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‎Sayn-Wittgenstein-Hohenstein, Wilhelm zu, Staatsmann (1770-1851), Vertrauter von Friedrich Wilhelm III.‎

‎Eigenh. Brief mit U. Berlin, 27. XI. 1827.‎

‎1 S. Folio. Zu einer Lieferung von antiken Marmorwerken: "Ew. Hochwohlgebohren danke ich recht verbindlichst für die mir gütigst mitgetheilte Nachricht, daß unsere Kisten mit den antiken Marmor Werken glücklich in Hamburg eingetroffen und von da hieher schon abgegangen sind: wenn wir keinen harten Frost bekommen, so können wir sie hoffentlich noch vor der Abreiße unseres lieben H. Bunsen hier eintreffen sehen. Wegen der Auslagen werde ich Ihre weitere gütige Benachrichtigung erwarten [...]". - Wittgenstein hatte im Jahr 1819 sein Amt als Polizeiminister niedergelegt und war Minister des königlichen Hauses geworden; in dieser Funktion verwaltete er die Krongüter und sorgte für die Wahrung der königlichen Rechte noch bis Anfang der 1850er Jahre. - Wie aus einem Brief Alexander von Humboldts vom 14. X. 1827 belegt ist, hatte dieser den preußischen Gesandten Christian Carl Josias Frh. von Bunsen am darauffolgenden Tag in Humboldts Wagen von Rom abgeholt und nach Paretz zur Audienz bei König Friedrich Wilhelm III. gefahren (s. Briefe v. A. v. H. an Bunsen, Leipzig, Brockhaus, 1869). - Mit Aktennotiz in Tinte und Sammlervermerk in Bleistift.‎

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‎Sayn-Wittgenstein-Hohenstein, Wilhelm zu, Staatsmann (1770-1851), Vertrauter von Friedrich Wilhelm III.‎

‎Eigenh. Brief mit U. Berlin, 22. I. 1837.‎

‎¾ S. auf Doppelblatt. Folio. Mit eh. adr. Kuvert mit Siegel. An die Wirkliche Frau Stadträtin Berner zu einer Terminvereinbarung: "Da sie mich zu sprechen wünschen, so werde ich Sie des Vormittags zwischen 10 u. 12 Uhr bei mir erwarten, aber auch bei der bedeutenden Entfernung Ihrer Wohnung recht gerne zu Ihnen kommen, wenn Ihnen dieses angenehm ist [...]". - Wittgenstein war ab 1819 bis Anfang der 1850er Jahre Minister des königlichen Hauses. Nach dem "Hambacher Fest", dem Höhepunkt der bürgerlichen Opposition am Beginn des Vormärz, arbeitete Wittgenstein wieder, wie schon vor seiner Zeit als Minister, eng mit Metternich zusammen, um polizeiliche Maßnahmen gegen die Opposition zu verstärken. - Mit durchgehendem Einriss entlang der horizontalen Faltlinie im Gegenblatt und größerem Randeinriss im ersten Blatt.‎

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‎Schaffrath, Wilhelm, Jurist und Politiker (1814-1893).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 22. XI., o. J.‎

‎½ S. 8vo. An einen Redakteur mit der Bitte, seine Petition in dessen Zeitung abzudrucken: "Können Sie die beifolgende 'Petition der Presse um Preßfreiheit' spätestens in die nächste Dienstags- u. Mittwochs-Nummer aufnehmen? Wenn Sie dieß bis dahin wegen Mangels an Raum nicht können, bitte ich mir die Petition noch heute Nachmittag oder doch morgen Vormittag zurück [...]". - Wilhelm Schaffrath war infolge der Revolution 1848, wo er als Mitglied in das Frankfurter Paulskirchenparlament gewählt worden war, ins Schweizer Exil gegangen, kehrte in den 1850er Jahren nach Deutschland zurück und ließ sich schließlich in Dresden nieder. - Mit biographischen Notizen von alter Sammlerhand in Bleistift.‎

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‎Schneider, Ludwig Karl Eduard, Politiker und Botaniker (1809-1889).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Schönebeck, 29. XI. 1849.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An den Rechtsanwalt Dorn in Berlin über ein Autograph des Politikers Carl d'Ester (1813-59), das den angeklagten Liberalen Benedikt Waldeck (1802-70) entlasten könnte: "Durch meinen Schwager erhalten Sie diesen Brief, dem ich ein Document von höchster Wichtigkeit beilege: ein Albumblatt, welches mir d'Ester zu der denkwürdigen Zeit nach Vertagung der National-Versammlung in Berlin geschrieben hat. Es enthält dieselben Worte, welche unter seinem später erschienenen lithographirten Bilde stehen. Ich habe mein Original mit der Lithographie verglichen und sehr bedeutende Abweichungen in den Handschriften gefunden. Das Nähere hierüber habe ich in dem Briefe an meinen Schwager aufgeführt. Es wird sich hieraus leicht der Beweis führen lassen, daß der angeblich d'Estrische Brief, welcher in dem Waldeckschen Proceß eine so große Rolle spielt, nicht nur nicht von d'Ester herrührt, sondern auch, daß derselbe nach dem lithographirten Facsimile unter d'Esters Bilde nachgemacht ist. Da d'Ester die Album-Worte in meiner Gegenwart geschrieben hat, so kann ich eidlich erhärten, daß die Handschrift auf meinem Albumblatte die d'Estersche ist. Ich zweifle nicht, daß diese Angelegenheit in dem Waldeckschen Proceß von Wichtigkeit ist, und bin für diesen Fall bereit als Entlastungszeuge in dem W. Proceß aufzutreten [...]". - Den linksliberalen Politiker Benedikt Waldeck traf infolge der Gegenrevolution eine Anklage wegen Mitwisserschaft einer Verschwörung und eines geplanten Attentats auf König Friedrich Wilhelm IV. Da sich die Zeugen und der Chef der preußischen Geheimpolizei Karl Ludwig Friedrich von Hinckeldey jedoch vor Gericht in Widersprüche verwickelten, endete der Prozess für Waldeck schließlich mit einem Freispruch, und eine große Menschenmenge feierte ihn als einen Märtyrer der Revolution. - Mit dem Namen des Verfassers von alter Sammlerhand in Bleistift und Farbstift.‎

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‎Schönfels, Friedrich Ernst von, Offizier und Politiker (1796-1878).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 6. II. 1855.‎

‎1 S. 4to. An einen Domherrn mit einer Stoffbestellung: "Die Inlage bezeichnet die Farbe und den Stoff von dem meine Tochter 4 Ellen zu haben wünscht. Freilich muß die Farbe völlig harmoniren da ein bereits vorhandenes rotes Kleid damit ergänzt werden soll. Im Voraus meinen besten Dank! [...]". - Mit biographischen Notizen von alter Sammlerhand in Bleistift. Zeitgenössischer Vermerk verso, möglicherweise von Empfängerhand. Kleine Randläsuren; ein kleiner Braunfleck.‎

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‎Schönfels, Friedrich Ernst von, Offizier und Politiker (1796-1878).‎

