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‎Pamer, Ignaz, Jurist (1866-1957).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 19. XII. 1948.‎

‎2 SS. 8vo. An die namentlich nicht genannte Schauspielerin Lili Marberg: "Gestatten Sie, auch wir als begeisterte Verehrer Ihrer hohen Kunst uns der großen Menge anschließen die Ihnen zu Ihrem 70. Geburtstag ihre herzlichsten Glückwünsche und ihre innigsten Dank aussprechen? [...]". - Der aus Korneuburg stammende Jurist wurde 1902 Kommandant der berittenen Sicherheitswache, 1911 Zentralinspektor der Sicherheitswache und war seit 1923 Vizepräsident der Polizeidirektion. 1945 wurde er von Karl Renner mit dem Aufbau der Polizei beauftragt. - Lili Marberg (1876-1962) gehörte von 1911 bis 1950 dem Wiener Burgtheater an. Seit 1936 auch Ehrenmitglied, spielte sie zunächst in Stücken Wedekinds, Hauptmanns und Ibsens, später vorwiegend Königinnen und mütterliche Frauen und galt weithin als vorzügliche Charakterdarstellerin. Zu ihren Hauptrollen zählten Desdemona, Hedda Gabler und Helena in "Vor Sonnenaufgang". Ihre einzige Filmrolle war die des Fräulein Munk in Walter Reischs "Silhouetten" (1936). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.‎

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‎Pappenheim, Albert Graf zu, army officer (1777-1860).‎

‎"Abschied von Aigen bey Salzburg". Autograph poem (168 lines) signed. N. p., 1814.‎

‎4to. 3 pp. on bifolium. "Wie könnte kalt ich von hier scheiden, | Wo sich ein Eden mir entdeckt, | Wo Hochgenuß der reinsten Freuden | Des Herzens höchste Ahnung weckt, | Wo ich in Wonne mich verliere, | Wohin mein Auge schwelgend blickt, | Und ich den Zauberkreis berühre, | Mit dem hier die Natur beglückt? [...]". - Slightly browned due to paper.‎

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‎Pascolato, Alessandro, Italian jurist and politician (1841-1905).‎

‎Autograph letter signed. Venice, 7. V. 1899.‎

‎Large 8vo. ½ p. on bifolium. To an unidentified recipient, sharing a life lesson on the merit of kindness: "Questo mi ha insegnato la vita: che la cosa di maggior valore nel mondo, anzi la sola cosa che ha veramente valore è la bontà [...]". - On stationery with printed letterhead "Comitato Ordinatore del Congresso Internazionale per l'Insegnamento Commerciale. Venezia 1899".‎

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‎Pasquolini, Giuseppe, Staatsmann (1815-1876).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Rom, 2. I. 1845.‎

‎¾ S. auf Doppelblatt. Mit einer etwas mehr als halbseitigen eh. Nachschrift von Alexandrine Dietrichstein in französischer Sprache. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An den Maler Franz Xaver Petter (1791-1866): "[...] Ich erinnere mich mit der größten Freude von der Zeit, wo wir so angenehm in Ischl zugebracht haben, und wo Sie für mich so gut und nützlich gewesen sind. Was kann ich denn gegen meinen guten Herr von Petter haben, daß er hier und mir fehlt. Die Frau Fürstin spricht sehr oft von Ihnen und mit wahrer Freundschaft, und auch sie hat Ihnen schreiben wollen und immer verschoben [...]". - Geboren in Ravenna, studierte Giuseppe Pasquolini Natur- und Wirtschaftswissenschaften in Neapel, bereiste die Schweiz, Österreich, Frankreich England und Deutschland und leitete seit 1843 seine Güter bei Imola. Der damalige Bischof, Kardinal Mastai-Ferretti - der spätere Papst Pius IX -, war mit ihm befreundet. 1847 wurde Pasquolini Mitglied der Staats-Consulta, 1848 Handelsminister, 1861 Präfekt von Mailand, 1862 Außenminister und 1876 Präsident des Senates. - Alexandrine von Dietrichstein-Proskau-Leslie (1824-1906), die Tochter von Franz Joseph Fürst von Dietrichstein (Nikolsburger Linie), war mit Alexander Graf von Mensdorff-Pouilly (1813-71) verheiratet, der nach dem Tod ihres Vaters durch kaiserliches Diplom den Titel eines Fürsten von Dietrichstein erhielt. - Bl. mit kleinem Ausriß durch Siegelbruch; etwas gebräunt und mit kleinen Randläsuren.‎

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‎Paton, [Andrew] Archibald, Schriftsteller und Diplomat (1811-1874).‎

‎2 eigenh. Briefkonzepte mit U. Belgrad, 17.-26. X. 1843.‎

‎Zus. 2½ SS. auf Doppelblatt bzw. Einzelbogen. Folio. An Robert Gordon: "Her Majestys Consul General for Service having instructed me to forward under [...]lying seal to your Excellency those Communications which as his Locum Tenens I may transmit to Her Majestys Principal Secretary of State for Foreign Affairs, I have the honor to enclose herewith a Dispatch of the 17th Instant - addressed to the Earl of Aberdeen, which I beg Your Excellency will be pleased to forward [...]". - 25jährig zu Fuß von Neapel nach Wien wandernd, bereiste Paton auch Osteuropa, Syrien und Ägypten und verfaßte "an interesting series of books" (DNB). Später war Paton im diplomatischen Dienst in Wien, Missolonghi und anderswo tätig. - Robert Gordon (1791-1847) war "associated with the Duke of Wellington as minister plenipotentiary at Vienna in 1815, 1817, and 1821" (DNB). Später als außerordentlicher Botschafter in Konstantinopel tätig, wandte er sich 1831 von der Politik ab und bekleidete nur mehr einmal ein politisches Amt, das des Botschafters in Wien (1841-46).‎

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‎Pattai, Robert, Politiker und Jurist (1846-1920).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 28. II. 1902.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Kryptische Mitteilungen an einen namentlich nicht genannten Kollegen. - Der promovierte Jurist war von 1876 bis1903 als Rechtsanwalt in Wien tätig. Vielfach politisch beschäftigt, war Pattai christlich-sozialer Reichstagsabgeordneter, niederösterreichischer Landtagsabgeordneter und Präsident des Reichsrats; seit 1911 Geheimer Rat, wurde er 1917 Mitglied des Herrenhauses. Vgl. Czeike IV, 503. - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf “Abgeordnetenhaus”.‎

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‎Paukert von Hohenfranken, Johann, Historiker (1847-1915).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 9. VIII. 1877.‎

‎1½ SS. Folio. An die k.k. Central-Kommission für Erforschung und Erhaltung der Kunst- und historischen Denkmale: "Auf den sehr ehrenvollen Antrag [...] das Landesarchiv zu Laibach zu besichtigen und Vorschläge für eine möglichst zweckentsprechende Ordnung desselben zu erhalten, beehrt sich der ergebenst Gefertigte zu erwidern, daß er gezwungen ist die ihm zustehenden 14tägigen Ferien zu einer Reise in Familienangelegenheiten zu benutzen und es nicht wagt bei dem sehr zahlreichen Fremdenbesuche des k. u. k. Haus-, Hof- und Staatsarchivs einen über die erwähnten 14tägigen Staubferien sich erstreckenden Urlaube zu beanspruchen, zumal er erst neulich im verhältnismäßig sehr kurzen Zeitraume in eine höhere Rangklasse vorgerückt ist [...]". - Paukert von Hohenfranken, Archivkonzipist und später Haus-, Hof- und Staatsarchivar im gleichnamigen Institut, erwarb sich nicht minder zu schätzende "Verdienste um die Ordnung der Reichsarchive" und "war durch 33 Jahre Sekretär, Archivar und zuletzt auch Bibliothekar des Gf. Wilczek" (ÖBL VII, 348). - Mit Bearbeitungsvermerk am unteren Rand der Recto-Seite und kl. Einr. daselbst.‎

