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[Steiermark. - Handel].
Rechnung über den Verkauf von Textilwaren. [Pettau], 13. IX. 1636.
Handschrift auf Papier. 1½ SS. Folio (30,82:19,4 cm). Vom Kaufmann Hans Miesel für Fräulein von Freyberg ausgestellt, enthält vorliegende Rechnung eine Liste von 14 Posten (Seide, Futtertuch, Fischbein, Leinwand, Watte u. a.), die der Kaufmann seiner Kundin geliefert hat. Wie weiters vermerkt, ist am “19 November 1636 [...] dises [Auszug] völlig bezalt wort[en]”. - In altem Sammlungsumschlag.
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[Steiermark. - Pettau].
Rechnung über geleistete Hafnerarbeiten. [Friedau bei Pettau], 1697.
Handschrift auf Papier. 2 SS. Folio (31,5:20,2 cm). Detaillierte Rechnungsaufstellung des Hafnermeisters Lorenz Korman über in Großsonntag durchgeführte Arbeiten. - In altem Sammlungsumschlag.
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[Steiermark. - Pettau].
Rechnung über geleistete Schlosserarbeiten. [Friedau bei Pettau], 12. V. 1625.
Handschrift auf Papier. 2¼ SS. auf Doppelblatt. Folio. (31,3:19,8 cm). Detailliertes “Verzaichniß Mein[er] Arbeit was ich Jörg Zaunberger Schlosser zu Fridau auf Grossen Sonntag gearbaith hab von [1]624 biß [1]625 Jahr wie hernach volgt [...]”. Wie dem Dokument weiter zu entnehmen, “ist mir dieses Auszug völlig bezalt worden”. - In altem Sammlungsumschlag.
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Stein, Reichsratsabgeordneter.
2 eigenh. Briefe mit U. Wien, 1916.
Zusammen 2 SS. 4to und 8vo. Mit einem eh. adr. Kuvert. "Gestatten Sie mir, daß ich Ihnen meinen besten Dank dafür ausspreche, daß Euer Hochwohlgeboren über Empfehlung des Hr. Dr. Ursin meiner Nichte Flora Richter den Eintritt in die Bürgerschule im 8. Bezirk ermöglichten [...]" (Br. v. 16. IX. 1916). - Der zweite Br. auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der "Deutschen Presse | Unbestechliche Zeitung" und mit der Bitte an einen namentlich nicht genannten Adressaten, den beiliegenden Brief (nicht mit dem hier vorliegenden ident) an Stadtrat Schwer zu übermitteln. - In altem Sammlungsumschlag.
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Steinbüchel, Anton von, Altertumsforscher (1790-1883).
2 eigenh. Briefe mit U. und 1 hs. Spesenabrechnung mit U. Wien, 16. bzw. 18. XII. 1826.
Zusammen 2 SS. Briefe und 5½ SS. Spesenabrechnung. Verschiedene Formate. Die Briefe an die k. k. Staatskanzlei betreffs der Einreichung beiliegender "Berechnung über die gesamten Ausgaben bei der am 27ten September 1826 von Paris nach London und von dort zurück bis 19ten Oktober 1826 gemachten Dienst Reise", deren Kosten sich in Summe auf 589 Gulden und 43 Kreuzer belaufen haben. - Steinbüchel wurde 1819 Direktor des Münz- und Antiken-Kabinetts und der k.k. Ambraser Sammlung und unternahm mehrere archäologische Reisen, "von allen mit mehr oder weniger Ausbeute für das seiner Leitung anvertraute Cabinet heimkehrend" (Wurzbach XXXVIII, 55). - Die Verso-Seite von Bl. 4 der Spesenabrechnung mit einem mehrzeiligen eh. und unterzeichneten Vermerk des im Jahr darauf verstorbenen Staatskanzleirates und Registraturdirektors Franz Anton von Kesaer: "Da Se. M. der Staatskancley blos aufgetragen haben, den H. v. Steinbüchel nach Paris und zurück zu befördern, so kann demselben die von Paris nach London gemachte Reise aus der hierortigen Kassa nicht vergütet werden". - Der auf einem Folio-Bl. verfaßte Brief an den Ränden stärker angestaubt und etwas lappig.
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Steiner, Leopold, Reichsratsabgeordneter.
Eigenh. Brief mit U. und gedr. Visitkarte mit mehreren eh. Zeilen. Wien, 1903 und 1914.
Zusammen 2 SS. 8vo und 7:11,5 cm. Betr. ein nahezu fertiggestelltes Bild des Malers Hermann Heindl. - Der Br. auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf "Der Oberkurator der N.-Ö. Landes-Hypothekenanstalt". - In altem Sammlungsumschlag.
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[Stephan Viktor, Erzherzog von Österreich (1817-1867)]. - Baron Anders.
2 eigenh. Briefe und 1 eh. Telegramm von Erzhzg. Stephan Viktors Oberstkämmerer Baron Anders. Schloss Schaumburg und Brüssel, 1864.
Zusammen 3½ SS. 4to. Mit einem eh. adr. Kuvert. An den Mediziner und Klimatologen Rudolph Rt. von Vivenot jun. (1833-70): "So sehr der Herr Erzherzog durch die von Euer Hochwohlgeboren auf seine Einladung gemachte Zusage eines erneuerten Besuches in Schaumburg erfreut war; eben so sehr bedauert Höchstderselbe auf dieses Vergnügen jetzt verzichten zu müssen. Durch seine verwandtschaftlichen Beziehungen hier festgehalten, wird der Herr Erzherzog erst zu Ende dieses Monates in Schaumburg zurück sein, um gleich darauf seinen Bruder - Erzherzog Joseph - auf seiner Rückreise nach Oesterreich bis Barnberg zu begleiten [...]" (Br. aus Brüssel v. 26. VI. 1864). Der zweite Br. und das Telegramm betr. die schlußends doch zustandegekommene Begegnung im Monat darauf. - Der Sohn Erzherzog Josephs war seit Dezember 1843 Zivilgouverneur von Böhmen und wurde nach seines Vaters Tod stellvertretender Palatin von Ungarn. Wegen der Märzereignisse 1848 wurde seine Stellung problematisch, obwohl er zum Vizekönig von Ungarn ernannt worden war. Im Juli 1848 eröffnete Stephan Viktor im Namen Kaiser Ferdinands I. den neu gewählten ungarischen Reichstag, der ihm im September den Oberbefehl über die ungarische Armee übertrug. Daraufhin legte er sein Palatinamt nieder und zog sich auf seine Besitzungen in Nassau zurück, wo er 1850-55 das neue Schloß Schaumburg errichten ließ.
