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Greif, Martin (d. i. Friedrich Hermann Frey), Schriftsteller (1839-1911).
4 eigenh. Briefe mit U. München und Kassel, 1877-1883.
Zusammen 11 SS. auf Doppelblättern. 8vo. An den namentlich nicht genannten Schriftsteller Balduin Groller: “Wider meine [...] Hoffnung erhielt ich heute mein Schauspiel von [Heinrich] Laube zurück [...] Ich schicke Ihnen [...] zunächst das verurtheilte Stück, damit Sie sehen was ich aus dem Stoffe gemacht habe und zugleich beurtheilen, ob ich nun verdiente Zurückweisung erfahren habe [...]” (Br. v. 19. X. 1877). Des weiteren über den gemeinsam verbrachten Abend “in Ihrem trauten Familienkreise” (undat. Br.) und über den Maler Wilhelm Trübner (ebd. sowie im Brief vom 26. IV. 1882: Von allen Seiten gehen mir die günstigsten Beurtheilungen über d. Trübner’sche Zeichnung [...] zu [...]”). - “Ihr neues Buch ‘Weltliche Geschichten’ [recte: ‘Weltliche Dinge. Neue Geschichten] ist mir gestern zu meiner lebhaften Freude zugekommen u. ich habe dasselbe schon zu lesen begonnen. Ueber den Eindruck werde ich ein getreues Referat niederschreiben und es jedenfalls noch rechtzeitig vor Weihnachten zur Veröffentlichung bringen. Hervorragende Zeitungen stehen mir unterschiedlich offen [...]” (Br. v. 28. XI. 1883). - Greif, als Sohn eines Regierungsdirektors in Speyer geboren, diente 1857-67 in der bayerischen Armee und lebte anschließend als freier Schriftsteller in München und zeitweise auch in Wien. "Seine Dramen verarbeiteten häufig historische Themen. Für sein patriotisches Schauspiel 'Ludwig der Bayer oder Der Streit von Mühldorf' (1891) errichteten ihm die Bürger von Kraiburg/Inn ein eigenes Festspielhaus. Aus Greifs lyrischem Werk, das seit 1870 zunehmend patriotische Züge trug, ragt die Naturlyrik hervor, die in einfacher Strophen-, Reim- und Versform sowie in volksliedhaftem Ton geschrieben ist" (DBE). Vgl. auch Kosch I, 725. - Der aus Arad stammende Balduin Groller (d. i. Adalbert Goldscheider, 1848-1916) leitete von 1886-92 die ‘Neue Illustrierte Zeitung’ und seit 1895 das ‘Neue Wiener Journal’ und war “perhaps the most capable and inventive of the Austrian detective-story writers: his Detektiv Dagobert is perhaps Austria's nearest approach to Sherlock Holmes” (Willard Huntington Wright, The Great Detective Stories. In: The art of the mystery story. Edited by Howard Haycraft. New York, Simon and Schuster, 1946). Als Feuilletonist und humoristischer Erzähler ebenso bekannt wie vielgelesen, veröffentlichte er über dreißig Novellen und Romane, war Vizepräsident des Journalisten- und Schriftstellerverbandes "Concordia" und Mitglied der Kunstkommission des österreichischen Kultusministeriums. Vgl. auch Kosch I, 696.
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Kafka, Franz, writer (1883-1924).
Autograph letter signed ("K"). [Prague, mid-November 1921].
Large 8vo (223:145 mm). 1 p. (20 lines in pencil on paper lined in blue). To his friend Robert Klopstock, an Hungarian-born medical student with literary ambitions whom Kafka had met three years earlier at a different sanitarium, a fellow sufferer from tuberculosis: "Lieber Robert, was sind Sie doch für ein Mensch! Fräulein Irene ist aufgenommen. Ein Mädchen, das in 26 Jahren (offenbar entsprechend ihren Anlagen) keine andere Kunstarbeit gemacht hat, als die schlechte Kopie einer schlechten Ansichtskarte, keine andere Ausstellung gesehn hat als die von Hauptmann Holub, keinen Vortrag gehört hat, ausser den von Saphir, keine Zeitung gelesen hat ausser die Karpathenpost - dieses Mädchen ist aufgenommen, schreibt halbglückliche Briefe nicht ohne Feinheit, ist die Freundin eines offenbar bedeutenden Mädchens. Wunder über Wunder und von Ihnen heraufgezaubert. Ich wärme mich daran in diesem traurigen Winter". H. Wetscherek (ed.), Kafkas letzter Freund. Der Nachlaß Robert Klopstock (Vienna, Inlibris, 2003), no. 9. M. Brod (ed.), Kafkas Briefe 1902-1924 (Frankfurt/M., S. Fischer, 1958), p. 364.
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Kerr, Alfred, Schriftsteller und Kritiker (1867-1948).
Eigenh. Titelblattentwurf mit Namenszug. O. O., wohl 1929.
½ S. Folio. "Alfred Kerr | Die Allgier trieb nach Algier ... | Ausflug nach Afrika". - Kerrs Buch erschien 1929 im S. Fischer Verlag, Berlin. - Stellenweise etwas knittrig und mit einem kleinen Ausriss am rechten oberen Rand.
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Klabund (d. i. Alfred Henschke), Schriftsteller (1890-1928).
"Weibertreu. Eine indische Anekdote, erzählt von Klabund". Eigenh. Manuskript mit Namenszug im Titel. O. O. u. D.
4 SS. auf 4 Bll. Gr.-4to. Mit eh. adr. Kuvert. "Meine Damen! Ich hoffe, daß Sie mir die folgende kleine Geschichte nicht übelnehmen werden; denn sie ist ziemlich leichtfertig. Aber ich möchte Ihnen zur Beruhigung mitteilen, daß sie sich im fernen Indien zugetragen hat, und daß in Europa derartige Frauen nicht vorzukommen pflegen. In Europa gilt, wie bekannt, die Ehe als Sakrament, und noch niemals hat in Europa eine Frau ihrem Gatten die Ehe gebrochen. Es war einmal ein Herr, namens Viradhara, und eine Dame, namens Kamadamini. Letztere war ein junges, zartes und fröhliches Geschöpf, während ihr Gatte Viradhara bereits jenes Alter erreicht hatte, von dem es im indischen Sprichwort heißt: ein alter Esel zieht nicht mehr am Korbwagen. Kamadamini fand nun, daß es noch genug junge Esel gäbe, die ihren kleinen Korbwagen gerne ziehen möchten, sofern sie sie nur einspanne. Solches tat Kamadamini und geriet in einen Ruf, der selbst bis zu ihrem alten Gatten drang [...]". - Die Erzählung wurde erstmals und mit zahlreichen Abweichungen abgedruckt in "Kunterbuntergang des Abendlandes", 1922 im Münchner Roland Verlag erschienen (SS. 143-148), an dessen Inhaber Albert Mundt das Kuvert auch adressiert ist. - Die Recto-Seite von Bl. 1 mit einer zeitgenöss. Bleistiftnotiz von fremder Hand; papierbedingt stärker gebräunt und mit kleinen Randläsuren.
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Mann, Thomas, Schriftsteller (1875-1955).
Eigenh. Brief mit U. (Initialen). München, 13. XI. 1900.
