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18022 Bde. (4), VIII, 9-273, (3) SS. (4), 316, (6) SS. Mit 4 gefalt. tabellar. bzw. Holzschnitt-Tafeln. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildchen und dekorativer Rückenvergoldung. Herald. Bibliotheksmarke am Vorderdeckel. Marmorvorsätze. 8vo. Erste Ausgabe der naturhistorischen Briefe des Botanikers Bernard de Montbrison (1768-1832). - Die Tafel "systèm du monde" mit Quetschfalten und kleinen Randläsuren. Für die "Landmarks II"-Serie mikroverfilmt. - Ecken bestoßen; sonst dekorativ gebundene Bände aus der Bibliothek Schönborn-Buchheim. Monglond V, 1438. Pritzel 6392. OCLC 36985285.
1791Titel, 762, (32) SS. Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückenschildchen. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. 8vo. Erste deutsche Ausgabe. - Fredrik Ludvig Bang (1747-1820) war 1775-80 Obermedicus am königl. Friedrichshospital in Kopenhagen. Das vorliegende Werk trug dazu bei, “auch im Auslande [Bangs] Ruf als eines die pathologische Anatomie berücksichtigenden Klinikers” zu begründen (Hirsch/H.). - Einband stärker berieben. Blake 30. Hirsch/H. I, 316. Vgl. Wellcome II, 94. Vgl. Waller 650.
175662, (2) SS. Halblederband der Zeit auf 5 Bünden mit goldgepr. rotem Rückenschildchen. Dreiseitiger Rotschnitt. 8vo. Erste Ausgabe; von großer Seltenheit: Blake und Wellcome kennen nur die Neuausgabe von 1764 unter dem veränderten Titel "Sammlung merckwürdiger Abhandlungen vom Krebs worinnen die Ursachen desselben untersucht und zwey bisher geheim gehaltene Mittel zu dessen Heilung bekandt gemacht werden", die daher oft fälschlich als Erstausgabe bezeichnet wird. Hauptwerk des Darmstädter Pfarrerssohns J. P. Berchelmann (1718-83), der in Gießen Medizin studierte, wo er 1764 Amtsarzt und Hessen-Darmstädtischer Leibarzt wurde. Kein Exemplar auf deutschen Auktionen der letzten Jahrzehnte. - Am hinteren Vorsatzblatt zeitgenöss. hs. Inhaltsverzeichnis. Hinterer Innendeckel und hintere Vorsätze mit unbedeutender Wurmspur, sonst sehr ansprechendes Exemplar. Engelmann 52. Hirsch I, 403. Nicht bei Blake, Wellcome, Waller etc.
179728 SS. Zeitgenöss. Buntpapierfalz. 8vo. Erste italienische Ausgabe der im selben Jahr bei Schrämbl erschienenen "Nachricht von dem im St.-Antons-Spitale in Smirna mit dem allerbesten Erfolg gebrauchten einfachen Mittel, die Pest zu heilen" Das besagte Mittel "besteht [...] in Einreibungen mit Olivenöl" (Wurzbach I, 292). Eine weitere Ausgabe erschien im Jahre 1800 zu Genf. - Der böhmische Adlige Berchtold (1759-1809) gab seinen Posten als stellvertretender Kreishauptmann in Iglau auf, um "beseelt von seinem Eifer für die Humanität [...] Reisen durch verschiedene Welttheile [zu machen und dort] Menschenelend aufzusuchen und zu lindern. 13 Jahre durchreiste er Europa. 4 Jahre Asien und Afrika und verbreitete überall unentgeldlich seine auf Menschenrettung abzielenden Schriften [...] Er wagte es sogar die Pest an Ort und Stelle kennen zu lernen, um die dagegen anwendbaren Mittel zu erproben und bekannt zu machen. [...] Diese Schrift wurde in mehrere Sprachen übersetzt" (Wurzbach). - Letztes Bl. leicht fleckig, sonst gutes Exemplar. Wellcome II, 146. Blake 42. Vgl. Lesky 61.
