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‎Ramazzotti, Angelo, Patriarch of Venice (1800-1861).‎

‎3 autograph letters signed. Pavia and Venice, 1856-1861.‎

‎4to and large 8vo. Altogether 3½ pp. on 6 ff. Beautiful correspondence with an intimate friend in Vienna, reflecting important steps of Ramazotti's ecclesiastical career. In the earliest letter from 27 January 1856, Ramazotti was still bishop of Pavia. Asking his friend to organize accommodation in Vienna, should he be called there in connection with the recently concluded concordat, Ramazzotti speaks of his very limited means as the "bishops here are, by love and by necessity, professors of exalted poverty" and he had to pledge "a conspicuous sum for the continuation of the works on the cathedral". But, to continue on a lighter note, he cryptically jokes that he has "one of the best possessions of a table that lets the river Po eat half of it to eat him with the other half," probably also referring to the financial problems of the diocese. Despite all this, he would even go to see his friend in Vienna with "only one foot," and sends greetings to an Imperial councelor named Maria Noy. - When Ramazotti was designated to become Patriarch of Venice, he wrote a beautiful letter to his friend in Vienna, expressing his conflicting feelings of gratitude towards Pope Pius IX and doubt: "In questi giorni nei quali il mio cuore è assai commosso, mi è caro avere anche lontano un amico al quale possa aprirlo con confidenza questo mio cuore benedetto. Io mi trovo in quello stato che ti puoi immaginare. Temo, spero vorrei andando a Venezia farvi del bene... ma se quella invece fosse una sede dove Dio riservasse un po' d'onore mondano, ma sterilità d'opere buone ad un povero vescovo, che fu inerte nell'operar il bene dove il campo era più opportuno...! Io ho rimessa la decisione di quello che devo fare al Santo Padre. Questo però non impedisce che il mio cuore senta con viva riconoscenza tutto l'amore e la fedeltà che io devo al mio Sovrano anche per questo nuovo tratto della sua bontà verso di me [...]" (Pavia, 28 February 1858). - The final letter from 4 April 1861, just a few months before Ramazotti's death, concerns an upcoming visit to Vienna for a meeting of the Imperial council. The Patriarch asks his friend to inquire with a redemptorist named Ligoriani if the monastery can accommodate him and some other bishops: "Siccome sarà bene che anch'io venga a Vienna per la prossima riunione del Consiglio dell'Impero, quantunque e per la mancanza della cognizione della lingua tedesca e per la mancanza di qualunque altra cognizione io veda benissimo che vi potrò far ben poco di bene. Così ti prego di andare a parlare al Superiore dei P.B. Redentoristi a Ligoriani per vedere se vorrebbero aver la bontà di darmi alloggio. Ti prego di dimandare se avrebbero posto anche per qualche altro vescovo. Spero che mi risponderai presto. " - The facade and the dome of the Pavia Cathedral were only built in the 19th century with some works continuing well into the 20th, depleting the diocese's finances. The 1st concordat between the Holy See and Austria had been concluded in 1855. The recipient was probably a high ranking Austrian diplomat or magistrate who was involved in the negotiations for the concordat. - Traces of folds.‎

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‎Rancés y Villanueva, Manuel Marqués de Casa, Diplomat (1824-1897).‎

‎Eigenh. adr. Kuvert. [Wien], o. D.‎

‎1½ SS. Qu.-12mo. An den Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-1884). - Zu dem spanischen Diplomaten vgl. Archivo Biográfico de España, Portugal e Iberoamérica I 782,262-263. - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den „Konstitutionell-monarchistischen Verein“; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums.‎

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‎Rebhann, Anton, Regierungsrat.‎

‎6 eigenh. Briefe und 1 hs. Br. mit eh. U. Wien, 1910.‎

‎Zusammen 12½ SS. auf Doppelblättern. 8vo. “Ich erlaube mir Ihnen [...] [das] Curriculum vitae meines Sohnes zu übersenden mit der Bitte, davon gütigst Gebrauch zu machen. Seien Sie hierfür im vorhinein bestens u. wärmstens bedankt [...]” (Br. v. 7. XI. 1910). - “Mein Sohn, der Samstag noch eintraf, bestätigt nach den ihm gewordenen Informationen, daß bei der Donau Regulierungs Kommission derzeit gar nichts frei sei [...]” (Br. v. 15. XII. 1910). - Einige Br. auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der “Direktion der k. k. Staatsrealschule im VIII. Wiener Gemeindebezirke”. - In altem Sammlungsumschlag.‎

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‎Rechbauer, Karl, Politiker (1815-1889).‎

‎Brief mit eigenh. U. Graz, 6. IV. 1872.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. Gr.-4to. An Heinrich Rt. von Wallner: "Erwiedernd Ihrer werthen Zuschrift vom 1. l. M. beehre ich mich Ihnen mitzutheilen, daß ich das mir eingesendete, an Frau Therese Gräfin v. Herberstein gerichtete Gesuch um Vormerkung Ihres Herrn Bruders für eine Fürst Dietrichstein'sche Stiftungs-Präbende an das gräfliche Herberstein'sche Sekretariat in Wien [...] übersendet habe [...]". - Rechbauer war von 1873 bis 79 Präsident des ersten aus direkten Wahlen hervorgegangenen Abgeordnetenhauses. 1868 wurde er Obmann der fusionierten Klubs der Liberalen und der Linken und gehörte 1881 zu den Begründern der aus dem deutschen Fortschrittsklub und dem Klub der Linken gebildeten Vereinigten Linken. - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf. - Die Recto-Seite von Bl. 1 mit zeitgenöss. Notiz zum Verfasser; am rechten Blattrand lappig und teils eingerissen.‎

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‎Rechbauer, Karl, Politiker (1815-1889).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Graz, 26. X. 1870.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An den Juristen Karl Frh. von Haerdtl (1818-89) mit der Bitte um Unterstützung des Advokaten Dr. Gollner aus Laibach, "den sein körperlich leidender Zustand in die drängende Notlage gebracht [hat]". - Der Grazer Jurist war Landtags- und Reichstagsabgeordneter (Führer der Autonomistenpartei) und Präsident des ersten aus direkten Wahlen hervorgegangenen Abgeordnetenhauses. 1868 wurde er Obmann der fusionierten Klubs der Liberalen und der Linken und gehörte 1881 zu den Begründern der aus dem deutschen Fortschrittsklub und dem Klub der Linken gebildeten Vereinigten Linken. Sein besonderes Interesse galt einer Verständigung mit dem ungarischen Reichsteil. - Karl Frh. von Haerdtl war Mitglied des Herrenhauses und mehr als zwanzig Jahre lang Präsident der Wiener Advokatenkammer. - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf.‎