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[Stephan Viktor, Erzherzog von Österreich (1817-1867)]. - Baron Anders.
Eigenh. Brief mit U. Schloß Schaumburg, 23. V. 1864.
3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Ober-Steuerrath: "Auf Euer Hochwohlgeboren geehrtes Schreiben vom 21ten d: habe ich die Ehre im höchsten Auftrage Hochdieselben zu bitten: den Herrn D.or von Vivenot gefälligst verständigen zu wollen, es werde Se. kais. Hoheit den Herrn Erzherzog sehr freuen seine Bekanntschaft zu machen [...]". - Der Sohn Erzherzog Josephs war seit Dezember 1843 Zivilgouverneur von Böhmen und wurde nach seines Vaters Tod stellvertretender Palatin von Ungarn. Wegen der Märzereignisse 1848 wurde seine Stellung problematisch, obwohl er zum Vizekönig von Ungarn ernannt worden war. Im Juli 1848 eröffnete Stephan Viktor im Namen Kaiser Ferdinands I. den neu gewählten ungarischen Reichstag, der ihm im September den Oberbefehl über die ungarische Armee übertrug. Daraufhin legte er sein Palatinamt nieder und zog sich auf seine Besitzungen in Nassau zurück, wo er 1850-55 das neue Schloß Schaumburg errichten ließ. - Mit einer Bleistiftnotiz zum Verfasser von fremder Hand auf Bl. 1 recto.
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[Stift Geras]. -
Eigenh. Brief mit U. von Abt Adrian Zach. Stift Geras, 4. V. 1911.
½ S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An die Universitätsbibliothek Wien: "Mit bestem Danke folgt das entlehnte Buch III 232.880 wieder zurück [...]". - Abt Lambert Zach ließ 1890 in dem seit 1760 dem Stift zugehörigen Schloß Walkenstein die erste Waldviertler Kneipp-Kuranstalt einrichten, die bis zum Zweiten Weltkrieg in Betrieb war.
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[Stift Heiligenkreuz]. - Michael Schnabl, Abt (fl. um 1650).
Urkunde mit eigenh. Namenszug ("Michael abbt zu H. Creuz"). O. O. u. D.
1 S. Qu.-8vo. Michael Schnabel, geboren im niederösterreichischen Pfaffstätten, wurde 1637 Abt von Heiligenkreuz und versah diese Tätigkeit bis zu seinem Tod 1658. Zudem war Schnabel Generalvikar des Zisterzienserordens.
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Stiles, William Henry, Diplomat (1808-1865).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D., [1845-49].
1 S. 8vo. An den Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-1884): "Enclosed I send you an article [...] which may be interesting to you [...]". - "I have recommended to you an American gentleman Mr. Jones whose child is taken suddenly sick. I hope it will be in your power to give them the benefit of your skill & kindness [...]". - W. H. Stiles, Enkel von Joseph Clay, war von 1845 bis 1849 als amerikanischer Gesandter in Wien, später als Abgeordneter des Kongresses in Georgia und während des amerikanischen Bürgerkriegs als Colonel der Konföderierten tätig. - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den "Konstitutionell-monarchistischen Verein"; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. - In altem Sammlungsumschlag.
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Stoerk, Felix, Jurist (1851-1908).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 8. V. 1881.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Gratuliert dem namentlich nicht genannten Publizisten und Politiker Ignaz Kuranda zum 70. Geburtstag: "Gestatten Sie einem alten Verehrer, seine herzlichsten Glückwünsche zu dem Feste, das Sie feiern und insbesondere den Wunsch, daß Ihr Wirken noch recht lange dem Reiche und dem Lande erhalten bleibe, auszusprechen [...]". - Der Bruder des Laryngologen Carl Stoerk war seit 1880 Professor für öffentliches Recht an der Universität Wien; 1882 ging er als a.o.Prof. des öffentlichen Rechts, insbesondere des Völkerrechts, der Rechtsgeschichte und der Rechtsphilosophie, nach Greifswald, wo er 1888 o.Prof. wurde. Stoerk war Herausgeber des "Archivs für öffentliches Recht" und schrieb u. a. "Zur Methodik des öffentlichen Rechts" (1885). - Ignaz Kuranda war Gründer der liberalen Wochenschrift "Der Grenzbote" und nach langjähriger politischer Tätigkeit in Deutschland seit 1861 Mitglied des niederösterreichischen Landtags, des Reichsrats sowie zeitweise auch des Wiener Stadtrats. 1872 wurde er Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde und Vizepräsident der "Israelitischen Allianz" in Wien. - Bl. 1 recto mit einem Vermerk von alter Hand in Rotstift.
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Stoerk, Felix, Jurist (1851-1908).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 14. XI. 1879.
1 S. 8vo. An die Direktoren einer Bücherei: "Beifolgend das längst für die Halle reservirte Ex. meines Buches [...]". - Felix Stoerk habilitierte sich 1880 in Wien für öffentliches Recht und ging zwei Jahre darauf als a.o.Prof. des öffentlichen Rechts, insbesondere des Völkerrechts, der Rechtsgeschichte und der Rechtsphilosophie, nach Greifswald, wo er 1888 o.Prof. wurde. Er war Herausgeber des "Archivs für öffentliches Recht" und schrieb u.a. "Zur Methodik des öffentlichen Rechts" (1885). - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf. - Ohne das erwähnte Buch.