‎Eigenh. Schriftstück mit U. Dresden, 19. II. 1845.‎

‎1 S. 4to. Abzeichnung des Erhalts von Gesetzesakten: "Daß mir Endesgesetztem 1.) das Gesetz, die Einführung eines neuen Maaßsystems betr. so wie 2.) der Gesetzentwurf über den Schuldarrest, von dem Ständischen Archivariat übersendet worden ist; solches bezeuge ich [...]". - Von Schönfels wurde 1842 von der Vogtländischen Ritterschaft auf Lebenszeit in die erste Kammer des Sächsischen Landtags gewählt. Dieses Mandat hatte er nach seiner Zeit als Kammerpräsident während des Revolutionsjahres 1848 und nach einer Unterbrechung seiner politischen Karriere durch das liberale Wahlgesetz vom November desselben Jahres bis 1862 inne. - Mit Sammlervermerk in Bleistift. Die Ränder stellenwese leicht gebräunt, knittrig und angestaubt sowie mit kleinen Randläsuren und -einrissen.‎

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‎Schultes, Johann Adolf von, Politiker und Publizist (1744-1821).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Coburg, 1. IX. 1811.‎

‎1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Verleger mit der Bitte, ihm zwei Arbeiten zur Buchbesprechungen zukommen zu lassen: "Euer Wohlgeboren habe ich [...] zu eröffnen die Ehre, wie ich die mir übertragenen Recensionen, Pohlmanns Gesch. der St. Salzwedel u. Pfeils Landwirtschaft übernehmen will u. daher diese Schriften von Ihnen erwarte. Ich erinnere mich nicht, in Ihrer Lit. Z. eine einzige der historischen Abhandlungen der k. baierischen Academie (1807) [...] gelesen zu haben [...]". - Mit biographischen Notizen von alter Sammlerhand in Bleistift. 2 kleine Papierdurchbrüche im Mittelfalz. Das leere Gegenblatt mit kleinen Randläsuren.‎

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‎Schultz, Carl Heinrich, Jurist (fl. 1849).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wanzleben, 23. X. 1849.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse verso. An den Stadtschulrat Ernst Grubitz (1809-89) in Magdeburg über seinen Beitritt zum Magdeburger Kunstverein: "Wie mir mitgetheilt ist, hat man sich mit der Bitte, dem Magdeburger Kunstverein als Mitglied beitreten zu dürfen, an Sie, als Mitglied des Ausschusses oder des Directoriums, zu wenden. Ich erlaube mir daher, mich dieserhalb an Sie zu addressiren und die Bitte auszusprechen, mich als Mitglied mit zwei Loosen u. Stimmen notiren zu wollen. Es dürfte dazu jetzt die bestgeeignete Zeit seyn, da eine neue zweijährige Sammelperiode unlängst begonnen haben wird. Ihren weiteren gefälligen Mittheilungen über Maß, Zeit u. Ort der von mir zu erfüllenden Verbindlichkeiten darf ich wohl demnächst entgegensehen [...]". - Mit Notiz von Empfängerhand: "beantwortet u. Auftrag ausgeführt [...]". - Mit kleinen Randläsuren.‎

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‎Schulz-Bodmer, Wilhelm, Politiker (1797-1860).‎

‎Gedr. Stimmzettel mit eigenh. Eintragung und eh. Namenszug. O. O. u. D.‎

‎1 S. Qu.-16mo. Auf einen wohl in der Frankfurter Nationalversammlung eingebrachten Antrag stimmt Schulz-Bodmer unter Nennung seines Namens und Wohnortes Darmstadt mit "Ja".‎

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‎Schwerin-Putzar, Maximilian Gf. von, Rittergutsbesitzer und Parlamentarier (1804-1872).‎

‎Eigenh. Brief (Fragment) mit U. Berlin, 22. V. 1848.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An den Bibliothekssekretär Theodor Bernd (1775-1854) in Bonn: "Gern benutze ich übrigens diese Veranlaßung, Ew. Wohlgeboren meiner vorzüglichen Hochachtung zu versichern [...]".‎

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‎Sepp, Johann Nepomuk, Historiker und Politiker (1816-1909).‎

‎Gedr. Stimmzettel mit eigenh. Eintragung und eh. Namenszug. O. O. u. D.‎

‎1 S. Qu.-16mo. Auf einen wohl in der Frankfurter Nationalversammlung eingebrachten Antrag stimmt Sepp unter Nennung seines Namens und Wohnortes München mit "Nein".‎

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‎Sieveking, Karl, Syndikus, Diplomat und Kunstmäzen (1787-1847).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Hamburg, 21. XII. 1799.‎

‎2 SS. 4to. An die Redaktion des "Reichsanzeigers" mit der Bitte, seinen Beitrag über Erbschaftsangelegenheiten anonym abzudrucken: "Ew. Wohlgebohren sende ich anliegend einige Bemerkungen über die von meinem verstorbenen Bruder vorgeschlagene Auflage auf Erbschaften und die dadurch veranlaßten Aufsätze in Nr. 35, Nr. 189 und Nr. 269. des diesjährigen Reichs-Anzeigers, mit der Bitte solchen einen Platz in dem Reichs-Anzeiger einzuräumen. Da Sie die vorgedachten Aufsätze gegen meinen Bruder und deßen Vorschlag aufgenommen haben, so darf ich gewiß um so zuversichtlicher annehmen daß Sie auch meinem Aufsatz [...] die Aufnahme nicht versagen werden [...] Auch bin ich erbötig alles was ich in meinem Aufsatze gesagt habe gegen jedermann, wer er auch sey, zu vertheidigen, und würde ich selbst in der Rücksicht keine Bedenken hegen mich öffentlich als Verfasser desselben nennen zu laßen, wenn nicht andere Ansuchen das Gegentheil nothwendig machen, weswegen ich Ew. Wohlgebohren dann auch [...] ersuchen muß mich nicht als Verfaßer jenes Aufsatzes zu nennen [...]". - Mit Notizen von alter Sammlerhand.‎

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‎Sieveking, Karl, Syndikus, Diplomat und Kunstmäzen (1787-1847).‎

‎Eigenh. Manuskript mit U. Ham[burg], 15. II. 1840.‎

‎2½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An eine Redaktion über einen ökonomischen Aufsatz: "Der hiebey zurück erfolgende Aufsatz über das Hamburgische Münzwesen ist das Werk wohlgemeinter Unkunde. Ich wünsche, daß er in den wöchentlichen Nachrichten abgedruckt werde um zu Berichtigungen Anlaß zu geben. Wenn man den Vereinsthaler einführen will: so muß man sich um die Bankvaluta nicht kümmern. Die ganze Handlung der Welt ist dabey interessiert, daß sie nicht von dem wechselnden Werth der Abnutzung unterworfener Umlaufsmittel abhängig werde. Für Hamburger Courant und Holsteinische Species [...] kann ein Agio von 17 auf 35 [...] festgesetzt werden [...] Darauf und auf die Goldmünzen muß man sich fürs erste beschränken [...]". - Mit Notizen zum Abdruck des Beitrags in Bleistift, wohl von Empfängerhand, und einem kleinen Randeinriss. Die untere Hälfte von Bl. 2 abgetrennt.‎

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‎Simon, Thomas, Pädagoge (1794-1869).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Berlin, 10. IV. 1849.‎

‎1 S. 4to. Mit eh. Adresse verso. An Kanzleirat Bleich mit der Bitte um eine portofreie Sendung: "Ich erlaube mir, Herrn Kanzleirath Bleich ergebenst zu bitten, die beifolgenden sieben Packete 'Drucksachen' zur Portofreiheit gefälligst qualificiren zu wollen, so daß sie heute abgehen können [...]".‎

