sorge um Freund Geramb, wie denn wohl auch Sie die Verbindung noch nicht haben aufnehmen können. Bei mir liegt sein Manuskript Riehl [...] Ob und wie er wohl die Schreckenszeit überstanden haben mag? [...]" (18. II. 1946). - Mit Dank für Informationen über Gerambs Verbleib: "Sehr dankbar bin ich Ihnen für die Nachricht über Herrn v. Geramb, so herzlich ich ihn in seiner großen Sorge bedaure. Eine Beruhigung ist mir [...] immerhin zu wissen, daß er die böse Zeit [...] einigermaßen gesund überstanden hat. Wie würde ich mich freuen, wenn wir nun doch bald dem ausgezeichneten Riehlbuch entgegensehen dürften! [...]" (1. III. 1946). - Über den Wiederaufbau: "Er ist mir doch ein Bedürfnis, Ihnen auch noch einmal meine Freude auszusprechen über das wunderbare Gelingen des so hoffnungslos erscheinenden Wiederaufbaus. Man darf es wohl sagen, daß nur ein Zusammenwirken aller dreie: 'Glaube, Liebe und Hoffnung' so etwas schaffen konnte. Um die Zukunft braucht uns, nun [...] nicht bange zu sein [...]" (6. V. 1947). - Mit Kommentaren zu Druckfahnen: "Nach einer mit drängenden Arbeiten überbesetzten Woche gelingt es mir endlich heue, die Korrektur fertig zu lesen. Ich bin Ihnen dankbar für alle Vorarbeit, die mir wieder das zweite Lesen erspart [...]" (7. VI. 1929). - Ein Brief gelocht.‎

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650,00 € Kaufen

‎Krauss, Rudolf, Literaturhistoriker (1861-1945).‎

‎Gedruckter Brief mit eigenh. Ergänzungen und U. Rohr (Stuttgart), März 1931.‎

‎2 SS. Qu.-12mo. Allgemeines Dankschreiben für Glückwünsche zu Krauss' 70. Geburtstag mit handschriftlichen Ergänzungen für einen alten Freund: "Ihre freundlichen Glückwünsche, lieber Herr Staatsanwalt, ließen die alten Cannstätter Zeiten, an die ich mich gern erinnere, wieder in mir aufleben. Ich sehe Sie mit Ihrem blonden Lockenkopf noch so detulich vor mir sitzen, als ob nicht 40 Jahre, sondern erst 40 Tage darüber verstrichen wären". - Wohlerhalten.‎

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120,00 € Kaufen

‎Kutscher, Artur, Literatur- und Theaterwissenschaftler (1878-1960).‎

‎Ms. Postkarte mit eigenh. Einfügung u. U. München, 1. III. 1930.‎

‎1 S. Postkartenformat. Mit ms. Adresse. An den Lyriker und Erzähler Otto Stoffregen-Stauffen bezüglich eines Manuskripts: "Da ich im laufenden Semester nie in der Lage bin, irgendwelche andere Arbeit als Kollegarbeit zu leisten und nicht weiss, wann ich zu privater Lektüre komme, habe ich Ihr Manuskript Schmerzensreiche Mutter an Herrn Intendanten Egon Schmid gegeben, München Clemensstr. 42. Wenn er es nicht mehr hat, zirkuliert es im Beirat. Ich kann zur Zeit leider nichts für Sie tun". - Artur Kutscher gilt als Begründer der Theaterwissenschaft. Aus seinem literaturwissenschaftlichen Seminar an der Universität München gingen so bedeutende Autoren wie Bertolt Brecht, Ödön von Horváth, Hanns Johst, Klabund, Erwin Piscator, Helmut Käutner und Ernst Toller hervor. - Der heute weitgehend vergessene Otto Stoffregen-Stauffen (1883 - zw. 1963 u. 1967) ist Autor des Gedichtbands "Aus meinem Garten" (1906) und des Lustspiels "Die Brautwerbung" (1942). - Gelocht. Die Adressseite durch Entfernung der Briefmarke leicht beschädigt. Minimal angeschmutzt; die linke untere Ecke umgeknickt.‎

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120,00 € Kaufen

‎Lennox, Lord William P., army officer and writer (1799-1881).‎

‎Autograph envelope (fragment) signed. London, 3. VII. 1833.‎

‎Oblong 8vo. 1 S. To James Cropper and his partner, Robert Rathbone Benson (known as "Robert R", 1785-1846). - Lord Lennox represented King's Lynn, Norfolk, in conjunction with Lord George Bentinck, as a moderate reformer and a supporter of the government from the end of the year of 1832 to the end of 1834. James Cropper, successful in business, together with Robert R. Benson became the founder of "Cropper, Benson, & Co." merchants, and made a personal fortune. Both were members of the Liverpool quaker movement and abolitionists. - Stamped, with collector's note to carrier paper.‎

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120,00 € Kaufen

‎Lockhart, John Gibson, writer and editor (1794-1854).‎

‎Autograph letter (fragment) signed. London, 25. VIII. 1845.‎

‎8vo. 1 page. Letter paper reinforced and mounted on larger backing paper. "I mean, I shall either go on that evening to Milton, or defer my transit of the Bridge of Sighs till the day after [...]". - With collector's note to backing paper in ink and pencil. Slight brownstaining.‎