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Stratimirovic, Djordje [Georg], Militär und Politiker (1822-1908).
Eigenh. Albumblatt mit U. O. O., 20. III. 1849.
1 S. Qu.-8vo. In serbokroatischer Sprache. - Stratimirovic war Anführer der nationalen Erhebung der serbischen Volksgruppe in Ungarn im April 1848. Der militärisch hochbegabte Stratimirovic war zugleich ein Wortführer der liberalen Bewegung und ein scharfer Gegner des Absolutismus. Seine revolutionären Aufassungen weckten die Gegnerschaft der orthodoxen Kirche, woraufhin er politischer Entscheidungen enthoben und sein Einfluß auf militärische Belange eingeschränkt wurde. - In altem Sammlungsumschlag.
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Strauß und Torney, Friedrich Viktor von, Politiker und Schriftsteller (1809-1899).
Albumblatt mit eigenh. U. und Datum. Dresden, 2. X. 1896.
1 S. Qu.-kl.8vo. Strauß war fürstlich schaumburg-lippescher Gesandter und Minister und wurde als Religionshistoriker, Dichter und Übersetzer bekannt, so etwa übertrug er als erster das Tao Te King aus dem Chinesischen ins Deutsche. Seine Übersetzung ist bis heute gebräuchlich, wurde 1959 im Manesse-Verlag neu aufgelegt und erschien dort 2004 in bereits 11. Auflage.
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Strobach Josef, Politiker (1852-1905).
Eigenh. Bildpostkarte mit U. Karlsbad, o. D.
1 S. Qu.-8vo. Beiliegend eine gedr. Visitkarte. Sendet herzliche Grüße aus Karlsbad. Die Bildseite zeigt eine zeitgenössische Ansicht aus Karlsbad mit der Villa Ritter, dem Evangelischen Hospiz und der Russischen Kirche. - Josef Strobach war knapp ein Jahr Wiener Bürgermeister, bis Kaiser Franz Josef sich schlußends doch dazu entschloß, den mehrmals gewählten, von ihm jedoch bislang wiederholt abgelehnten Karl Lueger als Bürgermeister zu bestätigen. Vgl. Czeike V, 381. - In altem Sammlungsumschlag.
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Strossmayer, Josip Juraj, katholischer Bischof und Theologe (1815-1905).
Brief mit eigenh. U. Dakovo (Koratien), 1. III. 1880.
¾ S. Folio. An den Redemptoristenorden: "Diocesium Bosnensis seu Diaconensis et Syrmiensis Schematismum pro anno currenti typis vulgatum in advoluto transpondendi honore fruor. Caetera peculiari cum cultu persevero". - J. J. Strossmayer war i. J. 1849 von Kaiser Franz Joseph auf Vorschlag von Ban Joseph Jelacic von Bužim zum Bischof von Ðakovo, Bosnien und Syrmien mit Sitz in Ðakovo ernannt worden. "Politisch war Strossmayer ein Vorkämpfer für die Aufwertung der slawischen Völker in der Österreichisch-Ungarischen Monarchie sowie für einen Zusammenschluss aller südslawischen Völker (Illyrismus) unter habsburgischer Führung. Aus diesem Grund trat er kirchlicherseits für eine Annäherung der Katholischen Kirche an die Orthodoxe Kirche ein und strebte eine einheitliche slawische Liturgie für Kroaten und Serben an" (Wikipedia). - Mit kleinen Randläsuren.
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[Studentica]. -
Hs. Gedichtabschrift eines Studentenliedes. [Czerników ?], 1846.
2 SS. Gr.-8vo. "Ach das Exmatriculiren | Ist ein böses Ding, ja, ja | Denn man spärt ein leises Frieren, | Denkt man der Examina. | Bang wird mir u. immer bänger; | Denn die goldne Zeit ist aus, | Weilen darf ich hier nicht länger, | Muß zurück ins Vatehaus [...]" (es folgen 48 Zeilen). - Mit stärkeren Gebrauchsspuren und kleinere Randläsuren.
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Stükart, Polizeirat.
Eigenh. Brief mit U. Wien, 12. XII. 1902.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. “Frl. Frieda Bayer Tochter des pens. Regierungsrates Bayer vom Obersthofmeisteramte welche alle Prüfungen mit Auszeichnung gemacht hat und Unterlehrerin der Volksschule VIII Lerchengasse III ist, bewirbt sich um die Stelle einer Volksschullehrerin in der Volksschule VIII Albertsplatz [...]”. - In altem Sammlungsumschlag.
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Stülz, Jodok, Historiker und Augustinerchorherr (1799-1872).
Eigenh. Brief mit U. St. Florian, 25. XI. 1861.
½ S. 4to. An die k.k. Central-Commission für Künste und historische Denkmale mit der Bestätigung über das Einlangen eines Manuskriptes. - Stülz trat 1820 in das oberösterreichische Chorherrenstift St. Florian ein, empfing 1824 die Priesterweihe und wurde 1843 Stiftspfarrer. Von Franz Kurz zu historischen Studien in Oberösterreich, Wien und München angeregt, förderte er das Landesmuseum Linz und gab seit 1852 das Urkundenbuch des Landes ob der Enns heraus. 1848 wurde er Abgeordneter in der Frankfurter Paulskirche, 1859 Propst des Stifts St. Florian.
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Stürgkh, Karl Gf. von, Politiker (1859-1916).
Eigenh. Mitteilung mit Namenszug in der Eingangszeile. Wien, 3. III. 1911.