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‎Pawlikowski, Ferdinand, Fürstbischof von Graz-Seckau (1877-1956).‎

‎Gedr. Dankeskarte. O. O. u. D.‎

‎1 S. Qu.-12mo. Mit ms. adr. Kuvert. An Josef Wesely.‎

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‎Pechlin, Friedrich Christian Frh. von, Gouverneur und Landrat des Herzogtums Lauenburg (1789-1865).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Frankfurt a. M., 26. XI. 1844.‎

‎1½ SS. Gr.-4to. Mit Siegel u. Adr. Verspricht dem österreichischen Dichter, Dramaturgen und Herausgeber des Brockhausschen "Pfennig-Magazins" Karl Dräxler(-Manfred), ihm einen Beitrag zu senden, sofern er genügend Zeit hierfür habe: "Meine Muße hängt so sehr von Geschäften und Umständen ab, daß die Muse, wie anspruchslos und bescheiden die meinige auch ist, nur sehr selten und auf kurze Zeit bei ihr einkehren mag [...]." - Mit kl. Ausschnitt (ohne Textverlust).‎

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‎Pechmann von Massen, Eduard Rt., Militär (1811-1885).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Gmunden, 29. XI. 1882.‎

‎2½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An Karl Sonklar von Innstädten über sein im selben Jahr bei Bellmann in Prag erschienenes Buch ‘Ein pädagogischer Beitrag zur Massen-Erziehung in den k. u. k. Militär-Instituten’: “Du dankst mir für die Uibersendung meines Buches [...] Leicht war meine Aufgabe nicht. Heraus zu suchen aus der umfangreichen pädagogischen Literatur, was für den vorgestellten Zweck paßte und für die Anstalten zu accommodiren möglich ist; Maß zu halten in Umfang und Diction, um nirgends anzustossen; mit dieser Bearbeitung zugleich die Abwehr gegen die ungerechten Vorwürfe im Kuhn’schen System zu verbinden oder wenigstens ans Licht zu ziehen, was man bisher sorgfältig todgeschwiegen hat [...]”. - Pechmann von Massen war seit 1830 im soldatischen Dienst, zuletzt im Range eines Generalmajors tätig und vorwiegend mit geodätischen und astronomischen Messungen beschäftigt gewesen. Vgl. Poggendorf III, s. v. - Der Geograph und Generalmajor Karl Sonklar von Innstädten (1816-85) zählt neben Friedrich von Simony und Anton von Ruthner zu den Pionieren der Alpenerforschung; als geographischer Schriftsteller hat Sonklar "durch gründliche und vielseitige Beobachtungen über Gletscher, hydrographische, meteorologische und biogeographische Erscheinungen, besonders die Höhengrenzen, die er seinen wissenschaftlichen Beschreibungen beschränkterer Gebiete der Alpen einverleibte, wissenschaftliches Material von Werth dargeboten und zugleich die Methode der Länderbeschreibung geklärt" (ADB). Neben militärwissenschaftlichen Abhandlungen in den Bereichen der Taktik und Kriegsgeschichte veröffentlichte er auch ein kunstwissenschaftliches Werk, das nach dem wohlwollenden Urteil der Zeitgenossen "in keiner Anstalt, in welcher über Kunst vorgetragen wird, fehlen" dürfe (Wurzbach). - Aus der berühmten Autographensammlung des Adalbert Freiherr von Lanna (1836-1909).‎

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‎Peez, Alexander von, politician and industrialist (1829-1912).‎

‎3 autogr. letters signed. Vienna and Velden am Wörthersee, 1884 to 1889.‎

‎8vo. Altogether 6½ pp. To the Viennese writer Philipp Bogler (i. e. Agnes Bogler, b. 1823), thanking for the honorable mention of his book "Die amerikanische Konkurrenz" ("The American Competition") which had been published in 1881.‎

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‎Peitl, Josef , Pädagoge und Fachschriftsteller (1762-1830).‎

‎Brieffragment mit eigenh. U. O. O. u. D.‎

‎1 S. 104:111 mm. Der aus Hohenruperstorff gebürtige Peitl wirkte "über vier Decennien in der ersprießlichsten Weise" (Wurzbach, s. v.) in Wien als Lehrer wie als Verfasser mehrerer pädagogischer Werke und Sprachschulen. - In altem Sammlungsumschlag.‎

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‎Pelissier, Amable Jean Jacques, duc de Malakoff, Generalgouverneur von Algerien (1794-1864).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Algier, 24. III. 1863.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit der interessanten historischen Geschichte eines Zigarrenetuis, das der Adressat in einer Wohltätigkeitsversteigerung erworben hatte. Erwähnt die Ereignisse von Malakoff und Sebastopol. - Leicht gebräunt; auf Briefpapier mit gepr. Vignette.‎

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‎Pelissier, Amable Jean Jacques, duc de Malakoff, Generalgouverneur von Algerien (1794-1864).‎

‎Eigenh. Brief mit U. "Albert Gate House", d. i. London, 21. I. 1859.‎

‎3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. In französischer Sprache an einen namentlich nicht genannten Adressaten. - Der Namensgeber der gleichnamigen Torte war als Kommandant bei der Eroberung von Sebastopol im Krim-Krieg 1855 berühmt geworden. "Nach der entscheidenden Eroberung der Festung Malakow [...] wurde er am 12. September 1855 zum Marschall von Frankreich ernannt. Im Sommer 1856 kehrte er nach Frankreich zurück und wurde am 22. Juli von Kaiser Napoleon III. zum Herzog von Malakow mit einer Jahresrente von 100.000 Franc ernannt" (WIkipedia). - Auf Briefpapier mit gepr. Vignette; leicht gebräunt und fleckig.‎

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‎Pergelt, Anton, Politiker (1853-1910).‎

‎Visitkarte mit mehreren eigenh. Zeilen und U. O. O. u. D.‎

‎1 S. An einen namentlich nicht genannten Freund: "Ich empfehle Dir hiermit meinen Neffen und Mündel Johann Gail, Hörer der Recht im III. Jahr mit seinem Anliegen [...]". - Pergelt war zunächst Mitglied der Vereinigten Linken und gehörte später der deutschen Fortschrittspartei an, in der er eine führende Position innehatte. "Pergelt, 1895-1910 auch böhmischer Landtagsabgeordneter, galt als einer der besten Kenner der politischen und nationalen Verhältnisse der Deutschen in Böhmen" (ÖBL VII, s. v.).‎

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‎Perger von Pergenau, Heinrich, Politiker (1810-1878).‎

‎2 eigenh. Briefe mit U. Wien, 1868.‎

‎Zusammen 2 SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten, dem er für ausgeliehene Bücher dankt und den er um Einsicht in vorgenommene Änderungen ersucht “& mir noch heute diese Vorlage gefälligst zu senden”. - Der Advokat Heinrich Perger von Pergenau war seit dem Jahr zuvor als Reichsratsabgeordneter tätig, seit dem Jahr, aus dem unser Brief datiert, fungierte er als Präsident der Staatsschulden-Controll-Commission des Reichsrates. Vgl. ÖBL VII, s. v. - In altem Sammlungsumschlag.‎