178746, (1) SS. 127, (1) SS. 130 SS. Mit 2 gefalt. Kupfertafeln. Ital. Interimspappband der Zeit mit marmoriertem Rückenbezug und hs. Rückentitel. 8vo. Fragment von Bd. 1 der ersten italienischen Ausgabe, enthaltend drei wichtige Aufsätze, darunter der bahnbrechende Text "De analysi aquarum" (1778), "the first comprehensive account of the analysis of mineral waters" (DSB II, 5) - im einzelnen: "Della ricerca della verità"; "Dell' acido aereo" und "Dell' analisi dell' acque". Es fehlen der Titel sowie die auf das Vorliegende folgenden Aufsätze (32; 20; 30; 76; 64 SS.; 2 weitere Tabellen); außerdem der 1788 erschienene 2. Band (120; 50; 48; 84; 46; 30; 62; 110; 64 SS; 2 Tabellen). "The odd pagination is due to each of the individual dissertations having its own pagination within the vols. - Very scarce. A selection of essays translated from the Latin of Opuscula Physica et Chemica, most based on the French edition of 1780-1785, with notes by Guyton de Morveau. They are all separately paged and signed, with some having errata at end. Most have Tofani's signed dedication and notes signed by him [...] There are [...] two folding etched plates of chemical apparatus" (Curtis Schuh's Biobibliography of Mineralogy). - Hier offenbar als Teil einer anderen Zusammenstellung gebunden: Der Rückentitel lautet "Raccolta di Opuscoli Tom. III". Monström 280. Cole 105.
1750(14), 254 SS. Mit Holzschnittdruckermarke am Titel. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschildchen und dekorativer Rückenvergoldung. Buntpapiervorsätze. 8vo. Einzige Ausgabe. - Der aus Neapel gebürtige und in Udine tätige Giovanni Fortunato Bianchini (1719-79), "ein geschickter Philosoph und Medicus" (Jöcher/Adelung), verfaßte die vorliegende Streitschrift gegen den Arzt Giambattista Moreali (1699-1785). U. a. über den medizinischen Gebrauch von Quecksilber. Widmung an Marco Foscarini (dat. 20. I. 1749). - Durchgehender Wasserrand; der Papierbezug des Einbands etwas berieben, sonst wohlerhalten. Selten. Blake 46. ICCU PUVE\002189. Nicht bei Wellcome. Nicht bei Waller.
1855VIII, 138 SS. Mit 2 (teils farbig) lith. Tafeln. Halbleinenband der Zeit mit verblaßtem goldgepr. Rückentitel. Gr.-8vo. Erste Ausgabe. - Eine der "namhaftesten Publicationen" (Hirsch) des Virchow-Schülers Michael Anton Biermer (1827-92), 1855 Privatdozent in Würzburg, später Professor in Bern, Zürich und Breslau. Biermer widmete sich ganz der inneren Medizin und machte zahlreiche Entdeckungen in der klinischen Mikroskopie (vgl. Garrison/Morton 3124). - Vorsatz mit kl. ovalen Loch (wohl von entferntem Stempel). Die Tafeln lith. von Emil Wilhelmi in Leipzig durch Adolf Sauer nach Zeichnungen Biermers. Die "gelbpigmentierten Zellen aus pneumonischem Auswurf" auf Tafel I farbig lithographiert. Hirsch I, 452.
17788vo. 2 pts. in 1 vol. (18), 321, (1) pp. (9), 322-656, (2) pp. With 18 folding engr. plates. Contemp. half calf. First edition. - Bode was one of the foremost astronomical writers of the 18th century (cf. ADB). "Besides his tables, his two sky atlases were for a long time indispensable tools for astronomers [...] Bode was almost the only writer to support the then not widely known ideas of Kant, Lambert, and Herschel on the infinity of space, the infinite number of inhabited worlds, and the continuous birth and passing away of stars according to natural laws" (DSB II, 220f.). - Binding rubbed; corners slightly bumped; spine and spine-ends damaged. Slightly browned throughout due to paper. Old library stamp of the Neu-Ruppin Gymnasium (the school founded in 1365 housed the town's most important library). Poggendorff I, 217. DSB II, 221. Lalande 566. ADB III, 1. Not in Houzeau/Lancaster.