¾ S. Kl.-4to. "Unterrichts-Minister | Graf Stürgkh | dankt verbindlichst für die freundliche Einladung auf Freitag, 10. März und bedauert sehr lebhaft für diesen Abend bereits anderwärtig versagt zu sein". - Von 1909 bis 1911 österreichischer Unterrichtsminister, wurde Karl Gf. Stürgkh 1911 von Kaiser Franz Joseph zum Ministerpräsidenten bestellt. Er suspendierte 1913 den böhmischen Landtag, vertagte 1914 den Reichsrat und regierte seitdem autoritär mit Notverordnungen, seit Kriegsbeginn mit Ausnahmeverfügungen für den Kriegsfall. Er weigerte sich, das Parlament wiedereinzuberufen, und setzte eine rigorose Pressezensur durch. Stürgkh wurde von Friedrich Adler, dem Sohn Victor Adlers, erschossen. - Papierbedingt leicht gebräunt.
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Stürgkh, Karl Gf. von, Politiker (1859-1916).
Visitenkarte mit zwei eigenh. Zeilen und Datum. Wien, 29. II. 1916.
1 S. Visitkartenformat. Mit einigen Beilagen (s. u.). Dankt einem namentlich nicht genannten Adressaten "bestens für die schönen Blumen". - Von 1909 bis 1911 österreichischer Unterrichtsminister, wurde Karl Gf. Stürgkh 1911 von Kaiser Franz Joseph zum Ministerpräsidenten bestellt. Er suspendierte 1913 den böhmischen Landtag, vertagte 1914 den Reichsrat und regierte seitdem autoritär mit Notverordnungen, seit Kriegsbeginn mit Ausnahmeverfügungen für den Kriegsfall. Er weigerte sich, das Parlament wiedereinzuberufen, und setzte eine rigorose Pressezensur durch. Stürgkh wurde von Friedrich Adler, dem Sohn Victor Adlers, erschossen. - Papierbedingt leicht gebräunt; mit schwarzem Trauerrand und gering fleckig; beiliegend der gedr. Partezettel, eine Portraitpostkarte von Stürgkh und eine von Friedrich Adler sowie vier teils zeitgenöss. Zeitungsausschnitte.
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Succi, Giovanni, hunger artist (fl. 1890s).
Letter signed. Accompanied by an original photograph. Vienna, "Hotel Royal", 11 April 1896.
8vo. 1 p. In German. Photograph: 132 x 200 mm on card; all edges gilt. To the editor of Vienna's "Deutsches Volksblatt": "Bezug nehmend auf mein gestriges Schreiben bedaure ich es daß ich mich irrthümlicherweise auf §19 berufen habe u. berichtige ich daher mein gestriges Schreiben dahin, daß ich es dem Willen des geehrten Herrn Redakteurs anheimstelle, meine Berichtigung aufzunehmen. Indem ich noch ersuche dies meiner Unerfahrenheit in den hiesigen Gesetzen u. Gebräuchen zuzuschreiben zeichne ich hochachtungsvoll [...]" ("With reference to my letter of yesterday, I regret having erroneously invoked §19 and therefore amend my said communication by submitting to the editor's judgment regarding his acceptance of this correction. I further beg that the mistake be ascribed to my inexperience with the local laws and customs [...]", transl.). - Paragraph 19 in the Austrian General Civil Code states that whoever addresses an infringement of his rights on his own authority, rather than lodging a formal complaint with the appropriate agency, or whoever exceeds his right of self-defence, shall be responsible for his actions. - The "hunger artist" Succi, who has been considered a possible inspiration for Franz Kafka's eponymous short story, stayed in Vienna from 29 March until 27 April 1896, performing a 30-day self-starvation act under medical supervision in his rooms at the Hotel Royal in Singerstrasse. Taking in nothing but Krondorf mineral water (though rumour has it that he was observed indulging in a beefsteak on the 26th day of his performance), he received some 500 paying guests during the Easter holidays alone, mostly members of Vienna's upper classes and even the nobility (including Archduke Ludwig Salvator). The photograph that accompanies the letter may well show such a soirée, apparently assembled at a restaurant or hotel (the Hotel Royal?) and including the artist Koloman Moser, seen third from right. - In an old collector's envelope.
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Süß, Gustav , Maler (1823-1882).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
1 S. 8vo. An ein namentlich nicht genanntes Fräulein: „Gestern habe ich mich bei der Vollendung einer Arbeit sehr beeilt, da ich beabsichtigte zeitig genug auf dem Bahnhofe zu sein, um Ihnen mit Überreichung einiger Blumen mein Lebewohl zu sagen [...]“. - Süß wurde seinerzeit als Tiermaler, namentlich als Zeichner von Hühnern und kleinen Vögeln bekannt und wußte „seine gefiederten Modelle mit so viel naivem Humor darzustellen, daß die Bilder eine packende Wirkung ausübten“ (ADB XXXVII, 180). - In altem Sammlungsumschlag.
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Sye Bong-Kil, John Baptist, Erzbischof (1911-1987).
Eigenh. Billett mit U. O. O. u. D.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. "Zum Fest der Geburt unseres Herrn und zum Neuen Jahr entbietet Ihnen die besten Segenswünsche [...]". - John Baptist Sye Bong-Kil war Erzbischof von Daegu (Südkorea).
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Taaffe, Eduard Gf. von, Staatsmann (1833-1895).
Eigenh. Brief mit U. ("Ed. Taaffe"). Wien, 14. I. 1870.
