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‎Greinz, Rudolf, Schriftsteller (1866-1942).‎

‎Eigenh. Bildpostkarte mit U. [Innsbruck], 30. XII. 1938.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Neujahrswünsche. - Rudolf Greinz, der Bruder des Kritikers, Erzählers und Übersetzers Hugo Greinz, ließ sich als freier Schriftsteller in Meran, Innsbruck und München nieder, wo er unter dem Ps. ‘Tuifelemaler Kassian Kluibenschädel’ eifrig an der ‘Jugend’ mitarbeitete; von 1933 an lebte der beliebte und weitverbreitete Tiroler Erzähler in Aldrans bei Innsbruck. Vgl. Kosch VI, 763. - Die Bildseite der Karte mit einem Turmbläser als Neujahrsmotiv.‎

‎Greinz, Rudolf, Schriftsteller (1866-1942).‎

‎Eigenh. Bildpostkarte mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. Qu.-8vo. An ein Fräulein: "Besten Dank für Ihre liebenswürdigen Glückwünsche [...]". - Rudolf Greinz, der Bruder des Kritikers, Erzählers und Übersetzers Hugo Greinz, ließ sich als freier Schriftsteller in Meran, Innsbruck und München nieder, wo er unter dem Ps. "Tuifelemaler Kassian Kluibenschädel" eifrig an der "Jugend" mitarbeitete; von 1933 an lebte der beliebte und weitverbreitete Tiroler Erzähler in Aldrans bei Innsbruck.‎

‎Greinz, Rudolf, Schriftsteller (1866-1942).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Zell am Ziller, 5. IX. 1903.‎

‎3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Oberregisseur, den er davon in Kenntnis setzt, daß bzgl. einer geplanten Aufführung seines ‘Krippenspiels’ sein Rechtsanwalt "Herr Dr. Emil Jung [...] sich erlauben [wird], Sie nächster Tage neuerdings zu besuchen, um mit Ihnen alles Nähere zu besprechen. Nicht ohne Wichtigkeit ist nunmehr für das Erscheinen eines Bühnenwerks aus meiner Feder an einem Wiener Theater meine neue Stellung in der Wiener Presse. Wie Ihnen bekannt sein dürfte, bin ich schon seit einiger Zeit ständiger Mitarbeiter der 'Neuen Freien Presse' [...]". - Rudolf Greinz, der Bruder des Kritikers, Erzählers und Übersetzers Hugo Greinz, ließ sich als freier Schriftsteller in Meran, Innsbruck und München nieder, wo er unter dem Ps. ‘Tuifelemaler Kassian Kluibenschädel’ eifrig an der ‘Jugend’ mitarbeitete; von 1933 an lebte der beliebte und weitverbreitete Tiroler Erzähler in Aldrans bei Innsbruck (vgl. Kosch I, 727). Das erwähnte ‘Krippenspiel’ war 1895 unter dem Titel ‘Das Krippenspiel von der glorreichen Geburt unseres Heilands’ erschienen. - Beiliegend eine zeitgenöss. Reproduktion nach einer Originalphotographie, die den Erzähler "mit Frau und Tochter in seiner Sommerfrische Zell am Ziller" zeigt.‎

‎Greinz, Rudolf, Schriftsteller (1866-1942).‎

‎Eigenh. Brief mit U. München, 29. VI. 1913.‎

‎1 S. 4to. An Rita Jellinek in Wien: "Nun muß ich wo[h]l so ziemlich gleich viel schreiben, damit keiner von beiden gekränkt ist. Heute ist ein scheußlicher Regentag. Ich bin mehrere Stunden an der Schreibmaschine gesessen. Vielleicht habe ich deshalb einen Hunger nach der Feder. Das ist eigentlich noch kein Autogramm. Weil ich gerade ein paar Prospekte mit meinem Conterfei zur Hand habe, sende ich sie zu einer kleinen Erinnerung [...]". - Rudolf Greinz, der Bruder des Kritikers, Erzählers und Übersetzers Hugo Greinz, ließ sich als freier Schriftsteller in Meran, Innsbruck und München nieder, wo er unter dem Ps. "Tuifelemaler Kassian Kluibenschädel" eifrig an der "Jugend" mitarbeitete; von 1933 an lebte der beliebte und weitverbreitete Tiroler Erzähler in Aldrans bei Innsbruck. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des "Deutschen Literaturspiegels".‎

‎Greinz, Rudolf, Schriftsteller (1866-1942).‎

‎Eigenh. Portraitpostkarte mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. 8vo. "Des Dichters höchstes Ideal sei die Schönheit, seine heiligste Pflicht die Wahrheit und seine tiefste Liebe die Heimat". - Rudolf Greinz, der Bruder des Kritikers, Erzählers und Übersetzers Hugo Greinz, ließ sich als freier Schriftsteller in Meran, Innsbruck und München nieder, wo er unter dem Ps. "Tuifelemaler Kassian Kluibenschädel" eifrig an der "Jugend" mitarbeitete; von 1933 an lebte der beliebte und weitverbreitete Tiroler Erzähler in Aldrans bei Innsbruck.‎

‎Greinz, Rudolf, Schriftsteller (1866-1942).‎

‎Visitkarte mit eigenh. Sinnspruch und U. verso. O. O. u. D.‎

‎1 S. "Die schwerste Erkenntnis auf Erden ist die Selbsterkenntnis". - Die Recto-Seite mit einer Briefmarke mit Greinz' Konterfei.‎

‎Grengg, Maria, Schriftstellerin und Malerin (1889-1963).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Rodaun, April 1950.‎

‎1 S. Qu.-8vo. "Zu viel Bedacht und Abängsten | frißt das Herzschmalz weg - | man muß das Leben als ein | Lacherter beim Genick packen | und nit als ein Weinender". - Maria Grengg, die die Meisterklasse Koloman Mosers an der Kunstgewerbeschule in Wien absolviert hatte, war seit 1923 literarische und graphische Mitarbeiterin der Zeitschrift "Der getreue Eckart". Mit dem Roman "Die Flucht zum grünen Herrgott" den Durchbruch als Schriftstellerin erzielend, verfaßte Maria Grengg fortan Romane, Novellen und Erzählungen. "Als Adolf Hitler kam und uns nur mit seinem großen Herzen nahm, wußte ich beglückt, daß jetzt alles gut sei und daß dieser seit je geliebte, größte Sohn meiner Heimat sie mir jetzt wiederschenkt!", schrieb sie nach dem “Anschluß” (zit. n. "'Anschluß' 1938. Eine Dokumentation". Hg. v. Dokumentationsarchiv des österr. Widerstandes. Wien 1988). Nach Ende des Krieges war sie fast ausschließlich als bildende Künstlerin, Verfasserin kunsthistorischer Essays und Jugendbuchautorin tätig.‎

‎Grengg, Maria, Schriftstellerin und Malerin (1889-1963).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Perchtoldsdorf bei Wien, Pfingstsonntag 1936.‎

