Die unabhängige Plattform professioneller Buchhändler und Antiquare

‎Autographes‎

Main

Anzahl der Treffer : 66.404 (1329 seiten)

Erste Seite Vorherige Seite 1 ... 675 676 677 [678] 679 680 681 ... 773 865 957 1049 1141 1233 1325 ... 1329 Nächste Seite Letzte Seite

‎Keilberth, Joseph, Dirigent (1908-1968).‎

‎Bildpostkarte mit eigenh. U. Bamberg, 18. VI. 1953.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An den Autographensammler Hans Joseph Krafft in Würzburg. Auf der Bildseite eine Reproduktion des Gemäldes "Der junge Mozart" nach Thaddäus Helbling. Mit einem montierten Zeitungsausschnitt über Keilberth als Nachfolger des Dirigenten Ferenc Fricsay an der Bayerischen Staatsoper.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 90,00 Kaufen

‎Kun, Árpád, Violinist (geb. 1894).‎

‎Eigenh. Portraitpostkarte mit U. Berlin, Invalidenstr. 100, o. D.‎

‎1 S. 8vo. An einen Musikkritiker mit Dank für eine wohlwollende Rezension: "Der kleine Violinist dankt tausendmal für gütige Kritik. Mit Dank und erfurchtsvoller Hochachtung [...]". - Die Bildseite mit einem Ganzfigurporträt des jungen Künstlers mit Violine und Bogen. - Auf Trägerpapier montiert. Der Träger mit biographischen Notizen von alter Sammlerhand.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 100,00 Kaufen

‎Lalo, Édouard, Komponist (1823-1892).‎

‎2 eigenh. Briefe mit U. O. O., 8. V. 1888 und 15. I. 1890.‎

‎Zus. 2½ SS. auf 2 Doppelbll. 8vo. In französischer Sprache an den Dirigenten Jules Danbé mit Dank für die wunderbare Aufführung eines seiner Werke am Vorabend: "Je ne sais qui je dois remercier le plus sincèrement, l'ami dévoué ou le chef d'orchestre éminent. Ce sont ces deux qualités réunies qui m'ont donné hier soir la plus grande jouissance que puisse éprouver un artiste: une exécution de son oeuvre sans une défaillance. Veuillez donc être l'interprète de ma reconnaissance près de votre vaillant orchestre [...]". - An einen Freund mit der Absage eines Besuchs in Mailand und Rom zu Proben seiner Oper "Le Roi d'Ys", was eine mindestens einmonatige Abwesenheit von Paris sowie den Verlust seiner Arbeit und seines Verdienstes von mindestens 4000 Francs während dieser Zeit bedeuten würde - ein Luxus, den er sich nicht gönnen könne: "Cher ami, le déplacement que vous me proposez pour surveiller les études du Roi d'Ys à Milan et à Rome se traduit par l'absence d'un mois hors de Paris, s'il ne se produit pas de retard pour cause de maladie ou autre. En ajoutant la perte de mon travail pendant ce laps de temps, cela représente pour moi un minimum de quatre mille francs; c'est un luxe que je ne peux pas me permettre [...]".‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 850,00 Kaufen

‎Langert, August, Komponist (1836-1920).‎

‎Visitenkarte mit eigenh. U. O. O. u. D.‎

‎1 S. Visitkartenformat. In seiner Funktion als herzoglicher Hofkapellmeister, ein Amt, das Langert in Coburg und ab 1873 in Gotha innehatte. Seine Oper "Dornröschen" wurde 1871 in Leipzig uraufgeführt. - Auf Trägerpapier montiert. Der Träger mit biographischen Notizen von alter Sammlerhand.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 90,00 Kaufen

‎Massenet, Jules, Komponist (1842-1912).‎

‎11 eigenh. Briefe mit U. und eh. Briefkarte mit U. Paris und o. O., 1881-1907 und o. D.‎

‎Zus. 18½ SS. auf 10 Doppelbll. und 2 Einzelbll. Mit 2 eh. adr. Kuverts. In französischer Sprache an die Direktoren des Brüsseler Opernhauses La Monnaie, Oscar Stoumon (1835-1900) und Édouard-Fortuné Calabresi (1824-1904), voll Freude über die Anwesenheit des Kulturministers Antoine Proust (1832-1905) bei der Uraufführung seiner Oper "Hériodade" sowie mit der Bitte, eine schöne Loge für denselben zu reservieren: "Mes chers directeurs, une bonne nouvelle qui fait sensation ici - le ministre des arts, Mr Antoine Proust, assistéra à la premières représentation d'Hérodiade à Bruxelles - d'une façon officielle - puis-je compter sur votre promesse de lui réserver une belle loge de premier r[ang]? [...]" (Paris, 2. XII. 1881). - An dieselben über die letzte Vorstellung der "Hériodade", die er gern als Dirigent leiten würde: "Vous me feriez un sensible plaisir en me disant [...] 1. quel jour (et quelle date) aura lieu la dernière représentation de la Monnaie - 2. Si vous comptez jouer Hérodiade ce soir là - 3. Si cela vous conviendrait que ce soit moi qui soit le chef d'orchestre pour cette représentation [...]" (Paris, 6. IV. 1882). Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Verlegers Georges Hartman (1843-1900). - An einen Freund mit einer Empfehlung des Komponisten Gaston Borch (1871-1926), der nach Paris komme, um sein Studium abzuschließen: "Voulez-vous me faire la gracieusité d'accorder une audition à un jeune Suédois [...] Mr Gaston Borch vient à paris pour compléter ses études musicales [...]" (31. III. 1891). - An seine Schüler über den Musikwettbewerb in Béziers, wo sie eine ihm gewidmete Ode des Komponisten Maurice Galerne singen werden: "Vous allez participer au Concours de Béziers où - après le morceau imposé, vous chanterez cette superbe ode lyrique en 3 parties de Maurice Galerne. L'auteur m'a dédié cette oeuvre [...]" (Paris, 10. V. 1907). - An einen Freund über den Wunsch einer Musikschülerin, Unterricht bei demselben zu nehmen: "Je reçois un mot de Madame Lange [...] il s'agit d'obtenir des leçons de toi - es-tu libre quelquefois? Mademoiselle Lange, ta future élève, a travaillé avec Guirand. J'écris à Madame Massart et à Armingaud pour le même motif [...]" (o. O. u. D.). - Die übrigen Briefe mit Absagen auf Einladungen, Empfehlungen junger Komponisten und Dank für freundliche Worte. - Ein Brief mit größeren Randläsuren; auf Trägerkarton montiert. Vereinzelt leicht gebräunt.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 2.500,00 Kaufen

‎Mendelssohn Bartholdy, Felix, Komponist (1809-1847).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Ostende und London, 29. V. und 3. VI. 1842.‎

‎3 SS. auf Doppelblatt. Gr.-4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief). "Auf das Dampfboot wartend, das meine Frau und mich nach England bringen soll", um dort seine Schottische Sinfonie zu dirigieren, schrieb Mendelssohn den vorliegenden Brief an den Musikkritiker Alfred Julius Becher, der angeboten hatte, Mendelssohn gegen eine Kritik Heines zu verteidigen: "Aber warum fangen Sie auch einen ersten Brief seit langer Zeit von einem faulen ovo an, nicht lieber von irgend einem frischen, wohlschmeckenden? Ich weiß nicht, was das für ein Artikel von Heine ist, von dem Sie sprechen, und habe mich also erst darüber geärgert, weil Sie mir schrieben, daß Sie es gethan hätten. Sie wollen so freundlich sein, mich wieder dagegen zu vertheidigen; aber bitte thun Sie das doch nur im Falle er so gut oder so böse ist, daß Sie dergleichen geradezu nothwendig finden - auch nach reiflicher Überlegung nothwendig finden. Eigentlich ist es doch immer am besten, gar nicht zu antworten und immer neue und bessere Musik zu bringen [...]". - Bechers Bitte, einen Artikel über das Niederrheinische Musikfest zu schreiben und an der "Wiener Allgemeinen Musik-Zeitung" mitzuarbeiten, muss Mendelssohn ablehnen, "weil ich gar zu lebhaft fühle, daß es mir unmöglich ist; eben auch weil ich in ähnlichen Fällen (namentlich bei Breitkopf & Härtels) mich so hartnäckig dagegen gewehrt habe auch nur meine Meinung zu sagen oder einen Rath zu geben". - Einige Irrtümer und Gerüchte gelte es zu berichtigen, etwa "daß ich für Paris eine Oper schreibe und daß Scribe mir einen Text dazu gemacht hat [...] Kommt denn diese Nachricht auch aus der allgemeinen Zeitung? Dann scheint sie sichs ja recht angelegen sein zu lassen, mir Unwahrheiten nachzusagen, denn eben daher kam eine Nachricht mit der mich vor kurzer Zeit alle Menschen quälten und verdrossen: daß ich mich um die ThomasCantorstelle [!] in Leipzig bewärbe, und die und die Mitbewerber hätte, und die und die Schritte gethan hätte. Da war auch keine wahre Sylbe daran, und das verdroß mich eben [...]". - Was jedoch stimme, sei, dass er fortwolle aus Berlin (wohin er 1841 als Kapellmeister von Friedrich Wilhelm IV. berufen worden war), "denn ich liebe das Leben dort nicht und bin verfremdet mit den Menschen und dem Wesen. Aber ich sehe nicht ein, wie ich wieder fortkommen solle, da auf mehrere Versuche und Anfragen der Art mir der König die Antwort gegeben hat, ich möge thun was ich wolle und auch nicht thun, was ich wolle, nur in Berlin wohnen bleiben solle ich, darauf bestände er. Daß ich mit der Oper nichts zu thun bekomme, ist jedenfalls bestimmt, das Wahrscheinlichste ist mir aber, daß ich überhaupt nichts da zu thun bekomme, und auf das ganze dortige Musiktreiben ohne den geringsten Einfluß bleibe [...] es ist doch nur der Egoismus, der da zum Bleiben räth, und gerade an dem leidet alles in Berlin, und gerade durch den ist alle Musik dort so entsetzlich undeutsch und entartet geworden [...]". - Ein Jahr später hatte Mendelssohn dann schließlich doch Berlin hinter sich gelassen und gründete in Leipzig das Conservatorium, die erste Musikhochschule Deutschlands, die er am 3. April 1843 in den Gebäuden des Gewandhauses eröffnete. - J. A. Becher sollte einige Jahre später einer der Hauptführer des Wiener Oktoberaufstands von 1848 sein und nach dessen Niederwerfung von einem Standgericht zum Tod verurteilt werden. - Bl. 2 mit wenigen winzigen Einrissen in den Faltungen. - Provenienz: J. A. Stargardt, Kat. 508 (5. Mai 1953), Nr. 67; Dr. Otto Liebmann; Antiquariat Hinterberger, Wien. Mit geringfügigen Abweichungen gedruckt in: Renate Federhofer-Königs, "Der unveröffentlichte Briefwechsel Alfred Julius Becher (1803-1848) - Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)", in: Studien zur Musikwissenschaft 41 (1992), SS. 7-94 (Nr. 20a). - Felix Mendelssohn Bartholdy, Sämtliche Briefe. Hrsg. und kommentiert von Susanne Tomkovic u. a. Bd. 8, Nr. 3533.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 24.000,00 Kaufen