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‎Rechberg und Rothenlöwen, Johann Bernhard Gf. von, Politiker und Diplomat (1806-1899).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 20. VIII. 1860.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. Folio. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "B[ar]on. Werther theilte mir heute Abend mit, daß Seine königliche Hoheit der Prinz Albrecht von Preußen den 24ten dieses [Monats] aus Ungarn hier eintreffen werde. Wie lange Seine königliche Hoheit (Bruder des Prinzen Regenten) Sich hier aufzuhalten gedenken, ob Sie incognito reisen oder Ihre Aufwartung machen wollen konnte der königlich preussische Gesandte nicht angeben [...]". - Seit 1829 als Gesandter im auswärtigen Dienst tätig, kehrte Johann Gf. von Rechberg und Rothenlöwen 1847 nach Österreich zurück und begleitete im Jahr darauf Staatskanzler Metternich auf seiner Flucht bis Den Haag. Später Präsidialgesandter beim Deutschen Bundestag und Minister des kaiserlichen Hauses und des Äußeren, war er bis zur Bildung des Kabinetts Schmerling zugleich Ministerpräsident. Für eine Zusammenarbeit mit Preußen und Rußland eintretend, konnte er sich aber in der schleswig-holsteinischen und der Zollvereinsfrage weder gegen Bismarck noch gegen die Preußengegner unter seinen Ministerkollegen durchsetzen und legte nach dem Scheitern der Zollvereinverhandlungen 1864 sein Amt nieder; bis zu seinem Tod lebte der Träger der Ordens vom Goldenen Vlies auf Schloß Kettenhof bei Wien.‎

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‎Rechberg und Rothenlöwen, Johann Bernhard Gf. von, Politiker und Diplomat (1806-1899).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 25. I. 1864.‎

‎1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Kollegen: "Ich habe sehr bedauert, daß Euer Excellenz gestern nicht zu Schmerling gekommen sind. Ein Mißverständnis über welches ich mir vorbehalte näheren Aufschluß gegeben zu haben. Ich erlaube mir Sie daran zu erinnern daß heute Abend die Sitzung des Finanz Ausschusses stattfindet, und daß ich auf Ihre freundlich collegialische Unterstützung zählen zu dürfen glaube [...]". - Seit 1829 als Gesandter im auswärtigen Dienst tätig, kehrte Johann Gf. von Rechberg und Rothenlöwen 1847 nach Österreich zurück und begleitete im Jahr darauf Staatskanzler Metternich auf seiner Flucht bis Den Haag. Später Präsidialgesandter beim Deutschen Bundestag und Minister des kaiserlichen Hauses und des Äußeren, war er bis zur Bildung des Kabinetts Schmerling zugleich Ministerpräsident. Für eine Zusammenarbeit mit Preußen und Rußland eintretend, konnte er sich aber in der schleswig-holsteinischen und der Zollvereinsfrage weder gegen Bismarck noch gegen die Preußengegner unter seinen Ministerkollegen durchsetzen und legte nach dem Scheitern der Zollvereinverhandlungen 1864 sein Amt nieder; bis zu seinem Tod lebte der Träger der Ordens vom Goldenen Vlies auf Schloß Kettenhof bei Wien. - Mit mehreren Einrissen und einem kl. Ausriss im leeren Bl. 2. Beiliegend ein Ausschnitt aus einem zeitgenöss. Adressregister sowie aus einem‎

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‎Rechberg und Rothenlöwen, Johann Bernhard Gf. von, Politiker und Diplomat (1806-1899).‎

‎Eigenh. Mitteilung mit U. ("Rechberg"). O. O., 29. V. 1860.‎

‎1 S. Qu.-gr.-8vo. "An S. k k apost. Majestät in Schönbrunn": "S. kais. Hoheit der durchl. Herr Erzherzog Rainer frägt an um wie viel Uhr Sie heute Abends mit Graf Rechberg bei Seiner Majestät in Schönbrunn Vortrag erstatten können [...]". - Seit 1829 als Gesandter im auswärtigen Dienst tätig, kehrte Johann Gf. von Rechberg und Rothenlöwen 1847 nach Österreich zurück und begleitete im Jahr darauf Staatskanzler Metternich auf seiner Flucht bis Den Haag. Später Präsidialgesandter beim Deutschen Bundestag und Minister des kaiserlichen Hauses und des Äußeren, war er bis zur Bildung des Kabinetts Schmerling zugleich Ministerpräsident. Für eine Zusammenarbeit mit Preußen und Rußland eintretend, konnte er sich aber in der schleswig-holsteinischen und der Zollvereinsfrage weder gegen Bismarck noch gegen die Preußengegner unter seinen Ministerkollegen durchsetzen und legte nach dem Scheitern der Zollvereinverhandlungen 1864 sein Amt nieder; bis zu seinem Tod lebte der Träger der Ordens vom Goldenen Vlies auf Schloß Kettenhof bei Wien.‎

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‎Reder, Walter, Offizier der Waffen-SS (1915-1991).‎

‎Ms. Bildpostkarte mit eigenh. U. Gaeta, 24. II. 1969.‎

‎1 S. Qu.-8vo. An Karl Strobl (geb. 1900), Maler und Herausgeber der Zeitschrift "Kunst ins Volk": "Mit vielem Dank für die liebenswürdige Übersendung des mit Freude entgegengenommenen Heftes III-IV 'Kunst ins Volk' grüßt Sie herzlichst vom 'südlichen Vorposten' [...]". Der bis 1985 als Kriegsgefangener in der italienischen Festung Gaeta inhaftierte Obersturmbannführer, der im September 1944 als Angehöriger der 16. SS-Panzergrenadierdivision bei Marzabotto bei Bologna als Vergeltung für Partisanenüberfälle ein Massaker an der Zivilbevölkerung anbefohlen hatte. 1985 begnadigt und nach Österreich entlassen, löste die Rückkehr nach Österreich vor allem aufgrund der Begrüßung des Kriegsverbrechers durch den damaligen Minister für Landesverteidigung Friedhelm Frischenschlager heftigen Unmut hervor. - Besagte Zeitschrift erschien von 1949 bis 1969. Zum Adressaten vgl. Thieme/Becker XXXII, 197. - Die Vorderseite der Karte - nach einem Holzschnitt von Josua Leander Gampp (1889-1969, vgl. Vollmer II, 195f.) - zeigt eine zum Horizont hin verlaufende und durch einen Stacheldraht markierte Grenze. - Freigemacht durch Stempel "Kriegsgefangenenpost - gebührenfrei".‎

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‎Reischach, Sigismund Frh. von, Militär (1809-1876).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Verona, 28. XII. 1861.‎