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‎Soiron, Alexander Frh. von, Politiker (1806-1855).‎

‎Hs. Schriftstück mit eigenh. U. Frankfurt a. M., 6. V. 1848.‎

‎1 S. Folio. An den Gutsbesitzer, Juristen und liberalen Politiker Hermann Joseph (1811-69) mit der Einladung, ein Mitglied des Fünfzigerausschusses zu werden: "In Folge Austritts eines Mitglieds des Fünfzigerausschußes werden sie in Gemäßheit eines gestern gefaßten Beschlußes ersucht, als Ersatzmann in den Ausschuß einzutreten, und werden Sie zugleich, in Uebereinstimmung mit einem früher gefaßten Beschluße aufgefordert, innerhalb drei Tagen nach Empfang dieses Schreibens Sich über die Annahme dieser Einladung zu erklären, indem widrigenfalls die Ablehnung derselben angenommen werden muß [...]". - Soiron beteiligte sich 1848 an den Volksversammlungen in Offenburg und Heidelberg, gehörte dem Vorparlament an und war Präsident des Fünfzigerausschusses. Über den Wahlkreis Adelsheim wurde er Abgeordneter in der Frankfurter Nationalversammlung, wo er zur Casino-Fraktion zählte. - Mit der weiteren eh. U. des Verwaltungsjuristen und Schriftführers Rudolf Schleiden. Sammlernotiz in Bleistift, leichte Tintenabklatschspuren, etwas gelb- und braunfleckig. An den Rändern mit kleinen Einrissen und stellenweise leicht knittrig.‎

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‎Spitzner, Gustav Friedrich Adolph, Politiker (1803-1870).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 18. IX. 1849.‎

‎1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse verso. An seinen Kollegen Schubert über die Möglichkeit, einen Fürsten mit einer Angelegenheit in der sächsischen Stadt Kamenz zu beauftragen: "In der [...] Auseinandersetzungssache finde ich eben so viel Bedenken einen Bautzener wie einen Dresdner Fürsten zu beauftragen. Denn Bautzen ist von Camenz [...] 3 3/5 Meilen entfernt, die Reisekosten würden sich also auf 5 Meilen summieren. [Name geschwärzt] können wir nicht beauftragen, da ich seine Geschäfte in ziemlicher Unordnung gefunden habe. Wie wäre es denn wenn [Name geschwärzt] in [Ort geschwärzt] beauftragt würde [...]? Ob er sich bei Ausführung der ihm übertragenen Geschäfte thätig bezeigt hat weiß ich freilich nicht [...]". - Mit biographischen Notizen in Bleistift von alter Sammlerhand. Beiliegend eine lobende Bemerkung über Spitzner von alter Sammlerhand: "Einer der wenigen welche den Muth hatten in der Kammer 1848 das gemäßigte Princip zu vertreten ohne sich vom allgemeinen Strom hinreißen zu lassen [...]". Mit rotem Lacksiegel.‎

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‎Sprißler, Joseph, Politiker und Geistlicher (1795-1879).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Frankfurt a. M., 18. VI. 1848.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit der Bitte um eine Eintrittskarte zur Frankfurter Nationalversammlung: "Eine Einlasskarte zu der morgigen Sitzung der Nationalversammlung erbittet [...]". - Mit biographischen Notizen von alter Sammlerhand in Bleistift.‎

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‎Stavenhagen, Friedrich, Generalmajor und Politiker (1796-1869).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 6. IX. (o. J.).‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse verso. An Hofrat Becker mit der Bitte um Entschuldigung seines Fernbleibens von einer Abendveranstaltung: "Dr. Freytag [d. i. wohl der Schriftsteller Gustav Freytag, 1816-95] ist so freundlich gewesen, mich ebenfalls zu heute Abend einzuladen. Leider aber bin ich verhindert zu erscheinen und ich bitte Sie daher, daß Sie die Güte haben wollen, mich bei Dr. Freytag zu entschuldigen. Vielleicht darf ich in den nächsten Tagen über die Resultate des heutigen Abends dann bei Ihnen nachfragen [...]". - Mit biographischen Notizen von alter Sammlerhand in Bleistift.‎

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‎Stein, Julius, Journalist und Politiker (1813-1889).‎

‎Eigenh. Brief mit U. [Breslau], o. D.‎

‎1 S. 8vo. Mit der Einladung zu einer Besprechung der Bezirkswahlen: "Zu einer Besprechung über die bevorstehenden Wahlen in äußerem Bezirke ladet auf Mittwoch den 23. April Abends 8 Uhr in die Morgenthal'schen Restauration (parterre rechts) Grüne Baumbrücke ergebenst ein [...]". - Ein kleiner Papierdurchbruch. Mit biographischen Notizen von alter Sammlerhand in Bleistift.‎

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‎Stein, Julius, Journalist und Politiker (1813-1889).‎

‎Eigenh. Brief mit U. [Poststempel: Breslau, Mai 1848].‎

‎1 S. 4to. Mit eh. Adresse verso. An den Botaniker Christian Gottfried Daniel Nees von Esenbeck (1776-1858) über dessen Kandidatur zur Preußischen Nationalversammlung: "Aus dem Creise Glogau haben sich mehrere Männer an den Graf Reichenbach [d. i. der Politiker Eduard Heinrich Graf von Reichenbach, 1812-69] mit der Bitte um Wahl-Candidaten theils für die Berlin[er] theils für die Frankfurter Versammlung gewandt. Er hat Sie für Berlin vorgeschlagen. Wenn Sie auf diese Wahl reflektiren, ersuche ich Sie, sich schleunigst mit diesen Männern in Verbindung zu setzen. Die Addressen sind: Lehrer Schmidt [...]". - Mit Notizen von Empfängerhand: "Geschrieben u. Programm gesendet H. Schmidt [...]". Mit biographischen Notizen von alter Sammlerhand in Bleistift und Randläsuren.‎

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‎Stephani, Martin Eduard, Politiker (1817-1885).‎

‎Eigenh. Brief mit U. [Ort unleserlich], 22. VII. 1875.‎

‎8 SS. auf 2 Doppelbll. 8vo. Persönlicher Brief an einen Freund, wohl den Leipziger Verleger Hermann Härtel (1803-75), mit Genesungswünschen: "Wenn ich auch durch befreundete Vermittelung von Ihrem und der Ihrigen Ergehen immer Nachricht erhalten habe, so ist doch nun lange Zeit vergangen, seit ich keine unmittelbare Berührung mit Ihnen hatte und diese Monate sind ja für Sie leider eine Zeit steigenden Unwohlseyns und Leidens gewesen. Da drängt es mich denn, da ich's nicht persönlich kann, wenigstens brieflich bei Ihnen zu erscheinen und Ihnen zu sagen, wie herzlichen Antheil ich nehme an dem Ihnen auferlegten Leiden [...] aber wie schön ist's doch, daß Sie in dieser schweren Zeit doch die eine Seite Ihres reichen Wirkens fortsetzen können, das Wirken in Ihrem Familienkreis. Daß Sie gerade jetzt Ihre Töchter und Enkel dauernd um sich haben und das schönste menschliche Wirken, das stille Wirken im Familienkreis [...] das ist doch ein großer Segen des Himmels und eine herrliche Frucht Ihrer Aussaat und Ihres Wirkens für die Ihrigen [...] Möge dieses schöne Zusammenleben Ihnen Erleichterung gewähren für Ihre Leiden, aber möge auch dies letztere selbst bald von Ihnen genommen werden. Wie ich höre, wird ja wohl auch Ihr Herr Schwiegersohn aus Berlin nun bald [...] zu Ihnen kommen und wird neues Leben zu Ihnen bringen [...] Ich kann mir lebhaft denken, wie sehr Frau Helene und Sie selbst mit diesem Hausbau sich beschäftigen werden und etwas hübsches wird da gewiß geschaffen [...] Bitte sagen sie doch Ihrer Frau Tochter mit meinen herzlichsten Grüßen, wie sehr ich mich ihrer Hoffnung auf ein neues und erweitertes Heim mit freue [...] Sollten Sie [...] Freytag [d. i. der Schriftsteller Gustav Freytag, 1816-95] oder Ludwig einmal sehen, so bitte grüßen Sie sie doch herzlich von mir [...]". - Mit biographischen Notizen sowie der Zuschreibung an den Adressaten Härtel von alter Sammlerhand in Bleistift.‎