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200,00 € Kaufen

‎Nadler, Josef, Literaturhistoriker (1884-1963).‎

‎Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 13. II. 1938.‎

‎½ S. 4to. An den Bärenreiter Verlag in Kassel mit der Bitte um biographische Angaben zu dem Schriftsteller Ludwig Derleth (1870-1948) für eine literaturhistorische Arbeit: "Den 'Fränkischen Koran' von Ludwig Derleth habe ich mit grosser Teilnahme zu lesen begonnen. Ich danke Ihnen herzlich. In der umfangreichen literarhistorischen Darstellung, die ich vorbereite, will ich eine einlässlichere Würdigung dieser eigenartigen Dichtung versuchen. Ich wäre Ihnen besonders verbunden, wenn Sie mir einige Grunddaten aus dem Leben des Dichters vermitteln könnten". - Ludwig Derleth hat über 40 Jahre an seinem Monumentalwerk "Der fränkische Koran" (1932) gearbeitet. Vermutlich diente Derleth, der dem katholischen Mystizismus nahe stand, Thomas Mann als Vorlage für Figuren in dessen Novellen "Beim Propheten" und "Gladius Dei" sowie in dessen Roman "Doktor Faustus". - Bei der von Nadler erwähnten "literarhistorischen Darstellung" handelt es sich wohl um den 1941 erschienen 4. Band seiner "Literaturgeschichte des Deutschen Volkes". Nadler zählte zu den führenden Literaturwissenschaftlern des "Dritten Reichs" und wurde aufgrund seiner Rolle im Nationalsozialismus 1947 pensioniert. - Leicht fleckig.‎

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‎Pelz, Eduard (Pseud. Treumund Welp und Johannes Horniß), Schriftsteller (1800-1876).‎

‎Eigenh. Manuskript "Zur Warnung" mit U. Cannstadt bei Stuttgart, 4. VII. 1866.‎

‎1¾ SS. 8vo. Mit Nachrichten aus Nordamerika, dass wegen des Krieges und des sich daraus ergebenden Mangels an Arbeitern die Verhältnisse in der Landwirtschaft beispielsweise in Virginia arg herunterkommen seien und Auswanderer gewarnt werden sollten, sich zuvor nach den klimatischen Bedingungen zu erkundigen: "Durch den Krieg waren alle Feldarbeiter abhanden gekommen; die Abzugscanäle verflachten sich; das Unkraut wucherte u. ging in Fäulniß über in der üppigen Vegetation u. Alles versumpfte dermaßen, daß die ganze Gegend ein großes Lazareth für Fieberkranke wurde. Die ganze Familie meiner Nachbarin lag darnieder. Jetzt, hieß es, haben weiße Arbeiter die Stellen der Neger besetzt. Und wer waren diese? frug ich. 'Schweden' war die Antwort [...]". - Eduard Pelz beschäftigte sich überwiegend während seiner amerikanischen Emigrationszeit seit den 1850er Jahren mit der Auswanderungsfrage, insbesondere mit der Auswanderung der Deutschen nach Nordamerika. Er versuchte nicht nur in Reiseführern, sondern, wie das vorliegende Beispiel zeigt, auch durch die Weitergabe von rechtlichen und geographischen Informationen sowie Details über spezifische Probleme, Auswanderer auf die anglo-amerikanische Wirklichkeit vorzubereiten. - Dem Redaktionsvermerk zufolge in Abstimmung mit dem Verleger Hermann Frh. von Reischach (1798-1876) zur Aufnahme in die Beilage der "Allgemeinen Zeitung München" bestimmt, wo der Artikel am 11. VII. 1866 erschienen ist. - Mit Redaktionsvermerk in Rotstift und roter Tinte, mit Sammlervermerk in Bleistift. Leicht gebräunt und minimal tintenfleckig.‎

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‎Rohmer, Theodor, Publizist und Literat (1820-1856).‎

‎"Was ist Bildung". Eigenh. Manuskript mit zahlreichen eh. Korrekturen und eh. Zusatz. O. O. u. D.‎

‎3¼ SS. auf Doppelblatt. 4to. Artikelentwurf mit einer Einleitung zu den Unterschieden in der Bedeutung der Bildung in Österreich, Deutschland und der Schweiz und im Hauptteil mit einer niederschmetternden Kritik an einem Buch des Pädagogen und Reformers Ignaz Thomas Scherr: "Was ist Bildung? / (Schluß.) / Jacob Böhme, sagten wir, war seines äußeren Berufes ein Schuster, seines innern ein Philosoph. Umgekehrt gibt es heutzutage viele Philosophen von Handwerk, die dem individuellen Werth nach nur Schuster sind. Mit Einem Wort: wie die Dinge gegenwärtig stehen ist keine Übereinstimmung des inneren und äußeren Berufes vorhanden [...] Das Buch, in dem Herr Scherr seine Erlebnisse erzählt, somit sein Individuum entfaltet, ist unter aller Kritik. Der Styl ist platt und trivial, die Gedanken erbärmlich und die Bildung, die sich darin ausspricht, so wie sie die Grenze der Fachbildung überschreitet, im höchsten Grade oberflächlich [...] (Es folgt morgen Früh noch eine Fortsetzung u. ein leitender Artikel)". - Mit Sammlernotiz in Bleistift und Vermerk in roter Tinte. Etwas fingerfleckig.‎

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‎Russell, Sir William Howard, reporter with the "Times" (1820-1907).‎