1 S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ich beehre mich Euer Hochwohlgeboren die privative Mittheilung zu machen, daß S. Majestät mit a. h. Entschließung vom 13. Januar den Gemeinderäthen Wilhelm Gross und Leopold Gottfried Paffrath das Ritterkreuz des Franz Josef Ordens a. g. zu verleihen geruht haben [...]". - Gemeinsam mit dem späteren Kaiser Franz Joseph I. erzogen, trat Taaffe 1857 in den Staatsdienst ein und wurde Landeschef des Herzogtums Salzburg, Statthalter von Oberösterreich, Innenminister und provisorischer Leiter des Unterrichtsministeriums. Von 1867 bis 70 war er Reichsratsabgeordneter, danach Mitglied des österreichischen Herrenhauses. Nach dem Ausgleich mit Ungarn wurde er stellvertretender Ministerpräsident und Kriegsminister im sog. "Bürgerministerium"; nach Auerspergs Rücktritt im Herbst 1868, versah er bis 1870 das Amt des Ministerpräsidenten. In den nächsten Regierungen mehrfach Innenminister und von 1877 bis 93 wieder Ministerpräsident und gleichzeitig Statthalter von Tirol, gelten als bleibende Errungenschaften seiner langen Regierungszeit die Einführung der Gewerbeinspektorate, der Arbeitszeitbegrenzung mit Sonntagsruhe, der Unfall- und Krankenversicherung und die Erweiterung des Wahlrechts durch Senkung des Zensus von zehn auf fünf Gulden. Nach der Auflösung des Reichsrats wurde sein Entwurf zu einem Wahlreformgesetz (1893) von allen Parteien abgelehnt, woraufhin er sich zum Rücktritt entschloß.
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Taucher, Wilhelm, Nationalökonom und Politiker (1892-1962).
Ms. Brief mit eigenh. U. O. O., August 1957.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An Josef Wesely mit Dank "für die freundlichen Glückwünsche anlässlich meiner Auszeichnung". - Bis zum "Anschluß" als Direktor der Handelskammer für Steiermark sowie als Konsulent der Landesregierung, seit 1936 als Bundesminister für Handel und Verkehr tätig, wurde Taucher 1938 seiner Ämter enthoben und 1940 zum Kriegsdienst eingezogen. Nach Kriegsende war er Professor für Volkswirtschaftlehre und Volkswirtschaftspolitik in Graz, Präsident der steirischen Handelskammer und Beauftragter des Bundeskanzleramts für die Verteilung der ERP-Gelder; Taucher gilt als "einer der frühesten Befürworter der europäischen Einigung" (Öst. Lex. II, 475).
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Taucher, Wilhelm, Nationalökonom und Politiker (1892-1962).
Ms. Brief mit eigenh. U. Graz, 29. V. 1953.
1 S. Qu.-8vo. Mit ms. adr. Kuvert. An Josef Wesely mit Dank für ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag. - Bis zum "Anschluß" als Direktor der Handelskammer für Steiermark sowie als Konsulent der Landesregierung, seit 1936 als Bundesminister für Handel und Verkehr tätig, wurde Taucher 1938 seiner Ämter enthoben und 1940 zum Kriegsdienst eingezogen. Nach Kriegsende war er Professor für Volkswirtschaftlehre und Volkswirtschaftspolitik in Graz, Präsident der steirischen Handelskammer und Beauftragter des Bundeskanzleramts für die Verteilung der ERP-Gelder; Taucher gilt als "einer der frühesten Befürworter der europäischen Einigung" (Öst. Lex. II, 475).
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[Mähren - Velký Újezd].
Taufbestätigung für Ewa Neschwara. Groß-Augest [Groß Aujesd - Velký Újezd], 18. XII. 1762.
½ S. Folio. Eigenh. von Pfarrer Ignatz Richter ausgefertigt und bescheinigt: "Ich Endes gefertigter bescheinige, daß heute in der Kirchen des heyligen Petri und Pauli bey der Pfarr Groß-Augest, allhier aus Nr. 31 aus dem Spitzhoff getaufft worden Ewa Neschwara an nemlichen Tage, und die gebohrene ein eheliches Töchterlein von Jakob Neschwara Schaff-Maysters katholischer Religion und Dorothea Neschwara geborener Radletz Von neu-Serowitz [...]". - Mit Siegel und Gebührenstempel.
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Taus, Josef, Politiker und Unternehmer (geb. 1933).
Portraitphotographie mit eigenh. U. O. O. u. D.
105:147 mm. Portrait en face in S/W. - Josef Taus war von 1975 bis 1979 Bundesparteiobmann der Österreichischen Volkspartei und von 1975 bis 1991 Abgeordneter zum Nationalrat; hernach war und ist er als Unternehmer tätig. - Mit einer winzigen Fehlstelle am oberen Rand.
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Teck, Franz von, Herzog im Königreich Württemberg (1837-1900).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An eine Caroline Carle (?): "Es würde uns sehr freuen, wenn Sie heute wollten zu uns zum Essen kommen? Wir könnten vielleicht auch Musik machen? [...]" - Der Sohn Alexander von Württembergs und Claudine Gräfin Rhédeys von Kis-Rhéde war seinerseits Vater von Queen Mary. - Bl. 2 verso mit Sammlerstempel "Graf Victor Wimpffen. Handschriftensammlung" sowie "Sammlung La Roche". Aus der 1903 versteigerten Sammlung des 1897 verstorbenen Korvettenkapitäns und Hofrats Victor Gf. Wimpffen (vgl. Mecklenburg, Vom Autographensammeln, 149); Bl. 2 mit kl. Ausriß und Siegelrest; Bl. 1 recto mit kleineren Flecken am liniken Rand.
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[Terrell, Alexander Watkins, Diplomat und Politiker (1827-1912)]. - Seine Gattin.
Eigenh. Brief mit U. ("Mrs. A. W. Terrell"). [Konstantinopel], 28.10.1893.
2 SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. In einer Angelegenheit ihrer zur Zeit Italien bereisenden Tochter an den Porzellanwarenfabrikanten Ernst Wahliss (1837-1900). - Bei der Verfasserin wird es sich um Terrells dritte Gattin Anne Holiday Anderson, geb. Jones, gehandelt haben. - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf der US-Legation in Konstantinopel.
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Terzi, Ottavio Barone di, Görzer Jurist und Beamter (fl. um 1769).
Eigenh. Brief mit U. Görz, 16. IX. 1768.