½ S. 8vo. In Bleistift. Auf Briefpapier mit Briefkopf "Thomas Mann". An seinen Jugendfreund, den späteren Kunsthistoriker und Romanisten Otto Grautoff (1876-1937): "Lieber, ich sehe, ich werde mich gewöhnen müssen, mittags der knapp bemessenen Zeit wegen in der Stadt zu essen, und zwar so zwischen 3/4 12 und 1 Uhr. Das ist früh, aber wir sollten trotzdem dabei zusammen halten. Ich war heute im Heck und es hat mir ganz gut gefallen. Iß doch in den nächsten Tagen auch um 12 Uhr dort. Es wird mit meinem Fuß wohl so wie so nicht mehr lange dauern. - Dank für Brief und Drucksache. Der Aufsatz ist hübsch geschrieben, das kann ich sagen. Über die Vorträge mußt Du mir noch mündlich erzählen [...]". - Nach Grautoffs Tod im Pariser Exil erwarb der Verleger Kurt Leo Maschler (1898-1986) die Korrespondenzsammlung von dessen Witwe Erna Grautoff. Nach Maschlers Flucht aus Österreich 1938 wurde der zurückgelassene Bestand von der Gestapo der ÖNB überstellt und von dieser in deren Autographensammlung einsigniert (am unteren Rand die ÖNB-Signatur von 1939: Autogr. 141/58-56). 1949 wurde die Sammlung an Maschler rückgestellt (vgl. ÖNB, Allg. Verwaltungs- u. Korrespondenzakten 00/1949 A); erworben aus dem Nachlaß Maschler. T. Mann, Briefe an Otto Grautoff 1894-1901 und Ida Boy-Ed 1903-1928, hg. von Peter de Mendelssohn (Frankfurt a. M. 1975), S. 126. Die Briefe Thomas Manns. Regesten und Register. Bd. I. Briefe 1889-1933, bearb. und hg. von Hans Bürgin u. a. (Frankfurt a. M. 1976) 00/27. Nicht bei T. Mann, Große Frankfurter Ausgabe, Briefe I (1889-1913) (Frankfurt a. M. 2002).
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Mauthner, Fritz, Schriftsteller und Philosoph (1849-1923).
Eigenh. Brief mit U. Berlin, 1. V. 1892.
1 S. 8vo. An einen "cher maître", d. i. der namentlich nicht genannte Maler und Graphiker Max Liebermann (1847-1935): "Ihre Karte erhielt ich nach Prag nachgeschickt, wo ich beim Geburtstag meiner Mutter war. Ich konnte also nicht kommen. Vielleicht lassen Sie sich mal bei uns sehn, bei gutem Wetter und mit Käthe? Im Grunewald, in unsrem Garten | Giebt's Kirschenbäume von zwei Arten. | Die andre Art hat schon drei Blüthen, | Die eine aber wird sich hüten [...]". - Der Sohn eines deutsch-jüdischen Webereibesitzers schrieb von 1876 bis 1905 Feuilletons und Theaterkritiken für das "Berliner Tageblatt" und wurde durch seine literarischen Parodien "Nach berühmten Mustern" (1878) sowie durch zahlreiche Novellen, Essays und historisierende Romane bekannt. Die eigentliche Bedeutung des Feuilletonisten und Kritikers Mauthner liegt jedoch vornehmlich auf dem Gebiet der Sprachkritik, der er sich seit der Jahrhundertwende verstärkt zuwandte ("Beiträge zu einer Kritik der Sprache", 1901/02); mit seinem radikal-skeptischen Standpunkt hatte Mauthner auf die Literatur seiner Zeit (u. a. auf Hugo von Hofmannsthal, mit dem er auch korrespondierte) großen Einfluss. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. - Mit kleinen Randläsuren und einem größeren Einriss im Mittelfalz; am rechten oberen Rand etwas knittrig.
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Molo, Walter Ritter von, Schriftsteller (1880-1958).
Eigenh. Brief mit U. ("Walter"). Murnau, 20. XII. 1935.
1¾ SS. Gr.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "[...] Mein Lieber! Ich bin † † † von der Arbeit an meinem Eugen, er wird [...] am 2. fertig sein - erscheint 10. März als Buch! PRIMA! Aber dann habe ich Erholung nötig [...]". - Der einer schwäbischen Reichsritterfamilie entstammende Schriftsteller wuchs in Wien auf, studierte an der Technischen Hochschule Maschinenbau und Elektrotechnik und arbeitete anschließend als Ingenieur. 1915 übersiedelte er nach Berlin und war Gründungsmitglied des Deutschen P.E.N-Clubs (1919) und von 1928 bis 1930 Präsident der Sektion Dichtkunst der Preußischen Akademie. Bis 1945 zurückgezogen auf seinem Gut bei Murnau lebend, trat der Verfasser historisch-biographischer Romane erst wieder nach dem Zweiten Weltkrieg u. a. als Mitbegründer der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz an die Öffentlichkeit. - Im linken Rand gelocht (keine Textberührung).
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Morgenstern, Christian, Schriftsteller, Kritiker und Übersetzer (1871-1914).
Eigenh. Brief mit U. ("Chr.M*"). Wohl Berlin, 23. IV. 1910.
1 S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An die Lyrikerin Margarete Beutler (1884-1949), der er eine alte, auf die Innenseite des Doppelblattes mit Schreibmaschine geschriebene Rezension (Durchschlag) von einem ihrer früheren Gedichtbände übersendet: "Liebe Frau Margarethe, finde soeben beim - sit venia verbo - 'Ausmisten' alter Briefschaften umige Leistung, die ich seinerzeit wohl für das berühmte Buchhändler Börsenblatt [...] verfasst habe. Ich benütze das Papier nicht jedoch in diesem Sinne - sondern lediglich als Vehikel eines 'Sörgeleins', Sie möchten meine jüngsten Expectorationen ein wenig überflüssig gefunden haben [...]". - In seiner Rezension hatte Morgenstern den betreffenden Gedichtband als "das Hervorragendste von Frauenlyrik" bezeichnet, "was seit Langem in Deutschland erlebt wurde", und die Dichterin selbst mit dem "herrlichen Schlesier Johann Christian Günther, dem sie am nächsten kommt", verglichen. - Mit größeren Einrissen bzw. Läsuren im Falz und an den Rändern; die Briefseite von alter Hand mit "III" numeriert, die Innenseite mit Rotstift für den Druck bezeichnet.
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Péladan, Joséphin, French novelist and Martinist (1858-1918).
Autograph letter signed. Villenoy, 16. VI. 1911.
1½ pp. on bifolium. 8vo. To a lady in Paris, authorizing her to translate an article from Le Figaro into German, for a third of her payment. Péladan gives his permission more generally for his other articles: "Je vous autorise volontiers à traduire en allemand l'article du Figaro, contre le tiers de vos honoraires et même d'une façon générale mes autres articles que ne font pas partie d'une serie déterminée [...]". - Ink slightly smudged in a few places.
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Pordes-Milo, Alexander, Schriftsteller und Librettist (1878-1931).
2 eigenh. Briefe mit U. Berlin, O.D. bzw. 15.I.1911.
Zusammen 6 SS. 4to und 8vo. Interessante Briefe an den Schriftsteller Balduin Groller über eine geplante Zusammenarbeit: “Herzlichen Dank für Ihre gütige Mittheilung. Ihre reizende Novelle würde ich zu einem feinen musikal. Einakter brauchen. Wenn Sie nun also die Freundlichkeit haben möchten, die Erlaubnis zu geben, dies zu thun, wäre ich Ihnen erstens sehr verbunden, zweitens möcht’ ich Ihnen von all meinen Einkünften den dritten Theil zukommen lassen [...]” (undat. Br.). “‘Die silberne Venus’ ist also fertig. Nach Fertigstellung einiger Exemplare werde ich Ihnen eines zur Anzeige übersenden, und kann die nöthigen Schritte einleiten, um eine Vertonung und Materialisierung des kleinen Werkes zu veranlassen [...] Bitte äußern Sie sich, ob Sie mit auf den Zettel resp. Buch wollen, in der Form: D. s. V. Operette in I Akt nach Balduin Groller von Pordes-Milo [...]” (Br. v. 15.XI. 1911). Der erwähnte Titel ist dem Werkverzeichnis des in Lemberg geborenen Schriftstellers und Librettisten von über 50 Operetten, Sing- und Schauspielen nicht zu entnehmen (vgl. Kürschners Deutscher Literaturkalender. Nekrolog 1901-1935. 1936 (496); zit. n. DBA II 1021, 137). - Der aus Arad stammende Balduin Groller (d. i. Adalbert Goldscheider, 1848-1916) leitete von 1886-92 die ‘Neue Illustrierte Zeitung’ und seit 1895 das ‘Neue Wiener Journal’ und war “perhaps the most capable and inventive of the Austrian detective-story writers: his Detektiv Dagobert is perhaps Austria's nearest approach to Sherlock Holmes” (Willard Huntington Wright, The Great Detective Stories. In: The art of the mystery story. Edited by Howard Haycraft. New York, Simon and Schuster, 1946). Vgl. auch Kosch I, 696.