‎Autograph letter signed. [London], 29 March (no year).‎

‎8vo. 3 pp. on bifolium. Mounted on backing paper. To a friend by extending an invitation to a modest meal and philosophizing about the enjoyment of drinks and meals in old age: "No! [...] I can not deprive myself of the pleasure of gazing on such an act of devotion & of strengthening my feeble faith by the sight of one who can not be led astray by the fleshpots of Egypt. Indeed had I thought of the day it was I would have hastened or postponed the banquet, but you know in what a benighted state most of us unkalendared saints are. I promise you fish boiled plain fresh & salt, as sinless & soul saving a dinner as man can eat. It will do us good to behold self-denial for principle's sake. I've known men in their latter days not to eat of various things & to eschew divers drinks because their holy corporate would be hurt thereby but it is rare indeed to find one repair from anything because the abstinence is good for his immortal particle [...]". - With collector's note in ink to backing paper.‎

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‎Saß, Friedrich, Schriftsteller (1814-1851).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Travemünde, 9. IV. 1839.‎

‎1 S. 8vo. An einen Redakteur über sein neues Gedicht sowie Beiträge zu dessen Zeitung: "In Beantwortung Ihres gütigen Schreibens vom 25. März habe ich Ihnen für solche Güte und Nachsicht, mit der Sie das Bruchstück meines größern Gedichts aufgenommen, den herzlichsten, verbindlichsten Dank zu sagen. Jene von mir gegen Ihre Vespertine übernommene Verpflichtung erfüllend, habe ich jetzt die Ehre Ihnen meine zweite Correspondenz aus Lübeck beizulegen, so wie kleine Epigramme [...] Sollte ich Ihnen nicht immer so prompt, wie diesmal, eine Correspondenz einsenden können, so bitte ich Sie recht freundlich, dies weder als Nachlässigkeit, Wortbruch, sondern nur als Neuigkeitenöde oder Geschäftsdrang von meiner Seite ansehen zu wollen. Durch Ihre gütige Zuschrift beträchtlich aufgemuntert, werde ich mein größeres Gedicht im Laufe dieses Jahres auszuarbeiten und zu vollenden denken. Ihre Abendzeitung ist mir bis jetzt noch nicht durch Herrn Aschenfeldt zugegangen, der mir die Übersendung freundlich zugesagt hat [...]". - Mit biographischen Notizen von alter Sammlerhand in Bleistift.‎

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‎Zweig, Stefan, Austrian writer (1881-1942).‎

‎Autograph letter signed ("Stefan Zweig"). Vienna, 3 March 1904.‎

‎8vo. 1 p. To the controversial Viennese publisher Fritz Freund (1879-1950), regarding a collection of Lemonnier short stories which he was anonymously translating in collaboration with Friedrich Fischl. Together with his friend Émile Verhaeren, Zweig endeavoured to promote Lemonnier's work in spite of the fact that his "Homme en amour" had just been banned throughout Germany. In full: "Lieber Herr Freund, ich war heute bei Ihnen vergeblich in Audienz, um die Lem[onnier]-Novelle zu übergeben und Sie nochmals zu warnen einen Übersetzernamen auf's Titelblatt zu setzen. Haben Sie es nötig, dass ein Herr Fischl in Wien herumgeht und sich 'Autor des Wiener Verlag's' nennt. Nein, das haben Sie nicht nötig [...]".‎

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‎Auric, Georges, Komponist (1899-1983).‎

‎Eigenh. Briefkarte mit U. Paris, 13. IX. 1958.‎

‎1½ SS. Qu.-8vo. In französischer Sprache an den Kritiker und Musikwissenschaftler René Dumesnil mit Gratulation zu dessen Aufnahme in die Ehrenlegion: "Cher Ami, je ne veux pas attendre un jour de plus pour vois dire combien, avec tous ceux qui vous connaissent et savent à quel point vous méritiez cette juste 'distinction', je me suis rejoui de votre récente promotion dans l'ordre de la Légion d'Honneur. 'Bravo'! [...] Et à bientôt, je l'espère. Veuillez présenter mes hommages à Madame Domesnil [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der Société des Auteurs, Compositeurs & Éditeurs de Musique.‎

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‎Beck, Conrad, Komponist (1901-1989).‎

‎Photographie mit eigenh. Widmung und U. [Rosey (Franche-Comté)], 21. VII. 1976.‎

‎90:127 mm. Mit eh. adr. Kuvert. An Günther Verbeet in Köln "mit freundlichen Grüßen".‎

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‎Boieldieu, François-Adrien, Komponist (1775-1834).‎

‎2 eigenh. Briefe mit U. O. O., 17. IV. 1815 und "ce mercredi".‎

‎2 SS. auf einem Doppelblatt und einem Einzelblatt. 8vo. Ein Brief mit eh. Adresse verso. In französischer Sprache an einen Kollegen mit Dank für Partituren, die ihm sein Bruder übermittelt hat: "Monsieur, mon frère m'a envoyé les partitions que vous lui aviez remises avec le petit mot par le quel vous m'en faites la remise. Je suis on-ne peut plus reconnaissant Monsieur de ce bon procedé de votre part, et vous prie de recevoir l'assurance de mes sincère remercimens [...]". - An Madame Agasse in Andilly mit Dank für ihre Bereitschaft, seinen Sohn Adrien am kommenden Samstag zu betreuen, und mit dem Hinweis, dass das Kind gerne auf einem Esel reiten würde: "puisque vous avez la bonté Madame de vouloir bien vous charger pendant quelques jours du cher petit adrien, je vous l'annonce pour Samedi. il partira le matin par la voiture de Francois, et si vous êtes assez bonne pour lui envoyer un âne, je ne doute pas du plaisir qu'il aura a faire cette cavalcade. Je vous remercie d'avance vous et Madame votre mère des sourires que vous lui donnerez. cette idée me consolera un peu de la peine que j'ai à le quitter, et à m'eloigner des gens que j'aime sincèrement [...]".‎

