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‎Zerritsch, Fritz, Maler (1888-1985).‎

‎5 eigenh. Bildpostkarten und eine eh. Briefkarte mit U. Wien, 1948-1957.‎

‎Zusammen 6 SS. Qu.-8vo. Jeweils mit eh. Adresse bzw. mit eh. adr. Kuvert. Dankt Josef Wesely für ihm wiederholt übersandte Wünsche zum Geburtstag. - Der Sohn des Bildhauers Fritz Zerritsch studierte an der Malschule Scheffer und bei Christian Griepenkerl an der Allgemeinen Malerschule der Wiener Akademie. 1909 trat er in die Spezialschule Alois Delugs ein. Seit 1914 war er Mitglied des Wiener Künstlerhauses, malte Landschaften, Tiere und Bildnisse und schuf Entwürfe für Gobelins, Briefmarken und Banknoten. 1939 wurde er Professor an der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt in Wien. Vgl. Thieme/B. XXXVI, 465f.‎

‎Zimmermann, Richard, Maler (1820-1875).‎

‎Eigenh. Brief mit U. München, August 1856.‎

‎1 S. 4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten, den er davon in Kenntnis setzt, daß er gesonnen ist, ihm “mein Bild ‘Parthie bei Oberaudorf’ um den Preis von einhundert und vierzig Gulden zu überlassen [...]”. - Ebenso Maler wie seine Brüder Max (1811-1878) und Robert (1818-1864), studierte Richard Zimmermann an der Dresdner Akademie bei Ludwig Richter (1803-1884) und ging 1838 zu seinem Bruder Albert (1808-1888) nach München, um in dessen Schule seine Arbeit fortzusetzen. Zeitweise für einen Vergolder in Prag arbeitend, war Zimmermann später ein geschätzter Vertreter der Biedermeiermalerei. Vgl. Thieme/Becker XXXVI, 516. - Mit kl. Ausriß (keine Textberührung).‎

‎Zinsler, Anselm, Bildhauer (1867-1940).‎

‎5 eigenh. Briefe, 4 eh. (davon 3 Bild-)Postkarten und 5 gedr. gedr. Visitkarten mit jeweils mehreren eh. Zeilen und U. Wien u. a. O., 1904-1914.‎

‎Zusammen 23 SS. Verschiedene Formate. Sendet zahlreiche Grüße und unterbreitet Vorschläge zu Verabredungen. - “Ersuche höfl. um Einschaltung folgender Zeilen in Ihr sehr gesch. Blatt: ‘Der Stadtrat hat beschlossen ein Kolossalrelief eine Hymne an die Ewigkeit darstellend und zwei, vier Meter hohe Statuen ‘Tag und Nacht’ für das neue Portal am Centralfriedhof ausführen zu lassen. Mit dem Entwurf u. der Ausführung dieser Werke wurde der Bildhauer Zinsler betraut [...]” (Br. v. 19. XII. 1904). - “Ich habe Dich jetzt schon lange nicht gesehen u. es ist schade um die gut angelegte Büste. Wann hättest Du wieder Zeit zum Sitzen? [...] (Br. v. 4. IX. 1910). - “Der Überbringer dieses der ein wahrhaft bedürftiger und kranker Mensch ist, möchte als Wiener in seiner Hilflosigkeit in einer Versorgungsanstalt oder dergleichen unterkommen [...]” (Br. v. 16. XI. 1911). - Anselm Zinsler studierte an der Wiener Akademie der bildenden Künste bei Edmund von Hellmer, war anschließend mehrere Jahre im Atelier von Josef Benk tätig und wurde bekannt als Schöpfer zahlreicher Portrait- und Grabplastiken (darunter für den Schauspieler Ludwig Martinelli und für dessen Zunftkollegin Adele Sandrock oder für den Schriftsteller Adam Müller-Guttenbrunn). - Ein Br. und eine Postkarte im linken Rand gelocht (minimale Textberührung). - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Zumbusch, Ludwig Ritter von, Maler (1861-1927).‎

‎Visitkarte mit mehreren eigenh. Zeilen verso. München, o. D.‎

‎2 SS. Carte de Visite-Format. "[...] schenkt Ihnen diese kleine Zeichnung für Ihre Sammlung [...]". - Der Sohn Caspar von Zumbuschs und Bruder von Leo von Zumbusch erhielt seine künstlerische Ausbildung bei Christian Griepenkerl und Carl Wurzinger an der Akademie der bildenden Künste in Wien sowie bei Wilhelm von Lindenschmit d. J. an der Akademie in München, setzte seine Studien als Schüler von Adolphe William Bouguereau und Tony Robert-Fleury in Paris fort und unternahm Studienreisen nach Italien, Holland, Dalmatien und in die Türkei. Anschließend als freischaffender Maler und Illustrator in München lebend, wurde er Mitglied der Münchner Sezession und war einer der ersten Mitarbeiter der Zeitschrift "Jugend". Er schuf vorwiegend Portraits, besonders Kinderbildnisse und Kinderszenen, sowie Pastellandschaften.‎

‎Zwerger, Johann Nepomuk, Bildhauer (1796-1868).‎

‎2 eigenh. Briefe mit U. Frankfurt, 31. III. 1837 und 11. X. 1842.‎

‎2 2/3 SS. 4to. An seinen Schwager, den Bildhauer Theodor Wagner (1800-1880): “Vorerst meinen Glückwunsch für Deine Erbschaft. Leid und Freud haben hier gewechselt. Heute habe ich die erste vollendete Büste Rothschilds eingepackt [...] Die letzt geschickte Büste ist nicht zu verachten und bin zufrieden damit ich habe nemlich die schwarzen Stellen mit weisser Kreide tüchtig eingerieben und so waren die Rothschilder bey ihrem Hiersein auch zufrieden, mehr leid thut es mir daß ich die Lautenbachschen Bilder noch einmal in Punkten setzen muß [...]” (Br. v. 31.III. 1837). “Da seit dem Abgang Eures Bildes noch keine Nachricht von der Ankunft, noch wie es gefallen erfolgt ist, so bin ich wirklich in Verlegenheit und weiß nicht was ich davon zu halten habe. Morgenstern war gestern bey mir um sich zu erkundigen konnte ihm aber keinen Bescheid geben [...]” (11. X. 1842). - Ausgebildet von Johann Heinrich von Dannecker (1758-1841) in Stuttgart und Bertel Thorvaldsen in Rom, wurde Zwerger 1829 zum Professor ernannt und war bis 1866 am Städelschen Kunstinstitut in Frankfurt a. M. als Lehrer tätig. Vgl. Thieme/Becker XXXVI, 609. - Der Brief v. 11. X. 1842 mit eh. Adr. und kl. Ausr. durch Siegelbruch. Verso mit einigen Skizzen in Bleistift und recto mit einer Rechnung in Tusche, die wahrscheinlich alle aus der Hand Wagners stammen. - Aus dem Besitz und in bedruckter Originalmappe der berühmten Autographensammlung des österreichischen Industriellen Adalbert Freiherr von Lanna (1836-1909).‎

