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‎Rehm, Heinrich, Mykologe (1828-1916).‎

‎2 eigenh. Postkarten mit U. Regensburg, 21. I. und 13. VII. 1887.‎

‎2 SS. auf 2 Bll. (Qu.-)8vo. Jeweils mit eh. Adresse. Gelehrte Schreiben an Günther Beck von Mannagetta und Lerchenau, den Leiter der botanischen Abteilung des Hofkabinetts in Wien, des heutigen Naturhistorischen Museums. Mit Dank für Zusendung eines Beck'schen Werks über die "Funga" der Hochalpen und mit Bedauern, im Winter nicht forschen zu können: "Ich sende Ihnen hiemit meinen Dank für freundliche Ueberschickung des Separat-Abdruckes Ihrer Beiträge zur Pilzflora Niederösterreichs und bin überzeugt, daß Sie in den herrlichen Alpengegenden - Hochalpen - noch unzählige Seltenheiten finden [...]" (21. I. 1887). Mit Wertschätzung einer weiteren Übersendung Becks und mit detaillierter Darlegung der Rehm unbekannt gewesenen Arten und dem besonderen Interesse an einer Becherling-Schlauchpilzart: "Für die gütigste Uebersendung der Uebersicht der Kryptogamen Niederöserreichs meinen allerbesten Dank! [...] Mir sind dieselben ganz unbekannt geblieben und deren persönliche Untersuchung von hohem Werthe. Dürfte ich wohl die Bitte aussprechen mir die Beschreibung der Peziza (Sclerotinia) Kerneri Wettst. [...] mitzutheilen? [...]" (13. VII. 1887). - Papierbedingt leicht gebräunt und teilweise leicht staubrandig.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 150,00 Kaufen

‎Schwippel, Carl, Geologe (1821-1911).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. [Poststempel: Baden, 23. V. 1893].‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An Günther Beck von Mannagetta und Lerchenau, den Leiter der botanischen Abteilung des Hofkabinetts in Wien, des heutigen Naturhistorischen Museums, mit der Bitte um Hilfe zur Aufklärung und Einordnung zweier beobachteter "Sonnenröschen": "Bei meinen nun schon oft wiederholten Besuchen des Badener Berges, wo ich mich wieder an der Mannigfaltigkeit blühenden Gewächse so wie an der Schönheit der Natur herzlich erfreue fällt mir immer wieder ein besonders großblüthiges Helianthemum neben einer Masse kleinblüthiger Helianthemen auf [...]". - Carl Schwippel, der auch als Volontär am Naturhistorischen Museum tätig war, veröffentlichte bei Reichelt 1893 "Die Flora des Badener Berges" (vgl. ÖBL XII, 65). - Leicht staubrandig.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 80,00 Kaufen

‎Voss, Wilhelm, Mykologe (1849-1895).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. Laibach (Ljubljana), 23. II. 1888.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An Günther Beck von Mannagetta und Lerchenau, den Leiter der botanischen Abteilung des Hofkabinetts in Wien, des heutigen Naturhistorischen Museums, mit einer gelehrten Anfrage zum Vorkommen des Edelweiß im Dinarischen Gebirge im Süden Bosniens und im Gebiet der Herzegowina: "Sehr verbunden wäre ich für die Mittheilung, ob Sie in Südbosnien und der angrenzenden Hercegovina: Gnaphalium Leonotpodium Scop. beobachtet haben. Behufs eines Vortrages in der Section Krain [...] wäre dieses zu wissen für mich von Interesse [...]". - Papierbedingt etwas gebräunt.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 120,00 Kaufen

‎Flögl (Flöge), Mathilde, österr. Kunstgewerblerin (1893-1958).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. Basel, 18. IV. 1929.‎

‎1 S. Postkarte. 8vo. In Bleistift. Die Bildseite zeigt Basel (Blick vom Münster rheinabwärts). An die 25-jährige "Mäda" (Gertrude) Primavesi (1903-2000), die als Neunjährige von Klimt verewigte Tochter des 1926 verstorbenen Mäzens der Wiener Werkstätte, Otto Primavesi (Adresse "Wien VII, Wiener Werkstätte, Döblergasse 4"): "Arbeite täglich 14-16 Kolerirte, bin abends ganz tod. Hoffe morgen Samstag fertig zu sein. Montag soll gewählt werden. Man will Prof. Hofm. soll Montag hier her kommen. Es wäre sehr gut. Salubra ist sehr nett zu mir. Man schaft mir viel Zerstreuung u. Vergnügen. Herz. Grüße v. Ihrer ergeb. M. Flögl". Das Schweizer Unternehmen Salubra produzierte 1929 eine von Flögl entworfene Tapetenkollektion. - Mathilde Flögl studierte von 1909 bis 1916 an der Kunstgewerbeschule Wien bei Josef Hoffmann, Alfred Roller, Oskar Strnad, Rudolf von Larisch und Franz Cižek. Als Mitarbeiterin der Wiener Werkstätte schuf sie anschließend u. a. in den von Hoffmann eingerichteten Wohnungen und Geschäftslokalen (Grabencafé) freihändig aufgetragene und schablonierte Wandmalereien und war in fast allen Gebieten des Kunsthandwerks für die Wiener Werkstätte tätig (Keramik, Elfenbein, Leder, Holz, Graphik und Gebrauchsgraphik, Email, Glasdekore, Stoffe, Mode, modische Accessoires, Spitzen, Tüllstickereien, Stofftaschen, Tapeten). Für die Jubiläumsschrift 1928 entwarf sie die Zusammenstellung sowie das Layout; 1929 veröffentlichte sie das Buch "Die Wiener Werkstätte 1903-1928: Die Evolution der modernen angewandten Kunst". Flögl unterrichtete an verschiedenen Schulen; ihre Arbeiten befinden sich heute u. a. in der Smithsonian Institution in Washington, DC, im Kyoto Costume Institute in Kyoto und im Museum für Angewandte Kunst in Wien. - Tadellos erhalten.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 800,00 Kaufen

‎[Algeria & Tunisia].‎

‎Manuscript travelogue of a Frenchman, travelling with his parents in Algeria and Tunisia. France, Algeria, and Tunisia, 1890.‎

‎12mo (125 x 80 mm). French manuscript (pencil) on paper. (115) pp. on 67 ff. With three small architectural sketches. Contemporary brown cloth with sewn leather reinforcements along the edges, ribbon strap, and pencil sheath. Paper label inscribed "Algerie 1890 Mars Avril" pasted to front cover. All edges red, corners gilt. Marbled endpapers with pocket in the upper cover, containing a loose note, some pressed leaves, and a pressed butterfly. The anonymous traveller's journey begins in Paris on 8 March 1890, when the family boards an express train to Avignon in order to visit the old papal city before continuing to Marseille. There the family boards a ship bound for Algiers, where they arrive after a stormy crossing. The journey continues by train and car, leading from Algiers to Constantine, Batna, Tazoult (here called Lambèse), Bikra, Sidi Okba, Tunis, La Goulette, Bizerte, and home to France via Algiers. Additional smaller trips to Blida, Sidi Ferdj, and other places were undertaken from Algiers, where the family spent most of its time. It is likely that the family was connected to the colonial administration, as they had several friends in Algiers and other locations. - The writer proves an attentive observer, describing at length the monuments that the family visited, such as the synagogue of Algiers, a Marabout near Algiers, the Roman ruins of Lambaesis near Tazoult, the ruins of Carthage, and the Bardo Museum in Tunis, which had only opened in 1888, different landscapes and also scenes of ordinary life. Many remarks focus on architecture and vegetation, but more intimate remarks on acquaintances and the social life of the French community in Algiers are frequent. Occasionally, the writer's curiosity for the local population, never breaching the social barrier, is at evidence: "We arrived at the customs office where an indigenous man of great beauty carries our luggage [...] Further back some women are talking [...] many of them unveil [...]" (transl.). After another tumultuous passing, the family returned to Paris via Marseille, arriving on 24 April 1890. - Binding rubbed and somewhat loose; front cover pocket breaking at fore-edge seam. Paper shows occasional insignificant tears and some stains, but well preserved.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 950,00 Kaufen

‎Bülow, J. von, dänischer Gesandter in London (fl. 1879).‎

‎Eigenh. Brief mit U. St. Anne's Hill, Chertsey, 23. IV. 1879.‎

‎8 SS. auf 2 Doppelblättern. 8vo. An eine Gräfin über den Landaufenthalt ärmerer Kinder in Dänemark während der Sommerferien: "Es ist mir sehr schmeichelhaft, daß Sie durch meine Frau Sich an mich wenden, Sie werden aber verzeihen wenn ich so frei bin meiner Neigung zu folgen und Ihnen selbst, nicht dem Grafen, meine Antwort schicke. Uebrigens bedaure ich, nicht sehr viel über die Sache sagen zu können, da ich, stets abwesend, nur ganz im allgemeinen mich dafür interessirt habe [...] Was ich jetzt darüber weiß ist, daß man in Copenhagen, besonders - vielleicht auch nur dann - in der 3-4 Wochen langen Sommerferie [!] den armen Kindern den wohlthuenden Landaufenthalt zu verschaffen sucht. Einige Wochen vor Anfang der Ferien ersucht eine Commission von freiwilligen Kinderfreunden, durch die Zeitungen in Stadt und Land, daß die jenigen Hausvätern [!] sich melden, welche geneigt seien ein oder mehrere Kinder bei sich unentgeltlich während der 3-4 Wochen aufzunehmen [...] Nach den dann eingesandten Offerten kann erst die Zahl der aufzunehmenden Kindern [!] bestimmt werden, und darauf basirt setzt die Commission sich mit ärmeren Schulen in Verbindung um zur rechten Zeit die bestimmte Zahl Kinder angewiesen zu bekommen. Darauf wendet sich die Commission an die Eisenbahndirektion, respective an Fuhrleute mit der Bitte, daß die Kinder unentgeltlich oder für geringes Fahrgeld transportirt werden und diese Bitte wird stets gerne erfüllt. Die betreffenden Pflegeltern auf dem Lande bekommen dann zeitig Nachricht wann und wie viele Kinder hinkommen werden, und gewöhnlich laßen dann jene die Kinder an der nächsten Station abholen zu Wagen oder zu Fuß nach den Umständen. Nach beendeter Ferie werden die Kinder dann auf ähnliche Weise zurückgebracht und von den Schulen oder Eltern in Empfang genommen [...]". - Auf Briefpapier mit gepr. Adresse. Mit kleinen Rostspuren.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 200,00 Kaufen

