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‎Girardi, Alexander, Schauspieler und Sänger (1850-1918).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D., "Montag".‎

‎1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen angehenden Bühnendichter: "Bitte entschuldigen Sie aber ich gebe über ein Stück kein Urtheil ab. Frl. von Schönerer läßt sich auch von Niemandem beeinflussen, ich erlaube mir zu rathen Ihr Stück direct an die Direction zu senden [...]".‎

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‎Girardi, Alexander, Schauspieler und Sänger (1850-1918).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D., "Mittwoch".‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Herrn Pick, wohl der Komponist und Textdichter Gustav Pick, als dessen größter Erfolg das von Girardi erstmals 1885 vorgetragene "Fiakerlied" gilt, oder dessen Sohn Alfred: "Das ist zu lieb! ich sage Ihnen vom ganzen Herzen Dank und sende Ihnen die besten Grüsse [...]".‎

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‎Girardi, Alexander, Schauspieler und Sänger (1850-1918).‎

‎Eigenh. Briefnachschrift mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. 8vo. Die Nachschrift auf dem Brieffragment eines Alfred - wohl der Militär Alfred Pick (1864-1937), ein Sohn des Komponisten und Textdichters Gustav Pick, als dessen größter Erfolg das von Girardi erstmals 1885 vorgetragene "Fiakerlied" gilt - an einen "einzig geliebten Engel": "Soeben versprach ich im Herbste zu einem gemüthlichen Abend mit Alfred zu kommen / da ich Anfang Juni verreise und diese Woche keine Zeit habe [...] Obigen Brief habe ich selbstverständlich nicht gelesen".‎

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‎Girardi, Alexander, Schauspieler und Sänger (1850-1918).‎

‎Kabinettphotographie mit eigenh. U. verso. O. O., Februar 1898.‎

‎146:104 mm auf etwas größerem Untersatzkarton. Brustbild im ¾-Profil im Rollenkostüm aus der Gesangsposse "Der Nazi" von Karl Lindau und Leopold Krenn. - Aus dem Atelier Rudolf Krziwanek, Wien und Ischl.‎

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‎Girardi, Alexander, Schauspieler und Sänger (1850-1918).‎

‎Kabinettphotographie mit eigenh. Widmung und U. verso. O. O., März 1894.‎

‎146:104 mm auf etwas größerem Untersatzkarton. Kniestück en face aus dem Atelier Rudolf Krziwanek, Wien und Ischl: "Meinem lieben Freund Georg Müller mit herzlichem Gruß". - Etwas fleckig.‎

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‎Kainz, Josef, Schauspieler (1858-1910).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. Visitkartenformat. Mit vierseitigem Goldschnitt. "In der Kunst, so wie im Leben | Führt die Wahrheit oft zum Ziel; | Um das Höchste zu erstreben | Menge Klugheit in das Spiel". - An einer Stelle gering berieben.‎

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‎Kainz, Josef, Schauspieler (1858-1910).‎

‎Eigenh. Briefkarte mit U. Berlin, 14. IX. 1898.‎

‎2 SS. Qu.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Im Trubel meiner Geschäfte und außerordentlich starker Beschäftigung dieser Saison, bin ich noch nicht dazu gekommen Ihr Stück zu lesen. Ich bitte Sie also, sich noch einige Zeit zu gedulden, bis mir mein Dienst so viel Freiheit gewähren wird mich mit der Anzahl der Manuscripte, die mir vertrauensvoll eingehändigt worden[,] zu beschäftigen […]".‎

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‎Kainz, Josef, Schauspieler (1858-1910).‎

‎Eigenh. Portraitzeichnung mit U. Wien, 20. XII. 1908.‎

‎140:91 mm. In Bleistift auf einer Postkarte. Beiliegend eine hs. Portraitpostpokarte. Die beiliegende Portraitpostkarte stammt aus der Hand einer Marthe [?] Börnigk [?] und ist an ein Frl. Hermine gerichtet: "Hier sende ich Ihnen die schon längst versprochene Zeichnung meines Bruders von Josef Kainz. Anbei auch eine Photographie vom Leo, aus der Sie ersehen werden, dass die Zeichnung so ziemlich gut ausgefallen ist […] Gehen Sie zum 'Egmont'?".‎

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‎Engelmann, Richard, Bildhauer (1868-1966).‎

‎Albumblatt mit eigenh. U. Weimar, 27. IV. 1915.‎

‎2 Zeilen. 8vo. Mit Lochspur alter Heftung, Rundstempel und Inventarnummer ("1524") der Handschriftensammlung J. K. Riess.‎

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60,00 € Kopen

‎Geyer, Otto K. L., Bildhauer (geb. 1843).‎

‎Ausschnitt mit eigenh. U. O. O. u. D.‎

‎Ca. 1 S. 103:40 mm. Nur die Unterschrift (Ausschnitt aus einem Brief). - Mit Lochspur alter Heftung, Rundstempel und Inventarnummern "2176" der Handschriftensammlung J. K. Riess. Beiliegend der Ausschnitt eines kl. Zeitschriften-Portraits (40:48 mm).‎

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‎Härdtl, Hugo, Bildhauer (1846-1918).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 13. VII. 1893.‎

‎3½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Freund: "Verzeihe, [...] dass ich nie dazugekommen bin, dich von meiner selbstverständlichen Bereitwilligkeit, an der von dir inscenierten Concurrenz um das Grabmal für Herr Franz von Türk in Triest theilzunehmen, zu benachrichtigen. Ich danke dir für deine Freundlichkeit, dass du mich in die Reihe der Concurrenten aufgenommen hast und werde natürlich bestarkt [!] sein dich nicht zu blamieren. Wenn ich mir jedoch in vertraulichster Weise eine Bemerkung erlauben dürfte, so ginge diese dahin, dass mir die ausgesetzten Entschädigungspreise von je 300 Kronen d. i. 150 fl. nicht im richtigen Verhältnisse stehen zu der Auftragssumme [...] Ich will nicht auf die Concurrenzbestimmungen der Deutschen Künstlerschaft hinweisen, in welchen die Summen der Preise 5% der Auftragssumme betragen sollen, jedoch habe ich [bei einer] ganz gleichen Concurrenz wie diese von dir in Scene gesetzte beim Parlamentshause in Wien mitgemacht, wo für ein Giebelfeld bei einer Auftragssumme von 30.000 fl. die unterliegenden 2 Concurrenten je 500 fl. erhielten [...]". - Mit Rundstempel und Inventarnummer "6610" der Handschriftensammlung J. K. Riess und Empfängervermerk "Türk Conc."‎

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120,00 € Kopen

‎Heine, Thomas Theodor, Maler und Illustrator (1867-1948).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. O. O. u. D.‎