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‎Cherubini, Luigi, Komponist (1760-1842).‎

‎Eigenh. Brief mit U. und Dokument mit eh. U. Paris, 5. V. 1834 und 20. XI. 1836.‎

‎Zus. 2 SS. auf 2 Bll. 4to und 8vo. In französischer Sprache an einen Kollegen mit Dank für die Weiterleitung seines Briefs an die Philharmonische Gesellschaft in St. Petersburg, und über eine Depesche, die er ihm übersendet: "Vous avez bien voulu vous charger de transmettre à mess. les Directeurs de la société philharmonique de St. Petersbourg la lettre que je leur adresse en réponse à celle que vous avez eu la complaisance de me remettre. J'ai, en consequence, l'honneur de vous faire parvenir ma dépèche [...]". Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Conservatoire de Musique. - Urkunde über die Verleihung des ersten Preises für Klavier an Charles-Auguste Petit, unterzeichnet von Cherubini in seiner Funktion als Direktor des Konservatoriums: "Le Directeur proclame: Le Premier Prix de Piano, est décerné à M. [dies gedruckt] Petit (Charles-Auguste), de Paris, âgé de 18 ans & demi [...]". - Die Urkunde etwas braunfleckig; mit einem kleinen Randeinriss.‎

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‎Cortot, Alfred, Pianist (1877-1962).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 8. I. 1948.‎

‎1½ SS. 8vo. In französischer Sprache an eine Schülerin, der er aufgrund seiner Reisetätigkeit derzeit keinen Unterricht geben könne, unter Verweis auf seinen Aufenthalt in Lausanne im Frühjahr, wo er sie gerne treffen würde: "Je suis bien sensible à la confiance artistique dont vous me donnez le temoignage et j'aurai beaucoup aimé à pouvoir répondre au desir exprimé dans votre lettre. Mais je ne donne aucune lecon, mon temps étant presque entièrement absorbé par mes voyages. Si comme je l'espère je passe quelques semaines à Lausanne au printemps c'est avec grand plaisir que je vous entendrai pour un conseil isolé. Mais je vous prie de m'excuser si d'ici-là, il ne m'est pas possible de déférer à votre désir [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf (die Adresse gestrichen).‎

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‎David, Félicien, Komponist (1810-1876).‎

‎2 eigenh. Briefe mit U. O. O., 20. VI. 1862 und o. D.‎

‎2 SS. auf 2 Doppelbll. 8vo. In französischer Sprache an den Komponisten Napoléon-Henri Reber mit einer Empfehlung des Kornettspielers Forestier: "Permettez moi de recommander à toute votre bienveillance, la professure si distingué de cornet à piston, Mr Forestier. Si vous pouviez lui être favorable pour l'accueil de la methode qu'il va soumettre au comité des études, vous me rendrez service. Mr Forestier d'ailleurs se recommande lui meme par un vrai talent et un cornetier honorable [...]". - An einen Verleger mit Dank für dessen Genehmigung, die Dichtung des Théophile Gautier in Musik zu setzen: "Monsieur, je vous remercie de la gracieuseté que vous m'avez faite en m'accordant l'autorisation d'user de la poésie de Théophile Gautier dont vous êtes l'éditeur [...]". Auf Briefpapier mit gepr. Initialen. - Ein Brief mit kleinen Randläsuren.‎

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‎Delibes, Léo, Komponist (1836-1891).‎

‎7 eigenh. Briefe mit U. Paris, Aix und o. O., o. D.‎

‎Zus. 18 SS. auf 7 Doppelbll. In französischer Sprache an den Theaterregisseur Henri Chabrillat mit der Bitte um zwei Karten für die Inszenierung von Émile Zolas "L'Assomoir": "Je pars dans quelques jours pour l'Italie et vous comprenez que je ne puis pas partir sans avoir applaudé l'Assomoir [...] je vous prie instamment de me faire inscrire à la location pour 2 places de 1ère galerie [...]" (220, Rue de Rivoli, "Lundi 20"). - An Pingard, Sekretär der Academie Française, mit der Bitte um zwei Eintrittskarten zu einer kommenden Veranstaltung: "Vous devez être très sollicité pour la prochaine réception de l'Académie Française, le 4 avril. Je viens cependant vous prier de faire tout le possible pour me donner 2 billets supplémentaires d'Amphithéatre [...]" (25. III., o. J.). - An einen Freund mit der Erinnerung an eine Notiz für den Komponisten Ernest Guiraud sowie der Einladung zu einem Konzert, in dem Edmond Vergnet die "Stances de la Bannière" nach Jean de Nivelle singen wird: "Je crains de ne pas avoir le temps d'aller vous voir aujourd'hui, et je vieux vous rappeler la petite note rectificative pour Guiraud, où il ne soit pas quesion de moi du tout, et beaucoup de lui. Autre chose. Vergnet chantera Lundi au concert du cercle (pour lequel on me charge de vous faire parvenir une invitation, que je vous prie d'utilizer d'une facon quelconque) les Stances de la Bannière de Jean de Nivelle [...]" ("Vendredi matin"). - An einen Schüler über eine bevorstehende Prüfung, mit dem Versprechen, direkt nach der Probe einer Kantate von Camille Erlanger zum Unterricht zu kommen: "Je suis retenu ce matin au théatre du Chatelet par la répétition de la cantate d'Erlanger. Je viendrai à la classe dès que je serai libre [...] Dites bien à tout le monde de m'attendre, il est urgent que nous ne perdrons pas une séance à l'approche des examens [...]" ("Samedi matin"). - Die übrigen Briefe über Proben und Theaterkarten sowie mit der Bitte um Informationen über M. Mirande, der eine Stelle als Musiklehrer annehmen soll. - 4 Stücke auf Briefpapier mit Trauerrand.‎