17683 Teile in 4 Bänden. Vortitel, Titel, 3, (1), IIII-XXX, 356 SS. Vortitel, Titel, 3, (1), 388, (4) SS. XXX, 31-323, (1) SS. Titel, 323-658, (4) SS. Marmorierte Lederbände der Zeit mit doppelten goldgepr. Rückenschildchen. und Rückenvergoldung. 8vo. Zweite Ausgabe (EA 1756) der wichtigen Schrift des angesehenen Arztes Théophile de Bordeu (1722-76), “der hauptsächliche Begründer des Vitalismus in Frankreich” (Hirsch I, 527). Aus dem Besitz des damals noch studierenden Mediziners und späteren Politikers Charles Nicolas Beauvais de Préau (1745-1794) mit seinem eh. Besitzvermerk und Zusatz “medicinae studiosi”, datiert 1771-73, am Vorsatz dreier Bände. - Paginierung teils etwas verworren, jedoch so komplett. Ecken bestoßen; untere Ecke des Vorderdeckels am letzen Band lädiert (Nagespur), sonst gutes, kaum gebräuntes Exemplar. Selten; seit 1974 auf keiner deutschen oder internationalen Auktion. Blake 59. Wellcome II, 203. Vgl. Waller 1307a (spätere Ausg.). Vgl. Hirsch I, 528.
1703Gest. Frontispiz, (10), 398, (2) SS. Mit 116 teils mehrf. gefalteten Kupfertafeln. Halblederband der Zeit mit gepr. Pergamentrückenschildchen und reicher, teils oxydierter Goldprägung in den Rückenfeldern. Qu.-4to. Das seltene, reich illustrierte Werk zur Festungsbaukunst handelt davon, "wie man die Royal-Vestungen und Cittadelle, Auxiliar-Wercke und Contra-Approschen, Retrenchementer und Feld-Schantzen, auff alten und neuen Plätzen, regular und irregular, in Eyl und mit Weile, mit kleinen als auch ansehnlichen Unkosten, aus siben wichtigen approbirten Militarischen Haubt-Maximen, dergestalten disponiren, erbauen und verthaidigen möge, daß ein darfür attaquirender Feind ehender ermüden müsse weder obsigen könne." - Borgsdorff "war kaiserl. Oberingenieur und trat in der Folge auf Befehl Kaiser Leopolds in den Dienst Peters des Großen. Hier leitete er 1696 die 2-jähr. Belagerung v. Asow, wie Glaser sagt, 'auf eine außerordentliche Weise', indem er eine besondere, sonst außergewöhnliche Art, zu approchiren angebe, weil denen solcher Arbeit noch unerfahrnen Russen die gewöhnliche Art in kurtzer Zeit nicht begreiflich zu machen war: die Erd-Waltzen genannt. Nach Eroberung dieses wichtigen Platzes baute er 1698 einige gantz neue Fortressen in selbiger Gegend" (Jähns). Eine lateinische Ausgabe hatte er bereits 1694 veröffentlicht. - Die 1693 gegründete Offizin des aus dem Kanton Schwyz zugewanderten Schlegel ist die jüngste der sieben alten Universitätsbuchdruckereien Wiens. - Ausgabe in einem Band; Pohler zitiert die nach S. 240 geteilte Ausgabe. - Stellenweise gering braunfleckig. Die Lagen Ccc und Bbb gegeneinander verbunden, jedoch komplett. Einbanddecken fachmännisch restauriert, Vorsätze erneuert, sonst gutes, kaum gebräuntes Exemplar. Jähns II, 1711 und 1380f. Pohler III, 699 (s. v. “Burgsdorf”; in 2 Bdn.). Michigan Military Books 223 (m. Abb.). Kat. KA I, 795. Mayer, Wr. Buchdr.gesch. II, 11.