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‎Pernter, Hans, Politiker (1887-1951).‎

‎Ms. Brief mit eigenh. U. ("Pernter"). Wien, 23. IX. 1946.‎

‎1½ SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An Egon Seefehlner (1912-97), damals Generalsekretär der Wiener Konzerthausgesellschaft, dem er zum Ableben von dessen Vater, Baurat Egon Ewald Seefehlner (geb. 1874), eines Eisenbahnfachmanns und Elektrotechnikers, kondoliert: "[...] Ich hatte mich bei Ihrem Vortrag noch so gefreut, Ihren Herrn Vater wohlauf neben mir begrüssen zu können. Wer konnte ahnen, dass ich ihn damals zum letztenmal gesehen habe [...]". - 1934 bis 1938 Bundesminister für Unterricht und Kunst, war Hans Pernter anschließend vier Jahre lang in einem Konzentrationslager interniert, "engagierte er sich nach seiner Entlassung im Widerstand und war 1944/45 erneut inhaftiert. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Pernter wieder Sektionschef im Unterrichtsministerium. Er war Vorstandsmitglied der ÖVP und Abgeordneter zum Nationalrat" (DBE). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.‎

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‎Perrin, Victor Claude, genannt Victor, duc de Bellune, Militär (1764-1841).‎

‎Brief mit eigenh. U. Paris, 21. III. 1817.‎

‎1 S. Folio. In französischer Sprache an Kriegsminister Henri Clarke d’Hunebourg, Duc de Feltre, über einige Soldaten, die vom Kriegsgericht freigesprochen worden waren. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der "Garde Royale | Etat-Major général | Police"; leicht gebräunt und mit einem kleinen Ausriß am linken oberen Rand.‎

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‎Peruzzi, Ubaldino, Staatsmann (1822-1891).‎

‎Gedr. Einladung mit eigenh. U. Florenz, 28. IV. 1874.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. Mit eh. Adresse. Einladung an den Philosophen und Pädagogen Augusto Conti (1822-1905). Ihm, Peruzzi, sei es als Präsident des Philologischen Zirkels eine Ehre, seine Durchlaucht zu einer Diskussion einzuladen, die am 30. April in einem Saal des Zirkels stattfinden solle. Thema sei "Das neue Vokabular der italienischen Sprache": "[…] si aggirerà intorno al Novo Vocabulario della Lingua Italiana." - Ubaldino Peruzzi war seit den 1860er Jahren mehrfach Minister und wurde später Bürgermeister in Florenz. "Da seine auf Verschönerung von Florenz als Hauptstadt gerichtete, für eine Provinzialstadt zu teure Verwaltung seitens der Kammer Tadel erfuhr, legte er 1878 fein Amt nieder und verzichtete auf sein Mandat, wurde aber 1879 von Florenz wieder zum Abgeordneten gewählt" (Brockhaus' Konversationslexikon, 14. Aufl., Bd. XIII, S. 3). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des "Circolo Filologico di Firenze". - Etwas zerknittert. - Die Verso-Seite von Bl. 2 mit kl. Registraturetikett, hs. Numerierung "163" und mit dem verschlungenen Monogrammstempel "LS".‎

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‎Pfaundler von Sternfeld, Johann Georg, Fachschriftsteller und Archivar (1795-1876).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Innsbruck, 1. II. 1843.‎

‎3 SS. auf Doppelblatt. 4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Vor 3 Jahren hatte ich das Vergnügen mittels des hiesigen [...] Handelsmannes Bader für die Autografen Sammlung Eurer Durchlaucht einen kleinen Beitrag leisten zu können. Die gütige Aufnahme desselben ermuthiget mich bei der nun vollendeten Akten-Ausscheidung die Reise meines Freundes Johann Freiherr von Sternbach nach Wien zu benutzen, und mir die Freyheit zu nehmen, Eurer Durchlaucht eine weitere kleine Autografen-Sammlung der älteren Zeit mit dem untertänigsten Wunsche ehrfurchtsvollst zu unterlegen, daß Einiges darunter dienlich sein möchte [...]". - Pfaundler war drei Jahrzehnte lang im Gubernial- bzw. Statthaltereiarchiv Innsbruck tätig, ordnete Aktenbestände, verfaßte entsprechende Repertorien (Klosterakten, Amraser Akten, Sigmundiana und Maximiliana, Grenzakten usf.), "verfaßte großangelegte historische Arbeiten, die aber ungedruck blieben, und legte eine Siegelsammlung an" (ÖBL 8, 28). - Der rechte Rand stark lappig und mit kl. Einr. (unbedeutende Textberührung).‎

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‎Pflanzl, Bartholomäus, Propst zu Reichersberg (1794-1875).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Stift Reichersberg, 15. V. 1864.‎

‎1 S. 4to. An den Staatsmann und Historiker Joseph Alexander Frh. von Helfert (1820-1910), Präsident der k. k. Central-Commission für Künste und historische Denkmale: "Ganz unerwartet stellten sich Hindernisse ein, um Ihrem freundlichen Ansuchen um Uibermittlung der Schenkungs-Urkunde des Herzogs Leopold des Freigebigen [!] an den Abt Graf Hans zu Reichersberg nach eigenem Wunsche früher und rechtszeitig [!] entsprechen zu können [...]". - J. A. Frh. v. Helfert war seit 1848 im Wiener Unterrichtsministerium tätig, gründete das Institut für Österreichische Geschichtsforschung an der Universität Wien, war Präsident der Zentralkommission zur Erforschung und Erhaltung der Kunst- und historischen Denkmäler und vertrat seit seiner Aufnahme ins Herrenhaus 1881 eine konservativ-patriotische Linie. Daneben war der Jurist und Historiker Präsident der Leo-Gesellschaft, Schwester der deutschen Görres-Gesellschaft, und Verfasser zahlreicher historischer Arbeiten.‎

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‎Philipp Alexander, Herzog von Württemberg (1838-1917).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 25. I. 1881.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Indem ich den Wunsch ausdrücke, dem Verein gegen Verarmung und Bettelei mit einem Jahresbeitrag von zwanzig Gulden beizutreten, bitte ich das weiter Nöthige gefälligst veranlassen zu wollen". - Philipp Hzg. von Württemberg, Sohn des Herzogs Alexander Friedrich Wilhelm von Württemberg und Marie Christiane d'Orléans, mußte Frankreich mit seiner Familie zusammen 1848 verlassen und lebte fortan auf Schloß Fantaisie bei Bayreuth. Nachdem Pläne zu einer Hochzeit mit Prinzessin Sophie von Bayern, der jüngsten Schwester von Kaiserin Elisabeth von Österreich, sich zerschlagen hatten, ehelichte er Erzherzogin Marie Therese von Österreich, eine Tochter von Erzherzog Albrecht Friedrich von Österreich und Prinzessin Hildegard Luise von Bayern. Ihr 1863-65 errichtetes Palais Württemberg an der Ringstraße wurde - nachdem die Stadtverwaltung die dahinterliegende Gartenanlage zugunsten einer Straße geopfert hatte - 1871 veräußert und im Zuge der Weltausstellung 1873 in adaptierter Form als Hotel Imperial eröffnet. n‎

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‎Philipp Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Numismatiker und Militär (1844-1921).‎

