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[Gotter, Friedrich Wilhelm].
"Epistel über die Starkgeisterey". Eigenh. Abschrift des Wenzel Friedrich Haidler mit Datum und U. Witoses, 17. XI. 1818.
Titel und 24 SS. auf 12 Bll. Gr.-8vo. Fadengeheftet. Traktat in Versen über das Wesen der Freigeisterei, erschienen im "Teutschen Merkur" (1773, Bd. 3., SS. 3-38). - "Brüderchen! laßt uns fein christlich leben, | Wir müssen uns doch einmal drein ergeben! | Je länger ihr's verschiebt, je saurer köm[m]t's euch an; | Doch jung gewohnt, ist alt gethan. | In meinem Lenz hab' ich den Wollustknechten | Auch zugesehn, wie sie zu Nächten, | Mit Antivestalinen zechten. | Die Vögel waren überall, | Im Kaffeehaus, im Schauspiel, auf dem Ball, | Nur in der Kirche nicht. Sie brachten sich zu mästen | Und wohl zu thun, ihr faules Leben hin, | Und hatten oft, so boshaft war ihr Sinn, | Die lieben schwarzen Herrn zum Besten. | Was kömmt heraus? Der böse böse Tod, | Mit seinem krachenden Gerippe | Mit seiner fürchterlichen Hippe, | Stellt sich am frühen Morgenroth | Den starken Geistern gegenüber [...]". - Bl. 1 verso mit einem hs. Besitzeintrag: "Aus dem Besitz der Familie Merz. Tischlergesell Eustach Merz aus Steinbach in Baden arbeitet die Jahre um 1800 in Poskal b. Prag. Seit 1802 Launer Bürger u. Tischlermeister".
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Gottschall, Rudolf, Schriftsteller (1823-1909).
Eigenh. Brief mit U. Leipzig, 30. IX. 1883.
½ S. auf Doppelblatt. 8vo. Dankt einem namentlich nicht genannten Adressaten “für die freundliche Gratulation. Möge es Ihnen und Ihrem neuen Theater recht gut ergehn! [...]” - Der promovierte Jurist Gottschall war als Dramaturg in Königsberg und Hamburg tätig, ehe er 1862 die Redaktion der 'Ostdeutschen Zeitung' in Posen, 1865 die der dazumal tonangebenden 'Blätter für literarische Unterhaltung' für Brockhaus in Leipzig (bis 1888) und nebenbei die der gleichfalls bei Brockhaus erscheinenden Monatsschrift 'Unsere Zeit' übernahm; 1877 wurde er vom deutschen Kaiser in den Adelsstand erhoben.
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Gottschall, Rudolf, Schriftsteller (1823-1909).
Eigenh. Briefe mit U. Leipzig, 8. VIII. 1879.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An den Schriftsteller und Feuilletonredakteur der "Neuen Freien Presse" Wilhelm Goldbaum (1843-1912): "Beifolgend erhalten Sie meinen Roman 'Das goldene Kalb; mit der freundlichen Bitte, demselben doch in der Neuen Fr. Presse eine möglichst eingehende Besprechung zukommen zu lassen [...]". - Der promovierte Jurist Gottschall war als Dramaturg in Königsberg und Hamburg tätig, ehe er 1862 die Redaktion der „Ostdeutschen Zeitung“ in Posen, 1865 die der dazumal tonangebenden „Blätter für literarische Unterhaltung“ für Brockhaus in Leipzig (bis 1888) und nebenbei die der gleichfalls bei Brockhaus erscheinenden Monatsschrift „Unsere Zeit“ übernahm; 1877 wurde er vom deutschen Kaiser in den Adelsstand erhoben.
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Gottschall, Rudolf, Schriftsteller (1823-1909).
Eigenh. Manuskript mit U. O. O. u. D.
½ S. 8vo. Wohl für eine Zeitung über den Dichter Robert Hamerling: "Robert Hamerling ist ein Poet von einem seltenen Reichthum üppiger Phantasie und von einem ebenso seltenen Geiste [...]". - Der promovierte Jurist Gottschall war als Dramaturg in Königsberg und Hamburg tätig, ehe er 1862 die Redaktion der „Ostdeutschen Zeitung“ in Posen, 1865 die der dazumal tonangebenden „Blätter für literarische Unterhaltung“ für Brockhaus in Leipzig (bis 1888) und nebenbei die der gleichfalls bei Brockhaus erscheinenden Monatsschrift „Unsere Zeit“ übernahm; 1877 wurde er vom deutschen Kaiser in den Adelsstand erhoben.
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Grabenhorst, Georg, Schriftsteller (geb. 1899).
Ms. Briefkarte mit eigenh. U. Hannover, 18. III. 1943.
1 S. Qu.-8vo. Mit ms. Adresse. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag. - Grabenhorst studierte nach dem Ersten Weltkrieg Geschichte, Kunstgeschichte, Neuere Literatur und Philosophie und war als Referent für Kultur- und Landschaftspflege tätig; nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er Regierungsdirektor im Niedersächsischen Kultusministerium in Hannover. Mitarbeiter des "Hannoverschen Kuriers", gab er zusammen mit Moritz Jahn auch den "Niedersächsischen Almanach" heraus. 1928 debütierte er mit dem Roman "Fahnenjunker Volkenborn", "in dem er seine Erlebnisse als 18jähriger Fahnenjunker verarbeitet. Krieg und Heimkehr sind wiederkehrende, seine literarische Arbeit prägende Themen, obgleich das Zeitkolorit hinter die Darstellung der individuellen Reifung seiner Protagonisten zurücktritt, so z. B. im Roman 'Merve'" (Killy Literaturlexikon, Bd. IV, 305). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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Grädener, Hermann, Schriftsteller (1878-1956).
2 (1 eigenh. und 1 ms.) Briefe mit U. und eine ms. Briefkarte mit eh. U. Wien, 1938-1953.
Zusammen 3 SS. 4to und 8vo. Mit 2 eh. adr. Kuverts. Dankt Josef Wesely für ihm wiederholt übersandte Geburtstagswünsche: “Vielleicht interessiert es Sie, den beiliegenden Ueberblick über allerlei Anschauungen wohlmeinender Menschen durchzusehen. Was dort noch nicht stehen konnte, was ich seither gearbeitet habe: Erzherzog Carl-Roman vollendet, ebenso einige Novellen, etwa tausend hymnische Verse, ein Entwurf zu einem Roman über Venedig, ebenso zu einem Türkendrama; über spontane Aufforderung des Burgtheaters ist ein ‘Alexander in Asia’ in intensivster Arbeit (im zweiten Akt) [...]” (ms. Br. v. 8. V. 1953, ohne den erwähnten “Ueberblick”). - Der Sohn des gleichnamigen Komponisten und Dirigenten war nach dem Verbot der Nationalsozialistischen Partei in Österreich propagandistisch im Untergrund tätig. Seine in expressionistischem Stil gehaltenen Werke waren nach dem Zweiten Weltkrieg auf der Liste der "gesperrten Autoren und Bücher". Vgl. Kosch VI, 687f. - Die Kuverts sowie der eh. Br. mit Namensstempel.
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Graf, Arturo, Dichter (1848-1913).
Eigenh. Brief mit U. ("A. Graf"). Turin, 17. IV. 1884.