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Raabe, Wilhelm, Schriftsteller (1831-1910).
Eigenh. Brief mit U. ("WilRaabe"). Braunschweig, 27. XI. 1903.
1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Regierungsrat: "Führt Ihr Weg noch einmal über Braunschweig und bin ich dann sub luna noch auffindlich, so suchen Sie nicht, mir auf dem Altewiekring durch Zufall zu begegnen, sondern klopfen Sie dreist an meine Thür, die wird solch' einem liebenswürdigen [...] Genossen gern geöffnet werden. Daß Sie mich, wie Sie schreiben, in der herbstlichen Weinstube nur mit dem Rücken angesehen haben, ist doch eigentlich zu bescheiden! Hoffentlich hat Ihre Frau Gemahlin Ihnen getreuen und nicht mißgünstigen Bericht über meine äußerliche Erscheinung in der Gastlichkeit gegeben! Aber dem sei wie ihm wolle. Für den herzlichen Händedruck, wenn auch auf dem zugigen Hausflur der Taverne, herzlichen Dank. In herbstlich, winterlicher Mitternacht bei weitem Heimweg wärmt dergleichen immer etwas! [...]". - Bl. 1 mit zwei größeren, mit Klebestreifen alt geflickten Einrissen (geringf. Textverlust zwischen "liebenswürdigen [...] Genossen"), die Verso-Seite von Bl. 2 mit alten Montagespuren.
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Raabe, Wilhelm, Schriftsteller (1831-1910).
Eigenh. Brief mit U. ("WilRaabe"). Braunschweig, 28. VII. 1909.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten zum Tod von dessen Mutter: "Mit aufrichtiger Theilnahme habe ich die Nachricht vom Tode Ihrer Mutter, meiner Jugendgespielin, erhalten. Wie kann aber ein Achtundsiebzigjähriger beim Heimgange einer Neunundsiebzigjährigen viele Worte machen? [...]". - Papierbedingt leicht gebräunt, sonst tadellos.
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Stehr, Hermann, Schriftsteller (1864-1940).
Ms. Brief mit eigenh. U. Oberschreiberhau im Riesengebirge, 10. IV. 1932.
1 S. Gr.-4to. Mit ms. adr. Kuvert. An einen Gustav Georg Stelter in Berlin: "Mit großem Vergnügen habe ich Ihren Brief gelesen und beantworte Ihre Frage dahin, daß ein Buch mit dem Titel: 'Wie Menschen sterben' nicht erschienen ist. Das 'Lebensbuch' wird wohl innerhalb eines Jahres neu aufgelegt werden. Die 'Krähen' und 'Märchen' sind in einem Band meiner Gesamt-Ausgabe enthalten [...]". - Wegen erster Veröffentlichungen, in denen er u. a. Zweifel an den Glaubenssätzen der Kirche geäußert hatte, als Lehrer in entlegene Dörfer versetzt, wandte sich Stehr später dem freien Schriftstellertum zu, ließ sich als solcher in Bad Warmbrunn und seit 1926 in Schreiberhau nieder und schrieb, unter dem Einfluß des Naturalismus und der schlesischen Mystik Jacob Böhmes stehend, religiös-mystische Romane. Für sein im wesentlichen vor 1933 erschienenes Werk u. a. mit der Goethe-Medaille, dem Goethe-Preis und der Ehrendoktorwürde durch die Universität Breslau ebenso ausgezeichnet wie durch die Mitgliedschaft in der Preußischen Dichterakademie, sahen die Nationalsozialisten in Stehr einen "Künder deutscher Seele" und einen Autor völkischer Erdverbundenheit. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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Wedekind, Frank, Schriftsteller (1864-1918).
Eigenh. Brief mit U. München, 26. I. 1918.
1¾ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An den Schriftsteller Max Krell (1887-1962): "Empfangen Sie verbindlichen Dank für Ihre liebenswürdigen Zeilen. In der Beilage empfangen Sie ein Exemplar des Gedichtes. Für Ihren freundlichen Vorschlag, mir M. 500 [...] Honorar zahlen zu wollen danke ich Ihnen und den Herren vom Vorstand des Schutzverbandes deutscher Schriftsteller bestens und erkläre mich damit einverstanden. Ich erlaube mir noch die Musik beizulegen, nach der das letzte Gedicht von mir gesungen wurde. Vielleicht läßt sie sich als Seitenkopf über dem letzten Gedicht oder als Fußnote anbringen [...]". - Papierbedingt leicht gebräunt; ohne die erwähnte Beilage.
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Wilhelm, Sigmund, Journalist.
Gedr. Visitkarte mit 3 eigenh. Zeilen. Wien, 4. IX. 1908.
1 S. An den namentlich nicht genannten Balduin Groller: “Verehrter Herr Vizepräsident und liebster Kollege! Ein alter Getreuer beglückwünscht Sie aufrichtigen Herzens!” - Der biographisch nicht näher ermittelbare Wilhelm war lt. Visitkarte Redakteur des ‘Fremden-Blattes’. - Der aus Arad stammende Balduin Groller (d. i. Adalbert Goldscheider, 1848-1916) leitete von 1886 bis 1892 die ‘Neue Illustrierte Zeitung’ und seit 1895 das ‘Neue Wiener Journal’ und war "perhaps the most capable and inventive of the Austrian detective-story writers: his Detektiv Dagobert is perhaps Austria's nearest approach to Sherlock Holmes" (Willard Huntington Wright, The Great Detective Stories. In: The art of the mystery story. Edited by Howard Haycraft. New York, Simon and Schuster, 1946). Als Feuilletonist und humoristischer Erzähler ebenso bekannt wie vielgelesen, veröffentlichte er über dreißig Novellen und Romane, war Vizepräsident des Journalisten- und Schriftstellerverbandes "Concordia" und Mitglied der Kunstkommission des österreichischen Kultusministeriums. Vgl. auch Kosch I, 696.
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[Album amicorum]. Hinrichsen, Henri.
Herrn Geheimrat Henri Hinrichsen. Stimmen der Freunde, Komponisten und Mitarbeiter zum 1. Januar 1919. Leipzig and other places, 1918/1919.
Small 4to. (4), 105 ff. Vellum, signed by binder E. A. Anders, Leipzig. Congratulatory contributions from eighty friends, composers, or collaborators of Henri Hinrichsen (1868-1942) on the occasion of his 25th anniversary as head of the classical music publisher Edition Peters, including composers such as Max Bruch (full page quotation from Violin Concerto No. 1 in G minor, Op. 26), Friedrich Klose, Walter Niemann, Siegfried Ochs, Hans Pfitzner, Emil von Sauer, Xaver Scharwenka, Arnold Schönberg (from his unfinished oratory "Die Jakobsleiter"), Christian Sinding, Hans Sitt and Karl Straube; and musicologists such as Max Friedlaender, Georg Göhler, Hermann Kretzschmar, Andreas Moser and his son Hans Joachim, Hugo Riemann, Max Seiffert and Fritz Stein. - Provenance: the Hinrichsen family (USA); acquired from the heirs in the mid-1970s by the German music dealer Hans Schneider, Tutzing, and offered in his catalogue 225 (1978) as lot 92 (with illustration).
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Badura-Skoda, Paul, Komponist (1927-2019).
Eigenh. Brief mit U. Wohl Wien, 3. XI. 1962.