‎2 eigenh. Briefe mit U. Budapest, Februar und Mai 1888.‎

‎Zusammen 8 SS. auf Doppelblättern. Kl.-8vo. Beiliegend ein Br. der Cornelie Sárkóny, geb. Nepko, an den Prinzen betr. der Pensionierung ihre erkrankten Vaters. Dobsina, 17. VII. 1888. 7 SS. auf Doppelbll. 8vo. Mit einem halbseitigen, paraphierten Bearbeitungsvermerk des Adressaten in Bleistift. An einen nicht identifizierten Adressaten betreffs der Verpachtung von Landgütern. - Der vielfach geehrte und ausgezeichnete Militär war u. a. Inhaber des Ordens vom Goldenen Vlies und des St. Stephans-Ordens sowie Ehrenbaili des Malteserordens. "Als Inhaber des Prinz Ferdinand Coburgschen und des gräflich Koháryschen Fideikommisses widmete er sich der Verwaltung seiner Güter in Ungarn und Niederösterreich. Wissenschaftlich und kulturell interessiert, förderte er u. a. die Gesellschaft der Musikfreunde und stiftete, als Numismatiker international bekannt, 1870 die Österreichische Numismatische Gesellschaft" (ÖBL IX, s. v.). - Auf Briefpapier mit kalligr. gepr. Monogramm.‎

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‎Phipps, Henry, 3rd Earl of Mulgrave, Politiker (1755-1831).‎

‎Eigenh. Brief mit U. [London], 27. VIII. 1805.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. Folio. An James Tough: "It is with the greatest concern that I acquaint you with the death of His Royal Highness The Duke of Gloucester, which melancholy event happened on Sunday last about half past 8 in the Evening [...]". - Phipps wurde im selben Jahr ins Auswärtige Amt berufen und war fortan in mehreren Stellen im gehobenen Dienst tätig; 1812 erhielt er den Titel des Earl of Mulgrave.‎

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‎Piassoll, Ludwig.‎

‎Eigenh. Brief mit U. Hamburg, 28. VI. 1747.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 4to. An einen Hofkammerrat: "Am abgewichenen Sonntag gegen Mittag habe die Ehre gehabt Ew. Wohlgeb. erste hochschätzbare Zeilen zu erhalten, welche mich veranlassen und obligieren, Ew. Wohlgeb. hiermit gantz ergebensten und verbundensten Dank abzustatten, daß Selbige gütigst bedacht seyn wollen, es dahin zu bringen, daß ich als Chur-Bayrischer Agent allhier declariret, und nach proportion der Vorfallenheiten salariret werden möge. Ich habe die Ehre Ew. Wohlgeb. in antecessum zu Versichern, daß Selbige nicht allein zu keiner Zeit durch mich die allerminderste Déshonneur, sondern im Gegentheil Se. Churfürtl. Durchl. durch meine Wenigkeit reelle und getreue Dienste zu gewarten haben werden. Ich arbeite dreyer motiven halber, 1) um Ehre, 2) um Dank, 3) um einen billigen Vortheil. In allen meinen Handlungen setze ich zum Voraus und Fundament: Ehrlich und Accurat, als wodurch die beste Recommendation (welche ich allen anderen weit präferire) von sich selber folget [...]". - Mit kl. unbed. Läsuren auf Bl. 1 und stärkeren Durchschlagspuren.‎

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‎[Piennes, Eugène Emmanuel Ernest Halwin, Marquis de, statesman (1825-1911)].‎

‎A diplomat's correspondence archive. Paris, Rome, Naples, Florence, Vienna, Munich and other places, September 1860 through January 1862, with additional items from 1854 to 1858.‎

‎Large 8vo. A total of 257 letters and correspondence items, mostly in French, but also in Italian and German. Filed on pins in a contemporary half-leather "Biblorhapte" portfolio (L. Girard) with giltstamped spine label "Correspondance", marbled endpapers and brass filing mechanism. Diplomatic correspondence addressed to Eugene d' Halwin Marquis de Piennes, mostly from 1861 and often concerning the Garibaldi's wars of independence and the unification of Italy under Victor Emmanuel II. Among the writers are Antoine Alfred Agénor Duke of Gramont (French statesman and diplomat, 1819-80), Prince Ladislas Czartoryski (Polish politician in exile and collector, 1828-94), and Jules DuCros-Aubert (French diplomat, 1833-81). Of particular interest is a small card, privately printed in red and green by a very rough process (perhaps a potato print), bearing the motto "V[i]v[a] Vittorio Emanuele Re d'Italia" and the arms of Savoy-Piemont trägt. - The diplomat and statesman de Piennes, from an old Northern French family, served as embassy secretary in Lisbon, St Petersburg, and Rome since the 1850s. He was a friend and patron of the sculptor Jean-Baptiste Carpeaux. After his return to France in 1862 he was made councillor general to his native département of Manche, serving until 1870, and mayor of his native city of Périers. As chamberlain of Empress Eugénie (1863) he introduced Carpeaux to the court; he secured funds for the restoration of Mont-St-Michel and for many projects in the Périers region. After the end of the Empire he retired from politics and relocated to Croatia, supervising the construction of the Balkan Railway financed by Baron Maurice de Hirsch. He presented his large collection of art to the Strossmayer Gallery in Zagreb and passed away in Vrbovec. - Filed head-over-heels in a contemporary Biblorhapte portfolio bearing the large, illustrated seller label of the papeterie "J. Bouillotte & M. Buzenet" in Rue St. Denis, Paris.‎

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‎Piffl, Friedrich, Kardinal-Erzbischof von Wien (1864-1932).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 12. XII. 1931.‎

‎¾ S. Gr.-4to. An einen namentlich nicht genannten Generaldirektor, d. i. Baurat Egon Ewald Seefehlner (1874-1946), ein Eisenbahnfachmann und Elektrotechniker und der damalige Generaldirektor der Österreichischen Bundesbahnen: "Für Ihr überaus liebenswürdiges Entgegenkommen gegenüber meinem Schützling Wurzinger bitte ich meinen herzlichsten und ergebensten Dank entgegenzunehmen [...]". - Friedrich Piffl wurde 1907 Propst des Stifts Klosterneuburg, 1913 Erzbischof von Wien, 1914 Kardinal und war seit 1922 auch Apostolischer Administrator des Burgenlandes. Er gründete das "Wiener Kirchenblatt" und gehörte zu den Begründern des "Kleinen Volksblatts", förderte das Kolpingwerk, die christliche Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung und führte 1927 in Wien die "Katholische Aktion" ein. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Kardinal-Erzbischofs von Wien; etwas knittrig und mit einem kleinen Randeinriß.‎

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‎Piffl, Friedrich Gustav, Kardinal-Erzbischof von Wien (1864-1932).‎

‎Eigenh. Bildpostkarte mit U. ("Fr. G. Piffl"). Rom, 17. XII. 1928.‎

‎½ S. (Qu.-)8vo. Mit eh. Adresse. Grüße aus Rom an Domherr Josef Wagner in Wien. - F. G. Piffl wurde 1907 Propst des Stifts Klosterneuburg, 1913 Erzbischof von Wien, 1914 Kardinal und war seit 1922 auch Apostolischer Administrator des Burgenlandes. Er gründete das "Wiener Kirchenblatt" und gehörte zu den Begründern des "Kleinen Volksblatts", förderte das Kolpingwerk, die christliche Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung und führte 1927 in Wien die "Katholische Aktion" ein.‎

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‎Piffl, Friedrich Gustav, Kardinal-Erzbischof von Wien (1864-1932).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("Fr G Kard. Piffl"). Wien, 14. I. 1928.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Beiliegend Piffls gest. Exlibris. An einen Stadtrat mit Dank "für Ihre liebenswürdige Aufmerksamkeit zum 40. Jahrestage meiner Priesterweihe". - F. G. Piffl wurde 1907 Propst des Stifts Klosterneuburg, 1913 Erzbischof von Wien, 1914 Kardinal und war seit 1922 auch Apostolischer Administrator des Burgenlandes. Er gründete das "Wiener Kirchenblatt" und gehörte zu den Begründern des "Kleinen Volksblatts", förderte das Kolpingwerk, die christliche Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung und führte 1927 in Wien die "Katholische Aktion" ein.‎

