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‎Fink, Hans, Komponist und Organist (1859-1905).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. Heiligenkreuz, 15. VIII. 1900.‎

‎1 S. Qu.-8vo. An den Hoforganisten Georg Valker: "Sehr erfreut von Ihrem freundlichen Anerbieten teile mit daß unser Kirmeß heuer am Sonntag den 26. August fällt. Hochamt um ¾10 Uhr Vorm. Sollten Sie vorziehen schon am Samstag herein zu kommen so bitte um zwei Zeilen [...]". - Hans Fink studierte Komposition bei Anton Klatowsky und am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien bei Franz Krenn und R. Fuchs. Von 1888 bis 1903 wirkte er als Organist im Zisterzienserstift Heiligenkreuz und am dortigen Konvikt als Klavier- und Orgellehrer, mußte dann aber wegen zunehmenden geistigen Verfalls in die Nervenheilanstalt Gugging/NÖ eingewiesen werden. Zu seinem Werk zählt eine Messe, ein Requiem, kleinere Kirchenkompositionen, einige Orchesterwerke (u. a. Symphonien), eine Bläserserenade, Kammer- und Klaviermusik sowie Männerchöre.‎

‎Fischer, Edwin, Musiker und Dirigent (1886-1960).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. Hamburg, 1922.‎

‎1 S. 8vo. "Brahmsfest Hamburg 1922". Die Bildseite zeigt ein Brustbild Fischers im 3/4-Profil. - Fischer erlangte besonders als Interpret von Werken Bachs, Mozarts, Beethovens und Brahms' Weltruhm. 1926 wurde er Leiter des Lübecker Musikvereins, 1928 musikalischer Leiter des Münchner Bachvereins und gründete 1931 ein eigenes Kammerorchester an der Berliner Musikhochschule, wo er bis zu seiner Rückkehr in die Schweiz 1942 wirkte. Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs war Fischer Direktor des Luzerner Konservatoriums und leitete bis 1958 eine Meisterklasse für Klavier (DBE).‎

‎Fischer, Edwin, Musiker und Dirigent (1886-1960).‎

‎Eigenh. Zitat mit U. O. O. u. D.‎

‎75 x 160 mm. "Zur freundl. Erinnerung" auf einem Blattausschnitt. - Fischer erlangte besonders als Interpret von Werken Bachs, Mozarts, Beethovens und Brahms' Weltruhm. 1926 wurde er Leiter des Lübecker Musikvereins, 1928 musikalischer Leiter des Münchner Bachvereins und gründete 1931 ein eigenes Kammerorchester an der Berliner Musikhochschule, wo er bis zu seiner Rückkehr in die Schweiz 1942 wirkte. Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs war Fischer Direktor des Luzerner Konservatoriums und leitete bis 1958 eine Meisterklasse für Klavier (DBE).‎

‎Fischhof, Josef, Musiker (1804-1857).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 23. X. 1851.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. "Schon längst wäre es meine angenehmste Pflicht gewesen, Ihnen auf das herzlichste für die werthvolle, höchst interessante Zusendung Ihrer Dichtungen zu danken, hätte ich nicht durch die mühvolle Arbeit meines Berichtes über die Londoner Ausstellung und durch ein Ereigniß, das sich Ihnen auf der 3ten Seite lithographiert darstellt eine so entschuldigbare Abhaltung gehabt […]". - Auf Briefpapier mit der gedr. Notiz "Professor J. Fischhof und Ernestine Spitzer als Verlobte". - Der Schüler von Anton Halm und Ignaz von Seyfried wurde 1833 Professor am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde, wo er bis 1856 als Klavierpädagoge wirkte. Fischhof gilt als Meister der klassischen Wiener Klavierschule und als einer der bedeutendsten Pianisten seiner Zeit; er trat besonders als Interpret Bachs, Beethovens, Mendelssohn Bartholdys und Chopins hervor.‎

‎Fischhof, Robert, Komponist (1856-1918).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.‎

‎3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An (wie von alter Hand vermerkt) Ludwig Bösendorfer: "Diese Zeilen sollen Ihnen nur sagen, daß am Donnerstag das Zöglingsconzert im Conservatorium stattfindet. Sie haben so viel theilnehmendes & neugieriges Interesse für meinen hochbegabten Schüler Bruno Eisner zu Tage gefördert, daß ich es wage, Sie auf dieses Conzert aufmerksam zu machen [...]". - Robert Fischhof erfuhr seine musikalische Ausbildung u. a. durch Anton Bruckner und Franz Liszt. Seit frühester Jugend konzertierte er an den Höfen Preußens, Österreichs, Dänemarks und Schwedens; von 1884 bis zu seinem Tod war er Professor der Ausbildungsklasse am Konservatorium in Wien. Zu seinen Kompositionen zählen Kammermusikwerke, Violinsonaten, Klavierkonzerte und die 1906 in Graz uraufgeführte Oper "Der Bergkönig".‎

‎Fischhof, Robert, Komponist (1856-1918).‎

‎Eigenh. Visitenkarte. Wohl Wien, o. D.‎

‎1 S. Visitkartenformat. An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit Dank "für die liebe u. unverdiente Einladung, welcher er leider nicht ensprechen kann, da er für diesen Abend bereits versagt ist". - Robert Fischhof erfuhr seine musikalische Ausbildung u. a. durch Anton Bruckner und Franz Liszt. Seit frühester Jugend konzertierte er an den Höfen Preußens, Österreichs, Dänemarks und Schwedens; von 1884 bis zu seinem Tod war er Professor der Ausbildungsklasse am Konservatorium in Wien. Zu seinen Kompositionen zählen Kammermusikwerke, Violinsonaten, Klavierkonzerte und die 1906 in Graz uraufgeführte Oper "Der Bergkönig".‎

‎Fisher, John Abraham, violinist (1744-1806).‎

‎Autograph musical quotation signed. N. p. o. d.‎

‎Oblong 8vo. 1 pp. on 2 ff. 21 lines in three two-line systems, inscribed to an unnamed addressee.‎