‎½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. "Sei stets rechtschaffen! [...]". - Mit Resten von Goldschnitt.‎

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‎Hofmannsthal, Hugo v., Dichter (1874-1929).‎

‎Portraitpostkarte mit eigenh. U. O. O., 1923.‎

‎8vo. Die Ecken minimal berieben und verso mit Resten alter Montage.‎

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1 500,00 € Kopen

‎Keller, Ludwig Paul Wilhelm, Maler (1865-1925).‎

‎Ausschnitt mit eigenh. U. [Bad-Siebenstein, 25. I. 1915].‎

‎1 Zeile (145:48 mm). Nur die Unterschrift. - Mit Lochspur alter Heftung und Rundstempel und Inventarnummer ("1505") der Handschriftensammlung J. K. Riess. Beiliegend eine kl. Portraitreproduktion aus einer Zeitschrift.‎

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‎Schiele, Egon, painter (1890-1918).‎

‎Autograph letter signed. Vienna, 25 April 1917.‎

‎Small 4to. 2 pp. on a bifolium. Black ink; two lines delicately underlined in red pencil. Includes envelope with autograph address. Unpublished letter to lieutenant Gustav Herrmann at the POW camp in Mühling near Wieselburg (Lower Austria), requesting a loan of several portraits for Vienna's 1917 War Exhibition: "Ich wurde zur Beteiligung an der Kriegsausstellung eingeladen und bitte Sie Herr Oberleutnant alle Ihre Porträtzeichnungen, die von Herrn Oberleutnant, von Herrn Oberleutnant Bodor und Herrn Dr. Fromowitsch gezeichneten Blätter auf Dauer der Ausstellung zu leihen. - Die Blätter werden als in Privatbesitz des Herrn ... geführt und frage Sie ob der volle Name oder die Anfangsbuchstaben des Besitzers im Katalog angegeben werden dürfen. Sämtliche Blätter werden nach Schluß der Ausstellung an die Herrn zurückgeschickt. Weil die Arbeiten bis Sonntag zusammengestellt sein sollen, - so bitte ich Sie die Blätter jemanden der am Samstag nach Wien fährt, mitgeben zu wollen und an meine Adresse zu bringen […]". - As part of his military service, Schiele had been posted to Mühling, a POW camp for Russian and Italian officers, from May 1916 until the beginning of 1917. There, Lt. Herrmann had arranged a studio for Schiele, who sketched several portraits of Austrian officers. In May 1917 Schiele, who by then had been transferred to Vienna, participated in the "Vienna 1917 War Exhibition", which took place in the Imperial Garden in the Prater park from May to October. Together with Albert Paris Gütersloh he was responsible for the design of Room III (art dept.), which included works by Gütersloh, Faistauer, Harta, Kolig, Eder, Jungnickel, and Rudolph, as well as twenty of Schiele's portraits and the oil painting "Heroes' Graves - Resurrection". - Slightly wrinkled, otherwise perfectly preserved. For Schiele's sojourn in Mühling and for the 1917 war exhibition cf. Rudolf Leopold: Egon Schiele. Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen. Salzburg 1972, p. 15f.‎

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35 000,00 € Kopen

‎Stuck, Franz von, Zeichner, Maler und Bildhauer (1863-1928).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.‎

‎¾ S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen "geehrten Herrn Rat": "Wo bleiben meine Bilder so lange? Sind sie schon abgeschickt? [...]". - Mit kleinen, teils mit Tesafilmstreifen hinterlegten Einrissen in den Faltungen und Rändern.‎

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450,00 € Kopen

‎Stuck, Franz von, Zeichner, Maler und Bildhauer (1863-1928).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. [München, 22. I.] o. J.‎

‎1 S. Qu-8vo. Mit eh. Adresse. An den Kunstmaler Fridolin Knöpfler: "Montag oder Dienstag von 10-1 Uhr und 3-7 Uhr bin ich jederzeit zu sprechen und sehe ich Ihrem geehrten Besuch mit Vergnügen entgegen". - Mit kleinen Montagespuren.‎

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‎Wisinger-Florian, Olga, Malerin (1844-1926).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Burg Hartenstein bei Krems a. d. Donau, 22. IX. 1899.‎

‎3 SS. auf Doppelblatt.8vo. Aus der Wasserheilanstalt Burg Hartenstein an eine "liebe verehrte Excellenz", die um eine Graphik angefragt hatte: "Ich würde sehr gerne solche Karte machen, aber ich male äußerst ungern Aquarell. Wenn Ihnen mit einer Federzeichnung oder Bleistiftzeichnung gedient wäre, so würde ich mit Vergnügen eine machen. Bitte gütigst mir umgehend zu schreiben wie es gewünscht wird, erstens ob es zur Reproduction gehört, oder ob nur das eine Exemplar gemacht wird, u. wenn zur Reproduction gehörig, welche Größe gewünscht wird. Mein Befinden ist um vieles besser geworden, seit ich hier die Cur gebrauche. [W]ährend ich vor 7 Wochen kaum 2-300 Schritt gehen konnte, bin ich jetzt im Stande 3-4 Stunden im [!] Tage zu gehen. Ich werde jedenfalls bis Mitte October hier bleiben […]". - Auf Briefpapier mit lithogr. Briefkopf des Sanatoriums. Etwas knittrig.‎

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‎Wisinger-Florian, Olga, Malerin (1844-1926).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 28. II. 1907.‎

‎1 S. 8vo. An einen Hrn. Dr. mit Dank für ein "hochherziges Legat", welches die im Jänner des Jahres verstorbene Schriftstellerin Rosa von Gerold dem Verein der Schriftstellerinnen und Künstlerinnen in Wien hat zukommen lassen. Olga Wisinger-Florian war zu jener Zeit dessen Präsidentin. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Vereins.‎

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‎Zur Strassen, Melchior, Bildhauer (1832-1896).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Berlin, 5. VII. 1868.‎

‎1 S. Gr.-8vo. Vermutlich an den Maler und Dichter Hugo von Blomberg (1820-71): "Da ich durch meine Abwesenheit versäumt habe etwaige Beschlüsse in Angelegenheit der Wiener-Ausstellung wahrzunehmen, so bitte ich Sie hierdurch, mich doch gefälligst wissen zu lassen, wie und wann die Sachen spedirt werden. Dann weiß ich noch immer nicht, ob ich das Gipsmodell der großen Gruppe 'Charitas' dort hinsenden darf, indem Sie das angegebene Gewicht von 3 Centner überschreitet. Da ich Sie schon 2 mal nicht zu Hause getroffen habe, so bitte ich, ein paar Zeilen, damit ich die Kisten machen lassen kann, welches bei solch großen Sachen, gewiß die höchste Zeit wird [...]". - Zur Strassen verfertigte die Marmorgruppe "Charitas" um 1862 für den Bankier Abraham Oppenheim in Köln. Ein Gipsabguss befindet sich im Städtischen Museum in Leipzig. - Kleine Randläsuren; am oberen Rand Spuren von altem Klebeband.‎