‎[1848]. - Nowak, J.‎

‎"Die Blume von Welbin und die beiden Freiwilligen. Eine zeitgemäße, lehrreiche Erzählung für Jung und Alt". Wohl eigenh. Manuskript mit Namenszug im Titel ("J. Nowak"). O. O., 1849.‎

‎Titel, (2), 44 num. [SS. 1 bis 34 und 47 bis 56 SS.] auf 26 Bll. Lose Doppelbögen. 4to. Unvollständiges Manuskript eines - wie am Titel vermerkt - "Weltpriesters der Wr. Erzdiözese", der im Vorwort seines Werkes bemerkt: "Wenn unter die ersten Bürgertugenden auch die durch Religion geweihte Liebe zum Bürgerstande gehört, so ist es außer Zweifel, daß auch sie frühzeitig in die jungen Gemüther eingepflanzt werden soll, damit der zu diesem so ehrenvollen Stande berufene Jüngling von dieser Liebe schon durchglüht und begeistert sei, wenn er den Fahneneid, den Eid der Treue schwört. Eine Armee solcher Krieger wäre jederzeit unüberwindlich, und ein Staat mit einer solchen Armee eine unzerstörbare Festung [...]". - Etwas angestaubt und mit starken Randläsuren.‎

‎Adelheid von Sachsen-Meiningen, Prinzessin; ab 1830 als Queen Adelaide Königin von England (1792-1849).‎

‎3 eigenh. Schul- und Lektürebücher. O. O., 1807 bis 1824.‎

‎Zusammen 186 größtenteils beschr. Bll. Marmorierte Pappbände der Zeit. Kl.-4to. Die Tochter von Herzog Georg I. von Sachsen-Meiningen und Louise Eleonore von Hohenlohe-Langenburg, am 13. August 1792 als Prinzessin Adelheid von Sachsen-Meiningen geboren, ehelichte am 13. Juli 1818 in Kew Palace, Surrey, William Heinrich von Großbritannien und Herzog von Clarence, der von 1830 an als Wilhelm IV. Großbritannien regierte. Der Ehe entstammen zwei Töchter, Charlotte Augusta (1819-19) und Elizabeth (1820-21). - Ein Buch - das, wenn auch undatiert, so der Handschrift nach doch früheste und wohl auch vor 1807 entstandene - ist der Geschichte vorbehalten und behandelt die Epochen von der "Alten Geschichte" bis hin zur "Geschichte der Deutschen" bis ins 16. Jhdt. Der zweite Band umfaßt "Etwas über die spanische Sprache", "Vocablen [!] spanische u. deutsche" sowie Lektüreexzerpte und wohl auch eigene Gedanken und Reflexionen. Der dritte Band enthält gleichfalls Ausschnitte ihrer Lektüre. Von 1813 bis 1821 gibt es keine Eintragungen, erst dann werden sie auf 26 Seiten bis 1824 fortgesetzt.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Books from Inlibris]

€ 3.500,00 Informazioni/Compera

‎Adler, Nathan, k. k. Konsul in Port Elizabeth.‎

‎Eigenh. Notiz mit U. und Visitkärtchen mit 3 eigenh. Zeilen verso. O. O. u. D.‎

‎Zusammen 2 SS. Qu.-12mo bzw. 30:60 mm. Dem beiliegenden Umschlag zufolge war Adler neben obenerwähnter Tätigkeit Kaufmann-Commis in Leipzig und Mitglied der Gesellschaft Vatermörder (beide 1847) und im Jahr darauf Reporter in Frankfurt a. M. beim deutschen Parlament.‎

‎Aegidi, Ludwig, Politiker und Publizist (1825-1901).‎

‎Eigenh. Brief mit U. München, 27. X. 1879.‎

‎3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Lt. beiliegendem Sammlungsumschlag an Sigmund Frh. von Pfeufer (1824-1894), seit 1871 Minister des Inneren : "Anbei die Papiere des jungen Alpenburg. Die Handschrift (es ist die seine) ist nicht empfehlend! Sein Wissen und Können und Benehmen sprechen aber hoffentlich um so mehr zu seinen Gunsten. Darum wünsche ich ihm eine Gelegenheit, sich persönlich vorzustellen und ausfragen zu lassen [...]". Weiters über eine Abendgesellschaft, das Halsleiden seiner Gattin und die wiedergewonnene Hochschätzung des Adressaten. - Aegidi war als Student der Rechtswissenschaften in Berlin engagierter Burschenschafter, 1848 Führer der Berliner studentischen Jugend und Mitarbeiter an Georg Gottfried Gervinus' "Deutscher Zeitung". Im gleichen Jahr trat er als Sekretär in den preußischen Staatsdienst ein, verließ jedoch die Stelle bei Amtsantritt des Ministeriums Brandenburg-Manteuffel. Bis 1851 Schriftleiter der "Konstitutionszeitung", lehrte er seit seiner Habilitation in Göttingen und war später Professor der Rechte in Erlangen. Seit 1859 im Dienst der preußischen Regierung stehend, verfaßte Aegidi Denkschriften und Broschüren in antiösterreichischem Sinn und warb für den Nationalverein.‎

‎[Akademie der bildenden Künste Wien].‎

‎Zwei Studienbestätigungen mit jeweils eigenh. U. von Anton Petter und Karl Gselhofer. Wien, 1832 und 1833.‎