‎[Card manipulation].‎

‎Manuscript instructions for various card magic tricks. Probably Vienna, ca. 1820.‎

‎8vo. (8) pp. on 2 bifolia. In German. Instructions for entertaining and curious card tricks, to be performed at an inn table, mainly for French-suited decks: "Zu machen, daß eine Karte v. selbst ohne scheinbare äußere Wirkung auf dem Tische herumgehe: Man nehme ein langes Haar, hefte selbes zwischen Brust u. Nabel an einen Rockknopf, an das andere Ende aber klebe man mit Wachs das Kartenblatt fest, gehe dann rings um den Tisch herum, so wird es nachfolgen, ohne, daß man es bemerkt, wie es geschieht [...] Die 4 unzertrennlichen Könige: Man nimmt die 4 Könige aus dem Spiel, zeigt sie der Gesellschaft, legt sie unter das Spiel u. legt, doch daß man nichts davon merkt, noch 2 andre Karten darunter. Man steckt dann die 2 untern Karten, die Jedermann für Könige halten wird, ohne sie vorzuzeigen ins Spiel, den darauf folgenden König legt man oben auf, hebt die Karten ab, u. gibt das Spiel einer Ps. zum Durchsehen welche alle 4 Kge bei einander finden wird [...] Eine Zahl zu errathen, die Jemand in Gedanken hat [...] Mit einer Stange Siegellack den Propfen aus einer Bouteille zu ziehen [...] Wie schreibt man 1000 mit Zahlen ohne Null od. mit 5 Ziffern 999 9/9 od. mit lat. M [...] Durch einige Wassersp[r]itzer voll Weinsteinsalz kann man Milch in Blut verwandeln. Wasser schnell in eine eisähnliche Gestalt zu versetzen [...]". - Some browning and ink-staining near the lower edge.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 300,00 Kaufen

‎Wüllerstorff-Urbair, Bernhard Ritter von, Vizeadmiral und Handelsminister (1816-1883).‎

‎Konvolut von 5 eh. Briefen mit U. Pola, Nieuwediep, Venedig, Tonkjeri Bai (Troja) und o. O., 1851-1864.‎

‎22½ SS. auf 6 Doppelbll. Mit einem eh. adr. Kuvert mit Siegelrest. Wohl durchwegs an seinen Freund, den Astronomen der k. k. Marine Franz Schaub in Triest und Pula, bei dem (nebst Littrow) er in Wien studiert hatte. Wüllerstorf-Urbair war von der Steiermark verspätet nach Triest gekommen, hatte Schaub nicht mehr besuchen können und reiste dann über Smyrna zu einer Meeresbucht bei Troja. Wüllerstorfs Stimmung sei trotz Zeitnot ausgezeichnet, er müsse seine Mahlzeiten selbst erjagen, habe versucht, in der Adria astronomisch-geographische Bestimmungen der Längengrade vorzunehmen und lädt Schaub nach Neapel ein: "Ich laße mich also trotz Allem getrost weiter schwämmen von den Wellen der Zeit so ziemlich unbekümmert an welchem Strand ich enden werde. Kronometer und Sextanten habe ich wenig gebraucht [...]" (27. VI. 1851). - Wüllerstorf sei nun endlich in Pola und könne Schaub besuchen, Chronometer und Regelkompass seien nicht angekommen, jedoch notwendig vor der Abreise nach Ägypten: "Würden diese [Messgeräte] des Abends voll aufgezogen so könnten sie in meine Hände Samstag um 4 Uhr Nachmittag in bestem Zustande gelangen [...]" (28. XI. 1855). - Zum Skandal um die beiden Brüder Attilio und Emilio Bandiera, zum Wechsel des ganzen Geschwaders in der Levante, mit der Bitte um Zusendung der "Astron. Nachrichten" für die Sternenbeobachtung und zur Regelung einer missbrauchten Vollmacht durch einen gewissen Wesetzky: "Die Hauptsache scheint mir indeßen jedenfalls zu seyn, meine Vollmacht diesem Herrn W. zu entreißen, denn ich könnte sehr unangenehm damit betrogen werden [...]" [o. D.]. - Zur Organisation und Bezahlung der Anreise seines 15-jährigen Sohnes Karl zwecks Urlaub nach Venedig mit Hilfe des Adjunkten Dr. F. Paugger, da der Marine-Kriegssekretär Berthold nicht in Triest sei, mit fachlichen Ausführungen zu meteorologischen Aufsätzen über Winde und Stürme von Wüllerstorff selbst, von Dove, Prestel und Andrau, zum Besuch der Familien des Chemikers Liebig, des Zoologen Liebold und des Chemikers Wöhler, mit Interesse am Fortschritt eines "Fernrohrs mit getheilten Objektiven", zu einer "Kaffeehausbeobachtung" mit kleiner Illustration der Bahn der verglühenden Sternschnuppenteilchen: "Ich habe von dem Teufelsjungen auch nicht eine Zeile während seiner ganzen Reise erhalten [...] der Schweif welchen [die Sternschnuppe] zurückließ blieb über 10 Minuten sichtbar, bewegte sich aber mit dem aufspringenden leichten Landwinde deutlich über die Sterne und änderte seine geradlinige Richtung in eine Schlangenlinie [...]" (13. IX. 1863). - Zur Errichtung meteorologischer Stationen im Adriatischen Meer, dem diesbezüglichen Rückstand Deutschlands zu anderen Ländern, Problemen mit See und Wetter, zur Niederländischen Küstenlandschaft, zum Besuch seiner Frau während der Waffenruhe in Dover am Ende des Deutsch-Dänischen Kriegs und ihrer Ankunft in Amsterdam: "Das ist wirklich nur ein grünangestrichener Winter statt eines Sommers [...] Nun die Flotten Abtheilung unter Tegetthoff hat bewiesen was die Marine leisten kann und daß wir aus demselben Teig geknettet [!] sind wie unsere Armee [...]" (28. V. 1864). - Wüllerstorff-Urbair wurde "1839 zum Schiffsfähnrich befördert und mit der Leitung der Marinesternwarte in Venedig, sowie mit der Lehrkanzel für Astronomie und Nautik an der Marineakademie", zehn Jahre danach mit dem Kommando über die Brigg "Montecuccoli", 1860 mit der Festungskommandatur in Pula und wenige Jahre später mit dem Posten des Hafenadmirals und Arsenalkommandanten in Venedig betraut (ADB XLIV, 308f.).‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 750,00 Kaufen

‎[Verlaine, Paul] / Henckell, Karl, Schriftsteller (1864-1929).‎

‎Ms. Manuskript. O. O. u. D.‎

‎Ca. 10¼ SS. auf 12 Bll. 4to. Mit Notizen in Bleistift. Zehn Gedichte in deutscher Übersetzung von Karl Henckell nach Paul Verlaine mit den Titeln bzw. Gedichtanfängen "Weib und Katze", "Öde", "Mir ist, als hört' ich Stimmen [...]", "Hört meines Liedes milde Weise [...]", "Lass gegenseitig uns Verzeihung üben [...]", "Das ist das verzückte Schmachten [...]", "Mein lieber Traum", "Nevermore", "Cavitri" und "Sinkende Sonne". - Henckell veröffentlichte seine Verlaine-Nachdichtungen in den Jahren 1898 und 1899 in der von ihm herausgegebenen Zeitschrift "Sonnenblumen. Blütenlese der Lyrik aller Völker". - Die Ränder teilweise stärker lädiert. Ein Blatt mit Stempel "Confidentielles Secretariat A. F. Wolf & R. Stella".‎

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Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 350,00 Kaufen

‎[Bayreuther Festspiele]. Feustel, Friedrich, Bankier und Förderer der Bayreuther Festspiele (1824-1891).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Bayreuth, 20. XI. 1875.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 4to. An den Möbelfabrikaten J. A. Eysser über eine offene Rechnung Richard Wagners: "Im Auftrage und für Rechnung des Herrn Richard Wagner hier übermache ich Ihnen anbei: fl 292.47 baar / fl 10.000,- in 4 Accepten des Herrn R. Wager zuzügl. 5% Zins [...] Die Wechsel sind auf Termine basiert, an denen Herr Wagner sichere Einnahmen zu gewärtigen hat, die eventuell auch nach seinem Tode anfallen würden [...]". - Mit kleinen Randläsuren. Beiliegend 2 Photoreproduktionen und ms. Transkription mit einer Bleistiftkorrektur der Unterschrift. In der Transkription irrig 1873 datiert.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 500,00 Kaufen