‎Messager, André, Dirigent (1853-1929).‎

‎2 eigenh. Briefe mit U. und eh. Manuskript mit U. [Paris], o. D.‎

‎Zus. 5 SS. auf einem Doppelblatt und 4 Einzelbll. 4to und 8vo. In französischer Sprache an einen Bekannten, bedauernd, dass der Opernsänger Jean de Reszké (1850-1925) aufgrund eines Emphysems nicht an einem Wettbewerb teilnehmen könne, sowie in der Absicht, dem Sänger Jean-François Delmas den ersten Akt aus der Oper "Alceste" anzubieten: "Jean de Reszké ne peut malheureusement pas prêter son concours au concert Marty. Il a de l'emphysème et est en train de suivre un traitement qui le met dans l'impossibilité de chanter [...] Je vais parler demain à Delmas du 1er acte d'Alceste. J'espère qu'il acceptera [...]". Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf. - An einen Freund mit dem Wunsch, zur Aufführung von dessen Theaterstück zu kommen, sowie in der Hoffnung auf ein gemeinsames Abendessen und einen Besuch des "Gymnase" im Anschluss an die Vorstellung: "Vous m'avez aimablement proposé hier soir une place pour aller voir votre pièce; pouvez-vous me caser ce soir? J'irai diner à l'Américain tout exprès pour vous rencontrer et je pense que nous pouvons aller au Gymnase ensemble après. Ma femme y est allé hier soir et est revenue enthousiasmée [...]". - Das Manuskript mit einem Nachruf auf den Operettenkomponisten Claude Terrasse (1867-1923): "Une bien triste nouvelle nous parvient ce soir: Claude Terrasse vient de mourir. C'est un excellent musicien, un parfait honnête homme, un confrère serviable et bon qui disparait. Depuis déjà plusieurs mois l'état de sa santé donnait de vives inquiétudes à ses amis, mais nous avions confiance comme lui-même, car son caractère heureux lui faisait entrevoir un retour à la santé que la belle saison et l'air de la campagne devaient hâter [...]". - Randläsuren.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 850,00 Kaufen

‎Milhaud, Darius, Komponist (1892-1974).‎

‎2 eigenh. Briefe mit U. Paris und o. O., o. D.‎

‎Zus. 2 SS. auf 2 Bll. 4to. An einen Verleger mit Dank für einen Scheck über 175 Francs für seinen Beitrag in dessen Zeitung sowie mit der Bitte, ihm einige Exemplare der entsprechenden Ausgabe und der zugehörigen Musikbeilage zukommen zu lassen: "J'ai l'honneur de vous accuser réception du cheque de cent soixante quinze francs, que vous m'avez envoyé pour mon article paru dans le n. de Fevrier de votre Revue. Vous serait il possible, comme vous me l'avez aimablement offert de mettre à ma disposition quelques exemplaires de ce numéro et en particulier du supplement musical de moi qui s'y trouve [...]". - An einen Bekannten über seine Sonatine für Flöte, die er René geschickt habe, sowie eine Photographie für Wolff: "J'ai envoyé ajourd'hui la sonatine flute à M. Revé. Je n'avais pu m'en occuper avant. Je vous envoie la photo pour la maison Wolff ainsi que vous me le demandez [...]". - Mit kleinen Randläsuren und vereinzelten Papierdurchbrüchen.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 450,00 Kaufen

‎Spontini, Gaspare, Komponist und Dirigent (1774-1851).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., "ce vendredi".‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. In französischer Sprache an den Kapellmeister und Choreographen Constantin Michel Telle mit der Bitte, seine Beziehungen in der Theaterszene zur Unterstützung des Sängers Stephan zu nützen: "Vous avec beaucoup de connaissances et d'amis au parterre de nos théatres, je vous prie instamment de les intéresser ce soir de tout votre possible pour encourager, aprez son air du 2de acte avec Choeur, Mr Stephan, qui n'a pas reçu un seul frei-billet, qui n'a aucune connaissance et beaucoup d'envieux, et d'ennemis, comme à l'ordinaire [...]". - Mit einem kleinen Randeinriss. Leicht knittrig.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 550,00 Kaufen

‎Strauss, Richard, Komponist (1864-1949).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wohl Baden bei Zürich, 15. III. 1947.‎

‎1½ SS. auf Doppelblatt. Kl.-4to. An einen "Herrn Doktor" über "Rechtsfragen", die wohl Strauss' Rechtsanwalt Karl Roesen werde beantworten können: "Dr. Roth [d. i. der Musikverleger Ernst Roth] fährt am 20. März nach Deutschland, spricht in Berlin Örtel u. in Garmisch meine Kinder u. meinen Rechtsanwalt Dr. Rösen. Wenn Sie von Letzterem genauere Auskünfte über Ihre Rechtsfragen der betr. deutschen Verleger wünschen, so geben Sie Dr. Roth einen ausführlichen Brief mit. Dr. Rösens Antwort bringt mir dann Dr. Roth Ende des Monats hieher mit, von da kommt Sie dann sicher in Ihre Hände [...]". - Ernst Roth war nach der Arisierung der Universal Edition im Jahre 1938 nach London ins Exil gegangen, wo er noch im selben Jahr in den Musikverlag Boosey & Hawkes eintrat. "Hier übersetzte er zahlreiche Opern und Chorwerke, u. a. von Benjamin Britten und Igor Strawinsky, ins Deutsche und erstellte Klavierauszüge und Bearbeitungen von Werken berühmter Komponisten wie Bach, Beethoven und Mozart. Roth übernahm zeitweise die Verlagsleitung und diente bis zu seinem Tod im Jahre 1971 dem Verlag in Führungspositionen" (Wikipedia). - Johannes Oertel war Prokurist im Verlag Adolph Fürstner, Berlin, gewesen. "Als es dem Sohn des Verlagsgründers, Otto Fürstner (1886-1958), in den 30er Jahren unmöglich wurde, seinen Verlag in Deutschland weiterzuführen, und er 1935 nach London emigrierte, verkaufte und verpachtete er einen Teil der Verlagsrechte an Oertel Noch im selben Jahr gründete dieser in Berlin seinen eigenen Verlag" (Monika Reger, s. u.). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf "Hotels Verenahof - Ochsen" in Baden bei Zürich. Strauss weilte mehrmals zur Kur im Verenahof und arbeitet dort auch an seiner "Arabella". Vgl. Monika Reger, Art. "Oertel, Johannes", in NDB IX (1999), S. 449.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 1.800,00 Kaufen

‎Thomas, Ambroise, Komponist (1811-1896).‎

‎3 eigenh. Briefe mit U. und eh. Visitenkarte mit U. Paris und o. O., 1884-87 und o. D.‎

‎Zus. 8 SS. auf einem Doppelblatt und 3 Einzelbll. Mit eh. adr. Kuvert. In französischer Sprache an Pauline Viardot mit Bedauern, einen Auftritt des Violinisten Joseph Joachim zu verpassen, da er zu einer kranken Angehörigen nach Hyères reisen müsse: "Il faut que je parte tout à l'heure pour aller reconforter un peu ma pauvre malade qui est à Hyères [...] je ne puis retarder ce voyage [...] Je regrette vivement cette coincidence qui me prise, cette fois encore, du plaisir de voir et d'entendre mon illustre confrère Mr Joachim. Dites-lui, je vous prie, tous mes regrets [...]" (o. O., 6. IV. 1887). Mit gepr. Sammlungsstempel der "Collection Viardot". - An den Architekten Marcel Deslignières über dessen Arbeiten in St Bernard und St Cécile mit Unsicherheit wegen eines kleinen Eisengitters sowie der Versicherung, alle Rechnungen bei seiner Rückkehr zu bezahlen, und mit einer Empfehlung eines Malers aus Argenteuil: "Depuis j'ai examiné le mémoire des derniers travaux de la villa St Bernard, et je n'y ai pas pu figurer la petite grille en fer posée sur la terrace. C'est un dernier compte qu'il nous donnera avec ce qu'il reste à faire à St Cécile. Je paierai tout cela le plustôt possible [...] Nous partons demain soir, et serons de retour vers le 10 septembre. Je vous recommande notre peintre d'argenteuil, et vous remercie mille et mille fois encore de toutes les peines que vous prenez pour nous [...]" (o. O., 9. VIII. 1884). - Wohl an denselben mit Genesungswünschen und in der Hoffnung, ihn im Februar in Hyères zu treffen: "Votre beau-frère vient de me dire que vous êtes souffrant, en lit. Je désire vivement que cette indisposition n'ait que de suites. Comme vous m'avez fait espérer, il me semble, que vous aviez l'intention de vous rendre à Hyères dans le courant de février, je crois bon de vous dire que j'y viens aussi pour y passer trois semaines [...]" (Paris, 7. II. 1885). Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Pariser Konservatoriums. - Die Visitenkarte, Emilie de Saint Aubin Deslignières zugehörig, mit einer chronologischen Aufzählung seiner besten Opern: "Les plus beaux ouvrages, car il a beaucoup produit, sont par ordre chronologique [...]".‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 650,00 Kaufen