1 S. Gr.-8vo. Mit einer Beilage (s. u.). An eine Frau Direktor: "Haben Sie herzlichsten Dank für einen vergnüglichen Nachmittag in Ihrer lieben Gesellschaft und für die Einsichtnahme in eine selten schöne Autographensammlung [...]". - Beiliegend ein halbseitig eh. beschriebenes Datenblatt und ein Expl. der "NZ. Neue Zeitschrift für Musik" (5/1962) mit eigenh. Widmung von Eva Badura-Skoda für Auguste Loderer; darin Aufsatz von Eva B.-S. mit eh. (?) Korrekturen und Überarbeitungen.
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Gigli, Beniamino, Tenor (1890-1957).
Portraitpostkarte mit eigenh. Namenszug auf der Bildseite. O. O., 1929.
1 S. 8vo. Brustbild en face.
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Jensen, Adolf, Komponist und Dirigent (1837-1879).
Eigenh. Brief mit U. Graz, 24. XI. 1874.
1 S. auf Doppelblatt. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Von einer Arbeitsfülle erdrückt, während mir langjährige Krankheit nur ein geringes Maass von Arbeit gestattet, komme ich erst heute dazu, Ihr freundliches Schreiben vom 11. d. zu beantworten und zwar leider dahin, daß es mir für jetzt ganz unmöglich ist, Ihren Wunsch zu erfüllen, daß ich Ihnen überhaupt nicht mit Sicherheit versprechen kann, ob und wann mir solches möglich sein wird, da meine ganze Arbeitskraft, die kaum 4 Hefte jährlich producirt, von 2 grösseren Verlagshandlungen definitiv in Beschlag genommen ist [...]". - Nach seiner Tätigkeit als Theaterkapellmeister in Posen, Bromberg und Kopenhagen (1857/58) und nach zahlreichen Konzerten in Skandinavien wirkte Jensen in Königsberg an der Musikakademie als Direktor (1861/62), Lehrer und Pianist neben A. Rubinstein und C. Schumann. Eine sich zunehmend verschlechternde Lungenerkrankung zwang ihn nach 1869 zu einem zurückgezogenen Leben, das "im Verkehr mit Geistern wie Bülow, Brahms und Cornelius, Hamerling und Heyse Anregung und Förderung" fand (MGG VII, 2). Seinen Zeitgenossen galt Jensen als "eins der bedeutendsten melodischen Talente der neueren Zeit" (Weisfert, Biogr.-litterar. Lex. f.d. Haupt- u. Residenzstadt Königsberg und Ostpreußen, 2. Ausg., 1898, zit. n. DBA I 604, 359).
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Schubert, Andreas, Halbbruder des Komponisten Franz Schubert (1823-1893).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 14. VII. 1871.
2 SS. auf gefalt. Doppelblatt. Kl.-8vo. An seinen "[l]iebe[n] Freund Fricke": "Im Vertrauen auf Deine Liebenswürdigkeit und auf die Großmuth der Vereinsleitung bitte ich Dich, die für meine Wenigkeit, als dermaligen Vertreter der Familie Franz Schubert's, allenfalls bestimmten Karten entweder beim Portier der Creditanstalt zu hinterlegen, oder dieselben unserem Freunde Ries zur Übermittlung an mich gütigst übergeben zu wollen, indem meine Geschäftseintheilung mir schlechterdings nicht erlaubt, die Karten zur bestimmten Stunde selber in der Vereinskanzlei abzuholen [...]". - Spuren alter Faltung; kl. Rostspur einer Büroklammer; auf S. 1 unten links Numerierung "XIIII" in blauer Tinte.
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Schubert, Betty, Sängerin und Schauspielerin (fl. um 1910).
Eigenh. Postkarte mit U. Prag, vor 16.12.1906 (Datum des Eingangsstempels)].
½ S. Qu.-8vo. An Rudolf Frhr. von Limbeck-Lilienau (1837-1912) in Wien: "Herzl. Dank für das liebe Gedenken meines Namenstages [Elisabeth-Tag, 19. November] und besten Gruß von Prag [...]". - Die Bildseite zeigt ein Portrait des Komponisten Franz Schubert.
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Strauß, Johann III, Austrian composer (1866-1939).
Autograph musical quotation signed. No place, June 1901.
Oblong small 8vo. 1 p. Four bars from an untitled work.
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Irving, Henry, British actor (1838-1905).
Portrait signed and dedicated. London, 5 May 1888.
167:110 mm.
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Siegert, Reinhold, Schauspieler (1899-1965).
Eigenh. Brief mit U. [Wien, 17. III. 1916].
2 SS. Qu.-kl.-8vo. Mit eh. Adresse. An Frau Baronin Lilienau mit der Mitteilung, dass sich sein namentlich nicht genannter Kollege zur Besprechung einfinden werde und sich auch eine Stunde am Dienstag einteilen könne.
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Tressler, Otto, Schauspieler (1871-1965).
Albumblatt mit eigenh. Namenszug. O. O., 20. II. 1927.
1 S. 8vo. Mit alt montiertem Portrait (Zeitungsausschnitt). - Der in Stuttgart geborene Otto Tressler war eines der längst dienenden Ensemblemitglieder des Burgtheaters: 1902 zum Hofschauspieler, 1913 zum Oberregisseur, 1926 zum Ehrenmitglied ernannt, verbrachte Tressler - der insgesamt 383 Rollen verkörperte - 65 Jahre am Burgtheater.
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Proudhon, Pierre Joseph, French politician and economist (1809-1865).
Autograph letter signed. [Paris], 12 Oct. 1848.
8vo. ½ page on bifolium with integral address panel. To Madame Boylan concerning an invitation. - Small damage to edges.
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Delaunay-Terk, Sonia, French artist (1885-1979).
Autograph letter signed. Paris, 4. X. 1927.
4to. ¾ p. To Madame Kramstyk, the wife of the Polish realist painter Roman Kramstyk (also spelt Kramsztyk, 1885-1942), thanking her for sending an article: "J'ai trouvé en rentrant de voyage votre lettre et l'article et vous remercie de me l'avoir envoyé. J'espére avoir le plaisir de vous voir un jour [...]". - Delaunay, who together with her husband Robert developed a vibrant, colourful branch of cubism known as orphism, was known for an immense range of design, from painting to fabric design, set design, costumes, furniture and books. - On stationery with artistically printed letterhead. Left margin with punched holes (no loss to text).
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Distelbarth, Carl Heinrich, architect and translator (fl. 1830s).
7 autograph letters signed. Stuttgart, Ludwigsburg and Paris, 1827-1835.