‎Zusammen 2 SS. auf 2 Bll. 4to. Jeweils mit papiergedecktem Siegel. Mit einer Beilage (s. u.). Für einen Gottfried Kelner [!]. - Jeweils mit kleinen Randläsuren. - Beiliegend ein ms. Schreiben mit eh. U. des Präsidenten der Akademie für Musik und darstellende Kunst an den Sänger Rudolf Prasch (geb. 1880) mit der Mitteilung über die Gewährung des "Julius Stockhausen'schen Prämiums" durch Helene von Hornbostel-Magnus für 1913/14 (dat. 31. X. 1914).‎

‎Albert, König von Sachsen (1828-1902).‎

‎Eigenh. Telegrammentwurf mit wohl nicht eh. U. [Wien, November 1860].‎

‎1 S. Gr.-8vo. "Der Kronprinz v. Sachsen an Frau Baronin v. Galen zu Brünn. | Ich werde Wien morgen früh mit 7½ Zug verlassen und ½1 Uhr durch Brünn kommen. | Kronprinz Albert v. Sachsen 1860".‎

‎Albrecht, Herzog zu Sachsen-Weimar (1599-1644).‎

‎Brief mit eigenh. U. Weimar, 19. VI. 1623.‎

‎¾ S. auf Doppelblatt. Folio. An seine Untertanen: "Uns ist euer untertheniger bericht des General Tylli aufbruch betreffende vorgetragen worden. Wir [haben] an solcher, und vorhero ergangener avisation ein besonder gnediges gefallen [gefunden]. Alßo erkennen wir es auch in gnaden und begehren ferner, Ihr wollet [das], was euch weiter zuekommen wirdt, ungesäumbt gehorsamblich berichten, Und do gleich berürter aufbruch erfolget sein möchte; Dennoch an mehrer und fleißiger Kundschafft nichts ermangeln laßen, sondern dieselbe auch in der ferne zuerlangen [...]". - Der Sohn Herzog Johanns von Sachsen-Weimar und der Herzogin Dorothea Maria, einer geborenen Fürstin von Anhalt, bereiste von 1619 bis 1621 Frankreich "und übernahm nach seiner Zurückkunft für seine älteren abwesenden Brüder die gemeinschaftliche Regierung des weimarischen Landes [...] [Er] galt als ein edler und weiser Fürst, der zwar das Verbrechen streng bestrafte, aber immer mit Gerechtigkeit und kluger Sorgfalt sein Land regierte. Schmeichler und Verleumder haßte er. Die Drangsale, welche seine armen Unterthanen in Folge des dreißigjährigen Krieges auszustehen hatten, verbitterten die letzten Jahre seines Lebens [...]" (ADB I, 319). - Mit papiergedecktem Siegel und kl. Randläsuren; das leere Bl. 2 etwa zur Hälfte ausgeschnitten.‎

‎Albrecht, Erzherzog von Österreich und Herzog von Teschen (1817-1895).‎

‎Brief mit eigenh. U. Korpsquartier Leitmeritz, 22. II. 1850.‎

‎4 SS. auf Doppelblatt. Folio. An das Landesmilitärkommando in Prag betr. "des von Seiner Majestät sankzionierten Reorganisations-Planes" der Sanitätskompagnie, der "wie folgt bestimmt worden sei [...] Was die Mannschaft [...] anbelangt, so soll sie aus Individuen verschiedener Nationalitäten zusammen gesezt sein und bei dem 3. Armeekorps aus 100 Mann slawischer, 50 Mann deutscher, und 50 Mann italienischer Nationalität bestehen, das gleich Verhältniß soll auch bei den Chargen beobachtet werden [...]". - Erzherzog Albrecht sollte Jahre später, nach der Schlacht von Königgrätz, den Oberbefehl über das gesamte kaiserliche Heer übernehmen. Als Generalinspekteur hatte er wesentlichen Anteil an der Reorganisation der Armee. - Etwas gebräunt und angestaubt sowie mit kleineren Randläsuren.‎

‎Albrecht, Erzherzog von Österreich und Herzog von Teschen (1817-1895).‎

‎Brief mit eigenh. U. Teplitz, 29. I. 1851.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. Folio. An das Landesmilitärkommando in Prag: "In Folge hohen 1ten Armee-Kommando-Erlasses [...] wurde den Truppen des dießseitigen Armee-Korps eine neue Dislokazion zugewiesen. Man übersendet daher in der Anlage dem löblichen Landes-Militair-Kommando die dießfälligen Marschpläne, nach welchen die Truppe in die neue Kantonirung einzuwirken habe, zum nöthigen Dienstgebrauche [...]". - Erzherzog Albrecht sollte Jahre später, nach der Schlacht von Königgrätz, den Oberbefehl über das gesamte kaiserliche Heer übernehmen. Als Generalinspekteur hatte er wesentlichen Anteil an der Reorganisation der Armee. - Etwas gebräunt und angestaubt sowie mit kleineren Randläsuren; ohne die erwähnte Beilage.‎

‎Albrecht, Erzherzog von Österreich und Herzog von Teschen (1817-1895).‎

‎Brief mit eigenh. U. ("Eh. Albrecht"). Wien, 10. II. 1867.‎

‎2¾ SS. auf Doppelblatt. Folio. An Erzherzog Karl Ferdinand über den Vorsitz von Erzherzog Ferdinand bei einer Kommission für die "1866 eingelangten Individual-Beschreibungen". - Erzherzog Albrecht übernahm nach der Schlacht von Königgrätz den Oberbefehl über das gesamte kaiserliche Heer. Als Generalinspekteur hatte er wesentlichen Anteil an der Reorganisation der Armee. - Auf Briefpapier mit blindgepr. Briefkopf.‎

‎Albrecht, Erzherzog von Österreich und Herzog von Teschen (1817-1895).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 7. V. 1889.‎

‎½ S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Eben hat Erzherzogin Isabella von Erzherzogin Maria Theresia die telegr. Antwort erhalten, daß selbe die Trauer 4. Juni tragen wird [...]". - Erzherzog Albrecht übernahm nach der Schlacht von Königgrätz den Oberbefehl über das gesamte kaiserliche Heer. Als Generalinspekteur hatte er wesentlichen Anteil an der Reorganisation der Armee. - Stellenweise stärker fleckig.‎