‎2 SS. 8vo. An die namentlich nicht genannte Schauspielerin Lili Marberg: "[...] ein oder zweimal habe ich damals vom Verlag angerufen, Sie waren nicht hier - geschrieben habe ich auch - es kam keine Antwort mehr - So bin ich weiterhin still gewesen, aber ich habe Ihrer oft gedacth und bissl hat es mich traurig gemacht, dass nach dem damaligen ehrlichen und herzlichen Zuneigen nichts mehr kam - gar nichts mehr. Viel Abreit liegt in der Zeit seit wir uns nicht mehr sahen - Von allen Seiten kommt man jetzt zu mir, die ich so sehr in der Stille lebe, und fragt: Hast du eine neue Geschichte, in der Herzblut ist, fertig? Hast du wieder was Duftiges, Frommes, in Deiner Art Frommes? Weil ich daneben ja immer auch wieder zeichne, ich bin tief verwachsen mit meiner Zeichnerei und alles gute Schauen in der Schreiberei kommt von daher, bin ich kein Vielschreiber. So gebe ich an jede gedichtete Sache wirklich viel Arbeit und viel vom Menschsein [...]". - Maria Grengg, die die Meisterklasse Koloman Mosers an der Kunstgewerbeschule in Wien absolviert hatte, war seit 1923 literarische und graphische Mitarbeiterin der Zeitschrift ‘Der getreue Eckart’. Mit dem Roman ‘Die Flucht zum grünen Herrgott’ den Durchbruch als Schriftstellerin erzielend, verfaßte Maria Grengg fortan Romane, Novellen und Erzählungen. "Als Adolf Hitler kam und uns nur mit seinem großen Herzen nahm, wußte ich beglückt, daß jetzt alles gut sei und daß dieser seit je geliebte, größte Sohn meiner Heimat sie mir jetzt wiederschenkt!", schrieb sie nach dem “Anschluß” (zit. n. ‘>Anschluß< 1938. Eine Dokumentation’. Hrsg. v. Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes. Wien 1988). Nach Ende des Krieges war sie fast ausschließlich als bildende Künstlerin, Verfasserin kunsthistorischer Essays und Jugendbuchautorin tätig. - Lili Marberg (1876-1962) gehörte von 1911 bis 1950 dem Wiener Burgtheater an. Seit 1936 auch Ehrenmitglied, spielte sie zunächst in Stücken Wedekinds, Hauptmanns und Ibsens, später vorwiegend Königinnen und mütterliche Frauen und galt weithin als vorzügliche Charakterdarstellerin. Zu ihren Hauptrollen zählten Desdemona, Hedda Gabler und Helena in "Vor Sonnenaufgang". Ihre einzige Filmrolle war die des Fräulein Munk in Walter Reischs "Silhouetten" (1936). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.‎

‎Grengg, Maria, Schriftstellerin und Malerin (1889-1963).‎

‎Eigenh. Briefkarte mit U. Wien, 24. XII. 1946.‎

‎2 SS. Qu.-8vo. Mit eh. adr. Kuvert. Dankt Josef Wesely für ihr übersandte Geburtstagswünsche: “Ich bin die ganze Zeit hier in Rodaun gewesen. Seit 4 Jahren wohne ich hier in einem sehr schönen 222 Jahre alten ehemaligen Jagdschlößchen, Bombenagriffe und Endkampf sind über dieses Haus hinweggegangen. Es blieb verschont, als sei ein blauer Schu[t]zmantel darüber gebreitet. Die Russen sind wochenlang bei Tag und Nacht durch das Haus gezogen - Ich war allein [...] die Russen haben mir nichts zerstört - als ich einige von ihnen zeichnete, kamen sie mir sogar mit einer gewissen Achtung entgegen. Freilich, man stand als Frau stets auf der Schneise zwischen Leben und Tod - und es hat Nervenkraft gekostet: immer obenauf und freundlich zu bleiben - einigemale wäre ich am liebsten gegangen aus diesem Grausen - aber ich wußte, daß nur ich allein das Haus und das Werk meines Lebens - meine schönen Zeichnungen, meine Bücher - retten konnte, ich wußte, daß viele Menschen an mir hängen, an mich glauben, daß ich ihnen Trost und Hilfe gewesen bin während des Wahnsinns dieses verfluchten Krieges [...]”. - Maria Grengg, die die Meisterklasse Koloman Mosers an der Kunstgewerbeschule in Wien absolviert hatte, war seit 1923 literarische und graphische Mitarbeiterin der Zeitschrift ‘Der getreue Eckart’. Mit dem Roman ‘Die Flucht zum grünen Herrgott’ den Durchbruch als Schriftstellerin erzielend, verfaßte Maria Grengg fortan Romane, Novellen und Erzählungen. "Als Adolf Hitler kam und uns nur mit seinem großen Herzen nahm, wußte ich beglückt, daß jetzt alles gut sei und daß dieser seit je geliebte, größte Sohn meiner Heimat sie mir jetzt wiederschenkt!", schrieb sie nach dem “Anschluß” (zit. n. "Anschluß" 1938. Eine Dokumentation. Hg. v. Dokumentationsarchiv des österr. Widerstandes, Wien 1988). Nach Ende des Krieges war sie fast ausschließlich als bildende Künstlerin, Verfasserin kunsthistorischer Essays und Jugendbuchautorin tätig. Vgl. Kosch VI, 770f. - Die Bildseite der Karte mit einer hübschen, etwa 5:5 cm großen eh. Zeichnung eines Blumenmotivs in Tinte und Farbstift.‎

‎Greville, Henry, d. i. Alice Durand, Schriftstellerin (1842-1902).‎

‎Visitkarte mit einigen eh. Zeilen und U. ("H. Greville"). O. O. u. D.‎

‎1 S. Visitkartenformat. An einen Monsieur Mayan mit dem Ausdruck ihres Bedauerns, Genf verlassen zu müssen, ohne sich von ihm verabschieden zu können. Ende April werde sie zurückkehren und sie hoffe, ihn dann immer noch vorzufinden. - Greville veröffentlichte mehrere Erzählungen in russischen und - nach ihrer und ihres Gatten Übersiedelung nach Frankreich - französischen Blättern; in ihren zu ihrer Zeit sehr populären Romanen schilderte sie zumeist die russische Gesellschaft. - Die Verso-Seite mit kl. Registraturetikett und hs. Numerierung "96".‎

‎Grillparzer, Franz, writer (1791-1872).‎

‎ALS. [Vienna], 22 Feb. 1836.‎

‎4to. 1 p. on bifolium. Fine letter to his cousin Hippolyt von Sonnleithner (1814-97): "Ich habe die Deinem Gedichte beigesetzte Anmerkung nicht gleich bemerkt und sende es Dir daher jetzt nachträglich. Das Gedicht ist recht gut, wenn auch vielleicht zu markirt Heinisch. Es würde unendlich gewinnen, ja vielleicht erst dann recht gut werden, wenn am Schluß der, dessen Haupt die Schöne trägt, nicht ausdrücklich genannt, sondern nur, aber so angedeutet würde, daß über die Identität der Person kein Zweifel obwalten könnte. Mitunter auch ein wenig Heinisch nachlässig [-] Wie schlecht es darum auch stand. | Gewahrt ich ein Bild Mit Einem [-] kann man nicht sagen | Ein blutig Haupt noch trägt. [-] | Ein Weib das in weißen Händen | Ein Haupt, blutig noch, trägt. | Und dann die letzte Strophe, wo man mit Schauder nur allzuwahr Züge wieder erkennt u.s.w. [...]".‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
[Books from Inlibris]

€ 4.000,00 Informazioni/Compera

‎[Grillparzer, Franz.] - Sauer, August, Germanist (1855-1926).‎

‎Arbeitsexemplar von Grillparzers ‘Des Meeres und der Liebe Wellen. Trauerspiel in fünf Aufzügen’ mit zahlr., tls. ganzs. eh. Annotationen August Sauers auf den zwischengebundenen Seiten u. im Text. Stuttgart, Cotta, 1886.‎

‎(2), 108, (108) SS. [Durchschossenes Exemplar]. Marmoriertes Halbleinen d. Zt. 8vo. Das am vorderen Innendeckel mit einmontiertem Exlibris von August Sauer versehene Exemplar dürfte das Arbeitsexemplar zur Druckvorlage der von ihm 1893 bei Cotta hrsg. Werkausgabe in 20 Bdn. (vgl. Wilpert/G. 553, 23) gewesen sein, jedoch lassen die sehr umfangreichen Eingriffe in den gedruckten Text der Ausgabe von 1886, die Sauer ebenso auf den zwischengebundenen Seiten wie im gedruckten Text notiert, darauf schließen, daß das vorliegende Exemplar möglicherweise auch eine von Sauer für die Bühne vorgenommene Bearbeitung des Stückes darstellt. Grillparzers Nachlaß selbst, der 1878 als Geschenk der Lebensgefährtin Katharina Fröhlich der Wiener Stadtbibliothek übergeben worden war, war Grundlage für die von August Sauer (1855-1926) gemeinsam mit Reinhold Backmann (1884-1947) hrsg. historisch-kritischen Gesamtausgabe (1909-1948). - Unbeschnittenes Exemplar mit Resten eines Rückenschildchens.‎