‎Klein, Franz Eugen, Dirigent und Komponist (1912-1944).‎

‎Albumblatt mit eigenh. U. "Volksoper" [Wien], 28. IV. 1932.‎

‎½ S. Qu.-8vo. Auf etwas größerem Trägerpapier montiert. In Bleistift. Klein war ab 1932 bis zur Schließung durch die Nationalsozialisten gemeinsam mit Fritz Spielmann (1906-97) Dirigent und Hauskomponist im Kabarett "Der liebe Augustin". Ebenso dirigierte er bis 1938 am Theater in der Josefstadt, dem Alt-Wiener Volkstheater, bei den Wiener Kammerspielen und an der Volksoper Wien. Er wirkte im Kabarett von Karl Farkas mit und war berühmt für seine musikalischen Blitzparodien. Aus der Zeit seiner Deportation nach Theresienstadt ist ein Portrait Kleins aus der Hand des Prager Karikaturisten Max Placek (1902-44) erhalten geblieben. 1944 wurde Klein ins Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau überführt und dort ermordet.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 250,00 Kaufen

‎Adan, Louis-Emile, French painter and illustrator (1839-1937).‎

‎Autograph letter signed. 75 rue de Courcelles (Paris), 25. VI. 1903.‎

‎8vo. 1 p. on bifolium. To a M. Favre, accepting an invitation to lunch in Montmorency near Paris: "Nous sommes très sensibles, ma femme et moi, à votre aimable invitation pour déjeuner Dimanche prochain à Montmorency; nous acceptons avec plaisir, heureux de passer quelques bons moments avec vous. Veuillez, je vous prie, cher Monsieur, présenter nos respectueuses hommages à Madame Favre et croyez [...]". - Minimally stained.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 280,00 Kaufen

‎Cain, Georges, French painter, illustrator and writer (1856-1919).‎

‎2 autograph letters signed (one twice). N. p. o. d.‎

‎8vo and small 12mo. Together 5½ pp. With autograph envelope. The duodecimo letter with an envelope is addressed to the French journalist and bibliophile Pierre Dauze (1852-1913). Thanking him for unspecified information, Cain asks Dauze to lend him for some hours a catalogue that he would return "with his instructions". In closing, Cain apologizes for an undelivered earlier letter, assuring Dauze that the fault was not his, but that of the postal service: "Mille fois merci du bon renseignement que vous voulez me donner. Mettez je vous en prie le comble à votre obligeance et pretez moi ce catalogue pendant quelques heures. Après l'avoir parcouru je donnerai mes instructions le bas. Une chose me desole: vous n'avez pas reçu la lettre ou je vous remerciais devotre charmant envoi. La faute n'en est pas à moi, qui vous ai répondu comme je le devais, mais bien à la Poste [...]". - The second letter, to an unnamed recipient and dated 3 February, concerns business with a M. Koch who was "quite tough and set a veritable ultimatum" in a meeting with Cain just before the letter was written. Cain gives a summary of Koch's demands, apparantly for the resale of a work of art, and explains that Koch, who seemed "irritated and impatient", told him that he wrote the anonymous article in Le Figaro. Cain has no answer to his demands: "Nous n'avions rien à répondre - Que pourrait-on faire, c'est bien délicat!". - The second letter with small tears to the margins, some browning and stains.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 450,00 Kaufen

‎Dignimont, André, French painter (1891-1965).‎

‎Autograph picture postcard signed. La Trinité-sur-mer, Lundi [1961].‎

‎Postcard format. 1 p. With greetings from holidays in Brittany, probably to family members or very close friends addressed by nicknames: "Pour Tomiette [?] et le grand Thadée notre très affectueuse pensée avant de rentrer à Paris. De plus nous le embrassons tous deux. Dis et Lucette - Les Bethenau sont ici, ce sont des amours". - The picture side shows the famous Calvary at Guimiliau. - The date 1961 is supplied from a note in pencil. Well preserved.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 250,00 Kaufen

‎Messagier, Jean, French painter, sculptor, printmaker and poet (1920-1999).‎

‎Autograph letter signed. Paris, 17 March, n. y.‎

‎4to. 1 p. To an unnamed recipient, accepting an invitation to participate in an upcoming exhibition: "Ci-jointe la notice de votre exposition à laquelle vous avez bien voulu m'inviter. Je suis très heuerux d'y participer. Vous savez que je suis à votre disposition. Au cas ou vous auriez besoin d'autres documents pour l'article du monsieur d'Eindhoven. Après la semaine de Pâques, si vous le voulez bien, je vous téléphonerai pour prendre rendez-vous." - Traces of folds. Insignificantly creased with minimal browning. With a collector's note and marks in pencil.‎

MareMagnum

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Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 650,00 Kaufen

‎Piaubert, Jean, French painter (1900-2002).‎

‎Autograph letter signed and autograph postcard signed. Paris and Crete, 24. IX. 1954 [postmark] and 14 II. 1964.‎

‎Large 8vo and postcard format. Together 3 pp. The letter from February 1964 was written to the art critic Roger van Gindertael, thanking him profusely for an article: "Je ne saurai assez vous remercier et vous féliciter de votre aimable texte. Vous avez parfaitement discerné la pensée qui m'a toujours guidé, et dans un style d'une trés grande élégance, vous avez analysé les différents aspects de mes préoccupations. Votre article, dont j'apprécie infiniment la clarté, me comble de satisfaction. Il est pour moi d'un réconfort inappréciable, tant par sa lucidité du monde plastique, que par sa très haute qualité littéraire. Croyez, cher ami à ma très vive gratitude [...]". Van Gindertael's monographic article on Jean Piaubert's work appeared in the London-based magazine "The Connoisseur" in 1964. - The charming postcard from 1954 was sent to Mr. and Mrs. Crespelle in Saint Tropez with greetings from the island of Crete: "Que cette charmante Crétoise vous apporte, avec la bénédiction du Minos, nos bien sincères amitiés". Piaubert's "charmante Crétoise" is a reference to the reproduction of the fresco of a "Minoan dancer" in the palace of Knossos on the picture side. - On stationery with embossed letterhead. Well preserved.‎

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Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 850,00 Kaufen

‎Puvis de Chavannes, Pierre, French painter (1824-1898).‎

‎Autograph niote signed. Paris, 28. I. 1892.‎

‎Oblong 8vo. 1 p. Receipt for an oil study from the estate of the academic painter Jules-Élie Delaunay: "Reçu de Monsieur Schnénard la petite étude peinte que m'a laissé Monsieur Delaunay [...]". - Pierre Puvis de Chavannes's close friend Jules-Élie Delaunay had died on 5 September 1891. We were not able to establish which oil study Delaunay bequeathed to his friend. - Some browning. With collector's note in pencil.‎

MareMagnum

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Wien, AT
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€ 400,00 Kaufen

‎Rainer, Arnulf, Maler (geb. 1929).‎

‎2 eigenh. Briefe und 1 eh. Bildpostkarte, alle mit eh. Paraphe ("A." bzw. "R"). Wien und o. O., 1965.‎

‎Zusammen 2½ SS. auf 3 Bll. 4to und qu.-8vo. Die Karte mit eh. Adresse und montiertem Engelskopf. Zärtliche Schreiben an ein "liebes Katilein", seine "Liebste": "Hier ist alles etwas trüb und unbedeutend. Wahrscheinlich liegt es daran daß ich mich etwas raus halte, nicht am großen Familienleben näher teilnehme. Seit neuerdings habe ich das Gefühl daß Du mich wirklich liebst, so muß ich mich schon für Dich aufsparen [...]". - Die Briefe mit Faltspuren; der Name in der Anschrift auf der Briefkarte geschwärzt.‎

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Wien, AT
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€ 3.500,00 Kaufen

‎Riefenstahl, Leni, Tänzerin, Regisseurin, Photographin (1902-2003).‎

‎Eigenh. Brief mit U. "Im Flug von Sansibar – Lamu – Nairobi", 19. IX. 1956.‎

‎2 SS. 8vo. An einen Freund ("Lieber Kurt"), möglicherweise den Drehbuchautor Kurt Heuser (1903-75), mit dem Riefenstahl bei ihren Filmprojekten in Afrika zusammenarbeitete, über ihre Reisen in Afrika ("ich bin also die rasende Flug-Leni"), über den Filmproduzenten Walter Traut ("Traut ist zur Zeit unerreichbar auf Urlaub") sowie ausführlich über ihr Befinden und ihre Pläne: "Ich mache nun alles selbständig - hoffe, daß ich bei meinem nächsten Film nur noch allein in meiner Firma zu bestimmen habe - werde hier gut mit den Schwierigkeiten fertig und halte körperlich mehr aus wie mein gesamtes männliches Team [...] Die roten Teufel werden sicher gemacht werden. Die Anti-Einstellung gegen mich wird, wenn dieser Film großartig wird, viel geringer werden. In Europa habe ich jetzt schon wieder eine hervorragende Presse [...]".‎

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Wien, AT
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€ 1.500,00 Kaufen

‎Rops, Félicien, Belgian artist (1833-1898).‎

‎Autograph letter signed. La Demi-Lune (Essonnes), 16. IX. 1893.‎

‎Small 8vo. 1 p. on bifolium. To the Belgian printer and publisher François Nys with an invitation to visit Rops at his house in Essonnes in order to collect new proofs, also instructing Nys to bring along a basket for pears: "Il y a ici une ou deux épreuves retouchées qui vous attendent. Prenez un grand panier pour mettre des poires car il y en a ici pour vans [?], votre portefeuille avec les portraits en question dedans et tout ce que vous avez pour moi. Prenez Lundi le train de 9 heures 45, gare de Lyon - Lundi, pour Moulin-Galant un aller et retour, vous serez à Moulin-Galant vers 11 heures, vous déjeunerez avec nous, et je crois que vous passerez une bonne journée". - In 1884 Félicien Rops moved to his estate La Demi Lune in Essonnes, 30 kilometres south of Paris, together with his two romantic partners, the sisters Léontine and Aurélie Duluc, and his daughter Claire. He reduced his artistic output and dedicated himself to botany, especially the cultivation of roses. As the jovial letter suggests, Nys was not only a business partner but also a friend of the family. A charming little portrait of Nys from 1891 by Claire Rops is held at the Musée Félicien Rops in Namur. - Very slightly stained.‎