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‎Attems, Joseph Ignaz Christoph, Hofratspräsident (1734-1820).‎

‎Schreiben mit eigenh. U. Salzburg, 11. I. 1787.‎

‎1 S. Folio auf Doppelblatt. Mit hs. Adresse verso (Faltbrief). An das Pfleggericht zu Saalfelden: "Aus erheblichen Ursachen haben Se. hochfürstl. Gnaden etc. etc. beschlossen, d[aß] für diesmahl der so genannte Tönning [d. i. Tennengauer?] Horn Vieh Markt an Hällein nicht abgehalten werden solle. Es seynd dahero die Gerichtsausschüsse unverzügl. vorzuruffen, damit ihnen die gnädigste Entschlüssung eröffnet, und denen Unterthannen der allfällig fruchtlose Gang nach Hällein erspahret werde [...]". Mit Gegenzeichnung des Historikers, Rechtsgelehrten und Staatsmanns Johann Franz Thaddäus Kleinmayrn (1733-1805). - Mit papierged. Siegel, Regest verso, Rundstempel und Inventarnummer ("8053") der "Handschriftensammlung J. K. Riess".‎

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‎Bignami, Vincenzo, Quästor von Turin (gest. nach 1877).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Cremona, 7. II. 1848.‎

‎3 SS. auf Doppelblatt. 4to. Mit Beilage (s. u.). In italienischer Sprache an einen Marquis: "Se serivendo a V. S. Illustriss. dovessi imitare lo stile epistolare Ottolini, dovrei certamente incominciare questo mio colla Buona Notte, mentre adesso che serivo, essendo pressoche suonate le undici pomerid. egli è appunto il momento di dar bando alle case e abbandonarsi ad un placido sonno [...] L'attento esame delle carte a me affidate, mi fa scorgere la mancanza di talune altre, o per lo meno lascia nelle posizioni de vani e dei dubbj, che a toglierli e dissiparli mi sono indispensabili degli schiarimenti [...] Con Tutti questi chiacchere e con quelle dell'acchiusa Promemoria seritte al raggio di fioco lume cioè quanto il dire mal tramandate epeggio espresse, non vorrei aver la tediata [...]" ("Wenn ich beim Schreiben an Se. Hochwohlgeb. den Briefstil Ottolinis nachahmen sollte, müsste ich dasselbe mit 'Gute Nacht' beginnen, denn jetzt, während ich schreibe u. es alsbald 11 Uhr nachm. schlagen wird, ist gerade der Augenblick, die Säufer zu bannen und sich einem ruhigen Schlafe zu überlassen [...] Die aufmerksame Prüfung der mir anvertrauten Papiere lässt mich das Fehlen anderer erkennen, oder lässt zumindest leere und zweifelhafte Stellen vermuten, zu deren Fortnahme und Zerstreuung mir Aufklärungen unerlässlich sind [...] Mit all diesem Gerede u. mit jenem des angeschlossenen Promemorias, im Strahl des schwachen Lichts geschrieben, nämlich, was das sozusagen schlecht Überbrachte u. noch schlechter Ausgedrückte anbelangt, hätte ich Sie nicht gelangweilt [...]"). - Beiliegend die im Brief erwähnte eh. Denkschrift (4 SS. auf 2 Doppelbll. mit eh. Korrekturen und Redaktionsvermerken) zu Sitzungen, zw. 10. V. 1845 und 19. VIII. 1846, vor allem den Buch- und Schreibwarenhändler Ottolini betreffend (weitere Namensnennungen u. a.: Aporti, Asili, Araldi, Centenari, Grecchi, Madoglio, Manara, Ottilio, Romilli). Bignami fasst einige Inhalte zusammen und notiert offene Fragen. - Jeweils mit hs. Transkription und Übersetzung. Mit Rundstempel und Inventarnummern ("4061" u. "4062") der Handschriftensammlung J. K. Riess.‎

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‎Buchner, Charles, Bischof (1842-1907).‎

‎2 eigenh. Briefe mit U. Berthelsdorf (Herrnhut), 12. VI. und 22. VII. 1902.‎

‎(1+½ =) 1½ SS. Qu.-8vo und Gr.-4to. Mit 1 eh. adr. Kuvert. Wohl beide an Prof. Friedrich Ludwig Leonhard Wiegand (1860-1934) in Erlangen (12. VI. 1902): "Herzlichen Dank für Ihre warme Teilnahme! Ich kann nur bitten: Herr bleibe bei mir, denn es ist Abend geworden u. mein Tag hat sich geneigt! Anbei das Gewünschte: [...] Die Instruktion, geschrieben, bitte ich bald möglichst zurück [...]". - (22. VII. 1902): "Inl. die Abschriften der gesuchten Instruktionen, eine allgemeine u. eine für die Lappländischen Heidenboten, letztere ohne Datum, erstere von 1738, nicht 1740 wie E. Reichel schreibt. In den Reilingschen Deutungen sind allerlei Abweichungen, wie Sie bemerken werden [...]". - Jeweils mit anderem Briefkopf der "Missions-Direktion der evang. Brüder-Unität". Beiliegend eine Druckschrift "Zum Gedächtnis unseres am 2. Januar 1907 in Herrnhut entschlafenen Bruders Charles Buchner", 2. Aufl. (Herrnhut, Verlag der Missionsbuchhandlung, 1907), 24 SS. Original-Umschlag.‎

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‎Bugeaud de la Piconnerie, Thomas Robert, duc d'Isly, Marschall von Frankreich (1784-1849).‎