‎3 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Freund betr. einer Verabredung. - Der langgediente und verdiente Militär wurde 1857 mit der Verleihung des Infanterieregiments Nr. 21 ausgezeichnet; im Feldzug von 1859 wurde er bei Magenta schwer verwundet und mit dem Commandeurkreuz des Leopoldordens ausgezeichnet. - Auf Briefpapier mit gepr. Vignette.‎

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‎Renner, Alexander, Flugpionier (1892-1966).‎

‎Gedr. Dankesschreiben mit eigenh. U. Graz, 1960.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit ms. Kuvert. Neujahrsgrüße an Josef Wesely. - Der Sohn des Artisten Franz Renner führte mit seinem Bruder Anatol ("Renner-Buben") anläßlich der Grazer Herbstmesse 1909 die ersten Flüge mit einem lenkbaren Luftschiff in Österreich durch; weitere Aufstiege folgten kurz danach in Wien und Linz. Während des Ersten Weltkriegs war Renner Kampfflieger. Vgl. Öst. Lex. II, 272.‎

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‎Renner, Karl, Politiker (1870-1950).‎

‎Ms. Brief mit U. ("Renner"). Wien, 25. IX. 1925.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 4to. An einen namentlich nicht genannten Professor mit Dank für "die freundliche Einladung zur Teilnahme an der Eröffnung der Ausstellung 'Deutsche Frauen-Kunst' am 26. d. M.": "Leider bin ich an diesem Tage von Wien abwesend und daher nicht in der Lage, an der Feier teilzunehmen. Ich bitte Sie aber versichert zu sein, daß ich der Ausstellung, von deren hohem künstlerischen Wert ich überzeugt bin, aus aufrichtigem Herzen vollen Erfolg wünsche [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf "Der Bundeskanzler".‎

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‎Ricci, Matteo, Italian politician (1826-1896).‎

‎Autograph letter signed ("M. Ricci"). Macerata, 17. IX. 1857.‎

‎Large 8vo. 1½ pp. To a bookseller, clearing up a misunderstanding concerning the price of a dictionary that Ricci had bought from the recipient: "La lettera in cui Ella mi dava avviso della spedizione del Dizionario io la lessi con qualche fretta, e (cosa a me insolitissima) mi accadde di perderla. Indi è proceduto l'equivoco e la differenza del prezzo: ma poco ci voleva, mi sembra, a capacitarsi non essere tutto ciò che un semplice errore, una pura dimenticanza. Di questa già Ella mi aveva reso avvertito per mezzo dello zio, io stava per riparare lo sbaglio e non so davvero che cosa c'entrasse anche la sua del 14, e quella focosa insistenza. Non dubiti che il residuo prezzo le sarà prontamente sborsato, ed anzi a maggiore sollecitudine le unisco alla presente due righe per lo zio [...]". - Traces of folds. - From the collection of Eduard Fischer von Röslerstamm (1848-1915).‎

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‎Riehl, Kunsthistoriker.‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 16. X. 1907.‎

‎3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. “Wenn sich das ohne jede Verzögerung, lediglich aus der Stimmung heraus, welche Ihr w[ertes] Referat vorfinden bezw. erzeugen wird, machen läßt, würden Sie mich ganz besonders verpflichten, wenn Sie befürworten wollten, daß man - in Anerkennung - um Vertrauen zu bekunden etc. - bei der runden Summe von 15.000 Kr bleibt, die ich selber ausgelegt habe [...]”. - In altem Sammlungsumschlag.‎

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‎Rietstap, Jean Baptist, Genealoge und Historiker (1818-1891).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Haag, 13. VII. 1882.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. Folio. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Gestern hatte ich die Ehre [...] die goldene Medaille für Kunst und Wissenschaft die Seine Majestät der Maiser mir auf Euer Excellenz Antrag gnädigst zu verleihen geruht hat, zu erhalten [...]". - Rietstap war Verfasser des großen heraldischen Werks "Armorial general".‎

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‎Rietstap, Jean Baptist, Genealoge und Historiker (1818-1891).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Haag, 13. II. 1882.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ich hatte die hohe Ehre ein Schreiben von Eueren Gnaden zu erhalten und daraus nicht nur zu ersehen dass meine Bereiterklärung zur Mitwirkung am Register des Freydal Euere Genehmigung hatte, sondern auch dass ein Exemplar der Prachtausgabe dieses Werkes mir übersendet werden würde, eine Ehre die ich fürchten muss nicht nach Gebühr beantworten zu können [...]". - Rietstap war Verfasser des großen heraldischen Werks "Armorial general".‎

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‎Rintelen, Anton, Politiker (1876-1946).‎

‎Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 27. XII. 1932.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 4to. An den Musikschriftsteller Paul Stefan (1879-1943): "Der Herr Bundespräsident hat Ihnen über meinen mit Zustimmung des Ministerrates gestellten Antrag mit Entschliessung vom 23. Dezember 1932 den Titel PROFESSOR verliehen [...]". - Der aus Graz stammende Jurist war mehrmals Landeshauptmann der Steiermark und Bundesminister für Unterricht. 1933 zum Gesandten in Rom ernannt, konspirierte er mit den Nationalsozialisten und wurde beim Juliputsch 1934 von den österreichischen Nationalsozialisten zum Bundeskanzler ausgerufen. Nach dem Scheitern des Putsches inhaftiert und wegen Hochverrats zu lebenslangem Kerker verurteilt, wurde er 1938 wieder aus der Haft entlassen. - Paul Stefan war „einer der bemerkenswertesten modernen Musikschriftsteller und -kritiker“ (DBE) seiner Zeit. Seit 1923 Hauptschriftleiter der "Musikblätter des Anbruchs", schrieb er viele Jahre u. a. für die "Neue Zürcher Zeitung" und "Musical America"; 1922 gehörte er zu den Gründern der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik, hatte mehrere Jahre das Amt des Vizepräsidenten der österreichischen Sektion inne und war überdies als Dozent am Wiener Reinhardt-Seminar tätig. 1938 emigrierte er in die Schweiz und über Paris und Lissabon 1941 in die USA. - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf des Bundesministeriums für Unterricht.‎

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‎Roca-Blanca, Don Pedro de la, Inhaber einer Kaffeeplantage in Costa Rica.‎

‎Visitkarte mit eigenh. Gruß und Initialen verso. O. O. u. D.‎

‎1 S. Wie auf der Recto-Seite ausgewiesen, beherrschte Don Pedro neben dem Kaffeebohnenanbau auch das Indianische, Spanische und Englische.‎

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‎Rockefeller, Nelson Aldrich, American businessman and politician (1908-1979).‎

‎Portrait photograph signed. [Washington, 1975].‎

‎255:203 mm.‎

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‎Rössler, Johannes Baptist, katholischer Theologe und Bischof von St. Pölten (1850-1927).‎