1755(10), 182 SS. Mit 2 mehrf. gefalt. gest. Tafeln. - (Beigebunden): Dissertatio physica de causis motuum in corporibus. Tyrnau, typis academicis Societ. Jesu, 1754. (2), 184 SS. Zeitgenöss. gold-orangefarbener Brokatpapierband über Holzdeckeln. 8vo. Physikalischer Sammelband mit zwei ungarischen Physikdissertationen; der ersten vorgebunden ist der Vortitel "Dissertatio physica de motu corporum" (Tyrnau, typis academicis SJ., 1753 [!]), wodurch das erste Werk dem zweiten direkt zugeordnet wird. De Backer/Sommervogel verzeichnet keine Tyrnauer Titelauflage; auch bleibt die Vordatierung des Druckjahrs ungeklärt. - Einband etwas lädiert mit kl. Fehlstellen oberen Kapital und hinteren Deckelbezug. Papierbedingt teils etwas braunfleckig. Selten. I: De Backer/Sommervogel II, 359, 1.
1765Large 4to. XII, 337, (1) pp. With woodcut title vignette and heraldic woodcut on last f. verso. Later marbled half calf with gilt-stamped title to spine; new marbled endpapers. Top edge coloured in red. First and only Italian edition of George Cheyne's final work (1742), translated by a Florentine physician who attests to Cheyne's enormous popularity in England and addends a brief life of the celebrated doctor to the work. At the same time as Newton's geophysical ideas were being introduced into Italy (against some opposition!), the present work would indicate that Newtonian medicine (of the Edinburgh school) was also in circulation. - The present translation is dedicated to the Venetian Ambassador in London, Lorenzo Morosini, who during his residence "has had leisure to observe the great strides in Medical Science in that country". Most striking are Mei's repeated references to Cheyne as "one of the greatest modern luminaries of the Medical Arts, standing alongside Hippocrates amongst the ancients and the great Sydenham amongst the moderns". - George Cheyne (1671/2-1743) became one of the most prominent defenders of the Newtonian system of medicine in Edinburgh before moving to London in 1701. He was decidedly unsuccessful as a physician in his earlier years, and retreated to Aberdeen in 1705. "Little is known about the period between 1705, when Cheyne suffered his collapse, and 1715, when he re-emerged to the public…" (DNB). However, several of his later works proved immensely popular, among these the present one; according to the DNB the Natural Method "gives the fullest exposition of his mature thought… It both summarized his earlier ideas and added new material. In a section addressed specifically to women, he detailed his preformationist views on generation…". After an inauspicious start, Cheyne appears to have developed his career considerably; Gilbert Burnet and Hans Sloane are said to have referred their patients to him, and his Essay of Health and Long Life (1724) "made him one of the best-known physicians in Britain" (DNB). - Like Sydenham, Cheyne's works managed to reach foreign audiences; a French translation of the Natural Method appeared in 1749, while Cheyne's other works also enjoyed translations into Latin and Dutch. Cosimo Mei's introduction of the English physician to the Italian public is accompanied by a woodcut vignette and a quotation from Virgil, a life of Cheyne, and two prefatory notes to the reader explaining the circumstances of its publication. Blake 86. Cf. DNB IV, 219, 8. Not in Waller or Osler.
189364 SS. Mit gefalt farblithogr. Tafel. Ill. türkisfarbener, goldgepr. Originalleinenband über Holzdeckeln. Buntpapiervorsätze. Dreiseitiger Goldschnitt. Gr.-8vo. Abhandlung des bedeutenden tschechischen Ophthalmologen Jan Deyl (1855-1924) über "die Cysten des Augenlidrandes" (deutsche Übs. auf SS. 31-64). - Der dekorative Einband stellenweise etwas berieben, im ganzen jedoch sauber und kaum gebräunt.
176525 SS. Mit zus. 62 (statt 64) gest. Tafeln. Halblederband der Zeit mit goldgepr. rotem Rückenschildchen sowie Rückenfileten. Folio. Die Tafeln zur Uhrmacherkunst aus der Erstausgabe von Diderots und d'Alemberts "Encyclopédie" (Tafelband IV, "troisième livraison"). Es fehlen die letzten beiden Tafeln II B (m) und III B (n). - Zu Beginn stärkerer Wasserschaden (im Index auch den Text betreffend; die Tafeln nur im Rand betroffen). Remboîtage: Das Rückenschildchen weist den Einband als urspürunglich für Vesalius' "Tabulae ossium humanorum" aus. Lough 10.