‎Albrecht, Erzherzog von Österreich und Herzog von Teschen (1817-1895).‎

‎Schriftstück mit eigenh. U. Mailand, 23. VIII. 1849.‎

‎1 S. Folio. "Auf dem beim hiesigen Garnisons Auditoriate im Monat März v. J. aufgenommenen Inventar und Lizitations Protokolle über den Nachlaß des Kaplans Marchi erscheinen die beiden Oberlieutnants Thun und Löffler als Commissions-Mitglieder gefertigt, von denen den gepflogenen Erhebungen zu Folge der Erstere damals im Stande des Regiments sich befunden hat. Das Regiment wird demnach angewiesen, anher zu berichten, wo dieser Offizier sich gegenwärtig befinde [...]". - Erzherzog Albrecht übernahm nach der Schlacht von Königgrätz den Oberbefehl über das gesamte kaiserliche Heer. Als Generalinspekteur hatte er wesentlichen Anteil an der Reorganisation der Armee. - Mit mehreren Gegenzeichnungen; an den Rändern stärker lappig und angestaubt.‎

‎Albufera, Malvine Duchesse d', Herzogin (1822-1977).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Billancourt [?], 30. VIII. 1846.‎

‎1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. In französischer Sprache an einen namentlich nicht genannten Adressaten.‎

‎Aldrin, Edwin, astronaut (b. 1930).‎

‎Portrait photograph (reproduction) with autogr. dedication signed. No place or date.‎

‎254 x 203 mm. Wearing his space suit. - Includes two pictures of Apollo 5 and 11.‎

‎Alemann, Wilhelm Frh. von, Militär (1798-1881).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Preßburg, 23. I. 1850.‎

‎1½ SS. auf Doppelblatt. Folio. An das k. k. Militär-Platz-Kommando in Preßburg mit der Bestätigung einer Gehaltszulage für Major Wissnovszky und Obristleutnant Digl, die für die "hierorts aufgestellte Assertierungs Commission" tätig waren. - Alemann war Professor für Mathematik im Pionierkorps und lehrte u. a. Situationszeichnen und Fortifikation. Später Offizier im Generalquartiermeisterstab, war er an der Entstehung des Pionierreglements beteiligt. 1848/49 nahm er als Generalmajor am Feldzug in Italien teil und wurde später Feldmarschalleutnant, Kommandant der Theresianischen Militärakademie, der Okkupationsarmee in der Walachei und schließlich von Venedig.‎

‎Alexander, Herzog von Württemberg (1804-1881).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Liesing, 21. II. 1868.‎

‎4 SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An Prinz Konstantin zu Hohenlohe-Schillingsfürst (1828-96): "Bei der gestern stattgehabten Trauung meiner Großnichte wurde ich in das Oratorium gewiesen in welchem die Hofdamen der Königin von Hannover und der Herzogin von Coburg sowie deren Herrn sich befanden. Da der Herzog von Coburg seinen Platz in dem kaiserlichen Oratorium gefunden und ich demselben meinem Range als Herzog von Württemberg nach nicht zurückstehen kann, so darf ich annehmen, daß ein Irrthum zum Grunde lag, wogegen jedoch der Umstand spricht, daß ich avisirt wurde in Compagnie-Uniform zu erscheinen, während die anderen Herrschaften im kaiserlichen Oratorium in Parade erschienen [...]". - Der älteste Sohn von Herzog Alexander Friedrich Karl von Württemberg und seiner Frau, Prinzessin Antoinette, der zweiten Tochter von Herzog Franz von Sachsen-Coburg-Saalfeld, bewohnte nach dem frühen Tod seiner Frau, Prinzessin Marie Christine von Orléans (1813-39), Schloß Fantaisie bei Bayreuth, besorgte sich um Stiftungen für Arme und Kranke und erbaute das dem Schloß benachbarte Hotel Fantaisie, in dem im Laufe der Jahre Zeitgenossen wie König Ludwig II. von Bayern oder Richard Wagner logierten; 1868 ehelichte er ein zweites Mal in morganatischer Ehe seine Haushälterin Katharine Amalie Pfennigkaufer.‎

‎[Alexander I., Czar of Russia (1777-1825)].‎

‎"Rede Alexanders I. Kaisers aller Reussen bey seiner Zurückkunft aus Deutschland, gehalten im geheimen Staatsrath den 22. Dezember 1805". Contemporary manuscript. N. p., c. 1805.‎

‎Folio. 3½ pp. on bifolium. Regarding the relationship between Germany and Austria as well as the Russian situation.‎

‎Alexander II Nikolajevitch, Czar of Russia (1818-1881).‎

‎Letter fragment signed. N. p. o. d.‎

‎40:148 mm. 1 p. "bleibe Ihnen wohlgewogen. Alexander". - In old collector's folder.‎

‎Alexander Sigismund, Pfalzgraf zu Neuburg (1663-1737).‎

‎Brief mit eigenh. Empfehlungsformel und U. Dillingen, 1. XII. 1689.‎

‎1 S. Folio. In italienischer Sprache an Graf Colloredo in Rom mit Wünschen zur Weihnacht und der Bitte um eine Gelegenheit, ihm zu Diensten sein zu können. - Alexander Sigismund von der Pfalz, der fünfte Sohn des Pfälzer Kurfürsten Philipp Wilhelm und seiner Frau Elisabeth Amalie von Hessen-Darmstadt, wurde im Jahr darauf als Nachfolger seines Patenonkels Johann Christoph von Freyberg Fürstbischof von Augsburg. "Als neuer Bischof entfaltete er vielfältige Aktivitäten und reformierte das Hof- und Finanzwesen, kümmerte sich um den Städte- und Straßenbau und intensivierte die Seelsorge durch regelmäßige Visitationen. Vor allem nach den Auswirkungen des Spanischen Erbfolgekriegs mit der Schlacht von Höchstädt 1704 konnte er das Hochstift relativ schnell wieder zu wirtschaftlichem Wohlstand bringen" (Wikipedia). - Teils stärker fleckig.‎