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‎Pilat, Joseph Anton Edler von, Journalist (1782-1865).‎

‎Eigenh. U. auf Grußadresse mit Geburtstagswünschen. O. O. u. D.‎

‎1 S. 4to. Grußadresse zum Geburtstagsfest der - wie verso vermerkt - Josefine Niederreiter mit 22 Unterschriften, darunter der von Metternichs Privatsekretär und dessen Gattin Marie. - Pilat war Redakteur des "Österreichischen Beobachters" (1811-48), der "Wiener Zeitung" und der "Augsburger Allgemeinen Zeitung", wechselte 1818 als Hofsekretär in den Staatsdienst, wurde 1842 zum Regierungsrat ernannt und 1862 nobilitiert. Als Redakteur des "Österreichischen Beobachters" fungierte P. als politisches Sprachrohr Metternichs. - In altem Sammlungsumschlag.‎

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‎Pillersdorff, Franz Frh. von, Staatsmann (1786-1862).‎

‎Briefausschnitt mit eigenh. Namenszug. Wien, 18. V. 1847.‎

‎1 S. Kl.-8vo. Pillersdorff wirkte maßgeblich an der Ordnung der österreichischen Staatsfinanzen unter Philipp Gf. Stadion mit. 1822 wurde er Sektionschef, zwei Jahre darauf Vizepräsident der Hofkammer und 1832 nach dem Rücktritt Stadions Kanzler der Hofkanzlei. Nach der Märzrevolution 1848 wurde er als Gegner des Metternichschen Systems Innenminister und fungierte vom 4. Mai bis zum 8. Juni desselben Jahres als Ministerpräsident. Pillersdorff erarbeitete die sogenannte "Pillerdorfsche Verfassung", die nach belgischem Muster eine Umformung der nichtungarischen Länder zu einer konstitutionellen Monarchie vorsah. Nach Kritik an seinem Vorschlag und seinem Rücktritt gehörte er dem Reichstag an.‎

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‎Pillersdorff, Franz Frh. von, Staatsmann (1786-1862).‎

‎Brieffragment mit eigenh. Namenszug. O. O., um den 21. IX. 1847.‎

‎2 SS. Folio. Fragment eines Schreibens betr. über den Vorwurf eines mangelhaften Schulunterrichts. - Mit je einer weiteren U. von Vizekanzler Weingarten, Hofrat Schönaich sowie einem nicht identifizierten Verf. - Pillersdorff wirkte maßgeblich an der Ordnung der österreichischen Staatsfinanzen unter Philipp Gf. Stadion mit. 1822 wurde er Sektionschef, zwei Jahre darauf Vizepräsident der Hofkammer und 1832 nach dem Rücktritt Stadions Kanzler der Hofkanzlei. Nach der Märzrevolution 1848 wurde er als Gegner des Metternichschen Systems Innenminister und fungierte vom 4. Mai bis zum 8. Juni desselben Jahres als Ministerpräsident. Pillersdorff erarbeitete die sogenannte "Pillerdorfsche Verfassung", die nach belgischem Muster eine Umformung der nichtungarischen Länder zu einer konstitutionellen Monarchie vorsah. Nach Kritik an seinem Vorschlag und seinem Rücktritt gehörte er dem Reichstag an.‎

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‎Pillersdorff, Franz Frh. von, Staatsmann (1786-1862).‎

‎Schriftstück mit eigenh. Namenzug. Wien, 10. II. 1845.‎

‎2 SS. 4to. "Referenten Erinnerung [...] wegen Verbreitung des Unterrichtes blinder Kinder". - Mit zwei weiteren U. sowie mehreren Bearbeitungsvermerken. - Pillersdorff wirkte maßgeblich an der Ordnung der österreichischen Staatsfinanzen unter Philipp Gf. Stadion mit. 1822 wurde er Sektionschef, zwei Jahre darauf Vizepräsident der Hofkammer und 1832 nach dem Rücktritt Stadions Kanzler der Hofkanzlei. Nach der Märzrevolution 1848 wurde er als Gegner des Metternichschen Systems Innenminister und fungierte vom 4. Mai bis zum 8. Juni desselben Jahres als Ministerpräsident. Pillersdorff erarbeitete die sogenannte "Pillerdorfsche Verfassung", die nach belgischem Muster eine Umformung der nichtungarischen Länder zu einer konstitutionellen Monarchie vorsah. Nach Kritik an seinem Vorschlag und seinem Rücktritt gehörte er dem Reichstag an.‎

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‎Pillersdorff, Franz Frh. von, Staatsmann (1786-1862).‎

‎Schriftstück mit eigenh. U. [Wien], Oktober 1834.‎

‎1 S. Folio. Deckblatt eines Sitzungsprotokolls der k. k. Vereinigten Hofkanzley mit dem Vermerk "der Hofkammerprokuratur zur Aeußerung in Rechtsbeziehung bis 10 Xbr. d. J. zuzustellen". - Pillersdorff wirkte maßgeblich an der Ordnung der österreichischen Staatsfinanzen unter Philipp Gf. Stadion mit. 1822 wurde er Sektionschef, zwei Jahre darauf Vizepräsident der Hofkammer und 1832 nach dem Rücktritt Stadions Kanzler der Hofkanzlei. Nach der Märzrevolution 1848 wurde er als Gegner des Metternichschen Systems Innenminister und fungierte vom 4. Mai bis zum 8. Juni desselben Jahres als Ministerpräsident. Pillersdorff erarbeitete die sogenannte "Pillerdorfsche Verfassung", die nach belgischem Muster eine Umformung der nichtungarischen Länder zu einer konstitutionellen Monarchie vorsah. Nach Kritik an seinem Vorschlag und seinem Rücktritt gehörte er dem Reichstag an. - An den Rändern stärker lappig und mit kl. Randläsuren; gebräunt und etwas angestaubt.‎

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‎Pinay, Antoine, Politiker (1891-1994).‎

‎Visitkarte mit eigenh. Grußzeile. [Paris, 10. I. 1969].‎

‎1 S. Carte d'Visite-Format. Mit eh. adr. Kuvert. An Oberlehrer Josef Wesely in Wien. - Antoine Pinay war1952/53 französischer Premierminister, nahm 1955 als Außenminister an der Genfer Gipfelkonferenz teil und wurde 1958 der erste Finanzminister der Fünften Republik.‎

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‎Pineles, Stanislaus, Jurist (1857-1921).‎

‎Eigenh. Vorlesungsankündigung mit montiertem Ausschnitt aus einem Vorlesungsverzeichnis. Wien, 26. III. 1907.‎

‎1 S. Qu.-kl. 8vo. "Ich werde im Sommersemester 1907 nachstehendes Repetitorium bezw. Konversatorium des römischen Rechts (Institutionen, Pandekten, Rechtsgeschichte u. Civilprozeß umfassend) halten [...]". - Pineles, Privatdozent für römisches Recht in Wien, sah "gestützt auf Leibniz' Idee einer universalen Rechtsgeschichte und Montesquieus 'Vom Geist der Gesetze' [...] in der Rechtsvergleichug einen unentbehrlichen Teil der Rechtsgeschichte" und "entwickelte eine Methode der systematischen Nebeneinanderstellung der möglichen Lösungen diverser Probleme durch verschiedene Rechtssysteme und der Untersuchung der wirtschaftlichen, soziologischen und psychologischen Ursachen des Unterschiedes" (ÖBL, s. v.).‎