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‎Dubois, Théodore, Komponist (1837-1924).‎

‎9 eigenh. Briefe mit U. und 5 eh. Briefkarten mit U. Paris, Rosnay, Mont-de-Marsan und o. O., 1880-1924 und o. D.‎

‎Zus. 20½ SS. auf 3 Doppelbll. und 11 Einzelbll. (Qu.-)8vo und qu.-12mo. Mit 3 eh. adr. Kuverts. Eine Briefkarte in Bleistift. Interessante Korrespondenz mit Kollegen und Journalisten in französischer Sprache. - An die Pianistin Clotilde Kleeberg mit Gratulation zu ihrem erfolgreichen Auftritt mit einem seiner Werke in Deutschland: "J'ai été bien sensible à votre délicate attention de me jouer en Allemagne et de m'envoyer un Programme, de plus Madame Dubois y moi avons été fort heureux d'apprendre vos grands succès [...]" (Paris, 2. XII. 1887). - An den Komponisten Gustave Flaxland mit Komplimenten für dessen Arbeit: "Je vous savais déjà très bon musicien, mais vous venez de vous révéler comme compositeur, et compositeur distingué. Vos pièces sont charmantes, marquées au bon coin et écrites dans une langue musiquale recherchée et chatiée [...]" (Paris, 17. I. 1889). - An den Zeitungsherausgeber Réné Doire mit der Genehmigung, Teile seines musiktheoretischen "Traité d'Harmonie" im "Courrier Musical" zu veröffentlichen - eine Genehmigung, die er in einem anderen Brief widerruft: "J'ai vu votre messager et ai causé avec lui, mais j'ai oublié de lui dire que: Je vous autorise à publier dans le 'Courrier Musical' [...] tout le texte contenu dans les pages 240, 241, 242 et 243 de mon 'Traité d'harmonie Théorique et Pratique' [...] Ce texte exprime bien le fond de ma pensée, quoique très mitigée en certains passages, ainsi qu'il convient dans un ouvrage didactique [...]" (Paris, 15. XII. 1923). Mit Vermerk von Empfängerhand: "Ce sera gai!". - An den Sänger Paul Séguy über einen Gichtanfall und die damit verbundene Ungewissheit, ob er ihn am Sonntag am Klavier begleiten könne, doch mit der Bestätigung, dass die Generalprobe dennoch in seinem Haus stattfinden könne: "Me voilà pris par une attaque de goutte (la première!). Je suis cloué sur mon fauteuil. Serai-je guéri pour Dimanche? Voilà ce que mon médecin ne peut me dire. En tout cas, il faut vous précautionner d'un bon accompagnateur si je ne pouvais être debout [...] On peut toujours venir faire la répétition générale chez moi [...]" (201, Boulevard Pereire, 31. XII. 1912). - Die übrigen Briefe mit Komplimenten an Kollegen, über seine Arbeit, mit Empfehlungen seiner Schüler, und der Kündigung eines Zeitungsabos aufgrund seiner krankheitsbedingt schwierigen finanziellen Lage. - Drei Stücke auf Briefpapier mit gepr. bzw. gedr. Adresse. Einige Stücke mit kleinen Randläsuren; Spuren alter Montage verso.‎

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‎Dukas, Paul, Komponist (1865-1935).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 15. IX. 1907.‎

‎1 S. 8vo. In französischer Sprache an einen Freund mit der Zusage seines Kommens am Donnerstag Abend sowie mit der Bitte, die Uhrzeit nochmals zu bestätigen: "Je suis assuré aujourd'hui d'avoir la soirée de Jeudi libre. Cela tient il toujours pour ce jour là sur 8h moins un quart? Si oui, un petit mot de confirmation s. v. p. [...]".‎

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‎Enesco, Georges, Komponist (1881-1955).‎

‎2 eigenh. Briefe mit U. [Paris], 20. II. 1935 und 16. III. 1936.‎

‎Zus. 2 SS. auf 2 Bll. Mit eh. Adresse verso. In französischer Sprache an die Philanthropin Louise Fould, Gattin des Bankiers Emile Halphen, mit der Bitte um neue Terminvorschläge für ein Treffen mit Leonora von Rothschild, der Mutter ihres Schwiegersohnes, da er mit einem Mittagessen sowie Aufführungen im Théâtre de Luxembourg und an der Oper schon recht verplant sei: "Malheureusement mon déjeuner du 21 c. est pris, le 24 je suis au Luxembourg, et le 25 au soir on donne mon ouvrage à l'opéra. Peut-être y aurait d'autre dates? Je serais enchanté de rencontrer madame de Rothschild [...]". - An dieselbe mit dem Hinweis auf seinen Unterricht am Samstag sowie mit der Bemerkung, "kein armer an seine Arbeit geketteter Sklave" zu sein: "J'ai cours Samedi à 13h ¼. Je ne suis pas un pauvre esclave enchaîné à sa besogne.... Avec mes fidèles et très respectueux hommages [...]".‎