‎Hänsel, Johann-Richard, Regisseur (D. n. b.).‎

‎Eigenh. Briefkarte mit U. O. O., 18. I. 1962 [?].‎

‎1. S. Qu.-8vo. An Christoph: "Herzlichen Glückwunsch und vor allem ganz herzlichen Dank für deine Mitarbeit. Und toi-toi-toi für heute abend [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Namen.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 80,00 Kaufen

‎[Oper und Theater].‎

‎Album mit über 60 eigenh. U. von namhaften Künstlern und Künstlerinnen. Wien und Salzburg, 1945-1958.‎

‎61 teils einmontierte Einträge auf 36 Bll. Zeitgenössischer Lederband mit bedrucktem Vorderdeckel. Kl.-4to. Unter den Beiträgern, die bei den Salzburger Festspielen 1950 und in Wien (an der Staatsoper und am Burgtheater) zu sehen und zu hören waren, finden sich Erich Kunz, Raoul Aslan, Ewald Balser, Hedwig Bleibtreu, Maria Cebotari (zweifach), Anton Dermota (dreifach), Maria Eis (zweifach), Dietrich Fischer-Dieskau, Wilhem Furtwängler, Benjamino Gigli, Tito Gobbi (dreifach), Christel Goltz, Josef Greindl, Hilde Güden, Hans Hotter, Daniza Ilitsch, Curd Jürgens, Sena Jurinac, Elisabeth Kallina, Herbert von Karajan, Werner Krauss, Erich Kunz, Fred Liewehr, Wilma Lipp, George London, Emmy Loose, Max Lorenz, Mario del Monaco, Heinz Moog, Edith Obermayer-Paget, Alfred Poell, Karl Ludwig Prückl, Will Quadflieg, Maria Reining, Helge Rosvaenge, Leonie Rysanek, Paul Schöffler, Liselotte Schreiner, Elisabeth Schwarzkopf, Irmgard Seefried (zweifach), Alma Seidler, Albin Skoda, Giuseppe di Stefano, Set Svanholm, Renata Tebaldi, Ludwig Weber, Oskar Werner, Marcel Wittrisch, Else Wohlgemuth und Virginia Zeani. - Ecken und Kanten stellenweise angeplatzt, innen tadellos erhalten.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 850,00 Kaufen

‎Birkeland, Kristian, Physiker (1867-1917).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Kristiania, 1. V. 1903.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 4to. An den Physiker und Seismologen Emil Wiechert: "Heute habe ich einen Satz magnetischer Registrirapparate an dem geophysikalischen Institut in Göttingen expediren lassen. Die Apparaten sind von der neusten und besten Construction des Herrn Toepfer in Potsdam nach Eschenhagen. Ich werde diese Instrumenten für den Preis von 1400 Mark überlassen [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Instituts für Physik der Königlichen Friedrichs-Universität Kristiania; im linken Rand gelocht (keine Textberührung) und mit einem kleinen Bearbeitungsvermerk Wiecherts; stellenweise kleine Randläsuren.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 550,00 Kaufen

‎Erdmannsdörffer, Bernhard, Historiker (1833-1901).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. Heidelberg, 19. V. 1888.‎

‎1 S. Postkartenformat. Mit Adresse. An den Buchhändler Reinhard Schmithals in Kreuznach zur Annahme einer Einladung: "Ich bitte noch etwas spät meine Anmeldung zu der Feier am 22 d. anzunehmen; zugleich auch für meinen hiesigen Collegen, Herrn Prof. Zangemeister; wir wünschen beide an der Feier und an dem Festmahl uns zu beteiligen". - Der im Brief erwähnte Kollege ist der Bibliothekar und klassische Philologe Karl Zangemeister (1837-1902), der 1875 als Oberbibliothekar der Universität Heidelberg zum ordentlichen Professor ernannt wurde. - Die Adressseite mit Sammlernotiz und durch Entfernung der Briefmarke leicht beschädigt.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 120,00 Kaufen

‎Hellmann, Gustav, Meteorologe und Klimatologe (1854-1939).‎

‎Eigenh. Brief (Fragment) mit U. Wohl Berlin, nach 1900.‎

‎6½ SS. auf 2 Doppelblatt. 8vo. An den namentlich nicht genannten Physiker und Seismologen Emil Wiechert, dem er mitteilt, dass im Jahre 1888 beschlossen worden sei, es sollten alle überseeischen meteorologischen und magnetischen Beobachtungen (in den Kolonien oder in Fremdgebieten) von der Deutschen Seewarte in Hamburg überwacht werden, und den er um seine Meinung zum Plan eines kolonialen geophysikalischen Dienstes ersucht: "Ich will in der nächsten Zeit bzw. in diesem Winter einmal versuchen an massgebender Stelle zu hören, wie man diesen grösseren Plan aufnehmen würde. Wahrscheinlich zunächst nicht sehr günstig, da er Geld kostet […]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Kgl. Preussischen Meteorologischen Instituts, dem Hellmann von 1907 bis 1922 als Direktor vorstand.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 450,00 Kaufen

‎Keller, Ludwig, Archivar und Freimaurer-Historiker (1849-1915).‎

‎2 eigenh. Briefe mit U. Münster, 18. XII. 1892 und 7. III. 1893.‎

‎Zus. 3½ SS. auf 2 Doppelbll. 8vo. An den Kunsthistoriker Gustav Wittmer (1834-1917) mit einer Einladung, der 1891 gegründeten Comenius-Gesellschaft beizutreten: "Ihre Arbeiten über Fröbel [d. i. der Pädagoge Friedrich Fröbel] geben mir das Recht, Sie zum Anschluß als Diplom-Mitglied (d. h. ohne Beitragspflicht) an unsere Gesellschaft einzuladen und ich mache von diesem Recht um so lieber Gebrauch, als ich damit die Hoffnung verbinde, uns Ihre gelegentliche Mitarbeit per Fröbel an den Monatsheften zu sichern [...]" (18. XII. 1892). - Wohl an denselben über geplante Veröffentlichungen in der süddeutschen und österreichischen Presse: "Wenn der Aufsatz, den Sie geschrieben haben, noch nicht angenommen ist, empfiehlt es sich, mit weiteren Versuchen bis zum Herbst 1893 zu warten [...] es wird schon wieder besser werden. Sie werden einer freundlichen Haltunge [!] später z. B. bei der 'Post', der 'Rheinisch-Westf. Zeitung' (Essen), 'Nord u. Süd' u.s.w. begegnen. Sehr freundlich stehen in Bayern zu uns die 'Münchener Neuesten Nachrichten', auch die 'Allg. Zeitung'. Vielleicht empfiehlt es sich aber, daß die großen österreichischen Blätter in dieser Sache den Reigen eröffnen [...] Es ist mir angenehm, wenn Sie eine Beziehung zwischen H. von Wolzogen [d. i. der Schriftsteller Hans von Wolzogen] und mir vermitteln. Ich bin zum Austausch mit den Bayreuther Blättern geneigt [...]" (7. III. 1893). - Leicht braunfleckig. Beiliegend eine kurze Beschreibung von alter Sammlerhand.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 450,00 Kaufen

‎Klotz, Otto, Astronom (1852-1923).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Ottawa, 17. X. 1911.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An den Physiker und Seismologen Emil Wiechert über den möglichen Zusammenhang von Brandung u. Mikroseismen: "Ich bin im Besitz von B. Gutenbergs 'Dissertation' re 'Seismische Bodenunruhe'. Als Beispiel meiner bisherigen Interpretation der Mikros sende ich 2 Diag[ramme] & die 2 zugehörigen Weltkarten. Ihre Erklärung - Brandung - ist natürlich ein Schritt weiter, verursacht jedoch durch das 'Tief' mit steilen Gradienten und wirkend auf ein felsiges Ufer, das ja bei uns der Fall ist [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des "Department of the Interior / The Observatory". Im linken Rand gelocht (keine Textberührung).‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 450,00 Kaufen

‎Lamprecht, Karl, Historiker (1856-1915).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. Leipzig, 23. V. 1892.‎

‎1 S. Postkartenformat. Mit eh. Addresse. An den Historiker Theodor Lindner (1843-1919) in Halle zur Absage eines Treffens und mit Dank für positive Rückmeldung zu einem Teil des zweiten Bandes der "Deutschen Geschichte": "Ich werde am Donnerstag leider nicht kommen können, da es der Tag meines fünfjährigen Ehejubilaeums ist: wozu ich natürlich zu m. Frau [...] gehe. Ich werde aber hier dem Verein mittheilen, daß er baldigst [...] nach Halle berichtet. Daß Ihnen meine kleine Arbeit über die Ottonen gefallen hat, freut mich; es ist ein Teil des 2ten Bandes der Deutschen Geschichte, dessen Satz soeben abgeschlossen worden ist. In der Hoffnung auf anderweitiges baldiges Wiedersehen [...]". - Theodor Lindner hatte bei Leopold von Ranke in Berlin promoviert, was im berüchtigten Methodenstreit der Geschichtswissenschaft eine Gegenposition zu Lamprecht nahelegen würde. Der Streit hatte sich Anfang der 1890er Jahre an den Thesen entzündet, die Lamprecht in seiner letztlich zwölfbändigen "Deutschen Geschichte" (1891-1909) vertrat. - Minimal gebräunt und fleckig.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 120,00 Kaufen

‎Lamprecht, Karl, Historiker (1856-1915).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. Leipzig, 5. VII. 1894.‎