‎Flesch, Carl, Violinvirtuose (1873-1944).‎

‎Ms. Brief mit eigenh. U. Berlin, 11. VIII. 1924.‎

‎½ S. Gr.-4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Antwortlich Ihrer werten Anfrage vom 6. August, bedaure ich, Ihnen mitteilen zu müssen, dass ich in diesem Jahre weder für Österreich noch für Ungarn disponibel bin, da ich Mitte Dezember für den Rest der Saison nach Amerika gehe, und bis dahin vollständig besetzt bin [...]". - Schon mit fünf Jahren der Violine mächtig, wurde Carl Flesch später am Wiener sowie am Pariser Konservatorium ausgebildet und gab 1895 in Wien sein Debüt als Sologeiger; von 1897 bis 1902 war Flesch Professor am Konservatorium in Bukarest und erster Geiger des Streichquartetts der Königin von Rumänien; danach wirkte er in Amsterdam, Berlin, Baden-Baden und Philadelphia als Solist, Kammermusiker und Lehrer. "1933 trat Flesch als Solist unter Wilhelm Furtwängler zum letzten Mal in Deutschland auf. Er emigrierte zunächst nach London, 1939 in die Niederlande, während des Zweiten Weltkriegs über Ungarn in die Schweiz. 1943/44 gab er Meisterkurse am neugegründeten Konservatorium in Luzern. Flesch schrieb u. a. 'Die Kunst des Violinspiels' (2 Bde., 1923-28) und gab 'Meisterwerke der Violinliteratur' heraus. 1960 erschienen postum seine 'Erinnerungen eines Geigers'" (DBE).‎

‎[Flotow, Friedrich Frh. von, Komponist (1812-1883)]. - Friedrich von Flotow (1857-1918), Flotows jüngerer Sohn.‎

‎Eigenh. Brief mit U. Frankfurt a. M., 13. III. 1899.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Professor: "Prinzessin Alexander Friedrich läßt ihnen bestens danken für Ihre freundliche Bemühung in der Angelegenheit "Tonfolienschreiber". Da dieses Gerät doch noch teurer kommt als angenommen war wird eine Anschaffung nicht in Frage kommen [...]". - Auf Briefpapier mit gepr. Adresse und Vignette.‎

‎Förster, Alban, Komponist und Dirigent (1849-1916).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Neustrelitz, 17. III. 1874.‎

‎2¾ SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An den Komponisten und Musikverleger Johann Peter Gotthard (Ps. von Bohumil Pazdírek, 1839-1919) in Wien, dem er "einige Claviersachen u. Lieder zur Auswahl für Ihren Verlag" anbietet: "Sie erhalten anbei 2 Fantasiestücke, Stimmungsbilder (4 Clavierstücke), Walzer f. Piano sowie 10 Lieder [...] Schließlich erlaube ich mir noch Sie auf meine neusten Sachen aufmerksam zu machen, welche erschienen sind bei: Breitkopf u. Härtel, Fr. Kistner, C. Luckhardt etc. [...]". - Alban Förster erhielt während seiner Schulzeit Unterricht in Violine, Musiktheorie und Komposition, besuchte von 1866 bis 1869 das Dresdner Konservatorium und war als Konzertmeister in Karlsbad sowie Stettin tätig. "1871-81 erster Violinist der Hofkapelle Neustrelitz, wechselte er 1881 als Lehrer für Chorgesang und Harmonielehre an das Dresdner Konservatorium und war seit 1882 Hofkapellmeister in Neustrelitz. 1903 wurde Förster zum Professor ernannt. Er komponierte Klavier- und Violinstücke, eine Symphonie in C-Dur, Lieder sowie mehrere Opern, darunter 'Die Mädchen von Schilda' (1887)" (DBE).‎

‎Foll, Ferdinand, Sänger und Pianist (1867-1929).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 4. III. 1900.‎

‎1 S. 8vo. Mit eh. Adresse (Kartenbrief). An den Komponisten und Bruckner-Schüler Camillo Horn (1860-1941): "Ich theile Ihnen mit, dass Frl. Kerndl am letzten Donnerstag im Wagnervereine Ihre Concertetude unter grossem Beifalle zum Vortrage brachte. Frl. Kusmitsch wollte im nächsten internen Abende (8. d. M.) einige Lieder Ihrer Composition singen, allein es war mir nicht möglich, dieselben diesmal in das Programm aufnehmen zu können [...]". - Ferdinand Foll hatte bei Anton Bruckner am Wr. Konservatorium studiert, wirkte von 1897 bis 1929 als Solokorrepetitor an der Wr. Oper und "trat als feinsinniger Begleiter der berühmtesten Gesangskünstler des In- und Auslandes vor die Öffentlichkeit. Foll, ein Freund des Komponisten Hugo Wolf, galt lange Zeit als authentischer Interpret von dessen Werk" (ÖBL I, 334f.).‎

‎Foll, Ferdinand, Sänger und Pianist (1867-1929).‎

‎Eigenh. Visitenkarte. O. O. u. D.‎

‎1 S. Visitkartenformat. An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit der Bitte "die Versicherung seiner innigsten Theilnahme entgegen zu nehmen". - Ferdinand Foll hatte bei Anton Bruckner am Wr. Konservatorium studiert, wirkte von 1897 bis 1929 als Solokorrepetitor an der Wr. Oper und "trat als feinsinniger Begleiter der berühmtesten Gesangskünstler des In- und Auslandes vor die Öffentlichkeit. Foll, ein Freund des Komponisten Hugo Wolf, galt lange Zeit als authentischer Interpret von dessen Werk" (ÖBL I, 334f.).‎

‎Fortner, Wolfgang, deutscher Komponist (1907-1987).‎

‎Portraitpostkarte mit eigenh. Namenszug. O. O., 1979.‎

‎1 S. Qu.-8vo.‎

‎Frank, Marco, Komponist und Musikpädagoge (1881-1961).‎

‎Eigenh. musikalisches Albumblatt mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. Kl.-8vo. Mit alt montiertem Portrait (Zeitungsausschnitt) und alt auf Trägerpapier montiert. Zwei Takte für Klavier aus dem "Hauptthema a. d. Oper 'Das Bildnis der Madonna'". - Marco Frank war Schüler von Eusebio Dzworzak und Enrico Bossi in Neapel. "Eine Teilaufführung seiner Erstlingsoper ‚Die drei Musketiere' erregte die Aufmerksamkeit Jules Massenets, der ihn in Paris in Instrumentation und dramatischer Komposition unterrichtete; eine persönliche Begegnung mit Claude Debussy vermittelte Frank weitere Impulse. 1900 gründete er ein Streichquartett, mit dem er Tourneen durch Italien, Frankreich, Spanien und den Vorderen Orient unternahm" (DBE). Nach Engagements als Konzertmeister an verschiedenen italienischen Theatern wirkte er von 1904 bis 1934 als Bratschist des Volksopernorchesters in Wien. "Den Höhepunkt seines kompositorischen Schaffens, in dessen Mittelpunkt die Oper stand, erreichte Frank mit ‚Die fremde Frau', die nach der Wiener Uraufführung 1937 sogleich von den Opernhäusern in Graz, Triest, Warschau und Riga übernommen wurde" (ebd).‎