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‎Pitlo, Adriaan, Jurist (1901-1987).‎

‎3 ms. Briefe mit eigenh. U. Amsterdam, 1963 und 1964.‎

‎Zusammen 4½ SS. auf 5 Bll. 4to. An den Kulturattaché und Botschaftsrat Peter Schoenwaldt (1934-2004): "Ich würde es ausserordentlich zu schätzen wissen, wenn Sie mir in nachstehender Angelegenheit Ihren Rat geben würden. Ich habe ein Buch geschrieben mit dem Titel: 'Das Lachen im Recht'. Es handelt sich hier um eine kulturhistorische Betrachtung über das Thema, das Otto von Gierke 1870 unter dem Titel: 'Der Humor im deutschen Recht' eingeführt hat. Von Gierke hat in der betreffenden Broschüre eine Betrachtung angestellt, aus welcher hervorgehen sollte, dass die alten Germanen so sehr mit ihrem Recht vertraut waren, dass sie in dem Recht ihr Gemüt und auch ihr Lachen äusserten. Von Gierke hat eine Reihe Nachfolger gefunden. Der Begriff: 'Der Humor im Recht' ist demzufolge gleichsam ein feststehender Begriff für den Rechtshistoriker geworden [...] In der Publikation, die vor ein paar Monaten unter dem Titel 'Das Lachen im Recht' erschien, habe ich meiner Meinung nach nachgewiesen, dass dieser Humor in der alten Gesetzgebung sich bei nähere[r] Betrachtung als niemals vorhanden gewesen erweist [...] Die Frage, die ich nun Ihrem geschätzten Urteil vorlege, ist, ob für diese Arbeit in Deutschland Interesse bestehen würde [...]" (a. d. Br. v. 4. II. 1964). - Teils auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; jeweils im linken Rand gelocht (keine Textberührung).‎

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‎Pitrè, Giuseppe, Italian folklorist and physician (1841-1916).‎

‎Autograph letter signed ("G. Pitrè"). Palermo, "Piazza S. Francesco di Paola n. 2", 15. I. 1889.‎

‎8vo. 1½ pp. Charming letter to the young historian Alberto Lumbroso, announcing that Lumbroso's manuscript "Un riscontro" will be published soon and encouraging him to continue with his folkloristic studies. Giuseppe Pitrè was apparently a close friend of the Lumbroso-family, as he mentions Alberto's better-known father Giacomo Lumbroso (1844-1925), intimately calling him "Papà", contrasting Giacomo's classical studies with Alberto's interest in folklore, "which, after all, is always ancient". The manuscript in question was probably published in Pitrè's Archivio per lo studio delle tradizioni popolari. He also thanks Alberto for a book on behalf of "Maria and Totò," probably two of his children. In closing, Pitrè expresses his hope that Giacomo Lumbroso will also contribute to the journal, as he is "rich in precious materials" and they are "poor workers of the Archivio", and exchanges family greetings. The beautiful letter in full: "Ho ricevuto e passato al tipografo il tuo ms. Un riscatto, e spero di mandartene presto le stampe. Vedi bene che io son contento di quello che fai pe[r] i nostri studi, e che seguo con amore ogni nuovo frutto del tuo bello ingegno. Coraggio e avanti! Pensa frattanto che come Papà studia il folklore antico di Roma, così tu potresti ricercare il folklore moderno, il quale, del resto, è sempre antico. Le novelle, gli esempi, le ciarpe non le ha raccolte nessuno ancora, altro che una signorina inglese e tu potrai non dico 'pigolare' ma mietere. Maria e Totò ricevettero il bel libro che tu hai loro regalato, e m'incaricano di ringraziartene tanto tanto. [...] Da un pezzo non leggo nulla di Papà. Oh perché non regala qualche cosa all'Archivio? Sono i ricchi quelli che devono dare a poveri: ed egli è straricco di materiali preziosi, de' quali non dovrebbe privare noi poveri manuali dell'Archivio. Diglielo in nome mio. E digli pure - e diglielo col cuore che tu hai - che io gli desidero e gli voglio ogni bene; presenta a lui e alla mamma i riverenti saluti miei, della mia signora e di mia madre e tu lasciati abbracciare dal tuo affezionatissimo [...]". - Slight damage to the left edge. - From the collection of Eduard Fischer von Röslerstamm (1848-1915).‎

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‎Plener, Ernst Frh. von, Staatsmann (1841-1923).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 24. II. 1909.‎

‎1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. Dankt dem namentlich nicht genannten Alfred Rt. von Lindheim (1836-1913) für die Übersendung „Ihres neuen interessanten Werkes über die Bedeutung der menschl. Lebensdauer [...]“ (d. i. die Studie ‚Saluti senectutis‘ über ‚Die Bedeutung der menschlichen Lebensdauer im modernen Staate‘; Leipzig und Wien, Deuticke 1909). - Plener amtierte von 1893-95 als Finanzminister, beteiligte sich an der Durchführung der österreichisch-ungarischen Währungsunion und zog sich nach seiner Demission aus der Politik zurück. 1895-1918 war er Präsident des Gemeinsamen obersten Rechnungshofs und gehörte seit 1900 dem österreichischen Herrenhaus an. Als Mitglied des Haager Schiedsgerichtshofs nahm er für Österreich an der Haager Konferenz (1907) teil. - Der Adressat wurde 1868 leitender Direktor der neugegründeten Wiener Handelsbank und war Mitbegründer der ersten Wiener Lagerhäuser und des Lokaltelegraphen. Er gehörte jahrzehntelang dem Direktionsrat der mit der Handelsbank vereinigten Unionsbank an, war 1876-78 dessen Vizepräsident und 1879-1909 Präsident des Schiedsgerichts der Warenbranche an der Wiener Börse sowie seit 1877 Mitglied der niederösterreichischen Handels- und Gewerbekammer. Als sein bekanntestes Werk gilt das 1891 erstmals erschienene ‚Schiedsgericht im modernen Zivilprozeß‘. - Mit einer knappen biographischen Anmerkung zum Verfasser sowie zu dessen Vater Ignaz von Plener von fremder Hand auf Bl. 1 verso. - In altem Sammlungsumschlag.‎

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‎Plener, Ernst Frh. von, Staatsmann (1841-1923).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, o. D.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An den Politiker, Industriellen und Nationalökonomen Alexander von Peez (1829-1912): "Ich ersuche Sie [...] übermorgen Freitag 22. Dec. um 11 Uhr [...] zu mir zu kommen [...]". - Auf Bl. 2 recto findet sich eine hübsche Widmung des Plenerschen Autographs, das der Adressat Jella von Braun-Fernwald (geb. 1862) zueignet: "Autographen werden gesammelt wegen des Inhalts oder wegen der Form. Wäre ersteres bei Dir der Fall, so wirf die nebenstehenden Zeilen Pleners (immerhin unseres kenntnisreichsten und aussichtsvollsten Abgeordneten) in den Papierkorb. Als bloße Schriftprobe können Sie vielleicht dienen, bis sie von besseren abgelöst wird [...]". - Plener amtierte 1893-95 als Finanzminister, beteiligte sich an der Durchführung der österreichisch-ungarischen Währungsunion und zog sich nach seiner Demission aus der Politik zurück. 1895-1918 war er Präsident des Gemeinsamen obersten Rechnungshofs und gehörte seit 1900 dem österreichischen Herrenhaus an. Als Mitglied des Haager Schiedsgerichtshofs nahm er für Österreich an der Haager Konferenz (1907) teil. - Alexander Peez war Mitarbeiter der "Augsburger Zeitung", der "Reichenberger Zeitung" in Böhmen und wurde 1864 Generalsekretär des "Vereins der Industriellen" in Wien. 1902 wurde er lebenslängliches Mitglied des österreichischen Herrenhauses. Sein Werk umfasst volkswirtschaftliche, politische und kulturhistorische Arbeiten. - Die Adressatin von Peez' Brief, Jella von Braun-Fernwald (geb. Vivenot), war die Gattin des Wiener Arztes Egon Ritter von Braun-Fernwald und Mutter der späterhin bekannten Konzertsängerin gleichen Namens.‎