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Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 3.500,00 Kaufen

‎Rouault, Georges, French painter, draughtsman and print artist (1871-1958).‎

‎Autograph letter signed. N. p. o. d.‎

‎Large 8vo. 1 p. To the French actor and director Sacha Guitry, probably concerning a commission for Guitry's art collection. Rouault cynically - and somewhat cryptically - remarks that "the taboo, as some of my contemporaries are wont to underline, is not to paint flowers unless in a somewhat decorative manner". He announces that his daughter will explain to Guitry "what is possible considering the current retrospective" and Rouault's ill health: "Considérez que le maudit comme le soulignaient parfois certains de mes contemporains n'est pas peintre de fleurs sinon quelque peu décoratives cependant ma fille - vous expliquera mieux que moi avec cette retrospective actuelle et mon état de santé ce qu'il est possible de faire. En vous souhaitant meilleur état de santé je vous prie [...]". - No direct connection between Rouault and Guitry is known, but Guitry was an avid collector of modern art. - With collector's number in pencil. Well preserved.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Bücher von Inlibris]

€ 1.800,00 Kaufen

‎[Album amicorum].‎

‎Stammbuch des Johann Gotthelf Herrmann (1740-1811). Leipzig, Dresden, Dippoldiswalde, Wolkenstein, Hainichen, Cämmerswalde, Clausnitz u. a. O., 1758-1802; 2 jüngere Einträge 1917 und 1939.‎

‎Qu.-8vo. 163 Einträge auf zus. 248 SS. (davon 2 nicht paginiert, 71 weiß). Mit reicher Titelillustration, 7 ganzseitigen, 3 halbseitigen und zwei kleinen Aquarellen, 5 montierten und kolorierten Druckgraphiken (davon eine Collage) sowie drei Musikzitaten. Lederband der Zeit mit reicher goldgepr. Rückenverzierung, goldgepr. floralen Deckelbordüren, zentralem Deckelfleuron und Stehkantenvergoldung, dreiseitigem Goldschnitt und marmorierten Vorsätzen. Album mit außergewöhnlich schönen Pinselzeichnungen und kalligraphischen Gestaltungen, die einige der in französischer, deutscher und lateinischer Sprache verfassten Einträge schmücken. Der Stammbuchhalter J. G. Herrmann legte dieses Büchlein gegen Ende seines Besuchs der Kreuzschule in Dresden an und führte es während des Studiums in Leipzig sowie in den ersten Jahren seiner Berufstätigkeit fort. Drei Einträge entstanden erst nach 1800. - Sicherlich am bedeutendsten ist der Eintrag des Dresdner Hofjuweliers Johann Christian Neuber (1736-1808), der sich - sehr selten - mit einer feinen Zeichnung verewigte. Hervorzuheben sind auch Einträge von bekannt gewordenen Söhnen des langjährigen Bürgermeisters von Dresden, Christian Weinlig, namentlich der spätere Komponist und Kreuzkantor Christian Ehregott Weinlig (1743-1813), der Architekt und Oberbauamtszahlmeister Christian Traugott Weinlig (1739-99), der Pharmazeut Christian Gottlob Weinlig (1730-99) und der Geistliche Christian Gotthard Weinlig (1746-79). Weiters finden sich Beiträge von Johann Friedrich Moebius, dem "Peruquier" Gottlieb Dienemann, dem Komponisten Johann Christian Fischer, dem Physiker Christlieb Benedikt Funk[e] (1736-86), dem Organisten der Wenzelskirche in Naumburg Johann Friedrich Graebner (1714-94), dem Pfarrer Johann Gottlieb Holfert (1740-1818), dem Philosophen und Gymnasiallehrer Daniel Gotthold Joseph Hübler (1734-1805), dem Rektor sowie sächsischen Juristen und Beamten in Dippoldiswalde Johann Gotthold Lessing, dem Geh. Kabinettsregistrator Carl Friedrich Lucius (1708-83), dem Stadtmusikus aus Mühlhausen Johann Christoph Poltermann, dem Leiter des von seinem Vater gegründeten Augustusbads in Radeburg Johann Christoph Seydel aus der bekannten Gärtnerfamilie, dem Chirurgen der Artillerie C. G. Wege sowie von Mitgliedern der Familien Facilides, Herrmann, Lechla, Lichtwer, Limmer, Linkge, Nehmitz, Preußner, von Roth, Sinz, Wollesky, Wunderlich u. v. a. m. Die Illustrationen zeigen allegorische Stillleben, Stadtansichten, eine Gartenansicht, römische Gottheiten (Diana, Juno und Hermes sowie Amor und Psyche), eine Darstellung von Hermann dem Cherusker ("der tapfere Held u. Retter Deutschlands") und Landschaften mit einer Schäferin und einem Liebespaar, zudem das kleine Trompe-l'oeil-Aquarell einer geknickten Blattecke. - Der Stammbucheigner, der aus Cämmerswalde gebürtige Jurist J. G. Herrmann, war ab ca. 1777 als Universalerbe seines Großvaters, des Kommissionsrates Karl Gottfried Schubardt, Erb-, Lehn- und Gerichtsherr auf dem sächsischen Rittergut Porschnitz und folglich auch Rechtskonsulent und Gerichtsdirektor in Dresden. Er war der Sohn des Pfarrers in Cämmerswalde, Christian Herrmann (1681-1755), und der Rahel Charitas Schubardt (1697-1777) sowie Bruder des Pfarrers Christian Gotthold Herrmann (1734-92). Herrmann heiratete 1778 in Dresden die Witwe des Oberamtsadvokaten und Sekretärs bei der Oberamtsregierung August Gottfried Fiedler (1736-75), Christiane Eleonore, geb. Richter. - Zwei Seiten mit Spuren alter Montage. Die hs. Paginierung beginnt auf der Versoseite des Vorsatzblatts. Mit Besitzvermerk "Hans Moritz Herrmann" (Riesa 1917) und dessen Erläuterung zum Erhalt dieses Freundschaftsalbums.‎

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[Bücher von Inlibris]

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‎[Album amicorum].‎

‎Stammbuch mit ca. 35 Eintragungen in meist lateinischer, selten deutscher und griechischer Handschrift auf Papier. Jena, Gießen, Minden Berlin, Leipzig, Wittenberg u. a. O., 1707-1712.‎

‎Zusammen ca. 47 SS. auf 215 Bll. (davon 221 Bll. foliiert, es fehlen die Bll. 3-5, 82 und 215-216). Mit 5 kleineren und 5 ganzseitigen Aquarell- oder Deckfarbenillustrationen, 1 Rötelzeichnung und 6 montierten Kupferstichen (vorwiegend rund beschnittene Embleme). Lederband der Zeit mit reicher Rücken-, Deckelblindprägung, dreiseitigem Goldschnitt und marmorierten Vorsätzen. Qu.-8vo (159 x 96 mm). Die Einträge stammen u. a. von Landgraf Franz Ernst von Hessen-Darmstadt, von Bernhard Pflugk (1637-1716), dem Geheimen Rat und Hofmarschall des Herzogs Moritz Wilhelm von Sachsen, von einem Hans Gottfried von Seltzer, einem G. F. v. Schlegel, von Graf Ferdinand Maximilian von Ysenburg-Büdingen, von dem kgl. preußischen Kommandanten von Minden Stephan Matthaeus du Vulson, von dem kgl. preußischen Geheimrat Georg Heinrich von Borcke (Vater des späteren Präsidenten der Kriegs- und Domänenkammern in Minden und Kleve, Friedrich Wilhelm von Borcke), von dem kgl. polnischen und kurfürstlich-sächsischen Offizier und General Ernst Mathias von Borcke (1646-1728, zuletzt Gouverneur von Dresden im Rang eines Generalleutnants), von dem kgl. preußischen Regierungsrat zu Minden Pierre de Remy (gen. von Montigny), von Hermann Pörtner, von Johann Christoph Scheider (1681-1713), der einige Monate nach seiner Eintragung (Leipzig, 20. V. 1710) die erste "Professur für Chymie" an der Universität Leipzig antreten sollte, von dem Leipziger Kammerrat und Abgeordneten Christian Friedrich Gerhardt, von Johann Adolph Jauch (dem späteren Stadtphysikus in Torgau, 1690-1742), von dem Juristen und späteren Reichshofrat in Wien Nikolaus Christoph Lyncker (1643-1726), von Georg Bömches, Theodor Stein, dem Theologen und Hebraisten Albrecht Joachim von Krakewitz (1674-1732), von dem Mediziner Johann Gabriel Rudolphi, von dem Hofprediger Albert Fiedler Knopf (1665-1715), von Hans Christoph von Koschembahr und Skorkau, von dem Ingenieur Johann Benedict Fritzsch sowie von Ernst Ludwig von Gemmingen (1685-1743, später Geheimrat, Regierungs- und Konsistorialpräsident sowie Hofrichter am Gesamthofgericht in Marburg). - Unter den Bildbeiträgen finden sich allegorische und natürliche Landschaften, ein symbolischer Brunnen und Ofen, ein Gärtner, das Trompe-l'oeil eines ausgerissenen Kalender-Papierstücks, drei Wappenbilder, ein fliegender Putto und eine "Fortuna"; die Rötelzeichnung mit Personifizierung einer Tugend. - Am Beginn 6 SS. mit Eintragungen in der Art von Geburtenbüchern aus den Jahren 1713 bis 1771. Papierbedingt stärker gebräunt und teilweise etwas fleckig, Einband fachmännisch restauriert.‎