‎1 S. Postkartenformat. Mit eh. Addresse. An einen frisch promovierten Historiker in Halle namens Georg Schmidt mit Anmerkungen zu dessen Doktorarbeit: "Haben Sie den besten Dank für die freundlichen Übersendung Ihrer Dissertation. Ich hätte Ihnen schon früher geantwortet, wäre ich nur zur Lektüre gekommen. Jetzt kann ich Ihnen sagen, wie sehr ich nich an Ihren klaren Auseinandersetzungen erfreut habe, wenn ich auch nicht in der Lage bin, deren Grundlagen, soweit sie in der allgem. polit. Geschichte der Zeit gegeben sind, überall zu billigen. Namentlich trifft das für die Betrachtung des Marbacher Bundes zu, der, wenn auch lokal begrenzt, doch viel mehr, als Sie meinen, eine allgemeine Reichsangelegenheit war, schon deshalb, weil ja zu seiner Zeit das Reich ganz auf Südwestdl. beschränkt war. Doch das sind ja Differenzen die naturgemäß bei jeder Beurteilung durch andere sich finden werden". - Mit einem Aufkleber und Notizen der Post wegen Zustellungsproblemen auf der Adressseite. Minimal fleckig.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 120,00 Kaufen

‎Lehmann, Max, Historiker (1845-1929).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. Berlin, [Poststempel: 28. II. 1879].‎

‎½ S. Postkartenformat. Mit eh. Adresse. An den Historiker Theodor Lindner (1843-1919) in Halle mit Dank für eine angekündigte Rezension: "Die von Ihnen angekündigte Kritik wird uns sehr willkommen sein." - Nach Studien in Königsberg und Bonn promovierte Max Lehmann bei Leopold von Ranke in Berlin. 1879 unterrichtete er an der Berliner Militärakademie, folgte aber bereits 1880 einem Ruf nach Marburg. 1892 wechselte Lehmann als Ordinarius nach Leipzig und 1893 folgte der Ruf als Professor nach Göttingen. Lehmann liebte die Polemik und galt als konservativer Heißsporn. Er lehnte den Chauvinismus des 19. Jahrhunderts ab und kritisierte den Wilhelminischen Imperialismus. 1919 gehörte er zu den sechs deutschsprachigen Erstunterzeichnern der pazifistischen "Unabhängigkeitserklärung des Geistes", neben Albert Einstein, Hermann Hesse, Georg Friedrich Nicolai und Heinrich Mann sowie dem Initiator Wilhelm Herzog. - Etwas verschmiert.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 120,00 Kaufen

‎Lehmann, Max, Historiker (1845-1929).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. Göttingen, 11. XII. 1920.‎

‎1½ SS. Postkartenformat. Mit eh. Adresse. An den Göttinger Historiker Paul Darmstädter (1873-1934) mit der Bitte um eine Rechercheauskunft: "Ich komme mit einer Bitte. In meinem Kolleghefte über Bismarck habe ich mir zum September 1862 notiert: 'Aus den Denkwürdigkeiten des auswärtigen Ministers Bernstorff ersehen wir, daß er ging, weil er es nicht mit seinem auf die Verfassung geleisteten Eide vereinigen konnte, ohne Budget zu regieren.' Wann sind diese Denkwürdigkeiten erschienen? Als Buch sicher nicht - vielleicht als Bruchstück in einer Zeitschrift? Vergebens durchsuche ich mein Gedächtnis und meine Papiere - können Sie helfen? Im Voraus herzlichen Dank!". - Nach Studien in Königsberg und Bonn promovierte Max Lehmann bei Leopold von Ranke in Berlin. 1879 unterrichtete er an der Berliner Militärakademie, folgte aber bereits 1880 einem Ruf nach Marburg. 1892 wechselte Lehmann als Ordinarius nach Leipzig und 1893 folgte der Ruf als Professor nach Göttingen. Lehmann liebte die Polemik und galt als konservativer Heißsporn. Er lehnte den Chauvinismus des 19. Jahrhunderts ab und kritisierte den Wilhelminischen Imperialismus. 1919 gehörte er zu den sechs deutschsprachigen Erstunterzeichnern der pazifistischen "Unabhängigkeitserklärung des Geistes", neben Albert Einstein, Hermann Hesse, Georg Friedrich Nicolai und Heinrich Mann sowie dem Initiator Wilhelm Herzog. - Minimal fleckig.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 120,00 Kaufen

‎Lehmann, Max, Historiker (1845-1929).‎

‎Gedruckte Visitenkarte mit eigenh. Notiz u. U. O. O. u. D.‎

‎1½ SS. Visitkartenformat. Mit Dank für einen Artikel und ein Buch: "Vielen Dank für den Zeitungsausschnitt der in der That sehr viel berichtenswerthes enthält; noch mehr Dank aber für Ihr Buch, das mir eine große Freude bereitet [...]". - Nach Studien in Königsberg und Bonn promovierte Max Lehmann bei Leopold von Ranke in Berlin. 1879 unterrichtete er an der Berliner Militärakademie, folgte aber bereits 1880 einem Ruf nach Marburg. 1892 wechselte Lehmann als Ordinarius nach Leipzig und 1893 folgte der Ruf als Professor nach Göttingen. Lehmann liebte die Polemik und galt als konservativer Heißsporn. Er lehnte den Chauvinismus des 19. Jahrhunderts ab und kritisierte den Wilhelminischen Imperialismus. 1919 gehörte er zu den sechs deutschsprachigen Erstunterzeichnern der pazifistischen "Unabhängigkeitserklärung des Geistes", neben Albert Einstein, Hermann Hesse, Georg Friedrich Nicolai und Heinrich Mann sowie dem Initiator Wilhelm Herzog. - Einfach gelocht mit Textberührung. Leicht fleckig.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 120,00 Kaufen

‎Lenard, Philipp, Physiker und Nobelpreisträger (1862-1947).‎

‎2 eigenh. Briefe mit U. und 2 Postkarten mit eh. U. Heidelberg, 1920-1922.‎

‎Zusammen 8 SS. auf 6 Bll. (Qu.-)8vo. Eine Karte mit eh. Adresse. An den Physiker und Seismologen Emil Wiechert, u. a. über Interna an der Heidelberger Akademie zu Ernennungen in den Fächern Astrophysik, Meteorologie u. dgl. Die Gesichtspunkte für die Auswahl der geeignetsten Persönlichkeiten erscheinen ihm "dunkel": "Ihre beiden Briefe, von welchen ich auch schon den ersten nach seiner Schlussbemerkung als vertraulich betrachtet habe, beeile ich mich zu beantworten so gut ich kann. Es wird auch hier die gleiche Angelegenheit der 'Notgemeinschaft' in der Heidelberger Akademie mit einer mit einer mir nicht förderlich, ja man könnte sagen verdächtig erscheinenden Eiligkeit und Heimlichkeit betrieben. Wie dem auch sei, auf die Frage einer Meinung zum Kommissionsvorschlag Runge, Sonnenfeld, Paul Koch, Müller, Westphal oder Schumann für Physik, Astrophysik, Geophysik, Meteorologie, muss ich antworten, dass dieser Vorschlag stark befremdlich erscheint. Ich vermisse für diese Fächer vor allem irgend einen angesehenen, bewährten Experimentalphysiker, wie W. Wien, J. Stark; ohne Hinzuziehung eines solchen kann die Kommission keinesfalls ernst genommen werden. Ausserdem würde man für die genannten Fächer auch an M. Wolf (Astrophysik) und E. Wiechert (Geophysik) in erster Linie zu denken haben. Es wäre unbegreiflich, warum man statt der offenbar vorhandenen, der Sache nach geeignetsten Persönlichkeiten andere wählen sollte, deren Auswahl-Gesichtspunkt dunkel erscheinen muss […]" (15. XII. 1920). - Weiters mit Dank und Dank und Stellungnahme zu erhaltenen Publikationen und Vorträgen. - Alle Blatt gelocht (teils geringe Buchstabenberührung); ein Brief auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 1.500,00 Kaufen

‎Linke, Franz, Geophysiker und Meteorologe (1878-1944).‎

‎2 eigenh. Briefe mit U. Helmstedt, 1907.‎

‎Zusammen (1¾+4 =) 5¾ SS. auf 4 Bll. 8vo. Nach der Rückkehr nach Deutschland an einen Geheimrat mit der Bitte, "mich solange beurlauben zu wollen, bis meine Ausrüstung vervollständigt und das Gepäck von Genua eingetroffen ist […] Was dann zuerst geschieht, muß noch näher besprochen werden. Vielleicht bearbeite ich zuerst in Potsdam den Erdmagnetismus […]" (1. VI.). - Betreffs des "magnetischen Registrierapparats": Das dafür nötige Papier habe er in Auckland beschaffen können, und es werde "mit derselben Post in Samoa (Pago-Pago) eintreffen […], mit der Dr. A's letzter Brief abgegangen ist. Die Klagen Dr. A's, daß ich die Akten, soweit ich sie benutzen muß, mitgenommen habe, werden sich wohl noch mehrfach wiederholen, ohne daß ich vorläufig [e]twas in der Richtung tun kann. Der Fehler liegt, wie ich sofort werde darlegen müssen, darin, daß der Nachfolger, ohne genügend Zeit zur Einarbeitung gehabt zu haben, allein in Samoa zurückbleibt, während der Vorgänger sein Material in Deutschland verarbeiten soll. Wie ich aus Ihren und Herrn Prof. Wiecherts Vorschlägen für die Zukunft entnehme, haben Sie das längst erkannt. Die Verarbeitung muß größtenteils in Samoa geschehen, wo der Nachfolger stets erst einige Zeit (ein Jahr?) u[n]ter dem Vorgänger arbeiten muß […] Ich weiß sehr wohl, daß es üblich ist die Akten dem Nachfolger zu überlassen, jedoch natürlich nur solche, die man zur Bearbeitung oder Rechenschaftsablage nicht selbst nötig hat. Nach Fertigstellung des allgemeinen Berichtes werde ich sofort alles zurücksenden […]" (3. VI.). - Franz Linke hatte von 1902 bis 1905 unter Emil Wiechert am Geophysikalischen Institut in Göttingen gearbeitet und war 1905 zum Leiter des Deutschen Samoa-Observatoriums in Apia berufen worden, in welcher Position er Otto Tetens nachfolgte, der das Observatorium seit 1902 aufgebaut hatte. Eine Reihe erdmagnetischer, seismischer und meteorologischer Arbeiten wurden von Linke in den "Ergebnissen der Arbeiten des Samoa-Observatoriums", herausgegeben von der Göttinger Gesellschaft der Wissenschaften, publiziert. - Bei dem erwähnten "Dr. A." handelt es sich um den Geophysiker Gustav Angenheister, der von 1907 an (mit Unterbrechungen) bis 1921 in Samoa tätig sein sollte. Nach Wiecherts Tod 1928 trat er dessen Nachfolge als Direktor des Instituts für Geophysik in Göttingen an. - Beide Briefe im linken Rand gelocht (minimaler Buchstabenverlust wie im Zitat ergänzt).‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 650,00 Kaufen