‎Frankl-Joël, Gabriele Marie, Pianistin (1853-1894).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 8. II. 1887.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An ihren Onkel: "Eben belehrt mich das Conversationslexicon, daß ich Dich um eine Woche jünger gemacht habe: Ich wollte Dir nämlich erst am 10. Februar meine Glückwünsche bringen; nun eile ich, um doch noch in der 'Octave' zu kommen, und hoffe nur, daß die dort heute mehr Beachtung finden wird, als im Festtagstrouble ihr zu Theil geworden wäre [...]". - Die Tochter einer Sopranistin konzertierte häufig mit Josef Hellmesberger und gelegentlich mit dem Florentiner Quartett und zog sich nach ihrer Hochzeit mit dem Corvetten-Kapitän Frankl weitgehend von der Bühne zurück. - Bl. 2 stark fleckig.‎

‎Franz, Robert, German composer (1815-1892).‎

‎Autograph musical quotation signed ("Rob. Franz"). Halle, 28 May 1880.‎

‎Oblong 4to. 1 page. In pencil. Three bars for voice and piano from his lied "Norwegische Frühlingsnacht", with underlined text: "Lenznacht, so still und so kühl, | schmiegst dich an Thäler so schwül!"‎

‎Franz, Robert, Dirigent und Komponist (1815-1892).‎

‎Eigenh. musikalisches Albumblatt mit U. ("Rob. Franz"). Halle, 8. III. 1881.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Zwei Takte aus seinem Lied "Umsonst", op. 10 Nr. 6 mit unterlegtem Text "Des Waldes Sänger singen". - Robert Franz war seit 1842 Dirigent der Halleschen Singakademie gewesen, die unter seiner Leitung eine bedeutende Stellung im kulturellen Leben der Stadt einnehmen sollte; 1867 mußte er jedoch sein Amt wegen Schwerhörigkeit aufgeben. "Durch eine Ehrengabe in Höhe von 30 000 Talern, welche der Sänger Frhr. Senfft v. Pilsach, einer der treuesten Freunde des Meisters, 1873 aus privaten Mitteln zusammenbrachte, wurde er aller Not enthoben. Während der vergangenen Jahrzehnte mehr und mehr als Liederkomp. hervorgetreten, beendete Franz sein Schaffen 1884 mit seinem Liederheft op. 52 und schloß die Reihe seiner Kompositionen 1886 mit einem 4stimmigen Trinkspruch für Männerchor" (MGG IV, 816f.). - Alt auf Trägerpapier montiert.‎

‎Friedländer, Max, Musikhistoriker (1852-1934).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Berlin, 1. VII. 1903.‎

‎7½ SS. 8vo. Wohl an den Musikwissenschaftler Richard Batka in Wien: "Mit aufrichtiger Sympathie verfolge ich seit längerer Zeit Ihr Wirken. Wer wie ich öfters über Bach und Schumann Vorlesungen zu halten hat, wird die Hörer mit Freuden auf Ihre kleinen Biographien hinweisen, dass sie vortrefflich sind, wird Ihnen durch alle unsere Fachleute bezeugt worden sein. Besondere Dankbarkeit schulden Ihnen die Freunde der deutschen Volks und Hausmusik für Ihre Thätigkeit im Kunstwart, die ich persönlich verfolge. Gerne hätte ich Ihnen meine Antheilnahme dadurch praktisch bethätigt, daß ich versucht hätte, Ihnen eine Reihe völlig vergessener schöner Compositionen aus früherer Zeit zur Veröffentlichung zu senden, dass Sie für solche Dinge Interesse haben, hoffe ich annehmen zu können. Aber ich gestehe Ihnen offen, dass ich oft stutzig wurde durch die eigenthümliche Art, in der Sie manche meiner Publikationen angezeigt und benützt haben […]". - 1880 debütierte Friedländer als Sänger in den Londoner Monday Popular Concerts. Nach einem Aufenthalt in Frankfurt/M. 1881-83 übersiedelte er nach Berlin und wandte sich als Schüler Philipp Spittas musikwissenschaftlichen Studien zu. Ohne Abitur wurde Friedländer 1887 in Rostock zum Dr. phil. promoviert. Er befasste sich mit der Revidierung des Kommersbuches und spezialisierte sich zunehmend auf die Erforschung des deutschen Volks- und Kunstliedes. 1884 habilitierte sich Friedländer in Berlin für Musikwissenschaft, 1908 zum Geheimrat ernannt und war seit 1918 ordentlicher Honorarprofessor und akademischer Musikdirektor (DBE).‎

‎Friedrichs, Fritz, Sänger (1849-1918).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Bayreuth, August 1896.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. Kl.-8vo. "Zur freundlichen Erinnerung an die Festspiele 1896 u. an den finstren Alten | Fritz Friedrichs". - Der aus Braunschweig gebürtige Sänger war als Chorist und Darsteller kleinerer Schauspielrollen auf mehreren Bühnen in Deutschland und der Schweiz tätig und wurde 1883 ans Stadttheater von Nürnberg engagiert und begann dort im Jahr darauf seine Karriere als Opernsänger, ohne jemals eine Gesangsausbildung erhalten zu haben. "1886-90 sang Friedrichs als Bariton in Bremen und hatte 1888 bei den Bayreuther Festspielen mit der Partie des Beckmesser in den 'Meistersingern' Erfolg. Wegen eines Nervenleidens konnte er 1890-93 nur in wenigen Konzerten auftreten, wirkte seit 1896 erneut am Bremer Stadttheater und gab zahlreiche Gastspiele, u. a. 1899/1900 an der Metropolitan Opera in New York. Seine letzten sechzehn Lebensjahre verbrachte Friedrichs in geistiger Umnachtung" (DBE). - Auf der Innenseite eines gedr. Werbekartons zum Klavierauszug von Wagners "Rheingold".‎

‎Frischmann, Hans, Organist.‎

‎Eigenh. Brief mit U. Dresden, 16. XI. 1905.‎

‎1¾ SS. 8vo. An den Musikwissenschaftler Richard Batka: "Eben lese ich, dass Sie nächsten Sonntag in hiesigem Vereinshause mitwirken. Vielleicht ist mir möglich, mich Ihnen dort bekannt zu machen, der gleichfalls mitwirkende Organist Kötzschke war mein Schüler. Sollte ich nicht kommen können, so darf ich Sie vielleicht hierdurch bitten, bei der demnächstigen Revue im Kunstwart auch wieder Orgelwerke zu gedenken […]".‎

‎Fürst, Ingeborg, Sopranistin (fl. 1945).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 12. I. 1940.‎

‎2 SS. Qu.-8vo. An den Schauspieler Paul Pranger (1888-1961) und dessen Gattin: "Vielen herzlichen Dank für die schönen Blumen und lieben Wünsche anlässlich meiner Verlobung. Ich habe mich sehr gefreut. - Mutti muß sich allerdings etwas erholen, so anstrengend und aufregend waren gleich die ersten Tage im neuen Jahr […]".‎