‎Grimm, Hans, Schriftsteller (1875-1959).‎

‎2 ms. Briefe mit eigenh. U. Lippoldsberg, 1937 und 1939.‎

‎Zusammen (½+½ =) 1 S. auf 2 Bll. Gr.-4to. Mit drei Beilagen (s. u.). An den Autor und Verleger Walther Scheuermann (1891-1975) mit Dank für die Zusendung von Büchern. - Grimms Frühwerk, insbesondere seine "Südafrikanische Novellen" (1913), fanden bei der Kritik schnell Anklang; mit dem Roman "Volk ohne Raum" (1926) "lieferte er den Nationalsozialisten das Schlagwort für ihre Kriegspolitik. Die sprachmächtig vorgetragene verhängnisvolle Verbindung eines Politikkonzepts aus dem 19. Jahrhundert mit der 'Lebensraum'-Ideologie ließ Grimm zwangsläufig zum literarischen Repräsentanten der nationalsozialistischen Herrschaft werden" (DBE). Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten zum Präsidenten der Reichsschrifttumskammer und zum Senator der Preußischen Akademie der Künste ernannt, zählte Grimm zu Hitlers und somit zu den Lieblingsautoren so ziemlich aller Nationalsozialisten. Seine von den nationalsozialistischen Organisationen unabhängig stattfindenden Versammlungen "deutschbewußter" Dichter, die sich unter dem Namen "Lippoldsberger Dichtertreffen" alljährlich in seinem Haus zusammengefunden haben, wurden nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgenommen. 1935 aus der RSK wegen politischer und ideologischer Differenzen entlassen, zog sich der zunehmend von der Partei Geschmähte, der er trotz allem nie angehört hatte, ins Privatleben zurück. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg verteidigte er u. a. in der erwähnten "Erzbischofsschrift. Antwort eines Deutschen" (1950) den Nationalsozialismus als notwendiges Instrument gegen den vorandrängenden Bolschewismus. 1953 scheiterte Grimm als parteiloser Kandidat der neonazistischen Deutschen Reichspartei für die Bundestagswahlen, da die Partei die Hürde der neu eingeführten Fünf-Prozent-Klausel nicht bewältigte; im Jahr darauf erschien die erwähnte Verteidigungsschrift "Warum-woher, aber wohin?". Vgl. Kosch VI, 811f. - Ein Brief auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; tls. mit kleinen Randläsuren und Quetschfalten; beiliegend drei weitere Briefe verschiedener Verfasser an Scheuermann.‎

‎Grisebach, Eduard, Schriftsteller und Literarhistoriker (1845-1906).‎

‎2 eigenh. Briefe mit U. Berlin, 30. III. bzw. 20. VIII. 1892.‎

‎Zusammen 9 SS. 8vo. An den Indologen Karl Eugen Neumann (1865-1915): "Meinen herzlichen Dank sage ich Ihnen für das mir hocherfreuliche Geschenk Ihrer Buddhistischen Anthologie welches neben Ihren ersten beiden Buddha-Schriften einen Ehrenplatz in meiner Bibliothek einnimmt (neben Schopenhauers Hand-Exemplar des Spence-Hardyschen Manual mit schönen handschriftl. Randglossen des Meisters). Sehr schön finde ich das Deutsch Ihrer Uebersetzung, namentlich auch der übersetzten Verse. Es wird nun wohl endlich das allgemeine Urtheil über das Rangverhältniß des Buddhaismus [!] und des Christenthumes sich rektifici[e]ren [...]" (Br. v. 30. III. 1892). - "Mit besonderem Vergnügen habe ich Ihren freundlichen Brief aus Wien erhalten und beeile mich Ihnen, namentlich auch für die Grabschrift-Berichtigung, meinen Dank abzustatten. Ich bin 1864 an Schopenhauers Grab gewesen und dann nicht wieder: da er nun seinen Namen meist mit lateinischen Buchstaben schrieb, so bin ich wohl dadurch auf die Idee gekommen, daß auch die Grabschrift so laute. In künftigen Drucken wird die Stelle im VI. Bande richtig gestellt werden [...]". - Der Sohn des Botanikers August Grisebach (1814-1879) war nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 im diplomatischen Dienst tätig, lebte u. a. in Konstantinopel, Smyrna, Jassy, Bukarest, St. Petersburg, Mailand und Port-au-Prince und widmete sich nach seiner Pensionierung gänzlich seinen literatur(historischen) Interessen. "Publikumserfolge" erzielte der Übersetzer, Schopenhauer-Biograph und Herausgeber von Werken Gottfried August Bürgers, Georg Christoph Lichtenbergs, Heinrich von Kleists und E. T. A. Hoffmanns vor allem "mit seinen anonym erschienenen Versepen 'Der neue Tannhäuser' (1869, (24)1909) und 'Tannhäuser in Rom' (1875) im Gestus Schopenhauerscher Weltnegierung" (DBE). - Neumann promovierte 1891 in Leipzig und ließ sich als Indologe in Wien nieder. Er unternahm mehrmals Studienreisen nach Indien, hielt sich 1894/95 zur buddhistischen Textforschung in England auf und übersetzte buddhistische Texte. Sein Hauptwerk ist die erste umfassende Übersetzung des Pali-Kanons, die 1896-1905 unter dem Titel "Die Reden Gotamo Buddhos" in vier Bänden erschien.‎

‎Grisebach, Eduard, Schriftsteller und Literarhistoriker (1845-1906).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. O. O. u. D., [nach 1893].‎

‎1 S. 4to. Aus "Der Neue Tannhäuser IX": "Daß andre dich vor mir besessen, | Hab' ich an deiner Brust vergessen, | Du sahst mich an so kindlich rein - | Der erste glaubt' ich stets zu sein. || Und immer, wenn ich wieder kam, | Umhüllte dich so süße Schaam, | Daß ich nicht wußte, keusches Weib, | War wirklich mein schon dieser Leib? || So wie der Mai stets wieder mailich, | Warst du von neuem stets jungfräulich; | Und eine bange Brautnachtfreude | Entzückte täglich so uns beide". - Der Sohn des Botanikers August Grisebach (1814-1879) war nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 im diplomatischen Dienst tätig, lebte u. a. in Konstantinopel, Smyrna, Jassy, Bukarest, St. Petersburg, Mailand und Port-au-Prince und widmete sich nach seiner Pensionierung gänzlich seinen literatur(historischen) Interessen. "Publikumserfolge" erzielte der Übersetzer, Schopenhauer-Biograph und Herausgeber von Werken Gottfried August Bürgers, Georg Christoph Lichtenbergs, Heinrich von Kleists und E.T.A. Hoffmanns vor allem "mit seinen anonym erschienenen Versepen 'Der neue Tannhäuser' (1869, (24)1909) und 'Tannhäuser in Rom' (1875) im Gestus Schopenhauerscher Weltnegierung" (DBE).‎

‎Grisebach, Eduard (Anton Rudolf), Schriftsteller und Literarhistoriker (1845-1906).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. O. O. u. D. , [vor 1877].‎

‎1 S. Gr.-8vo. Zitat aus seinem 1877 bei Kröner in Stuttgart erschienenem Werk ‘Die Deutsche Literatur seit 1770’: "Das letzte Ziel der Kunst ist immer ein ethisches; aber sie nimmt als ihr unveräußerliches Recht in Anspruch, alle Vorgänge und Geschehnisse, die ganze Breite des Lebens, das [S]ittliche und [U]nsittliche mit gleicher Unparteilichkeit zu schildern. Das s.g. Schöne ist nicht Inhalt der Kunst, sondern ihre Form." - Der Sohn des Botanikers August Grisebach (1814-1879) war nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 im diplomatischen Dienst tätig, lebte u. a. in Konstantinopel, Smyrna, Jassy, Bukarest, St. Petersburg, Mailand und Port-au-Prince und widmete sich nach seiner Pensionierung gänzlich seinen literatur(historischen) Interessen. "Publikumserfolge" erzielte der Übersetzer, Schopenhauer-Biograph und Herausgeber von Werken Gottfried August Bürgers, Georg Christoph Lichtenbergs, Heinrich von Kleists und E.T.A. Hoffmanns vor allem "mit seinen anonym erschienenen Versepen 'Der neue Tannhäuser' (1869, (24)1909) und 'Tannhäuser in Rom' (1875) im Gestus Schopenhauerscher Weltnegierung" (DBE). Vgl. auch Kosch I, 743.‎