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‎Streit, Feodor, Politiker, Publizist und Geschäftsführer des Deutschen Nationalvereins (1820-1904).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Coburg, 22. IX. 1852.‎

‎2 SS. Doppelblatt. Folio. An einen Immobilieninteressenten zu drei verschiedenen zum Verkauf stehenden Gütern: "In Beilage erhalten Sie zur Beantwortung Ihres geehrten mir unter der Adresse meiner Frau heute zugegangenen Zuschrift [...] eine möglichst ausführliche Beschreibung des in Nr. 354 der deutsch. allgemeinen Zeitung von mir angezeigten Gutes. Ich habe dazu nur zu bemerken, daß die Wohngebäude auf dem Gute allerdings einiger Umwandlung bedürfen, da sie für das Bedürfniß einen vornehmen Familie nicht eingerichtet sind [...] Uebrigens erlaube ich mir, Ihnen noch die ebenso getreue Beschreibung eines anderen größeren, in jeder Beziehung, insbesondere auch hinsichtlich der eleganten Einrichtung des Herrschaftssitzes empfehlenswerten Gutes beizulegen [...] ein drittes Gut [...] ist eines der größtem Rittergüter hiesiger Gegend [...]". - Mit Sammlernotiz in Bleistift, an den Rändern und Faltlinien etwas gebräunt, die Tinte etwas ausgeblichen und leicht stockfleckig.‎

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‎Streit, Feodor, Politiker, Publizist und Geschäftsführer des Deutschen Nationalvereins (1820-1904).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Coburg, 17. IX. 1861.‎

‎2 SS. 8vo. An einen Journalisten, bedauernd, ihm kein Mitgliederverzeichnis des Deutschen Nationalvereins bereitstellen zu können: "Im Besitze Ihres Schreibens vom 12 Sept. beeile ich mich Ihnen folgendes zu erwidern. Der National-Verein kennt keine einzelnen 'Vereine u. Kreisvereine' desselben. Es giebt nur einen National-Verein der in Coburg seinen Sitz hat u. die Vereinsmitglieder in Deutschland u. andern Ländern sind Mitglieder des einen u. einzigen Vereins der hier in Coburg domizilirt ist. Sollte es Ihnen [...] nach Erkenntniß dieses Ihres Irrthums auch nur um ein Verzeichniß der Vereinsmitglieder an den verschiedensten Orten zu thun sein würde ich bedauern Ihnen auch dafür das Material nicht liefern zu können. Würde es zweckmäßig befunden werden ein solches Verzeichniß der Oeffentlichkeit zu übergeben würde der Vorstand des Vereins selbst diese Mühe übernehmen. Die von Ihnen eventuell gewünschten Nummern der Wochenschrift stehen allerdings von hieraus zu Ihrer Disposition, nur mache ich Sie darauf aufmerksam daß Sie ein ausführliches Mitgliederverzeichniß darin nicht finden werden [...]". - Mit biographischen Notizen von alter Sammlerhand in Bleistift.‎

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‎Suckow, Joachim August Bernhard von, Oberamtmann zu Warin (1746-1827).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Warin, 7. VI. 1802.‎

‎4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Über die Rolle der Schultheiße in den neu eingerichteten Armeninstituten, über ein Exposé eines gemeinsamen Bekannten und mit einer Bemerkung über Napoleon: "Ew. Hochwohlgebohren melde ich als Nachtrag zu der neulichen Anzeige wegen Errichtung der Armen-Institute, in allen Domanial-Ämtern, daß die Regierung die dazu nötige[n] Befehle, an die Cammer, diese aber wieder an alle übrige Ämter erlassen hat. Dabei ist den resp. Directionen derselben nicht vorgeschrieben, daß sie durchaus die Schultzen mit in der Verwaltung des Instituts aufne[h]men solten; sondern erstere sind blos auf meine Vorschläge hingewiesen [...] daß man die Mit-Aufnahme der Schultzen wünsche. Viele Ämter haben diesem Wink gefolgt, und auch die Schultze aufgenommen. Andere Ämter [...] haben aber [...] die Schultzen ausgeschloßen [...] Ich habe [...] zwey Briefe von Karsten gehabt; aber in nicht einem derselben sagt er mir, ob er Ihnen das Exposé [...] geschickt hat, oder nicht? Ich mag ihn nun auch nicht weiter fragen - vielleicht hält ihn die überhäufte Arbeit ab [...] Unser Erbprinz ist nach Memel abgegangen, und wird der Zusammenkunft des Kaisers und des Königs beiwo[h]nen. Bei seiner Retour kann ich Ihnen vielleicht Manches sagen. Wie es scheint, glaubt man denn doch, daß Bonaparte im Ernst ein wenig zu gefährlich wird [...]". - Mit Notizen von alter Sammlerhand.‎

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‎Suckow, Joachim August Bernhard von, Oberamtmann zu Warin (1746-1827).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Warin, 21. X. 1802.‎

‎4 SS. auf Doppelblatt. 4to. An einen Freund über Unterhandlungen mit Russland, die nicht in seinem Sinne verlaufen, und mit der Bitte, einige Akten zu retournieren: "Die Sache mit Wismar ist zwar noch in voller Unterhandlung, aber mir hat sie doch eine Wendung genommen, die mir nicht gefällt. Fast scheint es, daß Rusland andere Grundsätze angenommen und sich von jenem Prospect entfernt hat, da wir da eine Entschädigung erhalten, wo wir sie so wenig verdient als gesucht hatten. In den neuen Entscheidungs-Entwurf sind wir mit aufgenommen und der Grund dazu ist aus dem ehemaligen Verlust der Canonicate zu Strasburg, und der Grafschaft Luchtenberg hergeholt. Diesem gemäß erhalten wir jetzt von der Reichstadt Lübeck, die in Mecklenburg gelegenen Dörfer [...] Desgleichen eine jährliche Rente von 10000 Gulden [...] Wismar war uns 30 mahl lieber [...] 14 Tage weiter hin, so wird uns eine Antwort aus Petersburg sagen, woran wir sind, und was wir in diesem Punct noch zu hoffen haben. So bald ich das weiß, sollen Sie es erfahren. Dürfte ich Sie bitten mir die Acten gütigst auf der Post zugehen zu laßen, die ich Ihnen in Betreff des fiscalischen Processes wegen der Veränderung des bisherigen Straf-Instruments mitgetheilt habe [...] Ich habe vor etwa 8 Tagen einen Brief aus Petersburg gesehen, der eine gänzliche Umwälzung des dortigen Systems ankündigte [...] und man vermutete, daß sich der Kaiser, algemach von allem französischen Einfluß los machen würde. Geschieht das, so ändert auch Preußen sein System [...]". - Mit biographischen Notizen von alter Sammlerhand in Bleistift.‎