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‎Plener, Ignaz Frh. von, Staatsmann (1810-1908).‎

‎2 eigenh. Briefe mit U. Wien bzw. o. O., 1861 und 1864.‎

‎Zusammen 2 SS. 8vo. Lt. beiliegendem altem Sammlungsumschlag an den namentlich nicht genannten Geheimrat Georg Frh. von Mitis: "Ich muß Sie abermals behelligen, um einer wiederholten Bitte des Dr. Rezina gerecht zu werden u. lege das [...] Nazionale des Notariats Candidaten Herzog zur gefälligen [...] Berücksichtig[un]g bei [...]" (Br. v. 3. XII. 1861; ohne die erwähnte Beilage). - Der Brief v. 30. VII. 1864 betr. des Ansuchens des Gerichtsvorstehers Protung (?) "um einen ihm angemessenen Dienstposten in Lemberg" (auf Briefpapier mit gepr. kalligr. Initialen). - Seit 1860 Finanzminister, bemühte sich Plener vor allem um einen Ausgleich des Staatshaushalts und setzte sich für eine Berufung Anton von Schmerlings ein. 1867-70 war er Handelsminister und initiierte Reformen auf dem Gebiet des Eisenbahnwesens. Für die Handelskammer Eger saß er seit 1870 im Reichstag und war seit 1873 Mitglied des Herrenhauses, wo er sich sich den Deutsch-Liberalen anschloß. - Georg von Mitis durchlief eine lange Laufbahn ihm öffentlichen Dienst und war zur Zeit des vorliegenden Schreibens bereits seit vier Jahren Präsident des Landesgerichts Wien. "Den Vorschlag, Statthalter von NÖ zu werden, lehnte er ab, um im Justizdienst bleiben zu können" (ÖBL VI, s. v.); während der Erkrankung des Justizministers Adolf Frh. Pratobevera von Wiesborn vertrat er eineinhalb Jahre lang die Administrativgeschäfte des Ministers und diesen selbst auch im Reichsrat. - In altem Sammlungsumschlag.‎

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‎Plener, Ignaz Frh. von, Staatsmann (1810-1908).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Windisch-Garsten, 2. X. 1891.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An eine namentlich nicht genannte Dame: "Der Zeitpunkt unseres Eintreffens in Wien ist noch nicht festgestellt, wird aber über den 14. d. M. hinaus nicht verschoben werden [...]". - Seit 1860 Finanzminister, bemühte sich Plener vor allem um einen Ausgleich des Staatshaushalts und setzte sich für eine Berufung Anton von Schmerlings ein. 1867-70 war er Handelsminister und initiierte Reformen auf dem Gebiet des Eisenbahnwesens. Für die Handelskammer Eger saß er seit 1870 im Reichstag und war seit 1873 Mitglied des Herrenhauses, wo er sich sich den Deutsch-Liberalen anschloß.‎

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‎[Podhajsky, Alois, Leiter der Spanischen Hofreitschule (1898-1973)].‎

‎Sammlung von 116 eigenh. und ms. Briefen, Karten, Telegrammen, Billetts u. a. an Alois Podhajsky. Verschiedene Orte, 1960er Jahre.‎

‎Zusammen 139½ SS. auf 135 Bll. Verschiedene Formate. Die Briefe meist mit ms. Antwortschreiben Podhajskys auf Durchschlagpapier. Alois Podhajsky war Offizier des österreichischen Bundesheeres und seit März 1939 Kommandeur der "Spanischen Reitschule", die er bis 1964 leitete "und an deren weiterem Schicksal und Überleben er maßgeblichen Anteil hatte. Er erreichte eine Rückbenennung in Spanische Hofreitschule, führte einen Sommeraufenthalt an der Hermesvilla im Lainzer Tiergarten für die Lipizzaner ein, erhöhte die Zahl der Pferde von 30 auf 70, beschaffte Material und Lüster für die Reitbahn, die immer noch im Einsatz sind, und führte den Galoppwechsel à tempo an der Spanischen Hofreitschule ein. Im Februar und März 1945 evakuierte er die Lipizzaner aus Wien und konnte später die amerikanische Besatzungsmacht überzeugen, die Pferde aus Tschechien, bevor sie in sowjetische Hände fielen, zuerst nach Oberösterreich und später in das Bundesgestüt Piber zurückzuholen. Eine Rückkehr der Reitschule in die angestammten Gebäude in Wien war allerdings erst 1955 möglich" (Wikipedia). - Seit 1949 regelmäßig Auslandstourneen der Spanischen Hofreitschule veranstaltend, wurde die Schule durch Podhajskys Wirken zu einer internationalen Attraktion für Pferdefreunde aus aller Welt. 1958 doubelte er für den Film "Das Wunder der weißen Hengste" Robert Taylor, der im Film Alois Podhajsky spielte. Als Reitlehrer und Autor mehrerer Bücher zum Thema Reiten und Pferdesport war er auch noch nach seiner Pensionierung tätig.‎

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‎Pöhlmann, Robert von, Althistoriker (1852-1914).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. Gastein, 18. IX. 1913.‎

‎1 S. 8vo. Mit eh. Adresse. An Alfred Rt. von Lindheim (1836-1913): „Meine Zeit gestattet mir leider nicht, mich an Ihrem Unternehmen, für das ich Ihnen besten Erfolg wünsche, zu beteiligen [...] Ich müßte [...] auch Manches wiederholen, was ich in meiner Geschichte der sozialen Frage in der ant[iken] Welt bereits gesagt habe [...]“. - Pöhlmann war seit 1901 als Ordinarius für alte Geschichte in München tätig. Sekretär der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und 1909 geadelt, veröffentlichte er u. a. eine ‚Geschichte des antiken Kommunismus und Sozialismus‘ (2 Bde., 1893-1901; Neuaufl. bearb. von F. Oertel unter dem Titel ‚Geschichte der sozialen Frage und des Sozialismus in der antiken Welt‘, 1925). - Der Adressat wurde 1868 leitender Direktor der neugegründeten Wiener Handelsbank und war Mitbegründer der ersten Wiener Lagerhäuser und des Lokaltelegraphen. Er gehörte jahrzehntelang dem Direktionsrat der mit der Handelsbank vereinigten Unionsbank an, war 1876-78 dessen Vizepräsident und 1879-1909 Präsident des Schiedsgerichts der Warenbranche an der Wiener Börse sowie seit 1877 Mitglied der niederösterreichischen Handels- und Gewerbekammer. Als sein bekanntestes Werk gilt das 1891 erstmals erschienene ‚Schiedsgericht im modernen Zivilprozeß‘.‎

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‎Polheim, Gundacker von, seit etwa 1629 Gutsherr von Ottenschlag, Raspach und Gobelsburg.‎