‎Grogger, Paula, Schriftstellerin (1892-1984).‎

‎10 (davon 2 eigenh. und 8 ms. bzw. gedr.) (Bild-)Postkarten und Billetts. Öblarn und Salzburg, 1947-56.‎

‎Zusammen 10 SS. Meist 8vo. Mit 3 Kuverts. Dankt Josef Wesely für ihr übersandte Wünsche zu Geburtstag und Neujahr. - Nachdem die als Dorfschullehrerin im steiermärkischen Ennstal arbeitende Tochter eines Kaufmanns 1929 aus gesundheitlichen Gründen pensioniert wurde, widmete sie sich ganz ihrer schriftstellerischen Tätigkeit und erzielte bereits mit ihrem Erstlingswerk ‘Das Grimmingtor’ (1926) einen bleibenden Erfolg "und wurde als Vertreterin eines bodenständig-bäuerlichen Schrifttums erst vom österreichischen Ständestaat, dann vom Nationalsozialismus umworben; sie trat der Reichsschrifttumskammer bei. In ihren Gedichten, Legenden, Spielen, Aufsätzen und vor allem in ihrer Prosa fand sie allen verwendeten Klischees zum Trotz zu eigenständiger Form. In Veröffentlichungen wie 'Die Reise nach Salzburg' (1958) und 'Späte Matura oder Pegasus im Joch' (1975) schilderte Grogger Teile ihrer Biographie" (DBE).‎

‎Grogger, Paula, Schriftstellerin (1892-1984).‎

‎Albumblatt mit eigenh. U. [Wien, 5. XI. 1935].‎

‎1 S. Qu.-12mo. Auf der Verso-Seite einer Eintrittskarte der Anton Wildgans-Gesellschaft zu einem Vortrag Groggers über "Künstlerisches Schaffen" am 5. November 1935 im Vortragssaal des Österreichischen Museums. - Nachdem die als Dorfschullehrerin im steiermärkischen Ennstal arbeitende Tochter eines Kaufmanns 1929 aus gesundheitlichen Gründen pensioniert wurde, widmete sie sich ganz ihrer schriftstellerischen Tätigkeit und erzielte bereits mit ihrem Erstlingswerk "Das Grimmingtor" (1926) einen bleibenden Erfolg "und wurde als Vertreterin eines bodenständig-bäuerlichen Schrifttums erst vom österreichischen Ständestaat, dann vom Nationalsozialismus umworben; sie trat der Reichsschrifttumskammer bei. In ihren Gedichten, Legenden, Spielen, Aufsätzen und vor allem in ihrer Prosa fand sie allen verwendeten Klischees zum Trotz zu eigenständiger Form. In Veröffentlichungen wie 'Die Reise nach Salzburg' (1958) und 'Späte Matura oder Pegasus im Joch' (1975) schilderte Grogger Teile ihrer Biographie" (DBE). - Mit alten Montageresten verso.‎

‎Gross, Ferdinand, Ps. Piccolo, Schriftsteller und Journalist (1849-1900).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Wien, 21. X. 1896.‎

‎1 S. Qu.-8vo. "Wie die Dichter schreiben, wollt Ihr wissen? | Braucht von ihrer Feder keinen Zug - | Ihrer Werke seid mit Gunst beflissen, | Und ihr wisst von ihnen dann genug". - Der in Wien geborene Schriftsteller begann seinen beruflichen Werdegang als Beamter der österreichischen Südbahn, wandte sich aber dem Journalismus zu und schrieb für die "Morgenpost", das "Pester Journal", das "Prager Tagblatt" und von 1879 bis 81 für die "Frankfurter Zeitung". "Nach Österreich zurückgekehrt, veröffentlichte er Beiträge im 'Neuen Wiener Tagblatt', im 'Wiener Fremdenblatt' und in der 'Wiener Mode', gab die 'Extrapost' heraus und gründete 1886 eine Monatsschrift mit dem programmatischen Namen 'Der Frauenfeind'" (DBE). Neben Feuilletons (gesammelt in "Kleine Münze", 1878, und "Nichtig und flüchtig", 1880) schrieb Gross auch Gedichte und Lustspiele (u. a. gemeinsam mit Max Nordau "Die neuen Journalisten", 1880).‎

‎Gross, Ferdinand, Ps. Piccolo, Schriftsteller und Journalist (1849-1900).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 14. III. 1890.‎

‎1 S. Qu.-8vo. An eine namentlich nicht genannte Dame: "Speziell in Sachen der novellistischen Beiträge nehme ich keinen Einfluß auf den Inhalt des 'Universum'. Ich bitte, wenden Sie sich gef. direkt an die Redaktion des 'Universum' [...]". - Der in Wien geborene Schriftsteller begann seinen beruflichen Werdegang als Beamter der österreichischen Südbahn, wandte sich aber dem Journalismus zu und schrieb für die "Morgenpost", das "Pester Journal", das "Prager Tagblatt" und 1879-81 für die "Frankfurter Zeitung". "Nach Österreich zurückgekehrt, veröffentlichte er Beiträge im 'Neuen Wiener Tagblatt', im 'Wiener Fremdenblatt' und in der 'Wiener Mode', gab die 'Extrapost' heraus und gründete 1886 eine Monatsschrift mit dem programmatischen Namen 'Der Frauenfeind'" (DBE). Neben Feuilletons (gesammelt in "Kleine Münze", 1878, und "Nichtig und flüchtig", 1880) schrieb Gross auch Gedichte und Lustspiele (u. a. gemeinsam mit Max Nordau "Die neuen Journalisten", 1880). Vgl. auch Kosch I, 748.‎

‎Grün, Anastasius, (d. i. Anton Gf. Auersperg), Schriftsteller und Politiker (1806-1876).‎

‎3 eigenh. Briefe mit U. ("A." bzw. "Ant. Auersperg"). Graz und Thurn am Hart, 1868-1875.‎

‎Zusammen 4 SS. auf 6 Bll. 4to und 8vo. Beiliegend ein eh. Brief Marie Gfin. Auerspergs. An einen namentlich nicht genannten Adressaten. - I: "Empfangen Sie in aller Eile meinen wärmsten Dank für das werthvolle literarische Geschenk, durch dessen gütige Übersendung Sie mich neuerdings auszeichneten und erfreuten. Gleichzeitig aber kann ich nur aufrichtig bedauern, Ihrem Wunsche nach zwei Karten für die morgige Herrenhaus Sitzung trotz meiner eifrigsten Bemühung nicht nachkommen zu können, da nach Versicherung unseres Präsidialbureaus, wo die Eintrittskarten ausgegeben werden, seit zwei Tagen auch nicht das kleinste Plätzchen mehr verfügbar ist [...]" (Br. v. 18. März 1868; gemäß einer beiliegenden alten Antiquariatsbeschreibung an einen Dr. Jacques). - II: "Seit dem Tage, an welchem Sie und Herr Professor v. Egger mir die Ehre Ihres Besuches und Ihrer für mich so schmeichelhaften Aufforderung erwiesen, war ich von den verschiedensten Dingen so sehr in Anspruch genommen, daß sich bisher noch keine ganz freie und zu poetischen Conceptionen geeignete Stunde einfinden wollte [...] Um nun die Vorbereitungen zu der beabsichtigten Vorstellung für das Walther-Denkmal nicht zu beirren, bin ich zu der rechtzeitigen Anzeige bemüßigt, daß ich die mir freundlichst zugedachte Aufgabe eines Prologs oder dergleichen zu lösen wohl kaum in der Lage sein werde [...]" (Br. v. 20. Januar 1875). - III: "Indem ich auf Ihr so eben erhaltenes, sehr geschätztes Schreiben sowohl im eigenen, wie im Namen meiner Frau den wärmsten und verbindlichsten Dank abstatte, beeile ich mich in deren Auftrage die Versicherung auszusprechen, daß sie, schon um des edlen Zweckes willen, es sich zur besonderen Ehre und Freude rechnen würde, das ihr so freundlich zugedachte Amt einer Lady Patroneß bei dem für den Schriftsteller-Wittwenfonds beabsichtigten Concerte zu übernehmen [...]" (Br. v. 28. November 1875). - Der Brief von Auerspergs Witwe Marie v. 6. März 1877 an einen namentlich nicht genannten Adressaten mit der Versicherung, "Ihnen jene Werke meines theuren Gatten für Ihre Bibliothek zu senden, welche Sie noch nicht besitzen [...]" (auf Briefpapier mit schwarzem Trauerrand und gepr. kalligr. Monogramm). – Auersperg, unter dem Pseudonym "Anastasius Grün" publizierend, war seit 1848 Abgeordneter im Frankfurter Parlament. "Seit 1830 in kritischer Auseinandersetzung mit dem 'Metternichschen System', veröffentlichte er anonym 'Spaziergänge eines Wiener Poeten', das früheste Dokument politischer Lyrik des österreichischen Vormärz und zugleich Grüns politisches Bekenntnis zu national-liberalen Ansichten" (DBE).‎