1 S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An einen Signor Sarfatti, wohl der Dichter Attilio Sarfatti (1863-1900), mit der Mitteilung, daß dessen Nachricht ihn sehr interessiere und er das nette Angebot, das dieser ihm unterbreitet habe, gern nutzen möchte. Er würde sich freuen, wenn er ihm das genaue Datum des Codex schicken würde mit der Angabe, ob dieser auf Papier oder auf Papyrus geschrieben worden sei. Ebenfalls müsse er wissen, in wie viele Kapitel er unterteilt sei, und überdies brauche er eine Transkription der ersten 18 Verse des ersten Kapitels. Außerdem bitte er ihn, in der Bibliothek Marciana zu suchen, ob andere Kopien des Manuskripts unter den Namen "Henzelmino, Enselmino oder Eselmino" zu finden seien oder unter dem Titel "Lamentazione, Lamento, Pianto". Falls er jemanden in Treviso kenne, möge er diesen beauftragen, dasselbe in deren Staatsbibliothek zu tun. An diese Bemühungen werde er sich dann in seinem Artikel gerne erinnern: "Va da sè che del suo nome e della su fatica si farebbe ricordo nell'articolo che a suo tempo pubblicherei [...]". - Arturo Graf, ursprünglich deutscher Abstammung, verbrachte seine Kindheit in Rumänien, studierte Rechtswissenschaften an der Universität Neapel und habilitierte sich 1874 als Privatdozent an der Universität zu Rom. "Schon während seines Aufenthalts in Neapel hatte er sich nebenbei mit Philologie sowie mit den Naturwissenschaften befaßt und Proben eines eigentümlichen poetischen Talents gegeben" (Wikipedia). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des "Giornale Storico della Letterature Italiana". - Die Verso-Seite von Bl. 2 mit kl. Registraturetikett, dem verschlungenen Monogrammstempel "LS" und hs. Numerierung "60".
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Graf, Oskar Maria, writer (1894-1967).
2 ALS. [New York], October and December 1958.
4to. Altogether 2 pp. Each on stationery with printed letterhead and stamped; some dust-soiling.
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Grandjean, Moritz Anton (Ps.: M. G. Herbert), Schriftsteller (1821-1885).
Eigenh. Gedicht und eh. Billett mit U. sowie gedr. Visitkarte mit 4 eh. Zeilen. Berlin, 22. VI. 1877.
Zusammen 5 SS. Verschiedene Formate. Das 72zeilige, “Das Zeitwort ‘Lieben’” betitelte Gedicht entstand “nach einem Gedicht Saphirs”, sei jedoch “durchaus neu umgearbeitet”: “‘Lieben’ ist ein Zeitwort, so steht’s in der Grammatik | So steht’s auch fest in weiblicher Dogmatik. | Liebe ist ein Wort, das mit der Zeit sich lernt | Wenn man schon aus der Schule ist entfernt. | Denn Lieben fügt sich nicht nach der Syntaxis | Dazu gehört nur eine günst’ge Praxis [...]”. - Die beiliegende Briefkarte mit der Bitte an eine namentlich nicht genannte Adressatin, “den beiliegenden Brief an Ihren Herrn Bruder gelangen zu lassen”. - Der in Wien geborene Grandjean war hauptberuflich Beamter der Österreichisch-Ungarischen Bank, daneben verfaßte er Possen, Schwänke und Lustspiele. - Die Visitkarte mit Heftnadel am Rand des Gedichtes montiert; die Briefkarte mit goldgepr. kalligr. Monogramm.
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Grasberger, Hans, Ps. Hans Birkenbühl, Journalist und Schriftsteller (1836-1898).
"Die alte Brücke hält". Eigenh. Gedichtmanuskript mit U. Goisern, 31. VII. 1897.
2 SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. Beiliegend eine Visitkarte mit mehreren eh. Zeilen und Initialen verso. Vier Strophen zu je acht Zeilen. - Nach kurzer Tätigkeit in einer Rechtsanwaltskanzlei wurde Grasberger Journalist, hielt sich als Korrespondent mehrerer Zeitungen in Rom auf und kehrte 1873 nach Wien und zur "Presse" zurück. Der Freund Peter Roseggers schrieb Lyrik und Prosa von vornehmlich religiöser und sozialer Tönung.
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Grasberger, Hans, Ps. Hans Birkenbühl, Journalist und Schriftsteller (1836-1898).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 20. VII. 1864.
1 S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Nehmen Sie es nicht unliebsam auf, wenn ich Sie mit der Bitte belästige, beiliegende 'Sonette aus dem Orient' einer gütigen Durchsicht zu unterziehen und ein paar besprechende Worte, soweit es der Werth des Büchleins zuläßt, an die Ihnen befreundeten Blätter einzusenden [...]". - Nach kurzer Tätigkeit in einer Rechtsanwaltskanzlei wurde Grasberger Journalist, hielt sich als Korrespondent mehrerer Zeitungen in Rom auf und kehrte 1873 nach Wien und zur "Presse" zurück. Der Freund Peter Roseggers schrieb Lyrik und Prosa von vornehmlich religiöser und sozialer Tönung. - Etwas gebräunt und mit kleinen Randläsuren.
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Grasberger, Hans, Ps. Hans Birkenbühl, Journalist und Schriftsteller (1836-1898).
Eigenh. Brief mit U. ("H. Grasberger") und Visitenkarte mit einigen eh. Zeilen und Monogramm verso. Wien, 29. V. 1896 bzw. o. D.
Zusammen (1+1 =) 2 SS auf 3 Bll. 8vo und Visitkartenformat. An einen namentlich nicht genannten Freund: "[...] An Deiner Meinung, Deinem Urtheil ist mir mehr gelegen als an der Zustimmung der s. g. literarischen Welt [...]" (a. d. Brief); die Visitenkarte betr. der Ankunft eines Dr. Hausegger aus Berlin, mit dem man eine Angelegenheit besprechen wolle: "[...] Hausegg. ist Vegetarier, was besagen will, daß Du Deinem gastl. Sinne Einhalt zu thun hättest [...]". - Nach kurzer Tätigkeit in einer Rechtsanwaltskanzlei wurde Grasberger Journalist, hielt sich als Korrespondent mehrerer Zeitungen in Rom auf und kehrte 1873 nach Wien und zur "Presse" zurück. Der Freund Peter Roseggers schrieb Lyrik und Prosa von vornehmlich religiöser und sozialer Tönung. - Der Brief mit starken Abklatschspuren durch unsachgemäßge Lagerung.
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Grasberger, Hans, Ps. Hans Birkenbühl, österr. Journalist und Schriftsteller (1836-1898).
Eigenh. Briefkarte mit U. Wien, 12. V. 1896.
1 S. Kl.qu.-8vo. Bedankt sich für ihm übersandte Glückwünsche, die ihn stets an "frühe liebe Zeiten" erinnern. - Grasberger trat nach Abschluß seines Jusstudiums in eine Rechtsanwaltskanzlei ein, wechselte aber schon nach kurzer Zeit in die Redaktion des "Österreichischen Volksfreundes" und 1865 in die der Presse. Nach 1867 hielt er sich als Korrespondent mehrerer Zeitungen in Rom auf, kehrte 1873 nach Wien und als Kunstkritiker Feuilletonredakteur zur "Presse" zurück, schied zehn Jahre später aber wieder aus und schrieb fortan für die "Wiener Zeitung" und die "Deutsche Zeitung". Der Freund Peter Roseggers schrieb Lyrik und Prosa von vornehmlich religiöser und sozialer Tönung. Zu Grasberger vgl. Kosch I, 717 sowie DBA I 415, 308-317 und II 473, 37-42.
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Grass, Günter, Schriftsteller (1927-2015).
Portraitphotographie mit eigenh. U. O. O. u. D., [um 1970].
15,5:10,8 cm. Schöne halbfigürliche Aufnahme des Trägers des Literaturnobelpreises von 1999. - Auf Untersatzkarton montiert.
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Grass, Günter, Schriftsteller (1927-2015).
Portraitpostkarte mit eigenh. U. O. O., [1977].
1 S. 8vo. Eine S/W-Aufnahme im Profil beim Durchblättern eines Manuskripts.
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Grazie, Marie Eugenie delle, Schriftstellerin (1864-1931).
14 eigenh. Bildpostkarten mit U. Wien, Raabs u. a. O., 1922-1930.