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‎Tschirschky und Bögendorff, Otto Julius von, Beamter und erster Generaldirektor der Königlich Sächsischen Staatseisenbahnen (1818-1903).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Dresden, 29. V. 1848.‎

‎1½ SS. 4to. An einen Kollegen über den vom Finanzministerium jüngst ernannten Korrespondenten für die "Leipziger Zeitung": "Ew. Wohlgeboren gebe ich mir die Ehre, im Auftrage des Herrn Finanzministers, davon in Kenntniß zu setzen, daß zum Corresponde[n]ten für die Leipziger Zeitung über die dermaligen ständischen Verhandlungen der Dr. Seidenschnur hier vom Finanzministerium gewählt worden ist. In den nächsten Tagen, während welcher keine Sommersitzungen stattfinden werden, wird Dr. Seidenschnur ein resumé über die zeitherigen Verhandlungen für die Leipz. Zeitung an Ew. Wohlgeboren einsenden u. ist derselbe angewiesen worden, künftig regelmäßig die fragliche Correspondenz zu führen. Über die definitive Regulirung des Redaction[s]verhältnißes der Leipziger Zeitung wird das Gesammtministerium morgen Entschließung fassen und Ew. Wohlgeboren werden von dem Ergebensten unverzüglich in Kenntniß gesetzt werden [...]". - Mit Notiz von alter Sammlerhand in Bleistift. Minimale Randläsuren.‎

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‎Unruh, Hans Victor von, Bauingenieur und Politiker (1806-1886).‎

‎Eigenh. Schriftstück mit U. Magdeburg, 22. I. 1849.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Kurze Verständigung über einen expedierten Brief: "Nachstehende Mittheilung übersendet [...]". - Mit Blindstempel des Direktoriums der Magdeburg-Wittenbergischen Eisenbahngesellschaft.‎

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‎Vahlkampf, Albert Franz Xaver Christoph Leonhard von, Politiker (1799-1858).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Frankfurt a. M., 12. V. 1855.‎

‎½ S. 8vo. "Euer Wohlgeboren gefälliges Schreiben vom 11ten wird mir im Augenblicke der Abreise überreicht, - welche mich wenigstens bis zum Monatschlusse von hier fern halten wird. Ich bin daher nicht ein mal im Stande dasselbe sorgfältig zu durchlesen und muß mir die Erwiderung bis zur Rückkehr vorbehalten. Die Einlage habe ich befördern lassen [...]".‎

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‎Vahlkampf, Albert Franz Xaver Christoph Leonhard von, Politiker (1799-1858).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Frankfurt a. M., 5. VIII. 1857.‎

‎½ S. 8vo. "Euer Wohlgeboren beeile ich mich auf das gefällige Schreiben vom 3ten des. ergebenst zu erwidern, daß ich zwar nicht in der entferntesten Geschäftsbeziehung zu der Fürstl. Th[urn] & T[axis'schen] Generalschaftsdirektion stehe u. daher Eure [...] Eingabe an dieselbe mir nicht vorlegen lassen kann, daß ich aber Ihr Schreiben an mich empfehlend an dieselbe abgegeben habe [...]".‎

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€ 240,00 Kopen

‎Violand, Ernst Franz Salvator von, Beamter und Revolutionär (1818-1875).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. Qu.-8vo. "Die Demokraten der Gegenwart können fallen, aber die Sonne der wahren Völkerfreyheit wird auf ihre Leichenhügel strahlen [...]". - Mit biographischen Notizen von alter Sammlerhand in Bleistift.‎

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€ 350,00 Kopen

‎Voelk, Franz Joseph, Politiker und Rechtsanwalt (1819-1882).‎

‎Eigenh. Buchtitel. [München, 12. I. 1872].‎

‎1 S. Qu.-8vo. Eine Referenz auf das Hauptwerk des Historikers Georg Weber (1808-88): "Weber, Lehrbuch der Weltgeschichte 14. Auflage nebst Nachtrag elegant gebunden 6 fl. bei Ackermann". - Mit Zuschreibung an Voelk sowie Datierung von alter Sammlerhand in Bleistift.‎

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€ 200,00 Kopen

‎Vogel, Emil Ferdinand, Rechtswissenschaftler und Philologe (1801-1852)‎

‎Eigenh. Brief mit U. Leipzig, 14. XI. 1843.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. Folio. Mit eh. Adresse (Faltbrief). Antwortschreiben als Korrespondent des Leipziger "Kunst- und Gewerbevereins" an den Museumspionier und Wegbereiter des öffentlichen Bibliothekswesens Karl B. Preusker wegen einer Bitte betreffend die Bildung eines Gewerbevereins in Großenhain: "In ergebenster Erwiederung Ihrer geehrten Zuschrift vom 11. d. M. sagen die Unterzeichneten zunächst ihren herzlichsten Dank für das dem Leipziger Kunst- und Gewerbe-Verein bewiesene gütige Zutrauen, erlauben sich aber rücksichtlich der Bitte selbst die Bemerkung, daß dieser Verein leider gar nicht im Besitz von Modellen, Proben u. dergl. ist, da es ihm einerseits an einer passenden Localität zur Aufstellung gebricht, andrerseits aber Proben u.s.w. ihm von den hiesigen Handlungshäusern, Gewerbtreibenden u.s.w. nur leihweise überlassen zu werden pflegen [...]". - Mitunterzeichnet von dem Buchhändler und Verleger Heinrich Ludwig August Schreck (1812-68), damals "Dirigent" des Leipziger Kunst- und Gewerbevereins. - Mit Siegelrest; am rechten Rand leicht lädiert, angestaubt und mit kleinen Einrissen. Größerer Randeinriss am Gegenblatt durch Brieföffnung.‎

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€ 180,00 Kopen

‎Voigt, Julius Heinrich, Justizbeamter und Politiker (fl. 1849).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Frauenstein, 14. XI. 1849.‎

‎1 S. 8vo. An die Redaktion des "Dresdner Journals" mit der Bitte, sein Abonnement künftig an eine andere Adresse zuzustellen: "An die Redaction des Dresdner Journals richte ich die Bitte, von heute an mein Exemplar des Dresdner Journals nicht nach Frauenstein, sondern in mein Quartier zu Dresden (Trompeterschlößchen) zu senden [...]". - Mit Notizen von alter Sammlerhand in Bleistift. Leicht gebräunt.‎

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€ 280,00 Kopen

‎Wahl, Adalbert, Historiker (1871-1957).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Feldberg (Schwarzwald), 16. VIII. 1938.‎