‎Eigenh. Briefkarte mit U. ("+ Johannes | Bischof"). O. O. u. D.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit einer Beilage (s. u.). Dr Johannes Rößler, Bischof von St. Pölten "bittet Euere Excellenz die herzlichsten Segenswünsche zur silbernen Hochzeitsfeier entgegenzunehmen [...]". - J. B. Rössler war seit 1894 Bischof von St. Pölten und wurde 1899 Päpstlicher Thronassistent, 1908 dann Geheimer Rat. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf und mit zeitgenöss. Registraturvermerk in rotem Farbstift; beiliegend eine Visitenkarte von P. Bonifaz Maria Ecker, dem Abt der Olivetaner-Benediktiner Abtei St. Joseph auf Tanzenberg - Maria Saal.‎

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‎Rohmer, Richard, Militär und Schriftsteller (geb. 1924).‎

‎Ms. Brief mit eigenh. U. Toronto, 14. XI. 1974.‎

‎½ S. Gr.-4to. Mit ms. adr. Kuvert. An einen Sammler in Schweden: "[...] Let me say that I've been in your country several times and admire the Swedish people very much. Our two countries are much alike physically, although philosophically we come from different moulds [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; mit kleinen Randläsuren.‎

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‎Romilli, Bartolomeo Carlo, Erzbischof von Mailand (1795-1859).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Mailand, 2. XI. 1853.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Interessanter Brief an einen hochrangigen österreichischen Beamten womöglich in Zusammenhang mit dem am 18. August 1855 abgeschlossenen 1. Konkordat. Romilli dankt dem Empfänger und seiner Frau enthusiastisch, die er gerne länger in Gropello Cairoli bei Mailand als Gast gehabt hätte. Er berichtet, dass ein nicht namentlich erwähnter Kardinal noch nicht geschrieben hat, die "sehr zufriedenstellende" Antwort von Monsignore Luigi Bragato, dem Beichtvater der österreichischen Kaiserin, "sogar im Namen der Kaiserin Maria Anna selbst", jedoch bereits vorliege. Schließlich bittet Romilli den Empfänger Grüße an zwei Beamte auszurichten. Der Brief im italienischen Original: "Io non le saprei per parole esprimere, come siami riuscita graditissima la di Lei apparizione fra noi e quella della brava e pia di Lei consorte che La pregherò tanto a riverire per me. Dico apparizione, poiché avrei desiderato, che si potessero trattenere a Gropello almeno per alcuni giorni. Le rendo poi grazie delle lettere recapitate. Il Cardinale non mi ha per'anco scritto, ma non vi è urgenza di sorta, da Monsignore Bragatto poi ebbi già una risposta ben soddisfacente, e cara, anche a nome dell'imperatrice Marianna. Del resto Ella è piena di una si delicata cortesia, che certo non le mancaranno le mie commissioni, e solo accuserà la sua gentilezza dove le riuscissero soverchie. Intanto la prego de' miei saluti a Tusoghi e a Noy [...]". - Auf Briefpapier mit geprägtem Wappen.‎

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‎Rontlin, Elisabeth Freiiin von, geb. von Doblhoff.‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.‎

‎½ S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Hier überschicke ich ihnen für den Grafen Rudolf Arnth 250 f C.M. [...] und andere 40 f. W. W. [und] bitte über ein jedes [...] ein[en] Empfang-schein der Überbringerin einzuhändigen [...]".‎

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‎Rosenfeld, Viktor, Advokat (1852-1919).‎

‎Eigenh. Brief. Wien, 8. II. 1895.‎

‎1 S. 8vo. “Ich höre, daß mir im ‘Deutschen Volksblatt’ neuerlich ein Angriff droht. Ich bitte Sie vielleicht zu veranlassen, daß dies unterbleibt [...]”. - Rosenfeld war seit 1886 Advokat und “ein hervorragender Strafverteidiger (Giftmörder Schmalegger, Bombenattentäter Vock, Bukowinaer Zoll- und Defraudationsprozeß, Banknotenfälscher Schapira, Rannersdorfer Mordprozeß), der sich auch der Angehörigen der Unterschicht vehement annahm” (ÖBL IX; zit. n. DBA II 1096, 155). - In altem Sammlungsumschlag.‎

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‎Roskovány, August von, Bischof von Waitzen und Neutra (1807-1892).‎

‎Brief mit eigenh. U. Waitzen, 9. X. 1852.‎

‎1 S. Folio. Mit unter dem ungarischen Text stehender Übersetzung ins Deutsche. "Nachdem Se. Hochwürden Hl. Stefan Ellenbacher Pfarrer von Csömör von Se. Majestät zum Domherrn ernannt wurde, und hierdurch die Pfarrstelle von Csömör erledigt erscheint, so wird gemäß dem Euer Hochg. gebührenden Patronatsrechte zufolge um Praesentirung eines Individuums hiezu ersucht". - August von Roskovány war 1851 Bischof von Waitzen geworden "und brachte die durch sechsjährige Sedisvakanz zerrüttete Diözese in Ordnung. Ab 1859 Bischof von Neutra, gelang es ihm bald, die finanziellen Schwierigkeiten der Diözese zu überwinden. Er widmete sich vor allem der Erziehung und stiftete für diesen Zweck einen namhaften Fonds [...] Als unermüdlicher Sammler kirchlicher Urkunden machte er sich [...] sehr verdient. Seine vielbändigen Sammelwerke sind wichtige Quellen zur ungarischen Kirchengeschichte des 19. Jahrhunderts" (ÖBL IX, 258f.).‎

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‎Rossi, Opilio, vatikanischer Diplomat und Kurienkardinal (1910-2004).‎

‎Ms. Briefkarte mit eigenh. U. Wien, 18. V. 1970.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit ms. adr. Kuvert. An Leon von Sinnhuber mit Dank "für die freundlichen Wünsche zum Jubiläumsgeburtstag". - Rossi war 1959 von Papst Johannes XXIII. zum Apostolischen Nuntius in Chile und 1961 zum Nachfolger des verstorbenen Erzbischofs Giovanni Dellepiane im Amt des Leiters der Apostolischen Nuntiatur in Österreich ernannt worden. Seit 1985 vergibt die "Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände" (AKV) alljährlich die "Kardinal Opilio Rossi-Medaille" für Verdienste um das katholische Laienapostolat. Rossi war Ehrenmitglied der katholischen Studentenverbindung K.A.V. Danubia Wien, der katholischen Studentenverbindung K.A.V. Capitolina Rom sowie der katholischen Schülerverbindung Lützow Leoben.‎