‎3 eigenh. Briefe mit U. Paris, 12. IV. 1835, 8. II. (o. J.) und 7. I. 1839.‎

‎(1+½+¾ =) 2¼ SS. auf 3 Doppelbll. 8vo und 4to. 2 Briefe mit eigenh. Adresse verso (Faltbriefe). I. An einen M. le Colonel Gazon (?) bezüglich einer Einladung zum Abendessen unter freiem Himmel mit Lagerfeuer bei der École Militaire (12. IV. 1835): "Voulez vous être assez aimable pour accepter un diné [!] de Bivouac à l'école M[ilitai]re mercredi prochain à 6 h ¼. Nous savons une 20aine de troupiers de la brigade ou de la garnison de l'école [...] en bourgeois. R.S.V.P." - II. An den späteren General und Botschafter M. Émile Félix Fleury (1815-1884) mit dem Angebot möglicher Termine um Fleury als Besucher zu empfangen (7. I. 1839): "Ce sera avec grand plaisir que j'aurai l'honneur de vous recevoir après demain à 9 h. du matin, où les jours suivants à la même heure [...]". Fleury war 1837 dem Korps der Spahis in Algerien beigetreten und stieg schnell zum Hauptmann auf. - III. An den Präsidenten der Kommission des Marinekodex Herzog Decaze (d. i. Élie Decazes) mit einer Absage, da er, Bugeaud, nach Perigord fahre, wo sich seine kranke Frau befinde und mit dem Ausdruck seines Bedauerns, nicht an der Arbeit der Kommission teilnehmen zu können: "J'ai l'honneur d'informer Monsieur le Duc Decaze président de la commission du Code Naval qu'il m'est impossible de me trouver à la séance qu'il a indiquée pars ce matin pour le Périgord où ma femme est malade. Je suis peiné du contretemps qui m'empêche de participer aux travaux de la commission [...]". - Mit dem Rundstempel der Handschriftensammlung J. K. Riess und den Inv.-Nrn. "3217", "3218" und "3219", Papierdurchbrüchen und restaurierten Fehlstellen. Teilweise etwas fleckig. Transkriptionen und Übersetzungen für zwei Briefe beiliegend.‎

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‎Bugeaud de la Piconnerie, Thomas Robert, duc d'Isly, Marschall von Frankreich (1784-1849).‎

‎Brief mit eigenh. U. ("Mal D. d'Isly"). Paris, 14. III. 1849.‎

‎1 S. Gr.-4to. An den Sekretär des Königs, seine Frau und Tochter wegen Krankheit beim Diner der Königlichen Familie am darauffolgenden Tag entschuldigend: "Je vous prie de vouloir bien faire agréer au Roi et à la Reine les excuses de ma femme et de ma fille; ma femme a un gros Rhume qui l'oblige depuis quelques jours à garder le lit; elle ne peut donc accepter l'Honneur qui lui est offert de diner demain avec la famille Royale. Quoique malade moi même j'aurai l'Honneur de me rendre à l'invitation [...]". - Mit dem Rundstempel der Handschriftensammlung J. K. Riess und der Inv.-Nr. "3216". Fehlstelle an einer Ecke, etwas unfrisch und fleckig.‎

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‎Conovius, Petrus, Theologe (1580-1642).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Brandenburg, 4. X. 1639.‎

‎1 S. auf 2 Bll. Kl.-Fol. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An den Leipziger Bürgermeister Sigismund Finckelthaus (1579-1644) mit der eindringlichen Bitte um Zinszahlungen für ein altes Darlehen: "nebst anerbiettunge meines gebetts u. gevlissenem Dienste, erinnern sich E. E. großgünstigh, das auf ihr bittliches ansuchen ich für etzlichen iaren ihnen 750 fl. an Capitall aus getreuem Hertzen, an keinen Rthlr., noch Kippermünze, sondern an leutteren alten wolgelttenden Reichsg, lautt ihrer Obligation, undt in handen habenden documentis hingeliehen, wovon mir nun von etzlichen iaren die Zinsen rückständig sein. Wan ich dan derselben in meinem alter undt leibesschwachheit, da die besoldungen aussen bleiben, höchst benötiget, als gelanget an E. E. mein vleissiges bitten, sie geruhen mir durch Zeigern einiärigen Zins auf rechnunge, gegen ausantwortunge meiner quittunge einzuschicken. Will hoffen, weil ich mich so lange iahr patientiret, man werde mir hierinne günstigh willfaren. Solchs mit m. gebet zu verschulden, bin ich willig u. gevlissen. E. E. hiemit göttlicher Obacht getrewlich befehlende [...]". - Interessantes Zeugnis der Kipper- und Wipperzeit, die zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges ihren Höhepunkt erreicht hatte. Der Leipziger Jurist und Universitätsprofessor Finckelthaus wurde 1639 in den Leipziger Rat aufgenommen und zum Bürgermeister ernannt. Dieses Amt hatte er 1639 und von 1642 bis zu seinem Tod inne. Peter Conovius war Pfarrer der Stadt Brandenburg und ein bedeutender Vertreter der orthodoxen Landeskirche. Es ist wohl kein Zufall, dass er sein Zahlungsgesuch an Finckelthaus richtet, nachdem dieser das Bürgermeisteramt übernommen hatte. - Angeschmutzt mit zahlreichen Randläsuren.‎

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800,00 € Kopen

‎Coubertin, Pierre de, educator and founder of the modern Olympic Games (1863-1937).‎

‎Autograph letter signed ("Pierre de Coubertin"). Villa Monrepos, Lausanne, 21. VIII. 1934.‎

‎4to 2 pp. In French, to André Reichel, nephew of Coubertin's beloved friend, the pioneer sports journalist Frantz Reichel. Himself a boxing, running and rugby champion, Frantz Reichel was very involved in the creation of sports associations such as the "Union of Athletics French Societies" mentioned in this letter, foreshadowing the French Olympic Committee. - "My dear Mr Reichel, It seems you are asking my opinion, for your personal use, I am giving it to you with great pleasure, under the auspices of our dear Frantz, your uncle, whose keepsakes, letters and articles are always with me. But I do not see any reason why I should speak my mind publicly in the newspapers. French athletes have pushed me away so far (much more because of their nonsense than because of their ungratefulness and wickedness) that I do not know anything about them now, and I don't care about their opinion. Unfortunately, in this field, just like in many others, France only follows and gives, with many speeches, the illusion of commanding. Other countries are the real commanders. Fortunately, I am confident that the French energies will wake up soon and that King Louis-Philippe II who is currently in power will be overthrown by a new 1848 revolution. I do not know if it is still possible to use the solutions you are suggesting. I'm afraid not. As I have already written, I was really wrong to accept Mr de Saint-Clair's demands and to use USFSA, mixing clubs and school associations. 44 years ago! During the War, I had the opportunity to fix this mistake. This was the conclusion of my report to the Minister, following the mission he entrusted to me. Please find attached this report which is now very difficult to find and as well the text of the Charter of Sports Reform. I am sending as well a copy of the anthology that was given to me for my 70th birthday in 1932. I can imagine you at your uncle's office in the Figaro newspaper's building. This book will be near the table on which he was writing, where he died, and where we have so many times discussed about his setbacks and hopes [...]".‎