Zusammen 12½ SS. Qu.-8vo. An Getrude Egger-Tietze in Graz: "Der 'Sommernachtstraum' und Reinhardt’s Regie? - Ich glaub’ ich vergess' es nie [...]". Neben kleinen Gedichten finden sich vorwiegend Mitteilungen privaten Charakters, Nachrichten über zukünftige Aufenthalte, über ihr Wohlergehen u. a.: "Es will mir, wie ich da sitze und an Sie denke, plötzlich erscheinen, als hätte ich in meinem gestrigen Schreiben an Sie nur den Tag genannt, an dem ich sie erwarte, nicht die Stunde [...]" (dat. Wien, 7. VI. 1925). - Absolventin der Lehrerinnenanstalt St. Anna in Wien, wohin sie mit ihrer Mutter nach deren Gatten Tod übersiedelt war, debütierte die 18jährige 1882 als Lyrikerin. Sich später dem Naturalismus zuwendend, veröffentlichte sie Romane und Schauspiele, darunter das 1901 mit dem Bauernfeld-Preis ausgezeichnete Stück "Der Schatten" (1901). Popularität und hohe Auflagen erlangte sie durch mehrere Veröffentlichungen in der "3-Mark-Reihe" des Ullstein-Verlags. Für Emanzipation und gegen den Krieg eintretend, wurde sie 1916 mit dem Ebner-Eschenbach-Preis ausgezeichnet. Vgl. Kosch I, 721. - Die Bildseiten der Karten zeigen u. a. Ansichten von Raabs/Thaya, Groß-Reifling, Danzig u. a.
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Grazie, Marie Eugenie delle, Schriftstellerin (1864-1931).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 13. II. 1893.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An eine namentlich nicht genannte Adressatin: "Indem ich für die freundliche Aufforderung zur Einsendung einzelner meiner Bücher für die Weltausstellung in Chicago verbindlichst danke, beehre ich mich, Ihnen mitfolgend das Epos 'Hermann' und die vor kurzem erschienenen ‘Italischen Vignetten’ zu übermitteln. 'Hermann' hat unter meinen früheren Dichtungen die meiste Aufmerksamkeit gefunden (auch in Amerika) und über die 'Vignetten' sind mir bereits zu Weihnachten von den Verlagen circa zwanzig der anerkennendsten Besprechungen zugegangen [...]". - Als Lyrikerin beginnend und sich später dem Naturalismus zuwendend, veröffentlichte die engagierte Schriftstellerin Romane und Schauspiele, darunter das 1901 mit dem Bauernfeld-Preis ausgezeichnete Stück "Der Schatten". Für Emanzipation und gegen den Krieg eintretend, wurde sie 1916 mit dem Ebner-Eschenbach-Preis ausgezeichnet.
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Grazie, Marie Eugenie delle, Schriftstellerin (1864-1931).
Visitkarte mit fünf eigenh. Zeilen. O. O. u. D.
1 S. An einen namentlich nicht genannten Adressaten. - Als Lyrikerin beginnend und sich später dem Naturalismus zuwendend, veröffentlichte die engagierte Schriftstellerin Romane und Schauspiele, darunter das 1901 mit dem Bauernfeld-Preis ausgezeichnete Stück "Der Schatten". Für Emanzipation und gegen den Krieg eintretend, wurde sie 1916 mit dem Ebner-Eschenbach-Preis ausgezeichnet.
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Greenberg, Joanne, Schriftstellerin (geb. 1932).
Eigenh. Billett mit U. Wohl Golden (Colorado), 14. X. 1974.
1 S. Kl.-4to. Zweifach gefaltet. Mit eh. Adresse. An einen Sammler: "[...] I suppose the quotation you ask for is to be something of mine. Actually, a dozen other, better quotations from other writers suggest themselves but I will give you part of a prayer written for a revised service during the High holy days [...]". - Die aus Brooklyn stammende Schriftstellerin wurde vor allem durch ihren unter dem Pseudonym "Hannah Green" veröffentlichten Roman "I Never Promised You a Rose Garden" bekannt.
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Greene, Graham, writer (1904-1991).
TLS. London, 28 April 1975.
Small 4to. 1 p. To a collector: "I must thank you for the beautiful postcard of Strindberg in the snow. I am putting it into a copy of his books. You certainly have returned me good for evil! [...]". - On stationery with printed address.
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Greif, Martin, d. i. Friedrich Hermann Frey, Schriftsteller (1839-1911).
3 eigenh. Briefe mit U. München, 1874 und 75.
Zusammen 2¼ SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Freund: "Eine längere Reise, welche ich in Angelegenheit einer nun demnächst zur Veröffentlichung kommenden Publikation unternommen, hat meine Thätigkeit als Berichterstatter für das Fremdenblatt unterbrochen; doch zu meiner Beruhigung hat sich auch inzwischen nichts ereignet, was besonders zu melden gewesen wäre [...]" (Br. v. 28. II. 1875). - "Da ich nicht weiß ob Sie nicht Ihre Beruf mit nach Venedig entführt hat, so setzte ich vorsorglich dem Briefe eine Deklaration 'Drucksache' bei. Fänden Sie vielleicht die Muße über meine 'Deutschen Gedenkblätter' in der constitutionellen Vorstandszeitung ein paar freundliche Worte zu sagen, so würde ich Ihnen sehr dankbar sein [...]" (Br. v. 4. IV. 1875). - Greif diente in der bayerischen Armee und lebte anschließend als freier Schriftsteller in München und zeitweise auch in Wien. "Seine Dramen verarbeiteten häufig historische Themen. Für sein patriotisches Schauspiel 'Ludwig der Bayer oder Der Streit von Mühldorf' (1891) errichteten ihm die Bürger von Kraiburg/Inn ein eigenes Festspielhaus. Aus Greifs lyrischem Werk, das seit 1870 zunehmend patriotische Züge trug, ragt die Naturlyrik hervor, die in einfacher Strophen-, Reim- und Versform sowie in volksliedhaftem Ton geschrieben ist" (DBE).
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Greif, Martin, d. i. Friedrich Hermann Frey, Schriftsteller (1839-1911).
3 eigenh. Briefe mit U. München, 8. VI. 1884 bis 5. VII. 1899.
Zusammen 10 SS. auf Doppelblättern. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Der Eindrucksvolle [!] Essay, welchen Sie jüngst in der 'Allgemeinen Zeitung' veröffentlicht haben, führt mir die hoffnungsreichen Worte in Erinnerung, mit welchen Sie den Empfang meiner Ihrer Einsicht unterbreiteten 'Gedichte' bestätigt haben. Da es nun immerhin auch möglich wäre, daß mir eine so gewichtige Recension entgangen ist u. ich in diesem Fall Ihnen als undankbar erscheinen müßte, so drängt es mich, natürlich ohne jede Pression damit beabsichtigen zu wollen, Ihnen meine völlige Unkenntniß über die Sachlage mit der Versicherung auszudrücken, daß es nur Besorgniß vor einer möglichen Mißdeutung meines so lange beobachteten Stillschweigens ist, welche mich dazu veranlaßte [...]" (Br. v. 8. VI. 1884). - Greif diente in der bayerischen Armee und lebte anschließend als freier Schriftsteller in München und zeitweise auch in Wien. "Seine Dramen verarbeiteten häufig historische Themen. Für sein patriotisches Schauspiel 'Ludwig der Bayer oder Der Streit von Mühldorf' (1891) errichteten ihm die Bürger von Kraiburg/Inn ein eigenes Festspielhaus. Aus Greifs lyrischem Werk, das seit 1870 zunehmend patriotische Züge trug, ragt die Naturlyrik hervor, die in einfacher Strophen-, Reim- und Versform sowie in volksliedhaftem Ton geschrieben ist" (DBE).
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Greif, Martin (d. i. Friedrich Hermann Frey), Schriftsteller (1839-1911).
7 eigenh. Briefe und 3 eigenh. Gedichte mit U. bzw. Namenszug im Titel sowie 1 Kabinettphotographie. München, 1894-1896.