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‎Rotenhan, Wolfram Frh. von, Politiker und Diplomat (1845-1913).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Berlin, 8. XI. 1888.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An die Porzellanmanufaktur Ernst Wahliss in Wien: "In Erwiederung auf die gefällige Zuschrift vom 25. v. Mts. bitte ich ergebenst, die für mich gefertigten Porzellanwaaren am 1. oder 2. Dezember direkt an die 'deutsche Gesandtschaft' zu Buenos Aires abzusenden [...]". - Der versierte Diplomat war u. a. Botschaftssekretär in Paris und St. Petersburg, Botschaftsrat in Paris und zur Zeit unseres Schreibens Gesandter in Buenos Aires. Später noch als Unterstaatssekretär im Auswärtigen Amt tätig, wurde er 1898 preußischer Gesandter am päpstlichen Stuhl in Rom. - Die Firma des aus Sachsen stammenden Porzellanfabrikanten Ernst Wahliss, der “durch seine Leistungen im Gebiete der Porzellanmanufactur und der Keramik überhaupt so bedeutend hervortritt” (Wurzbach, s. v.), hatte gegen Ende der Siebziger Jahre in der Wiener Elisabethstraße ihre Niederlassung und zählt zu den bekanntesten Porzellanmanufakturen ihrer Zeit. - Mit kl. zeitgenöss. Bearbeitungsvermerken.‎

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‎Rothschild, Albert Frh. von, German-born banker (1844-1911).‎

‎LS. N. p., 2 Jan., n. y.‎

‎8vo. ¾ p. on bifolium. In French to an unnamed addressee concerning a "petite réunion". - On stationery with black border.‎

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€ 350,00 Kaufen

‎Rudolf August, Herzog von Braunschweig und Lüneburg (1627-1704).‎

‎Brief mit eigenh. Empfehlungsformel, Nachschrift und U. Berlin, 29. V. 1665.‎

‎1¾ SS. Folio. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "[...] PS. Bey alle gute Freunde bitte mich bestens zu recommendiren, insonderheit bey Seynem lieben H. Schwiegervatter. A Dieu". - Rudolf August von Braunschweig und Lüneburg trat als ältester Sohn nach dem Tod seines Vaters 1666 dessen Nachfolge an, "und verglich sich mit seinen beiden jüngeren Brüdern. Seinen Bruder Anton Ulrich ernannte er 1667 zu seinem Statthalter, 1685 zum Mitregenten. Dieser führte eigentlich die Politik des Hauses und traf vermutlich auch die wesentlichen Regierungsentscheidungen, während sich Rudolf August seinen künstlerischen und wissenschaftlichen Neigungen überließ. Er korrespondierte mit namhaften Theologen, unterstützte die Herausgabe theologischer Werke mit finanziellen Mitteln und veröffentlichte eigene geistliche Literatur (u. a. 'Einer andächtigen Seele Gedanken von Gott zu Gott und in Gott', 1702)" (DBE). - Etwas fleckig, angestaubt und gebräunt.‎

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Wien, AT
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€ 350,00 Kaufen

‎Rueskefer von Wellenthal, Michael Frh., Staatsbeamter im Finanzministerium (1794-1872).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 21. IX. 1834.‎

‎2½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Freund: "Deinen Brief habe ich vorgestern bekommen [...] bitte Dich jetzt nur um Nachsicht, daß ich zwey Tage verstreichen ließ, bis ich zur Beantwortung kam [...] Der Wunsch Deines Bruders Karl ist sehr lobenswerth; auch zweifle ich nicht, daß sein Fleiß beständiger were [!] wie früher, doch glaube ich nicht, daß seine Fähigkeiten sich so sehr entwickelt haben sollten, daß sie seinen Wünschen gleichen Schritt halten könnten. Seine Ansicht einer schnelleren Beförderung erscheint nicht unrichtig; doch die Aussicht zur Aufnahme beym Generalstab [...] müßte sich mehr auf seine Anlage, schön zu zeichnen, gründen als auf die Erlernung der Mathematik. Er soll ersteres fleißig cultivieren, und sich bemerkbar zu machen suchen [...]". Es folgt eine detaillierte Auseinandersetzung über den zukünftigen Werdegang des Bruders. - Als "bedeutendere Momente" von Rueskefers "ganze[m], dem Staate mit voller Hingebung gewidmete[n] Leben [...] sind hervorzuheben im Jahre 1833 die von ihm durchgeführte Organisirung der finanziellen Verwaltungsbehörde erster Instanz in Wien; seit 1841 sein Referat über die Angelegenheiten der Staatsdruckerei, zu deren Emporblühen er wesentlich mitgewirkt [...]" (Wurzbach, zit. n. DBA I 1065, 362ff.).‎

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Wien, AT
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€ 65,00 Kaufen

‎Ruiz, Valentin, Jesuit (1813-1889).‎

‎Eigenh. Briefausschnitt mit U. Ort unlesbar, 21. XII. 1866.‎

‎1 S. Qu.-schmal 8vo. An einen Buchhändler mit dem Ersuchen um Zusendung von Schriftwerken. - Ruiz war Hofkaplan S. M. der Königin von Spanien, lebte mehr als zwanzig Jahre in Triest und wurde 1878 Rektor des Collège de Carrion.‎

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Wien, AT
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€ 40,00 Kaufen

‎Ruttenstein, Konstanze Frfr. von, Musikerin (1835-1890).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Paris, 10. III. 1883.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An Frau von Weiss: "Frau von Springer, welche mir den Kauf Ihres Hauses so warm anempfiehlt, habe ich heute brieflich gebeten, Sie in meinem Namen zu ersuchen, wenn es möglich ist, mir eine kleine Wartezeit von 4 bis 5 Wochen zu gönnen bevor ich einen definitiven Entschluss fassen kann! Nach einer schweren Krankheit mich kaum in Reconvaleszenz befindend, ist es mir ganz und gar unmöglich so schnell nach Wien zu reisen um das Haus besichtigen zu können - und Euer Wohlgeboren werden mir wohl Recht geben, daß man doch unmöglich ein Haus kaufen kann, ohne es gesehen zu haben [...]". - Die Tochter des Komponisten Josef Geiger erhielt von ihrem Vater ersten Klavierunterricht, studierte später bei Wenzel Johann Tomaschek und konzertierte bereits seit ihrem sechsten Lebensjahr in Wien sowie im Ausland. Bis zu ihrem zehnten Lebensjahr veröffentlichte sie zehn Kompositionen - namentlich Tänze und Märsche -, die allesamt mit Bewunderung aufgenommen wurden. Sie verkehrte freundschaftlich im Hause von Johann Strauß, der ihr und Prinz Leopold von Sachsen-Coburg, den sie 1861 ehelichte, einen gemütlichen Walzer im Ländlerstil, den "Grillenbanner", widmete. Seit 1848 spielte sie auch Theater, ohne festes Engagement und im Rahmen von Gastauftritten. - Auf Briefpapier mit gepr. Vignette.‎