‎Alexandra, Prinzessin von Dänemark und Königin von Großbritannien und Irland (1844-1925).‎

‎Portraitphotographie. O. O. u. D.‎

‎89:56 mm auf etwas größerem Untersatzkarton. Beiliegend eine Photographie nach einem lithographischen Portrait Prinzessin Alexandras und ihres Gatten Albert Eduard Fürst von Wales, des späteren Königs Eduard VII. Ganzfigürliche Aufnahme im Sitzen. - Alexandra, die älteste Tochter von Prinz Christian, dem späteren König Christian IX. von Dänemark und seiner Frau Louise von Hessen-Kassel, wurde 1863 Gattin des späteren Königs Eduard VII. Als Königin war sie im Volk ihrer karitativen Bemühungen wegen äußerst beliebt.‎

‎Alfsohn, Adolph von, Militär (1704-1779).‎

‎Brief mit eigenh. U. Olmütz, 24. VI. 1763.‎

‎3 SS. auf Doppelblatt. Folio. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Wie Ich mich dem von dem Herrn General Feldt-Marschall Lieutenant von Rochepine, und Herrn Ingenieur Obristen von Dissel mir Communicirten Plan, welcher die Erbauung eines Zeüghaußes in der Vestung Ollmütz auf dem so genannten Julius-Berg zwischen denen PP. Dominicanern und Seminario vorstellet, nicht nur allein nichts auszusetzen, sondern die dießfällige Erbauung daselbsten um so mehr an fürträglichsten zu seyn findte, als allda ein Zeüghauß, besonders in Friedens Zeiten vor aller Attaque verwahret wäre; so beruhete es nur hierauf, womit auf die Werckstädte deren Artillerie Handtwercks-Leütten, und deren Wohnungen der Bedacht genohmen würde [...]". - Der aus Norwegen gebürtige Militär war Generalmajor und Ritter des Maria Theresia-Ordens; er verstarb zu Olmütz. - An den Rändern etwas lappig und angestaubt.‎

‎[Allgemeines Krankenhaus Wien]. -‎

‎Zirkular mit 10 eigenh. U. Wien, 20. XI. 1826.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. Folio. Mit zwei Beilagen (s. u.). Zirkular betreffend die Verteilung der aus der Zettinischen Stiftung stammenden Mittel an die "auf den gratis Zimmern liegenden armen Kranken". Unterzeichnet von u. a. von dem Ophthalmologen Anton Edler von Rosas (1791-1855), dem Wundarzt Anton Wawruch (1782-1842) und dem Chirurgen Joseph von Wattmann-Maelcomp-Beaulieu (1789-1866). - Die zwei beiliegenden Schriftstücke (zusammen 5 SS. auf 4 Bll.) betreffen ebenfalls die von dem Gutsbesitzer Joseph Zettin begründete Stiftung.‎

‎Almásy, Pál, Politiker und Freiheitskämpfer (1818-1882).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Ort unleserlich, August 1861.‎

‎¾ S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An einen nicht identifizierten Adressaten betr. der Bestellung einer "Histoire de France" in 20 Bänden. - Paul von Almásy war Präsident des Unterhauses im Debreciner Landtag (1849). "Durch Urtheil vom 6. Februar 1865 des als oberste Militär-Gerichtsbehörde eingesetzten obersten Militär-Justizsenates des Verbrechens des Hochverrathes schuldig erkannt und nebst Adelsverlust im Wege des Rechtes zum Tode durch den Strang, im Wege der Gnade zu zwanzigjährigem schweren Kerker verurtheilt" (Wurzbach XXII, 461). - Etwas angestaubt, sonst gut erhalten.‎

‎Amalie, Prinzessin von Schweden (1805-1853).‎

‎Quittung mit eigenh. U. Wien, 6. I. 1853.‎

‎½ S. Qu.-8vo. Bestätigung über den Erhalt von 2500 Thaler Preußischer Courant durch den Gesandten von Arnim. - Die jüngere Schwester von Prinz Gustav Wasa lebte, "nachdem jener den Titel eines Kronprinzen von Schweden abgelegt hatte, mit ihm und ihrer Schwester Cäcilie" sowie mit ihrer Hofdame Baronin Sophie Scharnhorst in Hacking bei Hütteldorf (W. von Wurzbach: Josef Kriehuber und die Wiener Gesellschaft seiner Zeit. Wien u. a., Krieg, 1957, Bd. 2; zit. n. DBA III 14, 125).‎

‎Ambrosy, Samuel, Prediger (1748-1806).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. und montiertem Schattenriß. Jena, 6. VI. 1783.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Schlußvers von Horaz’ Ode über die Eifersucht (“Felices ter & amplius, | quos irrupta tenet || copula nec malis | divulsus querimoniis | suprema citius || solvet amor die”; Oden I, 13) mit einer siebenzeiligen, gleichfalls lateinischen Widmung mit Namenszug und Datum. - Ambrosy war Prediger in Chemnitz, gründete daselbst eine Erziehungsanstalt und vefaßte mehrheitlich in Latein gehaltene Verse. - Auf der Rückseite des offensichtlich aus einem Stammbuch entnommenenen Blattes die eigenh. Widmung “Nichts von ohngefehr!” (dat. Erlangen 2. VI. 1783) mit U. von Johann Seraphim aus Herrmanstadt [!]. - Verso alte Montagespuren.‎

‎Ampringen, Johann Caspar von, Governor of Silesia and Grand Master of the Teutonic Knights (1619-1684).‎

‎Letter signed ("Jo. Caspar"). Bratislava, 9 Oct. 1678.‎

‎Oblong large folio (274 x 432 mm). 1 p. on bifolium. In Latin, to György Szelepcsényi (1595-1685), Archbishop of Esztergom-Budapest. - With some additional signatures and tiny holes in the foldings.‎