‎1 S. 8vo. An den Tübinger Bibliothekar und Bibliothekswissenschaftler Georg Leyh (1877-1968) mit der Information, dass er durch eine Zufallsbegegnung im Urlaub mit einem nicht identifizierten Kollegen darüber informiert worden sei, dass Ernst Leipprand die Stelle als Leyhs Stellvertreter in der Universitätsbibliothek Tübingen erhalten habe: "Er sagte mir, dass die bewusste Sache im Sinne von Leipprand entschieden sei. Ich freue mich sehr [...]". - Der junge Historiker und Bibliothekar Ernst Leipprand (1905-42) verblieb nicht lange an seiner neuen Stelle in Tübingen, da er sich im November 1939 freiwillig zur Wehrmacht meldete und ab 1941 an der Ostfront im Einsatz war. Am 4. September 1942 ist Leipprand als Offizier in Russland gefallen. Seine kurz vor dem Eintritt in die Wehrmacht begonnene Habilitationsschrift wurde 2008 posthum publiziert. - Adalbert Wahl absolvierte sein Studium der Geschichtswissenschaften in Oxford, Berlin, Wien und Bonn, wo er 1895 promoviert wurde. 1900 habilitierte er sich als Privatdozent an der Universität Freiburg, wo er 1905 zum außerordentlichen Professor ernannt wurde. 1908 folgte der Ruf als ordentlicher Professor für Neuere Geschiichte nach Hamburg. Professuren in Tübingen (1910), Dorpat (1918) und ab 1919 wieder Tübingen folgten. - Leicht gebräunt.‎

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€ 180,00 Kopen

‎Weichsel, Ferdinand Friedrich, Jurist und Politiker (1788-1854).‎

‎Eigenh. Brief mit U. M[agdeburg], 22. XI. 1849.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. Folio. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An seinen Fachkollegen, den Advokaten Dorn, hinsichtlich eines zeitlich ungünstig angesetzten Vernehmungstermins: "Soeben erhalte ich Ihren Brief. Wann ist die Sitzung in welcher ich vernommen werden soll? Doch nicht am 28. d. M. (wo gerade die Hochzeit meiner Tochter sein soll)? Ich bitte umgehend um Nachricht weil ich danach meine Einrichtungen treffen muß. Würde ich vielleicht noch vor 10 Uhr vernommen werden können? [...]". - Weichsel war Abgeordneter zur Preußischen Nationalversammlung für Wolmirstedt. - Mit Sammlernotiz in Bleistift. Papierbedingt etwas gebräunt, mit Verschlussstelle und kleinem Randeinriss durch Brieföffnung.‎

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€ 240,00 Kopen

‎Welck, Curt Robert Frh. von, Rittergutsbesitzer und Politiker (1798-1866).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Riesa, 28. IV. 1848.‎

‎1½ SS. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse verso. An Oswald Marbach, Redakteur der "Leipziger Zeitung", mit der Bitte um eine Erklärung für das Nichterscheinen seines Beitrags: "Eur. Wohlgeboren habe ich bereits schon am 22. d. M. einen Aufsatz, als Erwiederung auf einen Bericht aus Zittau in der außerordentl. Beil. zu no. 113 der Lpzger Zeitung, mit der Bitte zugesendet selbigen baldmöglichst in den neubegründeten Sprachsaal der genannten Zeitung, aufnehmen zu wollen. Vergebens habe ich bis mit heute [...] dem Erscheinen dieses Artikels entgegengesehen während der heutige Sprachsaal schon zwey Artikel von einem späteren Dato [...] enthält. Sollte ich vielleicht darin gefehlt haben, daß ich meine Bitte um Aufnahme, nicht an die Expedition der Lpzgr. Zeitung, sondern unmittelbar an Eur. Wohlgeboren, als Redacteur derselben, richtete, so lag der Grund hievon darin, daß eben Sie selbst, unter Ihrem Namen, die Eröffnung des Sprachsaals angekündigt, und zu Einsendung von Beiträgen aufgefordert hatten. Da ich aber, selbst wenn ich hierunter gefehlt, doch wohl, jedenfalls verhoffen kann, daß Sie die Gewogenheit gehabt haben würden meine ergebene Zuschrift an die Expedition zu befördern, so kann ich in der That nur annehmen daß Ihnen eben diese Zuschrift gar nicht zugekommen ist. Ich erlaube mir daher die Bitte, mir entweder diese leztere Voraussetzung umgehend zu bestätigen, damit ich auf den Postexpeditionen die benöthigten Recherchen anstellen kann, oder mir gefälligst mitzutheilen aus welcher sonstigen Ursachen die Aufnahme des fraglichen Artikels noch nicht erfolgt ist? [...]". - Mit Notizen von alter Sammlerhand in Bleistift. Mit einer kleinen Fehlstelle auf dem Gegenblatt durch Siegelbruch.‎

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€ 350,00 Kopen

‎Welck, Curt Robert Frh. von, Rittergutsbesitzer und Politiker (1798-1866).‎

‎Eigenh. Schriftstück mit U. Riesa, 29. V. 1849.‎

‎1 S. Qu.-8vo. An die Redaktion des "Dresdner Journals" mit der Bitte, seinen Beitrag abzudrucken: "Als Erwiederung der in no. 141 Ihres Blattes S. 1124. enthaltenen Erklärung [...] bitte ich die hier inliegende 'Berichtigung' in das Dr. Journal aufzunehmen [...]". - Auf Papierträger montiert. Verso ein Brieffragment aus der Redaktion des "Dresdner Journals" (datiert Dresden, 30. V. 1849). Beiliegend biographische Notizen von alter Sammlerhand.‎

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‎Welck, Curt Robert Frh. von, Amtshauptmann und Politiker (1798-1866).‎

‎Eigenh. Schriftstück mit U. Dresden, 22. III. 1849.‎

‎2¼ SS. auf Doppelblatt. Folio. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An die Expedition der Königl. Zeitung zu Leipzig mit einer "Erwiderung auf die Aufforderung in der Beilage zu no. 78 der Leipziger Zeitung", um einer Forderung nach Bekanntgabe der Urheber einer politischen Meinungsäußerung nachzukommen: "Herr Dr. Braun in Plauen [d. i. der Politiker Karl Braun, 1807-68], erblickt in den von ihm angeführten Worten der pag. 1269 der 1ten Beil. zu no. 75 der genannten Zeitung abgedruckten Adresse an Sr. Maj. dem König, eine, den Männern des abgetretenen Ministeriums gemachte Beschuldigung den, angeblich, trostlosen Zustand des Landes durch Pflichtverletzung herbeigeführt zu haben; als Vorstand jenes Ministeriums erachtet er sich deshalb für verpflichtet, die Urheber der Adresse aufzufordern, sich zu nennen [...] Die Unterzeichneten haben diese Adresse aus voller Ueberzeugung unterschrieben und die Tausende, die sie bis jezt schon mit ihnen unterschrieben haben, werden dieß ganz gewiß eben so aus voller Ueberzeugung gethan haben [...]". Veröffentlicht in der 1. Beilage zu Nr. 89 der "Leipziger Zeitung" (30. III. 1849). - Mit den weiteren eh. Unterschriften eines F. W. Hagedorn, eines Advokaten Hermann Matthäi, des Generals Dietrich von Miltitz, des Kupferstechers Prof. Moritz Steinla, eines C. O. von Welck, des Malers Carl Schubart und eines G. A. Simon. - Mit Siegelrest, einem kleinem Randausriss und Papierdurchbruch durch Brieföffnung. An den Rändern etwas lädiert, stellenweise mit größeren Randeinrissen, mit Sammlernotiz in Bleistift, Aktenvermerk in Tinte und Redaktionsvermerk in roter Tinte.‎