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7 500,00 € Kopen

‎Ehmann, Franz, Stadtbaumeister (1801-1872).‎

‎Plan mit eigenh. U. (Wien, 11. XII. 1838).‎

‎3 handkolorierte lithogr. Ansichten. Ca. 615:805 mm. Ansichten eines monumentalen Zinshauses in der "Wag-Gasse", der heutigen Salesianergasse im dritten Wiener Gemeindebezirk. Oberhalb der Unterschrift des Baumeisters die Notiz: "Mit diesem Plan einverstanden", gefolgt von der eigenh. Unterschrift des Franz Seraph Graf Traun (1805-77). Dargestellt ist nicht das "Traunsche Haus", Salesianergasse 6, das Ehmann 1837/38 für Graf Abensberg-Traun erbaute und das Erzherzog Carl später als Sommerresidenz diente, sondern das 1839 errichtete Haus Salesianergasse 8. - Gefaltet.‎

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1 500,00 € Kopen

‎Fleischmann, M[oritz], Redakteur (1853-1924).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Wien, Mai 1895.‎

‎1 S. Qu.-4to. 10-zeiliges Gedicht: "Wohlthätig ist die Kunst: / Sie veredelt und bildet, / Erfreut und erheitert, / Ob in alten Bahnen / Oder neuem Geleis. / Wohlthätiger noch / Und herzerquickender / Naht uns die Muse / Wenn Noth sie lindert / Und Thräume stillt [...]". - Der Journalist Moritz Fleischmann (Pseudonym: Diplomaticus) war Mitarbeiter der Wiener Allgemeinen Zeitung, der Münchner Allgemeinen Zeitung und anderer Blätter; 1885/1886 gab er die Deutsche Montagszeitung heraus. - Faltspuren. Mit Rundstempel und Inventarnummer der Handschriftensammlung J. K. Riess.‎

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120,00 € Kopen

‎Franckenstein, Karl Borromäus Vinzenc Franz Freiherr von, Geheimrat, Gesandter und Kämmerer (1831-1898).‎

‎Ausschnitt mit eigenh. U. O. O. u. D.‎

‎1 Zeile. 100:37 mm. Mit Rundstempel und Inventarnummer ("5592") der Handschriftensammlung J. K. Riess und Spuren alter Montage verso.‎

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60,00 € Kopen

‎Franz Joseph I., Kaiser von Österreich (1830-1916).‎

‎Eigenh. Telegrammentwurf mit Paraphe. O. O., 6. XII. 1883.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. Kl.-4to. "Der Kaiser an S. k. k. Hoheit Eh. Ludwig Viktor in Salzburg | Herzlichen Dank für Deinen Brief. Erkundige Dich in meinem Namen um das Befinden des Grafen Lamberg von dessen Krankheit ich gar nichts wußte". - Der ehemalige Landeshauptmann von Salzburg Hugo Raimund Reichsgraf von Lamberg war Vorstand der Sektion Salzburg des Österreichischen Touristenklubs und betätigte sich nach seinem Rückzug aus dem politischen Leben 1880 als Mundartdichter. Nicht ganz ein halbes Jahr nach diesem Schreiben wurde seine Gattin, die Schriftstellerin Maria Bertha Gfn. zu Stolberg-Stolberg, Witwe. - Bl. 1 recto mit einer kleinen Notiz ("Expedirt [...]"); beide Bll. mit einem winzigen Einriss im Mittelfalz; geringe Faltspuren.‎

MareMagnum

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Wien, AT
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1 200,00 € Kopen

‎Frieberger, Gustav, Journalist und Schriftsteller (1858-1933).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. O. O., Juni 1895.‎

‎½ S. auf Doppelblatt. Qu.-8vo (163:78 mm). "Nicht Herzenssache, Pflicht des Verstandes ist Wohlthun; denn brutale, häßliche Äußerlichkeiten hemmen den Fortschritt des Geistes [...]". - Frieberger, Jugendfreund und Berater Arthur Schnitzlers, war Verfasser politischer Leitartikel in verschiedenen Zeitungen (Presse, Vossische Zeitung) und ab 1898 Redakteur beim Neuen Wiener Tagblatt. - Die Unterschrift zeitgenössisch ausgeschnitten und ins beschnittene Blatt eingesetzt. Mit Rundstempel und Inventarnummer ("5705") der Handschriftensammlung J. K. Riess.‎

MareMagnum

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Wien, AT
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90,00 € Kopen

‎Friedel, Johann, Generalmajor (1816-1898).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 8. VII. 1880.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Freiherrn: "Ihre freundlichen Worte, mit welchen Sie die Güte hatten, sich des alten Jubel Veteranen zu erinnern, hat [!] mich recht innig geehrt und herzlichst gefreut. Empfangen Sie verehrtester Baron meinen tiefinnigsten Dank und bewahren Sie Ihr mich beglückendes Wohlwollen [...]". - Kleine Randläsuren. Mit Rundstempel und Inventarnummer der Handschriftensammlung J. K. Riess.‎

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Wien, AT
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120,00 € Kopen

‎Gentz, Friedrich von, Schriftsteller, Staatsdenker und Politiker (1764-1832).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 3. [?] V. 1822.‎

‎8 SS. auf 4 (= 2 Doppel-)Blatt. Kl.-4to. Ausführlicher, inhaltsreicher und unveröffentlichter Brief an den namentlich nicht genannten Staatskanzler Metternich, in dem Gentz mehrere grundsätzliche Fragen zum Verhältnis der einzelnen Glieder der Staatsverfassung und ihrer Organe anspricht: "Mein ernstlicher und beharrlicher Wunsch ist, daß in jedem rechtmäßig constituirten Staate, und ganz besonders in dem unsrigen, die Verfassung in allen ihren Theilen nicht zum Schein sondern wahrhaft respectirt, - daß den Ständen jeder Provinz die Totalität ihrer Rechte unverkürzt erhalten werde, - daß die Regierung sie in allen den Verwaltungszweigen, bey welchen ihr Concurrenz gesetzlich und noch außerdem heilsam ist, zu Rathe ziehen, - daß sie nahmentlich im Steuerwesen und allen damit zusammenhängenden Angelegenheiten auf ihre Anträge und auf ihre Einwürfe das volle, ihnen gebührende Gewicht lege und daß sie nur dann einen mit den Interessen der Stände streitenden Beschluß fasse, wenn ein solcher durch unverkennbare Nothwendigkeit geboten oder durch einleuchtende Gegengründe (denn auch Stände können irren) vor dem Tribunal der gesunden Vernunft und des allgemeinen Wohls gerechtfertigt erscheint [...] Man dient dem Staate in der Civil-Administration auf zweyerley Weise. Entweder, indem man die Verpflichtung übernimmt, in einer höhern oder niedern Sphäre für seine innere Festigkeit, Schönheit und Wohlfart [!] zu arbeiten, in welchen sämmtlichen Beziehungen die Erhaltung Ständischer Rechte und Ständischer Mitwirkung von der äußersten Wichtigkeit ist. Oder, indem man sich der Bearbeitung der auswärtigen Verhältnisse widmet, mit welchem Geschäftszweige in unsern Zeiten (als moralischer und hochwichtiger Bestandtheil) unzertrennlich die Pflicht verbunden ist den Staat vor dem schädlichen Einflusse fremder Irrthümer, fremder böser Beyspiele, und fremder Complotte zu bewahren. Im Grunde hat die ganze auswärtige Politik heute keinen andern Gegenstand mehr als diesen; von Eroberungs-Projekten, Länder-Tausch, militärischen Gränzen und dergleichen veraltetem Trödel träumen nur noch junge und alte Schulknaben [...]". - Nicht in Friedrich Carl Wittich: Briefe von und an Friedrich von Gentz. München und Berlin, Oldenbourg, 1909.‎