1768Large 4to. (2), 13, (1), 10 pp. With 85 engraved plates. Contemporary calf with giltstamped label to richly gilt spine. Leading edges gilt. Second edition of this principal work, first published in 1741. Dillenius is considered the founder of scientific investigation of cryptogams, especially mosses (cf. Hirsch/H. II, 271). "The beginning of bryology. The exact descriptions of the species, as well as the excellent illustrations, drawn and engraved by himself, made his 'historia muscorum' a standard work, not superseded for many years" (cf. NDB III, 718). - Binding slightly rubbed and bumped; small defect to spine. A good, wide-margined copy; the engravings printed in good impressions. With signature and heraldic bookplate of Otto Leiner. Nissen BBI 491. Stafleu/C. 1472. Henrey 641. DNB V, 984 ("his greatest work").
17804to. Part 2 (of 2) only. VIII, 84, 395 pp. With engraved title vignette, 1 folding table, and 18 folding engravings and mezzotints. Contemporary calf with 2 giltstamped labels to spine. All edges red. Contains seven first printings of treatises by Leonhard Euler: De integratione formulae. - De valore formulae integralis. - Novae demonstrationes circa resolutionem numerorum in quadrata. - Considerationes circa brachystochronas. - Sur l’effet de la refraction dans les observations terrestres. - De motu oscillatorio penduli cuiuscunque, dum arcus datae amplitudinis absolvit. - De theoria lunae ad maiorem perfectionis gradum evehenda.
1816147, (1) SS. Halblederband der Zeit mit goldgpr. Rückentitel und etwas Rückenvergoldung. 8vo. Seltene erste Ausgabe dieses Abrisses des ungarischen Bergrechts. - Der Preßburger Jurist und Statistiker Anton Faber war auch Professor des Bergrechts. - Kl. Wasserrand am oberen Schnitt; Einbandbezug stellenweise gering lädiert. Nur 1 Exemplar in Bibliotheken nachweisbar (Stabi Berlin).
1831Large 4to. XII, 260 pp. With folding lithographed plate. Contemporary red half calf with giltstamped label to gilt spine. Marbled endpapers. First edition. - Principal work of the Leipzig physicist G. T. Fechner (1801-87), who mainly worked in the areas of optics and Galvanism and who experimentally proved Ohm's Law. His present work compares electromotoric forces based on the measurement of electric currents. - Very attractive, unbrowned copy in a decorative contemporary binding. Darmstaedter 392. Wheeler Gift 859. Roller/Goodman 389. Poggendorff I, 728. Not in Ronalds.
1838XX, 108 SS. Zeitgenössischer blaugrauer Halbleinenband mit Marmorpapierbezug. 8vo. Dritte Ausgabe. - Der Bildhauer Johann Martin Fischer (1741-1820) wurde 1785 Mitglied der Akademie der bildenden Künste in Wien und übernahm im folgenden Jahr als erster Nichtmediziner die dortige Professur der Anatomie. 1815 wurde er Rat und Direktor der Allgemeinen Rat- und Bildhauerschule und mit seinen Brunnenplastiken am Wiener Graben neben Franz Anton Zauner der bedeutendste Bildhauer seiner Zeit in Wien (vgl. DBE). Sein Hauptwerk in diesem Zusammenhang ist die lebensgroße anatomische Statue, die er für den Lehrbetrieb an der Akademie schuf und die schnell zu einer der vielbewunderten Sehenswürdigkeiten Wiens wurde. Seine "Erklärungen" sind als Nachschlagewerk und Lehrbuch in Anatomie für Künstler gedacht, das als Standardwerk weit über den Tod Fischers hinaus Anwendung fand. - Schönes Exemplar mit den dekorativen Stempeln der "K. K. Infanteriecadetenschule zu Agram" und der "K. K. Infanterie-Kadettenschule zu Karlstadt" am Titelblatt, die ihrerseits als interessantes Zeugnis der Breitenwirkung des Werkes Zeugnis geben. Wurzbach IV, 244f. Thieme/B. XII, 36.