2 SS. 4to (Wasserzeichen: gekröntes Posthorn). An eine Reichsgräfin: "Auf Hochdero schätzbahrestes Schreiben von 30ten Augusti so ich aber erst vorgestern bey meiner Zurückkunfft von Lande mit geziemender veneration behändiget, hab ich die Ehre Euer Hochgebohrn zu versichern, das ich der Ankunfft des Hrn. Directoris Hochdero fabrique mit besondern Verlangen um so mehrers entgegen sehe, alß ich eine zimlich Nahmhaffte Anzahl Leuthe, so sich zur Einleitung der diesfältigen Arbeit anerbothen, bereits bey handen habe, und nicht wolte, das durch Ein allzustätte Verzögerung der erweckte Eyffer erlöschen, sohin die blühende Hoffnung eines erwünschten aufnahms verschwinden därffte. Ich meines Orts werde keinen Umstandt ausser acht lassen mich zu beförderung Hochdero unterhabenden fabrique und des darunter waltenden Nahrungszweig auf das böstmögligste zu gebrauchen, um hierdurch Euer Hochgebohrn mein gehorsamste Dienstbahrkeit zu erweisen [...]". - Am Rand einige Knickspuren bzw. etwas angestaubt.
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[Testament].
Testament des kurfürstlichen Mautners Christian Steiner und seiner Gattin Katharina, geb. Wirtzin. Zuckmantel, 7. V. 1730.
8 SS. auf 5 Bll. Folio. Mit insg. neun Unterschriften und Wachssiegeln.
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Thallóczy, Ludwig (Lajos) von, Politiker und Historiker (1857-1916).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 20. XI. 1902.
2½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: “Es erschien heute im Fremdenblatte eine sehr flüchtige Besprechung der noch gar nicht fertiggestellten Memoiren L. Bögyény’s des Älteren. Ich habe Hevesi ersucht - u. zwar mündlich und schriftlich - die Besprechung erst am 28ten loszulassen und ihm nur einen Theil des Werkes gegeben. (Bürstenabzüge). Hevesi hat aber über Nacht ein Feuilleton verbrochen und es heute (8 Tage vor dem Termin) losgelassen. Sie können sich meine Freude vorstellen. Hevesi kam hergerannt in Verzweiflung, daß er mich mißverstanden. Nun hat er dem Botschafter ein pater peccavi geschrieben und Morgen wird das Befremdenblatt dieses culpa mea selbst bekennen. Auch in Budapest müßte telegraphisch das Mißverständnis aufgeklärt werden [...]”. - Der ungarische Politiker und Minister machte sich insbesondere als Verfasser politischer Werke über den Balkan einen Namen.
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Thierry, Adolph Frh. von, Polizeiminister (1803-1867).
Eigenh. Brief mit U. [Wien], 28. IX. 1863.
1 S. 8vo. Wohl an den Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-1884): „Euer Wohlgeboren ersuche ich, mich eines schweren Krankheitsfalles wegen sobald als es Ihnen möglich seyn wird, besuchen zu wollen [...]“. - Thierry wurde 1837 Legationsrat in Frankfurt und avancierte rasch zum Hofrat und Bundeskanzleidirektor; 1849 ins Ministerium des Äußeren übersetzt, zog er sich nach dem Tod Fürst Schwarzenbergs ins Privatleben zurück um fünf Jahre darauf das Polizeiministerium zu übernehmen. „Das Jahr seiner polizeiministeriellen Wirksamkeit gehört nicht zu seinen glorreichsten, sein Rücktritt ward nicht nur nicht bedauert, sondern im Gegenteil beklagte man, daß derselbe nicht schon viel früher erfolgt sei, ja, daß Thierry überhaupt zu einer Stelle berufen worden, zu welcher er den ganz vormärzlichen Geist kleinlicher Nergeleien und die Kunst im Kleinen groß zu sein, aber sonst auch kein Atom staatsmännischer Begabung mitgebracht“ (Wurzbach, zit. n. DBA I 1266, 424). - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den „Konstitutionell-monarchistischen Verein“; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. - Auf Briefpapier mit gepr. Monogramm. - In altem Sammlungsumschlag.
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Thürheim, Christoph Wilhelm Graf von, statesman (1731-1809).
LS. Vienna [?], 21 April 1760.
4to. 2 pp. on bifolium. To an unnamed Count, in connection with taking an oath of fealty to the heirs of the late Count Richard von Sallaburg: "[...] Gleichwie mir aber jederzeit sehr angenehm seyn wird Ew. Hoch- und Wohlgebohren sowohl als auch meine Hochgeehrten Herrn Vettern Grafen v. Sallaburg meine Dienstferttigkeit zu bezeugen; So solle die Ablegung der persönlichen Lehens-Pflicht mich sehr gerne unterziehen [...]". - Slight paper defects.
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Thugut, Franz Maria Frh von, Staatsmann und Diplomat (1736-1818).
Anweisung mit eigenh. U. Wien, 4. I. 1795.
½ S. auf Doppelblatt. Folio. "Der k.k. Niederländisch und Italienische Cassa Zahlmeister Herr Joseph Hussard wird mir gegen diese Anweisung Hundert Gulden aus der Cassa der geheimen Hof und Staatskanzley auszahlen [...]". - Der vielfach in diplomatischem Dienst eingesetzte und mancherlei Orts residierende Gesandte war von 1793 bis 1801 Leiter der Außenpolitik und Haupt der Kriegspartei in den napoleonischen Kriegen gegen das revolutionäre Frankreich; antipreußisch eingestellt, brachte er 1795 die Koalition zwischen Österreich, England und Russland zustande. Die unglückliche Verhandlungsführung am Ende des 2. Koalitionskrieges führte schließlich zu seinem Sturz.
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Thun und Hohenstein, Franz Anton I. Graf von, Wohltäter (1786-1873).
Eigenh. Antwortentwurf mit U. Teschen, 3. X. 1829.