‎Andrée, Karl, Geograph und Schriftsteller (1808-1875).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Niederlößnitz bei Dresden, 6. VI. 1857.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Während der Ostermesse war ich nur kurz in Leipzig, sprach bei Ihnen vor, und vernahm daß Sie in Wien seien. Ihre Frau mochte ich unter Mittag nicht stören. Im Laufe des Sommers hoffe ich Sie zu sehen und zu hören daß Sie den Baron Ward aufs Haupt schlagen. Zweck dieser Zeilen ist, einmal mich in Ihre freundliche Erinnerung zurückzurufen, sodann meinen Sohn Richard, der in Leipzig studirt, bei Ihnen einzuführen. Ich empfehle ihn Ihrem freundlichen Wohlwollen. Hoffentlich werden Sie an ihm kein Mißfallen haben [...]". - Andree war Redakteur mehrerer Zeitungen - darunter die "Mainzer Zeitung", die "Oberdeutsche Zeitung", die "Kölnische Zeitung", die "Bremer Zeitung" und die "Deutsche Reichszeitung" -, ehe er 1851 das "Bremer Handelsblatt" gründete. Seit 1855 widmete er sich ausschließlich geographischen und ethnischen Studien und übersetzte auch zahlreiche länder- und völkerkundliche Werke ins Deutsche. Um einen größeren Leserkreis zu erreichen, gründete er den "Globus", den er und sein Sohn Richard redaktionell führten. "Zu seinem Andenken haben Heuglin 1871 in der Nähe von Spitzbergen und die österreichische Nordoplarexpedition von 1874 bei Franzjosefsland je eine Insel mit dem Namen Andreeinsel bezeichnet" (ADB XLVI, 15).‎

‎Anton Victor, Erzherzog von Österreich (1779-1835).‎

‎Brief mit eigenh. U. Wien, 7. I. 1825.‎

‎1 S. Folio. An die Hoch- und Deutschmeisterische Gefällsverwaltung zu Botzen: “Wir bestättigen den Empfang des Berichts vom 30. Dezember v. J. Die eingeschickten 50fl. sind an Unsere Hauptkasse abgegeben worden, um ihre Vermachung nach der angezeigten Bestimmung zu pflegen. Wegen der künftigen Miethe für das k. k. Landgericht Stain am Ritten haben Wir heute das in Abschrift anliegende Schreiben an den Herrn gouverneur Grafen v. Chotek erlassen. Von dem Erfolg werden Wir der Gefällsverwaltung seiner Zeit die weitere gnädigste Eröf[f]nung machen [...]”. - 1805 als letzter Hochmeister in der Hofkirche zu Mergentheim als Ordensmeister inthronisiert, gelang dem Sohn des späteren Kaisers Leopold II. gemeinsam mit Staatskanzler Metternich die Reorganisation des Deutschen Ordens (1834-40); obgleich Oberstinhaber des Hoch- und Deutschmeisterregiments, galt sein Interesse jedoch vornehmlich der Botanik, der Gartenbaukunst und naturwissenschaftlichen Fragen. Im Handel verbreitet sind die durch das Rückenmomongramm “AV” kenntlichen Bände seiner Bibliothek. - Ohne die erwähnte Beilage.‎

‎Antonia, Herzogin zu Sachsen-Coburg-Saalfeld-Koháry (geb. 1797).‎

‎4 eigenh. unterzeichnete Kassa-Ausgangszettel. Wien, 1855 bis 1862.‎

‎Zusammen 4 SS. Meist 8vo. Quittiert u. a. den Empfang von 25 Gulden "für eine Tapisserie Arbeit". - Antonia, mit vollem Namen Marie Antonie Gabriele von Koháry, Tochter des letzten Fürsten dieses Namens, war seit 1816 die Gattin von Ferdinand Georg August, Prinz zu Sachsen-Coburg-Saalfeld-Koháry (1785-1851). eines Feldmarschallleutnants in österreichischen Diensten.‎

‎Apponyi, Albert Gf., Politiker (1846-1933).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Pozsony Megye [d. i. Bratislava], 29. IX. 1906.‎

‎1½ SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Leider muß ich aber annehmen daß die Befürwortung eines ungarischen Politikers bei den gegenwärtigen Machthabern in Wien keine besondere Empfehlung wäre [...]". - Albert Gf. Apponyi, Sohn des Hofkanzlers Georg Gf. Apponyi, wurde 1901 Präsident des Abgeordnetenhaueses und war 1906-10 und 1917 Unterrichtsminister, 1920 war er Führer der ungarischen Friedensdelegation in Trianon. - Auf Briefpapier mit Trauerrand und gepr. Kopfzeile.‎

‎Apponyi, Alexander Gf., Diplomat, Politiker und Bibliophiler (1844-1925).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Paris, 28. XI. 1874.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Seit acht Tagen von Seiner kön. Hoheit dem Herzog von Nemours für Morgen zu Tische geladen, bedaure ich unendlich, der gnädigen Einladung Seiner Majestät nicht Folge leisten zu können [...]". - Geboren in Paris, war Gf. Apponyi Gesandtschaftssekretär, Mitglied des Magnatenhauses und kgl. ungarischer Oberstkämmerer. Apponyi, der als bedeutendster Bibliophile Ungarns gilt, sammelte auf seinem Schloß Lengyel die größte Hungaricabibliothek der Welt.‎

‎Argenson, Marc-Pierre Graf von, Politiker (1696-1764).‎

‎Brief mit eigenh. U. "Au camp de la Commanderie", 27. VII. 1747.‎

‎½ S. auf Doppelblatt. Folio. Marc-Pierre Comte d'Argenson übernahm 1720 von seinem Vater Marc-René das Amt des obersten Polizeichefs; 1742 wurde er Kriegsminister und reorganisierte die im Österreichischen Erbfolgekrieg (1740–48) kämpfende Armee; 1751 gründete er die Militärschule Saint-Cyr. Als ehemaliger Schulkamerad von Voltaire wurde dieser - der ja seit 1736 mit Kronprinz Friedrich von Preußen in brieflichem Kontakt stand - von ihm 1742/43 mehrfach in diplomatischer Mission nach Preußen geschickt, das im österreichischen Erbfolgekrieg zunächst mit Frankreich verbündet gewesen, 1742 aber ausgestiegen war. - Etwas angestaubt, sonst in gutem Zustand.‎

‎Arneth, Alfred von, Historiker und Politiker (1819-1897).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 24. I. 1872.‎