4to and 8vo. Together 17 pp. on 7 bifolia. Each with autograph address on verso. Friendly correspondence with the architect Antoine Jean-Baptiste Rondelet (1785-1863), the son of the architect Jean-Baptiste Rondelet (1743-1829), whose "Traité théorique et pratique de l'art de bâtir" Distelbarth translated into German. - About his travels through the Champagne and the half-timbered houses he saw there, which reminded him of the well-insulating building methods used in Germany: "J'ai remarqué que la charpente et en général les maisons sont mieux faites à partir de Châlons s. Marn. jusqu'à Strasbourg, que dans la Bourgogne et dans les environs de Paris, où j'étais, la charpente s'approche dans la Champagne à la manière Allemande et garantit plus contre le froid [...]" (Ludwigsburg, 9 Feb. 1829). - About his ambition to write a book on stone cutting, preferably in Paris, as well as discussing two chain bridges in St. Petersburg: "Je ne puis encore rien vous dire de mon entreprise relativement à mon traité de la coupe des pierres [...] je ne recule point devant mon projet que je veux absolument continuer [...] Mais si le libraire me traite honnêtement, j'aurai l'envie d'écrire mon ouvrage à Paris, je veux dire que mon ouvrage sera fait plus parfait à Paris qu'ailleurs [...] Si je n'abuse pas trop de votre temps, je passe des affaires de mon interêt au vôtre et je vous communique quelques expériences de 2 ponts en chaines exécutés à Petersbourg en 1824 [...]" (Ludwigsburg, 27 April 1829). - Two letters discussing his plan to translate Pierre-François-Léonard Fontaine's "Résidences des souverains" (1833), with the addition of the facade of the Stuttgart Royal Palace: "Mr. Fontaine m'a envoyé de plus 1 exemplaire de son ouvrage sur les palais de souverains, que vous m'avez mentionnés [...] Comme le roi d'ici prend un intérêt tout particulier à cet ouvrage et désire que les façades y seraint jointes, je me décidai de le traduire et s'il veut porter les frais de gravoure, je publierai aussi les façades [...]" (Stuttgart, 19 Feb. 1835). - A letter adressed to "Romain Rondelet", but likely to Antoine Jean-Baptiste Rondelet as well, looking forward to the illustrations of churches and bridges in a later edition of the "Traité", and mentioning an 18th century work on bridges: "Je suis chargé en même temps des autres Mrs. les souscripteurs de la 5me édition, de vous demander, si vous ne nous donnez pas bientôt le 4me volume annoncé dans le dernier prospectus comme paraissant bientôt, on est curieux de voir les plans d'églises et de ponts [...] On trouve des descriptions historiques de ponts dans un livre allemand, publié en 1774 à Leipsic, intitulé: Leupold's Schauplatz der Brücken [...] Voici ce qu'il dit du pont de Schaffhouse [...]" (Ludwigsburg, 3 May 1830). - In the remaining two letters Distelbarth mentions his anticipation to obtain a copy of a soon-to-be published work and recommends a young colleague. - With annotations by the recipient. Three letters glued together near the lower left corner.
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Fini, Leonor, surrealist painter and designer (1907-1996).
Autograph letter signed. [Postmark: Nonza, Corse, 28 Aug. 1972].
4to. 2 ½ pp. With autograph envelope. To the writer Xavière Gauthier (b. 1942), concerning the catalogue of her exhibition in Tokyo in October and other texts on her art. Fini wishes to use some extracts from a text by Gauthier and hopes that they will meet before she leaves for Tokyo on 15 September. - Xavière Gauthier wrote Fini's biography in 1973.
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Jacob, Max, French poet, painter, writer, and critic (1876-1944).
Autograph letter signed. No place, 19. II. 1927.
4to. 2 pp. To a gifted young writer about his vivid imagination: "J'ai été evenement interessé par vos poémes. Je dit proprement 'interessé'. Vous avez une imagination minutieuse, qui descend fort avant dans la reconstitution [...]". - Traces of folds.
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Jacob, Max, French poet, painter, writer, and critic (1876-1944).
Portrait photograph signed. No place, 7. IX. 1936.
293 x 235 mm. Three-quarter profile, inscribed to the French priest and painter Maurice Morel (1908-91): "A Monsieur l'abbé Maurice Morel / son ami fidèle et reconnaissant / Max Jacob / 7. Sept. 36". - Morel found a mentor in Max Jacob, a Jewish convert to Catholicis who was a close friend of Pablo Picasso and other artistic-literary notables of the period. - With stamp of the photo studio "Photo Photomaton" on verso page.
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Kisling, Moïse, French painter (1891-1953).
Autograph letter signed. No place, "Vendredi" [1953].
Oblong 8vo. 1 page. Looking forward to seeing a friend in Marseille, where Kisling will be travelling for work in a few days, planning to give him a call: "Comme je suis content de vous retrouver dans Marseille que j'aime! Dans quelques jours j'irai travailler sur le vieux port et je ne manquerai pas de vous donner un coup de fil pour aller vous serrer les deux mains [...]". - Upper margin a little frayed.
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Léger, Fernand, French painter (1881-1955).
Autograph manuscript signed twice "F. Leger" and "Fernand Léger". N. p., 28. III. 1951.
8vo. 3 pp. on bifolium. Unpublished theoretical reflections "On Liberty", in which Léger ponders the role of liberty as a driving factor in the succession of artistic styles. Léger identifies "liberty" and "truth" as the main forces of change, drawing a continuous line from pictorial realism to then-contemporary abstraction via impressionism, cubism, and surrealism. In abstraction, the "abandonment of objects", Léger recognizes the danger of "anarchistic deviation" due to "oversimplicity". He therefore announces "the return of the sujet" as a "very serious" reaction to this tendency. For Léger this development is far from being reactionary, and he even points to religious "paintings of great quality" from "primitive epochs" (meaning European pre-Renaissance art) as positive examples. "Liberty can be at play within an accepted modern constraint", for the ultimate guarantor of its realization, according to Léger, is "creative genius". In proclaiming the return of figurative painting, Léger's schematic text is well situated within avant-garde discourses, while his categories of "liberty", "truth", and "creative genius" have since come under more critical scrutiny. - The text in full: "C'est un mot qui domine le monde, qui s'impose a toutes les générations successives. De tous temps on s'est fait tuer pour elle. Elle est le moteur des révolutions. En art c'est c'est moins grave - c'est moins dramatique. Mais cette liberté est elle aussi facteur constructif dans totes les différentes époque [!] pictural qui ont fleuri le monde. Elle marche de front avec la vérité. La bataille est la même. Etre libre d'être vrai, quelle quantité peut-on imposer? Il y a dans chaque époque creative une part de ces deux forces. L'epoque 1830 - L'epoque Impressioniste. L'epoque Cubiste. L'epoque Surrealiste. L'epoque Abstracte. comportent toutes un chiffre constructif, Liberté verité[.] a remarquer toutefois que ces differentes évolutions qui se succèdent comportent, plus on s’avance, à un besoin d’évasion de la pure realité - La fuite du realisme s’accentue en abandonnant les sujets (impressionnisme), en utilisant les objets (Cubisme), en abandonnant cet objet (art abstrait) - actuellement art abstrait 'art pour l'art' est étal - cet [!] tendance actuelle comporte en elle-même un danger, car elle est entierement imaginative sans aucune contrainte sujet ou objet. Par ce fait et par certaine deviation anarchique et trop facile, une réaction assez serieuse se fait jour, 'retour au sujet'. La liberté dont il est question est-elle en cause dans cette evolution que l'on pourrait croire réactonnaire? Pas du tout. Les grands époques primitives ont pu réaliser des tableaux de grande qualité en delineant un sujet aussi dramatique que la vie du christ - par exemple. La liberté peut jouer dans une contrainte moderne acceptee. Simplement avoir le genie creatif nécessaire pour realiser en qualité plastique le sujet choisi [...]". - Some browning. Well preserved.
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Magritte, René, Belgian surrealist artist (1898-1967).
Autograph letter signed with 2 original sketches. Nice, 24. VI. 1961.