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Wien, AT
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€ 4.500,00 Kaufen

‎Camaldoli, Ricciardi Francesco de, Italian lawyer and politician (1758-1842).‎

‎Letter signed. Naples, 10. V. 1840.‎

‎1½ pp. on bifolium. 8vo. With autograph address. To the French nobleman Adrien de Gasparin in Paris with thanks for transmitted works by Adrien himself and by his son Agénor de Gasparin, requesting an additional copy of a work on Sicilian agriculture for the editor-in-chief of the "Ephemerides Sicilienne", and with greetings to Adrien's daughter-in-law, the writer Valérie de Gasparin (née Bossier): "Je tacherai de profiter de lumieres que vous aurez repandu sur matieres de grandes interét. Puisque vous poussez votre obligeance jusque a me promettre un autre volume de vos memoires, je vous prie d'y ajouter un autre exemplaire du memoire sur l'agriculture de la Sicile, que je me propose d'envoyer au principal redacteur des ephemerides Siciliennes [...]". - Slight brownstaining with residue of a seal and a tear due to opening the letter.‎

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€ 450,00 Kaufen

‎Favre, Jules, French politician (1809-1880).‎

‎Autograph letter signed. Rue St. Honoré (Paris), 15. II. 1856.‎

‎8vo. 1 p. on bifolium. To one of the directors and thus highest administrators at the Ministry of Justice with a request on behalf of a friend: "Il y a déjà quelques semaines qu'un camarade de province m'a prie de faire au ministère de la Justice une démarche pour savoir ce qui pourrait entraver la nomination d'un Monsieur Matthieu qui a acheté une charge de notaire à Angoulême. Dans le cas où cette affaire ne serait pas finie ou présentait quelque difficulté, je vous serais infiniment obligé de vouloir bien me donner une audience pour que j'en puise conférer avec vous". - Jules Favre had stepped down from all political functions following the coup d'état of Napoleon III in 1851 and returned to his legal profession. As a lawyer, he famously defended Felice Orsini, the Italian revolutionary who tried to assassinate Napoleon III on 14 January 1858 and was executed on 13 March of that year. In April 1858 Favre was elected as one of only five oppositional republican deputies to the legislative assembly. - Traces of folds.‎

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Wien, AT
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€ 450,00 Kaufen

‎Heath, Edward, Premierminister des Vereinigten Königreichs (1916-2005).‎

‎Gedr. Programm mit eigenh. U. [London, nach dem 11. I. 1973].‎

‎20 SS. Bedr. Originalbroschur. 8vo. Programmheft zu einer Inszenierung von Peter Ustinovs Theaterstück "The Unknown Soldier and His Wife" am New London Theatre, in der Peter Ustinov als Erzbischof zu sehen war.‎

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€ 80,00 Kaufen

‎Marbeuf, Louis Charles René, comte de, French general (1712-1786).‎

‎Autograph letter signed. Bastia (Corsica), 25. XII. 1781.‎

‎Folio. 1 p. Christmas greetings to a high-ranking French military officer or official: "Recevez je vous supplie, l'hommage des vœux bien sincères que je forme pour votre parfaite satisfaction dans l'armée où nous allons entrer, les témoignages de confiance et d'amitié dont vous avez bien voulu m'honorer, en apuyent [!] la vérité. Je desire ardemment en mériter la continuation, et je ferai toujours tout ce qui dépendra de moi pour l'obtenir." - Louis-Charles-René de Marbeuf had been sent to Corsica with seven batallions in late 1764 to reinforce the remaining Genoese garrisons on the island. The Corsican republicans under the leadership of Pasquale Paoli had declared Corsica's independence from the Republic of Genoa in 1755 and controlled most of the island. In the 1768 Treaty of Versailles, the Republic of Genoa ceded its claims to the island to the French, who immediately undertook the conquest of Corsica. Marbeuf's small force was defeated by Paoli's troops in the Battle of Borgo on 8 October 1768. However, the Corsican Republic was powerless against the large French expeditionary force under the Comte de Vaux that was subsequently deployed to Corsica. Following the decisive French victory in the Battle of Ponte Novu on 9 May 1769, the Comte de Vaux passed the command of the occupational forces back to Marbeuf, who served as Governor of Corsica until the end of his life. He is best known today as a friend of the Bonaparte family and as a mentor of Napoleon, whose education at the military college of Brienne from 1779 was made possible by Marbeuf. - Some browning; insignificant stains and minimal tears.‎

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€ 350,00 Kaufen

‎Nigra, Constantino, Italian diplomat (1828-1907).‎

‎Autograph letter signed. Paris, 3. VII. 1871.‎

‎¾ pp. on bifolium. 8vo. To a prefect concerning a countess Sabatelli and her request for a brief audience and certain confidential information: "Je prends la liberté de vous prie de vouloir bien recevoir un instant une de mes compatriotes Mme la Comtesse Sabatelli qui désire avoir l'honneur de vous demander un renseignement confidentiel [...]". - With lithographed letterhead "Légation d'Italie". Includes a wood-engraved portrait of Nigra by Édouard Riou, clipped from a newspaper.‎

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€ 450,00 Kaufen

‎Serracapriola, Nicola Maresca Donnorso de, Italian diplomat (1790-1870).‎

‎2 autograph letters signed. Paris, 6 March and 19 June 1843.‎

‎(2+1 =) 3 pp. on single leaf and bifolium. 4to. To the politician Chevalier Emmanuel Arago concerning a permission sought, in an earlier letter by M. Perulli, to dedicate to the queen a composition by a composer named Niglia (?) who has finally completed his piece of music, and about a petition concerning a passport for one M. Colombi whose identity Serracapriola was to investigate. Colombi claims to be Neapolitan; Serracapriola cannot provide him with a Neapolitan passport but may grant him a visa if a French passport is issued: "Je profite de cette occasion pour Vous transmettre la petition de M. Colombi que Vous m'avez laissé pour vous fournir des éclaircissemens sur cet individu [...]" (19 June 1843, with stamp and handwritten response on the verso). Serracapriola introduces Chevalier Quadri, an ophthalmologist who wishes to make Arago's acquaintance: "Le Chevalier Quadri oculiste renommé desire avoir l'avantage de faire votre connoissance, et sachant combien Vous apreciez les personnes aussi distinguées [...]" (6 March 1843).‎

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€ 650,00 Kaufen

‎Brod, Max, Schriftsteller (1884-1968).‎

‎2 eigenh. Briefe mit U. und 1 eigenh. Postkarte mit U. [Prag] und Tel Aviv, [1927]-1956.‎

‎Zus. 4 SS. 8vo. und 1 S. Postkarte. Beiliegend: 1 eigenh. Brief mit U. von Else Brod (Prag, 24. II. 1913, 1 S. auf Doppelblatt, mit eh. adress. Kuvert) sowie die hs. Abschrift eines Gedichts von Max Brod. An den Philosophen Samuel Hugo Bergmann (1883-1975) bzw. an dessen Frau Else (1886-1969): "Liebe Frau Dr. Bergmann, vielen Dank für Brief und Konzertprogramm. Ganz subjektiv kann ich nur sagen, daß ich zu solch einem Konzert mit so viel atonaler Musik nicht gehen würde, - ich ertrage Atonales nur in homöopathischen Dosen. 'Der Wanderer' von Schönberg (aus seiner Frühzeit) ist allerdings gar nicht atonal [...] Lieber Hugo, Ich habe einen Stoß Bücher und Zeitschriften bereitgestellt [...] Das Buch über Schreiber muß ich mir erst selbst beschaffen. Ich glaube: der Verlag ist verkracht. Ich sandte sowohl dir persönlich als auch an die Bibliothek meinen neuen Roman 'Die Frau, n. d. m. sich sehnt'. Hoffentlich gut angelangt? Qui tacet, assentire videtur [...]" [Prag, 1927]. - An Else Bergmann: "Dank für Ihre freundlichen Worte. Wenn ich Sie in letzter Zeit so selten gesehen habe, so ist nur meine allzu starke Inanspruchnahme schuld daran. Es würde mich freuen, wenn Sie mich einmal besuchten [...]" ([Tel Aviv], 27. IX. o. J.). - "Liebe Frau Bergmann, Soeben schreibt mir Klaus Wagenbach, daß er ab Genua hier am Samstag in Haifa einlangt [...] Ich darf also voraussetzen, daß wir Sie entweder Samstag von 6-7, oder Sonntag vor 10 oder 6-7 Nachm. in Ihrer Wohnung vorfinden werden [...]" (Tel Aviv, 12. IV. [1956]). - Der Brief von Else Brod gratuliert dem Ehepaar Bergmann zur Geburt ihres Sohnes Martin (1913-2014, später Professor der Psychologie an der New York University): "Eben von unserer schönen Reise heimgekehrt hören wir, daß unser freundschaftlicher Kreis sich durch ein neues kleines Mitglied vergrößert hat. Möge dieses zu Ihrer Freude heranwachsen! Möge es aus dem heiligen Urgrund der Welt, welchen es eben erst verlassen hat und mit dem es vielleicht noch in geheimnisvoller Verbindung steht, etwas Licht und Gefühl zu seiner eigenen und zu unserer Belehrung herübertragen [...]" (Prag, 24. II. 1913). - Die Abschrift des Gedichts "Bis wir einander verlernen" undatiert, nicht in der Handschrift von Hugo oder Else Bergmann. - Kleine Knitterspuren und Randeinrisse, etwas fleckig, im ganzen wohlerhalten. Aus dem Nachlass der Familie Bergmann.‎