‎Müller, Karl Alexander von, Historiker (1882-1964).‎

‎Eigenh. Bief mit U. München, 27. IV. 1926.‎

‎1 S. 8vo. Mit eh. Umschlag. An die Verwaltung der Tübinger Universitätsbibliothek mit der Bitte um eine Rechercheauskunft: "Darf ich Sie um eine gefällige Auskunft zu wissenschaftlichem Zweck ersuchen? - Bei Goedeke VI S. 205 wird in Ziffer 26 unter den Ausgaben von 'Teutschland und die Revolution' von Joseph Görres auch ein Nachdruck erwähnt mit folgenden Angaben: 'Zweite Auflage. Tübingen 1819. Osiander. 8. (Titel) und 212 S. 8.' - Ist diese Ausgabe bei Ihnen vorhanden? [...]". - In der Zwischenkriegszeit war Karl Alexander von Müller ein heftiger Kritiker der Weimarer Republik und fungierte von 1914 bis 1933 als Mitherausgeber der zunehmend radikalnationalistischen Süddeutschen Monatshefte. Im nationalsozialistischen Deutschland stieg Müller zu einem der einflussreichsten Historiker auf und erreichte 1942 den Höhepunkt seiner Karriere. Mit Kriegsende verlor Müller seine Professur in München und Mitgliedschaften in wissenschaftlichen Vereinigungen. Ab 1948 strebte er eine Rehabilitierung an, die teilweise gelang. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des "Syndikus der Bayer. Akademie der Wissenschaften". Wohlerhalten.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 120,00 Kaufen

‎Wattenbach, Wilhelm, Historiker und Paläograph (1819-1897).‎

‎Eigenh. Gutachten mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. 8vo. Interessantes Gutachten zu einer mittelalterlichen Handschrift aus dem Prager Domkapitel: "Die mir mitgetheilten Proben der Handschrift IN. 74 des Prager Domkapitels stimmen völlig überein mit den in großer Zahl von mir gelesenen und auch facsimilierten Handschriften saec. XII von deutscher Herkunft. Eine genauere Zeitbestimmung halte ich nicht für möglich, auch stehen die beiden Stücke sich in ihrem Schriftcharacter sehr nahe [...] Die sorgfältige Interpunction, die Geradlinigkeit der i-Striche, die sich noch nicht unten nach vorne umbiegen, wie im 13. Jahrh., alles spricht fürs 12. Jahrh.". - Nach dem Studium der Philologie in Bonn, Göttingen und Berlin wurde Wilhelm Wattenbach 1843 Mitarbeiter der MGH. 1852 konnte Wattenbach beweisen, dass es sich beim Privilegium Maius von 1358/59 um eine Fälschung handelte. 1855 wurde er Archivar an der Universität zu Breslau, 1862 Professor für Geschichte in Heidelberg und schließlich 1863 Professor in Berlin. Sein 1858 erschienenes Hauptwerk "Deutschlands Geschichtsquellen im Mittelalter bis zur Mitte des XIII. Jahrhunderts" galt lange als Standardwerk. - Mit Sammlervermerk in Blei. Leicht gebräunt und knittrig.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 450,00 Kaufen

‎Wiechert, Emil, Physiker und Seismologe (1861-1928).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Göttingen, 2. V. bzw. 8. VI. 1899.‎

‎4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An den Physiker Arnold Sommerfeld: "Verzeihen Sie sehr, dass ich so spät erst antworte und das Referat zurückschicke. Ich kann das nur durch den augenblicklichen Zustand meiner - Haare entschuldigen, die nämlich gesträubt sind, wenn ich an all' das denke, was vorliegt und erledigt werden soll. Manches ist ja an sich prachtvoll, z. B. dass der Institutsbau auf dem Berge, wie es scheint, wirklich im nächsten Jahre stattfinden wird, aber es trifft sich etwas viel zusammen. Mein eigentliches Sorgenkind ist die Festschrift [...]". - Emil Wiecherts Abhandlung über die "Grundlagen der Elektrodynamik" sollte zusammen mit David Hilberts "Grundlagen der Geometrie" in der Festschrift zur Enthüllung des von Carl Ferdinand Hartzer geschaffenen Gauß-Weber-Denkmals in Göttingen am 17. Juni 1899 erscheinen. - Im linken Rand gelocht (minimale Buchstabenberührung).‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 450,00 Kaufen

‎Berger, Franz Ritter von, Architekt (1841-1919).‎

‎Eigenh. Portraitpostkarte mit U. Bad Gastein, 21. VII. 1907.‎

‎1 S. und 2 Zeilen. (Qu.-) 8vo. An einen Oberleutnant Puchinger in Brunneck: "Wir haben nun wirklich Sonne! was dieses Bild beweist. Am 29ten fahre ich von hier ab - wohin wird die Witterung bestimmen. Ob diese Karte Sie noch in Brunnek [!] erreicht bezweifle ich wohl, hoffe aber auf Nachsendung [...]". - Franz von Berger war mit der Ernennung zum Stadtbaudirektor an vielen Wiener Infrastrukturprojekten beteiligt, darunter dem Bau der Stadtbahn und der Regulierung des Wienflusses. 1908 wurde er Sektionschef des neugegründeten Ministeriums für öffentliche Arbeiten. - Leicht fingerfleckig und mit leichtem Tintenabklatsch.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 160,00 Kaufen

‎Burckhardt, Kurt, Kunsthistoriker und Konservator (1877-1964).‎

‎2 eigenh. Brief mit U. Basel, 5. I. 1923 und 31. III. 1924.‎

‎Zusammen 3½ SS. 4to und qu.-8vo. Mit 1 eh. Umschlag. Interessante Korrespondenz mit dem deutschen Kunsthistoriker August Grisebach (1881-1950) betreffend Probleme mit dem Präsidenten der Auerbach-Gesellschaft sowie Grisebachs Scheidung und Neuvermählung mit der Kunsthistorikerin und Galeristin Hanna Blumenthal (1899-1988). Im früheren Brief von 5. Januar 1923 beschwert sich Burckhardt über den Präsidenten der Auerbach-Gesellschaft, Ernst Sarasin, "der von Kunst keine Ahnung hat und auch nicht den geringsten Grund hat mir einen Dienst zu erweisen". Grisebach hatte Burckhardt darum gebeten, bei Sarasin für einen Vortrag anzufragen. Burckhardt zitiert aus einem Brief Sarasins, auf dessen Ankündigungen offenbar nichts folgte, und resümiert: "Siehst du, es ist meine Schuld; denn die Vergebung dieser Verträge ist klägliche Protektionswirtschaft; letzthin eine Art Irrenarzt über Kunst der Irren, vor 2 Wochen ein verarmter Trottel aus Wien (von Salis) der aus dem Baedeker vorlas während Photos (in Farben) der Wiener Hofburg herunter geraspelt wurden. Es ist das erste mal, dass ich Ernst Sarasin um etwas bat und wohl auch das letzte mal. Jetzt amüsiert es ihn auch einmal seine Macht zu zeigen. Wenn es ihm dann einmal passt, so würde ich an deiner Stelle nicht annehmen. Du bist zu gut dafür [...]". - Am 31. März 1924 schreibt Burckhardt: "Es freut mich, dass Du in meinen Schweizerbergen Kräfte für Deine so reiche, interessante Tätigkeit nimmst. Dass Du Basel nicht berührst bedaure ich. Du würdest mich jedoch nicht antreffen, da ich Reisepläne habe. Deine Scheidung wäre natürlich niemals ein Grund nicht hierher zu kommen. Du wärest Sally und mir ebenso willkommen mit Deiner zweiten Wahl. Ich hoffe nun, dass Dir in diesem zweiten Unternehmen das hohe Glück zu teil werde, dass du in deinem Kunstempfinden vollauf verstanden werdest". - Der Brief von 1923 auf Briefpapier mit gedrucktem Briefkopf des Historischen Museums Basel. Stärker gebräunt und mit mehreren Seiteneinrissen insbes. im Falz. Der Brief von 1924 leicht knittrig.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 220,00 Kaufen

‎Lützow, Carl von, Kunsthistoriker (1832-1897).‎

‎2 eigenh. Briefe mit U. Wien, 22. III. 1871 und 25. III. 1872.‎

‎2 SS. auf 2 Doppelbll. 8vo und 12mo. An seinen Kollegen Gustav Wittmer (1834-1917) mit der Bitte, ihm kunsthistorische Aufsätze aus München häufiger zukommen zu lassen: "Ihr trefflicher Artikel über Rottmann's Fresken hat mich veranlaßt, unter Bezugnahme auf denselben noch einmal eine Notiz über die Angelegenheit zu bringen. Hoffentlich nicht umsonst! Sie würden mich verbinden, wenn Sie mir solche Aufsätze über Kunstfragen von allgemeinem Interesse, die in Münchener Lokalblättern erscheinen, öfter zusenden oder darüber in Notizen referiren wollten [...]" (22. III. 1871). Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf der Zeitschrift für Bildende Kunst. - Wohl an denselben mit der Bitte um Werbetätigkeit für die neugegründete Gesellschaft für vervielfältigende Kunst: "Mit dem besten Danke für Ihre Zusendungen verbinde ich heute die Bitte, für die neu gegründete 'Gesellschaft für vervielfältigende Kunst', deren Statuten, Prospekt etc. ich in mehreren Exemplaren beilege, gütigst in Ihren Kreisen durch Wort und Schrift wirken und, wenn möglich, uns Gründer und Mitglieder anwerben zu wollen [...]" (25. III. 1872). Auf Briefpapier mit gepr. Monogramm. - Beiliegend kurze Beschreibungen von alter Sammlerhand.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 250,00 Kaufen