‎Fürstenau, Anton Bernhard, flute virtuoso (1792-1852).‎

‎Autograph letter signed ("A. B. Fürstenau"). Hannover, 15 Nov. 1833.‎

‎8vo. 2 pp. on bifolium. To an unidentified recipient, about a concert in Hildesheim.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Books from Inlibris]

€ 1.250,00 Informazioni/Compera

‎Furtwängler, Wilhelm, German composer (1886-1954).‎

‎Autograph portrait postcard signed ("W. Furtwängler"). No place, 1912 [?].‎

‎8vo. Dedicated to an unnamed addressee "in memory of the Brahms Fest 27-30 V 1912 [?]". - In Pencil.‎

‎Gabrielsky, Johann Wilhelm, Flötist und Komponist (1791-1846).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("W. Gabrielsky"). Berlin, 24. XI. 1818.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An den Musikverlag Breitkopf & Härtel in Leipzig: "Ew. Wohlgeboren geehrtes Schreiben [...] habe ich richtig erhalten, und daraus ersehen, daß Sie meine übersandten Werke werden stechen lassen, wenn mir die Bedingungen genehm wären, welche Ew. Wohlgeboren mir gemacht. Es wäre sehr undelicat von mir, wenn ich irgend etwas dagegen einzuwenden hätte, indem es das erste mal ist, daß wir ein directes Geschäft machen, und Ihr Wunsch vielleicht ebenso als der meinige ist, daß es nicht das letztemal sein soll [...]". - Johann Wilhelm Gabrielsky lernte bei seinem Vater, einem Offizier der preußischen Armee, Flöte zu spielen, war dann Schüler von August Schroeck, dem Soloflötisten der Berliner Oper, und wurde anschließend Soloflötist am Stettiner Theater, 1816 dann Königlicher Kammermusiker am preußischen Hof.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Books from Inlibris]

€ 1.200,00 Informazioni/Compera

‎Gabrilowitsch, Ossip, Pianist, Dirigent und Komponist (1878-1936).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. Dorf Kreuth bei Tegernsee, 30. VI. 1913.‎

‎1 S. (Qu.-)8vo. Mit eh. Adresse. An Herrn und Frau Kommerzienrat Schwabacher: "Dies ist wo wir wohnen u. wo wir Sie sehr gerne bregrüssen würden [...]". - Ossip Gabrilowitsch studierte Klavier und Komposition am Sankt Petersburger Konservatorium bei Anton Rubinstein, Anatoli Ljadow, Alexander Glasunow und Nikolai Medtner und ging nach seinem Abschluß 1894 nach Wien, wo er weitere zwei Jahre bei Theodor Leschetizky studierte. Hernach als gefragter Konzertpianist weltweit tätig, wurde er 1905 von M. Welte & Söhne als einer der ersten Pianisten in deren Leipziger Aufnahmestudio eingeladen, wo er zehn Stücke für Welte-Mignon einspielte. Von 1910 bis 1914 war Gabrilowitsch Dirigent des Münchner Konzertvereins (den heutigen Münchner Philharmonikern) und ging anschließend in die USA, wo er 1918 Gründungsdirigent des Detroit Symphony Orchestra war und den Bau einer neuen Konzerthalle, die als Orchestra Hall (Detroit) verwirklicht wurde, anregte. - Die Bildseite mit einer Ansicht von Kreuth; mit einer Knickfalte.‎

‎Gabrilowitsch, Ossip, Pianist, Dirigent und Komponist (1878-1936).‎

‎Ms. Brief mit eigenh. U. Dorf Kreuth bei Tegernsee, 5. VII. 1913.‎

‎1 S. Gr.-4to. An Frau Kommerzienrat Schwabacher in Würzburg: "So gerne ich Ihnen definitiven Bescheid jetzt schon geben würde, geht es leider aus folgendem Grunde nicht. Es handelt sich, wie Sie wissen, hauptsächlich um das Münchener Concertvereinsorchester. Nun hat die Stadt München vor einigen Tagen die Subvention an das Orchester abgelehnt und es hiess infolgedessen, dass das Orchester sich auflösen würde. Jetzt heisst es aber wieder dass die Stadt sich eines Bessern besinnen werde. In diesem Falle würde das Orchester weiter bestehen. Diese Frage muss sich in den nächsten 8-10 Tagen definitiv entscheiden, so dass ich Ihnen spätestens 15. Juli definitive Nachricht geben kann [...]". - Ossip Gabrilowitsch studierte Klavier und Komposition am Sankt Petersburger Konservatorium bei Anton Rubinstein, Anatoli Ljadow, Alexander Glasunow und Nikolai Medtner und ging nach seinem Abschluß 1894 nach Wien, wo er weitere zwei Jahre bei Theodor Leschetizky studierte. Hernach als gefragter Konzertpianist weltweit tätig, wurde er 1905 von M. Welte & Söhne als einer der ersten Pianisten in deren Leipziger Aufnahmestudio eingeladen, wo er zehn Stücke für Welte-Mignon einspielte. Von 1910 bis 1914 war Gabrilowitsch Dirigent des Münchner Konzertvereins (den heutigen Münchner Philharmonikern) und ging anschließend in die USA, wo er 1918 Gründungsdirigent des Detroit Symphony Orchestra war und den Bau einer neuen Konzerthalle, die als Orchestra Hall (Detroit) verwirklicht wurde, anregte. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.‎

‎Gabrilowitsch, Ossip, Pianist, Dirigent und Komponist (1878-1936).‎

‎Ms. Brief mit eigenh. U. Dorf Kreuth bei Tegernsee, 15. VIII. 1913.‎

‎1 S. Gr.-4to. An Frau Kommerzienrat Schwabacher in Würzburg: "Ich erhalte soeben einen Brief von Frau Professor Schultze worin sie mir mitteilt dass sie Herrn Hofrat Kaim bereits abgeschrieben hat. Vielleicht lässt sich das geplante Orchester-Konzert in der künftigen Konzert-Saison (1914-15) verwirklichen [...]". - Ossip Gabrilowitsch studierte Klavier und Komposition am Sankt Petersburger Konservatorium bei Anton Rubinstein, Anatoli Ljadow, Alexander Glasunow und Nikolai Medtner und ging nach seinem Abschluß 1894 nach Wien, wo er weitere zwei Jahre bei Theodor Leschetizky studierte. Hernach als gefragter Konzertpianist weltweit tätig, wurde er 1905 von M. Welte & Söhne als einer der ersten Pianisten in deren Leipziger Aufnahmestudio eingeladen, wo er zehn Stücke für Welte-Mignon einspielte. Von 1910 bis 1914 war Gabrilowitsch Dirigent des Münchner Konzertvereins (den heutigen Münchner Philharmonikern) und ging anschließend in die USA, wo er 1918 Gründungsdirigent des Detroit Symphony Orchestra war und den Bau einer neuen Konzerthalle, die als Orchestra Hall (Detroit) verwirklicht wurde, anregte. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.‎