‎¾ S. Gr.-8vo. Wohl an den Diplomaten und Schriftsteller Josef von Doblhoff-Dier (1844-1929): "Ich bitte Sie uns nächsten Montag den 27. um vier Uhr das Vergnügen zu machen, mit einigen akademisch[en] Collegen in meiner Wohnung [...] zu Mittag zu speisen [...]". - Arneth war seit 1868 Leiter des Haus-, Hof- und Staatsarchivs, Mitarbeiter der "Monumenta Germaniae Historica", Mitglied verschiedener historischer Kommissionen, Mitinitiator des Volksbildungsvereins, seit 1861 liberaler Abgeordneter des niederösterreichischen Landtags und seit 1869 Mitglied des Herrenhauses. - Der ehemalige Diplomat und Weltreisende Doblhoff-Dier gründete 1876 den "Wissenschaftlichen Klub", widmete sich in Lausanne archäologischen Studien und war Mitglied der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde an. Seit 1899 wieder in Wien, wurde er Bibliothekar der Geographischen Gesellschaft. - Mit Korrespondenzstempel der Sammlung Doblhoff und einigen Vermerken von alter Hand.‎

‎Artois, Henri d', comte de Chambord (1820-1883).‎

‎ALS ("Henri"). London, 6 Dec. 1843.‎

‎Large 8vo. 1½ pp. on bifolium. Thanking Madame Roch (?) for her letter and for having sent her son-in-law. - Spotty and with minor traces of folding. Small label and ms. number "70" on reverse of fol. 2.‎

‎Aspre, Constantin Frh. von, Militär (1789-1850).‎

‎Briefausschnitt mit eigenh. U. Neapel, 6. VII. 1816.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit gut erhaltenem Siegel. Aspre trat in das Regiment des Fürsten Carlos Auersperg ein, wurde 1809 Oberleutnant im General-Quartiermeisterstab und nahm an allen Kriegshandlungen Österreichs teil. 1840 wurde er Feldmarschalleutnant und Divisionär in Italien, 1846 Kommandant des 2. Armeekorps im Venetianischen. Nach den Kämpfen um Modena, Parma und Livorno blieb er als Repräsentant der obersten Zivil- und Militärgewalt bis zum Frieden in Florenz. Als Kommandant des 6. Armeekorps ging er nach Padua, wo er nach wenigen Monaten verstarb. - Beiliegend eine nach 1850 verfaßte Niederschrift des biographischen Artikels über Aspre aus Pierers "Konversations-Lexikon".‎

‎Auersperg, Adolf Fst. von, Staatsmann (1821-1885).‎

‎Briefausschnitt mit eigenh. Namenszug. O. O. u. D.‎

‎1 S. Qu.-12mo. 1869 zum lebenslangen Mitglied des Herrenhauses ernannt, wurde Auersperg im Jahr darauf vom Kaiser als Landespräsident nach Salzburg entsandt und 1871 zum österreichischen Ministerpräsidenten erklärt, der er bis 1879 blieb. Auersperg reformierte das Wahlgesetz im liberalen Sinn der damaligen Monarchie; 1873 konstituierte sich der erste direkt gewählte Reichsrat. An den innen- und außenpolitischen Schwierigkeiten scheiternd, die durch die Okkupation Bosniens und der Herzegowina entstanden waren, wurde Auersperg 1879 Präsident des Obersten Rechnungshofs.‎

‎Auersperg, Gottfried Gf. von, Militär (1818-1893).‎

‎Brief mit eigenh. U. Wien, 19. IV. 1848.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. Folio. An den “löblichen kk General Quartiermeisterstab”: “Nachdem der zur Folge hierortigen Auftrages von 5. April d. Js. No. 317 von dem Infanterie Regiment Baron Strabovsky No 14 zur Privat Dienstleistung für den Major Karl von Roesgen des Korps an den löblichen General Quartiermeisterstab abgegebenen Gemeinen Georg Sauer seiner physischen Gebrechen wegen zur Privatdienstleistung nicht geeignet ist, derselbe aber bei dem Umstande da er am linken Auge erblindet, und das rechte Auge sehr geschwächt sein soll, auch zu Feldkriegsdiensten nicht mehr geeignet sein dürfte, so ist dieser Gemeine zu dem 3. Bataillons [!] von Baron Strabovsky Infanterie, welches unter Einem hievon verständiget wird zurück zu transferiren [...]”. - Gf. Auersperg trat 1833 in die kaiserl.-königl. Armee ein und nahm 1848/49 an den Kämpfen bei Venedig sowie an den Kriegen 1864 und 1866 teil. Danach in den Generalstab versetzt, avancierte er zum Generalmajor und übernahm 1869 das Kommando der Truppen in Süddalmatien. Später wurde er Kommandant der Armee-Schützenschule in Bruck. Als Feldzeugmeister trat er 1879 in den Ruhestand. - Auf Briefpapier mit gepr. kalligr. Briefkopf des K. K. Niederösterreichischen Generalkommandos; Bl. 2 verso mit zeitgenössischen Registraturvermerken.‎

‎Auersperg, Theresia Fürstin, Hofdame (1735-1800).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 22. VIII. 1793.‎

‎2 SS. 8vo. An Hrn. von Kölbl in Fragen der Zahlungsabwicklung nach dem Verkauf von “dises unser Haus samt grundstüken, garten, und zubauhäußl samt der Fechsung 2 Stük Kühe vor 4000fl [...]”. - Die Tochter von Heinrich Fürst Auersperg war kaiserliche Sternkreuzordens- und Palastdame und "die letzte Neigung des rom. deutschen Kaisers Franz I." (ÖBL 1851, zit. n. DBA I 39,194); 1758 ehelichte sie Graf Johann Joseph Kinsky.‎