18½ SS. Briefe und 3 SS. Gedichte. Mit zwei eh. adr. Kuverts. Beiliegend zwei gedr. Gedichte mit eh. Anmerkungen Greifs bzw. des Adressaten sowie ein gedr. Faltblatt des Amelang-Verlags mit der Ankündigung des Erscheinens von ‘Greifs Gesammelten Werken’. Dankt für Artikel aus dem ‘Deutschen Volksblatt’, übersendet seinerseits Beiträge und Urlaubsgrüße. - Die Gedichte - saubere Reinschriften mit geringfügigen eh. Korrekturen - tragen die Titel ‘Einkehr’, ‘Der Ernte-Bittgang’ und ‘Mai’. - Greif diente in der bayerischen Armee und lebte anschließend als freier Schriftsteller in München und zeitweise auch in Wien. "Seine Dramen verarbeiteten häufig historische Themen. Für sein patriotisches Schauspiel 'Ludwig der Bayer oder Der Streit von Mühldorf' (1891) errichteten ihm die Bürger von Kraiburg/Inn ein eigenes Festspielhaus. Aus Greifs lyrischem Werk, das seit 1870 zunehmend patriotische Züge trug, ragt die Naturlyrik hervor, die in einfacher Strophen-, Reim- und Versform sowie in volksliedhaftem Ton geschrieben ist" (DBE). Vgl. auch Kosch I, 725. - Die Kabinettphotographie aus dem Hause des Hofphotographen Eugen Kegel zeigt ein Brustbild des Schriftstellers und ist - wie verso eh. vermerkt - dem Buchhändler Alois Fantl gewidmet (an den auch eines der beiden Kuverts adressiert ist). - In altem Sammlungsumschlag.
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Greif, Martin, d. i. Friedrich Hermann Frey, Schriftsteller (1839-1911).
Eigenh. Brief und eh. Albumblatt mit U. München, 29. II. 1896.
Zusammen 1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An den namentlich nicht genannten Karl Schönwiese: "Die nöthige Schonung meiner Augen verlangt, daß ich mich kurz halte u. so verbleibe ich, Ihrem freundschaftlichen Wunsch entsprechend, mit vorzüglicher Hochachtung [...]". - Auf Bl. 2 recto der Sinnspruch: "Wollen, was man kann, und können, was man will, Hält die Freunde fest und macht die Feinde still". - Aus der Sammlung Karl Schönwiese und in Umschlag derselben.
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Greif, Martin, d. i. Friedrich Hermann Frey, Schriftsteller (1839-1911).
Eigenh. Brief und eh. Briefkarte mit U. München, 29. X. 1905 und 25. XI. 1908.
Zusammen 5½ SS. 8vo und qu.-12mo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Es gereicht mir zu großer Freude, Ihrem mir mit so freundlichen Worten bekannt gegebenen Wunsch nachzukommen und bitte ich mich gelegentlich auch Ihrem von mir seit langen Jahren schon hochgeehrten Landsmann und Freunde wärmstens zu empfehlen [...]" (Briefkarte v. 29. X. 1905). - "Oft schon wollte ich Ihnen wieder schreiben und mich nach Ihrem Befinden erkundigen. Hoffentlich hat die Besserung vorgehalten und konnten Sie Ihre Vorlesungen wieder aufnehmen [...]" (Br. v. 25. XI. 1908).
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Greif, Martin, d. i. Friedrich Hermann Frey, Schriftsteller (1839-1911).
"Goethe". Eigenh. Gedicht mit U. O. O. u. D.
2½ SS. auf Doppelblättern 8vo. "Schreitet dem schwachen | Menschengeschlechte | Einmal ein Seher deutend voran, | Nimmer vergessen Werden die Züge, | Denen die Gottheit | Sprache verlieh'n.| Spät noch die Enkel | Sehen ihn wallen | Mit der erhobnen | Lyra im Arm [...] [es folgen 28 Verszeilen]".
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Greinz, Rudolf, Schriftsteller (1866-1942).
Eigenh. Bildpostkarte mit U. [Innsbruck], 30. XII. 1938.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Neujahrswünsche. - Rudolf Greinz, der Bruder des Kritikers, Erzählers und Übersetzers Hugo Greinz, ließ sich als freier Schriftsteller in Meran, Innsbruck und München nieder, wo er unter dem Ps. ‘Tuifelemaler Kassian Kluibenschädel’ eifrig an der ‘Jugend’ mitarbeitete; von 1933 an lebte der beliebte und weitverbreitete Tiroler Erzähler in Aldrans bei Innsbruck. Vgl. Kosch VI, 763. - Die Bildseite der Karte mit einem Turmbläser als Neujahrsmotiv.
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Greinz, Rudolf, Schriftsteller (1866-1942).
Eigenh. Bildpostkarte mit U. O. O. u. D.
1 S. Qu.-8vo. An ein Fräulein: "Besten Dank für Ihre liebenswürdigen Glückwünsche [...]". - Rudolf Greinz, der Bruder des Kritikers, Erzählers und Übersetzers Hugo Greinz, ließ sich als freier Schriftsteller in Meran, Innsbruck und München nieder, wo er unter dem Ps. "Tuifelemaler Kassian Kluibenschädel" eifrig an der "Jugend" mitarbeitete; von 1933 an lebte der beliebte und weitverbreitete Tiroler Erzähler in Aldrans bei Innsbruck.
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Greinz, Rudolf, Schriftsteller (1866-1942).
Eigenh. Brief mit U. Zell am Ziller, 5. IX. 1903.
3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Oberregisseur, den er davon in Kenntnis setzt, daß bzgl. einer geplanten Aufführung seines ‘Krippenspiels’ sein Rechtsanwalt "Herr Dr. Emil Jung [...] sich erlauben [wird], Sie nächster Tage neuerdings zu besuchen, um mit Ihnen alles Nähere zu besprechen. Nicht ohne Wichtigkeit ist nunmehr für das Erscheinen eines Bühnenwerks aus meiner Feder an einem Wiener Theater meine neue Stellung in der Wiener Presse. Wie Ihnen bekannt sein dürfte, bin ich schon seit einiger Zeit ständiger Mitarbeiter der 'Neuen Freien Presse' [...]". - Rudolf Greinz, der Bruder des Kritikers, Erzählers und Übersetzers Hugo Greinz, ließ sich als freier Schriftsteller in Meran, Innsbruck und München nieder, wo er unter dem Ps. ‘Tuifelemaler Kassian Kluibenschädel’ eifrig an der ‘Jugend’ mitarbeitete; von 1933 an lebte der beliebte und weitverbreitete Tiroler Erzähler in Aldrans bei Innsbruck (vgl. Kosch I, 727). Das erwähnte ‘Krippenspiel’ war 1895 unter dem Titel ‘Das Krippenspiel von der glorreichen Geburt unseres Heilands’ erschienen. - Beiliegend eine zeitgenöss. Reproduktion nach einer Originalphotographie, die den Erzähler "mit Frau und Tochter in seiner Sommerfrische Zell am Ziller" zeigt.
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Greinz, Rudolf, Schriftsteller (1866-1942).
Eigenh. Brief mit U. München, 29. VI. 1913.
1 S. 4to. An Rita Jellinek in Wien: "Nun muß ich wo[h]l so ziemlich gleich viel schreiben, damit keiner von beiden gekränkt ist. Heute ist ein scheußlicher Regentag. Ich bin mehrere Stunden an der Schreibmaschine gesessen. Vielleicht habe ich deshalb einen Hunger nach der Feder. Das ist eigentlich noch kein Autogramm. Weil ich gerade ein paar Prospekte mit meinem Conterfei zur Hand habe, sende ich sie zu einer kleinen Erinnerung [...]". - Rudolf Greinz, der Bruder des Kritikers, Erzählers und Übersetzers Hugo Greinz, ließ sich als freier Schriftsteller in Meran, Innsbruck und München nieder, wo er unter dem Ps. "Tuifelemaler Kassian Kluibenschädel" eifrig an der "Jugend" mitarbeitete; von 1933 an lebte der beliebte und weitverbreitete Tiroler Erzähler in Aldrans bei Innsbruck. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des "Deutschen Literaturspiegels".
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Greinz, Rudolf, Schriftsteller (1866-1942).
Eigenh. Portraitpostkarte mit U. O. O. u. D.