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Wien, AT
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€ 120,00 Kaufen

‎Auguste, Prinzessin von Sachsen-Coburg-Gotha (1782-1863).‎

‎Eigenh. Vollmacht mit U. O. O. u. J.‎

‎2 SS. Kl.-8vo. "Für die nachstehenden Kunstgegenstände ertheilen die Unterzeichneten dem Herrn Hofrath Dr. Förster die Vollmacht bis zu den beigesetzten Preisen ersteigern zu wollen [...]." - Beiliegend 1 Visitkarte mit eh. Ergänzungen. - Auguste Prinzessin von Sachsen-Coburg-Gotha war das einzige Kind des Kurfürsten Friedrich August III. von Sachsen. Da ihr Vater den polnischen Thron ausschlug, konnte sie ihre Rolle als Infantin nicht antreten.‎

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Wien, AT
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€ 100,00 Kaufen

‎Sacken, Eduard Frh. von, Kunsthistoriker und Archäologe (1824-1883).‎

‎Brief mit eigenh. U. Wien, 26. II. 1881.‎

‎1 S. Folio. An einen namentlich nicht genannten Adressaten betr. der Zusendung von Büchern. - Sackenwar Kustos, Vizedirektor und seit 1871 Direktor des Münz- und Antikenkabinetts. 1864 wurde er ständiges Mitglied der Zentral-Kommission zur Erforschung und Erhaltung der Baudenkmale. - Beiliegend ein faks. Schreiben Ed. von Sackens an J. A. Frh. von Helfert. - Auf Briefpapier mit gestemp. Eingangsvermerk der K. K. Kriegs Archiv Direktion.‎

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Wien, AT
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€ 60,00 Kaufen

‎Salm-Reifferscheid-Krautheim, Hugo Franz Altgf. zu, Naturforscher und Kämmerer (1776-1836).‎

‎4 Briefe mit eigenh. U. Wien, 1822-1834.‎

‎Zusammen 6 SS. 4to. Dreimal mit eh. Adresse. An die Calvesche Buchhandlung in Prag in Fragen von Rechnungen, Bestellungen und von dieser zu bindenden Büchern: “Indem ich nun das große bey Ihnen genommene Werk Dictionnaire des sciences naturelles F. G. Levrault in Straßburg, binden lassen will finde ich am Ende des 60sten fin de soixantieme Volume bey d[em] Worte Zythom von 1830. [!] Die letzten Kupfer sind das 61 Cach. [recte: cahiers] und ein Heft, welches heißt ‘Titren et Tables des Matières’. Damit kann das Werk nicht geschlossen seyn, denn sonst stünde bloß das Wort fin. Auch ist gar nicht zu zweifeln, daß [es in einem] Werk von solchem Umfang nicht noch Nachträge geben müssen. Ich ersuche daher mir dieses nachträglich besorgen zu wollen [...]” (Br. v. 14. VII. 1833). - Nissen 4616 zufolge ist jedoch anders als von Gf. Salm vermutet Hippolyte Cloquets ‘Dictionnaire des Sciences Naturelles’ tatsächlich so vollständig. - Der verdiente Militär zog sich nach dem Frieden von Campoformio 1797 ins gelehrte Privatleben zurück, um chemischen, mineralogischen und anderen naturwissenschaftlichen Studien nachzugehen, unternahm ausgedehnte Reisen - von denen er u. a. mit Zeichnungen und Beschreibungen von englischen Schafwollmaschinen zurückkehrte, die bis dato in Österreich unbekannt gewesen waren - “und hat sich mich wahrem Enthusiasmus für die Verbreitung der für die Menschheit höchst wohltätigen Kuhpockenimpfung interessiert” (Czikann, Die lebenden Schriftsteller Mährens, s. v.). - Tls. mit größeren Aus- und Einr. bzw. Papierdurchbrüchen und gelegentlichem, jedoch nicht sinnbeeinträchtigendem Buchstabenverlust.‎

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Wien, AT
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€ 580,00 Kaufen

‎Salzbacher, Josef, Theologe (1790-1867).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 30. XI. 1851.‎

‎1 S. Qu.-gr.8vo. Wohl an eine Bibliothek: "Mit dem verbindlichsten Danke stellt der ergebenst Gefertigte Tobler's 'Bethlehem' zurück. Sowohl aus der Lecture dieses als auch des Werkes über Jerusalem muß es Mißfallen erregen, daß der Verfasser in seinen Noten beinahe alle seine Quellen [...] mehr oder weniger mit leidenschaftlicher Critick verfolgt [...]". - Josef Salzbacher war seit 1847 Domkustos von St. Stephan in Wien. "Nach einer Palästinareise (1837) erreichte [er] die Wiedereinsetzung des General Kommissariates für das Heilige Land und die Durchführung jährlicher Sammlungen für dessen Bedürfnisse. Er wirkte unermüdlich für das Missionswesen, vor allem für die neubegründete Leopoldinen-Stiftung, und begab sich 1842 nach Nordamerika, mit dessen Episkopat er in reger Korrespondenz stand" (ÖBL IX, 399). Zudem erwarb sich Salzbacher Verdienste um die Restaurierung des Wiener Domschatzes.‎

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Wien, AT
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€ 80,00 Kaufen

‎[Salzburg]. - Café Winkler am Mönchsberg.‎

‎Planpausen zum Cafe Restaurant Winkler am Mönchsberg in Salzburg von Architekt Josef Hawranek. Salzburg, 1950.‎

‎4 mehrfach gefaltete Planpausen, 530:880 mm, und drei Pläne zu 450:530 mm. Vollständige Planserie, bestehend aus Fassadenansichten, Schnitt und drei Geschoßplänen zu dem 1950 in dominierender Lage über der Stadt Salzburg am Mönchsberg errichteten Cafe-Restaurant, das von 1977 bis 1992 das Casino der Stadt beherbergte. Dieser Bau musste dem 2004 eröffneten Museumsneubau der Architekten Friedrich Hoff Zwink für das Museum der Moderne weichen, sodass dem vorliegenden Planmaterial interessanter Dokumentationswert für die Salzburger Nachkriegsarchitektur zukommt.‎

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Wien, AT
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€ 150,00 Kaufen

‎Sandels, Carl Wilhelm, schwedischer Staatsmann und Militär (1818-1896).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Stockholm, 31. V. 1881.‎