‎August, Prinz von Preußen, Militär (1779-1843).‎

‎Brief mit eigenh. U. Berlin, 27. VI. 1835.‎

‎1 S. 4to. An Rittmeister Nolbeck vom 9ten Husarenregiment, "kommandirt bei der Lehr-Escadron": "Ich danke Ihnen ganz ergebenst für die gefällige Mittheilung der von Ihnen bearbeiteten Anweisung zum Packen pp. für die Kavallerie. Durch die Präcision der Darstellung und die sorgfältige Zusammenstellung einzelner Bestimmungen haben Sie sich ein Verdienst erworben, was gewiß ein jeder Kavallerist dankbar erkennen wird [...]". - August, jüngster Sohn des Prinzen Ferdinand von Preußen und Neffe Friedrichs II., befehligte im Alter von 24 Jahren ein Grenadierbataillon in Berlin, kämpfte 1806 bei Jena, wurde bei Prenzlau gefangengenommen, 13 Monate in Frankreich festgehalten und nach dem Tilisiter Frieden 1808 zum Generalmajor ernannt. Er nahm am Befreiungskrieg teil und bemühte sich, seit 1814 General der Infanterie, als Generalinspekteur der Artillerie um deren umfassende Reorganisation. - Mit Stempel des "Archiv Schöppl" am linken oberen Rand der Recto-Seite.‎

‎August, Prinz von Preußen, Militär (1779-1843).‎

‎Briefausschnitt mit eigenh. U. O. O. u. D.‎

‎1 S. 128:93 mm. August, jüngster Sohn des Prinzen Ferdinand von Preußen und Neffe Friedrichs II., befehligte im Alter von 24 Jahren ein Grenadierbataillon in Berlin, kämpfte 1806 bei Jena, wurde bei Prenzlau gefangengenommen, 13 Monate in Frankreich festgehalten und nach dem Tilisiter Frieden 1808 zum Generalmajor ernannt. Er nahm am Befreiungskrieg teil und bemühte sich, seit 1814 General der Infanterie, als Generalinspekteur der Artillerie um deren umfassende Reorganisation. - Mit Stempel des "Archiv Schöppl" am rechten oberen Rand der Recto-Seite.‎

‎August, Prinz von Preußen, Militär (1779-1843).‎

‎Briefausschnitt mit eigenh. U. O. O. u. D.‎

‎53:98 mm. August, jüngster Sohn des Prinzen Ferdinand von Preußen und Neffe Friedrichs II., befehligte im Alter von 24 Jahren ein Grenadierbataillon in Berlin, kämpfte 1806 bei Jena, wurde bei Prenzlau gefangengenommen, 13 Monate in Frankreich festgehalten und nach dem Tilisiter Frieden 1808 zum Generalmajor ernannt. Er nahm am Befreiungskrieg teil und bemühte sich, seit 1814 General der Infanterie, als Generalinspekteur der Artillerie um deren umfassende Reorganisation. - Mit Stempel des "Archiv Schöppl" am oberen und kleinen Montagestreifen am linken Blattrand.‎

‎August, Prinz von Preußen, Militär (1779-1843).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. Qu.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ich komme den 24. d. M. nach [...] Glogau u. erwarte daselbst von Ihnen einen genauen Bericht über den Fortgang der Arbeit, mit Angabe dessen, was noch zu thun übrig ist [...]". - August, jüngster Sohn des Prinzen Ferdinand von Preußen und Neffe Friedrichs II., befehligte im Alter von 24 Jahren ein Grenadierbataillon in Berlin, kämpfte 1806 bei Jena, wurde bei Prenzlau gefangengenommen, 13 Monate in Frankreich festgehalten und nach dem Tilisiter Frieden 1808 zum Generalmajor ernannt. Er nahm am Befreiungskrieg teil und bemühte sich, seit 1814 General der Infanterie, als Generalinspekteur der Artillerie um deren umfassende Reorganisation. - Mit Stempel des “Archiv Schöppl” auf der Recto-Seite.‎

‎August Wilhelm, Herzog von Braunschweig und Lüneburg (1715-1781).‎

‎Brief (Fragment) mit eigenh. U. "im Lager bey Liegnitz", 21. IX. 1757.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 4to. "P. S. Denen Regimentern, so theils Recruten, theils Remonte-Pferde in Breslau und Glogau haben, ist solches bekan[n]t gemacht worden, und werde ich noch ferner mit denen Commandeurs sprechen, wann und auf welche Weise Sie solche an sich ziehen sollen [...]". - Herzog August Wilhelm diente als preußischer Offizier, nahm an den Schlesischen Feldzügen teil und wurde 1743 Generalmajor, 1746 Kommandant und im folgenden Jahr Gouverneur von Stettin. Seit 1750 Generalleutnant, hatte er an den Schlachten von 1756 und 1757 bei Lobositz, Prag, Kolin und Breslau entscheidenden Anteil. "Nach dem Rückzug aus Böhmen und dem Versagen des Prinzen von Preußen August Wilhelm erhielt er den Oberbefehl über das schlesische Heer. Er vermochte Breslau, Sachsen und Schlesien nicht gegen das überlegene österreichische Heer zu verteidigen, geriet in österreichische Gefangenschaft und wurde 1758 ausgetauscht. Nach dem Waffenstillstandsabkommen mit den Russen führte er als General der Infanterie 1762 seine Truppen nach Schlesien und siegte bei Reichenbach. Nach dem Krieg wurde er Gouverneur von Stettin" (DBE).‎

‎August Wilhelm, Duke of Brunswick-Bevern and Prussian soldier (1715-1781).‎

‎LS. [Festung Schweidnitz], 6 Oct. 1757.‎

‎4to. 1 p. Letter from the Seven Years War, concerning supplies for the troops under August Wilhelm, written three weeks before the start of the siege of Schweidnitz by the Austrians.‎

‎[Aurolzmünster - Innviertel].‎

‎Sammlung von zwei Militär-Entlassungs-Tabellen und einem Zahlungsbogen für die Urbarial- und Zehentsteuer. Aurolzmünster, 1822-1823.‎

‎2 Faltbögen und ein vorgedr. Formular (Halbbogen). Folio. Entlassungstabellen für Mathias Wimmer aus Eitzing (7. VII. 1823) und Franz Pointner aus Albertstedt (12. VIII. 1823), beide vom kaiserlichen Infanterieregiment Nr. 14, ausgestellt vom Gräfl. Taufkirchenschen Patrimonialgericht Aurolzmünster. Beiliegend Zahlungs-Bogen für das Militärjahr 1822 über die Abführung der Urbarial- und Zehentsteuer (Sept.-Nov. 1822) durch die Pfarrkirche und Stiftsadministration Aurolzmünster.‎

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