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‎Erlanger, Camille, Komponist (1863-1919).‎

‎6 eigenh. Briefe mit U. Paris und o. O., 1909-12.‎

‎Zus. 9½ SS. auf 4 Doppelbll. und 2 Einzelbll. 2 Briefe mit eh. Adresse verso. An einen Kollegen in der Hoffnung, seine Oper "Le Juif Polonais" (1900) im nächsten Jahr mit ihm gemeinsam zu inszenieren: "Je tiens à vous exprimer ma joie de vous avoir enfin parmi nous, et à vous dire combien je serais heureux de causer avec vous de la probabilité d'une sensationelle reprise du Juif Polonais (l'an prochain) avec vous [...]" (9, Rue Commandant Marchand, 19. V. 1909). - 5 Briefe an Bouillard über eine Angelegenheit betreffend sein Konto bei der Bank Lehideux sowie seinen Vertrag mit dem Verlag "Office Musical", etwa über die eingelangte Summe von 1775 Francs: "J'ai l'honneur de vous accuser reception de la somme de mille-sept-cent-soixante-quinze francs montant de la traité [...] acceptée par l''office musical' et exemptée par la maison Lebideux [...]" (Sylva Hotel, Paris, 28. IV. 1912). - Mit dem Plan, einen Brief an die Bank zu richten, und unzufrieden darüber, dass sein Dossier sich derzeit bei derselben befindet: "Je ferai ce que vous me dites. Dois-je adresser ma lettre directement à M. M. Lehideux ou vous la remettre? Il y a un petit inconvinient c'est que mon dossier est entre les mains de ceux qui s'occupent de l'affaire [...]" (Paris, 16. VII. 1912). - Über den Abschluss eines neuen Vertrages, den er ihm am Samstag zukommen lässt, und mit Dank für seine Unterstützung: "C'est entendu pour le renouvellement de la traité. Partant en voyage jusqu'à Vendredi je vous la ferai parvenir de facon que vous l'ayez Samedi [...] J'ai fait ajouter 25 Francs pour les frais de renouvellement. Je vous remercie encore mille fois de votre obligeance [...]" (o. O., 10. VII. 1912). - 2 Stücke auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf dese Sylva Hotels in Paris; ein Stück auf Briefpapier mit gepr. Adresse.‎

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‎Falla, Manuel de, Komponist (1876-1946).‎

‎Eigenh. Brief mit U. [Poststempel: Paris, 23. IV. 1912].‎

‎1 S. 8vo. Mit eh. Adresse verso. In französischer Sprache an den Musikkritiker Georges Jean-Aubry über einen gemeinsamen Bekannten, möglicherweise den Komponisten Cyril Scott, der ihrer Probe am Donnerstag beiwohnen werde, mit der Bitte, demselben einige Einladungen zu einer Konferenz zu senden, sowie der Nachfrage, ob der Komponist und Musikkritiker Henri Collet seine Einladungen bereits erhalten habe: "Ciril vient de m'écrire qu'il sera Jeudi à notre repetition. Il voudrait avoir quelques invitations pour la conference. Voulez vous les lui envoyer? Je vous serais bien obligé [...] Les avez vous envoyées à Collet? [...]".‎

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‎Fetis, François-Joseph, Komponist, Musikkritiker und Musikbiograph (1784-1871).‎