‎1 S. auf liniert. Doppelblatt. 8vo. An seinen Bruder: "Bu vid flyttningningen, då jag går igenom allt, har jag fått reda på dine 2n. böcker, som jag hade lägt in i en låda och icke kunde påminna mig hvar de vore för. Varade, och öfaervänder dem härvid. Jag hoppas det blifaer nöje för dig att återse dem [...]". ("Wegen des Umzugs, wo ich alles durchgehe, habe ich deine anderen Bücher ausfindig gemacht, die ich in eine Kiste gelegt hatte und mich nicht mehr entsann, wo sie waren. Für die Dauer übergebe ich sie hiermit. Ich hoffe, es ist dir eine Freude, sie wiederzusehen [...]").‎

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€ 150,00 Kaufen

‎Saurau, Franz Joseph Gf. von, Staatsmann (1760-1832).‎

‎Briefausschnitt mit eigenh. Namenszug. Wien, 21. II. 1825.‎

‎1 S. Kl.-8vo. Seit 1793 Adlatus des Polizei-Staatsministers, leitete Gf. Saurau 1794 die Aufdeckung und Unterdrückung der österreichischen "Jakobinerverschwörung" und wurde 1795 mit dem Titel eines Regierungspräsidenten Landeschef von Niederösterreich. 1797 brachte er eine Volksbewaffnung zustande und erreichte die Wiedererrichtung des Theresianums. Später Finanzminister und Hofkammerpräsident, Botschafter am Zarenhof und Hofkommissär für Innerösterreich, wurde Saurau 1809 Generallandeskommissär bei der Armee Erzherzog Johanns; nach Friedensschluß Statthalter von Niederösterreich, übernahm er 1817 mit dem Titel eines Obersten Kanzlers und Ministers des Innern die Leitung der Vereinigten Hofkanzlei und stand bis zu seiner Versetzung in den Ruhestand 1830 an der Spitze der inneren Verwaltung. Seit 1830 war er Botschafter in der Toskana.‎

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Wien, AT
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€ 100,00 Kaufen

‎Saurau, Franz Joseph Gf. von, Staatsmann (1760-1832).‎

‎Verständigung mit eigenh. U. Mailand, 2. I. 1815.‎

‎½ S. Folio. An Fürst Metternich mit der Nachricht, daß er die Kommunalkasse in Mailand angewiesen habe, ihm, Metternich, "die Summe von fünfzigtausend Lire in Gold zu Eurer fürstlichen Gnaden Disposizion zu verabfolgen". - Seit 1793 Adlatus des Polizei-Staatsministers, leitete Gf. Saurau 1794 die Aufdeckung und Unterdrückung der österreichischen "Jakobinerverschwörung" und wurde 1795 mit dem Titel eines Regierungspräsidenten Landeschef von Niederösterreich. 1797 brachte er eine Volksbewaffnung zustande und erreichte die Wiedererrichtung des Theresianums. Später Finanzminister und Hofkammerpräsident, Botschafter am Zarenhof und Hofkommissär für Innerösterreich, wurde Saurau 1809 Generallandeskommissär bei der Armee Erzherzog Johanns; nach Friedensschluß Statthalter von Niederösterreich, übernahm er 1817 mit dem Titel eines Obersten Kanzlers und Ministers des Innern die Leitung der Vereinigten Hofkanzlei und stand bis zu seiner Versetzung in den Ruhestand 1830 an der Spitze der inneren Verwaltung. Seit 1830 war er Botschafter in der Toskana. - An den Ränden etwas lappig, mit kl. Ein- bzw. Ausrissen und angestaubt.‎

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Wien, AT
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€ 120,00 Kaufen

‎Sayn-Wittgenstein-Berleburg, Friedrich Albrecht Fürst zu, Ritter des Schwarzen Adlerordens (1777-1851).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wiesbaden, 6. VII. 1842.‎

‎3 SS. auf Doppelblatt. Gr.-4to. An den Erzieher seines Sohnes Albrecht Friedrich August Karl Ludwig Christian Fürst zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg (1834-1904): "Meine Frau und ich danken Ihnen, liebster Freund, für die guten Nachrichten die Sie uns von Albrecht und über Ihre Reise berichtet haben von ganzem Herzen. Gottlob daß sich der theuere Knabe und auch Sie sich so wohl befinden, und es hat uns sehr gefreuet, daß Sie überall so freundlich aufgenommen worden sind [...] Daß sich Albrecht seither zu Ihrer Zufriedenheit betragen, hat meine Frau und mich innigst gefreuet und besonders hat es uns gerührt und beglückt, aus Ihrem Schreiben zu ersehen, daß er ein frommes Gemüth zu erkennen giebt und Sie jeden Abend selbst auffordert mit ihm zu beten. Möge ihm doch Gott diesen frommen Sinn erhalten! Ihrer Leitung und Führung, mein liebster Herr Candidat, haben wir das Theuerste anvertraut, was wir besitzen, ich hoffe es, und zweifle nicht daran, daß dieses junge kindliche Gemüth Ihrer Leitung und Ihren Ermahnungen willig Gehör geben und Ihnen folgen wird, wirken Sie daher mit Liebe und Sorgfalt auf sein Herz, damit er ein frommer / nicht fömmelnder / Gott gefälliger Mensch und die Freude seiner Eltern bleibe [...]". - Stärkere Faltspuren und Randläsuren.‎

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€ 100,00 Kaufen

‎Sayn-Wittgenstein-Berleburg, Johann Carl Ludwig Prinz zu, kgl. dänischer Generalleutnant (1786-1866).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Kopenhagen, 6. X. 1844.‎

‎1½ SS. Gr.-4to. An einen namentlich nicht genannten Hofrat: "Meinen wärmsten Dank für Ihre lieben Verse; Thorvaldsen klagte einmal in meiner Gegenwart darüber, daß man ihn in Copenhagen freilich sehr bewundere und feiere, und zwar weil der impuls dazu von außen komme, ob man mich aber hier empfindet, ist eine andere Frage, und dem dieses Gefühl bey meinen Arbeiten abgehet, dem bin ich nichts als ein geschickter Handwerker [...]". - Auf sehr dünnem Papier; rundum mit kleineren Randläsuren bzw. -einrissen.‎

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Wien, AT
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€ 100,00 Kaufen

‎Schacht, Hjalmar, Bankier, Politiker und Publizist (1877-1970).‎

‎2 eigenh. (Bild-)Postkarten mit U. Ludwigsburg und Seppensen, 1948 und 1949.‎

‎Zusammen 2 SS. Qu.-8vo. Jeweils mit eh. Adresse. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag und zu Neujahr.‎

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Wien, AT
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€ 120,00 Kaufen