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€ 280,00 Kopen

‎Wentzel, August, Jurist und Politiker (1799-1860).‎

‎Eigenh. Brief mit U. B[erlin], 29. XII. 1842.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. Folio. Zu einem Vertrag betreffend die Nutzung eines Büros: "Ew. Hochwohlgeboren nehmen wie mir H. Secr. Lemke sagt, Anstand den Kontrakt zu vollziehen weil Sie verlangen daß, wovon unter uns nicht die Rede war, ein Kontrakt bestimmt werde, daß ich das Lokal zu keinem anderen Bureau gebrauchen dürfe. Sie werden selbst erwägen daß ich mich dem nicht aussetzen kann, daß mir der Wirth, wenn ich einmal einen Beamten vielleicht hinschicke dort eine Arbeit vorzunehmen, oder wenn H. Ass. Boelke einmal einen Termin im Requis. Bureau abhält, der keine Requis. Sache ist, Ueberschreitung des Kontrakts vorwirft [...]". - Papierbedingt etwas gebräunt und leicht braunfleckig, die Ränder und der Falz des Doppelblattes stärker lädiert, stellenweise mit Papier hinterlegt.‎

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€ 240,00 Kopen

‎Wiegand, Otto, Verleger und Politiker (1795-1870).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("Otto W.") und Initialen. Dresden, 13. III. 1850.‎

‎3 SS. auf Doppelblatt. Folio. In Bleistift. Begleitschreiben an seinen Freund, den Buchhändler Johann Jacob Weber, zur Übersendung von Portraits, mit kleinen Anmerkungen, wie diese am besten umgesetzt werden sollten: "Dr. Kunath hat den Artik. für die illustr. Zeitung übernommen, u. arbeitet seit gestern mit allem Fleiß daran. Sie erhalten ihn Sonntag längstens!! Beikommend übersende ich Ihnen das Portrait von Carlowitz, so wie mein Bildniß. Kretschmann soll mir in Holz etwas mehr Schönheit geben. Ich lege ferner das Portrait Müller's bei, u. ersuche Sie dringend dieses auch zu geben. Biedermann haben Sie [...]". - Wiegand veröffentlichte von 1846 bis 1852 im eigenen Verlag das 15-bändige "Conversations-Lexicon für alle Stände". - Die Ränder etwas lädiert mit größeren Einrissen, mit Sammlervermerk in Bleistift.‎

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‎Wiesand, Georg Friedrich, Jurist, Rittergutsbesitzer und Politiker (1777-1842).‎

‎Gedr. Empfangsschein mit eigenh. U. Jeßnitz, 16. IV. 1836.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Bestätigung über den Erhalt einiger Akten: "Ein Abdruck des Entwurfs des Criminalgesetzbuchs, zugleich als 1ste Lieferung der gedruckten Landtagsacten für das Jahr 1836, ist aus der Canzlei des Gesammt-Ministerii richtig an mich übersendet worden und wird Solches andurch quittirend bescheinigt [...]". - Mit Notizen von alter Sammlerhand in Bleistift.‎

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‎Winter, Christian Friedrich, Buchhändler und Politiker, Bürgermeister von Heidelberg (1773-1858).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Heidelberg, 7. II. 1831.‎

‎1 S. Folio. An einen Prälaten mit anerkennenden Worten für dessen Rede: "Immer größer muß die Hochachtung des Publicums gegen Männer werden, welche nur dem Rechte u. der Wahrheit, der bürgerl. u. geistigen und der Sittlichkeit bedingten Freiheit muthig, u. öffentlich also, das Wort reden, u. so reiche ich Ihnen dankbar die Hand, und als Zeichen meiner rechten Hochachtung die Anlage mit der Bitte sie gütig u. freundl. als Solches anzunehmen von Ihrem Verehrer Winter". - Winter war im Vormärz eine der herausragenden politischen Persönlichkeiten und stellte im badischen Landtag als erster Abgeordneter eines deutschen Parlaments einen Antrag auf Einführung der Pressefreiheit. Anfang der 1820er Jahre verließ er die Verlagsbuchhandlung "Mohr & Winter" und gründete einen eigenen Verlag mit Buchhandlung, den "Universitätsverlag C. Winter". In den 1830er Jahren wirkte Winter wieder als Abgeordneter. - An den Rändern stellenweise leicht knittrig. Mit Sammlervermerk in Bleistift.‎

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‎Winter, Christian Friedrich, Buchhändler und Politiker, Bürgermeister von Heidelberg (1773-1858).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Heidelberg, 20. I. 1836.‎

‎½ S. Folio. An die Papierfabrikanten Adolf und Moriz von Rauch in Heilbronn, seine Rechnung begleichend: "In Anlage fl 60 36 xr für Ihre Sendg. war 26ten Sept. v. J. das Saldo meiner Rechg. bis jezt. Empfangs Anzeige wollen Sie nur gefl. [...] gelegenheitlich bey [...] dortigen Herrn Meister & Popp zustellen laßen [...]". - Obwohl Winter "nach Ausbruch der Revolution von 1849 alles aufbot, um Gesetzwidrigkeiten und Gewaltthaten zu verhindern und die Stadt Heidelberg und deren Bewohner vor den Gefahren zu behüten, welche durch die Freischaaren drohten, wurde [er] doch, als die preußischen Truppen Heidelberg besetzten, verhaftet und seines Amtes entsetzt. Nach Wiederherstellung der Ordnung im J. 1850 der Theilnahme am Hochverrath beschuldigt und in Untersuchung gezogen, erlebte er die Genugthuung, durch gerichtliches Urtheil für verdachtlos erklärt zu werden [...]" (ADB XLIII, 464f). - Mit Sammlervermerk in Bleistift, Empfängervermerk in Tinte verso und leichten Abklatschspuren.‎

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‎Winter, Christian Friedrich, Buchhändler und Politiker, Bürgermeister von Heidelberg (1773-1858).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Heidelberg, 15. VI. 1836.‎

‎¾ S. Folio. An die Papierfabrikanten Adolf und Moriz von Rauch in Heilbronn bezüglich einer Papierbestellung: "Schon am 28ten Apr. d. J. habe ich Sie ersucht mir [...] 20 Ries Velin Papier zu senden. Ich bin bis heute ohne Ihre Antwort u. ohne dies Papier geblieben u. erbitte mir also nur einige Linien Antwort da ich das Papier sehr nöthig habe [...]". - Winter war im Vormärz eine der herausragenden politischen Persönlichkeiten und stellte im badischen Landtag als erster Abgeordneter eines deutschen Parlaments einen Antrag auf Einführung der Pressefreiheit. Anfang der 1820er Jahre verließ er die Verlagsbuchhandlung "Mohr & Winter" und gründete einen eigenen Verlag mit Buchhandlung, den "Universitätsverlag C. Winter". In den 1830er Jahren wirkte Winter wieder als Abgeordneter. - Mit Sammlervermerk in Bleistift und Empfängervermerk in Tinte verso.‎

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‎Winter, Christian Friedrich, Buchhändler und Politiker, Bürgermeister von Heidelberg (1773-1858).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Heidelberg, 22. I. 1847.‎