8vo. 2 pp. on bifolium. The sketches: 42 x 58 mm and 35 x 51 mm in ballpoint. Charming letter in French, probably to his Athens-based art dealer Alexander Iolas, who had bought the painting "The Dress of Galatea" that is mentioned in the letter. After announcing his safe arrival in Nice together with his wife Georgette Berger and their dog Loulou and thanking the recipient for his hospitality, Magritte suggests the now-official title of the nude painting. He jokingly reasons that "archeologists will have something to 'reflect' upon and you will have, I believe, the same pleasure as I do to know how Galatea could dress". In the second part of the letter, Magritte makes two architectural suggestions with sketches for the building project of a mutual friend, Castellanos. The first idea is to have "somewhere in the facade a crooked window (the rest being perfectly straight)". Secondly, Magritte suggests to add an unreachable door to the facade while concealing the actual entrance on the side. - Although surrealist architecture abounds in Magritte's paintings, there is no record of any actual building projects. Facetiously though the letter is written, Magritte would certainly have enjoyed seeing his ideas realized. - The text in full: "Nous sommes bien 'rentrés' à Nice, Georgette, Loulou et moi, en gardant le délicieux plaisir de votre accueil et du milieu splendide où vous vivez. C'est mieux qu'un rêve, heureusement... Mais je vous écris pour vous remercier mais aussi pour vous demander d'ajouter un mot au titre 'Galatée': en renvoyant le tableau nonvie ainsi par nous, j'ai pensé que le titre pourrait être: 'La Robe de Galatée' - De cette manière, d'éventuels archéologues auront de quoi 'réflechir' et vous avez, je crois, le même plaisir que moi à savoir comment Galatée pouvait s'habiller. En repensant aux possibilités architecturales que l'architecte de Castellanos ne se fait pas faute de prodiguer avec un rare bonheur, j'aimerais - si cela 'va' - que vous lui en suggeriez une, (que si je faisais bâtir, je vourdrais voir réaliser). Il s'agit de quelque chose de très simple (et qui étonnerait les entrepreneurs qui commencent pourtant à en avoir l'habitude): quelque part dans la façade, une fenêtre travers (tout le reste etant bien d'aplomb) - Dans cette ordre d'idée, il y a aussi dans une façade une porte ('en soi', non utilisable non 'pragmatique') - la porte pratique étant sur le côté - Je vous rappelle mon adresse à Bruxelles: 97 rue des mimosas [...]". - Traces of folds and minor tears.
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Matisse, Henri, French artist (1869-1954).
Autograph letter signed "Henri". [Collioure, 1911].
12mo. 4 pp. on a bifolium. Complex and emotional letter to his wife Amélie Noellie Parayre, primarily describing a mental health crisis of Matisse's student and alleged lover Olga Markowa Meerson. In the first part of the letter, Matisse informs his wife that he had written to his patrons Gertrude and Leo Stein. He emphasizes that he wrote about painting at length but did not mention a potential visit of the siblings in Collioure, the southern French fishing village where Matisse spent the summer of 1911. Apparently, Amélie dreaded their visit and Matisse planned to suggest to the Steins the neighbouring village Argèles as an alternative domicile, but concludes: "Even if they find accommodation here - provided that they bring their housemaid - we cannot give the impression of pushing them away. You will probably see less sympathetic people here because Collioure is said to be invaded by painters" (transl.). - The second part of the letter forms an intimate account of Meerson's mental crisis, Matisse's conflict with his wife over the student, and his as well as his daughter Marguerite's growing desperation that is worth quoting in full: "I do not have anything really new to report except perhaps that it rained all day and that Olga already wanted to leave 3 times since your departure. The nerves recover less and less well, which is very difficult for us. For three days she has been sleeping here, having had hallucinations at her place. I strongly wish her to return to Paris and I hardly see the possibility of taking her to Italy because she could never work to make ends meet and take care of herself. Surely she needs to return to her family, she is really incapable of any effort. I am highly annoyed and enervated - she makes scenes for no reason. Her irritation, which was with Purrmann, has shifted to me, and I assure you that it is not at all amusing and there is nothing to say because she will not acknowledge it. Today she suffered a very strong crisis that destroyed Margot and me. I have been awake since one in the morning and am writing you after writing to Stein. It is now four o'clock. Finally after wanting to leave yesterday at 11 o'clock in the evening, very agitated, as if mad, she decided to stay, but will not see us again. She will make arrangements to stay with Madame Delfau [wife of the painter Louis Delfau] and remain there so as not to disturb us anymore. She has a day or two. You can wait to see her come back after these days but I do not recommend it at all because it will be unnecessary stress for you. We certainly made a mistake in not letting her leave a month ago. She has to return to her family, she admits it herself in her manic phases. To hold her back would be negligent. Besides, there are other things to do, I have not worked in four days. Since Huyot [the painter Albert Huyot] left we have been saddled with her, and it is enervating. The night before this I slept very poorly. This one is sleepless now - you need to choose her or me without even considering Marguerite, who is strongly affected [...]. The sea is certainly harmful to her, and she needs the care that her family has to provide her". - Matisse met the Russian Olga Meerson, a talented painter, at the "Académie Matisse" that he had founded in 1908 with the financial support of the Steins and other friends. The German artist Hans Purrmann, mentioned in the letter, was among the organizers of the short-lived academy. When Matisse stopped teaching in 1911 he continued to meet Meerson, who served him as a model, and they allegedly had an affair. The fact that Meerson in 1911 executed one of the few portraits of Matisse, always a reticent sitter, speaks of their intimacy. While it is often repeated that Matisse broke off contact because of his wife's jealousy, the letter tells a more complex story. We do not know details of the relationship of the two women but Matisse's dramatic demand to choose between him and her clearly points to a very emotional situation. Apparently, Amélie had planned a trip to Italy with Henri and Olga, which he opposed citing Olga's mental health. The relationship of the Matisses with Olga Markowa Meerson effectively ended only weeks after the letter was written. Olga moved back to Munich, where she married the German music critic and composer Heinz Pringsheim (Thomas Mann's brother-in-law) in 1912. In 1929 Olga Markowa Meerson took her own life in Berlin. In spite of her obvious talent, Meerson is today largely forgotten as an artist, which will hopefully change in the future. - Slightly creased.
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Mondrian, Piet, Dutch painter (1872-1944).
Autograph letter signed "Piet Mondrian". N. p., 24. VII. 1932.
4to. 2 pp. Charming letter in French to his friend, the Swiss architect Alfred Roth (1903-98), thanking him for sympathetic feedback to Mondrian's unpublished text "L'Art nouveau - La Vie nouvelle" and asking for the return of the manuscript. Roth and other friends of Mondrian's like the German-Swiss art historian Carola Giedion-Welcker and the Swedish sociologist Sven Bäcklund had offered to finance the publication, but Mondrian insists that he wants to wait until he can afford it himself through the sale of paintings: "I was delighted by your letter and your appreciation, and that of the other friends gives me tremendous joy. You have very well noticed the essential: my imperturbable faith in the future, in human evolution. All the beauty of life is in there - isn't it? - I further appreciate the efforts and intentions of the friends to find the necessary means for publication but I do not wish to incommode (especially in these times) my friends or even acquaintances for a favour [chose utile]. I prefer to wait until I sell enough to cover the costs myself. Tell this to Giedion and Backlund. The publication is not so urgent. I improve my little work from time to time. For that reason, I would like to have my manuscripts back because I found some things in there that are not well or precisely expressed. But if you know and tell it to the friends you can keep them a bit longer. If Seuphor's 'Éditions nouvelles' continue to exist, they produce affordable and good editions. After all, I believe that an independent publication will be better than through Geneva. I was astonished to hear that this Spanish architect, whom I personally do not know, did not send the information. I will discuss that with my friend, the Spaniard. In my painting I make good progress. The material outlook is still poor. For everyone!" - Mondrian had worked on the book since 1929 and started to look for a publisher in 1932. It is not known whether Mondrian ever negotiated with the Belgian artist and publisher Michel Seuphor (1901-99), who was stylistically influenced by Mondrian and wrote an early biography of the master in 1956. In 1938 Mondrian finally abandoned the project, though the text was published posthumously. In a short postscript to the letter, Mondrian announces a new introduction to the book, which is also included in Louis Veen's 2017 edition of Mondrian's writings. - Traces of folds. Slightly creased with some minor tears. Piet Mondrian and Louis Veen (eds.), The complete Writings. Essays and Notes in Original Versions (2017).
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Monet, Claude, French painter (1840-1926).
3 autograph letters signed. Giverny and London, 1899-1901.