‎Schärf, Adolf, Politiker (1890-1965).‎

‎Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 28. X. 1953.‎

‎1 S. 4to. An den Chirurgen und Krebsforscher Leopold Schönbauer: "Bei irgend einer Gelegenheit fragte mich die Frau des schweizerischen Gesandten, ob es möglich sei, dass ihre Tochter, die in der Schweiz ihre Ausbildung als Krankenschwester für Kinder und Frauen vervollkommnet habe, wieder an einer Krankenanstalt (sie war früher an der Semmelweisklinik) oder an einer privaten Krankenanstalt - nicht gegen Gehalt, sondern gegen Taschengeld - tätig sein könnte. Ich gestatte mir hiemit die Anfrage, ob eine solche Möglichkeit in irgend einer Form besteht [...]". - Adolf Schärf wurde im April 1945 Staatssekretär in der Staatskanzlei, im Dezember Vizekanzler, gehörte dem Nationalrat an und war zugleich Vorsitzender der SPÖ; von 1957 bis 65 amtierte er als Bundespräsident. - Leopold Schönbauer (1888-1963) war Begründer der Neurochirurgie in Österreich und errichtete zusammen mit Karl Honey und Julius Tandler die erste Krebsberatungsstelle in Wien; von 1945 bis 61 Direktor des Allgemeinen Krankenhauses und provisorischer Leiter des Instituts für Geschichte der Medizin - dessen "Beiträge" er ab 1948 herausgab -, war Schönbauer zusammen mit dem Psychiater und Neurologen Hans Hoff und dem Internisten Karl Fellinger an den Planungen zum Neubau des Allgemeinen Krankenhauses beteiligt. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; im linken Rand gelocht (keine Textberührung). - Beiliegend der ms. Durchschlag von Schönbauers Antwortschreiben.‎

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€ 50,00 Kaufen

‎Schaffrath, Wilhelm Michael, Politiker und Jurist (1814-1893).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 15. X. 1869.‎

‎1 S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ich bin nicht nach Leipzig; u. fahre daher heute Nachmittags um 2 Uhr auf den Windberg [...]". - In gehobenem Lebensalter konnte der aus Schöna/Sachsen stammende Politker auf eine lange politische Laufbahn zurückblicken; Mitglied in zahllosen Ausschüssen und politischen Ämtern - darunter etwa im Reichstag des Norddeutschen Bundes -, war Schaffrath zusammen mit Robert Blum und Johann Georg Günther Herausgeber der "Deutschen Reichstagszeitung".‎

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€ 60,00 Kaufen

‎Schalk, Anton, Reichsratsabgeordneter.‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 8. XI. 1909.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. “Herr Bildhauer Heu hat mich, wie ich annehme, mit Ihrer Zustimmung eingeladen, dem Denkmalcomité [...] beizutreten [...]”. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; im linken Rand gelocht (minimale Buchstabenberührung). - In altem Sammlungsumschlag.‎

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€ 40,00 Kaufen

‎Schariczer von Rény, Georg Frh., Feldmarschalleutnant (1864-1945).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. O. O., [28. VI. 1918].‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An Josef Wesely mit Dank für ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag. - Felpostkarte. - In Bleistift.‎

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€ 40,00 Kaufen

‎Scharschmid von Adlertreu, Franz Frh., Jurist (1800-1887).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 7. I. 1869.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten (wohl der Jurist Karl Frh. von Haerdtl): "Ein leichtes Unwohlsein, das mich länger als ich erwartete im Hause festhält, beraubt mich des Vergnügens, Ihnen persönlich, wie ich wollte, meinen Glückwunsch zu der Ihnen [zuteil] gewordenen allerhöchsten Auszeichnung darzubringen [...]". - Als Erzieher in der Familie Fürstenberg, später in der Familie Erzherzog Karls tätig, wurde Scharschmid 1843 Landesgerichtspräsident und Landeshauptmann in Teschen. Nach wechselnden Funktionen (u.a. Ministerialkommissär für die Organisation der Justizbehörden in Österreichisch-Schlesien und Präsident des Salzburger Landesgerichts) trat er 1874 als Präsident des Landesgerichts Wien in den Ruhestand und war seit 1875 Mitglied des Herrenhauses. - Karl Frh. von Haerdtl (1818-1889) war Mitglied des Herrenhauses und mehr als zwanzig Jahre lang Präsident der Wiener Advokatenkammer. - Auf Briefpapier mit gepr. kalligr. Monogramm.‎

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€ 75,00 Kaufen

‎Scharschmid von Adlertreu, Maximilian Frh., Politiker (1831-1905).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 6.XII. o.J.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten (wohl der Jurist Karl Frh. von Haerdtl): "Da ich durch das Rechts-Bureau der Staatseisenbahngesellschaf erfahren habe, daß Sie gleich mir Notizen über die Frequenz der Generalversammlungen wünschen, gereicht es mir zum besonderen Vergnügen Ihnen sowohl die von Staatsbahn als auch von der Creditanstalt, Anglobank und Staatsbahn requirirten Zusammenstellungen zur gefälligen Benützung abzutreten [...]". - Seit 1859 im Innenministerium in Wien tätig, wurde Scharschmid in späteren Jahren Ministerialsekretär und Sektionsrat und quittierte 1872 als Hofrat den Dienst. 1872 als Abgeordneter des Großgrundbesitzes im böhmischen Landtag in das Abgeordnetenhaus des Reichsrats entsandt, gehörte er diesem bis 1897 an und war anschließend Mitglied des Herrenhauses. - Karl Frh. von Haerdtl (1818-1889) war Mitglied des Herrenhauses und mehr als zwanzig Jahre lang Präsident der Wiener Advokatenkammer.‎

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‎Schebesta, Paul, Theologe, Missionar und Ethnologe (1887-1968).‎

‎Eigenh. Postkarte und gedr. Dankesschreiben mit U. St. Gabriel/Mödling, 1957 und 1961.‎

‎Zusammen 2 SS. 8vo. Mit eh. Adresse bzw. eh. Kuvert. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche. - Schebesta wurde nach Empfang der Priesterweihe 1911 als Mitglied der Steyler Missionare nach Moçambique entsandt, wo er während des Ersten Weltkriegs interniert war. Seit 1921 Dozent im Missionshaus Maria Enzersdorf am Gebirge (Niederösterreich), widmete er sich ethnologischen Studien und unternahm Forschungsreisen nach Malaysia (1924/25) und auf die Philippinen (1938/39). Seit den dreißiger Jahren beschäftigte er sich vor allem mit den Pygmäen Zentralafrikas, deren Lebensverhältnisse er auf insgesamt vier Expeditionen (1929, 1934/35, 1949/50, 1954) erkundete; seit 1947 unterrichtete er an der Wiener Hochschule für Welthandel. Vgl. Öst. Lex. II, 340f.‎

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