‎Brief mit eigenh. U. O. O., 5. V. 1635.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 4to. An einen General-Obristen und Generalquartiermeister: "Under Herrn Obristen Willi Regiment zu Roß, hat sich sein Lieutenandt Balthasar Magerl understanden, und straffmäßiger weiß mit dreyssig pferdten uber Ainhundert Gulden werth meine Armen Underthanen zu Ottenschlag im Viertl Ob Mänhartsberg gelegen, geschazt. Bitte deßwegen Ihrem Herrn Obristen zuzuschreiben, daß Er den Lieutenandt die restitution Auferlegen wolle [...]". - Mit Stempel des “Archiv Schöppl” am linken oberen Rand der Recto-Seite von Bl. 1; in altem Sammlungsumschlag.‎

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‎Polheim, Gundacker von, seit etwa 1629 Gutsherr von Ottenschlag, Raspach und Gobelsburg.‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 13. III. 1635.‎

‎1 S. 4to. Mit kl. Läsuren am rechten Rand.‎

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‎Politik und Militär‎

‎Sammlung von 2 eigenh. U. von Alfred Fürst zu Windisch-Graetz sowie je einer eh. U. von Ferdinand Gf. v. Colloredo Mannsfeld, Karl Ludwig Gf. von Grünne, Rudolf Reichsgf. Wrbna von Freudenthal und Fürst Livio Odescalchi. O. O., ca. 1800-1870.‎

‎1 S. Montiert auf altem Untersatzkarton. Folio. Der einem steirischen Uradelsgeschlecht entstammende Alfred Fürst zu Windisch-Graetz (1787-1862) versuchte 1848 vergeblich, den Sturz Metternichs zu verhindern und war maßgeblich an der Abdankung Kaiser Ferdinands I. und der Ernennung seines Schwagers Felix Fürst zu Schwarzenberg zum Ministerpräsidenten beteiligt. Ferdinand Gf. v. Colloredo Mannsfeld (1777-1848) quittierte 1808 den diplomatischen Dienst und wirkte als Verordneter des niederösterreichischen Herrenstandes nach 1822 an der Grundsteuerregulierung mit; 1838 wurde er zum Generalhofbaudirektor, 1840 gründete er - der sich den Ruf als eines “Mittlers zwischen Bürgertum und Adel” (DBE) erwarb - den niederösterreichischen Gewerbeverein. Karl Ludwig Gf. von Grünne (1808-84) war seit 1848 Generalmajor und erster Generaladjutant des Kaisers, auf den er großen Einfluß ausübte. Von 1850 bis 1859 die Militärische Zentralkanzlei leitend, wurde er 1859 Oberstallmeister und Kapitän der Garde-Gendarmerie; 1864 wurde er zum General der Kavallerie ernannt. Rudolf Reichsgf. Wrbna von Freudenthal (1802-72) war Geheimer Rat und Oberstjägermeister, Fürst Livio Odelscalchi (geb. 1805) k. k. Kämmerer und Grand von Spanien.‎

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‎[Politik und Militär].‎

‎Sammlung von je einer eigenh. U. von Moriz Reichsgf. von Dietrichstein, Friedrich Karl Landgf. von Fürstenberg, Josef von Hudelist, Franz von Dombray, August Reichsgf. von Bellegarde und Josef Albert Gf. Festetics von Tolna. O. O., ca. 1780-1870.‎

‎1 S. Montiert auf altem Untersatzkarton. Folio. Enthält auf Briefausschnitten die Unterschriften (teils auf Pergament) von Obrist-Hofmarschall Friedrich Karl Landgf. von Fürstenberg (1774-1856) sowie in latinisierter Form die des Orientalisten, Hofdolmetschers und kaiserlichen Rats Franz von Dombay (1758-1810) und die von Metternichs Vertreter in der Staatskanzlei Josef von Hudelist (1759-1818). Moriz Reichsgf. von Dietrichstein (1775-1864) quittierte - nachdem er als Adjutant General Karl Frh. von Leiberich Macks in französische Gefangenschaft geraten war - seinen Dienst in der Armee und betätigte sich vornehmlich als Förderer von Kunst und Wissenschaft; sein Haus, in dem u. a. Beethoven und Heinrich Joseph von Collin verkehrten, geriet zu einem geistigen Zentrum Wiens. Von 1815 bis 1831 als Erzieher von Napoleons Sohn, dem Herzog von Reichstadt, tätig, übernahm er nebenher von 1821-26 die Hoftheaterdirektion, führte eine Reihe von Verwaltungsreformen durch und wurde 1826 Präfekt der Hofbibliothek; 1833 erhielt er die Oberleitung des Münz- und Antikenkabinetts und wurde 1845 Oberstkämmerer von Ferdinand I. und zugleich Intendant des Hofburgtheaters, das er bis 1848 leitete. August Reichsgf. von Bellegarde (1798-1871) war Obersthofmeister der verwitweten Kaiserin Karoline Auguste; Josef Albert Gf. Festetics von Tolna (1786-1869) bekleidete dasselbe Amt am Hofe Erzherzog Joseph Palatins (1776-1847).‎

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‎Popp, Margarete Freiin von.‎

‎7 eigenh. Briefe mit U. Wien, 1916 und 1917.‎

‎Zusammen 9 SS. 8vo. Mit einem eh. beschr. Kuvert. Betr. die Bestellung von Grüßen und Worten des Dankes: “[...] komme ich mit einer Bitte zu Ihnen. Diesmal handelt es sich nicht um unser Spital, sondern um ein paar arme Hausmeisterbuben, deren Mutter mich um Rat fragte [...] Die Mutter dieser beiden Buben ist Hausmeisterin, die Familie wohnt in einer entsetzlich nassen Kellerwohnung. Deswegen sind die Kinder immer krank, haben geschwollene Beine und Arme und entzündete Augen. Der Arzt sagt, die Kinder müssen in bessere Wohnverhältnisse [...]” (Br. v. 6. X. 1917). - Margarete Freiin von Popp (auch Popp von Böhmstetten, wie sie unterm 9. VII. 1917 zeichnet) war - wie einem gestemp. Absendervermerk zu entnehmen ist - während des Krieges karitativ tätig. - Ein Br. gestemp. “Militärpflege | Vereins-Reserve-Spital No. 2 Wien | des Patriotischen Hilfsvereines vom Roten Kreuz | für Niederösterreich”. - In altem Sammlungsumschlag.‎

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‎Portugall, Ferdinand, Politiker (1837-1901).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Graz, 8. I. 1886.‎

‎2 SS. Gr.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "[...] beehre ich mich mitzutheilen, daß bis zur Stunde der Landesausschuß noch keinen definitiven Entschluß darüber gefaßt hat, ob er das Landestheater, wie bisher im Einvernemen mit der Gem. Vertretung von Ostern 86 ab vergeben, oder die Vergebung dieses Theater der Gemeinde allein überlassen u. wegen Übername des Landestheater in die Communalverwaltung Unterhaltungen einleiten soll [...]". - Portugall wurde 1885 Nachfolger von Wilhelm Kienzl als Bürgermeister von Graz. In seine Amtszeit als Bürgermeister "fällt der rasche Aufschwung der Stadt Graz. Es erfolgten zahlreiche Neubauten (Rathaus, Universität, Technische Hochschule, beide Staatsgymnasien, Taubstummeninstitut, Post- und Telegraphendirektion, Kasernen etc), der Ausbau des Straßennetzes und der elektrischen Beleuchtung, der Bau der Schloßbergbahn etc. [...]" (ÖBL VIII, s. v.).‎

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