17338vo. (8), 322 [but: 422] pp., (2 pp. publisher's catalogue). Bound in attractive and very well-preserved full contemporary calf with spine in six compartments, red and gilt title label, gilt florets. Scarce early separate edition of Fontenelle's eulogies, and the first biography of Count Luigi Ferdinando Marsigli to appear publicly outside of the Histoire de l'Académie des Sciences. The work introduces the public to 14 members of the Académie des Sciences deceased between 1725 and 1730, including Czar Peter, Isaac Newton, and Nicolas Hartsoeker. The present edition, however, contains 7 new eulogies which had only appeared previously in the annual journal of the Académie des Sciences: Camille d'Hostun de la Baume, duc de Tallard (Marshal of France); Père Sébastien Truchet, active in mathematics, hydraulics, graphics, and typography; Francesco Bianchini, who worked on calendar reform for three successive popes; Giacomo Filippo Maraldi, astronomer and mathematician; Jean-Baptiste-Henri de Valincour, official historiographer to Louis XIV; Count Luigi Ferdinando Marsigli, Ottoman traveller and Hapsburg cartographer; and Guichard Joseph Duverney, anatomist and author of one of the earliest comprehensive works on otology. - As one of the earliest examples of a popular publication of Fontenelle's eulogies (preceded only by a 1731 Hague printing), the work is an important symbol of what today is seen as Fontenelle's primary accomplishment: while history has smiled on men such as Marsigli and du Verney, it is often forgotten that it was due to works like Fontenelle's, which heavily publicised their achievements to a popular audience, that they are remembered and acknowledged today. "It was Bernard Bovier de Fontenelle (1657-1757) who by his eulogies of scientists first bridged the gap between the scientific communities and the world at large [...] the éloges of the old Academy of Sciences acquainted laymen with a discipline that was at once esoteric by its novelty and forbidding by its terminology and methodology. Hence the éloges, aside from the other functions they performed in the service of science, also served as a public relations organ in the same manner as journals, textbooks, public lectures, literary dialogues, scientific expositions, and cabinets de physique and d'histoire naturelle" (Paul, Science and immortality: the éloges of the Paris Academy of Sciences, pp. 1-2). - One corner and lower edge of cover slightly rubbed, otherwise a lovely copy, pages clean and fresh. Cf. Charles B. Paul, Science and immortality: the éloges of the Paris Academy of Sciences (1980). For a bibliographical review of Fontenelle's éloges see Suzanne Delorme, "Contribution à la bibliographie de Fontenelle", pp. 303-307, Revue d'histoire des sciences et de leurs applications, Tome 10 n°4, pp. 300-309 (1957).
1879VI, 289, (1) SS. - (Beigebunden) II: Bd. LXXVII, III. Abtlg. Heft 1 bis 5. Ebd., 1878. VI, 304 SS. - (Beigebunden) III: Bd. LXXIX, III. Abtlg., Hefte 1 bis 5. Ebd., 1879. VI, 327, (1) SS. Mit zahlr. Tafeln und Holzschnitten. Marmorierter Halbleinenband der Zeit. 8vo. Erstausgabe von Freuds dritter Veröffentlichung auf den SS. 81 bis 167. - Gelenke etwas angeplatzt und berieben. Meyer-Palmedo 79.