½ S. auf Doppelblatt. Folio. Einspaltig. Auf einem Ansuchen des Gehilfslehrers Franz Riedl um eine Stelle an der Ebersdorfer Privatschule: "In der zuversichtlichen Hoffnung daß der Bittsteller durch seinen zum Beyspiel dienenden moralischen Lebenswandel, sowie durch eifrige, liebevolle geduldige Pflichterfüllung seiner Berufspflichten sich stets bestreben wird meine Zufriedenheit zu verdienen und sein eigenes künftiges Glück zu gründen, wird ihm die angesuchte Bestätigung in Gnaden ertheilet". - Noch minderjährig das Erbe seines frühverstorbenen Vaters antretend, verbrachte T.-H. seine Jugend auf den ausgedehnten Besitzungen des Fideicommißmajorates Tetschen, trat 1807 in die Armee ein und nahm als Adjutant im Krieg von 1809 in den Schlachten bei Aspern und Wagram teil. Hernach sein Gut verwaltend, war T.-H. ein allseits geschätzter Industrieller und Wohltäter, dessen Leistungen und Taten “in schlichten und prunklosen Worten” einige Seiten bei Wurzbach füllen: “Als am 14. Oktober 1858 anläßlich des fünfzigjährigen Gedächtnistages seines Besitzantrittes, und dann im Jahre 1865 zur Feier seines achtzigjährigen Geburtstages große Feste veranstaltet wurden, zeigte es sich, wie Alles in ihm weniger den Gutsherrn, als den Vater der Gegend verehrte, welche durch ihn nur Segen erfuhr und in einen Zustand der Blüthe versetzt worden, wie wenige andere im großen Kaiserstaate” (Wurzbach, s. v.). - Etwas angestaubt und gebräunt und mit einigen kleinen Papierdurchbrüchen in den Faltungen.
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Thun-Hohenstein, Paul Graf, österr. Schriftsteller und Diplomat (1884-1963).
Eigenh. Postkarte mit U. Wien, 14. XI. 1960.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An Josef Wesely mit Dank für ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag.
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[Thun-Hohenstein, Joseph Matthias Gf., Politiker, 1794-1868]. - Heinrich Spindler.
Eigenh. Brief mit U. Prag, 11. II. 1846.
1½ SS. 4to. Brief des Privatsekretärs von T-H. an eine “verehrliche Redakzion”des Grenzboten, der er einen Aufsatz Seiner Exzellenz übersendet: “Der Zweck dieses Aufsatzes ist: alle weiteren etwaigen Reklamazionen über den Artikel in Nr. 3 der Grenzboten wo möglich zu verhindern, indem jede Polemik über unser Ständethum gerade in diesem Augenblicke in keinerlei Beziehung erwünschte Resultate liefern würde. Der Herr Graf gab deshalb diesem Artikel ein halb offizielles Ansehn [...]”. - Gf. Thun-Hohenstein nahm als Offizier des Uhlanenregimentes Erzherzog Karls an den Feldzügen von 1813 und 1815 teil, trat nach dem Friedensschluß aus der Armee aus und widmete sich den Wissenschaften sowie der Verwaltung seiner böhmischen Güter. Als Gründer der ersten böhmischen gegenseitigen Brandschaden-Versicherungsgesellschaft ist ihm die Errichtung der ersten Kettenbrücke in Prag sowie die Anlage des Franzens Kai zu danken. “Im böhmischen Landtage, in welchem er als Oberkämmerer des Königreichs Böhmen die Stelle des Vorsitzenden im Landesausschuß einnahm, befand er sich unter den Führern der Opposition [...] Vom Ausschusse für den 1848er Slavenkongreß wurde der Graf zum Präsidenten gewhält, aber Krankheit verhinderte ihn, den Sitzungen beizuwohnen” (Wurzbach, s. v.). Krankheitshalber zog er sich auch bald darauf aus dem öffentlichen Leben zurück und lebte bis zu seinem Tod in Salzburg.
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Thurn, Gf., Rittmeister.
Eigenh. Brief mit U. Wien, 20. IX. 1859.
½ S. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An den Mediziner und Klimatologen Rudolph Rt. von Vivenot jun. (1833-1870) "mit vielem Dank für die so gut gelungene Cur". - Rudolf Rt. von Vivenot jun., der älteste Sohn aus der ersten Ehe des weithin gerühmten Wiener Mediziners selben Namens (1807-84) mit Josefine Baronin Metzburg (1810-38) und Bruder des Historikers Alfred (1836-74) aus Rudolf sen. zweiter Ehe mit Antonie von Bergenthal (1820-46), zählt zu den Pionieren der "experimentell-physiologischen Richtung der Klimatologie" in Wien. "Die Folge der in [seinen] Aufsätzen mitgetheilten Untersuchungen war, daß die pneumatische Heilmethode in Deutschland vollends eingebürgert wurde, so daß sich jetzt kaum noch eine größere deutsche Stadt findet, die nicht eine pneumatische Anstalt besäße" (Annette von Vivenot: Geschichte der Familie v. Vivenot. Wien, Steyrermühl, 1902, S. 59). - Die Recto-Seite mit knapper Bleistiftnotiz zum Verfasser von fremder Hand und der irrtümlichen Lesart von dessen Namen als "Thum". - Das Kuvert mit gut erhaltenem Siegel.
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Thurn-Valsassina, Georg Gf. von, Militär (1788-1866).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 21. IX. 1857.
1 S. 8vo. An den namentlich nicht genannten Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-1884) in Fragen der militärischen Laufbahn von dessen Sohn: „Ich habe vorgestern mit dem Grafen Clam gesprochen u. ihn von der Eintheilung des Lieut. Hölvasy [?] in sein Regiment, was ihm noch nicht bekannt war, in Kenntnis gesetzt. Er wird nun sich wegen der Gegen Transferirung Ihres Sohnes in mein Regiment an [...] Gf. Grünne wenden, was sicher der beste Weg ist, der eingeschlagen werden kann“. - Der versierte Militär, „[h]ervorragend als Diplomat und Militär“ (ADB XXXVIII, 226) wurde für seine Erfolge im Feldzug von 1848 mit dem Orden der Eisernen Krone I. Klasse ausgezeichnet. Seine lange, auch an anderen Auszeichnungen reiche Laufbahn mündete im Amt des Präsidenten des obersten Militär-Justizsenates. - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den „Konstitutionell-monarchistischen Verein“; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. - Der erwähnte Sohn des Mediziners ist vermutlich der spätere k. k. Hauptmann und Legationsrat Alfred (1836-1874), ein Sohn aus Vivenots zweiter Ehe mit Antonie von Bergenthal (1820-1846).