‎Neumann, Carl, Kunsthistoriker (1860-1934).‎

‎Eigenh. Brief und eigenh. Postkarte mit U. Heidelberg, 7. II. 1927 und 6. V. 1931.‎

‎Zusammen 2½ SS. 8vo und Postkartenformat. Die Postkarte mit eh. Adresse. Wohl beide, jedenfalls aber die Postkarte an den Tübinger Bibliothekar und Bibliothekswissenschaftler Georg Leyh (1877-1968). Der Brief vom 7. Februar 1927 an einen als "Herr Direktor" betitelten Bibliothekar als Begleitschreiben zur Retournierung von als "Burckhardtsachen" bezeichneten Unterlagen, die darin aufgelistet werden: "Mit herzlichem Dank folgen anbei die freundlich geliehenen Burckhardtsachen eingeschrieben zurück. 1. Wissen u. Leben 17. 1923. H. 1. [...] Alles hat mir sehr gedient". Neumann verfasste eine Biographie seines Lehrers Jacob Burckhardt, die 1927 in München erschien. - Die Postkarte dürfte ebenfalls in Zusammenhang mit einem Text über Burckhardt stehen. Sie begleitete die Sendung eines Sonderdrucks, über den Neumann schreibt: "Ich habe auf den letzten Seiten offener als in dem Buch von meinem Gegensatz zu Bs' italienischem Standpunkt stehenden weltgesch. Auffassung gesprochen [...]". Damit könnte sich Neumann auf seinen 1931 erschienen Artikel "Der unbekannte Jacob Burckhardt" beziehen. Zusätzlich berichtet Neumann von einer überstandenen schweren Krankheit und fragt Leyh, ob dieser von dem "konfliktreichen Aufsatz [...] über Grünewald" gehört habe, den Neumann 1930 in der Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins, Nr. 44, publiziert hatte. - Carl Neumann, der als Professor in Göttingen, Kiel und ab 1911 bis zu seiner Emeritierung 1929 in Heidelberg wirkte, machte sich insbesondere als Rembrandtforscher einen Namen. Ungewöhnlich für einen Kunsthistoriker seiner Zeit war sein Interesse an der Gegenwartskunst, die er in den historischen Zusammenhang rückte. - Mit Sammlervermerken in Blei. Der Brief minimal gebräunt und braunfleckig.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 180,00 Kaufen

‎Picasso, Pablo, painter and sculptor (1881-1973).‎

‎Autograph picture postcard signed ("Picasso"). [Biarritz, 9 Aug. 1918].‎

‎Oblong 8vo. 1 page. With autograph address. Sending the art dealer André Level his then-current address: "Mon cher ami, je n'ai pas eu un moment pour aller vous dire au revoir avant de partir. Mais voici mon adresse à Biarritz Villa Mimoseraie Route de Bayonne où j'espère que vous me enverrez de temps en temps de vos nouvelles [...]".‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 17.500,00 Kaufen

‎Pinder, Wilhelm, Kunsthistoriker (1878-1947).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. Obergrainau bei Garmisch, 3. VIII. 1941.‎

‎1½ SS. Postkartenformat. Mit eh. Adresse. An den Bärenreiter-Verlag in Kassel zur Ablehnung eines Vortrags aufgrund von Pinders Verpflichtung durch das NS-Regime, propagandistische Vorträge in besetzten Gebieten zu halten: "Wollen Sie es, bitte, nicht als Unhöflichkeit auslegen, dass ich mit einer Postkarte antworte [...] Vor Allem: seien Sie mit nicht gram, wenn ich auf eine so freundliche Aufforderung absagend antworten muss. Ich muss zur Zeit alle Vorträge im Lande ablehnen. Ich kann nur - auf hohen Wunsch - im Auslande sprechen, neben meiner sonstigen allzureichlichen Tätigkeit". - Interessantes Zeugnis von Wilhelm Pinders großer Nähe zum Nationalsozialismus, die nach dem Krieg zum Verlust seines Lehrstuhls in Berlin führte. - Wohlerhalten.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 120,00 Kaufen

‎Redslob, Edwin, Kunsthistoriker (1884-1973).‎

‎2 eigenh. Briefe mit U. Berlin, 5. I. und 22. VI. 1932.‎

‎Zusammen 2½ SS. 4to. Mit 1 eh. Umschlag. Der frühere Brief mit Geburtstagswünschen an den Thomaskantor Karl Straube (1873-1950): "In herzlicher Verehrung wünsche ich Ihnen zum 60sten Geburtstag viel Glück für das kommende Jahrzehnt. Sie haben ein reiches Erbe herrlich verwaltet u. vermehrt - Segen, Freude, Versicherung gebracht, in verworrener Zeit ein Heiligtum unseres Volkes u seine Kunst ruhmvoll erhalten - zur Verehrung aber kommt die Liebe für einen so prächtigen Menschen [...]". - Der Brief vom 22. Juni 1932 zur Übersendung eines Buches an einen nicht identifizierten Empfänger: "Mein letztes Exemplar - ich hätte es gerne Ende der Woche zurück da ich verreise, könnte Ihnen dann aber eine richtige Abschrift senden lassen". - Edwin Redslob wurde von Reichsinnenminister Erich Koch-Weser im Dezember 1919 zum Reichskunstwart ernannt und trat das neugeschaffene Amt im Juli 1920 an. Unmittelbar nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten wurde Redslob, der Sammler expressionistischer Kunst war, durch Reichsinnenminister Wilhelm Frick in den Ruhestand versetzt. Er blieb der einzige Reichskunstwart. - Auf Briefpapier mit Briefkopf des Reichskunstwarts, der Umschlag mit dessen Stempel und Papiersiegel. Der Brief an Straube leicht braunfleckig. Der Brief vom 22. VI. mit kl. Seiteneinriss in Falz.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 280,00 Kaufen

‎Schiele, Egon, Maler (1890-1918).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 7. V. 1914.‎

‎1 S. 8vo. auf Doppelblatt. Unveröffentlichter Brief an den Wiener Anwalt Dr. Jakob Scheu, die Zahlung einer offenen Rechnung bei dem Scheider Rudolf Holub betreffend: "Es ist mir unmöglich jetzt die ganze Schuld von 247 K für Herrn Holub zu bezahlen, ich werde aber in der nächst nächsten Woche einen Teil zahlen können und hoffe im Laufe des Monats den Rest". - Obwohl 1914 für Egon Schiele ein künstlerisch erfolgreiches Jahr mit ersten internationalen Ausstellungen in Rom, Brüssel und Paris war, kämpfte er mit großen finanziellen Schwierigkeiten. Noch am 4. März 1918 urgierte Scheu in einem Brief an Schieles Mäzen und Anwalt Alfred Spitzer die Zahlung unter Hinweis auf die erfolgreiche 49. Secessionsausstellung für seinen Mandanten (Nebehay 1414). Am 8. März 1918 informierte Schiele Spitzer über die Zahlung seiner letzten Teilschuld bei Holub (Nebehay 1407). - Leicht knittrig. Vgl. C. M. Nebehay, Egon Schiele, 1890-1918: Leben, Briefe, Gedichte (Salzburg, 1979).‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 15.000,00 Kaufen

‎Thode, Henry, Kunsthistoriker (1857-1920).‎

‎Lithogr. Visitkarte mit eigenh. Widmung und U. O. O., 22. XII. 1906.‎

‎1½ SS. Visitkartenformat An einen nicht namentlich genannten Kollegen mit Dank für einen inspirierenden Vortrag oder Text und mit Weihnachtswünschen: "Henry Thode dankt Ihnen, hochverehrter Herr College, für den Genuss dem ihm Ihre geistvolle Deutung mit Formenanalyse des Moses gewährt hat und für die hochwillkommene Förderung eigener Betrachtungen über diese geheimnisvolle Einwendung aktiver und kontemplativer Mächte, und entbietet aufrichtigste Festeswünsche in alter treu ergebener Gesinnung". - Beim "Moses" handelt es sich sehr wahrscheinlich um Michelangelos berühmte Skulptur für das Juliusgrabmal in San Pietro in Vincoli, mit der sich Henry Thode in seiner dreibändigen Michelangelo-Monographie (1902-03) beschäftigt hatte. - Leicht braunfleckig.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 150,00 Kaufen

‎Tikkanen, Johan Jakob, Kunsthistoriker (1857-1930).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. Helsingfors [Helsinki], 4. I. 1930.‎

‎1 S. Postkartenformat. Mit eh. Adresse. An den Tübinger Bibliothekar und Bibliothekswissenschaftler Georg Leyh (1877-1968) mit der Ankündigung der Übersendung eines Buches: "Der Oberbibliothekar der hiesigen Universitätsbibliothek, Dr. G. Schauman, hat mir mitgeteilt, dass Sie ein Exemplar meiner 'Genesismosaiken' möchten. Diesbezüglich habe ich die Ehre Ihnen mit gleicher Post das Buch zu senden. Vor ein paar Jahren bezahlte mir der Buchhändler Breslauer in Berlin für einige wenige Exemplare 8 Rmk pro Stück. Für den Fall, dass Sie diesen Preis zu hoch finden, so bin ich mit weniger ganz zufrieden". - Das übersandte Buch "Die Genesismosaiken von S. Marco in Venedig und ihr Verhältniss zu den Miniaturen der Cottonbibel" (1893) ist neben der Publikation eines von ihm entdeckten Manuskripts des Johannes Klimakos (Codex Vaticanus Graecus 1754) Tikkanens bekannteste Publikation. - Mit Quetschfalten am rechten Rand.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 180,00 Kaufen

‎Wölfflin, Heinrich, Kunsthistoriker (1864-1945).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Zürich, 11. XI. 1937.‎