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Wien, AT
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3 500,00 € Kopen

‎[Georg I. von Griechenland]. - Jachmann, Eduard von, Vizeadmiral (1822-1887).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wohl Kiel, 22. V. 1867.‎

‎½ S. 4to. An einen Major: "Gehen Sie zum Ober Präsident und zu Rosenberg, und sagen den Herren, ein dänisches Schiff werde den König von Griechenland, von Kiel nach Kopenhagen führen. Der Tag sei mir noch nicht mitgeteilt. Die Schiffe würden die üblichen Honneurs im Hafen machen [...]". - Nach der Absetzung des griechischen Königs Otto aus dem Haus Wittelsbach im Jahre 1862 hatte die griechische Nationalversammlung im Folgejahr den dänischen Prinzen Wilhelm Ferdinand Adolf Georg von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg (1845-1913) als Georgios I. zum neuen König gekoren. Im Oktober 1867 sollte Georg in St. Petersburg die Großfürstin Olga Konstantinowna aus dem Haus Romanow-Holstein-Gottorp heiraten, eine Enkelin von Zar Nikolaus I. - Nach dem Deutsch-Dänischen Krieg, worin er 1864 das Seegefecht bei Jasmund (Rügen) leitete, wurde Jachmann zum Chef der Marinestation der Ostsee in Kiel. - Etwas knittrig und fleckig, mit Spuren alter Faltung und Randeinrissen entlang der horizontalen Faltlinien.‎

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Wien, AT
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150,00 € Kopen

‎Georgi, Otto Robert, Politiker (geb. 1831).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Leipzig, [29. IX. 1915].‎

‎2 Zeilen. Qu.-8vo. Mit Lochspuren alter Heftung, Rundstempel und Inventarnummern "1833" der Handschriftensammlung J. K. Riess. Beiliegend der Ausschnitt eines kl. Zeitschriften-Portraits (38:58 mm). Etwas fleckig.‎

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Wien, AT
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80,00 € Kopen

‎Giesl-Gieslingen, Heinrich Karl Freiherr von, Feldzeugmeister (1821-1905).‎

‎3 eigenh. Visitenkarten. Rohitsch, Wien und o. O., 27. VIII. 1884, 26. IX. 1888 und o. D.‎

‎(1+½+1 Zeile =) ca. 2 SS. Gr. Visitkartenformat. An namentlich nicht genannte Adressaten mit Dank und Glückwünschen: "[....] erlaubt sich Eurer Excellenz zur Geheimraths-Würde die besten Glückwünsche im eigenen wie im Namen seiner Gemahlin in treuer Verehrung zu übersenden [...]" (27. VIII. 1884). - Auf 2 Varianten lithogr. Visitenkarten mit Rundstempel und Inventarnummern "6077"-"6079" der Handschriftensammlung J. K. Riess.‎

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Wien, AT
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160,00 € Kopen

‎Giskra, Karl, Advokat und Politiker (1820-1879).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 7. III. o. J.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An Cajetan von Felder, Bürgermeister von Wien: "Beiliegend erlaube ich mir Ihnen Alles zu übermachen, was der gestern erwähnte Mann mir zur Unterstützung seines Anliegens selbst geschickt hat u. bitte die Behelligung nicht übel zu nehmen [...]". - Giskra gehörte 1848 zu den Wortführern der "Sturmpetition" und wurde als Abgeordneter in das Frankfurter Parlament entsandt. Als Bürgermeister von Brünn wurde er von Bismarck mit einer Friedensmission nach Wien betraut; als Innenminister (1867-70) führte er die Trennung von Verwaltung und Rechtsprechung durch und setzte sich für die Dezemberverfassung von 1867 sowie für die Auflösung des Konkordats von 1855 ein. - Mit Stempel der Handschriftensammlung J. K. Riess.‎

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Wien, AT
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120,00 € Kopen

‎Habermann, Hugo Edler von, k. u. k. General (1862-1935).‎

‎Eigenh. Feldpostkarte mit U. K. u. k. Feldpostamt 641, 4. VIII. 1913.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse verso. Als Generalmajor an den Obermagistratsrat Franz Pohl in Wien: "Lieber Vater Franz! Erhalte heute [Nachricht] durch Bertl, daß du bettlägrig bist. Hoffentlich geht die Sache rasch vorüber. Es ist eine böse Zeit, vielleicht mehr f. die im Hinterlande als an der Front. Ich kann mich jetzt eigentlich auch nicht zu[r] Front rechnen u. leiden auch wir dementsprechend mit Schwierigkeiten. Mitte August will ich auf ca. 14 Tage auf Urlaub, will dann bei dir nachsehen [...]". - Hugo von Habermann wurde mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs zum Feldmarschallleutnant befördert und Ende 1917 zum Feldzeugmeister. Er kommandierte die 5. Infanteriedivision das XI. Corps. Nach Kriegsende wurde er pensioniert. - Feldpostkorrespondenzkarte mit Stempel des k. u. k. Kavalleriedivisionskommandos. Mit Rundstempel und Inventarnummer "6579" der Handschriftensammlung J. K. Riess.‎

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100,00 € Kopen

‎Haerdtl, Karl Freiherr von, Herrenhausmitglied und Advokat (1817-1904).‎

‎3 eigenh. Briefe mit U. und 2 eigenh. Visitenkarten mit U. Wien, 24. VI. 1874, 21. XII. 1874, 7. III. 1884 und o. D.‎