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€ 950,00 Kaufen

‎Celan, Paul, Lyriker (1920-1970).‎

‎12 eigenh. Briefe mit U. Paris, 1949/1950.‎

‎Zusammen 26½ SS. auf 16 Bll. 4to und 8vo. Mit 1 eh. adr. Kuvert. Vertraute Briefe an die junge Sängerin Diet Kloos-Barendregt (1924-2015), die Celan im August 1949 auf der Terrasse des Cafés Dupont kennengelernt hatte, wo ihr die "Memoires d'une âne" von Sophie de Ségur vom Schoß gefallen waren. Der 29-jährige Dichter und die 25-jährige Musikstudentin aus Dordrecht waren ins Gespräch gekommen: über ihren Widerstand gegen die deutschen Besatzer, ihre Gefangenschaft und den Mord an ihrem Ehemann Jan Kloos, der im Jänner 1945 in Amsterdam standrechtlich erschossen worden war; über die Ermordung von Celans Eltern, über die Zwangsarbeit und seine Flucht aus Rumänien. Nach ihrer Rückkehr entspann sich ein knapp einjähriger Briefwechsel, von dem zwar nicht ihre eigenen Briefe, dafür aber die hier vorliegenden Celans erhalten geblieben sind. - "Ich weiß nicht, wie spät es jetzt ist, jedenfalls ist es noch Nacht, das heißt es ist noch dunkel, wenn es auch schon Morgen ist - wieviel Uhr also? Umsonst, ich kann es nicht sagen, denn meine Uhr steht still, mein valet de chambre ließ sie gestern beim Aufräumen des Zimmers fallen, ich habe also, wenn ich so sagen darf, keine Zeit - endlich! und die Glocken der Kirchen geben nur schlechten Bescheid, sie sind zu zahlreich [...] sie stimmen nicht überein, ihre Glockenschläge folgen rasch aufeinander, es ist, wenn Du willst, dreißig oder zweiunddreißig Uhr, eine Stunde aus verschiedenstem Silber, ein aufmerksames, hellhöriges Ohr könnte unterscheiden, helles und deutliches von dunklem, undeutlichem Silber trennen und so die Zeit erfahren, aber mein Ohr ist träge, absichtlich, damit meine Hand umso reger wird, wenn mir endlich die Zeit abhanden gekommen ist. All das ist ein Glück für mich, der ich doch mit meiner Zeit nichts Rechtes anzufangen weiß - was tat ich bislang, wenn ich Zeit hatte? Ich wartete auf die Zeit [...] Alles ist zu schwer, weil alles zu leicht ist" (23. VIII. 1949). - "Was ich brauche, was ich so dringend brauche, eben deshalb, weil ich so oft von mir weg muß, auf Reisen gehen muß - und wie unbequem ist dieses Reisen: ich selber bin dabei reglos, wechsle nicht den Ort, die Welt aber saust unter meinen Füßen vorbei! - was ich also brauche, ist das Gefühl, daß es bei all diesem Hin und Her einen Ausgangspunkt gibt, der, wenn er auch nie wieder erreicht werden kann, dennoch bestehen bleibt - ein solcher Ausgangspunkt wären meine Gedichte, wenn ich sie in Sicherheit wüßte, sauber abgedruckt und gebunden" (6. IX. 1949). - "Ich bin im Begriffe, mein Leben anders, hoffentlich besser einzurichten als bisher und meinen, in den letzten Wochen etwas deutlicher werdenden Jahren Rechnung zu tragen. Ich glaube, Du hast mal die Linien meiner Hand angesehen, Diet; so wirst Du Dich vielleicht erinnern, daß meine Lebenslinie zweimal abreißt, um sich in zwei voneinander getrennten kleineren Linien fortzusetzen. Nun, mir will scheinen, daß ich gerade da stehe, wo dies zum zweitenmal geschieht, wo ich mich von mir selber abspalte, Gott weiß zu welchem Zweck. Immer weniger gleiche ich dem verspielten Knaben, der ich so gern war, und - verzeih - ich verschmerze das Unwiederbringliche schwerer als es einem erlaubt sein mag, der zu wissen glaubt, wie ein Auge im Dunkel strahlt" (21. IX. 1949). - "Und über allem, schwebend und dabei doch so lastend, der Alltag, die Rundfahrt durch die Welt des täglichen Brotes. Und unter allem, verborgen, kaum hörbar, aber quälend auf unterirdische Art, der Traum von der Unendlichkeit, nie verwirklicht, kaum geahnt, unerreicht. Und dazwischen: Ich, Paul Celan, ein Mann, der vielleicht doch noch ein Baum wird, wenn der Abend es will [...]" ("Dienstag abend", wohl 29. XI. 1949). - Im linken Rand gelocht und teils mit kleineren Randläsuren, sonst gut erhalten. Paul Celan: Du mußt versuchen, auch den Schweigenden zu hören. Briefe an Diet Kloos-Barendregt. Handschrift - Edition - Kommentar, hg. von P. Sars u. L. Sprooten (Frankfurt a. M., 2002). P. Sars (Hg.), "Alles is te zwaar, omdat alles te licht is". De brieven van Paul Celan aan Diet Kloos-Barendregt. Übs. von C. O. Jellema (Amsterdam, 1999).‎

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€ 48.000,00 Kaufen

‎Celan, Paul, Romanian born German-language poet (1920-1970).‎

‎"Chanson einer Dame im Schatten". Autograph poem signed ("Paul Celan"). [Paris, August 1949].‎

‎Large 4to. German manuscript in brown ink on paper. 1½ pp. on 1 f. An early version of Celan's poem "Chanson einer Dame im Schatten" that was first published in the 1952 poetry collection "Mohn und Gedächtnis": "Wenn die Schweigsame kommt, die die Tulpen köpft: | Wer gewinnt? | Wer verliert? | Wer tritt an das Fenster? | Wer nennt ihren Namen zuerst? | Es ist einer, der trägt mein Haar. | Er trägts wie man Tote trägt auf den Händen. | Er trägts wie der Himmel mein Haar trug im Jahr da ich liebte. | Er trägt es aus Eitelkeit so. | Der gewinnt. | Der verliert nicht. | Der tritt nicht ans Fenster. | Der nennt ihren Namen nicht [...]". - The only discrepancy between this manuscript and the published version concerns the first line where Celan changed "die die Tulpen köpft" to "und die Tulpen köpft". - Celan presented this manuscript as a gift to Diet Kloos-Barendregt in August 1949. Kloos-Barendregt (1924-2015) was a Dutch singer and resistance fighter whose husband had been executed by the Nazis in 1945. During a brief stay in Paris she met Paul Celan by chance at the Café Dupont in August 1949. They immediately formed a connection over their traumatic experiences and losses and started a romantic relationship. - Traces of folds. Minimally creased and minor browning. With punch holes, a paper clip stain to the upper margin, and insignificant tears. Provenance: from the estate of Diet Kloos-Barendregt, Bubb Kuyper auctions, November 2021. P. Celan, Mohn und Gedächtnis (Stuttgart, DVA, 1952). Cf. Paul Celan, Du mußt versuchen, auch den Schweigenden zu hören. Briefe an Diet Kloos-Barendregt. Handschrift - Edition - Kommentar (ed. by P. Sars, Frankfurt a. M., 2002).‎

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€ 15.000,00 Kaufen

‎Celan, Paul, Romanian born German-language poet (1920-1970).‎

‎"Chanson einer Dame im Schatten". Typescript poem signed in majuscules ("Paul CELAN"). [Paris, August 1949].‎

‎Large 4to. 1½ pp. on 2 ff. An early version of Celan's poem "Chanson einer Dame im Schatten" that was first published in the 1952 poetry collection "Mohn und Gedächtnis": "Wenn die Schweigsame kommt, die die Tulpen köpft: | Wer gewinnt? | Wer verliert? | Wer tritt an das Fenster? | Wer nennt ihren Namen zuerst? | Es ist einer, der trägt mein Haar. | Er trägts wie man Tote trägt auf den Händen. | Er trägts wie der Himmel mein Haar trug im Jahr da ich liebte. | Er trägt es aus Eitelkeit so. | Der gewinnt. | Der verliert nicht. | Der tritt nicht ans Fenster. | Der nennt ihren Namen nicht [...]". - The only discrepancy between this typescript and the published version concerns the first line where Celan changed "die die Tulpen köpft" to "und die Tulpen köpft". - Celan presented this typescript as a gift to Diet Kloos-Barendregt August 1949. Kloos-Barendregt (1924-2015) was a Dutch singer and resistance fighter whose husband had been executed by the Nazis in 1945. During a brief stay in Paris she met Paul Celan by chance at the Café Dupont in August 1949. They immediately formed a connection over their traumatic experiences and losses and started a romantic relationship. - Traces of folds. Somewhat creased and minimally browned. With paper clip marks to the upper margin, punch holes, insignificant rust stains and tears. Provenance: from the estate of Diet Kloos-Barendregt, Bubb Kuyper auctions, November 2021. P. Celan, Mohn und Gedächtnis (Stuttgart, DVA, 1952). Cf. Paul Celan, Du mußt versuchen, auch den Schweigenden zu hören. Briefe an Diet Kloos-Barendregt. Handschrift - Edition - Kommentar (ed. by P. Sars, Frankfurt a. M., 2002).‎