‎1 S. 4to. Mit eigenh. Kuvert. An den Bibliothekar und Bibliothekswissenschaftler Georg Leyh in Tübingen mit Dank für die Übersendung eines Sonderdrucks des von Leyh publizierten und mit einer Einleitung versehenen Artikels "Vier Briefe Jacob Burckhardts an Friedrich Theodor Vischer" in der Schweizer Literatur- und Kulturzeitschrift Corona: "Sehr geehrter Herr, es ist mir eine große Freude gewesen, aus Ihren Händen noch ein Separatum der Burckhardt-Briefe zu erhalten. Schon bei der ersten Einsicht im Coronaheft hatte ich mich gewundert, wer das wohl sei, der mit so genauer Sachkenntnis sich der Veröffentlichung angenommen habe. Dass Burckhardt um eine Recension des Cicerone betteln gieng, ist mir ebenso überraschend gewesen wie dass er das Buch im Winter 54 mit frost-blutenden Händen habe schreiben müssen". - Leyhs Artikel ist 1937 als Sonderdruck erschienen und war für den Burckhardt-Schüler und Nachfolger auf dessen Basler Lehrstuhl Heinrich Wölfflin offenbar von großem Interesse. - Leicht fleckig. Vgl. G. Leyh, Vier Briefe Jacob Burckhardts an Friedrich Theodor Vischer, in: Corona 7 (1936/37), H. 4, SS. 485-509.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 350,00 Kaufen

‎Egelhaaf, Gottlob, Politiker und Historiker (1848-1934).‎

‎Eigenh. Brief und eigenh. Postkarte mit U. Stuttgart, 3. X. 1890 und 18. III. 1919.‎

‎Zusammen 2 SS. 8vo und Postkartenformat. Die Postkarte mit eh. Adresse. Die charmante Postkarte von 1890 erging an den späteren Juristen und Ornithologen Walther Bacmeister (1873-1966) in Cannstatt, der Egelhaaf um ein Autograph gebeten hatte: "Mit Vergnügen erfülle ich Ihren Wunsch, der nur zu viel Ehre für mich enthält, und bemühe die Gelegenheit mich - und meine liebe Frau - Ihren werten Eltern zu empfehlen. Man kann unter den Stoffen zu deutschen Aufsätzen oft lesen: 'die alten Athener und Römer lohnten ihren großen Männern mit Undank.' Aber schon in unserer Heldensage fällt Siegfried durch Hagens Speer; Arminius ward von seinem Verwandten ermordet, und heute drückt die Mehrheit unseres Volkes auf Bismarcks Größe das tragische Siegel, indem es auf den Erneuerer seiner Weltstellung mit Undank oder Kaltsinn vergilt. Haben wir den Alten wirklich so viel vorzuwerfen?". - Im Brief vom 18. März 1919 bedankt sich Egelhaaf bei einem Freund für Wünsche anlässlich seiner Pensionierung als Rektor des Stuttgarter Karls-Gymnasiums: "Deine herzlichen Zeilen zu meinem Eintritt in den Ruhestand haben mich ganz besonders erfreut und ich kann sagen erquickt; [...] meinen besten Dank dafür! Ich gehe gottlob in noch ungeschwächter Kraft, so dass ich vielleicht noch etwas nützen kann [...]". - Minimal gebräunt.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 220,00 Kaufen

‎Müller-Tellering, Paul Eduard, Journalist und Beamter (geb. 1811).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Brüssel, 19. XI. 1849.‎

‎1 S. 4to. Mit eh. Adresse verso. An den Buchhändler und Verleger Geisler in Bremen in der Hoffnung, seine Schriften bei ihm verlegen zu lassen, und mit einem Hinweis auf seine steckbriefliche Verfolgung: "Der Umstand, daß Dulon's [d. i. der Theologe und Politiker Christoph Joseph Rudolph Dulon, 1807-70] neueste Schrift: der Kampf der Völker u.s.w. bei Ihnen erschienen ist, gibt mir den Muth, die Frage zu thun, ob Sie geneigt sein könnten, etwas von meiner Feder zu verlegen. Ich besitze zwei fast fertige Arbeiten, die eine heißt: Frankreich und besteht in einer Betrachtung über die Schuld dieses Landes am Untergang der europäisch, namentlich deutschen Demokratie, die andere, größere umfaßt die deutsche, namentlich österreich. Bewegung. Seit 1846 in Europa nomadisirend, besonders in deutschen Städten habe ich ein reiches Material zusammengebracht; am 18ten März bin ich in Berlin und sodann vom Juni 1848 bis Ende Januar 1849 in Wien, später in Dresden u.s.w. zugegen gewesen, habe überall alles mit eignen Augen angesehen und in der Neuen Rheinischen Zeitung deponirt [...] Nach dem Aufhören der N. Rh. Z. habe ich für die Westdeutsche Z. unter andrem auch das Magyarische Bulletin verfaßt [...] Da ich hier als Flüchtling lebe, indem der Justizminister mich meiner Stelle entsetzt hat und wegen Preßvergehen steckbrieflich verfolgt, so heiße ich hier Warburg [...]". - Mit Notizen von alter Sammlerhand.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 240,00 Kaufen

‎Nägele, Eugen, Naturschützer, Pädagoge und Heimatforscher (1856-1937).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Tübingen, 18. X. 1923.‎

‎2½ SS. auf 2 Bll. 8vo. An Karoline über seine prekäre wirtschaftliche Lage, die es ihm unmöglich mache, sie zu sich zu nehmen: "Zürnst du? Gott, ich lasse lange nichts hören. Und doch hat mich die l. Tante wegen deines Reisekorbs schon oft gemahnt ich soll dich endlich Endgültiges wissen lassen. Und doch ist das nicht so ganz einfach: ich u. wir möchten dich gern haben u. es geht doch nicht. Wie sich die allgemeinen Verhältnisse entwickelt haben weißt du [...] Konnte ich noch vor 4 Wochen glauben mit vier Millionen Beitrag auszukommen, so brauche ich jetzt vier Milliarden. Wozu? du weisst es: für die Mutter u. für die Geschäftsstelle. Augenblicklich läuft zwar viel Geld ein [...] aber wenn ich nur Maries Gehalt und Unterhalt bestreiten soll, brauche ich täglich Milliarden. Dazu kommt die immer mehr erschwerte Beschaffung der Lebensmittel [...] So ist es sehr schwer, in diesem Winter genügende Küchenvorräte zu bekommen, u. ich sehe die Hetze u. Not voraus, in die die l. Tante kommt, selbst wenn sie immer von genügend Bargeld wäre, was unter den heutigen Umständen auch nicht der Fall ist. Du weisst ja, wo das herkommt. Es ist die verlangsamte Abrechnung mit dem Albverein [d. i. der Schwäbische Alberein, den Nägele mitbegründete und dessen Vorsitzender er seit 1913 war]. An dieser bin ich selbst mit schuld. Früher machte ich sie am Jahresschluss. Seit 1921 stockte sie u. die Arbeit meiner letzten Tage bestand darin, sie für 1921-1922 ins Reine zu schreiben [...] Du siehst, wir rechnen beide, die l. Tante ihre Geschäftsstelleneinnahmen u. ich die Vereinsausgaben. Eben bei dieser Arbeit hättest du helfen müssen [...] Wie lange ich so fortmachen kann, steht dahin [...] Noch schulde ich dir das Taschengeld: Ich werde einen Betrag in den Korb legen, aber er wird nicht gross sein [...]". - Beiliegend biographische Notizen von alter Sammlerhand mit Verweis auf die Sammlung W. Bacmeister.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 160,00 Kaufen

‎Prati, Giacinto, Italian nobleman (fl. 1747).‎

‎Autograph letter signed (in the salutation: "Hyacinthus Pratius"). Perugia, 15. X. 1747.‎

‎Large 4to. Latin and Italian manuscript. 3 pp. on bifolium. An extended expression of bitter disappointment between former friends. The nobleman Giacinto Prati confronts the Camoldese monk Aurelio Bonio with a series of forceful reproaches about their lack of correspondence since the latter moved to Fabriano near Ancona: "Iam annus est cum tu Fabrianum migravisti, saepius ad me litteras daturum pollicitus, quibus me de tuis rebus omnibus deque oppido isto, oppidanorumque moribus quam diligentissime certiorem faceres. Cur igitur nullas adhuc abs te accepi? "Quod subpuderet", dices, "me tibi de huiusmodi negligentia purgare [...]" ("It has now been a year since you moved to Fabriano, having promised to send me frequent letters, in which you were to inform me about your activities, about the town itself and the ways of its inhabitants. Why then have I not received a single letter from you yet? 'Because it shames me', you would say, 'to excuse myself of this kind of neglicence in front of you [...]'"). - After listing his attempts to maintain contact between the two (and a handful of half-hearted responses by Bonio) - all in the form of emotionally-laden rhetorical questions - Prati moves to the high-point of his accusations: "Nunc demum intelligo quod fuerit tuum consilium cum migrare Fabrianum, quam alio malueris. Non Caenobii amplitudo non monachorum copia [...] non denique dignitates atque munera te istuc invitarunt, sed cognita quaedam antea Fabrianensium puellarum suavitas, commoditasque ut cum iis agere, colloqui, iocari posse [...]" ("Now at last I understand your reason for wanting to move to Fabriano, rather than elsewere. It was not the size of the monastery, nor the number of monks, [...] not, in short, the dignities and functions that invited you, but your previous knowledge of the sweetness of the Fabrian girls, and the convenience of being able to interact, chat, and joke with them [...]"). An Italian sonnet on the devilish temptations of monks' relations with women closes the resentful letter. - Well preserved in a clear, late humanist hand. Light browning throughout and minor roughing to the edges, not affecting the text. Small hole in p. 3 as a result of folding. Collector's note in ink on p. 4.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 450,00 Kaufen

‎Rewitzer, Franz Xaver, Politiker (1798-1869).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Chemnitz, 3. XII. 1848.‎