1 S. 8vo. "Des Dichters höchstes Ideal sei die Schönheit, seine heiligste Pflicht die Wahrheit und seine tiefste Liebe die Heimat". - Rudolf Greinz, der Bruder des Kritikers, Erzählers und Übersetzers Hugo Greinz, ließ sich als freier Schriftsteller in Meran, Innsbruck und München nieder, wo er unter dem Ps. "Tuifelemaler Kassian Kluibenschädel" eifrig an der "Jugend" mitarbeitete; von 1933 an lebte der beliebte und weitverbreitete Tiroler Erzähler in Aldrans bei Innsbruck.
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Greinz, Rudolf, Schriftsteller (1866-1942).
Visitkarte mit eigenh. Sinnspruch und U. verso. O. O. u. D.
1 S. "Die schwerste Erkenntnis auf Erden ist die Selbsterkenntnis". - Die Recto-Seite mit einer Briefmarke mit Greinz' Konterfei.
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Grengg, Maria, Schriftstellerin und Malerin (1889-1963).
Eigenh. Albumblatt mit U. Rodaun, April 1950.
1 S. Qu.-8vo. "Zu viel Bedacht und Abängsten | frißt das Herzschmalz weg - | man muß das Leben als ein | Lacherter beim Genick packen | und nit als ein Weinender". - Maria Grengg, die die Meisterklasse Koloman Mosers an der Kunstgewerbeschule in Wien absolviert hatte, war seit 1923 literarische und graphische Mitarbeiterin der Zeitschrift "Der getreue Eckart". Mit dem Roman "Die Flucht zum grünen Herrgott" den Durchbruch als Schriftstellerin erzielend, verfaßte Maria Grengg fortan Romane, Novellen und Erzählungen. "Als Adolf Hitler kam und uns nur mit seinem großen Herzen nahm, wußte ich beglückt, daß jetzt alles gut sei und daß dieser seit je geliebte, größte Sohn meiner Heimat sie mir jetzt wiederschenkt!", schrieb sie nach dem “Anschluß” (zit. n. "'Anschluß' 1938. Eine Dokumentation". Hg. v. Dokumentationsarchiv des österr. Widerstandes. Wien 1988). Nach Ende des Krieges war sie fast ausschließlich als bildende Künstlerin, Verfasserin kunsthistorischer Essays und Jugendbuchautorin tätig.
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Grengg, Maria, Schriftstellerin und Malerin (1889-1963).
Eigenh. Brief mit U. Perchtoldsdorf bei Wien, Pfingstsonntag 1936.
2 SS. 8vo. An die namentlich nicht genannte Schauspielerin Lili Marberg: "[...] ein oder zweimal habe ich damals vom Verlag angerufen, Sie waren nicht hier - geschrieben habe ich auch - es kam keine Antwort mehr - So bin ich weiterhin still gewesen, aber ich habe Ihrer oft gedacth und bissl hat es mich traurig gemacht, dass nach dem damaligen ehrlichen und herzlichen Zuneigen nichts mehr kam - gar nichts mehr. Viel Abreit liegt in der Zeit seit wir uns nicht mehr sahen - Von allen Seiten kommt man jetzt zu mir, die ich so sehr in der Stille lebe, und fragt: Hast du eine neue Geschichte, in der Herzblut ist, fertig? Hast du wieder was Duftiges, Frommes, in Deiner Art Frommes? Weil ich daneben ja immer auch wieder zeichne, ich bin tief verwachsen mit meiner Zeichnerei und alles gute Schauen in der Schreiberei kommt von daher, bin ich kein Vielschreiber. So gebe ich an jede gedichtete Sache wirklich viel Arbeit und viel vom Menschsein [...]". - Maria Grengg, die die Meisterklasse Koloman Mosers an der Kunstgewerbeschule in Wien absolviert hatte, war seit 1923 literarische und graphische Mitarbeiterin der Zeitschrift ‘Der getreue Eckart’. Mit dem Roman ‘Die Flucht zum grünen Herrgott’ den Durchbruch als Schriftstellerin erzielend, verfaßte Maria Grengg fortan Romane, Novellen und Erzählungen. "Als Adolf Hitler kam und uns nur mit seinem großen Herzen nahm, wußte ich beglückt, daß jetzt alles gut sei und daß dieser seit je geliebte, größte Sohn meiner Heimat sie mir jetzt wiederschenkt!", schrieb sie nach dem “Anschluß” (zit. n. ‘>Anschluß< 1938. Eine Dokumentation’. Hrsg. v. Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes. Wien 1988). Nach Ende des Krieges war sie fast ausschließlich als bildende Künstlerin, Verfasserin kunsthistorischer Essays und Jugendbuchautorin tätig. - Lili Marberg (1876-1962) gehörte von 1911 bis 1950 dem Wiener Burgtheater an. Seit 1936 auch Ehrenmitglied, spielte sie zunächst in Stücken Wedekinds, Hauptmanns und Ibsens, später vorwiegend Königinnen und mütterliche Frauen und galt weithin als vorzügliche Charakterdarstellerin. Zu ihren Hauptrollen zählten Desdemona, Hedda Gabler und Helena in "Vor Sonnenaufgang". Ihre einzige Filmrolle war die des Fräulein Munk in Walter Reischs "Silhouetten" (1936). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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Grengg, Maria, Schriftstellerin und Malerin (1889-1963).
Eigenh. Briefkarte mit U. Wien, 24. XII. 1946.
2 SS. Qu.-8vo. Mit eh. adr. Kuvert. Dankt Josef Wesely für ihr übersandte Geburtstagswünsche: “Ich bin die ganze Zeit hier in Rodaun gewesen. Seit 4 Jahren wohne ich hier in einem sehr schönen 222 Jahre alten ehemaligen Jagdschlößchen, Bombenagriffe und Endkampf sind über dieses Haus hinweggegangen. Es blieb verschont, als sei ein blauer Schu[t]zmantel darüber gebreitet. Die Russen sind wochenlang bei Tag und Nacht durch das Haus gezogen - Ich war allein [...] die Russen haben mir nichts zerstört - als ich einige von ihnen zeichnete, kamen sie mir sogar mit einer gewissen Achtung entgegen. Freilich, man stand als Frau stets auf der Schneise zwischen Leben und Tod - und es hat Nervenkraft gekostet: immer obenauf und freundlich zu bleiben - einigemale wäre ich am liebsten gegangen aus diesem Grausen - aber ich wußte, daß nur ich allein das Haus und das Werk meines Lebens - meine schönen Zeichnungen, meine Bücher - retten konnte, ich wußte, daß viele Menschen an mir hängen, an mich glauben, daß ich ihnen Trost und Hilfe gewesen bin während des Wahnsinns dieses verfluchten Krieges [...]”. - Maria Grengg, die die Meisterklasse Koloman Mosers an der Kunstgewerbeschule in Wien absolviert hatte, war seit 1923 literarische und graphische Mitarbeiterin der Zeitschrift ‘Der getreue Eckart’. Mit dem Roman ‘Die Flucht zum grünen Herrgott’ den Durchbruch als Schriftstellerin erzielend, verfaßte Maria Grengg fortan Romane, Novellen und Erzählungen. "Als Adolf Hitler kam und uns nur mit seinem großen Herzen nahm, wußte ich beglückt, daß jetzt alles gut sei und daß dieser seit je geliebte, größte Sohn meiner Heimat sie mir jetzt wiederschenkt!", schrieb sie nach dem “Anschluß” (zit. n. "Anschluß" 1938. Eine Dokumentation. Hg. v. Dokumentationsarchiv des österr. Widerstandes, Wien 1988). Nach Ende des Krieges war sie fast ausschließlich als bildende Künstlerin, Verfasserin kunsthistorischer Essays und Jugendbuchautorin tätig. Vgl. Kosch VI, 770f. - Die Bildseite der Karte mit einer hübschen, etwa 5:5 cm großen eh. Zeichnung eines Blumenmotivs in Tinte und Farbstift.