‎Gade, Niels Wilhelm, Danish composer (1817-1890).‎

‎Autograph musical quotation signed. Copenhagen, January 1880.‎

‎Oblong 8vo. 1 page. Five bars "Moderato" for piano from an unnamed work.‎

‎Gänsbacher, Josef, Gesanglehrer und Komponist (1829-1911).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("Dr. Gänsbacher"). Wien, 26. II. 1864.‎

‎1 S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Im Auftrage u. Namen des Comités der Singakademie nehme ich mir die Freiheit Sie einzuladen unseren Verein mit Ihren ausgezeichneten Gesangskräften, sei es als Mitglied, oder als Gast unterstützen, und bei der demnächst bevorstehenden Aufführung von J. S. Bach's Weihnachtsoratorium, das in den Chören besondere Schwierigkeiten darbiethet, mitwirken zu wollen [...]". - Josef Gänsbacher gab neben seiner Tätigkeit als Rechtskonzipient Klavier- und Gesangunterricht; eine seiner Gesangschülerinnen war Marie Wilt. Im Vorstand der Wiener Singakademie galt er als eines der einflußreichsten Mitglieder, setzte 1863 die Wahl seines Freundes Johannes Brahms zum Dirigenten des Vereins durch und widmete sich seit 1868 ausschließlich dem Gesangunterricht. Von 1871 bis 1911 war er Fachexaminator der Staatsprüfungskommission für das Musiklehramt, von 1875 bis 1904 Professor für Gesang am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien. Zudem war Gänsbacher Mitbegründer und führendes Mitglied der Tonkünstlervereinigung. Sein kompositorisches Schaffen besteht vorwiegend aus Liedern.‎

‎Gänsbacher, Josef, Gesanglehrer und Komponist (1829-1911).‎

‎Eigenh. Briefkärtchen mit U. ("Dr. Gänsbacher"). O. O., 11. III. o. D.‎

‎1 S. Visitkartenformat. Bestätigt "von Fräulein E. u. S. Schaup für Prof. Epstein durch Frl. Marie Baumayer 25 f erhalten zu haben". - Josef Gänsbacher gab neben seiner Tätigkeit als Rechtskonzipient Klavier- und Gesangunterricht; eine seiner Gesangschülerinnen war Marie Wilt. Im Vorstand der Wiener Singakademie galt er als eines der einflußreichsten Mitglieder, setzte 1863 die Wahl seines Freundes Johannes Brahms zum Dirigenten des Vereins durch und widmete sich seit 1868 ausschließlich dem Gesangunterricht. Von 1871 bis 1911 war er Fachexaminator der Staatsprüfungskommission für das Musiklehramt, von 1875 bis 1904 Professor für Gesang am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien. Zudem war Gänsbacher Mitbegründer und führendes Mitglied der Tonkünstlervereinigung. Sein kompositorisches Schaffen besteht vorwiegend aus Liedern. - Im linken Rand gelocht.‎

‎Gaigg von Bergheim, Fritz, Musikkritiker (1848-1918).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. Wien, 5. VI. 1902.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. Eine Grußpostkarte aus "Musikreferentenkreisen" an Frau Dr. Grasser mit eh. U. von fünf Musikschriftstellern, namentlich Kamillo Horn, M. Treulich, Max Vancsa, Albert Roncourt und Gaigg von Bergheim selbst.‎

‎Gál, Hans, österreichisch-britischer Komponist (1890-1987).‎

‎Eigenh. Bildpostkarte mit U. Edinburgh, 28. III. 1958.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Dankt Josef Wesely für "freundliche Glückwünsche". Der 1938 aus Österreich geflüchtete Gál, Schüler von Eusebius Mandyczewski, lehrte ab 1945 an der Universität Edinburgh Musiktheorie, Kontrapunkt und Komposition. Der Leiter des Edinburgh Chamber Orchestra wurde 1964 mit dem OBE geehrt. "Hans Gal gehört mit seiner Vorliebe für kammermusikalische Verfeinerung, serenadenhafte Kleinformen und intime Hausmusik zu den liebenswertesten Nachfahren der Wiener Brahms-Tradition" (MGG IV, 1261). - Die Bildseite zeigt St. Giles' Cathedral. Von Sammlerhand am Rand beschriftet: "Hans Goll" [!].‎

‎Galston, Gottfried, Pianist und Musikwissenschaftler (1879-1950).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Berlin, 26. I. 1905.‎

‎¾ S. Kl.-4to. An einen Herrn Schnabel: "Ich schreibe schon jetzt, um Sie recht sehr zu bitten, mir einen sehr 'schweren' Übungsflügel zu sichern. Ich spiele in Ihrem Saale am 7. Febr. und werde wohl ein paar Tage früher in Wien eintreffen, um mich wieder auf Ihren schönen Instrumenten einzuspielen [...]". - Nach einer Ausbildung bei Theodor Leschetizky in Wien und bei Salomon Jadassohn in Leipzig unternahm der Pianist zahlreiche Konzertreisen, die ihn u.a. nach Australien und in die USA führten. Vorübergehend am Sternschen Konservatorium in Berlin lehrend, lebte er von 1910 bis 1921 in Planegg bei München, anschließend bis 1927 in Berlin und ging danach als Klavierlehrer an die Washington University in St. Louis (USA). - Auf Briefpapier mit gepr. Monogramm.‎

‎Ganz, Wilhelm, Komponist und Musikschriftsteller (1833-1914).‎

‎Eigenh. Brief mit U. London, 20. X. 1877.‎

‎8 SS. auf 2 gefalt. Doppelblättern. 8vo. Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf "126 Harley Street W". An Frau Kohn-Holländer: "Ich erinnere mich sehr gut Ihre werthe Bekanntschaft sowie die Ihres Herrn Gemahls in München gemacht zu haben - sowie unsere gemeinschaftliche (nur zu kurz) Reise nach Salzburg [...] Sir Julius Benedict erzählt mir schon vor einiger Zeit daß er Frau Menter-Popper für Liverpool engagiert habe - u. ist mir der künstlerische Ruf der beiden Ehegatten schon längst bekannt. - Ich kann Ihnen leider im Voraus keine Engagements für Conzerte und Soiréen versprechen [...]."‎