‎¾ S. 4to. An seinen Sohn Matthias (Mathy) mit einer Bitte, etwas in einer Zeitung anzeigen zu lassen und mit Grüßen an dessen Familie: "Sey so gut die 2. Anlage gleich in die Rundschau einzurücken und mir 2. Ex. jenes No's unter Couvert zu senden. Damit Punctum [...] Dir u. deiner l. Frau u. Sohn beste Grüße von deinem Winter, Vater [...]". - Winter war im Vormärz einer der herausragenden politischen Persönlichkeiten und stellte im badischen Landtag als erster Abgeordneter eines deutschen Parlaments einen Antrag auf Einführung der Pressefreiheit. - Mit Sammlervermerk in Bleistift und roter Tinte, stellenweise mit kleineren und größeren Randeinrissen, diese mit Papier hinterlegt.‎

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‎Wrede, Karl Theodor Fst. von, Staatsbeamter und Politiker (1797-1851).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Ellingen, 18. XI. 1844.‎

‎¾ S. auf Doppelblatt. Folio. Mit eh. Adresse (Faltbrief) und papierged. Verschlussstelle. An die Redaktion der "Augsburger Allgemeinen Zeitung", da ein übermittelter Artikel nicht veröffentlicht wurde: "Nachdem in dem mir heute zugekommenen Exemplar der Allgemeinen Zeitung, Nro. 332, abermals der unterm 23 November der verehrlichen Redaction zugesandte Artikel, nicht eingerückt erscheint, ersuche ich die verehrliche Redaction mir mit umgehender Post die Gründe mitzutheilen, welche dieses bis jetzt verhinderten [...]". - Wrede suchte nach dem Tod seines Vater Ende der 1830er Jahre um seine Entlassung aus dem Staatsdienst an, da er sich nun um die Familiengüter kümmern wollte. Die Stadt Speyer ernannte den dann wenige Jahre später tatsächlich scheidenden Regierungspräsidenten zum Ehrenbürger, insbesondere, da er als "Wohltäter der Armen" bekannt war. Er hatte auch die Herrschaft Mondsee im Salzkammergut geerbt, wo er sich nun überwiegend aufhielt. - Mit kleinem, an der Ecke montiertem Sammlungszettel mit Notizen in Tinte, mit Sammlernotiz in Bleistift und Tinte, mit Ausriss durch Brieföffnung im Gegenblatt und Empfängervermerk in Tinte, gestempelt.‎

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‎Wurm, Christian Friedrich, Gymnasialprofessor, Historiker, Autor und Politiker (1803-1859).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 28. VIII. 1848.‎

‎¾ S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An den Abgeordneten Emil Franz Rößler (1815-63) in Prag mit Bitte um etwaige Überlassung einer Besucherkarte für die Frankfurter Nationalversammlung: "Haben Sie für heute Ihre Fremdenkarte noch nicht vergeben, so werden Sie mich sehr verbinden, wenn Sie sie mir anvertrauten wollen [...]". - Mit Sammlervermerken in Bleistift.‎

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‎Wurm, Christian Friedrich, Gymnasialprofessor, Historiker, Autor und Politiker (1803-1859).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 30. VIII. 1854.‎

‎1 S. 8vo. An einen "Herrn Doctor" mit Neuigkeiten von Wurms soeben absolvierter Reise: "Ihre freundliche Einladung [...] kam leider erst zu spät in meine Hand, ich fand sie nämlich vorgestern Abend vor, bei meiner Rückkehr von einem kleinen Abstecher nach Kiel Lütjenburg und Lübeck, den ich mit meinem Neffen und einem anderen gleichfalls theologischen Vetter aus Schwaben gemacht. [...] Vielleicht interessiert Sie der anliegende [...] Abdruck von Rosenplüts Nürnberg, ich habe voriges Jahr in Nürnberg die Bekanntschaft des Herausgebers gemacht [...]". - Wurm, aus einer Familie von Württemberger Theologen und Pädagogen stammend, konzentrierte sich nach 1850 vornehmlich auf seine berufliche Tätigkeit in Hamburg, war als Autor tätig und hielt auch während der Reaktionszeit politische Vorträge. Im Jahr 1854 verfasste er eine Denkschrift für den britischen Premierminister Russell über die Behandlung der neutralen Schifffahrt durch Großbritannien im Krimkrieg. - Mit Sammlernotiz in Bleistift, leicht gelbfleckig.‎

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‎Wydenbrugk, Oskar von, Politiker (1815-1876).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Eisenach, 15. III. 1841.‎

‎2 SS. 4to. Mit der Bitte um Einrückung einer Anzeige betreffend den Verkauf eines Ritterguts: "Rittergutsverkauf. Ein in fruchtbarer und romantischer Gegend des Eisenacher Landes unweit des Werrathales gelegenes freies allodirtes Landgut, bestehend in gut gehaltenen Wohn- und Wirthschaftsgebäuden, zu welchen auch eine Branntweinbrennerei gehört [...] soll aus freier Hand verkauft werden [...]". - "Seine beiden juristischen Staatsexamina bestand [Wydenbrugk] in Jena, das erste im December 1837, das zweite anderthalb Jahr später, und da er sich unter Leitung des Rechtsanwalts Justizrath Schambach ausgezeichnet in der Praxis bewährte, so wurde er bald zum Amtsadvocaten ernannt und ihm die Stadt Eisenach als Wohnsitz angewiesen, die ihn nun sieben Jahr lang beherbergte" (ADB XLIV, 383). - Mit Sammlervermerk in Bleistift und Empfängervermerk in Tinte, papierbedingt leicht gebräunt.‎

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‎Zerzog, Adolf von, Gutsbesitzer und Politiker (1799-1880).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Regensburg, 13. I. 1857.‎

‎3¼ SS. auf Doppelblatt. Folio. Freundschaftlicher Brief an den Juristen und Schriftsteller Wilhelm Ludwig Demme (1801-78) mit Ratschlägen zum Vorgehen bei Bittgesuchen gegenüber dem Fürsten Maximilian Karl von Thurn und Taxis: "Die Geschichte mit dem Bittgesuch ist einfach die: Der Fürst ist noch nie bewogen worden, in Geschaeftssachen eine persönliche Entscheidung zu geben, er laeßt jede Sache ruhig den bureaucratischen Gang laufen und es ist sogar meist schaedlich, sich an ihn, statt an die betreffenden Vorstaende zu wenden [...] Die Doernberg's halten mit großer Eifersucht darauf, daß der Fürst nicht im voraus etwas verspreche, was sie zu entscheiden haben [...] Ich waere also der Meinung, daß Ihr Euch an den Herrn Oberpostdirector August Freyherrn von Doernberg zu Frankfurt a/M wendet [...] Der Erbprinz, den ich oefter sehe, ist erstens einmal gestern auf laengere Zeit nach Italien abgereist, und mischt sich nie directe in eine [...] Angelegenheit, sondern weist einem immer an seine Onkels (die Doernbergs) [...] Die hiesigen Lesecirkel sind nicht für solche theure wissenschaftl. Werke eingerichtet. Taxis [d. i. Maximilian K. v. Thurn u. Taxis, 1802-71] wird sich übrigens seinem Versprechen gemaeß betheiligen [...] Ich habe auch noch nicht begriffen, warum Du statt einer Nummer der Schwurgerichtszeitung, das Buch der Verbrechen anbietest? Jedenfalls wird die Schwurgerichtszeitung eher genommen. Z. B. bey Appellgerichten [...]". - Mit Sammlervermerk in Bleistift und Empfängernotiz in Tinte.‎

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