‎Grün, Anastasius, (d. i. Anton Gf. Auersperg), Schriftsteller und Politiker (1806-1876).‎

‎Briefausschnitt mit eigenh. Datum und U. Graz, 18. III. 1872.‎

‎1 S. 66:197 mm. Mit von anderer Hand stammender Notiz zum Verfasser am unteren Rand der Recto-Seite. - Die Recto-Seite mit kl. Registraturetikett und hs. Numerierung "10" bzw. "19".‎

‎Grün, Anastasius, (d. i. Anton Gf. Auersperg), Schriftsteller und Politiker (1806-1876).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("A. Auersperg"). O. O., 16. X. 1872.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Wohl an einen Buchhändler mit Dank "für das mir so eben zugekommene Porträt M. Jokais. Sollten von J. Chmel’s Geschichte K. Friedrichs IV u. Maximilians I, Hamburg, Perthes 1843, mehr als zwei Bände - welche ich bereits besitze - erschienen sein, so würde ich Sie um gefällige Besorgung des IIIten und jedes folgenden Bandes ersuchen [...]". - Unter dem Pseudonym "Anastasius Grün" publizierend, war Auersperg seit 1848 Abgeordneter im Frankfurter Parlament. "Seit 1830 in kritischer Auseinandersetzung mit dem 'Metternichschen System', veröffentlichte er anonym 'Spaziergänge eines Wiener Poeten', das früheste Dokument politischer Lyrik des österreichischen Vormärz und zugleich Grüns politisches Bekenntnis zu national-liberalen Ansichten" (DBE).‎

‎Grün, Anastasius, (d. i. Anton Gf. Auersperg), Schriftsteller und Politiker (1806-1876).‎

‎Eigenh. Brief mit U. (“Ant. Auersperg”). Graz, 31. VIII. 1876.‎

‎1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: “Ich fühle mich Euer Hochwohlgeboren zu sehr in Dankbarkeit verpflichtet, um Ihrem Wunsche nicht bereitwilligst entgegenzukommen, so viel in meinen Kräften liegt. Aber im Voraus muß ich mir Ihre freundliche Nachsicht erbitten, wenn ich Ihr gewiß sehr anziehendes Manuscript nicht in seinem ganzen Umfange zu genießen vermag, da mir von ärztlicher Seite die sorgfältigste Schonung meiner Augen aufgetragen, die Einschränkung meiner Lektüre geboten und selbst die eigene Arbeit auf das Unerläßlichste begränzt worden [...]”. - Auersperg, unter dem Pseudonym “Anastasius Grün” publizierend, war seit 1848 Abgeordneter im Frankfurter Parlament. “Seit 1830 in kritischer Auseinandersetzung mit dem ‘Metternichschen System’, veröffentlichte er anonym ‘Spaziergänge eines Wiener Poeten’, das früheste Dokument politischer Lyrik des österr. Vormärz und zugleich Grüns politisches Bekenntnis zu national-liberalen Ansichten” (DBE). - Mit restauriertem Einr. im rechten Rand (geringe Textberührung).‎

‎Gründorf, Karl, Schriftsteller und Schauspieler (1830-1906).‎

‎11 eigenh. Briefe mit U. Wien, 1870-75.‎

‎Zusammen 18 SS. Meist 8vo. An einen namentlich nicht genannten Redakteur in Fragen von Referaten, Honoraren und Aufsätzen: “Im Anschluß übersende ich Ihnen die gewünschte ‘Philippika’ [...] - Die Überzeugung, mit der ich diesen Artikel geschrieben habe, schlägt wohl mit einer hohen Lohe aus jeder Zeile empor [...]” (Br. v. 11.II. 1870). - “Die gewünschten Karten werde ich heute Nachmittags um 4 Uhr per Express (auf meine Kosten) in die Redaktion schicken. - Derselbe Bote bringt Ihnen auch ein kritisches Feuilleton für morgen früh: ‘Wallensteins Tod’ (vier halbe Spalten, wie letzten Samstag) [...]” (Br. v. 16.XII. 1870). - Gründorf war als Schauspieler, Regisseur und Theaterdichter an mehreren Provinztheatern, später am Wiener Carl-Theater sowie am Theater in der Josefstadt tätig. Seit 1860 im publizistischen Büro der Westbahn beschäftigt, wurde er nach seiner Pensionierung 1883 Lektor und Bibliothekar des Raimundtheaters. Als Autor verfaßte er zahlreiche Volksstücke, Lebens- und Charakterbilder und Beiträge für die von ihm herausgegebene humoristisch-satirischen Zeitschrift ‘Hans-Jörgel’. - 2 Briefe mit gedr. Briefkopf der “K. K. Priv. Kaiserin Elisabeth-Bahn”.‎

‎[Grüne Insel].‎

‎Sammlung von 8 Schriftstücken im Zusammenhang mit der Vereinigung "Grüne Insel". Wien, ca. 1913.‎

‎Ein Brief, 6 Korrespondenzkarten und ein Telegramm, u. a. an den Wiener Maler August Schäffer von Wienwald (1833-1916) und den Bildhauer Fritz Hänlein (1864-1946). Zusammen 14 SS. Diverse herzliche Schreiben unter "Inselbrüdern", darunter ein Gedicht von Ottokar von Horneck (d. i. Moritz Schadeck) für Ruysdael (d. i. August Schäffer von Wienwald) und ein Veteranenlied von Ulrich von Hutten (d. i. Heinrich Wallsee) und Tristan (d. i. Hans Prager) für Solo-Chor und Klavier. - Die Vereinigung "Grüne Insel" wurde 1855 in der Weinstube des Heiligenkreuzerhofes als geselliger Verein hervorragender Künstler und Schriftsteller gegründet und verstand sich als Nachfolger der legendären, 1826 verbotenen Ludlamshöhle. Zweck der Gesellschaft war es, Kunst in allen ihren Zweigen und den geselligen Kontakt der Wiener Künstler und Intellektuellen untereinander zu fördern. Bei den Treffen, die 1871-86 im Gasthaus Zur goldenen Ente abgehalten wurden, verkehrten u. a. Grillparzer, Suppé, Laube und Rudolf Alt (vgl. Czeike). Der Wiener Maler August Schäffer von Wienwald stand 1888-1905 als sogenannter Großmeister der Vereinigung vor. Sämtliche Rufnamen der Mitglieder lassen sich über die 1905 zum 50jährigen Jubiläum der Vereinigung erschienene Festschrift entschlüsseln.‎