‎García, M[anuel], Opernsänger (1805-1906)?‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("M. Garcia"). Baden, 9. XI. 1854.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. In französischer Sprache an Sophie Gräfin Schlik (1831-61), Gattin von Heinrich Franz Graf Schlik zu Bassano und Weißkirchen in Prag: "Suis trop indiscrète de prendre la respectueuse liberté des vous addresser la présente missive? Si cela était, veuillez, je vous prie Madame La Comtesse, n'eu accuser qu'à la confiance de votre bienveillance inspire a un faible artiste! J'ai l'intention, Madame, de venir a Prague pour y donner un ou plusieurs concerts, et connaissant votre devouement aux arts, et aux artistes qui se présentent a votre Excellence, j'ai voulu m'adresser a votre bienveillante protection [...] Je suis un peu connu de MM. Kittl et Dreyschok [...] Je parte, avec ma famille, Samedi prochaine pour aller faire un petit voyage jusqu'à Triest, et je pense aussi visiter Laibach, Gratz, et Agram [...]". - Laut beiliegender, um die Jahrhundertwende angefertigter Sammlernotiz stammt der Brief vom Bariton Manuel Patricio García, dem Erfinder der Laryngoskopie und einzigen Sohn des Tenors Manuel del Pópulo Vicente García (1775-1832), möglicherweise aber von fremder Hand, vielleicht der seines Sohns Manuel Garcia (1836-85).‎

‎Gehring, Franz, Mathematiker und Musikschriftsteller (1838-1884).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("FGehring"). Wien, 28. VIII. 1876.‎

‎1 S. Gr.-8vo. An Ludwig Bösendorfer (1835-1919): "Ihnen bestens für das heutige Telegramm dankend, komme ich heute mit einer Bitte. Der Schluß der Götterdämmerung soll nämlich dieses Mal anders gegeben werden als bisher namentlich wird eine früher componirte Stelle gesungen, die bisher ausgelassen wurde. Vielleicht können Sie von der Materna etwas darüber hören. Bitte theilen Sie es mir dann mit [...]". - Franz Gehring war Dozent für Mathematik an der Universität Wien und verfaßte zudem zahlreiche Musikerbiographien für "Grove Dictionary of Music and Musicians".‎

‎Genée, Richard, Komponist, Kapellmeister und Librettist (1823-1895).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("RGenée"). Mainz, 10. VII. 1860.‎

‎2 SS. Gr.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ich trete nächsten Freitag d. 13. eine Reise an (zum Sängerfest nach Mulhouse) und möchte zu diesem Zwecke noch etwas Geld. Das von Ihnen vor einiger Zeit zurückgesandte Duett 'Zwei Hausfrauen' liegt noch bei mir; ich forderte damals 4 Friedr[ic]hsd'or und will Ihnen nun einen Vorschlag machen [...]". - Der Bruder der Schauspielerin Ottilie und des Schriftstellers Rudolf Genée nahm nach einem kurzen Studium der Medizin in Berlin bei Adolf Stahlknecht Kompositionsunterricht, war Kapellmeister in Mainz und widmete sich seit 1852 zunehmend der Komposition von Opern und Operetten, meist mit selbstverfaßten heiteren Texten. Nach einem vierjährigen Aufenthalt am Landestheater Prag kam Genée 1868 an das Theater an der Wien, wo er fast zehn Jahre tätig sein sollte. Häufig mit Friedrich Zell (d. i. Camillo Walzel) zusammen, schrieb er Libretti für Komponisten wie Johann Strauß ('Die Fledermaus'), Karl Millöcker ('Der Bettelstudent') und Franz von Suppé ('Boccaccio'). Vgl. MGG IV, 1707f.‎

‎Gentiluomo, Giovanni, Gesangslehrer und Komponist (1809-1886).‎

‎2 eigenh. Briefe mit U. Wien, 3. V. und 9. VI. 1842.‎

‎Zusammen (1+1=) 2 SS. auf 4 (= 2 Doppel-)Bll. Gr.-4to. Jeweils mit eh. Adresse (Faltbriefe). An den Sänger Ludwig Cramolini (1804-1884) in Darmstadt. - I. "[...] Sind Sie geneigt sich für das Fach eines Spieltenors in welchem Sie in Wien in herrlichen Andenken stehen, engagieren zu lassen, und sind Ihre Forderungen nicht zu überspannt, so ist die Administration allerdings geneigt mit Ihnen einen Contract abzuschließen. Sie dürfen versichert seyn, daß ich von Ihrem Vertrauen gewiß keinen Mißbrauch machen werden und daß die Unterhandlung unter dem strengsten Siegel der Verschwiegenheit geschieht [...] Eingeleitet habe ich die Sache, und nun hängt es nur von Ihnen ab, die Sache zu einen schnellen und guten Ende zu führen [...] Glauben Sie gewiß daß es mir ein heiliges Geschäft ist, Ihnen so wie de, mir sehr achtungswerthen Herrn Direktor Balochino dienlich zu seyn [...]" (3. V.). - II. "[...] Sie nehmen eine Forderung von 2500 fl. C.M. jährlich, das macht monatlich 208 fl. Statt dessen zahlt Ihnen die Administration 240 fl. monatlich, für den Zeitraum von 9 Monathen vom Juli angefangen, welches die Summe von 2160 fl. macht, also fehlen von der Summe von 2500 fl. nur 340 f. Dabei genießen Sie den Urlaub von 3 Monathen April, Mai und Juni. Was den Krankheitsartikel betrifft, so muß ich Ihnen die Bemerkung machen, daß es leider die Künstler selbst waren welche die Veranlassung zu solchen Clauseln nothwendig machten, doch weiß ich bis jetzt kein Beispiel, daß die Direction Gebrauch von diesem Artikel gemacht hätte, denn gerade jetzt ist wieder ein Fall daß Just und [...] Kern beyde mit bedeutender Gage bereits 7 Monathe krank sind ohne daß ihnen nur ein Kreuzer abgezogen wurde. Seyn Sie versichert daß die Administration einen Unterschied zwischen soliden und capriziosen Künstlern zu machen weiß. Zudem finden Sie diesen Artikel ohne Ausnahme in jeden Contract [...]" (9. VI.). - Jeweils mit starken Randschäden.‎

‎Gerber, Ernst Ludwig, German composer (1746-1819).‎

‎"Fuga dal Rev. P. Martini in la Raccolta per l'anno 1757 dal Marpurg." Autograph musical manuscript signed ("Scripto per E. L. Gerber"). Leipzig, 1767.‎

‎Oblong folio. Title, 2 pp. on folded sheet. 64 bars. "Allegro" for harpsichord by Giovanni Battista Martini (1706-84), from Friedrich Wilhelm Marpurg's collection "Raccolta delle più nuove composizioni di clavicembalo di differenti maestri ed autori" (Leipzig, Breitkopf). Penned by Gerber during his years in Leipzig as a law student and cellist in the Leipzig orchestra. - Gerber, musical instructor of the children of the Prince of Sondershausen, succeeded his father as court organist and court secretary in 1775. - Some browning, with a large brownstain.‎