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Tinti, Karl Wilhelm Frh., Politiker (geb. 1829).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 8. V. 1881.
1 S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: “Gestatten Sie, daß ein alter Reichsraths-College vom Jahre 1891, der mit Ihnen so viele erhebende u. so viele traurige Momente in unserem parlamentarischen Leben durchmachte, u. Ihnen stets die aufrichtigste Hochachtung zollte, Ihnen zu dem heutigen Feste seinen warmen u. herzlichen Glückwunsch spende [...]”. - Tinti, Sproß einer alten italienischen Familie, war Mitglied des Abgeordnetenhauses des österreichischen Reichsraths, “wo er entschieden zur Parthei der Großösterreicher gehörte” (Wurzbach, s. v.). Während des Krieges von 1866 “machte er sich als erster Vice-Präsident des patriotischen Hilfs-Vereines so sehr verdient, daß ihm von Seiner Majestät [...] das Comthurkreuz des Franz Joseph-Ordens verliehen wurde” (ebd.).
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Tinti, Karl Wilhelm Frh., Politiker (1829-1884).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 15. VI. 1883.
1 S. Qu.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Buchhändler: "Da ich das Buch von Detlof, Unlösliche Bande[,] bereits besitze, so sende ich Ihnen dasselbe mit dem Ersuchen zurück, den als Nachnahme dafür eingehobenen Preis der Uiberbringerin zurück zu geben". - Tinti, seit 1852 vorwiegend mit der Verwaltung der Familiengüter beschäftigt, war Mitglied und Vizepräsident der k. k. Landwirtschaftsgesellschaft, 1859 auch Mitbegründer des patriotischen Hilfswerkes. Bei der Wahl 1867 kam es seinetwegen anläßlich der Wahlprüfung zu einer Kontroverse im Landtag, wobei Bischof Fessler nachträglich das Stimmrecht im Großgrundbesitz aberkannt wurde. Nach Einführung der direkten Wahl in den Reichsrat verzichtete er auf sein Landtagsmandat.
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[Tirolensia].
Lehensurkunde für Mathias Martin Mayr aus Hall. Innsbruck, 10. XII. 1757.
1 S. auf Doppelblatt. Qu.-gr.-Folio (293:456 mm). Mit drei papiergedeckten Siegeln. Lehensurkunde für ein "ober der Haller Prüggen in Volderer Wald Landgerichts Sonnenburg" gelegenes Grundstück; mit eh. U. der Grafen Joseph Trapp und Leopold Künigl sowie zwei weiteren Unterschriften. - Etwas angestaubt und fleckig.
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[Tirolensia]. -
Verzichtsbrief. O. O., 8. II. 1552.
1 S. 225:355 mm. Auf Pergament. Verzichtsbrief des Marquart von Breisach und seiner Frau Praxeda, geb. von Hendl, die, nachdem Praxeda eine Mitgift von 3000 Gulden erhalten hat, auf alle weiteren Erbansprüche gegenüber der Dorothea v. Hendl, geb. von Ramschwag, und ihren Söhnen Franz und Sigmund von Hendl verzichten. - Etwas fleckig und mit geringen Schäden durch Mäusefraß; Volltranskription beiliegend; ohne anhängendes Siegel.
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[Todesco].
Sammlung von 5 Briefen aus dem Umfeld der Familie Todesco. Verschiedene Orte, 1870ff.
Zusammen 18 SS. auf 10 (= 5 Doppel-)Blatt. Gr.-8vo. Vorliegend ein eh. Brief mit U. von Baron Todesco an seinen Sohn Louis (dat., Southampton, 3. Juli 1870), zwei eh. Briefe mit U. des Schriftstellers, Musikers und Komponisten Charles Hamilton Aide (undat., einer an Louis Todesco und einer an Gräfin Batthyany), ein eh. Brieffragment ohne U. von Madame Batthyany an Louis (Todesco), dat. 8. IX. 1887, und ein eh. Brief mit U. eines nicht identifizierten Verfassers an denselben.
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Todt, Karl Gottlob, Jurist und Politiker (1803-1852).
Eigenh. Albumblatt mit U. Zürich, 31. I. 1850.
1 S. Qu.-8vo. “Durch Kampf zum Siege!” - Ursprünglich zum Tischlermeister bestimmt, nahm Todt 1824 an der Universität Leipzig das Studium der Rechte auf, wurde Stadtschreiber, Stadtrichter und Bürgermeister. In den ‘Blättern aus dem Voigtlande’ und dem ‘Adorfer Wochenblatt’ vertrat er politisch eine liberale Linie. 1836 in die sächsische Zweite Kammer gewählt, wirkte er am Entwurf eines Pressegesetzes mit. Während der Revolution von 1848 gehörte Todt dem Frankfurter Vorparlament und der Versammlung von Vertrauensmännern zur Revision der Bundesverfassung an. Er war Mitglied der im Verlauf des Maiaufstandes von 1849 gebildeten provisorischen Regierung in Dresden und flüchtete nach dessen Niederschlagung in die Schweiz.
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Trautmannsdorff, Ferdinand Graf, Oberstkämmerer (1825-1896).
Eigenh. Postkarte mit U. Konec-Chlum, 27. I. 1895.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. Dankt gemeinsam mit seiner mitunterzeichnenden Gattin Marie Graf Resseglier "für freundliche Wünsche". - Papierbedingt etwas gebräunt.
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