8vo. Altogether 5 ½ pp. on bifolia. To a Mr. Durolles, probably an official at the Ministry of Defence, concerning the conscriptions of Monet's son Michel (1878-1966) and his stepson Jean-Pierre Hoschedé (1877-1961). With regard to Michel, Monet first informs his contact that he was transferred to the "Commis et ouvriers militaires" and that he can now do what is necessary to transfer Michel to Vernon, close to Giverny: "J'apprends ici que mon fils Michel a obtenu son changement de 7ptme de Ligue à la 3me section de commis et ouvriers militaires. Je me hate de vous en informer, comme vous m'y avez autorisé afin que vous pourriez de suite faire le necessaire pour le faire placer à Vernon, ce qui sera le comble de nos vœux, aussi je en ai pas besoin de vous dire combien nous vous en serons reconnaissante [...]" (Jan. 1901, recipient's note). - In the second letter from 26 February 1901, Claude Monet explains that Michel has received information that he will be retransferred to Rouen. Monet asks the recipient to make Michel's posting in Vernon permanent before the transfer to Rouen becomes official: "Je viens encore faire appel à votre aimable obligeance. Mon fils Michel qui grâce à vous a été envoyé à Vernon, et ou il se trouve très bien, a appris officieusement par un camarade qui est employé à la direction de Rouen, qu'il était question de le faire revenir à Rouen, parce que l'on vient d'envoyer un autre soldat à Vernon et par ce fait il y a un homme de plus à l'effectif de cette ville. Cela n'est pas officiel mais pourrait le devenir, mon fils en a la crainte et me demande à vous écrire afin d'user de votre influence pour le faire classer définitivement à Vernon. Si ce n'est abuser de votre obligeance je vous serais bien vivement reconnaissant d'intervenir auprès de votre collègue de Rouen. Vous demandant de bien vouloir le faire le plustot [!] possible avant que la chose ne devienne officiel [!]. Tous mes remerciments [...]". Both letters were sent from London, where Claude Monet stayed in 1901. - Regarding his stepson Jean-Pierre Hoschedé, Monet informs Durolles that the former minister Léon Bourgeois had successfully intervened on Jean-Pierre's behalf so that he would be allowed to continue his studies in Paris before being drafted: "J'apprends à l'instant par Monsieur Léon Bourgeois l'ancien Ministre qui porte beaucoup d'intérêt à mon beaufils que sur sa demande et dans le but de lui procurer plus de temps à ses études, il vient d'obtenir qu'il soit détaché au Ministère de la guerre. Je m'empresse de vous en informer au cas ou vous ne le sauriez deja et je tiens à vous remercier encore de votre obligeante sollicitude à son egard [...]" (13 April 1899). - Michel Monet and Jean-Pierre Hoschedé grew up like siblings since the Hoschedé family had moved to live with the Monets in Vétheuil in 1878. Alice Hoschedé took care of Monet's first wife Camille, who suffered from terminal cancer, and the eight children. Camille died in 1879, and Ernest Hoschedé soon left the household, only visiting sporadically and later unsuccessfully asking his wife to return to him. In 1883 the family moved to Giverny and in 1892, one year after Ernest Hoschedé's death, Claude Monet and Alice married. - Letter from 13 April 1899 on mourning stationery with letterhead; the other two letters on stationery with embossed letterhead of the Savoy Hotel, London. Well preserved.
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Choiseul-Stainville, Etienne François duc de, französischer Staatsmann (1719-1785).
Schreiben mit eigenh. U. Versailles, 16. III. 1770.
1 S. Kl.-4to. Übermittelt einen königlichen Befehl: "L'Intention du Roy est, Monsieur, qu'a la reception de cette Lettre vous partiez pour vous rendre sans perdre de tems a votre employ, et je vous prie de me donner avis de votre depart et de votre arrivée pour que je puisse informer Sa Majesté de votre exactitude a vous conformer a ses ordres [...]". - Spuren alter Faltung.
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Fortoul, Hippolyte Nicolas Honoré, historian and politician (1811-1856).
Autograph letter signed. Paris, 17. I. 1851.
8vo. ½ p. In French, about his plans to meet Mr. Bailly on the following day to discuss new plans. - After the February Revolution of 1848, Fortoul ran for the Constituent Assembly election but was defeated. He was elected as deputy for Basses-Alpes in the 1849 French legislative election and steadily moved towards a Bonapartist position. In October 1851 he was appointed Minister of the Navy, and on 3 December 1851 he became Minister of Education and Religious Affairs. - On stationery with printed letterhead "Cabinet du Ministre de l'Instruction Publique et des Cultes". Traces of folds.
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Fyot de La Marche, Claude-Philippe, magistrate (1694-1768).
Autograph correspondence. Dijon & Paris, 1738-1749.
Various sizes (mostly 4to). 22 letters. Together 48 pp. Twenty-two letters to his friend Charles Loppin de Gemeaux (1714-1805) on various subjects, thanking him for presents and favours and reporting on mutual acquaintances: "Il m'a paru Monsieur, que vous souhaités avec raison de renouveller connaissance avec Mr. et Mad. Brun. Ils sont prets a me quitter et tous mes efforts ne pourront les retenir que jusqu'à Lundy prochain [...]" (2 Nov. 1742). - Some browning but altogether in a very good condition.
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[Goethekreis]. - Maria Pawlowna, Großherzogin von Sachsen-Weimar-Eisenach (1786-1859).
Schriftstück mit eigenh. Zeilen. O. O. u. D.
2 SS. Kl.-Folio (ca. 350:215 mm). Anfrage eines Hofbeamten anlässlich des Besuchs der Zarenfamilie am großherzoglichen Hof in Weimar betreffend die für den Besuch angemessene Beleuchtung, das Geschirr der großherzoglichen Töchter sowie zusätzliches Personal. Mit eigenh. Antwortnotizen der Großherzogin.
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[Guizot, François, Minister für öffentlichen Unterricht (1787-1874)].
Briefentwurf von Sekretärshand. Paris, 20. VI. 1833.
1 S. Folio (ca. 205:315 mm). Im Namen des Ministers mit Bedauern, die ihm durch den Universitätsbibliothekar Johann Ridler übermittelten Archivschriftstücke aus Österreich aus Zeitmangel nicht lesen zu können: "Monsieur le Ministre de l'Instruction publique regrette vivement de ne pouvoir lire en ce moment à cause de ses nombreuses occupations la feuille des archives de l'Autriche qui lui a été adressée par M. Ridler. Plustard, il espère avoir plus de loisir et en profiter avec empressement […]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Ministeriums.
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Hohenzollern-Hechingen, Johann Georg von, Reichshofratspräsident und Diplomat (1577-1623).
Brief mit eigenh. U. Hechingen, 6. IV. 1619.
2 SS. auf Doppelblatt. Folio (ca. 210:300 mm). Mit Adresse verso. An Franz II. von Lothringen, den Grafen von Vaudémont, mit Dank für dessen Zusage, eine Gesandtschaft zur Hochzeit seiner Tochter Franziska Katharina mit Graf Jakob Hannibal II. von Hohenems zu schicken, welche er aber aufgrund des kürzlichen Todes von Kaiser Matthias verschieben will: "Genediger Herr [...], auff mein newliches undertheniges Bitten und Einladungs Schreiben, antwortlich sich dahin zu erkleren beliebet, daß die selbige mir wie auch meinem künftigen Dochtermann und dessen Ehelich versprochenen gesponß Meiner Dochter zu gnaden E. g. Persohn durch Jemandts Abordnung Ihrem auff 14 diß alhir angestelten Hochzeitlichem Ehrenfest beywohnen lassen wöllen, dessen thue gegen dero selben ich mich underthenig und zum Höchsten bedanckhen [...] Demnach aber seuthero der Allmechtige, weylandt die Röm. Kay. Majt. [...] den 20sten Jüngstverwichenen Monats auß dißem zergenglichen Leben zu sich In die Ewige Rueh erforderet, dannenhero sich [...] mir alß Ihrer abgeleibten Kay. Majt. allerunderthanigistem würdehlichem Diener nit wol anstendig sein oder gebüren will, dergleichen Frewdenfest [...] bey solchem Zustandt halten zu lassen. Alßo hab E. F. G. ich dessen hiemit underthenig zu verstendigen nit umbgehen sollen [...] und dieselben in Eventum nochmahls underthenig bittendt [...] obangezohenes Hochzeit Fest hernachst vorgehabter massen solenniter angestellt, und ich mich mit vorangeregtem meinem khünfftigen Dochtermann, eines andern Tages und Zeit, vergleichen solte, dessen E. F. G. zeitlich genug vorher zu avisieren, daß dieselben die genedig bewilligte Abordnung zu werckh zu richten wolten geruhen [...]". - Papierbedingt etwas gebräunt und mit kleinen Randläsuren. Die Adressseite mit französischsprachigem Rubrum.