‎4 eigenh. Briefe mit U. Paris und Brüssel, 1830-1835.‎

‎Zus. 6 SS. auf 3 Doppelbll. und einem Einzelblatt. (Qu.-)8vo. 3 Briefe mit eh. Adresse verso. In französischer Sprache an den Drucker Charles Dezauche in Paris über ausständige Honorare. - Über die Summe von etwa 2100 Francs, die er ihm bereits vor dreieinhalb Monaten bezahlt habe, und verweisend auf die außergewöhnlich hohen Kosten seiner Musikzeitschrift, der "Revue musicale", zu Jahresbeginn: "Considerez, Monsieur, que depuis trois mois et demi je vous ai compté Deux mille cent et quelques francs [...] Les dépenses extraordinaires du Journal au commencement de cette année ont beaucoup depassé le budget ordinaire [...]" (Paris, 19. V. 1830). - Schuldschein über 2240 Francs, die Dezauche für den Druck der "Revue" noch zustehen: "Je payerai à l'ordre de Monsieur Dezauche la somme de deux mille deux cent quarante francs, valeur recue de lui en fourniture d'impression de ma Revue musicale [...]" (Paris, 1. VI. 1831). - Über seine prekäre finanzielle Lage, die ihn zwinge, 12 Stunden täglich zu arbeiten, und mit dem Versprechen, seinen Zahlungsverpflichtungen bestmöglich nachzukommen: "Toutes mes ressources ont été absorbées, et pour pouvoir à mes propres besoins, j'ai été obligé de m'imposer un travail de plus de douze heures par jour [...] J'arrive enfin au bout de cette pénible situation, et je me vois en état de satisfaire terme pour terme à mes engagemens avec vous [...]" (Brüssel, 5. VI. 1836). - An Boyer in Paris über den Selbstmord des Verlegers Sautelet, dem er kurz zuvor sein "Dictionnaire de musiciens" verkauft habe: "M. Sautelet, avec qui j'avais rendez-vous aujourd'hui à Midi pour recevoir des réglements relatifs à mon dictionnaire des musiciens, que je lui avais vendu, s'est tué ce matin à 6 heures d'un coup de pistolet [...]" (Paris, 13. V. 1830). Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der "Revue musicale". - Beiliegend: 2 eh. Briefe mit U. seines Sohnes, des Musik- und Kunsthistorikers Édouard Fétis (1812-1909), an Dezauche mit Bedauern, diesen aus gesundheitlichen Gründen nicht treffen zu können, sowie über Wertpapiere und mit dem Angebot, gemeinsam zum Notar zu gehen (o. O. u. D.). - Eh. Brief mit U. von Dezauche an den Kassenbeamten Hubar in Brüssel über Fétis' ausständige Zahlungen mit der Aufforderung, diese mit größtmöglicher Härte einzutreiben: "Si vous ne pouvez obtenir [...] ce payement, je desire que vous [...] fassiez assigner M. et Mme. Fétis devant le tribunal de Commerce et que vous les fassiez poursuivre avec toute la rigueur possible [...]" (Paris, 24. VI. 1835). Eh. Brief mit U. eines Neffen von Hubar auf demselben Blatt. - Eh. Kontoauszug des von Dezauche beauftragten Notars Havet mit einem Hinweis auf den Gerichtsvollzieher Degroodt, der schon früher Zahlungen von Fétis eingetrieben habe: "Il a déjà, m'a-t-il dit, forcé Fétis à payer un autre créancier". Die gedr. Einladung zur Hochzeit von Havets Sohn auf demselben Blatt. Mit eh. Adresse an das Ehepaar Dezauche in Dieppe. - Kleine Randläsuren; vereinzelt leicht braunfleckig.‎

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‎Gounod, Charles, Komponist (1818-1893).‎

‎5 eigenh. Briefe mit U. Paris, Morainville und o. O., 1861-1893.‎

‎Zus. (2+1+1+2½+2½ =) 9 SS. auf 4 Doppebll. und einem Einzelblatt. Ein Brief mit eh. Adresse verso. In französischer Sprache, sein Einverständnis gebend, die Rolle des Soleiman in der "Königin von Saba" mit dem Sänger Antoine Cazaux zu besetzen, sowie mit dem Angebot, schwierige Noten bei Bedarf zu ändern: "Je constate que Mr Cazaux peut chanter le Rôle de Soliman dans mon opéra La Reine de Saba, réserves faites des quelques notes exceptionelles qui pouvaient le gêner et que je m'engage à changer s'il est besoin [...]". Darunter das Einverständnis von Seiten der Pariser Oper mit 5 eh. U. führender Persönlichkeiten derselben: Victor Massé, Pierre-Louis Dietsch, Louis Croharé, Eugène Vauthrot und Charles Lebouc (Paris, 21. II. 1861). Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Théâtre Impérial de l'Opéra. - 2 Briefe an seinen Vater mit der Ankündigung seines Besuchs in seiner Heimatstadt Saint-Cloud; einer mit dem Wunsch, dort wie jedes Jahr die Messe de Charité zu organisieren: "Si vous me dites que vous serez heureux de me savoir un peu plus près de vous, que dirai-je donc, moi? [...] Je serai de retour à St Cloud, 'volente Deo', le Mardi 20 pour dîner, et, jusqu'au Dimanche 25, je préparerai la Messe de Charité que j'organise tous les ans [...]" (Morainville, 7. IX. 1892). - An den Mäzen Adrien Sourget in Bordeaux mit der Zusage seines Kommens zum Abendessen: "Comptez sur moi pour le 20 comme pour le 17. C'est à peu près tout ce que je ferais en état de faire comme dîner en ville [...]" ([Paris], 23. II. 1887). - An einen Freund mit der Bitte um Nachricht, falls er ihm nicht das Gewünschte übermittelt hat: "Voilà. Dites moi si c'est bien cela qu'il fallait: Sinon, déchirez et éclairez moi [...]" (o. O., 24. IV. 1887). - Vereinzelt mit kleinen Randläsuren. Der Brief an Sourget leicht gebräunt.‎

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‎Hahn, Reynaldo, Komponist (1874-1947).‎

‎3 eigenh. Briefe mit U. und eh. Bildpostkarte mit U. [Paris und Ligne d'Alger], 1911-1936 und o. D.‎