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Greville, Henry, d. i. Alice Durand, Schriftstellerin (1842-1902).
Visitkarte mit einigen eh. Zeilen und U. ("H. Greville"). O. O. u. D.
1 S. Visitkartenformat. An einen Monsieur Mayan mit dem Ausdruck ihres Bedauerns, Genf verlassen zu müssen, ohne sich von ihm verabschieden zu können. Ende April werde sie zurückkehren und sie hoffe, ihn dann immer noch vorzufinden. - Greville veröffentlichte mehrere Erzählungen in russischen und - nach ihrer und ihres Gatten Übersiedelung nach Frankreich - französischen Blättern; in ihren zu ihrer Zeit sehr populären Romanen schilderte sie zumeist die russische Gesellschaft. - Die Verso-Seite mit kl. Registraturetikett und hs. Numerierung "96".
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Grillparzer, Franz, writer (1791-1872).
ALS. [Vienna], 22 Feb. 1836.
4to. 1 p. on bifolium. Fine letter to his cousin Hippolyt von Sonnleithner (1814-97): "Ich habe die Deinem Gedichte beigesetzte Anmerkung nicht gleich bemerkt und sende es Dir daher jetzt nachträglich. Das Gedicht ist recht gut, wenn auch vielleicht zu markirt Heinisch. Es würde unendlich gewinnen, ja vielleicht erst dann recht gut werden, wenn am Schluß der, dessen Haupt die Schöne trägt, nicht ausdrücklich genannt, sondern nur, aber so angedeutet würde, daß über die Identität der Person kein Zweifel obwalten könnte. Mitunter auch ein wenig Heinisch nachlässig [-] Wie schlecht es darum auch stand. | Gewahrt ich ein Bild Mit Einem [-] kann man nicht sagen | Ein blutig Haupt noch trägt. [-] | Ein Weib das in weißen Händen | Ein Haupt, blutig noch, trägt. | Und dann die letzte Strophe, wo man mit Schauder nur allzuwahr Züge wieder erkennt u.s.w. [...]".
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[Grillparzer, Franz.] - Sauer, August, Germanist (1855-1926).
Arbeitsexemplar von Grillparzers ‘Des Meeres und der Liebe Wellen. Trauerspiel in fünf Aufzügen’ mit zahlr., tls. ganzs. eh. Annotationen August Sauers auf den zwischengebundenen Seiten u. im Text. Stuttgart, Cotta, 1886.
(2), 108, (108) SS. [Durchschossenes Exemplar]. Marmoriertes Halbleinen d. Zt. 8vo. Das am vorderen Innendeckel mit einmontiertem Exlibris von August Sauer versehene Exemplar dürfte das Arbeitsexemplar zur Druckvorlage der von ihm 1893 bei Cotta hrsg. Werkausgabe in 20 Bdn. (vgl. Wilpert/G. 553, 23) gewesen sein, jedoch lassen die sehr umfangreichen Eingriffe in den gedruckten Text der Ausgabe von 1886, die Sauer ebenso auf den zwischengebundenen Seiten wie im gedruckten Text notiert, darauf schließen, daß das vorliegende Exemplar möglicherweise auch eine von Sauer für die Bühne vorgenommene Bearbeitung des Stückes darstellt. Grillparzers Nachlaß selbst, der 1878 als Geschenk der Lebensgefährtin Katharina Fröhlich der Wiener Stadtbibliothek übergeben worden war, war Grundlage für die von August Sauer (1855-1926) gemeinsam mit Reinhold Backmann (1884-1947) hrsg. historisch-kritischen Gesamtausgabe (1909-1948). - Unbeschnittenes Exemplar mit Resten eines Rückenschildchens.
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Grimm, Hans, Schriftsteller (1875-1959).
2 ms. Briefe mit eigenh. U. Lippoldsberg, 1937 und 1939.
Zusammen (½+½ =) 1 S. auf 2 Bll. Gr.-4to. Mit drei Beilagen (s. u.). An den Autor und Verleger Walther Scheuermann (1891-1975) mit Dank für die Zusendung von Büchern. - Grimms Frühwerk, insbesondere seine "Südafrikanische Novellen" (1913), fanden bei der Kritik schnell Anklang; mit dem Roman "Volk ohne Raum" (1926) "lieferte er den Nationalsozialisten das Schlagwort für ihre Kriegspolitik. Die sprachmächtig vorgetragene verhängnisvolle Verbindung eines Politikkonzepts aus dem 19. Jahrhundert mit der 'Lebensraum'-Ideologie ließ Grimm zwangsläufig zum literarischen Repräsentanten der nationalsozialistischen Herrschaft werden" (DBE). Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten zum Präsidenten der Reichsschrifttumskammer und zum Senator der Preußischen Akademie der Künste ernannt, zählte Grimm zu Hitlers und somit zu den Lieblingsautoren so ziemlich aller Nationalsozialisten. Seine von den nationalsozialistischen Organisationen unabhängig stattfindenden Versammlungen "deutschbewußter" Dichter, die sich unter dem Namen "Lippoldsberger Dichtertreffen" alljährlich in seinem Haus zusammengefunden haben, wurden nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgenommen. 1935 aus der RSK wegen politischer und ideologischer Differenzen entlassen, zog sich der zunehmend von der Partei Geschmähte, der er trotz allem nie angehört hatte, ins Privatleben zurück. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg verteidigte er u. a. in der erwähnten "Erzbischofsschrift. Antwort eines Deutschen" (1950) den Nationalsozialismus als notwendiges Instrument gegen den vorandrängenden Bolschewismus. 1953 scheiterte Grimm als parteiloser Kandidat der neonazistischen Deutschen Reichspartei für die Bundestagswahlen, da die Partei die Hürde der neu eingeführten Fünf-Prozent-Klausel nicht bewältigte; im Jahr darauf erschien die erwähnte Verteidigungsschrift "Warum-woher, aber wohin?". Vgl. Kosch VI, 811f. - Ein Brief auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; tls. mit kleinen Randläsuren und Quetschfalten; beiliegend drei weitere Briefe verschiedener Verfasser an Scheuermann.
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Grisebach, Eduard, Schriftsteller und Literarhistoriker (1845-1906).
2 eigenh. Briefe mit U. Berlin, 30. III. bzw. 20. VIII. 1892.
Zusammen 9 SS. 8vo. An den Indologen Karl Eugen Neumann (1865-1915): "Meinen herzlichen Dank sage ich Ihnen für das mir hocherfreuliche Geschenk Ihrer Buddhistischen Anthologie welches neben Ihren ersten beiden Buddha-Schriften einen Ehrenplatz in meiner Bibliothek einnimmt (neben Schopenhauers Hand-Exemplar des Spence-Hardyschen Manual mit schönen handschriftl. Randglossen des Meisters). Sehr schön finde ich das Deutsch Ihrer Uebersetzung, namentlich auch der übersetzten Verse. Es wird nun wohl endlich das allgemeine Urtheil über das Rangverhältniß des Buddhaismus [!] und des Christenthumes sich rektifici[e]ren [...]" (Br. v. 30. III. 1892). - "Mit besonderem Vergnügen habe ich Ihren freundlichen Brief aus Wien erhalten und beeile mich Ihnen, namentlich auch für die Grabschrift-Berichtigung, meinen Dank abzustatten. Ich bin 1864 an Schopenhauers Grab gewesen und dann nicht wieder: da er nun seinen Namen meist mit lateinischen Buchstaben schrieb, so bin ich wohl dadurch auf die Idee gekommen, daß auch die Grabschrift so laute. In künftigen Drucken wird die Stelle im VI. Bande richtig gestellt werden [...]". - Der Sohn des Botanikers August Grisebach (1814-1879) war nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 im diplomatischen Dienst tätig, lebte u. a. in Konstantinopel, Smyrna, Jassy, Bukarest, St. Petersburg, Mailand und Port-au-Prince und widmete sich nach seiner Pensionierung gänzlich seinen literatur(historischen) Interessen. "Publikumserfolge" erzielte der Übersetzer, Schopenhauer-Biograph und Herausgeber von Werken Gottfried August Bürgers, Georg Christoph Lichtenbergs, Heinrich von Kleists und E. T. A. Hoffmanns vor allem "mit seinen anonym erschienenen Versepen 'Der neue Tannhäuser' (1869, (24)1909) und 'Tannhäuser in Rom' (1875) im Gestus Schopenhauerscher Weltnegierung" (DBE). - Neumann promovierte 1891 in Leipzig und ließ sich als Indologe in Wien nieder. Er unternahm mehrmals Studienreisen nach Indien, hielt sich 1894/95 zur buddhistischen Textforschung in England auf und übersetzte buddhistische Texte. Sein Hauptwerk ist die erste umfassende Übersetzung des Pali-Kanons, die 1896-1905 unter dem Titel "Die Reden Gotamo Buddhos" in vier Bänden erschien.