‎(1+2+1½+2+1½ =) 8 SS. auf 1 Doppelblatt und 4 Einzelbll. Unterschiedliche Formate (Visitkarten- bis Folioformat). Beliegend ein eh. adr. Kuvert. I. An Cajetan Felder, Bürgermeister von Wien (24. VI. 1874): "Da Ihrem Gesuche de präs. 23. Juni 1874 Z. 1933 um Enthebung von der ex offo-Vertretung des Herrn Alois Kellner, weder die Original-Information, noch das in derselben angezogene Schriftstück über den Anspruch gegen die Unionbank beiliegt, so werden Sie ersucht, vorläufig diese Schriftstücke anher vorzulegen [...]" - Mit gepr. Briefkopf der "Niederösterr. Advokaten Kammer" und beiliegendem Kuvert. - II. An (den nicht namentlich genannten) Cajetan Felder (21. XII. 1874): "Da es mir Samstag in der Herrnhaussitzung nicht möglich war Ihnen oder besser gesagt uns zu gratuliren, dass Sie wieder zum Bürgermeister gewaehlt wurden, trage ich hiemit meinen herzlichen Glückwunsch nach. Bei dieser Gelegenheit sage ich Ihnen auch meinen innigen Dank für das Buch über die Verwaltung Wiens, das durch sein reiches statistisches Material für jeden der sich im öffentlichen Leben bewegt, ein fast unentbehrliches Handbuch ist [...]" - Auf Briefpapier mit gepr. Monogramm. - III. An den Hof- und Gerichtsadvokaten Johann Frank (7. III. 1884): "Bezugnehmend auf eine Rücksprache mit Herrn Hermann Cohn erlaube ich mir Ihnen in der Anlage eine Beschreibung der Güter Gföhl, Dross, Rechberg und Imbach sammt Rustikalien zu übermitteln [...]" und mit der Bitte um ein Treffen. - Mit gepr. Briefkopf. - IV: Lithogr. Visitkarte an einen nicht namentlich genannten Adressaten (o. O. u. D.): "Im Auftrag des H. Baron Leitenberger ersuche ich Sie [...] sich zu H. B.on zu bemühen [...]". - V: Lithogr. Visitkarte an einen Kollegen mit Dank für Glückwünsche (o. O. u. D.). - Jeweils mit Rundstempel und Inventarnummern "6611"-"6616" der Handschriftensammlung J. K. Riess.‎

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800,00 € Kopen

‎Hahn, Samuel Ritter von, serbischer Generalkonsul (1837-1915).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 1. V. 1901.‎

‎1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Herrn Doktor: "Sie haben den freundlichen Wunsch ausgesprochen meine Unterschrift, von einigen Zeilen begleitet, zu erhalten. Ich glaube eine schönere Begleitung meiner Unterschrift nicht geben zu können, als dass ich Ihnen anliegend den 42ten Hauszins übermittle. Ich höre, daß in den Häusern, welche Ihrer Administration unterstehen der 50te nicht gezahlt wird, worauf ich mich schon freue. Gleichzeitig sende ich noch 2 Beilagen, welche Sie vielleicht verwenden können. Mit vorzüglicher Hochachtung [...]". - Mit Rundstempel und Inventarnummer "6636" der Handschriftensammlung J. K. Riess. Beiliegend ein Zeitungsausschnitt eines Portraitdrucks.‎

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Wien, AT
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100,00 € Kopen

‎Helfert, Joseph Alexander Frh. von, Staatsmann und Historiker (1820-1910).‎

‎Eigenh. Visitenkarte. [Wien], 6. II. 1899.‎

‎2 SS. Visitkartenformat. Mit eh. adr. Kuvert. An den Rechtsanwalt, Entomologen und Wiener Bürgermeister Cajetan Felder: "Dr. Jos. Alex. Frh. v. Helfert [dies gedruckt] bittet den Ausdruck seines wärmsten und verbindlichsten Dankes für die gütige und so erfolgreiche Vermittlung zu Gunsten des Preises für Österreichische Volkskunde entgegenzunehmen [...]". - Mit Rundstempel und Inventarnummer der Handschriftensammlung J. K. Riess.‎

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80,00 € Kopen

‎Keller, Gustav von, Jurist (1816-1889).‎

‎5 eigenh. Visitenkarten. Maria Enzersdorf u. [Wien], 3. IX. 1884, 1. IV. 1886 u. o. D.‎

‎Zusammen (2+1+1+1+1 =) 6 SS. Visitkartenformat. Alle an einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Von einer Urlaubsreise, auf der ich oft tagelang keine Zeitung zu Gesichte bekam, zurückgekehrt, erfahre ich erst heute die Eurer Excellenz von Sr. Maj. ertheilte geh. Rathswürde, wozu den herzlichsten Glückwunsch ausdrückt, E. E. ergebenster [...]" (Maria Enzersdorf, 3. IX. 1884). - "Da ich trotz der geringen Entfernung unserer nachbarlichen Wohnungen, wegen Geschäftsüberbürdung mein Vorhaben, Ihnen aufzuwarten, nicht ausführen kann, so erlaube ich mir, für die gütige Beglückwünschung zu meinem 70. Geburtstage einstweilen schriftlich den innigsten Dank ergebenst & hochachtungsvoll auszudrücken [...]" ([Wien], 1. IV. 1886). - "Gestatten Eure Excellenz, daß zu Ihrem werten Geburtsfeste die herzlichsten Glückwünsche zum Ausdruck bringe Ihr in treuer Anhänglichkeit u. innigster Verehrung ergebenster alter Schulkamerad [...]" ([Wien], o. D.). - "Dr. Gustav Ritter von Keller [dies gedruckt] meldet seine innigste Teilna[h]me" ([Wien], o. D.). - "Dr. Gustav Ritter von Keller Vice-Präsident des k. k. Oberlandesgerichtes in Wien [dies gedruckt] dankt ergebenst" ([Wien], o. D.). - 1 Karte mit Trauerrand. Mit Rundstempeln und Inventarnummern der Handschriftensammlung J. K. Riess.‎

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150,00 € Kopen

‎Levetzow, Albert von, Politiker (1827-1903).‎

‎Eigenh. Briefkarte mit U. Berlin, 14. I. 1896.‎

‎2 SS. Kl.-Qu.-8vo. "Hochverehrter Herr! Wenn es irgend mir möglich ist, werde ich gern der Sitzung der Subkommission für das Bismarck-Denkmal am 24ten d. M. beiwohnen. Ich nehme an, daß Sie im Reichstagsgebäude wird gehalten werden und würde dankbar sein, wenn Sie die Stunde um 1 Uhr Mittags wählen wollten. H. Geh. Rath Wallot [d. i. der Architekt Paul Wallot] hat erst auf mein dringendes schriftliches Ersuch[en] zur Anberaumung der Sitzung sich entschlossen [...]". - Paul Wallot, mit der Organisation zur Errichtung des Reichstags-Präsidialbaus betraut, leitete in den Jahren 1898/99 den Wettbewerb zur Errichtung von Bismarckdenkmälern im Deutschen Reich. - Mit gedr. Briefkopfzeile des Reichstags, der Spur einer älteren Montage sowie einer Knickspur.‎