‎Gruener, Franz, Schriftsteller, Verleger und Rechtsanwalt (1879-1953).‎

‎2 eigenh. Bildpostkarten mit U. Salzburg, 1942 und 1950.‎

‎Zusammen 2 SS. Qu.-8vo. Jeweils mit eh. Adresse. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche: “Bin nun bleibend von Innsbruck, wo ich 17 volle Jahre hauste, abgezogen u. in Salzburg, allerdings ohne Wohnung gelandet [...] Mein Roman U.s.A. ist Italiens wegen konfisziert, für [...] ‘Unterm Helm u. Schild’, eine Anthologie, erhielt ich keine Papiererlaubnis [...]” (Karte v. 3. XII. 1942). - Der Rechtsanwalt, Schriftsteller und Verleger wurde 1918 in den Nationalrat gewählt und war stellvertretender Landeshauptmann von Tirol; 1919 war er Mitglied der Friedensdelegation in St. Germain. Vgl. Kosch VI, 931f.‎

‎Guerrini, Olindo, writer (1845-1916).‎

‎AQS (“LStecchetti”). N. p. o. d.‎

‎Small 8vo. 1 p. on bifolium. Fine quotation from the Proverbs (20, 9): “Quis potest dicere: mundum est cor meum, purus sum a peccato”. Includes a portrait postcard of the poet strongly influences by Baudelaire (8vo, with facsimile signature).‎

‎Guerrini, Olindo, Schriftsteller (1845-1916).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. ("OGuerrini"). [Bologna], 9. VI. [1889].‎

‎1 S. 8vo. Mit eh. Adresse. An Gaetano Nigrisoli in Ravenna mit der Nachricht, daß es der Typhuskranken immer noch schlecht gehe und sie um den Ernst der Lage wisse: "La malata è sempre grave ed elle sa che il tifo è grave fin all'ultimo [...]". Dennoch sei sie ruhig, und ihre Moral sei ausgezeichnet. Sie sei gut versorgt und in ihrer Gesellschaft zu sein, sei eine Wohltat. Er bittet darum, diese Nachrichten an die Angehörigen weiterzugeben verbunden mit dem Dank für deren Sorge und Unterstützung. Es sei ein harter Kampf, aber sie seien guter Hoffnung. - Etwas angestaubt und gebräunt. - Die Textseite mit kl. Registraturetikett und hs. Numerierung "105", die Adreßseite mit dem verschlungenen Monogrammstempel "LS".‎

‎Guglia, Eugen, Publizist und Historiker (1857-1919).‎

‎2 eigenh. Briefe mit U. Wien, 1905.‎

‎Zusammen 2½ SS. auf Doppelblättern. 8vo. “[...] in bezug auf Ihre schmeichelhafte Einladung vom 15. d. M. erkläre ich mich mit Vergnügen bereit, dem Hamerling Denkmal Komité als Mitglied beizutreten [...]” (Br. v. 17. IV. 1905). - Der in Wien geborene Historiker Eugen Guglia unterrichtete seit 1885 als Mittelschullehrer in Prag und Währing, von 1893-1901 war er Professor für Geschichte und deutsche Literatur am Wiener Theresianum, bis 1909 Chefredakteur der ‘Wiener Zeitung, "wurde 1909 zum Hofrat ernannt und habilitierte sich 1910 für allgemeine neuere Geschichte an der TH Wien. 1919 folgte er einem Ruf an die Univ. Graz" (DBE). Vgl. auch Kosch I, 770f. - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Guglia, Eugen, Publizist und Historiker (1857-1919).‎

‎2 eigenh. Briefe mit U. Wien, Dezember 1902.‎

‎Zusammen (1½+1 =) 2½ SS. auf 4 (= 2 Doppel)Blatt. 8vo. An den Verlagsbuchhändler Wilhelm Stern: "Im letzen Augenblick hat sich noch ein juristisches Bedenken ergeben: ob ich nämlich nicht durch Übergabe des Verlages an Sie eine Clausel des Vertrages, den ich mit meinem früheren Verleger seiner Zeit geschlossen, zu verletzen scheine, so dass derselbe eine Handhabe zu einer Klage hätte [...]" (Br. v. 4. XII. 1902). - "Mit den Bedingungen, unter welchen Sie mit Ihrem geschätzten Schreiben [...] den Verlag meiner Übersetzung der Römischen Elegien des d'Annunzio übernehmen wollen, bin ich ganz einverstanden [...]" (Br. v. 15. XII. 1902). - Der in Wien geborene Historiker Eugen Guglia unterrichtete seit 1885 als Mittelschullehrer in Prag und Währing; von 1893 bis 1901 war er Professor für Geschichte und deutsche Literatur am Wiener Theresianum, bis 1909 Chefredakteur der "Wiener Zeitung", "wurde 1909 zum Hofrat ernannt und habilitierte sich 1910 für allgemeine neuere Geschichte an der TH Wien. 1919 folgte er einem Ruf an die Univ. Graz" (DBE). Vgl. auch Kosch I, 770f.‎

‎Guglia, Eugen, Publizist und Historiker (1857-1919).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 12. III. 1894.‎

‎1¾ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An eine Dame: "Eben vernehme ich die Trauerkunde von dem Hinscheiden Ihres verehrten unvergesslichen Gemahls. Bei dem lebhaften Mitgefühl für den unersetzlichen Verlust, den Sie damit erlitten haben, lassen Sie es mich so aussprechen: es lag ein selten gegönntes Glück darin, dass Sie den Verehrten in ein so hohes Alter hinein bei völliger Geistesfrische erhalten und hegen konnten [...]". - Der in Wien geborene Historiker Eugen Guglia unterrichtete seit 1885 als Mittelschullehrer in Prag und Währing; von 1893 bis 1901 war er Professor für Geschichte und deutsche Literatur am Wiener Theresianum, bis 1909 Chefredakteur der "Wiener Zeitung", "wurde 1909 zum Hofrat ernannt und habilitierte sich 1910 für allgemeine neuere Geschichte an der TH Wien. 1919 folgte er einem Ruf an die Univ. Graz" (DBE). Vgl. auch Kosch I, 770f.‎

‎Guizot, François, Politiker und Schriftsteller (1787-1874).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("Guizot"). Wohl Paris, 27. IX. 1816.‎

‎1 S. 4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten, dem er mitteilt, daß M. Devainer ihn beauftragt habe, ihm zwei Schreiben zu überbringen, von denen er Kenntnis erlangen solle. Devainer sei der Ansicht gewesen, daß er sie ihm nicht offiziell zusenden könne - ob er, der Adressat, bereit sei, ihn, Guizot, für einen Moment zu empfangen? - Etwas unfrisch und mit kleineren, tls. alt hinterlegten Randläsuren (dort auch etwas angestaubt). - Die Verso-Seite mit kl. Registraturetikett und hs. Numerierung "108".‎

‎Gunnarsson, Gunnar, Schriftsteller (1889-1975).‎

‎Albumblatt mit eigenh. U. [Paris, 24. X. 1966].‎

‎8:10 cm. Mit rund 40 größtenteils ins Deutsche und in andere Sprachen übersetzten Büchern zu den erfolgreichsten isländischen Autoren zählend, fand der lange Zeit in Dänemark lebende und in dänischer Sprache veröffentlichende Autor erstmals 1912ff. nach Jahren der Armut und des Hungers öffentliche Anerkennung mit seinem vierbändigen Romanwerk ‘Leute auf Borg’. Die Popularität seines Romans war so groß, daß er schon bald in andere Sprachen übersetzt und 1919 von Nordisk Film in Island verfilmt wurde. Vgl. Brockhaus, 17. Aufl., s.v. - Die Datierung verso von alter Hand vermerkt.‎

‎Gurschner, Alice, Schriftstellerin (1869-1944).‎

‎Albumblatt mit eigenh. U. ("Paul Althof") und Datum. Wien, 6. IV. 1896.‎

‎1 S. Qu.-12mo. Nach dem Studium der bildenden Künste in Italien und Paris wandte sich die Tochter eines Bankiers dem Journalismus zu und schrieb unter dem Pseudonym Paul Althof für verschiedene in- und ausländische Zeitungen; daneben veröffentlichte sie Romane, Novellen und dramatische Gedichte; 1914 erschien ihr Roman "Semiramis". Ihr Gatte war der Bildhauer Gustav Gurschner.‎