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Grisebach, Eduard, Schriftsteller und Literarhistoriker (1845-1906).
Eigenh. Albumblatt mit U. O. O. u. D., [nach 1893].
1 S. 4to. Aus "Der Neue Tannhäuser IX": "Daß andre dich vor mir besessen, | Hab' ich an deiner Brust vergessen, | Du sahst mich an so kindlich rein - | Der erste glaubt' ich stets zu sein. || Und immer, wenn ich wieder kam, | Umhüllte dich so süße Schaam, | Daß ich nicht wußte, keusches Weib, | War wirklich mein schon dieser Leib? || So wie der Mai stets wieder mailich, | Warst du von neuem stets jungfräulich; | Und eine bange Brautnachtfreude | Entzückte täglich so uns beide". - Der Sohn des Botanikers August Grisebach (1814-1879) war nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 im diplomatischen Dienst tätig, lebte u. a. in Konstantinopel, Smyrna, Jassy, Bukarest, St. Petersburg, Mailand und Port-au-Prince und widmete sich nach seiner Pensionierung gänzlich seinen literatur(historischen) Interessen. "Publikumserfolge" erzielte der Übersetzer, Schopenhauer-Biograph und Herausgeber von Werken Gottfried August Bürgers, Georg Christoph Lichtenbergs, Heinrich von Kleists und E.T.A. Hoffmanns vor allem "mit seinen anonym erschienenen Versepen 'Der neue Tannhäuser' (1869, (24)1909) und 'Tannhäuser in Rom' (1875) im Gestus Schopenhauerscher Weltnegierung" (DBE).
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Grisebach, Eduard (Anton Rudolf), Schriftsteller und Literarhistoriker (1845-1906).
Eigenh. Albumblatt mit U. O. O. u. D. , [vor 1877].
1 S. Gr.-8vo. Zitat aus seinem 1877 bei Kröner in Stuttgart erschienenem Werk ‘Die Deutsche Literatur seit 1770’: "Das letzte Ziel der Kunst ist immer ein ethisches; aber sie nimmt als ihr unveräußerliches Recht in Anspruch, alle Vorgänge und Geschehnisse, die ganze Breite des Lebens, das [S]ittliche und [U]nsittliche mit gleicher Unparteilichkeit zu schildern. Das s.g. Schöne ist nicht Inhalt der Kunst, sondern ihre Form." - Der Sohn des Botanikers August Grisebach (1814-1879) war nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 im diplomatischen Dienst tätig, lebte u. a. in Konstantinopel, Smyrna, Jassy, Bukarest, St. Petersburg, Mailand und Port-au-Prince und widmete sich nach seiner Pensionierung gänzlich seinen literatur(historischen) Interessen. "Publikumserfolge" erzielte der Übersetzer, Schopenhauer-Biograph und Herausgeber von Werken Gottfried August Bürgers, Georg Christoph Lichtenbergs, Heinrich von Kleists und E.T.A. Hoffmanns vor allem "mit seinen anonym erschienenen Versepen 'Der neue Tannhäuser' (1869, (24)1909) und 'Tannhäuser in Rom' (1875) im Gestus Schopenhauerscher Weltnegierung" (DBE). Vgl. auch Kosch I, 743.
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Grogger, Paula, Schriftstellerin (1892-1984).
10 (davon 2 eigenh. und 8 ms. bzw. gedr.) (Bild-)Postkarten und Billetts. Öblarn und Salzburg, 1947-56.
Zusammen 10 SS. Meist 8vo. Mit 3 Kuverts. Dankt Josef Wesely für ihr übersandte Wünsche zu Geburtstag und Neujahr. - Nachdem die als Dorfschullehrerin im steiermärkischen Ennstal arbeitende Tochter eines Kaufmanns 1929 aus gesundheitlichen Gründen pensioniert wurde, widmete sie sich ganz ihrer schriftstellerischen Tätigkeit und erzielte bereits mit ihrem Erstlingswerk ‘Das Grimmingtor’ (1926) einen bleibenden Erfolg "und wurde als Vertreterin eines bodenständig-bäuerlichen Schrifttums erst vom österreichischen Ständestaat, dann vom Nationalsozialismus umworben; sie trat der Reichsschrifttumskammer bei. In ihren Gedichten, Legenden, Spielen, Aufsätzen und vor allem in ihrer Prosa fand sie allen verwendeten Klischees zum Trotz zu eigenständiger Form. In Veröffentlichungen wie 'Die Reise nach Salzburg' (1958) und 'Späte Matura oder Pegasus im Joch' (1975) schilderte Grogger Teile ihrer Biographie" (DBE).
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Grogger, Paula, Schriftstellerin (1892-1984).
Albumblatt mit eigenh. U. [Wien, 5. XI. 1935].
1 S. Qu.-12mo. Auf der Verso-Seite einer Eintrittskarte der Anton Wildgans-Gesellschaft zu einem Vortrag Groggers über "Künstlerisches Schaffen" am 5. November 1935 im Vortragssaal des Österreichischen Museums. - Nachdem die als Dorfschullehrerin im steiermärkischen Ennstal arbeitende Tochter eines Kaufmanns 1929 aus gesundheitlichen Gründen pensioniert wurde, widmete sie sich ganz ihrer schriftstellerischen Tätigkeit und erzielte bereits mit ihrem Erstlingswerk "Das Grimmingtor" (1926) einen bleibenden Erfolg "und wurde als Vertreterin eines bodenständig-bäuerlichen Schrifttums erst vom österreichischen Ständestaat, dann vom Nationalsozialismus umworben; sie trat der Reichsschrifttumskammer bei. In ihren Gedichten, Legenden, Spielen, Aufsätzen und vor allem in ihrer Prosa fand sie allen verwendeten Klischees zum Trotz zu eigenständiger Form. In Veröffentlichungen wie 'Die Reise nach Salzburg' (1958) und 'Späte Matura oder Pegasus im Joch' (1975) schilderte Grogger Teile ihrer Biographie" (DBE). - Mit alten Montageresten verso.
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Gross, Ferdinand, Ps. Piccolo, Schriftsteller und Journalist (1849-1900).
Eigenh. Albumblatt mit U. Wien, 21. X. 1896.
1 S. Qu.-8vo. "Wie die Dichter schreiben, wollt Ihr wissen? | Braucht von ihrer Feder keinen Zug - | Ihrer Werke seid mit Gunst beflissen, | Und ihr wisst von ihnen dann genug". - Der in Wien geborene Schriftsteller begann seinen beruflichen Werdegang als Beamter der österreichischen Südbahn, wandte sich aber dem Journalismus zu und schrieb für die "Morgenpost", das "Pester Journal", das "Prager Tagblatt" und von 1879 bis 81 für die "Frankfurter Zeitung". "Nach Österreich zurückgekehrt, veröffentlichte er Beiträge im 'Neuen Wiener Tagblatt', im 'Wiener Fremdenblatt' und in der 'Wiener Mode', gab die 'Extrapost' heraus und gründete 1886 eine Monatsschrift mit dem programmatischen Namen 'Der Frauenfeind'" (DBE). Neben Feuilletons (gesammelt in "Kleine Münze", 1878, und "Nichtig und flüchtig", 1880) schrieb Gross auch Gedichte und Lustspiele (u. a. gemeinsam mit Max Nordau "Die neuen Journalisten", 1880).