‎Zus. (1+1+1+2 =) 5 SS. auf einem Doppelblatt und 3 Einzelbll. 3 Stücke mit eh. Adresse. In französischer Sprache an Paul Leclercq in Nizza mit Urlaubsgrüßen aus Algier: "Mes voeux bien sincères et mes meilleures amitiés [...]" (Poststempel: Marseille Ligne d'Alger, Dezember 1911). Auf der Bildseite eine Wüstenszene aus Algerien mit zwei Dromedaren und einem im Sand kauernden Nomaden. - An den Dramatiker Maurice Donnay in Paris mit Dank für ein Weihnachtsgeschenk: "Votre ravissant présent et l'affectueux gentillesse qui l'a dicté composent un 'petit Noel' qui m'enchante et dont je suis plus touché que je ne puis le dire. Je vous en remercie avec émotion et, puisque vous m'avez donné l'exemple, je vous demande la permission de vous embrasser [...]" (Poststempel: Paris, Dezember 1912]. - An Madame Emile Halphen in Paris mit der Bitte, sie um 14 Uhr kurz zu treffen, da bereits kurz darauf eine Probe angesetzt wurde und dies die einzige Möglichkeit sei, seinen Wunsch, sie zu sehen, mit seiner "trübsinnigen" Arbeit als Dirigent zu vereinbaren: "Madame, on m'annonce une répétition à la porte St. Martin pour Lundi à 2h ¼. Pourrais-je vous demander la permission de prendre congé de vous à 2h? Ce serait la seule solution qui me permit à la fois d'avoir le plaisir de vous voir et d'accomplir ma morne besogne de chef d'orchestre [...]" (Poststempel: Paris, 5. VI. 1936). - An eine Bekannte über zwei Bücher, die im Zuge seines Umzugs aufs Land verloren gegangen seien, und von denen er ihr nun neue Exemplare zusende: "Madame, j'avais pris chez vous en location avant les vacances, le tome II de Madame de Molteville et le 1er du Cardinal de Retz. Dans les démenagements entrainés par notre installation à la campagne les deux volumes ont été égarés. Les voici remplacés pour des exemplaires neufs [...]" (o. O. u. D.). - Mit kleinen Randläsuren. Die Postkarte mit Spuren alter Montage auf der Bildseite.‎

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‎Höller, Karl, Komponist (1907-1987).‎

‎Eigenh. Briefkarte mit U. O. O., 18. IX. 1954.‎

‎1 S. Qu.-8vo. An den Autographensammler Hans Joseph Krafft mit Dank für dessen Glückwünsche: "Sehr geehrter Herr Krafft, über Ihre lb. Glückwünsche anlässlich meiner Ernennung zum Präsidenten der Münchner Musikhochschule habe ich mich sehr gefreut und ich danke Ihnen sehr herzlich [...]". - Mit biographischen Notizen von alter Sammerhand in Bleistift verso.‎

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‎Indy, Vincent d', Komponist (1851-1931).‎

‎2 eigenh. Briefe mit U. und eh. Briefkarte mit U. Valence, Paris und o. O., 1900-1916.‎

‎Zus. 4 SS. auf 2 Doppelbll. und einem Einzelblatt. In französischer Sprache an einen Bekannten über einen anlässlich seiner Ernennung zum Direktor der Pariser Musikschule Schola Cantorum gehaltenen Vortrag, der in der belgischen Kunstzeitschrift "L'art moderne" erschienen ist; mit Verweis auf den Kunstkritiker Octave Maus (1856-1919), Herausgeber derselben, der ihm das Gewünschte gerne schicken werde: "Ma petite conférence d'inauguration de la Schola Cantorum est publiée par l'Art Moderne de Bruxelles, in extenso; le directeur de ce journal qui est un de mes amis M. Octave Maus se fera je pense un plaisir de vous envoyer communication de ce que vous demandez [...]" (Valence, 14. XI. 1900). - An einen Schriftsteller mit Bedauern, keine biographischen Notizen oder andere brauchbare Dokumente über seine Person zu besitzen oder aufsetzen zu können, sowie der Aufforderung, sich an den Komponisten Georges Martin Witkowski (1867-1943), Leiter der Musikschule in Lyon, zu wenden: "Merci d'abord de votre si aimable intention à mon égard, mais, hélas, je ne possède point de notice biographique ou autre document relatif à ma personne... et, malheureusement, j'ai de trop pressants occupations en ce moment, pour pouvoir vous établir moi-même quelque chose qui puisse vous servir. Excusez-moi, j'ai si peu de temps à moi, encore mon Ecole! Si vous alliez à Lyon, je suis certain que M. Witkowski, directeur de la Schola lyonnaise [...] vous donnerait sur moi, et mieux que moi! tous les renseignements que vous pourriez désirer [...]" (o. O., 20. XII. 1904). Auf Briefpapier mit Trauerrand. - An einen Schüler mit der Einladung zu einer Probe: "Voulez vous venir à la Schola Mercredi à 5 heures, nous aurons le temps de répèter le trio [...]". - Der Brief von 1900 etwas gebräunt, mit kleinen Papierdurchbrüchen und einem kleinen Randeinriss.‎

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‎Indy, Vincent d', French composer and teacher (1851-1931).‎

‎Autograph musical quotation signed. [Paris, 30. XI. 1909, postmark].‎

‎Oblong 12mo. With autograph envelope. Beautiful quotation of 5 bars from d'Indy's piano sonata in E minor, op. 63, addressed to the young pianist Linette Chalupt (1892-1918). - Linette Chalupt was the younger sister of the poet and critic René Chalupt. Several pieces were dedicated to the pianist, most importantly Erik Satie's valse "Son binocle" from his "Valses distinguées du précieux dégoûté" in 1914. - Vincent d'Indy is best remembered as an important and innovative teacher at the Paris Conservatory and co-founder of the Schola Cantorum de Paris. His students included Albéric Magnard, Albert Roussel, Arthur Honegger, Darius Milhaud, and Erik Satie as well as Cole Porter. - Well preserved.‎

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