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€ 5.500,00 Kaufen

‎Celan, Paul, Romanian born German-language poet (1920-1970).‎

‎"Rauchtopas". Autograph poem. [Paris, 7 Oct. 1949].‎

‎4to. German manuscript in brown ink on paper. 7 lines. An early version of Celan's poem "Auf hoher See" that was first published in the 1952 poetry collection "Mohn und Gedächtnis": "Paris, das Schifflein, liegt im Glas vor Anker: | So halt ich mit dir Tafel, trink dir zu. | Ich trink solang, bis dir mein Herz erdunkelt, | Solange, bis Paris auf seiner Träne schwimmt, | Solange, bis es Kurs nimmt auf den Schleier Klarheit, | Der uns die Welt verhüllt, wo jedes Du ein Ast ist, | An dem ich hänge als ein Blatt, nie als ein Mensch". - Apart from the new title, Celan changed the fifth and seventh lines of the poem ahead of its publication. Instead of "Solange, bis es Kurs nimmt auf den Schleier Klarheit", the published version reads "So lange, bis es Kurs nimmt auf den fernen Schleier", and instead of "An dem ich hänge als ein Blatt, nie als ein Mensch", it reads "An dem ich hänge als ein Blatt, das schweigt und schwebt". - Celan presented this manuscript as a gift to Diet Kloos-Barendregt on 7 October 1949. Kloos-Barendregt (1924-2015) was a Dutch singer and resistance fighter whose husband had been executed by the Nazis in 1945. During a brief stay in Paris she met Paul Celan by chance at the Café Dupont in August 1949. They immediately formed a connection over their traumatic experiences and losses and started a romantic relationship. - Traces of folds. Minimally creased and minor browning. With punch holes. Provenance: from the estate of Diet Kloos-Barendregt, Bubb Kuyper auctions, November 2021. P. Celan, Mohn und Gedächtnis (Stuttgart, DVA, 1952). Cf. Paul Celan, Du mußt versuchen, auch den Schweigenden zu hören. Briefe an Diet Kloos-Barendregt. Handschrift - Edition - Kommentar (ed. by P. Sars, Frankfurt a. M., 2002).‎

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‎Cuvillier-Fleury, Alfred-Auguste, French journalist and literary critic (1802-1887).‎

‎Autograph letter signed. Palais des Tuileries (Paris), 28. XI. 1834.‎

‎8vo. 1 p. To the director or an administrator of the "Hospice des incurables", today known as Hôpital Laennec de Paris, asking for a hospital bed on behalf of a vicomtesse: "J'apprends à l'instant que plusieurs lits se trouvent vacans à l'hospice des incurables. Permettez-moi donc d'appeler de nouveau votre bienveillant intérêt sur Madame V.sse des Renaudières [?], en faveur de laquelle j'avais sollicité à la fin du mois dernier. Je joins à cette lettre la réponse que vous voulûtes bien m'achever alors et qui donna grand espoir à cette pauvre femme [...]". - Cuvillier-Fleury served as the preceptor of the Orleanist pretender to the throne, Henri d'Orléans, Duke of Aumale, from 1827 to 1834. The letter was written just before he joined the editorial board of the "Journal des débats" in 1834. - On stationery with lithographed letterhead: "Éducation de S. A. R. M.er le Duc de Aumale". Traces of folds.‎

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‎Grimm, Jacob, German philologist, jurist and mythologist (1785-1863).‎

‎Autograph letter signed. [Berlin], 25. Dezember 1850.‎

‎8vo. 1 page. With two enclosures (see below). To an unidentified correspondent ("Hochgeehrter Herr College"), reproaching him for ignoring his reminder of a few weeks ago, stressing the trouble this matter has caused him, and stating that he knows no reason why he should not have paid him the six thalers which were due three months ago: "Ich verdiene nicht, dass Sie meinen vor einigen Wochen geschriebenen Mahnbrief unberücksichtigt lassen. Diese Angelegenheit gibt mir so viel Mühe […]". - Together with a copy of a printed speech given by Grimm on the centenary of Schiller's birth ("Rede auf Schiller", Berlin, Verlag der kgl. Akademie der Wissenschaften, 1859), inscribed by Grimm on the upper wrapper to his friend, the jurist and rector of the Humboldt University of Berlin, Adolf August Friedrich Rudorff. Also enclosed is a manuscript note in an unidentified hand itemising some remarks by W. Grimm for the printer ("Bemerkungen von W. Grimm für den Stecher", oblong 8vo, 1 page). - Letter with some small defects to edges. Formerly in the collection of the Berlin pianist and composer Ernst Rudorff, the son of Adolf August Friedrich Rudorff.‎

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‎Mann, Klaus, Schriftsteller (1906-1949).‎

‎3 ms. Briefe mit eigenh. Korrektur, eh. Zusatz und eh. U. "En-route nach Californien" und New York, 26. VII., 26. XI. und 31. XII. 1946.‎

‎3½ SS. auf 3 Bll. 4to. Mit 3 ms. adr. Kuverts. An Rudolf Schott in Rom über eine geplante Serie von "Stadt-Biographien": "Es soll eine ganze Serie von Stadt-Biographien eröffnen: wenn ich brav bin, darf ich vielleicht auch noch Shanghai oder Stalingrad bearbeiten [...] Aber etwas Material über derzeitige Kulturverhältnisse werde ich wohl doch noch brauchen. Also, wenn ich bitten darf, einige Mitteilungen über zeitgenössische Kunstmaler und Kurtisanen, Dichter, Komponisten, Philosophen, und sonstige Originale? [...]" (26. VII. 1946). - Zu Schotts verspätetem Brief, Manns Geburtstag und weiterer Arbeit an der Stadtbeschreibung Roms: "Ihr Brief [...] muss den ganzen Weg zu Fusse gelaufen sein, wie jene Brieftauben, die dummen Ludersch, die ganz blutig und zerlumpt eintrafen [...]" (26. XI. 1946, unterschreibend: "Ihr hochbejahrter Klaus [Gregorius redivivus]"). - Schwierigkeiten mit dem Verleger Dagobert D. Runes; Schott solle einen Brief über die gemeinsame Arbeit und bereits verrechnete Summen aufsetzen, diesen erst beim Press Attaché der U.S. Embassy verifizieren und dann an Manns Anwalt Sidney Fleisher senden: "Der Runes ist ein 'Riesenschwein', wie Emil Preetorius (selber eines seiend) von anderen zu sagen pflegte, Es mag zu einem Prozess kommen. Das Erscheinen des (halb-abgeschlossenen) Buches dürfte sich verzögern [...] Nie wieder 1946!! [...]" (31. XII. 1946). - Mit wenigen kleinen Randläsuren.‎

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‎Mary, Jules, French novelist (1851-1922).‎

‎Autograph letter signed. Bracieux, 16. VII. 1891.‎

‎Small 8vo. 1 p. on bifolium. To a fellow writer, informing him that he will receive copies of his recent novel "La Course au bonheur" and asking him to read the book: "Vous recevrez prochainement si vous ne les avez reçus déjà, des exemplaires de mon dérnier roman du figaro, La Course au bonheur. Voudrez vous être assez - je ne dirai pas seulement aimable, mais surtout complaisant pour le parcourir? Il n'est pas long. Ce sera vite fait. Et je vous en serait reconnaissant". - As Mary states, "La Course au bonheur" appeared in "Le Figaro" between 3 and 26 June. The letter probably relates to its publication in book form later that year. - Minimal browning.‎

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‎Bradbury, Ray, American author and screenwriter (1920-2012).‎

‎Series of eleven typed letters and one postcard signed. Los Angeles, 1955-1986.‎

‎4to and oblong 8vo. Altogether 10½ pp. on 13 ff. Series of 11 typed letters and one postcard signed to Francisco ("Paco") Porrúa, his Spanish-language translator and publisher, beginning by thanking him for his copy of "Cronicas Marcianas" with the prologue by Borges ("my wife speaks highly of your careful and sensitive work on this [...] I await publication of EL HOMBRE ILUSTRADO, happily [...]", 6 Nov. 1955), the next speaking of his father's death but pleased at the reception of the "Martian Chronicles" ("Rarely have I been treated so well in my own country [...]", 39 March 1958), talking of writing a screenplay of "And The Rock Cried Out" directed by Carol Reed, the Jean-Louis Barrault adaptation of the "Martian Chronicles", and visiting the set of "Fahrenheit 451" directed by Truffaut, discussing the possibility of producing two of his plays in Buenos Aires ("a startling evening, of great contrast", 17 March 1962), asking for the publication of hardcover editions of his works in Spain (on a letterhead depicting the Illustrated Man, 24 Aug. 1971), sending a list of his works so they can be published in the right order, and other business matters: "Yes, I have written one other play which you have not seen. It is THE DAY IT RAINED FOREVER. I am sending you a copy under separate cover. I am happy to hear that you may publish a book of my plays, which would delight me. For now, I am on my way to London to visit the set of FAHRENHEIT 451 now in film production starring Julie Christie and Oskar Werner and directed by FRANCOIS TRUFFAUT [...]" (17 Feb. 1966). - Small creases, marks and dust-staining, six holes punched for filing. Provenance: Francisco Porrúa; thence by descent to his son.‎

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‎Rilke, Rainer Maria, Dichter (1875-1926).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("R. M. Rilke"). [Wohl München], 23. V. 1918.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An den Ophthalmologen, Okkultisten und Schriftsteller Rudolf Tischner (1879-1961): "Es ist überaus gütig, daß Sie mich auch an den neuen Versuchen wieder wollen theilnehmen lassen. Eine (allerdings geringe) Möglichkeit besteht, daß ich morgen aufs Land fahren sollte, dann müßte ich den Abend leider versäumen. Bin ich aber, wie ich nun hoffe, in der Stadt, so werde ich mich pünktlich um acht (diese Stunde ist doch wieder gemeint?) bei Ihnen einstellen […]". - Etwas fleckig.‎

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‎Chávez, Carlos, Komponist (1899-1978).‎