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Maximilian III. Joseph, Kurfürst von Bayern (1727-1777)
Eigenh. Urkunde mit U. München, 11. VIII. 1746.
1 S. Qu.-Folio. Mit der Genehmigung einer Zulage für Oberstleutnant Franz von Goeswin: "Entbieten [...] unsern Gruß [...] und geben Ihnen hiemit zu vernehmen [...] dass [...] ersagtem obrist lieutenant Goeswin [...] die völlige Gage, seiner jetzigen Charactere gemäß [...] als eine sonderbahre unser vorig allgemeinen Verordnung kein Abbruch verursachende Gnaden Zulag abgefolgt werden soll [...]".
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[Pape-Carpantier, Marie, feminist (1815-1878)].
Portrait photograph and printed biography. No place or date.
Folio. 4 pp. (Photograph:) 185 x 120 mm. Printed biography of Marie Pape-Carpantier, who played a major role for nearly three decades in developing a distinctive pedagogy for French public nursery schools, initially known as "salles d'asile" and later as "écoles maternelles". Includes a printed autograph by Pape-Carpantier.
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Pietsch, Balthasar, Präfekt der Niedergrafschaft Katzenelnbogen (1747-1826).
Schriftstück mit eigenh. U. Langenschwalbach, 6. VII. 1812.
1 S. Folio (ca. 220:360 mm). Lebensbescheinigung für Balthasar Pietsch, Präfekt des 1808 von Napoleon eingerichteten Konsistoriums Mainz, der am selben Tag vor dem Notar Guillaume Frederic Gleim erschienen ist: "Je soussigné Guillaume Frederic Gleim, Conseiller de S. A. Sérénissime le Landgrave de Kothembourg et Notaire public résidant à Langenschwalbach, chef-lieu de Bas-Comté de Cazenellenbogen certifie que Monsieur Balthazar Pietsch, Président du Consistoire général de Mayence, Membre de la Légion d'Honneur et momentanement administrateur du dit Comté pour Sa Majesté L'Impereur des Français, Roi d'Italie né le 11 Juin 1747 à Darmstadt, grand Duché de Hesse, suivant son acte de naissance, est vivant pour s'être présenté aujourd'hui devant moi [...]". - Mit Gegenzeichnung durch den Diplomaten Théodore Charles de Hédouville (Frankfurt, 16. IX. 1812) sowie der Quittung einer Zahlung des Buchhändlers Le Fevre an Pietsch (Langenschwalbach, 17. IX. 1812). - Mit rotem Lacksiegel, dem Stempel des Großherzogtums Frankfurt und einer Stempelmarke der Grafschaft Katzenelnbogen. Kleine Randläsuren.
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Schoenhals, Karl Jakob Rt. von, General (1788-1857).
Schriftstück mit eigenh. U. Monza, 11. VIII. 1849.
Ca. ¾ S. auf Doppelblatt. Folio. An Oberstleutnant Gustav Ritter Müller von Nordegg (1818-78) mit Dank für die positive Einschätzung von Schoenhals' Regiment und mit Übersendung eines Dekrets, in dem er Müller berechtigt, Disziplinarstrafen vorzunehmen: "Da allerdings die Erhaltung der Disciplin insbesondere im Kriege eine der Grundfesten einer Armee ist, so nehme ich keinen Anstand Hochderselben das Jus gladii et aggratiandi über die [...] Grenadiers Division meines Regiments zu ertheilen [...]". - Mit Aktenvermerk; Sammlervermerk in Bleistift verso, teilweise etwas staubrandig, leicht tinten- und staubfleckig.
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Schöning, Kurd Wolfgang von, preußischer General (1789-1859).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 23. III. 1834.
1 S. Folio. An den befreundeten Historiker Leopold Frh. von Ledebur (1799-1877) mit Bitte um Erklärung eines Begriffs in einer Urkunde zur Genealogie des Geschlechts von Schöning, die sich auch im Verzeichnis einer Abhandlung Ledeburs über die Winzenburg finde, und der Anmerkung, Ledebur möge ihm die mitgesendete Urkunde nicht streitig machen: "In beiden Urkunden sind Vette Henning und Vetthe Heyne, ohnfehlbar ein und dieselbe Person; es kommt mir nur darauf an zu wissen: was das Vetthe recht bedeuten soll? Baumer war der Meinung es müsse die Eigenschaft der Wohlbeleibtheit bezeichnen. Es würde vielleicht nicht unpassend sein, diesen Gegenstand in einem Ihrer Archivhefte in Frage zu stellen [...]". - Die Empfängernotiz Ledeburs informiert über Erhalt und Rücksendung der Urkunde. Mit Sammlervermerk in Blei verso.
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Viale-Prelà, Michele, Kardinal und Erzbischof (1798-1860).
Brief mit eigenh. U. O. O., 16. III. (o. J.).
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Freund mit Dank für gute Neuigkeiten über Napoleon, die er als Garant für Frieden und Glück für Frankreich und ganz Europa interpretiert: "Merci, Merci, encore une fois Merci pour les bonnes nouvelles, que Vous avez bien voulu me faire parvenir. Remerciez un Dieu, qui protège d'une manière si visible S. M. l'Empereur Napoleon. Cet heureux évenement nous apporte une nouvelle garantie de paix et de bonheur pour la France et pour l'Europe [...]". - Leicht braunfleckig.
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Aragon, Louis, French poet (1897-1982).
Autograph manuscript signed ("Aragon"). [Moscow, 1932].
Folio. 4 ¾ pp. on 8 ff. In red ink. Article in French entitled "Le 7 Novembre est bien la fête des Sans-Dieu" ("November 7 is effectively the Feast of the Godless") for the atheist magazine "La Lutte antireligieuse et sociale", organ of Proletarian Free Thought (better known as "Organisation des travailleurs sans dieu"). Louis Aragon spent a year in Moscow from early 1932 after breaking with the Surrealist movement, particularly André Breton. During this time he witnessed the enormous parade on Red Square for Revolution Day on October 15. In the article Aragon describes the event with a focus on anti-religious messages, contrasting the "byzantine" Saint Basil's Cathedral with modern architecture, engineering, and technological progress such as the planned Moscow Canal, achieved by communism. The military parade was followed by a parade of workers with their tools, products and anti-religious posters, for "this crowd has no God anymore, this immense crowd has no God anymore". And yet there are new idols, standing out against the old ones: "What an extraordinary figure made above this crowd, where you find the best shock workers of socialist construction, the best pioneers from the kolkhozes and sovkhozes, the baroque cathedral, like a phantom of the past!" In closing, Aragon enthusiastically describes the accompanying air show, likening the aircrafts to symbols of socialist progress, in comparison with the symbols of tsarism and orthodoxy: "And in passing with their straight wings they seem to deride the contorted golden eagles of the Tsars, the crosses with two crossbeams of the old church, where today only the voices of Marx and Lenin are heard, of the old church that is chained to the triumphal chariot of the Proletariat". - Louis Aragon was loyal to Moscow and Stalinism well into the 1960s, even defending the Moscow Trials in articles. When the scope of Stalinist terror was finally revealed, he distanced himself from Soviet communism and condemned its past and continuing crimes. - Several minor tears, somewhat dusty and smudged. Collector's note in pencil to the first page.
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