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‎Gerdes, Carlos, Komponist (D. n. e.).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Berlin, o. D.‎

‎1 S. Gr.-4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "An sechs hiesige Musikverleger habe ich mich gewandt; ich konnte nicht einen dazu veranlassen, sich auch nur einen Takt meiner dreiaktigen Oper 'Schneewittchen' anzusehen. Dem Direktor einer süddeutschen Opernbühne sandte ich vor längerer Zeit die Orchesterpartitur eines Aktes und das Textbuch; ich erfahre nichts über meine Arbeit. Ich habe bisher noch keine Anstalten getroffen, an die Öffentlichkeit zu treten, obwohl ich manches geschrieben habe. Ich bin inzwischen über dreißig Jahr geworden und weiß, daß von einer Aufführung meiner Oper unendlich viel für meine Entwickelung als Komponist abhängt, da ich mittellos bin und der Erwerbszwang mir in Zukunft wohl keine Zeit lassen wird, eine größere musikalische Arbeit in Angriff zu nehmen [...]". - Mit kleinen Randläsuren.‎

‎Gericke, Wilhelm, Komponist und Dirigent (1845-1925).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.‎

‎½ SS. 8vo. Mit einer Beilage (s. u.). An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ich danke Dir herzlich für Deine freundliche Einladung, von der ich mit Freuden Gebrauch [machen] würde, wenn ich den Abend noch frei haben würde. Erst heute Vormittag hatte ich für den Freitag eine Einladung angenommen [...]". - Gericke war Kapellmeister an der Wiener Hofoper, wo er u. a. die Wiener Erstaufführung von Wagners "Tannhäuser" dirigierte und als Nachfolger von Johannes Brahms seit 1880 zugleich als Dirigent der Gesellschaftskonzerte tätig war. 1884 übersiedelte er als Dirigent des Bostoner Symphonieorchesters nach Amerika, leitete von Beginn bis Mitte der 1890er Jahre wieder die Gesellschaftskonzerte in Wien und wirkte anschließend erneut als Leiter der Symphoniekonzerte in Boston. 1906 kehrte er als freier Dirigent und Komponist nach Wien zurück. Von seinen Kompositionen erschienen nur Lieder im Druck, seine Operette "Schön Hannchen" wurde 1865 in Linz aufgeführt. - Beiliegend eine Visitenkarte des Komponisten und Dirigenten Wilhelm Gericke, der "verbindlichst für die freundliche Besorgung von R. Strauss's Partitur 'Zarathustra'" dankt. - Die Verso-Seite mit kleinen Montagespuren.‎

‎Gericke, Wilhelm, Komponist und Dirigent (1845-1925).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 3. VIII. o. J.‎

‎4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An Josef Schmanda in Graz: "Verzeihe mir, daß ich Deine beiden Briefe so lange unbeantwortet lassen mußte, was darin seine Ursache findet, daß ich vom 16. Juni bis 1. August auf Urlaub war, u. somit dieser Tage erst aus der Schweiz über Bayreuth nach Wien zurückgekehrt bin. Im Betreff Deines Schülers kann ich Dir nur sagen, daß derselbe, wenn er hier bei uns im Chor unterkäme, allerdings Gelegenheit finden könnte vieles Gute zu hören [...]". - Gericke war Kapellmeister an der Wiener Hofoper, wo er u. a. die Wiener Erstaufführung von Wagners "Tannhäuser" dirigierte und als Nachfolger von Johannes Brahms seit 1880 zugleich als Dirigent der Gesellschaftskonzerte tätig war. 1884 übersiedelte er als Dirigent des Bostoner Symphonieorchesters nach Amerika, leitete von Beginn bis Mitte der 1890er Jahre wieder die Gesellschaftskonzerte in Wien und wirkte anschließend erneut als Leiter der Symphoniekonzerte in Boston. 1906 kehrte er als freier Dirigent und Komponist nach Wien zurück. Von seinen Kompositionen erschienen nur Lieder im Druck, seine Operette "Schön Hannchen" wurde 1865 in Linz aufgeführt.‎

‎Ghys, Joseph, violinist and composer (1801-1848).‎

‎Autograph letter signed ("Ghys"). N. p., "vendredi matin" [after 1833].‎

‎8vo. 1 p. on bifolium with integral address panel. To impresario Josef Pellet in Graz, discussing some details for a "dernier concert" on Monday, because Ghys stays until the following Tuesday or Wednesday and is persuaded to think that there will be as many people visiting this concert as on the day before. Ghys is nevertheless offering to limit himself to 80 florim this time: "Ne partant que le mardi au mercredi prochain, je viens vous demander s'il peut vous êtes agréable que je donne un dernier concert Lundi. Je suis intimement persuadé que vous aurez autant de monde que hier, néanmoins je me borner pour cette foi à 80 florim Münze [...]". - Somewhat browned; fol. 2 with small tear. With some smaller ink stains.‎

‎Giosa, Nicola de, Komponist und Dirigent (1820-1885).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("N. de Giosa"). O. O. u. D.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. In französischer Sprache an einen namentlich nicht genannten Adressaten betr. einer Einladung. - Ehedem Schüler von Francesco Ruggi, Niccolò Antonio Zingarelli und Gaetano Donizetti, debütierte de Giosa 1842 erfolgreich mit der Oper "La casa degli artisti" am Teatro Nuevo; dem Werk folgten fünfzehn weitere Opern, die mit durchweg großem Erfolg überwiegend in Neapel uraufgeführt wurden. Sich mit Giuseppe Puzone abwechselnd, leitete er von 1860 bis 1867 das Orchester des Teatro S. Carlo und zeichnete dort auch für die Erstaufführungen von Verdis "Un ballo in maschera", Meyerbeers "Der Prophet" und Gounods "Faust" verantwortlich. Später am Teatro La Fenice in Venedig, am Vizeköniglichen Theater in Kairo und am Teatro Colón in Buenos Aires tätig, leitete er nach seiner Rückkehr nach Neapel 1875 das Teatro Sannazzaro, wo er u. a. Rossinis "Il Turco in Italia" und Donizettis sinfonisches Scherzo "Triangolo e Tamburo" zur Aufführung brachte.‎

‎Girardi, Alexander, Schauspieler und Sänger (1850-1918).‎

‎Eigenh. Visitenkarte. O. O. u. D.‎

‎1 S. Visitkartenformat. Alexander Girardi (dies gedruckt) "dankt von ganzem Herzen".‎