18153 Teile in 3 Bänden. XXII, (2), 280 SS. Titel, 262 SS. Titel, 309, (1) SS. Mit zus. 3 gefalt. gest. Tafeln. Zeitgenössische Interimsbroschur. Gr.-8vo. Mischexemplar aus der ersten (Teil III) und zweiten Ausgabe (leicht veränderter Titel). Ohne die Broschurdeckel der Teile I und II; Teil III (Ausgabe 1811) trägt den Titel "Kurzer Entwurf der Experimental-Chymie oder nüzliche und leichte Methode um sich der Erzeugniße aus dem Mineral- Tier- und Pflanzenreich in den Fabricken, Künsten, Profeßionen, so wie bey dem Ackerbau und bey der Landwirthschaft zu bedienen, für die Fassungskraft eines jeden eingerichtet". Unter den behandelten Themen sind die chemischen Eigenschaften und Bearbeitungsmöglichkeiten verschiedener Metalle und Mineralien, die Verwertung tierischer Produkte (Salze, Horn, Wolle, Gerberei, Seide, Honig, Milch, Leim) sowie die Verwertung pflanzlicher Bestandteile (Baumwolle, Färben, Druckverfahren, Papier, Landwirtschaft, Wein, Destillation, Seife, Gummi usw.). Die Tafeln zeigen chemische Apparaturen, die Bauelemente eines Bienenstocks etc. Der Braunschweiger Italienischlehrer P. Gaetano (geb. 1747) war auch als Farbenhändler tätig. 1797 publizierte er "Abrégé de Chimie, ou Introduction, appartenente aux arts & metiers", die Grundlage für das vorliegende Werk. - Unbeschnitten und unaufgeschnitten. Teils etwas stockfleckig. Engelmann (Bib. mech.-tech.) 108f. Hamberger/Meusel, 5. A., XVII (DBA I 366, 54).
17404to. (8), XLVIII, 362, (14) pp. With 22 folding engraved plates, title vignette, and 19 engraved text vignettes. Contemporary vellum with double fillets, blindstamped centrepiece, and ms. title to spine. All edges sprinkled in red. First edition of the Parisian astronomer's work about the application of Newton's Laws to astronomy. The plates mostly depict astronomical and mathematical diagrams. The attractive text vignettes by Charles Nicolas Cochin le jeune (1715-90) are an early example of his book decorations. - Fine copy with ms. note of ownership by "Ed. Declercq, Prof." and bookplate "Dr. Hautrive père". - Important work, recently edited on microfilm in the "Landmarks of science" series. Poggendorff I, 840.
1771(32), 288 SS. Lederband der Zeit mit goldgepr. rotem Rückenschildchen und reicher Rückenvergoldung sowie blindgepr. Deckelfileten. Dreiseitiger Rotschnitt. Lesebändchen. 8vo. Detaillierte Beschreibung der Behandlung der Syphilis mit Hilfe von Quecksilber. Der französische Arzt Jacques-Joseph de Gardanne (1726-86), Dekan der medizinischen Fakultät zu Paris und ein Spezialist für venerische Krankheiten, hatte auch das Amt eines königlichen Zensors inne. Vgl. zu Gardanne auch Hirsch II, 493f. - Mit hs. Besitzvermerk des Medizinstudenten C. Schultz (datiert München, 1829) am fliegenden Vorsatz recto und getilgtem hs. Besitzvermerk (“Dr. Fischer”) verso. - Unteres Kapital etwas lädiert, sonst sauberes, von gelegentlichen Anstreichungen in Tinte abgesehen fleckenfreies, frisches Exemplar in einem ansprechenden Einband. Blake 166. Nicht bei Waller.
18026 Teile (7-12 von 12) in 1 Band. IV, 5-160 SS. 142 SS., 2 gefalt. Tabellen (paginiert 143-144), (2) SS. 198, (2) SS. 142 SS. 206, (2) SS. VI, 158, (12) SS. Mit zus. 28 mehrf. gefalt. gest. Tafeln. Marmorierter Halblederband der Zeit mit doppeltem goldgepr. Rückenschildchen und -vergoldung. Gr.-8vo. Teile 7-12 der 12teiligen Reihe, zu Wasserhähnen, Blitzableitern, Bohr- und Dampfmaschinen, Feuerspritzen und -löschern, mechanischen und optischen Instrumenten, Windmühlen, verschiedenen Meßinstrumenten, zum Perpetuum mobile u. v. m. Mit zahlreichen Beiträgen. - Teils minimal braunfleckig; insgesamt sehr gutes, sauberes Exemplar in dekorativem Einband. Poggendorff I, 869 (kennt nur Teile 1-6). Engelmann I, 115.