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Gross, Ferdinand, Ps. Piccolo, Schriftsteller und Journalist (1849-1900).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 14. III. 1890.
1 S. Qu.-8vo. An eine namentlich nicht genannte Dame: "Speziell in Sachen der novellistischen Beiträge nehme ich keinen Einfluß auf den Inhalt des 'Universum'. Ich bitte, wenden Sie sich gef. direkt an die Redaktion des 'Universum' [...]". - Der in Wien geborene Schriftsteller begann seinen beruflichen Werdegang als Beamter der österreichischen Südbahn, wandte sich aber dem Journalismus zu und schrieb für die "Morgenpost", das "Pester Journal", das "Prager Tagblatt" und 1879-81 für die "Frankfurter Zeitung". "Nach Österreich zurückgekehrt, veröffentlichte er Beiträge im 'Neuen Wiener Tagblatt', im 'Wiener Fremdenblatt' und in der 'Wiener Mode', gab die 'Extrapost' heraus und gründete 1886 eine Monatsschrift mit dem programmatischen Namen 'Der Frauenfeind'" (DBE). Neben Feuilletons (gesammelt in "Kleine Münze", 1878, und "Nichtig und flüchtig", 1880) schrieb Gross auch Gedichte und Lustspiele (u. a. gemeinsam mit Max Nordau "Die neuen Journalisten", 1880). Vgl. auch Kosch I, 748.
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Grün, Anastasius, (d. i. Anton Gf. Auersperg), Schriftsteller und Politiker (1806-1876).
3 eigenh. Briefe mit U. ("A." bzw. "Ant. Auersperg"). Graz und Thurn am Hart, 1868-1875.
Zusammen 4 SS. auf 6 Bll. 4to und 8vo. Beiliegend ein eh. Brief Marie Gfin. Auerspergs. An einen namentlich nicht genannten Adressaten. - I: "Empfangen Sie in aller Eile meinen wärmsten Dank für das werthvolle literarische Geschenk, durch dessen gütige Übersendung Sie mich neuerdings auszeichneten und erfreuten. Gleichzeitig aber kann ich nur aufrichtig bedauern, Ihrem Wunsche nach zwei Karten für die morgige Herrenhaus Sitzung trotz meiner eifrigsten Bemühung nicht nachkommen zu können, da nach Versicherung unseres Präsidialbureaus, wo die Eintrittskarten ausgegeben werden, seit zwei Tagen auch nicht das kleinste Plätzchen mehr verfügbar ist [...]" (Br. v. 18. März 1868; gemäß einer beiliegenden alten Antiquariatsbeschreibung an einen Dr. Jacques). - II: "Seit dem Tage, an welchem Sie und Herr Professor v. Egger mir die Ehre Ihres Besuches und Ihrer für mich so schmeichelhaften Aufforderung erwiesen, war ich von den verschiedensten Dingen so sehr in Anspruch genommen, daß sich bisher noch keine ganz freie und zu poetischen Conceptionen geeignete Stunde einfinden wollte [...] Um nun die Vorbereitungen zu der beabsichtigten Vorstellung für das Walther-Denkmal nicht zu beirren, bin ich zu der rechtzeitigen Anzeige bemüßigt, daß ich die mir freundlichst zugedachte Aufgabe eines Prologs oder dergleichen zu lösen wohl kaum in der Lage sein werde [...]" (Br. v. 20. Januar 1875). - III: "Indem ich auf Ihr so eben erhaltenes, sehr geschätztes Schreiben sowohl im eigenen, wie im Namen meiner Frau den wärmsten und verbindlichsten Dank abstatte, beeile ich mich in deren Auftrage die Versicherung auszusprechen, daß sie, schon um des edlen Zweckes willen, es sich zur besonderen Ehre und Freude rechnen würde, das ihr so freundlich zugedachte Amt einer Lady Patroneß bei dem für den Schriftsteller-Wittwenfonds beabsichtigten Concerte zu übernehmen [...]" (Br. v. 28. November 1875). - Der Brief von Auerspergs Witwe Marie v. 6. März 1877 an einen namentlich nicht genannten Adressaten mit der Versicherung, "Ihnen jene Werke meines theuren Gatten für Ihre Bibliothek zu senden, welche Sie noch nicht besitzen [...]" (auf Briefpapier mit schwarzem Trauerrand und gepr. kalligr. Monogramm). – Auersperg, unter dem Pseudonym "Anastasius Grün" publizierend, war seit 1848 Abgeordneter im Frankfurter Parlament. "Seit 1830 in kritischer Auseinandersetzung mit dem 'Metternichschen System', veröffentlichte er anonym 'Spaziergänge eines Wiener Poeten', das früheste Dokument politischer Lyrik des österreichischen Vormärz und zugleich Grüns politisches Bekenntnis zu national-liberalen Ansichten" (DBE).
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Grün, Anastasius, (d. i. Anton Gf. Auersperg), Schriftsteller und Politiker (1806-1876).
Briefausschnitt mit eigenh. Datum und U. Graz, 18. III. 1872.
1 S. 66:197 mm. Mit von anderer Hand stammender Notiz zum Verfasser am unteren Rand der Recto-Seite. - Die Recto-Seite mit kl. Registraturetikett und hs. Numerierung "10" bzw. "19".
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Grün, Anastasius, (d. i. Anton Gf. Auersperg), Schriftsteller und Politiker (1806-1876).
Eigenh. Brief mit U. ("A. Auersperg"). O. O., 16. X. 1872.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Wohl an einen Buchhändler mit Dank "für das mir so eben zugekommene Porträt M. Jokais. Sollten von J. Chmel’s Geschichte K. Friedrichs IV u. Maximilians I, Hamburg, Perthes 1843, mehr als zwei Bände - welche ich bereits besitze - erschienen sein, so würde ich Sie um gefällige Besorgung des IIIten und jedes folgenden Bandes ersuchen [...]". - Unter dem Pseudonym "Anastasius Grün" publizierend, war Auersperg seit 1848 Abgeordneter im Frankfurter Parlament. "Seit 1830 in kritischer Auseinandersetzung mit dem 'Metternichschen System', veröffentlichte er anonym 'Spaziergänge eines Wiener Poeten', das früheste Dokument politischer Lyrik des österreichischen Vormärz und zugleich Grüns politisches Bekenntnis zu national-liberalen Ansichten" (DBE).
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Grün, Anastasius, (d. i. Anton Gf. Auersperg), Schriftsteller und Politiker (1806-1876).
Eigenh. Brief mit U. (“Ant. Auersperg”). Graz, 31. VIII. 1876.
1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: “Ich fühle mich Euer Hochwohlgeboren zu sehr in Dankbarkeit verpflichtet, um Ihrem Wunsche nicht bereitwilligst entgegenzukommen, so viel in meinen Kräften liegt. Aber im Voraus muß ich mir Ihre freundliche Nachsicht erbitten, wenn ich Ihr gewiß sehr anziehendes Manuscript nicht in seinem ganzen Umfange zu genießen vermag, da mir von ärztlicher Seite die sorgfältigste Schonung meiner Augen aufgetragen, die Einschränkung meiner Lektüre geboten und selbst die eigene Arbeit auf das Unerläßlichste begränzt worden [...]”. - Auersperg, unter dem Pseudonym “Anastasius Grün” publizierend, war seit 1848 Abgeordneter im Frankfurter Parlament. “Seit 1830 in kritischer Auseinandersetzung mit dem ‘Metternichschen System’, veröffentlichte er anonym ‘Spaziergänge eines Wiener Poeten’, das früheste Dokument politischer Lyrik des österr. Vormärz und zugleich Grüns politisches Bekenntnis zu national-liberalen Ansichten” (DBE). - Mit restauriertem Einr. im rechten Rand (geringe Textberührung).
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