‎Gutzkow, Karl, Schriftsteller (1811-1878).‎

‎Eigenh. Mitteilung mit U. ("Gutzkow"). O. O. u. D.‎

‎1 S. Qu.-kl.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Beifolgendes bitt' ich nach Leipzig zu befördern [...]". Ersucht weiters um einige Nummern des von ihm redigierten "Telegraphen für Deutschland". - In altem Sammlungsumschlag; ohne die erwähnte Beilage.‎

‎György, Timar, ungarischer Schriftsteller (1929-2003).‎

‎Eigenh. beschriftete Visitenkarte mit U. u. Widmung. O. O. u. D.‎

‎2 SS. Carte-de-visite-Format. Mit Unterschrift und Widmung von Timar György versehene Visitenkarte eines Prof. Georg Kövary.‎

‎Haarhaus, Julius Rüttger, Schriftsteller (1867-1947).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. [Leipzig], 7. III. 1937.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An Josef Wesely mit Dank für ihm übersandte Wünsche zum 70. Geburtstag. - Haarhaus war Buchhändler in Bonn und Leipzig, Lektor von Reclams Universal-Bibliothek und gab die "Grenzboten" in Leipzig heraus;; zudem veröffentlichte er zahlreiche Novellen und Romane, vor allem historische Romane sowie Jagd- und Tiergeschichten (u. a. "Der Birschknecht von Hambach", 1919). - Etwas fleckig, sonst in guten Zustand.‎

‎Haas, Rudolf, österr. Schriftsteller (1877-1943).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Villach, 9. X. 1929.‎

‎1½ SS. 4to. An die “Sehr geehrte Schriftleitung” [der ‚Deutschen Buchgemeinschaft‘], der er seinen noch ungedruckten Roman ‚Der lange Christoph‘ anbietet, der im Jahr darauf mit dem Untertitel ‚Eine Bauernchronik‘ erscheinen sollte. - Haas war neben seiner Tätigkeit als Beamter der staatlichen Eisenbahn als Schriftsteller tätig und verfaßte Romane und Erzählungen, die vorwiegend Stoffe aus seiner sudetendeutschen Heimat oder seiner Kärntner Wahlheimat behandeln. - Auf Briefpapier mit gedrucktem Briefkopf.‎

‎Habe, Hans, Schriftsteller (1911-1977).‎

‎Ms. Brief mit eigenh. Grußzeile und U. New York, 11. I. 1941.‎

‎2 SS. auf 2 Bll. 4to. Mit ms. adr. Kuvert. An den Musikschriftsteller Paul Stefan (1879-1943): „Wenn ich Wochen lang geschwiegen habe, so geschah dies keineswegs aus Nachlässigkeit, oder weil wir Sie vergessen haben. Selbstverständlich habe ich Ihren Freunden am ersten Tag Ihre Briefe zugehen lassen; ich habe mich auch gleich mit Rudolf Komer in Verbindung gesetzt. (Dr. Arditti konnte ich leider nicht persönlich erreichen.) Ich habe gefunden, dass Ihre Freunde zuerst einmal das Mögliche getan haben, dass ihnen aber wohl jene letzte Beziehung fehlt, die notwendig ist, um das Visum effektiv durchzusetzen [...]“. - Der Sohn des Journalisten Imre Békessy begann 1929 als Redakteur der „Wiener Sonn- und Montagspost“ seine journalistische Laufbahn, studierte in Wien und Heidelberg und redigierte anschließend Zeitungen der Reichswehr, wurde 1933 Chefredakteur der Wiener Zeitung „Der Morgen“ und war von 1935-39 als Völkerbundberichterstatter und Korrespondent verschiedener Zeitungen in Genf tätig. 1937 veröffentlichte H. den antifaschistischen Emigrationsroman „Drei über die Grenze“. Nach dem „Anschluß“ Österreichs wurden seine Bücher verboten, er selbst emigrierte nach Frankreich und kämpfte als Freiwilliger in der französischen Armee. Nach deutscher Kriegsgefangenschaft und Flucht kam er 1940 in die USA. Als Major der amerikanischen Armee wirkte Habe nach Kriegsende beim Wiederaufbau des Pressewesens in der amerikanischen Besatzungszone mit. Zu seinen zahlreichen Zeitungsgründungen zählt die „Neue Zeitung“ in München, die er bis 1946 als Chefredakteur leitete. 1946-53 war H. auch als Drehbuchautor in Hollywood tätig; später lebte er als freier Schriftsteller und Journalist in Österreich, seit 1960 in Ascona (Schweiz). - Paul Stefan war „einer der bemerkenswertesten modernen Musikschriftsteller und -kritiker“ (DBE) seiner Zeit. Seit 1923 Hauptschriftleiter der „Musikblätter des Anbruchs“, schrieb er viele Jahre u. a. für die „Neue Zürcher Zeitung“ und „Musical America“; 1922 gehörte er zu den Gründern der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik, hatte mehrere Jahre das Amt des Vizepräsidenten der österreichischen Sektion inne und war überdies als Dozent am Wiener Reinhardt-Seminar tätig. 1938 emigrierte er in die Schweiz und über Paris und Lissabon 1941 in die USA.‎

‎Habeck, Fritz, Schriftsteller (1916-1997).‎

‎4 eigenh. Briefe, (Bild-)Postkarten und Billetts mit U. Meist Wien, ca. 1963 bis 1968.‎

‎Zusammen 3½ SS. 4to und 8vo. Mit 2 (davon 1 eh.) adr. Kuverts. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstags- und Neujahrswünsche. - Fritz Habeck war nach Ende des Zweiten Weltkriegs Hilfsregisseur am Theater in der Josefstadt, Chefdramaturg am Renaissancetheater und seit 1953 für den Österreichischen Rundfunk tätig. Als Schriftsteller wurde er Ende der fünfziger Jahre vor allem durch seine Kriminalgeschichten (u. a. ‘Das Rätsel des blauen Whisky’, 1957) bekannt, schrieb daneben aber auch historische und zeitkritische Romane. Als Übersetzer aus dem Französischen übertrug er u. a. Jean Anouilh, Jean Cocteau und La Rochefoucauld ins Deutsche. Vgl. Kosch VII, 21ff. - Das Billett mit einer montierten, 5,6:7,5 cm großen Ansicht der Wiener Staatsoper.‎

‎Haidvogel, Carl Julius, Schriftsteller (1891-1974).‎

‎2 eigenh. Post- bzw. Briefkarten und 2 Visitkarten mit 2 bzw. 4 eh. Zeilen und U. Wien, 1943 bis 1966.‎

‎Zusammen 4 SS. auf 4 Bll. Qu.-8vo bzw. Carte d'Visite-Format. Die Visitkarten jeweils mit eh. adr. Kuvert. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche. - C. J. Haidvogel war als Lektor der Wiener Urania und als Dramaturg an der "Bühne der Jungen" tätig. Seine ersten literarischen, häufig gegen den Krieg gerichteten Arbeiten veröffentlichte er seit 1918 in den Zeitschriften "Revolution" und "Ver!"’. Seit Ende der zwanziger Jahre schrieb er Romane im Sinne der Zurück-zur-Natur-Bewegung (u. a. "Soldat der Erde", 1939). Befreundet war der Schriftsteller u. a. mit Josef Weinheber und Karl Heinrich Waggerl.‎