‎¾ S. auf Doppelblatt. Folio. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An den Postkommissar in Leipzig betreffend Klärung nicht bezahlte Weberwaren des Briefträgers Wagner: "Der Briefträger Wagner in Leipzig schuldet mir seit Michaelismesse 1846 für empfangene Weberwaaren rth. 11. 3. 8 d. wovon er in dieser Zeit nur einmal 2 rth. in Abschlag bezahlt hat. Da meine wiederholten Mahnungen fruchtlos geblieben sind, bliebe mir nunmehr nichts mehr übrig als die gerichtliche Klage gegen Wagner, indessen betrette ich diesen Weg nur ungern und wende mich daher noch zuvor an Ihre Güte [...]". - Rewitzer war der erste Handwerker, dem der Einzug in das sächsische Landesparlament gelungen war. Nachdem er bereits dem Frankfurter Vorparlament angehört hatte, wurde er im April 1848 in die Frankfurter Nationalversammlung gewählt und übernahm die Präsidentschaft der II. Kammer des Sächsischen Landtags. - Mit Empfängervermerk von zwei weiteren Händen in Tinte, Ausriss durch Brieföffnung im Gegenblatt und Siegelrest. Leichte Randläsuren.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 180,00 Kaufen

‎Rewitzer, Franz Xaver, Politiker und Weber (1798-1869).‎

‎Hs. Schriftstück mit eigenh. U. ("Präs. Rewitzer"). Dresden, 5. VI. 1848.‎

‎¾ S. 4to. Mit der Genehmigung einer Mitteilung zum Erhalt von Akten: "Acta der IV. Deputation der II. Kammer No. 23 von 1845/46. Die Beschwerde Johann Gottlieb Rülkes u. Cons. zu Gahlenz etc. die Ablösung von Lohndiensten btrf. habe ich dato aus dem Ständischen Archiv mitgetheilt erhalten [...] Genehmigt von Präs. Rewitzer [...]". - Rewitzer war der erste Handwerker, dem der Einzug in das sächsische Landesparlament gelungen war. Nachdem er bereits dem Frankfurter Vorparlament angehört hatte, wurde er im April 1848 in die Frankfurter Nationalversammlung gewählt und übernahm die Präsidentschaft der II. Kammer des Sächsischen Landtags. - Mit einer weiteren Gegenzeichnung. Leicht angestaubt und fingerfleckig verso, mit Spuren alter Faltung und Sammlernotiz in Bleistift.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 180,00 Kaufen

‎Richter, Karl Ernst, evang. Geistlicher und Politiker (1795-1863).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Dresden, 9. III. 1834.‎

‎1 S. Qu.-8vo. "Die bürgerlichen Regungen und Zuckungen dieser Zeit werden so lange dauern, bis das Wort des Erlösers (Luk. 22, 25): 'Die weltlichen Könige herrschen, und die Gewaltigen heißet man gnädige Herren: Ihr aber nicht also!' buchstäblich in Erfüllung gegangen sein wird [...]". - Richter gab als liberaler Publizist in Zwickau 1833 die satirisch-politische Wochenzeitschrift "Die Biene" heraus, mit welcher er für Volksbildung, Reformen und eine Verfassung in Sachsen kämpfte. 1832 wurde Richter in Zwickau zum Stadtrat und Vizebürgermeister sowie in die II. Kammer des Landtags gewählt, wo er die entschädigungslose Abschaffung des Feudalsystems befürwortete. Ein Veröffentlichungsverbot ließ ihn 1835 erst in die USA, im Folgejahr dann in die Schweiz emigrieren. Nach seiner Rückkehr 1848 erreichte er erneut ein Mandat als Abgeordneter und nahm für etwa ein Jahr die Herausgabe "Der Biene" wieder auf, bis ein gänzliches Berufsverbot gegen ihn verhängt wurde. - Mit Sammlervermerk in Bleistift und leicht braunfleckig.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 220,00 Kaufen

‎Rochau, August Ludwig von (Pseud. A. L. Churoa), Journalist und Politiker (1810-1873).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Paris, 6. III. 1838.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse verso (beschnitten). An den Schriftsteller und Hofrat Carl Theodor Winkler (Pseud. Theodor Hell) in der Andold'schen Buchhandlung: "Verzeihen Sie, daß ich einigen direct an Sie gerichteten Zeilen diese Stelle gebe; ich beabsichtigte Ihnen einen längeren Brief als Antwort auf Ihre herzliches Schreiben [...] zu senden, allein ich werde unerwartet nach Versailles abgerufen, wo ich einige Tag verweilen muß und schwerlich die Muße zum Schreiben finden werde. Das Februarheft der Revue de Paris von 1836 werden Sie bereits erhalten haben. Ich wollte Mad. Kilian die Memoiren Leonards zur Besorgung an Sie übergeben, allein sie schien ungewiss zu sein ob ihre Autorisation sich auf die Uebernahme einer solchen Besorgung erstrecke; ich habe daher das Buch in voriger Woche mit Buchhändlergelegenheit an Sie abgehen lassen [...]". - Rochau beteiligte "sich am 3.4.1833 in dem Wunsch, im revolutionären Kampf als Märtyrer zu fallen, am 'Frankfurter Wachensturm', einem aussichtlosen Putschversuch. Im Okt. 1836 zu lebenslanger Haft verurteilt, ließ er erst, als alle Rechtsmittel ausgeschöpft waren, seine Flucht arrangieren. Bis 1847 lebte er als Journalist und Übersetzer in der Pariser Emigrantenszene. Nach seiner Amnestierung ließ sich Rochau in Heidelberg nieder, wo er bald Redakteur der 'Deutschen Zeitung' wurde" (NDB XXI, 685f.). - Mit Ausschnitt durch Brieföffnung und Verschlussstelle. Sammlervermerk in Bleistift.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 240,00 Kaufen

‎Rösler, Gustav Adolph, Pädagoge und Politiker (1818-1855).‎

‎Gedr. Stimmzettel mit eigenh. Eintragung und eh. Namenszug. O. O. u. D.‎

‎2 Zeilen. Qu.-16mo. Auf vorgedr. Formular sind der Name "Rösler" und der Wohnort "Oels" eingetragen. - Rösler hielt im August 1848 eine größere Parlamentsrede zur Abschaffung des Adels. Im September des Jahres vermittelte er unter Einsatz seines Lebens zwischen den Konfliktparteien, um die Einstellung des Barrikadenkampfes der Aufständischen in Frankfurt zu erreichen, im November betätigte er sich gegen die Auflösung der preußischen Nationalversammlung in Schlesien. - Mit Sammlervermerk in Bleistift.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 160,00 Kaufen

‎Rohmer, Friedrich, Schweizer Demokrat, Philosoph und Publizist (1814-1856).‎

‎"Der Republikaner." Eigenh. Manuskript mit Korrekturen. O. O. u. D.‎

‎1½ SS. 8vo. Artikelentwurf mit Kritik an Veröffentlichungen in der Zeitung "Schweizerischer Republikaner", geschrieben für und mit Bezug auf die "Eidgenössische Zeitung: der Beobachter aus der östlichen Schweiz". Abschließend mit einem Spruch aus dem "Hohen Lied" (Hâvamâl) der "Lieder-Edda" (älteren Edda): "Im Beobachter waren Schilderungen des Republikaners erschienen, wie denn dieses Blatt sich zur Aufgabe gemacht hat, das Lügensystem desselben ans Licht zu ziehen. Die Mitglieder des Republikaners erzürnen sich über die Aufsätze [...] sie erklären Jeden, der die Äußerungen desselben auch nur erträglich findet, für einen Schafskopf; als Ankläger, Richter, Partei und Vollstrecker betreiben sie diesen modernen Verketzerungs Prozeß [...] Klein wie Sand / Klein am Strand / Sind kleiner Menschen Gedanken / Alter Edda". - Mit 11 eh. Zeilen seines Bruders Theodor Rohmer zum Layout: "NB: Die Aufschrift ist auf der Einen Seite: 'Der Republikaner sagt.' auf der anderen: 'Wir sagen'. NB. Das inliegende Stück des Republikaners wird abgedruckt parallel laufend mit dem, was auf der umgekehrten Seite steht. u. zwar Satz für Satz parallel. Anmerkung für den Setzer". - Friedrich Rohmer zog Anfang der 1840er Jahre mit seinem Bruder Theodor nach Zürich, wo er Wortführer der katholisch-konservativen Partei wurde und vor allem in deren Parteiorgan "Beobachter aus der östlichen Schweiz" publizierte. Nach Schmähungen Rohmers durch den Dichter und Politiker Gottfried Keller und liberalen Presseangriffen musste er nach etwa zwei Jahren die Schweiz wieder verlassen. - Mit Sammlervermerk in Bleistift und roter Tinte, leicht finger-, tinten- und braunfleckig.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 450,00 Kaufen

‎Ruland, Anton, Oberbibliothekar und Politiker (1809-1874).‎

‎Eigenh. Brief (Fragment) mit U. Arnstein, 20. II. 1840.‎

‎2 SS. Qu.-8vo. An einen Schriftsteller mit Lob für dessen Arbeiten: "Schlüsslich danke ich Ihnen für Ihre Kleine[n] Druckschriften, die Sie mir in den verflossenen Jahren überschickt haben. Mögten Ihre Bemühungen doch endlich besser gewürdigt werden, als es bisher geschah. Mögten Sie überhaupt nie den Undank fühlen, von welchem auch Ihr Herr Vater sprechen kann, gleichwie auch ich und andre davon sprechen können [...]". - Anton Ruland trat Anfang der 1830er Jahre durch Vermittlung seines Patenonkels Peter Richarz, des damaligen Leiters der Universitätsbibliothek Würzburg, die Stelle als zweiter Bibliothekar an. Nach Richarz' Berufung zum Bischof von Speyer geriet Ruland in Konflikt mit der Universitätsleitung, weshalb er 1837 gegen seinen Willen als Pfarrer nach Arnstein versetzt wurde. - Mit biographischen Notizen von alter Sammlerhand in Bleistift und einem kleinen Ausriss am oberen Rand.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 280,00 Kaufen

Anzahl der Treffer : 66.404 (1329 seiten)

Erste Seite Vorherige Seite 1 ... 675 676 677 [678] 679 680 681 ... 773 865 957 1049 1141 1233 1325 ... 1329 Nächste Seite Letzte Seite