‎Gläser, Franz, Opernkomponist und Kapellmeister (1798-1861).‎

‎"Romanze". Eigenh. Musikmanuskript. O. O. u. D.‎

‎3 SS. auf gefalt. Bogen. Qu.-Folio. Lied ("Andante") für Singstimme und Klavierbegleitung: "Liebstes Heymatland, nimm meinen Abschiedsgruß - des Glückes schöner Lebenstraum entschwand, er entschwand und flüchtig wird mein Fuß [...]" (2 Strophen). Am ersten Blatt oben rechts in Bleistift bezeichnet: "J. Glaeser". - Gläser, ehemaliger Sängerknabe bei der Dresdner Hofkapelle, wirkte später als Kapellmeister am Theater in der Leopoldstadt (1817-22), in der Josefstadt (1822-27) und am Theater an der Wien (1827-30). "Als das Josefstädter Theater nach der Renovierung 1822 eingeweiht wurde, dirigierte der taube Beethoven mit Gläsers Hilfe seine Ouvertüre 'Die Weihe des Hauses' [...] Das Berliner Königsstädtische Theater berief Gläser 1830 zum Kapellmeister Er wirkte hier sehr verdienstvoll, bis 1842 eine ital. Truppe in das Theater einzog und ihn in seiner Tätigkeit einengte. So folgte er 1842 gern einem Ruf nach Kopenhagen" (MGG XVI, 479f.).‎

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‎Gläser, Franz Josef, Komponist und Kapellmeister (1798-1861).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Berlin, 18. IV. 1840.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. Gr.-4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An den Sänger Ludwig Cramolini (1805-1884) in Stettin: "Indem ich Ihnen für Ihre freundliche Fürsprache meinen herzlichen Dank erstatte, ist es vor Allem nöthig, ehe ich eine weitere Entscheidung über unseren Gegenstand abgeben kann, daß ich mich von demselben überzeugen könne. Indem Sie mir daher das betreffende Buch auf einen Tag zur Durchsicht gefälligst anvertrauen wollen, so werde ich ungesäumt eine bestimmte Erklärung meines Vorhabens aussprechen. Jedenfalls aber gebe ich meine Antwort, daß ich für jeden Mißbrauch garantiere, und daß das Ganze wenn wir uns nicht vereinigen können von mir aus als ein Geheimnis betrachtet werden soll [...]". - F. J. Gläser war Theaterkapellmeister am Leopoldstädter Theater in Wien, von 1822 bis 1827 am Theater in der Josefstadt und anschließend bis 1830 am Theater an der Wien. In diesem Jahr wurde er Kapellmeister am Königstädtischen Theater in Berlin. - Kleinere Randschäden; papierbedingt etwas gebräunt.‎

‎Glasenapp, Carl Friedrich, Pädagoge und Wagnerforscher (1847-1915).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. ("C. Fr. Glasenapp"). Riga, [1896].‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An den Musikwissenschaftler Richard Batka: "Für Ihre frdl. Aufforderung zur Mitwirkung an Ihrer geschätzten Zeitschrift bin ich Ihnen dankbar und werde gelgentlich, wenn meine sehr in Anspruch genommene Zeit es mir erlaubt, mit Vergnügen davon Gebrauch machen. Eine Korrespondenz über die musikalischen Vorgänge in Riga kann ich hingegen nicht übernehmen [...]". - Von 1875 bis 1904 als Oberlehrer für deutsche Sprache und Literatur an der Städtischen Töchterschule in Riga tätig, gab Glasenapp, der häufig bei Wagner zu Gast gewesen war, gemeinsam mit Heinrich Freiherr von Stein 1883 ein Wagnerlexikon heraus; 1891 erschien seine zweibändige Wagnerenzyklopädie. "Durch den umfangreichen Briefwechsel Richard Wagners wurde eine Neubearbeitung der Biografie von 1877 notwendig, die dann 1911 unter dem Titel 'Das Leben Richard Wagners' veröffentlicht wurde und sechs Bände (3107 S.) umfasste, und als Glasenapps Lebenswerk gilt" (Wikipedia).‎

‎Gleitz, Karl, Komponist und Musikschriftsteller (1862-1920).‎

‎"Richard Strauß und der Symbolismus". Eigenh. Manuskript mit U. O. O. u. D.‎

‎13 SS. auf 13 num. Bll. Folio. "Ich habe in einem einführenden Artikel zu meiner symph. Dichtung 'Fata Morgana' (Berliner Signale No 1) den Symbolismus in der Musik kurz berührt und dabei Richard Strauß erwähnt, und bin natürlich wie das nun einmal bei kurzen Erwähnungen meistens der Fall ist, mißverstanden worden. Man wirft mir vor, ich hätte die symph. Dichtungen von Richard Strauß für Verirrungen erklärt. Da ich es aber für keine Ehre halte, als ein Gegner der Strauß'schen Musik zu gelten, so möchte ich mich gegen diesen Vorwurf verwahren. Wörtlich habe ich am Schlusse meines Artikels folgendes gesagt [...]". - Karl Gleitz studierte am Leipziger Konservatorium und an der Musikhochschule in München bei Josef Gabriel Rheinberger. Später ging er nach Berlin, wo er sich in Privatstunden weiterbildete und auch Erfolge als Komponist feiern konnte. Seit 1902 war Gleitz in Hamburg und Kiel als Musiklehrer tätig. Sein Werk umfaßt Lieder, Klavierstücke und symphonische Dichtungen. - Etwas gebräunt und mit kleinen Randläsuren.‎

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‎Glickh, Rudolf, Cellist und Komponist (1864-1945).‎

‎Eigenh. Briefkarte mit U. Wohl Wien, 22. XII. 1904.‎

‎2 SS. Qu.-8vo. Mit ah. adr. Kuvert. An den Komponisten und Musikschriftsteller Kamillo Horn: "Sowohl in meinem, als auch im Namen Liebings sage ich Dir für die geschriebenen, sowie für die gedruckten Zeilen innigsten Dank. Es war mir eine grosse Freude, Dir dienstbar sein zu können u. Deine Zufriedenheit zu erringen [...]". - Rudolf Glickh war Schüler von Ferdinand Hellmesberger gewesen und wurde nach längeren Konzertreisen und diverser Lehrtätigkeit Mitglied der Hofkapelle. 1917 übernahm er die Leitung des Liebigschen Musikinstitutes und lehrte und leitete später die Musikschule Schubert. Zudem war Glickh als Musikreferent für die "Wiener Theater- und Fremdenzeitung" und die "Deutsche Kunst- und Musikzeitung" tätig und trat als Komponist verschiedenster Gattungen an die Öffentlichkeit. Vgl. ÖBL II, 8. - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf.‎

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