‎Haidvogel, Carl Julius, Schriftsteller (1891-1974).‎

‎7 eigenh. Briefe, (Bild-)Postkarten und Billetts mit U. Wien, 1960-1968.‎

‎Zusammen 7½ SS. 8vo. Mit 3 eh. adr. Kuverts. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstags- und Neujahrswünsche und sendet ebensolche: “Es ist schon lange mein Wunsch, Vorau aufzusuchen, um Sie persönlich kennen zu lernen. Ich möchte Sie daher bitten, mir mitzuteilen, welchen Gasthof in Vorau Sie mir und meiner Frau für meinen [...] fünftägigen Aufenthalt zu Anfang Mai empfehlen könnten [...]” (Karte v. 18. IV. 1960). - C. J. Haidvogel war als Lektor der Wiener Urania und als Dramaturg an der "Bühne der Jungen" tätig. Seine ersten literarischen, häufig gegen den Krieg gerichteten Arbeiten veröffentlichte er seit 1918 in den Zeitschriften "Revolution" und "Ver!"’. Seit Ende der zwanziger Jahre schrieb er Romane im Sinne der Zurück-zur-Natur-Bewegung (u. a. "Soldat der Erde", 1939). Befreundet war der Schriftsteller u. a. mit Josef Weinheber und Karl Heinrich Waggerl. Vgl. Kosch VII, 156 und Giebisch-G. 134. - Die Briefkarte auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.‎

‎Halbe, Max, Schriftsteller (1865-1944).‎

‎Eigenh. Brief mit U. München, 19. X. 1900.‎

‎1 S. 4to. Dankt einem nicht identifizierten Adressaten für die "Mitarbeiterschaft an der 'Nation'" und stellt "gelegentlich einen geeigneten dichterischen Beitrag" in Aussicht. - Der von den Naturalisten beeinflußte Schriftsteller war “mit einer Reihe von Literaten und bildenden Künstlern befreundet, nahm regen Anteil am gesellschaftlichen Leben, gründete 1895 das 'Intime Theater für dramatische Experimente' und war 1899 Mitbegründer der 'Münchner Volksbühne' [...] Teile seines Œuvres ließen sich für den Blut-und-Boden-Kult vereinnahmen. Auch aus diesem Grund verlor Halbe - obwohl zu seiner Zeit einer der meistgespielten Dramatiker - nach 1945 an Bedeutung für das deutsche Theater" (DBE). Vgl auch Kosch I, 802f. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.‎

‎Halbe, Max, Schriftsteller (1865-1944).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Triest, 7. V. 1897.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen nicht identifizierten Adressaten: "[...] und erlaube mir, wenn auch nachträglich, Ihnen u[nd] Frau Gemahlin meine herzlichsten Glückwünsche dazu auszusprechen [...]". - Der von den Naturalisten beeinflußte Schriftsteller war “mit einer Reihe von Literaten und bildenden Künstlern befreundet, nahm regen Anteil am gesellschaftlichen Leben, gründete 1895 das 'Intime Theater für dramatische Experimente' und war 1899 Mitbegründer der 'Münchner Volksbühne' [...] Teile seines Œuvres ließen sich für den Blut-und-Boden-Kult vereinnahmen. Auch aus diesem Grund verlor Halbe - obwohl zu seiner Zeit einer der meistgespielten Dramatiker - nach 1945 an Bedeutung für das deutsche Theater" (DBE). Vgl auch Kosch I, 802f.‎

‎Halbe, Max, Schriftsteller (1865-1944).‎

‎Eigenh. Brief mit U. München, 5. I. [?] 1896.‎

‎4 SS. auf 2 Bll. 12mo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Verbindlichen Dank für Ihr schmeichelhaftes Schreiben. Leider bin ich augenblicklich nicht im Besitze eines Bildes. Sobald ich wieder ein solches vorräthig habe, werde ich Ihrem Wunsche gern nachkommen und es Ihnen übersenden [...]". - Der von den Naturalisten beeinflußte Schriftsteller war “mit einer Reihe von Literaten und bildenden Künstlern befreundet, nahm regen Anteil am gesellschaftlichen Leben, gründete 1895 das 'Intime Theater für dramatische Experimente' und war 1899 Mitbegründer der 'Münchner Volksbühne' [...] Teile seines Œuvres ließen sich für den Blut-und-Boden-Kult vereinnahmen. Auch aus diesem Grund verlor Halbe - obwohl zu seiner Zeit einer der meistgespielten Dramatiker - nach 1945 an Bedeutung für das deutsche Theater" (DBE).‎

‎Halbe, Max, Schriftsteller (1865-1944).‎

‎Eigenh. Brief mit U. und Visitenkarte mit eh. Grußzeile verso. München, 17. XII. 1929.‎

‎Zusammen (1+1 =) 2 SS. auf 2 Bll. Qu.-gr.-8vo und qu.-32mo. Beiliegend eine Portraitpostkarte. An den Schriftsteller, Bildhauer und Maler Ernst Penzoldt (1892-1955): "Anbei übersende ich das Gutachten, das ich auf Veranlassung der Sektion für Dichtkunst in Ihrer Sache abgegeben habe [...]" (auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf). - Die Visitenkarte mit guten Wünschen zu Neujahr; die Portraitpostkarte mit einem Kniestück, sitzend und gemessenen Blicks. - Der von den Naturalisten beeinflußte Schriftsteller war "mit einer Reihe von Literaten und bildenden Künstlern befreundet, nahm regen Anteil am gesellschaftlichen Leben, gründete 1895 das 'Intime Theater für dramatische Experimente' und war 1899 Mitbegründer der 'Münchner Volksbühne' [...] Teile seines Œuvres ließen sich für den Blut-und-Boden-Kult vereinnahmen. Auch aus diesem Grund verlor Halbe - obwohl zu seiner Zeit einer der meistgespielten Dramatiker - nach 1945 an Bedeutung für das deutsche Theater" (DBE).‎

‎Halbe, Max, Schriftsteller (1865-1944).‎

‎Eigenh. Namenszug mit Datum. Wien, 14. III. 1929.‎

‎1 S. Qu.-8. Auf Albumblatt mit dreiseitigem Goldschnitt. In beschrifteten Kuvert. An Maria Sander. - Nach rechtswissenschaftlichen, philologischen und historischen Studien lebte Halbe als freier Mitarbeiter in Berlin, wo - von den Naturalisten beeinflußt - mehrere Dramen (darunter "Jugend", 1893) entstanden. "Seit 1895 ständig in München wohnhaft, war er mit einer Reihe von Literaten und bildenden Künstlern befreundet, nahm regen Anteil am gesellschaftlichen Leben, gründete 1895 das 'Intime Theater für dramatische Experimente' und war 1899 Mitbegründer der 'Münchner Volksbühne' [...] Teile seines Œuvres ließen sich für den Blut-und-Boden-Kult vereinnahmen. Auch aus diesem Grund verlor Halbe - obwohl zu seiner Zeit einer der meistgespielten Dramatiker - nach 1945 an Bedeutung für das deutsche Theater" (DBE). Vgl auch Kosch I, 802f.‎

‎Halbe, Max, Schriftsteller (1865-1944).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. München, 17. I. 1938.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Neujahrswünsche. - Der von den Naturalisten beeinflußte Schriftsteller war “mit einer Reihe von Literaten und bildenden Künstlern befreundet, nahm regen Anteil am gesellschaftlichen Leben, gründete 1895 das 'Intime Theater für dramatische Experimente' und war 1899 Mitbegründer der 'Münchner Volksbühne' [...] Teile seines Œuvres ließen sich für den Blut-und-Boden-Kult vereinnahmen. Auch aus diesem Grund verlor Halbe - obwohl zu seiner Zeit einer der meistgespielten Dramatiker - nach 1945 an Bedeutung für das deutsche Theater" (DBE). Vgl auch Kosch VII, 169ff. - Die Adreßseite mit Namensstempel des Verfassers.‎

‎Halévy, Ludovic, writer (1834-1908).‎

‎ALS. N. p., 29 April 1899 [?].‎

‎8vo. 1 p. on bifolium. Thanking an illegible addressee for sending him a small booklet which he calls quite remarkable: "Je vous envoie, avec la dédicace demandée, tous mes remerciements pour l'envoi de cette jolie plaquette. L'édition est tout à fait étonnante [...]". - Partly spotted and with traces of an old paperclip. - Small label, monogram stamp "LS", and ms. number "112" to f. 1.‎

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