‎Ms. Brief mit eigenh. U. [Mexico City], 8. VIII. 1941.‎

‎1 p. 4to. An Mabel Schirmer, Gattin des Musikverlegers Robert Schirmer und enge Vertraute von George Gershwin: "I have been trying to get in touch with you this morning to see if you could have lunch with me today and I was informed in the Hotel that you were out to Toluca. Now, if you would be back in time, would you like to come to my concert tonight? I am enclosing 3 tickets [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Adresse. Etwas fleckig und gebräunt sowie mit unbedeutenden Faltspuren.‎

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‎Drdla, Frantisek (Franz) Alois, Konzertviolinist und Komponist (1868-1944).‎

‎2 eigenh. Briefe mit U. Wien, 17. XI. 1929 und 10. III. 1931.‎

‎(2+2 =) 4 SS. auf 2 Doppelbll. 4to. Mit Beilage (s. u.). Beide Briefe an seinen Freund, den Violinisten Mischa Elman. Zu grandiosen Wiener Kritiken nach einem Auftritt Elmans, Drdlas Grippeerkrankung und mit Grüßen an den Pianisten Marcel van Gool: "Wenn es auch überflüssig ist, es zu schreiben, so hat es mich persönlich sehr gefreut, dass auch die Kritiker, die zum erstenmale sehr oberflächlich geschrieben, es auch einsehen, dass Sie einen der Allergrössten vor sich haben [...]" (17. XI. 1929). Für Drdla sei eine Mitgliedschaft in der amerikanischen Autorengesellschaft leider unmöglich und er warte auf einen Vertrag mit derselben, erneut zu einer überstandenen Grippe und mit der Ankündigung der Übersendung seines eben beendeten Trios: "Nun kann ich aber hier nicht austreten, in Österreich, da in den Statuten enthalten ist, dass man 10 Jahre nach dem Austritt hier die Werke verwalten lassen muss [...]" (10. III. 1931). - Beiliegend ein Werbefaltblatt mit Kompositionen Drdlas, Photoportrait, faksimiliertem Musikzitat und faksimilierter U.‎

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‎Genée, Richard, Komponist, Kapellmeister und Librettist (1823-1895).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Berlin, 22. X. o. J.‎

‎1¾ SS. auf Doppelblatt. 8vo. Wohl an einen jungen Kollegen: "Verzeihen Sie, wenn ich erst heut dazu komme Ihr Schreiben zu beantworten, welches mir hieher nach Berlin nachgesendet wurde, wo mich vielfache Geschäfte noch immer zurückhalten; in 14 Tagen hoffe ich in meinem Heim (Pressbaum bei Wien) zu sein, wo ich mehr Ruhe habe u. gern Ihr Werk durchsehen, - Ihnen dann aufrichtig meine Ansicht darüber mittheilen will [...]".‎

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‎Grünfeld, Alfred, Pianist (1852-1924).‎

‎Kabinettphotographie mit eigenh. Widmung und U. Marienbad, 3. IX. 1905.‎

‎193:130 mm auf etwas größerem Untersatzkarton. Portrait en face aus dem Atelier des k. u. k. Hof-Photographen J. F. Langhans mit dessen gedr. Signet am Trägerkarton: "Der liebenswürdigsten aller Frauen, Frau Bertha von Kubiczky, in alter treuer Verehrung und Freundschaft". - Stellenweise gering fleckig, sonst sehr gut erhalten.‎

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‎Huml, Vaclav, Komponist (1880-1953).‎

‎Eigenhändiges Gedicht mit Unterschrift. Mährisch-Ostrau/Ostrava, 1. XII. 1924.‎

‎1 S. 8vo. In tschechischer Sprache.‎

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‎Kodály, Zoltan, Komponist (1882-1967).‎

‎Portraitphotographie mit eigenh. Widmung und U. O. O., um 1960.‎

‎205:254 mm. Bei Tisch im Gespräch mit seiner ehemaligen Schülerin, der Pianistin Dorothy Parrish, der die Aufnahme auch gewidmet ist.‎

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‎Lehár, Franz, Komponist (1870-1948).‎

‎Eigenhändige Grußadresse mit U. Paris, Oktober 1935.‎

‎½ S. Folio. Für den Komponisten, Konzertveranstalter und Musikkritiker Pierre Octave Ferroud: "A monsieur P. O. Ferroud | En témoignage de reconnaissante sympathie de la musique austro-hongroise à la critique francaise". - Lehár hielt sich zu jener Zeit in Paris auf, um eine Aufführung seiner Operette "Schön ist die Welt" (ihrerseits eine Neufassung der 1914 uraufgeführten Operette "Endlich allein") unter seinem Dirigat vorzubereiten. - Leicht angestaubt und mit kleinen Radnläsuren.‎

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‎Marschner, Heinrich, Komponist (1795-1861).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("H. Marschner"). H[annover], 24. IX. 1857.‎

‎3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Launige Zeilen an einen Freund über aktuelle Ereignisse, u. a., dass er von seinem Freund Michael Dumont versetzt worden sei, der ihn eigentlich anlässlich der Teilnahme an einer Papierfabrikantenversammlung hatte besuchen wollen. Dem Adressaten sendet er ein Exemplar von den "Charakterstücken f. Pf." (wohl Op. 105 von 1840) als "ein öffentliches Zeichen meiner freundschaftlichen Hochachtung [...] Vermagst Du über den Inhalt etwas Günstiges zu sagen, so thue es, mindestens im Interesse des Verlegers". Eine amüsante Passage nimmt Wagner aufs Korn: "Unsre Kunstkneipe schlendert so fort in der alten Manier u. wagnert recht wacker. Am 18ten war der Holländer u. am 20ten der Tannhäuser. Dafür nun soll am 27ten der Lohengrin gegeben werden. Das Publicum stöhnt u. seufzt u. das Orchester reißt sich aus Verzweiflung alle Haare aus u. wird täglich glatzköpfiger [...]." Marschner hatte die Opern wohl selbst in Hannover einstudiert, wo er Generalmusikdirektor am Königlichen Hoftheater war. - Einige Einrisse fachmännisch restauriert.‎

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‎Wagner, Cosima, Tochter Franz Liszts und zweite Gattin von Richard Wagner (1837-1930).‎

‎2 eigenh. Briefe mit U., 1 eh. Brief, und 1 eh. Briefkarte. Bayreuth, 1873-1878.‎

‎Zus. 8 SS. auf 4 Einzelbll. und 1 Doppelblatt. Beil. 3 Bll. Photoreproduktionen und ms. Transkription eines der Briefe sowie 2 Photoreproduktionen u. ms. Transkription eines eh. Briefes mit U. von Richard Wagner. 4to, 8vo und qu.-12mo. Interessante Korrespondenz mit dem Möbelfabrikanten J. A. Eysser über die Ausstattung der Villa Wahnfried. - Über die Verzierung einer Zimmerdecke mit Rosen: "Fräulein Meyer setzt 25 Pf. an für Herstellung der 12 Rosen, ich möchte nun wissen wie viel dutzend für den Plafond gebraucht werden würden um mir einen Begriff des Preises des Plafonds zu machen [...]" ([1. III. 1878]). Bereits einige Jahre zuvor hatte sie vergeblich wegen der Gestaltung des Plafonds angefragt: "Euer Wohlgeboren bedauere ich sehr mittheilen zu müssen, dass, da Sie mich Monate lang ohne Nachrichten gelassen haben, ob und wann Sie die Decke mir ausführen könnten ich mich bei der Eile die es mit unserem Einzuge hat, an einen anderen Bildhauer habe wenden müssen. Ich sehe mir Ihre Probe an um Sie meinem Manne bei etwaigen Arbeiten des Theaters zu empfehlen [...]" (6. XI. 1873). - Mit der Bitte, einen Brief an den Stofffabrikanten Le Mire zu übersenden: "Frau Richard Wagner ersucht Herrn Eyser diesen Brief an Herrn Le Mire, worin sie anzeigt, dass die Muster nicht angekommen sind zu unterzeichnen und abzusenden, auch die Anzahl der Meter hinein zu schreiben welche sie für eine halbe Portiere der kleinen Thüre (nicht bis zur Decke) und für den Kleinen Bilder Vorhang gebrauchen wird [...]" (o. O. u. D.). Cosimas Brief an Le Mire in französischer Sprache liegt bei: "Je crois devoir vous prévenir que les échantillons annoncés il y a huit jours ne sont point encore arrivés [...]". - Der in Photokopie enthaltene Brief Richard Wagners an Eysser betrifft das Auftragsstorno eines Schreibtisches für Cosima. - Einige unbedeutende Randeinrisse.‎

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‎Einstein, Albert, German physicist and Nobel laureate (1879-1955).‎

‎Typed letter signed. Princeton, NJ, 3 April 1945.‎

‎4to. ¾ page. In German. To the gastroenterologist Isidor Held (1876-1947), thanking him for the gift of a book by Upton Sinclair (probably "Dragon Harvest"), "from which I see how the machinery of world politics is reflected in his brain" and looking forward with hope and trepidation to what will follow the defeat of Nazi Germany: "I am happy with the progress the Germans have made and tremble before the next chapter [...]" (transl.). - Einstein had befriended Held, an Austrian-born physician settled in New York, through their joint efforts to help scientists and doctors escape Nazi Germany. The two men were by this time watching the collapse of Nazism and hoping that a new peaceful German leadership would emerge from the ashes of war, although Einstein here expresses his fear for the future of Europe. Held appears to have sent Einstein a copy of the latest Upton Sinclair novel, "Dragon Harvest" (1945), which was set during the period between the Munich Crisis and the Fall of Paris. It is not clear if Held had realised that Einstein and Sinclair knew each other; Einstein had contributed a preface to Sinclair's "Mental Radio" (1930), and Sinclair made Einstein a friend of his fictional hero Lanny Budd, an American socialist. - On stationery with blindstamped letterhead. Slightly spotty and wrinkled.‎

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