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120,00 € Kopen

‎Massow, Eberhardt Julius Wilhelm Ernst von, Kurator des Marienstifts in Stettin (1750-1816).‎

‎Eigenh. Schreiben mit U. Stettin, 24. XI. 1783.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. Folio. Antwortentwurf auf einem Schreiben des Stettiner Marienstift-Gymnasiums über die verspätete Einsendung einer Tabelle zu Vorlesungen im Gymnasium, verschuldet durch den Mathematiker Johann Jakob Meyen: "Remittatur. In Orig. die Tabelle mit der Auflage die Stunden des Prof. Meyen einzureichen [...] Mand[iren] dem Meyen b. 3 Tagen bei 5 rth. Strafe die nötigen Anzeigen dem Concilio einzureichen. Auch sich beim Curatorio eben dieser Verspatung zu verantworten [...]". Ferner die Unterschrift des Christoph Georg Friedrich von Bismarck (1732-1818), Präsidenten des Obergerichts zu Stendal. - Im Oberrand etwas angestaubt. Rundstempel und Inventarnummer ("4090") der Handschriftensammlung J. K. Riess; zuvor in der Sammlung Fischer von Röslerstamm und 1919 durch V. A. Heck verkauft.‎

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250,00 € Kopen

‎Reißky, Johann Edler von.‎

‎Ausschnitt mit eigenh. U. O. O., 22. VIII. 1800.‎

‎2 Zeilen. Ca. 83:263 mm. Ein Vertreter der böhmischen Adelsfamilie Raiský von Dravenau. - Mit Rundstempel und Inventarnummer der Handschriftensammlung J. K. Riess.‎

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80,00 € Kopen

‎Rex, Rudolf Karl Kaspar Graf von, sächsischer Gesandter in Wien und Geheimer Rat (1858-1916).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("Grf Rex"). Wien, 11. X. 1910.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An den Präparator Anton Franz Abraham in Wien: "Anbei sende ich Ihnen das Geweih eines 16 Enders u. bitte, dessen Schädel, so rein weiß, vollkommen auskochen u. reinigen zu wollen. In 8 Tagen hätte ich das Geweih gerne zurück [...]". - Leicht angestaubt. Mit Rundstempel und Inventarnummer der Handschriftensammlung J. K. Riess.‎

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150,00 € Kopen

‎[Schlacht bei Abukir].‎

‎Verlustaufstellung mit eigenh. U. von u. a. General Jean Urbain Fugière. Cairo, "4 vend. an 8", d. i. 26. IX. 1799.‎

‎2 SS. 4to. Liste verlorener Gegenstände des Husaren-Unterleutnants Lelong, dessen Pferd bei der Schlacht von Abukir am 26. Juli 1799 getötet worden war: "Etat de pertes d'effets faite par le Cit. Lelong sous lieutenant au d. Regt. le Sept thermidor dernier lors de la Bataille D'aboukir ou il a eu son cheval de tué". Die Liste umfasst neben Kleidung einen Säbel, Pistolen und Epauletten. Die Mitglieder des fünfköpfigen Regimentsrats bestätigen den Verlust und die ausgebliebene Gratifikation mit ihren Unterschriften: "Nous Membres Composants le Conseil d'administration dudit Regiment Certiffions [!] que le Citoyen Lelong sous lieutenant audit Regiment a perdu le sept thermidor à l'affaire d'aboukir les divers effets enoncés. d'autre part, certiffions de plus qu'il n'a recu aucune Gratiffication [!] de campagne a ce sujet". Danach ging das Dokument zur Verifikation durch die Hände des "Commissaire des guerres" Le Père und des Brigadegenerals Jean Urbain Fugière (1752-1813), der bei der Schlacht seine linke Hand verloren hatte. - Die Schlacht von Abukir markierte zwar einen bedeutenden Sieg der Franzosen gegen die Ottomanen in Ägypten, dennoch war die Lage der "Armée d'Orient" alles andere als hoffnungsvoll. Die französischen Truppen waren durch die verlustreiche Syrienexpedition stark geschwächt, aufgrund der britischen Vorherrschaft im Mittelmeer von Nachschub abgeschnitten, finanziell unterversorgt und durch die von vielen als Desertation erachtete Abreise Napoleons am 23. August 1799 demoralisiert. Die Verzögerungen bei der Kompensation und Gratifikation des Unterleutnants können zweifellos in diesem Licht betrachtet werden. Erst Anfang 1800 gelang durch den spektakulären militärischen Erfolg gegen die Ottomanen in Heliopolis eine zeitweilige Konsolidierung der Situation. Dennoch war die Ägyptenexpedition zum Scheitern verurteilt, was durch die Ermordung des Oberbefehlshabers Jean-Baptiste Kléber am 14. Juni 1800 in Kairo zweifellos beschleunigt wurde. Im September 1800 folgte die Kapitulation vor den Briten und der Abzug der französischen Truppen. - Gefaltet und leicht angeschmutzt.‎

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1 500,00 € Kopen

‎Theumer, Ernst, böhmischer Politiker (1833-1904).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Prag, 30. IV. 1899.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Indem ich Sie im Besitze der Beschreibungen von Pischely u. Jablona erachte, lasse ich einige Fotografien des letzteren morgen an meinen Sohn abgehn, zugleich bitte ich beiliegendes Memorandum einer freundlichen Durchsicht und Beantwortung, eventuell durch meinen Sohn, zu würdigen und gütigst zu entschuldigen daß ich selbes nur im Concepte einzusenden mir erlaube [...]". - Auf Briefpapier mit gepr. Wappen. Mit Rundstempel und Inventarnummer der Handschriftensammlung J. K. Riess.‎

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90,00 € Kopen

‎Thibaudeau, Antoine Claire, Politiker und Historiker (1765-1854).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Paris, 27. V. 1794.‎

‎½ S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse verso (Faltbrief) und gepr. Siegel. Vermutlich an den Pariser Polizeipräfekten Jean-Baptiste Fleuriot-Lescot: "Je Vous prie, mon cher Collégue, de faire remettre au posteur, les notes que Vous m'avez promiser par le Dep. des Bouches du Rhône, je vous en serai obligé [...]" (Übs.: "Ich bitte Sie, mein lieber Kollege, dem Briefträger die Notizen zu übergeben, die Sie mir vom Dept. Bouches-du-Rhône versprochen haben, ich wäre Ihnen dafür sehr verbunden [...]"). - Mit vorgedr. Briefkopf "Conseil d'Etat".‎

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